Ansprache von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil
anläßlich der Verabschiedung von Papst Johannes Paul II.
am Sonntag, dem 21. Juni 1998, am Flughafen Wien-Schwechat

 

Heiliger Vater!

In wenigen Minuten wird Ihr dritter Pastoralbesuch in Österreich zu Ende gehen – der Augenblick des Abschiednehmens ist gekommen.

Unsere Republik und die Katholische Kirche, die Sie schon länger als jeder andere Papst dieses Jahrhunderts leiten und führen, kehren dann – nach drei Tagen – in die Normalität Ihres Alltages zurück.

Einige berührende Erfahrungen und Erinnerungen aber werden vielen von uns unauslöschlich im Gedächtnis bleiben. Ich weiß, wie unterschiedlich jeder von uns diese Tage erlebt hat – ich möchte mich deshalb bewußt auf meine eigenen Empfindungen beschränken:

Für all das und vieles mehr danke ich Ihnen persönlich, aber auch im Namen so vieler Landsleute, die in diesen Tagen direkt oder indirekt an Ihrer Seite waren.

Heiliger Vater, wenn Österreicher von vertrauten, hochgeschätzten und liebgewordenen Gästen Abschied nehmen, dann rufen wir ihnen gewöhnlich ein herzliches "Lebewohl" zu.

Auch ich tue es heute – im Wissen um die enormen Herausforderungen für Kirche und Welt an der Schwelle in ein neues Jahrtausend.

Heiliger Vater, leben Sie wohl – und tragen Sie unser Österreich weiter im Herzen!


HTML-Dokument aktualisiert am 31.07.1998 von Dr. Josef Spindelböck auf der Grundlage der vom Papstbüro bereitgestellten Texte.

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