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28.11.2007 12:56:25
Neue Bischöfe in München und Limburg
(kath.net) Der Trierer Bischof Reinhard Marx wird neuer Erzbischof von München und Freising. Wie die in Würzburg erscheinende "Tagespost" in ihrer Ausgabe vom Donnerstag berichtet, haben diese Ernennung am Mittwoch "übereinstimmend römische und deutsche Kirchenkreise" gegenüber der "Tagespost" bestätigt. Dem Vernehmen nach soll die offizielle Bekanntgabe dieser Entscheidung in Kürze erfolgen, berichtet die Zeitung weiter. Papst Benedikt XVI. hat den Münsteraner Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zum neuen Bischof von Limburg ernannt. Die Ernennung des 48-Jährigen wurde am Mittwochmittag zeitgleich in Rom, Münster und Limburg bekannt gegeben. Franz-Peter Tebartz-van Elst folgt Bischof Franz Kamphaus nach, der nach seinem 75. Geburtstag im Februar 2007 in Ruhestand getreten war. Seither war das Bistum vakant und wurde von einem Diözesanadministrator geleitet, Domkapitular Günther Geis.
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27.11.2007 10:21:41
Todsicher und mitleidlos
(kath.net-Kommentar von WB Andreas Laun) Es ist bestürzend, mit welchem Eifer die Lobby der Abtreibung alles will, was Abtreibung noch leichter und sicherer, „todsicher“ macht: Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) will einerseits Abtreibung möglichst erreichbar in jedem Bundesland angeboten wissen. Zusammen mit Abtreibungsarzt Christian Fiala fordert sie „Schutzzonen“ um die Abtreibungsorte, innerhalb derer man den Frauen nicht einmal mehr ein Angebot machen dürfte – Zonen, die eher an Gänge aus Stacheldrahtzäunen erinnern, durch die man das Schlachtvieh treibt und aus denen es wenigstens keine Hilfe zum Entrinnen mehr geben soll. Zum Wohle der Frauen? Wohl kaum, denn ursprünglich hieß es doch immer: Jede Abtreibung ist ein Unrecht, jede Abtreibung ist eine zuviel und eine schwere Belastung für die Frau, denn keine Frau tut „es“ gerne, immer nur in großer Not… und wir wollen sie in ihrer Not und wegen ihres schweren Entschlusses nicht auch noch bestrafen. Und jetzt? Jetzt soll man den Frauen nicht einmal aus der Not heraushelfen und sie vor ihrer Tat bewahren dürfen, die sie vorher schon belastet und erst recht am Tag danach bereuen wird? Wir haben zu wenige Kinder, aber es soll verboten sein, einen letzten Versuch zu machen, jene zu retten, die schon auf der Todesliste stehen? Darf es keine moderne „Schindlers Liste“ mehr geben? Hunderte, Tausende konnten durch die Lebensschützer in den letzten Jahren gerettet werden, und keine der angesprochenen Frauen, die inzwischen Mütter wurden, hat sich jemals wegen „Belästigung“ beklagt, sondern immer nur bedankt. Aber Frau Prammer will nichts dulden, was Kinder rettet und Frauen bewahrt und sie glücklich macht. Nein, es sollen möglichst alle zur Abtreibung bestimmten Kinder auch wirklich abgetrieben werden, bevor es sich die unglückliche Mutter noch anders überlegt oder sich endlich traut, sich dem Willen der Umgebung zu widersetzen. Was für eine verrückte, böse Welt! Es scheint so etwas zu geben wie den „Durst nach Blut“, ohne Mitleid für die Kinder und ohne Mitleid für die Frauen – und ohne einen Funken Vernunft für das Wohl Österreichs, dem die Kinder jeden Tag mehr fehlen und fehlen werden.
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27.11.2007 10:20:21
Video dokumentiert Attacken gegen Lebensschützer
(news.stjosef.at) Auf gloria.tv werden Videoaufnahmen dokumentiert, wonach mutmaßliche Mitarbeiter bzw. Sympathisanten von „Gynmed“ (Ambulatorium für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung, 1150 Wien, www.gynmed.at ) gewaltsam gegen Abtreibungsgegner vorgehen. Diese hatten still vor dem Gynmed-Ambulatorium gebetet und wurden daraufhin regelrecht attackiert bzw. auch sexuell belästigt. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun ist erschüttert, dass dies in einem Rechtsstaat wie Österreich vorkommen kann und sieht einen Fall für den Staatsanwalt gegeben. – Link: www.gloria.tv
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25.11.2007 18:16:44
Weihbischof Laun gegen "Homo-Ehe"
(die-tagespost.de/news.stjosef.at) In einem Beitrag der Zeitung "Die Tagespost" wendet sich der Salzburger Weihbischof und Moraltheologe Andreas Laun gegen Bestrebungen, in Österreich ein "Rechtsinstitut" für homosexuelle Paare einzurichten. Zusammenfassend stellt er fest: "Jede Ungleich-Behandlung eines Bürgers muss einleuchtend begründet sein: vom Allgemeinwohl her oder in Hinblick auf seine Notlage, besonders wenn sie unverschuldet ist. Der Umstand, dass jemand homosexuell lebt, stellt aber weder einen Nutzen für die Allgemeintheit dar noch handelt es sich dabei um eine Not, die abzufedern Aufgabe der Allgemeinheit wäre. Darum bekämpfen Christen dieses geplante Gesetz: Erstens, weil es dafür keine Begründung gibt, zweitens weil es wirkliche Ungerechtigkeiten schaffen würde, drittens, weil es trotz aller verbaler Abgrenzungen und Beteuerungen der Sache nach die homosexuelle Partnerschaft ein Stück weit der Ehe gleichstellt. Dies tut es auch optisch und damit im Bewusstsein der Menschen dadurch, dass es die homosexuellen Partner zum Standesamt schickt. Durch all das relativiert das geplante Rechtsinstitut für homosexuelle Paare Ehe und Familie. Von diesen aber hängen die Existenz und das Wohl des Staates weitgehend ab. Dass sich dieser Einsicht Atheisten, ideologisch verblendet, widersetzen, ist absurd genug, aber dass jetzt auch Christen anfangen dafür blind zu werden, ist schlimm." - Link: Kommentar in vollem Wortlaut.
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25.11.2007 18:10:17
Papstmesse mit den neuen Kardinälen
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss des zweitägigen Konsistoriums am Sonntag eine gemeinsame Messe mit den 23 neu ernannten Kardinälen gefeiert. Als Zeichen der Verbundenheit steckte er ihnen den Kardinalsring an den Finger. Die neuen Kardinäle traten dazu einzeln vor den Papst. Den Anfang machte unter dem Applaus von mehreren Tausend Besuchern im Petersdom der irakische Kardinal Emmanuel III. Delly. Es folgten der aus den USA stammende frühere vatikanische Medien-Minister John Foley und der deutsche Kurienkardinal Paul Josef Cordes. Es sei für ihn ein Trost, im Petrusamt stets auf die Unterstützung und Zusammenarbeit der Kardinäle zählen zu können, sagte der Papst in seiner Ansprache. In seiner Predigt schlug Benedikt XVI. mehrere Brücken zwischen dem Christkönigsfest und dem Kardinalsdienst. Im Tagesevangelium war die Rede von der Kreuzigung Jesu. Der Papst sagte, genau sie sei auf dem Kardinalsring abgebildet. „Liebe Brüder-Neukardinäle, das wird für euch immer eine Erinnerung daran sein, welchem König ihr dient, auf welchem Thron er erhöht worden ist, und wie er treu geblieben ist bis zum Ende, um in der Kraft der göttlichen Barmherzigkeit Sünde und Tod zu besiegen. Die Mutter Kirche, die Braut Jesu Christi gibt euch dieses Zeichen zur Erinnerung an ihren Bräutigam.“ In einer Festtags-Lesung war die Rede von der Salbung Davids zum König. Dabei hatten die Ältesten Israels zu David gesagt: Wir sind Fleisch und Bein von dir. Daran knüpfte Papst Benedikt an: „Auch ihr, die ihr den Senat der Kirche bildet, könnt Jesus sagen: Wir betrachten uns als dein Fleisch und Bein. Wir gehören dir und wollen mit dir eins sein. Du bist das Haupt der Kirche. In dieser Eucharistiefeier wollen wir den Bund mit dir erneuern, denn nur in dieser engen und tiefen Beziehung mit dir haben die Würde, die wir empfangen haben, und die dazu gehörende Verantwortung Sinn und Wert.“ Gegen Ende legte der Papst den neuen Kardinälen und allen Anwesenden besonders den Frieden und die Einheit der Christen ans Herz. „Der Frieden unter allen Jüngern Christi: Er soll ein Zeichen sein für den Frieden, den Jesus in die Welt bringen wollte. Die Kirche ist der Teil der Menschheit, in der sich das Königtum Christi schon zeigt. Es hat als besonderes Merkmal den Frieden.“ Beim Angelusgebet direkt im Anschluss an die Messe – nicht vom Fenster des Apostolischen Palastes sondern vor dem Haupteingang des Petersdoms – ging der Papst auf das Konsistorium am Samstag ein und auf die Dankmesse am Christkönigsfest: „Von Herzen grüße ich die Pilger und Besucher aus Deutschland, die anläßlich des Konsistoriums nach Rom gekommen sind. Mit Freude haben wir Gott in dieser Eucharistiefeier für die neuen Kardinäle gedankt. Wir haben dabei auf Christus als den König auf dem Kreuzesthron geschaut. Am Kreuz offenbart Jesus Christus seine Liebe, welche die Macht hat, den Tod zu überwinden und neues Leben zu schenken. Der Herr stärke die neuen Kardinäle und uns alle, daß wir seine Botschaft der Liebe und des Heils zu den Menschen bringen und so an seinem Reich mitarbeiten. Gottes Segen begleite euch und eure Lieben.” Am Abend zuvor hatten mehrere Tausend Menschen den neuen Kardinälen bei Höflichkeitsbesuchen im Vatikan persönlich ihre Glückwünsche ausgesprochen. Zwei Stunden lang schob sich eine Menschenschlange durch die alten Prunksäle des Apostolischen Palastes, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Politiker und Botschafter, Alt-Kardinäle und Kurienprälaten, aber auch normale Besucher mussten dabei lange Wartezeiten in Kauf nehmen, um „ihrem“ Kardinal gratulieren zu können. - Link: Papstpredigt in vollem Wortlaut.
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24.11.2007 16:10:02
Papst kreierte neue Kardinäle
(radiovatikan.de) „Apostel Gottes und Zeugen des Evangeliums” mit besonderer Verantwortung: Das sind laut Benedikt XVI. die neuen Kardinäle. 23 verdiente Kirchenmänner erhob der Papst am Samstag Vormittag in den Kardinalsstand, unter ihnen der deutsche Kurienerzbischof Paul Josef Cordes, dienstältester Kuriale, der österreichstämmige Odilo Scherer aus Sao Paolo in Brasilien und der Patriarch von Bagdad, Emmanuel III. Delly. Mit dem zweiten Konsistorium von Papst Benedikt erreicht der Kreis der möglichen Papstwähler wieder die Obergrenze von 120. Gemeinsam mit den Über-80-Jährigen, die nicht mehr an einem Konklave teilnehmen dürfen, zählt der Senat des Papstes damit 201 Mitglieder, mehr als je zuvor. Im öffentlichen Konsistorium in der Petersbasilika erhielten die sieben Kurienvertreter, elf Diözesanbischöfe, der Patriarch der chaldäischen Kirche sowie vier verdiente „Senioren” das rote Kardinalsbirett. In einer gemeinsamen Messfeier am Sonntag steckt Benedikt ihnen den Kardinalsring an. - Lesen Sie die Ansprache des Heiligen Vaters in vollem Wortlaut!
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24.11.2007 05:06:19
Organtransplantation II
(news.stjosef.at) Die ethische Stellungnahme von Dr. Josef Spindelböck zur Organtransplantation, welche von der Kirche unter bestimmten Bedingungen als Tat der Nächstenliebe anerkannt wird, hat teilweise kontroverse Reaktionen hervorgerufen. So hat uns DI Andreas Kirchmair auf seine kritische Sichtweise hingewiesen, die sich unter anderem auf der von ihm mitverantworteten Internetseite des Vereins "Werk für menschenwürdige Therapieformen" http://www.wfmtf.net findet. Dr. Spindelböck stellt abschließend zu dieser Diskussion fest: Bischof Küng hat in seiner Stellungnahme beim Informationsabend an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten betont, dass wir nicht sagen können, wann der Mensch wirklich stirbt bzw. wann sich die Seele vom Leibe trennt. Deshalb ist es wichtig, zu einer neuen Kultur des Abschiednehmens hinzufinden. Inwieweit man sich hier im konkreten Fall auch von Seite der Ärzte oder Pfleger bemüht, ist wohl verschieden! Man hört hier sowohl Positives als auch Negatives. Auch wenn es zum Hirntod noch so manche Fragen gibt, die der weiteren Klärung bedürfen, so stellt sich aus ethischer Sicht die Situation wie folgt dar: Es gibt erstens nach dem Hirntod (der unbedingt nach strengen Kriterien festzustellen ist) keine ärztliche Behandlungspflicht mehr, weil diese ja nichts mehr bewirken könnte (insofern kann es auch keinen Konflikt zwischen dem therapeutischen Anliegen und einer eventuellen Organverpflanzung geben). Zweitens wird durch einen nach dem Hirntod erfolgenden Eingriff sicher nicht der Tod verursacht oder das Leben verkürzt, da mit dem Hirntod das definitive Absterben aller übrigen Organe beginnt. Es ist dann eine Frage der Pietät, wie man den Leib/Leichnam des Hirntoten möglichst würdevoll behandelt. Auch eine eventuelle Organentnahme darf nicht einfach zum „Ausschlachten“ werden, obwohl natürlich für Außenstehende mitunter dieser Eindruck entstehen kann. Die Bereitschaft zu einer Organspende kann – soweit diese im Einklang steht mit dem Gebot Gottes, eigenes und fremdes Leben zu achten – aus Sicht der christlichen Ethik tatsächlich ein Ausdruck besonderer Nächstenliebe sein kann. Auf jeden Fall muss die Freiwilligkeit der Organspende garantiert sein, und hier gibt es sicher ein Informationsdefizit in Österreich. Gibt es auch eine sittliche Pflicht zur Organspende? Die Bereitschaft zur Organspende ist keine unter Sünde verpflichtende sittliche Aufgabe, außer vielleicht es gäbe eine ganz konkrete, jemandem persönlich bekannte Person, die nur dann überleben könnte oder dazu eine Chance hätte, wenn ein anderer (meist wohl ein Verwandter) eine gewisse Spendebereitschaft hätte. Aber auch hier hinge vieles von den konkreten Umständen ab und sicher auch davon, ob jemand psychisch und physisch überhaupt in der Lage ist, einer Organspende freiwillig zuzustimmen. Johannes Paul II. hat zur Organspende in „Evangelium vitae“ festgestellt: „Jenseits aufsehenerregender Taten gibt es den Heroismus im Alltag, der aus kleinen und großen Gesten des Teilens besteht, die eine echte Kultur des Lebens fördern. Unter diesen Gesten verdient die in ethisch annehmbaren Formen durchgeführte Organspende besondere Wertschätzung, um Kranken, die bisweilen jeder Hoffnung beraubt sind, die Möglichkeit der Gesundheit oder sogar des Lebens anzubieten.“
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24.11.2007 04:58:28
In einer Woche erscheint die Papstenzyklika über die Hoffnung
(radiovatikan.de) Die zweite Enzyklika Papst Benedikt XVI. erscheint am kommenden Freitag. Das teilte der vatikanische Pressesaal mit. Das päpstliche Rundschreiben trägt den Titel „Spe salvi” und beschäftigt sich dem Thema der Hoffnung. Zwei Kardinäle werden die Enzyklika am Freitag im Auftrag des Papstes der Öffentlichkeit vorstellen: Georges Marie Cottier OP, emeritierter päpstlicher Haustheologe, und Albert Vanhoye SJ, emeritierter Professor für Neues Testament am päpstlichen Bibelinstitut. Das päpstliche Lehrschreiben erscheint gleichzeitig auf Latein, Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch. „Spe Salvi” - das ist ein Zitat aus dem Römerbrief des Apostels Paulus: „In der Hoffnung sind wir gerettet.” Dazu sagt der bekannte italienische Theologe und Bischof Bruno Forte: „Nachdem die großen Horizonte der ideologischen Mythen verblasst sind, bietet die Hoffnung jetzt von neuem einen Sinn-Horizont. Ich habe das Gefühl, dass uns der Papst mit diesem Motto „Gerettet durch Hoffnung” wieder auf die so genannten eschatologische Dimension des Christentums hinweisen will – die Verheißung des Künftigen; das, was wir oft vergessen angesichts dessen, was heute und jetzt alles so dringend zu tun ist. Die Eschatologie (also die so genannte Rede von den letzten Dingen) rückt wieder ins Zentrum dessen, was das Menschenherz beschäftigt. Die Fragen nach dem letzten Sinn, nach Leben und Tod, Gericht und ewigem Leben... das sind Themen, die wir heute wiederentdecken, da die großen Ideologien untergegangen sind und mit ihnen manche Hoffnung und mancher Sinn. Ich warte also auf die neue Enzyklika des Papstes mit Freude und - das kann man hier wirklich sagen - mit Hoffnung!”
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24.11.2007 04:57:33
Ein König, der am Kreuze hängt
(news.stjosef.at) Unser Glaube an Gott und sein Königtum ist in dieser Welt immer wieder von Anfechtungen und Zweifeln bedroht. Gott selbst sehen wir ja nicht, und seine Zeichen und Spuren werden auch nicht von allen anerkannt. Er ist der Allmächtige, der Barmherzige und Gerechte, aber es gibt viele Erfahrungen im Leben, wo wir von seiner Allmacht, seiner Barmherzigkeit und Gerechtigkeit nichts zu spüren meinen. Wo ist Gott, wo finden wir ihn? Das fragen nicht nur Atheisten, sondern immer wieder auch Gläubige. Gott entzieht sich immer wieder dem menschlichen Zugriff. Wenn die Kirche an diesem Sonntag das Hochfest Christi, des Königs, feiert, dann ist dies ein feierliches Glaubensbekenntnis an die rettende Macht Gottes. Gott hat sich uns Menschen in Liebe zugewandt in seinem Sohn, der für uns Mensch geworden ist. Sein Königtum übt Jesus Christus nicht aus als stolzer Herrscher; gerade in seiner Selbstentäußerung und Erniedrigung bis zum Tod am Kreuz zeigt er uns die königliche Weise seines Dienstes aus Liebe. Dem entspricht es, dass Gott von uns Menschen in Freiheit anerkannt werden will. Ein aufgezwungener Glaube wäre kein Glaube: Der Mensch soll sein freies Ja-Wort sagen gegenüber dem Bund der Liebe, den ihm Gott in Jesus Christus anbietet. Das Evangelium zeigt uns die Situation des nach außen hin ganz und gar ohnmächtigen Herrn Jesus Christus am Kreuz: Wehrlos hängt er dort und wird verachtet und verspottet. Manche meinen, er solle sich selbst helfen, wenn er könne, da er doch auch anderen geholfen habe. Sie haben keinen Sinn für die Möglichkeit einer Liebe, die sich selbst zum Opfer der Hingabe macht für andere. - Lesen Sie die Predigt zum Christkönigssonntag 2007 in vollem Wortlaut!
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22.11.2007 08:16:53
Stammzellenforschung: keine embryonalen Zellen mehr nötig!
(zenit.org/news.stjosef.at) In den beiden Fachzeitschriften „Science“ und „Cell“ wurde am 20.11.2007 der Nachweis der „Reprogrammierung“ menschlicher Hautzellen zu pluripotenten Stammzellen publiziert. „Der senationelle Durchbruch von Yamanaka und Thomson wird die deutsche Stammzelldebatte nachhaltig beeinflussen“, bekräftigte aus diesem Anlass der CDU-Bundestags-Abgeordnete und für Bioethik zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, in einer Aussendung. „Das neue Verfahren stellt der Forschung alternative menschliche Stammzellen (iPS) zur Verfügung, die sich verhalten wie die bisherigen embryonalen Stammzellen. Zu ihrer Gewinnung ist jedoch die Tötung menschlicher Embryonen nicht mehr erforderlich. Grundlagenforschung kann sogar mit patientenspezifischen pluripotenten ‚iPS‘-Stammzellen stattfinden.“ Der Bundestagsabgeordnete bekräftigte, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun aufgefordert sei, „die Finanzierung von Projekten mit menschlichen embryonalen Stammzellen einzufrieren.“ Die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen habe sich als Sackgasse erwiesen. „Sie ist ethisch problematisch und therapeutisch enttäuschend.“ Eine Änderung oder Abschaffung des Stichtags im Stammzellgesetz werde nun keine Mehrheit mehr finden. „Die DFG sollte zügig eine aktuelle Stellungnahme zur Stammzellforschung vorlegen, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 15 Monate aufgreift.“ Wertvolle Informationen zum Thema Stammzellenforschung bietet die Webseite http://www.deine-stammzellen-heilen.de
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22.11.2007 08:14:37
Linzer Kirchenbeitragsboykott aus Gewissengründen: Diözese will klagen
(kath.net) Die Finanzkammer der Diözese Linz droht den Aktivisten der Gebetsaktion „Kirchentreu“ mit einer Klage. In einem KATH.NET vorliegenden Schreiben des Direktors der Diözesanfinanzkammer Linz, Siegfried Primetshofer, heißt es, dass man sich gezwungen sehe, diese Angelegenheiten „mit Hilfe des Gerichtes einer Lösung zuzuführen“. Ob auch Bischof Ludwig Schwarz hinter dieser Ankündigung steht bzw. ob es wirklich zur Klage kommen wird, ist unklar. Der Bischof selbst hatte im Gespräch mit Vertretern von „Kirchentreu“ immer klar gestellt, dass es kein Gerichtsverfahren gegen die Teilnehmer der Treuhandaktion geben werde. Vom Linzer Bischof gibt es zu dieser Sache auch keine Stellungnahme. - Lesen Sie mehr auf kath.net sowie unter www.kirchentreu.info !
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21.11.2007 16:36:10
Organspende als Tat christlicher Nächstenliebe?
(presse.kirche.at) Als „eine Tat christlicher Nächstenliebe“ wurde das freiwillige Spenden von Organen für Transplantationen bei einer Informationsveranstaltung an der Philosophisch-theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten bezeichnet. Prim. Dr. Albert Reiter, Intensivmediziner am Landesklinikum Amstetten, und der Ethiker Doz. Dr. Josef Spindelböck erklärten Rahmenbedingungen und Vorgangsweise bei Organspenden in Österreich. „Die Wirklichkeit des Todes übersteigt, was wir messen können“, erklärte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Wortmeldung. Die Zerstörung der leib-seelischen Einheit, die aus christlicher Sicht den Tod bedeutet, sei mit dem Hirntod jedoch sicher gegeben. Es sei daher „große Wachsamkeit“ notwendig, dass die geltenden Kriterien zur Feststellung des Hirntodes nicht aufgeweicht werden, betonte Küng. Organspenden seien medizinische Gratwanderungen, die nicht einfach seien. „Wir müssen uns auch bewusst sein, dass unser Leben begrenzt ist, und dazu ja sagen“, so der Bischof. Schwer kranke Patienten warten oft verzweifelt auf ein passendes Organ, berichtete Dr. Reiter: „Und sie wissen, dass ein Mensch dafür sterben muss.“ Derzeit warten in Österreich 828 Patienten auf die Transplantation einer Niere, 39 auf ein Herz, 108 auf eine Leber. Die Wartezeit – für eine Nierentransplantation durchschnittlich 14,9 Monate! – sei psychisch sehr belastend und konfrontiere die Patienten mit existentiellen Fragen, erklärte Reiter. „Die Bereitschaft zur Organspende kann aus der Sicht christlicher Ethik eine Tat der Nächstenliebe sein“, sagte Dr. Spindelböck und erläuterte die Kriterien für die ethische Vertretbarkeit: Oberstes Gebot sei die Freiwilligkeit, da der Spender „auf einen Teil von sich selbst verzichtet“, was eine Einschränkung seiner Integrität bedeute. „Die Freiheit der Zustimmung muss Beachtung finden“, so der Ethiker. Deswegen sei es auch notwendig, die Bevölkerung auf die Möglichkeit einer Eintragung in den „Widerspruchsregister“ hinzuweisen, was eine Organentnahme bei einem eventuellen Hirntod verhindert. Ebenso seien auch Widersprüche Angehöriger zu berücksichtigen, die den „mutmaßlichen Willen“ des Hirntoten ausdrückten, betonte Spindelböck. Wie Dr. Reiter erklärte, entspreche dies ganz der aktuellen Vorgangsweise in Österreich. Auch die psychologische Betreuung der Angehörigen sei ein wichtiger Bestandteil der Praxis. Einer Kommerzialisierung des Organhandels sei energisch entgegenzutreten, betonten Spindelböck und Reiter einstimmig. Geschäftliche Interessen würden den Menschen „zur Sache und zur Ware erniedrigen“, so Spindelböck. Wie auch Dr. Reiter erklärte, würde die Gefahr der Kommerzialisierung umso geringer werden, „je mehr Menschen sich freiwillig zur Organspende bereit erklären“. Schließlich sei die Sicherheit der Todesfeststellung eine Grundbedingung. Es sei „nicht Sache der Kirche festzustellen, wann der Tod eingetreten ist“, führte Spindelböck aus, die Definition des Hirntodes stehe der katholischen Glaubenslehre jedoch nicht entgegen. Dr. Reiter erklärte, dass der Hirntod der „Individualtod“ und irreversibel sei. Wie Reiter unterstrich, müssten für eine Organentnahme alle Kriterien des Hirntodes erfüllt sein. Weiters müssten zwei erfahrene Fachärzte, die keinerlei Bezug zur Transplantationsmedizin haben dürften, den Hirntod feststellen. „Bis zum definitiven Hirntod muss noch alles gemacht werden, um den Patienten zu retten“, so Reiter. Den Angehörigen werde auch genügend Zeit gegeben, sich „in Ruhe und Würde“ vom Verstorbenen zu verabschieden. – Lesen Sie die ethische Stellungnahme von Dr. Spindelböck in vollem Wortlaut!
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21.11.2007 16:21:10
Beten gehört zum christlichen Alltag
(radiovatikan.de) Beten gehört zum Alltag. Es soll sich im Leben und in der Liebe zum Nächsten konkretisieren. Daran erinnerte Papst Benedikt bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch. Dabei bezog er sich in seiner Reihe über die Kirchenväter diese Woche auf den Gelehrten Aphrahat, „einen bedeutenden Vertreter der syrischen Kirche in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts”. Auf deutsch sagte der Papst: „In den im wesentlichen semitisch geprägten und vom griechischen Denken unberührten Gemeinden der syrischen Kirche entfaltete das Christentum eigene Ausdrucksformen in Theologie und Frömmigkeit, besonders in der Askese und im Mönchstum. So ist Aphrahat, der auch der ,persische Weise’ genannt wird, der erste Zeuge einer eigenständigen syrischen christlichen Literatur. Über sein Leben und seine Person ist wenig bekannt. Er stammte aus der Gegend von Mosul in Mesopotamien, aus einer Gemeinde, die in Kontakt mit der Kirche von Jerusalem stand. Aphrahat hatte Verbindungen mit dem Mönchstum und war vielleicht selbst Vorsteher eines Klosters. Aus seiner Feder sind uns 23 ,Demonstrationes’ – ,Darlegungen’ in syrischer Sprache überliefert. Diese Darlegungen haben Themen gelebter christlicher Frömmigkeit und des asketischen Lebens zum Inhalt: Glaube, Liebe, Demut, Gebet, Fasten, Buße etc. Ein Teil der Darlegungen widmet sich der Beziehung von Judentum und Christentum. Ausgangs- und Mittelpunkt der Überlegungen des persischen Weisen ist die Heilige Schrift. Jesus nachahmen und ihm auf dem Weg der Liebe nachfolgen ist für Aphrahat die Mitte des christlichen Lebens.” Einen wichtigen Platz in den ,Darlegungen’ Aphrahats nehme das Gebet ein. Christus sei Lehrer und Vorbild des Gebets, sagte der Papst mit einem besonderen Gruß an die deutschsprachigen Pilger. „Christus ist für ihn zum einen der Arzt, denn er sieht die Sünde vor allen Dingen als Verwundung, die geheilt werden muss; er ist andererseits auch der Lehrer und das Vorbild von dem und mit dem wir beten, mit dem Vater sprechen zu lernen. Wenn er da ist, wenn wir nahe bei ihm sind, dann öffnet sich unser Herz, dann kommen wir in die Nähe Gottes, und Gott hört auf uns. Zugleich betont er, dass Beten immer mehr sein muss, als reden und denken, dass es Tat der Liebe zum Nächsten werden muss und dann erst sich als authentisches Beten erweist. ... Der Herr helfe euch, im Alltag Zeugnis für seine Liebe zu geben. Dazu schenke er euch seinen Heiligen Geist.”
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19.11.2007 17:07:40
Otto von Habsurg hochgeehrt - zum 95er!
(stephanscom.at) "Das Universale und Vereinende der Zeugen der Heiligkeit in Europa" hat Kardinal Christoph Schönborn am Montag, 19. November 2007, im Wiener Stephansdom beim Festgottesdienst zum 95. Geburtstag von Otto von Habsburg unterstrichen. Namentlich erwähnte der Wiener Erzbischof die heilige Elisabeth von Thüringen, aber auch den selig gesprochenen letzten österreichischen Kaiser Karl I., den Vater von Otto von Habsburg. Bei der Messfeier war auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, anwesend. Papst Benedikt XVI. hat dem Jubilar, dessen Familie sowie allen, die dem Haus Habsburg verbunden sind, aus Anlass des 95. Geburtstags seinen Apostolischen Segen übermittelt. Kardinal Schönborn unterstrich in seiner Predigt, dass in keiner politischen Realität, auch nicht in der Habsburger-Monarchie, das verwirklicht wurde, was die Kirche unter Reich Gottes versteht. Allerdings sei die 1918 untergegangene Monarchie "dem christlichen Gedanken einer offenen Universalität" viel näher gewesen als viele andere staatliche Realitäten davor und danach. "Das hat sicher damit zu tun gehabt, dass sich die Habsburger-Monarchie vom katholischen Glauben inspirieren ließ", so der Wiener Erzbischof. Er würdigte den Einsatz von Otto von Habsburg für das neue Europa. Im Blick auf das Tagesevangelium über die Heilung des blinden Bettlers Barthimäus erinnerte Kardinal Schönborn daran, dass jeder die Hilfe Gottes benötige, um das Richtige zu sehen. Otto von Habsburg habe diesbezüglich viel Gnade gehabt, Europa verdanke ihm viel. Allerdings sei nicht sicher, in welche Richtung sich das neue Europa entwickeln werde, sagte der Kardinal. "Die europäische Integration ist ein mühsamer Weg und grundsätzlich etwas Gutes", so Kardinal Christoph Schönborn. Aber es gebe auch die Tendenz der Diktatur des Relativismus, von der Papst Benedikt XVI. spreche. Europa sei heute in Gefahr, dass es "den Respekt vor dem Leben nicht wahrt - bis hin zur Freigabe der Tötung des ungeborenen und des behinderten Lebens". Kardinal Schönborn trug bei der Messfeier den so genannten "Elisabeth-Ornat", der von Kaiserin Elisabeth dem Dom gestiftet worden war.
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19.11.2007 17:05:24
Entschiedenes Nein zur Abtreibung
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat das Nein der Kirche zur Abtreibung betont. Bischöfen aus Kenia riet er heute im Vatikan aber auch zur Milde mit Menschen, die nach einer Abtreibung Reue empfinden. Wörtlich meinte der Papst zum Thema Abtreibung: „Diese direkte Zerstörung eines unschuldigen Menschenlebens kann durch nichts gerechtfertigt werden - wie schwer auch die Umstände sein mögen, die einige zu einem so ernsten Schritt bewogen haben. Das Recht auf Leben jedes Menschen, ob geboren oder ungeboren, ist absolut und gilt für alle ohne Ausnahme. Die katholische Gemeinschaft muss Frauen helfen, die es schwierig finden mögen, ein Kind zu akzeptieren, vor allem wenn sie von Familie und Freunden isoliert sind. Genauso sollte die Gemeinschaft offen dafür sein, alle wieder willkommen zu heißen, die nach einer Teilnahme an der schweren Sünde der Abtreibung Reue zeigen. Und sie sollte sie mit pastoraler Nächstenliebe dazu führen, die Gnade der Vergebung anzunehmen, die Notwendigkeit der Buße - und die Freude, wieder ins neue Leben Christi einzutreten.”
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18.11.2007 16:16:36
Asyl: Linzer Bischof u. Pastoralrat fordern Bleiberecht für integrierte Familien
(kathpress.at) Der Pastoralrat der Diözese Linz hat in einer Resolution an die Bundesregierung appelliert, die Mitarbeiter des Innenministeriums zu veranlassen, keinen Druck auf die Angehörigen der beiden kosovarischen Asylwerber-Familien Zogaj und Zeqai auszuüben. Die Resolution wurde von der Vollversammlung des Pastoralrats gemeinsam mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz erarbeitet, der die Forderungen "vollinhaltlich" mitträgt. Druck sei offensichtlich insbesondere auf Mütter und Kinder ausgeübt worden, heißt es in der Resolution. Wie die evangelischen Kirchen sehe der Pastoralrat der Diözese Linz in der Causa eine menschenrechtlich äußerst bedenkliche Vorgangsweise. Damit würden christliche Grundwerte wie Menschenwürde, Familie, Schutzgewährung und Nächstenliebe "gröblich missachtet". Der Pastoralrat fordert daher eindringlich, die Situation von gut integrierten Asylwerber-Familien gesetzeskonform durch die Gewährung eines humanitären Aufenthaltstitels zu lösen. Diese Familien seien durch die "unzumutbar lange Verfahrensdauer" in eine äußerst schwierige Situation gekommen. Der Pastoralrat der Diözese Linz sieht in der kommenden Adventzeit eine gute Gelegenheit, "solchen herbergsuchenden Familien einen dauernden Aufenthalt zu gewähren". Wie Bischof Schwarz ergänzend in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" sagte, wäre die Gewährung des Aufenthaltsrechts ein "schönes Weihnachtsgeschenk, das der Staat diesen Familien machen könnte". Da allein in Oberösterreich rund 30 andere Familien in einer ähnlichen Situation sind, plädierte der Bischof zugleich für eine Gesetzesänderung: "Ich meine schon, dass Änderungen vorgenommen werden könnten. Vor allem im Hinblick auf das Bleiberecht. Man sollte eine größere Bereitwilligkeit bekunden, solchen Familien ein Zuhause zu geben".
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18.11.2007 16:13:28
Antonio Rosmini-Serbati seliggesprochen
(radiovatikan.de/news.stjosef.at) Am Sonntag 18.11.2007 ist in Novara Graf Antonio Rosmini-Serbati (1797-1853) selig gesprochen worden. Ungewöhnlich ist, dass erstmals ein Theologe zur „Ehre der Altäre“ erhoben wird, von dem 33 Jahre nach seinem Tod durch das „Heilige Offizium“ 40 seiner Lehrsätze verurteilt worden waren. Die Vorbildhaftigkeit seiner Frömmigkeit und Lebensführung wurde hingegen auch von seinen Gegnern nie bestritten. Auch im Hinblick auf seine philosophische und theologische Lehrtätigkeit hatte Rosmini stets die Absicht bekundet, sich bei etwaigen Abweichungen von der Lehre der Kirche dieser unterwerfen zu wollen. So schrieb er an Pius IX., nachdem 1849 zwei seiner Werke auf den Index der kirchlich verbotenen Bücher gesetzt worden waren: „Ich will mich in allem auf die Autorität der Kirche stützen, und ich will, dass die ganze Welt weiß, dass ich nur dieser Autorität folge.” In einem Jahr Dekret der Indexkongregation wurden 1854 seine Schriften aus dem Verfahren entlassen, wodurch eine Anerkennung der Rechtgläubigkeit seines Denkens und seiner erklärten Absichten ausgesprochen wurde, ohne allerdings eine lehramtliche Anerkennung des ganzen rosminischen Denksystems vornehmen zu wollen. 2001 wurde die Verurteilung entsprechender rosminischer Lehrsätze von der Glaubenskongregation aufgehoben. Dabei erklärte die Kirche: „Die Gründe der lehramtlichen zur Vorsicht mahnenden Besorgnis und Schwierigkeit, die zur Promulgierung des Verurteilungsdekrets Post obitum der »Quaranta Proposizioni« aus den Werken Antonio Rosminis geführt haben, sind nunmehr als überholt zu betrachten. Und zwar aufgrund der Tatsache, dass der Sinngehalt der Sätze, wie er im genannten Dekret verstanden und verurteilt wird, nicht der wahren Auffassung Rosminis entspricht, sondern auf mögliche Schlussfolgerungen aus der Lektüre seiner Werke zurückgeht. Die Frage der Plausibilität der rosminischen Lehre, ihre spekulative Konsistenz und die in ihr zum Ausdruck gebrachten philosophischen und theologischen Theorien oder Hypothesen stehen aber weiterhin theoretisch zur Diskussion. Zugleich behält das Dekret Post obitum in bezug auf die Verordnung der verurteilten Sätze für denjenigen seine objektive Gültigkeit, der sie, abgesehen vom Kontext des rosminischen Denkens, in einer idealistischen ontologischen Sicht und einem Sinn liest, die im Gegensatz zur katholischen Glaubenslehre stehen.“ Rosmini war ein apostolisch gesinnter Priester und Theologe, der auch zwei geistliche Gemeinschaften gegründet hat: das “Institut der Nächstenliebe” sowie die “Schwestern von der göttlichen Vorsehung”. Prof. Karl-Heinz Menke, Dogmatikprofessor aus Bonn, meinte zur Seligsprechung gegenüber Radio Vatikan: Rosmini “ist der große Denker, der zu gleich der ganz Fromme ist.“
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17.11.2007 07:54:07
Theologisches Institut in Gaming zieht 2009 nach Trumau
(kath.net) Das Internationale Theologische Institut (ITI) wird im Juli 2009 seinen Standort vom niederösterreichischen Gaming in das Schloss Trumau bei Wien verlegen und die seit Jahren bekannte theologische Hochschule mit dem Schwerpunkt auf Ehe und Familie verlegen. Am 3. November wurde zwischen dem ITI und Abt Gregor Henckel Donnersmarck eine dementsprechender Vertrag über die Nutzung des Campus in Trumau unterzeichnet. Der Hintergrund der Übersiedlungsaktion ist, dass am Campus in Gaming zu wenig Platz für Expansionsmöglichkeiten ist und die vatikanische Bildungskongregation ausdrücklich eine Expansion des ITIs wünscht. Die Studentenzahl soll auf 120 Personen erhöht werden, außerdem werden 12 ordentliche Inhaber eines Lehrstuhls angestrebt. Das Institut wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. als päpstliches Institut für Studien zu Ehe und Familie gegründet und hat sich anschließend in der niederösterreichischen Kartause Gaming angesiedelt. Das Wesen des ITI besteht auch darin, in besonderer Weise die kirchlichen Traditionen des Ostens und des Westens miteinander zu verbinden. Es gibt am ITI beispielsweise Messfeiern nach römisch-katholischem und griechisch-katholischem Ritus. - Link: ITI-Information über den neuen Campus.
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17.11.2007 07:51:42
Wachsamkeit sowie Durchhalten in Glaube und Liebe
(news.stjosef.at) Die meisten von uns wünschen sich, dass ihr Leben hier auf Erden möglichst ruhig und geordnet verläuft. Ja, natürlich gibt es immer wieder Abenteurer und auch sogenannte Lebensmüde, die alles mögliche riskieren, um den gewissen „Kick“ zu verspüren; aber diese Ausnahme bestätigt doch nur die Regel, dass die meisten Menschen ein friedliches und ungestörtes Leben dem allzu Überraschenden und auch Gefährlichen vorziehen. Und dennoch lässt sich dieser Wunsch nicht immer erfüllen: Es gibt Menschen, die aufgrund ihres Berufes in herausfordernde Situationen kommen, wo sie z.B. um der Lebensrettung willen so manche Gefahr für ihr eigenes Leben auf sich nehmen müssen. Außerdem gibt es außerordentliche Situationen der Bedrohung, wie durch Krieg, Katastrophen, Flucht und Vertreibung. Wer solche schlimmen Dinge erlebt hat, wird nicht sagen können, die Worte Jesu im heutigen Evangelium, wo unser Herr von der Not durch verschiedenste Heimsuchungen spricht, seien übertrieben. Ausdrücklich erwähnt Jesus ja Kriege, Unruhen, Erdbeben, Seuchen und Hungersnöte. Dazu beschreibt er die ebenfalls oft dagewesene und sicher auch in der Gegenwart festzustellende geistige Verwirrung durch „falsche Propheten“, welche die Menschen in die Irre führen, da sie vorgeben, sich für Gutes einzusetzen, in Wirklichkeit nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Wie viele irdische Heilslehrer hat es schon gegeben, die sich selber an die Stelle Gottes gesetzt haben und damit keineswegs ein „irdisches Paradies“ geschaffen, sondern der Unmenschlichkeit den Weg bereitet haben! Gegenüber all dem ruft uns unser Herr Jesus Christus zur Wachsamkeit auf. Er sagt: Gebt acht und lasst euch nicht in die Irre führen! - Lesen Sie die Predigt zum 33. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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15.11.2007 16:53:32
Kleinmariazell als Hoffnungszeichen
(stephanscom.at) Die Wallfahrtskirche Kleinmariazell ist am Donnerstag, 15. November 2007, bei einem feierlichen Gottesdienst zur "Basilica minor" erhoben worden. Den Titel verleiht der Papst bedeutenden Kirchen. Eine "Basilica minor" ist durch das Wappen des regierenden Papstes über dem Eingangsportal erkennbar. Kleinmariazell sei wieder ein bedeutender Ort an der "Via Sacra" geworden, betonte Kardinal Schönborn. Kardinal Christoph Schönborn sprach in seiner Predigt von einer "unglaublichen Geschichte des Wiedererstehens" des religiösen Lebens in Kleinmariazell. "Hier erleben wir, dass die Kirche nicht kleiner wird, sondern im Gegenteil neu aufbricht", so der Kardinal. Das sei ein deutliches Hoffnungszeichen für das ganze Land. "Die Kirche ist lebendig. Glauben wir daran, dass die Menschen wieder für Gott gewonnen werden können, dass die Kirche wächst und dass das Evangelium wegweisend für die Zukunft dieses Landes ist", betonte Kardinal Schönborn. Der Wiener Erzbischof hob sowohl das rege Wallfahrtswesen in Kleinmariazell als auch die lebendige Pfarrgemeinde hervor. Kleinmariazell sei wieder ein bedeutender Ort an der "Via Sacra", dem Pilgerweg nach Mariazell, geworden. Der Ort sei eingebettet in ein "Netzwerk von Heiligtümern". Anlässlich des Festtags des niederösterreichischen Landesheiligen Leopold ging Kardinal Schönborn auch auf die Verbindung von Glaube und Politik ein. Eine Gestalt wie Leopold zeige, dass es möglich sei, aus einem tiefen christlichen Glauben heraus verantwortlich politisch zu handeln. Der heilige Leopold hatte im Jahr 1136 Kleinmariazell unter dem Namen "Mariazell in Österreich" gegründet. Benediktinermönche aus dem bayrischen Kloster Altaich wurden ins niederösterreichische Voralpenland berufen. Vom 12. bis zum 18. Jahrhundert waren Kirche und Kloster Kleinmariazell im Wienerwald Anziehungspunkt für Wallfahrer, die auf der "Via Sacra" nach Mariazell unterwegs waren. 1782 ließ Kaiser Joseph II. das Kloster aufheben. Große Teile der Konventgebäude wurden erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen. - Link: www.kleinmariazell.at
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15.11.2007 16:50:18
Die orthodoxe Kirche und der Primat des Papstes: ein wichtiges Dialog-Dokument
(radiovatikan.de) Der Vatikan hat an diesem Donnerstag ein Dokument über die Ökumene mit der Orthodoxie veröffentlicht. Die Orthodoxie stimme darin zum Mal zu, dass es die „universale Ebene der Kirche gibt, und dass auch auf dieser universalen Ebene beides notwendig ist: Primas und Kollegialität“, sagte Kardinal Walter Kasper in einem Interview mit Radio Vatikan. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrats wertet diese Anerkennung des Primats als „allerersten Schritt“ und „gemeinsame Basis für einen künftigen Dialog“. Was der Primat bedeute, „wird jetzt noch ein schwieriger und langer Weg sein“. Kasper stand im Oktober an der Spitze der vatikanischen Delegation bei dem Treffen der Gemischten Kommission in Ravenna. Das jetzt veröffentlichte Dokument wurde vom 8. bis 14. Oktober in der Brückenstadt „zwischen Ost und West“ erarbeitet und beschlossen. Der Titel: „Die ekklesiologischen und kanonischen Konsequenzen der sakramentalen Natur der Kirche. Kirchliche Gemeinschaft, Konziliarität und Autorität.“ - Mit diesem Link wird auf die deutsche Übersetzung des Dokuments von Ravenna verwiesen, das die Gemeinsamen Kommission für den Theologischen Dialog zwischen der Römisch-Katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche bei ihrer Sitzung vom 8.-14. Oktober 2007 in Ravenna diskutiert und dem sie einmütig zugestimmt hat. Es handelt sich um das Dokument einer Kommission, nicht um eine lehramtliche Erklärung. Die ursprüngliche und maßgebende Fassung des Textes ist in englischer Sprache. Die deutsche Übersetzung besorgte als Mitglied der Kommission Theresia Hainthaler.
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14.11.2007 11:10:15
Österreichs Bischöfe wollen Ehe schützen
(kathpress.at) Mit "zunehmender Sorge" beobachten die Bischöfe die in den letzten Monaten geführte Diskussion über die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, heißt es in einer Presseerklärung der Vollversammlung der Bischofskonferenz. Die Bischöfe sind der Überzeugung, dass "in diesem Bereich kein Bedarf zur Schaffung eines eigenen Rechtsinstituts besteht". "Bei allem Respekt für homosexuell geprägte Personen" sei festzuhalten, dass homosexuelle Partnerschaften in keiner Weise die gleichen Leistungen und Opfer wie eine Familie auf der Grundlage der Ehe für die Entwicklung der Gesellschaft erbringen. Daher liege keine Diskriminierung vor, wenn man eine Gleichstellung (oder Fast-Gleichstellung) gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe ablehnt. Dies beziehe sich auch auf "äußere Zeichen und missdeutbare Symbolhandlungen". Eine Registrierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften auf dem Standesamt sei daher grundsätzlich abzulehnen. Als Grund für das Drängen auf gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften werde meist das Vorliegen einer Diskriminierung angeführt, heißt es in der Presseerklärung. Die Bischöfe verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass der Gleichheitsgrundsatz der österreichischen Rechtsordnung einerseits gebietet, Gleiches gleich zu behandeln; andererseits verbiete er, Ungleiches gleich zu behandeln. Entscheidend bleibe daher die sachliche Differenzierung zwischen der Ehe als einer auf Dauer angelegten vertraglichen Beziehung zwischen Mann und Frau als Voraussetzung für Zeugung und Erziehung von Kindern einerseits und einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder anderen Lebensform andererseits. Die seit langem in der österreichischen Rechtsordnung verankerten Regelungen bezüglich Unterhaltspflicht, Wohn-, Pensions-, Steuer- und Erbrecht im Zusammenhang mit Ehe und Familie hätten ihre Begründung darin, dass der Ehebund eine feste Bindung und Verpflichtung füreinander mit sich bringt und in der Regel einer der Ehepartner mit Inkaufnahme finanzieller Einbußen sich verstärkt den Kindern und der Familie widmet. Dies komme der ganzen Gesellschaft zu Gute, und die gesetzlichen Regelungen dienten dazu, die wirtschaftliche und rechtliche Grundlage für den Bestand von Ehe und Familie zu sichern, so die Bischöfe.
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14.11.2007 11:07:39
Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch 14.11.2007 bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz seine Katechese über den Hl. Hieronymus fortgesetzt. Auf Deutsch sagte der Papst: Liebe Brüder und Schwestern! Im Anschluß an die Katechese vom vergangenen Mittwoch über das Leben des heiligen Hieronymus möchte ich heute einen kurzen Überblick über sein Denken geben. Um zum geistigen Gut dieses Kirchenvaters einen Zugang zu erhalten, müssen wir ihn als gläubigen Christen begreifen. Im Zentrum seines Denkens steht Christus, das Wort des Vaters und das wahre Leben, das Hieronymus im Studium der Heiligen Schrift immer tiefer zu erkennen sucht. Sein berühmter Satz „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen“, der sich auch in einem Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils wieder findet (Dei Verbum Nr. 25), bringt dies treffend zum Ausdruck. Der Heilige lädt die Gläubigen ein, mit der Bibel einen vertrauten Umgang zu pflegen. Die Heilige Schrift ist das Instrument, durch das Gott jeden Tag zu uns sprechen will. Allerdings bedarf es des Gebets und der Bitte um den Heiligen Geist, um im Verständnis des Wortes Gottes voranzuschreiten. Auf diesem Weg lernt der Christ auch, seinen Herrn in Werken der Nächstenliebe zu erkennen: Christus in den Armen zu kleiden, in den Leidenden zu begegnen, in den Hungernden zu speisen und in den Heimatlosen zu beherbergen. Die Gläubigen sind zur Vervollkommnung ihres geistlichen Lebens aufgerufen, die durch beständige Wachsamkeit, durch Verzicht, Arbeitseifer und Gehorsam erlangbar ist. Der Kirchenvater Hieronymus weiß und sagt uns: Das Wort Gottes erschließt uns Menschen Wege des Lebens und der Heiligkeit. Von Herzen grüße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Der heilige Hieronymus sei uns allen ein Vorbild, das uns ermutigt, im beständigen Gebet und im Hören auf Gottes Wort mit Christus immer vertrauter zu werden. Der Herr unseres Lebens schenke euch seinen Frieden und geleite euch auf euren Wegen.
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13.11.2007 17:47:43
Papst will 2008 nach Lourdes reisen
(radiovatikan.de) „Die Papstreise nach Lourdes ist - nach menschlichem Ermessen – sicher!” mit diesen Worten bestätigte am Dienstag der Bischof von Lourdes, Jacques Perrier, entsprechende Spekulationen. Ein genauer Zeitpunkt stehe allerdings noch nicht fest, sagte er bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms im Vatikan. Anlass der Reise: der hundertfünfzigste Jahrestag der Marienerscheinungen von Bernadette Soubirous.
„Der Papst hat mir in der Tat am 18. Juli diesen Jahres persönlich einen Brief zum Jubiläum der Marienerscheinungen geschrieben. Da heißt es, ich vertraue der Vorsehung Gottes meine Hoffnung an, einmal zu einem wichtigen Moment während dieses Jubiläumsjahres zu ihnen kommen zu können.”
Während des Jubiläumsjahres werden in Lourdes acht Millionen Pilger erwartet.
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12.11.2007 18:04:33
"Fall Sabo" wird zu Prüfstein für Staat-Kirche-Verhältnis in der Schweiz
(radiovatikan.de) Der Fall Röschenz nimmt neue juristische Dimensionen an. Der Bischof von Basel, Kurt Koch, wies an diesem Montag in einer offiziellen Erklärung das Urteil des kantonalen Gerichtes im Fall Röschenz zurück. Er appelliert aber nicht an die höhere Instanz. Dies würde seiner Überzeugung nach bestätigen, dass der Staat die Kirche kontrollieren darf, was allen Regeln widerspräche, so der Bischof. Koch hält die Entscheidung des Kantongerichtes Basel-Land für einen Affront. Uns sagt er, durch die Appellation an das Gericht seien „zu viele Fragen aufgeworfen worden, die nun nicht mehr nur Röschenz betreffen, sondern das ganze Verhältnis Kirche-Staat. Diese Fragen sind derart offen und unbeantwortet, dass sie nicht durch den anlassbezogenen Entscheid eines kantonalen Gerichts beantwortet werden können. Das wäre meines Erachtens ein derartiger Präzedenzfall, den ich einfach der Kirche in der Schweiz nicht zumuten darf, und eine Berufung vor dem Bundesgericht würde genau diesen Präzedenzfall bestätigen.“ Das schweizerische Kirche-Staat-Verhältnis unterscheidet sich stark von dem anderer Länder. Denn der Bischof gibt Pfarrern und anderen Kirchenbeauftragten die „Missio canonica“, damit sie kirchlichen Dienst leisten können. Der Staat aber stellt sie an. In Röschenz konkret will der Ortskirchenrat Pfarrer Franz Sabo nicht entlassen, obwohl ihm die Missio entzogen ist. Das muss er auch nicht, hat das Baselbieter Kantonsgericht am 5. September einstimmig entschieden. Für Bischof Koch macht der Fall klar, dass jetzt über das Staat-Kirche-Verhältnis grundsätzlich diskutiert werden muss. „Die offenen Fragen müssen angegangen werden und können nicht mit einem einzelnen Gerichtsentscheid eines kantonalen Gerichts als erledigt betrachtet werden.“ Bischof Koch ist sich darüber im Klaren, dass mit seiner Nicht-Anerkennung dieses Urteils der Konflikt auf eine staatskirchenrechtliche Ebene gerät. Über diese rechtlichen Regelungen in der Schweiz ist Koch seit langem unglücklich. Seiner Ansicht nach setzt die Regelung eine Art Volkskirche voraus, und dass Kirche und Staat wohlwollend mit einander umgehen. „Ich habe dies jetzt ins Rollen gebracht. Es kommt nun darauf an, wie der Staat diese Fragen, die ich als offen bezeichne, aufnimmt, und ob er gewillt ist, dies zu tun, sowie in welcher Art und Weise er diese Diskussion führen will.” Auch der Landeskirchenrat muss nach Bischof Koch jetzt die Konsequenzen ziehen, wie er mit Pfarrer Sabo ohne kirchlichen Auftrag umgeht. - Link: www.bistum-basel.ch
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10.11.2007 09:20:58
Im Himmelreich werden die Menschen nicht mehr heiraten
(news.stjosef.at) Eine gute Ehe zu führen und für die eigene Familie in rechter Weise zu sorgen und für seine Angehörigen in Liebe da zu sein, ist eine zugleich schöne und große, aber auch anspruchsvolle und schwierige Aufgabe, die nur mit Gottes Hilfe zu erfüllen ist. Das Evangelium dieses Sonntags spricht indirekt davon, als wir nämlich von der Argumentation der sadduzäischen Gegner Jesu hören, welche darauf abzielen, den Glauben an die Auferstehung von den Toten zu erschüttern. Es könne nämlich der Fall eintreten, so ihr „Beweis“, dass ein- und dieselbe Frau jeweils nach dem Tod ihres Ehemannes wiederum geheiratet habe und daher auf Erden nacheinander schließlich mit mehreren Männern verheiratet gewesen sei. Wenn es die Auferstehung von Toten wirklich gäbe, meinen diese besonders „Klugen“, wem würde die Frau dann im Himmel angehören? Wer würde ihr rechtmäßiger Mann sein? Jesus widerlegt dieses Scheinargument dadurch, dass er aufzeigt, dass Gottes Macht größer ist als jede menschliche Vorstellung. - Lesen Sie die Predigt zum 32. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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09.11.2007 10:18:59
Hirtenbrief aus Galiläa
(stephanscom.at) In einem "Brief aus Galiläa", der am Donnerstag, 8. November 2007, in Jerusalem veröffentlicht worden ist, hat die Österreichische Bischofskonferenz zentrale Anliegen ihrer dieswöchigen Herbstvollversammlung zusammengefasst. Die Beratungen hatten im katholischen Tagungszentrum "Domus Galilaeae" bei Tiberias (Israel) stattgefunden. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Nachbereitung des Papstbesuchs und die Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Nach ihrer Vollversammlung besuchten die Bischöfe Jerusalem und Bethlehem. In einem Hirtenbrief hat die Bischofskonferenz die zentralen Anliegen der Herbstvollversammlung zusammengefasst. "Drei Monate nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Österreich und seiner Reise als Pilger nach Mariazell haben wir Bischöfe eine Pilgerfahrt in das Heilige Land unternommen. Hier - am Ursprung des Christentums - haben wir gebetet; wir haben bei unserer hier abgehaltenen Herbstkonferenz über Impulse aus dem Besuch des Heiligen Vaters und über den weiteren Weg der Kirche in Österreich inmitten unserer Weltkirche nachgedacht. Und wir haben auch in vielen Begegnungen unsere Solidarität mit den Christen des Heiligen Landes in ihrer schwierigen Situation zum Ausdruck gebracht", so ein Auszug aus dem Hirtenbrief. Die Bischöfe äußern Hoffnung, aber auch Sorge über die Entwicklung der Gesellschaft und der Kirche in Österreich. Sorge bereite Aushöhlung und Zerfall tragender Werte wie Familie, Ehe, Solidarität mit den Ungeborenen sowie Solidarität mit kranken und alten Menschen. Was auch fehle, sei Mut zu mehr Kindern. In der Kirche gebe es, so die Bischöfe, lebendige Pfarren und Gemeinschaften, aber auch einen großen Mangel an Glaubenswissen bei vielen Getauften. Auch bei Priestern und Ordensleuten gebe es "eine Versuchung zur Resignation". Doch man sollen sich "davor hüten, einige der Hauptursachen voneinander zu trennen und gegeneinander auszuspielen". So sei der Rückgang der Besucher der Sonntagsgottesdienste keineswegs nur auf den Mangel an Priestern zurückzuführen. Betont wird in dem "Brief aus Galiläa", dass der Episkopat Spannungen "nicht ausweichen und nicht kleinreden" wolle. Allerdings sei es notwendig, dass "wir in der Kirche Österreichs tiefer graben und auch tiefer denken müssen, als dies jetzt oft vorgeschlagen wird". Wichtig wäre der Blick auf die lebendige Kirche in anderen Ländern. Dort gebe es weniger Strukturen und finanzielle Mittel. Ein Blick dorthin könnte Österreichs Christen ermutigen, die Chancen in ihrem Land zu nützen. Als Beispiel nennen die Bischöfe ihre Begegnung mit jungen Christen in Galiläa: "Im Heiligen Land konnten wir Bischöfe auch jungen Christen aus vielen Ländern begegnen, die uns das Zeugnis eines fröhlichen Glaubens gegeben haben. Manche haben eine Bekehrung erlebt und sind unterwegs zu einem geistlichen Beruf". - Lesen Sie das Dokument in vollem Wortlaut!
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08.11.2007 16:38:48
Die Kirchenväter neu entdecken!
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat den Theologen nahe gelegt, sich wieder mehr mit den frühchristlichen Kirchenvätern befassen. Die Autoren der ersten christlichen Jahrhunderte sollten ein "fester Bezugspunkt für alle Theologen der Kirche" werden, schrieb der Papst in einem an alle Bischöfe gerichteten und am Donnerstag veröffentlichten Brief über Johannes Chrysostomos. Der brillante Prediger und Patriarch von Konstantinopel starb vor 1.600 Jahren. Sich den Kirchenvätern zuzuwenden, heiße "zu den Quellen der christlichen Erfahrung aufsteigen, um deren Frische und Ursprünglichkeit zu kosten", erläutert Benedikt XVI. Aus dem "Weisheits-Erbe der heiligen Väter" könne eine Bereicherung auch für theologische Reflexionen über heutige Probleme kommen. Aus Anlass des Johannes-Chrysostomos-Jubiläums findet im römischen Patristik-Institut "Augustinianum" ein internationaler Kongress über den Kirchenlehrer statt. Von Donnerstag bis Samstag diskutieren Fachleute über Werk und Wirkungsgeschichte des oströmischen Gelehrten.
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08.11.2007 16:14:35
Interreligiöser Dialog bedeutet nicht Verzicht auf Mission
(radiovatikan.de) Der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog arbeitet auf Hochtouren an einer Antwort auf den Brief islamischer Gelehrter. 138 bekannte Moslems hatten Anfang Oktober in einem langen Schreiben den Christen einen ehrlichen Dialog angeboten. Darauf will der zuständige Vatikan-Rat unter dem französischen Kardinal Jean-Louis Tauran innerhalb der nächsten zwei Wochen antworten, berichtet die Nachrichtenagentur „Apic“. Derweil hat der Vatikan klargestellt, dass Mission unter Angehörigen anderer Religionen nicht per se im Widerspruch zum interreligiösen Dialog steht. Das erklärte der Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato, in einem Interview mit dem „Osservatore Romano”. Wörtlich sagte Amato: Interreligiöser Dialog „hat zum Ziel, den Frieden zwischen den Völkern zu fördern. Er kann nicht und darf nicht die Bekehrung zur Wahrheit und zum christlichen Glauben ausschließen - im Respekt vor der Freiheit und Würde jeder Person.” Christen dürften im Angesicht anderer Religionen „nicht auf ihre Identität verzichten”, sonst verliere der Dialog mit den anderen seinen Sinn. Ziel des interreligiösen Gesprächs sei es im Übrigen nicht, irgendwie alle Religionen als „Wege zum Heil” anzuerkennen oder in Relativismus abzugleiten.
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06.11.2007 16:31:43
Jugendeinkehrtag in Kleinhain
(news.stjosef.at) Das „Marianische Jugendwerk e.V.“ veranstaltet einen ganztägigen Jugendeinkehrtag in Kleinhain: Treffpunkt ist am Samstag, 24. November 2007, um 8.30 Uhr in Kleinhain 6, 3107 St. Pölten-Tr. (Haus der "Gemeinschaft vom heiligen Josef"). Ablauf: 9 Uhr: erster Vortrag (Pfr. Mag. Christian Poschenrieder) 10.30 Uhr: zweiter Vortrag (Pfr. Poschenrieder), 12.00 Uhr: Mittagessen, 14.00 Uhr: Gelegenheit zur Anbetung und zur hl. Beichte, 15.00 Uhr: Kaffeepause, 16.00 Uhr: dritter Vortrag (Pfr. Mag. Christoph Heibler), 17.30 Uhr: Vesper, 18.00 Uhr: Hl. Messe, anschließend Abendessen. Eingeladen sind junge Menschen ab 16 Jahren! – Anmeldung und Kontakt: Marianisches Jugendwerk e.V., Kleinhain 6, A-3107 St. Pölten-Traisenpark, e-mail: jugendwerk@stjosef.at.
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