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05.09.2015 11:28:59
Ein Ausweg aus der Auswegslosigkeit
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wir kennen wahrscheinlich alle in unserem Leben Situationen, wo ein gewisser Totpunkt erreicht ist. Da sind Dinge, die eigentlich anders sein sollten und die wir auch gerne anders hätten, doch für den Moment lässt sich keine Änderung zum Positiven bewirken! Wie reagiert man da, ohne zu verzagen? Gibt es entgegen allem Anschein vielleicht doch einen Ausweg?
Die Lesung aus dem Buch Jesaja spricht genau dies an und eröffnet einen neuen Blick auf das Ganze. Die eigene Sichtweise ist stets eingeschränkt und beengt; die Perspektive Gottes ist allumfassend und schenkt neue Hoffnung, neuen Mut. Denn das was uns unerträglich erscheint und vielleicht sogar ein momentan unlösbares Problem für uns darstellt, wird sich durch die Vorsehung Gottes zum Besseren wandeln, wenn wir nur unser Vertrauen ganz auf Gott setzen. Nicht im Davonlaufen liegt die Lösung oder im einfachen Wegschauen, sondern in der Annahme der eigenen Grenzen, die mit Geduld und einer gewissen Leidensbereitschaft verbunden ist. Gott selbst wird kommen und uns erretten (vgl. Jes 35,4), so lautet die Botschaft des Propheten Jesaja an die Verzagten und Bedrängten.
Lesen Sie die Homilie zum 23. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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05.09.2015 11:27:39
Maria, Mutter und Mittlerin der Gnade
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Lukasevangelium wird uns in anschaulicher und ausführlicher Weise kundgetan, wie der Erzengel Gabriel von Gott zur Jungfrau Maria gesandt wurde. Sein Auftrag war es, das Ja-Wort dieser Jungfrau einzuholen, und zwar in der „Fülle der Zeit“ (Gal 4,4), auf dem Höhepunkt der Geschichte der Menschheit: Gott benötigte gleichsam dieses Ja-Wort der Jungfrau Maria für das unerhörte Ereignis der Menschwerdung Gottes, der als kleines Kind empfangen und geboren werden wollte aus ihr. Sie war mit Josef von Nazareth verlobt und wollte gemäß ihrer besonderen Berufung doch keinen Mann in sexueller Hingabe „erkennen“. So verkündete ihr der Engel, dass sie durch das Wirken des Heiligen Geistes zur menschlichen Mutter des göttlichen Erlösers werden sollte.
In voller Freiheit gab Maria ihr „Ja“. Sie tat dies im Namen der ganzen Menschheit. So ist sie durch den liebenden Gehorsam gegenüber Gottes Willen zur neuen Eva geworden; aus ihr wurde Jesus Christus geboten, der neue Adam, welcher den alten Adam und seine Gefährtin Eva aufrichtet aus der Verfallenheit in Sünde und Tod und ihnen das neue und ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott schenkt.
Warum aber erschrickt Maria, als der Engel sie mit den Worten begrüßt (Lk 1,28): „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“? Noch wörtlicher übersetzt heißt es: „Freue dich, du (von Gott) ganz schön Gemachte, der Herr ist mit dir.“ Das griechische Wort „charis“, das im Wortstamm von „kecharitomene“ (du ganz Begnadete, du ganz schön Gemachte) enthalten ist und wenige Verse später vom Engel ausdrücklich wiederholt wird (vgl. Lk 1,30), bedeutet so viel wie: (göttliche) Huld, unverdiente Zuwendung Gottes, gottgeschenkte Anmut und Schönheit. Auf lateinisch heißt es „gratia“, wovon sich auch das Lehnwort „Grazie“ ableitet, das den Aspekt einer einzigartigen Schönheit und Anmut zum Ausdruck bringt. -
Lesen Sie die Predigt bei der Monatswallfahrt in St. Marein in vollem Wortlaut!
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29.08.2015 10:41:23
Weihbischof Andreas Laun spricht Klartext
(news.stjosef.at) In mehreren Beiträgen nimmt der Salzburger Weihbischof Prof. Andreas Laun Stellung zu Themen des Glaubens, des kirchlichen Lebens und zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen. So hat er der Zeitschrift "Profil" ein Interview in den Sommergesprächen gegeben. In einem kath.net-Beitrag macht er kritische Anmerkungen zur Flüchtlings-Katastrophe, die gerade vor den Ereignissen der letzten Tage (Tod von über 70 Flüchtlingen in einem Klein-Lkw nahe der ungarischen Grenze) neue Brisanz gewinnen.
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29.08.2015 10:30:26
Wahre Gerechtigkeit vor Gott
(stjosef.at/predigten) (JSp) Worin zeigt sich das Recht-Sein eines Menschen? Ist ein jeder, von dem die Menschen sagen, er handle gut, auch wirklich im Herzen gut? Was zählt wirklich vor Gott? Darauf geben uns die Lesungen dieses Sonntags eine Antwort.
Im alttestamentlichen Buch Deuteronomium geht es um die Vorzüge des Gesetzes Gottes. Dieses ist höchst weise und allseitig gerecht, denn es ist nicht Menschenwerk, sondern hat seinen Ursprung in Gottes Weisheit, Macht und Liebe. Zugleich aber ist es uns Menschen nahe, und wir können die wesentlichen Inhalte auch mit unserer Vernunft erkennen. Es geht darum, die Ordnung Gottes in der Schöpfung nachzubuchstabieren. Gerade die Menschen unserer Zeit begreifen immer mehr, wie wichtig es ist, im Einklang mit der Natur als Gottes Schöpfung zu leben! Dazu zählt wesentlich – wie auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si’“ ausgeführt hat – der Schutz des Lebens überhaupt und vor allem auch des menschlichen Lebens sowie die Sorge um eine menschenwürdige Lebensform in Ehe und Familie. Papst Franziskus hat die Einführung eines weltweiten jährlichen Gebetstags für die Schöpfung jeweils für den 1. September bekanntgegeben, an dem sich die Katholische Kirche gemeinsam mit anderen christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften beteiligt.
Lesen Sie die Homlie zum 22. Sonntag i.Jkr. B in vollem Wortlaut!
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21.08.2015 22:07:06
Familienwallfahrt auf den Sonntagberg
(dsp.at) Zu einer Familienwallfahrt anlässlich der bevorstehenden Synode lädt Bischof Klaus Küng am Sonntag, den 6. September, auf den Sonntagberg. „In Verbundenheit mit Papst Franziskus wollen wir bei dieser Wallfahrt für Ehe und Familie beten“, so „Familienbischof“ Küng.
Das Programm beginnt um 13.30 Uhr am Parkplatz unter der Basilika Sonntagberg mit einem Pilgerrundgang. Um 14.30 Uhr folgt die Heilige Messe in der Wallfahrtskirche mit Bischof Gregor Maria Hanke aus Eichstätt als Hauptzelebranten – „als Zeichen der Verbundenheit mit dem ganzen deutschen Sprachraum in diesem Anliegen“, wie Bischof Küng betont. Anschließend gibt es eine Familiensegnung und danach eine Agape für alle Teilnehmer.
„Das Anliegen dieser Wallfahrt bezieht sich auf die Familiensynode, die am 4. Oktober 2015 von Papst Franziskus in Rom eröffnet wird, und auf die notwendige Erneuerung der Familienpastoral in unserem Land“, so Küng. „Wir bitten um den Beistand des Heiligen Geistes für Papst Franziskus und alle Teilnehmer an der Synode, damit sie die Zeichen der Zeit richtig deuten und in Treue zum Evangelium zu jenen Schlussfolgerungen gelangen, die wir brauchen. Zugleich bitten wir für uns alle um die Offenheit des Herzens für das, was Gott in der heutigen Zeit von einer Familie erwartet.“
Website: http://familienwallfahrt.dsp.at
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21.08.2015 22:00:55
In Freiheit Gott dienen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Freiheit ist ein kostbares Gut. Die meisten Menschen schätzen sie hoch, und dies mit Recht! „Niemals hatten die Menschen einen so wachen Sinn für Freiheit wie heute, und gleichzeitig entstehen neue Formen von gesellschaftlicher und psychischer Knechtung.“ So formulierte es vor 50 Jahren – am 07. Dezember 1965 – das 2. Vatikanische Konzil (in Gaudium et spes, Nr. 4; vgl. auch Nr. 17).
Die Frage lautet daher, besonders für uns Christen: Wie gehen wir mit dieser kostbaren Gabe, mit diesem Geschenk Gottes um? Denn die Freiheit ist uns anvertraut und zeigt die Würde des Menschen. Sie braucht aber ein Ziel. Denn nur in der Wahl des Wahren, Guten und Schönen findet die Freiheit ihre Erfüllung.
Von dieser wichtigen Aufgabe des Menschen, gut mit seiner Freiheit umzugehen, handeln auch die Schrifttexte dieses Sonntags!
In der alttestamentlichen Lesung aus dem Buch Josua versammelt eben dieser Anführer alle Stämme Israels in Sichem. Es geht um eine grundlegende Richtungsentscheidung: Wem wird das Volk Gottes in Zukunft dienen – dem Herrn, der es aus Ägypten heraus geführt hat, oder fremden Göttern, die in Wirklichkeit gar keine Götter sind? Josua und sein Haus, also seine Verwandtschaft, wollen jedenfalls dem Herrn dienen! Dieses gute Beispiel aber regt auch die anderen Mitglieder des Volkes Israel zum Nachdenken an, und sie bekunden übereinstimmend: „Auch wir wollen dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott.“ (Jos 24,18b)
Lesen Sie die Homilie zum 21. Sonntag i.Jkr. B in vollem Wortlaut!
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14.08.2015 11:18:46
Speise und Trank für das ewige Leben
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die eucharistische Rede unseres Herrn in Kafarnaum findet im Evangelium dieses Sonntags ihre Fortsetzung. Jesus Christus ist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist! Für uns Menschen ist es entscheidend wichtig, dass wir durch den Glauben in die Gemeinschaft mit ihm eintreten.
Genau dies aber ist für viele seiner Zuhörer ein Problem: Sie verweigern Jesus schlicht und einfach den Glauben! Ihr beschränktes Denken lässt es nicht zu anzunehmen, dass Jesus mehr ist als ein gewöhnlicher Mensch. Der Anspruch Jesu, im Namen Gottes, seines Vaters, in die Welt gesandt zu sein, wird von den Zuhörern empört zurückgewiesen.
Die Worte Jesu: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt“ empfinden sie als unerhörte Provokation! Wir Heutigen tun uns ja in gewissem Maße leicht. Denn wir können sagen: Das war so und so gemeint! Aber könnte es nicht auch sein, dass wir uns an den Wortlaut der biblischen Texte manchmal allzu sehr gewöhnt haben, sodass wir gar nicht mehr wahrnehmen, welche unerhörte Zumutung auch für unseren Glauben darin liegt?
Die jüdischen Zuhörer Jesu bringen ihre Kritik auf den Punkt: „Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?“ (Joh 6,52) Anstatt sie zu beruhigen, setzt Jesus noch eines nach: Nicht nur sein Fleisch will er ihnen als wahre Speise zu essen geben, sondern auch sein Blut ist ein wahrer Trank, und nur wer diese Speise isst und diesen Trank zu sich nimmt, bleibt in der Gemeinschaft mit ihm!
Lesen Sie die Homilie zum 20. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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13.08.2015 12:26:35
Bischof Huonder entschuldigt sich
(kath.net/news.stjosef.at) "Selbstverständlich trete ich nicht für die alttestamentarische Forderung nach der Todesstrafe für homosexuell empfindende Menschen ein. ... Dennoch möchte ich mich bei allen Menschen entschuldigen, die sich durch meinen Vortrag verletzt gefühlt haben, besonders bei homosexuell empfindenden Menschen. Diesen möchte ich versichern, dass die Kirche niemanden ausgrenzen, sondern für alle im oben beschriebenen Sinn da sein will." Mit diesen Worten nimmt der Churer Bischof Vitus Huonder Stellung zu den Reaktionen auf einen Vortrag, den er am 31. Juli 2015 in Fulda gehalten hat und der Anlass für massive Kritik geworden war. - Lesen Sie die Stellungnahme im Wortlaut auf kath.net!
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13.08.2015 12:23:18
Ganz schön bist du, Maria!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am Hochfest der Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel wird vielerorts auch eine Kräutersegnung durchgeführt. Die Schönheit der Blumen und die Heilkraft der Kräuter zeigen uns, wie wunderbar Gott die Schöpfung eingerichtet und gestaltet hat. Wir Menschen dürfen uns freuen an allem Lebendigen, das uns umgibt; sogar die Pflanzen und Tiere besingen auf ihre Weise das Lob Gottes!
Wenn wir der Gottesmutter Maria einen Blumenstrauß zueignen, dann offenbart sich auf diese Weise die gläubige Liebe unseres Herzens zur Jungfrau Maria, unserer himmlischen Mutter und Königin. All die Pracht und Schönheit der Blumen, ja aller übrigen Geschöpfe kann doch der einzigartigen Schönheit und Herrlichkeit jener Frau, die der Herr in besonderer Weise erwählt hat, nicht gleich kommen.
Wahre menschliche Schönheit zeigt sich nicht nur nach außen, sondern sie besteht noch viel mehr im Inneren der betreffenden Person. In der Jungfrau und Gottesmutter Maria ist der Idealfall Wirklichkeit geworden, dass die äußere und innere Schönheit vollkommen übereinstimmen. Marias Schönheit kommt von ihrer einzigartigen Verbundenheit mit Gott dem Herrn. Wir grüßen sie im „Ave Maria“ mit den Worten des Engels Gabriel als die Jungfrau „voll der Gnade“. Gnade aber bedeutet göttliches Wohlgefallen und zugleich übernatürliche Anmut und Schönheit.
Das Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel erinnert uns an die Wahrheit unseres Glaubens, dass Maria bei Gott im Himmel bereits ganz vollendet und verherrlicht ist an Leib und Seele. Ihrer endgültigen Schönheit in Gottes Liebe und Herrlichkeit fehlt nichts mehr. Jesus Christus, ihr Sohn, den sie empfangen und geboren hat, schenkt seiner Mutter in reichstem Maße Anteil an den Früchten seines Erlösungswerkes. „Ganz schön bist du, Maria!“
Lesen Sie die Homilie zum Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel im Wortlaut!
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08.08.2015 12:28:32
Wo Bischof Huonder recht hat und wo nicht ganz
(news.stjosef.at)
Anmerkungen des Moraltheologen Prof. Dr. Josef Spindelböck, St. Pölten, zum Vortrag des Churer Bischofs Dr. theol. habil. Vitus Huonder beim "Forum Deutscher Katholiken" am 31.07.2015 in Fulda zum Thema "Die Ehe: Geschenk, Sakrament und Auftrag"
Originaltext des Vortrags unter
http://www.bistum-chur.ch/wp-content/uploads/2015/08/Vortrag.pdf / EWTN-Videoaufnahme unter http://www.kathtube.com/player.php?id=38226

Bischof Vitus Huonder hat in der Folge seines Vortrags aufs Ganze gesehen viel einstecken müssen für die Verteidigung der katholischen Ehelehre. Ich meine jedoch, dass einige Punkte auch von seiner Seite aus vielleicht nicht richtig herübergekommen sind. Deshalb die folgenden Anmerkungen!
1) Bischof Huonder führt aus (S.1-3): Die Gottebenbildlichkeit liege nur im einzelnen Menschen, unabhängig vom Geschlecht. Mit der Auferstehung des Leibes werde auch die Geschlechtlichkeit aufgehoben.
Demgegenüber sagt Johannes Paul II. in seiner „Theologie des Leibes“: Die Gottebenbildlichkeit der einzelnen Person (Mann bzw. Frau) erweitert sich in der personalen Gemeinschaft („communio personarum“), vor allem in der Ehe, aber auch darüber hinaus. Die Geschlechterdifferenz bezieht ihren Sinn nicht nur aus der Berufung zur Fruchtbarkeit im sexuellen Akt der Gatten, sondern in ihr offenbart sich die hochzeitliche Bedeutung des Leibes, der auf Kommunikation angelegt ist. In der eschatologischen Herrlichkeit wird der Mensch auch im Frau- und Mann-Sein vollendet. Zwar wird es die Ehe und die damit verbundene sexuelle Vereinigung der Gatten nicht mehr geben, weil es auch keine Zeugung mehr gibt. Dennoch werden die Menschen einander in Liebe in der Gemeinschaft der Heiligen begegnen und im Hochzeitsmahl des Lammes mit Christus und untereinander verbunden sein: in der gottgewollten Differenz des Frau- und Mann-Seins.
2) Bischof Huonder geht auf die traditionelle Ehezwecklehre gemäß dem CIC 1917 ein und meint, sie sei realistischer als jene des CIC 1983 (S.7). Abgesehen davon, dass er keine Gründe dafür anführt, würdigt er meines Erachtens das personale Eheverständnis des 2. Vatikanischen Konzils und der folgenden Päpste (Paul VI., Johannes Paul II., Benedikt XVI., Franziskus) zu wenig. Erst am Schluss zitiert er Gaudium et spes und nimmt in den Literaturhinweisen auch Bezug auf das Lehramt dieser Päpste.
3) Bischof Huonder nimmt Bezug auf jene Schriftstellen, die von der Überordnung des Mannes und der Unterordnung der Frau sprechen. Er blendet jedoch den umgreifenden Gesamtkontext aus, wo von einer gegenseitigen Unterordnung der beiden Gatten in Christus gesprochen wird, die jeder funktionalen (nicht ontologischen) Hierarchie vorausgeht (vgl. vor allem Eph 5).
4) Die alttestamentlichen Stellen, in denen die homosexuelle Praxis sogar mit dem Tod bestraft wird, werden – was die Strenge der rechtlichen Ahndung betrifft – von Bischof Huonder nicht ausdrücklich durch den Bezug auf das Neue Testament, welches die Liebe lehrt, relativiert. Der unkommentierte Hinweis auf Thomas von Aquin, welcher die homosexuellen Sünden als der Materie nach von den sexuellen Sünden am schwersten ansieht, ist verfänglich und angreifbar (z.B. durch vergleichenden Hinweis auf Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch).
Angesichts mancher Kritik, die der Vortrag hier erfahren hat, hat Bischof Huonder aber eine Stellungnahme abgegeben, welche sich vorbehaltlos zur kirchlichen Lehre und zu einem menschlichen Umgang mit homosexuellen Personen bekennt. Siehe http://www.bistum-chur.ch/aktuelles/stellungnahme-des-bischofs-bedauern-ueber-missverstaendis/
5) Die Grundaussagen des Vortrags von Bischof Huonder sind unbeschadet der angeführten Detailkritik richtig und begrüßenswert. Sie werden am Schluss zusammengefasst (die Ehe als Werk Gottes – Christi – des Heiligen Geistes ist heilig und schützenswert).
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08.08.2015 12:19:19
Jesus Christus ist das Brot des Lebens
(stjosef.at/predigten) (JSp) Murren und Unverständnis begegnet unserem Herrn Jesus Christus, als er seinen Zuhörern vom lebendigen Brot erzählt, das vom Himmel herab gekommen ist. Die Kritik der Zuhörer stützt sich auf zwei Argumente:
Das ist zum einen der Einwand gegen Jesus selbst, der eben dies von sich sagt: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ (Joh 6,41) Die Zuhörer fragen sich: Wie kann dieser Jesus, den wir alle kennen und dessen Eltern uns bekannt sind, sagen, er komme vom Himmel? Sie wollen also nicht zugeben, dass er mehr ist als ein gewöhnlicher Mensch. Er tritt ja tatsächlich mit einer einzigartigen Autorität auf und behauptet, von Gott seinem Vater in die Welt gesandt zu sein!
Der zweite maßgebliche Einwand gegen die Worte Jesu vom himmlischen Brot, das sein Leib ist, und von jenem Trank des Weines, der sein Blut ist, wird später vorgebracht. Wir hören dieses Argument nicht im heutigen Evangelium, doch gehört es zu jenem Erzählzusammenhang. Es sind Worte der Empörung, die jeden tieferen Sinn in den Verheißungen Jesu ablehnen: „Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?“ (Joh 6,52) Jene Zuhörer Jesu, die sich hier als Gegner seines Wortes zeigen und ihn daher enttäuscht verlassen, unterlegen den Worten des Herrn eine Bedeutung, die er nicht gemeint haben kann. Sie rechnen nicht mit der Macht Gottes, der diese Worte Jesu wahr machen kann in einem geistlichen Sinn.
Auf der anderen Seite stehen die zwölf Apostel Jesu. Auch sie tun sich schwer mit den geheimnisvollen Worten vom Himmelsbrot. Sie kennen Jesus aber inzwischen so gut, dass sie ihm weiterhin vertrauen. Nur auf dieser Grundlage des Vertrauens kann das Verständnis für die Worte des Herrn weiter wachsen und sich vertiefen!
Lesen Sie die Homilie zum 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, 09.08.2015, in vollem Wortlaut!
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06.08.2015 14:51:19
Kommentar zur nicht vorliegenden Exkommunikation bei zivil Wiederverheirateten
(news.stjosef.at) Papst Franziskus betonte bei der Generalaudienz am 05. August 2015, dass Menschen, deren Ehe gescheitert sei und die schmerzliche Erfahrungen hätten machen müssen, unserer brüderlichen Aufnahme bedürften. „Sie sind nicht exkommuniziert“, stellte der Papst klar. Sie seien immer Teil der Kirche. (news.stjosef.at hat einen entsprechenden ZENIT-Bericht übernommen.) Dazu ein Kurzkommentar von Prof. Dr. Josef Spindelböck, Moraltheologe aus St. Pölten:
Wer sich nur einigermaßen in der geltenden Rechtslage auskennt, weiß, dass Geschiedene und zivil Wiederverheiratete nicht exkommuniziert sind. Dies war im alten Kirchenrecht (CIC von 1917) tatsächlich etwas anders: Demgemäß waren geschiedene, die zivil wieder geheiratet haben, kirchlich ehrlos („infamia iuris“ für „bigami“) und waren daher an einer Ausübung ihrer Gliedschaftsrechte in der Kirche teilweise gehindert (diese Einschränkung besteht im CIC von 1983 so nicht mehr).
Auf kath.net hat Mag. Michael Gurtner (Salzburg) Anfang 2014 einen sachkundigen Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht, http://www.kath.net/news/44319
Msgr. Christoph Casetti aus Chur hat dies auch klargestellt, als er mit dieser irrigen Meinung konfrontiert wurde, http://www.medcath.ch/upload/dokumente/Probleme.pdf
Dennoch „geistert“ die Auffassung von der angeblichen Exkommunikation immer wieder herum, und man bekommt sie verschiedentlich zu hören. So gesehen ist es nachvollziehbar, wenn der Papst eigens betont, dass dies nicht zutrifft! Und er legt Wert darauf, dies den Betroffenen auch praktisch zu zeigen, indem sie überall dort zur Teilnahme am kirchlichen Leben ermutigt werden, wo dies sakramententheologisch und kirchenrechtlich möglich ist.
Die Stellungnahme von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 05.08.2015 enthält übrigens keinerlei Unterstützung für die Position von Kardinal Kasper. Dieser vertritt (im Gegensatz zur kirchlichen Lehre und Disziplin, wie sie in Familiaris consortio, Nr. 84, zum Ausdruck kommt) die Position, die Kirche möge zivil Wiederverheiratete nach einer gewissen Zeit der Buße und nach Prüfung im Einzelfall wieder zu den Sakramenten der Buße und der Eucharistie zulassen, ohne dass diese dazu angehalten wären, wie Bruder und Schwester zu leben, d.h. auf sexuelle Gemeinschaft mit dem neuen Partner / der neuen Partnerin zu verzichten.
Offenbar geht es Papst Franziskus wie schon seinen Vorgängern Johannes Paul II. und Benedikt XVI. darum, den in einer irregulären Situation lebenden Gläubigen die mütterliche Nähe der Kirche erfahrbar zu machen, ohne die sakramentale Ordnung aufzuheben. Und das ist auch die lehramtlich-pastorale Vorgabe für die kommende Bischofssynode im Oktober 2015!

Link: Die vollständigen Papstworte bei der Generalaudienz am 05.08.2015 (italienisch)
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06.08.2015 14:38:31
Die Erneuerung und Stärkung der christlichen Ehe
(kathpress.at) Die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau steht laut Papst Franziskus unter Beschuss durch "starke kulturelle Kräfte". Katholiken müssten die Ehe als Zukunftsbasis der ganzen Menschheit verteidigen, heißt es in einer von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Botschaft des Papstes an das Jahrestreffen der Kolumbusritter in Philadelphia, aus der die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Mittwoch) zitierte. Der Ehebund von Mann und Frau entspreche dem biblischen Glauben und dem Naturrecht. Der Einsatz dafür verlange Weisheit und Beharrlichkeit.
Franziskus äußerte sich auch mit Blick auf ein Welttreffen katholischer Familien Ende September in Philadelphia, das er während seiner USA-Reise besuchen wird.
Die "Knights of Columbus" wurden 1882 in den USA als Laienverbindung für katholische Männer gegründet. Ihre Prinzipien sind Wohltätigkeit, Nächstenliebe, Brüderlichkeit und Patriotismus. Nach eigenen Angaben hat die Organisation weltweit rund 1,7 Millionen Mitglieder. Ihr Schwerpunkt liegt weiterhin in den Vereinigten Staaten.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/71646.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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05.08.2015 22:39:07
Zivil Wiederverheiratete gehören zur Kirche
(zenit.org) Papst Franziskus empfing heute nach der Sommerpause die Gläubigen erstmals wieder zur Generalaudienz, die nicht unter der sengenden Sonne auf dem Petersplatz, sondern in der Aula Paolo VI stattfand. Vor der Sommerpause hatte sich der Papst in seinen Katechesen intensiv mit den unterschiedlichen Aspekten der Familie befasst. Heute setzte er den Themenkreis fort und setzte sich mit dem Thema der Geschiedenen und Wiederverheirateten auseinander.
Papst Franziskus betonte, dass die Menschen, deren Ehe gescheitert sei und die schmerzliche Erfahrungen hätten machen müssen, unserer brüderlichen Aufnahme bedürften. „Sie sind nicht exkommuniziert“, stellte der Papst klar. Sie seien immer Teil der Kirche. Damit widersprach Papst Franziskus einigen anderslautenden Stimmen.
Der Papst wies deutlich auf das Schicksal der Kinder hin, die besonders unter der Trennung der Eltern litten. Weitere Belastungen seien von den Kindern fernzuhalten. Es sei wichtig, so Papst Franziskus, dass die Kinder die Kirche als eine Mutter wahrnähmen, die zum Zuhören und zum Dialog bereit ist.
Papst Franziskus erklärte, dass die Kirche sich dessen bewusst sei, dass diese Lebenssituationen dem Sakrament der Ehe widersprächen, doch sei sich die Kirche ihrer Aufgabe bewusst, wie eine Mutter die Menschen anzunehmen, das Gute und die Erlösung der Menschen zu suchen. Daher sprach Papst Franziskus an die Pfarrer die Einladung aus, eine entsprechende Haltung an den Tag zu legen und die Türen allen Menschen zu öffnen. In der Kirche sei für jeden Platz. Den christlichen Familien komme die Aufgabe zu, den „verletzten“ Familien beizustehen.
Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle deutsche Zusammenfassung der von Papst Franziskus gehaltenen Ansprache.
***
Liebe Brüder und Schwestern, nach den Ferien nehmen wir heute unsere Katechesen über die Familie wieder auf. Zuletzt hatten wir über die Verletzungen gesprochen, welche den Familien durch mangelndes Verständnis zwischen den Ehegatten zugefügt werden. Heute wenden wir uns der Frage zu: Wie können wir denen beistehen, die nach einem endgültigen Scheitern ihrer Ehe eine neue Verbindung eingegangen sind? Eine solche Situation widerspricht dem Sakrament der Ehe. Umso mehr begegnet die Kirche diesen Menschen mit einem mütterlichen Herzen und sucht, angeregt vom Heiligen Geist, immer das Wohl und das Heil der Personen. Um der Liebe willen zur Wahrheit verpflichtet, achtet sie darauf, „die verschiedenen Situationen gut zu unterscheiden“ (Familiaris consortio, 84) und die Person, die die Trennung hinnehmen musste, anders zu beurteilen als die, welche sie hervorgerufen hat. Schauen wir auf die neuen Verbindungen mit den Augen der Kinder. Wie können wir die Eltern aus dem Leben der Gemeinschaft ausschließen, wenn ihre Kinder ihr Vorbild eines gelebten Glaubens annehmen sollen? In diesen Jahrzehnten ist das Bewusstsein gewachsen, dass eine aufmerksame und brüderliche Aufnahme dieser Getauften nötig ist; sie sind nicht exkommuniziert, sie sind ein Teil der Kirche. Alle Christen sind eingeladen, den Guten Hirten nachzuahmen und wie er den Verletzten nachzugehen. Wir wollen Geschiedene, die in einer neuen Verbindung leben, ermutigen, ihre Zugehörigkeit zu Christus und zur Kirche durch das Gebet, das Hören auf Gottes Wort, die Teilnahme an der Liturgie, die christliche Erziehung der Kinder, die Wohltätigkeit gegenüber den Bedürftigen und dem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden zu unterstreichen.
[Für die deutschsprachigen Pilger wurden folgende Grußworte auf Italienisch verlesen:]
Sehr herzlich heiße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die verschiedenen Jugendgruppen und die zahlreichen Einzelpilger. Beten wir, dass der Heilige Geist uns immer ein friedliebendes Gemüt gebe zum Wohl unserer Familien und unserer Nachbarn. Der Herr beschütze immer eure Familien. Gott segne euch auf euren Wegen.
© Copyright - Libreria Editrice Vaticana
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01.08.2015 10:08:26
Mary Vetseras Abschiedsbriefe entdeckt: Mayerling-Rätsel vor Lösung?
(kurier.at) "Liebe Mutter – Verzeih mir was ich gethan. – Ich konnte der Liebe nicht widerstehen." Mit diesen Worten beginnt der verloren geglaubte Abschiedsbrief der Mary Vetsera, den sie kurz vor ihrem Tod in Mayerling verfasst hat. Dieser und weitere Dokumente zu der Tragödie wurden jetzt, 126 Jahre nach dem Doppelselbstmord des Kronprinzen Rudolf und seiner Geliebten, in einem Wiener Banksafe gefunden. Die Abschiedsbriefe der 17-jährigen Baronesse Mary Vetsera galten bisher als verschollen. Nun aber wurden die letzten Zeilen, die sie vor ihrem Tod geschrieben hat, in einem Safe des Bankhauses Schoeller in der Wiener Renngasse im Zuge einer Archivrevision entdeckt. - Lesen Sie mehr im Bericht des KURIER! - // Presseinformation der Österreichischen Nationalbibliothek mit Wortlaut der Briefe - Karmel Mayerling
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01.08.2015 09:56:14
Brot für das Leben der Welt
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Mensch ist ein besonderes Lebewesen, da er von Gott mit der Gabe der Vernunft und der Fähigkeit zur Freiheit ausgestattet ist. Im Unterschied zum Tier, das einfach „frisst“ und „getränkt“ wird, kann und soll der Mensch ganz bewusst seine Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme kontrollieren. Essen und Trinken ist nicht nur einfach ein physiologischer Vorgang, sondern etwas zutiefst Menschliches. Indem wir bestimmte Zeiten des gemeinsamen Essens einhalten und dabei auch das Gespräch miteinander suchen, kommen wir als Menschen zusammen und tauschen uns aus. Und dies ist sehr wertvoll!
Auch Jesus Christus, unser Herr, dem nichts Menschliches fremd war, hat mit seinen Jüngern gegessen und getrunken. Er zeigte, dass es eine gottgewollte Freude am Leben gibt. Zugleich machte er deutlich: „Nicht nur von Brot lebt der Mensch, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund.“ (Mt 4,4b)
Anknüpfend an die kulturelle und gemeinschaftsstiftende Bedeutung des Essens und Trinkens hat der Erlöser uns ein Sakrament geschenkt, wo all dies auf eine noch höhere Ebene erhoben ist: In der heiligen Eucharistie begegnet uns Gott selber unter den Gestalten von Brot und Wein. Das irdische Brot und der irdische Trank werden durch das Machtwort des Herrn verwandelt, wenn der Priester in der Person Christi die Worte sprechen darf: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ – „Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“ (Lk 22,19.20)
Lesen Sie die Homilie zum 18. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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28.07.2015 21:22:28
Das menschliche Leben von Anfang an schützen!
(dsp.at) Bei der Monatswallfahrt in St. Wolfgang im Bezirk Gmünd erinnerte Bischof Klaus Küng anlässlich des 40-jährigen Wallfahrtsjubiläums an 40 Jahre Fristenregelung. Es habe sich in den letzten 40 Jahren durch die Straffreiheit der Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche „die Mentalität der Menschen sehr verändert“: „Wir sind bereits so weit gekommen, dass viele es geradezu als Recht ansehen, abtreiben zu können.“ Ein Embryo sei jedoch „nicht bloß irgendein Zellhaufen“, wie Küng betonte. Bei jeder befruchteten Eizelle dürfe davon ausgegangen werden, dass „ein großes Geheimnis vorliegt, nämlich ein Mensch, mit dem sich ein Vorhaben Gottes verbindet“.
Durch Mangel an Glauben verliere der Mensch oft aus dem Blick, wie groß das Geheimnis des Lebens sei. So komme es dazu, dass das keimende Leben als „irgendein Zellhaufen“ gesehen werde, den man ruhig entfernen könne, „so wie man eine lästige Warze entfernt“. Der „Familienbischof“ machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass „manche Pressure-Groups“ forderten, die Abtreibung aus dem Strafrecht herauszunehmen und sogar zu einem Recht zu machen. Auf Europaebene sei dieser Vorschlag bereits wiederholt vorgelegt und nur mit knapper Mehrheit abgelehnt worden. Auch in Österreich werde immer wieder versucht, die Abtreibung auf Krankenschein einzuführen.
Es gehe nicht darum, einfach zu der früheren Gesetzteslage zurückzukehren, wie Küng unterstrich. Es könne jedoch nicht sein, dass „jeder Hund, jedes Pferd besser geschützt ist, als ein Kind, das von seiner Mutter erwartet wird“. Vor allem aber gehe es darum zu helfen: „Überall sollte für jede Frau in Not laut hörbar sein: Wir helfen Dir. Du bist nicht allein mit Deinem Kind. Und wenn es doch dazu gekommen, eine Abtreibung geschehen ist, auch dann sollten alle hören: Auch Dir helfen wir, auch Dir hilft Gott. Er schenkt Vergebung.“
Küng kritisierte, dass es immer noch keine statistischen Daten zu den Abtreibungen in Österreich gebe: „Wir wissen nicht genau, wie viele Abtreibungen Jahr für Jahr geschehen. Es ist bis jetzt nicht zu erreichen, dass Statistiken vorgelegt und die Motive erforscht werden. Wir wissen aber zum Beispiel, dass im Falle eines bloßen Verdachtes auf Vorliegen einer Behinderung in einem sehr hohen Prozentsatz die Schwangerschaft abgebrochen wird, vermutlich in ca. 90%. Es ist traurig, was da passiert.“
Küng rief dazu auf, „die Herabkunft des Heiligen Geistes zu erbitten“ für die Menschen, die mit dem Problem Abtreibung zu tun haben, und für alle, denen Lebensschutz ein Anliegen ist, „damit eine neue, vitale Bewegung für das Leben entsteht“.
Link: Die Bischofspredigt im Wortlaut
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27.07.2015 21:51:25
Österreichs Bischöfe zur Flüchtlingskrise: prekäre Humanität
(kathpress.at) Die aktuelle Flüchtlingskrise in Österreich kann als "Ausdruck und Symbol prekärer Humanität" gesehen werden. Das betonte der Salzburger Erzbischof Franz Lackner am Rande der Eröffnung der "Salzburger Hochschulwoche 2015" im Gespräch mit "Kathpress". Damit spielte Lackner auf das Thema der Hochschulwoche an, die heuer unter dem Motto "Prekäre Humanität" steht und nach Zugängen und Quellen zum Begriff Humanität suchen möchte.
Unter dem Blickwinkel der Humanität müsse die erste Reaktion auf die Flüchtlingsströme deren "fürchterliche Not" stets der Impuls "Helfen!" sein, so Lackner. Er könne zwar die Fragen und Sorgen der Bevölkerung im Blick auf die Flüchtlinge verstehen, räumte der Erzbischof ein, aber "niemand flieht freiwillig", und der christliche erste Impuls müsse stets lauten, den Flüchtlingen zu helfen.
Die Erzdiözese Salzburg entspreche diesem Grundimpuls des Helfens insofern, als sie bereits rund 350 Flüchtlinge in der Grundversorgung betreut. Bis Mitte September sollen es ca. 500 Asylwerber sein, teilte der Erzbischof mit. Groß sei auch die Hilfsbereitschaft in den Pfarren und unter den Pfarrern, die Pfarrhöfe öffnen. Es sei ihm ein großes Anliegen, so Lackner abschließend, "angesichts der dramatischen Krise eigene kirchliche Interessen zurückzustellen und soviel Räume und Platz wie möglich zu schaffen".
Gemeinsam mit katholischen Pfarren und Klöstern betreut die Caritas derzeit österreichweit mehr als 4.400 AsylwerberInnen im Rahmen der Grundversorgung - das sind knapp 10 Prozent der insgesamt 43.000 Asylwerber in Grundversorgung. Zusätzlich werden laut Caritas-Angaben rund 10.500 Menschen mobil betreut.
Militärbischof Werner Freistetter sieht in der Öffnung von Kasernen als Flüchtlingsunterkünfte "keine dauerhafte Lösung" für die Unterbringung von Asylwerbern in Österreich, auch wenn dies natürlich besser sei, als Zelte oder Obdachlosigkeit. Das gelte auch für kirchliche Gebäude wie Pfarrhöfe, denn diese müssten erst adaptiert werden, sagte Freistetter am Wochenende in einem Interview mit der "Austria Presse Agentur" (APA).
Der Schlüssel für die Lösung des Flüchtlingsproblems sieht der Bischof in einer europäischen Lösung und der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Herkunftsländern. "Da führt kein Weg daran vorbei." Es sei keine Dauerlösung, die Flüchtlinge nur aufzunehmen, sich aber nicht um die Ursachen für deren Flucht zu kümmern, so Freistetter weiter. Er sieht in der österreichischen Bevölkerung "viel Potenzial" und "Bereitschaft", mit dem Problem umzugehen. Das werde aber momentan "von viel Angst und Polemik überlagert".
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/ des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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27.07.2015 21:33:13
Als Mann und Frau schuf er sie
(theologische-sommerakademie.at/news.stjosef.at) Die Referate der „Internationalen Theologischen Sommerakademie 2014“ des Linzer Priesterkreises sind nun in einem preiswerten Taschenbuch bei Christiana (fe-Medienverlag) erschienen. Herausgegeben hat es Bischofsvikar Dr. Helmut Prader. Enthalten sind Beiträge von Prof. Michael Ernst, Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz, Prof. Harald Seubert, Prof. Manfred Spreng, Giuseppe Gracia, Dr. Christof Gaspari, Dr. Gudrun Kugler und Birgit Kelle. Die Predigten von Bischof DDr. Klaus Küng und Bischofsvikar Christoph Lic. Christoph Casetti ergänzen das Buch.
In der Tagung wurde die Auseinandersetzung um die Gender-Ideologie in interdisziplinärer Weise dargestellt, und zwar auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Es gehört zum gottgeschenkten Gutsein des Menschen, dass dieser Mensch in der Zwei-Einheit als Frau und Mann existiert und auf diese Weise berufen ist zur Liebe.
198 Seiten, Paperback, ISBN 978-3717112419, EUR 9,90
Bestellung direkt über die Website www.theologische-sommerakademie.at oder über den Buchhandel!
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25.07.2015 11:14:35
Der Liebe Gottes keine Grenzen setzen!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wie organisieren wir unser Leben? Was können und wollen wir selber regeln, und was trauen wir Gott zu? Welche Grenze setzen wir dem Wirken Gottes, und mit welchen Möglichkeiten und Überraschungen rechnen wir?
Diese Fragen können sich angesichts des Evangeliums nach Johannes über die wunderbare Speisung der großen Menschenmenge durch Jesus ergeben. Denn hier war eine Ausnahmesituation eingetreten, die alles Planen und Organisieren der Apostel und der übrigen Begleiter Jesu radikal infrage stellte. Mit so vielen Menschen hatte einfach niemand gerechnet! Wie sollten diese alle mit Brot versorgt werden?
Die Worte des Andreas bringen die Ratlosigkeit der Apostel zum Ausdruck: „Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!“ Aber wie aus dem Fortgang der Ereignisse ersichtlich wird, sind es gerade diese wenigen Brote und Fische, mit denen Jesus Großes bewirkt!
Uns geht es vielleicht auch manchmal so im Leben: irgendetwas geschieht, mit dem wir nicht gerechnet haben und womit wir persönlich oder auch strukturell überfordert sind. Die eigenen Möglichkeiten erscheinen als sehr begrenzt. Wie soll man sich da verhalten?
Im konkreten Beispiel des Evangeliums lässt sich Jesus nicht von diesem engen Blick auf die Grenzen des Verfügbaren beeindrucken. Im Gegenteil! Was fürs erste als zu wenig erscheint, wird genau durch ihn zum Anlass, in überreichem Maße zu geben und zu empfangen. Die Apostel teilen nämlich auf das Wort ihres Herrn hin eben diese fünf Brote und zwei Fische mit der Vielzahl der anwesenden Menschen. Und das Wunder geschieht: Was sie weitergeben, wird nicht weniger. Am Schluss sind alle satt, und es bleiben noch zwölf Körbe (!) von den Brotstücken übrig.
Lesen Sie die Predigt zum 17. Sonntag i.Jkr. B in vollem Wortlaut!
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24.07.2015 10:32:50
Josefsstatue für Kuba
(zenit.org) Dank der Privatinitiative des Argentiniers Jorge Langlois erhält Kuba anlässlich der Reise von Papst Franziskus vom 19. bis 22. September 2015 eine Statue des heiligen Josef als Geschenk. Der Argentinier, der aus Flores stammt, wo der heilige Josef besonders verehrt wird, hatte bei einer Reise nach Havanna feststellen müssen, dass sich dort keine religiöse Darstellung des Heiligen befindet.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat beauftragte der Stifter daraufhin das in Argentinien für religiöse Darstellungen bekannte Kunstlabor von Valentín Alsina, eine zwei Meter hohe und 80 Kilogramm schwere Statue zu schaffen. Die Statue wurde zunächst in die Basilika des heiligen Josef in Flores gebracht und anschließend in die Kathedrale von Buenos Aires transportiert. Von dort aus wird sie ihre Reise nach Kuba antreten.
Möglicherweise wird die Statue des heiligen Josef sogar von Papst Franziskus geweiht werden.
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21.07.2015 22:24:26
Stellungnahme zum Interview von Prof. Dietmar Winkler
(news.stjosef.at) In der aktuellen Ausgabe der "Salzburger Nachrichten" vom 21. Juli 2015, S.9, findet sich ein Interview mit dem Kirchenhistoriker Prof. Dietmar Winkler. Er äußert sich kritisch gegenüber dem Zölibat, befürwortet die Priesterweihe von Frauen und hinterfragt das Eheverständnis der Kirche.
Dazu eine kurze Stellungnahme des St. Pöltner Moraltheologen Josef Spindelböck:
"Dietmar Winkler geht auf das theologische Verständnis des Zölibats nicht ein, wie dies in Presbyterorum Ordinis, Nr. 16, zum Ausdruck kommt. Wenn man nur mehr die Sekundärargumente sieht, fällt eine wesentliche Grundlage der Motivation weg und der Zölibat wird tatsächlich entbehrlich.
Winkler führt auch an, es habe bis ins Mittelalter weibliche Diakone gegeben. Er erwähnt jedoch nicht, dass dieses weibliche Amt nicht dem sakramentalen Amt eines Diakons gleichzusetzen war.
Unverständlich erscheint mir auch die Forderung, den Zugang zum Weiheamt insgesamt 'ergebnisoffen' zu diskutieren. Wie kann die in Schrift und Tradition begründete Selbstverpflichtung der Kirche (wie dies die letzten Päpste bis zu Franziskus so klar zum Ausdruck gebracht haben) hier einfach ignoriert werden?
Und dann der letzte Vorschlag: Man möge doch bitte die Unauflöslichkeit der Ehe überdenken! Das zeigt leider, wie leicht man sich in Namen einer falsch verstandenen Barmherzigkeit von der Botschaft Christi und seinen lebensspendenden Weisungen verabschieden kann (vgl. Mt 19)."
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21.07.2015 22:15:25
Christianus - 50 Zeilen mit Gott - jetzt als Buch
(verlag.stjosef.at) Wer erinnert sich noch an "Christianus. 50 Zeilen mit Gott"? Es war dies eine sonntägliche Kolumne in der "Neue Krone Zeitung". Viele rätselten und spekulierten, wenige wussten es, wer diese Texte wirklich schrieb. Es war der mitunter streitbare Bischof Kurt Krenn, manchmal auch unterstützt von seinem damaligen theologischen Beratter DDr. Reinhard Knittel. Nun sind die "Christianus"-Texte in Buchform gesammelt erschienen (der Herausgeber ist OSR Rudolf Födermayr) und können beim Verlag St. Josef bestellt werden! http://www.stjosef.at/verlag/shop/de/Buecher/Allgemein/50-Zeilen-mit-Gott
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21.07.2015 22:12:41
500. Geburtstag des hl. Philipp Neri
(news.stjosef.at) Vor genau 500 Jahren, am 21. Juli 1515, wurde Philipp Neri in Florenz geboren, im selben Jahr wie die hl. Theresa von Avila. Im Schott-Messbuch lesen wir über ihn: "Mit 21 Jahren kam er nach Rom und lebte dort bis zu seinem Tod in äußerster Bedürfnislosigkeit. Sein Leben war Gebet, Nächstenliebe, Seelsorge, Buße. Der sittlichen Erneuerung Roms galt seine Hauptsorge. Durch seine neuen Methoden der Seelsorge und seinen gewinnenden Humor gewann er großen Einfluss. Der „lachende Heilige“ war mit Päpsten, Kardinälen und Heiligen befreundet. Er war einer der großen Seelenführer und Erneuerer. Zur Verbreitung und Verwirklichung seiner Ideen gründete er eine Vereinigung von Weltpriestern, die nach dem Betsaal, in dem der Heilige sie versammelte, Oratorium genannt wurde. Philipp sah fünfzehn Päpste kommen und gehen. Er starb als Achtzigjähriger am 26. Mai 1595 in Rom."
Zitat: „Ich möchte dir dienen, und ich finde den Weg nicht. Ich möchte das Gute tun, und ich finde den Weg nicht. Ich möchte dich lieben, und ich finde den Weg nicht. Ich kenne dich noch nicht, mein Jesus, weil ich dich nicht suche.
Ich suche dich, und ich finde dich nicht; komm zu mir, mein Jesus. Ich werde dich niemals lieben, wenn du mir nicht hilfst, mein Jesus. Zerschneide meine Fesseln, wenn du mich haben willst, mein Jesus. Jesus, sei mir Jesus.“ (Philipp Neri)
Mehr über den hl. Philipp Neri finden Sie auf der Website des Oratorium, http://www.rochuskirche.at/oratorium/geschichte/der-hl-philipp-neri/
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18.07.2015 11:13:03
Theologische Sommerakademie Aigen 2015
(theologische-sommerakademie.at) Die Internationale Theologische Sommerakademie Aigen ist eine jährliche stattfindenende Initiative des Linzer Priesterkreises. Sie ist bemüht, auf hohem Niveau in möglichst verständlicher Sprache aktuelle wie grundlegende Fragen der Theologie in klarer Bindung an der Lehramt der Kirche zu behandeln und so die Wahrheit der Offenbarung den Menschen von heute verständlich zu machen. Bedeutende Theologen und Wissenschafter halten hier Vorträge, Bischöfe und Kardinäle feiern das Heilige Messopfer und predigen.
Priester, Diakone, Priesterseminaristen ebenso wie theologisch interessierte Laien sind als Gäste willkommen.
Nun ist das Programm für die vom 31. August bis zum 2. September 2015 stattfindende Tagung online (Thema "Gott - Vater"). Siehe alles Weitere auf www.theologische-sommerakademie.at
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18.07.2015 11:04:36
Christus der gute Hirte geleitet uns zum ewigen Leben
(stjosef.at/predigten) (JSp) „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ Klingt das nicht gut, was Jesus im Evangelium zu den Aposteln sagt? Sie haben sich nach ihren Mühen etwas Ruhe verdient, und diese hoffen sie an einem einsamen Ort zu finden. Wir würden in diesen Tagen der Hitze vermutlich hinzufügen: „und auch etwas Abkühlung“.
Wir Menschen haben es immer wieder nötig innezuhalten und die Kräfte des Leibes und Geistes neu zu sammeln. Wer nur arbeitet und sich und anderen keine Ruhe und Erholung gönnt, betreibt Raubbau an seiner Gesundheit und versäumt Wesentliches im Leben. Nicht wenige Menschen legen sich selber Zwänge der Leistung, aber auch des Konsums auf. Selbst die Freizeit will durchorganisiert sein, bis einem vielleicht buchstäblich der Atem wegbleibt.
Eigentlich sollten wir Christen wissen, wie man feiert und sich erholt. Denn der wöchentliche Ur-Feiertag ist der Sonntag. Nicht der Abschluss des Schöpfungswerkes („Gott ruhte am siebten Tag“, Gen 2,2) steht im Vordergrund, wie beim jüdischen Sabbat, sondern die Feier der Auferstehung Christi, die am Tag nach dem Sabbat in aller Frühe erfolgte, noch bevor es hell wurde.
Den Mittelpunkt des Sonntags stellt die Eucharistiefeier dar, also die Heilige Messe. In ihr feiern wir den Tod und die Auferstehung des Herrn.
Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 16. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, 19.07.2015, in vollem Wortlaut!
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11.07.2015 11:04:33
Papst fordert mehr Hilfe für Familien
(kathpress.at) In Ecuador hat Papst Franziskus mehr staatliche Hilfen und gesellschaftliche Anerkennung für Familien gefordert. Die Familie sei ein "großer sozialer Reichtum, den andere Einrichtungen nicht ersetzen können", sagte er am zweiten Tag seiner Südamerika-Reise vor mehreren hunderttausend Menschen in Guayaquil. Dieser Reichtum müsse "unterstützt und verstärkt werden". Hilfen für Familien seien nicht eine "Art Almosen", so der Papst bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Die Gesellschaft trage damit eine "echte soziale Schuld" gegenüber Familien ab. Ecuador hat nach Nicaragua die zweithöchste Rate von Teenager-Elternschaften in Lateinamerika. Viele Frauen bekommen ihr erstes Kind bereits als Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Zu Beginn des Gottesdienstes hatten Hunderttausende den Papst auf dem Gottesdienstgelände mit Fähnchen und Gesängen begrüßt. Franziskus fuhr rund 15 Minuten im offenen Papamobil durch die Menschenmenge im Park von "Los Samanes".
In seiner Predigt ermutigte der Papst Familien, nicht zu resignieren. Die Familie sei "das nächstgelegene Krankenhaus, die erste Schule für Kinder, die unverzichtbare Bezugsgruppe für die jungen Menschen" und "das beste Heim für die alten Menschen".
http://www.kathpress.at/papstinsuedamerika
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11.07.2015 10:58:16
Vom Herrn ausgesandt je zu zweit
(stjosef.at/predigten) (JSp) In den Evangelien gibt es zwei große Aussendungen der Apostel: es handelt sich um eine erste, vorläufige Sendung, die noch vor dem Kreuzestod Jesu geschieht, und um eine zweite, endgültige Sendung, die nach seiner Auferstehung und vor seiner Himmelfahrt erfolgt. Natürlich gibt es auch noch viele andere Worte Jesu und Begebenheiten, wo er die Apostel und Jünger auf die Sendung zu den Menschen vorbereitet.
Im Evangelium nach Markus, das wir an diesem Sonntag hören, lässt Jesus die Apostel je zu zweit zu den Menschen gehen. Sie kommen nicht im eigenen Namen, sondern zu zweit, und zwar weil Jesus selber sie ausgesandt hat. Der Name Apostel bedeutet ja so viel wie Gesandter. Jesus selber ist auch ausgesandt, und zwar vom Vater im Himmel. Wenn die Apostel also je zu zweit zu den Menschen kommen, dann zeigen sie damit: Sie sind von Gott durch seinen menschgewordenen Sohn ausgesandt. Es muss also etwas Wichtiges sein, das sie verkünden und vollbringen sollen.
Was sollten die Apostel verkünden? Es heißt schlicht im Evangelium: sie „riefen die Menschen zur Umkehr auf“ (Mk 6,12). Umkehr heißt Gesinnungsänderung. Modern gesagt geht es um eine Wende hin zum Besseren. Dabei sollen sich nicht nur die äußeren Verhältnisse oder Strukturen ändern, sondern vor allem das Herz des Menschen. Die Botschaft von der Umkehr schließt in der Verkündigung Jesu und der Apostel die Absage an all das mit ein, was böse ist und uns von Gott und von den Mitmenschen trennt. Zugleich geht es um die Hinwendung zu allem Guten, vor allem zu Gott, der die Quelle des Guten ist.
Welche Werke aber sollten die Apostel vollbringen? Auch hier gibt das Evangelium dieses Sonntags Auskunft: Es geht um Heilung der Menschen von ihren leiblichen und seelischen Beschwerden. Denn Jesus „gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben“ (Mk 6,7). „Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.“ (Mk 6,13)
Lesen Sie die Predigt zum 15. Sonntag i.Jkr. B in vollem Wortlaut!
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03.07.2015 19:53:48
Sommer-Plakatkampagne zur heiligen Eucharistie
(dsp.at) Die bereits zehnte Sommer-Plakatkampagne der Diözese St. Pölten präsentierte Bischof Klaus Küng gemeinsam mit Landesrat Karl Wilfing im Kloster der Karmelitinnen in Maria Jeutendorf. Im Jubiläumsjahr wird „das Zentrum unseres Glaubens zum Thema gemacht“, wie Küng sagte: die Euchartistie. Die beiden Plakatsujets „Jeden Sonntag. Komm zu mir.“ und „Keine Party. Aber Dein Fest.“ laden „zur wahrhaften, wesentlichen und wirklichen Anwesenheit Jesu in der Heiligen Messe“, betonte Küng: „Jesus ist es, der uns begegnet, wenn wir gemeinsam Messe und Eucharistie feiern.“ Passend zum Bild auf den Plakaten, einer Hostie, luden die Karmelitinnen zu einer Führung durch die Hostienbäckerei des Klosters. Dass es für die Kirche von ihrem Wesen her „unentbehrlich“ sei, am Sonntag Eucharistie zu feiern, hänge mit der Auferstehung Jesu Christi zusammen und „der tiefsten Glaubenserfahrung der kirchlichen Gemeinschaft von ihren Anfängen an bis auf den heutigen Tag“, erklärte Bischof Küng. „Dieser Jesus, der sein Leben hingegeben habe, lebt und ist seinen Jüngern erschienen. Das geschieht heute in der Feier der Eucharistie: Indem er uns Brot und Wein reicht, gibt er sein Leben für uns hin – auch für uns bis in den Tod. Und er erscheint uns als Auferstandener und feiert Kommunion – Gemeinschaft – mit uns.“ Die Eucharistie sei „eine Quelle, die nicht versiegt“, so Küng. „Jeden Sonntag bin ich für dich da“ sei eine Einladung, „diese Quelle der Zuversicht, des Glaubens, der Vernunft und der Kraft, die Jesus Christus für uns Christen ist, für sich zu entdecken, wiederzuentdecken und annehmen zu dürfen“. - Lesen Sie mehr unter http://presse.dsp.at/einrichtungen/kommunikation/artikel/2015/10-sommerkampagne-der-dioezese-thematisiert-die
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03.07.2015 19:51:51
Der Glaube an Gott setzt unsere Freiheit voraus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Glaube an Gott ist ein Beziehungsgeschehen, und gute Beziehungen müssen gepflegt und am Leben erhalten werden, wenn sie Bestand haben sollen. Wenn also jemand die Gottesbeziehung vernachlässigt und nicht mehr betet und auch kaum mehr den Gottesdienst besucht, dann darf er sich nicht wundern, wenn er eines Tages zur Einsicht kommt, dass er nicht mehr an Gott und an all das glaubt, was zum christlichen Bekenntnis gehört.
Der Glaube ist ein Geschehen im Inneren der Person. Die Entscheidung zu glauben oder nicht zu glauben setzt Freiheit voraus. Gott selbst hat uns diese Freiheit gegeben, damit wir sie in rechter Weise gebrauchen. Er lädt uns ein in seine Gemeinschaft, und er hat uns seinen Sohn Jesus Christus gesandt, der uns in verlässlicher Weise Kunde bringt von der Güte und Liebe Gottes! Gott zwingt uns nicht; der Glaube ist immer ein Akt in Freiheit. Denn eben dies macht seine besondere Qualität aus: Gott nimmt uns als Personen ernst. Er schenkt uns die Gnade des Glaubens, setzt aber zugleich unsere Mitwirkung voraus.
Lesen Sie die Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis B (05.07.2015) in vollem Wortlaut!
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