| | 13.10.2006 21:40:29 | | Die wahre Freiheit liegt in der Hingabe | | Die Rede ist im Evangelium des kommenden Sonntags von einem reichen jungen Mann, der sich redlich bemühte, die Gebote Gottes zu halten, und der dennoch in seinem Herzen eine Sehnsucht nach Höherem und Größerem verspürte, als es ihm das gewöhnliche Leben zu geben vermochte. Weil er Vertrauen zu Jesus gefasst hat, wendet er sich an ihn und fragt ihn, was er denn tun müsse, „um das ewige Leben zu gewinnen“. Genau dies ist die entscheidende Frage, auch für uns. Darauf kommt es letztlich an: Was muss ich tun, um zu Gott zu gelangen, in sein Reich, in die ewige Glückseligkeit des Himmels? Nicht alle haben die besondere Berufung des völligen Verzichts auf alles Irdische. Doch den Geist der vollkommenen Hingabe an Gott in liebendem Gehorsam und der inneren Freiheit von allem Weltlichen und Irdischen, sofern es uns hindert, Gott zu lieben – diesen Geist sollten wir uns alle aneignen und im Herzen bewahren. Wer sein Leben, seine Freiheit und sein Eigentum ganz Gott schenkt – und wir tun das am besten in Einheit mit unserer himmlischen Mutter Maria –, der wird erfahren, dass ihm letztlich nichts verloren geht, sondern er alles in Gott neu findet. - Lesen Sie die Predigt zum 28. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 13.10.2006 15:32:38 | | Bischof Küng ruft zu geistlicher Erneuerung auf | | (presse.kirche.at) Dringenden Handlungsbedarf für die Kirche angesichts derzeitiger Entwicklungen im kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich sieht Bischof DDr. Klaus Küng bei einem Vortrag in den Stadtsälen Tulln. „Was Not tut, ist eine echte Erneuerung“, sagt er. Neue Initiativen seien erforderlich, um diesen Trends zu begegnen. In einem Vortrag am 11. Oktober, der von der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Tulln sowie der Katholischen Bildungswerke des Dekanates veranstaltet wurde, sprach Diözesanbischof DDr. Klaus Küng über das Thema „Neue Wege in Sicht? – Christsein heute – eine Hoffnung“. Trotz sinkender Zahlen bei Gottesdiensten, bei Taufen und kirchlichen Trauungen sieht sich Bischof Küng nicht als Pessimist, sondern „in der Tat als Optimist aus Überzeugung“. „Ich bin zuversichtlich für unsere Kirche, auch wenn noch ein weiter Weg vor uns liegt“, erklärte er. So gibt es in der Diözese St. Pölten viele kleine und ganz kleine Pfarren, in denen geregeltes kirchliches Leben kaum mehr möglich sei. Das Diözesangebiet besteht aus 424 Pfarren, denen 250 politische Gemeinden entsprechen. Hier sei „Handlungsbedarf gefordert“, sagte der Bischof. Man werde auch „Abschied nehmen müssen von Häusern, Strukturen und alten Gewohnheiten“, prognostizierte der. Hinter den verschiedenen religiösen Ausdrucksformen von heute gebe es einen gemeinsamen Trend, etwa zum Gebet, zur eucharistischen Anbetung und zu meditativen Betrachtungen. Auch das Sakrament der Versöhnung werde wieder neu entdeckt. Wichtig dabei sei, so Bischof Küng, die Gebetserfahrung und die Sehnsucht nach Veränderung. Als Folge davon erwache auch wieder ein neues Interesse an Glaubensinhalten. Nachdrücklich unterstrich der Bischof, dass jede Erneuerung der Kirche auch untrennbar mit einer Erneuerung der Familie verbunden sei. Für eine breite Erneuerung seien Orte des Glaubens nötig, erklärte Bischof Küng. Dies sollten in erster Linie die Pfarren sein, aber auch Klöster und Wallfahrtsorte müssten neue Angebote entwickeln, etwa Exerzitienbewegungen und katechetische Schulungen. Der Jugendarbeit komme eine besondere Bedeutung zu, hob der Bischof hervor. Dabei seien vor allem neue Initiativen gefragt, denn ohne diese sei es heute nicht mehr möglich, als Christ zu bestehen. Eine besondere Bedeutung komme der Zusammenarbeit von Priestern und Laien zu. Alle Getauften müssten an der Entstehung von Kirche mitwirken. - Lesen Sie die ungekürzte Fassung dieses Beitrags! | | |    |
|
| | 13.10.2006 15:28:42 | | Wiener Oratorium entscheidet sich für Hochaltar als Hauptaltar | | (news.stjosef.at) Das Oratorium des hl. Philipp Neri in Wien, St. Rochus, hat eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen: „Der Hochaltar wird ab 1. Adventsonntag wieder zum Zelebrationsaltar in der Rochuskirche“. Pfarrer P. Felix Selden CO schreibt dazu: „Dieser für manche überraschende Entschluß des Oratoriums kam erst auf Drängen des Altarbeirates der Erzdiözese anläßlich der Innenrestaurierung der Rochuskirche zustande, den provisorischen Volksaltar durch einen feststehenden, konsekrierten Volksaltar zu ersetzen. Wir sind sehr dankbar, daß wir damals (im Jahr 2001) durch den PGR unterstützt worden sind, keinen neuen Steinaltar errichten lassen zu müssen. Dennoch wurden wir gleichzeitig von unserem Erzbischof gemahnt, in absehbarer Zeit zu einer Lösung zu kommen, da provisorische Volksaltäre nicht mehr gestattet sind. Die Entscheidung des Oratoriums ist demgemäß mit Kardinal Schönborn abbesprochen und folgt den Empfehlungen der römischen Gottesdienstkongregation für die liturgische Praxis in alten, künstlerisch wertvollen Kirchen, sowie namhafter Theologen und Liturgiewissenschaftler (wie Josef Andreas Jungmann SJ). Den Oratorianern ist bewußt, daß die Aufgabe der Zelebration am Volksaltar für viele Gottesdienstbesucher eine schmerzhafte Umstellung bedeutet, ähnlich wie sie das für manche vor vierzig Jahren durch die Einführung des Volksaltars ad experimentum bedeutet haben mag. Daher wird das Oratorium versuchen, bis auf weiteres die Verwendung eines provisorischen Volksaltars wenigstens bei der 9.30 Uhr-Messe und bei Messen mit Kindern beizubehalten.“ – Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.oratorium.at ! | | |    |
|
| | 11.10.2006 21:50:45 | | Das Rosenkranzgebet - Betrachtung von Bischof Küng | | Das Besondere des Rosenkranzes ist der Übergang vom Wort zum Geheimnis; das Zurückgerufenwerden durch das Wort, wenn die Gedanken sich verlieren; das Angebot der Wiederkehr gleicher Worte, gleicher Geheimnisse, die zur Nahrung der Seele werden und zur Anregung, zum Ausblick, zur Weitung des Horizontes führen. Zu den Besonderheiten dieses Gebetes gehört der Reichtum der Glaubensgeheimnisse, die uns in ihrer Vielfalt nahe gelegt werden und doch in einfache Kurzformeln zusammengefasst sind. Etwas ganz Besonderes ist die Offenheit dieses Gebetes. Es bietet einen klaren Rahmen und eine Struktur für die Abfolge sowohl im gemeinsamen, als auch im persönlichen, privaten Beten. Die Gedanken erhalten eine Ordnung. Diese bleiben aber trotzdem frei, denn gerade durch die häufige Wiederholung erlangen sie eine unvergleichliche Vertrautheit, die tief in das Unbewusste hineinreicht und Spielraum für Erwägungen lässt. - Lesen Sie mehr zum Thema von Bischof DDr. Klaus Küng! | | |    |
|
| | 11.10.2006 21:49:00 | | Katholizismus für Dummies | Unter dem ungewöhnlichen Titel „Katholizismus für Dummies“ ist im September 2006 in deutscher Sprache eine Einführung in den katholischen Glauben erschienen, welche von den Priestern John Trigilio und Kenneth Brighenti verfasst wurde. Im Klappentext heißt es: „An der katholischen Kirche scheiden sich die Geister, dabei wissen viele der geschiedenen Geister gar nicht so genau, wofür der Katholizismus steht und was diesen Glauben von anderen unterscheidet. ‚Roma locuta, causa finita’, Rom hat gesprochen, die Sache ist beendet. So einfach ist es leider nicht immer. ‚Katholizismus für Dummies’ erklärt Ihnen, wie und warum die Katholiken Heilige verehren, was die Sakramente sind, welche Regeln für Gläubige gelten und wie die Kirche aufgebaut ist. Das Buch geht auch auf die Kirchengeschichte ein und informiert Sie so umfassend über den Glauben, der seit fast zweitausend Jahren die Menschen bewegt.“ Auf kompetente und humorvolle Weise wird der Leser eingeführt in die Grundwahrheiten des katholischen Glaubens, die selbst unter praktizierenden katholischen Gläubigen nur mehr rudimentär bekannt sind Titelangabe: John Trigilio, Kenneth Brighenti: Katholizismus für Dummies. Übersetzt von Katrin Krips-Schmidt, 400 Seiten, Paperback, WILEY-VCH Verlag GmbH | ISBN: 3527703063, 19.95 EUR . - Weitere Informationen und Bestellung. | | |    |
|
| | 10.10.2006 09:54:51 | | Papst veröffentlicht endgültigen Text der Vorlesung von Regensburg | | (Kathpress) Der Vatikan hat eine kommentierte Fassung der Papstrede von Regensburg veröffentlicht. Darin geht Papst Benedikt XVI. auch auf die Kritik von Muslimen ein und distanziert sich noch nachdrücklicher von dem Zitat Kaiser Manuels II. in seinem Regensburger Vortrag am 12. September, das für Proteste in der islamischen Welt gesorgt hatte. Die Rede mit Anmerkungen ist im Internet auf der Website des Heiligen Stuhls ( http://www.vatican.va ) sowie auch auf ZENIT abrufbar. Benedikt XVI. hatte in seiner Rede aus einem mittelalterlichen Streitgespräch des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaeologos zitiert: "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten". Benedikt XVI. betonte in Regensburg, der Kaiser habe sich mit dieser Formulierung in "überraschend schroffer Form" an seinen muslimischen Gesprächspartner gewandt. An dieser Stelle heißt es nun, der oströmische Kaiser habe sich in "für uns unannehmbar schroffer Form" über die Frage des Verhältnisses von Islam und Gewalt geäußert. In den Fußnoten erläutert der Papst ausführlich die Absicht seiner Rede. So schreibt er zu der umstrittenen Passage: "Dieses Zitat ist in der muslimischen Welt leider als Ausdruck meiner eigenen Position aufgefasst worden und hat so begreiflicherweise Empörung hervorgerufen". Er hoffe nun auf die Einsicht der Leser, dass "dieser Satz nicht meine eigene Haltung dem Koran gegenüber ausdrückt, dem gegenüber ich die Ehrfurcht empfinde, die dem heiligen Buch einer großen Religion gebührt". Beim dem Zitat sei es einzig darum gegangen, "auf den wesentlichen Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft hinzuführen. In diesem Punkt stimme ich Manuel II. zu, ohne mir deshalb seine Polemik anzueignen". In einer weiteren Fußnote merkt der Papst an, es sei ihm bei der Zitation einzig um die Erläuterung des Gedankens gegangen, dass ein nicht vernunftgemäßes Handeln dem Wesen Gottes zuwider sei. Das betreffende Gespräch zwischen Manuel II. und dem islamischen Oberrichter von Ankara führe zu diesem Thema hin. | | |    |
|
| | 10.10.2006 09:54:12 | | Hohe Auszeichnung für Kaplan Brandmayr | | (stephanscom.at) Der Wiener Kaplan Franz Xaver Brandmayr erhielt am Montag, 9. Oktober 2006, von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Gegenüber Radio Stephansdom begründete der Kanzler die Ordensverleihung damit, "dass Doktor Brandmayr nicht nur Seel-, sondern auch Leibsorger im Sinne eines menschlichen Agenten des Zusammenhalts" sei. "Er versucht einfach, für Menschen da zu sein, die sich nicht selber helfen können, er versucht, der Jugend ein Vorbild und ein Halt zu sein, er versucht, international zu denken; er hat wichtige Rollen gespielt, etwa bei der Organisation der Papstbesuche im vergangenen und im kommenden Jahr; er hat sich um den Dialog der Zivilisationen und vor allem der Religionen immer wieder verdient gemacht und seine Impulse eingebracht." Mit der Ordensverleihung verbindet der Kanzler auch einen Auftrag an Brandmayr: "Es ist meine Hoffnung, dass er diese Auszeichnung als Auftrag annimmt, gerade diesem Dialog auch in Zukunft sein besonderes Augenmerk zu schenken." Schüssel kennt Brandmayr seit einige Jahren persönlich und bezeichnet ihn als jemanden, "der nicht so im Rampenlicht steht, es auch nicht sucht, aber ein gesuchter Rat- und Impulsgeber ist." Franz Xaver Brandmayr wurde am 11. März 1956 in Wels geboren und wuchs in Marchtrenk (Oberösterreich) als ältester von drei Söhnen auf. Seine Eltern führten eine Drogerie. Er besuchte das Jesuitengymnasium am Freinberg in Linz als Internatsschüler. Danach studierte er in Wien Jus und trat nach dem Gerichtsjahr 1979 in den Jesuitenorden ein. Er studierte Philosophie und Theologie in München und Rom. 1986 wurde er in Wien von Kardinal Franz König zum Priester geweiht, studierte in Rom Kirchenrecht, arbeitete aber ständig weiter als Seelsorger. 1993 wechselte er in die Erzdiözese Wien, wo er als Kaplan in der Pfarre Sankt Gertrud in Wien-Währing und als Richter am Wiener Diözesan- und Metropolitangericht arbeitet. Bekannt wurde er als Ombudsmann der Katholikenzeitschrift "Dialog" und durch sein Engagement bei einigen Seligsprechungsverfahren: Pater Petrus Pavlicek, Hildegard Burjan und vor allem bei Kaiser Karl I. 2004 erschien bei Langen Müller sein Buch "Heilige sind auch nur Menschen". | | |    |
|
| | 09.10.2006 10:26:50 | | Papst Benedikt betont den Wert der Ehe | (radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat beim gestrigen Angelusgebet auf dem Petersplatz (08.10.2006) über die christliche Ehe gesprochen. Er ermahnte die Eheleute, ihrer Berufung treu zu bleiben im Schmerz, in Gesundheit und in Krankheit. Das Zeugnis der christlichen Ehe sei heute angesichts der aktuellen Herausforderungen besonders wichtig. Die Paare sollten sich nicht von kulturellen Strömungen der Moderne beeinflussen lassen, die inspiriert sind vom Hedonismus oder Relativismus. Vielmehr sollten sie großherzig ihrer Mission in Kirche und Gesellschaft nachkommen. Wichtig sei für das Gelingen der Ehe vor allem das Gebet! Auf deutsch sagte der Papst: „Gerne heiße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache willkommen; Gott hat Mann und Frau füreinander geschaffen und verbindet sie in der ehelichen Gemeinschaft. Daran erinnern uns die heutigen Schriftlesungen. Diese gottgewollte Gemeinschaft bildet die Grundlage der Familie und ist die Kernzelle des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Unterstützen wir daher die Eheleute im Gebet und bitten wir Maria um ihren mütterlichen Schutz für unsere Familien! Der Herr segne und behüte euch alle!“ | | |    |
|
| | 09.10.2006 10:23:49 | | Keine Renaissance der Religion unter Jugendlichen? Shell-Jugenstudie 2006 | | Vor kurzem wurden die Ergebnisse der Shell-Jugendstudie 2006 veröffentlicht. Zur Rolle der Religion unter Jugendlichen in Deutschland heißt es wörtlich in der Zusammenfassung: "Wie bereits das Wertesystem der Jugendlichen zeigte, geht die emotionale Vergewisserung der eigenen Kultur bisher nicht mit einer Aufwertung oder gar »Renaissance« der Religion einher. Zwar waren Jugendliche im Zusammenhang mit dem Tod des letzten und beim Besuch des neuen Papstes auf dem Weltjugendtag in Köln in den Medien besonders präsent. Außerdem ist die große Masse der Jugend mit Ausnahme der allermeisten ostdeutschen Jugendlichen weiterhin konfessionell gebunden. Dennoch haben Wertesystem und praktisches Verhalten der meisten Jugendlichen nach wie vor nur eine mäßige Beziehung zu kirchlich-religiösen Glaubensvorgaben. Nur 30 % der Jugendlichen bekennen sich in einem kirchennahen Sinne als religiös, indem sie an einen persönlichen Gott glauben. Weitere 19 % glauben an eine unpersönliche höhere Macht. Sie pflegen damit, besonders wenn sie älter werden, einen Glauben, der nur sehr bedingt etwas mit dem Glaubenssystem der Kirchen zu tun hat. Viele Jugendliche sind glaubensunsicher (23 %), besonders unter den jüngeren Jugendlichen. Weitere 28 % meinen konsequent, dass sie weder an Gott noch an eine höhere Macht glauben. Diese Absage an die Religion nimmt, ebenso wie der unkonventionelle Glaube an eine höhere Macht, mit dem Alter zu. Nimmt man alle verfügbaren Daten der letzten Jahre zusammen, dann zeigt sich eine im Wesentlichen unveränderte Einstellung Jugendlicher zur Religion. Dass dennoch viele Jugendliche auf kirchlichen Großveranstaltungen und in der kirchlichen Jugendarbeit präsent sind, erklärt sich daraus, dass viele eine prinzipiell wohlwollende Einstellung zur Kirche haben. 69 % finden es gut, dass es die Kirche gibt. Nur 27 % der Jugendlichen meinen, dass es, wenn es nach ihnen ginge, die Kirche nicht mehr zu geben brauchte. Dieses generelle Wohlwollen geht aber mit einer weit verbreiteten Kirchenkritik einher. 68 % der Jugendlichen finden, die Kirche müsse sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben will, 65 % sagen, die Kirche hätte keine Antworten auf die Fragen, die sie wirklich bewegten. Das heißt, dass an der Schnittstelle der kirchlich-religiösen Angebote zum Wertesystem und zum Leben der Jugendlichen der Einfluss der Kirchen zumeist endet." - Deutsche Shell (Hg.), Jugend 2006 – Eine pragmatische Generation unter Druck (15. Shell Jugendstudie), 14,95 EUR (D), ISBN 3-596-17213-6. | | |    |
|
| | 08.10.2006 17:06:13 | | 12 neue Mitglieder für Notburga-Gemeinschaft | | (dioezese-innsbruck.at) Regelmäßiges Gebet und tätige Nächstenliebe. Diesen Anliegen hat sich die Notburga-Gemeinschaft verschrieben. Sie besteht aus Frauen aller Altersstufen, die sich regelmäßig in ihren Pfarrgemeinden zum Gebet treffen und sich besonders um alte, kranke, sterbende und trauernde Menschen kümmern. Ihr Vorbild ist die hl. Notburga, die sich als Dienstmagd auf der Rottenburg im Tiroler Unterland besonders für notleidende Menschen eingesetzt hat. Vor kurzem wurden in Eben am Achensee, dem Sitz der Vereinigung, zwölf neue Mitglieder aufgenommen. Sie kommen aus den Diözesen Innsbruck (Pfarren Matrei i. O., Schlitters, Mieders, Telfes, Längenfeld, Hatting, Eben), aus der Erzdiözese Salzburg (Pfarren Brixlegg, Brandberg im Zillertal) und aus dem deutschen Fulda. Seit dem Jahr 2000 ist die Notburga-Gemeinschaft in der Diözese Innsbruck als kirchliche Vereinigung anerkannt. Mittlerweile hat sie diese Anerkennung auch in den Diözesen Salzburg, Bozen-Brixen, München-Freising und Augsburg. Die Frauengemeinschaft mit über 100 Mitgliedern wird von Sr. Konstantia Auer und (dem inzwischen 93-jährigen!) Kaplan Ludwig Penz aus Rotholz geleitet. Regelmäßige Fortbildungen sorgen dafür, dass die Frauen ihren ehrenamtlichen Dienst gut erfüllen. - Homepage. | | |    |
|
| | 08.10.2006 17:03:10 | | Maria und die Neuevangelisierung | | (presse.kirche.at) Der Verehrung Mariens kommt für die Neuevangelisierung in ursprünglich christlichen und heute ins Neuheidnische zurückfallenden Ländern eine große Bedeutung zu. So Bischof DDr. Klaus Küng beim Mariologischen Kongress der Legio Mariens am 6. Oktober in Salzburg. Die Verehrung Mariens sei „ein Gütesiegel apostolischer, seelsorglicher Anstrengungen“, sagte der Bischof. Echte Marienverehrung führe immer zur Begründung und Verankerung in Christus und zu seiner Nachfolge. Nach dem Konzil habe es durch ein „oft einseitiges Verständnis der Konzilstexte“ einen Einbruch in der Marienverehrung sowie einen Rückgang der eucharistischen Anbetung gegeben, erklärte Bischof Küng. In der gleichen Zeit seien auch Erneuerungsbewegungen entstanden, die sich bis heute auswirken. Als „gemeinsame Merkmale“ nannte der Bischof einen neuen Trend zum Gebet, vor allem zur eucharistischen Anbetung, eine Wiederentdeckung Mariens und des Rosenkranzgebetes sowie eine neue Hinwendung zum Bußsakrament, aber auch eine Wiederentdeckung des Prinzips „Katechese“. Damit verbunden sei ein „persönliches und gemeinsames Streben nach Veränderung, Verbesserung und Vertiefung“, wies er hin. Charakteristisch dafür sei eine „Atmosphäre der Freude und des Vertrauens und der Liebe zur Kirche und zu Maria“. Der Beziehung zu Maria komme im Entstehen, in der Reifung und Bewährung der christlichen Gesinnung eine besondere Bedeutung zu. Sie erweise sich sehr oft als „Hilfe der Christen“ bei der Suche nach Erkenntnis, Einsicht und dem rechten Weg, sagte der Bischof. Auch der Rosenkranz werde als einfaches, meditatives Gebet neu entdeckt. Bischof Küng meint dazu, dass der heutige Mensch durch den Lebensrhythmus, die vielen Reize und durch Leistungsdruck psychisch und physisch angespannt sei. „Da braucht es Vorgänge der Entschleunigung und der Sammlung, die beruhigend wirken und doch Impulse vermitteln, die zum Wesentlichen, zum Göttlichen hinführen“. Zu diesen Trends gehöre auch die neue Blüte der Walfahrten, insbesondere der Fußwallfahrten. „Die Menschen suchen in ihrem Nachdenken, in ihren Nöten, Problemen Nach Wegen und Orten, die ihnen helfen, zu sich, zu Gott zu kommen. Maria ist dabei häufig eine eindeutig bevorzugte Anlaufstelle“, unterstrich Bischof Küng in seinen Ausführungen. - Lesen Sie den Vortrag in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 07.10.2006 09:59:40 | | Papst: Theologen sollen im Schweigen auf das Wort Gottes hören | | (Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat die Theologen ermutigt, sich nicht dem Diktat vorherrschender Meinungen zu unterwerfen. Die wesentliche Tugend des Theologen bestehe im Gehorsam gegenüber der Wahrheit, sagte der Papst am Freitag zum Abschluss der Jahrestagung der Internationalen Theologenkommission. Der Theologe solle sich nicht an den Maßstäben öffentlicher Zustimmung oder vordergründiger Erwartungen der Menschen orientieren, sondern sei der Wahrheit verpflichtet (Link zur Ansprache des Papstes). Die vatikanische Theologenkommission hatte sich seit Montag unter Leitung des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, im Vatikan mit der Frage befasst, welches Schicksal ungetauft verstorbene Kinder nach ihrem Tod erwartet. Entgegen den Erwartungen in einigen Presseberichten ging Benedikt XVI. beim Abschluss der Tagung aber nicht auf diese Frage ein. Die Kommission will dem Papst hierzu im kommenden Jahr ein Dokument vorlegen. | | |    |
|
| | 07.10.2006 09:51:27 | | "Durch Lachen zur Beichte": der Prälat des Opus Dei berichtet | | (opusdei.at) Mit einem Aufruf zu einer beherzteren Wahrnehmung der eigenen Berufung hat Bischof Javier Echevarria seinen Pastoralbesuch in Nordamerika beendet. "Überall, wo wir sind, am Arbeitsplatz, in der Familie, in unserer Freizeit, überall können wir versuchen, das zu heiligen, was wir gerade tun, und auch die Menschen zu heiligen, die wir um uns haben", sagte der Prälat des Opus Dei bei seinem letzten Treffen im texanischen Houston. "Dabei sind die Sakramente eine große Hilfe. Sie sind die Fußspuren Christi auf Erden. Er ist bei uns. Wir sind eben nicht allein. Wir haben die Sakramente, vor allem die hl. Eucharistie und die Beichte." Bischof Echevarria sprach öfter während seiner Treffen mit Mitgliedern, Mitarbeitern und Freunden des Opus Dei in Nordamerika über die Tugend der Reinheit: "Wir können nicht Freiheit mit Zügellosigkeit verwechseln. Wir können uns nicht wie die Tiere benehmen. Unsere heutige Situation ähnelt der der ersten Christen im alten Rom. Dieser Situation gilt es mit Glauben, Mut und dem guten Beispiel zu begegnen. Wir wollen uns nicht von irgendwelchen Zeitströmungen wegschwemmen lassen, die sich gegen die Würde des Menschen richten." Bei dem Treffen in Houston mit etwa 2.500 Menschen wurden dem Bischof auch mehrere Fragen gestellt, zum Beispiel über die Beichte. In dem Zusammenhang erzählt er die Geschichte von einer ziemlich schwerhörigen Dame. Sie war in den Beichtstuhl einer Kirche gegangen und merkte erst etwas spät, daß gar kein Priester da war. Als ihr das klar wurde, mußte sie über sich selbst lachen. Am nächsten Tag ging sie wieder in die Kirche. Da kam eine junge Frau auf sie zu und bedankte sich bei ihr: "Sie haben so nett gelächelt, als sie gestern aus dem Beichtstuhl rauskamen, daß ich mir auch ein Herz gefaßt habe und jetzt beichten war." Jemand anders fragte den Bischof nach der Geburtenregelung. Er antwortete: "Wir können über niemanden richten. Aber das allgemeine Prinzip sollten wir klar haben: Die Ehe soll offen für das Leben sein. Den Eheleuten muß bewußt sein, daß sie an Gottes Schöpfungskraft teilhaben. Seid also offen für das Leben, für die Liebe, für die Liebe, die Gott uns schickt. Kinder zu haben macht unendlich viel glücklicher als mehr Autos, mehr Fernseher oder mehr Freitzeitspaß zu haben. Kinder zu haben macht uns großzügiger und so kann Gott uns mit seiner Liebe erfüllen. Gott läßt uns nie im Stich." | | |    |
|
| | 07.10.2006 09:48:07 | | Gott gebührt Dank für alle seine Gaben | | Wenn wir den Erntedankgottesdienst feiern, so ist dies ein Freudentag für uns alle: nicht nur für die in der Landwirtschaft Tätigen, für die Besitzer von Weide- und Ackerland, für die Obst- und Weinbauern, sondern für die ganze Pfarrgemeinde, die sich versammelt hat. Alle freuen wir uns über den reichen Ertrag der Natur, mit dem uns Gott der Schöpfer auch heuer wieder beschenkt hat! Nichts ist selbstverständlich, und die große Not in vielen Teilen der Welt zeigt uns, dass wir Anlass zu großer Dankbarkeit haben. Wenn der Mensch zum Tisch tritt, weiß er, dass Speise und Trank eine Gabe der Natur sind: die „Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“; der gläubige Christ sieht darin aber zugleich und vor allem das Geschenk Gottes, der uns in seiner Vorsehung an jedem Tag unseres Lebens begleitet und uns das zum Leben Nötige gibt, wenn wir ihn darum bitten. Nicht umsonst hat Jesus seine Jünger angeleitet zu beten: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Halten wir noch unser Tischgebet? Zu Hause in den Familien oder als einzelne? Oder gehen wir geist- und gedankenlos zum Tisch, so ähnlich wie das Vieh zur Futterkrippe? Wie wichtig ist doch die Bitte an Gott um seinen Segen für das, was wir essen und trinken dürfen, sowie auch der ausdrückliche Dank an Gott, der uns alles Gute so reichlich schenkt! - Lesen Sie die Predigt zum 27. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 05.10.2006 17:25:51 | | "Mission" als Thema der "minililie" | | Die neueste Ausgabe der Ministrantenzeitschrift „minililie“ ist soeben erschienen. Das Thema lautet diesmal „Mission“. Der kleine Fisch „ICHTYS“ erhält im Gespräch mit der Gottesmutter nähere Auskünfte darüber, worum es bei der Mission geht: nämlich um die Verkündigung des Glaubens und die Rettung der Seelen. Die kleine heilige Theresia wird als Patronin der Mission vorgestellt. Ein konkreter Missionsbericht stellt P. Fritz Tschol CPPS vor, der seit 50 Jahren als Missionar im brasilianischen Amazonasgebiet wirkt. Schließlich gibt es einen Bericht von der „Heimatmission“, die der Heilige Vater diesmal in Bayern durchgeführt hat. Rätsel, Witze und so manches Interessante runden die neue Ausgabe der minililie ab. Die „minililie“ wird von Pfarrer Mag. Christian Poschenrieder und dem Theologiestundenten Christoph Weiss erstellt und vom Verein „Marianisches Jugendwerk“ herausgegeben. Ein Jahresabo (5 Ausgaben) der Zeitschrift kann auf freiwilliger Spendenbasis bestellt werden: Pfarramt Abstetten, Martinstraße 6, A-3441 Abstetten, e-Mail: minililie@stjosef.at. Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Region St. Pölten (BLZ 32.585), Konto-Nr. 1.600.204; (international) IBAN: AT31 3258 5000 0160 0204 , BIC: RLNWATWWOBG . | | |    |
|
| | 05.10.2006 17:20:06 | | Kongress "Maria und die Neuevangelisierung" | | Unter dem Titel "Maria und die Neuevangelisierung" findet am 6. und 7. Oktober in Salzburg ein Mariologischer Kongress statt, und zwar im Hörsaal 101 der Theologischen Fakultät (Universitätsplatz 1). Zu den Referenten zählen der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng, der Dogmatiker Univ. Prof. Bernhard Körner (Graz), Fr. Bede McGregor OP (Dublin), Tommy McCabe (Dublin). Veranstaltet wird der Kongress von der Legio Mariae Österreich. Es nehmen auch Vertreter des Neokatechumenates, der Gemeinschaft Emanuel, der Fokolarbewegung und der Loretto-Gemeinschaft daran teil. Weitere Informationen unter diesem Link bzw. bei Carina Lafite, Tel: 0664/ 280 33 54. | | |    |
|
| | 03.10.2006 22:56:15 | | Internationale Theologenkommission tagt im Vatikan | | (zenit.org) Während ihrer diesjährigen Vollversammlung setzen sich die Mitglieder der Internationalen Theologenkommission vom 2. bis zum 6. Oktober in Rom unter anderem mit dem Schicksal jener Kinder auseinander, die ungetauft sterben. Kardinal William Joseph Levada, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre führt bei der Begegnung als Kommissionspräsident den Vorsitz, während Pater Luis Ladaria SJ als Generalsekretär die einzelnen Arbeitssitzungen leitet. Nach einer Presseerklärung des Heiligen Stuhls umfasst die Diskussion des fünfjährigen Themenzyklus (2004-2008) auch ein Thesenpapier über das Wesen von Natur und Grundlagen der Theologie als Glaubenswissenschaft. Zudem beschäftigen sich die Theologen in diesen Tagen mit den Grundlagen der Naturrechtslehre in der Moraltheologie. Dabei stützen sie sich auf die Enzykliken Veritatis splendor und Fides et ratio von Papst Johannes Paul II. Die Theologenkommission, ein beratendes Gremium des Papstes, das keine lehramtliche Autorität besitzt, will außerdem die Frage nach der Erlösung ungetauft gestorbener Kinder klären und dazu ein Dokument erarbeiten. Pater Luis Ladaria SJ hatte im Oktober 2005 gegenüber „Radio Vatikan“ erklärt, dass zur Frage des Limbus keine dogmatische Definition vorliege. Gleichzeitig bekannte der Jesuit, dass man „über Jahrhunderte“ geglaubt habe, dass ungetaufte Kinder in den Limbus kommen, was allerdings aufgrund von theologischen und lehramtlichen Entwicklungen fraglich geworden sei. „Wir müssen davon ausgehen, dass Christus für alle Menschen gestorben und die Kirche ein universales Sakrament des Heils ist“, so Pater Ladaria. Am Freitag wird die Jahresvollversammlung der Internationalen Theologenkommission mit einer Eucharistiefeier in der Kapelle „Redemptoris Mater“ feierlich beendet. Papst Benedikt XVI. wird die Heilige Messe zelebrieren. Kardinal Joseph Ratzinger leitete er die Kommission als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehe sechs Jahre lang. - Hinweis: Zur "Limbus-Frage" gibt es ein interessantes Buch: Es handelt sich um die Dissertation des Priesters Dr. Johannes Schwarz "Zwischen Limbus und Gottesschau", die im fe-Verlag erschienen ist. Bestellung bei buch@kath.net . | | |    |
|
| | 03.10.2006 22:53:34 | | Neues Studienjahr an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten eröffnet | | (presse.kirche.at) Mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Priesterseminars eröffnete die Hochschule St. Pölten ihr neues Studienjahr. Etwa 50 Hörerinnen und Hörer studieren derzeit an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Pölten. In der Predigt beim Gottesdienst, den der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Josef Kreiml und der Regens des Priesterseminars, Dr. Anton Leichtfried sowie Subregens Dr. Gerhard Reitzingen und weitere Professoren und Dozenten mitzelebrierten, erklärte Bischof DDr. Klaus Küng, dass es notwendig sei, „für unsere Diözese, das Priesterseminar und die Hochschule“ um den heiligen Geist zu bitten. Gerade die Hochschule und das Priesterseminar gehören zum Herzen der Diözese, sagte er. Wahrer Dialog, auch das Gespräch untereinander sei nur dann wertvoll, wenn es auch ein Dialog mit Gott sei, wies er hin. Nur wahres Beten bewege und verändere die Menschen. Dann sei auch ein Umschwung möglich. Der Bischof bestätigte, dass heute viele Menschen wieder eine Sehnsucht im Herzen tragen. Es liege aber immer an den Menschen selbst, bereit zu sein, den heiligen Geistes auch wirken zu lassen. - Homepage der Hochschule. An der Hochschule St. Pölten gibt es keine Studiengebühren! | | |    |
|
| | 02.10.2006 21:11:50 | | 10 Jahre Internetangebot der "Gemeinschaft vom heiligen Josef" | | Die „Gemeinschaft vom heiligen Josef“ – eine in der Diözese St. Pölten tätige Gemeinschaft von Weltpriestern – blickt in diesen Tagen auf zehn Jahre ständig ausgebauter Internet-Präsenz im Dienst von Glaube und Kirche zurück. Erreichte man ST. JOSEF anfangs unter der Adresse http://members.magnet.at/spindelboeck/ (nicht mehr aktiv), so wurde im August 1997 die eigene AT-Domain http://www.stjosef.at angemietet. Zuerst waren nur Informationen über die "Gemeinschaft vom heiligen Josef" enthalten, später kam das Apostolische Schreiben Johannes Pauls II. über den heiligen Josef ("Redemptoris Custos") dazu, erstmals im Internet auf deutsch und lateinisch. Es folgten regelmäßig Predigten des Webmasters. Immer noch ist die erste „Internet-Predigt“ des damaligen Kaplans von Mank, Dr. Josef Spindelböck, online abrufbar. Sie wurde am 4. Oktober 1996, dem Herz-Jesu-Freitag, gehalten. Weiters wurde auch das "Lexikon der christlichen Moral" von Prof. Dr. Karl Hörmann ins Netz gestellt. Im Herbst 1997 konnte die "Bischöfliche Homepage" des damaligen St. Pöltner Diözesanbischofs Dr. Kurt Krenn auf St. Josef eingerichtet werden. Außerdem gab es auf stjosef.at bald alle Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils in deutscher Sprache. Inzwischen sind diese auch auf Lateinisch dort verfügbar (die offizielle Vatikan-Seite ist hier noch nicht so weit). Der Newsletter Sankt Josef, welcher fast täglich versandt wird, erreicht über 800 Empfänger, darunter zahlreiche Multiplikatoren aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich. Inhaltlich wird das Internetangebot weiterhin vom habilitierten Moraltheologen Dr. Josef Spindelböck betreut, das erneuerte Design und Layout wurde von Michael Mayr und Bernhard Gottenöf erstellt. Die Statistik der Besucher für alle auf stjosef.at gehosteten Internetseiten für September 2006 (ermittelt mit AwStats) ergibt 38646 „unique visitors“ (= unterschiedliche Besucher) und 69008 „visits“ (= Anzahl der Besuche); es wurden 462379 „pages“ (= Seiten) aufgerufen, und dabei wurden 1456237 „hits“ (= Zugriffe) erzielt. Der Tagesschnitt betrug 2300 Besucher, 15412 Seitenaufrufe, 48541 Zugriffe. Wir danken allen Lesern, die uns seit den ersten Stunden durch ihr Gebet und ihr Interesse begleiten, sowie auch allen inzwischen dazugekommenen Besuchern unserer Internet-Seiten! | | |    |
|
| | 02.10.2006 20:46:02 | | Wie tolerant ist der Islam? - Anfragen von P. Henri Boulad SJ | | (Kathpress) Der ägyptische Jesuit P. Henri Boulad hat die Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. als "Glücksfall" bezeichnet. Die Worte des Papstes könnten "Ausgangspunkt für einen offeneren Dialog" zwischen Christentum und Islam sein, so Boulad laut der französischen katholischen Tageszeitung "La Croix". Der Rektor des Jesuitenkollegs in Kairo betonte, es sei Zeit, dass "Klarheit an die Stelle der altbekannten Unbestimmtheit" trete. Wenn auch die von Benedikt XVI. vorgenommene Auswahl eines islamkritischen Zitats Kaiser Manuels II. "unglücklich und bedauerlich" gewesen sei, so habe die gesamte Rede doch das Potenzial, einen "realistischeren Dialog" einzuleiten. Benedikt XVI. kenne die islamische Theologie "sehr gut", sagte P. Boulad. Seine Kommentare zeigten, was den Islam vom Christentum unterscheide. Kritik übte Boulad am Islamismus, der in Ägypten immer stärker werde. Moderate oder reformistische Muslime würden marginalisiert. Der Islamismus sei ein "totalitäres Denken", das auf ein "Einfrieren von Regierungsform, Gesellschaft und Gesetzen im Einklang mit der Sharia" ziele. Als Symptom für diesen Totalitarismus bezeichnete Boulad den Schleier. Die Mädchen, denen er aufgezwungen werde, würden "jünger und jünger". Damit einher gehe "die Radikalisierung der Köpfe". Wenn erklärt werde, der Islam sei eine "Religion der Toleranz", dann warte er auf den Beweis, sagte der ägyptische Jesuit. Praktisch gebe es in allen Ländern mit muslimischer Mehrheit einen Mangel an Religionsfreiheit. Boulad nannte Ägypten als Beispiel. Ein Muslim könne hier unmöglich offen zum Christentum konvertieren. Wenn er es tue, dann nur im Geheimen oder im Exil: "Im Gegenzug wird aber ein christlicher Mann, der eine Muslimin heiratet, zur Konversion genötigt". Der Papst wisse das, betonte der Jesuit: "Er hat ein sehr klares Bild. Er hat keine Illusion über die fehlende religiöse Reziprozität". Henri Boulad wurde 1931 in Alexandrien geboren. Er studierte Theologie im Libanon, Philosophie in Frankreich und Psychologie in den USA. Von 1983 bis 1995 war er Direktor der Caritas Ägypten. | | |    |
|
| | 01.10.2006 17:55:19 | | Kultur und Apostolat: Ausbildung zum Kirchenführer | | (presse.kirche.at) 18 Personen, 17 aus der Diözese St. Pölten und eine aus der Erzdiözese Wien, unter ihnen elf Frauen und sieben Männer, haben die Ausbildung zum Kirchenführer abgeschossen und am 30. September ihre Zertifikate erhalten. Es ist die erste Ausbildung dieser Art in der Diözese St. Pölten. Ein zweiter Ausbildungskurs hat mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits wieder begonnen. Die Ausbildung, die vom Katholischen Bildungswerk in Zusammenarbeit mit dem Diözesanmuseum, dem Bildungshaus St. Hippolyt und dem Pastoralamt angeboten wurde, dauerte ein Jahr und umfasste 34 Arbeitseinheiten. Zum Abschluss mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein schriftliches Konzept erstellen sowie eine Erstführung in einer Kirche, meist der eigenen Pfarrkirche, halten. „Niederösterreich ist reich an kirchlichen Bauwerken. Eine kreative Beziehung zwischen Menschen und kirchlichem Kulturgut ist eine wichtige Basis für dessen Erhaltung“, meint Mag. Peter Haslwanter vom Katholischen Bildungswerk. Die Verknüpfung von Architektur, Theologie und Kunstgeschichte ermögliche es, Kirchen als symbolische und zugleich spirituelle Botschaft für Menschen unserer Zeit erfahrbar zu machen. Diese Begegnung vollziehe sich nicht nur mit den Kunstschätzen und dem Kirchenraum, sondern auch mit den Menschen, denen dies vermittelt werde. Viel Freude bei ihrer Tätigkeit und die Fähigkeit, die erarbeiteten Inhalte den Menschen auch zu vermitteln, wünschte Bischof DDr. Klaus Küng den neuen Kirchenführern in der Diözese. Es sei etwas Schönes, jene Saiten zum Klingen zu bringen, die Hoffnung geben und die Schönheit – nicht nur der Architektur, sondern auch der tieferen Werte – wieder entdecken lassen, sagte er. | | |    |
|
| | 01.10.2006 17:42:33 | | Weihbischof Laun nach Gehirnblutung im Spital | | (Kathpress) Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun liegt nach einer Gehirnblutung auf der Intensivstation der Neurochirurgie in der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg. Der Bischof, der in knapp zwei Wochen seinen 64. Geburtstag feiert, wurde am Samstag ins Krankenhaus gebracht und operiert. Es gehe ihm inzwischen aber den Umständen entsprechend gut, wie Kliniken-Sprecherin Mick Weinberger sagte. Am Samstag beim Frühstück hatte der Bischof plötzlich Ausfälle, beispielsweise habe er nicht mehr erkennen können, ob das Licht eingeschaltet sei, schilderte der Pressesprecher der Erzdiözese Salzburg, Karl Roithinger. Die Haushälterin des Bischofs habe dann rasch reagiert und einen Arzt verständigt. Die Ärzte hätten zwar zuerst gar nicht auf eine Gehirnblutung getippt, sicherheitshalber aber doch auch eine Computertomographie des Gehirns veranlasst, und dabei sei die Blutung entdeckt worden. Jedenfalls sei es durch die rasche Reaktion der Haushälterin sehr wahrscheinlich, dass der Bischof keine bleibenden Schäden davon tragen werde, sagte Roithinger. Ursache der Blutung sei kein Schlaganfall gewesen, sondern Bluthochdruck. Bischof Laun war noch am Samstag operiert worden. Er habe sich inzwischen schon sehr gut erholt, sagte Mick Weinberger. Mittlerweile habe sich auch herausgestellt, dass die neurologische Funktionen wieder in Ordnung seien, es habe keine Komplikationen gegeben. Der Bischof sei bei vollem Bewusstsein und könne möglicherweise schon am Montag von der Intensivstation in ein normales Zimmer verlegt werden, meinte Roithinger. | | |    |
|
| | 30.09.2006 10:59:08 | | Der vernünftige Dialog aller an Gott Glaubenden | | (Kommentar von Stephan Baier, die-tagespost.de) Manche meinen, der Papst habe in Regensburg absichtlich provoziert, um dem christlich-islamischen Dialog neue Dynamik zu geben. Sicher ist, dass Benedikt XVI. jetzt eine globale Aufmerksamkeit hat, wann immer er zum Dialog der Religionen das Wort ergreift. Sicher ist weiter, dass er einen neuen Akzent gesetzt hat: das Zweite Vatikanum und Johannes Paul II. haben christlicherseits festgestellt, worin die Gemeinsamkeiten mit dem Islam bestehen. Papst Benedikt hat die Unterschiede im Gottesbild markiert und die islamische Welt zu einer Antwort herausgefordert. Die höchst unterschiedlichen und teilweise konfusen Reaktionen aus der islamischen Welt zeigen, dass die Muslime auf diese Herausforderung nicht vorbereitet waren. Wir stehen deshalb jetzt vor einer nicht nur interreligiös, sondern weltgeschichtlich entscheidenden Frage: Gibt es tragende Kräfte im Islam, die mit Andersgläubigen zu einem Dialog über Gemeinsames und Trennendes bereit sind? Gibt es Muslime, die in der Lage sind, mit Nicht-Muslimen auf der Basis der Vernunft über den Kern ihres Glaubens zu sprechen? Eine dreifache Herausforderung für den Islam: eine politische, denn die Kriegs-Rhetorik und Kriegs-Strategie George Bushs hat die heterogene islamische Welt gedemütigt und von der Unversöhnbarkeit des Westens überzeugt; zudem eine psychologische, weil die kulturelle Überfremdung durch den säkularen Westen und dessen technologische Überlegenheit die Jünger Mohammeds tief schmerzen. Die größte Herausforderung ist jedoch theologischer Natur: Im Islam gibt es keinen Gründonnerstag und keinen Karfreitag. Die Idee des leidenden Gottesknechts ist dem Muslim unbekannt. Deshalb ist das Bewusstsein, für den eigenen Glauben zu leiden und gedemütigt zu werden – für Christen vom Herrn vorausgesagte Kreuzesnachfolge – dem Islam fremd. Die politische Vormachtstellung des Westens, die kulturell-technologische Demütigung und das Fehlen einer Theologie des Duldens erklärt, warum Muslime auf tatsächliche oder vermeintliche Beleidigungen ihres Glaubens völlig anders reagieren als Christen. Die Strategie des Papstes besteht nicht darin, gläubige Muslime „aufzuklären“, zu säkularisieren und etwa zu „deutschen Muslimen“ zu machen. Die Frage, ob gläubige Muslime und Heiden eine gemeinsame Sprache finden, hat der Papst in Regensburg verneint – und die Verantwortung dafür den Gottlosen zugewiesen. Benedikt XVI. will den vernünftigen Dialog der Gottgläubigen. | | |    |
|
| | 30.09.2006 10:56:05 | | Politik aus christlicher Verantwortung | | Als Christen in Österreich sind wir an diesem Sonntag, zusammen mit Nichtchristen und Nichtglaubenden, aufgerufen, politische Verantwortung zu übernehmen. Das in unserer Demokratie garantierte Wahlrecht wahrzunehmen, ist in gewisser Weise sogar eine sittliche Pflicht, da wir ja auf dem Weg unseres Lebens hin zum ewigen Ziel in der Gemeinschaft mit Gott auch verantwortlich sind für die Gestaltung der irdischen Wirklichkeiten. Die Kirche bietet keine Präferenz für eine bestimmte politische Partei an. Es sind umgekehrt die Parteien, die selber ihren Standort in der Wertefrage und auch im Hinblick auf den religiösen Glauben definieren. Von daher ergibt sich dann eine je verschiedene Nähe der politischen Programme und der sie umsetzenden Personen zum christlichen Glauben; die Bewertung muss freilich der Bürger selber vornehmen. Welche Themen sollten uns Christen besonders am Herzen liegen? An erster Stelle möchte ich die Anliegen des Lebensschutzes sowie das Eintreten für Ehe und Familie nennen. Der Mensch ist nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen und besitzt eine unveräußerliche Würde. Insbesondere ist das Recht jedes Menschen auf Leben zu achten und zu respektieren. Dieses Recht auf Leben besteht von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. - Lesen Sie die Predigt zum 26. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 28.09.2006 13:42:15 | | Das (behinderte) Kind als "Schaden"? | | (imabe.org) Die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH 07. 03. 2006, 5 Ob 165/05h), wonach ein Salzburger Arzt aufgrund unterlassener Aufklärung den gesamten Unterhalt eines behindert geborenen Kindes zahlen soll, löste in Österreich eine Welle des Protests aus. Das Leben des behinderten Kindes an sich würde nun als Schaden begriffen, urteilen Juristen. Behindertenverbände berufen sich in ihrer Kritik unter anderem auf die Bundesverfassung, wonach eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung untersagt ist. Dass Ärzte sich gegen das Urteil verwehren, sei ihr gutes Recht, meint Susanne Kummer, stellv. IMABE-Geschäftsführerin in der österreichischen Tageszeitung Die Presse (25. Juli 2006). Angesichts dieses Urteils verstärke sich der ohnehin schon bestehende Druck auf Ärzte, Frauen zu raten, sicherheitshalber abzutreiben. „Ein krasserer Gegensatz zum eigentlichen Heilungsauftrag des Arztes ist kaum möglich“, so Kummer. „Pervers“ sei zudem der Umstand, dass jene „Eltern, die ihr behindertes Kind annehmen, ohne eine Abtreibung in Erwägung zu ziehen, nun ungleich schlechter dastehen, was den Anspruch auf wirtschaftlichen Ausgleich anlangt als jene, die von vorneherein sagen: Wir wollten das Kind abtreiben, jetzt müssen wir für es sorgen.“ Aus aktuellem Anlass wird die Fachzeitschrift Imago Hominis dem „Kind-als-Schaden“-Urteil ein Schwerpunktthema widmen. - Zum Kommentar in vollem Wortlaut. | | |    |
|
| | 28.09.2006 13:39:52 | | Das Werteprofil der politischen Parteien | (kath.net) Zu den Nationalratswahlen in Österreich am 1. Oktober hat die Evangelische Allianz „Wahlprüfsteine“ an die Parteien geschickt. Unter dem von der deutschen Allianz übernommenen Motto „Christen wählen Werte“ wurden Stellungnahmen zur Familienpolitik, zum Schutz des Lebens, zu homosexuellen Lebensgemeinschaften und zum Asylrecht sowie zur Religions- und Meinungsfreiheit in Europa erbeten. Mit Ausnahme der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) antworteten alle Parteien. Dabei traten teilweise gravierende Unterschiede zutage. So lehnt die Österreichische Volkspartei (ÖVP) Abtreibung als Methode zur Geburtenregelung ab. Eine strafrechtliche Verfolgung von Frauen sei jedoch kein geeignetes Mittel zum Schutz von Kindern. Nach Ansicht der „Grünen“ und der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) soll die Entscheidung über eine Abtreibung allein bei der betroffenen Frau liegen. Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) fordert mehr soziale Verantwortung, damit alle Menschen gleiche Bildung, Gesundheit, Arbeit und Pensionen erhalten können. Gegensätzliche Auffassungen gibt es auch in der Familienpolitik. Für die ÖVP ist die Ehe eine besonders schutz- und förderungswürdige Institution, während die SPÖ die Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften durchsetzen will. Die Grünen wollen einen Zivilpakt für alle Lebensgemeinschaften unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Die FPÖ habe trotz zweimaliger Erinnerung nicht geantwortet, teilte Allianz-Generalsekretär Christoph Grötzinger (Bürmoos bei Salzburg) mit. Nach seinen Angaben erreicht das Mitteilungsblatt der evangelikalen Organisation, der vierteljährlich erscheinende Allianz-Spiegel, rund 20.000 Leser. (Weitere Stellungnahmen, news.stjosef.at) Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam von der Partei "Die Christen" kann und will keine Wahlempfehlung abgeben: keine Partei würde die christlichen Werte vertreten. Er werde daher Wahlabstinenz üben. Eine andere Meinung vertritt die CWG (Christliche Wählergemeinschaft): Die Anliegen der Bewegung würden am besten durch die FPÖ unter Parteiobmann Strache vertreten werden, weshalb man diesmal auf eine eigene Kandidatur verzichte. (Kommentar, Dr. Josef Spindelböck:) Unbeschadet dieser Auffassungen gibt es in (fast) allen Parteien Personen, die aus christlicher Überzeugung politisch tätig sind und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine Gestaltung der Gesellschaft auf dem Grund der christlichen Werteordnung einsetzen. Bedauernswert ist jedoch, dass derzeit keine einzige politische Kraft, die über ausreichenden Einfluss verfügt, dem Schutz des menschlichen Lebens oberste Priorität auch in der Weise eines wirksamen Rechtsschutzes für das ungeborene Kind zuweist! Das Gebet für die politisch Veranwortlichen ist deshalb nach wie vor das Wichtigste. Es kann freilich die eigene politische Urteilsbildung und Entscheidung nicht ersetzen. | | |    |
|
| | 26.09.2006 15:14:10 | | stephanscom.at seit 5 Jahren online | | Das Internetportal der Erzdiözese Wien, www.stephanscom.at , ist am 1. Oktober 2006, genau fünf Jahre online und erfreut sich steigender Beliebtheit: Mehr als 600.000 Seiten werden im Durchschnitt von mehr als 80.000 Besuchern monatlich abgerufen. Die Zahl der täglichen Stephanscom.at-User ist in den vergangenen Jahren von 600 auf fast 3.000 angewachsen. In das erste Online-Kondolenzbuch Österreichs für Kardinal Franz König trugen sich fast 2.000 Gläubige ein. Über 10.000 User täglich besuchten im März 2004, dem Monat in dem der beliebte Wiener Alterzbischof gestorben ist, das Portal. Ähnlich hoch waren die Zugriffe im April 2005 beim Tod von Papst Johannes Paul II. und bei der Wahl Papst Benedikts XVI. "Diese eindrucksvollen Zahlen sind das Ergebnis eines besonders aktuellen und interessanten Angebots", ist Anton Gatnar, Geschäftsführer von Radio Stephansdom und Stephanscom.at, überzeugt: "Das Internetportal der Erzdiözese Wien ist eine wirkliche Erfolgsstory". Bis zu vier Millionen Hits monatlich sind eine beachtliche Leistung, für eine diözesane Website. Besonders gern genutzt werden die Serviceangebote des Portals, wie etwa die Suche nach Gotteshäusern oder Messbeginnzeiten, so Gatnar. Termin- und Veranstaltungshinweise runden das aktuelle Angebot ab. Im Bereich Glaube und Leben wird Basisinformation für das persönliche Glaubensleben geboten. Theologische Definitionen der Sakramente, Grundgebete in vielen Sprachen, ein Heiligenkalender sowie Links zur Bibel und zum "Schott" (der Übersicht über die Messtexte des Tages) sollen unter Ausnützung der vielseitigen Möglichkeiten des Internets eine zeitkonforme Glaubensinformation bieten. Dazu kommen die Betrachtungen von Kardinal Christoph Schönborn zum jeweiligen Sonntagsevangelium, die von "Radio Stephansdom" ausgestrahlt werden. Mehrere Pfarren und Dienststellen haben unter dem Dach von Stephanscom.at ihr eigenes Angebot eingerichtet. | | |    |
|
| | 26.09.2006 15:05:27 | | Erzbischof Milingo exkommuniziert | | (radiovatikan.de) Der afrikanische Erzbischof Emmanuel Milingo hat sich durch die Vornahme unerlaubter Bischofsweihen selbst die kirchliche Exkommunikation zugezogen. Das erklärt der Vatikanische Pressesaal heute in einem Statement. "Verschiedene Kirchenvertreter haben sich umsonst bemüht, Erzbischof Milingo zu sprechen, um ihm das Beharren auf skandalträchtigen Handlungen auszureden", so das Statement, das heute Nachmittag bekannt wurde, wörtlich. Vor allem gehe es da, so deutet die Erklärung an, um seine Heilungsgottesdienste. Da der Papst "auch vor kurzem noch" gegenüber diesem "alten Hirten der Kirche", der Milingo sei, ein gewisses "Verständnis" gezeigt habe, habe der Vatikan den Lauf der Dinge erst einmal abgewartet - und zwar "mit wachsamer Geduld". Aber leider habe der frühere Erzbischof von Lusaka in Sambia, der auch eine Weile an der römischen Kurie gearbeitet hat, sich immer mehr auf "eine zunächst irreguläre Situation" und dann so gar auf einen "immer offeneren Bruch mit der Kirchengemeinschaft" eingelassen, zunächst mit seiner Hochzeit und am letzten Sonntag dann mit der Weihe von vier Bischöfen in Washington. Der Vatikan stellt klar: "Durch diese öffentliche Handlung haben sich sowohl Erzbischof Milingo als auch die vier Geweihten nach dem Kirchenrecht die sogenannte Exkommunikation "latae sententiae" zugezogen." Im übrigen erkenne die Kirche solche Weihen "und alle Weihen, die sich daraus noch ergeben mögen", keineswegs an: Der "kanonische Status der vier angeblichen Bischöfe sei derselbe wie vor ihrer Weihe". Aus Sorge um die "Einheit und den Frieden der Herde Gottes" habe der Vatikan gehofft, dass Menschen aus der Umgebung Milingos ihn noch zum "Umdenken und zur Rückkehr zur vollen Gemeinschaft mit dem Papst" bringen würden. "Leider haben die letzten Entwicklungen solche Hoffnungen fast zum Verschwinden gebracht." "In Momenten des Leids für die Kirche wie diesem" brauche es intensives Gebet, bittet das Statement. | | |    |
|
| | 25.09.2006 21:57:49 | | Papstansprache vor muslimischen Diplomaten | | (zenit.org) Papst Benedikt XVI. hat am 25.09.2006 in Castel Gandolfo die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter aus der islamischen Welt sowie einige Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft in Italien empfangen, um neuerlich seine Hochachtung für den Islam zu unterstreichen und zu Dialog und Zusammenarbeit aufzurufen. An der Audienz mit dem Heiligen Vater nahmen mit Ausnahme des offiziellen Vertreters der sudanesischen Regierung die 22 Botschafter aller anderen muslimisch geprägten Nationen teil, die mit dem Heiligen Stuhl diplomatische Beziehungen unterhalten. Nach dem Grußwort des Präsidenten des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Paul Kardinal Poupard, wandte sich Papst Benedikt XVI. in französischer Sprache an seine Gäste. Er sei sehr froh, dass er die Vertreter empfangen könne, um die Bande der Freundschaft und der Solidarität zwischen dem Heiligen Stuhl und den muslimischen Gemeinschaften aus aller Welt zu stärken. "In diesem besonderen Kontext möchte ich heute die ganze Wertschätzung und den tiefen Respekt bekräftigen, die ich den muslimischen Gläubigen gegenüber hege", sagte der Bischof von Rom und verwies zugleich auf die Konzilserklärung Nostra aetate über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Mehrmals kam er während seiner Ansprache auf Abschnitt 3 dieses Dokuments zu sprechen. Seit dem Beginn seines Pontifikats habe er sich dafür eingesetzt, zwischen den Gläubigen aller Religionen „Brücken der Freundschaft“ zu errichten. Die Vertiefung des christlich-muslimischen Dialogs sei ihm dabei ein besonderes Anliegen gewesen. In der Welt von heute, in der der Relativismus vorherrsche, bedürfe die Menschheit eines authentischen Dialogs der Religionen, der das Ziel besitzen müsse, alle Spannungen gemeinsam zu überwinden. Papst Benedikt XVI. will die von seinem Vorgänger, Papst Johannes Paul II., gezeigte Offenheit gegenüber dem Islam nicht nur weiterführen, sondern diese „in einem Geist des aufrichtigen und respektvollen Dialogs weiterentwickeln, eines Dialogs, der sich auf einer immer authentischeren gegenseitigen Kenntnis gründet, der die gemeinsamen religiösen Werte mit Freude anerkennt und die Unterschiede mit Redlichkeit feststellt und respektiert“. Für die Errichtung einer friedlichen Welt sei ein solcher interreligiöser und interkultureller Dialog entscheidend, bekräftigte der Heilige Vater. Es gehe um ein gemeinsames Zeugnis für die religiöse Dimension des Lebens. „Deshalb ist es notwendig, dass Christen und Moslems in Treue zu den Lehren ihrer jeweiligen religiösen Traditionen lernen, miteinander zu arbeiten..., um jede Form der Intoleranz zu vermeiden und jeder Äußerung von Gewalt entgegenzutreten.“ Abschließend unterstrich der Papst, dass sich Christen und Muslime gemeinsam einsetzen müssten, um die Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen: „Dies gilt im Besonderen für die Verteidigung und die Förderung der Würde des Menschen und für die sich daraus ergebenden Rechte.“ Die Vorrangstellung des Menschen sei deshalb immer wieder neu hervorzuheben. Papst Benedikt XVI. spendete den Diplomaten und den übrigen Anwesenden einen besonderen Segen und wünschte den muslimischen Gläubigen alles Gute zum bevorstehenden Fastenmonat Ramadan. - Linktip: Rede des Hl. Vaters im Wortlaut (französisch). | | |    |
|
| | 25.09.2006 21:50:13 | | 200. Geburtstag von Pfr. Michael Brenner | Anlässlich des des 200. Geburtstages des Waldviertler Priesters Michael Brenner am Sonntag, dem 24. September 2004, veranstaltete die Wallfahrtsleitung der päpstlichen Basilika Maria Dreieichen ein Priestertreffen im Pfarrhaus des 350 Jahre alten Wallfahrtsortes. Diözesanbischof DDr. Klaus Küng nannte das Treffen einen „historischen Augenblick“. Denn nach 27 Jahren wurden wieder einmal alle Priester der 500 Kleriker zählenden Diözese St. Pölten durch die Einladung zu dem erwähnten Priestertreffen auf diesen vorbildlichen Seelsorger aus den Anfängen der Diözese St. Pölten aufmerksam gemacht. Ebenso ist es „historisch“, dass der Diözesanbischof zu diesen Treffen kam und sich zu den Teilnehmern dieses Priestertreffens zählen ließ. Der Referent, der sechste Amtsnachfolger des „Jubilars“, der heute 72jährige Pfarrer von Roggendorf bei Eggenburg, KR Johannes Müllner, gab eine kenntnisreiche und geordnete Einführung in das Leben dieses eifrigen Seelsorgers der Diözese St. Pölten vor 150 Jahren. Arbeitstitel: „Der seelsorgliche Überwinder des josephinischen Staatskirchentums.“ Eine angeregte Diskussion vereinte die teilnehmenden elf Priester - auf dem Hintergrund des zu erstellenden Pastoralplanes der Diözese – untereinander und mit dem Bischof. Der Bischof betonte dabei besonders die Rolle, welche Klöstern und Wallfahrtsorten als Zentren des geistlichen Lebens in Zukunft verstärkt zukommen werde. Im BBKL heißt es in einem Kurzartikel von Ekkehard Sauser über Pfr. Brenner: BRENNER, Michael: kath. Pfarrer, * 24.9. 1806 zu Groß-Siegharts bei St. Pölten, † 3.2. 1868 in Roggendorf/Niederösterreich. - Zunächst war er Hilfspriester in Gars/Niederösterreich. Diese Tätigkeit, die er seit 1830 ausübte, war, weit über die Grenzen seiner Pfarrei hinaus, dem Anliegen verschrieben, die öftere hl. Kommunion unter den Gläubigen zu beheimaten. Als er 1846 in Roggendorf Pfarrer wurde, setzte er diese Bemühungen intensiv fort. Erfüllt von dem Gedanken, wie wichtig doch eine Volksmission sei, ließ er auch diese Tradition wieder beleben und zwar durch die Redemptoristenpatres aus Wien. Seit über 80 Jahren war diese Art der Seelsorge in Niederösterreich nicht mehr geübt worden. Der Erfolg war überwältigend. Die Überlieferung weiß von bis zu 20.000 Menschen, die den Predigten lauschten. - Albert Schütte sagt von ihm in seinem »Handbuch der deutschen Heiligen« (Köln 1941): »Leben und Gesundheit, Kräfte und Geldmittel, hat er für Gottes Ehre und das Heil der Seelen geopfert.« (S. 264). Auf seinem Grabstein ist zu lesen: »Der Eifer für Dein Haus verzehrt mich.« Am 3. Februar wird sein Gedenktag begangen. Schon vor 27 Jahren hat KR Müllner ein ausführliches Buch über Pfr. Brenner geschrieben unter dem Titel: „Pfarrer Michael Brenner. Ein heiligmäßiger Priester aus dem Waldviertel“ (Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, Band 24; Krems 1981). Bestellung beim Verfasser: Tel.u. FAX: 0043 (0)2984-3495 oder Tel. 0043 (0) 676 8266 33 335. | | |    |
|
Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] (76) [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] |
|
|
|