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24.01.2015 05:46:55
Online-Fragebogen zur Familiensynode 2015
(presse.kirche.at) Von 4 bis 25. Oktober 2015 findet unter dem Titel „Die Berufung und Mission der Familie in der Kirche der modernen Welt“ die 14. ordentliche Bischofssynode in Rom statt. Die außerordentliche Bischofssynode im vergangenen Herbst diente bereits ihrer Vorbereitung. Auf der Grundlage ihres Abschlussberichtes wurden den Bischofskonferenzen in der ganzen Welt Fragen zugesandt, die nun in den einzelnen Diözesen mit dem Ziel der Vertiefung der Synodenergebnisse bearbeitet werden.
Der Fragenkatalog wurde nun von der Diözese St. Pölten in einer adaptierten Version bereitgestellt. „Zur Vereinfachung und zum besseren Verständnis wurden die 46 Fragen in 14 Punkten zusammengefasst“, wie Helmut Prader, Bischofsvikar für Ehe und Familie, erklärt. Bischof Klaus Küng lädt alle Gläubigen dazu ein, an der Beantwortung der Fragen teilzunehmen. Die Fragen sollen in pfarrlichen Gruppen und Gremien, Familieninitiativen, -verbänden und -vereinigungen besprochen werden, auch Einzelpersonen können Eingaben machen.
„Die Beantwortung des Fragebogen dient vor allem als Vorbereitung für die Synode, ist eine Möglichkeit, Anregungen zu geben“, so Küng. „Zugleich erhoffe ich mir, dass die Beschäftigung mit diesem Thema zu einem Nachdenkprozess über die seelsorgliche Situation in der Diözese und über die Aufgabe der Familienpastoral führt.“ So könne die Vorbereitung auf die Synode auch helfen, ganz konkret die Seelsorge in der Diözese zu verbessern.
Die Fragen sind auf der Internetseite des Bereichs Familie der Pastoralen Dienste online auszufüllen und können auch ausgedruckt werden. Eine gedruckte Version wird auch an alle Pfarren ausgeschickt. Der Fragebogen muss bis spätestens 16. März an folgende Adresse geschickt werden:
Mag. Markus Mucha, Bereich Familie, Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten, oder per E-Mail an m.mucha@kirche.at .
Die im Herbst stattfindende Bischofssynode bildet den vorläufigen Abschluss eines insgesamt auf zwei Jahre angelegten synodalen Prozesses. Vermutlich wird dann der Papst auf dieser Grundlage in einem Dokument, z.B. einem päpstlichen Rundschreiben, festhalten, was als Richtlinie für die konkrete Praxis einer zeitgemäßen Seelsorge der Familie erachtet werden kann.
Hier der Link zu den von der Diözese St. Pölten aufbereiteten Fragen.
Die Originalfragen sind unter diesem Link abrufbar.
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24.01.2015 05:38:31
Familie als erster Ort der Kommunikation
(zenit.org) Zum 49. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel am Samstag hat Papst Franziskus das Thema Familie als erstem Ort der Kommunikation im Leben eines Menschen in den Fokus seiner Botschaft gesetzt. „Zu diesem ursprünglichen Faktum zurückzugehen, kann uns helfen, die Kommunikation authentischer und menschlicher zu gestalten“, schrieb er. Papst Franziskus zeigt sich den modernsten Formen der Kommunikation wie den sozialen Netzwerken auch in diesem Schreiben sehr aufgeschlossen. Die Nutzung betrachtet er als bereichernd, um in menschlichen Beziehungen Entfernungen zu überwinden. „Sie können förderlich sein, wenn sie helfen, zu erzählen und sich auszutauschen, in Kontakt mit denen zu bleiben, die fern sind, Dank zu sagen und um Verzeihung zu bitten und immer wieder Begegnungen zu ermöglichen“, heißt es in der Botschaft wörtlich. Zugleich warnte er aber davor, diese Mittel zu nutzen, um sich von der Familie abzusondern und den anderen nicht mehr zuzuhören.
Kommunikation fange für einen Menschen schon im Mutterschoß an, durch das Hinhören auf die Mutter und den Körperkontakt mit ihr. Als anschauliches Beispiel nannte er den Besuch Marias bei Elisabet, wie er im Evangelium (Lk 1, 39-56) beschrieben wird. „Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.“ Die Familie, in die das Kind dann hineingeboren wird, nennt der Papst „einen Schoß aus unterschiedlichen Personen, die miteinander in Beziehung stehen.“ Die Bindung liege dem Wort zugrunde, welches aber seinerseits die Bindung stärke, auch über unterschiedliche Charaktere und Generationen hinweg. Ausdrücklich betonte Franziskus, dass sich in einer Familie die Menschen nicht gegenseitig gewählt haben, aber dennoch füreinander da seien. In dieser Gemeinschaft lernten sie ihre Sprache und „jene grundlegende Kommunikationsform..., die das Gebet ist.“ Das Leben in der Familie bedeute, sich mit Problemen des Zusammenlebens konfrontiert zu sehen und so auch Vergebung zu lernen. „Ein Kind, das in der Familie lernt, den anderen zuzuhören, respektvoll zu reden und den eigenen Standpunkt zu vertreten, ohne die Sichtweise anderer abzulehnen, wird in der Gesellschaft Dialog und Versöhnung herbeiführen können“, betonte das Kirchenoberhaupt.
Eine lebendige Familie öffne sich auch nach außen und vermittle auf diese Weise verletzten Familien Trost und Hoffnung, so wie sie auch zum Wachstum der Kirche beitragen. Eine besondere Herausforderung, sich zu öffnen, stellten Familienangehörige mit Behinderung da, weil die Situation in motorischer, sensorischer und intellektueller Hinsicht Einschränkungen in der Kommunikation nach sich zieht. Die betroffenen Familien lehrten, allen gegenüber mehr Annahmebereitschaft zu zeigen. Die Gemeinschaft von Vater, Mutter, Kindern und Großeltern sei schließlich eine kommunizierende Gemeinschaft. Jedoch warnte er davor, die Familie als Terrain zu betrachten, auf dem ideologische Schlachten ausgefochten werden sollen. Sie sei vielmehr eine konkrete Realität, ein Ort, an dem die Menschen lernten, in der empfangenen und geschenkten Liebe zu kommunizieren. „Wir kämpfen nicht, um die Vergangenheit zu verteidigen, sondern wir arbeiten mit Geduld und Zuversicht an allen Orten, an denen wir uns täglich aufhalten, um die Zukunft aufzubauen“, schrieb der Papst abschließend.
Link: Papstbotschaft im Wortlaut.
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24.01.2015 05:35:46
Die frohe Botschaft Jesu vom Himmelreich
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium nach Markus wird uns der Anfang der Verkündigungstätigkeit Jesu geschildert. Johannes war von König Herodes ins Gefängnis geworfen worden; nun beginnt Jesus die Menschen zu lehren. Worum aber geht es dem von Gott gesandten Erlöser der Menschen? Er verkündet: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“
Gott selbst macht den Anfang und lässt sein Reich nahekommen. Im menschgewordenen Sohn Gottes – in Jesus Christus – ist dieses Reich schon gegenwärtig. Wer umkehrt und an die von ihm verkündete frohe Botschaft glaubt, empfängt das von Gott geschenkte Heil.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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16.01.2015 16:30:38
50 Jahre Konzilserklärung Nostra aetate
(dsp.at) Die Haltung Papst Johannes Pauls II. in der Krise nach „9/11“ sei „eine Orientierung für unsere gegenwärtige Lage“. Das betonte der Religionswisseschaftler Ernst Fürlinger von der Donau Universität Krems bei einer Fachtagung der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten über 50 Jahre Konzilserklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate“. Der Papst habe damals den Dialog mit den Muslimen nicht abgebrochen, sondern sogar verstärkt.
Der Begriff „interreligiöser Dialog“ in der Folge der Erklärung „Nostra aetate“ markiere ein „neues Paradigma“ für das Verhältnis der katholischen Kirche zu den anderen Religionen, wie Fürlinger in seinem Referat über die „Rezeption von Nostra aetate im Pontifikat von Johannes Paul II.“ erklärte. Im Rückblick sei deutlich erkennbar, wie sehr dieses Pontifikat von der Umsetzung dieses Dialog-Paradigmas geprägt war. Fürlinger erinnerte in diesem Zusammenhang u.a. an den Besuch des Papstes in der Großen Synagoge in Rom, den ersten Weltgebetstag in Assisi, das Schuldbekenntnis und die Vergebungsbitte im Jubiläumsjahr 2000 oder den Besuch der Omaijaden-Moschee in Damaskus.
So rief Johannes Paul II. auch nach dem Anschlag auf die Twin-Towers in New York 2001 die Christen dazu auf, den letzten Tag des Ramadan zusammen mit den Muslimen weltweit als „Tag des Fastens“ zugunsten eines „dauerhaften, auf Gerechtigkeit beruhenden Friedens“ zu begehen. Gleichzeitig lud er für den 24. Jänner 2002 erneut zu einem Friedensgebet nach Assisi ein.
Der Papst habe durch sein Pontifikat hindurch klar gemacht, dass der interreligiöse Dialog „keine Schönwetterveranstaltung der Gutmeinenden“ in den einzelnen Religionsgemeinschaften sei. Fürlinger: „Er ist kein idealistisches Projekt, das die Katastrophen, die uns umgeben ausblendet. Interreligiöser Dialog steht für den Mut und die Hoffnung, sich inmitten des Hasses gemeinsam mit Menschen anderer Religionen für den Frieden einzusetzen.“
Bernhard Dolna, Professor für ökumenische und jüdische Studien am ITI Trumau, erinnerte in seinem Vortrag an Prälat Johannes Maria Österreicher, einen „ vergessenen Wegbereiter des internationalen christlich-jüdischen Dialogs“. Der in Mähren gebürtige Österreicher jüdischer Abstammung konvertierte zum katholischen Glauben, wurde Priester und emigrierte in die USA, wo er im Rahmen seiner Lehrtätigkeit begann, die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens in Erinnerung zu rufen. Zeitlebens habe Österreicher Kontakt mit Juden und dem jüdischen Volk gesucht und gepflegt und stets die „immerwährende Treue Gottes gegen über seinem auserwählten Volk“ betont, sagte Dolna.
1961 berief Papst Johannes XXIII. Prälat Österreicher nach Rom in das Einheitssekretariat, wo dieser eine Studie über den Einfluss des Judentums auf den christlichen Glauben verfassen sollte. Diese Studie wurde schließlich zur Grundlage des Konzilsdokuments „Nostra aetate“, dessen Endfassung dann auch – unter anderen – aus der Feder Österreichers stammte. Dabei sei zu bedenken, dass die Arbeit an diesem Dokument nur 15 Jahre nach der Schoah und 12 Jahre nach der Staatsgründung Israels begonnen hatte, so Dolna. Die Konzilserklärung „Nostra aetate“ sei zwar aus dieser Zeit heraus geschrieben, jedoch „nicht historisch, sondern theologisch“ begründet und daher „zeitlos gültig“, wie Dolna betonte: „Nostra aetate ist die Magna Charta der Versöhnung mit dem Judentum.“
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16.01.2015 16:27:49
Papst betont Würde und Wert der Familie
(kathpress.at) Papst Franziskus hat an seinem zweiten Besuchstag auf den Philippinen zum Schutz der Familie aufgerufen. Das Familienleben sei heute einem vielfältigen Druck ausgesetzt, durch finanzielle Probleme, Migration, Arbeitsplatzmangel und durch Naturkatastrophen, jedoch auch vonseiten einiger, die die Institution der Ehe selbst neu definieren wollten, sagte der Papst am Freitag bei einem Treffen im Stadion der Hauptstadt Manila. Um die Gefahren standzuhalten, brauche es "gute und starke Familien". Franziskus wich in seiner Rede vom vorbereiteten englischen Redemanuskript immer wieder ab. Lange Passagen extemporierte er, und er gebrauchte dabei seine Muttersprache Spanisch.
Der Papst kritisierte eine "ideologische Kolonisierung", die die Familien zerstöre und vor der man sich hüten müsse: "Wie wir in unserer Geschichte 'Nein' zu einer politischen Kolonisierung gesagt haben, sagen wir jetzt 'Nein' zu einer ideologischen Kolonisierung der Familie."
Mit Nachdruck unterstrich Franziskus die Unantastbarkeit jedes menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Dabei würdigte Franziskus auch den Mut seines Vorgängers Paul VI., der sich mit seiner Enzyklika "Humanae vitae" gegen den Zeitgeist gestellt habe. Er habe die Beichtväter zu Barmherzigkeit im jeweiligen Einzelfall angehalten, aber mit Blick auf die gesamte Menschheit habe er die Gefahr der Zerstörung der Familie durch die Verhinderung von Geburten gesehen.
Jede Gefährdung der Familie sei eine Gefährdung der Gesellschaft selbst, unterstrich der Papst bei dem Wortgottesdienst mit über zehntausend Familien in Manilas "Mall of Asia Arena". "Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie."
Insbesondere rief er die Familien auf, sich für Mitmenschen in Not und für Menschen ohne Familien einzusetzen und sie zu unterstützen, etwa ältere Menschen oder elternlose Kinder. "Lasst nie zu, dass sie sich isoliert, allein und verlassen fühlen, sondern helft ihnen zu erkennen, dass Gott sie nicht vergessen hat."
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16.01.2015 14:54:22
Andere Menschen mit Jesus vertraut machen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium nach Johannes erhalten wir einen guten Eindruck von der Art und Weise, wie die ersten Jünger zu Jesus gefunden haben. Entscheidend war die Taufe Jesu im Jordan gewesen. Dort hatte der himmlische Vater Jesus als seinen geliebten Sohn bezeichnet; auf ihn kam der Heilige Geist in Gestalt einer Taube herab und offenbarte ihn als den schon lange erwarteten und nun von Gott gesandten Messias. „Messias“ aber heißt, wie uns das heutige Evangelium darlegt, auf Griechisch „Christus“ und bedeutet „der Gesalbte“.
Nach der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes hat eben dieser als sein Vorläufer die Menschen zu Jesus geführt. Nun war die Zeit gekommen, dass Johannes in den Hintergrund treten sollte, damit sich der von Gott gesandte Erlöser Jesus Christus offenbaren konnte. So sprach Johannes über Jesus die geheimnisvollen Worte: „Seht, das Lamm Gottes!“ Zwei der Jünger des Johannes hörten diese Worte und fassten sie als Aufforderung und Einladung auf, Jesus zu folgen. Dieser erkannte ihr Interesse an seinem Leben und seiner Person, und auf seine Frage „Was wollt ihr?“ bekundeten sie ihr Interesse an diesem „Rabbi“ (das heißt Lehrmeister) mit der Gegenfrage: „Meister, wo wohnst du?“ Auf diese Weise wurden die ersten Jünger mit Jesus vertraut.
Lesen Sie die Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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10.01.2015 06:38:09
Rechtsmittel anwenden und nicht Gewalt
(kath.net) Der Moraltheologe Prof. Dr. Josef Spindelböck hat eine Anzeige gegen die Sendungsverantwortlichen des ORF eingebracht, die für die Ausstrahlung des Films „3faltig“ verantwortlich sind. Der 2010 gedrehte Film war am 13.12.2014 im Hauptabendprogramm des Senders ORF 1 gezeigt worden. Anfang Januar gab es auf ORF III etliche Wiederholungen. Spindelböck brachte eine Anzeige gemäß § 188 des Österreichischen Strafgesetzbuches ein, der die Herabwürdigung religiöser Lehren unter Strafe stellt. „Die christliche Glaubenslehre von der Dreifaltigkeit Gottes wird im Film 3faltig auf satirische Weise der Lächerlichkeit preisgegeben und auf diese Weise herabgewürdigt und verspottet. Die Umstände einer mehrmaligen Aufführung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das der Gebührenzahler mitfinanziert, sind derart, dass dieses Verhalten geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen“, heißt es in dem kath.net vorliegenden Anzeigetext wörtlich.
(news.stjosef.at) Es folgt eine persönliche Stellungnahme von Prof. Josef Spindelböck:
„Die Anzeige habe ich am 03.01.2015 eingebracht, also vor den nicht voraussehbaren aktuellen Geschehnissen in Frankreich. Mit den Muslimen verbindet uns, dass auch wir als Christen die Blasphemie ablehnen; von den gewalttätigen Islamisten trennt uns, dass wir Wege des Protestes suchen, die mit dem demokratischen Rechtsstaat, in dem wir leben, kompatibel sind. Wir Christen wenden nicht Gewalt an, wenn Gott verhöhnt und beleidigt wird, sondern bedienen uns vor allem geistlicher Mittel, aber auch jener, die in einem Rechtsstaat möglich sind. Dazu gehört auch eine Strafanzeige wegen Herabwürdigung religiöser Lehren gemäß §188 StGB.
Auch wenn die Anzeige vielleicht keinen juristischen Erfolg haben wird, so ist es doch ein Zeichen, das ich setzen wollte und musste. Es hat symbolischen Wert und kann zur Bewusstseinsänderung beitragen, dass es in einer friedlich geordneten Gesellschaft ein Minimum an Respekt vor den religiösen Überzeugungen und Werten anderer braucht, auch wenn man diese selbst nicht teilt.
Für sich betrachtet, wenn man von der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit durch irdische Personen absieht, ist der Film billiger Klamauk. In diesem speziellen Kontext jedoch bringt er Blasphemie zum Ausdruck.
Mir ging und geht es in diesem Zusammenhang auch darum, dem Eindruck entgegen zu treten, wir Christen machten uns nichts aus der bewussten Verletzung unserer religiösen ‚Gefühle’. Zugleich jedoch soll klar werden, dass es Mittel des gewaltlosen Protestes gibt, die konform gehen mit unserer Rechtsordnung!“
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10.01.2015 06:28:30
Vor 70 Jahren: Priesterweihe von Karl Leisner im KZ
(radiovatikan.de) „Segne auch, Höchster, meine Feinde“: Das sind die letzten Worte im Tagebuch des seligen Karl Leisner. Vor etwa siebzig Jahren wurde er, als Häftling im KZ Dachau, zum Priester geweiht, und zwar von einem ebenfalls inhaftierten französischen Bischof. „Der Feind kniete da vor dem Feind“, formuliert Hans-Karl Seeger, Altpräsident des Internationalen Karl-Leisner-Kreises, im Interview mit Radio Vatikan. Seeger hat in dieser Woche die gesammelten Schriften Leisners dem Papst übergeben. - Link zum Interview; Internationaler Karl-Leisner-Kreis
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10.01.2015 06:23:00
Das Wasser des Lebens in Fülle
(stjosef.at/predigten) (JSp) Ohne Wasser gibt es kein Leben. Das Wasser ist unentbehrlich, und schon von daher ist es verständlich und nachvollziehbar, dass Gott in seiner Ordnung des Heils sich als der Spender des Wassers des Lebens zeigt und erweist. „Wasser des Lebens“ oder gar „lebendiges Wasser“ bedeutet hier nicht bloß den Wasserquell der Natur, sondern es geht um den Ursprung des ewigen Lebens, um den göttlichen Lebensquell, der sich uns im Bild des Wassers erschließt.
Die Taufe Jesu am Jordan veranschaulicht all dies auf einzigartige Weise. Jesus bedarf nicht so wie die anderen Menschen der Reinigung von ihren Sünden. Das Wasser des Jordan wird vielmehr durch ihn geheiligt. In Wahrheit ist Jesus die Quelle, von der das Wasser des Heils ausströmt. Im Heiligen Geist erschließt sich uns die Liebe seines Herzens. Aus seiner Seite, die nach dem Tod am Kreuz vom Soldaten geöffnet wird, entströmen Blut und Wasser. Hiermit werden die Sakramente der Kirche bezeichnet, vor allem die heilige Eucharistie und die Taufe.
Lesen Sie die Predigt zum Fest der Taufe des Herrn (11.01.2015) in vollem Wortlaut!
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05.01.2015 06:49:32
Die Gaben der Heiligen Drei Könige
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wenn in diesen Tagen die Sternsinger durch unser Land ziehen und an die Türen der Häuser klopfen, erinnern wir uns an den biblischen Bericht von den Weisen aus dem Morgenland, die gekommen sind, um dem Jesuskind als dem neugeborenen König der Juden zu huldigen.
Diese weisen und reichen Männer, die mit den Vorgängen am Sternenhimmel bestens vertraut waren, kamen zu jenem Kind, das im Stall von Bethlehem geboren worden waren und das der Welt das Heil schenken sollte. Als die „heiligen drei Könige“ nach ihrer langen Reise aus dem Osten endlich nach Jerusalem kamen, da erkundigten sie sich bei König Herodes nach dem neugeborenen Kind. Dieser wusste nichts davon, und insgeheim erschrak er, denn er fürchtete die Geburt eines möglichen Konkurrenten für sein Königtum. Er täuschte jedoch vor, aufrichtig an diesem Kind interessiert zu sein, und nach Beratung mit den Hohepriestern und Schriftgelehrten schickte er die Sterndeuter nach Bethlehem. Denn so lautete die alte Weissagung: „Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.“ (Mi 5,1)
Für die Weisen war diese knappe Information ausreichend und hilfreich. Sie waren gottsuchende Menschen, welche die Ereignisse in der Natur und am Himmel zu deuten wussten und eben deshalb dem Stern folgten, der sie zu dem Ort führte, wo das Kind zu finden war.
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn!
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04.01.2015 11:53:57
ORF-Ausstrahlung des Films "3faltig": Strafanzeige
(news.stjosef.at) Der Priester und Moraltheologe Prof. Dr. Josef Spindelböck hat am 03.01.2015 eine elektronische Anzeige bei der Oberstaatsanwalt Wien eingebracht mit folgendem Wortlaut:
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Hiermit wird Strafanzeige wegen Herabwürdigung religiöser Lehren gemäß § 188 StGB gestellt. Die Anzeige richtet sich gegen jene Personen, welche für die Ausstrahlung des Films 3faltig im ORF verantwortlich sind, insbesondere gegen ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner.
Der Film wurde erstmals gesendet am 13.12.2014 in ORF eins um 20.15. Weitere Sendetermine (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): am 02.01.2015, 03.01.2015 und 04.01.2015 und 05.1.2015 in ORF III.
Die christliche Glaubenslehre von der Dreifaltigkeit Gottes wird im Film 3faltig auf satirische Weise der Lächerlichkeit preisgegeben und auf diese Weise herabgewürdigt und verspottet. Die Umstände einer mehrmaligen Aufführung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das der Gebührenzahler mitfinanziert, sind derart, dass dieses Verhalten geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen.
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04.01.2015 11:51:27
Zwanzig neue Mitglieder im Kardinalskollegium
(kathpress.at) Papst Franziskus nimmt 20 neue Mitglieder in das Kardinalskollegium auf. Er kündigte am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz an, die kirchlichen Würdenträger aus allen fünf Kontinenten würden am 14. Februar in das höchste kirchliche Gremium aufgenommen. Insgesamt nimmt Franziskus sieben Europäer, drei Asiaten, zwei Ozeanier, fünf Lateinamerikaner und drei Afrikaner in seinen Senat auf und unterstreicht damit erneut die weltkirchliche Breite, auf die der Argentinier auf dem Bischofsstuhl von Rom setzt.
Es ist das zweite Mal seit seinem Amtsantritt im März 2013, dass Franziskus neue Kardinäle ernennt. Sie sind die wichtigsten Berater des Papstes. Im Folgenden die künftigen Purpurträger in alphabetischer Reihenfolge (im Spanischen ist der erste Nachname relevant, im Portugiesischen der zweite Nachname):
Ricardo Blazquez Perez (72), Erzbischof von Valladolid (Spanien); Charles Maung Bo SDB (66), Erzbischof von Yangon (Myanmar); Manuel Jose Macario do Nascimento Clemente (66), Patriarch von Lissabon (Portugal); John Atcherley Dew (66), Erzbischof von Wellington, Neuseeland; Julio Duarte Langa (87), Erzbischof emeritus von Xai-Xai (Mosambik); Arlindo Gomes Furtado (65), Erzbischof von Santiago (Kapverdische Inseln); Francis Xavier Kriengsak Kovthavanij (65), Erzbischof von Bangkok (Thailand); Jose Luis Lacunza Maestrojuan OAR (70), Bischof von David (Panama); Soane Patita Paini Mafi (53), Bischof von Tonga (Königreich Tonga); Luigi de Magistris (88), emeritierter Pro-Großpönitentiar der Kirche und Titularerzbischof von Nova (Italien); Dominique Mamberti (62), Präfekt der Apostolischen Signatur (Vatikan); Edoardo Menichelli (75), Ancona-Osimo (Italien); Francesco Montenegro (68), Erzbischof von Agrigent (Italien); Pierre Nguyen Van Nhon (76), Erzbischof von Hanoi (Vietnam); Jose de Jesus Pimiento Rodriguez (95), emeritierter Erzbischof von Manizales (Kolumbien); Karl-Joseph Rauber (80), emeritierter Vatikandiplomat und Titularerzbischof von Gubalziana (Deutschland); Berhaneyesus Demerew Souraphiel CM (66), Erzbischof von Addis Abeba (äthiopisch-katholische Kirche); Alberto Suarez Inda (75), Erzbischof von Morelia (Mexiko); Daniel Fernando Sturla Berhouet SDB (55), Erzbischof von Montevideo (Uruguay); Luis Hector Villalba (80), emeritierter Erzbischof von Tucuman (Argentinien).
Alle Ausgewählten erhalten vom Papst die rote Scheitelkappe und einen Ring als Zeichen ihrer neuen Würde. Die Zeremonie findet im Rahmen der Kardinalsversammlung am 14./15 Februar im Vatikan statt, einem sogenannten Konsistorium.
Das Kardinalskollegium wird damit 228 Mitglieder umfassen. Zu den gegenwärtig 110 zur Papstwahl berechtigten Mitgliedern unter 80 Jahren kommen dann 15 hinzu. 103 haben die Altersgrenze bereits überschritten.
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03.01.2015 05:22:55
Christus, das Licht
(stjosef.at/predigten) (JSp) Haben Sie sich schon einmal im Dunkeln verirrt? Es muss ja nicht gleich so dramatisch sein, dass Sie in einem Wald nachts unterwegs und vom Weg abgekommen waren. Um sich in dieser Situation orientieren zu können, braucht man entweder einen ortskundigen Führer oder besondere, an Indianerspürsinn grenzende Fähigkeiten!
Weihnachten ist ein Fest des Lichtes, nicht der Dunkelheit! Jesus Christus wurde zwar im Halbdunkel einer Höhle geboren, weil in der Herberge kein Platz für ihn war. Doch er ist gekommen als das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet (vgl. Joh 1,9). In ihm ist das Leben, das von Gott kommt, und dieses Leben ist zugleich das Licht (vgl. Joh 1,4). Jenes Licht aber leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst (vgl. Joh 1,5).
So gesehen garantiert Gott selber in der Menschwerdung seines Sohnes dafür, dass uns nicht das Licht ausgeht und wir in der Dunkelheit nicht den rechten Weg verlieren. An uns liegt es, dieses Licht von Bethlehem aufzunehmen im Herzen und am Leuchten zu erhalten. So klein und schwach dieses Kind in der Krippe auch ist: es ist der Sohn Gottes, das ewige Wort. Gott selber in seiner Hoheit, in seiner Allmacht, in seiner Weisheit und Liebe kehrt bei uns ein, indem er einer von uns wird.
Lesen Sie die Predigt zum 2. Sonntag nach Weihnachten im Wortlaut!
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31.12.2014 18:12:05
Wir wollen konsequenten Lebensschutz
(presse.kirche.at) In seiner Silvesteransprache ging Diözesanbischof Klaus Küng näher auf die jüngsten gesellschaftspolitischen Änderungen ein. Am 1. Jänner 2015 sind es genau 40 Jahre seit In-Kraft-Treten der sogenannten Fristenregelung. Gerade die derzeit im Gang befindliche Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes mache bewusst, wie sehr die Fristenregelung die Denkweise der Menschen beeinflusst habe.
Vor 20 Jahren wurde die künstliche Befruchtung gesetzlich geregelt. Einwände, dass bei künstlichen Befruchtungen überzählige Embryonen entstünden, dass bei Implantierung Fetozide durchgeführt würden, wenn mehrere Embryonen in der Gebärmutter einnisten, dass zudem die Erfolgsquote bei der künstlichen Befruchtung gering und Fehlversuche häufig seien, also zahlreiche Embryonen „verbraucht“ werden würden, seien jeweils mit dem Hinweis auf die vom Gesetz approbierte Fristenregelung beiseitegeschoben worden. Ursprünglich sie die künstliche Befruchtung Ehepaaren vorbehalten worden unter der Voraussetzung, dass auf natürlichem Weg keine Schwangerschaft zustande gekommen war. Fast gleichzeitig habe sich immer mehr die pränatale Diagnostik eingebürgert. Sie sei gedacht gewesen für Risikoschwangerschaften; und wurde auch im Gedanken an die Möglichkeit von therapeutischen Maßnahmen an kranken Föten bzw. Neugeborenen eingeführt. Letzteres komme bis auf den heutigen Tag praktisch nicht vor. Wahr sei, dass Nackenfaltentest, Organscreening, Combined Test und Amniozentese heutzutage fast routinemäßig Schwangeren angeboten werden würde und bei geringstem Verdacht auf Vorliegen einer Anomalie ein „Schwangerschaftsabbruch“, das heißt eine Abtreibung, empfohlen werde. Inzwischen sei es auch für die Ärzte gefährlich geworden, pränatale Diagnostik nicht zu empfehlen und/oder vor einer möglichen Behinderung des Kindes nicht zu warnen, weil sie im Falle der Unterlassung und Lebendgeburt eines behinderten Kindes belangt und zu Schadenersatz verpflichtet werden können.
In weiterer Folge sei außerdem das Partnerschaftsgesetz sowohl für hetero- als auch für homosexuelle Menschen beschlossen worden, künstliche Befruchtung aber nur heterosexuellen Paaren in anerkannter Partnerschaft bewilligt. Das wiederum sei Auslöser für das Urteil des Obersten Gerichtshofes gewesen, auch lesbischen Paaren dieses Recht zu geben wegen des Vorliegens einer Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung.
Der aktuellste Schritt sei das nur noch vom Parlament zu beschließende Fortpflanzungsmedizingesetz, das die Gesellschaft weiter in Richtung einer vermeintlich liberalen, und immer freizügigeren Gesetzgebung ohne Blick auf das Kindeswohl treibe. Die bisher streng verbotene, eigentlich verpönte Präimplantationsdiagnostik erlaube den umfangreichen Gencheck von künstlich befruchteten Eizellen im Labor. Beim geringsten Verdacht würden Embryonen im ersten Stadium ihres Lebens in großer Zahl „verworfen“ und entsorgt. Lesbischen Paaren werde nun künstliche Befruchtung erlaubt, sowie für alle Ehepaare und Partnerschaften Eizellspenden und Samenspenden von Dritten. Die Kinderwunschmedizin werde immer mehr zur „Kinderwunschindustrie“, wo nach Marktinteressen mit menschlichen Ressourcen gehandelt wird. All das sei auch ein lukratives Geschäft, so Bischof Küng.
Es sei nicht schwer zu prophezeien, welches die nächsten Liberalisierungsschritte sein werden, so der St. Pöltner Bischof. Österreich werde von den Verfechtern dieser Politik als europäisches Schlusslicht in der diesbezüglichen Entwicklung apostrophiert. Wie schön wäre es, wenn Österreich im Gegensatz dazu führend würde, indem wir sagen: „Wir wollen einen konsequenten Lebensschutz, der auch den Anfang und das Ende des natürlichen Lebens einschließt. Wir wollen keine ‚Designerbabys’, wir wollen keinen assistierten Suizid, sondern achtsamen Lebensschutz am Beginn des Lebens und eine menschenwürdige Betreuung der Kranken und Sterbenden. Das ist ein Fortschritt, das ist ein Land mit Zukunft. Wir achten jeden Menschen, auch bezüglich seiner sexuellen Orientierung, aber wir wollen und fördern die Familie, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau begründet ist. Damit wollen wir niemanden diskriminieren und tun es auch nicht.“
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31.12.2014 18:09:41
Botschaft zum Weltfriedenstag 2015
(kathpress.at) Papst Franziskus hat globale Anstrengungen von Staaten und Institutionen gegen den internationalen Menschenhandel gefordert. In der Papstbotschaft zum kirchlichen Weltfriedenstag (1. Jänner 2015) appelliert er an "alle Männer und Frauen guten Willens", nicht zu "Komplizen dieses Übels" zu werden.
"Einige von uns schließen aus Gleichgültigkeit oder weil sie durch die täglichen Sorgen abgelenkt sind oder aus finanziellen Gründen die Augen", so Franziskus. In der vorab veröffentlichten Botschaft lädt der Papst alle Menschen zum Gebet ein, "dass die Kriege, die Konflikte und die vielen Leiden enden mögen".
Obwohl die internationale Gemeinschaft zahlreiche Abkommen gegen moderne Sklaverei geschlossen habe, würden noch heute "Millionen Menschen - Kinder, Männer und Frauen jeden Alters - ihrer Freiheit beraubt und gezwungen, unter Bedingungen zu leben, die denen der Sklaverei vergleichbar sind", fährt Franziskus fort. Dabei hebt er insbesondere Kinderarbeit, Zwangsprostitution, Organhandel und verschleierte Formen internationaler Adoptionen hervor und verweist auf die in die Illegalität gezwungenen Migranten.
Als eine der Ursache moderner Sklaverei führt Franziskus neben Armut, fehlendem Zugang zu Ausbildung und Arbeit sowie Konflikte, Gewalt und Terrorismus auch die Korruption an. Menschenhandel verlange eine Komplizenschaft, die oft ihren Weg über die Korruption von Mittelsmännern nehme, seien es Mitglieder von Ordnungskräften, staatlicher Akteure oder ziviler und militärischer Einrichtungen.
Wurzel sei stets auch eine Denkweise, die den Menschen als "Mittel zum Zweck" und Gegenstand betrachte und ihn seiner Freiheit beraube, kommerzialisiere oder zum Eigentum herabmindere.
Link: Papstbotschaft im Wortlaut
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31.12.2014 18:06:03
Geboren von einer Frau (Gal 4,4)
(stjosef.at/predigten) (JSp) In einem kurzen, aber bemerkenswerten Abschnitt aus dem Brief an die Galater nimmt der Apostel Paulus Bezug auf das Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes aus der Jungfrau Maria.
Paulus schreibt dort wörtlich: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.“ (Gal 4,4-5) Die „Frau“, die er hier als Mutter des Messias nennt, ist Maria. In der Fülle der Zeit, also in der Mitte der Heilsgeschichte, sandte Gott seinen Sohn zu uns. Dieser Sohn ist der Erlöser, und die Grundvoraussetzung für sein Wirken zum Heil der Menschen ist seine wahre Menschwerdung. Diese wird garantiert durch die Geburt aus der Jungfrau Maria.
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria in vollem Wortlaut!
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27.12.2014 07:38:28
Auf Gott hin eins in gegenseitiger Liebe
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der erste Sonntag nach Weihnachten wird als Fest der Heiligen Familie gefeiert. Zu dieser Familie gehören das Jesuskind, seine jungfräuliche Mutter Maria und der heilige Josef als väterlicher Beschützer des Kindes und wahrer Ehemann der Jungfrau Maria.
In dieser Familie verwirklichen sich alle jene Werte, die Gott mit der Berufung von Mann und Frau zur Ehe und der liebevollen Annahme von Kindern verbunden hat. Nicht umsonst weist auch die Dritte Außerordentliche Vollversammlung der Bischofssynode in ihrem Schlussdokument vom 18. Oktober 2014 auf die Heilige Familie als „wunderbares Vorbild“ für jene Familien hin, „die den Lehren des Evangeliums treu bleiben“. Die Kirche „dankt ihnen für ihr Zeugnis und ermutigt sie darin. Durch sie werden die Schönheit der unauflöslichen Ehe und ihre immer dauernde Treue glaubwürdig.“ (Nr. 23)
Lesen Sie die Predigt zum Fest der Heiligen Familie 2014 in vollem Wortlaut!
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27.12.2014 07:12:14
Christus, der Retter ist da!
(radiovatikan.de) In seiner Weihnachtsansprache mit anschließendem Segen "Urbi et Orbi" wandet sich Papst Franziskus mit folgenden Worten an die Gläubigen:
Jesus, Gottes Sohn, der Retter der Welt, ist uns geboren. Er wurde in Bethlehem von einer Jungfrau geboren. So erfüllten sich die alten Prophezeiungen. Die Jungfrau heißt Maria, ihr Verlobter Josef.
Es sind einfache Menschen, voll der Hoffnung auf Gottes Güte, die Jesus aufnehmen und ihn erkennen. So hat der Heilige Geist die Hirten von Bethlehem erleuchtet, die zum Stall geeilt sind und das Kind angebetet haben. Und dann hat der Heilige Geist die schon alten Simeon und Hanna in den Tempel von Jerusalem geführt, und sie haben in Jesus den Messias erkannt. „Meine Augen haben das Heil gesehen“, ruft Simeon aus, „das du [Gott] vor allen Völkern bereitet hast“ (Lk 2,30).
Ja, Brüder und Schwestern, Jesus ist das Heil für jeden Menschen und für alle Völker!

Lesen Sie den ganzen Text dieser Ansprache vom 25.12.2014!
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24.12.2014 07:02:33
Weihnachtspredigten
(stjosef.at/predigten) (JSp)
Frohe und gesegnete Weihnachten!
Hier folgen die Links zu den Weihnachtspredigten:
Heiliger Abend, http://stjosef.at/predigten/b-weihnachten_2014_heiliger_abend.htm
Heilige Nacht, http://stjosef.at/predigten/b-weihnachten_2014_mette.htm
Christtag, Am Morgen, http://stjosef.at/predigten/b-weihnachten_2014_am_morgen.htm
Christtag, Am Tag, http://stjosef.at/predigten/b-weihnachten_2014_am_tag.htm
Fest des hl. Stephanus, http://stjosef.at/predigten/b-stephanus_2014.htm
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19.12.2014 17:43:53
Franziskanerorden in Geldnöten
(religion.orf.at) Der weltweite Franziskanerorden steht wegen hoher Schulden am Rande des finanziellen Zusammenbruchs. Die Schweizer Justizbehörden sollen Millionen Euro beschlagnahmt haben, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“. Die Gelder sollen in Gesellschaften investiert worden sein, gegen die wegen illegaler Geschäfte, unter anderem Drogen- und Waffenhandel, ermittelt wird. Auch millionenschwere Ausgaben für die Restaurierung eines vom Orden verwalteten Hotels im Zentrum Roms sind ins Visier der römischen Justizbehörden geraten, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Freitag.
Der Generalminister des Franziskanerordens, der US-Amerikaner Michael Anthony Perry, bestätigte in einem Brief an allen Franziskaner, dass die finanzielle Stabilität des Ordens schwer gefährdet sei. Die Probleme seien auf Aktivitäten der für Wirtschaftsfragen zuständigen Abteilung des Ordens zurückzuführen, erklärte Perry. Er rief die Mitbrüder auf, für den Orden zu beten.
Die intransparenten Operationen sind auf die Zeit zurückzuführen, in der Perrys Vorgänger Jose Rodriguez Carballo im Einsatz war. Dieser war 2013 von Papst Franziskus in die Kurie zum zweiten Verantwortlichen der Ordenskongregation berufen und zum Erzbischof ernannt worden.
Ins Visier der Ermittler sind Personen außerhalb des Ordens geraten, hieß es. Dieser sei „Opfer eines Riesenbetrugs“, berichtete „La Stampa“. Der Orden habe ein hoch qualifiziertes Anwälteteam eingesetzt, um Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Perry erklärte, er begreife „die Enttäuschung“ vieler Mitbrüder und bezog sich auf das Beispiel von Papst Franziskus und seines Einsatzes für Wahrheit und Transparenz in den finanziellen Aktivitäten der Kirche.
Papst Franziskus benannte sich nach Franz von Assisi (1181/1182 bis 1226), der den Franziskanerorden im Mittelalter als Bettelorden gegründet hatte. Die Franziskaner leben nach dem Gelübde der Armut. Heute ist der Orden nach eigenen Angaben mit 14.000 Mitgliedern die zweitgrößte Bruderschaft der Welt nach den Jesuiten und in etlichen Ländern aktiv. Zu erkennen sind sie am weißen Strick um ihre meist braune Kutte. Die drei Knoten stehen für die Gelübde Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam.
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19.12.2014 17:40:29
Gott möchte bei uns ankommen
(stjosef.at/predigten) (JSp) In den biblischen Lesungen dieses 4. Adventsonntags zeigt sich, wie der Verheißung Gottes im Alten Bund die Erfüllung im Neuen Bund entspricht.
Denn Gott ist treu; er steht zu seinem Wort und bürgt dafür. Was er auf geheimnisvolle Weise im Voraus angekündigt hat durch seine Propheten, das findet zur rechten Zeit seine Erfüllung. Auf diese Weise verwirklicht sich der Heilsplan Gottes in der Geschichte der Menschen. Denn durch das Evangelium und die Botschaft von Jesus Christus wird jenes Geheimnis bekannt, „das – wie es in der 2. Lesung aus dem Römerbrief heißt – seit ewigen Zeiten unausgesprochen war, jetzt aber nach dem Willen des ewigen Gottes offenbart und durch prophetische Schriften kundgemacht wurde, um alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen.“ (Röm 16,25-26)
So kündet sich also im Alten Bund bereits das messianische Königtum Christi an, wie wir in der 1. Lesung aus dem zweiten Buch Samuel hören. Der Prophet Natan sagt dem König David voraus, dass in ferner Zeit ein leiblicher Nachkomme von ihm ein ewiges Königtum antreten werde, das für immer Bestand hat. Auf diese Weise baut nicht David dem Herrn ein Haus, in dem er wohnen kann, sondern Gott selbst baut dem David ein Königshaus. Wörtlich sagt Gott durch Natan zu David: „Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.“ (2 Sam 7,16)
Genau dies hat sich in der Menschwerdung des Sohnes Gottes erfüllt.
Lesen Sie die Predigt zum 4. Adventsonntag B in vollem Wortlaut!
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12.12.2014 18:19:12
Lateinamerika, ein Kontinent der Hoffnung
(kath.net) Maria kam in Guadalupe „voll Sorge, um auch die neuen amerikanischen Völker zu umarmen, in einem dramatischen Werden“. Daran erinnerte Papst Franziskus am Fest der Muttergottes von Guadalupe in seiner Predigt im Petersdom. Damit zeigte ihr unbefleckt empfangener Sohn „gleich am Anfang der Geschichte der neuen Völker als ‚der wahre Gott, dank dessen wir leben’, als die Frohe Botschaft von der Würde der Kindschaft aller Bewohner des Kontinents. Niemand ist mehr Knecht, sondern alle sind wir Kinder desselben Vaters und einander Geschwister.“ Franziskus schloss die Predigt mit den eindringlichen Worten: „Möge sie uns erneut zum Herzen sprechen und mit ihrer mütterlichen Stimme sagen: Wovor hast du Angst? Bin ich denn nicht hier, deine Mutter?“
Lesen Sie die Predigt von Papst Franziskus am Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe!
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12.12.2014 18:17:05
Bald kommt der Herr und schenkt uns Freude
(stjosef.at/predigten) (JSp) Gemäß dem Eröffnungsvers der Messe vom 3. Adventsonntag aus dem Philipperbrief des Apostels Paulus (Phil 4,4-5) heißt dieser Sonntag „Gaudete“: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe.“
Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest erfüllt uns bereits. Gott, der vor zweitausend Jahren als Mensch in Bethlehem geboren wurde, will auch in unseren Herzen ankommen und uns die wahre Freude schenken.
Es ist jene Freude, von der auch unser Heiliger Vater Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ spricht. Gleich einleitend schreibt er:
„Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude.“ (Nr. 1)
Lesen Sie die Predigt zum 3. Adventsonntag (14.12.2014) in vollem Wortlaut!
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08.12.2014 09:56:02
Missverstandener Papst Franziskus
(news.stjosef.at) KNA und Kathpress veröffentlichten am 07.12.2014 eine inhaltliche Kurzfassung des Interviews, das Papst Franziskus der argentinischen Journalistin Elisabetta Piqué gegeben hatte und das im spanischen Original sowie in einer englischen Fassung in der Zeitung „La Nación“ publiziert wurde. Wörtlich hieß es in Bezug auf die vom Papst gewünschte Integration geschiedener und zivil wiederverheirateter Person in das Leben der Kirche: „Konkret regte Franziskus an, etwa den bisherigen Ausschluss von wiederverheirateten Geschiedenen als Taufpaten oder Kommunionhelfer zu überdenken.“
Ist es denkbar, dass der Papst einen derartigen Vorschlag gemacht hat? Wie könnte es von der Sache her vertretbar sein, dass eine Person, die selber wegen eines irregulären Zustandes am Kommunionempfang gehindert ist, als Kommunionspender tätig ist?
Ein Blick auf die englischsprachige Fassung des Interviews und noch besser auf das spanische Original hilft zur Klärung: Der Papst hat gar keinen solchen Vorschlag ausgesprochen! Wahr ist einzig dies, dass Papst Franziskus Beispiele aufgezählt hat, woran wiederverheiratete Geschiedene gemäß kirchlichem Recht oder aus anderen Gründen gehindert sind (Patenamt, Dienste als Lektoren und Kommunionhelfer, katechetische Aufgaben etc.). Daraus hat er jedoch nur die allgemeine Folgerung abgeleitet, sie müssten besser ins kirchliche Leben integriert werden. Eine Zulassung zum Patenamt für solche Personen unter bestimmten Voraussetzungen kann er sich vorstellen; nicht jedoch verlangt Papst Franziskus eine Zulassung wiederheiratet Geschiedener als Kommunionspender. Das wäre ja auch, insofern für jene Personen ein grundsätzliches Hindernis für den Kommunionempfang besteht, in sich widersprüchlich. Eben deshalb könnte es auch der Papst gar nicht fordern – und wie die Recherche zeigt, er hat dies auch nicht getan! (Josef Spindelböck)
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07.12.2014 18:30:08
Maria, die Morgenröte des Heils in Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Maria ist gleichsam die Morgenröte unseres Heiles in Christus. Dieses Bildwort ist geeignet, uns das Geheimnis des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria zu verdeutlichen.
Besonders beeindruckend ist das Naturschauspiel einer Morgenröte, wenn sich in bestimmten Wolkenschichten die in Kürze bei uns aufgehende Sonne bereits widerspiegelt und ihre im Sonnenlicht enthaltenen Farben in ihrem Spektrum entfaltet.
Auch in der Geschichte der Menschheit und in unserem persönlichen Leben ist es ähnlich: Große Dinge, große Ereignisse werfen nicht nur – wie man sagt – ihren Schatten voraus, sondern auch ihr Licht. Schon in voraus kündigt sich für aufmerksame Beobachter an, dass etwas Großes und Bedeutendes naht und bevorsteht!
Das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit war die Menschwerdung des Sohnes Gottes, und damit verbunden sein Leben, sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung von den Toten! Gott selbst ist eingetreten in die Geschichte der Menschen, die durch Sünde und Tod gezeichnet ist, und macht sie zur Heilsgeschichte. Dieses entscheidende Werk der Liebe Gottes wurde im voraus angekündigt durch die Propheten des Alten Bundes, ja – wie wir in der Lesung aus dem Buch Genesis gehört haben – bereits durch die Worte Gottes nach dem Sündenfall im Paradies. Gott lässt die Stammeltern der Menschheit – Adam und Eva – nicht allein; er verheißt ihnen und ihren Nachkommen das Heil durch den Sohn der Frau, der kommen wird, um der Schlange den Kopf zu zertreten. Hier ist bereits ein verborgener Hinweis auf Jesus Christus enthalten, der von der Jungfrau Maria empfangen und geboren werden sollte. Er kam, um die Werke des Teufels zu zerstören und das Böse endgültig zu überwinden.
In Maria leuchtet bereits im Voraus die Herrlichkeit des Erlösers Jesus Christus auf.
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria in vollem Wortlaut!
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06.12.2014 07:11:07
Moderne Sklaverei, ein Verbrechen
(radiovatikan.de) Die Kirche steht fest zu ihrem Versprechen, das ihre gegen den Menschenhandel und für die Sorge für dessen Opfer zu tun. Diese Botschaft sandte Papst Franziskus an diesem Freitag an die Tagung der ‚Santa Marta Group′ in London. Diese Gruppe, ein internationaler Zusammenschluss von Vertretern von Polizei, Regierungen und der Kirche, hatte sich im April dieses Jahres das erste Mal getroffen und nach ihrem Tagungsort, dem Vatikanischen Gästehaus Santa Marta, benannt. Sie wird geleitet vom Polizeichef von London, Bernard Hogan-Howe, und dem Erzbischof von Westminster, Kardinal Vincent Nichols.
Die Arbeit der Gruppe für den Dialog über rechtliche Lösungen gegen den Menschenhandel und für die Sorge für dessen Opfer sei vor allem deswegen wichtig, weil die Verbrechen im Verborgenen geschähen, so der Papst in seiner Grußbotschaft. „Wir dürfen das Leiden so vieler Männer, Frauen und Kinder, deren Würde durch diese Ausbeutung verletzt wird, nicht vergessen, noch dürfen wir es ignorieren,“ so der Papst wörtlich.
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06.12.2014 07:09:00
Gott selber wird kommen in Herrlichkeit
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die biblischen Texte des 2. Adventsonntags enthalten die Ankündigung jenes Großen und Herrlichen, das Gott selbst an seinem Volk wirken wird.
In der Lesung aus dem Buch Jesaja wird Zion als Botin der Freude bezeichnet, die ihre Stimme erheben soll. Der Begriff Zion bezeichnet einen ausgezeichneten Ort in Jerusalem, nämlich den Tempelberg mit seiner Burg, an dem Gott seinem Volk besonders nahe ist; daher ist Zion auch mit der Stadt selber gleichzusetzen beziehungsweise mit ihren Bewohnern. Es geht um eine neue Sammlung all jener, die zur Strafe für ihre Sünden zerstreut und vertrieben worden sind. Gott selbst wird diese Sammlung und Heimführung bewirken: Er ist wie ein Hirte, der seine Schafe zur Weide führt.
Wann aber erfüllen sich diese Verheißungen? Im Licht des Neuen Testaments ist uns das Heil in Jesus Christus geschenkt worden. Er hat die verlorenen Schafe des Hauses Israel gesammelt und auch die Menschen aus den Völkern der Heiden zum Zion geführt. Hier aber erfolgt eine Ausweitung der Bedeutung. Nicht mehr das irdische Jerusalem ist entscheidend, denn dieses ist vergänglich. Tatsächlich wurde Jerusalem im Jahre 70 nach Christus zerstört und mit ihm der große Tempel, den König Herodes hatte erbauen lassen. Was Bestand hat und bleibt, ist das himmlische Jerusalem. Dessen Herrlichkeit wird aber erst offenbar werden.
Lesen Sie die Predigt zum 2. Adventsonntag 2014, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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29.11.2014 07:19:24
Papst ruft zu Achtung der Religionsfreiheit in der Türkei auf
(kathpress.at) Papst Franziskus hat in der Türkei zur Achtung der Religions- und Meinungsfreiheit aufgerufen. Muslime und Christen müssten gleiche Rechte und Pflichten haben, sagte er bei einer Rede vor Präsident Recep Tayyip Erdogan und den Spitzen der türkischen Regierung am Freitag in Ankara. Er sei gekommen, um den respektvollen Dialog seiner Vorgänger fortzusetzen. "Wir haben einen Dialog nötig, der die Kenntnis der vielen Dinge vertieft, die uns verbinden, und sie abwägend zur Geltung bringt, der uns zugleich auch erlaubt, mit weisem und gelassenem Gemüt die Unterschiede zu bedenken, um auch aus ihnen Lehren zu ziehen", so Franziskus.
Die Türkei bezeichnete er als eine natürliche Brücke zwischen Asien und Europa und zwischen zwei Kulturen. Als Heimat des Apostels Paulus, Ort von sieben Konzilien und der Legende nach auch zeitweiliger Wohnort Marias, der Mutter Jesu, sei dieses Land jedem Christen teuer.
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29.11.2014 07:16:19
In wachsamer Erwartung des kommenden Herrn
(stjosef.at/predigten) (JSp) Mit dem 1. Adventsonntag beginnt eine besondere Zeit. Sie dauert zwar nur einige Wochen, aber sie ist so kostbar und einzigartig, dass es sich lohnt, gut auf sie acht zu geben.
Es gilt ja schon ganz allgemein von unserem Leben, dass es wertvoll ist und wir es auf gute und fruchtbringende Weise verbringen sollten. Der Advent aber ist eine Zeit des Aufmerkens, der inneren Wachsamkeit, der ausgespannten Erwartung auf das je Größere, das uns entgegen kommt und dem wir entgegen gehen.
Aber was ist dieses je Größere? Worauf richtet sich unsere tiefste Sehnsucht? Wonach verlangt unser Herz wirklich? Es will Ruhe, Erfüllung und Frieden finden in der Fülle des Schönen, Wahren und Guten. Dieses Höchste und Beglückendste unseres Lebens können wir uns aber nicht selber schaffen. Wir vermögen es nicht herzustellen, nicht zu machen, nicht zu berechnen und nicht zu organisieren. Alle Aktivität, alles menschliche Können versagt vor diesem Anspruch.
Aber wieso? Weil es Liebe ist, die wir erwarten. Liebe von Gott in unendlicher Fülle und Seligkeit! Dieses Größte von allem lässt sich nicht machen, nicht herbeireden oder herbeirufen oder gar herbeizwingen. Es bleibt ein freies Geschenk Gottes, der sich uns zuneigt und offenbart.
Lesen Sie die Predigt zum 1. Adventsonntag, Lesejahr B, 30.11.2014 in vollem Wortlaut!
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22.11.2014 08:22:17
Das Königtum Christi wird einst offenbar
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Christkönigssonntag beschließt die Sonntage des Kirchenjahres. Wie ein mächtiger Schlussstein den Bau zusammenhält, so fasst dieses Fest noch einmal alles zusammen, was wir über unseren Herrn Jesus Christus im Glauben bekennen. Denn in Wahrheit ist er der Schlussstein, wie es im Epheserbrief heißt:
„Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.“ (Eph 2,20-22)
Das Königtum Christi steht unter dem Vorzeichen des „Schon“ und „Noch nicht“. Er ist schon eingesetzt als König des Weltalls, und doch ist sein Königtum noch nicht allgemein offenbar geworden. Wir bekennen ihn als König im Glauben, doch in Herrlichkeit wird er sich zeigen, wenn er in sichtbarer Weise auf den Wolken des Himmels wiederkommt, um zu richten die Lebenden und die Toten.
Lesen Sie die Predigt zum Christkönigssonntag 2014 in vollem Wortlaut!
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