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28.03.2015 18:24:35
Abtreibung bleibt Unrecht - eugenische Indikation abschaffen
(kathpress.at) Die Abschaffung der straffreien Abtreibung von Kindern mit Behinderung bis in den neunten Monat, die in Österreich derzeit diskutiert wird, ist in den Augen des St. Pöltner Bischofs Klaus Küng "ohne Zweifel längst überfällig": Es sei schließlich die "größtmögliche Diskriminierung behinderter Menschen, wenn die Entdeckung einer Behinderung oder der bloße Verdacht darauf eine Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt straffrei macht", so der in der österreichischen Bischofskonferenz für medizinethische Fragen zuständige Bischof in einem "Standard"-Gastkommentar (Samstag).
Der medizinische Fortschritt immer besserer Diagnosemethoden erlaube es zwar, Missbildungen früher und sicherer zu erkennen, doch sei dies für das Kind "zunehmend lebensgefährlich": Schon bloßer Verdacht könne hier ein Todesurteil bedeuten, wobei zudem Fehldiagnosen nicht selten seien. "Manche verkünden es als Fortschritt, dass Kinder mit Behinderungen nicht mehr zur Welt kommen. Mir läuft es kalt über den Rücken", so der Bischof. Kinder mit Down-Syndrom würden weltweit zu 80 Prozent abgetrieben, in der Schweiz zu 92 Prozent; in Österreich fehlen Statistiken, wobei Küng von einer Zahl nur wenig hinter der Schweiz ausgeht.
Das Leben aller Menschen sei gleich an Würde und Wert, betonte der Bischof. Freilich stelle sich die Frage, ob ein behindertes Kind für die konkrete Frau oder Familie zumutbar sei. Man könne nur verstehen, dass es schwer sei, sich auf die Behinderung, die besondere Pflege und vielleicht sogar die für die ganze Familie notwendige Lebensumstellung einzustellen. "Auch für das behinderte Kind selbst kann das Leben schwer werden. Aber es deshalb töten?", hinterfragte Küng. Bedacht werden müsse zudem, dass auch ein zunächst gesundes Kind im Lauf seines Lebens sehr einschränkend krank bis todkrank werden könne.
Für durchaus berechtigt hält Küng die Überlegung, auf die vorgeburtliche Untersuchungen auf Behinderung zu verzichten: Bisher seien therapeutische Eingriffe im Mutterleib kaum möglich, und die Tests würden auch dann routinemäßig angeboten, wenn die Schwangerschaft normal verlaufe. Erschwerend dazu komme die Angst der Ärzte - Küng ist selbst promovierter Mediziner - vor Schadenersatzforderungen, verbunden mit der "unmittelbaren Wirkung" von Untersuchungen, Verdachtsäußerungen, Diagnosen und Empfehlungen auf die betroffenen Frauen, die in ihrer schwierigen Entscheidung weitgehend alleingelassen würden, bemängelte der Diözesanbischof.
Außer für die in Deutschland bereits vor einigen Jahren vollzogenen Abschaffung der "eugenischen Indikation" sprach sich Küng für eine "Kultur des Lebens" aus, die Abtreibung "so undenkbar macht, wie sie es aus ethischen Überlegungen ist", denn: "Eine Gesellschaft, die behinderte, chronisch kranke und alte Menschen beiseiteschafft, ist unmenschlich." Mangel an Liebe sei die "größte und schlimmste Behinderung", hingegen würde jener, der sich armer, kranker, behinderter oder alter Menschen annimmt, "die Erfahrung machen, dass er von ihnen beschenkt wird". Viele Familien hätten durch Annahme eines behinderten Kindes und besondere Liebe zu ihm "eine positive Entwicklung erfahren, weil sich ihre Lebenseinstellung ändert", so Küng.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/68822.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
Link: Standard-Kommentar von Bischof Küng im Wortlaut
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28.03.2015 18:21:57
Vor 500 Jahren wurde Teresa von Avila geboren
(radiovatikan.de) Missionarischer Eifer und Liebe zur Kirche: Sie haben die heilige Teresa von Avila angetrieben. Das betont Papst Franziskus in einem Brief an die Ordensgemeinschaft der Karmeliter. Er hat den Brief an diesem Donnerstag Morgen in der Casa Santa Marta dem Generaloberen der Unbeschuhten Karmeliten, Pater Saverio Cannistrà OCD, übergeben.
In dem Brief würdigt Papst Franziskus die heilige Teresa vor allem als „Meisterin des Gebets“. „In ihrer Erfahrung war die Entdeckung des Menschseins Jesu zentral,“ würdigt er die Heilige und Mystikerin. Sie sei auch eine Pädagogin gewesen, die diese Erfahrungen an andere hat weitergeben können, und zwar lebendig und einfach. Für die Erneuerung des Ordenslebens heute und besonders das Jahr des geweihten Lebens, das in diesem Jahr begangen wird, habe Teresa einen großen Schatz hinterlassen, „voller konkreter Vorschläge, Wege und Methoden für das Beten“, die dazu führten, in der Liebe zu Gott und dem Nächsten zu wachsen.
Für ihr eigenes Leben habe das bedeutet, sich trotz der großen Probleme ihrer Zeit nicht auf das Zuschauen zu beschränken. Sie wollte „das wenige tun, was von ihr abhänge“, zitiert der Papst ihre eigenen Worte.
So habe die teresianische Reformbewegung begonnen, indem sie ihre Schwestern gebeten habe, keine Zeit mit unwichtigen Dingen zu verlieren, während „die Welt in Flammen steht“. „Diese missionarische und kirchliche Dimension hat die Karmeliten und die unbeschuhten Karmeliten immer ausgezeichnet“, so der Papst. Und auch heute öffne die Heilige neue Horizonte, indem sie lehre, die Welt mit den Augen Christi zu sehen.
Der Papst geht in seinem Brief noch weiter auf das Ordensleben ein: Wie Teresa gewusst habe, seien weder Gebet noch Mission ohne Gemeinschaftsleben möglich. Sie sei sich der Gefahr der Selbstumkreisung im Ordensleben bewusst gewesen und habe dagegen die Wichtigkeit des Dienstes auch dort betont, nicht nur in der Mission. „Mit diesen noblen Wurzeln sind die teresianischen Gemeinschaften dazu aufgerufen, Häuser der Gemeinschaft zu werden, fähig dazu, Zeugnis abzulegen für die geschwisterliche Liebe und die Mütterlichkeit der Kirche,“ schließt der Papst seinen Brief.
Link: Papstbrief an die Karmeliten im Wortlaut (italienisch)
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27.03.2015 18:55:56
Papst Franziskus betet für Flugzeugabsturzopfer
(radiovatikan.de) Papst Franziskus hat in einem Telegramm seiner tiefen Trauer über das Flugzeugunglück der Germanwings Maschine in den französischen Alpen Ausdruck verliehen. Hier das Schreiben in Wortlaut, unterzeichnet von Kardinalstaatssekretàr Pietro Parolin; es ist an den Bischof von Digne Jean-Philippe Nault gerichtet, in dessen Bistum Flug A320 am Dienstag abgestürzt ist:
"Seine Heiligkeit Papst Franziskus hat vom tragischen Flugzeugabsturz in der Gegend von Digne Kenntnis erhalten, dem zahlreiche Menschen, darunter mehrere Kinder, zum Opfer gefallen sind. Er nimmt an der Trauer der Familien teil und bekundet ihnen seine Nähe in ihrem Schmerz. Im Gebet für ihre ewige Ruhe vertraut er die Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes an, dass er sie in sein Reich des Lichtes und des Friedens aufnehme. Allen, die von diesem Unglück getroffen sind, spricht er sein tiefes Mitgefühl aus und dankt auch den Rettungskräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Der Heilige Vater bittet den Herrn, allen Kraft und Trost zu schenken. Als Unterpfand der Hoffnung erbittet er ihnen Gottes reichen Segen.
Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit"
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27.03.2015 18:52:59
Palmsonntag: Jesus zieht als König ein in Jerusalem
(stjosef.at/predigten) (JSp) „Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ Mit diesen Worten begrüßten die Menschen Jesus in Jerusalem, als er auf einem Eselsfohlen dort einzog.
Die Rede ist hier von einem König, der im Namen Gottes kommt; es ist der langerwartete Messias. Schon die Propheten hatten von ihm gesprochen, wie zum Beispiel Sacharja (9,9): „Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.“
Aber was für ein König war es, den die Menschen erwarteten? Selbst die Frömmsten unter ihnen stellten sich einen irdischen Machthaber vor, der die Könige Saul, David und Salomon an Macht und Glanz bei weitem übertreffen würde! Doch überraschenderweise begnügt sich dieser König damit, auf dem Fohlen einer Eselin in Jerusalem einzuziehen. Gewiss: Es sind viele Menschen anwesend, die ihn mit Palmzweigen empfangen. Doch wo bleiben die Soldaten dieses Königs? Wo ist seine Armee, mit der er – wie man hofft – die verhasste römische Besatzung aus dem Land treiben wird? So denken wir Menschen; doch die Pläne und Wege Gottes sind anders.
Der biblische und historische Rückblick auf den Einzug Jesu in Jerusalem geschieht vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu her. Hier zeigt sich, dass das Königtum Jesu von anderer Natur ist als das Königtum der Mächtigen und Großen dieser Welt. Jesus wird vor Pilatus antworten: „Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege.“ (Joh 18,37)
Lesen Sie die Homilie zum Palmsonntag 2015 in vollem Wortlaut!
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21.03.2015 11:16:03
Polens Bischöfe wollen der kirchlichen Ehelehre treu bleiben
(kathpress.at) Die Polnische Bischofskonferenz (KEP) hat sich bei ihrer Frühjahrsvollversammlung vor allem mit der bevorstehenden Weltbischofssynode zur Familie befasst. Bei einem Studientag mit dem von Johannes Paul II. nach Rom geholten Philosophieprofessor Stanislaw Grygiel, einem Schüler von Karol Wojtyla in Lublin, wurde eine Beibehaltung der "vollen Lehre" von Johannes Paul II. sowohl bei der Synode als auch in ihrer Umsetzung in der Zeit danach gefordert. Grygiel ortete diesbezüglich große Gefahren. Die von Kardinal Walter Kasper im Blick auf die Ostkirche ins Spiel gebrachte Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen nach einer Zeit der Buße wäre seiner Meinung nach "nichts anderes als das Segnen der Sünde", erklärte er, wie die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI berichtet.
Vor der letzten Synode hatten die Vatikan-Korrespondenten mehrerer Zeitungen - darunter "Espresso" und "National Catholic Register" - darauf aufmerksam gemacht, dass das Synodensekretariat Grygiel als einen der führenden Köpfe im Päpstlichen Institut "Hl. Johannes Paul für die Studien von Ehe und Familie" bei der Auswahl der Berater "in auffälliger Weise" übergangen habe. Grygiel würde "an der Tür klopfen, aber nicht hereingelassen", hatte es im "Espresso" wörtlich geheißen.
Im Gespräch mit Journalisten am Rande der Bischofskonferenz sagte KEP-Vizevorsitzender Erzbischof Marek Jedraszewski laut "Il Foglio" (Donnerstag), dass "kein Papst der Schöpfer der Lehre der Kirche" sein könne, sondern nur "ihr erster Protektor, in Zusammenarbeit mit dem gesamten Episkopat". Der Erzbischof betonte auch die Dringlichkeit "zu entdecken, was die Ehe im Licht der Offenbarung Gottes ist, und nicht das Evangelium und die Lehre der Kirche an die kulturellen Einstellungen, die sich verändern, anzupassen".
In einem Interview für die Würzburger "Tagespost" (Donnerstag) präzisierte Jedraszewski. Die Bischöfe würden keinerlei Grund sehen, von den pastoralen Indikationen Johannes Pauls II., die in seinem Apostolischen Schreiben "Familiaris consortio" von 1981 enthalten seien, abzuweichen. Für die Kirche müsse diese Lehre Bezugspunkt bleiben. Auch bei den Fragen, worin wahre Solidarität bestehe und wie offen man für die Herausforderungen der modernen Welt zu sein habe, sei der frühere Papst nach wie vor ein Lehrer.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/68616.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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21.03.2015 11:12:52
Die Stunde des Heils in Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Jesus Christus spricht im Evangelium nach Johannes von der „Stunde“, die jetzt für ihn gekommen sei. Es ist beachtenswert, dass er bei der Hochzeit von Kana noch seiner Mutter Maria gegenüber erwidert hatte: „Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ (Joh 2,4)
Was meint Jesus mit der „Stunde“, die jetzt – kurz vor seinem bevorstehenden Leiden und Sterben am Kreuz – offenbar gekommen ist? Es ist die Stunde des Heils, in der Gott durch das Opfer Christi am Kreuz die Welt mit sich versöhnen will. Jesus sagt, dass jetzt Gericht gehalten wird über diese Welt und dass der „Herrscher dieser Welt“ hinausgeworfen wird. Mit diesem „Fürsten der Welt“ ist der Teufel gemeint, der durch die Sünde der Menschen seine Herrschaft antreten konnte. Jesus Christus besiegt alles Böse durch die Hingabe seiner Liebe am Kreuz; Sünde, Tod und Teufel werden entmachtet. Die kommende Stunde, die jetzt schon da ist, wird es zeigen!
Lesen Sie die Predigt zum 5. Fastensonntag B (22.03.2015) in vollem Wortlaut!
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19.03.2015 21:42:43
20 Jahre Gemeinschaft vom heiligen Josef
(news.stjosef.at) Zum 20jährigen Bestehen der "Gemeinschaft vom heiligen Josef" feierte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am 19.03.2015 eine hl. Messe mit den Mitgliedern und Freunden in der Hauskapelle in Kleinhain, wobei in besonderer Weise für alle lebenden und verstorbenen Wohltäter gebetet wurde. Unter anderem war auch der langjährige Bischofsvikar für die Gemeinschaft Apost. Protonotar Prälat Dr. Alois Hörmer anwesend, der in Kürze seinen 90. Geburtstag feiert. Bei dieser Messe wurde auch das Mitglied der Gemeinschaft Thomas Skrianz mit dem Lektoren- und Akolythendienst betreut. Er bereitet sich nun auf die Diakonen- und später auf die Priesterweihe vor.
Anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der "Gemeinschaft vom heiligen Josef", die die Internetseite www.stjosef.at betreibt, wurde die Suchmaschine für Texte des 2. Vatikanischen Konzils von Grund auf erneuert. Sie können sich von der Funktion überzeugen unter http://konzil.stjosef.at !
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14.03.2015 12:08:08
Heiliges Jahr der Barmherzigkeit 2016
(radiovatikan.de) Die Kirche wird 2016 ein „Jubiläum der Barmherzigkeit“ begehen. Das gab Papst Franziskus an diesem Freitag bei einer Predigt im Petersdom bekannt. „Das ist die Zeit der Barmherzigkeit. Es ist wichtig, dass die Gläubigen sie leben und in alle Gesellschaftsbereiche hineintragen. Vorwärts!“, so der Papst in der Predigt.
Die Ankündigung fand während einem Bußgottesdienst statt, dem der Papst in der Petersbasilika vorstand. Die Liturgie fand im Rahmen der Initiative „24 Stunden für Gott“ statt, Papst Franziskus hörte wie im vergangenen Jahr auch schon mit vielen anderen Priestern Beichte.
Das Heilige Jahr wird zum 50. Jahrestages des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) statt. Es sei damit eine Einladung, das mit dem Konzil begonnene Werk fortzuführen, so der Vatikan in einer Pressemitteilung. Datum der Eröffnung ist der 8. Dezember 2015, das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens und gleichzeitig Jahrestag des Endes des Konzils. Enden wird das Heilige Jahr am 20. November 2016 mit dem Christkönigsfest.
Die offizielle Ankündigung des Heiligen Jahres wird durch eine feierliche Proklamation geschehen, der Papst wird die dementsprechende Bulle am Barmherzigkeitssonntag, also dem Sonntag nach Ostern, von der Heiligen Pforte des Petersdoms aus verlesen.
Das Jubiläum finde statt, wenn im Lesejahr der Kirche die Texte aus dem Lukasevangelium genommen werden, so der Vatikan weiter. Der Evangelist Lukas trage den Ehrennamen „Evangelist der Barmherzigkeit“.
Der Ritus der Eröffnung besteht aus der Öffnung der Heiligen Pforte in Sankt Peter. Diese Tür ist außerhalb der Heiligen Jahre zugemauert, diese Pforten existieren auch in den anderen Papstbasiliken, Johannes im Lateran, Sankt Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore. Auch diese Pforten werden geöffnet.
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14.03.2015 12:05:42
Beim Herrn ist Barmherzigkeit und reiche Erlösung
(stjosef.at/predigten) (JSp) 70 Jahre dauerte die „Babylonische Gefangenschaft“ (von 587 bis 517 v.Chr.). Sie wurde vom jüdischen Volk als große Prüfung ihres Glaubens wahrgenommen sowie auch als Konsequenz für die Untreue des Volkes gegenüber Gott und als Strafe für die vielen Sünden, die die Angehörigen des Bundesvolkes begangen hatten. Die erste Lesung aus dem zweiten Buch der Chronik berichtet uns davon.
In der Ferne konnte das auserwählte Volk nicht mehr den Tempelkult vollziehen; es war ihnen alles genommen bis auf die mündlichen und schriftlichen Überlieferungen von der Geschichte ihrer Väter mit dem Gott des Bundes, der sie aus Ägypten herausgeführt und durch die Jahre hindurch immer wieder geleitet hatte, als sie sich im Gelobten Land aufhielten.
Nach vielen Jahren der Prüfung und Reinigung trat aber dann plötzlich eine Wende ein: König Kyros II. von Persien hatte im Jahr 539 v.Chr. die Herrschaft über das babylonische Reich errungen. Er war durch göttliche Eingebung entschlossen, den verlassenen und zerstörten Tempel in Jerusalem wieder aufbauen zu lassen. Jeder, der zum Volk Gottes gehörte, erhielt die Erlaubnis und den Auftrag, wieder zurückzukehren und dabei mitzuhelfen, die Verehrung des wahren Gottes im Gebiet von Juda und Israel neu zu beleben. Die gläubigen Israeliten sahen all dies als einen neuen Beweis von Gottes Güte und Liebe an, der in seiner Barmherzigkeit und Treue den Bund mit seinem Volk nicht aufkündigte, sondern ihnen einen Neuanfang durch Buße und Bekehrung hindurch ermöglichte.
Die Wahrheit von der Barmherzigkeit Gottes wird auch in der Lesung aus dem Epheserbrief zum Ausdruck gebracht. Dort heißt es: „Gott, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. Aus Gnade hat er uns gerettet.“ Mit den Anfangsworten dieses Zitats hat der heilige Papst Johannes Paul II. seine Enzyklika „Dives in misericordia“ vom 30. November 1980 über das göttliche Erbarmen eingeleitet. Er war geradezu der „Papst der Barmherzigkeit“, der auch den 2. Sonntag der Osterzeit als „Sonntag der Barmherzigkeit“ eingesetzt hat. In dieser Linie folgt ihm Papst Franziskus, der für das Jahr 2016 ein Jubiläumsjahr der göttlichen Barmherzigkeit ausgerufen hat. Eröffnet wird es am 8. Dezember 2015, und es endet mit dem Christkönigssonntag, dem 20. November 2016.
Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 4. Fastensonntag B in vollem Wortlaut!
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06.03.2015 22:22:47
Bischofssynode soll Familien zur Nachfolge Christi ermutigen
(dsp.at) Die bevorstehende Familiensynode soll vor allem junge Familien zum christlichen Ideal einer dauerhaften Liebe ermutigen. Diese persönliche Hoffnung unterstrich der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng bei seiner Predigt im Rahmen der Festmesse der Österreichischen Bischofskonferenz in der Wallfahrtskirche Birnau am Bodensee.
Die Synode könne keine einzige Wahrheit zurücknehmen, führte der für Familienthemen innerhalb der Bischofskonferenz zuständige Bischof aus. Vielmehr solle sie bewusst machen, dass alle Menschen trotz persönlicher Schwächen hohe Ideale mit Gottes Hilfe leben können.
"Es gibt Entwicklungen in unserer Gesellschaft, die eindeutig dekadent sind", hielt Küng fest und verwies dabei auf Pornografie als Massenphänomen sowie auf Orientierungslosigkeit und das Fehlen eines Zuhauses bei vielen jungen Menschen. Der starke Rückgang von Eheschließungen und die fortschreitende "Atomisierung der Gesellschaft" hätten auch der Kirche stark zugesetzt. Gleichzeitig ortete der Familienbischof auch "hoffnungsvolle Keime, junge Familien, die sich echt Gedanken machen, wie sie in dieser unserer Gesellschaft christlich leben können". Sie seien wie "Leuchttürme", die Orientierung bieten und sollten im Rahmen von der Familiensynode in ihrem Wirken ermutigt werden.
Die Kirche stehe bei der Verkündigung hinsichtlich Ehe und Familie immer in der "Gefahr, pharisäisch zu sein oder zu werden", warnte der Bischof. Von daher brauche es eine dienende Haltung und Demut, denn: "Wer die Wahrheit achtet, wer ehrlich ist, Gott und sich selbst gegenüber, kommt zum Schluss, ich bin auch nicht besser." Von daher gelte es zu zeigen, dass es für jeden Menschen Hoffnung gibt. "Gott ruft uns zu hohen Idealen, und zwar ruft er uns so wie wir sind, mit unseren Fehlern und Schwächen", so Küng.
Predigt des Bischofs im Wortlaut
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06.03.2015 22:20:07
Die Gebote Gottes als Wegweisung zum Leben in Fülle
(stjosef.at/predigten) (JSp) n der Lesung aus dem Buch Exodus hören wir, wie Gott mit seinem auserwählten Volk einen Bund der Liebe und Treue schließt. Es handelt sich um das alttestamentliche Volk Israel, aber dieser Bund wird dann in Jesus Christus ausgeweitet auf alle Menschen, die durch den Glauben mit Gott verbunden sind.
Der Bund zwischen Gott und seinem Volk geht von Gott aus. Er ist der Retter, der sein Volk aus der Sklaverei der Ägypter befreit hat. Gott schenkt diesem Volk die Freiheit, und sei es auch um den Preis eines vierzigjährigen Aufenthaltes in der Wüste, bevor es dann endlich ins verheißene Land einziehen kann.
Von Seiten Gottes aus ist dieser Bund unkündbar, denn unwiderruflich ist die Treue, die Gott seinem Volk gewährt. Die Menschen sind hingegen stets in Gefahr, die Gott versprochene Treue zu widerrufen. Das Bundesvolk als Ganzes, aber auch jeder Einzelne kann versagen und sich von Gottes Liebe abwenden und absondern. Eine solche Absonderung nennen wir „Sünde“. Es gibt Verfehlungen, die weniger schwer wiegen, und andere, welche sogar selbstzerstörerisch sind. Denn ohne Gott kann der Mensch nicht leben. Trennt er sich wissentlich und willentlich von Gottes Liebe, so ist er wie tot; wir sprechen von „Todsünde“, da nur Gottes Angebot der Versöhnung dem Menschen die Gnade der Bekehrung schenken kann, sodass er in Reue und Umkehr das göttliche Leben neu empfängt.
Die Gebote Gottes sind bleibend gültige Wegweiser für das Volk des Bundes. Sie gehören zum ethischen Erbe der Menschheit insgesamt, da sie der Mensch in ihren Grundzügen auch unabhängig von der Offenbarung Gottes mit Hilfe seiner Vernunft einsehen kann. Wenn er bereit ist, diesem guten Weg zu folgen, dann bleibt er im Bereich des erfüllten Lebens. Es geht in den Zehn Geboten Gottes um das Leben mit Gott, um die Einschätzung seiner selbst und um den Umgang mit den Mitmenschen sowie der ganzen Schöpfung.
Lesen Sie die Predigt am 3. Fastensonntag B (08.03.2015) in vollem Wortlaut!
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28.02.2015 10:45:53
Rabbi, wir wollen drei Hütten bauen ...
(stjosef.at/predigten) (JSp) „Rabbi, wir wollen drei Hütten bauen …“ Mit diesen Worten reagierte der Apostel Petrus auf das ihm und den übrigen Anwesenden unbegreifliche Geschehen der Verklärung Jesu auf dem heiligen Berg.
Zuerst hatte sich alles in den vertrauten Bahnen des Lebens mit Jesus abgespielt: Petrus, Jakobus und Johannes durften mit ihm auf einen hohen Berg gehen. Gewiss war auch das schon etwas Besonders, doch was dann geschah, stellte alles Bisherige in den Schatten! Es kam zu einer alle natürlichen Erfahrungen der Jünger übersteigenden Offenbarung von Gottes Herrlichkeit in Jesus Christus. War ihnen Jesus zuvor ganz als Mensch begegnet – und er war und ist ja auch wirklich ein Mensch unter den Menschen –, so zeigt sich jetzt der Glanz seiner Herrlichkeit. Seine Gottheit strahlt durch seine Menschheit hindurch; dieses Leuchten von innen her verwandelt den Leib Jesu, und seine Kleider erscheinen strahlend weiß.
Doch nicht genug: Auf einmal sind zwei weitere Männer anwesend, die aus dem Alten Testament bekannt sind – nämlich Elija, der große Prophet, und Mose, der Gesetzgeber und Anführer des Volkes beim Auszug aus Ägypten und bei der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste. Was die zwei wohl mit Jesus zu besprechen haben? Ihre Anwesenheit weist darauf hin, dass sich das Gesetz und die Propheten auf Jesus beziehen. Der Alte Bund erfüllt sich im Neuen und Ewigen Bund, den Gott in Jesus Christus mit den Menschen schließt.
Lesen Sie die Predigt zum 2. Fastensonntag im Wortlaut!
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20.02.2015 19:41:36
Das Meer der Gleichgültigkeit überwinden
(kathpress.at) apst Franziskus hat die Kirche und die Gesellschaft dazu aufgerufen, das "Meer der Gleichgültigkeit" zu überwinden, das das Leid von Millionen Menschen auf der ganzen Welt übersieht. "Liebe Brüder und Schwestern, wie sehr möchte ich, dass die Orte, an denen sich die Kirche zeigt - unsere Pfarren und unsere Gemeinschaften -, zu Inseln der Barmherzigkeit im Meer der Gleichgültigkeit werden", schreibt der Papst in seiner Botschaft zur Fastenzeit, die am Dienstag im Vatikan veröffentlicht wurde.
Der Text räumt ein, dass in allen Menschen eine Tendenz und Versuchung dazu besteht, gegenüber der ungeheuren Dimension des Bösen und des Leids, der es zu begegnen gilt, indifferent zu bleiben. Die Flut von Bildern und Berichten über das menschliche Leid hat nach Franziskus' Worten zu einer weltweiten Gleichgültigkeit geführt.
Jeder Einzelne, die christlichen Gemeinden und Gemeinschaften sowie die ganze Kirche müssten die vorösterliche Bußzeit als Zeit der Erneuerung nutzen, schreibt der Papst in seiner am Fastenbotschaft mit dem Titel "Macht euer Herz stark!". Franziskus warnt darin vor der Flucht "in eine universale Liebe, die sich in der weiten Welt engagiert, aber Lazarus, der vor der eigenen verschlossenen Tür sitzt, vergisst".
Diejenigen, denen es gut gehe, nähmen die Not der anderen oft nicht mehr wahr. Dagegen müsse die Kirche aufbegehren, indem sie das Wort Gottes verkünde und vorlebe. "Die Kirche ist von ihrem Wesen her missionarisch, nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern ausgesendet zu allen Menschen", schreibt der Papst.
Er wendet sich in seiner Botschaft gegen die verbreitete Haltung, der Einzelne sei ohnehin machtlos gegen das Massenelend. Zugleich müssten die Menschen aber auch der "teuflischen Versuchung widerstehen, die uns glauben macht, wir könnten uns selbst und die Welt ganz alleine retten". Nötig sei ein starkes Herz, das von der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen erfüllt sei.
Link: Botschaft des Papstes zur österlichen Bußzeit 2015 im Wortlaut
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20.02.2015 19:39:28
Ohne Gott wird das Leben oberflächlich
(dsp.at) Die „Gottvergessenheit“ nennt Bischof Klaus Küng in seinem Fastenhirtenwort als „das größte Problem unserer Zeit“. Dies zeige sich aktuell bei den Fragen des Lebensschutzes oder in der Auseinandersetzung um das Fortpflanzungsmedizingesetz. Ohne den Bezug des Menschen zu Gott mitzudenken, könnten auch die Aussagen der Kirche über Sexualität und die Ehe nicht verstanden werden. Küng: „Wenn man auf Gott vergisst oder sich an ihn nur bei bestimmten Anlässen oder bei großem Unheil erinnert, dann ist die Gefahr groß, dass das Leben oberflächlich und arm an Inhalt wird.“
Die Fastenzeit sei eine Aufforderung, sich die Frage zu stellen, was „das Zentrum meines Lebens“ sei. Als Leitbild könne dabei helfen, dass „der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund“, empfiehlt Küng in seinem Hirtenbrief, der am ersten Fastensonntag in den Pfarren verlesen wird. Das diözesane Projekt „Bibel.bewegt“ könne „ein Heilmittel gegen die Gottvergessenheit sein“. So könnte etwa bei einer täglichen Betrachtung eines Bibelwortes dessen Bedeutung für das eigene Leben überlegt werden. „Das wäre schon ein Innehalten, vielleicht der Anfang für eine Neuausrichtung des Lebens in Richtung Gott.“
„Ganz besonders“ empfiehlt Bischof Küng „eine gute Osterbeichte“. Bußandachten seien zwar „hilfreich, um eine tiefere Gewissenserforschung zu halten und Reue zu erwecken“. Bei schweren Fehlern im Umgang mit Gott, mit den Anderen oder in Bezug auf sich selbst sei jedoch „das persönliche Bekenntnis und der individuelle Empfang der Absolution geboten“. Auch wenn nur leichte Fehler vorliegen sollten, sei „eine aufrichtige, persönliche Beichte immer etwas, das der Seele wohltut“, betont Küng.
Link: Fastenhirtenbrief von Bischof Klaus Küng im Wortlaut
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14.02.2015 12:03:03
Jesus heilt einen Aussätzigen
(stjosef.at/predigten)(JSp) In der ersten Lesung aus dem Buch Leviticus und im Evangelium nach Markus ist diesmal vom Umgang mit aussätzigen Menschen die Rede. Der Aussatz – heute Lepra genannt – ist eine bakteriell ausgelöste Infektionskrankheit, die sich besonders bei schlechten hygienischen Bedingungen und fehlender ärztlicher Behandlung ausbreitet. Obwohl es das Ziel der WHO ist, die Lepra ganz auszurotten, gibt es immer noch mehr als 200.000 Leprakranke weltweit.
Der Name „Aussatz“ hängt mit „ausgesetzt werden“ zusammen: Leprakranke Menschen wurden aufgrund der Ansteckungsgefahr und der fehlenden Therapiemöglichkeit regelrecht „ausgesetzt“. D.h. sie mussten ihren Aufenthalt und Wohnsitz fern von den übrigen Menschen nehmen und wurden dort, wo sie waren, vielleicht nur notdürftig versorgt. So erfuhren sich diese armen Menschen in ihrem Leid und in ihrer Krankheit auch noch sozial ausgeschlossen und geächtet. Niemand konnte oder wollte mehr mit ihnen Kontakt halten; die Betroffenen waren gleichsam zum „sozialen Tod“ verurteilt und lebten ein Schattendasein am Rand der Gesellschaft.
Als sich ein solcher Aussätziger voll Vertrauen an Jesus wendet und zu ihm sagt: „Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde“, da reagiert Jesus anders als die übrigen Menschen. Er „hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es – werde rein!“ Wie muss es da im Herzen dieses Menschen plötzlich licht geworden sein, als Jesus sich ihm mit diesen Worten und dieser Geste der Hilfe zuwandte. Ja, noch mehr: Jesus heilt diesen Menschen, da er der Heiland der Welt ist, der Arzt für Leib und Seele, den der himmlische Vater in die Welt gesandt hat.
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07.02.2015 10:35:03
Autorität in Liebe, doch ohne Gewalt
(vatican.va) Deutsche Zusammenfassung der Worte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 4. Februar 2015: "Liebe Brüder und Schwestern, letzte Woche haben wir über die Gefahr der fehlenden Präsenz der Figur des Vaters in Familie und Gesellschaft gesprochen. Heute wollen wir seine wichtige Rolle weiter beleuchten. Jede Familie braucht den Vater. Seine Aufgabe ist es, den Kindern weiterzugeben, was im Leben wirklich zählt – ein weises Herz, wie es das Buch der Sprichwörter sagt (vgl. Spr 23,15). Er lehrt sie, weise und recht zu handeln. Tiefe und zugleich unaufdringliche Zuneigung, ein entschlossenes Urteil, Herzensweisheit, Wachsamkeit und das Bemühen um die richtigen Worte, wenn manches nicht sogleich verständlich ist, zeichnen ihn dabei aus. Eines ist vor allem notwendig: als Vater in der Familie präsent zu sein, der Ehefrau nahe zu sein, um Freuden und Leiden, Mühen und Hoffnungen mit ihr zu teilen, und den Kindern zugeneigt zu sein. Das Evangelium stellt uns die Beispielhaftigkeit des Vaters im Himmel vor Augen. Denken wir an das Gleichnis vom barmherzigen Vater. Ein guter Vater weiß zu warten und zu vergeben. Er ist fähig, entschieden zu korrigieren, ohne dabei zu entmutigen, weil er ebenso beschützen kann und dabei keine Mühen scheut. Ohne die Gnade, die vom Vater im Himmel kommt, verlieren Väter den Mut und räumen das Feld. Die Kinder brauchen aber einen Vater, der nach ihren Fehlern und Misserfolgen auf sie wartet, auch wenn sie es nicht zugeben. Die Kirche unterstützt mit all ihren Kräften die wichtige Präsenz der Väter in den Familien, dass sie diese auch voll und großherzig wahrnehmen können."
Link: Ausführlicher Wortlaut auf Italienisch
Kommentare: Gudrun Sailer (Radio Vatikan) / Petra Lorleberg (kath.net).
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07.02.2015 10:25:37
Selbstlose Hingabe im Dienst am Reich Gottes
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im ersten Korintherbrief geht es um die freiwillige Entäußerung, ja Not und Entbehrung, die der Apostel Paulus auf sich nimmt. Er ist so sehr erfüllt von der Liebe Christi, dass er das Evangelium allen verkünden will. Nicht in Anmaßung tritt er auf, sondern als demütiger Diener des Herrn. So ist er um Christi willen bereit, der Geringste von allen zu werden, um möglichst viele für Gott zu gewinnen. Was Paulus mit Ijob verbindet? Auch der Apostel ist vielfach geprüft worden, und er hat alle diese Nöte im Vertrauen auf Christus ertragen. Sein Vorteil und sein Lohn lassen sich nicht in irdischen Kategorien messen; es genügt ihm, dass er dem Willen Gottes treu geblieben ist und so dem Himmelreich gedient hat. Ihn erwartet daher mit vielen anderen der ewige Siegespreis in Gottes Herrlichkeit.
Im Evangelium nach Markus wird uns von der selbstlosen Liebe Jesu Christi berichtet. Er war da für die Menschen, die ihn hören wollten und die auf seine Hilfe in Krankheiten des Leibes und der Seele vertrauten. Zum Beispiel heilte er die Schwiegermutter des Petrus, die mit Fieber im Bett lag. Die gute Frau ließ es sich daraufhin nicht nehmen, für alle zu sorgen, obwohl sie durch das Wunder Jesu eben erst genesen war.
Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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31.01.2015 05:36:58
Die Kirche erneuert sich im Glauben an Christus
(presse.kirche.at) Als Grund für den Priestermangel nannte Bischof Klaus Küng bei der traditionellen „Thomasakademie“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten das „Schwinden des Glaubens“. Bei der Veranstaltung am Festtag des hl. Thomas von Aquin, des Patrons der Hochschule, ehrte Küng auch die Absolventen des letzten Jahres.
Es gebe „verwunderte Blicke auf die Kirche“, sagte Bischof Küng, „warum wir Priester aus Polen, Indien und Afrika rufen“. Oft werde der Zölibat als Grund für den zunehmenden Priestermangel verantwortlich gemacht, der wahre Grund sei jedoch das „Schwinden den Glaubens“, wie Küng betonte. Besonders der Rückgang des Glaubens an die Eucharistie, „dass Jesus Christus selbst da ist, dass das Opfer, das er am Kreuz vollzogen hat, vergegenwärtigt wird“, führe zu eine „großen Bedrängnis“.
Andererseits sei er, Küng, zuversichtlich, dass „jedes Samenkorn keimt und Frucht bringt, wenn der Boden bereitet wird“. Das betreffe zuerst jeden einzelnen Gläubigen selbst, in der Folge die Familie, die Gemeinde und schließlich die ganze Kirche. Es gelte, „immer den Blick auf den Sämann zu richten“ und ihm nachzufolgen. Küng: „Er will, dass wir ihm Stimme, Hände und Herz verleihen, damit wir durch unser persönliches Zeugnis den Glauben vermehren.“ Die Kirche habe im Laufe der Jahrhunderte schon oft einem „verwilderten Garten“ geglichen, wurde aber immer wieder „neu bepflanzt und bewässert“. Dies geschehe auch heute wieder, so Küng.
Im Rahmen der „Thomasakademie“ ehrte Bischof Küng auch die Absolventinnen und Absolventen der Hochschule des letzten Jahres: Mag. Gerald Böck, Sr. Maria Lisa Haim MA, Diakon Mag. Martin Hochedlinger, Mag. Gertrud Moser, Mag. Stefan Reisinger, Diakon Mag. Dr. Herbert Weißensteiner und Mag. Dr. Renate Witzani.
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31.01.2015 05:35:45
Eucharistie als Lebensprinzip der Kirche
(presse.kirche.at) Die Kirche sei keine Organisation, sondern vielmehr „ein Organismus, der seine Mitte, sein Herz in der Eucharistie hat“. Das betonte Sr. Maria Lisa Haim von der „Familie Mariens“, die im Rahmen der diesjährigen „Thomasakademie“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten ihre Diplomarbeit zum Thema „Die Eucharistie als Lebensprinzip der Kirche“ präsentierte.
Von diesem „pulsierenden eucharistischen Herzen“ her würden alle Lebensvollzüge der Kirche auf fünf verschiedene Arten erfasst und belebt, so Haim. Als Kraft der Vergegenwärtigung, Kommunion und Kontemplation stärke sie das liturgische Handeln, als Kraft der Mission die Verkündigung und als Kraft der Nachahmung (Christi) das diakonische Leben. In diesem Sinne erscheine die Eucharistie „wahrhaft als principium vitae ecclesiae, als Lebensprinzip der Kirche, als Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“, wie es das 2. Vatikanische Konzil in „Lumen getium Nr. 11“ zusammenfasse.
Diese „Zentralstellung“ könne die Eucharistie nur haben, weil sie das Sakrament der Liebe sei, der Liebe, „die von Gott kommt und die Jesus seinen Jüngern als sein Gebot aufgetragen hat“, so Haim. „Die Eucharistie zeigt diese Liebe an, vergegenwärtigt sie und verwirklicht sie zugleich.“ Sie erfülle die Kirche für alle Zeiten mit Kraft, Hoffnung und Zuversicht, denn in und durch das eucharistische Mysterium sei es „gewiss, dass der Herr bei seiner Kirche bleibt und wirkt, alle Tage bis zum Ende der Welt“.
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31.01.2015 05:33:34
Jesus lehrt und wirkt mit göttlicher Macht
(stjosef.at/predigten) (JSp) Als die Leute in der Synagoge von Kafarnaum Jesus reden hörten, da waren sie alle im tiefsten Inneren ergriffen. Er sprach nicht so wie die übrigen jüdischen Lehrer, sondern mit einzigartiger Autorität: mit der Weisheit und Kraft Gottes. Obwohl seine Zuhörer es nicht wussten, ja es nicht einmal ahnen konnten, dass Gott selbst seinen Sohn zu den Menschen geschickt hatte, so war doch ersichtlich: Hier lehrt und wirkt einer, dessen Macht unvergleichlich ist; sie kann nur von Gott selber kommen.
Die Lehre Jesu muss wohl im Wesentlichen Schriftauslegung gewesen sein: Denn gemäß dem jüdischen Brauch bestand der Gottesdienst der Synagoge ja in einer Liturgie des Wortes; der Opferkult war dem Tempel in Jerusalem vorbehalten. So betete und sang man in den Synagogen die Psalmen Davids, hörte gemeinsam auf das Wort Gottes, wie es in den Büchern der Heiligen Schrift des Alten Testaments niedergeschrieben war, und dann wurde dieses Wort von jemandem ausgelegt, der dazu die Fähigkeit besaß. Im Normalfall waren dies die Schriftgelehrten, doch bei Jesus von Nazareth zeigte sich: Seine Weisheit ging weit über jenes Maß hinaus, welches die jüdischen Gelehrten auszeichnete. Hatte nicht damals der zwölfjährige Jesus schon alle in Staunen versetzt, als er im Tempel von Jerusalem anlässlich der mit seinen Eltern durchgeführten Wallfahrt die dortige Priesterschaft durch seine klugen und verständnisvollen Fragen und Antworten beeindruckte? Nun aber war die Stunde des öffentlichen Auftretens Jesu gekommen, und von Tag zu Tag wurde den Menschen klarer, dass hier einer zu ihnen sprach, der in der Autorität Gottes selber dessen Wort und Weisung verkündete.
Lesen Sie die Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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24.01.2015 04:46:55
Online-Fragebogen zur Familiensynode 2015
(presse.kirche.at) Von 4 bis 25. Oktober 2015 findet unter dem Titel „Die Berufung und Mission der Familie in der Kirche der modernen Welt“ die 14. ordentliche Bischofssynode in Rom statt. Die außerordentliche Bischofssynode im vergangenen Herbst diente bereits ihrer Vorbereitung. Auf der Grundlage ihres Abschlussberichtes wurden den Bischofskonferenzen in der ganzen Welt Fragen zugesandt, die nun in den einzelnen Diözesen mit dem Ziel der Vertiefung der Synodenergebnisse bearbeitet werden.
Der Fragenkatalog wurde nun von der Diözese St. Pölten in einer adaptierten Version bereitgestellt. „Zur Vereinfachung und zum besseren Verständnis wurden die 46 Fragen in 14 Punkten zusammengefasst“, wie Helmut Prader, Bischofsvikar für Ehe und Familie, erklärt. Bischof Klaus Küng lädt alle Gläubigen dazu ein, an der Beantwortung der Fragen teilzunehmen. Die Fragen sollen in pfarrlichen Gruppen und Gremien, Familieninitiativen, -verbänden und -vereinigungen besprochen werden, auch Einzelpersonen können Eingaben machen.
„Die Beantwortung des Fragebogen dient vor allem als Vorbereitung für die Synode, ist eine Möglichkeit, Anregungen zu geben“, so Küng. „Zugleich erhoffe ich mir, dass die Beschäftigung mit diesem Thema zu einem Nachdenkprozess über die seelsorgliche Situation in der Diözese und über die Aufgabe der Familienpastoral führt.“ So könne die Vorbereitung auf die Synode auch helfen, ganz konkret die Seelsorge in der Diözese zu verbessern.
Die Fragen sind auf der Internetseite des Bereichs Familie der Pastoralen Dienste online auszufüllen und können auch ausgedruckt werden. Eine gedruckte Version wird auch an alle Pfarren ausgeschickt. Der Fragebogen muss bis spätestens 16. März an folgende Adresse geschickt werden:
Mag. Markus Mucha, Bereich Familie, Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten, oder per E-Mail an m.mucha@kirche.at .
Die im Herbst stattfindende Bischofssynode bildet den vorläufigen Abschluss eines insgesamt auf zwei Jahre angelegten synodalen Prozesses. Vermutlich wird dann der Papst auf dieser Grundlage in einem Dokument, z.B. einem päpstlichen Rundschreiben, festhalten, was als Richtlinie für die konkrete Praxis einer zeitgemäßen Seelsorge der Familie erachtet werden kann.
Hier der Link zu den von der Diözese St. Pölten aufbereiteten Fragen.
Die Originalfragen sind unter diesem Link abrufbar.
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24.01.2015 04:38:31
Familie als erster Ort der Kommunikation
(zenit.org) Zum 49. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel am Samstag hat Papst Franziskus das Thema Familie als erstem Ort der Kommunikation im Leben eines Menschen in den Fokus seiner Botschaft gesetzt. „Zu diesem ursprünglichen Faktum zurückzugehen, kann uns helfen, die Kommunikation authentischer und menschlicher zu gestalten“, schrieb er. Papst Franziskus zeigt sich den modernsten Formen der Kommunikation wie den sozialen Netzwerken auch in diesem Schreiben sehr aufgeschlossen. Die Nutzung betrachtet er als bereichernd, um in menschlichen Beziehungen Entfernungen zu überwinden. „Sie können förderlich sein, wenn sie helfen, zu erzählen und sich auszutauschen, in Kontakt mit denen zu bleiben, die fern sind, Dank zu sagen und um Verzeihung zu bitten und immer wieder Begegnungen zu ermöglichen“, heißt es in der Botschaft wörtlich. Zugleich warnte er aber davor, diese Mittel zu nutzen, um sich von der Familie abzusondern und den anderen nicht mehr zuzuhören.
Kommunikation fange für einen Menschen schon im Mutterschoß an, durch das Hinhören auf die Mutter und den Körperkontakt mit ihr. Als anschauliches Beispiel nannte er den Besuch Marias bei Elisabet, wie er im Evangelium (Lk 1, 39-56) beschrieben wird. „Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.“ Die Familie, in die das Kind dann hineingeboren wird, nennt der Papst „einen Schoß aus unterschiedlichen Personen, die miteinander in Beziehung stehen.“ Die Bindung liege dem Wort zugrunde, welches aber seinerseits die Bindung stärke, auch über unterschiedliche Charaktere und Generationen hinweg. Ausdrücklich betonte Franziskus, dass sich in einer Familie die Menschen nicht gegenseitig gewählt haben, aber dennoch füreinander da seien. In dieser Gemeinschaft lernten sie ihre Sprache und „jene grundlegende Kommunikationsform..., die das Gebet ist.“ Das Leben in der Familie bedeute, sich mit Problemen des Zusammenlebens konfrontiert zu sehen und so auch Vergebung zu lernen. „Ein Kind, das in der Familie lernt, den anderen zuzuhören, respektvoll zu reden und den eigenen Standpunkt zu vertreten, ohne die Sichtweise anderer abzulehnen, wird in der Gesellschaft Dialog und Versöhnung herbeiführen können“, betonte das Kirchenoberhaupt.
Eine lebendige Familie öffne sich auch nach außen und vermittle auf diese Weise verletzten Familien Trost und Hoffnung, so wie sie auch zum Wachstum der Kirche beitragen. Eine besondere Herausforderung, sich zu öffnen, stellten Familienangehörige mit Behinderung da, weil die Situation in motorischer, sensorischer und intellektueller Hinsicht Einschränkungen in der Kommunikation nach sich zieht. Die betroffenen Familien lehrten, allen gegenüber mehr Annahmebereitschaft zu zeigen. Die Gemeinschaft von Vater, Mutter, Kindern und Großeltern sei schließlich eine kommunizierende Gemeinschaft. Jedoch warnte er davor, die Familie als Terrain zu betrachten, auf dem ideologische Schlachten ausgefochten werden sollen. Sie sei vielmehr eine konkrete Realität, ein Ort, an dem die Menschen lernten, in der empfangenen und geschenkten Liebe zu kommunizieren. „Wir kämpfen nicht, um die Vergangenheit zu verteidigen, sondern wir arbeiten mit Geduld und Zuversicht an allen Orten, an denen wir uns täglich aufhalten, um die Zukunft aufzubauen“, schrieb der Papst abschließend.
Link: Papstbotschaft im Wortlaut.
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24.01.2015 04:35:46
Die frohe Botschaft Jesu vom Himmelreich
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium nach Markus wird uns der Anfang der Verkündigungstätigkeit Jesu geschildert. Johannes war von König Herodes ins Gefängnis geworfen worden; nun beginnt Jesus die Menschen zu lehren. Worum aber geht es dem von Gott gesandten Erlöser der Menschen? Er verkündet: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“
Gott selbst macht den Anfang und lässt sein Reich nahekommen. Im menschgewordenen Sohn Gottes – in Jesus Christus – ist dieses Reich schon gegenwärtig. Wer umkehrt und an die von ihm verkündete frohe Botschaft glaubt, empfängt das von Gott geschenkte Heil.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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16.01.2015 15:30:38
50 Jahre Konzilserklärung Nostra aetate
(dsp.at) Die Haltung Papst Johannes Pauls II. in der Krise nach „9/11“ sei „eine Orientierung für unsere gegenwärtige Lage“. Das betonte der Religionswisseschaftler Ernst Fürlinger von der Donau Universität Krems bei einer Fachtagung der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten über 50 Jahre Konzilserklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate“. Der Papst habe damals den Dialog mit den Muslimen nicht abgebrochen, sondern sogar verstärkt.
Der Begriff „interreligiöser Dialog“ in der Folge der Erklärung „Nostra aetate“ markiere ein „neues Paradigma“ für das Verhältnis der katholischen Kirche zu den anderen Religionen, wie Fürlinger in seinem Referat über die „Rezeption von Nostra aetate im Pontifikat von Johannes Paul II.“ erklärte. Im Rückblick sei deutlich erkennbar, wie sehr dieses Pontifikat von der Umsetzung dieses Dialog-Paradigmas geprägt war. Fürlinger erinnerte in diesem Zusammenhang u.a. an den Besuch des Papstes in der Großen Synagoge in Rom, den ersten Weltgebetstag in Assisi, das Schuldbekenntnis und die Vergebungsbitte im Jubiläumsjahr 2000 oder den Besuch der Omaijaden-Moschee in Damaskus.
So rief Johannes Paul II. auch nach dem Anschlag auf die Twin-Towers in New York 2001 die Christen dazu auf, den letzten Tag des Ramadan zusammen mit den Muslimen weltweit als „Tag des Fastens“ zugunsten eines „dauerhaften, auf Gerechtigkeit beruhenden Friedens“ zu begehen. Gleichzeitig lud er für den 24. Jänner 2002 erneut zu einem Friedensgebet nach Assisi ein.
Der Papst habe durch sein Pontifikat hindurch klar gemacht, dass der interreligiöse Dialog „keine Schönwetterveranstaltung der Gutmeinenden“ in den einzelnen Religionsgemeinschaften sei. Fürlinger: „Er ist kein idealistisches Projekt, das die Katastrophen, die uns umgeben ausblendet. Interreligiöser Dialog steht für den Mut und die Hoffnung, sich inmitten des Hasses gemeinsam mit Menschen anderer Religionen für den Frieden einzusetzen.“
Bernhard Dolna, Professor für ökumenische und jüdische Studien am ITI Trumau, erinnerte in seinem Vortrag an Prälat Johannes Maria Österreicher, einen „ vergessenen Wegbereiter des internationalen christlich-jüdischen Dialogs“. Der in Mähren gebürtige Österreicher jüdischer Abstammung konvertierte zum katholischen Glauben, wurde Priester und emigrierte in die USA, wo er im Rahmen seiner Lehrtätigkeit begann, die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens in Erinnerung zu rufen. Zeitlebens habe Österreicher Kontakt mit Juden und dem jüdischen Volk gesucht und gepflegt und stets die „immerwährende Treue Gottes gegen über seinem auserwählten Volk“ betont, sagte Dolna.
1961 berief Papst Johannes XXIII. Prälat Österreicher nach Rom in das Einheitssekretariat, wo dieser eine Studie über den Einfluss des Judentums auf den christlichen Glauben verfassen sollte. Diese Studie wurde schließlich zur Grundlage des Konzilsdokuments „Nostra aetate“, dessen Endfassung dann auch – unter anderen – aus der Feder Österreichers stammte. Dabei sei zu bedenken, dass die Arbeit an diesem Dokument nur 15 Jahre nach der Schoah und 12 Jahre nach der Staatsgründung Israels begonnen hatte, so Dolna. Die Konzilserklärung „Nostra aetate“ sei zwar aus dieser Zeit heraus geschrieben, jedoch „nicht historisch, sondern theologisch“ begründet und daher „zeitlos gültig“, wie Dolna betonte: „Nostra aetate ist die Magna Charta der Versöhnung mit dem Judentum.“
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16.01.2015 15:27:49
Papst betont Würde und Wert der Familie
(kathpress.at) Papst Franziskus hat an seinem zweiten Besuchstag auf den Philippinen zum Schutz der Familie aufgerufen. Das Familienleben sei heute einem vielfältigen Druck ausgesetzt, durch finanzielle Probleme, Migration, Arbeitsplatzmangel und durch Naturkatastrophen, jedoch auch vonseiten einiger, die die Institution der Ehe selbst neu definieren wollten, sagte der Papst am Freitag bei einem Treffen im Stadion der Hauptstadt Manila. Um die Gefahren standzuhalten, brauche es "gute und starke Familien". Franziskus wich in seiner Rede vom vorbereiteten englischen Redemanuskript immer wieder ab. Lange Passagen extemporierte er, und er gebrauchte dabei seine Muttersprache Spanisch.
Der Papst kritisierte eine "ideologische Kolonisierung", die die Familien zerstöre und vor der man sich hüten müsse: "Wie wir in unserer Geschichte 'Nein' zu einer politischen Kolonisierung gesagt haben, sagen wir jetzt 'Nein' zu einer ideologischen Kolonisierung der Familie."
Mit Nachdruck unterstrich Franziskus die Unantastbarkeit jedes menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Dabei würdigte Franziskus auch den Mut seines Vorgängers Paul VI., der sich mit seiner Enzyklika "Humanae vitae" gegen den Zeitgeist gestellt habe. Er habe die Beichtväter zu Barmherzigkeit im jeweiligen Einzelfall angehalten, aber mit Blick auf die gesamte Menschheit habe er die Gefahr der Zerstörung der Familie durch die Verhinderung von Geburten gesehen.
Jede Gefährdung der Familie sei eine Gefährdung der Gesellschaft selbst, unterstrich der Papst bei dem Wortgottesdienst mit über zehntausend Familien in Manilas "Mall of Asia Arena". "Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie."
Insbesondere rief er die Familien auf, sich für Mitmenschen in Not und für Menschen ohne Familien einzusetzen und sie zu unterstützen, etwa ältere Menschen oder elternlose Kinder. "Lasst nie zu, dass sie sich isoliert, allein und verlassen fühlen, sondern helft ihnen zu erkennen, dass Gott sie nicht vergessen hat."
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16.01.2015 13:54:22
Andere Menschen mit Jesus vertraut machen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium nach Johannes erhalten wir einen guten Eindruck von der Art und Weise, wie die ersten Jünger zu Jesus gefunden haben. Entscheidend war die Taufe Jesu im Jordan gewesen. Dort hatte der himmlische Vater Jesus als seinen geliebten Sohn bezeichnet; auf ihn kam der Heilige Geist in Gestalt einer Taube herab und offenbarte ihn als den schon lange erwarteten und nun von Gott gesandten Messias. „Messias“ aber heißt, wie uns das heutige Evangelium darlegt, auf Griechisch „Christus“ und bedeutet „der Gesalbte“.
Nach der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes hat eben dieser als sein Vorläufer die Menschen zu Jesus geführt. Nun war die Zeit gekommen, dass Johannes in den Hintergrund treten sollte, damit sich der von Gott gesandte Erlöser Jesus Christus offenbaren konnte. So sprach Johannes über Jesus die geheimnisvollen Worte: „Seht, das Lamm Gottes!“ Zwei der Jünger des Johannes hörten diese Worte und fassten sie als Aufforderung und Einladung auf, Jesus zu folgen. Dieser erkannte ihr Interesse an seinem Leben und seiner Person, und auf seine Frage „Was wollt ihr?“ bekundeten sie ihr Interesse an diesem „Rabbi“ (das heißt Lehrmeister) mit der Gegenfrage: „Meister, wo wohnst du?“ Auf diese Weise wurden die ersten Jünger mit Jesus vertraut.
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10.01.2015 05:38:09
Rechtsmittel anwenden und nicht Gewalt
(kath.net) Der Moraltheologe Prof. Dr. Josef Spindelböck hat eine Anzeige gegen die Sendungsverantwortlichen des ORF eingebracht, die für die Ausstrahlung des Films „3faltig“ verantwortlich sind. Der 2010 gedrehte Film war am 13.12.2014 im Hauptabendprogramm des Senders ORF 1 gezeigt worden. Anfang Januar gab es auf ORF III etliche Wiederholungen. Spindelböck brachte eine Anzeige gemäß § 188 des Österreichischen Strafgesetzbuches ein, der die Herabwürdigung religiöser Lehren unter Strafe stellt. „Die christliche Glaubenslehre von der Dreifaltigkeit Gottes wird im Film 3faltig auf satirische Weise der Lächerlichkeit preisgegeben und auf diese Weise herabgewürdigt und verspottet. Die Umstände einer mehrmaligen Aufführung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das der Gebührenzahler mitfinanziert, sind derart, dass dieses Verhalten geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen“, heißt es in dem kath.net vorliegenden Anzeigetext wörtlich.
(news.stjosef.at) Es folgt eine persönliche Stellungnahme von Prof. Josef Spindelböck:
„Die Anzeige habe ich am 03.01.2015 eingebracht, also vor den nicht voraussehbaren aktuellen Geschehnissen in Frankreich. Mit den Muslimen verbindet uns, dass auch wir als Christen die Blasphemie ablehnen; von den gewalttätigen Islamisten trennt uns, dass wir Wege des Protestes suchen, die mit dem demokratischen Rechtsstaat, in dem wir leben, kompatibel sind. Wir Christen wenden nicht Gewalt an, wenn Gott verhöhnt und beleidigt wird, sondern bedienen uns vor allem geistlicher Mittel, aber auch jener, die in einem Rechtsstaat möglich sind. Dazu gehört auch eine Strafanzeige wegen Herabwürdigung religiöser Lehren gemäß §188 StGB.
Auch wenn die Anzeige vielleicht keinen juristischen Erfolg haben wird, so ist es doch ein Zeichen, das ich setzen wollte und musste. Es hat symbolischen Wert und kann zur Bewusstseinsänderung beitragen, dass es in einer friedlich geordneten Gesellschaft ein Minimum an Respekt vor den religiösen Überzeugungen und Werten anderer braucht, auch wenn man diese selbst nicht teilt.
Für sich betrachtet, wenn man von der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit durch irdische Personen absieht, ist der Film billiger Klamauk. In diesem speziellen Kontext jedoch bringt er Blasphemie zum Ausdruck.
Mir ging und geht es in diesem Zusammenhang auch darum, dem Eindruck entgegen zu treten, wir Christen machten uns nichts aus der bewussten Verletzung unserer religiösen ‚Gefühle’. Zugleich jedoch soll klar werden, dass es Mittel des gewaltlosen Protestes gibt, die konform gehen mit unserer Rechtsordnung!“
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10.01.2015 05:28:30
Vor 70 Jahren: Priesterweihe von Karl Leisner im KZ
(radiovatikan.de) „Segne auch, Höchster, meine Feinde“: Das sind die letzten Worte im Tagebuch des seligen Karl Leisner. Vor etwa siebzig Jahren wurde er, als Häftling im KZ Dachau, zum Priester geweiht, und zwar von einem ebenfalls inhaftierten französischen Bischof. „Der Feind kniete da vor dem Feind“, formuliert Hans-Karl Seeger, Altpräsident des Internationalen Karl-Leisner-Kreises, im Interview mit Radio Vatikan. Seeger hat in dieser Woche die gesammelten Schriften Leisners dem Papst übergeben. - Link zum Interview; Internationaler Karl-Leisner-Kreis
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10.01.2015 05:23:00
Das Wasser des Lebens in Fülle
(stjosef.at/predigten) (JSp) Ohne Wasser gibt es kein Leben. Das Wasser ist unentbehrlich, und schon von daher ist es verständlich und nachvollziehbar, dass Gott in seiner Ordnung des Heils sich als der Spender des Wassers des Lebens zeigt und erweist. „Wasser des Lebens“ oder gar „lebendiges Wasser“ bedeutet hier nicht bloß den Wasserquell der Natur, sondern es geht um den Ursprung des ewigen Lebens, um den göttlichen Lebensquell, der sich uns im Bild des Wassers erschließt.
Die Taufe Jesu am Jordan veranschaulicht all dies auf einzigartige Weise. Jesus bedarf nicht so wie die anderen Menschen der Reinigung von ihren Sünden. Das Wasser des Jordan wird vielmehr durch ihn geheiligt. In Wahrheit ist Jesus die Quelle, von der das Wasser des Heils ausströmt. Im Heiligen Geist erschließt sich uns die Liebe seines Herzens. Aus seiner Seite, die nach dem Tod am Kreuz vom Soldaten geöffnet wird, entströmen Blut und Wasser. Hiermit werden die Sakramente der Kirche bezeichnet, vor allem die heilige Eucharistie und die Taufe.
Lesen Sie die Predigt zum Fest der Taufe des Herrn (11.01.2015) in vollem Wortlaut!
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05.01.2015 05:49:32
Die Gaben der Heiligen Drei Könige
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wenn in diesen Tagen die Sternsinger durch unser Land ziehen und an die Türen der Häuser klopfen, erinnern wir uns an den biblischen Bericht von den Weisen aus dem Morgenland, die gekommen sind, um dem Jesuskind als dem neugeborenen König der Juden zu huldigen.
Diese weisen und reichen Männer, die mit den Vorgängen am Sternenhimmel bestens vertraut waren, kamen zu jenem Kind, das im Stall von Bethlehem geboren worden waren und das der Welt das Heil schenken sollte. Als die „heiligen drei Könige“ nach ihrer langen Reise aus dem Osten endlich nach Jerusalem kamen, da erkundigten sie sich bei König Herodes nach dem neugeborenen Kind. Dieser wusste nichts davon, und insgeheim erschrak er, denn er fürchtete die Geburt eines möglichen Konkurrenten für sein Königtum. Er täuschte jedoch vor, aufrichtig an diesem Kind interessiert zu sein, und nach Beratung mit den Hohepriestern und Schriftgelehrten schickte er die Sterndeuter nach Bethlehem. Denn so lautete die alte Weissagung: „Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.“ (Mi 5,1)
Für die Weisen war diese knappe Information ausreichend und hilfreich. Sie waren gottsuchende Menschen, welche die Ereignisse in der Natur und am Himmel zu deuten wussten und eben deshalb dem Stern folgten, der sie zu dem Ort führte, wo das Kind zu finden war.
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn!
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