Dr. Wolfgang F.
Rothe
Domplatz 1
3100 St. Pölten
PERSÖNLICHE ERKLÄRUNG
Das
Vertrauen und die Ermutigung zahlreicher Menschen, die mich kennen und die
gegen meine Person in den Medien erhobenen Anschuldigungen als schlichtweg
undenkbar zurückgewiesen haben, geben mir die Kraft, nach Tagen tiefster
Verzweiflung und Dunkelheit den Kampf um Wahrheit, Gerechtigkeit und Ehre
aufzunehmen, wenngleich ich mir bewusst bin, dass es sich um einen Kampf Davids
gegen Goliath handelt.
Bereits
am 27. Juni dieses Jahres, nachdem die zuvor gerüchteweise ausgestreuten
Behauptungen moralischer Verfehlungen meinerseits erstmals schriftlich erhoben
worden waren, habe ich in einem Schreiben an den Hochwürdigsten Herrn
Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn aus eigener Initiative deren schonungslose
Aufklärung auf kirchenrechtlicher Basis erbeten und – um mich selbst und vor
allem das Priesterseminar aus dem Schussfeld zu bringen – meinen Rücktritt vom
Amt als Subregens angeboten.
Ohne den Ergebnissen der inzwischen
eingerichteten und unverzüglich tätig gewordenen Untersuchungskommission
vorgreifen zu wollen, sehe ich mich angesichts der in ungeahntem Ausmaß betriebenen
Medienkampagne gehalten, alle gegen mich persönlich erhobenen Anschuldigungen
moralischer Verfehlungen hiermit nochmals auf das Entschiedenste
zurückzuweisen: Weder haben die durch
angebliche „Beweisfotos“ belegten Verfehlungen bei einer Weihnachtsfeier je
stattgefunden, was in jedem Fall durch Zeugenaussagen belegbar ist, noch
entsprechen die übrigen gegen mich erhobenen Anschuldigungen auch nur
ansatzweise der Wahrheit. Über den innerkirchlichen Klärungsprozess hinaus
habe ich die Absicht, mich gegen die mir zugefügte Rufschädigung auch auf
zivil- und strafrechtlicher Grundlage zur Wehr zu setzen.
Da die gegenwärtige Kampagne ihren
Ausgangspunkt nachweislich in St. Pöltener Kirchenkreisen genommen hat, die
ihre Abneigung gegen den Hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof schon wiederholt
unter Beweis gestellt haben, liegt die Vermutung nahe, dass man ein
„Bauernopfer“ gesucht und gefunden hat, um ihn neuerlich in Bedrängnis zu
bringen. Dem, was der Hochwürdigste Herr Diözesanbischof, dem ich mich stets
nach Kräften zu dienen bemüht habe, in diesem Zusammenhang schon mehrfach
geäußert hat, möchte auch ich mich anschließen: Mögen Wahrheit und
Gerechtigkeit zum Sieg gelangen!
St.
Pölten, 18. Juli 2004
(Wolfgang F. Rothe)