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20.09.2006 12:24:12
Bioethik-Debatte in St. Pölten
(www.jugendfuerdasleben.at) Der Verein Jugend für das Leben organisiert eine Bioethikdebatte anlässlich der kommenden Nationalratswahl. Alle Interessierten laden wir dazu herzlich am Freitag, den 22. September 2006 ab 19 Uhr im Gasthof "Zur alten Schießstätte", Völklplatz 1, in St. Pölten bei freiem Eintritt ein. Wenn man in der Öffentlichkeit bioethisch heiße Eisen wie Stammzellenforschung, Klonen, vorgeburtliche Diagnostik, Abtreibung oder Euthanasie diskutiert, so sind oft Emotionen involviert. Warum? Weil man über Menschenleben spricht und existentielle Entscheidungen trifft. Entscheidungen über Leben und Tod. Wo sind die Grenzen, die wir ziehen können und müssen? Welche Position vertreten die Parteien zu diesen Themen? Vorsitzender DI Martin Minkowitsch: „Mit dieser Einladung zum Gespräch zum Thema "Österreich – Lebenswert?" habe ich mich an alle zum Nationalrat kandidierenden Parteien gewandt. In dem von uns moderierten Podiumsgespräch mit anschließender Diskussion sollen die jeweiligen Positionen und Forderungen den Zuhörern dargelegt werden.“ Zur sicher spannenden politischen Auseinandersetzung zugesagt hat bisher der FPÖ-Nationalratskandidat Mag. Ewald Stadler. Vertreter der Volkspartei, der Sozialdemokraten und des BZÖ melden sich noch bei uns, auch die Grünen werden einen Parteivertreter entsenden.
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20.09.2006 12:22:45
Fatima-Weltkongress für das Leben
(news.stjosef.at) In seiner Enzyklika Evangelium vitae, Nr. 100, rief der verstorbene Papst Johannes Paul II. zu einem „groß angelegten Gebetes für das Leben“ auf, „das die ganze Welt durchdringen soll." Diesem Anliegen dient der Welt-Gebets-Kongress „Für das Leben“ in Fatima mit dem Titel: „Maria, Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an", der von Mittwoch, dem 4. Oktober 2006, bis zum Sonntag, dem 8. Oktober 2006, stattfindet. Als Veranstalter treten unter der Patronanz des Päpstlichen Rats für die Familie auf: das Fatima-Welt-Apostolat, Human Life International, Helpers of God’s Precious Infants sowie die Stiftung Ja zum Leben International. Die Veranstalter haben die Hoffnung, mit ihrem Einsatz für die Kultur des Lebens gleichfalls die pastoralen Bemühungen des jetzigen Papstes Benedikt XVI. zu unterstützen, der in seiner Enzyklika „Deus caritas est“ allen Gläubigen die Botschaft ans Herz gelegt hat: „Das Programm des Christen – das Programm des barmherzigen Samariters, das Programm Jesu – ist das ‚sehende Herz’. Dieses Herz sieht, wo Liebe not tut und handelt danach” (Nr. 31b). - Mehr Informationen unter www.fatima-pro-life-congress-2006.com !
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20.09.2006 12:16:44
Papst zieht Bilanz seines Besuchs in Bayern
(kath.net/Radio Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Generalaudienz am Mittwochvormittag, die unter massiven Sicherheitsvorkehrungen auf dem Petersplatz stattfand, seinen Respekt vor den Muslimen bekräftigt. Wörtlich sagte er zu den Pilgern in deutscher Sprache:
Liebe Brüder und Schwestern!
Die heutige Audienz gibt mir Gelegenheit, mit euch Rückschau auf meinen Pastoralbesuch in Bayern zu halten. Ich danke dem Herrn, dass er mir diese unvergessliche Reise in meine bayerische Heimat geschenkt hat, die ich erstmals als Nachfolger Petri besuchen konnte. Mein inniger Dank gilt meinen Landsleuten für die herzliche Aufnahme und vor allem den vielen, die mit Hingabe zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben.
Mit meinem Besuch wollte ich die Bande zwischen der Kirche in Deutschland und dem Stuhl Petri festigen; ich wollte die Menschen im Glauben an Jesus Christus stärken, den wir in der Gemeinschaft der Kirche bekennen. Ein besonderes Anliegen war es mir, das Verhältnis von Glaube und Vernunft und die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs sowie des Dialogs zwischen Wissenschaft und Religion aufzuzeigen.
Hier bedarf es der Selbstkritik und, wie ich in München hervorgehoben habe, der Toleranz, die „die Ehrfurcht vor dem, was dem anderen heilig ist“, einschließt. Mit diesen Worten möchte ich nochmals klar meinen tiefen Respekt vor den Weltreligionen und vor den Muslimen bekunden, mit denen wir gemeinsam eintreten „für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen“ (Nostra Ætate, 3).
Die Stationen meiner Reise waren Orte, die meinen Lebensweg geprägt haben und mit denen ich verbunden bleibe: München, Altötting, Regensburg und Freising. Die bewegenden Gottesdienste, die frohen Begegnungen mit unzähligen Landsleuten und Pilgern haben mich und viele Menschen zutiefst berührt.
Ich habe meine Reise, so wie einst meinen Hirtendienst im Erzbistum München und Freising, unter den Schutz der Patrona Bavariæ gestellt. Der Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, vertraue ich auch meinen Petrusdienst an. Maria führt uns hin zu ihrem Sohn; sie lehre uns, dem Herrn Ohr und Herz zu öffnen, stets neu auf sein Wort zu hören und seine Botschaft der Liebe in unserer Welt zu verkünden.
Mit diesen Gedanken und Erinnerungen heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Besonders grüße ich die Teilnehmer an der Diözesanwallfahrt des Erzbistums Salzburg mit Erzbischof Alois Kothgasser. Liebe Freunde, wer glaubt, ist nie allein. Geben wir unseren Mitmenschen die Hoffnung weiter, die von Jesus Christus kommt, dem Erlöser der Welt. Der Herr segne euch alle!
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18.09.2006 09:46:56
Markus Büchel zum Bischof von St. Gallen geweiht
(kath.net) Am Sonntagnachmittag wurde in der St. Gallener Kathedrale Markus Büchel zum Bischof geweiht. Der 56-Jährige löst Bischof Ivo Fürer als Hirte von St. Gallen und Administrator der beiden Halbkantone Appenzell ab. Büchel war am 4. Juli vom Domkapitel gewählt und am 5. Juli durch Papst Benedikt XVI. bestätigt worden. Im Ernennungsschreiben richtete Papst Benedikt XVI. folgende Worte an Markus Büchel: „Für Dich, geliebter Sohn, erbitten Wir die Gaben des heiligen Geistes mit deren Hilfe Du das Hirtenamt so ausüben sollst, dass die Deiner Sorge anvertrauten Gläubigen in den christlichen Tugenden wachsen und sich als lebendige Glieder der Kirche fühlen gemäss den Worten unseres Erlösers: ‚Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben’ (Joh 8,12).“
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18.09.2006 09:45:02
Bischof Schwarz: Religion und Gewalt sind unvereinbar
(Diözese Gurk-Klagenfurt) Bei der Amtseinführung von Dr. Jakob Ibounig als neuen Klagenfurter Dompfarrer im Klagenfurter Dom hat Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz in seiner Predigt auch auf Reaktionen auf die Vorlesung von Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg Bezug genommen. „Religion und Gewalt, in welcher Form auch immer, sind unvereinbar“, sagte Bischof Schwarz. Dies müsseimmer wieder gesagt werden, „auch auf die Gefahr hin, missverstanden oder missinterpretiert zu werden“. Jede Inanspruchnahme von Gewalt zur Durchsetzung einer religiösen Botschaft sei „inakzeptabel“ und provoziere neue Aggression. Auch im Christentum habe es in der langen Geschichte diesbezügliches Fehlverhalten gegeben. Dies sei vor allem von Papst Johannes Paul II. im Jubiläumsjahr 2000 mit der Bitte um Vergebung deutlich benannt worden. In seiner Predigt dankte Bischof Schwarz dem früheren Dompfarrer Mag. Josef Klaus Donko, der nun in Maria Saal wirkt, für sein engagiertes Wirken und rief die Klagenfurter Dompfarre dazu auf, den neuen Dompfarrer Jakob Ibounig ebenso herzlich anzunehmen und in seinem priesterlichen Dienst mitzutragen, „ um ihm in der komplexen und differenzierten Situation einer Dompfarre Stütze und Wegbegleitung zu sein“. Als Bischofskirche und Hauptkirche sei der Klagenfurter Dom in besonderer Weise aus den Kirchen des Landes herausgehoben und für diese auch maßgebend. Der Wechsel am Dom sei, so der Kärntner Bischof, in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Seelsorge in der gesamten Diözese erfolgt. Er sei „dankbar und froh“, dass Mag. Donko diesem Wechsel zugestimmt und mit der Pfarre Maria Saal vor allem auch die Verantwortung für den Bereich „Berufungspastoral und Priesterseminar“ übernommen habe.
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17.09.2006 12:46:48
Bischof Küng betont Einsatz für christliche Werte
(presse.kirche.at) Christliche Rechtsexperten sollen sich zu Wort melden und für Gesetze eintreten, die die Menschenrechte, insbesondere das Lebensrecht und die Familienrechte schützen, forderte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Predigt bei der 17. NÖ Juristenmesse am 16. September im Dom zu St. Pölten. Die pluralistische Gesellschaft mache die Orientierung schwer, wies der Bischof hin. Sie verführe dazu, religiöse Aussagen zu relativieren und die Werte nach demokratischen Gesichtspunkten zu betrachten. Dem hielt der Bischof entgegen, dass es Gesetzmäßigkeiten gebe, die in der Natur und in der Anordnung der Welt verankert seien, unabhängig ob sie angenommen oder nicht angenommen werden. Bei allen Problemen sei aber der Glaube an Jesus Christus grundlegend für das ganze Leben. Mit ihm sei wesentlich auch die Kreuzesbotschaft verbunden, betonte Bischof Küng. Sie anzunehmen sei schon für die Jünger schwierig gewesen, aber besonders schwer sei dies „für uns, die wir in einer Wohlstandsgesellschaft Leben“. Viele Fragen, so der Bischof, bedeuten auch für den Juristen eine große Herausforderung. Wenn der Egoismus überwiege, beginne alles zu zerbröseln, sagte der Bischof: Die demografische Frage werde zur Bedrohung des Wohlstands, die Pensionen könnten nicht mehr finanziert werden und die Euthanasie gleiche bereits „einer schwarzen Wolke, die am Himmel Europas schwebt“ und der Lebensschutz werde in vielen Ländern „durchlöchert“. Der Bischof stellte die Frage, ob in der Zukunft behinderte Menschen überhaupt noch eine Chance haben. Und er fragte, ob Ärzte nicht Gefahr laufen bestraft zu werden, wenn sie „nicht deutlich genug zur Abtreibung geraten haben oder wenn sie sich aus Gewissensgründen weigern, bestimmte Eingriffe durchzuführen“. Wer sich auf diese Auseinandersetzungen einlasse, werde manche Schwierigkeiten in Kauf nehmen müssen, da manche „Pressure-Groups“ nicht zurückschrecken, zur Durchsetzung der eigenen Vorstellung „alle möglichen und manchmal auch unmöglichen Mittel“ einzusetzen. Die Auseinandersetzungen werden intensiver und heftiger, befürchtet der Bischof. Es gebe viele Fragen, die so „ein echtes, herzhaftes Engagement erfordern“, um Menschen, die in Bedrängnis seien, beizustehen und ihre Rechte zu verteidigen. Dafür seien „Sachkenntnis, Mut und Umsicht“ nötig, wies er die Juristen, Rechtsanwälte und Richter hin. - Link: Predigt im Wortlaut.
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17.09.2006 09:50:06
Papst Benedikt bekräft Anliegen des friedlichen Dialogs
(kath.net) Papst Benedikt XVI. bedauert die Reaktionen in weiten Teilen der islamischen Welt auf einen Teil seiner Rede an der Universität Regensburg. Er stehe nicht hinter dem von ihm gebrauchten mittelalterlichen Zitat, sagte der Papst am Sonntag beim Angelusgebet in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo, wie Radio Vatikan meldete. Er hoffe, dass die gestrige Erklärung des neuen Kardinal-Staatssekretärs Tarcisio Bertone die Gemüter beruhige. Benedikt ließ auch kurz seine Reise nach Bayern Revue passieren. Wörtlich sagte er: „Die Pilgerreise nach Bayern war eine starke spirituelle Erfahrung, in der sich persönliche Erinnerungen und pastorale Perspektiven für eine wirksame Verkündigung in unserer Zeit vermengt haben.“ „Ich danke Gott dafür und allen, die für das Gelingen meiner Reise gearbeitet haben. Bei der nächsten Mittwochsaudienz werde ich noch mehr darüber sprechen. Jetzt will ich nur anmerken, dass ich die Reaktionen, welche ein kurzer Passus meiner Rede in der Uni Regensburg hervorgerufen hat, lebhaft bedauere.“ „Dieser Passus wird als Beleidigung der religiösen Gefühle von islamischen Gläubigen empfunden, während es sich doch um das Zitat eines mittelalterlichen Textes handelte, der in keiner Weise mein persönliches Denken ausdrückt. Der Herr Kardinal-Staatssekretär hat gestern eine Erklärung dazu veröffentlicht, in der er den wahren Sinn meiner Rede verdeutlicht. Die Rede war und ist in ihrer Ganzheit eine Einladung zum offenen und ehrlichen Dialog, mit großem gegenseitigem Respekt.“ Auf Deutsch sagte der Papst: „Von Herzen grüße ich alle deutschsprachigen Gläubigen hier in Castel Gandolfo. Heute heiße ich besonders die Seminaristen aus Fulda und die Pilger aus dem Allgäu willkommen. ,Gott, der Herr, wird mir helfen’ (Jes 50, 9). Diese Gewissheit des Propheten Jesaja aus den Texten der Sonntagsliturgie soll unser Denken und Handeln bestimmen. Ja, wir dürfen stets auf Gottes Hilfe vertrauen! Er ergänzt unsere guten Werke mit seiner Gnade und verleiht ihnen Wert für die Ewigkeit. – Euch alle begleite Gottes Segen durch diese neue Woche!“
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16.09.2006 11:06:24
Papst Benedikt bedauert Fehlinterpretation seiner Aussagen zum Islam
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. bedauert, dass einige Passagen seiner Regensburger Rede vom Dienstag von Muslimen als Verletzung ihrer religiöser Gefühle verstanden und anders als beabsichtigt interpretiert wurden. Das betonte der neue Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Diese wird von stjosef.at im folgenden in einer eigenen Übersetzung auf Deutsch dokumentiert:
Gegenüber den Reaktionen von moslemischer Seite im Hinblick auf einige Abschnitte der der Rede des Heiligen Vaters Benedikt XVI. an der Universität von Regensburg, möchte ich den Erklärungen und Präzisierungen, wie sie bereits durch den Direktor des Pressesaals des Heiligen Stuhls erfolgt sind, noch folgendes hinzufügen:
- Die Position des Papstes zum Islam ist eindeutig jene, wie sie im Konzilsdokument „Nostra aetate“ zum Ausdruck kommt: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.“
- Die Option des Papstes zugunsten des interreligiösen und interkulturellen Dialoges ist ebenso eindeutig. Bei der Begegnung mit den Vertretern einiger moslemischer Gemeinschaften in Köln am 20. August 2005 brachte er zum Ausdruck, dass sich ein solcher Dialog zwischen Christen und Moslems „nicht auf eine vorübergehende zeitliche Periode beschränken“ dürfe und fügte hinzu: „Die Lektionen der Vergangenheit müssen uns davor bewahren, die gleichen Fehler zu wiederholen. Wir wollen Wege der Versöhnung suchen und lernen, so zu leben, dass jeder die Identität des anderen respektiert.“
- Im Hinblick auf das Urteil des byzantinischen Kaisers Manuel II. Paleologus, das von ihm in der Vorlesung von Regensburg angeführt wurde, hatte und hat der Heilige Vater nicht die Absicht es sich in irgendeiner Weise zu eigen zu machen, sondern er bediente sich dessen, um daraus in einem akademischen Kontext - wie sich bei der aufmerksamen Lektüre des ganzen Textes der Regensburger Rede zeige - einige Reflexionen zum Verhältnis von Religion und Gewalt im Allgemeinen zu entwickeln. Diese Überlegungen mündeten in eine entschiedene Zurückweisung von religiösen Motivationen von Gewalt, woher auch immer sie kommen. An dieser Stelle lohnt es sich daran zu erinnern, was Benedikt XVI. selbst kürzlich in seiner Erinnerungsbotschaft zum 20. Jahrestages des interreligiösen Gebetstreffens um den Frieden bekräftigt hat, welches von seinem Vorgänger Johannes Paul II. im Oktober 1986 in Assisi initiiert worden war: „Demonstrationen der Gewalt können nicht der Religion als solcher zugeschrieben werden, sondern nur den kulturellen Begrenzungen, innerhalb derer sie gelebt wird und sich in der Zeit entwickelt … Tatsächlich gibt es in allen großen religiösen Traditionen Zeugnisse für das enge Band, welches zwischen der Beziehung mit Gott und der Ethik der Liebe besteht.“
- Der Heilige Vater bedauert aufrichtig, dass gewisse Passagen seiner Ansprache für die Sensibilitäten muslimischer Gläubiger verletzend gewirkt haben und dass sie in einer Art und Weise interpretiert worden sind, die in keiner Weise seinen Intentionen entspricht. Tatsächlich war er es, der angesichts des religiösen Eifers muslimischer Gläubiger die säkularisierte westliche Kultur davor warnte, sich zu hüten “vor der Verachtung Gottes und dem Zynismus, der die Verunglimpfung des Heiligen als Ausdruck der Freiheit ansieht.“
- Indem er seinen Respekt und seine Wertschätzung gegenüber jenen wiederholt, die sich zum Islam bekennen, hofft er, dass sie Hilfe erfahren, die korrekte Bedeutung seiner Worte zu verstehen, sodass sie schnell diesen unangenehmen Augenblick überwinden und sich ihr Zeugnis für den „Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat“, verstärke und sich die Zusammenarbeit intensiviere, „um gemeinsam einzutreten für den Schutz und die Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen“ (Nostra aetate, Nr. 3).
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16.09.2006 06:06:28
Christliche Familien - die Nr. 1 der Zukunft
Das bereits 6. Symposion der Initiative Hauskirche steht diesmal unter dem Thema „Christliche Familien - die Nr. 1 der Zukunft“. Es findet vom 13.-15.10.2006 im Kolpinghaus Salzburg (Adolf-Kolping-Str. 10) statt. Eingeladen sind alle, denen Erneuerung von Ehe und Familie ein Anliegen ist: Brautleute, Familien, Priester, pastorale Mitarbeiter und alle Interessierten. Inhaltlich kommen zur Sprache: Sexualität erfüllt leben (Alexa und Dr. Christoph Gaspari, Wien); Glaubensweitergabe und Neuevangelisierung (Bischof Dr. Walter Mixa, Augsburg); Mut zu Kindern - Kindsein zwischen Labor und Liebe (Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Dresden); Einheit in der Liebe (Weihbischof Dr. Andreas Laun, Salzburg). Außerdem gibt es Workshops zu den Problemfeldern: Unsere Kinder nicht um Gott betrügen; Ausbildungen für Ehe und Familie; Hauskreise und ihre Chancen; Erfüllte Liebe auf dem Königsweg von Humanae Vitae; Geschieden / wiederverheiratet in der Kirche - Initiativen stellen sich vor; Pubertät - eine wichtige Zeit; Familienkultur im Kirchenjahr. – Nähere Informationen: http://www.hauskirche.at sowie http://www.kirchen.net/familie_neu/aktuelleva.asp
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16.09.2006 05:53:45
Kein Glaube ohne Werke, keine Liebe ohne Selbstverleugnung!
Der Apostel Jakobus fragt in seinem Brief, was denn der Glaube ohne Werke nütze. Wenn jemand sagt, er habe den Glauben, es fehlen ihm aber die Werke der Liebe – wie will er zeigen, dass er wirklich an Jesus Christus glaubt? Umgekehrt gilt: Wer Gutes tut und die Werke der Liebe gegenüber seinem Nächsten übt, dem nimmt man es auch ab, dass er wirklich an Gott glaubt und von seiner Botschaft überzeugt ist. Hier geht es nicht um eine bloß theoretische Erörterung, sondern um ganz und gar praktische, für uns Christen lebensnotwendige Dinge: Sind wir bereit, dem Glauben an Jesus Christus auch in unserem Leben Gestalt zu verleihen? Wie halten wir es mit der Hilfe für den Not leidenden Nächsten? Martin Luther hat die Ausführungen des Jakobusbriefs grundlegend missverstanden und diesen als „Strohepistel“ bezeichnet. Er meinte, Jakobus würde Paulus widersprechen, der lehrt, dass der Mensch durch den Glauben an Gott gerechtfertigt wird und nicht durch Werke des jüdischen Gesetzes. Dabei geht es Jakobus hier gar nicht um die jüdischen Gesetzeswerke, die tatsächlich für einen Christen nicht mehr gelten und die ein Ausdruck der Unfreiheit wären, wenn wir uns als in Christus Erlöste immer noch an sie gebunden wüssten. Vielmehr sind die Werke der Liebe gemeint, welche aus dem lebendigen Glauben folgen und ihn als echt erweisen. Ohne die Werke der Liebe aber, so sagt Jakobus, ist der Glaube tot und damit praktisch wertlos. - Lesen Sie die ganze Predigt von Dr. Josef Spindelböck zum 24. Sonntag im Jahreskreis B!
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15.09.2006 14:58:34
Kompendium der Soziallehre der Kirche online
Am 15.10.2004 wurde vom Präsidenten des Päpstlichen Rates „Justitia et Pax", Kardinal Renato Raffaele Mortino, in Rom das „Kompendium der Soziallehre der Kirche" vorgestellt (italienisch und englisch). Die Gesamtschau der Soziallehre der katholischen Kirche, und zwar als systematische Zusammenstellung der Aussagen des kirchlichen Lehramts zur Soziallehre der letzten Jahrzehnte (v.a. Johannes Paul II.), liegt inzwischen auch in deutscher Sprache vor. Der Sozialkatechismus wendet sich an „Katholiken und an alle, die in einen Dialog um das Wohl des Menschen eintreten wollen". Mit dem Kompendium deklariert die katholische Kirche die Soziallehre als Teil ihres Verkündigungsauftrages und sieht sie als integrierenden Bestandteil ihrer Glaubens- und Sittenlehre sowie ihres pastoralen Auftrags an. Seit wenigen Tagen ist nun das „Kompendium“ auch online über den vatikanischen Webserver abrufbar (vorerst nur in Englisch und Italienisch).
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15.09.2006 14:54:26
Vatikanische Erklärung zu islamischer Kritik am Papst
(radiovatikan.de) Äußerungen des Papstes zum Islam stoßen in der islamischen Welt auf zum Teil heftige Reaktionen. Nach der scharfen Kritik der obersten türkischen Religionsbehörde verurteilte das pakistanische Parlament heute einstimmig den Vortrag des Papstes, der die Gefühle der Muslime verletzt habe. Die indische Kommission für religiöse Minderheiten erklärte, sie fühle sich an die Zeit der mittelalterlichen christlichen Kreuzzüge erinnert. Radikale und konservative muslimische Organisationen riefen auch in Indonesien zu Protesten auf. Der Leiter des vatikanischen Pressesaals, Pater Federico Lombardi SJ, hat nach den ersten Reaktionen auf die Rede gestern eine Erklärung zu dem Thema veröffentlicht. Hier ist der volle Wortlaut in der Übersetzung von Radio Vatikan: "Was die Reaktion einiger islamischer Vertreter auf Stellen in der Papstrede an der Universität Regensburg betrifft, ist die Feststellung angezeigt, dass das, was dem Papst am Herzen liegt, eine klare und radikale Zurückweisung einer religiösen Motivation von Gewalt ist. Das ergibt sich aus einer aufmerksamen Lektüre des Textes. Es war sicher nicht die Absicht des Heiligen Vaters, den Jihad und das islamische Denken darüber zu analysieren - und erst recht nicht, die Sensibilität islamischer Gläubiger zu verletzen. Im Gegenteil: In den Ansprachen des Heiligen Vaters taucht deutlich die Warnung an die westliche Kultur auf, "die Missachtung Gottes und den Zynismus, der es für ein Freiheitsrecht hält, das Heilige herabzuwürdigen" (Ansprache vom 10. September), zu vermeiden. Die religiöse Dimension recht in Betracht zu ziehen, ist tatsächlich eine essentielle Voraussetzung für einen fruchtbaren Dialog mit den großen Kulturen und Religionen in der Welt. In den Schlussfolgerungen seiner Ansprache in der Universität Regensburg hat Benedikt XVI. deshalb betont: "Die zutiefst religiösen Kulturen der Welt sehen im Ausschluss des Göttlichen aus der Universalität der Vernunft einen Angriff auf ihre tiefsten Überzeugungen. Eine Vernunft, die dem Göttlichen gegenüber taub ist und die Religion in den Bereich der Subkulturen abdrängt, ist unfähig zu einem Dialog der Kulturen." Der Wille des Heiligen Vaters zu einer respektvollen, dialogischen Haltung gegenüber den anderen Religionen und Kulturen ist also klar, darunter natürlich auch dem Islam."
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14.09.2006 12:49:08
Papst Benedikt hat Deutschland wieder verlassen
(kath.net) „Gott hat alles Recht gemacht, durch seine Händ’“, sang ein Kinderchor zum Abschied, kurz ehe der Papst ins Flugzeug stieg, das ihn nach Rom bringen sollte. Oben an der Treppe drehte der Heilige Vater sich nochmals um und lauschte schweigend, während die hellen Stimmen den „Andachtsjodler“ intonierten. Auch bei seiner Verabschiedung am Flughafen München hatte Benedikt XVI. wieder Zeit gelassen und unzählige Hände geschüttelt. In seiner Ansprache dankte er seinen Landsleuten für die Gastfreundschaft. Er habe wahrgenommen, „wie viele Menschen in Bayern sich auch jetzt bemühen, in Gemeinschaft mit ihren Hirten auf den Wegen Gottes zu gehen, und sich engagieren, um ihren Glauben in der heutigen säkularisierten Welt zu bezeugen und ihn als formende Kraft gegenwärtig zu machen“, sagte er. Kurz vor 13 Uhr hob die Lufthansa-Maschine nach Rom ab. - Link: Abschiedsworte des Papstes.
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14.09.2006 12:16:43
Offizielle staatliche Kritik der Türkei an Aussagen von Papst Benedikt XVI.
(Kathpress) Das staatliche türkische "Präsidium für Religiöse Angelegenheiten" (Diyanet) hat eine Entschuldigung von Papst Benedikt XVI. gefordert. Die Äußerungen des Papstes über den Islam und den Propheten Mohammed während seines Deutschland-Besuches seien bedauerlich und müssten zurückgenommen werden, sagte der Chef der Religionsbehörde, Ali Bardakoglu, in einem Gespräch mit der türkischen Nachrichtenagentur "Anadolu". Durch die Zitierung von Ausführung des oströmischen Kaisers Manuel II. Paleologos habe der Papst eine "Kreuzfahrer-Mentalität" an den Tag gelegt, kritisierte Bardakoglu. Der Streit um die Äußerungen Benedikts XVI. belastet damit schon jetzt die Atmosphäre vor dem für Ende November geplanten Papst-Besuch in der Türkei. Bardakoglu nahm vor allem auch daran Anstoß, dass Benedikt XVI. im Zusammenhang mit dem Dialog zwischen dem Paleologen-Kaiser und einem persischen islamischen Theologen über den "Dschihad" die Bemerkung Manuels II. zitiert hatte, dass es dem Wesen Gottes zuwider sei, nicht vernunftgemäß zu handeln. Der Papst habe damit der islamischen Gottesvorstellung die Vernunftgemässheit abgesprochen und das sei eine "feindselige Haltung". Die Christen sollten erst einmal selbst erklären, wie ihre Religion mit der Vernunft in Einklang gebracht werden könne, sagte der "Diyanet"-Vorsitzende wörtlich. Bardakoglu nahm insbesondere auf die christliche Konzeption des dreifaltigen Gottes Bezug und erklärte: "Sie sagen, Jesus sei der Sohn Gottes. Wie verträgt sich denn das mit Vernunft?" Der "Diyanet"-Vorsitzende hat sich damit offiziell die seit 1.400 Jahren gebräuchliche islamische Polemik gegen das Christentum zu eigen gemacht. In der klassischen islamischen Theologie lautet der Hauptvorwurf gegen die Christen, sie betrieben "shirq" (Beigesellung), weil sie von Jesus als Sohn Gottes sprechen, der "Gott von Gott, gezeugt, nicht geschaffen" sei. Im Gegensatz dazu stelle der Koran in Sure 112 ("Al Ihlas") fest: "Er zeugt nicht und wird nicht gezeugt". - Link zur kritisierten Vorlesung des Papstes an der Universität Regensburg.
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13.09.2006 12:41:35
Zwei Priesterweihen bei den "Brüdern Samariter"
(stephanscom.at) Zwei Ordensangehörige der Brüder Samariter werden am Freitag in Klein Mariazell vom Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, zu Priestern geweiht. Die Ordensgemeinschaft möchte gemäß dem Gleichnis vom "Barmherzigen Samariter" im Lukasevangelium Menschen in ihren Nöten helfen. Bruder Raphael Maria Peterle Sam. FLUHM wurde am 1. November 1974 geboren, er stammt aus der Pfarre St. Mariä Himmelfahrt, Ulm-Söflingen (Deutschland). Er studierte Philosophie und Theologie am Priesterseminar von Kielce in Polen. Bruder Zbigniew Stanislaus Gladysz Sam. FLUHM wurde am 29. Juli 1961 in Polen geboren, er studierte Resozialisation und Theologie am Priesterseminar von Kielce, Polen. Die Gemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM (FLUHM steht für "Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens") ist eine noch sehr junge Ordensgemeinschaft; sie wurde im Jahre 1982 als ein Zweig der "Samaritanischen Bewegung Mariens" vom aus Polen stammenden Pater Andrzej Michalek gegründet. Die Brüder Samariter wollen nach dem Wort Jesu leben und gemäß dem Gleichnis vom "Barmherzigen Samariter" im Lukasevangelium Menschen in ihren Nöten helfen. Besonderes Anliegen der Samaritanischen Bewegung ist die Neuevangelisierung der Familien. Ihr Bestreben ist es, dass vor allem in den Familien das tägliche gemeinsame Gebet mit der Betrachtung des Wort Gottes gepflegt wird. In der Erzdiözese Wien gibt es zwei Ordensniederlassungen in St. Corona am Schöpfl und in Klein Mariazell, von wo die Brüder auch die Pfarre Altenmarkt an der Triesting betreuen.
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13.09.2006 12:38:37
Papst Benedikt am Grab seiner Eltern
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat - mit seinem Bruder Georg - die letzte Ruhestätte seiner Eltern Joseph und Maria Ratzinger und seiner Schwester Maria auf dem Ziegetsdorfer Friedhof am Regensburger Stadtrand besucht. Er kniete am Mittwochnachmittag rund drei Minuten vor dem Grab und segnete es anschließend mit Weihwasser. Auch Bruder Georg und der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller sowie der Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein, und dessen Vorgänger in diesem Amt, Bischof Josef Clemens, beteten am Grab, das Blumen geschmückt war. Anschließend ging der Papst in die Kirche St. Josef direkt am Friedhof, um zu beten. Von dort fuhr der Papst zu seinem Haus in der 6.000-Einwohner-Gemeinde Pentling, das er zwischen 1970 und 1977 bewohnt hatte und dann später als Münchener Erzbischof und Kurienkardinal in Rom als "Rückzugsraum" nutzte. Dort begrüßte Benedikt XVI. zahlreiche Bekannte und Nachbarn. Der Papst hatte immer betont, dass Pentling für ihn "im tiefsten Sinn ein Daheim" sei. In diesem Haus bewahrt der Papst auch seine große Bibliothek auf. - (news.stjosef.at) Gestern abend hatte Benedikt XVI. eine vielbeachtete akademische Vorlesung zum Thema "Glaube und Vernunft" an seiner ehemaligen Universität Regensburg gehalten; am Abend nahm er an einer ökumenischen Vesper teil.
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12.09.2006 07:23:34
Papst sprach in Altötting über geistliche Berufung und geistliches Leben
(radiovatikan.de) In der Basilika der heiligen Anna feierte Papst Benedikt XVI. am 11.09.2006 einen Vesper-Gottesdienst mit Ordensleuten und Seminaristen aus Bayern. Die Vesper hatte marianischen Charakter. In seiner Predigt ermutigte er dazu Gottes Berufung zu hören und ihr treu zu bleiben. „Wir wissen, der Herr sucht Arbeiter für seine Ernte. Er selber hat es gesagt: „Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Mt 9, 37f). Dazu haben wir uns hier versammelt, diese Bitte zum Herrn der Ernte hinaufzuschicken. Ja, die Ernte Gottes ist groß und wartet auf Arbeiter – in der sogenannten dritten Welt, in Lateinamerika, in Afrika, in Asien warten die Menschen auf Boten, die ihnen das Evangelium des Friedens, die Botschaft von dem menschgewordenen Gott bringen. Und auch im sogenannten Westen, bei uns in Deutschland wie auch in den Weiten Rußlands gilt, daß die Ernte groß sein könnte. Aber es fehlten die Menschen, die bereit seien, sich zu Gottes Erntearbeiter zu machen. „Herr, schau die Not dieser unserer Stunde an, die Boten des Evangeliums braucht, Zeugen für dich, Wegweiser zum „Leben in Fülle“! Sieh die Welt und laß dich auch jetzt vom Mitleid erschüttern! Sieh die Welt an und schicke Arbeiter! Mit dieser Bitte klopfen wir an der Tür Gottes an; aber mit dieser Bitte klopft dann der Herr auch an unser eigenes Herz. Herr, willst du mich? Ist es nicht zu groß für mich? Bin ich nicht zu klein dazu? Fürchte dich nicht, hat der Engel zu Maria gesagt. Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, sagt er durch den Propheten Jesaja zu uns (43, 1) - zu einem jeden von uns.“ Für die Priester und Ordensleute, seien die tägliche Messe, das Stundegebet und die Anbetung wichtige Kraftquellen für ihren Dienst. Am Ende seiner Ansprache erinnerte der Papst auch an Bruder Konrad von Parzham. Dieser habe als demütiger Pfortenbruder immer dem Tabernakel im Blick gehabt, was ihm die Kraft zu seinem schweren Amt gegeben habe. Am Ende der Feier legte Benedikt XVI. seinen ehemaligen Kardinalsring der Gottesmutter von Altötting zu Füßen. Als Dank und zugleich als Bitte um ihren Schutz, so wie es Tausende Pilger immer wieder tun, um der Gottesmutter von Altötting zu danken. - Die Ansprache im Wortlaut.
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12.09.2006 07:19:06
Papstmesse in Regensburg
(br-online.de) Seit kurz nach zehn Uhr zelebriert Papst Benedikt XVI. auf dem Islinger Feld bei Regensburg den dritten und letzten großen Gottesdienst seines Besuchs in Bayern. Um 9.30 Uhr fuhr er mit dem Papamobil durch die Reihen der Gläubigen, um kurz nach zehn Uhr begann die Eucharistiefeier. Seit den frühen Morgenstunden strömten tausende Pilger auf das Gelände, viele bereiteten sich schon seit Mitternacht mit Gebeten und Meditationen auf die Ankunft des Kirchenoberhauptes vor. Zur Stunde lauschen auf der "Papstwiese" gut 230.000 Menschen den Worten des Papstes. Nachdem der Papst seinen gestrigen Besuch in Altötting ganz in das Zeichen der Marienverehrung gestellt hat, beschäftigte er sich in seiner Regensburger Predigt mit "lebensgefährlichen Erkrankungen der Religion und der Vernunft": Hass und Fanatismus führten zu "Zerstörungen des Gottesbildes"; es sei wichtig, "klar zu sagen, welchem Gott wir glauben und zu diesem menschlichen Antlitz Gottes zu stehen." Kritische Worte richtete der Papst am Ort seiner früheren Lehrtätigkeit auch an die Wissenschaft: "Seit der Aufklärung arbeitet wenigstens ein Teil der Wissenschaft emsig daran, eine Welterklärung zu finden, in der Gott überflüssig wird." Diesem Zufälligen und Unvernünftigen stellt Benedikt die "schöpferische Vernunft" Gottes gegenüber: "Diese schöpferische Vernunft ist Güte. Sie ist Liebe. Sie hat ein Gesicht. Gott lässt uns nicht im Dunkeln tappen". – Lesen Sie die Predigt im tatsächlich gehaltenen Wortlaut, wie sie von kath.net dokumentiert wird!
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11.09.2006 07:48:12
Papst Benedikt in Altötting
(br-online.de) Papst Benedikt XVI. hat in Altötting die Menschen zu einer neuen Marienfrömmigkeit aufgerufen: Vor 60.000 Gläubigen auf dem Kapellplatz sagte der Pontifex, die Menschen sollten sich durch die Fürsprache der Gottesmutter Maria ganz Gott anvertrauen. In seiner Predigt vermied das Oberhaupt der katholischen Kirche jeden politischen Bezug auf den fünften Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York. Vielmehr stand die Marienverehrung ganz im Mittelpunkt seiner Ansprache. Die Figur der Schwarzen Madonna stand neben dem Altar. Der Heilige Vater war mit dem Hubschrauber von München nach Altötting geflogen, wo er vom Passauer Bischof Wilhelm Schraml und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber begrüßt wurde. Auf der Fahrt im Papamobil zum Kapellplatz wurde Benedikt XVI. herzlich empfangen - Tausende säumten den Weg vom Sportplatz ins Zentrum. Als erste Station besuchte das römisch-katholische Kirchenoberhaupt zunächst die Gnadenkapelle und hielt dort ein stilles Gebet. Nach dem Gottesdienst wird der Papst an der Spitze eines Prozessionszuges in die neue Anbetungskapelle ein und weiht sie. Am Nachmittag fährt Benedikt XVI. – erneut im Papamobil – zur Basilika Sankt Anna, wo er gegen 17.00 Uhr mit Ordensleuten und Priesteramtskandidaten aus Bayern einen Vespergottesdienst feiern wird. Mit dem Auto wird der Papst dann um 18.15 Uhr in seinen Geburtsort Marktl gefahren, wo er gegen 18.45 Uhr erwartet wird. Dort besucht er die Pfarrkirche Sankt Oswald. Ein Hubschrauber fliegt den Heiligen Vater um 19.20 Uhr nach Regensburg, wo ihn unter anderem Bischof Gerhard Ludwig Müller und Oberbürgermeister Hans Schaidinger erwartet. - Lesen Sie den Wortlaut der Predigt, wie sie Benedikt XVI. tatsächlich gehalten hat, in der von kath.net präsentierten Fassung!
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10.09.2006 07:18:34
Papstmesse in München - eindrucksvolle Predigt
(br-online.de) Am zweiten Tag seines Besuchs in Bayern feiert Papst Benedikt XVI. zurzeit auf dem Freigelände der Neuen Messe in München-Riem den ersten großen Gottesdienst. Zu der Eucharistiefeier unter freiem Himmel sind rund 250.000 Menschen aus der ganzen Welt gekommen. In seiner Predigt beklagte Benedikt XVI. die "Schwerhörigkeit" vieler Menschen gegenüber Gott: "Wir können ihn nicht mehr hören, zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr." Was über Gott gesagt werde, "erscheint nicht mehr in unserer Zeit passend". Der Papst appellierte an die Gläubigen, die Evangelisierung zu unterstützen - "dass der Gott Jesu Christ bekannt, geglaubt, geliebt werden, die Herzen umkehren muss, damit auch die sozialen Dinge vorangehen". Ausdrücklich nannte Papst Benedikt die Immunschwächekrankheit AIDS, die "von den tiefen Ursachen" her bekämpft werden müsse: "Wo wir den Menschen nur Kenntnisse bringen, Fertigkeiten, technisches Können und Gerät, bringen wir zu wenig. Dann treten die Techniken der Gewalt ganz schnell in den Vordergrund und die Fähigkeit zum Zerstören, zum Töten wird zur obersten Fähigkeit, um Macht zu erlangen", so der Papst. - Lesen Sie die Predigt von Papst Benedikt XVI. in vollem Wortlaut!
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09.09.2006 14:56:34
Papst Benedikt in München angekommen
(br-online.de) Nach der Landung am Flughafen und der anschließenden Fahrt in die Innenstadt haben mehrere zehntausend Gläubige Papst Benedikt XVI. in München einen begeisterten Empfang bereitet. Entlang der Fahrstrecke des Papamobils durch die City winkten Tausende dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche zu. "Benedikt, Benedikt" riefen viele der Gläubigen, als der Papst in dem gepanzerten Papamobil vorbeifuhr. Nach Polizeischätzung sind insgesamt bis zu 70.000 Gläubige und Schaulustige ins Zentrum der Stadt gekommen, um den aus Bayern stammenden Papst zu begrüßen. Auf dem Marienplatz vor dem Münchner Rathaus verließ der Papst sein Fahrzeug, um an der jahrhundertealten Mariensäule zu beten. Der Marienplatz war mit rund 20.000 Besuchern offenbar nicht komplett gefüllt: Nach Polizeiangaben hätten noch gut 1.000 Menschen mehr Platz gehabt. Bei seiner Ansprache auf dem Marienplatz hat der Papst sein Leben in Rom mit dem Schicksal des Korbinian-Bären verglichen. Als das Raubtier der Legende nach das Pferd des Heiligen Korbinian (etwa 670 bis 730) zerfleischt hatte, musste der Bär das schwere Bündel des Freisinger Bistums-Patrons über die Alpen schleppen. Der Gedanke an den Bären ermutige ihn stets neu, seinen Dienst mit Freude und Zuversicht zu tun, sagte Benedikt XVI., fügte aber hinzu: "Der Bär des Heiligen Korbinian wurde in Rom wieder frei gelassen. In meinem Fall hat der Herr anders entschieden." Der Papst betonte zudem, es sei für ihn "sehr bewegend, wieder auf diesem wunderschönen Platz zu Füßen der Mariensäule zu stehen". An diesem Ort, so Benedikt, hätten ihn die Gläubigen vor fast 30 Jahren mit Herzlichkeit und Freude als ihren neuen Erzbischof aufgenommen. Außerdem habe er sich dort von seinem Bistum verabschiedet, als er als Papst nach Rom berufen wurde.
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09.09.2006 14:54:25
Gebet von Papst Benedikt XVI. an der Mariensäule in München
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. richtete bei seinem Besuch in München an der Mariensäule folgendes Gebet an die Gottesmutter Maria:
Heilige Mutter des Herrn, unsere Vorfahren haben in bedrängter Zeit dein Bild hier im Herzen der Stadt München aufgestellt, um dir Stadt und Land anzuvertrauen. Dir wollten sie auf den Wegen des Alltags immer wieder begegnen und von dir das rechte Menschsein lernen; von dir lernen, wie wir Gott finden und wie wir so zueinander kommen können. Sie haben dir Krone und Zepter, die damaligen Symbole der Herrschaft über das Land gegeben, weil sie wußten, daß dann die Macht und die Herrschaft in den rechten Händen sind in den Händen der Mutter. Dein Sohn hat seinen Jüngern kurz vor der Stunde des Abschieds gesagt: Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener, und wer unter euch der erste sein möchte, der sei aller Knecht (Mk 10, 43f). Du hast in der entscheidenden Stunde deines Lebens gesagt: Siehe, ich bin die Magd des Herrn (Lk 1, 38), und hast dein ganzes Leben als Dienst gelebt. Du tust es weiter die Jahrhunderte der Geschichte hindurch: Wie du einst für die Brautleute in Kana leise und diskret eingetreten bist, so tust du es immer: Alle Sorgen der Menschen nimmst du auf dich und trägst sie vor den Herrn, vor deinen Sohn. Deine Macht ist die Güte. Deine Macht ist das Dienen. Lehre uns, die Großen und die Kleinen, die Herrschenden und die Dienenden, auf solche Weise unsere Verantwortung zu leben. Hilf uns, die Kraft des Versöhnens und das Vergeben zu finden. Hilf uns, geduldig und demütig zu werden, aber auch frei und mutig, wie du es in der Stunde des Kreuzes gewesen bist. Du trägst Jesus auf deinen Armen, das segnende Kind, das doch der Herr der Welt ist. So bist du, den Segnenden tragend, selbst zum Segen geworden. Segne uns und diese Stadt und dieses Land. Zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
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09.09.2006 05:43:39
Papstbesuch in Bayern beginnt heute Samstag
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. trifft am Samstag, 9. September, zu einem sechstägigen Besuch in seiner bayrischen Heimat ein. Erste Station ist München, wo Joseph Ratzinger von 1977 bis 1982 Erzbischof war. Weitere Ziele sind Altötting, Marktl am Inn, Regensburg und Freising. Auf dem Programm stehen unter anderem drei große Open-Air-Gottesdienste, zu denen insgesamt mehr als 500.000 Menschen erwartet werden, darunter auch Zehntausende Pilger aus dem benachbarten Ausland. In der Münchner Residenz trifft Benedikt XVI. noch am Tag seiner Ankunft zu Vieraugengesprächen mit dem deutschen Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zusammen. Zum Gottesdienst auf dem Freigelände der Neuen Messe München am Sonntag rechnen die Veranstalter mit etwa 250.000 Gläubigen. Am Montag werden rund 60.000 Pilger beim Gottesdienst mit dem Papst auf dem Altöttinger Kapellplatz erwartet. Dem oberbayrischen Marienheiligtum fühlt sich Joseph Ratzinger seit seiner Kindheit stark verbunden. Am Abend macht der Papst einen kurzen Abstecher in seinen nur wenige Kilometer entfernten Geburtsort Marktl am Inn. Zum Gottesdienst auf dem Islinger Feld in Regensburg sollen am Dienstag mehr als 200.000 Menschen kommen. In der Universität, an der er selbst Professor war, trifft der Papst Wissenschaftler aus ganz Bayern. Im Dom feiert er eine Vesper mit Repräsentanten der Ökumene. Der Mittwoch hat "privaten" Charakter. Benedikt XVI. wird zusammen mit seinem Bruder Georg, dem ehemaligen Regensburger Domkapellmeister, das Grab seiner Eltern und seiner Schwester auf dem Friedhof von Ziegetsdorf sowie sein Haus im Regensburger Vorort Pentling besuchen. Letzte Station kurz vor dem Rückflug vom Münchner Flughafen ist das oberbayrische Freising, wo Joseph Ratzinger mit seinem Bruder zum Priester geweiht worden war. Mit Priestern, Diakonen und Freisinger Bürgern versammelt er sich im Dom zum Gebet am Schrein des Diözesanpatrons Korbinian. - Hinweis für Übertragungen: Das "Bayrische Fernsehen" überträgt praktisch alles live; außerdem kann über K-TV der Papstbesuch auch im Internet mitverfolgt werden. Radio Horeb und Radio Maria berichten ebenfalls live. - Umfassende Informationen bieten auch: www.benedikt-in-bayern.de sowie auch www.radiovatikan.de
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09.09.2006 05:39:39
Maria, von Gott reich gesegnet!
Der 23. Sonntag im Jahreskreis fällt diesmal zwischen zwei Marienfeste: am 8. September feierte die Kirche „Mariä Geburt“, und am 12. September ist das Fest „Mariä Namen“. Alljährlich wird der Sonntag im Volk als „Mariä-Namen-Sonntag“ begangen, und in Wien findet die traditionelle „Mariä-Namen-Feier“ in der Wiener Stadthalle statt, welche vom Rosenkranz-Sühnekreuzzug veranstaltet wird. Mit der Feier dieser Marienfeste verbindet sich das dankbare Gedenken an die Befreiung Wiens von den Türken im Jahr 1683. Am 12. September konnte das Entsatzheer mit Truppen aus Venedig, Bayern, Baden, Sachsen und Polen (darunter 70.000 Mann unter dem polnischen Feldherrn Jan III Sobieski) die Türken schlagen. Papst Innozenz XI. führte das Fest „Mariä Namen“ in der Kirche als Dank für diesen Sieg ein. Es wurde zuerst jeweils am Sonntag innerhalb der Oktav von Mariä Geburt gefeiert; Pius X. verlegte die Feier auf den Kalendertag des Sieges über die Türken, d.h. auf den 12. September. Wir ehren die Jungfrau und Gottesmutter Maria, an der Gott Großes getan hat: Maria war von Anfang ihres Daseins in einzigartiger Weise von Gott begnadet; zeit ihres Lebens war sie frei von jeder Sünde und konnte dem Erlöser eine würdige Mutter sein, der aus ihr geboren werden wollte. In all dem, was wir an Maria preisen, wird Gott verherrlicht, der die heilige Jungfrau Maria erwählt und mit seiner Gnadenfülle beschenkt hat. Wer die Mutter ehrt, preist ihren Sohn Jesus Christus und gibt ihm die Ehre! - Lesen Sie die ganze Predigt zum 23. Sonntag im Jahreskreis B von Dr. Josef Spindelböck!
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08.09.2006 07:18:00
Kirchlicher Fragenkatalog zur politischen Verantwortung
(epd Ö) „Es ist nicht selbstverständlich, wenn sich Kirchen bei politischen Fragen und bei Wahlen zu Wort melden, aber ein Schweigen der Kirchen in diesen Auseinandersetzungen ist weder ratsam noch möglich“, sagte Oberkirchenrat Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker am Mittwochabend, 6. September, vor Journalisten in Wien. Gemeinsam mit Erzpriester Dr. Nicolae Dura von der Rumänisch-orthodoxen Kirche in Österreich und Msgr. Dr. Werner Freistetter, dem Leiter des Instituts für Religion und Frieden und Bischofsvikar im römisch-katholischen Militärbischofsamt Wien, stellte Bünker die „Fragen zur politischen Verantwortung“ vor, die der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) neu aufgelegt hat. Die Fragen sollen eine Orientierungshilfe bieten, um „das Gewissen zu schärfen, die eigene Meinung verantwortungsbewusst zu prüfen und zu begründen und darüber freimütig mit anderen ins Gespräch zu kommen“, so ÖRKÖ-Vorsitzender Bischof Mag. Herwig Sturm. Freistetter bemerkte, dass „Kirchen in der heutigen Situation für Defizite in der Gesellschaft“ verantwortlich gemacht, aber gleichzeitig „aufgefordert werden, für fehlende Werte einzustehen“. In der gesellschaftlichen Diskussion gehe es „um Grundwerte, bei denen die Kirche vom Glauben und von der Theologie her Kompetenz hat“. Der Bischofsvikar hob lobend hervor, „dass in den Kirchen das Bewusstsein gewachsen ist, dass es ohne den mündigen Christen in der Politik nicht geht“. - Der Fragenkatalog, der auch die Frage mitumfasst: "Welchen Stellenwert hat der umfassende Schutz des Lebens?", ist online im PDF-Format abrufbar.
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08.09.2006 07:14:41
Spatenstich für Pflegeheim "Maria Restituta" in Mayerling
(stephanscom.at) Im niederösterreichischen Mayerling ist am Donnerstagvormittag, 7. September 2006, der Spatenstich für das neue Wohn- und Pflegeheim "Schwester Maria Restituta" erfolgt. Als Pflegehaus für Forstarbeiter wurde das Heim Ende des 19. Jahrhunderts von den Habsburgern gestiftet und wird seither von den Franziskanerinnen von der christlichen Liebe geführt. Sieben geistliche Schwestern und 15 Pfleger und Helfer sorgen sich derzeit um 20 Pensionisten. Das schon bestehende Heim wird grundlegend renoviert und um einem großen Neubau ergänzt. Den Spatenstich nahmen unter anderen die niederösterreichische Landesrätin Petra Bohuslav, der Dechant von Heiligenkreuz, Josef Kantusch, und die Generaloberin der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, Schwester Hilda Daurer, vor. Das neue Heim wird rund 90 Personen ein neues Zuhause bieten. Die Kosten von Um- und Neubau belaufen sich auf rund achteinhalb Millionen Euro. Der Neubau in Mayerling im südlichen Wienerwald ist Teil eines neuen Zentrums von kultureller, historischer und sozialer Bedeutung, das vom Verein "Kulturgut Mayerling" umgesetzt wird. Neben dem Wohnheim sollen auch ein neuartiges Besucherzentrum entstehen, das Kronprinz Rudolf gewidmet ist, sowie eine Gedenkstätte für Schwester Maria Restituta, wie Wilfried Haertl, Obmann von "Kulturgut Mayerling" erläuterte. Schwester Restituta Kafka wurde wegen ihres unerschrockenen Widerstandes gegen die Nazis 1943 hingerichtet und 1998 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
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07.09.2006 14:52:13
Bischof Kurt Koch ist neuer Vorsitzender der Schweizer BK
(zenit.org) Die Schweizer Bischöfe haben im Rahmen ihrer 273. Ordentlichen Vollversammlung, die am Mittwoch in Ascona zu Ende gegangen ist, den Basler Diözesanbischof Dr. Kurt Koch zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er beerbt damit den Churer Bischof Amédée Grab, dessen dreijährige Amtsperiode am 31. Dezember 2006 endet. Der Bischof von Sitten, Norbert Brunner, wird für die nächsten drei Jahre das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen. Der Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Bernard Genoud, wurde als dritter Hirte in das oberste Leitungsgremium der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) berufen. Der 56-jährige Bischof Kurt Koch kümmert sich im Rahmen der Bischofskonferenz insbesondere um Fragen der Glaubenslehre, den ökumenischen Dialog und das Gespräch mit nichtchristlichen Religionsgemeinschaften.
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07.09.2006 14:51:22
Jesuitenphilosoph Emmerich Coreth verstorben
(dioezese-innsbruck.at) Der Jesuit und Philosoph P. Emmerich Coreth ist am 1. September im 87. Lebensjahr in Innsbruck gestorben. P. Coreth war für seine wissenschaftlichen Leistungen vielfach ausgezeichnet worden, u.a. 1988 mit dem großen Kardinal-Innitzer-Preis. Der österreichische Jesuiten-Provinzial P. Severin Leitner SJ sagte zum Tod des großen Jesuiten und Philosophen: "Mit P. Coreth ist eine prominente Persönlichkeit der österreichischen Kirche von uns gegangen. Er war ein bedeutender Vertreter der christlichen Philosophie, ein profunder Kenner der abendländischen Geistesgeschichte sowie ein geschätzter und beliebter akademischer Lehrer". Emmerich Coreth wurde am 10. August 1919 in Raabs an der Thaya (Niederösterreich) geboren. Nach der Matura am Jesuitenkolleg Kalksburg trat er 1937 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Noviziat in St. Andrä wurde er 1939 zur Wehrmacht einberufen, als Jesuit aber 1941 wieder entlassen. Philosophie und Theologie studierte er in Pullach (bei München), Wien, Innsbruck und Rom. Am 26. Juli 1947 wurde er in Innsbruck zum Priester geweiht. 1952 begann er in Innsbruck Philosophie zu dozieren, 1955 wurde er zum ordentlichen Professor für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Tiroler Landeshauptstadt ernannt. 1957/58 sowie 1968/69 war er Dekan dieser Fakultät, von 1969 bis 1971 Rektor der Universität. Im Jesuitenorden hatte er von 1961 bis 1967 das Amt des Rektors des Jesuitenkollegs und von 1972 bis 1977 das des Provinzials der Österreichischen Provinz inne. Nach seiner Emeritierung im Jahr 1989 betreute er das Archiv des Jesuitenkollegs und war Autor der Kollegschronik. Zu seinen bekanntesten Publikationen gehören: "Metaphysik" (1. Aufl. 1961), "Was ist der Mensch" (1. Aufl. 1973), "Gott im philosophischen Denken" (2001). In seinem letzten Brief an den Provinzial schrieb P. Coreth: "Wenn jetzt auch die Kräfte nachlassen, so glaube ich, dankbar auf ein erfülltes Leben zurückschauen zu dürfen. Gearbeitet habe ich viel und gern als Jesuit im Dienst der Kirche und zur Ehre Gottes. Alles ist sein Geschenk. Jetzt bleibt mir nur noch, alles in seine Hände zu legen, nur mit der Bitte, noch wachsen zu dürfen in der Liebe zu ihm." Am Dienstag dem 12. September um 14 Uhr findet in der Jesuitenkirche in Innsbruck das Requiem mit anschließender Beisetzung statt.
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06.09.2006 17:34:48
ORF-Interview mit Natascha Kampusch
(news.stjosef.at) Das vom ORF-Redakteur Christoph Feurstein durchgeführte Interview mit dem Entführungsopfer Natascha Kampusch war ein Beispiel für ehrlichen und gelungenen Journalismus, der auf die Wünsche und Befindlichkeiten der interviewten Person eingeht. Kampusch wiederum zeigte sich bereit und schlagfertig in der Beantwortung vieler Fragen; auch Humor fehlte nicht. Beeindruckend ist, wie sie die schwere Zeit im Verlies ihres Entführers gemeistert hat. Auch wenn im Interview niemals ausdrücklich von Gott die Rede war, so wird man doch sagen dürfen, dass es der jungen Frau nur mit der Hilfe Gottes möglich war, diese grausame und schwere Zeit durchzustehen. Frau Kampusch denkt übrigens nicht zuerst an sich, sondern will mit dem Geld aus Medienrechten und Spenden einen Hilfsfonds für Kinder und junge Menschen als Opfer von Entführungen sowie von Armut und Hunger gründen. – Lesen Sie das Interview mit Frau Natascha Kampusch in vollem Wortlaut!
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06.09.2006 17:27:27
Papst Benedikt freut sich auf Deutschland
(kath.net/zenit.org) Papst Benedikt XVI. hofft auf einen „neuen Frühling des Glaubens“ in Deutschland. Das sagte er heute bei seiner Generalaudienz im Vatikan vor Tausenden von Pilgern. Drei Tage vor Beginn seiner Reise nach Bayern meinte der Papst in seinem italienischen Redeteil: „Den Gebeten von euch allen vertraue ich meine Deutschlandreise an, die ich am Samstag antreten werde. Ich danke dem Herrn für die Gelegenheit, zum ersten Mal nach meiner Wahl zum Bischof von Rom in meine Heimat Bayern zu reisen. Liebe Freunde, begleitet mich auf diesem Besuch, den ich der Gottesmutter Maria anvertraue. Sie möge meine Schritte lenken: Möge sie dem deutschen Volk einen neuen Frühling des Glaubens und des bürgerlichen Fortschritts erwirken.“ Auf Deutsch sagte er: "In der Vorfreude auf meinen schon nahen Pastoralbesuch in Bayern erbitte ich euch allen Gottes reichen Segen." In seiner Katechese hatte der Bischof von Rom zuvor die Notwendigkeit hervorgehoben, mit Jesus regelmäßigen Umgang zu pflegen. Gott habe sich nämlich ein menschliches Antlitz geben wollen, "das Antlitz Jesu". Deshalb "wollen wir wirklich das Antlitz Gottes erkennen und nichts anderes tun, als das Antlitz Jesu zu betrachten. In seinem Antlitz sehen wir wirklich, wer Gott ist und wie Gott ist!"
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