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09.03.2008 18:11:08
H2ONews jetzt offiziell aktiv
(h2onews.org/news.stjosef.at) Ab sofort ist www.h2onews.org offiziell aktiv. H2Onews ist ein katholischer Nachrichtendienst, der täglich audiovisuelle und schriftliche Nachrichten in acht Sprachen produziert und verbreitet. Informiert wird über das Leben der Kirche sowie soziale und kulturelle Ereignisse, die für Katholiken weltweit von Interesse sind. H2Onews bietet katholischen Fernseh- und Radiosendern beziehungsweise Internetportalen seine Dienste gratis an, damit die Worte des Papstes und das Neueste über die Kirche wirklich jeden potentiellen Interessenten erreichen können. H2Onews ist eine digitale Plattform, die es jedem erlaubt, die eigenen beruflichen Fähigkeiten mit anderen zu teilen. H2Onews ist dazu da, den verschiedenen katholischen Wirklichkeiten, die in der Welt anzutreffen sind, eine Stimme zu verleihen. - Ähnliche katholische Dienste sind: www.kathtube.com und www.gloria.tv
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09.03.2008 18:07:32
Gott macht lebendig
(radiovatikan.de) Der christliche Glaube schenkt Hoffnung über das irdische Leben hinaus. Daran hat Papst Benedikt an diesem fünften Fastensonntag erinnert. In einer kurzen Ansprache vor dem Angelus fasste er die Quintessenz des Sonntagsevangeliums von der Auferweckung des Lazarus zusammen. Den deutschsprachigen Pilgern auf dem Petersplatz sagte er: „Gerne heiße ich alle Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum willkommen. Gott macht lebendig und schenkt Leben, das nicht vergeht. Jesus Christus ist gekommen, um uns dieses unvergängliche Leben zu bringen. Durch die Macht seiner Liebe hat er den Tod besiegt. ,Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt’, sagt der Herr. Im Glauben an Christus haben wir schon jetzt teil an der Auferstehung. Mit ihm wollen wir den Weg unseres Lebens gehen. Euch allen wünsche ich einen gesegneten fünften Fastensonntag und eine gute Woche.
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07.03.2008 18:50:32
Erklärungen der österreichischen Bischofskonferenz
(news.stjosef.at) Die österreichischen Bischöfe haben zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung einige Erklärungen veröffentlicht, in denen sie Stellung nehmen zu wichtigen Themen: Zuerst gehen die Bischöfe auf das Gedenkjahr 2008-1938 ein und weisen im Hinblick auf das damalige kirchliche Zeugnis für den Glauben und die Würde des Menschen auf Licht und Schatten hin. Es habe Versagen gegeben, aber auch tapfere Glaubenszeugen und Märtyrer. Eine weitere Erklärung widment sich dem Klimaschutz aus christlicher Verantwortung, und schließlich protestieren die Bischöfe gegen das OGH-Urteil, welches ein ungewolltes behindertes Leben quasi als Schadensfall interpretiert. - Lesen Sie die Erklärungen im Wortlaut!
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07.03.2008 18:45:05
Das Leben siegt über den Tod
(news.stjosef.at) Dass ein Toter auferweckt wird, kommt nicht alle Tage vor, ja es ist – wie uns die moderne Medizin mit ihrer inzwischen nach allen Seiten hin abgesicherten Methode der Todesfeststellung glaubhaft versichert – eigentlich unmöglich, dass ein wirklich Toter wieder zurückkehrt ins Leben. Es ist unmöglich, wenn wir die natürlichen Gegebenheiten in den Blick nehmen und den gewöhnlichen Lauf der Dinge betrachten: Denn der Mensch wird geboren, und er stirbt, und sein Abschied von diesem Leben ist unwiderruflich. Das, was an ihm sterblich war, kehrt zum Erdboden zurück, von dem der Leib des Menschen genommen wurde, wie es im Buch Genesis heißt. Am Aschermittwoch hörten wir bei der Auflegung des Aschenkreuzes: „Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst!“ Und dennoch gilt es eine Einschränkung zu machen, wenn wir das Evangelium des 5. Fastensonntags ernst nehmen wollen: Nur aus der Sicht des Menschen ist es unmöglich, dass ein Toter wieder erweckt wird. Für Gott ist nichts unmöglich. Er, welcher allem Lebenden das Dasein geschenkt hat, kann das, was in den Tod gegangen ist, auch wieder zurückrufen ins Leben. Hierbei handelt es sich freilich um ein Wunder, und Wunder kommen nicht alle Tage vor. - Lesen Sie die Predigt zum 5. Fastensonntag in vollem Wortlaut!
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06.03.2008 14:21:56
Papst erinnert an Vorbild Leos des Großen
(radiovatikan.de) Die Liturgie feiert „nicht etwas Vergangenes”, sondern öffnet einen Raum für die Nähe Gottes. Das meinte Papst Benedikt an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz. Während ein strömender Regen über Rom niederging, empfing der Papst Tausende von Pilgern im Petersdom und in der Audienzhalle – und erzählte ihnen aus dem Leben eines seiner Vorgänger, nämlich des heiligen Papstes Leo „des Großen”. „Er stammte aus Tuszien, einem Landstrich nordwestlich von Rom. Gegen 430 wurde er in Rom zum Diakon geweiht und erlangte aufgrund seiner Begabung bald großen Einfluss. Während er sich in kaiserlichem Auftrag in Gallien befand, wurde Leo nach dem Tod des Papstes Sixtus III. in Abwesenheit zu dessen Nachfolger bestimmt. Nach seiner Bischofsweihe am 29. September 440 wirkte Leo 21 Jahre lang auf dem Stuhl Petri in einer Zeit politischer Wirren, in der er sich entschieden für das Wohl der Menschen einsetzte. Furchtlos trat er im Jahre 452 gegen den Hunnenkönig Attila auf, den er zum Abbruch seiner Plünderungsfeldzüge bewegen konnte. Auch gegenüber dem Vandalen Geiserich erreichte er, dass bei der Einnahme der Stadt Rom zumindest die Bevölkerung geschont wurde.” Ein Fresko Raffaels in den Stanzen des Apostolischen Palastes zeigt Leo den Großen, wie er Attila zur Umkehr vor den Toren Roms bewegt. Aber der jetzige Papst rühmt noch etwas anderes an seinem illustren Vorgänger: „Papst Leo war zudem ein vortrefflicher Lehrer und Hirte, der gleichermaßen für die Einheit unter den Teilkirchen wie für den Vorrang des Nachfolgers Petri vor allen anderen Bischöfen eintrat. Er sah sich in der Tradition des Auftrags Christi: Petrus möge seine Brüder stärken (vgl. Lk 22, 32). Bedeutung erlangte seine dogmatische Schrift Tomus ad Flavianum, mit der Leo in einen Lehrstreit um den Häretiker Eutyches, der dem Sohn Gottes keine menschliche Natur zuerkennen wollte, eingriff. Diese Abhandlung wurde später, im Jahre 451, mit großem Beifall auf dem Konzil von Chalzedon als Lehrschreiben angenommen. Wichtig war ihm auch die Liturgie. Er sagt: das, was wir feiern, ist nicht etwas Vergangenes, sondern Gott will uns damit nahe sein und neues Leben aus der Gnade schenken (v. Sermo 64).”
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06.03.2008 14:14:32
Neuer Weihbischof von Wien ernannt
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat den Pfarrer von Baden-Leesdorf, den 43-jährigen Stephan Turnovszky, zum Weihbischof für Wien ernannt. Die Ernennung wurde am Donnerstag zeitgleich im Vatikan und in Wien bekannt gegeben. Gleichzeitig hat Papst Benedikt XVI. auch den Rücktritt von Weihbischof Helmut Krätzl angenommen. Stephan Turnovszky wurde am 21. Juni 1964 geboren. Er wuchs in Wien-Döbling auf und besuchte dort ein humanistisches Gymnasium. Nach der Matura studierte er an der Technischen Universität in Wien Technische Chemie. Seit 1987 ist er aktives Mitglied des Malteser Hospitaldienstes Austria (MHDA) und nahm auch mehrmals an der Lourdes-Wallfahrt mit behinderten Menschen teil. Als Chemiker war er zweieinhalb Jahre im Bezirk Melk tätig, bis er seiner Berufung zum Priestertum folgte und 1992 ins Wiener Priesterseminar eintrat. Sein Externjahr verbrachte er 1994/95 in Toulouse. 1997 weihte ihn Bischof Helmut Krätzl zum Diakon. Nach dem Diakonatsjahr in der Pfarre Perchtoldsdorf wurde er am 29. Juni 1998 von Kardinal Christoph Schönborn im Stephansdom zum Priester geweiht. Die ersten beiden Priesterjahre verbrachte er als Kaplan in der Pfarre Jedlesee im 21. Wiener Gemeindebezirk. Anschließend leitete er fünf Jahre lang die beiden Pfarren Großmugl und Herzogbirbaum im Dekanat Stockerau. Seit 1. September 2005 ist er Pfarrer von St. Josef in Baden-Leesdorf.
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05.03.2008 07:26:18
Salzburger Alterzbischof Georg Eder vollendet 80. Lebensjahr
(kirchen.net) Am Donnerstag, 6. März 2008, vollendet der emeritierte Erzbischof Dr. Georg Eder das 80. Lebensjahr. Der frühere Salzburger Oberhirte wird an seinem Jubeltag Gott danken und ihn im Gebet um die Hilfe für die kommende Zeit bitten. Auf seinen Wunsch hin finden aus gesundheitlichen Gründen keine größeren Feiern statt. Georg Eder wurde am 6. März 1928 am Gräblerbauernhof von Johann und Amalia Eder in Mattsee geboren. Nach der Volksschule in Mattsee kam das dritte von sechs Geschwistern 1946 in die Erzbischöfliche Seminarschule Borromäum in Salzburg und maturierte dort. Anschließend trat Georg Eder in das Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg ein, und studierte an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg Theologie. Am 15. Juli 1956 empfing er im Dom zu Salzburg von Erzbischof DDr. Andreas Rohracher die Priesterweihe. Nach ersten Seelsorgserfahrungen in Zell am See ernannte ihn Erzbischof Rohracher 1960 zum bischöflichen Sekretär. In den Folgejahren setzte Dr. Eder seine theologischen Studien fort und schloß diese 1964 bei Prof. Josef Dillersberger mit einer bibelwissenschaftlichen Doktorarbeit über das Wirken des Heiligen Geistes bei Joh 14 (Johannesevangelium, Kapitel 14) ab. Ab 1965 war Eder Pfarrer von Lofer; gleichzeitig war er als Ministrantenseelsorger der Erzdiözese bemüht, bei den Buben die Liebe zum Altardienst zu fördern. Von 1968 bis 1970 war Dr. Georg Eder Generalsekretär für die Anliegen des Tiroler Anteils der Erzdiözese in Wörgl tätig. 1970 erfolgte die Bestellung zum Pfarrer von Altenmarkt, 1981 wählten ihn seine Pfarrerkollegen auch zum Dechant des Dekanates Altenmarkt. Dr. Eder war eine Funktionsperiode Mitglied des Priesterrates der Erzdiözese und zwei Funktionsperioden Mitglied des diözesanen Pastoralrates. Am 21. Dezember 1988 wählte das Domkapitel zu Salzburg Dr. Georg Eder aus einem Dreiervorschlag des Vatikans zum 88. Nachfolger des hl. Rupertus und 77. Erzbischof von Salzburg. Die Ernennung durch Papst Johannes Paul II. erfolgte am 17. Jänner 1989. Am 26. Februar 1989 weihte ihn Erzbischof Dr. Karl Berg im Salzburger Dom zu seinem Nachfolger. Am 15. August 1989 wurde er mit dem Pallium investiert. Dr. Georg Eder leitete die Erzdiözese bis 10. Jänner 2003. Er lebt jetzt in seiner Heimatgemeinde Mattsee.
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05.03.2008 06:30:27
Neues OGH-Urteil sieht Behinderte als "Schadensfall"
(kath.net) Erstmals spricht der Oberste Gerichtshof Eltern die gesamten Lebenshaltungskosten für ein Kind zu, dessen Behinderung während der Schwangerschaft hätte erkannt werden können. Es haftet das Spital. Bestürzt darüber zeigt sich ÖVP-Behindertensprecher, Franz-Joseph Huainigg. „Der OGH bedenkt nicht die weitreichenden Konsequenzen seines Urteils, wenn er den Eltern nicht nur den Mehraufwand durch Pflege und Betreuung, sondern den gesamten Unterhalt zuerkennt“, sagte er in einer Aussendung am Dienstag. Damit werde die Lebensexistenz dieses Kindes aufgrund seiner Behinderung in Frage gestellt. „Das hat natürlich ganz generell auch weitreichende Auswirkungen auf die Existenzberechtigung von Menschen mit Behinderung“, kritisierte der Abgeordnete. Der mittlerweile sechsjährige Bub sei heute ein aufgeweckter, intelligenter Mensch, der trotz Pflegebedarfs ein Recht auf Leben habe, betonte er. „Lebensfreude und Lebenskraft sind nicht nur von Menschen ohne Pflegebedarf gepachtet. Die OGH-Richter haben sich offensichtlich nicht mit der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung auseinander gesetzt“, zeigt sich Huainigg fassungslos. Selbst bei einer richtig erstellten Diagnose wäre keine Therapie oder Behandlung möglich gewesen, sagte Huainigg. Es könne nicht sein, „dass der Schadenersatz-Anspruch für die gesamte Existenz des Kindes zuerkannt wird“, betont der ÖVP-Behindertensprecher. Die Gesetze müssten dahingehend geändert werden, „dass Eltern jene Unterstützung für ihr behindertes Kind bekommen, die ihnen ein gleichberechtigtes integriertes Leben in der Gesellschaft ermöglicht“, betonte er. „Es kann nicht sein, dass die Eltern behaupten müssen, sie hätten ihr Kind jedenfalls abgetrieben, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Letztlich führt diese Judikatur dazu, dass Eltern, die aus ethischen Gründen eine Abtreibung grundsätzlich ablehnen, massiv benachteiligt werden.“ Speziell für die Pränataldiagnostik habe das OGH-Urteil weitreichende Folgen, warnte der Abgeordnete: „Der Druck auf Ärzte und Ärztinnen wird enorm gesteigert, schon bei geringsten Auffälligkeiten nicht nur aufzuklären, sondern gleich eine Abtreibung anzuraten. Es darf keine Pflicht zur Abtreibung bei jeglichem Verdacht auf Behinderung entstehen!“
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04.03.2008 13:29:18
Heilung an Seele und Leib durch Christus und die Kirche
(news.stjosef.at) Die Referate der 19. Internationalen Theologischen Sommerakademie 2007 in Aigen im Mühlkreis sind nun in Buchform erschienen. Bibliographische Angaben: Franz Breid (Hg.), Heilung an Seele und Leib durch Christus und die Kirche. Referate der 19. Internationalen Theologischen Sommerakademie in Aigen, Lublin 2007, ISBN 978-83-7363-657-6, Preis 9,50 €. - Link (mit Bestellmöglichkeit): http://www.theol-sommerakademie.com . - Das Referat von Dr. Josef Spindelböck ("Die Würde des leidenden und sterbenden Menschen") kann ab sofort in erweiterte Form auch online gelesen werden.
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04.03.2008 13:08:19
Diözese St. Pölten tief betroffen von tragischem Unfalltod
(presse.kirche.at) Es ist zutiefst tragisch und wir sind tief betroffen, dass beim Sturm „Emma“ am Samstag, dem 1. März 2008, durch einen umstürzende Baum in der Josefstraße St. Pölten eine junge Frau getötet und drei weitere Personen schwer verletzt wurden. Gerade als das Auto mit den vier Personen auf der Straße vorbeifuhr, brach der besagte Baum im Sturm und fiel auf das Fahrzeug. Der Baum, eine Pappel, die neben der Josefskirche in St. Pölten stand, konnte dem Sturm, der an diesem Tag mit 130 km/h heranbrauste, nicht mehr standhalten und knickte bei einer der heftigen Windböen in der Höhe von etwa zwei Meter über dem Boden um. Die Ursachen für das tragische Geschehen sind bei einem Naturereignis wie bei diesem Sturm nur schwer zu klären. Der Baum neben der Kirche wurde von der Stadt St. Pölten betreut. Von Seiten der Diözese werden dennoch verstärkt Überlegungen angestellt, wie in Zukunft solch tragische Ereignisse weitgehend vermieden oder zumindest minimiert werden können. Allerdings können derartige Vorkommnisse bei außergewöhnlichen Wetterverhältnissen wie dem Sturm „Emma“ nie hundertprozentig ausgeschlossen werden. Die Krankenhausseelsorge hat sich sofort der verletzten Personen angenommen und ihnen seelische wie psychische Hilfe geleistet. In der Pfarrkirche haben Gläubige für die verunglückte junge Frau gebetet. - Link: www.dsp.at
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04.03.2008 13:06:59
Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für März 2008
Allgemeine Gebetsmeinung
Dass man die Bedeutung der Vergebung und der Versöhnung zwischen Personen und Völkern versteht und die Kirche durch ihr Zeugnis die Liebe Christi, Quelle neuer Menschlichkeit, verbreitet.
Missionsgebetsmeinung
Dass die Christen, die in vielen Teilen der Welt auf unterschiedliche Weise wegen des Evangeliums verfolgt werden, mit Hilfe der Kraft des Heiligen Geistes weiterhin mutig und offen das Wort Gottes verkünden.
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03.03.2008 16:17:22
Weihbischof Athanasius Schneider über die Form des Kommunionempfangs
(news.stjosef.at) Gloria.tv präsentiert ein Exklusivinterview mit dem kasachischen Weihbischof Athanasius Schneider über die Frage der Mund- und Handkommunion. Bischof Schneider weist auf historische Hintergründe hin und stellt dar, dass die frühchristliche Praxis einer Kommunion auf die Hand nicht mit der heutigen Form zu vergleichen ist. Bereits am 8. Januar 2008 hatte Schneider in einem Beitrag für die italienischsprachige Ausgabe des L’Osservatore Romano zugunsten der Mundkommunion Stellung genommen. „Die Art und Weise, in der der Leib des Herrn ausgeteilt und entgegengenommen wird, bringt das Bewusstsein von der Größe des eucharistischen Geheimnisses zum Ausdruck“, schrieb der Bischof. Zusätzlich zum Ausdruck wahrer Anbetung durch das Knien vermeide die Mundkommunion auch, dass Kommunikanten den Leib des Herrn mit unsauberen Händen entgegennehmen oder Partikel der Eucharistie verlieren. „Würde es nicht besser der tiefsten Wirklichkeit und Wahrheit des verwandelten Brotes entsprechen, wenn auch heute die Gläubigen zu seinem Empfang niederknien würden, dabei den Mund öffneten wie der Prophet, als er das Word Gottes empfing und sich nähren ließen wie ein kleines Kind?“ fragte der Bischof. - Link zum Interview.
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03.03.2008 16:10:34
Lebensschützer werden politisch aktiv
(news.stjosef.at) Die österreichische Sektion der Lebensschutzbewegung „Human Life International“ sucht nun über ihren Vorsitzenden Mag. Dietmar Fischer auch politisch Einfluss zu nehmen. Wiederholt waren und sind die Lebensschützer nämlich selber Ziel politischer Attacken. So brachte am 30. Jänner 2008 die Partei Grüne einen Initiativantrag ein, der sich direkt und ausdrücklich gegen die Lebensrechtsbewegung "HLI" richtet. Lebensschützer, die eine Mutter auf dem Weg zur Abtreibungsklinik "nachdrücklich ansprechen" oder "versuchen, ihr Gegenstände zu überreichen" sollen mit sechs Monaten Gefängnis bestraft werden. Der Leiter von HLI, Dietmar Fischer, bezeichnet den Antrag als "Lex HLI". Fischer, der bei den niederösterreichischen Landtagswahlen für die Christen-Partei kandidiert, äußerte sich in einem Interview, das auf seiner neuen Webseite www.noe-wahl.at veröffentlicht ist.
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03.03.2008 16:04:32
Bekenntnis zum einen wahren Gott ist nicht gewaltfördernd
(news.stjosef.at) In einem Beitrag für das ZdK-Organ „Salzkörner“ geht der emeritierte Alttestamentler Prof. Dr. Erich Zenger aus Münster auf den des öfteren gegenüber dem Monotheismus erhobenen Vorwurf ein, ein latentes oder sogar offenes Gewaltpotential in sich zu tragen. Unter anderem schreibt Zenger, ein faktisches Gewaltpotential, das leider auch mit den montheistischen Religionen des Judentums und des Christentums verbunden sei, sage noch nichts über das Prinzipielle aus. Denn: „Der biblische Monotheismus ist von seiner Mitte her gewaltkritisch und freiheitsfördernd. Die einzigartige Bedeutung dieses Monotheismus liegt darin, dass er die Freiheit nicht nur zu seinem zentralen Thema, sondern zum Kriterium der wahren Religion überhaupt gemacht hat.“ Weil aber nun die „Freiheit ein Grundprinzip von Religion überhaupt ist, können und müssen ‚religiöse’ Menschen und Institutionen die Überzeugungen Anderer in ihrer Andersartigkeit respektieren. Zwang und Gewalt im Bereich der Religion widersprechen dem Grundansatz des biblischen Monotheismus und vor allem seinem Bekenntnis zum befreienden Gott.“ – Lesen Sie den Beitrag in vollem Wortlaut!
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01.03.2008 06:11:18
Die Vergebung kommt nicht per Mausklick
(salzburg.com/news.stjosef.at) Sie ist für viele Christen ein fixer Bestandteil der Fastenzeit – die Beichte. Doch auch das World Wide Web scheint das heilige Sakrament für sich entdeckt zu haben: Ganz ohne Beichtstuhl, dafür gemütlich von der Wohnzimmercouch aus, kann der bußwillige User auf immer mehr Internetseiten seine Sünden virtuell loswerden – teils öffentlich und für jedermann nachlesbar. „Es mag schon sein, dass es jemandem hilft, wenn er sich seine Sorgen von der Seele schreibt, aber mit der kirchlichen Beichte hat das nichts zu tun. Die bedarf der strikten Einhaltung des Beichtgeheimnisses“, sagt Superior Pater Winfried Bachler von der Wallfahrtskirche Maria Plain in Salzburg im SN-Gespräch. Seit 13 Jahren kümmert sich Bachler um seine Gemeinde: „Über die Jahre hat die Zahl der Beichten zwar abgenommen, aber dafür ist die Qualität gestiegen. Gingen die Leute früher beichten, weil es Tradition war, tun sie das heute aus einem inneren Bedürfnis heraus“, erklärt Bachler. Gerade in der Fastenzeit herrsche Hochbetrieb im Beichtstuhl: „Da kann es schon sein, dass wir 30 bis 40 Beichten an einem Tag haben.“ Ähnlich groß ist der Ansturm in Maria Dreieichen in Niederösterreich: „In den vergangen 50 Jahren haben wir zwar einen Beichtrückgang erlebt, doch in der Kar- und Fastenwoche gibt es nach wie vor einen großen Zustrom an Gläubigen“, erzählt Ordenspater Robert Bösner von der Wallfahrtskirche. Vom Internet als „Lockmittel“ für die in Niederösterreich recht beicht unwillige Jugend hält der 73-Jährige wenig: „Zu Zeiten Jesu gab es zwar noch kein Internet, aber eines gab es sicher: das persönliche Gespräch. Das zeichnet auch die Beichte aus.“ - Lesen Sie den Beitrag in vollem Wortlaut in den "Salzburger Nachrichten"!
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01.03.2008 06:05:58
Das Vorbild des heiligen Augustinus
(fides.org) Auch diese Woche empfing Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 27. Februar eine erste Gruppe von Gläubigen im Petersdom. Danach stellte er in der Audienzhalle den letzten Teil seiner Katechese über den heiligen Augustinus vor. „Ich ermutige euch durch konkrete Gesten der Solidarität gegenüber den Schwächsten und Bedürftigsten, deren Gesicht das Antlitz Jesu Christi ist, in der Nächstenliebe zu wachsen“, so der Papst zu den im Petersdom versammelten Gläubigen. „Die Fastenzeit soll von einem persönlichen und gemeinschaftlichen Bemühen um die Christusnachfolge gekennzeichnet sein, damit wir seine Liebe bezeugen“. In der Audienzhalle sagte Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache an die dort versammelten Pilger: „Mit der heutige Begegnung möchte ich die Präsentation der Figur des heiligen Augustinus abschließen. Nachdem ich über sein Leben, seine Werke und einige Aspekte seines Denkens gesprochen habe, möchte ich heute zu seinem Innersten zurückkehren, das ihn zu einem der größten Bekehrten in der Geschichte des Christentums machte“. Der Papst erinnerte daran, dass er bei seinem Besuch in Pavia am Grab dieses Kirchenvaters seine „persönliche Verehrung und Dankbarkeit“ gegenüber dem heiligen Augustinus zum Ausdruck brachte, mit dem er sich in seinem Leben als „Theologie, Priester und Hirte“ sehr verbunden fühlt. Jeder, der sich mit den „Bekenntnissen“ befasst, „merkt sofort, wie sehr die Bekehrung des heiligen Augustinus nicht improvisiert war und auch nicht von Anfang an stattfand, sondern dass sie als Weg im eigentlichen Sinn bezeichnet werden kann, der Vorbild für jeden einzelnen unter uns sein kann … Der Weg der Bekehrung des heiligen Augustinus ist bis zu seinem Lebensende kontinuierlich, so dass man sagen kann, dass die verschiedenen Etappen - von denen man auf Anhieb drei unterscheiden kann - eine einzige große Bekehrung bilden.“ „Die erste Etappe auf dem Weg der Bekehrung besteht in der progressiven Annäherung an das Christentum“, so Papst Benedikt XVI., der daran erinnerte, dass Augustinus, „obschon er in den seiner Jugend ein ungeordnetes Leben führte, sich stets zutiefst von Christus angezogen fühlte“ nachdem er von seiner Mutter von Kind an in den christlichen Glauben eingeführt wurde. Auch die Philosophie habe ihn zu Christus hingeführt, doch entscheidend sei die Lektüre der Briefe des heiligen Paulus gewesen, „die ihm die Wahrheit ganz offenbarte“. „Zu dieser grundlegenden Etappe seines langen Weges“, so der Heilige Vater weiter, „gelangte er dank seiner Leidenschaft für den Menschen und für die Wahrheit, eine Leidenschaft, die ihn dazu führte, den großen und unzugänglichen Gott zu suchen. Der Glaube an Christus ließ ihn verstehen, dass Gott, der so fern schien, dies in Wirklichkeit nicht war. Er war zu uns gekommen und war einer von uns geworden. In diesem Sinn brachte der Glaube an Christus die lange Suche des heiligen Augustinus den Weg der Wahrheit ihrem Ende näher.“ Nach seiner Rückkehr nach Afrika im Anschluss an eine dreijährige Zeit des Studiums und des kontemplativen Lebens wurde Augustinus gegen seinen Willen zum Bischof von Hippo gewählt und für den Dienst an den Gläubigen bestimmt. „So lernte er, durch den Verzicht auf ein reines Leben der Meditation, oft auch unter Schwierigkeiten, das Ergebnis seines Denkens in den Dienst der anderen zu Stellen. Er lernte, den Glauben den einfachen Menschen nahe zu bringen … Doch diese Last nahm auf sich, im Bewusstsein, dass er gerade dadurch Christus näher sein konnte. Dass Wissen darum, dass er durch Einfachheit und Demut anderen näher kommen konnte, machte seine eigentliche und zweite Bekehrung aus“. Die letzte Etappe auf dem Weg des heiligen Augustinus. Die dritte Bekehrung, „führt ihn jeden Tag seines Lebens dazu, Gott um Vergebung zu bitten“. Im letzten Abschnitt seines Lebens verstand er, dass „wir stets der Reinigung durch Christus bedürfen, der uns die Füße wäscht, und der uns erneuert. Wir brauchen die permanente Bekehrung. Bis zum Schluss brauchen wir diese Demut, die uns erkennen lässt, dass wir auf unserem Weg Sünder sind, bis der Herr uns endgültig seine Hand reicht und uns zum ewigen Leben führt.“ Im letzten Teil seiner Katechese erinnerte der Papst insbesondere an die Demut des Heiligen gegenüber dem Herrn Jesus, die „ihn auch zu einer intellektuellen Demut führte“. „Zu Christus bekehrt, der Wahrheit und Liebe ist, folgte Augustinus ihm sein ganzes Leben lang nach und ist damit ein Vorbild für jeden Menschen, für uns alle auf der Suche nach Gott“, so der Papst, der auch betonte, dass seine erste Enzyklika „Deus caritas est“ viel dem heiligen Augustinus „verdankt“. Und dass auch die zweite Enzyklika „Spe salvi“ dem heiligen Augustinus und dessen Begegnung mit Gott „viel schuldet“. Abschließend forderte der Papst die Gläubigen dazu auf dafür zu beten, dass es uns jeden Tag gegeben sein möge, „dem Beispiel dieses großen Bekehrten zu folgen, indem wir, wie er, in jedem Augenblick unseres Lebens dem Herrn Jesus begegnen, dem Einzigen, der uns erlöst, reinigt und der uns die wahre Freude und das wahre Leben schenkt“.
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01.03.2008 06:02:12
Gott, der Herr, macht Blinde sehend
(news.stjosef.at) Das Beispiel des blindgeborenen jungen Mannes, der von Jesus Christus auf wunderbare Weise geheilt wurde, kann uns helfen, das wahre Licht zu entdecken, mit dem Gottes Liebe uns erleuchtet. Wohl jeder Blinde hat die Sehnsucht danach, mit den Augen des Leibes sehen zu können, auch wenn er es sich im Letzten kaum vorzustellen vermag, was dies heißen kann. Wie groß waren daher der Jubel und die Freude des Betroffenen und auch seiner Angehörigen und Freunde, als Jesus dem jungen, von Geburt an blinden Mann das Augenlicht schenkte. Der Geheilte begriff: Hier ist Großes geschehen, ja ein Wunder. Meine Heilung hat mit Gott zu tun, und ich vertraue dem, der mich geheilt hat. Er kann unmöglich ein Sünder sein, wie es die Pharisäer behaupten, sondern er ist ein Prophet Gottes, ja vielleicht sogar der erwartete Messias. - Lesen Sie die Predigt zum 4. Fastensonntag in vollem Wortlaut!
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29.02.2008 14:26:59
Die Chronik Mayerlings - erstmals dokumentiert
(news.stjosef.at) Die “Affäre von Mayerling” machte 1889 ein kleines Dorf im Wienerwald weltberühmt: Am 30. Jänner 1889 starb dort in seinem Jagdschloss Kronprinz Rudolf, der einzige Sohn des österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Franz Joseph I. und seiner Gemahlin Elisabeth, genannt Sisi. Im Tod an seiner Seite: Marie Alexandrine Freiin von Vetsera. Heute zählen der dramatischste Ort Österreichs und die Gedenkstätte im “Conventus S. Jos. Mayerlingens M. M. Carmel. Disc.” mit mehr als 100.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Kulturgütern Niederösterreichs. Doch die über 800-jährige Geschichte Mayerlings wurde bisher nie vollständig erzählt … Ab sofort gibt es jedoch das Buch Mayerling - Chronik eines Dorfes” (Paperback, 80 Seiten, 7,80 Euro, ISBN: 978-3-8334-9318-8) von Lars Friedrich. In dieser Chronik finden sich erstmals: über 250 Daten aus der Geschichte Mayerlings - von 2.500 v. Chr. bis zum 02. Februar 2008; die Geschichte der mittelalterlichen Wallfahrtskirche zum Hlg. Laurentius in Mayerling; die Kirche des Karmels St. Josef Mayerling und ihre Kunstwerk sowie sagenhafte Erzählungen aus Mayerling. Ein Teil der Einnahmen aus dem Buchverkauf kommt direkt dem Karmel St. Josef in Mayerling zu Gute! – Homepage: www.mayerling.eu
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29.02.2008 14:23:38
Erscheinungen von Lourdes haben wirklich stattgefunden
(news.stjosef.at) Unter dem Titel „Erscheinungen von Lourdes sind keine Legenden“ nimmt Wallfahrtspfarrer P. Robert Bösner OSB aus Maria Dreieichen in der St. Pöltner Kirchenzeitung „Kirche bunt“ vom 2. März 2008 auf prominenter Seite 2 wie folgt Stellung zu einer Formulierung derselben Kirchenzeitung vom 17. Februar 2008, wonach der heiligen Bernadette Soubirous in der Grotte von Lourdes vor 150 Jahren die Gottesmutter erschienen sein „soll.“ Wörtlich schreibt P. Robert Bösner in seiner Stellungnahme: „Im dankenswerten Bericht über die Jubiläumsfeiern in Lourdes am 17. Februar 2008 in Kirche bunt Nr. 7, heißt es, dass die Muttergottes am 16. Juli 1858 ‚der heiligen Bernadette in der Grotte erschienen sein soll’. Ich nehme diese kleine sprachliche Ungenauigkeit zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass damals an jenem 16. Juli 1858, bei der letzten (!) Erscheinung der Muttergottes, die heilige Bernadette sagte, dass ihr die Muttergottes nie so schön erschien wie damals, gleichsam als Abschiedsgeschenk. Die heilige Bernadette stand damals am jenseitigen Ufer des Gave. Jener Platz am Ufer des Gave gegenüber der Erscheinungsgrotte ist heute eigens für die Wallfahrer deutlich gekennzeichnet. Es ist wohl das Besondere der kirchlichen Anerkennung eines außerordentlichen Ereignisses, wie es z.B. eine Erscheinung der Muttergottes ist, dass dabei nur historisch überprüfbaren und historisch bestätigten Ereignissen dieser Vorzug öffentlich zuteil wird. Dadurch haben die Gläubigen, ja die ganze Kirche uns insofern auch die interessierte außerchristliche Welt die Gewähr, dass es sich z.B. bei den 18 Erscheinungen der ‚Unbefleckt empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria in Lourdes’, auch bei der letzten Erscheinung (!) nicht um eine Legende, sondern um die Tatsache eines vom Himmel kommenden Ereignisses handelt.“ Die Herausgeberfunktion und Leitung der St. Pöltner Kirchenzeitung liegt bei Prälat Mag. Josef Eichinger, Chef vom Dienst der Redaktion ist Mag. Josef Wessely.
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26.02.2008 10:54:40
Kontroverse um Interviewaussagen von EB Zollitsch geht weiter
(news.stjosef.at) In einem ungewöhnlich kritischen Kommentar der deutschen katholischen Zeitung „Die Tagespost“ schreibt Regina Einig unter anderem: „Unter der unnötigen Zölibats-Debatte leiden nun alle, denen es um das Wesentliche in der Botschaft der Kirche geht. Im Getöse um die Lebensform katholischer Priester ging bezeichnenderweise unter, dass Zollitsch den bioethischen Dissens zwischen Katholiken und Protestanten in Sachen Stammzellforschung nicht als Belastungsprobe für die Ökumene betrachtet. Frau Schavan und Wolfgang Huber dürften es dankbar zur Kenntnis genommen haben. Doch katholischen Ökumenikern gräbt der Erzbischof das Wasser ab: Protestantische Befürworter der embryonalen Stammzellforschung können sich von nun an darauf berufen: Man hat zwar den Lebensschutz geschleift, aber immerhin nicht die Ökumene belastet. Obwohl ihm die mediale Gewandtheit seines Vorgängers weitgehend abgeht, hat sich der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz gleich zu Beginn seiner Amtszeit das Wohlwollen der liberalen Kräfte in Kirche, Politik und Gesellschaft gesichert. Alle Klagen über Journalisten ändern nichts daran: Zollitsch versteht durchaus, im Spiel mit den Medien zu punkten – auf der linken Flanke.“ Anders werden die medialen Vorgänge von M. Cornelia Fischer aus der „Schönstatt“-Bewegung, der Erzbischof Zollitsch angehört, kommentiert. Wörtlich schreibt sie: „Wer das Interview von Erzbischof Dr. Zollitsch ganz gelesen hat weiß, dass er den Zölibat nicht in Frage stellt oder abschaffen möchte. Dies ist auch durch zahlreiche frühere Äußerungen des Erzbischofs belegt. So in der von Michael Maas im Namen von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch verbreiteten Erklärung zu Medieninformationen über Äußerungen - oder besser, medial verbreitete Meinungen über Äußerungen - des neu gewählten Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Fragt sich nur, wer es ganz gelesen hatte. Und warum so viele aufgeschrien haben, ohne es zu lesen. Die gedruckte Ausgabe des Spiegel mit dem Originalinterview war seit den frühen Morgenstunden des 18. Februar überall erhältlich; die digitale Fassung seit dem Abend des 16. Februar. Am selben Tag stellte der Spiegel in seiner Online-Ausgabe einen kostenlose ‚Vorgeschmack’ auf die interessantesten Artikel der Druckausgabe ins Netz. So aufgemacht, dass es als Appetitmacher den Kauf steigern sollte. Logisch. Ganze vier Worte in dem Absatz, der den Aufschrei auslöste, sind original von Erzbischof Zollitsch, der Rest ist zusammenfassende und verkürzte Wiedergabe. Aber das haben wohl die meisten, die da aufgeschrien haben, vor lauter Aufschrei schon nicht mehr mitbekommen... Und so wurde aus dem letzten Satz einer klugen, differenzierten, abwägenden Antwort auf eine plakative Frage nach dem Zölibat die bildzeitungsgemäße reißerische Überschrift: ‚Erzbischof Zollitsch stellt das Zölibat in Frage’ (Welt) oder noch besser: ‚Zollitsch: Zölibat ist nicht notwendig’ (Focus). Daran O-Ton ist nur noch das Wort ‚notwendig’. Die hatten das Interview nicht gelesen, muss man vermuten ... genauso wenig wie jene kirchlichen Zeitungen und Agenturen, die die veröffentlichten Worte oder besser Bruchstücke zum Anlass nahmen für grundsätzliches Wehklagen: ‚Schlimmer Populismus’, Offene Briefe: ‚Mit tiefer Enttäuschung’ und manch unnötiges, plakatives und polarisierendes Stimmungmachen.“
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26.02.2008 10:29:28
L'Osservatore Romano hat neue Chefredakteurin
(kathpress.at) Die Österreicherin Astrid Haas ist neue Chefredakteurin der deutschsprachigen Wochenausgabe der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano". Der Chefredakteur des Gesamtblattes, Prof. Giovanni Maria Vian, berief die aus Steinach am Brenner stammende 54-jährige Journalistin zur verantwortlichen Redaktionsleiterin. Bisher war Astrid Haas stellvertretende Chefredakteurin der deutschsprachigen Wochenausgabe. Seit dem Ausscheiden von Chefredakteur Ernst Schlögel Anfang 2007 führte Astrid Haas die Wochenausgabe kommissarisch, wie bereits in den Jahren 2000 und 2002. Neben der italienischsprachigen Tagesausgabe erscheint die Vatikanzeitung in Wochenausgaben auf Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch. Daneben gibt es auch eine polnischsprachige Monatsausgabe. Astrid Haas lebt seit 1976 in Rom. Sie arbeitete zunächst an der österreichischen Botschaft, bis sie im Jahr 1980 zum "Osservatore"
wechselte.
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25.02.2008 07:07:32
Wie ein Engel auf Erden
(dioezese-innsbruck.at) Kaum einer kennt sie in Tirol: Sr. Angela Autsch. Dabei gehörte die Frau in den 40er-Jahren zu den besonders Mutigen. Sie könnte eine echte Vorzeigefrau sein. Sie sagte, was sie dachte, und durchschaute schon früh die Unvereinbarkeit des Nationalsozialismus mit dem Christentum. Ihr offenes Eintreten für ihre Überzeugung („Hitler ist die Geißel Europas“) brachten Gefangenschaft und in weiterer Folge die Überstellung in die Konzentrationslager von Ravensbrück und Auschwitz. 1990 hat die Erzdiözese Wien ein Seligsprechungsverfahren für die Ordensfrau eröffnet und inzwischen auf diözesaner Ebene auch abgeschlossen. Nun liegen die Akten bei der zuständigen Kongregation im Vatikan. Einer, der sich für die Erinnerung an diese starke Frau einsetzt, ist Univ.-Prof. Peter Stöger. Bei einem Vortrag in Mötz gab er nicht nur einen Einblick in das Leben der Klosterfrau. Die zahlreichen Zuhörer konnten auch die Zeit, das Leid und das Besondere des Wirkens von Schwester Angela nachempfinden. Aufgewachsen ist Maria Cäcilia Autsch, so ihr bürgerlicher Name, in einfachen Verhältnissen im Sauerland (Deutschland). Als sie 21 Jahre alt war, verstarb ihre Mutter. Zwölf Jahre lang übernahm sie die Sorge für die sechs Geschwister. Ins Kloster trat sie 1934 ein. Seit damals hieß sie Sr. Angela Maria vom Heiligsten Herzen Jesu. In den Folgejahren machte sie diesen Namen zu ihrem Programm: Sie war Betreuerin im Kindergarten und brachte Frauen das Schneidern bei. Sie war Mesnerin und wusch die Kirchenwäsche der umliegenden Pfarren. Bei vielen Mötzer Familien ging sie ein und aus, pflegte Kranke und war auch auf den Feldern zu Haus – wenn sie den Bauern bei der Ernte half. Als die Nationalsozialisten dem Mötzer Kloster mit der Schließung drohten, setzte sich Sr. Angela erfolgreich zur Wehr. Dieser Einsatz und ihre kritischen Äußerungen führten 1940 zu ihrer Verhaftung wegen „Beleidigung des Führers“ und „Aufwiegelung der Bevölkerung“. Laut Augenzeugenberichten erfolgte die Verhaftung äußerst brutal. Noch im Innsbrucker Polizeigefangenenhaus sagte Sr. Angela zu ihrer Mitgefangenen Anna Trenkwalder: „Ich verzeihe allen von Herzen, die mich angezeigt haben.“ Dieser Satz findet sich auch in einem der Briefe aus dem KZ Ravensbrück an die Schwester Oberin. Eine ihrer Mithäftlinge war die spätere SP-Nationalratsabgeordnete Rosa Jochmann, die von ihr sagte: „Schwester Angela war ein Engel auf Erden.“
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25.02.2008 07:03:30
Indischer Pfarrer in Tirol als Ordensgründer
(news.stjosef.at) Wie der „Kitzbüheler Anzeiger“ in seiner aktuellen Ausgabe (21.02.2008) berichtet, wurde in der zur Erzdiözese Salzburg gehörenden Pfarrkirche St. Ulrich am Pillersee am Samstag, 16. Februar 2008, durch Pfarrer Santan Fernandes und den für die Orden und Gemeinschaften zuständigen Bischofsvikar Matthäus Appesbacher ein Dankgottesdienst gefeiert, in dessen Rahmen zwei Frauen in die ordensähnliche Gemeinschaft „Apostel der Heiligen Familie“ (ADHF) aufgenommen wurden. Es handelt sich um Monika Gruber aus Behamberg in Niederösterreich und Gerlinde Hummel aus Bellenberg bei Ulm in Bayern. Bereits einen Monat vorher legte Maria Hadwiger aus Gobelsburg in Niederösterreich das Versprechen der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft ab, und zwar direkt im indischen Kawar, wo der Sitz der ADHF ist und diese bereits über 60 Personen verfügt, die aktiv mithelfen, dem Gemeinschaftszweck zu dienen. Die Gemeinschaft „Apostel der Heiligen Familie“ hat schon Hunderten von Kindern aus ärmsten Verhältnissen und zerrütteten Familien eine Heimat geboten. Die ADHF wurde von Pfr. Santan Fernandes, der selber aus Indien stammt, begründet; auch seine leiblichen Brüder Joseph und Alex und sein Cousin Agnello setzen sich dafür ein. Der Bischofsvikar betonte in seiner Predigt, es sei erfreulich sehen zu können, wie ein Orden wachse. Er dokumentierte damit – wie der Kitzbüheler Anzeiger schreibt –, „dass diese Gemeinschaft in absehbarer Zeit den Status eines Ordens erhalten wird“. Das letzte Wort dazu spreche allerdings der Vatikan. Pfarrer Santan Fernandes sei optimistisch, dass dies nicht mehr allzu lange dauern werde.- Links: http://www.kath-menziken.ch/bkl_indien.htm ; www.anzeiger-news.com
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24.02.2008 11:14:35
Studiengang zu Ehe und Familie in St. Pölten
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng hat vor einiger Zeit an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten die Dozentur "Theologie der Ehe und Familie" eingerichtet. Weil diese Thematik in unserer Zeit sehr wichtig ist, haben sich die Verantwortlichen der Hochschule entschlossen, einen Zusatzstudiengang "Ehe und Familie", der auf vier Semester angelegt ist, einzurichten. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Kursteilnehmer/innen ein Zertifikat (Matura wird nicht vorausgesetzt). Der Kurs beginnt am Freitag, 14. März 2008 um 13.30 Uhr mit der ersten Veranstaltung (Prof. Dr. Clemens Breuer). Am selben Tag um 17:00 Uhr wird der Studiengang für alle Interessierten im Detail vorgestellt. – Weitere Informationen im elektronischen Folder sowie unter http://ehe.pth-stpoelten.at
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24.02.2008 11:05:00
Der kirchliche Auftrag katholischer Medien
(news.stjosef.at, Dr. Josef Spindelböck) Die Kirche schätzt den Beitrag der Medien, sowohl der sog. weltlichen als auch der katholischen. Innerhalb des Bereichs der katholischen Medien muss nochmals zwischen offiziellen Organen der Kirche unterschieden werden (z.B. Website des Vatikan, L’Osservatore Romano, Bistumsblätter) und sog. privaten, aber dennoch der Kirche und ihrer Lehre verpflichteten Medien (z.B. Radio Horeb, K-TV, kath.net, stjosef.at). Aufgabe und Beitrag katholischer Medien insgesamt ist es, den Hirten bei der Verkündigung des Glaubens behilflich zu sein, aber auch eine gewisse „Rückkopplung“ über das Denken und Leben der Kirche und ihrer Gläubigen zu geben. D.h. es besteht grundsätzlich das Bedürfnis nach umfassender und möglichst objektiver Information. Selbstverständlich dürfen weder offizielle kirchliche Medienorgane noch private katholische Medien die Lehre der Kirche in Frage stellen. Hier ist all das zu beachten, was in LG 25 im Hinblick auf das Lehramt des Papstes und der Bischöfe ausgesagt ist, wo es unter anderem heißt: „Die Bischöfe, die in Gemeinschaft mit dem römischen Bischof lehren, sind von allen als Zeugen der göttlichen und katholischen Wahrheit zu verehren. Die Gläubigen aber müssen mit einem im Namen Christi vorgetragenen Spruch ihres Bischofs in Glaubens- und Sittensachen übereinkommen und ihm mit religiös gegründetem Gehorsam anhangen.“ Die Kirche ermutigt zum verantwortlichen Einsatz der Medien: „Weil die Medien die heute gebräuchlichen Kommunikationskanäle für die Einstellungen und Auffassungen der Menschen sind, bieten sie einzigartige Gelegenheiten, um die Christen im Anschluss an die Diskussion der Ereignisse und Probleme des Tages zur Besinnung auf die tragenden Fundamente ihres Glaubens hinzuführen. So vermögen sie zu erkennen, wie der Glaube im modernen Leben wirksam werden kann“ (Communio et progressio, Nr. 129).
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23.02.2008 08:41:00
Vatikanischer Kongress zum Sterben des Menschen
(kathpress.at) Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, hat eine vertiefte ethische Reflexion des Umgangs mit Kranken und Sterbenden verlangt. Diese Reflexion sei nicht zuletzt durch die Zulassung der "direkten Sterbehilfe" etwa in den Niederlanden, in Belgien oder Luxemburg notwendig, erklärte Sgreccia bei der Vorstellung eines Ethik-Kongresses der Akademie am Donnerstag im Vatikan. Neben medizinischen und psychologischen Aspekten müsse man auch die ethische und spirituelle Bedeutung der Endphase des Lebens in den Blick nehmen, so Bischof Sgreccia. Es gehe darum, den Tod als Teil des Lebens zu begreifen. Die am Montag beginnende zweitägige internationale Konferenz steht unter dem Thema "An der Seite des unheilbar Kranken und Sterbenden: Ethische und praktische Orientierungen". Unter den rund 400 Teilnehmern ist auch der deutsche Philosoph Robert Spaemann. Der Bioethik-Experte Maurizio Calipari sagte bei der Vorstellung des Programms, ein Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen habe nach katholischer Einschätzung nichts mit Euthanasie zu tun. Der Patient habe nicht nur das Recht, sondern in manchen Fällen auch die Pflicht, sich "exzessiven therapeutischen Handlungen" zu entziehen. Sgreccia betonte, für die katholische Kirche sei der unumkehrbare Ausfall der zentralen Hirnfunktionen das entscheidende Todeskriterium. Den Beginn des Lebens setze sie mit dem Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle an. Auch wenn ein Embryo im frühen Stadium noch kein Gehirn besitze, seien dennoch alle nötigen Gene zu dessen Ausbildung vorhanden.
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23.02.2008 08:38:47
Anbeter Gottes im Geist und in der Wahrheit
(news.stjosef.at) Gott will angebetet werden „im Geist und in der Wahrheit“, sagt Jesus zu der samaritanischen Frau, der er am Jakobsbrunnen begegnet. Vorausgegangen war dieser Aussage die Frage der Frau, wer denn nun recht habe: Ob die Samariter, welche Gott auf dem Berg Garizim anbeteten, die wahre Form der Frömmigkeit ausübten oder ob die Juden die wahre Praxis der Religion übten, die Gott vor allem im Tempel zu Jerusalem angebetet wissen wollten. Die Antwort Jesu ist klar: Weder hier auf dem Berg Garizim noch in Jerusalem wird man Gott anbeten, denn „die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.“ Als Begründung führt Jesus an: „Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ - Lesen Sie den Wortlaut der Predigt zum 3. Fastensonntag!
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22.02.2008 12:15:13
EB Schönborn: 10 Jahre Kardinal der Kirche
(stephanscom.at) Genau vor zehn Jahren, am 21. Februar 1998, wurde der Wiener Erzbischof in einem Konsistorium, einer Kardinalsversammlung, von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal der Heiligen Römischen Kirche (Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalis) kreiert und erhielt aus dessen Händen die Kardinalsinsignien. In einer ersten Stellungnahme nach Bekanntgabe der neuen Würdenträger betonte Kardinal Schönborn damals gegenüber "Kathpress", dass er die Kardinalswürde als eine Auszeichnung für die Kirche in Österreich und als Impuls für die Weiterführung ihrer Brückenaufgabe in einem Europa, das lernen müsse, "mit beiden Lungenflügeln - dem westlichen und dem östlichen - zu atmen", betrachte. Kardinal Christoph Schönborn, der am 11. Juni 1991 zum Titularbischof von Sutri und Weihbischof für die Erzdiözese Wien, am 13. April 1995 zum Erzbischof-Koadjutor von Wien und am 14. September desselben Jahres zum Erzbischof von Wien ernannt worden war, sah in der Kardinalserhebung sowohl eine Würde als auch eine Bürde, aber vor allem ein Zeichen für die ungebrochenen Liebe des Papstes zu Österreich und seinen Menschen.
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22.02.2008 12:04:15
Keine neue Erklärung von EB Zollitsch zum Kirchenverständnis
(www.kath.net) „Ist die evangelische Kirche nun aus Ihrer Sicht Kirche?“ So fragte vor wenigen Tagen der „Spiegel“ den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Der antwortete wörtlich: „Ja, sie ist eine Kirche, aber eine andere. Nach katholischem Verständnis ist sie nicht im vollumfassenden Sinne Kirche. Sie ist Kirche. Ich kann ihr das nicht absprechen.“ Aufgrund der Debatten bat KATH.NET Erzbischof Zollitsch um eine detailliertere Antwort – und bekam keine. Zollitschs Sekretär ließ ausrichten, man möge den Wortlaut des Interviews im „Spiegel“ beachten. Und: „Darüber hinaus bedarf es keiner zusätzlichen Erklärung.“ Lob bekam der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz indes von protestantischer Seite. Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Bayerns, Johannes Friedrich, 59, zeigt sich hocherfreut über die Aussagen Zollitschs. Sie seien „von ökumenischem Geist bestimmt und zeigen, dass ihm an einem geschwisterlichen guten Miteinander mit anderen Kirchen liegt“, sagte er dem „Spiegel“. Die römisch-katholische Kirche hat eine differenzierte Sicht zum diesem Thema, wie im Dokument „Dominus Iesus“ dargelegt wurde. In Kapitel 17 heißt es, es gebe nur „eine einzige Kirche Christi“, die in der katholischen Kirche subsistiert sei und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet werde. Als echte Teilkirchen werden diejenigen anerkannt, die zumindest eine „apostolische Sukzession“ und eine „gültige Eucharistie“ besitzen, auch wenn sie nicht „in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen“. Kirchlichen Gemeinschaften, die den "gültigen Episkopat" und "die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums" nicht bewahrt haben, werden gemäß des Vatikan-Dokuments nicht als Kirchen anerkannt und als Kirchen im eigentlichen Sinn gesehen. Diese Gemeinschaften stehen allerdings in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche. Es sei irrig, sich vorzustellen, „die Kirche Christi sei nichts anderes als eine gewisse Summe von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften - zwar getrennt, aber noch irgendwie eine“, heißt es in „Dominus Iesus“. Es dürfe weiters nicht angenommen werden, „die Kirche Christi bestehe heute in Wahrheit nirgendwo mehr, sondern sei nur als ein Ziel zu betrachten, das alle Kirchen und Gemeinschaften suchen müssen“.
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21.02.2008 07:00:15
Erzbischof Zollitsch hält am Zölibat fest
(kath.net/news.stjosef.at) Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat zu seinen Äußerungen zum Zölibat im Spiegel Stellung bezogen. Michael Maas, der Sekretär des Erzbischofs, erklärt wörtlich: Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz hat Erzbischof Dr. Robert Zollitsch ein Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL geführt, das in der Ausgabe vom 18.02.2008, S. 54 – 56 im Wortlaut wiedergegeben ist. Durch eine verkürzende und einseitige Darstellung von Aussagen in Bezug auf den Zölibat in SPIEGEL-online, die wiederum von anderen Medien aufgegriffen wurden, haben wir in den letzten Tagen viele Zuschriften erhalten. Dazu darf ich im Namen von Erzbischof Dr. Zollitsch folgende Stellungnahme abgeben. Wer das Interview von Erzbischof Dr. Zollitsch ganz gelesen hat weiß, dass er den Zölibat nicht in Frage stellt oder abschaffen möchte. Dies ist auch durch zahlreiche frühere Äußerungen des Erzbischofs belegt. Vielmehr betont Erzbischof Zollitsch stets die großen Vorteile und den geistlichen Gewinn, den der Zölibat für die katholische Kirche darstellt. So wird die Entscheidung für eine zölibatäre Lebensform von, Priesterkandidaten oder Ordensnovizen nach langer Vorbereitung mit große Ernsthaftigkeit getroffen. Der Zölibat ermöglicht die Verfügbarkeit für den Dienst an den Menschen und ist ein wichtigesals Zeichen der Beziehung zu Jesus Christus. Auch hebt Erzbischof Dr. Zollitsch die Dimension der Weltkirche hervor, in deren Kontext nach katholischem Verständnis auch der Zölibat eingebunden und zu verstehen ist. In jüngster Vergangenheit gab es klare Äußerungen von Synoden, auf denen sich die überwältigende Mehrheit der Bischöfe gegen eine Aufhebung des Zölibats ausgesprochen hat. Wenn Erzbischof Dr. Zollitsch auf die Frage, ob der Zölibat ein Dogma sei, festhält, dass nach katholischem Verständnis der Zölibat nicht von seinem Wesen her zur Ausübung des Priesteramts gehört, stellt diese Aussage eine theologische Selbstverständlichkeit dar, wie auch ein Blick in die Geschichte erkennen lässt. Im Übrigen hat Erzbischof Dr. Robert Zollitsch im SPIEGEL-Gespräch ebenso wie in anderen Interviews nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz deutlich gemacht, dass es drängendere Themen im kirchlichen und gesellschaftlichen Diskurs gibt als die Frage der Ehelosigkeit der Priester: Dazu gehört der missionarische Auftrag der Kirche ebenso wie der konsequente Einsatz für den Schutz des Lebens und das Engagement für Ehe und Familie. - Lesen Sie noch mehr auf kath.net! - Kommentar (Dr. Josef Spindelböck): Wenn es stimmt, dass Erzbischof Zollitsch persönlich ein frommer und absolut integrer Bischof ist, der in der Tradition seines Ordensvaters P. Kentenich ganz mit der Kirche und ihrer Lehre verbunden sein will, so ist jedenfalls sein Umgang mit den Medien in keiner Weise professionell. Ausführliche Klarstellungen gegen verkürzte Interviews hätten längst erfolgen müssen; so hat kath.net bereits am Samstag letzter Woche um eine Stellungnahme von Exz. Zollitsch ersucht, die es bis jetzt nicht gegeben hat. Ein weiterer und ganz entscheidender Punkt wird in der Stellungnahme des Erzbischöflichen Sekretärs überhaupt nicht berücksichtigt (auch viele Kritiker haben dies offenbar übersehen): In welchem Sinn spricht der Erzbischof der "evangelischen Kirche" das Kirche-Sein zu, während doch gemäß katholischer Lehre, ausgedrückt im 2. Vatikanum, die sog. "evangelische Kirche" in Wahrheit "nur" als "kirchliche Gemeinschaft" zu bezeichnen ist?
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