Startseite> News

 Newsletter

SucheSeite 46/192
(Einträge 1351 - 1380 von 5737)
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] (46) [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] nächste Seite letzte Seite
29.09.2009 08:07:31
Katastrophenhilfe nach Tropensturm Ketsana
(stephanscom.at) Der September ist in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, Regenzeit. Aber am Samstag, dem 26. September 2009, brachte der Tropensturm Ketsana in zwölf Stunden die Regenmenge eines ganzen Monsunmonats in die Millionen-Metropole und führte zu schweren Überschwemmungen in der Stadt und ihrer Umgebung. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf über 240 Personen gestiegen. Hunderttausende Menschen sind als Folge der Überflutungen obdachlos.
"Besonders besorgt sind wir wegen der eine Million armer Menschen, die in Wellblechhütten unter Brücken, an den Flussrändern und in Senken wohnen", betont Anton Pascal, Direktor der Caritas Manila. "Alle arbeiten zusammen. Wir haben viele Freiwillige, die uns helfen, Hilfspakete zu packen und an die Menschen zu verteilen, die sich in die 300 Pfarreien, 150 Kirchen und 100 kirchlichen Schulen der Stadt geflüchtet haben", erzählt Pascal über den unermüdlichen Einsatz der Caritas-Helferinnen und Helfer.
Jeder Euro werde benötigt, um die weitere Nothilfe finanzieren zu können, so der Caritas-Direktor: "Wir brauchen Trinkwasser und Nahrungsmittel, sowie Medizin gegen Durchfälle. Denn in den Fluten treiben immer noch viele Tierkadaver. Wir haben Angst vor Seuchen."
Die Hilfe der Caritas konzentriert sich auf die Gebiete nördlich von Manila. Zusätzlich sollen gezielte Hilfsgüter in den Slums der Hauptstadt verteilt werden. Derzeit versorgt das internationale Caritas-Netzwerk 5.000 Familien mit Lebensmitteln, trockener Kleidung, Moskitonetzen und Hygieneartikeln. Insgesamt möchte die Caritas, auch mit Hilfe aus Österreich, 10.000 Familien, also rund 50.000 Menschen, in fünf betroffenen Diözesen versorgen. Die Caritas bittet dafür um Spendengelder. Konto: PSK 7.700.004, Bankleitzahl 60.000, Kennwort: Philippinen. Auch Online-Spenden sind möglich unter http://www.caritas.at/spenden !
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
29.09.2009 08:05:03
An der Hand Mariens den Rosenkranz beten
(news.stjosef.at, JSp) Im Augsburger Sankt Ulrich Verlag ist ein kleines Büchlein mit Texten von Papst Benedikt XVI. zum Rosenkranz erschienen. Es trägt den Titel: „An der Hand Mariens. Den Rosenkranz beten“. Darin finden sich verschiedene wichtige Aussagen des Heiligen Vaters über das rechte Verständnis dieses meditativen Gebets und dessen geistlich fruchtbringenden Vollzug. Johannes Paul II. war der Papst, der sich ganz Jesus geweiht hat durch Maria („Totus tuus“). Benedikt folgt ihm auf seine eigene Art und Weise nach, indem er – fest verankert in der Verehrung für die Jungfrau und Gottesmutter Maria als „Patrona Bavariae“ – gerade als Dogmatiker den unverzichtbaren Beitrag Marias zum Heilswerk ihres Sohnes herausstellt. Im Beten des Rosenkranzes werden die Heilsgeheimnisse vergegenwärtigt und verinnerlicht. Der Beter eignet sich das, was Gott in seinem Sohn Jesus Christus für uns getan hat, gleichsam persönlich an; Maria führt ihn an der Hand. Papst Benedikt will vom Lesen zum Beten hinführen, und dieses Büchlein bietet eine gute Hilfe auch durch den Anhang, wo sich der Rosenkranz sowohl auf Deutsch als auch Lateinisch findet, zusammen mit einer praktischen Anleitung, wie man ihn beten kann! – Bibliografische Angabe: Benedikt XVI., An der Hand Mariens. Den Rosenkranz beten, Augsburg 2009, Sankt Ulrich Verlag, ISBN 978-3-86744-089-9, EUR 12,90, Bestellung z.B. bei buch@kath.net!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.09.2009 16:29:43
EB Kothgasser: Die eugenische Indikation in Frage stellen!
(kathpress.at/apa-ots.at) Die eugenische Indikation, die einen Schwangerschaftsabbruch bei erkennbarer Behinderung des Kindes bis unmittelbar vor der Geburt straffrei stellt, sollte vom österreichischen Nationalrat neu diskutiert werden. Das forderte der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser bei der 3. Down Syndrom-Tagung im Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg. Die eugenische Indikation stelle eine "eklatante Diskriminierung von ungeborenen Menschen" dar, so Erzbischof Kothgasser. Babys mit Down Syndrom seien nachweislich die häufigsten Opfer dieser Indikation, sagte der Erzbischof, der eine neue Sichtweise auf Menschen verlangte, denen ein Chromosom fehlt oder die eines mehr haben: "Haben wir nicht alle von manchen Gaben zu viel oder zu wenig. Fehlt uns nicht allen irgendetwas". Der Umgang mit dem "Anderen" stelle in vielfältiger Weise eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft dar.
Das enorme Potenzial, das in Menschen mit Down Syndrom steckt, stand im Mittelpunkt der Tagung, zu der Experten, Pädagogen und Eltern aus dem deutschsprachigen Raum nach Salzburg gekommen waren. Die deutsche Behindertenpädagogin Prof. Etta Wilken, die seit 40 Jahren Eltern von Down Syndrom-Kinder begleitet, betonte: "Der Öffentlichkeit ist nicht klar, welches Potenzial in diesen Menschen schlummert". Diese besonderen Kinder seien in ihrer Entwicklung genauso individuell wie Kinder mit einem anderen Chromosomensatz.
Darin liege auch die pädagogische Herausforderung für das Umfeld. Im "Dschungel" der Gutachten berichteten betroffene Familien von einem entwürdigenden Umgang. "Zu oft wird im Zusammenhang mit Down Syndrom von einer Schwerstbehinderung gesprochen, sogar bei Kindern, die einen normalen Hauptschulabschluss schaffen", so Bernadette Wieser vom "Europa-Kompetenzzentrum Leben Lachen Lernen" in Leoben. Nur schwer gelinge meist auch die Integration in den Arbeitsmarkt.
Brigitte Sebald, Vorsitzende des Vereins "Down Syndrom Österreich", forderte von den politisch Verantwortlichen, dass die Förderung dieser Kinder nicht davon abhängen dürfe, ob es in einem Bundesland eine gute Fachberatung gibt oder nicht. Wer zufällig in der Steiermark oder in Wien geboren wird, habe Glück gehabt, so Sebald. In anderen Ländern sei die Förderung nicht so gut.
Auch Peter Braun, Direktor des Bildungszentrums St. Virgil, forderte die Politik auf, Verantwortung zu übernehmen: "Öffentliche Stellen können in dieser Frage nicht alles auf das Engagement ehrenamtlich arbeitender Initiativen abschieben. Bildung und Integration von Menschen mit besonderem Förderbedarf muss Aufgabe des Staates sein".
Bei der Tagung im Bildungszentrum St. Virgil wurde nicht nur theoretisch über das Potenzial von Menschen mit Down Syndrom gesprochen, solche Menschen waren auch aktiv in das Tagungsgeschehen miteinbezogen und etwa für die Moderation oder die musikalischen Darbietungen zuständig.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.09.2009 16:26:21
Papst von Tschechien nach Rom zurückgekehrt
(zenit.org/Dominik Hartig) Mit dem Appell, „eine Welt zu bauen, die etwas von der göttlichen Schönheit widerspiegelt“, ging heute, Montag, die 13. Auslandsreise von Papst Benedikt XVI. auf dem Prager Flughafen stimmig zu Ende (vgl. Ansprache bei der Abschiedszeremonie). Seine dreitägige Pastoralreise in die tschechische Hauptstadt, nach Brno/Brünn und nach Alt-Bunzlau stand ganz im Zeichen der christlichen Hoffnung, die stärker ist als der Tod.
Die „Botschaft des Heils“, die die Kirche heute und schon immer verkündet habe und die stets aktuell sei, ist nach Worten Benedikts XVI. nichts anderes als die Verkündigung des „gekreuzigten und auferstandenen Christus, Hoffnung der Menschheit“, wie er es gestern, Sonntag, beim großen Papstgottesdienst in Brünn betonte (vgl. Predigt). Und am Nachmittag des Vortags hatte er in der Prager Burg bekräftigt: „Für Christen hat die Wahrheit einen Namen: Gott. Und das Gute hat ein Gesicht: Jesus Christus“ (vgl. Ansprache vor den Politikern).
Besonders herzliche Worte widmete Benedikt XVI. den Jugendlichen. In einer Botschaft, die explizit ihnen zugedacht war, wies er ihnen heute Vormittag den Weg zu einem glücklichen Leben, einem Leben in Fülle.
„Das ist der christliche Glaube: die Begegnung mit Christus, einer lebendigen Person, die dem Leben einen neuen Horizont und damit die entscheidende Ausrichtung gibt“, erklärte Papst Benedikt nach der heiligen Messe in Stará Boleslav. „Wenn sich das Herz eines Jugendlichen für seine göttlichen Pläne öffnet, dann fällt es ihm nicht allzu schwer, seiner Stimme zu folgen.“
Auch in den Gruß- und Dankesworten zum Abschluss seiner Pastoralreise richtete sich Papst Benedikt kurz vorm Heimflug nach Rom noch einmal an die Jugend. Er gestand, dass es ihn ganz besonders gefreut habe, ihr zu begegnen und „sie zu ermutigen, ihre Zukunft auf den besten Traditionen der Vergangenheit dieser Nation, insbesondere auf ihr christliches Erbe zu bauen“.
Mit einem Zitat Franz Kafkas, der gemeint hatte: „Wer die Fähigkeit bewahrt, das Schöne zu sehen, wird niemals alt“, ermutigte der Papst Jung und Alt dazu, darum zu ringen, tatsächlich jung zu bleiben – was auch im Alter möglich sei.
„Wenn unsere Augen für die Schönheit der Schöpfung Gottes und unser Sinn für die Schönheit seiner Wahrheit offen bleiben, dann können wir gewiss hoffen, jung zu bleiben und eine Welt zu bauen, die etwas von dieser göttlichen Schönheit widerspiegelt, damit wir auch zukünftige Generationen anregen, das Gleiche zu tun.“
Mit Blick auf den Nationalheiligen Wenzel, die heiligen Mähren- und Slawenapostel Cyrill und Method, Patrone von Europa, sowie die heilige Agnes von Böhmen verwies Papst Benedikt bei der Verabschiedung ein letztes Mal auf die „beachtliche Schar von Missionaren und Märtyrern sowie kontemplativen Heiligen“, mit denen die Tschechische Republik gesegnet sei, um anschließend die ökumenischen Bemühungen der Vergangenheit zu würdigen und zu weiteren „entscheidenden Schritte zur Versöhnung und zur wahren Einheit in Christus“ zu ermutigen. Außerdem verwies er neuerlich auf die Notwendigkeit, beharrlich die Wahrheit zu suchen.
Die letzten Worte Benedikts XVI. in der Tschechischen Republik erinnerten an den Auftakt seines Besuchs, als er dem berühmten Prager Jesukind seine Aufwartung gemacht und dabei ein eigens gedichtetes Gebet gesprochen hatte: „Nochmals danke ich Ihnen und verspreche Ihnen, Sie alle in mein Gebet einzuschließen und Sie in meinem Herzen zu tragen. Gott segne die Tschechische Republik! Das Prager Jesulein erleuchte und führe Sie und alle Familien dieses Landes! Gott segne Sie alle!“ - Weitere Berichte von den Ansprachen des Papstes siehe www.zenit.org und www.kath.net !
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
27.09.2009 08:52:53
Herausforderung für den Glauben
(kathpress.at/apa-ots.at) In seiner Predigt bei der Messfeier in Brünn rief Benedikt XVI. die Katholiken in der Tschechischen Republik zu einem entschlossenen Eintreten für ihren Glauben auf. Viele Formen der Armut in der aktuellen Gesellschaft entstünden aus menschlicher Isolation und aus einer Ablehnung Gottes, sagte der Papst. Am Ursprung stehe ein "tragisches Verschließen des Menschen in sich selbst, der meint, sich selbst genügen zu können". Die gegenwärtige Kultur in Tschechien stelle eine "radikale Herausforderung für den Glauben" dar, sagte Benedikt XVI. Er kritisierte eine Verdrängung der Religion ins Privatleben und eine Verkürzung menschlicher Hoffnung auf wissenschaftlichen und ökonomischen Fortschritt. Technische Entwicklungen und die Verbesserung der sozialen Strukturen seien "wichtig und gewiss notwendig", doch reichten sie nicht aus, das moralische Wohl einer Gesellschaft zu gewährleisten, so der Papst. Der Mensch müsse von materiellen Unterdrückungen befreit werden, aber ebenso "von den Übeln, die den Geist bedrücken". Auch mit Blick auf die kommunistische Vergangenheit warnte Benedikt XVI. vor einer Verdrängung des Glaubens aus der Gesellschaft: Die Erfahrung der Geschichte zeige, "zu welcher Sinnlosigkeit der Mensch gelangt, wenn er Gott von seinem Entscheidungs- und Handlungshorizont ausschließt", so der Papst. Allerdings sei es nicht leicht, eine Gesellschaft nach den Maßstäben des Guten, der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit aufzubauen, weil der Mensch immer neu zwischen Gut und Böse wählen müsse. "Die Freiheit müsse daher ständig neu für das Gute gewonnen werden", so der Papst. - Weitere Berichte laufend auf www.radiovatikan.de, www.kath.net, www.gloria.tv, www.zenit.org !
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
27.09.2009 08:49:26
Kardinal Schönborn: "Von Höllenangst und Gottesfurcht"
(stephanscom.at) Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn kommentiert das Evangelium des 26. Sonntags im Jahreskreis:
Viel von Hölle ist heute die Rede. Auch von Dämonen. Und von einem schrecklichen Gericht über die, die andere zum Bösen verführen. Ist diese Welt von Bildern und Vorstellungen noch irgendwie verstehbar? Liegen hier nicht kulturelle Welten zwischen der Zeit Jesu und der unseren.
Kein Zweifel: Jesus hat von all dem gesprochen. Teufel und Hölle kommen in seinem Denken und Reden vor, und das nicht irgendwie am Rand, sondern an zentralen Stellen. Wie damit umgehen?
Drei Fehldeutungen gilt es zu vermeiden. Die Erste sagt: Das waren eben damalige (primitive) Vorstellungen. Für uns moderne Menschen haben sie nichts mehr zu sagen. Eine Zweite nimmt alle diese Aussagen einfach wörtlich und malt sie noch aus. So machten es gewisse Höllenpredigten, die sich die Qualen der Verdammten ausmalten und sie noch mit allen möglichen Foltern ausschmückten. Eine dritte Fehldeutung besagt, dass Jesus das gar nicht so gemeint habe, dass er nur den Ernst der menschlichen Entscheidungen deutlich machen wollte. Natürlich habe er das selber ganz anders gesehen, hat er doch vor allem vom lieben, liebenden, verzeihenden und barmherzigen Gott gesprochen und nicht vom ewigen Höllenfeuer.
Wenn diese drei Deutungen nicht zutreffen, welche stimmt dann? Gibt es die Hölle? Ja oder nein! Die Lehre der Kirche ist hier klar: Ja, es gibt die Möglichkeit, das ewige Heil zu verlieren. Jesu Warnung ist kein Spiel mit Worten. Aber wen betrifft es? Wenn wir von Hölle reden, meinen wir meist die anderen. Jesus aber spricht mich an: "Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab." Das meint er sicher nicht wörtlich. Wohl aber geht es darum, dass ich selber gegen die Versuchung zum Bösen kämpfen muss.
Wenn wir alle genau unser Sterbedatum wüssten, würden wir wahrscheinlich auf manches böse Wort, auf manche gemeine Tat verzichten. Wir werden Rechenschaft geben müssen, über unser Leben. Dem "Jedermann" sagt der Tod, der ihn holen kommt, er müsse sein Rechenbuch mitnehmen. Ja, wir werden Bilanz ziehen müssen. Und diese kann negativ ausfallen. Das ist schlimm in dieser Welt, aber hier lässt es sich doch irgendwie wiedergutmachen. Aber einmal ist es die letzte Bilanz, die Endabrechnung. Wie wird sie bei mir aussehen?
In früheren Jahrhunderten hatten viele Menschen wirklich Angst vor dem Endgericht. Und die Kirche hat (leider) oft diese Angst noch "angeheizt". Mein Eindruck ist, dass diese Angst heute bei vielen abhanden gekommen ist. Sie hatte aber auch ihr Gutes. Die Menschen wussten: Was ich heute und jetzt tue oder unterlasse, das hat Auswirkungen nicht nur auf dieses Leben, sondern auf mein ewiges Glück oder Unglück.
Letztlich geht es nicht um Höllenangst, sondern um die Angst, anderen "die Hölle" zu bereiten, sie zum Bösen zu verleiten, ihr Vertrauen zu verletzen, sie zu kränken, ihnen Ärgernis zu geben. Davor warnt Jesus mit ernstesten Worten. Und wer diese Worte ernst nimmt, der wird redlich bemüht sein, so zu leben, dass er auch gut sterben kann, ohne Höllenfurcht.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.09.2009 08:56:57
Papst krönt das "Prager Jesuskind"
(kath.net) Die erste Station seiner Apostolischen Reise hat den Heiligen Vater zum Prager Jesuskind geführt. In der Kirche „Maria vom Sieg“ krönte er zu Samstag Mittag das weltbekannte Gnadenbild, wie es das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ mitteilt. Benedikt XVI. sprach bei diesem Anlass das folgende Gebet:
Herr Jesus,
wir sehen Dich als Kind
und glauben, dass Du der Sohn Gottes bist,
der Mensch geworden ist durch das Wirken des Heiligen Geistes
im Schoß der Jungfrau Maria.
Wie in Bethlehem
beten auch wir Dich an mit Maria, Josef,
den Engeln und den Hirten und erkennen in Dir
unseren einzigen Erlöser.
Du bist arm geworden,
um uns mit Deiner Armut reich zu machen.
Lass uns niemals die Armen vergessen
und die Menschen, die leiden.
Beschütze unsere Familien,
segne alle Kinder dieser Welt
und mach, dass unter uns immer die Liebe herrschen möge,
die Du uns gebracht hast und die
das Leben glücklicher werden lässt.
Gib, dass alle, o Jesus, die Wahrheit Deiner Geburt erkennen,
damit alle wissen mögen,
dass Du gekommen bist,
um der ganzen Menschheitsfamilie
das Licht, die Freude und den Frieden zu bringen.
Du bist Gott und Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater
in der Einheit des Heiligen Geistes
jetzt und in Ewigkeit.
Amen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.09.2009 08:55:26
Pfr.i.R. Alfred Hohensinn verstorben
(dioezese-linz.at) Der emeritierte Pfarrer Alfred Hohensinn ist am 20. September 2009 im 75. Lebensjahr in Linz verstorben. Alfred Hohensinn ist am 12. Dezember 1934 in Ried i.I. geboren, erlernte den Beruf des Kleidermachers und maturierte 1962 nach dem Besuch der Arbeitermittelschule. Anschließend trat er in das Linzer Priesterseminar ein und wurde 1969 zum Priester geweiht. Er war Kooperator in Diersbach, Gunskirchen, Liebenau, Pfarradministrator in Geinberg und Pfarrprovisor von Weilbach. 1983 wurde er zum Pfarradministrator und 1984 zum Pfarrer von Schardenberg bestellt, wo er bis zu seiner Pensionierung 2002 als Pfarr- und Wallfahrtsseelsorger sehr segensreich gewirkt hat. Danach übersiedelte er nach Auerbach in Deutschland, wo er als Hausgeistlicher im Mutterhaus der Schulwestern v. Unserer Lieben Frau tätig war. Im Oktober 2007 kam er nach Hofkirchen im Mühlkreis und half in Hofkirchen und in den Pfarren der Umgebung aus. Der Begräbnisgottesdienst wurde am Samstag, 26. September 2009, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Schardenberg gefeiert, anschließend erfolgte die Beisetzung im Priestergrab. - Lesen Sie die Predigt von Moderator Werner Schmid zum 40-jährigen Priesterjubiläum, das der Spätberufene Pfr. Hohensinn heuer in Auerbach feiern durfte!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.09.2009 16:39:48
Papst am Samstag schon in Tschechien
(radiovatikan.de) Samstagvormittag, genau um 9:20, bricht Papst Benedikt zu seiner dreitägigen Pastoralreise in die Tschechische Republik auf. Eine Maschine der Alitalia bringt ihn nach Prag, wo ihn am Flughafen um 11:30 Uhr das bei solchen Anlässen übliche Komitee empfängt: Staatspräsident Vaclav Klaus mit Frau, der Erzbischof von Prag, Kardinal Miloslav Vlk, und der Präsident der tschechischen Bischofskonferenz Jan Graubner. Nach den militärischen Ehren sowie der päpstlichen und der tschechischen Hymne hält der Papst noch auf dem Flughafen seine erste – von insgesamt zehn – Ansprachen.
Als erste Station steuert Papst Benedikt umgehend ein Volksheiligtum an: Das so genannte Prager Kindl, das in der Kirche „Maria vom Sieg“ als wundertätige Jesuskind-Figur verehrt wird. Die Holzstatue stammt der Überlieferung nach aus Spanien. Sie ist mit Wachs überzogen, 47 Zentimeter groß und ein Geschenk Kaiser Ferdinand II., der sie nach der Schlacht am Weißen Berg den Karmelitermönchen übergab. In der Hand trägt die Jesusstatue eine kreuzbesetzte Weltkugel. Das Prager Kindl hat rund 60 verschiedene prächtige Kleidchen, die Gläubige als Votivgaben spendeten.
Papst Benedikt wird still vor dem Gnadenbild beten und ihm eine kleine Goldkrone aufsetzen, bevor er offiziell den Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz begrüßt. Nach dem Mittagessen in der Nuntiatur, wo der Papst während seines Tschechien-Aufenthaltes residieren wird, absolviert Benedikt einen Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten der Republik in der Prager Burg auf dem Hradschin. Im Anschluss ist, ebenfalls in der Burg, ein Treffen mit politischen und zivilen Autoritäten sowie mit dem Diplomatischen Corps angesetzt.
Am späten Nachmittag besucht der Papst die Prager Kathedrale St. Vitus, Wenzel und Adalbert, kurz: Veitsdom, der nur 200 Meter von der Burg entfernt auf dem Hradschin liegt. Diese prächtige gotische Kathedrale war die Krönungskirche der Böhmischen Könige. In einer der Kapellen werden ihre Insignien aufbewahrt, die Wenzelskrone, das Zepter und der Reichsapfel. Um 18 Uhr wird der Papst im Veitsdom die Vesper mit Bischöfen, Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und Angehörigen von Laienbewegungen feiern. Für Benedikt endet der Tag mit einem privaten Abendessen in der Nuntiatur.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.09.2009 16:37:24
Schweizer Bischöfe veröffentlichen Empfehlungen für Grippepandemie
(news.stjosef.at) Die Schweizer Bischofskonferenz hat „Vorbehaltene Empfehlungen für den Fall einer Grippepandemie in den Pfarreien“ veröffentlicht. Für die „Phase weiß“, deren Eintrittswahrscheinlichkeit mit September/Oktober 2009 angegeben wird, gelte: „Einige hundert Erkrankungen an Schweinegrippe in der Schweiz; täglich kommen neue dazu“. Als Maßnahmen werden vorgeschlagen: Die Gläubigen in der Liturgie betreffend: „Kein Handschlag beim Friedensgruß. Der Zelebrant trinkt als Einziger aus dem Kelch.“ Für die kirchlichen Mitarbeiter gelte: „Die grundlegenden Verhaltensregeln zum Eigen- und Fremdschutz sind allen Mitarbeitenden bekannt. Mitarbeitende, die Grippesymptome aufweisen, bleiben zur Abklärung zuhause. Vor und nach allen Begegnungen wäscht man sich die Hände (wie im Spital).“ Die Maßnahmen, welche die Gläubigen betreffen, sollen in Anschlägen und im Pfarrblatt veröffentlicht werden (vorsorglich auch für die nächsthöhere Stufe gelb), heißt es abschließend.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.09.2009 16:29:34
Nichts Gutes bleibt bei Gott vergessen
(stjosef.at/predigten) Das Evangelium des 26. Sonntags i.Jkr. B ist inhaltsschwer und umfasst verschiedene Aspekte. Zuerst geht es um die christliche Toleranz, wenn Jesus dazu auffordert, den fremden Wundertäter nicht zu hindern, der in Jesu Namen Wunder wirkt, den Jüngern Jesu aber nicht nachfolgt. Im Haupt- und Schlussteil geht es um die Vermeidung dessen, was für andere und für einen selber eine Gelegenheit, ja eine Verführung zum Bösen darstellt. Die Worte Jesu klingen hier besonders radikal, um die Entschiedenheit des Einsatzes für das Gute hervorzuheben sowie die Notwendigkeit, dem Bösen wirklich konsequent abzusagen. Gerade den „Kleinen“, die an Jesus glauben (wir können hier insbesondere an die Kinder denken), darf auf keine Weise ein Ärgernis, d.h. ein Anlass zum Bösen gegeben werden. Gott selbst tritt für die Würde und das Recht der Kleinen ein, und wehe dem, der bewusst Ärgernis gibt!
Zwischen den angeführten Lehrstücken liegt aber noch ein Satz, den wir näher bedenken wollen. Jesus sagt nämlich: „Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.“ Hier geht es offenbar um das unscheinbare Gute, das jemand tut und das man leicht übersieht. Gott übersieht es bestimmt nicht; bei ihm wiegt auch das Geringe schwer, wenn es in der rechten Absicht getan wird. Die Motivation ist konkret, dass jemand einem Jünger Jesu einen Dienst der Liebe leistet (hier: einen Becher Wasser zu trinken gibt), weil dieser Jünger zu Christus gehört.
- Lesen Sie die Predigt zum 26. Sonntag i. Jkr. B in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.09.2009 15:22:56
Gloria-Kirchenfachmesse von 08.-10.10.2009 in St. Pölten
(presse.kirche.at) „Ich habe mit Erstaunen festgestellt, wie viele Menschen im Zusammenhang mit Kirche tätig sind und was da alles geleistet wird“. So Bischof Klaus Küng bei der Pressekonferenz zur „Gloria“, der zehnten Kirchenfachmesse ihrer Art und der ersten in St. Pölten, die vom 8. bis 10. Oktober im VAZ St. Pölten stattfindet. Die Kirchenfachmesse Gloria, seit neuen Jahren eine fixe Einrichtung in Dornbirn, wird heuer erstmals in St. Pölten ihre Pforten öffnen. Rund hundert Aussteller zeigen, was zur Ausstattung von Kirchen und Klöstern alles benötigt wird: von Glocken und Kirchturmuhren bis zu Kirchenheizungen und Kerzen, von Priester- und Ministrantengewänder bis hin zu Rosenkränze, Kreuze und Statuen hat diese Messe alles zu bieten. Restauratoren werden ebenso ihre Arbeit zeigen wie Orgelbauer und Herrgottschnitzer, erläutert die Prokuristin der Messe Dornbirn, Margit Hinterholzer.
Zu den Ausstellern mit den verschiedenen kirchlichen Angeboten, sei es Literatur oder Kunst, gibt es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops sowie Sonderschauen, einen Live-Glockenguss der Firma Perner aus Passau, eine Messweinverkostung oder auch die Bibelausstellung. Kinder und Jugendliche, Schulklassen und Ministrantengruppen können bei einer „Rätselralley“ quer durch die Gloria interessante Details erkunden.
„Ich freue mich darauf, denn neugierig sein macht es spannend“, bekundet Superintendent Paul Weiland bei dem Pressegespräch. Die bisher ungemein positiven Reaktionen auf diese Messe in Vorarlberg haben auch die evangelische Kirche bewogen, auf einen eigenen Stand bei der Messe in St. Pölten die Besucher zu Kaffee und Gesprächen einzuladen. Einen besonderen Platz wird der „Kirchenheurige“ der Diözese St. Pölten einnehmen. „Ein beliebter Begegnungsort für Menschen ist der Kirchenplatz“, sagte der Direktor der Pastoralen Dienste, Dr. Sepp Winklmayr. Auf der Gloria wird dieser Begegnungsort durch den „Kirchenheurigen“ geschaffen, wo sich die Besucher treffen und Erfahrungen austauschen. „Die Gloria wird nicht nur ein wirtschaftliches Ereignis sein, sondern auch ein menschliches und pastorales“, betonte er. Als lang gehegten Wunsch bezeichnete Daniela Spielvogel der Firma Spielvogel-Kirchenbedarf die Tatsache, dass diese Kirchenfachmesse nun erstmals auch im östlichen Teil Österreichs stattfindet. Sie meint, dass damit auch die Messeveranstalter „neuen Wind“ bekommen.
Auf den Sinn von Pilgern wies Anton Wintersteller, Referent für Tourismuspastoral der Erzdiözese Salzburg hin. „Pilgern ist heute ein sinnstiftendes Angebot“, betonte er. So werden auf der Kirchenfachmesse Gloria auch die Pilgerwege in Österreich vorgestellt. Über 3.000 Kilometer Pilgerwege soll es geben. Neben dem Jakobsweg seien es vor allem die Orte Mariazell, Gurk und St. Wolfgang, zu denen jährlich tausende Menschen pilgern.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.09.2009 15:18:28
NR Ewald Stadler kritisiert BM Häupl wegen Abtreibungs-Ehrung
(kath.net) Der bekannte BZÖ-Abgeordnete Ewald Stadler hat am gestrigen Mittwoch bei der Nationalratssitzung bei einer Rede scharfe Kritik am Wiener Bürgermeister Michael Häupl geübt, weil er Anfang September eine Abtreibungsklinik geehrt hat. Wörtlich sagt Stadler: "Ich sage Ihnen in aller Form: Ich schäme mich für einen Landeshauptmann und Bürgermeister Häupl, der einer Klinik eine Auszeichnung dafür gibt, dass sie 30 Jahre lang Kinder ermordet, meine Damen und Herren! Dafür schäme ich mich, meine Damen und Herren!"
Stadler verwies dabei auf den englischen Firmebuchauszug und erklärte dass diese Klinik am Fleischmarkt Marie Stopes International (MSI) gehört und diese von einer "Nazi-Tante" gegründet. "Sie hat noch glühende Liebesgedichte an den Herrn Hitler geschrieben. Sie hat an einer Bevölkerungskonferenz im Jahre 1935 teilgenommen, bei der sie die Sterilisation von Juden, von Nicht-Weißen, von Trinkern und „Menschen zweiter Klasse mit schlechtem Charakter“ verlangt hat.", erklärt der BZÖ-Abgeordnete, der die "geistige Wurzel, die am 3. September geehrt wurde" als "Skandal" bezeichnete. Stadler erinnerte auch, dass Abtreibung in Österreich nach wie vor ein Unrechts- und ein Tötungsdelikt sei, dass nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht verfolgt wird. Wörtlich sagt er dann: "Für ein Tötungsdelikt verteilt der Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister Preise, meine Damen und Herren. Das halte ich für eine Niedertracht der Sonderklasse! Das ist das, was wir dazu zu sagen haben. Stellen Sie sich vor, der Kärntner Landeshauptmann hätte ein Institut geehrt, das von einer Nazi-Tante gegründet worden wäre, da hätte ich das Aufschreien der Damen und Herren aus der SPÖ mir gar nicht vorstellen wollen – zu Recht –, aber wenn es der Herr Wiener Landeshauptmann und Genosse Häupl macht, dann wird das auch noch verteidigt, meine Damen und Herren, dann werden jene, die dagegen protestieren, zu kriminalisieren versucht! Das werden Sie mit mir nicht machen können! Ich lasse mir als Katholik von Ihnen aus Glaubens- und Gewissensgründen keine Regelung aufoktroyieren, die sogar die österreichische Rechtsordnung noch als Kriminalfall behandelt!"
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
23.09.2009 15:26:12
Gebet um die Einheit der Kirche
(news.stjosef.at) Herr Liudger Berresheim schrieb uns folgende Zeilen: "Kommen wir nicht von Gottes Wegen ab, wenn wir -stillschweigend? - die Trennung der Christen 'akzeptieren'? Ist nicht gerade das Gebet um Einheit d e r Schritt zur Besinnung auf das bleibende Gebot unseres Herrn 'ut unum sint'? Und damit die Kraft, um Gnade zur - persönlichen - Umkehr zu beten und zu bitten?" Er wies uns zugleich auf eine Internetseite hin, die ein 6-Minuten-Gebet um die Einheit der Kirche enthält, siehe http://st-andreas-altrich.de/feste/6-minuten.htm . Angerufen wird dort insbesondere der heilige Josef als Schutzpatron der Kirche!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
23.09.2009 15:14:47
Papst würdigt den heiligen Anselm als "doctor magnificus"
(zenit.org) Die heutige Katechese während der Generalaudienz widmete Papst Benedikt XVI. vor rund 9-000 Pilgern und Besuchern in der Audienzhalle „Paolo VI“ dem Theologen, Philosophen und heiligen Benediktinermönch Anselm von Canterbury (* um 1033 in Aosta; † 21. April 1109 in Canterbury), genannt auch Anselm von Aosta (Geburtsort) oder Anselm von Bec (sein Kloster). In diesem Jahr begeht die Kirche den 900. Todestag des großen mittelalterlichen Kirchenmannes. Die Liebe zur Wahrheit und der Durst nach Gott, die das gesamte Leben des heiligen Anselms ausgezeichnet hatten, mögen nach Worten Benedikts XVI. jeden Christen dazu anspornen, unermüdlich eine immer innigere Verbundenheit mit Christus anzustreben, der der Weg, die Wahrheit und das Leben sei.
Der mutige Eifer, der das pastorale Wirken des heiligen Anselm gekennzeichnet und diesem mitunter auch Unverständnis, Bitterkeit und sogar Verbannung eingebracht habe, solle den Hirten, den geweihten Personen und den Laiengläubigen zum Beispiel gereichen, die Kirche Christi zu lieben, für sie zu beten und für sie zu leiden, „ohne sie je zu verlassen oder zu verraten“. Der Papst charakterisierte den heiligen Anselm als einen Ordensmann „von intensivem geistlichen Leben“, der „ein herausragender Erzieher der Jugend“, ein „Theologe mit einer außergewöhnlichen spekulativen Begabung“ gewesen sei, „ein weiser Mann der Regierung und ein unnachgiebiger Verteidiger der ‚libertas Ecclesiae’“. All diese Eigenschaften machten Anselm zu einer der herausragendsten Gestalten des Mittelalters, die es verstanden habe, diese unterschiedlichen Eigenschaften dank einer tiefen mystischen Erfahrung miteinander in Einklang zu bringen. Diese Erfahrung habe stets sein Denken und Handeln geleitet.
Anselm sei eine „mystische Seele“ gewesen, hob Benedikt XVI. mit Blick auf den Gründer der scholastischen Theologie mit dem Beinamen „doctor magnificus“ hervor. Diesen Namen habe er erhalten, da er die Sehnsucht hegte, die göttlichen Geheimnisse in dem Bewusstsein zu vertiefen, „dass der Weg der Erkenntnis Gottes nie vollendet ist - wenigstens nicht auf dieser Erde“. Nach den Ausführungen Benedikts XVI. ist besonders ein Wort des heiligen Anselms für die moderne theologische Forschung und allgemein für all jene von Bedeutung, die ihr theologisches Wissen vertiefen wollten: „Wer beabsichtigt, Theologie zu betreiben, darf nicht nur auf seinen Verstand zählen, sondern auf eine tiefe Erfahrung des Glaubens.“ Theologie verwirkliche sich nämlich in drei Stufen: im Glauben, der ein Geschenk Gottes sei; in der Erfahrung und in der Fleischwerdung des Wortes Gottes im persönlichen Leben. Benedikt XVI: fügte diesbezüglich hinzu, dass es sich hierbei nicht nur darum gehe, Überlegungen anzustellen.
Mit besonderem Nachdruck betonte der Papst den Einsatz des heiligen Anselms für die Freiheit der Kirche. Er habe mutig die Unabhängigkeit der geistlichen Macht von der zeitlichen Macht bekräftigt. „Er verteidigte die Kirche vor den unangemessenen Einmischungen der politischen Autoritäten, vor allem der des Königs William II. Rufus und Heinrichs I.; dabei fand er die Unterstützung des Papstes, dem gegenüber Anselm immer eine mutige und herzliche Anhängerschaft an den Tag legte.“ Diese Treue habe ihm im Jahr 1103 auch die Bitternis der Verbannung aus Canterbury eingebracht. Erst 1106, als König Heinrich I. auf den Anspruch auf die kirchliche Investitur sowie auf die Besteuerung und Beschlagnahmung von Kirchengütern verzichtet habe, sei es Anselm möglich geworden, nach England zurückzukehren, wo er von Klerus und Volk feierlich in Empfang genommen worden sei. So sei es zum Abschluss eines langen Kampfes gekommen, den Anselm mit den Waffen der Beständigkeit, des Demut und der Güte geführt habe, was bis in unsere Tage hinein Aufmerksamkeit errege.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.09.2009 16:12:31
Das Vorbild des heiligen Apostels Matthäus
(zenit.org) Das Gleichnis vom Besitzer des Weinbergs, der zu verschiedenen Tageszeiten Arbeiter für seinen Weinberg anwirbt, findet sich im Evangelium nach dem heiligen Apostel Matthäus (vgl. Mt 20,1–16a). Am 21. September 2008 erklärte Papst Benedikt anlässlich des Fests dieses Evangelisten in seiner Ansprache vor dem Gebet Angelus: „Ich möchte hervorheben, dass Matthäus diese Erfahrung am eigenen Leib gemacht hat (vgl. Mt 9,9). Denn bevor Jesus ihn berufen hatte, arbeitete er als Zöllner und galt daher als öffentlicher Sünder, der aus dem ‚Weinberg des Herrn’ ausgeschlossen war. Alles aber ändert sich, als Jesus an seinem Tisch vorbeigeht, ihn anblickt und zu ihm sagt: ‚Folge mir nach.’“
„Matthäus stand auf, und folgte ihm nach. Aus dem Zöllner wurde sogleich ein Jünger Christi. Der ehemals ‚Letzte’ war nun ‚Erster’, dank der Logik Gottes, die – zu unserem Glück! – eine andere ist als die Logik der Welt.“ Innerhalb seines Katechesenzyklus während der Generalaudienzen über die Apostel und die Gestalten der entstehenden Kirche widmete Benedikt XVI. am 30. August 2006 seine Aufmerksamkeit dem heiligen Matthäus und zeichnete das Bild des Apostels nach, wie es im Evangelium überliefert ist: „Sein hebräischer Name bedeutet ‚Geschenk Gottes’. Auf der Grundlage dieser einfachen Feststellungen, die sich aus dem Evangelium ergeben, können wir einige Überlegungen anstellen. Die erste Überlegung ist die, dass Jesus in den Kreis seiner engsten Vertrauten einen Mann aufnimmt, der nach der gängigen Auffassung im zeitgenössischen Israel als öffentlicher Sünder betrachtet wurde. Matthäus hatte nämlich nicht nur mit Geld zu tun, das aufgrund seiner Herkunft von Leuten, die nicht zum Volk Gottes gehörten, als unrein galt, sondern er kollaborierte außerdem mit einer verhassten, habgierigen Fremdherrschaft, die Abgaben auch willkürlich festlegen konnte.“
Vor diesem Hintergrund steche eine Tatsache besonders ins Auge, hob der Papst hervor: „Jesus schließt keinen von seiner Freundschaft aus. Im Gegenteil, gerade als er im Haus des Matthäus-Levi zu Tisch saß, gab er denjenigen, die sich daran stießen, dass er mit wenig vertrauenerweckenden Leuten Umgang hatte, diese wichtige Erklärung zur Antwort: ‚Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten’ (Mk 2,17).“
In der Gestalt des Matthäus stelltendie Evangelien den Gläubigen ein „wirkliches Paradox" vor Augen: „Wer dem Anschein nach weit von der Heiligkeit entfernt ist, kann sogar zu einem Vorbild werden für einen Menschen, der bereit ist, die Barmherzigkeit Gottes zu empfangen, und er kann ihre wunderbaren Auswirkungen im eigenen Leben erkennbar werden lassen.“
Anschließend stellte Papst Benedikt XVI. eine zweite Überlegung an. Als Ausgangspunkt diente ihm erneut die Heilige Schrift, in der berichtet woird, „dass Matthäus sofort auf den Ruf Jesu antwortet“. Diesbezüglich erklärte der Bischof von Rom: „Die Anwendung auf die Gegenwart ist einfach: Auch heute ist es nicht zulässig, an Dingen festzuhalten, die mit der Nachfolge Jesu nicht vereinbar sind, wie es bei unehrlich erworbenem Reichtum der Fall ist. Genau das tat Matthäus: Er stand auf, und folgte ihm! Man kann mit gutem Grund in diesem ‚Aufstehen’ das Loslassen von einer Situation der Sünde und gleichzeitig die bewusste Zuwendung zu einem neuen Leben sehen, einem aufrichtigen Leben in der Gemeinschaft mit Jesus.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.09.2009 16:11:01
Bischof Küng: Österreichs Bischöfe strikt gegen Abtreibung
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng nimmt im kath.net-Interview ausführlich Stellung zur Haltung der katholischen Kirche in Österreich betreffend den Schutz des ungeborenen Lebens. Wörtlich meint der Bischof: „Wenn Sie also fragen, ob sich die Bischöfe genug für das Leben einsetzen: meines Erachtens tun wir, was uns möglich ist, aber sicher ist es nie genug! Ich bin auch damit einverstanden, dass es manchmal angebracht sein kann zu überprüfen, ob die Bemühungen wirksam sind und genügend konsequent.“ Die Fristenlösung werde für die Bischöfe niemals akzeptabel sein. „Zu fordern ist selbstverständlich ein möglichst guter Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Das bedeutet aber nicht unbedingt die Rückkehr zur früheren Gesetzgebung genau so, wie sie vor Einführung der Fristenlösung in Österreich war. Es wird neu zu überlegen sein, wo Vindikationen ansetzen sollen.“ – Lesen Sie das Interview in vollem Wortlaut auf kath.net!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
20.09.2009 12:43:17
Papst freut sich auf Tschechien
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. betet für Friedenssoldaten, die auf ihren Missionen rund um den Erdball ihr Leben lassen. Beim Angelusgebet in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo erinnerte er an diesem Sonntag vor allem an Opfer in Afghanistan. In Kabul hatte am Donnerstag ein Sprengsatz u.a. sechs italienische UNO-Soldaten in den Tod gerissen. „Die tragischen Nachrichten über Todesopfer – sowohl unter Soldaten als auch unter der Zivilbevölkerung – sind etwas, woran wir uns niemals gewöhnen können. Sie verstören und empören alle, denen der Frieden und das friedliche Zusammenleben am Herzen liegen. Ich bete für die italienischen Soldaten, die Opfer des Anschlags in Afghanistan wurden, und denke auch an andere nationale Kontingente, bei denen es ebenfalls kürzlich Opfer gab und die versuchen, Frieden und Entwicklung von Institutionen voranzubringen. Ich denke auch vor allem an die Zivilbevölkerung und lade dazu ein, für alle zu Gott zu beten.“
Der Papst rief dazu auf, mehr für die „Solidarität unter den Nationen zu tun, um der Logik der Gewalt und des Todes etwas entgegenzusetzen“. Um Werke des Friedens zu „tun“, müsse man ein Mensch des Friedens „sein“, meinte er unter Verweis auf die Lesung dieses Sonntags aus dem Jakobusbrief. Beim Angelusgebet erinnerte Benedikt XVI. auch an seine bevorstehende Auslandsreise, die ihn in einer Woche für drei Tage in die Tschechische Republik führt.
„Die Tschechische Republik liegt im Herzen Europas, und nachdem sie die Dramen des letzten Jahrhunderts erlebt hat, braucht sie wie der ganze Kontinent eine Neuentdeckung des Glaubens und der Hoffnung. Auf den Spuren meines geliebten Vorgängers Johannes Paul II., der dieses Land dreimal besuchte, will ich die heroischen Zeugen des Evangeliums in alter wie in neuester Zeit ehren und alle ermutigen, in Liebe und Wahrheit voranzuschreiten.“ Der Papst konnte in Castelgandolfo auch viele Besucher aus seiner deutschsprachigen Heimat begrüßen. Ihnen gab er folgendes mit auf den Weg:
„Jesus hat uns gezeigt, was es heißt, Diener seiner Brüder und Schwestern zu sein. In ihm war keine Spur von Selbstdarstellung und Anspruchsdenken, sondern er war für alle da wie einer, der dient. Das ist auch die Berufung seiner Jünger. Eifersucht und Ehrgeiz hingegen vergiften das Miteinander und zerstören die Gemeinschaft. Lernen wir von Jesus, von seiner Weisheit, seiner Güte und seiner Demut. Bemühen wir uns im Umgang mit unseren Mitmenschen um Frieden, Freundlichkeit und auch um Verzeihung und Nachsicht, wenn sie uns verletzt haben. Der Herr segne euch und eure Familien.”
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
20.09.2009 12:41:12
Tiroler Landesjubiläum 1809-2009: Bischof Scheuer erinnert an Werte des Glaubens
(dioezese-innsbruck.at) Die Besinnung auf und die Umsetzung der Werte Glaube, Solidarität, Freiheit, Gerechtigkeit und Friede stellte Bischof Manfred Scheuer in den Mittelpunkt seiner Predigt in der Festmesse zum Auftakt des heutigen Tiroler Landesfesttages. Mit einem großen Umzug in Innsbruck erreicht das Tiroler Gedenkjahr 1809-2009 heute seinen repräsentativen Höhepunkt. Die Festmesse im Innsbrucker Dom zu St. Jakob feierten hohe Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Österreich, aus dem Land Tirol, aus Südtirol und aus dem Trentino mit - an der Spitze Bundespräsident Heinz Fischer und die Landeshauptleute Günther Platter (Tirol), Luis Durnwalder (Südtirol) und Lorenzo Dellai (Trient).
„Friede erwächst aus einem Klima des guten Umgangs miteinander“, betonte der Bischof nachdrücklich. Er entspringe der „inneren Freiheit“ von Menschen, die Mitmenschlichkeit leben, Hab und Gut, aber auch Rechte teilen und Stolz und Egoismus meiden. Bei der „inneren Freiheit“ gehe es um selbstkritische Fragen wie: „Wer manipuliert uns? Wem gehen wir auf den Leim? Wer treibt uns vor sich her? Wer hat die Definitionsgewalt über das, was wichtig ist in unserem Land? Oder auch: Welche Zwänge und Abhängigkeiten habe wir schon verinnerlicht? An wen haben wir unsere Seele verkauft?“ Scheuer sprach sich für Persönlichkeiten mit „starkem Ich“ und für ein „starkes Wir“ in Tirol aus. „Entscheidend“ sei aber dass man für die eigene Identität nicht „Feindbilder zur Bestätigung der eigenen Überlegenheit braucht“, das Ich nicht gegen Andere absetzt, Andere nicht herabsetzt und schlecht macht.
Der „Wir-sind-wir-Menatlität“ erteilte der Bischof eine klare Absage. In der Gesellschaft seien vielmehr notwendig: Selbstkritische Beurteilung, Anerkennung und Wertschätzung der Mitmenschen, Gastfreundschaft, Hinwendung zu den Unterlegenen und Bedürftigen und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. „Dramatische Herausforderungen“ bringe gegenwärtig das „Phänomen der Migration“ mit sich. Es sei ein „soziales Phänomen epochaler Art, das auf der ganzen Welt „Millionen von Menschen“ betreffe. Es gelte, die Migration wirtschaftlich, politisch, kulturell und religiös zu bewältigen.
Auch zur „Dornenkrone mit Rosen“ nahm der Bischof Stellung. Sie wird beim großen Festumzug am heutigen Landesfesttag mitgetragen. Im Vorfeld hatte es um sie heftige Auseinandersetzungen gegeben. Die Dornenkrone, so der Bischof, sei „klar ein Symbol für das Leiden Christi“. Es sei zu fragen, ob es nicht „Blasphemie“ sei, dieses Symbol auf die Tiroler Geschichte zu übertragen. Die Rosen deutete Scheuer als „Merkzeichen, dass der Glaube an den Gekreuzigten selig macht“. Rosen seien aber auch Symbol für „Freude an der Heimat, für den Stolz auf das Miteinander, für die Zusammengehörigkeit auf vielen Ebenen“. Und sie seien Zeichen für die Vernunft und für einen offenen, unverblendeten Blick auf Vergangenheit und Gegenwart des Landes. Diese seien gekennzeichnet von Gutem und Schönem, aber auch von Leid und Bösem.
Nachdrücklich forderte der Bischof zu einer „Lobby“ in Politik und Gesellschaft für die Kinder, die Jugendlichen und die Familien auf. Die Option für sie sei eine „Option für Lebendigkeit und Zukunft“. - Link: Predigt des Innsbrucker Bischofs im Wortlaut (Word-Format).
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
17.09.2009 09:03:11
Reliquie von P. Damian de Veuster geht auf Reisen
(zenit.org) Nach der Heiligsprechung von Pater Damian De Veuster am 11. Oktober wird seine Reliquie auf dem Weg zurück nach Hawaii in mehreren Städten Halt machen. Die Homepage über den Apostel der Aussätzigen (www.fatherdamien.com) enthält Details über die Tour sowie Informationen über sein Leben, Gebete, Videos, Fotos und nähere Angaben über eine Pilgerreise in seine Heimat Belgien und nach Rom zur Heiligsprechung. Ein freiwilliges Komitee in Hawaii hat die Website anlässlich der bevorstehenden Zeremonie in Rom entwickelt. Bischof Clarence Silva von Honolulu betonte mit Blick auf die bevorstehende Seligsprechung: „Wir beten, dass P. Damian uns dazu inspirieren möge, Bedürftigen die Hand zu reichen, um einen echten Unterschied in ihr Leben zu bringen und ihnen mit der Liebe Christi zu dienen.“ Am Tag der Heiligsprechung wird eine Reliquie des Belgiers zur Kathedrale in Honolulu getragen werden. Hier hatte P. Damian im Jahr 1864 das Sakrament der Priesterweihe empfangen.
Als der Selige 1889 starb, wurde er in Kalaupapa, einer Insel von Molokai, bestattet. Später wurde sein Leichnam exhumiert und 1936 zu seinem Geburtsort in Belgien gebracht. Anlässlich seiner Seligsprechung im Jahr 1995 wurde eine Reliquie von Damian De Veuster zurück nach Hawaii gebracht, wo sie im ursprünglichen Grab wieder begraben wurde. Die Grabesstätte befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Leprakolonie, in der P. Damian bis zu seinem eigenen Lepratod arbeitete. Noch eine zweite Reliquie wird zur Verehrung in Hawaiis Hauptstadt Honolulu gebracht werden. Auf ihrem Weg von Rom nach Hawaii wird sie unter anderem Detroit, Michigan, San Francisco und Oakland, Kalifornien, passieren. Danach wird sie zwischen den Inseln von Hawaii umherwandern, um am 1. November in einer Prozession zum 1882 erbauten Iolani Palace gebracht zu werden, in dem früher König Kalakaua residierte. Die Reliquie wird während der gesamten Tour entweder von einem Bischof oder Priester begleitet werden.
Bischof Silva wies darauf hin, dass die Menschen durch die Gegenwart der Reliquie dem Heiligen näher kämen. Dass veranlasse ihn zur Hoffnung, „dass wir dazu inspiriert werden, Gott zu lieben und uns unserem Nächsten so hinzugeben, wie es P. Damian getan hat.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
17.09.2009 08:56:27
Wer ein Kind um meinetwillen aufnimmt ...
(news.stjosef.at/JSp) Im Evangelium des letzten Sonntags war von der Ankündigung des Leidens und Sterbens sowie auch der Auferstehung Jesu die Rede, die er seinen Aposteln gegenüber gemacht hatte. Die Perikope des 25. Sonntags i. Jkr. B setzt dies fort; Jesus will seine Jünger, soweit es möglich ist, auf das Kommende vorbereiten, das sie ohnehin noch hart genug treffen wird. Wie weit die Apostel noch entfernt sind von der Gesinnung der Nachfolge Christi, zeigt sich in ihrem ganz und gar unnützen Streit darüber, wer denn von ihnen der Größte sei. Jesus nimmt dies zum Anlass, ihnen aufzuzeigen, dass im Reich Gottes andere Kategorien gelten. Nicht die irdisch Großen nehmen hier den ersten Platz ein, sondern jene, die bereit sind, die Letzten zu sein und den anderen zu dienen. Wir können hinzufügen: Jesus hat durch sein Beispiel gezeigt, wie dies zu verstehen ist, indem er als der Herr sich gleichsam zum Sklaven aller gemacht hat. Zur weiteren Veranschaulichung seiner Lehre vom Dienen und vom Klein-Sein vor Gott stellt Jesus ein Kind in ihre Mitte. Er nimmt es in seine Arme und spricht die verheißungsvollen Worte: „Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“ - Lesen Sie die Predigt zum 25. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
16.09.2009 05:26:44
"Kirche in Not" legt Fatimabroschüre neu auf
(kircheinnot.at) Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat seine Broschüre über die Bedeutung der Botschaften von Fatima für die Arbeit des Werkes neu aufgelegt. In dem Heft mit dem Titel „Im Geiste der Botschaften der Muttergottes von Fatima“ wird erklärt, warum die Botschaft Marias untrennbar mit „Kirche in Not“ und dem Gründer des Hilfswerks, Pater Werenfried van Straaten, verbunden sei. Dieser habe Fatima stets als „Leitmotiv seines Lebens“ betrachtet, es habe sich wie ein roter Faden durch seine Arbeit im Dienst der Kirche gezogen, heißt es in der 28 Seiten starken Schrift. Schon 1967 habe Pater Werenfried deshalb sein Hilfswerk der Gottesmutter von Fatima geweiht. Neben Wissenswertem über die Erscheinungen von Fatima informiert das Heft auch über das Rosenkranzgebet. „Der Rosenkranz ist ein Geschenk Gottes“, betont Karin Maria Fenbert, die Geschäftsführerin von „Kirche in Not“. „Es ist uns ein Anliegen, seine weitere Verbreitung in Deutschland zu fördern.“ In der Fatima-Broschüre wird beschrieben, wie Pater Werenfried schon als junger Priester erkannte, dass viele Christen im Westen die Bedeutung der Botschaften von Fatima noch nicht begriffen hätten. „Werenfried richtete sein Hilfswerk deshalb seit der Gründung 1947 am Geiste Fatimas aus“, sagt Fenbert. Dieser Geist beziehe sich unmittelbar auf die Evangelisation Russlands, ohne die alle Pläne der Ostpriesterhilfe ihren Sinn verlieren, wie Pater Werenfried selbst oft betont habe. Darum wirke „Kirche in Not“ von Anfang an mit Gebeten und Hilfsaktionen für die Bekehrung Russlands im Sinne der Botschaften von Fatima. Durch diese Gebets- und Hilfsaktionen sei zwischen den Katholiken im Westen und ihren Glaubensgeschwistern in Russland und der ganzen Welt eine große betende Gemeinschaft entstanden. Auch heute noch bilde die Evangelisierung Russlands einen Schwerpunkt des Hilfswerks, betont Fenbert. Darum habe man sich entschlossen, diese Informationsbroschüre neu aufzulegen. - Link: www.kircheinnot.at, www.kirche-in-not.de
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
16.09.2009 05:22:22
"Konzilien kann man nicht in Frage stellen"
(kathnews.de) Der Freiburger Professor Dr. Joseph Schumacher ist bekannt für seine theologische Arbeit, insbesondere auch im Internet. Im Jahr 1934 geboren, wurde er 1959 in Münster zum Priester geweiht. Seit den 70-er Jahren war er in Freiburg im Breisgau im Hochschulwesen tätig, wo er zunächst auch promovierte und später seine Habilitation erlangte. Thematisch widmet sich Schumacher meist aktuellen Fragen, etwa Frauenpriestertum oder Interkommunion, sowie grundlegenden Themen des katholischen Glaubens, zum Beispiel der Marien- und Heiligenverehrung. Mit dem stellvertretenden kathnews-Chefredakteur, Martin Bürger, sprach er über die Piusbruderschaft und das Zweite Vatikanum.
Martin Bürger: H. H. Prof. Dr. Schumacher, vor kurzem hat Regina Einig in der Tagespost eine Rezension zur Biographie von Erzbischof Marcel Lefebvre, dem Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., verfasst. Darin schreibt sie: „Den Gründer der Piusbruderschaft beseelte der Geist des Protestantismus“. Diese Aussage hat doch den einen oder anderen Leser verwundert – immerhin wird Lefebvre von gewissen Kreisen als der Bewahrer der katholischen Lehre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil schlechthin angesehen. Was ist von dieser Aussage aus theologischer Sicht zu halten?
Prof. Joseph Schumacher: Die Rezension von Regina Einig ist nicht gerade wohlwollend, aber so entspricht sie der öffentlichen Meinung. Nicht Unrecht hat die Rezensentin meines Erachtens, wenn sie den Subjektivismus Lefebvres und seiner Bewegung anprangert, den sie als protestantisch bezeichnet.
Der Papst und die Konzilien besitzen die höchste Autorität in Glaubensdingen. Die Lehrautorität des Papstes und der Konzilien kann man als katholischer Christ nicht in Frage stellen. Eine Reform der Kirche von draußen ist unkatholisch und im Grunde auch illusorisch. Was der überlieferte Glaube ist, das kann nicht der einzelne Gläubige definieren, auch nicht, wenn er ein Amtsträger ist. An die Stelle der Objektivität des Lehramtes setzen Lefebvre und seine Gefolgsleute die Evidenz ihrer Vernunft, die aber in Wirklichkeit ihre subjektive Erkenntnis und Wertung ist. Die Objektivität des Katholischen besteht gerade darin, dass der Geist Gottes die Kirche vor Irrtum bewahrt.
Was der Glaube der Kirche ist und wie er sich in seiner Kontinuität darstellt, das sagt dem gläubigen Katholiken das Lehramt der Kirche, das im Papsttum seine Kulmination erfährt. Die Kirche ist eine übernatürliche Realität. Und der Geist Gottes leitet sie durch die Amtsträger. Seit den Urtagen der Kirche gilt, dass sich das Charisma dem Amt unterordnen muss. Die Piusbruderschaft ist näher bei den Reformatoren, als sie es wahr haben will.
- Lesen Sie das Interview in voller Länge!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.09.2009 17:35:04
Islam-Deklaration des Forums Deutscher Katholiken
(forum-deutscher-katholiken.de) Der Kongress Freude am Glauben des Forums Deutscher Katholiken hat am 12.09.2009 folgende Resolution über das Verhältnis von Christen zum Islam verabschiedet:
Der sich ausbreitende Islam in Westeuropa ist für uns Christen hierzulande eine gewaltige Herausforderung und positive Provokation, um uns auf unsere Ursprünge und unseren eigenen Glauben zu besinnen. In vielen islamischen Ländern stellt die zunehmende Radikalisierung des Islam dagegen eine existenzielle Bedrohung der Christen dar.
Daher müssen wir in einen Dialog treten und auf die Muslime zugehen.
Anstelle eines medienwirksam inszenierten Dialogs müssen wir in ein Gespräch auf menschlicher Ebene eintreten. Für jeden wahrhaftigen Dialog ist der Respekt der Gesprächspartner voreinander und eine recht verstandene Toleranz eine unbedingte Voraussetzung. Es ist ein biblisches Gebot, Fremde zu schützen, gleich welchen Glaubens sie sind.
Daher unterstützen wir auch das Recht auf freie Religionsausübung der Muslime in unseren Ländern. Wir dürfen nicht Ängste schüren, sondern müssen vielmehr Bereitschaft zum gegenseitigen Verständnis aufbringen.
Das heißt freilich nicht, alle Verschiedenheiten für unwesentlich zu erklären und alle Unterschiede zu verharmlosen. Muslime haben das Recht, echte Christen kennen zu lernen. Ein daraus erwachsender Dialog mit den Muslimen ist ein Instrument, das uns helfen kann, aus der endlosen Spirale der Spannungen herauszukommen. Wenn sich hinter der Toleranz gegenüber dem Islam aber Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit oder Furcht verstecken, stärken wir die falschen Kräfte in der vielschichtigen islamischen Bewegung.
Die Muslime müssen es ertragen, dass sie selber kritisch hinterfragt werden, wie ja auch sie das Christentum und die westliche Liberalität kritisieren dürfen. Ganz entschieden müssen wir die Glaubensfreiheit für unsere bedrängten Mitchristen in islamischen Ländern einfordern. Hierzu gehört das Recht auf Religionsfreiheit im Sinne des Artikels 18 der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" mit Recht auf uneingeschränkten Religionswechsel und öffentliche Religionsausübung.
Bedrohte Konvertiten aus dem Islam müssen vor Abschiebung bewahrt werden.
Die Versammlung stellt sich hinter die Texte des Vatikanum II zum Islam.
Im Umgang mit den Muslimen sollten wir dabei den Weg der letzten Päpste
nachahmen: niemals beleidigen, doch immer wieder auch die ernsten Themen ansprechen und einfordern: keine Gewalt, Achtung vor der Würde des Anderen und Respekt vor seiner Freiheit. Denn Gewalt kann niemals einen religiösen Beweggrund haben, weil sie das Ebenbild Gottes im Menschen verletzt. Benedikt XVI. sagte am 9. Mai 2009 bei einem Moscheebesuch in
Amman: "Und wir werden daran erinnert, dass unsere gemeinsame menschliche Würde es ist, welche die allgemeinen Menschenrechte begründet, die für jeden Mann und jede Frau in gleicher Weise gelten, unabhängig von religiöser, sozialer oder ethnischer Zugehörigkeit."
Nicht die Stärke des Islam ist die gefährlichste Bedrohung Europas, sondern die systematische Verdrängung des christlichen Glaubens aus der Politik und dem öffentlichen Leben, die zu einer geistigen Immunschwäche Europas führt. Im Kampf gegen die "Kultur des Todes" (internationale Geburtenkontrolle, Abtreibung, Gender -Ideologie) sind die Muslime unsere natürlichen Verbündeten. So müssen sich Christen und Muslime gemeinsam den zahlreichen Herausforderungen stellen, die eine gottferne Zeit uns aufgibt.
Nur wenn wir eindeutig zur Wahrheit unseres Glaubens stehen, können wir den Dialog mit dem Islam führen und auch dem Aufruf Christi gerecht werden, allen Menschen -- also auch den Muslimen -- die frohe Botschaft zu predigen und die große Karfreitagsbitte zu wiederholen:
"Allmächtiger, ewiger Gott, steh allen bei, die sich nicht zu Christus bekennen, dass sie die Wahrheit finden."

Link: http://www.forum-deutscher-katholiken.de
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.09.2009 16:10:22
Durch die Gemeinschaft mit Christus werden wir heilig
(zenit.org) Es wäre falsch zu meinen, dass „ das Christentum seinem Wesen nach Moralität ist – dass wir selber durch unser moralisches Tun uns rein und gut machen. Wenn wir diese Meinung tiefer bedenken, wird offenkundig, dass dies nicht die ganze Antwort Jesu auf die Frage nach der Reinheit sein kann“. Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am 30. August während der heiligen Messen an die Teilnehmer des Treffens des „Ratzinger-Schülerkreises“ in Castel Gandolfo. Der Kreis hatte sich dieses Jahr mit dem Thema „Mission“ auseinandergesetzt. Die in deutscher Sprache gehaltene Predigt wurde heute, Montag, vom Heiligen Stuhl veröffentlicht. Der Papst wandte sich gegen eine Moralisierung des Christentums und bekräftigte: „Nicht wir schaffen das Gute – das wäre bloßer Moralismus –, sondern die Wahrheit geht auf uns zu.“ Christus selbst sei „die Wahrheit in Person“. Reinheit sei somit „ein dialogisches Ereignis“: „Sie beginnt damit, dass er auf uns zugeht – er, der die Wahrheit und die Liebe ist –, dass er uns in die Hand nimmt, unser Sein durchdringt. In dem Maß, in dem wir uns von ihm berühren lassen, in dem Begegnung zu Freundschaft und Liebe wird, werden wir selbst Reine von seiner Reinheit her und dann Mitliebende, die auch andere in seine Reinheit und Liebe hineinführen.“ Benedikt XVI. begann seine Überlegungen mit Frage nach der Reinheit des Menschen vor Gott. Wo der Mensch Gottes ansichtig werde, da erkenne er auch, dass er verschmutzt sei und sich in einem Zustand befinde, in dem er zu dem Heiligen nicht hinzutreten könne. Jesus habe die Reinigungsriten des Judentums abgelehnt. „Die liberale Exegese sagt, in diesem Evangelium komme zum Vorschein, dass Jesus Kult durch Moral ersetzt habe. Er habe den Kult mit all seinen vergeblichen Verrichtungen beiseite geschoben. Das Verhältnis zwischen Mensch und Gott beruhe nun einzig und allein auf der Moral.“ Diese Sicht erkannte der Papst als falsch an, da sich das Christentum nicht auf Moral reduzieren lasse und dies nicht die Antwort Jesu auf das Problem der Reinheit sei. Und er betonte in diesem Zusammenhang, dass die Botschaft Jesu nur in der Lesung der Gesamtheit der Schrift zu verstehen sei. In der „Erkenntnis des Wesentlichen“ bestehe Weisheit, so Papst Benedikt: „ Erkenntnis dessen, wozu wir da sind und wie wir leben müssen, damit das Leben recht wird“. So werde auch deutlich, dass das Gesetz nicht Ausdruck von Knechtschaft sei, sondern „Ursache einer großen Freude“. „Wir tasten nicht im Dunkeln. Wir suchen nicht vergeblich herum, was das Rechte sein könnte. Wir sind nicht wie Schafe ohne Hirten, die nicht wissen, wo der rechte Weg ist. Gott hat sich gezeigt. Er selbst weist uns den Weg. Wir kennen seinen Willen und damit die Wahrheit, auf die es in unserem Leben ankommt.“ Damit werde auch das Thema der Reinheit angesprochen: Der Wille Gottes reinige den Menschen, der so zur Freude geführt werde. „Wer eine solche Freude zeigen wollte, wird schnell des Triumphalismus beschuldigt. Aber es ist ja nicht unsere Tüchtigkeit, die uns den wahren Willen Gottes gezeigt hat. Es ist ein unverdientes Geschenk, das uns zugleich demütig und froh macht.“ Ohne Freude könne der Christ nicht überzeugend sein. Wo die Freude aber anwesend sei, habe sie „absichtslos missionarische Kraft“. Die „reine Religion“ bestehe in der Liebe zum Nächsten, „zu denjenigen, die unser am meisten bedürfen und in der Freiheit gegenüber den Moden dieser Welt, die uns verschmutzen. Das Gesetz als Wort der Liebe ist nicht Widerspruch zur Freiheit, sondern Erneuerung von innen her durch die Freundschaft mit Gott“. In dem Maß, in dem sich der Mensch von Christus berühren lasse, in dem Begegnung zu Freundschaft und Liebe werde, werde der Mensch selbst rein von seiner Reinheit her und dann Mitliebender, der auch andere in seine Reinheit und Liebe hineinführe. „Augustinus hat diesen ganzen Vorgang in das schöne Wort zusammengefasst: Da quod iubes et jube quod vis – Gib, was du befiehlst, und dann befiehl, was du willst. Diese Bitte wollen wir in dieser Stunde vor den Herrn hintragen, ihn bitten: Ja, reinige uns in der Wahrheit.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
13.09.2009 15:42:46
Johannes-Messner-Wallfahrt 12.09.2009
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Professor für Moraltheologie und Ethik, Josef Spindelböck, leitete am Mariä-Namen-Fest die Johannes-Messner-Gedächtniswallfahrt. Eröffnet wurde diese durch eine heilige Messe im Kahlenbergerdorf; anschließend zog die Wallfahrtsgruppe, Rosenkranz betend, auf den Leopoldsberg, wo mit einer eucharistischen Andacht abgeschlossen wurde. Hier der Wortlaut der Predigt bei der Messe:
Liebe Wallfahrer! Wir sind hier in der Pfarrkirche im Kahlenbergerdorf zu Beginn der Johannes-Messner-Gedächtniswallfahrt auf den Leopoldsberg zusammengekommen, um Gott zu preisen und ihn durch die sakramentale Vergegenwärtigung des Todes und der Auferstehung Jesu Christi in der heiligen Eucharistie zu verherrlichen.
Wir tun dies in der festen Überzeugung, dass wir hierin der Gesinnung und dem Beispiel des Priesters und Wissenschaftlers Johannes Messner folgen, der vor 25 Jahren zu Gott heimgegangen ist und dessen im Jahre 2002 eröffneter Seligsprechungsprozess nach einer gewissen Ruhephase jetzt wieder neu in Gang gekommen ist.
Johannes Messner ist selber gerne auf den Leopoldsberg gewandert, was wir als Pilger ebenfalls tun werden. Er war in seinem Forschen und Lehren immer der betende Mensch, der seine Tätigkeit als zutiefst priesterlichen Dienst verstanden hat: als Aufgabe, Gott zu den Menschen zu bringen und die Menschen durch sein Wirken insgesamt, vor allem aber durch die Feier der heiligen Messe, zu Gott zu führen. So ist uns Johannes Messner gerade auch im „Jahr des Priesters“ ein Vorbild und gibt uns ein Beispiel.
Ganz durchdrungen war dieser große Wissenschaftler und Priester vom Bewusstsein, dass die Gottesmutter Maria als Mutter und in Liebe dienende Magd ihres Sohnes nicht zu trennen ist vom Geheimnis der Erlösung, an dem wir gerade in der heiligen Messe und in den Sakramenten stets neu Anteil erhalten.
Die heilige Jungfrau Maria, deren Namensfest wir heute feiern, lehrt uns, aufmerksam und in der Bereitschaft der Hingabe auf das Wort Gottes zu hören und seinen Willen zu erfüllen. So sollen wir zu einer lebendigen Opfergabe werden in Christus, indem wir Gott unser Leben weihen, wie immer es aussieht, und indem wir uns für das Wohl und Heil der Menschen einsetzen.
Am Leopoldsberg befindet sich eine Kopie des Maria-Hilf-Bildes von Lucas Cranach dem Älteren, dessen Original sich auf dem Hochaltar im Dom zu Innsbruck befindet. Dem gebürtigen Tiroler Johannes Messner war das Glaubens- und Freiheitsbewusstsein des Tiroler Volkes schon von seiner Kindheit an zutiefst ins Herz geschrieben. Im heurigen Tiroler Jubiläumsjahr (1809-2009) wird nicht nur an eine alte Tradition erinnert, sondern es soll gerade die gläubige Verbundenheit der Menschen mit dem Herzen Jesu und auch mit dem Unbefleckten Herzen Mariens neu in unser Leben treten und Verwirklichung finden.
Für die Tiroler ist der Berg Isel der Schicksalsberg, an dem sich die Heimatliebe und Glaubenstreue des Tiroler Volkes gegen die feindliche Übermacht der französischen und bayrischen Angreifer zu bewähren hatte; der Kahlenberg und der Leopoldsberg stehen für die Verteidigung Wiens und Österreichs gegen die Heimsuchung durch die Türken im Jahre 1683, welche nicht nur eine politische Bedrohung darstellte, sondern auch als Angriff auf die christlichen Fundamente der Gesellschaft insgesamt wahrgenommen wurde.
Der selige Marco d’Aviano rief mit Hinweis auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria zum Vertrauen in die rettende Macht Gottes auf. (Am 12. September 1683, dem heutigen Mariä-Namen-Fest, feierte Marco d'Aviano vor der Entsatzschlacht die heilige Messe in der "Leopoldi Capelln am Kahlenberg", also am heutigen Leopoldsberg.) Dieses Vertrauen blieb nicht unerhört; dafür legt gerade die Feier des Festes Mariä Namen Zeugnis ab.
Auch in unserer Zeit gibt es viele Bedrohungen von innen und von außen. Wir sind nur dann wirklich in Gefahr, wenn wir vom Weg Gottes abkommen, wenn wir es verlernen, demütig und vertrauensvoll zu Gott hinzutreten und uns vom ihm auch stets neu die Gnade der Umkehr schenken zu lassen.
Ein Symptom für die große Krise in unserer Gesellschaft ist der fehlende Respekt vor dem menschlichen Leben: an seinem Anfang und an seinem Ende. Wir wollen in unser Gebet heute auch besonders das Anliegen des Lebensschutzes mit hineinnehmen und vor allem das Anliegen der Erneuerung des Glaubens in unseren Familien und in der Gesellschaft insgesamt.
Der Diener Gottes Johannes Messner hat uns durch sein Lebensbeispiel und sein wissenschaftliches Werk einen guten Weg gewiesen; möge uns Gott erhören auf die Fürbitte des Unbefleckten Herzens Mariens, dem auch wir uns aufs neue anvertrauen und weihen wollen. Amen.

Link: Johannes-Messner-Gesellschaft.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
13.09.2009 15:36:52
"only you" - gib der liebe eine chance
(news.stjosef.at) Die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby hat ein Büchlein für junge Menschen mit dem Titel "only you - gib der liebe eine chance" vorgelegt. Klar und hellsichtig und doch verständnisvoll tritt sie ins Gespräch mit jungen Menschen ein. Ihr Ziel ist es, diese nicht bloß vor verhängnisvollen Irrwegen zu bewahren, sondern ihnen einen positiven Weg zum wahren Glück zu eröffnen. Dieses ist letzlich nur in Gott zu finden; doch für viele Menschen ist die konkrete Verwirklichung ihrer Liebesfähigkeit auf Erden mit der Entscheidung für einen Partner verbunden. Gabriele Kuby zeigt auf, dass die gottgeschenkte Gabe der Sexualität ihren alleinigen Ausdruck im Sinn des "Ein-Fleisch-Werdens" in der Ehe finden soll. Nur dort findet sich durch die lebenslange Treuebindung die notwendige Sicherheit für die personale Beziehung der Liebe und auch für Kinder, auf die die Ehe hingeordnet ist. Die Botschaft von Gabriele Kuby ist klar: Es gibt Hoffnung, auch für jene, die Irrwege gegangen sind. Gottes Gnade schenkt Umkehr und Vergebung und ermöglicht Heilung. Ein wirklich notwendiges und hoffentlich auch not-wendendes Buch! - Bibliografische Angabe: Gabriele Kuby, only you - gib der liebe eine chance, fe-medienverlag 2009, ISBN 978-3-939684-51-0. - Online-Bestellung: http://www.fe-medien.de / Außerdem gibt es zum Buch und zu seinem Anliegen ein eigenes Internet-Portal: http://www.only-you.eu
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
12.09.2009 05:18:24
Mariä Namen Feier 2009: Neu von Gott reden
(stephanscom.at) "Neu von Gott reden" ist das Motto der diesjährigen Maria-Namen-Feier am Sonntag, 13. September 2009, in der Wiener Stadthalle. Zu der größten regelmäßigen kirchlichen Veranstaltung in Österreich werden wieder tausende Gläubige aus Österreich und den unmittelbaren Nachbarländern erwartet. Organisiert wird die Feier vom "Rosenkranz-Sühnekreuzzug", der von Pater Petrus Pavlicek gegründet wurde, für den das Seligsprechungsverfahren im Gang ist. Am kommenden Sonntag wird die Wiener Stadthalle wieder zur größten Kirche Österreichs. "Wir haben den bekannten Bestsellerautor Manfred Lütz eingeladen und gefragt: 'Welches Motto sollen wir denn der Feier geben?' Darauf hat er spontan gesagt: 'Neu von Gott reden'. Wir haben dieses Motto dann auch für die Feier gewählt. Für die Predigt haben wir wieder Kardinal Christoph Schönborn gebeten", erklärt Pater Benno Mikocki, der Leiter des Rosenkranz-Sühnekreuzzugs, im Gespräch mit Radio Stephansdom.
"Ich glaube wirklich, dass Manfred Lütz die Menschen begeistern wird, auch die Jugend, die diesmal stärker vertreten ist", erklärt Pater Benno. Am Vormittag des 13. September sind Workshops in Maria Lanzendorf in Niederösterreich geplant, am Nachmittag die Teilnahme an der Maria-Namen-Feier. "Wir können die Jugendlichen nicht nur zu einer Maria-Namen-Feier bringen wo sie drei Stunden brav sitzen zuhören und beten müssen. Sondern wir müssen ihnen auch etwas bieten, wie einen Workshop, wo sie selber ihre ganz persönlichen Probleme zur Sprache bringen können", so Pater Benno Mikocki. Die Maria-Namen-Feier ist alljährlich die größte regelmäßige katholische Veranstaltung in Österreich. Vor 51 Jahren fand die erste Feier dieser Art in der Wiener Stadthalle statt, die damals gleichsam zur "größten Kathedrale Österreichs" wurde. Heute umfasst die 1947 von Pater Petrus Pavlicek gegründete internationale Gebetsgemeinschaft "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" weltweit 700.000 Mitglieder in mehr als 130 Ländern. Die Gebetsgemeinschaft bietet auch Exerzitien und Einkehrtage an, bei denen Fragen suchender und der Kirche fern stehender Menschen berücksichtigt werden. Der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" gibt eine Zeitschrift mit dem Titel "Betendes Gottesvolk" mit einer Auflage von 230.000 heraus.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
12.09.2009 04:56:21
Durch das Kreuz Christi zum ewigen Leben
(news.stjosef.at, JSp) Aus der Predigt zum 24. Sonntag im Jahreskreis B: Im Evangelium dieses Sonntags geht es um die Frage, wer Jesus wirklich ist. Petrus bekennt, erleuchtet vom Heiligen Geist: „Du bist der Messias.“ Doch noch ist die Zeit nicht gekommen, dies öffentlich zu verbreiten. Niemand würde es in der rechten Weise verstehen. Denn der Triumph des Erlösers kommt nicht ohne sein Leiden zustande. Er ist ja nicht gekommen als der Richter, sondern als der Erlöser. Und so begann Jesus die Jünger „darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.“ Diese Voraussage war für den Moment zu stark für die Zuhörer, sodass ihm Petrus sogar Vorwürfe machte. Aber Jesus nahm nichts von seinen Worten zurück, denn er wusste dass er sie einlösen würde in seinem Kreuzesopfer und in seiner Auferstehung. Auch der Weg der Nachfolge Christi führt über das Kreuz: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ - Lesen Sie die Predigt im Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.09.2009 16:00:16
Ordensspitäler wirtschaften effizienter
(kathpress.at/apa-ots.at) Ordensspitäler wirtschaften deutlich effizienter als Krankenhäuser der Bundesländer, Gemeinden und sonstiger Träger. Das hat nun ein aktueller und vertraulicher Bericht des Rechnungshofes erneut bestätigt. Konkret verglichen die Rechnungshofprüfer die orthopädischen Abteilungen von zwei Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes (SMZ-Ost und Otto-Wagner-Spital) mit der Orthopädie-Abteilung des Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien. Laut der Tageszeitung "Die Presse", der der Bericht vorliegt, schnitt das Ordensspital dabei in Sachen Effizienz deutlich besser ab. Demnach konnte die orthopädische Abteilung bei den Barmherzigen Schwestern im Gegensatz zu den städtischen Spitälern mit einer "hohen Leistungsintensität bei gleichzeitig effizientem Kostenmanagement ein positives Ergebnis erwirtschaften", wie es in dem Bericht heißt. So sei besipielsweise die Planung von Operationen im Ordensspital auf besonders hohem organisatorischen Niveau, gleichzeitig lägen die Kosten einzelner Tätigkeiten, wie etwa einer Instrumenten-Sterilisierung, deutlich unter dem Niveau der anderen Krankenhäuser. Auch die medizinische Qualitätssicherung und "Fehlermeldekultur" sei bei den Barmherzigen Schwestern "gut entwickelt". Spitalsdirektorin Susanne Herbeck vom Wiener Krankenanstaltenverbund verwies angesichts des Prüfungsergebnisses im Interview mit der "Kronen Zeitung" darauf, dass die Orthopädie bei den Barmherzigen Schwestern viel kleiner sei als im Otto-Wagner-Spital und sich daher auf bestimmte Operationen spezialiseren könne; hingegen sei das städtische Spital "für alles zuständig". Die Befunde des Rechnungshofs decken sich allerdings auch mit einer umfassenden Studie des "Instituts für Höhere Studien" (IHS) aus dem Jahr 2008. Das IHS hat dabei festgestellt, dass die stationären Endkosten der österreichischen Ordensspitäler deutlich unter den vergleichbaren Kosten der anderen Krankenhäuser liegen. Der Kostenvorsprung liege je nach Krankenhaustyp bei bis zu 22 Prozentpunkten. Die Ordenskrankenhäuser stellen rund 20 Prozent der Spitalsbetten in Österreich. - Links: www.vinzenzgruppe.at, www.barmherzige-brueder.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] (46) [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] nächste Seite letzte Seite
News per E-Mail abonnieren
E-Mailadresse:
Format der E-Mail: HTML
nur Text
  News per E-Mail abonnieren
Abonnement löschen
Inhalt www.stjosef.at
Powered by SimpNews V2.49.01 ©2002-2009 Bösch EDV-Consulting

Zum Archiv des Newsletters

Dieser Newsletter wird fallweise erweitert und kann kostenfrei sowohl im Web gelesen als auch per e-mail abonniert werden. Grundlegende Richtung: römisch-katholisch.

Nachdruck oder weitere Veröffentlichung im Internet mit genauer Quellenangabe gestattet (Mitteilung erbeten). Für externe Links übernehmen wir keine inhaltliche Verantwortung. Redaktionelle Verantwortung: Dr. Josef Spindelböck, Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef, A-3107 Kleinhain 6. Kontakt: newsletter@stjosef.at