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19.11.2007 17:07:40
Otto von Habsurg hochgeehrt - zum 95er!
(stephanscom.at) "Das Universale und Vereinende der Zeugen der Heiligkeit in Europa" hat Kardinal Christoph Schönborn am Montag, 19. November 2007, im Wiener Stephansdom beim Festgottesdienst zum 95. Geburtstag von Otto von Habsburg unterstrichen. Namentlich erwähnte der Wiener Erzbischof die heilige Elisabeth von Thüringen, aber auch den selig gesprochenen letzten österreichischen Kaiser Karl I., den Vater von Otto von Habsburg. Bei der Messfeier war auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, anwesend. Papst Benedikt XVI. hat dem Jubilar, dessen Familie sowie allen, die dem Haus Habsburg verbunden sind, aus Anlass des 95. Geburtstags seinen Apostolischen Segen übermittelt. Kardinal Schönborn unterstrich in seiner Predigt, dass in keiner politischen Realität, auch nicht in der Habsburger-Monarchie, das verwirklicht wurde, was die Kirche unter Reich Gottes versteht. Allerdings sei die 1918 untergegangene Monarchie "dem christlichen Gedanken einer offenen Universalität" viel näher gewesen als viele andere staatliche Realitäten davor und danach. "Das hat sicher damit zu tun gehabt, dass sich die Habsburger-Monarchie vom katholischen Glauben inspirieren ließ", so der Wiener Erzbischof. Er würdigte den Einsatz von Otto von Habsburg für das neue Europa. Im Blick auf das Tagesevangelium über die Heilung des blinden Bettlers Barthimäus erinnerte Kardinal Schönborn daran, dass jeder die Hilfe Gottes benötige, um das Richtige zu sehen. Otto von Habsburg habe diesbezüglich viel Gnade gehabt, Europa verdanke ihm viel. Allerdings sei nicht sicher, in welche Richtung sich das neue Europa entwickeln werde, sagte der Kardinal. "Die europäische Integration ist ein mühsamer Weg und grundsätzlich etwas Gutes", so Kardinal Christoph Schönborn. Aber es gebe auch die Tendenz der Diktatur des Relativismus, von der Papst Benedikt XVI. spreche. Europa sei heute in Gefahr, dass es "den Respekt vor dem Leben nicht wahrt - bis hin zur Freigabe der Tötung des ungeborenen und des behinderten Lebens". Kardinal Schönborn trug bei der Messfeier den so genannten "Elisabeth-Ornat", der von Kaiserin Elisabeth dem Dom gestiftet worden war.
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19.11.2007 17:05:24
Entschiedenes Nein zur Abtreibung
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat das Nein der Kirche zur Abtreibung betont. Bischöfen aus Kenia riet er heute im Vatikan aber auch zur Milde mit Menschen, die nach einer Abtreibung Reue empfinden. Wörtlich meinte der Papst zum Thema Abtreibung: „Diese direkte Zerstörung eines unschuldigen Menschenlebens kann durch nichts gerechtfertigt werden - wie schwer auch die Umstände sein mögen, die einige zu einem so ernsten Schritt bewogen haben. Das Recht auf Leben jedes Menschen, ob geboren oder ungeboren, ist absolut und gilt für alle ohne Ausnahme. Die katholische Gemeinschaft muss Frauen helfen, die es schwierig finden mögen, ein Kind zu akzeptieren, vor allem wenn sie von Familie und Freunden isoliert sind. Genauso sollte die Gemeinschaft offen dafür sein, alle wieder willkommen zu heißen, die nach einer Teilnahme an der schweren Sünde der Abtreibung Reue zeigen. Und sie sollte sie mit pastoraler Nächstenliebe dazu führen, die Gnade der Vergebung anzunehmen, die Notwendigkeit der Buße - und die Freude, wieder ins neue Leben Christi einzutreten.”
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18.11.2007 16:16:36
Asyl: Linzer Bischof u. Pastoralrat fordern Bleiberecht für integrierte Familien
(kathpress.at) Der Pastoralrat der Diözese Linz hat in einer Resolution an die Bundesregierung appelliert, die Mitarbeiter des Innenministeriums zu veranlassen, keinen Druck auf die Angehörigen der beiden kosovarischen Asylwerber-Familien Zogaj und Zeqai auszuüben. Die Resolution wurde von der Vollversammlung des Pastoralrats gemeinsam mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz erarbeitet, der die Forderungen "vollinhaltlich" mitträgt. Druck sei offensichtlich insbesondere auf Mütter und Kinder ausgeübt worden, heißt es in der Resolution. Wie die evangelischen Kirchen sehe der Pastoralrat der Diözese Linz in der Causa eine menschenrechtlich äußerst bedenkliche Vorgangsweise. Damit würden christliche Grundwerte wie Menschenwürde, Familie, Schutzgewährung und Nächstenliebe "gröblich missachtet". Der Pastoralrat fordert daher eindringlich, die Situation von gut integrierten Asylwerber-Familien gesetzeskonform durch die Gewährung eines humanitären Aufenthaltstitels zu lösen. Diese Familien seien durch die "unzumutbar lange Verfahrensdauer" in eine äußerst schwierige Situation gekommen. Der Pastoralrat der Diözese Linz sieht in der kommenden Adventzeit eine gute Gelegenheit, "solchen herbergsuchenden Familien einen dauernden Aufenthalt zu gewähren". Wie Bischof Schwarz ergänzend in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" sagte, wäre die Gewährung des Aufenthaltsrechts ein "schönes Weihnachtsgeschenk, das der Staat diesen Familien machen könnte". Da allein in Oberösterreich rund 30 andere Familien in einer ähnlichen Situation sind, plädierte der Bischof zugleich für eine Gesetzesänderung: "Ich meine schon, dass Änderungen vorgenommen werden könnten. Vor allem im Hinblick auf das Bleiberecht. Man sollte eine größere Bereitwilligkeit bekunden, solchen Familien ein Zuhause zu geben".
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18.11.2007 16:13:28
Antonio Rosmini-Serbati seliggesprochen
(radiovatikan.de/news.stjosef.at) Am Sonntag 18.11.2007 ist in Novara Graf Antonio Rosmini-Serbati (1797-1853) selig gesprochen worden. Ungewöhnlich ist, dass erstmals ein Theologe zur „Ehre der Altäre“ erhoben wird, von dem 33 Jahre nach seinem Tod durch das „Heilige Offizium“ 40 seiner Lehrsätze verurteilt worden waren. Die Vorbildhaftigkeit seiner Frömmigkeit und Lebensführung wurde hingegen auch von seinen Gegnern nie bestritten. Auch im Hinblick auf seine philosophische und theologische Lehrtätigkeit hatte Rosmini stets die Absicht bekundet, sich bei etwaigen Abweichungen von der Lehre der Kirche dieser unterwerfen zu wollen. So schrieb er an Pius IX., nachdem 1849 zwei seiner Werke auf den Index der kirchlich verbotenen Bücher gesetzt worden waren: „Ich will mich in allem auf die Autorität der Kirche stützen, und ich will, dass die ganze Welt weiß, dass ich nur dieser Autorität folge.” In einem Jahr Dekret der Indexkongregation wurden 1854 seine Schriften aus dem Verfahren entlassen, wodurch eine Anerkennung der Rechtgläubigkeit seines Denkens und seiner erklärten Absichten ausgesprochen wurde, ohne allerdings eine lehramtliche Anerkennung des ganzen rosminischen Denksystems vornehmen zu wollen. 2001 wurde die Verurteilung entsprechender rosminischer Lehrsätze von der Glaubenskongregation aufgehoben. Dabei erklärte die Kirche: „Die Gründe der lehramtlichen zur Vorsicht mahnenden Besorgnis und Schwierigkeit, die zur Promulgierung des Verurteilungsdekrets Post obitum der »Quaranta Proposizioni« aus den Werken Antonio Rosminis geführt haben, sind nunmehr als überholt zu betrachten. Und zwar aufgrund der Tatsache, dass der Sinngehalt der Sätze, wie er im genannten Dekret verstanden und verurteilt wird, nicht der wahren Auffassung Rosminis entspricht, sondern auf mögliche Schlussfolgerungen aus der Lektüre seiner Werke zurückgeht. Die Frage der Plausibilität der rosminischen Lehre, ihre spekulative Konsistenz und die in ihr zum Ausdruck gebrachten philosophischen und theologischen Theorien oder Hypothesen stehen aber weiterhin theoretisch zur Diskussion. Zugleich behält das Dekret Post obitum in bezug auf die Verordnung der verurteilten Sätze für denjenigen seine objektive Gültigkeit, der sie, abgesehen vom Kontext des rosminischen Denkens, in einer idealistischen ontologischen Sicht und einem Sinn liest, die im Gegensatz zur katholischen Glaubenslehre stehen.“ Rosmini war ein apostolisch gesinnter Priester und Theologe, der auch zwei geistliche Gemeinschaften gegründet hat: das “Institut der Nächstenliebe” sowie die “Schwestern von der göttlichen Vorsehung”. Prof. Karl-Heinz Menke, Dogmatikprofessor aus Bonn, meinte zur Seligsprechung gegenüber Radio Vatikan: Rosmini “ist der große Denker, der zu gleich der ganz Fromme ist.“
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17.11.2007 07:54:07
Theologisches Institut in Gaming zieht 2009 nach Trumau
(kath.net) Das Internationale Theologische Institut (ITI) wird im Juli 2009 seinen Standort vom niederösterreichischen Gaming in das Schloss Trumau bei Wien verlegen und die seit Jahren bekannte theologische Hochschule mit dem Schwerpunkt auf Ehe und Familie verlegen. Am 3. November wurde zwischen dem ITI und Abt Gregor Henckel Donnersmarck eine dementsprechender Vertrag über die Nutzung des Campus in Trumau unterzeichnet. Der Hintergrund der Übersiedlungsaktion ist, dass am Campus in Gaming zu wenig Platz für Expansionsmöglichkeiten ist und die vatikanische Bildungskongregation ausdrücklich eine Expansion des ITIs wünscht. Die Studentenzahl soll auf 120 Personen erhöht werden, außerdem werden 12 ordentliche Inhaber eines Lehrstuhls angestrebt. Das Institut wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. als päpstliches Institut für Studien zu Ehe und Familie gegründet und hat sich anschließend in der niederösterreichischen Kartause Gaming angesiedelt. Das Wesen des ITI besteht auch darin, in besonderer Weise die kirchlichen Traditionen des Ostens und des Westens miteinander zu verbinden. Es gibt am ITI beispielsweise Messfeiern nach römisch-katholischem und griechisch-katholischem Ritus. - Link: ITI-Information über den neuen Campus.
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17.11.2007 07:51:42
Wachsamkeit sowie Durchhalten in Glaube und Liebe
(news.stjosef.at) Die meisten von uns wünschen sich, dass ihr Leben hier auf Erden möglichst ruhig und geordnet verläuft. Ja, natürlich gibt es immer wieder Abenteurer und auch sogenannte Lebensmüde, die alles mögliche riskieren, um den gewissen „Kick“ zu verspüren; aber diese Ausnahme bestätigt doch nur die Regel, dass die meisten Menschen ein friedliches und ungestörtes Leben dem allzu Überraschenden und auch Gefährlichen vorziehen. Und dennoch lässt sich dieser Wunsch nicht immer erfüllen: Es gibt Menschen, die aufgrund ihres Berufes in herausfordernde Situationen kommen, wo sie z.B. um der Lebensrettung willen so manche Gefahr für ihr eigenes Leben auf sich nehmen müssen. Außerdem gibt es außerordentliche Situationen der Bedrohung, wie durch Krieg, Katastrophen, Flucht und Vertreibung. Wer solche schlimmen Dinge erlebt hat, wird nicht sagen können, die Worte Jesu im heutigen Evangelium, wo unser Herr von der Not durch verschiedenste Heimsuchungen spricht, seien übertrieben. Ausdrücklich erwähnt Jesus ja Kriege, Unruhen, Erdbeben, Seuchen und Hungersnöte. Dazu beschreibt er die ebenfalls oft dagewesene und sicher auch in der Gegenwart festzustellende geistige Verwirrung durch „falsche Propheten“, welche die Menschen in die Irre führen, da sie vorgeben, sich für Gutes einzusetzen, in Wirklichkeit nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Wie viele irdische Heilslehrer hat es schon gegeben, die sich selber an die Stelle Gottes gesetzt haben und damit keineswegs ein „irdisches Paradies“ geschaffen, sondern der Unmenschlichkeit den Weg bereitet haben! Gegenüber all dem ruft uns unser Herr Jesus Christus zur Wachsamkeit auf. Er sagt: Gebt acht und lasst euch nicht in die Irre führen! - Lesen Sie die Predigt zum 33. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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15.11.2007 16:53:32
Kleinmariazell als Hoffnungszeichen
(stephanscom.at) Die Wallfahrtskirche Kleinmariazell ist am Donnerstag, 15. November 2007, bei einem feierlichen Gottesdienst zur "Basilica minor" erhoben worden. Den Titel verleiht der Papst bedeutenden Kirchen. Eine "Basilica minor" ist durch das Wappen des regierenden Papstes über dem Eingangsportal erkennbar. Kleinmariazell sei wieder ein bedeutender Ort an der "Via Sacra" geworden, betonte Kardinal Schönborn. Kardinal Christoph Schönborn sprach in seiner Predigt von einer "unglaublichen Geschichte des Wiedererstehens" des religiösen Lebens in Kleinmariazell. "Hier erleben wir, dass die Kirche nicht kleiner wird, sondern im Gegenteil neu aufbricht", so der Kardinal. Das sei ein deutliches Hoffnungszeichen für das ganze Land. "Die Kirche ist lebendig. Glauben wir daran, dass die Menschen wieder für Gott gewonnen werden können, dass die Kirche wächst und dass das Evangelium wegweisend für die Zukunft dieses Landes ist", betonte Kardinal Schönborn. Der Wiener Erzbischof hob sowohl das rege Wallfahrtswesen in Kleinmariazell als auch die lebendige Pfarrgemeinde hervor. Kleinmariazell sei wieder ein bedeutender Ort an der "Via Sacra", dem Pilgerweg nach Mariazell, geworden. Der Ort sei eingebettet in ein "Netzwerk von Heiligtümern". Anlässlich des Festtags des niederösterreichischen Landesheiligen Leopold ging Kardinal Schönborn auch auf die Verbindung von Glaube und Politik ein. Eine Gestalt wie Leopold zeige, dass es möglich sei, aus einem tiefen christlichen Glauben heraus verantwortlich politisch zu handeln. Der heilige Leopold hatte im Jahr 1136 Kleinmariazell unter dem Namen "Mariazell in Österreich" gegründet. Benediktinermönche aus dem bayrischen Kloster Altaich wurden ins niederösterreichische Voralpenland berufen. Vom 12. bis zum 18. Jahrhundert waren Kirche und Kloster Kleinmariazell im Wienerwald Anziehungspunkt für Wallfahrer, die auf der "Via Sacra" nach Mariazell unterwegs waren. 1782 ließ Kaiser Joseph II. das Kloster aufheben. Große Teile der Konventgebäude wurden erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen. - Link: www.kleinmariazell.at
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15.11.2007 16:50:18
Die orthodoxe Kirche und der Primat des Papstes: ein wichtiges Dialog-Dokument
(radiovatikan.de) Der Vatikan hat an diesem Donnerstag ein Dokument über die Ökumene mit der Orthodoxie veröffentlicht. Die Orthodoxie stimme darin zum Mal zu, dass es die „universale Ebene der Kirche gibt, und dass auch auf dieser universalen Ebene beides notwendig ist: Primas und Kollegialität“, sagte Kardinal Walter Kasper in einem Interview mit Radio Vatikan. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrats wertet diese Anerkennung des Primats als „allerersten Schritt“ und „gemeinsame Basis für einen künftigen Dialog“. Was der Primat bedeute, „wird jetzt noch ein schwieriger und langer Weg sein“. Kasper stand im Oktober an der Spitze der vatikanischen Delegation bei dem Treffen der Gemischten Kommission in Ravenna. Das jetzt veröffentlichte Dokument wurde vom 8. bis 14. Oktober in der Brückenstadt „zwischen Ost und West“ erarbeitet und beschlossen. Der Titel: „Die ekklesiologischen und kanonischen Konsequenzen der sakramentalen Natur der Kirche. Kirchliche Gemeinschaft, Konziliarität und Autorität.“ - Mit diesem Link wird auf die deutsche Übersetzung des Dokuments von Ravenna verwiesen, das die Gemeinsamen Kommission für den Theologischen Dialog zwischen der Römisch-Katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche bei ihrer Sitzung vom 8.-14. Oktober 2007 in Ravenna diskutiert und dem sie einmütig zugestimmt hat. Es handelt sich um das Dokument einer Kommission, nicht um eine lehramtliche Erklärung. Die ursprüngliche und maßgebende Fassung des Textes ist in englischer Sprache. Die deutsche Übersetzung besorgte als Mitglied der Kommission Theresia Hainthaler.
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14.11.2007 11:10:15
Österreichs Bischöfe wollen Ehe schützen
(kathpress.at) Mit "zunehmender Sorge" beobachten die Bischöfe die in den letzten Monaten geführte Diskussion über die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, heißt es in einer Presseerklärung der Vollversammlung der Bischofskonferenz. Die Bischöfe sind der Überzeugung, dass "in diesem Bereich kein Bedarf zur Schaffung eines eigenen Rechtsinstituts besteht". "Bei allem Respekt für homosexuell geprägte Personen" sei festzuhalten, dass homosexuelle Partnerschaften in keiner Weise die gleichen Leistungen und Opfer wie eine Familie auf der Grundlage der Ehe für die Entwicklung der Gesellschaft erbringen. Daher liege keine Diskriminierung vor, wenn man eine Gleichstellung (oder Fast-Gleichstellung) gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe ablehnt. Dies beziehe sich auch auf "äußere Zeichen und missdeutbare Symbolhandlungen". Eine Registrierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften auf dem Standesamt sei daher grundsätzlich abzulehnen. Als Grund für das Drängen auf gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften werde meist das Vorliegen einer Diskriminierung angeführt, heißt es in der Presseerklärung. Die Bischöfe verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass der Gleichheitsgrundsatz der österreichischen Rechtsordnung einerseits gebietet, Gleiches gleich zu behandeln; andererseits verbiete er, Ungleiches gleich zu behandeln. Entscheidend bleibe daher die sachliche Differenzierung zwischen der Ehe als einer auf Dauer angelegten vertraglichen Beziehung zwischen Mann und Frau als Voraussetzung für Zeugung und Erziehung von Kindern einerseits und einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder anderen Lebensform andererseits. Die seit langem in der österreichischen Rechtsordnung verankerten Regelungen bezüglich Unterhaltspflicht, Wohn-, Pensions-, Steuer- und Erbrecht im Zusammenhang mit Ehe und Familie hätten ihre Begründung darin, dass der Ehebund eine feste Bindung und Verpflichtung füreinander mit sich bringt und in der Regel einer der Ehepartner mit Inkaufnahme finanzieller Einbußen sich verstärkt den Kindern und der Familie widmet. Dies komme der ganzen Gesellschaft zu Gute, und die gesetzlichen Regelungen dienten dazu, die wirtschaftliche und rechtliche Grundlage für den Bestand von Ehe und Familie zu sichern, so die Bischöfe.
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14.11.2007 11:07:39
Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch 14.11.2007 bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz seine Katechese über den Hl. Hieronymus fortgesetzt. Auf Deutsch sagte der Papst: Liebe Brüder und Schwestern! Im Anschluß an die Katechese vom vergangenen Mittwoch über das Leben des heiligen Hieronymus möchte ich heute einen kurzen Überblick über sein Denken geben. Um zum geistigen Gut dieses Kirchenvaters einen Zugang zu erhalten, müssen wir ihn als gläubigen Christen begreifen. Im Zentrum seines Denkens steht Christus, das Wort des Vaters und das wahre Leben, das Hieronymus im Studium der Heiligen Schrift immer tiefer zu erkennen sucht. Sein berühmter Satz „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen“, der sich auch in einem Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils wieder findet (Dei Verbum Nr. 25), bringt dies treffend zum Ausdruck. Der Heilige lädt die Gläubigen ein, mit der Bibel einen vertrauten Umgang zu pflegen. Die Heilige Schrift ist das Instrument, durch das Gott jeden Tag zu uns sprechen will. Allerdings bedarf es des Gebets und der Bitte um den Heiligen Geist, um im Verständnis des Wortes Gottes voranzuschreiten. Auf diesem Weg lernt der Christ auch, seinen Herrn in Werken der Nächstenliebe zu erkennen: Christus in den Armen zu kleiden, in den Leidenden zu begegnen, in den Hungernden zu speisen und in den Heimatlosen zu beherbergen. Die Gläubigen sind zur Vervollkommnung ihres geistlichen Lebens aufgerufen, die durch beständige Wachsamkeit, durch Verzicht, Arbeitseifer und Gehorsam erlangbar ist. Der Kirchenvater Hieronymus weiß und sagt uns: Das Wort Gottes erschließt uns Menschen Wege des Lebens und der Heiligkeit. Von Herzen grüße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Der heilige Hieronymus sei uns allen ein Vorbild, das uns ermutigt, im beständigen Gebet und im Hören auf Gottes Wort mit Christus immer vertrauter zu werden. Der Herr unseres Lebens schenke euch seinen Frieden und geleite euch auf euren Wegen.
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13.11.2007 17:47:43
Papst will 2008 nach Lourdes reisen
(radiovatikan.de) „Die Papstreise nach Lourdes ist - nach menschlichem Ermessen – sicher!” mit diesen Worten bestätigte am Dienstag der Bischof von Lourdes, Jacques Perrier, entsprechende Spekulationen. Ein genauer Zeitpunkt stehe allerdings noch nicht fest, sagte er bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms im Vatikan. Anlass der Reise: der hundertfünfzigste Jahrestag der Marienerscheinungen von Bernadette Soubirous.
„Der Papst hat mir in der Tat am 18. Juli diesen Jahres persönlich einen Brief zum Jubiläum der Marienerscheinungen geschrieben. Da heißt es, ich vertraue der Vorsehung Gottes meine Hoffnung an, einmal zu einem wichtigen Moment während dieses Jubiläumsjahres zu ihnen kommen zu können.”
Während des Jubiläumsjahres werden in Lourdes acht Millionen Pilger erwartet.
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12.11.2007 18:04:33
"Fall Sabo" wird zu Prüfstein für Staat-Kirche-Verhältnis in der Schweiz
(radiovatikan.de) Der Fall Röschenz nimmt neue juristische Dimensionen an. Der Bischof von Basel, Kurt Koch, wies an diesem Montag in einer offiziellen Erklärung das Urteil des kantonalen Gerichtes im Fall Röschenz zurück. Er appelliert aber nicht an die höhere Instanz. Dies würde seiner Überzeugung nach bestätigen, dass der Staat die Kirche kontrollieren darf, was allen Regeln widerspräche, so der Bischof. Koch hält die Entscheidung des Kantongerichtes Basel-Land für einen Affront. Uns sagt er, durch die Appellation an das Gericht seien „zu viele Fragen aufgeworfen worden, die nun nicht mehr nur Röschenz betreffen, sondern das ganze Verhältnis Kirche-Staat. Diese Fragen sind derart offen und unbeantwortet, dass sie nicht durch den anlassbezogenen Entscheid eines kantonalen Gerichts beantwortet werden können. Das wäre meines Erachtens ein derartiger Präzedenzfall, den ich einfach der Kirche in der Schweiz nicht zumuten darf, und eine Berufung vor dem Bundesgericht würde genau diesen Präzedenzfall bestätigen.“ Das schweizerische Kirche-Staat-Verhältnis unterscheidet sich stark von dem anderer Länder. Denn der Bischof gibt Pfarrern und anderen Kirchenbeauftragten die „Missio canonica“, damit sie kirchlichen Dienst leisten können. Der Staat aber stellt sie an. In Röschenz konkret will der Ortskirchenrat Pfarrer Franz Sabo nicht entlassen, obwohl ihm die Missio entzogen ist. Das muss er auch nicht, hat das Baselbieter Kantonsgericht am 5. September einstimmig entschieden. Für Bischof Koch macht der Fall klar, dass jetzt über das Staat-Kirche-Verhältnis grundsätzlich diskutiert werden muss. „Die offenen Fragen müssen angegangen werden und können nicht mit einem einzelnen Gerichtsentscheid eines kantonalen Gerichts als erledigt betrachtet werden.“ Bischof Koch ist sich darüber im Klaren, dass mit seiner Nicht-Anerkennung dieses Urteils der Konflikt auf eine staatskirchenrechtliche Ebene gerät. Über diese rechtlichen Regelungen in der Schweiz ist Koch seit langem unglücklich. Seiner Ansicht nach setzt die Regelung eine Art Volkskirche voraus, und dass Kirche und Staat wohlwollend mit einander umgehen. „Ich habe dies jetzt ins Rollen gebracht. Es kommt nun darauf an, wie der Staat diese Fragen, die ich als offen bezeichne, aufnimmt, und ob er gewillt ist, dies zu tun, sowie in welcher Art und Weise er diese Diskussion führen will.” Auch der Landeskirchenrat muss nach Bischof Koch jetzt die Konsequenzen ziehen, wie er mit Pfarrer Sabo ohne kirchlichen Auftrag umgeht. - Link: www.bistum-basel.ch
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10.11.2007 09:20:58
Im Himmelreich werden die Menschen nicht mehr heiraten
(news.stjosef.at) Eine gute Ehe zu führen und für die eigene Familie in rechter Weise zu sorgen und für seine Angehörigen in Liebe da zu sein, ist eine zugleich schöne und große, aber auch anspruchsvolle und schwierige Aufgabe, die nur mit Gottes Hilfe zu erfüllen ist. Das Evangelium dieses Sonntags spricht indirekt davon, als wir nämlich von der Argumentation der sadduzäischen Gegner Jesu hören, welche darauf abzielen, den Glauben an die Auferstehung von den Toten zu erschüttern. Es könne nämlich der Fall eintreten, so ihr „Beweis“, dass ein- und dieselbe Frau jeweils nach dem Tod ihres Ehemannes wiederum geheiratet habe und daher auf Erden nacheinander schließlich mit mehreren Männern verheiratet gewesen sei. Wenn es die Auferstehung von Toten wirklich gäbe, meinen diese besonders „Klugen“, wem würde die Frau dann im Himmel angehören? Wer würde ihr rechtmäßiger Mann sein? Jesus widerlegt dieses Scheinargument dadurch, dass er aufzeigt, dass Gottes Macht größer ist als jede menschliche Vorstellung. - Lesen Sie die Predigt zum 32. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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09.11.2007 10:18:59
Hirtenbrief aus Galiläa
(stephanscom.at) In einem "Brief aus Galiläa", der am Donnerstag, 8. November 2007, in Jerusalem veröffentlicht worden ist, hat die Österreichische Bischofskonferenz zentrale Anliegen ihrer dieswöchigen Herbstvollversammlung zusammengefasst. Die Beratungen hatten im katholischen Tagungszentrum "Domus Galilaeae" bei Tiberias (Israel) stattgefunden. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Nachbereitung des Papstbesuchs und die Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Nach ihrer Vollversammlung besuchten die Bischöfe Jerusalem und Bethlehem. In einem Hirtenbrief hat die Bischofskonferenz die zentralen Anliegen der Herbstvollversammlung zusammengefasst. "Drei Monate nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Österreich und seiner Reise als Pilger nach Mariazell haben wir Bischöfe eine Pilgerfahrt in das Heilige Land unternommen. Hier - am Ursprung des Christentums - haben wir gebetet; wir haben bei unserer hier abgehaltenen Herbstkonferenz über Impulse aus dem Besuch des Heiligen Vaters und über den weiteren Weg der Kirche in Österreich inmitten unserer Weltkirche nachgedacht. Und wir haben auch in vielen Begegnungen unsere Solidarität mit den Christen des Heiligen Landes in ihrer schwierigen Situation zum Ausdruck gebracht", so ein Auszug aus dem Hirtenbrief. Die Bischöfe äußern Hoffnung, aber auch Sorge über die Entwicklung der Gesellschaft und der Kirche in Österreich. Sorge bereite Aushöhlung und Zerfall tragender Werte wie Familie, Ehe, Solidarität mit den Ungeborenen sowie Solidarität mit kranken und alten Menschen. Was auch fehle, sei Mut zu mehr Kindern. In der Kirche gebe es, so die Bischöfe, lebendige Pfarren und Gemeinschaften, aber auch einen großen Mangel an Glaubenswissen bei vielen Getauften. Auch bei Priestern und Ordensleuten gebe es "eine Versuchung zur Resignation". Doch man sollen sich "davor hüten, einige der Hauptursachen voneinander zu trennen und gegeneinander auszuspielen". So sei der Rückgang der Besucher der Sonntagsgottesdienste keineswegs nur auf den Mangel an Priestern zurückzuführen. Betont wird in dem "Brief aus Galiläa", dass der Episkopat Spannungen "nicht ausweichen und nicht kleinreden" wolle. Allerdings sei es notwendig, dass "wir in der Kirche Österreichs tiefer graben und auch tiefer denken müssen, als dies jetzt oft vorgeschlagen wird". Wichtig wäre der Blick auf die lebendige Kirche in anderen Ländern. Dort gebe es weniger Strukturen und finanzielle Mittel. Ein Blick dorthin könnte Österreichs Christen ermutigen, die Chancen in ihrem Land zu nützen. Als Beispiel nennen die Bischöfe ihre Begegnung mit jungen Christen in Galiläa: "Im Heiligen Land konnten wir Bischöfe auch jungen Christen aus vielen Ländern begegnen, die uns das Zeugnis eines fröhlichen Glaubens gegeben haben. Manche haben eine Bekehrung erlebt und sind unterwegs zu einem geistlichen Beruf". - Lesen Sie das Dokument in vollem Wortlaut!
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08.11.2007 16:38:48
Die Kirchenväter neu entdecken!
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat den Theologen nahe gelegt, sich wieder mehr mit den frühchristlichen Kirchenvätern befassen. Die Autoren der ersten christlichen Jahrhunderte sollten ein "fester Bezugspunkt für alle Theologen der Kirche" werden, schrieb der Papst in einem an alle Bischöfe gerichteten und am Donnerstag veröffentlichten Brief über Johannes Chrysostomos. Der brillante Prediger und Patriarch von Konstantinopel starb vor 1.600 Jahren. Sich den Kirchenvätern zuzuwenden, heiße "zu den Quellen der christlichen Erfahrung aufsteigen, um deren Frische und Ursprünglichkeit zu kosten", erläutert Benedikt XVI. Aus dem "Weisheits-Erbe der heiligen Väter" könne eine Bereicherung auch für theologische Reflexionen über heutige Probleme kommen. Aus Anlass des Johannes-Chrysostomos-Jubiläums findet im römischen Patristik-Institut "Augustinianum" ein internationaler Kongress über den Kirchenlehrer statt. Von Donnerstag bis Samstag diskutieren Fachleute über Werk und Wirkungsgeschichte des oströmischen Gelehrten.
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08.11.2007 16:14:35
Interreligiöser Dialog bedeutet nicht Verzicht auf Mission
(radiovatikan.de) Der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog arbeitet auf Hochtouren an einer Antwort auf den Brief islamischer Gelehrter. 138 bekannte Moslems hatten Anfang Oktober in einem langen Schreiben den Christen einen ehrlichen Dialog angeboten. Darauf will der zuständige Vatikan-Rat unter dem französischen Kardinal Jean-Louis Tauran innerhalb der nächsten zwei Wochen antworten, berichtet die Nachrichtenagentur „Apic“. Derweil hat der Vatikan klargestellt, dass Mission unter Angehörigen anderer Religionen nicht per se im Widerspruch zum interreligiösen Dialog steht. Das erklärte der Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato, in einem Interview mit dem „Osservatore Romano”. Wörtlich sagte Amato: Interreligiöser Dialog „hat zum Ziel, den Frieden zwischen den Völkern zu fördern. Er kann nicht und darf nicht die Bekehrung zur Wahrheit und zum christlichen Glauben ausschließen - im Respekt vor der Freiheit und Würde jeder Person.” Christen dürften im Angesicht anderer Religionen „nicht auf ihre Identität verzichten”, sonst verliere der Dialog mit den anderen seinen Sinn. Ziel des interreligiösen Gesprächs sei es im Übrigen nicht, irgendwie alle Religionen als „Wege zum Heil” anzuerkennen oder in Relativismus abzugleiten.
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06.11.2007 16:31:43
Jugendeinkehrtag in Kleinhain
(news.stjosef.at) Das „Marianische Jugendwerk e.V.“ veranstaltet einen ganztägigen Jugendeinkehrtag in Kleinhain: Treffpunkt ist am Samstag, 24. November 2007, um 8.30 Uhr in Kleinhain 6, 3107 St. Pölten-Tr. (Haus der "Gemeinschaft vom heiligen Josef"). Ablauf: 9 Uhr: erster Vortrag (Pfr. Mag. Christian Poschenrieder) 10.30 Uhr: zweiter Vortrag (Pfr. Poschenrieder), 12.00 Uhr: Mittagessen, 14.00 Uhr: Gelegenheit zur Anbetung und zur hl. Beichte, 15.00 Uhr: Kaffeepause, 16.00 Uhr: dritter Vortrag (Pfr. Mag. Christoph Heibler), 17.30 Uhr: Vesper, 18.00 Uhr: Hl. Messe, anschließend Abendessen. Eingeladen sind junge Menschen ab 16 Jahren! – Anmeldung und Kontakt: Marianisches Jugendwerk e.V., Kleinhain 6, A-3107 St. Pölten-Traisenpark, e-mail: jugendwerk@stjosef.at.
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06.11.2007 16:27:40
Saudischer König Abdullah war beim Papst
(radiovatikan.de) König Abdullah von Saudi-Arabien war heute beim Papst – vor zwei Monaten hatte der Monarch bereits seinen Außenminister bei Benedikt vorbeigeschickt. Saudi-Arabien hat es sich zum Anliegen gemacht, ein besseres Verhältnis mit dem Heiligen Stuhl aufzubauen, glaubt Bischof Paul Hinder, der Apostolische Vikar von Arabien. „Es ist gewiss ein Interesse von saudischer Seite da, dass grundsätzlich die Beziehungen zwischen Islam und Christentum – und da spielt die katholische Kirche eine besondere Rolle – entschärft bzw. verbessert werden. Dann dürfte es im Interesse von Saudi Arabien liegen, in Sachen Religionsfreiheit bzw Gottesdienstfreiheit aus einer gewissen Isolation herauszukommen, weil es inzwischen das einzige Land auf der arabischen Halbinsel ist, wo Restriktionen für Christen in diesem Ausmaß da sind. Im Moment ist Saudi Arabien das Schlusslicht. Die anderen Staaten der Golfregion sind bei Religions- und Gottesdienstfreiheit schon weiter.“Saudi Arabien verbietet jede Form von nicht-islamischer Gottesverehrung im öffentlichen Raum. Kirchen gibt es nicht, Kreuzzeichen sind nicht erlaubt, Gottesdienste dürfen „im privaten Rahmen“ abgehalten werden – aber nur, sagt Bischof Hinder, „sofern das nicht andere stört. Die Schwierigkeit liegt aber darin, dass es keine zuverlässigen Regelns gibt, was das eigentlich heißt. Wo hört die Privatheit der Gottesdienstform auf? Was den Ort betrifft, wie viel es sein dürfen, wie laut sie singen dürfen undsoweiter. Dort liegen Schwierigkeiten.“ König Abdullah, den Papst Benedikt heute in Audienz empfangen hat, gilt als vorsichtiger Modernisierer Saudi-Arabiens. Bischof Hinder glaubt, dass der Monarch an eine Lockerung der strengen Regeln für nicht-islamische Religionen denkt. „Ich denke, das liegt im Interesse des Landes, weil sehr viele Expatriates im Land wohnen, die das Land mit aufbauen. Die ganze Infrastruktur Saudi-Arabiens käme ohne diese fremden Arbeiter nicht aus, die aus Asien oder anderen Ländern kommen. Es liegt also im Interesse des Landes, dass diese Leute sich hier wohl fühlen, auch was ihre religiöse Betätigung betrifft.“
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05.11.2007 07:04:44
gloria.tv startet durch
(news.stjosef.at) Der private katholische Internet-Fernsehdienst www.gloria.tv startet durch: Fast täglich werden neue Beiträge aus dem kirchlichen Leben und zur katholischen Glaubenslehre eingestellt, außerdem gibt es seit kurzem auch "Gloria Global", eine Art katholischer Kurznachrichten mit Einspielungen von Film- und Videosequenzen aktueller kirchlicher Ereignisse. Hauptverantwortlich für gloria.tv ist Don Reto Nay; außerdem wirken mit: Kaplan Markus Doppelbauer und Doina Buzut. Auf der Internetseite heißt es wörtlich: "gloria.tv produziert katholische Kurzvideos mit Predigten, Nachrichten und Unterhaltung: gloria.tv ist eine katholische Kanzel im Internet. Jeder Benützer ist zur Mitarbeit sehr herzlich eingeladen. Sie können ein Video mit katholischem Inhalt produzieren und auf gloria.tv hochladen. Filmen Sie sich selbst oder jemand anderen bei einer Predigt oder filmen Sie irgendein religiöses Ereignis in Ihrer Pfarrei oder anderswo. Sagen Sie das Evangelium weiter. gloria.tv wird Ihre perönliche Kanzel sein. Sie können die Videos von gloria.tv auch auf Ihrer eigenen Internetseite einbauen."
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05.11.2007 06:58:53
Christentum und Islam: Unterscheidung und Dialog nötig
(opusdei.org) Christen müssen sich Muslimen gegenüber vor allem als gute Menschen, als gute Christen zeigen. Dazu rief P. Josef Herget CM bei einem Vortrag im Wiener Kulturzentrum Währing am 22. Oktober 2007 auf. Gleichzeitig mahnte der Lazaristenpater, der vor allem in der Betreuung von türkischen und persischen Konvertiten tätig ist, ein klares und offenes Bekenntnis der Christen zu ihrem Glauben ein: „Diese Menschen haben das Recht, dass wir ihnen von der Heilswahrheit Jesu Christi erzählen.“ Diese Offenheit und Ehrlichkeit ist für P. Herget, der 15 Jahre lang in der Türkei als Missionar tätig war, die Grundlage jedes echten Dialogs: „Beim Dialog muss man den anderen als Freund gewinnen und seine Andersartigkeit voll ernst nehmen.“ Nur so ein Vertrauen könne die Grundlage für Dialog bilden - alles andere sei „verlogen“. Dementsprechend plädierte der Gründer des Mariazeller Instituts St. Justinus, das Katechisten für die Erstverkündigung ausbildet, für eine gute Kenntnis der anderen Seite und eine klare Sicht auf die Unterschiede. Dass unter Christen im Westen ein großer Wissensdurst über den Islam herrscht, zeigte auch der Abend im Studentinnenheim Währing: wegen des großen Andrangs musste der Vortrag per Videoleinwand in einen Nebenraum übertragen werden. Auch wenn Islam und Christentum bzw. Judentum oft ähnliche Begriffe verwendeten, stehe dahinter ein jeweils ganz anderes Gottes- bzw. Menschenbild, betonte P. Herget. So sei der Gott des Islam absolut transzendent und nicht einmal an sein eigenes Wort gebunden. Ein persönliches Verhältnis oder gar Liebe zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer gebe es nicht. Der Mensch sei auch nicht als Ebenbild Gottes geschaffen. Genauso wenig könne sich der Islam Gott als Vater vorstellen, wie es für Christen selbstverständlich ist. Vielmehr basiere der Islam auf die völlige Unterwerfung des Gläubigen unter den Willen Allahs – das Wort „Islam“ bedeute selbst „Unterwerfung“. Das wirke sich auch auf das gesamte Glaubensleben der Muslime aus: der Islam sei eine „typische Gesetzesreligion“, wo es nicht auf eine persönliche Beziehung zu Gott, sondern auf die genaue Befolgung bestimmter Regeln und Rituale ankomme. Als Beispiel nannte P. Herget das fünfmal täglich verrichtete Gebet der Muslime, wo sogar der Blick des Betenden ganz streng reguliert sei – werde auch nur ein Fehler gemacht, sei das Gebet ungültig und müsse wiederholt werden, erklärte der Lazarist. P. Herget warnte daher eindrücklich davor, oberflächliche Ähnlichkeiten zwischen Christentum und Islam als Erweis für die Nähe der beiden Religionen zu sehen. Einen klaren Unterschied zog er jedoch zwischen dem „System Islam“ und den „Muslimen“. Diese zu lieben, als Menschen zu schätzen, ihre Sorgen und Fragen ernst zu nehmen, sei erster Auftrag an die Christen. Nur „das Ernstnehmen des anders Glaubenden“ könne Grundlage für einen echten Zugang sein. Dazu sei aber auch eine umfassende Information über Wesen und Lehre des Islam unumgänglich: „Jeder Christ muss sich mit Wahrhaftigkeit und ernsthaft mit dem Islam auseinandersetzen.“
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03.11.2007 08:36:53
Der Allerseelenablass: ein Werk der Barmherzigkeit
(news.stjosef.at) Die Rede vom „Ablass“, den wir für uns selber oder die Verstorbenen gewinnen können, erscheint vielen antiquiert und kaum mehr den heutigen Gläubigen vermittelbar. Was meint die Kirche, wenn sie „Ablässe“ gewährt? Theologisch gesprochen handelt es sich um einen auf die Fürbitte der Kirche und ihrer Heiligen von Gott gewährten Nachlass zeitlicher Sündenstrafen, der immer in Verbindung mit der Reue und Bußgesinnung dessen zu sehen ist, der einen Ablass entweder für sich oder für die „Armen Seelen“ im Reinigungsort („Purgatorium“ oder „Fegefeuer“ genannt“) gewinnen will. Jede Schuld, die von Gott vergeben wird, hinterlässt mehr oder weniger tiefe Wunden, d.h. Nach- und Folgewirkungen, die erst „aufgearbeitet“ oder durch Leiden „abgetragen“ werden müssen. Damit uns dies nicht allzu schwer fällt bzw. damit wir auch den Verstorbenen helfen können, in Frieden mit ihrem Leben hier auf Erden abzuschließen und so ganz zur Teilnahme an Gottes Seligkeit zu gelangen, gibt es die Ablässe: Hier zeigt sich die Solidarität der Glaubenden untereinander, welche sogar die Grenzen von Raum und Zeit, ja auch des Todes überwindet. - Vom 1. bis zum 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablass für die Verstorbenen gewonnen werden ("Allerseelenablass"). Neben den üblichen Voraussetzungen (Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; Kommunionempfang und Gebet auf die Meinung des Heiligen Vaters - diese Erfordernisse können mehrere Tage vor oder nach der Verrichtung des jeweiligen Ablasswerkes erfüllt werden - sind vonnöten: a) am Allerseelentag (einschließlich 1. November ab 12 Uhr): Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, mit Gebet des Vaterunser und des Glaubensbekenntnisses; oder: b) vom 1. bis zum 8. November: Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen. Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablass für die Verstorbenen. Ein solcher kann an diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch wiederholt gewonnen werden.
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03.11.2007 08:30:16
Die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes
(news.stjosef.at) Die Lesung aus dem Buch der Weisheit lädt uns ein, über das machtvolle Wirken Gottes nachzudenken. Es gibt ja heute viele Menschen, die sich sagen: „Ich sehe Gott nicht und ich spüre auch nichts von seinem Wirken.“ Das mag vordergründig stimmen, denn Gottes Gegenwart erschließt sich uns nicht einfach so wie die der sichtbaren Welt um uns. Seine Spuren sind dennoch da, aber er selber entzieht sich unserem Zugriff. Gott ist keine unpersönliche Kraft, über die man nach Belieben verfügen kann (etwa nach Art der Magie und des Okkultismus), und auch kein Knecht, der uns dann stets zu Diensten steht, wenn wir ihn brauchen, und der uns sonst gefälligst in Ruhe lassen sollte, damit wir ungestört unseren eigenen Plänen und Interessen nachgehen können. Nein, Gott ist Gott, und als solcher ist er erhaben über alles Irdische. Er ist der Schöpfer und Herr, und wir können ihn nur in Ehrfurcht anbeten und verehren!Die Worte aus dem Buch der Weisheit zeigen uns jedoch, dass Gott in seiner unendlichen Größe und Herrlichkeit zugleich derjenige ist, der sich dem Kleinen und Geringen zuneigt. Ja, wir erfahren, wie menschenfreundlich doch der Schöpfer und Herr aller Dinge ist! Er, der alles geschaffen hat, der allem das Dasein und Leben verleiht, hat keine Freude am Untergang der Lebendigen. Vielmehr erhält er alles im Sein; ohne sein gütiges Wirken würde die ganze Welt ins Nichts zurücksinken. In besonderer Weise kümmert sich Gott um die Menschen und ruft sie auf, sich an seine Gebote zu halten. - Lesen Sie noch mehr in der Predigt zum 31. Sonntag im Jahreskreis C!
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02.11.2007 12:07:34
Dokumentation der Papstansprachen in Österreich
(news.stjosef.at) Papst Benedikt XVI. besuchte vom 7.-9. September 2007 Österreich. Dabei hielt er wichtige Predigten und Ansprachen, die einer gründlichen Nachbereitung bedürfen, um so ihre volle Wirksamkeit zu entfalten und angeeignet zu werden. Im Internet sind diese unter http://www.papstbesuch.at sowie unter http://www.vatican.va seit dem Papstbesuch direkt zugänglich und jederzeit abrufbar. Gedruckt wurden die Papstansprachen allerdings bis jetzt nur im L’Osservatore Romano; teilweise wurden sie auch in der Zeitung „Die Tagespost“ bzw. in österreichischen Kirchenzeitungen publiziert. Doch ist soeben in der Schriftenreihe „Die österreichischen Bischöfe“ eine vollständige Dokumentation erschienen: "Papst Benedikt XVI. in Österreich". Das Heft enthält auf 100 Seiten alle Reden, Ansprachen und Predigten, die entweder der Papst selber gehalten hat oder die von anderen zu seiner Begrüßung gehalten wurden. Man kann sich die Broschüre entweder im PDF-Format herunterladen oder diese bestellen bei: Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz, Rotenturmstraße 2, 1010 Wien, email: sekretariat@bischofskonferenz.at. Außerdem gibt es folgende Dokumentationen zum Papstbesuch: Benedikt XVI. in Österreich. Die Dokumentation des Papstbesuches in Österreich 2007, hrsg. in Kooperation mit der Österreichischen Bischofskonferenz, Wien – Graz – Klagenfurt 2007 (Styria Verlag); DVD Papst Benedikt XVI. in Österreich (zu beziehen über den ORF, Würzburggasse 30, 1136 Wien, email: kundendienst@orf.at).
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02.11.2007 11:58:41
Österreichische Bischofskonferenz tagt im Heiligen Land
(kathpress.at) Die österreichischen Bischöfe pilgern unter Leitung von Kardinal Christoph Schönborn von 4. bis 10. November ins Heilige Land. Zunächst halten die Bischöfe in Galiläa ihre Herbstvollversammlung ab, anschließend besuchen sie Jerusalem und Bethlehem. Die Abhaltung der Herbstvollversammlung im Heiligen Land sei auch "Ausdruck der Solidarität mit den Christen des Landes, die sich als Minorität in einer schwierigen Situation befinden", so Kardinal Schönborn, der zugleich betonte, dass die Reise der österreichischen Bischöfe keinen politischen Charakter habe, sondern eine Pilgerfahrt sei. Die Bischöfe werden an entscheidenden Punkten der Geschichte Jesu - Verkündigungsbasilika in Nazareth, Geburtsbasilika in Bethlehem, Grabeskirche in Jerusalem - Gottesdienst feiern. Die Präsenz lebendiger christlicher Gemeinden im Heiligen Land sei von großer Bedeutung für die ganze Christenheit, betonte der Wiener Erzbischof: "Wenn es im Heiligen Land nur mehr 'museale Erinnerungsstücke' von der Geschichte Jesu und der Urkirche gäbe, wäre der christliche Glaube von seinen Wurzeln abgeschnitten". Es gehe den Bischöfen darum, die Gläubigen in Österreich zu ermutigen, ins Heilige Land zu pilgern. Die Existenz des Österreichischen Hospizes in der Altstadt von Jerusalem sei ein Zeichen dafür, "wie sehr die österreichischen Katholiken immer mit dem Heiligen Land verbunden waren". Zugleich gelte "das Gebet und die Sorge" der österreichischen Bischöfe dem Frieden im Heiligen Land, "dem Frieden für alle Menschen, die dort leben".
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31.10.2007 13:35:51
Galen Award 2007 für Weihbischof Laun
(kath.net) Wigratzbad (www.kath.net) Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat den „Galen Award 2007“ erhalten. Der Preis wird von der Lebensschutzorganisation „Human Life International“ (HLI) jedes Jahr an Persönlichkeiten übergeben, die sich in herausragender Weise für den Lebensschutz einsetzen. Weitere Preisträger sind Rafael Cabrera (HLI Nicaragua), die Bischöfe Nicaraguas, P. Paul Marx OSB (HLI Gründer), Bischof Robert William Finn (Kansas City) und Magaly Llaguno (HLI Miami). Der Preis wurde im Rahmen der „Kirche Heute Festakademie“ in Wigratzbad verliehen. In seiner Laudatio würdigte Professor Manfred Spieker (Osnabrück) das Engagement des Bischofs. Die Großnichte Kardinal von Galens, Johanna Gräfin von Westphalen von der „Stiftung Ja zum Leben“, schrieb in einem Grußwort, Laun werde für seinen „unermüdlichen Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens und die Familie“ und seine „tapfere Unerschrockenheit“ ausgezeichnet. Der Bischof erfülle den Wahlspruch des Kardinals „Nec laudibus, nec timore“, also dass weder Lob noch Menschenfurcht unser Denken und Handeln bestimmen sollte.
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31.10.2007 10:32:38
Motto für Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel
(kath.net) „Die Medien am Scheideweg zwischen Selbstdarstellung und Dienst. Die Wahrheit suchen, um sie mitzuteilen“ lautet das Thema des 42. Welttages der Sozialen Kommunikationsmittel 2008. Das gab der Vatikan am Dienstag bekannt. Der Welttag wird am 4. Mai 2008 begangen. Der Papst lade dazu ein, über die Rolle der Medien nachzudenken, die häufig nur mehr auf sich selbst verweisen und nicht mehr Instrumente im Dienst der Wahrheit sind, erklärte Erzbischof Claudio Maria Celli, Präsident des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel. Die Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel wird traditionsgemäß am 24. Januar veröffentlicht, dem Fest des heiligen Franz von Sales, des Patrons der Journalisten.
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31.10.2007 10:31:28
Gottes Ruhm in seinen Heiligen
(news.stjosef.at) Das Hochfest „Allerheiligen“ lässt uns all jene Menschen gemeinsam feiern, die Gott bereits aufgenommen hat in seine himmlische Herrlichkeit. Sie schauen Gott und lieben ihn; sie finden ihr Glück und ihre endgültige Erfüllung in der Vereinigung mit dem dreifaltigen Gott, der ihre Seligkeit ist und ihnen ewiges Leben schenkt. Jedes Leid und jede Trauer ist von ihnen genommen, denn sie erhalten nun den Lohn für ihre Mühen hier auf Erden. So ist der heutige Tag vor allem ein Jubelfest, auch wenn wir – wie es sinnvollerweise geschieht – das Gedenken aller unserer lieben Verstorbenen insgesamt mit Allerheiligen und besonders mit Allerseelen verbinden. Wir beten und hoffen ja, dass Gott auch sie aufnimmt in seine ewige Herrlichkeit! Die Freude über das Leben und die Vollendung der Heiligen, der Lobpreis ihrer Taten und ihrer endgültigen Heimkehr zu Gott gilt in erster Linie Gott selbst, dem Gütigen und Allmächtigen, der sich in der Krönung ihrer Verdienste als der Gerechte und Barmherzige zugleich erweist. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest Allerheiligen in vollem Wortlaut!
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29.10.2007 18:05:55
Nur mit Gott hat unsere Gesellschaft Zukunft und Hoffnung
(presse.kirche.at) Wenn Menschen ihre Freiheit kennen und entsprechend gut verwenden, kann eine „Gesellschaft mit Hoffnung“ entstehen, erklärte Bischof DDr. Klaus Küng am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober bei einem Vortrag am Sonntagberg. Der Bischof hatte an diesem Tag zur Österreichwallfahrt zu diesem Gnadenort im Mostviertel geladen. Gleichzeitig beging das „Haus am Sonntagberg“ sein 10-jähriges Bestehen. „Jeder einzelne Christ muss seinen Weg finden und sich Zeit für Gott und Familie nehmen, damit Hoffnung in der Gesellschaft entstehe“. Eine zentrale Bedeutung komme dabei der Familie zu, unterstrich der Bischof. Auf sie könne eine Gesellschaft, die Hoffnung für die Zukunft besitze, nicht verzichten. Österreich sei im Verhältnis zu anderen Staaten ein privilegiertes Land mit geordneten sozialen und politischen Verhältnissen und großen politischen Freiheiten, führte der Bischof aus. Es gebe eine echte Wirtschaftliche Blüte, beste Kommunikationssysteme und eine optimale medizinische Versorgung. Dennoch bestehen trotz dieser besten Voraussetzungen auch Gefährdungen für den Einzelnen wie für die gesamte Gesellschaft. Der Bischof nannte dabei den Druck der Leistungsgesellschaft, mit dem viele nicht mehr mithalten können sowie die Folgen der heutigen Fun- und Konsumgesellschaft. Neue Lebensweisen führen dazu, dass Menschen ihre echte Mitte aus dem Leben verlieren und der Materialismus das Prägende in ihrem Leben wird. Trotz gutem Schulsystem gebe es zunehmend große Probleme in der Wertevermittlung, wies Bischof Küng hin. Die Familien, die eigentliche „Schule des Lebens“, sei in eine Krise geraten. Die Folgen sind zu wenig Kinder, was sich noch dramatisch auf die Zukunft auswirken werde, warnte der Bischof. Gerade wegen des Wohlstandes habe Österreich, das zu den reichsten Ländern Europas zähle, eine große Verantwortung auch für andere Länder und Staaten. Dies nicht nur als Frage des Glaubens, sondern auch aus Klugheit und Gerechtigkeit, betonte der Bischof. Doch hinter allem, so Bischof Küng, gebe es Anzeichen einer positiven Entwicklung. Es gebe vermehrt „Oasen geistlichen Lebens“, die lebendig sind, wies er hin. Eine Gesellschaft mit Hoffnung sei jene, in der Gott wieder erkannt werde und im Grunde des Herzens eines jeden Menschen ist.
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29.10.2007 18:02:36
Marienfeier im Stephansdom
(kathpress.at) m Wiener Stephansdom fand erstmals aus Anlass des Nationalfeiertags eine große Marienfeier mit Rosenkranz und Lichterprozession statt. Die Feier wurde vom Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck geleitet, der auch das anschließende feierliche Hochamt zelebrierte. Abt Henckel-Donnersmarck erinnerte daran, dass die Wiedereröffnung des Doms nach der Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1952 ein "Symbol für die Auferstehung Österreichs" war. Der Stephansdom habe sich einmal mehr als "Ort der österreichischen und katholischen Identität" erwiesen. Der Heiligenkreuzer Abt betonte, dass der jüngste Österreich-Besuch Papst Benedikt XVI. marianisch geprägt gewesen sei, angefangen vom Auftakt bei der Mariensäule Am Hof über die Pilgerfahrt zur "Magna Mater Austriae" nach Mariazell bis zur Visite im Stift Heiligenkreuz, dessen Kirche Maria Himmelfahrt geweiht sei. Zugleich nahm Henckel-Donnersmarck auf den neuen österreichischen Seligen Franz Jägerstätter Bezug, "ein bescheidener Mann, der prinzipientreu die Unmoral des nationalsozialistischen Systems entlarvt" habe. Er sei ein Beispiel für alle Christen.
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28.10.2007 19:14:36
Seligsprechung spanischer Märtyrer
(radiovatikan.de) Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs sind heute in Rom selig gesprochen worden. Der Präfekt der Selig- und Heiligsprechungskongregation, José Saraiva Martins, vertrat den Papst auf dem Peterplatz und zelebrierte die Seligsprechung sowie die Eucharistiefeier. Es war die bisher größte Seligsprechungsfeier der Kirchengeschichte. Zu der Zeremonie reisten mehrere tausend spanische Pilger sowie die gesamte Bischofskonferenz des Landes in den Vatikan. Wegen möglicher politischer Deutungen sorgte die Ehrung in Spanien für Auseinandersetzungen. Doch auf dem Peterplatz war Freude über diesen besonderen Tag zu spüren.
In seiner Homilie betonte indes Kardinal Saraiva Martins: „Ein authentisches christliches Leben bedeutet, sich nicht von den Pflichten zu drücken, sondern es bedeutet, einen Beitrag zu leisten für das Gemeinwohl und die Gestaltung der Gesellschaft. Dies soll immer auf gerechte Art und Weise geschehen. Diese christliche Pflicht besteht heutzutage darin, die Menschenwürde zu bewahren, aber auch das Leben, von seiner Zeugung bis hin zu seinem natürlichen Tod, zu schützen sowie auch die Familie zu behüten, die sich auf die eine und unauflösliche Ehe stützt. Eine Ehe zwischen Mann und Frau.“ Die Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs stellen mit jetzt 978 Glaubenszeugen die größte nationale Gruppe von Seligen der jüngsten Pontifikate. Die Märtyrer sollen aber nicht nur für Spanien ein Vorbild sein, so Kardinal Saraiva Martins. „Als Stichwort für diese Seligsprechung wurde eine Passage aus dem Evangelium nach Matthäus ausgewählt: ‚Ihr seid das Licht der Welt.’ So wie es auch beim Zweiten Vatikanischen Konzil zu Beginn der dogmatischen Konstitution über die Kirche heisst, dass nämlich Christus das Licht der Menschen sei. Das gilt auch für uns alle in der heutigen Zeit, in der unser Glaube von verschiedenen Seiten auf verschiedene Arten geprüft und oft unterdrückt wird.“ Zu den neuen Seligen von heute zählen zwei Bischöfe, 24 Weltpriester und zahlreiche Ordensleute sowie zwei Laien.
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