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Son 4. Juni 2017 20:16

Bonitatius - ein vom Heiligen Geist erfüllter "Künder der Frohbotschaft"

(stjosef.at/predigten) Ursprünglich hieß er Winfrid und wurde um das Jahr 673 im Königreich Wessex in England geboren. Nach einer gediegenen Ausbildung in weltlicher und geistlicher Wissenschaft wurde er zum Priester geweiht. Mit 40 Jahren unternahm er seine erste Missionsreise in die Gebiete Germaniens, also des heutigen Deutschland.

Für Winfrid war es wichtig, den neu gegründeten Missionsgemeinden eine enge Anbindung an Rom zu geben, konkret an den römischen Papst. Denn dieser ist der sichtbare Stellvertreter Jesu Christi auf Erden und das sichtbare Prinzip der Einheit der Kirche. So traf Winfried in Rom ein, und Papst Gregor II. verlieh ihm einen neuen Namen, der seiner Aufgabe entsprach: Er sollte künftig Bonifatius heißen, also Künder der frohen Botschaft, Künder des Evangeliums, einer, der eine gute Nachricht bringt. Bonifatius wurde zum Bischof geweiht, blieb jedoch auch als Erzbischof immer ein einfacher Missionar.

Als solcher trug er Sorge für die Organisation der Kirche in Bayern, Hessen und Thüringen, und dies konnte er nur durch gute Mitarbeiter – sowohl Priester und Ordensleute wie auch Laien – erreichen. Er gründete viele Klöster, die zu Zentren der missionarischen Aktivität wurden. Nach einem langen und arbeitsreichen Leben war es ihm jedoch nicht vergönnt, sich in ruhigere Gefilde zurückzuziehen. Im Gegenteil: Im Juni 745 wurden er selbst und seine 52 Begleiter von fanatisierten Heiden ermordet! Bonifatius starb als Märtyrer und gab sein Blut hin im Dienst der Verkündigung des Glaubens an Christus.

Im Leben und Wirken des heiligen Bonifatius und seiner Gefährten zeigt sich die machtvolle Gegenwart des Heiligen Geistes. Dieser öffnet die Herzen der Menschen für Gott, sodass sie das Wort des Missionars mit innerer Bereitschaft anhören und zum Glauben und zum Empfang der Taufe hingeführt werden. Bonifatius wusste besser als jeder andere, wie wichtig es ist, dass der Glaube nicht nur äußerlich angenommen wird, sondern dass er im Herzen Verankerung findet. Er vertraute nicht auf weltliche Macht oder gar auf Gewalt bei der Durchsetzung seiner Ziele, sondern auf die wirksame Gegenwart des Heiligen Geistes. Im Heiligen Geist gab Bonifatius das Beispiel der treuen Verbundenheit mit dem Apostolischen Stuhl in Rom. Im Heiligen Geist predigte er den Heiden und den schon Bekehrten Christus; im Heiligen Geist zeigte er durch das Beispiel eines frommen und wohltätigen Lebens, worauf es als Christ wirklich ankommt. Im Heiligen Geist schließlich gab er sein Leben hin als Zeuge für Christus, in Einheit mit der Kirche.

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