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18.04.2015 10:42:07
Hochkarätig besetzte Blasphemie-Diskussion in St. Pölten
(dsp.at) St. Pölten, 18.04.2015 (dsp) Zuletzt lösten die Ereignisse um die französische Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ eine hitzige Debatte aus. In Österreich wird derzeit über die Berechtigung des Paragrafen 188 StGB (Strafgesetzbuch, der den Tatbestand der Herabwürdigung religiöser Lehren zum Inhalt hat, debattiert. Aus diesem Anlass lud die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion über Blasphemie ins Bischöfliche Sommerrefektorium ein, die unter starkem Polizeischutz stand. Justizminister Wolfgang Brandstetter betonte, das Thema sei hochaktuell und brisant. Er sprach sich dabei gegen eine ersatzlose Streichung Paragrafen über den Tatbestand der Herabwürdigung religiöser Lehren aus, er könne dem absolut nichts abgewinnen. Der per Video-Schaltung zugeschaltete Minister habe dies bereits mehrfach betont. Das Grundrecht auf Freiheit der Kunst verbiete einen staatlichen Eingriff in den Kunstbereich, sei aber kein Freibrief für Straftaten. Das Grundrecht auf Meinungs- und Kunstfreiheit sei also kein Grund sich über einfache Gesetze hinwegzusetzen. Brandstetter appellierte, es brauche ein Mindestmaß an Toleranz, darauf würden ja auch Künstler pochen. Wenn religiöse Gefühle verletzt werden, solle das nicht so einfach hingenommen werden.
Die Kontroversen um das Thema der Blasphemie erheben sich in der Öffentlichkeit immer häufiger, wenn provozierende Darstellungen von Religion und religiöse Wertevorstellungen aufeinanderprallen, erklärte Theologe und Jurist Burkhard Berkmann, der das Impulsreferat zur Veranstaltung hielt. In Österreich wird derzeit über die Berechtigung des Paragraf 188 im Strafgesetzbuch (Herabwürdigung religiöser Lehren) diskutiert. Dabei sei es sehr verschieden, was Religionen unter Gotteslästerung verstehen und wie sie diese sanktionieren. "Das zeigt schon ein Blick in die internen Rechtsordnungen christlicher, jüdischer und islamischer Gemeinschaften. Zum Beispiel wird im Islam die Beleidigung Muhammads für schlimmer gehalten als die Beleidigung Gottes", so Berkmann. Er nannte drei Bedeutungskategorien: Erstens die Gotteslästerung, die sich direkt gegen Gott richte. Dahinter stehe die Vorstellung, Gott vor Lästerung schützen zu müssen. Mit Blasphemie im engen Sinn sei die Gotteslästerung gemeint. Sie stehe im österreichischen Recht und in den Rechtsordnungen der meisten westlichen Staaten nicht mehr unter Strafe. Als weiteren Begriff nannte er die Diffamierung von Religionen. Sie richte sich gegen Personen, Gegenstände oder Lehren, die mit einer Religion verbunden sind. Wenn der moderne Staat deren Herabwürdigung unter Strafe stelle, wolle er nicht Gott schützen, sondern die religiösen Gefühle der Gläubigen oder den religiösen Frieden. Man könne hier von Blasphemie im weiteren Sinn sprechen. Berkmann verwies außerdem auf die Aufstachelung zu religiösem Hass. Dies richte sich gegen Menschen, die einer Religion angehören. Sie bestehe in einem Aufruf zu Hass, Gewalt oder Diskriminierung von Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit. Hier werde eigentlich nicht mehr von Blasphemie gesprochen. Wegen verschiedener Berührungspunkte ist es dennoch wichtig, auch diesen Aspekt im Kontext der Blasphemie zu behandeln. Berkmann zeigte sich überzeugt, dass in unserer Zeit der Friede zwischen den Religion und Kultur das herausragende Schutzgut darstellen müsse. Damit erhalte der „Blasphemie-Paragraf“ eine neue Bedeutung. Der Friede als Schutzgut bedeute nicht, dass wir Blasphemie zu einem Straftatbestand machen, weil wir uns vor religiösen Extremisten fürchten, die sonst Terroranschläge verüben und damit den Frieden stören. Damit würden wir denen Recht geben, die Gewalt anwenden, und diejenigen benachteiligen, die aus religiöser Überzeugung gerade nicht zurückschlagen, so der Jurist. Der Friede als Schutzgut bedeute vielmehr, dass gerade der neutrale Staat, der sich als Heimstatt aller Bürger und Bürgerinnen ungeachtet ihrer glaubensmäßigen oder weltanschaulichen Ausrichtung verstehe, aufgerufen sei, einer Entwicklung entgegenzutreten, in der Glaubensüberzeugungen öffentlich verächtlich gemacht werden und dadurch das geistige Klima vergiftet wird. Es dürfe nicht die Auffassung um sich greifen, dass das, was Teilen der Bevölkerung heilig sei, einfach dem Spott preisgegeben werden kann. Die Strafnorm habe dann eine Zukunft, wenn sie nicht zum Verstärker für Konflikte werde, sondern zum Verstärker für ein friedliches Zusammenleben.
Die frühere Justizministerin Beatrix Karl betonte, es gehe hier um das Thema des religiösen Friedens und das sei wichtig für die Sicherheit. Den Befürwortern und Gegnern des Blasphemie-Paragrafen ginge es aus ihrer Sicht um das Gleiche: um Toleranz. Freiheit sei nie etwas Absolutes, sie ende dort, wo die Freiheit des anderen verletzt werde. Aufgabe des Staates sei es, Freiheit zu sichern. Aufgabe des Staates sei es, Freiheit zu sichern, das wäre heute oft eine Frage der Gerichte. Sie warnt davor, dass sich Menschen entfernen und das tue der Gesellschaft nicht gut. Die bekannte Juristin, Psychotherapeutin, Pädagogin und Theologin Rotraud Perner beschäftigt die Frage, wie jemand zum „Störenfried“, oder zum Oppositionellen wird. Manche würden das Niveau eines Kleinkindes oder eines Pubertierenden nutzen, um ihre Interessen besser durchzusetzen. Der Staat solle sich um jene Menschen kümmern, die bewusst Regeln verletzen. Die Grenzen seien immer bei jeder Person anzusetzen. Jesus sei ein Vorbild gewesen, der Grenzen angerüttelt habe.
Menschenrechtsanwalt Alfred Noll meint, alle Werte, nicht nur der Religionen, seien in den letzten Jahren von der Gesellschaft zum Abschuss freigegeben. Das vor allem deshalb, weil sie sich nicht auf dem Markt verkaufen ließen. Es ändere sich permanent, der Common sense sei weg, wir seien zur Freiheit verdammt. Vor allem Religionsgemeinschaften müssten sich permanent rechtfertigen bei Fragen wie „Was glauben wir?“ oder „Was tun wir eigentlich?“ Karikaturen seien in Europa lange ein Mittel der Schwachen gegen die Mächtigen – früher also auch gegen die katholische Kirche – gewesen. Eine Gefahr wäre es, wenn sich dies umdreht. Bei Künstlern warne er davor, wenn Kritik oder Strafrecht allzu schnell bei der Intention ansetzen würde, die man oft nicht gleich erkenne und die oft viel tiefgründiger sei.
Timna Brauer, israelisch-jemenitische-österreichische Künstlerin, fragt, ob es Kunstschaffenden um Provokation oder Inhalt gehe. Letzterer könne ein sehr sinnvoller Beitrag für die Gesellschaft sein. Sie lud beim Thema der religiösen Gefühle dazu ein, sich in andere hineinzuversetzen: „Wenn man in das orientalische Leben eintaucht, wird man bei diese Thema sensibler.“
Die Freiheit sei höchstes Gut der Demokratie, so Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums. Beim Karikaturen-Buch über Jesus von Joseph Haderer vor einigen Jahren habe er sich gefragt, ob das wirklich Blasphemie sei. Er halte positiv fest, dass dieses Buch mehr für die Diskussion über Religion brachte, „als so manche Predigt“. Aber es gebe Grenzen der Provokation, etwa bei der Darstellung von gekreuzigten Frauen. Zu den Mohammed-Karikaturen meinte er, dass diese keine Kunstwerke wären. Religion würde heute kritisiert für die Konstruktion als Absolut-Sein. Das sei für die Gesellschaft herausfordernd für die Gesellschaft.
Amer Albayati, irakischer Film- und Theaterwissenschaftler, Filmemacher, Journalist und Präsident der Initiative liberaler Muslime in Österreich, forderte Respekt vor anderen ein, um gemeinsam Freiheit leben zu können. Im Islam seien Änderungen oft schwierig, autoritäre Strömungen würden das Ankommen in der Moderne erschweren. Wichtig sei es, Religiöse und Nichtreligiöse in einer gemeinsamen friedlichen Zukunft zu denken.
Gott brauche unseren Rechtsschutz nicht, meinte Ludger Müller, Theologe, Philosoph und Kanonist an der Universität Wien. Staatliches Recht könne nur Richtlinien geben. Beim katholischen Kirchenrecht gehe es darum, Gläubige darauf hinzuweisen, dass sie Grenzen überschreiten, die die Beziehung zu Gott treffe. Eine innerkirchliche Rechtsordnung sei notwendig, weil sie aufzeige: „So weit kannst Du gehen.“ Er kündigte dazu einen Lehrgang über „Vergleichendes Kanonisches Recht“ an Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten an. Dieser endet mit dem akademischen Grad „Master im Vergleichenden Recht“. Den Teilnehmenden soll eine vielseitige wissenschaftliche Bildung im Kirchenrecht, im Staatskirchenrecht und vergleichenden Religionsrecht geboten werden, die dazu qualifiziert, interkulturelle und interreligiöse Probleme der heutigen Gesellschaft zu analysieren und kirchliche Ämter zu übernehmen, vor allem im Bereich der Rechtspflege und der Verwaltung. Moderator war Martin Gebhart, stv. Chefredakteur der NÖN.
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18.04.2015 10:37:23
Unterscheidung von Religion und Politik wesentlich
(erzdioezese-wien.at) Mit einem Gottesdienst und einem Festakt im Wiener Schottenstift feierte die Österreichische Volkspartei (ÖVP) am Freitagvormittag ihr 70-jähriges Bestehen. Kardinal Christoph Schönborn plädierte dabei in seiner Festpredigt vor den VP-Spitzen aus Bund und Ländern in der Schottenbasilika für eine klare Unterscheidung der Sphären Religion und Politik. Gleichzeitig rief er Politiker allgemein dazu auf, ihre Möglichkeiten zur Gestaltung des Landes zu nutzen und ihre politische Verantwortung wahrzunehmen.
Religion soll Religion bleiben und Politik Politik
Auch Jesus habe sich der "Urversuchung zum politischen Messianismus" entzogen, erinnerte Schönborn. "Jeder Versuch einer politischen Religion oder einer religiösen Politik ist gefährlich. Religion soll Religion bleiben und Politik Politik", betonte der Wiener Erzbischof. Die Unterscheidung von Religion und Politik sei "das kostbare Ferment, das Jesus und das Christentum in die Welt gebracht haben". Dabei gehe es nicht um eine "feinsäuberliche Trennung", wohl aber um "ein klares Nein zur Vermischung", präzisierte der Kardinal.
Grundsätzlich rief Schönborn die Politik auf, ihre Verantwortung für die Gesellschaft anzunehmen. "Abwarten und sehen - diese Haltung hat vieles für sich und ist manchmal auch richtig", sagte der Kardinal. "Politik heißt jedoch immer auch Wille zu Gestaltung."
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18.04.2015 10:33:40
Halleluja, Jesus lebt!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Es ist bemerkenswert, wie anschaulich und fassbar der auferstandene Herr Jesus Christus den Jüngern erschienen ist!
Die Emmausjünger waren gerade nach Jerusalem zurückgekommen und hatten den übrigen voll Freude erzählt, dass sie dem Herrn begegnet waren. Inzwischen war bekannt geworden, dass Jesus auch dem Petrus erschienen war. Und dann geschah das Unfassbare:
Jesus stand plötzlich inmitten der Versammlung, und er begrüßte die Jünger mit dem österlichen Friedenswunsch. Anstatt sich zu freuen, waren die Jünger wie entgeistert, da sie tatsächlich meinten, sie sähen ein Gespenst und nicht Jesus. Offenbar ist es möglich, dass Menschen dann, wenn sich das Unerwartete erfüllt, meinen, sie würden sich täuschen. Doch Jesus holt sie zurück in die Wirklichkeit: Er fordert die Jünger auf, ihn anzufassen, denn kein Geist hat Fleisch und Knochen, und dann lässt sich Jesus von ihnen ein Stück gebratenen Fisch geben und isst dieses vor ihren Augen.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Sonntag der Osterzeit im Wortlaut!
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16.04.2015 13:09:47
Papst ernennt Wilhelm Krautwaschl und Werner Freistetter zu Bischöfen
(kathpress.at) Das Warten auf die Neubesetzung der Bischofsstühle in der Steiermark und für das Militär ist beendet: Papst Franziskus hat Wilhelm Krautwaschl zum Diözesanbischof für Graz-Seckau und Werner Freistetter zum Militärbischof für Österreich ernannt. Diese Doppelernennung gab der Heiligen Stuhl am Donnerstag, 12.00 Uhr, durch das vatikanische Presseamt im "Bollettino" bekannt. Mit dieser Entscheidung hat der Papst wieder alle Bischofsstühle in Österreich besetzt. Die österreichische Bundesregierung hatte schon am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats mitgeteilt, dass sie keine Einwände gegen die beiden neuen Bischöfe hat.
Mit der Ernennung von Werner Freistetter wurde gleichzeitig der vom bisherigen Militärbischof Christian Werner bereits 2013 eingereichte Rücktritt angenommen. Bis zur Bischofsweihe von Freistetter leitet während der Sedisvakanz der bisherige Generalvikar Leszek Ryzka interimistisch das Militärordinariat. Auch in der Diözese Graz-Seckau führt bis zur Bischofsweihe von Wilhelm Krautwaschl der Diözesadministrator Heinrich Schnuderl die Geschäfte. Er wurde am 28. Jänner vom Grazer Domkapitel für dieses Amt gewählt, nachdem am selben Tag der Rücktritt von Bischof Egon Kapellari vom Papst angenommen wurde.
Die neu ernannten Bischöfe werden sich noch heute am Nachmittag erstmals den Medien stellen. So findet um 14 Uhr im Grazer Bischofshof (Bischofsplatz 4, 8010 Graz) eine Pressekonferenz mit Wilhelm Krautwaschl statt. Die Pressekonferenz mit Werner Freistetter beginnt um 15 Uhr in Wien im Stephanisaal (Stephansplatz 3, 1010 Wien).
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11.04.2015 22:01:37
Papst ruft Heiliges Jahr der Barmherzigkeit aus
(kathpress.at) Papst Franziskus hat offiziell ein Heiliges Jahr der katholischen Kirche ausgerufen. Vor der Heiligen Pforte des Petersdoms überreichte er am Samstag den Erzpriestern der vier Großen Päpstlichen Basiliken Roms sowie ausgewählten Kardinälen und Erzbischöfen aus dem Vatikan die sogenannte Verkündigungsbulle, eine besonders feierliche Urkunde. Das "außerordentliche Jubiläum der Barmherzigkeit" beginnt am 8. Dezember und endet am 20. November 2016. Angekündigt hatte Franziskus diese Initiative überraschend bereits am 13. März.
Das Heilige Jahr solle "eine Zeit der Gnade für die Kirche sein und helfen, das Zeugnis der Gläubigen stärker und wirkungsvoller zu machen", heißt es in der Bulle, aus der ein Mitarbeiter des Papstes in der Eingangshalle des Petersdoms Passagen verlas. Zugleich ruft Franziskus darin zu Pilgerfahrten nach Rom und zu anderen Wallfahrtsorte auf.
Ein Heiliges Jahr soll die Erneuerung des Glaubens fördern und ist mit einem besonderen Ablass verbunden. Traditionell findet es alle 25 Jahre statt. Zuletzt hatte Johannes Paul II. 2000 ein ordentliches Heiliges Jahr ausgerufen. Das bevorstehende Heilige Jahr ist das dritte außerordentliche Heilige Jahr seit der Einführung dieses Brauchs im Jahr 1300 durch Papst Bonifaz VIII.
Im Mittelpunkt der Verkündigungsbulle mit dem Titel "Antlitz der Barmherzigkeit", deren deutsche Übersetzung 13 Seiten umfasst, steht die Barmherzigkeit. Die Gläubigen sollten in dieser Zeit verstärkt darüber nachdenken, wie sie diese konkret leben könnten. Sie müssten ihr Gewissen, das gegenüber dem "Drama der Armut oft eingeschlafen ist, wachzurütteln", fordert der Papst.
Er habe den 8. Dezember als Eröffnungstermin gewählt, weil genau 50 Jahre zuvor das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) zu Ende gegangen sei, erklärt Franziskus darin weiter. Damals seien Mauern eingerissen worden, "die die Kirche allzu lange in einer privilegierten Festung eingeschlossen hatten".
In dem Schreiben äußert der Papst zudem die Hoffnung auf einen vertieften Dialog der Religionen. Auch für Judentum und Islam stelle die Barmherzigkeit eine der wichtigsten Eigenschaften Gottes dar.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/69078.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
Link: Misericordiae vultus (deutsch)
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10.04.2015 22:50:19
Die Löwen kommen! Ein aufrüttelndes Buch von Vladimir Palko
(amazon.de; Rezension von Josef Spindelböck) Der ehemalige slowakische Innenminister Vladimír Palko legt mit seinem bereits in 3. deutschsprachiger Auflage (2015) erschienenen Buch „Die Löwen kommen“ eine kulturelle Analyse der Entwicklung in Ost- und Westeuropa seit dem Ende des Ostblocks vor. Sie trägt den Untertitel „Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern“ und beleuchtet vor allem die Frage, ob eine christliche Politik in den Ländern westlicher Prägung, aber auch in den von der Diktatur des Kommunismus frei gewordenen Ländern des Ostens eine Chance hat.
Das Ergebnis seiner faktenreichen, von genauer Detailkenntnis geprägten Analyse ist ernüchternd: Eine von Palko als „anthropologische Revolution“ bezeichnete kulturelle, aber auch rechtlich und politisch wirksame Bewegung führt zu neuen Bedrohungen der Gewissensfreiheit und menschlicher Grundwerte wie des Schutzes des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod und des Schutzes und der Förderung der zwischen Mann und Frau geschlossenen treuen und unauflöslichen Ehe, die für Kinder großherzig offen ist. Auch sogenannte christliche Parteien wissen sich im Konkreten um des eigenen Machterhalts willen oft dem Diktat einer falsch interpretierten Toleranz ausgeliefert oder wirken sogar aktiv mit an den Zielen dieser „Kultur des Todes“.
Palko appelliert vor dem Hintergrund eigner Erfahrungen in der Slowakei für eine feste Verankerung in den christlichen Grundwerten. Es gehe auch um die Bereitschaft, um der Treue zum Glauben und zum Gewissen willen gewisse Nachteile in Beruf und Gesellschaft auf sich zu nehmen. Denn nur so könnten die Christen auch in Zukunft Sauerteig sein für die Gesellschaft und zu ihrer wahren Erneuerung beitragen.
Ein Buch, das wachrütteln und nachdenklich machen will, ohne zu entmutigen!
Angaben zum Buch: Vladimir Palko, Die Löwen kommen: Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern, fe-medienverlag, Kisslegg 2015, ISBN 978-3863570729, EUR 12,80
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10.04.2015 22:44:59
Sehen mit den Augen des Glaubens
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Apostel Thomas kam erst später zum Osterglauben. Denn er war zuerst nicht dabei gewesen, als Jesus den übrigen Aposteln erschien. Diese berichteten ihm zwar voll Begeisterung und Überzeugung von dieser Begegnung. Doch Thomas blieb skeptisch. Im heutigen Evangelium ist sein fragender Zweifel überliefert: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ (Joh 20,25)
Wie aber reagiert Jesus? Geht er auf den Wunsch des Thomas ein? Erscheint er ihm tatsächlich noch eigens? Er tut es, denn immerhin soll Thomas als Mitglied des Zwölferkollegiums Zeugnis ablegen für den gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Als Thomas dann auf die gewünschte Weise dem auferstandenen Herrn Jesus Christus begegnen darf, da ist er im Innersten erschüttert, und er ruft aus: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20,28)
Lesen Sie die Homilie zum 2. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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05.04.2015 17:47:25
Die Osterbotschaft des Papstes
(radiovatikan.de) Papst Franziskus hat an diesem Ostersonntag inständig um Frieden auf der Welt gebeten. Beim traditionellen Segen Urbi et Orbi – der Stadt und dem Erdkreis – benannte das Kirchenoberhaupt die vielen Krisenherde rund um den Globus und bat um mehr Anstrengungen, Konflikte zu beenden und leidenden Menschen beizustehen. „Vom auferstandenen Herrn erflehen wir die Gnade, nicht dem Stolz nachzugeben, der die Gewalt und die Kriege schürt, sondern den demütigen Mut zur Vergebung und zum Frieden zu haben“, formulierte der Papst ausgehend von der österlichen Heilsbotschaft des leeren Grabes.
Link: Papstbotschaft im Wortlaut (deutsch, kath.net).
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05.04.2015 17:44:40
Jesus, der unerkannte Wegbegleiter
(stjosef.at/predigten) (JSp) Je nachdem, wo man den Ort Emmaus lokalisiert, ergibt sich die Länge des Fußweges von Jerusalem nach Emmaus und wieder zurück, den die beiden Jünger zurückgelegt haben, von denen im heutigen Evangelium die Rede ist. Im Lukasevangelium wird die einfache Entfernung mit sechzig Stadien angegeben, das sind ungefähr 12 km. So gesehen haben sie also insgesamt 24 km zurückgelegt.
Nicht der Weg als solcher ist jedoch von Bedeutung, sondern das Gespräch der beiden Jünger untereinander und dann mit dem unerkannten Dritten, der sich schließlich als der auferstandene Herr Jesus Christus offenbart. Doch dient die längere Wegstrecke als notwendige Voraussetzung für den Reflexionsprozess der Jünger, d.h. für ihr zuerst enttäuschtes und dann immer hoffnungsvolleres Nachdenken über das Schicksal des Jesus von Nazareth.
Wäre der unbekannte Dritte nicht hinzugekommen, so hätten sich die beiden Jünger zwar untereinander ausgetauscht, doch wären sie aus ihrer Enttäuschung und Bitterkeit nicht herausgekommen. Zu tief saß all das als Schock, was sie erlebt hatten: Jesus von Nazareth, auf den sie und andere ihre Hoffnung gesetzt hatten, war gekreuzigt worden und gestorben! Nun schien alles aus zu sein, worauf sie gebaut hatten.
Doch der unbekannte Wegbegleiter, der sich ihnen beigesellt, versteht es, in einfühlsamer Weise auf ihre Befindlichkeiten einzugehen. So können sie sich aussprechen und mitteilen und werden zugleich innerlich freier für das, was ihnen dieser Mann sagt. Er öffnet ihnen nämlich Schritt für Schritt das Verständnis für die Heilige Schrift, also für das, was die Propheten über den kommenden Messias im Voraus verkündet hatten.
Lesen Sie die Predigt zum Ostermontag im Wortlaut!
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04.04.2015 11:50:46
Der gekreuzigte Herr Jesus Christus ist auferstanden!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Wahrheit von der Auferstehung Christi stellt uns das sichere Fundament bereit, auf dem wir als Glaubende stehen und in Hoffnung Ausschau halten auf die Wiederkunft des erhöhten Christus.
Unser christlicher Glaube kann nicht auskommen ohne das Bekenntnis zur Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Alle übrigen Wahrheiten unseres Glaubens stehen in einem wesensmäßigen und notwendigen Zusammenhang mit der Erfahrung der Jünger: Christus lebt! Er ist auferstanden! Vom auferstandenen Herrn her bekommt alles Übrige sein Licht, was wir im Glauben von Gott und seinem Heilswerk bekennen dürfen.
Das Markusevangelium führt uns in dieser Osternacht hin zum Auferstehungsgeheimnis, und zwar aus der Sicht der gläubigen Frauen, welche mit Jesus in besonderer Weise verbunden waren. Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus und Salome wollten den Leichnam Jesu gemäß der jüdischen Sitte mit aromatischen Ölen salben, und sie hatten das Ende des Sabbats abgewartet, um schon früh am Morgen des nächsten Tages ihren erhabenen Dienst zu verrichten. Bevor sie das Grab Jesu erreichten, hatten sie nur eine Frage: Wer wird uns den schweren Stein vom Eingang der Grabhöhle wegwälzen? Dort war jedoch alles anders, als sie erwartet hatten.
Lesen Sie die Homilie in der Osternacht // am Ostersonntag!
Gesegnete Ostern!
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03.04.2015 10:50:36
Jesu Hingabe in den Tod aus Liebe
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am Karfreitag denken wir mit innerer Ergriffenheit an das Leiden Jesu Christi, des Erlösers. Rein menschlich gesehen gilt auch hier die Frage: Wozu musste Jesus leiden? Wie konnte es Gott zulassen, dass sein eigener Sohn am Kreuze starb?
Es gibt dann manche, die sogar Gott selber Böses unterstellen. Sie meinen, es wäre ein grausamer Gott, der das Opfer seines Sohnes verlangt hätte und der ihn am Kreuz sterben ließ. Die Heilige Schrift verkündet uns etwas anderes: Sie sagt uns, dass Gott gerade hier am Kreuz sich als Liebe offenbart.
Die mit dem Kreuzestod verbundene Grausamkeit kommt von den Menschen, die Jesus verfolgt und nachgestellt haben. Doch Jesus Christus hat sich nicht vom Hass seiner Feinde besiegen lassen; er hat die Konsequenzen dieses Hasses auf sich genommen und bis zum Tod getragen, um gerade so einen Ausweg aus dieser Spirale des Hasses und der Unversöhnlichkeit zu eröffnen. Der tödlichen Macht des Unrechts und der Sünde setzt Jesus die lebensspendende Tat seines Sterbens am Kreuz entgegen. Dies tut er in Einheit mit dem Willen des himmlischen Vaters, um uns allen, die wir Sünder sind, das Heil zu schenken!
Lesen Sie die Homilie zum Karfreitag in vollem Wortlaut!
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02.04.2015 10:31:35
Papst Franziskus würdigt den hl. Johannes Paul II. zu dessen 10. Todestag
(radiovatikan.de) Papst Franziskus hat seinen Vorgänger Johannes Paul II. als großes Beispiel im Glauben gewürdigt. „Sein Beispiel und sein Zeugnis sollen in euch immer lebendig sein“, sagte Franziskus den Pilgern und Besuchern, die an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz anwesend waren. Der heilige Papst starb vor genau zehn Jahren, am 2. April 2005, im Vatikan. „Liebe Jugendliche, lernt das Leben mit seinem Eifer und seinem Enthusiasmus anzugehen; liebe Kranke, tragt mit Freude das Kreuz des Leidens, wie er es euch vorgezeigt hat“, sagte Franziskus.
Bei der Katechese sprach der Papst über den liturgischen Höhepunkt des Jahres und des christlichen Lebens, die Kar- und Ostertage. Franziskus rief die Pilger und Besucher auf dem Petersplatz dazu auf, das Leiden und Sterben von Jesus nicht bloß erinnernd zu begehen, sondern „in das Geheimnis einzutreten“. „Machen wir uns sein Fühlen und seine Haltung zu eigen“, bat Franziskus.
Das sogenannte österliche Triduum umfasst die Tage von Gründonnerstag bis Ostersonntag und beginnt mit dem Letzten Abendmahl. „Am Vorabend seiner Passion schenkte Jesus dem Vater seinen Leib und sein Blut als Brot und Wein, und indem er sie den Aposteln zur Nahrung gab, trug er ihnen auf, dieses Opfer in seinem Gedächtnis fortzuführen“, so der Papst. Mit der „prophetischen Geste“ der Fußwaschung an den Aposteln habe Jesus den Sinn seines Lebens und seiner Passion ausgedrückt, nämlich den Dienst an Gott und den Brüdern: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen“ (Mk 10,45). Dieselbe Haltung komme auch in der Taufe sowie in der Eucharistie zum Ausdruck, erinnerte Franziskus: Wie kommunizieren mit Christus, dem Diener, um seinem Gebot zu folgen – einander zu lieben, wie Er uns geliebt hat.“
In der Liturgie des Karfreitags denken wir über das Geheimnis des Todes Christi nach und verehren das Kreuz, fuhr Franziskus in seiner Katechese fort. Das Jesuswort: „Es ist vollbracht“ bedeute, dass das Heilswerk vollendet sei. Mit seinem Opfer habe Jesus „die größte Ungerechtigkeit in die größte Liebe verwandelt“. Franziskus schlug den Bogen zum Tod eines jeden Gläubigen: „Wie schön wird es sein, wenn wir alle am Ende unseres Lebens mit unseren Fehlern und Sünden, aber auch mit unseren guten Werken, mit unserer Liebe zum Nächsten, wie Jesus zum Vater sagen können: „Es ist vollbracht!“ Niemand weiß, wann es soweit sein wird, aber wir können um die Gnade bitten zu sagen: Vater, ich habe getan, was ich konnte, „Es ist vollbracht!“
Unter jenen Männern und Frauen, die „mit dem Zeugnis ihres Lebens einen Strahl dieser „vollendeten, vollen und reinen Liebe“ Jesu am Kreuz widerspiegelten, nannte der Papst Andrea Santoro; der Priester der Diözese Rom war im osttürkischen Trabzon in seiner Kirche von einem muslimischen Jugendlichen erschossen worden; die Aufnahme eines Prozesses zur Seligsprechung als Märtyrer wird geprüft. Franziskus zitierte Worte, die Andrea Santoro einige Tage vor seinem Tod niedergeschrieben hatte: „Das Böse der Welt wird ertragen und der Schmerz wird geteilt, indem man sie tief ins eigene Fleisch aufnimmt, wie Jesus es getan hat.“
Nach dem „siegreichen Kampf des Kreuzes“ betrachteten die Gläubigen die Grabesruhe Christi, so der Papst weiter. Am Karsamstag identifiziere sich die Kirche besonders mit Maria, „die erste und vollkommene Jüngerin und Glaubende“. „Sie allein hält die Flamme des Glaubens am Leben, indem sie gegen jede Hoffnung auf die Auferstehung von Jesus hofft.“
In der Osternacht schließlich „feiern wir Christus, den Auferstandenen, Mittelpunkt und Ende des Kosmos und der Geschichte“. Franziskus: „Manchmal scheint das Dunkel der Nacht in die Seele zu dringen, und das Herz bringt keine Kraft mehr auf, um zu lieben. Aber gerade in diesem Dunkel entzündet Christus das Feuer der Liebe Gottes. Ein Lichtschein durchbricht die Dunkelheit und verkündet einen Anfang. Der Stein des Schmerzes ist umgestoßen und macht der Hoffnung Platz. Das ist das große Geheimnis von Ostern! In dieser Heiligen Nacht bringt uns die Kirche das Licht des Auferstandenes, damit in uns nicht mehr die Klage dessen ist, der sagt: „nicht mehr“, sondern die Hoffnung dessen, der sich einer Gegenwart voller Zukunft öffnet: Christus hat den Tod besiegt, und wir mit ihm. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, Wachen des Morgens zu sein, die die Zeichen des Auferstandenen zu entdecken wissen, so wie es die Frauen und die Jünger taten, die am Morgen des ersten Wochentages zum Grab liefen.“
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02.04.2015 10:29:50
Das Vermächtnis der Liebe
(stjosef.at/predigten) (JSp) Jesus Christus hat der Kirche - dazu gehören auch wir – am Vorabend seines Leidens und Sterbens das Testament seiner Liebe hinterlassen. Was konnte und wollte er uns geben? Nicht materielle Dinge sind es, auch nicht weltliches Ansehen, Ehre oder Macht, sondern Gott selber schenkt sich uns unter heiligen Zeichen: Unter den sichtbaren Gestalten von Brot und Wein hinterlässt uns der Erlöser das Opfer seiner Hingabe am Kreuz; er reicht sich uns selbst im Mahl seiner Liebe.
Die Opferhingabe Jesu am Kreuz vollzieht er erst am Tag nach dem Letzten Abendmahl (wir feiern dies ausdrücklich am Karfreitag); und dennoch wird beim Letzten Abendmahl auf geheimnisvolle Weise all das vorweg genommen, was später geschehen wird.
Lesen Sie die Homilie zur Messe vom Letzten Abendmahl (Gründonnerstag) in vollem Wortlaut!
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28.03.2015 18:24:35
Abtreibung bleibt Unrecht - eugenische Indikation abschaffen
(kathpress.at) Die Abschaffung der straffreien Abtreibung von Kindern mit Behinderung bis in den neunten Monat, die in Österreich derzeit diskutiert wird, ist in den Augen des St. Pöltner Bischofs Klaus Küng "ohne Zweifel längst überfällig": Es sei schließlich die "größtmögliche Diskriminierung behinderter Menschen, wenn die Entdeckung einer Behinderung oder der bloße Verdacht darauf eine Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt straffrei macht", so der in der österreichischen Bischofskonferenz für medizinethische Fragen zuständige Bischof in einem "Standard"-Gastkommentar (Samstag).
Der medizinische Fortschritt immer besserer Diagnosemethoden erlaube es zwar, Missbildungen früher und sicherer zu erkennen, doch sei dies für das Kind "zunehmend lebensgefährlich": Schon bloßer Verdacht könne hier ein Todesurteil bedeuten, wobei zudem Fehldiagnosen nicht selten seien. "Manche verkünden es als Fortschritt, dass Kinder mit Behinderungen nicht mehr zur Welt kommen. Mir läuft es kalt über den Rücken", so der Bischof. Kinder mit Down-Syndrom würden weltweit zu 80 Prozent abgetrieben, in der Schweiz zu 92 Prozent; in Österreich fehlen Statistiken, wobei Küng von einer Zahl nur wenig hinter der Schweiz ausgeht.
Das Leben aller Menschen sei gleich an Würde und Wert, betonte der Bischof. Freilich stelle sich die Frage, ob ein behindertes Kind für die konkrete Frau oder Familie zumutbar sei. Man könne nur verstehen, dass es schwer sei, sich auf die Behinderung, die besondere Pflege und vielleicht sogar die für die ganze Familie notwendige Lebensumstellung einzustellen. "Auch für das behinderte Kind selbst kann das Leben schwer werden. Aber es deshalb töten?", hinterfragte Küng. Bedacht werden müsse zudem, dass auch ein zunächst gesundes Kind im Lauf seines Lebens sehr einschränkend krank bis todkrank werden könne.
Für durchaus berechtigt hält Küng die Überlegung, auf die vorgeburtliche Untersuchungen auf Behinderung zu verzichten: Bisher seien therapeutische Eingriffe im Mutterleib kaum möglich, und die Tests würden auch dann routinemäßig angeboten, wenn die Schwangerschaft normal verlaufe. Erschwerend dazu komme die Angst der Ärzte - Küng ist selbst promovierter Mediziner - vor Schadenersatzforderungen, verbunden mit der "unmittelbaren Wirkung" von Untersuchungen, Verdachtsäußerungen, Diagnosen und Empfehlungen auf die betroffenen Frauen, die in ihrer schwierigen Entscheidung weitgehend alleingelassen würden, bemängelte der Diözesanbischof.
Außer für die in Deutschland bereits vor einigen Jahren vollzogenen Abschaffung der "eugenischen Indikation" sprach sich Küng für eine "Kultur des Lebens" aus, die Abtreibung "so undenkbar macht, wie sie es aus ethischen Überlegungen ist", denn: "Eine Gesellschaft, die behinderte, chronisch kranke und alte Menschen beiseiteschafft, ist unmenschlich." Mangel an Liebe sei die "größte und schlimmste Behinderung", hingegen würde jener, der sich armer, kranker, behinderter oder alter Menschen annimmt, "die Erfahrung machen, dass er von ihnen beschenkt wird". Viele Familien hätten durch Annahme eines behinderten Kindes und besondere Liebe zu ihm "eine positive Entwicklung erfahren, weil sich ihre Lebenseinstellung ändert", so Küng.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/68822.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
Link: Standard-Kommentar von Bischof Küng im Wortlaut
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28.03.2015 18:21:57
Vor 500 Jahren wurde Teresa von Avila geboren
(radiovatikan.de) Missionarischer Eifer und Liebe zur Kirche: Sie haben die heilige Teresa von Avila angetrieben. Das betont Papst Franziskus in einem Brief an die Ordensgemeinschaft der Karmeliter. Er hat den Brief an diesem Donnerstag Morgen in der Casa Santa Marta dem Generaloberen der Unbeschuhten Karmeliten, Pater Saverio Cannistrà OCD, übergeben.
In dem Brief würdigt Papst Franziskus die heilige Teresa vor allem als „Meisterin des Gebets“. „In ihrer Erfahrung war die Entdeckung des Menschseins Jesu zentral,“ würdigt er die Heilige und Mystikerin. Sie sei auch eine Pädagogin gewesen, die diese Erfahrungen an andere hat weitergeben können, und zwar lebendig und einfach. Für die Erneuerung des Ordenslebens heute und besonders das Jahr des geweihten Lebens, das in diesem Jahr begangen wird, habe Teresa einen großen Schatz hinterlassen, „voller konkreter Vorschläge, Wege und Methoden für das Beten“, die dazu führten, in der Liebe zu Gott und dem Nächsten zu wachsen.
Für ihr eigenes Leben habe das bedeutet, sich trotz der großen Probleme ihrer Zeit nicht auf das Zuschauen zu beschränken. Sie wollte „das wenige tun, was von ihr abhänge“, zitiert der Papst ihre eigenen Worte.
So habe die teresianische Reformbewegung begonnen, indem sie ihre Schwestern gebeten habe, keine Zeit mit unwichtigen Dingen zu verlieren, während „die Welt in Flammen steht“. „Diese missionarische und kirchliche Dimension hat die Karmeliten und die unbeschuhten Karmeliten immer ausgezeichnet“, so der Papst. Und auch heute öffne die Heilige neue Horizonte, indem sie lehre, die Welt mit den Augen Christi zu sehen.
Der Papst geht in seinem Brief noch weiter auf das Ordensleben ein: Wie Teresa gewusst habe, seien weder Gebet noch Mission ohne Gemeinschaftsleben möglich. Sie sei sich der Gefahr der Selbstumkreisung im Ordensleben bewusst gewesen und habe dagegen die Wichtigkeit des Dienstes auch dort betont, nicht nur in der Mission. „Mit diesen noblen Wurzeln sind die teresianischen Gemeinschaften dazu aufgerufen, Häuser der Gemeinschaft zu werden, fähig dazu, Zeugnis abzulegen für die geschwisterliche Liebe und die Mütterlichkeit der Kirche,“ schließt der Papst seinen Brief.
Link: Papstbrief an die Karmeliten im Wortlaut (italienisch)
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27.03.2015 18:55:56
Papst Franziskus betet für Flugzeugabsturzopfer
(radiovatikan.de) Papst Franziskus hat in einem Telegramm seiner tiefen Trauer über das Flugzeugunglück der Germanwings Maschine in den französischen Alpen Ausdruck verliehen. Hier das Schreiben in Wortlaut, unterzeichnet von Kardinalstaatssekretàr Pietro Parolin; es ist an den Bischof von Digne Jean-Philippe Nault gerichtet, in dessen Bistum Flug A320 am Dienstag abgestürzt ist:
"Seine Heiligkeit Papst Franziskus hat vom tragischen Flugzeugabsturz in der Gegend von Digne Kenntnis erhalten, dem zahlreiche Menschen, darunter mehrere Kinder, zum Opfer gefallen sind. Er nimmt an der Trauer der Familien teil und bekundet ihnen seine Nähe in ihrem Schmerz. Im Gebet für ihre ewige Ruhe vertraut er die Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes an, dass er sie in sein Reich des Lichtes und des Friedens aufnehme. Allen, die von diesem Unglück getroffen sind, spricht er sein tiefes Mitgefühl aus und dankt auch den Rettungskräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Der Heilige Vater bittet den Herrn, allen Kraft und Trost zu schenken. Als Unterpfand der Hoffnung erbittet er ihnen Gottes reichen Segen.
Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit"
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27.03.2015 18:52:59
Palmsonntag: Jesus zieht als König ein in Jerusalem
(stjosef.at/predigten) (JSp) „Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ Mit diesen Worten begrüßten die Menschen Jesus in Jerusalem, als er auf einem Eselsfohlen dort einzog.
Die Rede ist hier von einem König, der im Namen Gottes kommt; es ist der langerwartete Messias. Schon die Propheten hatten von ihm gesprochen, wie zum Beispiel Sacharja (9,9): „Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.“
Aber was für ein König war es, den die Menschen erwarteten? Selbst die Frömmsten unter ihnen stellten sich einen irdischen Machthaber vor, der die Könige Saul, David und Salomon an Macht und Glanz bei weitem übertreffen würde! Doch überraschenderweise begnügt sich dieser König damit, auf dem Fohlen einer Eselin in Jerusalem einzuziehen. Gewiss: Es sind viele Menschen anwesend, die ihn mit Palmzweigen empfangen. Doch wo bleiben die Soldaten dieses Königs? Wo ist seine Armee, mit der er – wie man hofft – die verhasste römische Besatzung aus dem Land treiben wird? So denken wir Menschen; doch die Pläne und Wege Gottes sind anders.
Der biblische und historische Rückblick auf den Einzug Jesu in Jerusalem geschieht vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu her. Hier zeigt sich, dass das Königtum Jesu von anderer Natur ist als das Königtum der Mächtigen und Großen dieser Welt. Jesus wird vor Pilatus antworten: „Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege.“ (Joh 18,37)
Lesen Sie die Homilie zum Palmsonntag 2015 in vollem Wortlaut!
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21.03.2015 11:16:03
Polens Bischöfe wollen der kirchlichen Ehelehre treu bleiben
(kathpress.at) Die Polnische Bischofskonferenz (KEP) hat sich bei ihrer Frühjahrsvollversammlung vor allem mit der bevorstehenden Weltbischofssynode zur Familie befasst. Bei einem Studientag mit dem von Johannes Paul II. nach Rom geholten Philosophieprofessor Stanislaw Grygiel, einem Schüler von Karol Wojtyla in Lublin, wurde eine Beibehaltung der "vollen Lehre" von Johannes Paul II. sowohl bei der Synode als auch in ihrer Umsetzung in der Zeit danach gefordert. Grygiel ortete diesbezüglich große Gefahren. Die von Kardinal Walter Kasper im Blick auf die Ostkirche ins Spiel gebrachte Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen nach einer Zeit der Buße wäre seiner Meinung nach "nichts anderes als das Segnen der Sünde", erklärte er, wie die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI berichtet.
Vor der letzten Synode hatten die Vatikan-Korrespondenten mehrerer Zeitungen - darunter "Espresso" und "National Catholic Register" - darauf aufmerksam gemacht, dass das Synodensekretariat Grygiel als einen der führenden Köpfe im Päpstlichen Institut "Hl. Johannes Paul für die Studien von Ehe und Familie" bei der Auswahl der Berater "in auffälliger Weise" übergangen habe. Grygiel würde "an der Tür klopfen, aber nicht hereingelassen", hatte es im "Espresso" wörtlich geheißen.
Im Gespräch mit Journalisten am Rande der Bischofskonferenz sagte KEP-Vizevorsitzender Erzbischof Marek Jedraszewski laut "Il Foglio" (Donnerstag), dass "kein Papst der Schöpfer der Lehre der Kirche" sein könne, sondern nur "ihr erster Protektor, in Zusammenarbeit mit dem gesamten Episkopat". Der Erzbischof betonte auch die Dringlichkeit "zu entdecken, was die Ehe im Licht der Offenbarung Gottes ist, und nicht das Evangelium und die Lehre der Kirche an die kulturellen Einstellungen, die sich verändern, anzupassen".
In einem Interview für die Würzburger "Tagespost" (Donnerstag) präzisierte Jedraszewski. Die Bischöfe würden keinerlei Grund sehen, von den pastoralen Indikationen Johannes Pauls II., die in seinem Apostolischen Schreiben "Familiaris consortio" von 1981 enthalten seien, abzuweichen. Für die Kirche müsse diese Lehre Bezugspunkt bleiben. Auch bei den Fragen, worin wahre Solidarität bestehe und wie offen man für die Herausforderungen der modernen Welt zu sein habe, sei der frühere Papst nach wie vor ein Lehrer.
Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/68616.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
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21.03.2015 11:12:52
Die Stunde des Heils in Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Jesus Christus spricht im Evangelium nach Johannes von der „Stunde“, die jetzt für ihn gekommen sei. Es ist beachtenswert, dass er bei der Hochzeit von Kana noch seiner Mutter Maria gegenüber erwidert hatte: „Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ (Joh 2,4)
Was meint Jesus mit der „Stunde“, die jetzt – kurz vor seinem bevorstehenden Leiden und Sterben am Kreuz – offenbar gekommen ist? Es ist die Stunde des Heils, in der Gott durch das Opfer Christi am Kreuz die Welt mit sich versöhnen will. Jesus sagt, dass jetzt Gericht gehalten wird über diese Welt und dass der „Herrscher dieser Welt“ hinausgeworfen wird. Mit diesem „Fürsten der Welt“ ist der Teufel gemeint, der durch die Sünde der Menschen seine Herrschaft antreten konnte. Jesus Christus besiegt alles Böse durch die Hingabe seiner Liebe am Kreuz; Sünde, Tod und Teufel werden entmachtet. Die kommende Stunde, die jetzt schon da ist, wird es zeigen!
Lesen Sie die Predigt zum 5. Fastensonntag B (22.03.2015) in vollem Wortlaut!
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19.03.2015 21:42:43
20 Jahre Gemeinschaft vom heiligen Josef
(news.stjosef.at) Zum 20jährigen Bestehen der "Gemeinschaft vom heiligen Josef" feierte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am 19.03.2015 eine hl. Messe mit den Mitgliedern und Freunden in der Hauskapelle in Kleinhain, wobei in besonderer Weise für alle lebenden und verstorbenen Wohltäter gebetet wurde. Unter anderem war auch der langjährige Bischofsvikar für die Gemeinschaft Apost. Protonotar Prälat Dr. Alois Hörmer anwesend, der in Kürze seinen 90. Geburtstag feiert. Bei dieser Messe wurde auch das Mitglied der Gemeinschaft Thomas Skrianz mit dem Lektoren- und Akolythendienst betreut. Er bereitet sich nun auf die Diakonen- und später auf die Priesterweihe vor.
Anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der "Gemeinschaft vom heiligen Josef", die die Internetseite www.stjosef.at betreibt, wurde die Suchmaschine für Texte des 2. Vatikanischen Konzils von Grund auf erneuert. Sie können sich von der Funktion überzeugen unter http://konzil.stjosef.at !
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14.03.2015 12:08:08
Heiliges Jahr der Barmherzigkeit 2016
(radiovatikan.de) Die Kirche wird 2016 ein „Jubiläum der Barmherzigkeit“ begehen. Das gab Papst Franziskus an diesem Freitag bei einer Predigt im Petersdom bekannt. „Das ist die Zeit der Barmherzigkeit. Es ist wichtig, dass die Gläubigen sie leben und in alle Gesellschaftsbereiche hineintragen. Vorwärts!“, so der Papst in der Predigt.
Die Ankündigung fand während einem Bußgottesdienst statt, dem der Papst in der Petersbasilika vorstand. Die Liturgie fand im Rahmen der Initiative „24 Stunden für Gott“ statt, Papst Franziskus hörte wie im vergangenen Jahr auch schon mit vielen anderen Priestern Beichte.
Das Heilige Jahr wird zum 50. Jahrestages des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) statt. Es sei damit eine Einladung, das mit dem Konzil begonnene Werk fortzuführen, so der Vatikan in einer Pressemitteilung. Datum der Eröffnung ist der 8. Dezember 2015, das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens und gleichzeitig Jahrestag des Endes des Konzils. Enden wird das Heilige Jahr am 20. November 2016 mit dem Christkönigsfest.
Die offizielle Ankündigung des Heiligen Jahres wird durch eine feierliche Proklamation geschehen, der Papst wird die dementsprechende Bulle am Barmherzigkeitssonntag, also dem Sonntag nach Ostern, von der Heiligen Pforte des Petersdoms aus verlesen.
Das Jubiläum finde statt, wenn im Lesejahr der Kirche die Texte aus dem Lukasevangelium genommen werden, so der Vatikan weiter. Der Evangelist Lukas trage den Ehrennamen „Evangelist der Barmherzigkeit“.
Der Ritus der Eröffnung besteht aus der Öffnung der Heiligen Pforte in Sankt Peter. Diese Tür ist außerhalb der Heiligen Jahre zugemauert, diese Pforten existieren auch in den anderen Papstbasiliken, Johannes im Lateran, Sankt Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore. Auch diese Pforten werden geöffnet.
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14.03.2015 12:05:42
Beim Herrn ist Barmherzigkeit und reiche Erlösung
(stjosef.at/predigten) (JSp) 70 Jahre dauerte die „Babylonische Gefangenschaft“ (von 587 bis 517 v.Chr.). Sie wurde vom jüdischen Volk als große Prüfung ihres Glaubens wahrgenommen sowie auch als Konsequenz für die Untreue des Volkes gegenüber Gott und als Strafe für die vielen Sünden, die die Angehörigen des Bundesvolkes begangen hatten. Die erste Lesung aus dem zweiten Buch der Chronik berichtet uns davon.
In der Ferne konnte das auserwählte Volk nicht mehr den Tempelkult vollziehen; es war ihnen alles genommen bis auf die mündlichen und schriftlichen Überlieferungen von der Geschichte ihrer Väter mit dem Gott des Bundes, der sie aus Ägypten herausgeführt und durch die Jahre hindurch immer wieder geleitet hatte, als sie sich im Gelobten Land aufhielten.
Nach vielen Jahren der Prüfung und Reinigung trat aber dann plötzlich eine Wende ein: König Kyros II. von Persien hatte im Jahr 539 v.Chr. die Herrschaft über das babylonische Reich errungen. Er war durch göttliche Eingebung entschlossen, den verlassenen und zerstörten Tempel in Jerusalem wieder aufbauen zu lassen. Jeder, der zum Volk Gottes gehörte, erhielt die Erlaubnis und den Auftrag, wieder zurückzukehren und dabei mitzuhelfen, die Verehrung des wahren Gottes im Gebiet von Juda und Israel neu zu beleben. Die gläubigen Israeliten sahen all dies als einen neuen Beweis von Gottes Güte und Liebe an, der in seiner Barmherzigkeit und Treue den Bund mit seinem Volk nicht aufkündigte, sondern ihnen einen Neuanfang durch Buße und Bekehrung hindurch ermöglichte.
Die Wahrheit von der Barmherzigkeit Gottes wird auch in der Lesung aus dem Epheserbrief zum Ausdruck gebracht. Dort heißt es: „Gott, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. Aus Gnade hat er uns gerettet.“ Mit den Anfangsworten dieses Zitats hat der heilige Papst Johannes Paul II. seine Enzyklika „Dives in misericordia“ vom 30. November 1980 über das göttliche Erbarmen eingeleitet. Er war geradezu der „Papst der Barmherzigkeit“, der auch den 2. Sonntag der Osterzeit als „Sonntag der Barmherzigkeit“ eingesetzt hat. In dieser Linie folgt ihm Papst Franziskus, der für das Jahr 2016 ein Jubiläumsjahr der göttlichen Barmherzigkeit ausgerufen hat. Eröffnet wird es am 8. Dezember 2015, und es endet mit dem Christkönigssonntag, dem 20. November 2016.
Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 4. Fastensonntag B in vollem Wortlaut!
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06.03.2015 22:22:47
Bischofssynode soll Familien zur Nachfolge Christi ermutigen
(dsp.at) Die bevorstehende Familiensynode soll vor allem junge Familien zum christlichen Ideal einer dauerhaften Liebe ermutigen. Diese persönliche Hoffnung unterstrich der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng bei seiner Predigt im Rahmen der Festmesse der Österreichischen Bischofskonferenz in der Wallfahrtskirche Birnau am Bodensee.
Die Synode könne keine einzige Wahrheit zurücknehmen, führte der für Familienthemen innerhalb der Bischofskonferenz zuständige Bischof aus. Vielmehr solle sie bewusst machen, dass alle Menschen trotz persönlicher Schwächen hohe Ideale mit Gottes Hilfe leben können.
"Es gibt Entwicklungen in unserer Gesellschaft, die eindeutig dekadent sind", hielt Küng fest und verwies dabei auf Pornografie als Massenphänomen sowie auf Orientierungslosigkeit und das Fehlen eines Zuhauses bei vielen jungen Menschen. Der starke Rückgang von Eheschließungen und die fortschreitende "Atomisierung der Gesellschaft" hätten auch der Kirche stark zugesetzt. Gleichzeitig ortete der Familienbischof auch "hoffnungsvolle Keime, junge Familien, die sich echt Gedanken machen, wie sie in dieser unserer Gesellschaft christlich leben können". Sie seien wie "Leuchttürme", die Orientierung bieten und sollten im Rahmen von der Familiensynode in ihrem Wirken ermutigt werden.
Die Kirche stehe bei der Verkündigung hinsichtlich Ehe und Familie immer in der "Gefahr, pharisäisch zu sein oder zu werden", warnte der Bischof. Von daher brauche es eine dienende Haltung und Demut, denn: "Wer die Wahrheit achtet, wer ehrlich ist, Gott und sich selbst gegenüber, kommt zum Schluss, ich bin auch nicht besser." Von daher gelte es zu zeigen, dass es für jeden Menschen Hoffnung gibt. "Gott ruft uns zu hohen Idealen, und zwar ruft er uns so wie wir sind, mit unseren Fehlern und Schwächen", so Küng.
Predigt des Bischofs im Wortlaut
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06.03.2015 22:20:07
Die Gebote Gottes als Wegweisung zum Leben in Fülle
(stjosef.at/predigten) (JSp) n der Lesung aus dem Buch Exodus hören wir, wie Gott mit seinem auserwählten Volk einen Bund der Liebe und Treue schließt. Es handelt sich um das alttestamentliche Volk Israel, aber dieser Bund wird dann in Jesus Christus ausgeweitet auf alle Menschen, die durch den Glauben mit Gott verbunden sind.
Der Bund zwischen Gott und seinem Volk geht von Gott aus. Er ist der Retter, der sein Volk aus der Sklaverei der Ägypter befreit hat. Gott schenkt diesem Volk die Freiheit, und sei es auch um den Preis eines vierzigjährigen Aufenthaltes in der Wüste, bevor es dann endlich ins verheißene Land einziehen kann.
Von Seiten Gottes aus ist dieser Bund unkündbar, denn unwiderruflich ist die Treue, die Gott seinem Volk gewährt. Die Menschen sind hingegen stets in Gefahr, die Gott versprochene Treue zu widerrufen. Das Bundesvolk als Ganzes, aber auch jeder Einzelne kann versagen und sich von Gottes Liebe abwenden und absondern. Eine solche Absonderung nennen wir „Sünde“. Es gibt Verfehlungen, die weniger schwer wiegen, und andere, welche sogar selbstzerstörerisch sind. Denn ohne Gott kann der Mensch nicht leben. Trennt er sich wissentlich und willentlich von Gottes Liebe, so ist er wie tot; wir sprechen von „Todsünde“, da nur Gottes Angebot der Versöhnung dem Menschen die Gnade der Bekehrung schenken kann, sodass er in Reue und Umkehr das göttliche Leben neu empfängt.
Die Gebote Gottes sind bleibend gültige Wegweiser für das Volk des Bundes. Sie gehören zum ethischen Erbe der Menschheit insgesamt, da sie der Mensch in ihren Grundzügen auch unabhängig von der Offenbarung Gottes mit Hilfe seiner Vernunft einsehen kann. Wenn er bereit ist, diesem guten Weg zu folgen, dann bleibt er im Bereich des erfüllten Lebens. Es geht in den Zehn Geboten Gottes um das Leben mit Gott, um die Einschätzung seiner selbst und um den Umgang mit den Mitmenschen sowie der ganzen Schöpfung.
Lesen Sie die Predigt am 3. Fastensonntag B (08.03.2015) in vollem Wortlaut!
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28.02.2015 10:45:53
Rabbi, wir wollen drei Hütten bauen ...
(stjosef.at/predigten) (JSp) „Rabbi, wir wollen drei Hütten bauen …“ Mit diesen Worten reagierte der Apostel Petrus auf das ihm und den übrigen Anwesenden unbegreifliche Geschehen der Verklärung Jesu auf dem heiligen Berg.
Zuerst hatte sich alles in den vertrauten Bahnen des Lebens mit Jesus abgespielt: Petrus, Jakobus und Johannes durften mit ihm auf einen hohen Berg gehen. Gewiss war auch das schon etwas Besonders, doch was dann geschah, stellte alles Bisherige in den Schatten! Es kam zu einer alle natürlichen Erfahrungen der Jünger übersteigenden Offenbarung von Gottes Herrlichkeit in Jesus Christus. War ihnen Jesus zuvor ganz als Mensch begegnet – und er war und ist ja auch wirklich ein Mensch unter den Menschen –, so zeigt sich jetzt der Glanz seiner Herrlichkeit. Seine Gottheit strahlt durch seine Menschheit hindurch; dieses Leuchten von innen her verwandelt den Leib Jesu, und seine Kleider erscheinen strahlend weiß.
Doch nicht genug: Auf einmal sind zwei weitere Männer anwesend, die aus dem Alten Testament bekannt sind – nämlich Elija, der große Prophet, und Mose, der Gesetzgeber und Anführer des Volkes beim Auszug aus Ägypten und bei der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste. Was die zwei wohl mit Jesus zu besprechen haben? Ihre Anwesenheit weist darauf hin, dass sich das Gesetz und die Propheten auf Jesus beziehen. Der Alte Bund erfüllt sich im Neuen und Ewigen Bund, den Gott in Jesus Christus mit den Menschen schließt.
Lesen Sie die Predigt zum 2. Fastensonntag im Wortlaut!
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20.02.2015 19:41:36
Das Meer der Gleichgültigkeit überwinden
(kathpress.at) apst Franziskus hat die Kirche und die Gesellschaft dazu aufgerufen, das "Meer der Gleichgültigkeit" zu überwinden, das das Leid von Millionen Menschen auf der ganzen Welt übersieht. "Liebe Brüder und Schwestern, wie sehr möchte ich, dass die Orte, an denen sich die Kirche zeigt - unsere Pfarren und unsere Gemeinschaften -, zu Inseln der Barmherzigkeit im Meer der Gleichgültigkeit werden", schreibt der Papst in seiner Botschaft zur Fastenzeit, die am Dienstag im Vatikan veröffentlicht wurde.
Der Text räumt ein, dass in allen Menschen eine Tendenz und Versuchung dazu besteht, gegenüber der ungeheuren Dimension des Bösen und des Leids, der es zu begegnen gilt, indifferent zu bleiben. Die Flut von Bildern und Berichten über das menschliche Leid hat nach Franziskus' Worten zu einer weltweiten Gleichgültigkeit geführt.
Jeder Einzelne, die christlichen Gemeinden und Gemeinschaften sowie die ganze Kirche müssten die vorösterliche Bußzeit als Zeit der Erneuerung nutzen, schreibt der Papst in seiner am Fastenbotschaft mit dem Titel "Macht euer Herz stark!". Franziskus warnt darin vor der Flucht "in eine universale Liebe, die sich in der weiten Welt engagiert, aber Lazarus, der vor der eigenen verschlossenen Tür sitzt, vergisst".
Diejenigen, denen es gut gehe, nähmen die Not der anderen oft nicht mehr wahr. Dagegen müsse die Kirche aufbegehren, indem sie das Wort Gottes verkünde und vorlebe. "Die Kirche ist von ihrem Wesen her missionarisch, nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern ausgesendet zu allen Menschen", schreibt der Papst.
Er wendet sich in seiner Botschaft gegen die verbreitete Haltung, der Einzelne sei ohnehin machtlos gegen das Massenelend. Zugleich müssten die Menschen aber auch der "teuflischen Versuchung widerstehen, die uns glauben macht, wir könnten uns selbst und die Welt ganz alleine retten". Nötig sei ein starkes Herz, das von der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen erfüllt sei.
Link: Botschaft des Papstes zur österlichen Bußzeit 2015 im Wortlaut
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20.02.2015 19:39:28
Ohne Gott wird das Leben oberflächlich
(dsp.at) Die „Gottvergessenheit“ nennt Bischof Klaus Küng in seinem Fastenhirtenwort als „das größte Problem unserer Zeit“. Dies zeige sich aktuell bei den Fragen des Lebensschutzes oder in der Auseinandersetzung um das Fortpflanzungsmedizingesetz. Ohne den Bezug des Menschen zu Gott mitzudenken, könnten auch die Aussagen der Kirche über Sexualität und die Ehe nicht verstanden werden. Küng: „Wenn man auf Gott vergisst oder sich an ihn nur bei bestimmten Anlässen oder bei großem Unheil erinnert, dann ist die Gefahr groß, dass das Leben oberflächlich und arm an Inhalt wird.“
Die Fastenzeit sei eine Aufforderung, sich die Frage zu stellen, was „das Zentrum meines Lebens“ sei. Als Leitbild könne dabei helfen, dass „der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund“, empfiehlt Küng in seinem Hirtenbrief, der am ersten Fastensonntag in den Pfarren verlesen wird. Das diözesane Projekt „Bibel.bewegt“ könne „ein Heilmittel gegen die Gottvergessenheit sein“. So könnte etwa bei einer täglichen Betrachtung eines Bibelwortes dessen Bedeutung für das eigene Leben überlegt werden. „Das wäre schon ein Innehalten, vielleicht der Anfang für eine Neuausrichtung des Lebens in Richtung Gott.“
„Ganz besonders“ empfiehlt Bischof Küng „eine gute Osterbeichte“. Bußandachten seien zwar „hilfreich, um eine tiefere Gewissenserforschung zu halten und Reue zu erwecken“. Bei schweren Fehlern im Umgang mit Gott, mit den Anderen oder in Bezug auf sich selbst sei jedoch „das persönliche Bekenntnis und der individuelle Empfang der Absolution geboten“. Auch wenn nur leichte Fehler vorliegen sollten, sei „eine aufrichtige, persönliche Beichte immer etwas, das der Seele wohltut“, betont Küng.
Link: Fastenhirtenbrief von Bischof Klaus Küng im Wortlaut
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14.02.2015 12:03:03
Jesus heilt einen Aussätzigen
(stjosef.at/predigten)(JSp) In der ersten Lesung aus dem Buch Leviticus und im Evangelium nach Markus ist diesmal vom Umgang mit aussätzigen Menschen die Rede. Der Aussatz – heute Lepra genannt – ist eine bakteriell ausgelöste Infektionskrankheit, die sich besonders bei schlechten hygienischen Bedingungen und fehlender ärztlicher Behandlung ausbreitet. Obwohl es das Ziel der WHO ist, die Lepra ganz auszurotten, gibt es immer noch mehr als 200.000 Leprakranke weltweit.
Der Name „Aussatz“ hängt mit „ausgesetzt werden“ zusammen: Leprakranke Menschen wurden aufgrund der Ansteckungsgefahr und der fehlenden Therapiemöglichkeit regelrecht „ausgesetzt“. D.h. sie mussten ihren Aufenthalt und Wohnsitz fern von den übrigen Menschen nehmen und wurden dort, wo sie waren, vielleicht nur notdürftig versorgt. So erfuhren sich diese armen Menschen in ihrem Leid und in ihrer Krankheit auch noch sozial ausgeschlossen und geächtet. Niemand konnte oder wollte mehr mit ihnen Kontakt halten; die Betroffenen waren gleichsam zum „sozialen Tod“ verurteilt und lebten ein Schattendasein am Rand der Gesellschaft.
Als sich ein solcher Aussätziger voll Vertrauen an Jesus wendet und zu ihm sagt: „Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde“, da reagiert Jesus anders als die übrigen Menschen. Er „hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es – werde rein!“ Wie muss es da im Herzen dieses Menschen plötzlich licht geworden sein, als Jesus sich ihm mit diesen Worten und dieser Geste der Hilfe zuwandte. Ja, noch mehr: Jesus heilt diesen Menschen, da er der Heiland der Welt ist, der Arzt für Leib und Seele, den der himmlische Vater in die Welt gesandt hat.
Lesen Sie die Predigt zum 6. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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07.02.2015 10:35:03
Autorität in Liebe, doch ohne Gewalt
(vatican.va) Deutsche Zusammenfassung der Worte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 4. Februar 2015: "Liebe Brüder und Schwestern, letzte Woche haben wir über die Gefahr der fehlenden Präsenz der Figur des Vaters in Familie und Gesellschaft gesprochen. Heute wollen wir seine wichtige Rolle weiter beleuchten. Jede Familie braucht den Vater. Seine Aufgabe ist es, den Kindern weiterzugeben, was im Leben wirklich zählt – ein weises Herz, wie es das Buch der Sprichwörter sagt (vgl. Spr 23,15). Er lehrt sie, weise und recht zu handeln. Tiefe und zugleich unaufdringliche Zuneigung, ein entschlossenes Urteil, Herzensweisheit, Wachsamkeit und das Bemühen um die richtigen Worte, wenn manches nicht sogleich verständlich ist, zeichnen ihn dabei aus. Eines ist vor allem notwendig: als Vater in der Familie präsent zu sein, der Ehefrau nahe zu sein, um Freuden und Leiden, Mühen und Hoffnungen mit ihr zu teilen, und den Kindern zugeneigt zu sein. Das Evangelium stellt uns die Beispielhaftigkeit des Vaters im Himmel vor Augen. Denken wir an das Gleichnis vom barmherzigen Vater. Ein guter Vater weiß zu warten und zu vergeben. Er ist fähig, entschieden zu korrigieren, ohne dabei zu entmutigen, weil er ebenso beschützen kann und dabei keine Mühen scheut. Ohne die Gnade, die vom Vater im Himmel kommt, verlieren Väter den Mut und räumen das Feld. Die Kinder brauchen aber einen Vater, der nach ihren Fehlern und Misserfolgen auf sie wartet, auch wenn sie es nicht zugeben. Die Kirche unterstützt mit all ihren Kräften die wichtige Präsenz der Väter in den Familien, dass sie diese auch voll und großherzig wahrnehmen können."
Link: Ausführlicher Wortlaut auf Italienisch
Kommentare: Gudrun Sailer (Radio Vatikan) / Petra Lorleberg (kath.net).
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07.02.2015 10:25:37
Selbstlose Hingabe im Dienst am Reich Gottes
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im ersten Korintherbrief geht es um die freiwillige Entäußerung, ja Not und Entbehrung, die der Apostel Paulus auf sich nimmt. Er ist so sehr erfüllt von der Liebe Christi, dass er das Evangelium allen verkünden will. Nicht in Anmaßung tritt er auf, sondern als demütiger Diener des Herrn. So ist er um Christi willen bereit, der Geringste von allen zu werden, um möglichst viele für Gott zu gewinnen. Was Paulus mit Ijob verbindet? Auch der Apostel ist vielfach geprüft worden, und er hat alle diese Nöte im Vertrauen auf Christus ertragen. Sein Vorteil und sein Lohn lassen sich nicht in irdischen Kategorien messen; es genügt ihm, dass er dem Willen Gottes treu geblieben ist und so dem Himmelreich gedient hat. Ihn erwartet daher mit vielen anderen der ewige Siegespreis in Gottes Herrlichkeit.
Im Evangelium nach Markus wird uns von der selbstlosen Liebe Jesu Christi berichtet. Er war da für die Menschen, die ihn hören wollten und die auf seine Hilfe in Krankheiten des Leibes und der Seele vertrauten. Zum Beispiel heilte er die Schwiegermutter des Petrus, die mit Fieber im Bett lag. Die gute Frau ließ es sich daraufhin nicht nehmen, für alle zu sorgen, obwohl sie durch das Wunder Jesu eben erst genesen war.
Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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