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Sam 18. Feb 2017 10:06

Seid vollkommen!

(predigtdienst.net) „Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“ Dem Heiland geht es in der Bergpredigt um die Vollkommenheit, d.h. anders ausgedrückt um die Heiligkeit. Ohne Heiligkeit können wir nicht in den Himmel kommen, denn Gott ist der Heilige, der vollkommen Heilige, und bei ihm hat keine Sünde Platz. Daher müssen wir alle uns bemühen, heilig und vollkommen zu werden.

Es geht in der heutigen Predigt um diese Vollkommenheit. Nicht nur Jesus spricht öfter von diesem Ideal der Vollkommenheit. Denken wir nur an den reichen Mann, der die Gebote hält und zu dem er dann sagt: „Willst du vollkommen sein, dann verkaufe alles, was du hast und folge mir nach.“ Auch in den Briefen des heiligen Paulus und in den anderen Briefen der Apostel wird immer wieder davon gesprochen. Im Jakobusbrief heißt es: „Wenn euer Glaube echt ist, wirkt er Geduld, die Geduld aber wird zur Vollkommenheit führen.“ Im Kolosserbrief schreibt Paulus: „Vor allem aber pflegt die Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist.“ Geduld und Liebe als Weg zur Vollkommenheit! Beides müssen wir üben.

Auch die Kirchenväter ermuntern uns nach dieser Vollkommenheit zu streben. Der hl. Augustinus sagt z.B. darüber: „Die Vollkommenheit des Menschen besteht darin, zu sehen, dass er unvollkommen ist.“ D.h. nicht, dass wir uns nicht mühen müssen, sondern die eigene Einsicht unvollkommen zu sein, ist die Grundvoraussetzung auf dem Weg der Vollkommenheit. Wer nicht seine Fehler und Sünden sieht, wer meint, er sei schon heilig, der braucht nicht an sich zu arbeiten, der braucht sich nicht zu bemühen und der wird sich wahrscheinlich auch nicht bessern und vollkommen werden. Auf den Punkt gebracht hat es der Apostel Johannes, der im 1 Johannesbrief 1,8 schreibt: Wer sagt, er habe keine Sünden, ist ein Lügner. ...

Lesen Sie die aktuelle Predigt von Pfarrer Christian Poschenrieder in vollem Wortlaut!

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