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03.07.2015 19:53:48
Sommer-Plakatkampagne zur heiligen Eucharistie
(dsp.at) Die bereits zehnte Sommer-Plakatkampagne der Diözese St. Pölten präsentierte Bischof Klaus Küng gemeinsam mit Landesrat Karl Wilfing im Kloster der Karmelitinnen in Maria Jeutendorf. Im Jubiläumsjahr wird „das Zentrum unseres Glaubens zum Thema gemacht“, wie Küng sagte: die Euchartistie. Die beiden Plakatsujets „Jeden Sonntag. Komm zu mir.“ und „Keine Party. Aber Dein Fest.“ laden „zur wahrhaften, wesentlichen und wirklichen Anwesenheit Jesu in der Heiligen Messe“, betonte Küng: „Jesus ist es, der uns begegnet, wenn wir gemeinsam Messe und Eucharistie feiern.“ Passend zum Bild auf den Plakaten, einer Hostie, luden die Karmelitinnen zu einer Führung durch die Hostienbäckerei des Klosters. Dass es für die Kirche von ihrem Wesen her „unentbehrlich“ sei, am Sonntag Eucharistie zu feiern, hänge mit der Auferstehung Jesu Christi zusammen und „der tiefsten Glaubenserfahrung der kirchlichen Gemeinschaft von ihren Anfängen an bis auf den heutigen Tag“, erklärte Bischof Küng. „Dieser Jesus, der sein Leben hingegeben habe, lebt und ist seinen Jüngern erschienen. Das geschieht heute in der Feier der Eucharistie: Indem er uns Brot und Wein reicht, gibt er sein Leben für uns hin – auch für uns bis in den Tod. Und er erscheint uns als Auferstandener und feiert Kommunion – Gemeinschaft – mit uns.“ Die Eucharistie sei „eine Quelle, die nicht versiegt“, so Küng. „Jeden Sonntag bin ich für dich da“ sei eine Einladung, „diese Quelle der Zuversicht, des Glaubens, der Vernunft und der Kraft, die Jesus Christus für uns Christen ist, für sich zu entdecken, wiederzuentdecken und annehmen zu dürfen“. - Lesen Sie mehr unter http://presse.dsp.at/einrichtungen/kommunikation/artikel/2015/10-sommerkampagne-der-dioezese-thematisiert-die
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03.07.2015 19:51:51
Der Glaube an Gott setzt unsere Freiheit voraus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Glaube an Gott ist ein Beziehungsgeschehen, und gute Beziehungen müssen gepflegt und am Leben erhalten werden, wenn sie Bestand haben sollen. Wenn also jemand die Gottesbeziehung vernachlässigt und nicht mehr betet und auch kaum mehr den Gottesdienst besucht, dann darf er sich nicht wundern, wenn er eines Tages zur Einsicht kommt, dass er nicht mehr an Gott und an all das glaubt, was zum christlichen Bekenntnis gehört.
Der Glaube ist ein Geschehen im Inneren der Person. Die Entscheidung zu glauben oder nicht zu glauben setzt Freiheit voraus. Gott selbst hat uns diese Freiheit gegeben, damit wir sie in rechter Weise gebrauchen. Er lädt uns ein in seine Gemeinschaft, und er hat uns seinen Sohn Jesus Christus gesandt, der uns in verlässlicher Weise Kunde bringt von der Güte und Liebe Gottes! Gott zwingt uns nicht; der Glaube ist immer ein Akt in Freiheit. Denn eben dies macht seine besondere Qualität aus: Gott nimmt uns als Personen ernst. Er schenkt uns die Gnade des Glaubens, setzt aber zugleich unsere Mitwirkung voraus.
Lesen Sie die Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis B (05.07.2015) in vollem Wortlaut!
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30.06.2015 21:48:21
Aufbruch zu einer missionarischen Kirche
(dsp.at) „Aufzubrechen zu einer neuen Art der Wirksamkeit der Kirche, wie es heute nötig ist“, ermutigte Bischof Klaus Küng die Neugeweihten bei der Priesterweihe in St. Pölten: „Es ist eine missionarische Kirche.“ Der Diözesanbischof weihte am traditionellen Tag für Weihen, am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, die Diakone Martin Hochedlinger und Herbert Weissensteiner zu Priestern und Thomas Skrianz von der Gemeinschaft vom heiligen Josef zum Diakon.
In seiner Predigt rief Küng die Weihekandidaten auf, sich um ihre zukünftigen Mitarbeiter und „Streitgefährten“ zu sorgen: „Ihr braucht Menschen, die innerlich lebendig sind. Es ist etwas Faszinierendes, den Weg zu den Herzen der Menschen zu suchen.“ Die geeigneten Strukturen würden sich finden; dabei sei es jedoch „immer von größter Bedeutung, darauf zu achten, dass wirklich Christus selbst die Mitte ist, mit seinem Wort und mit seinem Brot, mit dem Evangelium und den Sakramenten“. Die Eucharistiefeier und die Sakramente seien dabei unersetzlich wie der Priester selbst.
Die Herausforderungen an Priester und auch Diakone seien groß, wie Küng betonte: „Es gibt in allen Pfarren Christen, die um eine christliche Lebensweise redlich bemüht sind, es sind aber bedeutend mehr, bei denen das Licht des Glaubens nachgelassen hat, teilweise ganz erloschen ist.“ Um das Licht wieder zu entzünden, sei vor allem ein tiefer Glaube nötig im Sinne des hl. Petrus, der auf die Frage Jesu hin ausruft: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“
Weiters brauche es „eine große Liebe, die zur Aufrichtigkeit führt, sodass dieser Glaube in seiner Fülle und Konkretheit dargelegt wird“. Dazu müssten auch die Gebote Gottes und die nötigen Voraussetzungen für einen fruchtbaren Empfang der Sakramente erklärt werden, wie Küng unterstrich. „Da sind nicht immer Spannungen vermeidbar, aber es lohnt sich: Oft kommt es nur so zur Umkehr, ohne die es keine Hilfe und keine Heilung gibt.“ Wenn ein Priester im Sinne Jesu tätig sei, gewinne er Gefährten und Mitarbeiter, „die kostbar sind, weil auch sie Jesus im Herzen tragen, weil sich auch bei ihnen ein Feuer entzündet, das sich ausbreiten wird“.
Link: Fotogalerie.
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26.06.2015 22:51:58
Bischof Küng eröffnet am Sonntag Österreichs ersten Eheweg
(dsp.at) In Obritzberg bei St. Pölten wird am Sonntag, 28. Juni, Österreichs erster "Eheweg" von Familienbischof Klaus Küng eröffnet. Laut den Initiatoren würden auf der Werteskala von jungen Menschen eine eigene Familie zu gründen weit oben liegen – noch vor Berufsausbildung oder Arbeit. Familie sei Grundlage und Nährboden für positive Lebensentwicklung. Gelingende Partnerschaft wäre dafür die Voraussetzung. Dies ist auch ein großes Anliegen vieler Familien aus der ganzen Diözese St. Pölten.
Auf Initiative der Schönstatt-Familienbewegung wurde in Zusammenarbeit mit der Diözese St. Pölten und der Pfarre Obritzberg dieses Projekt entwickelt – der erste österreichische „Eheweg“. Ziel sei es, das Anliegen Paarbeziehungen zu fördern und zu stärken.
Der „Eheweg“ ist ein Rundwanderweg mit einer Länge von knapp drei Kilometern. Ausgangspunkt ist der Kirchenplatz in Obritzberg. Sieben künstlerisch gestaltete Stationen aus Holz, Metall oder Stein begleiten den Weg. Die Textinhalte der Stationen bieten Paaren neben einem Spaziergang Anregung zum Gespräch über ihre Beziehung. Paare sollen dadurch gestärkt und zur Weiterentwicklung ihres Miteinanders motiviert werden. „Die Freuden des partnerschaftlichen Lebens und der positive Umgang mit Herausforderungen sollen durch diesen Eheweg spürbar werden“, heißt es.
Am 28. Juni um 9:30 Uhr beginnt das Fest mit einer Familienmesse, gestaltet von den Schönstatt-Familien. Anschließend wird im Pfarrgarten gefeiert, auf dem Programm stehen: Frühschoppen, Tombola, Kinderprogramm. Um 13 Uhr finden Impulsreferate zu den Stationsthemen statt: reden, versöhnen, vertrauen, weitergeben, wertschätzen, reifen, orientieren. Während der Impulsreferate ist für Kinderbetreuung gesorgt.
Familienbischof Klaus Küng zeigte sich von der Idee des Eheweges begeistert und wird ab 15:30 Uhr mit den Familien den "Eheweg" gemeinsam gehen. Um 16:30 Uhr findet die Jubiläumsfeier 40 Jahre Marienstein (70 Jahre Kriegsende) und die Segnung des "Eheweges" beim Marienstein statt.
Nähere Informationen zum Eheweg sowie zur Weiterbildungen zu Paar- und Erziehungsthemen, Ehevorbereitung, Familien-Akademie: www.familien.stpoelten.schoenstatt.at
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26.06.2015 22:49:29
Gott ist ein Freund des Lebens
(stjosef.at/predigten) (JSp) Das Leben als solches ist ein Wunder. Wer kann es beschreiben, wer vermag es zu erforschen? Trotz aller unserer Bemühungen und Erkundungen bleibt letztlich immer nur das Staunen. Das Geschenk des Lebens – sei es bei den Mikroorganismen und Pflanzen, bei den Tieren und schließlich auch beim Menschen – kommt von Gott!
Von diesem Lob auf Gott als den Herrn des Lebens ist die Lesung aus dem Buch der Weisheit erfüllt. Ausdrücklich heißt es dort: „Zum Dasein hat er alles geschaffen, und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt.“ (Weish 1,14) In jedes Geschöpf hat Gott Gutes hineingelegt, und er will seine Schöpfung zur Vollendung führen. Denn auch wenn die Lebewesen dieser Welt sterblich sind – und dies trifft auch für den Leib des Menschen zu –, so gilt doch: „Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden.“ (Weish 1,13)
Wer aber wird uns vom zeitlichen und ewigen Tod erlösen, der durch die Sünde der ersten Menschen und – wie die Lesung sagt (Weish 1,24) – „durch den Neid des Teufels in die Welt“ gekommen ist? Es ist Jesus Christus, der Herr. Der ewige Sohn Gottes ist ein Mensch geworden wie wir und hat sich selber der Sterblichkeit des Leibes unterworfen. Durch seinen Tod am Kreuz hat er unseren Tod besiegt und uns in seiner Auferstehung das ewige Leben geschenkt.
Lesen Sie die Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr B), 28.06.2015, in vollem Wortlaut!
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19.06.2015 22:12:50
Die Enzyklika Laudato si - ein prophetisches Schreiben
(spindelboeck.net) (Kommentar von Prof. Josef Spindelböck)
Das päpstliche Rundschreiben „Laudato si“ ist eine Sozialenzyklika und steht in der entsprechenden Tradition der Kirche seit Papst Leo XIII. (Rerum novarum, 1891). Die ökologische Frage ist zugleich eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Die Kirche wendet sich zugleich der bedrängten natürlichen Welt und Umwelt sowie den Menschen in Not zu („Option für die Armen“).
Der Mensch als Krone der sichtbaren Schöpfung trägt Verantwortung für sich selbst und die ihn umgebende belebte und unbelebte Welt. Er soll den Garten Gottes bebauen und behüten, jedoch keine schrankenlose, zerstörerische Herrschaft ausüben.
Am Kern aller Probleme liegt ein Fehlverständnis der menschlichen Freiheit. Sie wird als Absolutum ohne Grenzen aufgefasst. Eine technokratische Mentalität sieht dann die Natur nur als Objekt, das es zu unterwerfen gilt. Auch der Mensch selbst fällt diesem Denken zum Opfer. Er manipuliert die Welt um sich und auch sich selber, bis hinein in die elementarsten sozialen Beziehungen von Ehe und Familie.
Die Enzyklika ist interdisziplinär ausgerichtet: Die Forschungen und Ergebnisse der Einzelwissenschaften helfen, ein Gesamtbild der gegenwärtigen Lage zu erhalten. Sowohl die Analyse als auch die konkreten Antworten auf die Krise müssen umfassend sein, d.h. sie können nur im Dialog und Austausch der einzelnen Sichtweisen vorgenommen werden. Philosophie und Religion haben eine wichtige Rolle dabei.
Die Enzyklika richtet sich an alle Menschen guten Willens, besonders aber an die Gläubigen. Es handelt sich um ein Thema, das alle betrifft. Insofern ist die Zusammenarbeit aller von großer Wichtigkeit.
Die Kirche stellt die Werte der Schöpfung und des menschlichen Zusammenlebens heraus, ohne für alle konkreten Fragen fertige „technische“ Lösungen anbieten zu können und zu wollen. Es besteht Raum für einen berechtigten Pluralismus der Meinungen und erkenntnismäßigen Zugänge. Insofern erhebt die Enzyklika nicht in allen ihren Teilen einen lehramtlichen Anspruch.
Dem Herrschaftswissen, welches in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft dominiert und das sich auch die politisch Verantwortlichen zunutze machen, soll ein Orientierungswissen entgegen gesetzt werden, das die ganzheitliche Entwicklung des einzelnen Menschen und aller Menschen insgesamt sowie auch des „Hauses der Schöpfung“ als solchen berücksichtigt. Letztlich geht es um Bildung und Weisheit, um Überwindung von Egoismus, Hass und Gewalt durch eine sich konkret auswirkende Liebe und Gerechtigkeit.
Schon Johannes Paul II. hat von der „Humanökologie“ gesprochen (in Centesimus annus). Benedikt XVI. hat dies wiederholt aufgegriffen, so in der Enzyklika „Caritas in veritate“. Franziskus setzt diese Linie fort und aktualisiert sie. Er weist insbesondere auf die elementare Bedeutung von Ehe und Familie hin (Nr. 157 und 213). In Nr. 155 geht es um die Akzeptanz des eigenen Leibes als Gabe Gottes und dabei auch um die Wertschätzung des Körpers in der Weiblichkeit und Männlichkeit. D.h. es ist hier eine Kritik an der Gender-Ideologie impliziert, ohne dass dieses Wort ausdrücklich genannt ist. Abtreibung und verbrauchende Embryonenforschung werden abgelehnt.
Der Papst will wachrütteln, zur Umkehr aufrufen, motivieren. Die Umkehr muss individuell und gemeinschaftlich sein. Es geht um eine Reform der Gesinnungen, aber auch um eine Reform der Institutionen und Strukturen. Die tiefsten Quellen dazu sind im Glauben an Gott den Schöpfer zu finden, der zugleich auch unser Erlöser ist und der die Welt zur eschatologischen Vollendung führen wird.
Link: Die Enzyklika im Wortlaut / Pressekonferenz mit Bischof Klaus Küng
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19.06.2015 22:09:11
Laudato si - gelobt sei der Herr!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am 18. Juni 2015 wurde die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus über das gemeinsame Haus (der Schöpfung) veröffentlicht; das Schreiben trägt das Datum vom 24. Mai 2015. In der Öffentlichkeit hat dieses Lehr- und Hirtenschreiben eine große Beachtung gefunden: Es ist ja etwas Besonderes, wenn der Papst dem drängenden Thema des Schutzes der Natur und der Umwelt ein eigenes Dokument widmet, und außerdem handelt es sich bei der fortschreitenden Zerstörung der Natur und Umwelt durch den Menschen um ein schwerwiegendes Problem, das zugleich auch den Menschen selber betrifft. Daher hat der Papst mit diesem Schreiben gleichsam einen Weckruf vorgenommen; es ist ein prophetisches Wort, das aufrütteln und zum Nachdenken und Handeln anregen will. Die Adressaten sind alle Menschen guten Willens, aber natürlich in einer besonderen Weise die an Jesus Christus glaubenden Menschen.
In den biblischen Texten dieses Sonntags ist die Schöpfung Gottes ein wichtiges Thema, und so lässt sich hier der Bezug zum Schreiben „Laudato si“ von Papst Franziskus leicht herstellen. In der Lesung aus dem Buch Ijob antwortet Gott aus dem Wettersturm und verweist auf die Urgewalt des Wassers und des Meeres. Der Mensch muss angesichts dessen seine eigene Kleinheit anerkennen. Gott hat in seiner Weisheit und Allmacht alles aufs Wunderbarste geordnet. So schreibt auch Papst Franziskus, dass wir in der Schöpfung die Spuren Gottes erkennen und seine liebevolle Fürsorge wahrnehmen. Ein jedes Geschöpf kündet von der Weisheit und Güte Gottes. Alle zusammen loben und preisen sie Gott. Eben dies hat auch der heilige Franz von Assisi in seinem Sonnengesang zum Ausdruck gebracht, dessen erste Worte den Titel des Schreibens „Laudato si“ ausmachen: „Gelobt sei (der Herr)!“
Lesen Sie die Predigt zum 12. Sonntag i.Jkr. B in vollem Wortlaut!
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15.06.2015 15:04:04
Verstärkte Kooperation theologischer Hochschulen in NÖ
(dsp.at) Zu einer Orientierungsveranstaltung mit dem Titel „Saptientia Christiana: Quo vadis, Austria?“ hat die Philosophisch-Theologische Hochschule der Diözese St. Pölten (PTH) die Vertreter der anderen drei kirchlichen Hochschulen in Niederösterreich eingeladen: die Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems und das Internationale Theologische Institut – Hochschule für Katholische Theologie in Trumau.
Gemeinsam diskutierten Vertreter der Hochschulleitungen, der Lehrenden und der Studierenden über die Herausforderungen der Zukunft und wie man diesen gegebenenfalls mit vereinten Kräften entgegen treten könnte. „Mit der Frage der Zukunftsentwicklung müssen sich derzeit alle vier Hochschulen in grundsätzlicher Weise auseinandersetzen“, erklärte Rektor Reinhard Knittel von der PTH. Dabei seien die niederösterreichischen Hochschulen in ihrer Art sehr verschieden, was für konkrete Formen der Partnerschaft eine Herausforderung darstelle. „Gleichzeitig stellt diese Vielfalt aber auch eine große Chance dar“, so Knittel. Auch die räumliche Nähe der Einrichtungen zueinander biete große Möglichkeiten der Mobilität sowohl der Lehrenden als auch der Studierenden.
Auf Basis der Statusberichte der Hochschulen wurden Fragen der Gegenwart und Zukunft des Studiums der Fachtheologie und der Religionspädagogik sowie der Lehrerfortbildung in Niederösterreich diskutiert und die Perspektiven der Entwicklung von kirchlichen, postgradualen Qualifikationsprogrammen wie z.B. im Bereich der Medienkompetenz analysiert.
Zum Abschluss der Veranstaltung luden die Studierenden der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten mit Unterstützung des Vereins der Freunde der Hochschule erstmals die Studierenden und Lehrenden aller vier kirchlichen Hochschulen in Niederösterreich zu einem Sommerfest nach St. Pölten. „Die von Papst Johannes Paul II. in der Apostolischen Konstitution 'Saptientia Christiana' grundgelegten Vernetzung der kirchlichen Hochschulen ist damit in Niederösterreich in eine neue, intensivierte Phase getreten“, betonte Knittel.
Links: www.pth-stpoelten.at / www.iti.ac.at / www.http://hochschule-heiligenkreuz.at / http://www.kphvie.ac.at
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15.06.2015 15:01:57
Afrika kann Exodus nicht länger verkraften
(kathpress.at) Die anhaltende Flüchtlingswelle aus Afrika hat nach Überzeugung von Kurienkardinal Peter Turkson gravierende Auswirkungen auf die Herkunftsländer. "Afrika kann diese demographische Ausblutung nicht länger verkraften", sagte der aus Ghana stammende Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden (Iustitia et Pax) am Montag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die vielen jungen Menschen dürften ihrer Heimat nicht verloren gehen.
Turkson beklagte, dass sich die meisten Flüchtlinge große Illusionen über ihre Zukunft in Europa machten. "Die wirkliche Geschichte ihrer Wanderschaft wird daheim nie erzählt; über die Erniedrigung und die Schmerzen wird geschwiegen." In Afrika müssten realistische Informationen über die Gefahren der Flucht und die Situation in Europa verbreitet werden.
Der Kardinal appellierte an die Europäer, die Fluchtursachen in den Heimatländern zu bekämpfen. "Mildtätigkeit ist garantiert keine Lösung. Hier müssen gezielte Aufbauprogramme für die gefährdeten Staaten her, die gleichermaßen Bildung, Ausbildung und demokratisches Regierungshandeln auf allen Ebenen anpacken." Europa selber könne nicht immer mehr Menschen aufnehmen und integrieren. "Wir haben die Krisen in den EU-Ländern von Griechenland bis Frankreich; die Angst vor Überfremdung in der Bevölkerung. Europa muss versuchen, dort anzusetzen, wo die Menschen ihre Wanderung beginnen."
Mit Blick auf die Kolonialgeschichte sagte der Kardinal, Europa habe sich aus der Verantwortung für seine ehemaligen Kolonien geschlichen. Nur deshalb hätten China und Indien heute so großen Einfluss in Afrika. Zugleich kritisierte der Kurienkardinal die afrikanischen Eliten, die nie gelernt hätten, dass Macht dazu da sei, den Menschen zu dienen. "Die Eliten wollen herrschen um der Macht und des Reichtums willen."
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/70631.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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14.06.2015 20:49:08
Wilhelm Krautwaschl zum Bischof von Graz-Seckau geweiht
(katholische-kirche-steiermark.at) Am 14. Juni 2015 wurde Wilhelm Krautwaschl im Grazer Dom zum 58. Bischof der Diözese Graz-Seckau geweiht. Rund 3.000 Menschen feierten in der Grazer Stadtkrone mit dem neu geweihten Bischof. „Als Bischof wird man schnell alt“, sagte Erzbischof und Hauptkonsekrator Franz Lackner in seiner Predigt, das bedeute, Hände ausstrecken und sich „von anderen gürten und führen lassen“. Er erinnerte Bischof Krautwaschl an die drei Sendungen der Kirche: Gesegnet durch Gott in der Heiligen Liturgie, zum Menschen und seinen Nöte und mit der Freude der Verkündigung des Evangeliums. Krautwaschl bringe gute Voraussetzungen für das Amt mit - „Gott vollende das gute Werk, das er in dir begonnen hat“, so Lackner.
Die Weihehandlung begann mit dem Versprechen Krautwaschls, der Kirche zu dienen, das Evangelium zu verkünden, den Glauben weiterzugeben, die weltkirchliche Einheit zu wahren, dem Papst gehorsam zu sein, für die Diözese zu sorgen, barmherzig zu sein, den Verirrten nachzugehen sowie für das Heil der ihm Anvertrauten zu beten. Bei der Allerheiligen- und Fürbitten-Litanei lag Krautwaschl inmitten der anwesenden Priester auf dem Boden. Es symbolisiert - wie schon bei der Priesterweihe - die Bereitschaft, sein Leben ganz in den Dienst Gottes zu stellen. Während des Weihegebetes wurde das geöffnete Evangelienbuch über das Haupt des Bischofs gehalten, um so den Ursprung des Bischofsdienstes aus dem Wort Gottes zu verdeutlichen.
Es folgten die Salbung mit Chrisam, die Übergabe des Evangelienbuchs sowie die Übergabe von Ring, Mitra und Bischofsstab. Die Insignien verweisen auf die Verbundenheit zur Kirche, auf Würde und Bemühen um Heiligkeit, auf das "Hirtenamt" des neuen Bischofs als nunmehrigen Leiter einer Diözese und auf die Nachfolge Christi.
Anschließend wurde Bischof Wilhelm zum Bischofsstuhl - der "Kathedra" - begleitet. Die Aufnahme ins Bischofskollegium wurde in der Umarmung durch die anwesenden Bischöfe beim Friedensgruß bekundet.
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13.06.2015 10:00:20
Dr. Werner Freistetter zum neuen Militärbischof geweiht
(mildioz.at) Dr. Werner Freistetter wurde am 11. Juni 2015 – am Gedenktag des Apostels Barnabas – in Wiener Neustadt zum Bischof geweiht. Das Sakrament der Bischofsweihe spendete der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Peter Zurbriggen. Die Predigt hielt der Erzbischof von Salzburg Prof. Mag. Dr. Franz Lackner, der selber Soldat war und während eines Einsatzes seine Berufung erfuhr. Das Militärordinariat ist keine territoriale Diözese. Sie ist für Soldatinnen, Soldaten, zivile Bedienstete des Österreichischen Bundesheeres und Heeresangehörige im Ruhestand sowie ihre Angehörigen im gesamten Bundesgebiet und in den Auslandseinsätzen zuständig.
(kathpress.at) Erzbischof Lackner verwies in seiner Predigt auf Papst Franziskus und wie dieser in seinem Schreiben "Evangelii Gaudium" das Bischofsamt als Hirtenamt charakterisiert: "Darum wird sich der Bischof bisweilen an die Spitze seiner Diözese stellen, um den Weg anzuzeigen und die Hoffnung des Volkes aufrechtzuerhalten, andere Male wird er einfach inmitten aller sein, mit seiner schlichten und barmherzigen Nähe. Und bei einigen Gelegenheiten wird er hinter dem Volk hergehen, um denen zu helfen, die zurückgeblieben sind ..., und weil die Herde selbst ihren Spürsinn besitzt, um neue Wege zu gehen." Wesen und Aufgabe der Kirche sei es, "eine Brücke zu schlagen von Gott zu den Menschen", betonte Lackner. Brücken müssten, um tragfähig zu sein, unter Spannung stehen "und es wäre fatal, diese einseitig auflösen zu wollen". Deshalb dürfe die Kirche auch nie zu einem Ort bequemen Christseins verkommen.
Die Versuchung dazu sei freilich gerade in der gegenwärtigen Zeit groß, warnte der Erzbischof. Diese Versuchung zeige sich in Form einseitiger Auflösung von Spannungen: "sei es durch Parteilichkeit allein aufseiten der Menschen oder sei es, dass man sich gleichsam in der Position Gottes wähnt". Beides seien falsche Extrempositionen; "die im ersten Fall in einen oberflächlichen Humanismus mündet, welcher wiederum zu einem aggressiven Atheismus ausarten kann". Die zweite Versuchung führe in einen Fideismus harmloser Prägung, jedoch nicht unweit davon würde die Gefahr des Fundamentalismus lauern, warnte, Lackner: "Beide Male versündigt man sich schwer, an Gott und den Menschen." Die Spannung gelte es im Glauben auszuhalten.
Lackner erinnerte auch an seine eigene Zeit als UNO-Soldat, als er seine Berufung zum Priester erfahren habe: "Ich besuchte einen Priester und fragte: Was macht Priestersein aus? Seine Antwort: Der Priester steht bittend, betend, opfernd vor Gott für die ihm anvertrauten Menschen."
Kurz nach seiner Amtseinführung als Salzburger Erzbischof habe er beim Ad-liminia-Besuch in Rom Papst Franziskus gefragt, ob er ihm nicht einen Rat auf den Weg mitgeben können: Papst Franziskus dachte nach und sagte dann: 'vigilanza e misericordia' - Wachsamkeit und Barmherzigkeit." Dieses Wort gab Erzbischof Lackner am Ende der Predigt an den neuen Militärbischof weiter.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/70540.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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13.06.2015 09:53:18
Heranwachsen zum Vollalter Jesu Christi
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Geduld ist eine Tugend, die nicht ein jeder hat. Manche Menschen tun sich schwer damit, auf etwas zu warten. Sie wollen alles sofort erreichen. Wenn sich jemand oder etwas in den Weg stellt, dann werden sie ungeduldig und greifen womöglich zu unüberlegten Maßnahmen. So zerstören sie oft mehr als sie durch ihr Verhalten erreichen!
Im Reich Gottes, zu dem wir berufen sind, gelten die Gesetze des Wachstums. Ein Blick in die Natur zeigt uns, dass es eine gewisse Zeit und günstige Bedingungen braucht, damit die Früchte der Erde heranwachsen und reifen können. Ein kleines Samenkorn wird nicht über Nacht zu einem großen Baum. Wohl aber geschieht dies, wenn Tage, Monate und Jahre vergehen und diese Pflanze Licht und Wärme, ausreichend Wasser und die grundlegenden Nährstoffe erhält.
Ist nicht auch unser eigenes Leben ein Heranwachsen und Reifen?
Lesen Sie die Predigt zum 11. Sonntag i.Jkr. B, 14.06.2015, in vollem Wortlaut!
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05.06.2015 21:40:09
Der Rosenkranz - Theologie auf den Knien
(kath.net) Die wertvollsten Geschenke sind die, die einen hohen Preis haben. Das klingt ganz materialistisch und falsch, und so ist es auch nicht gemeint. Und doch zählt der Preis… Der hölzerne Rosenkranz in meiner Hosentasche ist nur ein paar Euro wert und doch ist sein Preis unermesslich hoch. Er ist das grosse Geschenk Mariens, für das teuer bezahlt wurde. Er ist – in gewisser Weise – Jesus in all den Geheimnissen seines Lebens. Mit dem Rosenkranz schenkt uns Maria das eigene Kind, das sie uns vor 2000 Jahren in Bethlehem und auf Golgota gegeben hat. Der Rosenkranz ist das Leben Jesu für mich. Ihn zu beten macht all das Gegenwart, was damals geschah. Was ist der Rosenkranz wert?
In zahlreichen Mariendarstellungen kann man betrachten, wie die Gottesmutter selbst den Rosenkranz verschenkt. Damit gibt sie Jesus, ihr einziges Kind, das Kostbarste. So viel ist der Rosenkranz wert.
Jemand, der darum weiß und dies hervorragend vermittelt, ist Msgr. Dr. Florian Kolfhaus, Mitarbeiter im Päpstlichen Staatssekretariat in Rom und assoziiertes Mitglied der Internationalen Päpstlichen Akademie für Mariologie. Er legt dar, wie und warum der Rosenkranz jene Schule Mariens ist, in der „die Mutter uns den Sohn zeigt“, in der wir betend mit ihr eintreten in die Geheimnisse der Erlösung und an ihrer Hand und von ihrem Herzschlag - gleichsam hörbar im Rhythmus der Ave Maria - lernen, Jesus zu begegnen, Ihn zu lieben und unser Leben von Ihm durchdringen zu lassen. Der Rosenkranz, so Msgr. Kolfhaus, bietet durch die mündlichen Gebete den Rahmen, in dem wir in der Meditation jene Geheimnisse durchdenken, die in der Kontemplation unser Herz bewegen, um so Christus ähnlich zu werden.
Lesen Sie die kath.net-Rezension von Susanne Finner in vollem Wortlaut!
Florian Kolfhaus, Der Rosenkranz – Theologie auf Knien, Paperback, 128 Seiten, 2014, Dominus Verlag, ISBN 978-3-940-879356, Preis 10.20 EUR
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05.06.2015 21:36:37
Ein Übermaß an himmlischer Herrlichkeit
(stjosef.at/predigten) (JSp) Warum, fragt sich vielleicht jemand, sind wir durch Jesus Christus nicht wieder ganz ins Paradies zurück versetzt worden? Es müsste ja dort wohl friedlicher zugegangen sein als in dieser Welt, wo es Hass und Streit, Auseinandersetzungen und Kriege gibt! Die Antwort lautet: Jesus Christus hat uns wirklich erlöst von der Wurzel allen Übels, nämlich von der Sünde als bewusste und willentliche Trennung des Menschen von Gott. Wer sich von Jesus Christus das Leben mit Gott neu schenken lässt in der heiligen Taufe und wer in dieser Taufgnade zu leben sucht, darf in unerschütterlicher Hoffnung dem Ziel der ewigen Vollendung entgegen gehen. Wir sind bereits erlöst, doch die Frucht dieser Erlösung zeigt sich erst dann in ihrer Fülle, wenn wir aufgenommen werden ins himmlische Reich. Dann sind wir wirklich im Paradies, wovon auch Jesus ausdrücklich spricht. Es wird alle unsere kühnsten Erwartungen übertreffen, denn das Glück der Liebe zu Gott wird ohne Grenzen sein.
Solange wir noch auf Erden leben, sind wir so manchen Bedrängnissen und Versuchungen ausgesetzt. Doch sind wir im Glauben voll Zuversicht. Denn wie der Apostel Paulus im zweiten Brief an die Korinther sagt: „Wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, der innere wird Tag für Tag erneuert. Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit.“ (2 Kor 4,16-17)
Lesen Sie die Predigt zum 10. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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03.06.2015 11:15:43
Brot vom Himmel hast Du ihnen gegeben
(stjosef.at/predigten) (JSp) Das mittelhochdeutsche Wort „Fronleichnam“ bedeutet so viel wie Leib des Herrn. Gemeint ist der eucharistische Leib Christi, den wir bei der Prozession in Brotsgestalt durch die Straßen unseres Ortes tragen. Die Erstkommunionkinder haben gelernt, dass es Jesus Christus ist, den wir in der heiligen Hostie anbeten. Wir sehen ihn nicht, aber wir glauben an ihn. Sichtbar ist nur die Gestalt des Brotes, doch der Glaube sieht tiefer: Unser Herr Jesus Christus ist bei uns gegenwärtig als wahrer Gott und Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut!
Vom heiligsten Sakrament der Eucharistie geht reicher Segen aus über die ganze Welt: über uns, die wir an dieser Feier teilnehmen, über die Pfarre insgesamt, unsere Diözese und unser Land, über die Kirche auf der ganzen Welt und auf alle Menschen guten Willens. Nahe ist uns der Herr in seiner Liebe; er lässt uns schauen sein Heil!
Lesen Sie die Predigt zu Fronleichnam (04.06.2015) in vollem Wortlaut!
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30.05.2015 11:15:47
Eine merkwürdige Inkonsequenz
(kathpress.at) Es sei „merkwürdig“, dass in manchen Ländern das Gesetz Eltern verbietet ihre Kinder zu schlagen, aber erlaubt, dieselben Kinder vor der Geburt zu töten. Das sagte Papst Franziskus in einem Interview mit der argentinischen Zeitung „La Voz del Pueblo“. „Das sind die Widersprüche, mit denen wir heute leben“, sagte er wörtlich gegenüber dem Journalisten Juan Beretta.
Franziskus bezog sich auf eine Bemerkung über die „zwei, drei Klapse auf den Hintern“ von Kindern, die ihm im Februar dieses Jahres einige Kritik eingebracht hatte. kath.net hat berichtet. Er sei sich bewusst, dass diese Aussage viele negative Reaktionen hervorgerufen habe, sagte der Papst gegenüber La Voz del Pueblo. Es sei aber eigenartig, dass die schärfste Kritik aus den Ländern mit den liberalsten Abtreibungsgesetzen gekommen sei, fügte Franziskus hinzu.
Der Papst hatte im Interview wörtlich festgestellt: „Das stimmt, heute haben sich die Methoden der Bestrafung von Kindern geändert, man ist da inzwischen sensibler. Früher bekam man zwei Ohrfeigen und das war es dann. Ich sage immer: ‚Schlage ein Kind nie ins Gesicht, denn das Gesicht ist heilig, aber zwei, drei Klapse auf den Hosenbund sind nicht schlecht“. Das habe ich auch einmal in einer Generalaudienz gesagt und einige Länder haben mich dafür kritisiert. Es sind Länder, die sehr strenge Kinderschutzgesetze haben… der Papst kann so etwas nicht sagen. Bemerkenswerterweise sind es aber diese Länder, die einen Vater oder eine Mutter dafür bestrafen, dass sie ein Kind schlagen, die Gesetze haben, die das Töten von Kindern vor der Geburt erlauben. Dies sind die Widersprüche, in denen wir heutzutage leben.“
(news.stjosef.at) Der Moraltheologe Josef Spindelböck nimmt in folgender Weise dazu Stellung: "Es ist unbestreitbar ein großer Fortschritt, wenn in der Erziehung von Kindern prinzipiell auf die Anwendung jeder Form von Gewalt verzichtet wird. Diese Entwicklung gilt es von Seiten der Kirche aus anzuerkennen und zu bestärken, auch mit dem Hinweis auf große Heilige, wie z.B. Johannes Don Bosco. Zugleich aber muss es möglich sein, entgegen der politischen Korrektheit auf das vom 2. Vatikanischen Konzil als 'crimen' bezeichnete Unrecht der Abtreibung hinzuweisen und den Schutz des menschlichen Lebens in allen Phasen von der Empfängnis (Befruchtung) bis zum natürlichen Tod immer wieder neu einzufordern. Genau dies tut Papst Franziskus mit Entschiedenheit."
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30.05.2015 11:04:47
Der dreieinige Gott als Geheimnis der Liebe und des Lebens
(stjosef.at/predigten) (JSp) Es gibt Dinge, die sind uns verborgen. Wir haben keine Kenntnis davon, bis sie entweder jemand entdeckt oder erforscht oder sie uns jemand mitteilt, der bereits einen Zugang dazu hat.
Ist nicht auch Gott selbst in seiner Größe und unendlichen Vollkommenheit ein Geheimnis, zu dem wir Sterblichen von uns aus nur einen unvollkommenen Zugang haben? Gewiss, es ist möglich, den Schöpfer in seiner Allmacht, Weisheit und Güte aus den Werken der Schöpfung zu erkennen. Wie mancher Mensch hat schon, ergriffen von der Schönheit der Natur und dieser Welt, in seinem Herzen dankbar und erschüttert ausgerufen: „O großer Gott!“
Aber das, was wir hier erkennen, ist doch gleichsam nur die „Außenseite“ Gottes. Welcher Art das höchste Wesen ist, wie wir uns den Absoluten und Transzendenten vorstellen müssen, wissen wir aus dieser natürlichen Gotteserkenntnis noch nicht. Die Religionsgeschichte und die Philosophie zeigen manches Gültige und Wahre auf. Und doch bleibt Gott dem Menschen in seinem innersten Wesen so lange fremd, bis er sich uns offenbart, also mitteilt!
Dies aber hat er ein für allemal getan in der Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus. In ihm hat uns der himmlische Vater sein wahres Angesicht gezeigt. Gott ist uns nicht fern geblieben. Er ruft uns in die Gemeinschaft mit ihm. Er lässt uns in der Sendung des Sohnes und des Heiligen Geistes das innerste Geheimnis seiner Liebe erkennen und lädt uns ein zur Teilhabe an seinem göttlichen Leben. Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es!
Lesen Sie die Homilie zum Dreifaltigkeitssonntag (31.05.2015) in vollem Wortlaut!
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23.05.2015 15:58:06
Der Heilige Geist als Gabe Gottes und Spender aller guten Gaben
(stjosef.at/predigten) (JSp) Für Kinder bedeutet es etwas Großes und Besonderes, wenn sie mit einem Geschenk überrascht werden, das ihnen Freude macht. Eine solche Gabe drückt unabhängig von ihrem materiellen Wert Liebe und Anerkennung aus. Haben wir als Erwachsene noch einen Sinn dafür? Können wir uns noch an Geschenken erfreuen oder sagen wir: „Wir haben alles und brauchen uns nichts schenken zu lassen.“
Der Heilige Geist, der zu Pfingsten auf die Jünger herabgekommen ist, wird als „Gabe Gottes“ bezeichnet. Somit handelt es sich um ein Geschenk, das Gott uns macht, oder noch genauer: Gott selber macht sich für uns zum Geschenk, indem er uns den Heiligen Geist mitteilt.
Der unendlich vollkommene und gute Gott ist in sich selber ein Geheimnis der Liebe. Auf rein geistige Weise haben drei göttliche Personen teil am einen göttlichen Wesen: Die Heilige Schrift spricht von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Schon innerhalb des Geheimnisses der Heiligen Dreifaltigkeit ist der Heilige Geist die Gabe: Gott der Vater schenkt sich ganz dem von ihm auf geistige Weise gezeugten Sohn, und auch der Sohn schenkt sich ganz dem Vater. Ihre gemeinsame Liebe ist eine eigene göttliche Person, eben der Heilige Geist. Er stellt die Gabe der Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn im innergöttlichen Geheimnis dar.
Lesen Sie die Homilie zum Hochfest von Pfingsten (24.05.2015) in vollem Wortlaut!
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15.05.2015 22:57:18
Der Weg zur Freude in Fülle
(stjosef.at/predigten) (JSp) In diesen Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und dem Pfingstfest beten wir in der „Pfingstnovene“ um das Kommen des Heiligen Geistes. Als Vorbild dient uns die Urgemeinde in Jerusalem. Diese hatte sich unter dem Vorsitz der Apostel und in Gemeinschaft mit der Gottesmutter Maria im Abendmahlssaal versammelt, um von Gott die Gabe des Heiligen Geistes zu erflehen. Denn Jesus selber hatte ihnen vor seiner Himmelfahrt kundgetan: „Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“ (Lk 24,29)
Lesen Sie die Homilie zum 7. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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12.05.2015 23:38:46
Passauer Bischof Oster kritisiert ZdK scharf
(kathpress.at) Der Passauer Bischof Stefan Oster hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) scharf kritisiert. Am Montag bezeichnete Oster auf seiner Facebook-Seite einen einstimmigen Beschluss der ZdK-Vollversammlung vom vergangenen Wochenende zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als "nicht nachvollziehbar". Mit seiner Erklärung lasse das ZdK "wesentliche Aspekte des biblischen Menschenbildes" hinter sich. Ein positives Eingehen auf diese Forderungen käme einem "dramatischen Kurswechsel" gleich. Betroffen wäre vieles, was die katholische Kirche bisher gültig über Ehe und Sexualität lehre.
Oster rügte insbesondere die "immer neu bemühte Berufung auf Papst Franziskus zur Untermauerung dieses neuen Programms". Es gebe "keine einzige öffentliche Äußerung des Papstes oder des bisherigen Lehramtes", die auch nur in die Nähe der ZdK-Forderung komme. Die Familiensynode im Oktober in Rom werde "mit hoher Wahrscheinlichkeit" zeigen, dass Name und Programm von Franziskus für "das eigene politische, aber eben gerade nicht biblische Programm des ZdK instrumentalisiert" worden seien. Dass das Zentralkomitee diesen Weg "offenbar mit der größtmöglichen Mehrheit seiner Repräsentanten geht", sei für ihn "tatsächlich beunruhigend".
Der Bischof äußerte zugleich Verständnis dafür, wenn sich viele Katholiken "nach Texten wie diesem" heute nicht mehr vom ZdK vertreten fühlten. Dies sei "nicht primär diesen Katholiken selbst anzulasten". Vielmehr forcierten solche Entschließungen die Tendenz zur oft beklagten Lagerbildung in der Kirche.
Das ZdK hatte am Samstag in Würzburg einstimmig ein Papier zur Bischofssynode im Herbst verabschiedet. Darin sprach sich die Vollversammlung für Formen der Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sowie von Partnerschaften Geschiedener aus. Entsprechende liturgische Formen müssten weiterentwickelt werden. Es brauche zudem eine "vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen homosexueller Menschen.
Das Katholikenkomitee betonte, dass auch in anderen Formen des gemeinschaftlichen Lebens Werte der Ehe gelebt würden, etwa das unverbrüchliche Ja zu der anderen Person und die stete Bereitschaft zur Versöhnung. "Diese Lebens- und Familienformen gilt es ausdrücklich wertzuschätzen, auch wenn sie nicht in der Form einer sakramentalen Ehe entsprechen."
Oster bemängelte diese Argumentation. Anstatt sich auf Werte zu berufen, hätte das ZdK lieber offen fordern sollen, "dass man damit auch die praktizierte Sexualität in nicht ehelichen Beziehungen endlich gutheißen, also segnen möge". Mit der Berufung auf gelebte Werte lasse sich zudem nicht begründen, warum ein Segen nur Zweierbeziehungen vorbehalten bleiben solle und nicht auf mehrere Personen ausgedehnt werden könnte, "wenn sie sich sexuell und auch sonst gut verstehen".
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/69806.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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12.05.2015 23:36:49
Zeugen Christi bis an die Grenzen der Erde
(stjosef.at/predigten) (JSp) Das hohe Fest „Christ Himmelfahrt“ markiert den Übergang von den 40 Tagen, als der auferstandene Herr immer wieder den Jüngern erschien, zu jener Zeit, in der Jesus nicht mehr in sichtbarer Weise für die Seinen da ist, jedoch weiterhin in seiner Kirche durch die Kraft des Heiligen Geistes wirkt.
Die Apostelgeschichte berichtet uns, dass die Jünger dem Herrn nachblickten, als er vor ihren Augen zum Himmel auffuhr. Bezeichnend sind die Worte der Engel, die als Männer in weißen Gewändern plötzlich dastehen und den Jüngern die provokante Frage stellen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ (Apg 1,11)
Sie zeigen damit an, dass jetzt nicht untätiges Warten auf die sichtbare Wiederkunft Christi angesagt ist, sondern der göttliche Auftrag besteht, in dieser Welt für das Heil aller Menschen zu wirken. Genau so hatte es Jesus selber angeordnet: Nach dem Empfang des Heiligen Geistes sollten die Apostel und Jünger ausziehen in die ganze Welt und Zeugen Christi sein „in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde“ (Apg 1,8). Der Missionsauftrag des Herrn für seine Kirche lautet: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16,15)
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest Christi Himmelfahrt im Wortlaut!
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10.05.2015 23:28:39
Kongress Leib - Bindung - Identität
Die Tagung „Leib – Bindung – Identität“ vom 5.-7. Juni 2015 in St. Pölten (Bildungshaus St. Hippolyt) will jene Inhalte wissenschaftlich reflektieren, welche die junge Generation heute braucht, um eine wertorientierte Sexualität zu entwickeln. Das Verlangen zu lieben und geliebt zu werden, gehört zur Natur des Menschen. Ein gelingendes Leben, eine gelingende Ehe und Familie gehören zu den vordringlichsten Wünschen junger Männer und Frauen. Wie schwierig aber der Umgang mit Sexualität, mit Leiblichkeit, mit Bindung oder Bindungsängsten und der eigenen Identität ist, zeigt der tägliche Blick in unterschiedlichste Medien. Die Herausforderung an das Christentum wächst, Antworten zu geben auf Entwicklungen, die mit christlichen Werten und langerprobten europäischen Ethiken beantwortet werden müssen. „Haben wir denn den richtigen Begriff von der Liebe? Er ist bei uns oft sentimental, weichlich geworden. Die Moderne muß die Liebe als etwas viel Weiträumigeres und Gewaltigeres denken, als sie es tut“, so Romano Guardini. Vor diesem Hintergrund wird diese Tagung Lehrkräften in Schule, Pädagogik, Erziehung, ebenso auch Eltern und allen, die mit jungen und erwachsenen Menschen im Bereich von Leib, Bindung und Identität zusammenarbeiten, eine sachgerechte und wissenschaftlich ausgewiesene Auseinandersetzung mit Sexualpädagogik anbieten.
Weitere Informationen: http://www.prinzipien-sexualpaedagogik.org/kongress/
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10.05.2015 23:26:00
Kardinal Schönborn: Abtreibung ist schwerstes Unrecht
(kathpress.at) Heftige Kritik an der Abtreibung und dem Fehlen von "flankierenden Maßnahmen", die schon vor 40 Jahren bei der Einführung der Fristenlösung versprochen wurden, hat Kardinal Christoph Schönborn geübt. "Bei der Abtreibung geht es um die Tötung eines menschlichen Wesens und damit um schweres Unrecht", so der Kardinal wörtlich in einem schriftlichen Statement gegenüber "profil", das das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe verwendete und das auch "Kathpress" vorliegt.
Seit dem Inkrafttreten der Fristenregelung vor 40 Jahren sei das Bewusstsein für das Unrecht der Abtreibung dramatisch verloren gegangen, so der Kardinal Die derzeitige Gesetzeslage sei daher für Christen "keine akzeptable Lösung, auch wenn sie damit leben müssen". Das Recht auf Leben sei das grundlegendste Menschenrecht, betont Schönborn.
Das schriftliche Statement des Kardinals im Wortlaut:
"Bei der Abtreibung geht es um die Tötung eines menschlichen Wesens und damit um schweres Unrecht. Seit dem Inkrafttreten der Fristenregelung vor 40 Jahren ist das Bewusstsein für dieses Unrecht dramatisch verloren gegangen. Die derzeitige Gesetzeslage ist daher für Christen keine akzeptable Lösung, auch wenn sie damit leben müssen. Das Recht auf Leben ist das grundlegendste Menschenrecht.
Wir wünschen uns endlich die flankierenden Maßnahmen zum Lebensschutz, die seit 40 Jahren versprochen und nur zum geringsten Teil eingelöst worden sind. Ich hoffe, es gelingt, hierüber mit allen politischen und gesellschaftlichen Kräften ins Gespräch zu kommen. Eine reiche Gesellschaft wie die österreichische muss Rahmenbedingungen schaffen können, damit Frauen sich nicht gedrängt fühlen, eine Abtreibung in Betracht zu ziehen."
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/69760.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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09.05.2015 11:49:54
Reliquien der hl. Therese von Lisieux in Österreich
(kathpress.at) Erstmals seit 1997 reist derzeit der Reliquienschrein der heiligen Therese von Lisieux durch Österreich. Die Diözesanbischöfe Klaus Küng und Ludwig Schwarz haben aus diesem Anlass die von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhobene französische Karmelitin als Glaubensvorbild für heutige Christen gewürdigt.
Die heilige Therese zeige das Streben nach dem Ideal christlicher Vollkommenheit auch für Menschen mit Fehlern und Schwächen als realisierbar auf, betonte Bischof Küng, in dessen Domkirche in St. Pölten der Reliquienschrein nach ersten Stationen in Salzburg und Linz ab Freitagabend zu sehen sein wird. Insbesondere in Frankreich seien Thereses Reliquien in den vergangenen Jahrzehnte zu einem "Symbol kirchlicher Erneuerung" geworden. "Sie waren schon an vielen Orten als liebevolle Einladung und Ermutigung zur Hingabe an Gott auch inmitten einer Gesellschaft, die großteils so lebt, als gäbe es keinen Gott", so der Bischof.
Bereits am Mittwoch feierte Bischof Ludwig Schwarz im Linzer Mariendom einen Gottesdienst zur Ankunft des Schreins. Die heilige Therese sei überzeugt gewesen, "dass die Gnade Gottes im Kleinsten genauso fruchtbar werden kann wie im begabtesten Menschen, wenn er sich nur immer Gott zuwendet", sagte Schwarz. Ein solches Gottvertrauen könne auch für heutige Christen "Kompass" sein. "Wir dürfen trotz unserer Schwächen und Fehler unbefangen darauf vertrauen, dass Gott sich uns zuwendet."
Der Reliquienschrein ist seit 1994 auf Missionsreise und war seither in Ländern auf allen Kontinenten. In Österreich befindet er sich seit vergangenem Sonntag auf einer vom Theresienwerk Augsburg organisierten Tour. Nach der Station im St. Pöltner Dom reisen die Gebeine der Heiligen am Samstagnachmittag nach Wien weiter, wo sie in der Karmelitenkirche sowie in der Kirche Maria Königin in Strebersdorf ausgestellt sein werden.
Danach ist der Schrein noch in Mayerling (10./11.5.; Karmel), Heiligenkreuz (11.5.), Graz (11./12. Mai; Franziskanerkirche, Kloster Maria Schnee, Karmel St. Josef) und Klagenfurt (13.-15.5.; Dom) zu sehen. Nach weiteren Stationen in Innsbruck (15. bis 17.5.; Karmelitenkloster Mühlau), Feldkirch (17.5.; Dom), Rankweil (18.5.; Klein-Theresien-Karmel) und Lustenau (18./19.5.; Erlöserkirche) reist er in die Schweiz und später nach Frankreich weiter. An allen Orten gibt es Messfeiern und Anbetungsstunden vor dem Schrein.
Die heilige Therese von Liseiux (1873-1897) zählt zu den bedeutendsten Ordensfrauen der jüngeren Geschichte. Bereits mit 15 Jahren trat sie in den Orden der Karmelitinnen in Lisieux ein, wo sie es sich zur Aufgabe machte, Gott in den kleinen und einfachen Dingen des alltäglichen Lebens zu lieben. Sie starb im Alter von 24 Jahren und wurde 1925 heilig gesprochen. 1997 ernannte sie Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin. Therese von Lisieux ist die Patronin der Weltmission. Zur Unterscheidung von Theresa von Avila ist sie auch als die "kleine heilige Theresa" bekannt. (Info: http://www.theresienwerk.de / www.karmel-mayerling.org)
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/69712.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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09.05.2015 11:47:57
Die Liebe von Mutter und Vater hat ihren Ursprung in Gott
(stjosef.at/predigten) (JSp) Gott hat uns allen eine leibliche Mutter geschenkt, und wir freuen uns heute am Muttertag und danken allen Frauen und Müttern für ihren lebensspendenden Dienst. Zugleich ehren wir die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria: sie hat das Jesuskind empfangen und geboren und darf vom Himmel aus auch für uns eine geistliche Mutter sein.
Mutter zu sein bedeutet mehr als ein Kind zur Welt zu bringen. Eine gute Mutter trägt Sorge für das Wohl und die Erziehung des Kindes. Mutter zu sein ist also nicht nur eine große und schöne Aufgabe, sondern eine von Gott geschenkte Berufung.
Zugleich aber wollen wir an die Väter denken; auch ihr Beitrag für die Familie ist unersetzbar. Nur gemeinsam können die Eltern ihren Kindern jene Liebe und Geborgenheit schenken, auf die sie für das Wachsen und Reifen ihrer Persönlichkeit so sehr angewiesen sind.
Lesen Sie die Predigt am 6. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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01.05.2015 22:00:55
Josef der Arbeiter
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am „Tag der Arbeit“ verehren wir den heiligen Josef den Arbeiter. Josef von Nazareth wusste sich verantwortlich für seine Familie, also für Maria, seine jungfräuliche Gemahlin, und für das Jesuskind. Sowohl Maria als auch Josef und später auch der junge Mann Jesus trugen durch ihrer Hände Arbeit zum Lebensunterhalt bei. Darüber hinaus legten sie auch Zeugnis ab für die schöpferische Kraft der Arbeit im Dienste der Entfaltung der Persönlichkeit und des Gemeinwohls.
Lesen Sie die Predigt im Wortlaut!
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01.05.2015 21:58:47
Wie der heilige Florian gute Frucht bringen für das ewige Leben
(stjosef.at/predigten) Der heilige Florian zeigt uns durch sein Leben und Sterben, was es bedeuten kann, ein Christ zu sein. Florian, der ehemalige Kanzleivorstand des Statthalters von Ufer-Norikum, entzog sich nicht seiner Verantwortung: „In Tat und Wahrheit“ hat er das Gebot der Liebe erfüllt, von dem in der Lesung aus dem ersten Johannesbrief die Rede ist.
Sie, liebe Feuerwehrkameraden, haben sich den heiligen Florian als Schutzpatron erwählt. Der Dienst am Nächsten verlangt unter Umständen den Einsatz und die Hingabe des eigenen Lebens. Florian hat uns ein Beispiel gegeben für die dienende Liebe. Als er von der Verfolgung der Christen in Lorch (Lauricum) erfuhr, da tat er sein Möglichstes, um sie vor Kerker und Tod zu bewahren. Das Risiko seines Eintretens für die bedrohten Mitchristen war groß: Denn die Feinde des christlichen Glaubens gaben sich nicht damit zufrieden, die bereits Angeklagten zu verurteilen und zu töten. Sie rechneten es sich als Sieg an, sogar den hochangesehenen Beamten Florian als Christen überführt zu haben. Doch Florian, voll des lebendigen Glaubens, nahm den Tod auf sich und gab sein Leben hin, um gute Frucht zu bringen für das ewige Leben.
Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag der Osterzeit (03.05.2015) in vollem Wortlaut!
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25.04.2015 10:42:04
Kirchliches Gedächtnis an den Völkermord an den Armeniern
(kathpress.at) Nur die ehrliche Aufarbeitung der Geschichte kann zu Versöhnung und Vergebung führen und garantieren, dass sich Ereignisse wie der Völkermord an den Armeniern und weiteren Christen im Osmanischen Reich ab 1915 nicht mehr wiederholen. Das hat Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt beim Gedenkgottesdienst an die Opfer des armenischen Völkermordes vor 100 Jahren betont. "Habt keine Angst vor der Wahrheit!", appellierte Schönborn am Freitagabend im bis auf den letzten Platz gefüllten Wiener Stephansdom an all jene, die dieses Gedenken kritisieren würden. Nicht die Wahrheit, sondern die Verleugnung der Wahrheit führe zu neuen Konflikten. Denen, die sich gegen die Wahrheit stellen, gelte es, die Hand entgegen zu strecken, sagte der Kardinal: "Uns allen tut die Wahrheit gut."
Das Gedächtnis an den Völkermord dürfe freilich nicht mir Hass und Revanchegedanken begangen werden. "Wir dürfen nicht vergessen, aber wir müssen vergeben", so Schönborn wörtlich.
1915 und in den darauf folgenden Jahren habe die größte Christenverfolgung der Geschichte stattgefunden, sagte der Erzbischof und sprach von 1,5 Millionen Opfern unter den Armeniern, einigen hunderttausend ermordeten Christen syrischer Tradition, 350.00 toten Pontus-Christen und rund 150.000 toten Christen Kleinasiens. Der tiefste Grund für die Verfolgung sei darin gelegen, "dass sie Christen waren".
Der Kardinal verwies auf Papst Franziskus, der mehrmals betont hatte, dass der Genozid am armenischen Volk niemals vergessen werden dürfe. Schönborn erinnerte zugleich auch daran, dass gerade auch heute unzählige Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die Schreckensbilder von der Ermordung der koptischen und äthiopischen Christen in Libyen vor wenigen Tagen wie auch deren Glaubenszeugnis seien noch allzu präsent. Auch die Ermordung von rund 150 christlichen Studenten in Kenia zeige, dass die Zahl der christlichen Märtyrer heute größer sei als am Beginn des Christentums, so der Kardinal mit Verweis auf Papst Franziskus.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/69390.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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25.04.2015 10:38:34
In der Nachfolge des Guten Hirten
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wenn ein junger Mann in seiner Familie kundtut, er möchte Priester werden, wie reagieren dann seine Angehörigen? Das Echo kann wohlwollend und ermutigend sein, aber vielleicht auch kritisch oder sogar ablehnend. Zum Sonntag des Guten Hirten, der zugleich als Weltgebetstag für geistliche Berufungen begangen wird, wollen wir uns fragen, wie wir es mit dem Gebet für jene Menschen halten, die Gott zu seiner besonderen Nachfolge als Priester, Diakon oder im Ordensstand berufen hat.
Jesus sprach einmal davon, dass die Ernte groß sei; doch Arbeiter gebe es nur wenige. Und er rief dazu auf: „Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ (Mt 9,37) Eben diesem Gebetsaufruf Jesu wollen wir uns heute anschließen!
Zugleich sollen wir überlegen, wie wir jene Menschen fördern können, die Gott gerufen hat. Wichtig ist vor allem ein positives Klima der Wertschätzung und der Anerkennung. Dort, wo in den Familien gebetet wird, wo ein guter zwischenmenschlicher Austausch stattfindet und eine gegenseitige Bestärkung im Guten, können auch geistliche Berufungen wachsen und gedeihen.
Worum geht es bei einer geistlichen Berufung? Gott hat uns alle in Jesus Christus erwählt und berufen, seine Kinder zu sein und gute Frucht zu bringen in Werken der Liebe. Dort wo Gott jemanden in seinen besonderen Dienst ruft, ist die betreffende Person eingeladen zu einer vertieften Form der Hingabe an Gott und die Menschen.
Lesen Sie die Homilie zum 4. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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18.04.2015 10:42:07
Hochkarätig besetzte Blasphemie-Diskussion in St. Pölten
(dsp.at) St. Pölten, 18.04.2015 (dsp) Zuletzt lösten die Ereignisse um die französische Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ eine hitzige Debatte aus. In Österreich wird derzeit über die Berechtigung des Paragrafen 188 StGB (Strafgesetzbuch, der den Tatbestand der Herabwürdigung religiöser Lehren zum Inhalt hat, debattiert. Aus diesem Anlass lud die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion über Blasphemie ins Bischöfliche Sommerrefektorium ein, die unter starkem Polizeischutz stand. Justizminister Wolfgang Brandstetter betonte, das Thema sei hochaktuell und brisant. Er sprach sich dabei gegen eine ersatzlose Streichung Paragrafen über den Tatbestand der Herabwürdigung religiöser Lehren aus, er könne dem absolut nichts abgewinnen. Der per Video-Schaltung zugeschaltete Minister habe dies bereits mehrfach betont. Das Grundrecht auf Freiheit der Kunst verbiete einen staatlichen Eingriff in den Kunstbereich, sei aber kein Freibrief für Straftaten. Das Grundrecht auf Meinungs- und Kunstfreiheit sei also kein Grund sich über einfache Gesetze hinwegzusetzen. Brandstetter appellierte, es brauche ein Mindestmaß an Toleranz, darauf würden ja auch Künstler pochen. Wenn religiöse Gefühle verletzt werden, solle das nicht so einfach hingenommen werden.
Die Kontroversen um das Thema der Blasphemie erheben sich in der Öffentlichkeit immer häufiger, wenn provozierende Darstellungen von Religion und religiöse Wertevorstellungen aufeinanderprallen, erklärte Theologe und Jurist Burkhard Berkmann, der das Impulsreferat zur Veranstaltung hielt. In Österreich wird derzeit über die Berechtigung des Paragraf 188 im Strafgesetzbuch (Herabwürdigung religiöser Lehren) diskutiert. Dabei sei es sehr verschieden, was Religionen unter Gotteslästerung verstehen und wie sie diese sanktionieren. "Das zeigt schon ein Blick in die internen Rechtsordnungen christlicher, jüdischer und islamischer Gemeinschaften. Zum Beispiel wird im Islam die Beleidigung Muhammads für schlimmer gehalten als die Beleidigung Gottes", so Berkmann. Er nannte drei Bedeutungskategorien: Erstens die Gotteslästerung, die sich direkt gegen Gott richte. Dahinter stehe die Vorstellung, Gott vor Lästerung schützen zu müssen. Mit Blasphemie im engen Sinn sei die Gotteslästerung gemeint. Sie stehe im österreichischen Recht und in den Rechtsordnungen der meisten westlichen Staaten nicht mehr unter Strafe. Als weiteren Begriff nannte er die Diffamierung von Religionen. Sie richte sich gegen Personen, Gegenstände oder Lehren, die mit einer Religion verbunden sind. Wenn der moderne Staat deren Herabwürdigung unter Strafe stelle, wolle er nicht Gott schützen, sondern die religiösen Gefühle der Gläubigen oder den religiösen Frieden. Man könne hier von Blasphemie im weiteren Sinn sprechen. Berkmann verwies außerdem auf die Aufstachelung zu religiösem Hass. Dies richte sich gegen Menschen, die einer Religion angehören. Sie bestehe in einem Aufruf zu Hass, Gewalt oder Diskriminierung von Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit. Hier werde eigentlich nicht mehr von Blasphemie gesprochen. Wegen verschiedener Berührungspunkte ist es dennoch wichtig, auch diesen Aspekt im Kontext der Blasphemie zu behandeln. Berkmann zeigte sich überzeugt, dass in unserer Zeit der Friede zwischen den Religion und Kultur das herausragende Schutzgut darstellen müsse. Damit erhalte der „Blasphemie-Paragraf“ eine neue Bedeutung. Der Friede als Schutzgut bedeute nicht, dass wir Blasphemie zu einem Straftatbestand machen, weil wir uns vor religiösen Extremisten fürchten, die sonst Terroranschläge verüben und damit den Frieden stören. Damit würden wir denen Recht geben, die Gewalt anwenden, und diejenigen benachteiligen, die aus religiöser Überzeugung gerade nicht zurückschlagen, so der Jurist. Der Friede als Schutzgut bedeute vielmehr, dass gerade der neutrale Staat, der sich als Heimstatt aller Bürger und Bürgerinnen ungeachtet ihrer glaubensmäßigen oder weltanschaulichen Ausrichtung verstehe, aufgerufen sei, einer Entwicklung entgegenzutreten, in der Glaubensüberzeugungen öffentlich verächtlich gemacht werden und dadurch das geistige Klima vergiftet wird. Es dürfe nicht die Auffassung um sich greifen, dass das, was Teilen der Bevölkerung heilig sei, einfach dem Spott preisgegeben werden kann. Die Strafnorm habe dann eine Zukunft, wenn sie nicht zum Verstärker für Konflikte werde, sondern zum Verstärker für ein friedliches Zusammenleben.
Die frühere Justizministerin Beatrix Karl betonte, es gehe hier um das Thema des religiösen Friedens und das sei wichtig für die Sicherheit. Den Befürwortern und Gegnern des Blasphemie-Paragrafen ginge es aus ihrer Sicht um das Gleiche: um Toleranz. Freiheit sei nie etwas Absolutes, sie ende dort, wo die Freiheit des anderen verletzt werde. Aufgabe des Staates sei es, Freiheit zu sichern. Aufgabe des Staates sei es, Freiheit zu sichern, das wäre heute oft eine Frage der Gerichte. Sie warnt davor, dass sich Menschen entfernen und das tue der Gesellschaft nicht gut. Die bekannte Juristin, Psychotherapeutin, Pädagogin und Theologin Rotraud Perner beschäftigt die Frage, wie jemand zum „Störenfried“, oder zum Oppositionellen wird. Manche würden das Niveau eines Kleinkindes oder eines Pubertierenden nutzen, um ihre Interessen besser durchzusetzen. Der Staat solle sich um jene Menschen kümmern, die bewusst Regeln verletzen. Die Grenzen seien immer bei jeder Person anzusetzen. Jesus sei ein Vorbild gewesen, der Grenzen angerüttelt habe.
Menschenrechtsanwalt Alfred Noll meint, alle Werte, nicht nur der Religionen, seien in den letzten Jahren von der Gesellschaft zum Abschuss freigegeben. Das vor allem deshalb, weil sie sich nicht auf dem Markt verkaufen ließen. Es ändere sich permanent, der Common sense sei weg, wir seien zur Freiheit verdammt. Vor allem Religionsgemeinschaften müssten sich permanent rechtfertigen bei Fragen wie „Was glauben wir?“ oder „Was tun wir eigentlich?“ Karikaturen seien in Europa lange ein Mittel der Schwachen gegen die Mächtigen – früher also auch gegen die katholische Kirche – gewesen. Eine Gefahr wäre es, wenn sich dies umdreht. Bei Künstlern warne er davor, wenn Kritik oder Strafrecht allzu schnell bei der Intention ansetzen würde, die man oft nicht gleich erkenne und die oft viel tiefgründiger sei.
Timna Brauer, israelisch-jemenitische-österreichische Künstlerin, fragt, ob es Kunstschaffenden um Provokation oder Inhalt gehe. Letzterer könne ein sehr sinnvoller Beitrag für die Gesellschaft sein. Sie lud beim Thema der religiösen Gefühle dazu ein, sich in andere hineinzuversetzen: „Wenn man in das orientalische Leben eintaucht, wird man bei diese Thema sensibler.“
Die Freiheit sei höchstes Gut der Demokratie, so Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums. Beim Karikaturen-Buch über Jesus von Joseph Haderer vor einigen Jahren habe er sich gefragt, ob das wirklich Blasphemie sei. Er halte positiv fest, dass dieses Buch mehr für die Diskussion über Religion brachte, „als so manche Predigt“. Aber es gebe Grenzen der Provokation, etwa bei der Darstellung von gekreuzigten Frauen. Zu den Mohammed-Karikaturen meinte er, dass diese keine Kunstwerke wären. Religion würde heute kritisiert für die Konstruktion als Absolut-Sein. Das sei für die Gesellschaft herausfordernd für die Gesellschaft.
Amer Albayati, irakischer Film- und Theaterwissenschaftler, Filmemacher, Journalist und Präsident der Initiative liberaler Muslime in Österreich, forderte Respekt vor anderen ein, um gemeinsam Freiheit leben zu können. Im Islam seien Änderungen oft schwierig, autoritäre Strömungen würden das Ankommen in der Moderne erschweren. Wichtig sei es, Religiöse und Nichtreligiöse in einer gemeinsamen friedlichen Zukunft zu denken.
Gott brauche unseren Rechtsschutz nicht, meinte Ludger Müller, Theologe, Philosoph und Kanonist an der Universität Wien. Staatliches Recht könne nur Richtlinien geben. Beim katholischen Kirchenrecht gehe es darum, Gläubige darauf hinzuweisen, dass sie Grenzen überschreiten, die die Beziehung zu Gott treffe. Eine innerkirchliche Rechtsordnung sei notwendig, weil sie aufzeige: „So weit kannst Du gehen.“ Er kündigte dazu einen Lehrgang über „Vergleichendes Kanonisches Recht“ an Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten an. Dieser endet mit dem akademischen Grad „Master im Vergleichenden Recht“. Den Teilnehmenden soll eine vielseitige wissenschaftliche Bildung im Kirchenrecht, im Staatskirchenrecht und vergleichenden Religionsrecht geboten werden, die dazu qualifiziert, interkulturelle und interreligiöse Probleme der heutigen Gesellschaft zu analysieren und kirchliche Ämter zu übernehmen, vor allem im Bereich der Rechtspflege und der Verwaltung. Moderator war Martin Gebhart, stv. Chefredakteur der NÖN.
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