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28.11.2006 16:24:47
Papst Benedikt XVI. in der Türkei
(zenit.org/kath.net/news.stjosef.at) Papst Benedikt XVI. wurde unmittelbar nach seiner Ankunft auf dem Flughafen von Ankara vom türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan, vom regionalen Gouverneur, vom Kommandanten der türkischen Armee und vom Bürgermeister von Ankara begrüßt. Gleichfalls anwesend waren der Vorsitzende der Türkischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ruggero Franceschini OFM Cap., und der Sekretär der Apostolischen Nuntiatur in der Türkei, Monsignore Christophe-Zakhia El-Kassis. Nach dem Treffen mit Premierminister Erdoğan begab sich der Heilige Vater zum Atatürk-Mausoleum. Die Grabstätte von Mustafa Kemal „Atatürk“ („Vater der Türken“), dem Gründer und ersten Präsidenten der modernen türkischen Republik (1923-1948), befindet sich 25 Kilometer außerhalb von Ankara und ist zwischen 1944 und 1953 errichtet worden. Das Gebäude erinnert an einen griechischen Tempel, der über eine Prunktreppe betreten wird. Die Wände des Mausoleums sind aus grünem Marmor, das Dach ist mit goldenen Mosaiken ausgestattet. Benedikt XVI. wurde vom Kommandanten der Mausoleums-Wache begrüßt. Danach legte er einen Blumenkranz vor dem Sarg nieder. Anschließend begab sich der Papst in den Saal des „Tower National Pact“, wo er sich mit folgenden Worten in das Goldene Buch eintrug: „In diesem Land, einem Ort der Begegnung verschiedener Religionen und Kulturen, Brücke zwischen Asien und Europa, mache ich mir gerne die Worte des Gründers der Republik zu Eigen: ‚Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt’.“ Benedikt XVI. wurde danach vom türkischen Staatspräsidenten Ahmet Necdet Sezer im Präsidentenpalast empfangen. Wie das türkische Präsidentenamt mitteilte, wurden während der Unterredung die bilateralen Beziehungen, die Möglichkeit einer Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Zusammenarbeit sowie regionale und internationale Themen besprochen. Anschließend sprach Benedikt XVI. mit einem der beiden türkischen Vize-Premierminister. Papst Benedikt XVI. hat bei einer Begegnung mit dem Leiter des staatlichen Religionsamtes in Ankara die Religionsfreiheit eingemahnt. Sie müsse „institutionell garantiert und tatsächlich respektiert“ werden und sei für alle Gläubigen die nötige Bedingung, „damit sie ihren loyalen Beitrag für den Aufbau der Gesellschaft leisten können“, sagte er in seiner ersten offiziellen Rede im Rahmen seiner viertägigen Türkei-Reise. Die Ansprache hielt Benedikt XVI. am Dienstag am späten Nachmittag in Ankara vor Ali Bardakoglu, dem Präsidenten des staatlichen Amtes für religiöse Angelegenheiten (Diyanet). Kath.net dokumentiert die deutsche Übersetzung des Wortlauts der Rede, die der Papst in englischer Sprache hielt.
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27.11.2006 17:49:19
Entschiedener Pro-Life-Kommentar
In der Ausgabe der "Salzburger Nachrichten" vom 18.11.2006 veröffentlichte die Chronik-Chefredakteurin Inge Baldinger einen lesenswerten Kommentar zum Lebensschutz. Unter anderem schreibt sie: "Der Druck auf werdende Mütter steigt, unbedingt klären zu lassen, ob das in ihnen wachsende Leben nach menschlichem Ermessen auch sicher einwandfrei sein wird. Mütter, die sich diesem Druck nicht beugen, die dem neuen Leben auf alle Fälle eine Chance geben wollen, stoßen zusehends auf Unverständnis. Ist das Kind dann tatsächlich behindert, schwingt im kollektiven Bedauern schnell auch mit, dass sie ja die Wahl gehabt hätten, über Tod oder Leben zu entscheiden. Das ist das Fürchterlichste, was eine Gesellschaft ihren am meisten auf Hilfe angewiesenen Mitmenschen antun kann. Leben ist immer ein Risiko. Es macht, was es will. Dagegen gibt es keine Versicherung. Darüber kann kein Arzt und kein Apotheker informieren. Und auf keinen Fall kann Leben ein Schaden sein. Niemals." - Lesen Sie den ganzen Kommentar online!
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27.11.2006 17:46:06
Von der Ent-Ideologisierung der Zelebrationsrichtung
(dersonntag.at) In der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" nimmt P. Georg Herberstein CO wie folgt Stellung zur Frage des Hauptaltares für die Zelebration der heiligen Messe: Muss eigentlich wirklich jede Messe versus populum zelebriert werden? Ist es eigentlich so wichtig, dem Priester ins Gesicht schauen zu können, oder ist es nicht oft recht heilsam, daran zu denken, dass er Mitchrist mit den anderen ist und so allen Grund hat, sich gemeinsam mit ihnen zu Gott hin zu wenden und so mit allen zu sagen ,Vater Unser‘?“, schreibt unser jetziger Papst schon 1966. Wir sind dankbar für die Reform des Konzils, die das Mitfeiern für die Gläubigen erleichtert und den Dialogcharakter des Wortgottesdienstes durch die tatsächliche Verkündigung der biblischen Lesungen wieder deutlicher gemacht hat. Auch dass der ”Tisch des Wortes“ reichlicher gedeckt worden ist, ist eine tägliche schöne Erfahrung bei der Feier der heiligen Messe. Gerade aber der dynamische Aspekt des Aufbruchs in die Ewigkeit, zu dem Christus uns in der Person des Priesters anführt, seiner Hingabe an den Vater, in die er die ganze Menschheit hineinnehmen will, sodass sein und unser Opfer Gott, dem allmächtigen Vater gefalle, findet in der Gleichrichtung aller einen schönen Ausdruck. Und die Eindeutigkeit, in der die barocke Architektur der Rochuskirche auf den Hochaltar hinzielt, unterstützt das noch zusätzlich. Nach den gültigen Normen ist die Zelebration dem Volk zugewandt und in derselben Richtung mit den Gläubigen gleichberechtigt zulässig. Jeweils ein anderer Aspekt des Mysteriums kommt mehr zum Tragen. Ist es nicht gut und nützlich, wenn neben dem Gemeinschaftscharakter der Eucharistie auch deren mystisch-transzendente Seite wieder stärker betont wird? Es ist interessant zu sehen, dass gerade junge Christen voller Begeisterung dafür sind. Die Feier der Eucharistie ist Gipfel und Höhepunkt christlichen Lebens [vgl. Lumen Gentium 11]. In unserer Gemeinde hat die kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema gerade das allen wieder stärker bewusst gemacht. Wir glauben, dass die Wiedereinführung des Hochaltars als Zelebrationsaltar in der Rochuskirche auch zu einer Entideologisierung der Frage beitragen wird. - Homepage: www.oratorium.at
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27.11.2006 17:42:00
SJM distanziert sich von gefälschten e-mails
(news.stjosef.at) Der päpstlich anerkannte Orden „Servi Jesu et Mariae“ (SJM) nimmt in einer Erklärung des Generaloberen, P. Andreas Hönisch, vom 25.11.2006 Stellung gegen gefälschte E-Mails, die mit falscher Absenderangabe an Medienstellen verschickt worden waren. In diesen Mails wurden Proteste und Rücktrittsforderungen gegen Bischof Algermissen von Fulda verbreitet, der drei Priester der SJM, welche Pfarren in der Diözese Fulda betreuten, mit 1. Dezember von ihrem Dienst entpflichtet hatte. P. Andreas Hönisch SJM stellt nun klar: „Die SJM hat zu keiner Zeit irgend jemand darum gebeten, in der Angelegenheit der Entpflichtung der Patres unserer Ordensgemeinschaft in der Diözese Fulda für sie vorzusprechen oder gegen den Bischof Stellung zu beziehen. Die SJM distanziert sich ausdrücklich von derlei Vorkommnissen, wie sie mit den E-Mails mit falscher Absenderangabe geschehen sind.“ - Homepage: www.sjm-congregation.org
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27.11.2006 09:49:52
Neupriester in Erzdiözese Salzburg geweiht
(kathpress.at/news.stjosef.at) Am Sonntag, 26. November, weihte der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser um 14 Uhr im Salzburger Dom Richard Weyringer zum Priester. Ambros Ganitzer, Erwin Klaushofer und Bernhard Pollhammer wurden zu Diakonen geweiht. Der 1965 geborene Weyringer ist ein "Spätberufener". Er absolvierte zuerst die Tischlerlehre im elterlichen Betrieb in Neumarkt am Wallersee, dann folgte der Wehrdienst in Wiener Neustadt mit einer Sonderausbildung beim Jagdkommando und einem Jahr als Berufssoldat. Danach kehrte Weyringer in den Betrieb des Vaters zurück, bis er sich 1993 im Gastgewerbe selbständig machte. 1999 begann er die Ausbildung zum Ständigen Diakon und absolvierte parallel die Ausbildung zum hauptberuflichen Altenseelsorger. Nach dem Ausstieg aus dem Gastgewerbe war Richard Weyringer als bischöflicher Zeremoniär tätig. 2003 weihte ihn Erzbischof Kothgasser zum Ständigen Diakon. Es folgte der Eintritt ins Priesterseminar und das Theologiestudium an der Theologisch-Philosophischen Hochschule in Heiligenkreuz. Seit September war Richard Weyringer in Kirchberg in Tirol als Diakon tätig und wird diesen Dienst nun als Kooperator fortsetzen. Mit Richard Weyringer erhöht sich die Zahl der heuer in oder für Österreich geweihten Neupriester auf 36. Im Vorjahr waren insgesamt 31 Neupriester geweiht worden. Bischof Klaus Küng von der Diözese St. Pölten wird in diesem Jahr noch einen Ordenspriester weihen: Am 9. Dezember 2006 um 9.30 Uhr wird in der Wallfahrtsbasilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Sonntagberg bei Amstetten Frater Christian Dietrich die Diakonatsweihe und Diakon Stefan Skalitzky die Priesterweihe empfangen. Die beiden Kandidaten gehören der Kongregation der „Servi Iesu et Mariae“ (SJM) an, deren Hauptsitz im niederösterreichischen Blindenmarkt ist.
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27.11.2006 09:43:59
IMABE kritisiert unseriöse IMAS-Studie zur aktiven Sterbehilfe
(imabe.org) In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsumfrageinstituts IMAS befürwortet angeblich fast die Hälfte aller Österreicher die aktive Sterbehilfe nach dem Modell der Niederlande. Ein genauerer Blick auf die Fragen zeigt jedoch, dass das als seriös geltende Institut in dieser Debatte offenbar selbst Politik machen möchte. Unter dem Titel „Beharrliches Ja zur Sterbehilfe“ (IMAS-Report Nr. 23, November 2006) legt IMAS indirekt nahe, dass der Gesetzgeber dem Mehrheitswillen der Bevölkerung folgen und holländische Sterbehilfepraktiken legalisieren sollte. Auffallend sind jedoch folgende Punkte: 1. In der Befragung wird nicht zwischen Sterbehilfe als illegaler Tötung und legitimen Sterbenlassen differenziert; 2. Es wird nicht befragt, was denn genau die Österreicher vom holländischen Modell wissen, außer, dass das Leben auf eigenen Wunsch bei starkem Leiden verkürzt werden darf. 81 Prozent hätten von diesem Modell schon einmal „gehört oder gelesen“. Die Tatsachen, dass in Holland inzwischen auch Neugeborene euthanasiert werden dürfen (eigener Wunsch?) und Initiativen wie das Tragen einer „Credo-Card“ notwendig geworden sind, um sich gegen fremdbestimmte Tötungsabsichten zu wehren, werden nicht erwähnt. IMABE-Geschäftsführer Enrique Prat hatte die IMAS-Befragung, die bereits vor fünf Jahren durchgeführt und nun 1:1 wiederholt wurde, schon damals kritisiert („Meinungsmache für Euthanasie in Österreich. Meinungsforscher manipulieren Befragung“). Die Österreichische Gesellschaft für Palliativmedizin stellte in einer Aussendung klar, dass sie für ein würdevolles und selbstbestimmtes Lebensende stehe, ohne Verlängerung des Sterbeprozesses durch sinnlose Untersuchungen und Behandlungen, die Tötung von Menschen durch den Arzt aber entschieden ablehne. Eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe hätte unabsehbare Folgen: der Druck auf alte und schwerkranke Menschen seitens der Gesellschaft wäre enorm, die ärztliche Berufsethik würde in Frage gestellt, Missbrauch könnte kaum verhindert werden.
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26.11.2006 10:59:57
Frauenreferat der ÖH wirbt für Recht auf Abtreibung
(news.stjosef.at) Das Frauenreferat der österreichischen Hochschülerschaft zeichnet verantwortlich für an der Universität Wien verbreitete Plakataufrufe, wonach Abtreibung ein Frauenrecht und ein wesentlicher Bestandteil des Rechtes der Frau auf Selbstbestimmung sei. Die Mercedarierkommende zum seligen Marco d’Aviano ruft auf ihrer Website dazu auf, „gegen die Indoktrinierung der Studenten mit linksextremem und gesellschaftsumstürzlerischem Gedankengut und gegen die offene Werbung für die vorgeburtliche Kindstötung zu protestieren!“ Neben einer Bilddokumentation der die Abtreibung unterstützenden ÖH-Plakate finden sich auch entsprechende Kontaktadressen zum Protest gegen Inhalte und Vorgangsweise der Abtreibungspropagierung durch das Frauenreferat der ÖH. „Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) ist die gesetzliche Vertretung der Studierenden der österreichischen Universitäten und Pädagogische Akademien. Die Mitgliedschaft in der ÖH ist eine Pflichtmitgliedschaft, alle eingetragenen Studierenden sind gleichzeitig auch Mitglieder der Hochschülerschaft.“ (Wikipedia) - www.mercedarier.at
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26.11.2006 10:50:41
Papst freut sich über Türkeireise
(kath.net) Gott ist Liebe und Wahrheit, und sowohl die Liebe als auch die Wahrheit zwingen sich nicht auf, sondern klopfen an die Herzen der Menschen an, um in Frieden und Freude aufgenommen zu werden. Das sagte Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet zum heutigen Christkönigsfest. Dies sei die Weise, in der Gott „herrsche“. In Jesus Christus könne man diese Wahrheit erkennen, am Thron des Kreuzes zeige sich der herrschaftliche Gott, der die Liebe ist. Auf Deutsch sagte der Papst: „Mit Freude begrüße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher hier auf dem Petersplatz. Heute feiern wir den Christkönigssonntag. Gott hat seinem geliebten Sohn alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden, damit er sein Reich der Liebe und der Gerechtigkeit in den Herzen der Menschen und in der Welt errichte. Streben auch wir danach, unser Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. – In dieser Woche bitte ich besonders um euer Gebet für meine bevorstehende Apostolische Reise in die Türkei. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag.“ Der Papst freut sich auf die Türkeireise, das hat er heute beim Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom gesagt. Er fühle sich mit dem historisch und kulturell reichen türkischen Volk in Freundschaft verbunden, sagte er bei strahlendem Wetter: „Mit Vorfreude erwarte ich die kleine Gruppe katholischer Christen zu treffen, die ich immer im Herzen habe. Auch freue ich mich, brüderlich mit der orthodoxen Kirche zusammenzutreffen am Fest des Heiligen Apostels Andreas. Euch alle bitte ich, mich mit eurem Gebet zu begleiten, damit diese Wallfahrt die Früchte bringt, wie Gott es wünscht.“
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25.11.2006 05:09:36
Ungewöhnliches Motto - ungewöhnlich positives Echo bei Jugendanbetung
(josephinum.at, Dr. Martin Hofer) "Bei mir tankst Du wahre Kraft": Unter diesem Motto stand ein von der 5BL Klasse des Francisco-Josephinum in Wieselburg gestaltete Eucharistische Anbetung. Es fanden sich 104 Schüler ein, um gemeinsam zu beten. Die 85 Personen fassende Schlosskapelle am Francisco-Josephinum wurde fast zu klein, als sich 104 Schülerinnen und Schüler um das ausgesetzte Allerheiligste scharten. Eingeladen wurde unter dem Motto: „Bei mir tankst Du wahre Kraft“, unterschrieben von „Gott.“ Die angehenden Maturanten der 5BL schafften eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Schlosskapelle, in dem sie meditative Musik, besinnliche Texte und eine optimale Beleuchtung des Gotteshauses auswählten. Nach der Verkündigung des Wortes Gottes, verharrte man 20 Minuten im stillen Gebet ehe man Weihrauchkörner auf glühende Kohlen legte als Symbol dafür, dass die Gebete zu Gott emporsteigen mögen. Tief beeindruckt zeigten sich die teilnehmenden Schüler im Anschluss an die Eucharistische Anbetung, für die dies großteils eine erstmalige Erfahrung war. „Die Möglichkeit einmal abzuschalten, mit Gott intensiv ein Gespräch zu führen und seine Seele baumeln zu lassen, war eine willkommene Gelegenheit nach den stressigen Tagen rund um den Maturball,“ meinte Christian Kletzl, Klassensprecher der 5BL. Der betreuende Religionslehrer am Francisco-Josephinum, Dr. Martin Hofer meinte: „Die Sehnsucht nach Halt und Orientierung, der Hunger nach Gott ist in den jungen Menschen da. Die katholische Kirche hat spirituelle Angebote, die den Bedürfnissen junger Menschen gerecht werden.“ Abteilungsvorstand Prof. Alfred Vogel zeigte sich überwältigt von der enorm hohen Teilnehmerzahl von 104 Schülern. Nach der Anbetung trafen sich die Schüler zum Gedankenaustausch bei einer Agape.
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25.11.2006 05:07:24
Christus Sieger, Christus König!
(news.stjosef.at) Feierlich bekennt unser Herr Jesus Christus vor Pilatus auf dessen Frage, wer er denn nun wirklich sei, dass er ein König ist: Eben dies ist der Inhalt des Festgeheimnisses am Christkönigssonntag. Nachdem Jesus dem Pilatus erklärt hat, dass sein Königtum nicht von dieser Welt ist, sagt er: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ Für die Wahrheit Zeugnis ablegen: das ist der Hauptinhalt des Kommens Jesu Christi in diese Welt. Das göttliche Wort, der Logos, ist die ewige Wahrheit. Dieses ewige Wort ist der Sohn Gottes, der von Ewigkeit bei Gott dem Vater war. In der Gemeinschaft des Heiligen Geistes sind Vater und Sohn in Liebe vereint; die drei göttlichen Personen haben teil an dem einen göttlichen Wesen: Wir glauben an die eine und unteilbare heiligste Dreifaltigkeit. Gott ist Wahrheit und Liebe; in ihm gibt es keinen Irrtum, keinen Trug, keine Lüge. Er ist der Wahrhaftige. Wenn er als Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher in dieser Welt und am Menschen wirkt, dann kündet alles von seiner ewigen Wahrheit. - Lesen Sie die Predigt zum Christkönigssonntag 2007 von Dr. Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!
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24.11.2006 11:41:00
Weihbischof Leichtfried: Einsatz für Priesterausbildung und Priesterfortbildung
(katholisch.at) "Ich will meinen Beitrag leisten für ein gutes Klima und Miteinander, damit wir als Kirche die Sendung für die Menschen hier bei uns gut erfüllen." Das hat der designierter St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried am Freitag in St. Pölten auf einer Pressekonferenz anlässlich seiner Ernennung betont. Als Weihbischof wolle er im Besonderen auch für die Priester und Mitarbeiter der Diözese da sein. Bischof Küng gab bekannt, dass Leichtfried künftig neben seiner Funktion als Regens des Priesterseminars auch als Bischofsvikar für die Aus- und Fortbildung der Priester tätig sein wird. Dazu kämen noch die „üblichen" bischöflichen Aufgaben wie Pfarrvisitationen oder Firmungen. Er freue sich sehr, so Küng, mit einen so guten Mitarbeiter im Bischofsamt zu bekommen und er zeigte sich überzeugt, dass mit der Ernennung Leichtfrieds ein weiterer Schritt zur Konsolidierung der Diözese getan sei. Leichtfried nannte als persönliche große Anliegen „geistliche Begleitung, ehrliche und konkrete Spiritualität sowie die Vertiefung des Glaubens". Eine der Aufgaben des künftigen Weihbischofs wird es auch sein, an der Ausarbeitung und Umsetzung des Pastoralkonzepts für die Diözese St. Pölten federführend mitzuarbeiten. Wie Küng sagte, brauche es Orte, wo „Gottesbegegnung und Geborgenheit" erfahrbar sind, was in erster Linie in den Pfarren der Fall sein soll. Daneben würden in diesem Zusammenhang aber auch die Stifte und Klöster in der Diözese eine wesentliche Rolle spielen. An erster Stelle stehe die Erneuerung von Verkündigung und Katechese, daraus würden dann auch strukturelle Veränderungen zu überlegen sein. - Immer aber, so der Bischof, „mit Augenmaß und im Dialog". Dass Weihbischof Leichtfried seine derzeitige Aufgabe als Regens auch weiterhin beibehalten wird, bezeichnete Bischof Küng als durchaus nicht ungewöhnlich und im Sinne der Kontinuität auch wünschenswert. Leichtfried selbst sprach von einer guten und gesunden Klima im Priesterseminar. Das Haus habe sich „stabilisiert" und entwickle sich auch immer mehr zu einem Haus der Begegnung für Priester und kirchliche Mitarbeiter. Mit der geringen Zahl an Seminaristen - derzeit gehören nur zehn Priesteramtskandidaten dem Seminar an, von denen nur vier derzeit im Haus wohnen - könne er aber naturgemäß nicht zufrieden sein. Leichtfried: „Es braucht wieder ein positives Klima, das zur Stärkung von Glaube und Idealismus beiträgt. Dann wird es auch wieder mehr Priesterberufungen geben." Ein genaues ‚Datum für die Bischofsweihe von Anton Leichtfried gibt es noch nicht. Voraussichtlich werde diese Anfang des kommenden Jahres stattfinden, so Küng. Auch Wahlspruch und Wappen hat der designierte Weihbischof noch nicht. Weihbischof Leichtfried nahm im Rahmen der Pressekonferenz auch zu seiner lebensbedrohlichen Krankheit Stellung, die ihn vor rund acht Jahren ereilt hatte. Damals habe ihm Gott ein „zweites Leben" geschenkt, so der Weihbischof. Er habe „Nachhilfeunterricht" bekommen und erkannt, dass das Leben immer am seidenen Faden hängt und Geschenk Gottes sei. Seit damals verspüre er eine große elementare Dankbarkeit dafür. - Weitere Informationen: http://presse.kirche.at
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24.11.2006 11:36:59
Aus Sorge um die Kirche
kath.net dokumentiert einen Kommentar von Horst und Ingeborg Obereder zum Kirchenbeitragsboykott gläubiger Katholiken in der Diözese Linz. Unter anderem schreibt das Ehepaar: "Es ist ein Skandal, wenn Angestellte der Diözese, die aus Kirchenbeitragsgeldern bezahlt werden, im Namen des Bischofs, aber ohne dessen Wissen, Glaubensirrtümer verbreiten. ... Wir sind froh, dass viele Katholiken aus der Diözese Linz aktiv wurden und die 'Aktion Treuhandkonto' ins Leben gerufen haben. Durch die Einzahlung der Kirchensteuer auf dieses Treuhandkonto kann nun jeder seine Bereitschaft zur Zahlung der Kirchensteuer bekunden. Da das Geld aber bis auf weiteres auf dem Treuhandkonto verbleibt, wird zum Ausdruck gebracht, dass man nicht mehr gewillt ist, die geschilderten Missstände gegen sein Gewissen finanziell zu unterstützten. Wenn Angestellte gegen die Interessen einer Firma arbeiten, dann werden die Aktionäre mit Recht eine Sanierung einfordern und es wird personelle Konsequenzen geben. Die Kirche ist die 'Firma Gottes', die 'Satzungen' stehen im Katechismus. Wir hoffen, dass viele Aktionäre – d.h. Gläubige – ein Zeichen setzen und das Treuhandkonto in Anspruch nehmen werden. Wir hoffen, dass zukünftig durch diesen Schritt in der 'Firma Gottes' – der Kirche – der Glaube wieder entsprechend den 'Satzungen' unverfälscht verkündet wird." Ingeborg und Horst Obereder sind Autoren mehrere katholische Bücher und waren langjährige Leiter der Charismatischen Erneuerung der Diözese Linz. Horst Obereder war viele Jahre lang auch Direktor der größten HTL in Österreich. Derzeit sind sie in der Initiative „Hauskirche“ engagiert. - Link: Das Schreiben im Wortlaut.
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23.11.2006 13:58:38
Augsburger Bischof Mixa erinnert an liturgische Ordnung
(kath.net) Rund 130 Kirchenmusiker waren der Einladung zum „Tag der Kirchenmusiker“ nach Augsburg gefolgt. Bischof Dr. Walter Mixa feierte aus diesem Anlass gemeinsam mit Weihbischof Josef Grünwald ein Pontifikalamt in der Basilika St. Ulrich und Afra. Dabei dankte Bischof Walter Mixa den Kirchenmusikern für ihren wertvollen Dienst als Organisten, Chorleiter oder Musiker in den Pfarrgemeinden. In seiner Predigt wies der Augsburger Oberhirte auch darauf hin, dass bei der Feier der durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) erneuerten Liturgie, die in der Tradition der durch das Konzil von Trient (1545-1563) vereinheitlichten Liturgie stehe, die lateinische Sprache in den musikalischen Messordinarien regelmäßig Verwendung findet. Er erklärte vor dem Hintergrund der von verschiedenen Seiten vorgetragenen Forderungen, die vorkonziliare Messliturgie („Tridentinische Ritus“) allgemein neben dem erneuerten Ritus Papst Paul VI. wieder zuzulassen wörtlich: „Papst Benedikt XVI. hat bei unserem Ad-Limina-Besuch in Rom vor wenigen Tagen auf die würdige Feier der Liturgie hingewiesen. Wir feiern ja die erneuerte Messliturgie in der Tradition der tridentinischen. Es kommt daher darauf an, wie würdig wir diese erneuerte Liturgie feiern. Die würdige Feier der durch das Konzil erneuerten Liturgie macht die Forderung nach der vorkonziliaren Messe unnötig.“ Bereits Anfang November 2006 hatte Bischof Walter Mixa in einem Brief an alle Priester des Bistums Augsburg mit Hinweis auf die Instruktion „Redemptionis Sacramentum“ zur treuen Befolgung aller liturgischen Normen aufgerufen. Die Priester seien „Diener der Liturgie und nicht ihre Macher“. Man könne auch Jugend- oder Kindergottesdienste altersentsprechend gestalten „ohne irgendwelche Klamaukmusik“. „Es muss bei einem Gottesdienst klar sein, dass Jesus im Mittelpunkt steht und niemand sonst“, so der Bischof.
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23.11.2006 13:57:30
Psychiatrie und Religiosität - ist ein Miteinander möglich?
(opusdei.at) Psychiatrie und Religiosität gehörten durchaus zusammen. Dies erläuterte der Psychiater Raphael Bonelli am 14. November 2006 einem interessierten Publikum im Salzburger Bildungszentrum Juvavum. Das immer wieder apostrophierte Spannungsverhältnis verliere sich zunehmend. Jetzt gehe es um die richtige Abstimmung. Bevor Bonelli, Leiter der Station 1a der Universitätsklinik Graz, diese These auch wissenschaftlich belegte, erörterte er die Ursachen psychischer Störungen (Probleme beim Hirnstoffwechsel, Traumata, neurotisierende Umgebung) und informierte über unterschiedliche Konzepte der Neurose, wie sie von Sigmund Freud, Alfred Adler und Viktor Frankl im vergangenen Jahrhundert entwickelt wurden. Bezeichnend für einen neuen Zugang zum Thema sei mittlerweile der empirische Ansatz, wie er in Untersuchungen über den Zusammenhang von Religiosität (wie Gottesdienstbesuch oder Gebet) und Genesungsprozess zum Ausdruck kommt. Eine renommierte Fachzeitschrift überraschte sogar mit der Fragestellung, ob es in bestimmten Situationen nicht angebracht sei, Religiosität als Therapie zu verschreiben. Dabei sei Religiosität kein vager Begriff, sondern an konkrete Parameter wie Gottesbezug, Vergebung und Dankbarkeit gebunden. Als erste Ergebnisse könne man verzeichnen, dass Religiosität auf Suchterkrankungen, Depressionen und Neigung zu Suizid einen positiven Einfluss hat. In diesem Kontext schnitt Bonelli auch die Frage nach der Schuld und der damit verbundenen Verantwortung an. Viktor Frankl habe in einem historischen Treffen mit Schwerverbrechern in den USA betont, dass die Gefangenen selbst daran schuld seien, im Gefängnis zu sein. Diese applaudierten ihm, da er ihnen damit ihre Freiheit „zurückgegeben“ habe. Entscheidend sei auch der Umgang mit Schuldgefühlen von Menschen, wie sie beispielsweise nach einer vollzogenen Abtreibung entstehen. Bonelli wies darauf hin, dass es neben pathologischen Schuldgefühlen auch physiologische Schuldgefühle gibt, die für jeden Menschen normal sind und nicht wie eine psychische Anomalie behandelt werden können. In der Praxis sei die Trennung zwischen psychischer Krankheit und Religiosität eine echte Herausforderung. Bonelli betonte, eine saubere Aufgabenteilung zwischen Arzt und Priester sei unerlässlich. Grenzüberschreitungen beeinträchtigten den Heilungsprozess. Auch die religiöse Freiheit der Patienten sei zu achten. Aus eigener Erfahrung sage er, dass die Zusammenarbeit mit katholischem und protestantischem Seelsorger sehr gut funktionieren kann. Jedenfalls sei die Aufgabe des Arztes nicht die, Apostel zu sein. Er achte die religiöse Sicht seiner Patienten und bemühe sich, sie mit den Mitteln der Psychiatrie zu heilen.
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22.11.2006 18:44:42
"Kirchlich und staatlich loyale Prälaten"
(stephanscom.at) Ein kirchenhistorisches Symposion in Wien setzt sich mit der Geschichte des "Frintaneums" auseinander. Dabei handelt es sich um eine kirchliche "Kaderschmiede", die von 1816 bis 1918 in Wien bestanden hat. Das "Frintaneum", eine kirchliche "Kaderschmiede", die von 1816 bis 1918 in Wien bestanden hat, steht im Zentrum des kirchenhistorischen Symposions, das am 23. und 24. November 2006 im Elise-Richter-Saal der Universität Wien stattfindet. Im Jahr 2002 war das internationale Forschungsprojekt "Das 'Frintaneum' und die Diözesen der Habsburger-Monarchie" gestartet worden. Im Rahmen des Symposions werden nun erste Forschungsergebnisse präsentiert, die den Donau-Alpen-Adria-Raum betreffen, kündigte der Wiener Kirchenhistoriker Rupert Klieber an. Luigi Faidutti (1861-1931), einer der Absolventen des Frintaneums. Ziel des Projekts ist es, die Bedeutung des nach dem Mitinitiator, dem Burgpfarrer Jakob Frint, benannten Priesterkollegs St. Augustin "Frintaneum" in Wien zu beleuchten. Dem Kolleg - einer Post-Graduate-Einrichtung für Priester - sei, so Klieber eine "klar definierte Rolle" zugekommen. Es diente im Sinne seines Gründers Kaiser Franz I. zwischen 1816 und 1918 "als Pflanzstätte eines kirchlich wie staatlich loyalen höheren Klerus" sowie als "Kaderschmiede für verantwortungsvolle Aufgaben in Kirche und Staat". Das "Frintaneum" wurde ohne Zustimmung des Vatikans gegründet; insgesamt besuchten rund 1.000 Priester das Institut, das mit dem Ende der Habsburger-Monarchie 1918 geschlossen wurde. - Mehr dazu auf stephanscom.at!
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22.11.2006 18:09:37
"Ein heilsamer Stachel"
Unter dem Titel „Es braucht einen heilsamen Stachel’“ analysiert Pfr. Lic.theol. Stefan Hartmann aus Oberhaid (Diözese Bamberg) die kirchliche Situation in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Unter anderem stellt er fest: „Die ‚normale Pfarrgemeinde’ in deutschsprachigen Gebieten ist von der vatikanischen Kirchenregierung nicht mehr erreichbar, denn die durch einen ‚mainstream’ geförderten Tendenzen zu Räte-Demokratismus, latentem Feminismus und liturgischem Horizontalismus haben sie zusammen mit einem pastoralen Utilitarismus voll im Griff. Diese Tendenzen werden vom mittleren Kirchenmanagement unterstützt und mit Material versorgt. Damit entsteht eine Resistenz gegenüber jeglichem Versuch vatikanischer Behörden, in Fragen der Pastoral oder Liturgie Weisungen zu erlassen.“ Im Hinblick auf die Liturgie führt er aus: „In dieser Situation der gottesdienstlichen Praxis in den Gemeinden braucht es nicht zu verwundern, dass die seit der Wahl des liturgisch sensiblen Papstes Benedikt XVI. ins Gespräch gekommene Erwägung der erneuten Freigabe der ‚alten Messe’ von 1962 zu heftigen Widerständen und Einsprüchen führte. Plötzlich wird auf die ‚Einheit der Liturgie’ geachtet, wo es doch mittlerweile jedem Liturgiekreis frei stand, unbeanstandet nach gusto seine Liturgie zu gestalten. Während man normalerweise für Pluralismus einsteht, regt sich hier nun die Intoleranz, weil eine solche geregelte, ehrfürchtige und ästhetisch ansprechende Liturgie der Eucharistiefeier die eigene Veruntreuung des Heiligen allzu deutlich machen könnte.“ Schließlich meint Hartmann: „Eine ‚Renaissance des Heiligen’ in Gebet, Liturgie und Kirche wäre durch einen mutigen Entscheid zu erhoffen. Es braucht dafür einen heilsamen ‚Stachel’. Das würde auch den pastoralen Besuchen des Papstes in Köln und Bayern Nachhaltigkeit sichern. Dann könnte allgemein (und nicht nur bei Papstbesuchen oder Jubiläumsfeiern) das Katholische als ‚Form’ wieder aufleuchten, wären junge Männer motiviert, einer Priesterberufung zu folgen, und Gläubige könnten sich solchen nicht mehr säkularisierten Priestern auch im Sakrament der Buße wieder mehr anvertrauen. Die allgemeine Freigabe der tridentinischen Messfeier wäre keine ‚Konkurrenz’, sondern würde gerade dazu anspornen, auch die erneuerte Liturgie Papst Pauls VI. frei von Beliebigkeit wieder authentischer und ehrfürchtiger zu feiern.“ - Lesen Sie die Analyse in vollem Wortlaut!
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21.11.2006 09:46:59
Bischof Küng erfreut über Ernennung des neuen Weihbischofs
(stephanscom.at) Sehr erfreut äußerte sich der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zur Ernennung des neuen Weihbischofs. In der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der St. Pöltner Kirchenzeitung "kirche bunt" stellt er wörtlich fest: "Es freut mich, dass der Papst meiner Bitte entsprochen und den Regens des Priesterseminars zum Weihbischof unserer Diözese ernannt hat. Wir sollen dankbar sein, dass es in unserer Diözese nicht an jungen Talenten fehlt, um im Vertrauen auf die Hilfe Gottes den Herausforderungen unserer Zeit mit Zuversicht begegnen zu können. Anton Leichtfried ist mir ein willkommener Mitarbeiter im Bischofsamt und ich bin sicher, dass seine Ernennung zum Weihbischof zur weiteren Konsolidierung unserer Diözese beitragen wird. Wenn es uns gelingt, als Familie Gottes enger zusammenzurücken, und wir möglichst gemeinsam und gut verankert in der Weltkirche die verschiedenen Probleme angehen, dann werden sich die richtigen Wege zu einer echten Erneuerung finden. Ich bitte alle Gläubigen um ihr Gebet für den neuen Weihbischof". In "kirche bunt" kommt auch der neue Weihbischof zu Wort. Anton Leichtfried teilt mit, dass er nach einer Bedenkzeit zur Ernennung ja gesagt habe: "Ich bin bereit, nun als Weihbischof meinen Beitrag zur Unterstützung des Bischofs und für unsere Diözese St. Pölten zu leisten. Ich bitte alle Priester, Diakone und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ja alle Gläubigen um ihre Unterstützung in meinen neuen Aufgaben. Im Vertrauen auf die Hilfe Gottes bitte ich inständig alle Gläubigen um ihr Gebet!" - Homepage der Diözese St. Pölten: http://www.dsp.at
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21.11.2006 09:32:29
Regens Anton Leichtfried ist neuer Weihbischof von St. Pölten
(presse.kirche.at) Am Dienstag, 21. November 2006 hat Papst Benedikt XVI. den Regens des Priesterseminars Dr. Anton Leichtfried zum neuen Weihbischof für die Diözese St. Pölten ernannt. Anton Leichtfried wurde 1967 in Scheibbs geboren. Seine Heimatpfarre ist Purgstall an der Erlauf. Er absolvierte das Stiftsgymnasium Seitenstetten und trat anschließend in das Priesterseminar St. Pölten ein. Sein weiterer Studienweg führte ihn von 1987 bis 1992 nach Rom in das Internationale Priesterseminar „Germanicum-Hungaricum“ mit dem Studium an der Gregoriana. Dort erwarb Leichtfried das Lizentiat in der Dogmatischen Theologie. Am 10. Oktober 1991 empfing er in der Jesuitenkirche San Ignazio in Rom die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Oberwölbling und Waidhofen/Thaya absolvierte Leichtfried das Doktoratsstudium in Freiburg im Breisgau. Von 2000 bis 2005 war er Spiritual am gesamtösterreichischen Propädeutikum in Horn. Am 4. März 2005 wurde Dr. Leichtfried zum Regens des Priesterseminars der Diözese St. Pölten ernannt.
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21.11.2006 05:21:14
50 Jahre "Kirche und Sport"
(kathpress.at/news.stjosef.at) Das Apostolische Werk "Kirche und Sport" feierte am 17. November in Wien sein 50-jähriges Bestehen in Österreich. Dabei wurde die Jubiläums-Festschrift mit dem Titel "Prinzip Mensch im Sport" präsentiert, welche vom langjährige "Olympia-Kaplan" und habilitierten Sportethiker P. Bernhard Maier herausgegeben wurde. Gewidmet ist die Festschrift dem "Gründungsvater" von "Kirche und Sport", dem emeritierten Wiener Sozialethiker Univ.Prof. DDr. Rudolf Weiler. Die Festschrift enthält folgende Beiträge: „Wünsche und Perspektiven eines Erzbischofs zum Verhältnis von Kirche und Sport“ (Alois Kothgasser), „50 Jahre ‚Kirche und Sport’ in Österreich“ (Rudolf Weiler), „Katholische Betrachtungen über den Sport“ (Andreas Laun), „Aspekte der Sportethik“ (Leopold Neuhold), „Hippokratischer Eid und Spitzensport“ (Norbert Bachl), „Werte im Sport“ (Otmar Weiß), „Sportethik in Bewegung“ (Konrad Kleiner), „Gott im Spiel – Kirche am Ball?“ (Christian Zoidl), „Welche pädagogische und ethische Relevanz behält der Spitzensport noch in der Zukunft?“ (Bernhard Maier). – Titelangabe: Bernhard Maier (Hg.), Prinzip Mensch im Sport. 50 Jahre Kirche und Sport in Österreich (Festschrift für Rudolf Weiler), Purkersdorf 2006 (Verlag Brüder Hollinek), ISBN 3-85119-305-9.
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21.11.2006 05:04:44
Kirchenbeitrags-Boykott in der Diözese Linz
(kath.net/news.stjosef.at) Engagierte Katholiken aus dem Bistum Linz starten eine Alternative zum üblichen Kirchenbeitrag. Wer mitmachen will, kann ab sofort seinen Kirchenbeitrag auf ein Treuhandkonto einzahlen, gab das Komitee „Gebetsaktion für die Diözese Linz“ am Montag bekannt. Hinter dem Kirchenbeitragsboykott stehe eine tiefe Frustration, die sich bei vielen Katholiken im Bistum seit Jahren und Jahrzehnten aufgestaut habe, sagen die Organisatoren. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war eine umstrittene Jugend-CD, die vor Wochen an 19-jährige Kirchenbeitragszahler versendet wurde. Unter anderem wurde darauf zu Homosexuellen-Organisationen verlinkt sowie zu Abtreibungsinstitutionen. Selbst der Bischof zeigte sich entsetzt und kritisierte mehrfach öffentlich die CD. Von den angekündigten Konsequenzen ist noch nichts zu sehen. Den Mitgliedern der „Gebetsaktion für die Diözese Linz“ reicht es. Sie wollen nicht mehr länger zusehen, wie Kirchenbeitragsgelder für Posten und Projekte eingesetzt werden, die das Etikett „katholisch“ nicht zutrifft. „Wir stehen als Katholiken loyal zu Papst Benedikt XVI., Bischof Ludwig Schwarz und Kirche und sind auch bereit im Sinne des Can. 222 (Kirchenrecht) einen Kirchenbeitrag zu bezahlen“, halten sie in einer Aussendung fest. „Wir möchten uns nicht mitschuldig machen und können es daher mit dem Gewissen nicht mehr vereinbaren, dass mit unseren Kirchenbeitragsgeldern der Glaube der Jugend zerstört wird und kirchenzerstörende Aktionen finanziert werden“. – Mehr darüber auf www.kirchentreu.info
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19.11.2006 18:15:47
Übersetzung der Wandlungsworte: "pro multis" - "für viele"
Nach einem Bericht der Agentur „CWN“ (Catholic World News) hat der Vatikan angeordnet, dass in den neu zu erstellenden landessprachlichen Übersetzungen des Römischen Messbuches die Worte „pro multis“ bei der Wandlung wieder mit „für viele“ bzw. „für die Vielen“ wiedergegeben werden sollen. Einige Übersetzungen – so auch die liturgisch approbierte deutsche – verwenden derzeit die Worte „für alle“. Kardinal Francis Arinze habe die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen in einem Brief über diese Entscheidung informiert. Dahinter stehe kein dogmatischer Grund, sondern das Anliegen, dem ursprünglichen Text der Heiligen Schrift sowie auch der Tradition des Römischen Ritus möglichst gerecht zu werden, wo es ausdrücklich "für viele" heißt. Jesus sei jedenfalls "für alle" am Kreuz gestorben; der Ausdruck "für viele" zeige jedoch, dass die Annahme der Erlösung kein Automatismus ist, sondern auch vom einzelnen abhänge, der die Glaubensentscheidung trifft. - Lesen Sie mehr!
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19.11.2006 18:09:03
Europakonferenz: Besinnung auf grundlegende Werte
(presse.kirche.at) Eine Neubesinnung und Neuorientierung auf grundlegende Werte forderte Bischof DDr. Klaus Küng in seinem Festvortrag vor der 7. Europakonferenz, die vom 16. bis 18. November im Stift Heiligenkreuz tagt. Nur so gebe es auch reale Chancen für eine positive und menschengerechte Entwicklung Europas, betonte er. Die Bildung von Allianzen und länderübergreifenden Initiativen seien ein Gebot der Stunde, betonte der Bischof in seinen Ausführungen. Europa müsse seine Seele wieder entdecken. Auch die Kirche habe darin eine Aufgabe, in den Herzen der Gläubigen das Licht des Glaubens an Jesus Christus anzufachen. Denn, so der Bischof, die Gottlosigkeit sei die größte Gefahr Europas. Es sei nun Zeit, „ohne Überheblichkeit falsche Minderwertigkeitskomplexe abzulegen“, sagte er. Die Gesellschaft sei in Gefahr zugrunde zu gehen, wenn wesentliche Werte nicht beachtet werden. Als „grundlegende und unantastbare Werte“ bezeichnete der Bischof die Menschenwürde und Menschenrechte, die nicht nur für den Christen maßgeblich sind, sondern für alle aus der Vernunft einsichtig seien. Sie stellen, so Bischof Küng, „ein Wesenselement der Identität Europas“ dar. Auch „die Familie auf der Grundlage der Ehe“ gehöre zur Identität Europas, sagte der Bischof. Eine „gesunde Entwicklung“ der Gesellschaft sei nur über die Förderung der Familie möglich, meinte er. Die große demographische Frage Europas könnten ebenso nur auf dieser Grundlage gelöst werden. Mit Hinweis auf die homosexuellen Paare erklärte der Bischof, dass ihnen mit Achtung zu begegnen sei und der Staat ihnen wie allen anderen die persönlichen Rechte zusichern müsse. Ihnen aber die gleichen Rechte wie einer Ehe zuzugestehen sei „sozial ungerecht, weil sie nicht die Aufgaben erfüllen können, die einer Ehe zukommen“. Als weiteren Wert nannte der Bischof die Ehrfurcht vor dem Religiösen. Gerade die Pflege des Religiösen öffne den Menschen den Zugang zu Werten, mache ihre Verantwortung bewusst und wecke in ihnen Hoffnung. Kritisch beurteilt Küng, dass sich in weiten Bereichen des praktischen Lebens, in Wirtschaft und Wissenschaft eine pragmatische Haltung ohne Werteorientierung eingebürgert habe. Es bestehe die Gefahr, dass der Erfolg – unabhängig von seinen Auswirkungen – zum obersten Gesetz erhoben werde.
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19.11.2006 18:07:11
Jesus Christus - der wahre Eckstein
(stephanscom.at) "Über dem kostbaren Bekenntnis des glaubwürdigen Zeugen erhebt sich dieser prachtvolle Bau. Der Eckstein, der Grundstein aber ist der, den diese Zeugen bekannt haben und auch heute noch bekennen", predigte der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn im Petersdom in Rom. Am Sonntag, 19. November 2006, war Kardinal Schönborn zur Feier der 500-jährigen Grundsteinlegung des Petersdom eingeladen dem Gottesdienst vorzustehen. Die Grundsteine des Petersdom seien keine einfachen Steine, so der Wiener Erzbischof: "Die wahren Steine sind die lebendigen Steine, die Heiligen des Himmels, die Heiligen in der Läuterung und die, die noch unterwegs sind auf Erden. Alle tragen sie, jeder auf seine eigene persönliche Weise, zum herrlichen Bau der Kirche des Himmels bei." Tausende Gläubige kamen in den römischen Dom, um gemeinsam mit der Schweizer Garde den 500. Jahrestag der Gründung zu feiern. Die Messe wurde musikalisch von den Wiener Philharmonikern und den Wiener Sängerknaben gestaltet. Für den Wiener Kardinal war in der Predigt neben den beiden 500-Jahr-Jubiläen nicht zuletzt wegen der Musik auch der 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart Thema. In der Musik Mozarts könne man eine Antwort auf die Frage nach dem Ende finden, betonte Kardinal Christoph Schönborn. Mozarts Kunst, aber auch die Schönheit des Petersdom verkünden von der Hoffnung auf Rettung. "Sie formulieren auf ihre Weise dieses Wissen, dass wir nicht untergehen, dass wir nicht der Vernichtung anheim gegeben sind. Und so öffnet sich für uns in kostbaren Augenblicken ein Fenster zu dem hin, in dem alles Bestand hat", so der Wiener Erzbischof. Auch das Ende, wenn kein Stein auf dem anderen bleibt, wird kein Untergang, sondern der Aufgang eines wahren, unvergänglichen Lebens sein. "Davon kündet alle Schönheit auf Erden. Diese Herrlichkeit hoffen wir dereinst zu sehen", so Kardinal Schönborn.
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18.11.2006 06:06:07
"Conversi ad Dominum!"
(news.stjosef.at) Auf der Homepage des Oratoriums St. Rochus in Wien stellt Paul Bernhard Wodrazka CO im Hinblick auf die Zelebration der heiligen Messe „zum Herrn hin“ einen chronologischen Durchgang durch die nachkonziliaren kirchlichen Dokumente vor. Dabei kommt er zu folgendem Ergebnis: „Das Studium der nachkonziliaren Dokumente zeigt, daß sämtliche nachkonziliare Meßbücher in ihren Rubriken (und auch in der Allgemeinen Einführung in das Meßbuch) davon ausgehen, daß die hl. Messe „zum Herrn hin“ gefeiert wird. Weiters kann festgehalten werden, daß die nachkonziliaren Dokumente es dem Priester gestatten, wann immer er es möchte, versus orientem zu zelebrieren. Dies gilt sowohl für den alten Hochaltar (sofern dieser der Hauptaltar der Kirche ist), als auch für umschreitbare freistehende Altäre (die oft als sogenannte Volksaltäre bezeichnet werden, da der Priester an diesen auch versus populum zelebrieren kann). Die Wendung des Zelebranten zum Volk während der gesamten Feier der hl. Messe ist weder von der Konstitution über die heilige Liturgie noch von der Liturgiereform offiziell eingeführt oder vorgeschrieben worden. In den nachkonziliaren Dokumenten wurde sie lediglich für möglich erklärt. In Kirchen, in denen die räumliche Anlage des Altares es nicht anders zuläßt, bzw. die über einen künstlerisch wertvollen Altar verfügen, wird von der Gottesdienstkongregation ausdrücklich dazu geraten, am vorhandenen Altar mit dem Rücken zum Volk zu zelebrieren. Das Prinzip, daß es nur einen einzigen Altar geben sollte, ist theologisch höherrangig als die Möglichkeit zum Volk hin zu zelebrieren. Schließlich bleibt noch zu sagen, daß wie immer aber die Stellung des zelebrierenden Priesters sein mag, es klar sein muß, daß das eucharistische Opfer dem einen und dreieinigen Gott dargebracht wird.“ - Lesen Sie mehr dazu!
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18.11.2006 06:01:24
Das Beispiel der heiligen Elisabeth
Mit dem 19. November 2006 – dem liturgisch wegen des Sonntags nicht gefeierten Gedenktag der heiligen Elisabeth von Thüringen – beginnt das „Elisabeth-Jahr“: Wir feiern 2007 den 800. Jahrestag der Geburt der heiligen Elisabeth, die von 1207-1231 gelebt hat. Uns allen ist diese große Frau als Beispiel liebender Sorge für die Armen bekannt; viele verehren sie und bemühen sich, sie in ihrem Leben nachzuahmen. Das Leben der heiligen Elisabeth zeigt uns, wie sich eine wahrhaft christliche Berufung verwirklichen kann: zuerst in der Familie, dann im Witwenstand und in gottgeweihter Lebensweise, stets offen für die Not der Armen. Die innere Kraft der heiligen Elisabeth war ihre tiefe Verbundenheit mit Christus, dem Herrn. - Lesen Sie dazu die Predigt von Dr. Josef Spindelböck sowie das Hirtenwort der Bischöfe von Erfurt und Fulda!
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17.11.2006 10:53:47
Bischof Kapellari warnt vor "Fundamentalismus-Keule"
(kath-kirche-kaernten.at) Vor einem allzu leichtfertigen Umgang mit dem Begriff „Fundamentalismus" hat der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari gewarnt. Das Wort „Fundamentalismus" werde heute oft sehr leichtfertig „als eine Keule gegen religiöse Menschen verwendet, die ihren Glauben ernst nehmen", stellte Kapellari in einem Vortrag im katholischen Bildungshaus „Sodalitas" in Tainach/Tinje in Kärnten fest. Es gebe aber einen Qualitätsunterschied zwischen "fundamental" und "fundamentalistisch", der nicht nivelliert werden dürfe. Fundamentalismus dürfe kein Wort für alles ernsthaft Geglaubte und Getane sein, das jemandem aus verschiedensten Gründen nicht sympathisch ist. Entscheidend sei, ob Fundamentalismen "zu Hass und physischer Gewaltanwendung gegen Andersgläubige aufrufen" oder ob in ihrem Verständnis von Gesellschaft und Staat ein demokratischer Pluralismus und die Freiheit kritischer Vernunft inkludiert sind, so Kapellari. Papst Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Universitätsrede das Problem der Gewalt umfassend und deutlich angesprochen. Adressat dieser Rede sei nicht nur die islamische Welt gewesen, wo das Problem der religiös begründeten Gewalt noch weitgehend tabuisiert sei, sondern „auch das Christentum", so Kapellari. Wenn man die Rede des Papstes und auch seine anschließenden Klarstellungen liest, so werde man Udo Steinbach, dem Leiter des Hamburger Orient-Instituts zustimmen, der die Regensburger Rede eine „Steilvorlage an islamische Theologen" nannte, „ihrerseits zum Verhältnis von Gewalt und Religion Stellung zu nehmen und die behauptete Friedfertigkeit des Islam zu untermauern". - Lesen Sie noch mehr dazu!
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17.11.2006 10:50:53
"Theologischer Vorbehalt" gegen Thesen von Prof. Walter Kirchschläger
(news.stjosef.at) Einen „theologischen Vorbehalt“ gegen das vom Luzerner Exegeten und Neutestamentler Prof. Walter Kirchschläger vertretene Kirchenbild hat der Wallfahrtsseelsorger von Maria Dreieichen, P. Robert Bösner OSB, formuliert. Kirchschläger hatte beim „Österreichischen Pfarrerforum“ am 15. Oktober 2006 im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten das Grundsatzreferat zum Thema „Gemeindeleitung in priesterlosen Gemeinden“ gehalten (wörtlich dokumentiert unter http://www.pfarrer-initiative.at ). Dabei führte Kirchschläger aus: Die Kirche entstehe „nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben“. Für die gegenwärtige Situation der Kirche gelte unter anderem, dass man sich „vom Begriff des ‚Amtes’ verabschieden und konsequent von Diensten in der Kirche sprechen“ solle. Mit Kritik an der Koppelung der Leitungsvollmacht an das Weihepriestertum formulierte Kirchschläger: „Nicht die Leitung der Herrenmahlfeier befähigt zur Gemeindeleitung, sondern die Ermächtigung zur Gemeindeleitung führt zum Vorsitz bei der Herrenmahlfeier.“ Er plädiere natürlich nicht für eine Kirchenspaltung, doch dürfe „die Verbundenheit mit dem Bischof von Rom und der so genannten Weltkirche“ auf Dauer nicht größer sein „als die Solidarität mit der eigenen Diözesankirche“. P. Robert Bösner OSB weist in seiner Kritik an den Ausführungen von Prof. Kirchschläger nun darauf hin, dass die Kirche Jesu Christi, auch wenn es sich am Anfang um kleine Einheiten gehandelt habe, dennoch stets „eine sakramentale Gegebenheit war, in der die ganze ‚eine, heilige, katholische und apostolische Kirche’ (vgl. Großes Credo) gegenwärtig ist“. Von allem Anfang an (nämlich dem Pfingstfest) trat die Kirche in der ersten, d.h. der Jerusalemer Ur-Gemeinde nicht nur als Freundeskreis oder überschaubare Gruppe in die Öffentlichkeit, sondern als ein gemeinschaftlich-gesellschaftliches Gebilde mit öffentlichem Anspruch, so P. Bösner. - Linktip: www.maria-dreieichen.at
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16.11.2006 14:50:53
Wallfahrt der Berufungspastoral auf dem Jakobsweg
(presse.kirche.at) "Heute hat Gott gelächelt", meinte Bischof DDr. Klaus Küng zum strahlenden Herbstwetter bei der Wallfahrt der Berufungspastoral der Diözese St. Pölten, die am Leopolditag, dem 15. November auf dem Jakobsweg von der Ferdinandwarte bei Mautern bis Maria Langegg im Dunkelsteinerwald führte. 200 Personen, Jugendliche wie Erwachsene, nahmen daran teil. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von Maria Langegg. Über 150 Menschen haben sich vom Ausgangspunkt der Wallfahrt um 9 Uhr bei der Ferdinandswarte bei Unterbergern im Dunkelsteinerwald versammelt, um sich in mehr als drei Stunden auf dem Jakobsweg gemeinsam zu besinnen, über die eigene Berufung im Leben nachzudenken, mit anderen darüber zu reden, miteinander zu singen und zu beten. Unter den Teilnehmern aus allen Teilen der Diözese war auch eine Firmgruppe aus Mautern. Ebenso nahmen Priester und Ordensschwestern aus der Diözese an dieser Wallfahrt teil. An zwei weiteren Stationen, dem Windstallgraben und dem Kreuzberg fanden sich weitere Teilnehmer ein. Unter ihnen auch Bischof DDr. Klaus Küng, der den Weg bis zum Ziel Maria Langegg mitpilgerte. Bei diesen Stationen gab es auch kurze Gedankenimpulse zu Fragen der eigenen Berufung. Gott brauche den Menschen, um der Welt die Erlösung zu schenken, wies Regens Dr. Anton Leichtfried beim dritten Impuls hin. Jeder solle sich besinnen, welche Aufgabe er in diesem Plan habe und was Gott von ihm erwarte. Organisator Subregens Dr. Gerhard Reitzinger zeigte sich nach der Wallfahrt mit dem Erfolg zufrieden und war von der großen Zahl der Teilnehmer und des Interesses überrascht. Das gemeinsame Gehen auf einem gemeinsamen Weg und dabei ins Gespräch zu kommen, sei ein Zeichen des Miteinander von Christen, meinte er. Diese Wallfahrt sei ein Weg, den Ruf Gottes im eigenen Leben zu hören und um Berufungen zu beten, sagt Regens Dr. Anton Leichtfried und meint, dass Weg, Lebensweg und Berufung schon immer nahe beieinander liegen. Dies habe auch diese Wallfahrt ausgedrückt. Heute laufen viele Menschen Gefahr, auf ihrem Lebensweg in eine Sackgasse zu geraten, sagte Bischof DDr. Klaus Küng in der Predigt beim Gottesdienst. Daher sei es für jeden Einzelnen wichtig, bei seinen Lebensentscheidungen auf Gott zu hören. Man müsse still werden und sich Gott mit seinen Fragen und Anliegen und dem Wunsch nach Klarheit zuwenden, sagte er. Jeder könne dabei Jesus begegnen, "der auch heute durch die Straßen unserer Zeit geht und die Menschen ruft, ihm zu folgen“. Denn Gott habe mit jedem Menschen einen bestimmten Plan. Um den kennen zu lernen sei es notwendig, Jesus kennen zu lernen und in jedem Beruf, sei es als Rechtsanwalt, als Krankenschwester oder Lehrerin, als Christ zu leben. Der Bischof rief die Anwesenden auf, in kleinen Schritten damit anzufangen, seine eigene Berufung zu entdecken. Alle Teilnehmer waren zum Abschluss zu Tee in das Kloster der Gemeinschaft der Seligpreisungen geladen.
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16.11.2006 14:48:06
Bedrohung der Kirche im türkischen Teil Zyperns
(fides.org/internetpfarre.de) Im Verlauf des Besuchs des zypriotischen Präsidenten Tassos Papdopoulos im Vatikan am vergangenen 10. November wurde dem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. eine Fotodokumentation zum Wandel der Nutzung hunderter christlicher Kirchen im türkisch besetzten Teil der Insel vorgelegt. Nach Angaben der zypriotischen Regierung wurden im Verlauf der vergangenen 30 Jahre 133 Kirchen, Kapellen und Klöster entweiht und als Ställe, Hotels, Pensionen oder Night Clubs genutzt, 78 wurden in Moscheen verwandelt, 28 zu militärischen Zwecken und zur Einrichtung von Krankenhäusern und 13 als Vorratslager benutzt. In diesem Zusammenhang wurden rund 15.000 Ikonen illegal entfernt, deren derzeitiger Verbleib unbekannt ist. Lediglich besonders gesuchte Pilgerziele wie das Apostel-Andreas-Kloster auf der Halbinsel Karpas oder die Grabeskirche des heiligen Barnabas in Salamis werden auch im türkisch kontrollierten Gebiet mehr oder weniger besser erhalten. - Lesen Sie mehr unter diesem Link!
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16.11.2006 14:43:43
Albertus Magnus - ein Friedensstifter
(zenit.org) Benedikt XVI. verwies gestern, Mittwoch, auf das Beispiel des heiligen Albertus Magnus, der ein großer Friedensstifter gewesen sei. Aus Anlass des liturgischen Gedenktags des berühmten Dominikanerpaters, der im 13. Jahrhundert Bischof von Regensburg gewesen war, würdigte der Heilige Vater gegen Ende der Generalaudienz die Tatsache, dass sich Albert der Große mit all seiner Kraft dafür eingesetzt habe, unter den Völkern der damaligen Zeit Frieden herzustellen. Der Heilige wurde um 1200 in Lauingen an der Donau geboren und starb 1280 in Köln. 1931 wurde er heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. „Sein Beispiel möge euch, liebe Jugendliche, dazu ermutigen, für Gerechtigkeit einzutreten und Versöhnung zu stiften“, erklärte Papst Benedikt vor Zehntausenden von Gläubigen auf dem Petersplatz. Die Kranken forderte er auf, in Albertus Magnus eine Stütze zu finden, „um dem Herrn zu vertrauen, der uns in den Zeiten der Prüfung nie verlässt". Abschließend wandte sich der Heilige Vater an die Ehepaare und Jungvermählten und riet ihnen, dem Beispiel des Heiligen folgend im Evangelium „die Freude zu entdecken, das Leben, diese unschätzbare Gabe Gottes, willkommen zu heißen und ihm zu dienen".
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