Startseite> News

 Newsletter

SucheSeite 146/197
(Einträge 4351 - 4380 von 5903)
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] (146) [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] [193] [194] [195] [196] [197] nächste Seite letzte Seite
10.01.2005 09:39:52
Differenzen innerhalb der KPE Österreich
(news.stjosef.at/kath.net) Kürzlich trat die Bundesführung der KPE Österreich zurück. Als Grund dafür wurden Unstimmigkeiten mit der SJM (Servi Iesu et Mariae) und deren Generaloberen, P. Andreas Hönisch, angeführt, welche einen Teil der KPE-Gruppen in Österreich geistlich betreuen. Laut Angaben des zurückgetretenen Bundeskuraten der KPE, Pfarrer Mag. Martin Leitner, gab es im Oktober 2004 ein Treffen des Vorstandes der KPE-Österreich mit zahlreichen interessierten Pfadfinderführern. „Dabei wurde der Beschluss gefasst, die derzeitige gespannte Situation in ein ‚versöhntes Nebeneinander’ von SJM-geführten Gruppen und KPE-Österreich zu führen, um so eine Lösung dieser Blockade, die für alle Beteiligten nicht befriedigend ist, herbeizuführen“, sagte er. Die Entscheidung sei seitens der SJM-nahen Pfadfinderführer hintertrieben worden, die Weisungen des Bundesfeldmeisters nicht zur Kenntnis genommen worden. Am 23. Dezember folgte schließlich der Bruch, da der Vereinspräsident, der Bundesfeldmeister und der Bundeskurat erkennen mussten, dass – so Leitner – „hinter ihrem Rücken (gegen die Statuten des Vereines ‚Katholische Pfadfinderschaft Europas- Österreich’) eine Führerinvestitur stattfand“ und „seitens des Federal Commissioners aus Frankreich Weisungen kamen, die als Vertrauensbruch gegenüber der österreichischen Bundesführung aufgefasst wurden“. Deshalb habe man sich zum Austritt bzw. Rücktritt von allen Ämtern entschieden. - Jetzt hat sich der weibliche Zweig der KPE Österreich zu Wort gemeldet. Die verantwortlichen Leiterinnen betonen in einer Stellungnahme gegenüber kath.net, dass sie weiterhin mit der SJM und P. Hönisch zusammenarbeiten wollen und das Vertrauensverhältnis fortbestehe. „Auslöser der Turbulenzen ist nicht P. Hönisch“, betonten die Pfadfinderinnen Greti Piuk, Angelika Wiegele und Lucia Kropfreiter. Die Führung des Mädchenbundes sei wie bisher im Amt, die Bundesmeisterin sei ein Gründungsmitglied der KPE-Österreich, erklärten sie. Seitens der Bundesführung schätze man die Zusammenarbeit mit der SJM sehr, man wolle aber zusätzlich klarstellen, dass „wir ausgebildete Führerinnen nach den Grundsätzen und Leitlinien der Katholischen Pfadfinderschaft Europas sind“. Im Oktober 2004 sei bei einem Treffen des Vorstandes mit einigen Pfadfinderführern, an dem Mitglieder der SJM nicht teilnehmen durften, beschlossen worden, die mit der SJM zusammenarbeitenden Gruppen und die von SJM-Mitgliedern geführten Gruppen nicht mehr im österreichischen Bund zu registrieren und zu versichern. „Da der Vorschlag einer Registrierung in Deutschland für österreichische Gruppenarbeit keine Lösung darstellt, weigerten sich die betreffenden Gruppen, dies hinzunehmen und beantragten eine ordentliche Bundesversammlung für Januar“, heißt es in der Erklärung der drei Vertreterinnen. „Als sich zudem die Bundesführung des Mädchenbundes von oben genanntem Schritt distanzierte und der Commissaire Fédéral aus Frankreich darum bat, bis zu einem Treffen im Januar den Stand von September 2004 (also Registrierung und Versicherung aller bestehenden Gruppen) zu belassen, trat ein Teil der Bundesführung zurück.“ - Inzwischen hat auch P. Andreas Hönisch, Generaloberer der SJM, auf die gegen die SJM erhobenen Vorwürfe geantwortet (siehe den Wortlaut seiner Stellungnahme). P. Hönisch bemerkt dabei: "Wir bedauern zutiefst die vorgefallenen Ereignisse, vor allem deren Veröffentlichung, welche in keiner Weise dem Frieden dient. Von unserer Seite besteht jedoch nach wie vor die Bereitschaft, nicht nur zu einem 'versöhnten Nebeneinander', sondern auch zum 'geeinten Miteinander'." Pfr. Leitner meinte dazu gegenüber news.stjosef.at, dass er die Stellungnahme von P. Hönisch nicht als sehr hilfreich ansehe, denn sie enthalte "so viele Sinn- und Wahrheitsverdrehungen", daß sie nur dazu angetan sei, seinen Ruf herabzusetzen. Er könne sich ein gemeinsames Weiterarbeiten nicht vorstellen. - Diese Entwicklung ist im Hinblick auf das Anliegen einer katholischen Kinder- und Jugendarbeit zu bedauern!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.01.2005 07:26:43
Papst betont Wert geistlicher Berufungen
(Kathpress) In der katholischen Kirche besteht nach Worten von Johannes Paul II. heute "großer Bedarf" an "heiligmäßigen Priestern". Daher sei eine "breitangelegte Berufungspastoral" notwendig, betont er in seiner Botschaft zum diesjährigen Weltgebetstag um geistliche Berufe. Pfarrgemeinden, Bildungszentren und Familien müssten in die Anstrengungen zur Weckung geistlicher Berufe einbezogen werden. Vor allem gehe es darum, "ein aufmerksameres Nachdenken über die wesentlichen Werte des Lebens zu wecken", unterstreicht der Papst in dem jetzt veröffentlichten Text. Der 42. Weltgebetstag wird am 17. April, dem 4. Sonntag nach Ostern, begangen. Er steht unter dem Motto "Zum Hinausfahren berufen". Das Motto des Weltgebetstages erinnere an den Appell Jesu an seine zögernden Jünger, ihre Netze zum Fischfang auszuwerfen, führt der Papst aus. Auch zu Beginn seines Apostolischen Schreibens "Novo millennio ineunte" habe er an die Worte erinnert, mit denen Jesus die ersten Jünger aufforderte, auf die hohe See hinauszufahren ("Duc in altum"). Der Aufruf zur Christus-Nachfolge im Priestertum oder Ordensleben werde heute erschwert durch eine Mentalität der Gleichgültigkeit. Die erste Bedingung für das "Hinausfahren" bestehe darin, einen tiefen Geist des Gebets zu pflegen, der durch das tägliche Hören des Wortes Gottes genährt wird. Aber er erlebe auch heute immer wieder, wie in der neuen Generation "das Streben nach geistigen Werten stark ausgeprägt und ihre Sehnsucht nach Heiligkeit sehr aufrichtig" sei, betont Johannes Paul II.: "Die jungen Menschen brauchen Christus, aber sie wissen auch, dass Christus nicht ohne sie auskommen wollte". Der Papst appelliert an Eltern und christliche Erzieher sowie an alle Priester und Ordensleute, durch ihre "großherzige Treue zu Christus" ein Vorbild für die junge Generation zu sein. - Lesen Sie die Papstbotschaft zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen 2005 im Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
08.01.2005 07:56:36
Deutschland: Lebensschützer im Streit um Aktion gegen Spätabtreibung
Die deutsche Aktion Leben e.V. warnt vor einer Unterschriftenaktion gegen Spätabtreibungen, die auch von den deutschen Bischöfen unterstützt wird. Auf die Frage, ob denn eine solche Initiative für das Leben nicht lobenswert sei, meint Walter Ramm, der Vorsitzender der Aktion Leben e.V.: „Nicht nur die sog. ‚Spätabtreibungen’ sind von Übel, sondern alle Abtreibungstötungen in allen Entwicklungsstadien des Menschen, von der Befruchtung, d.h. von der Verschmelzung der mütterlichen Eizelle mit der väterlichen Samenzelle an!" Durch Initiativen nur gegen „Spätabtreibungen" entstehe der Eindruck „je früher, je besser"! Die Aktion Leben e.V. hat in einem persönlichen Brief alle deutschen Bischöfe gebeten, „diesen Weg der Halbheiten und kosmetischen Übertünchungen eines tödlichen Gesetzes“ nicht zu unterstützen, sondern „stattdessen wieder mit Nachdruck für das uneingeschränkte Lebensrecht aller ungeborenen Kinder einzutreten“. – Innerhalb der katholischen Lebensschützer stößt ist diese Position der „Aktion Leben“ teilweise auf Widerspruch. So stellt Markus Reder in einem Kommentar in der Zeitung „Die Tagespost“ vom 08.01.2005 fest: „Selbstverständlich ist es richtig, dass jede Abtreibung von Übel ist. Keiner der Initiatoren der Unterschriftenaktion behauptet etwas anderes. Ausdrücklich weisen Bischöfe, die diese Kampagne unterstützen, genau darauf hin. Wer sich gegen Spätabtreibungen einsetzt, sagt keinesfalls ‚Ja’ zu Frühabtreibungen. Den Unterstützern der Unterschriftenaktion solches zu unterstellen, ist abwegig, ignorant und unverschämt. Wenn Lebensschützer so übereinander herfallen, muss man sich nicht wundern, warum es um ihre politische Durchschlagskraft schlecht bestellt ist.“ - Links: http://www.aktion-leben.de ; http://www.erzbistum-muenchen.de/spaetabtreibung
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
08.01.2005 07:45:20
Die Taufe Jesu im Jordan
Am Fest der „Taufe des Herrn“ endet die liturgische Weihnachtszeit. Mit der Taufe Jesu durch Johannes am Jordan erfolgte der Beginn des öffentlichen Lebens Jesu, der ja zuvor dreißig Jahre lang im Verborgenen gelebt und gewirkt hat, bis er vor allem Volk auftrat, um die frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden. Wenn Johannes, der Prophet, die Menschen getauft hat zum Zeichen der Umkehr und Buße und als Vorbereitung auf das Kommen des Erlösers, dann ist es überraschend, dass Jesus, der ersehnte Messias, sich von Johannes taufen lassen will. Johannes ist ja überzeugt, dass er selber zurücktreten muss, wenn jener Größere kommt. Er hält sich nicht für wert, ihm die Schuhriemen von den Füßen zu lösen. Wie kann er nun Jesus im Jordan taufen? Müsste es nicht umgekehrt sein, dass Johannes von Jesus die Taufe empfängt? Jesus ist doch der Sündenlose; er ist „das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt“! Warum will er die Taufe empfangen? - Lesen Sie die Predigt am Fest der Taufe des Herrn!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
07.01.2005 11:47:55
Sternsingerbesuch bei Bischof Küng
(DPS St. Pölten) Buben und Mädchen aus der St. Pöltner Dompfarre und eine Sternsingergruppe aus Hürm statteten Bischof Klaus Küng am Dreikönigstag einen Besuch ab. In seiner kurzen Ansprache wünschte der Bischof den Kindern, dass sie in ihrem Leben dieses Leuchten – den Stern von Bethlehem - entdecken könnten und selbst frohe Leute werden, die dieses Leuchten ausstrahlen. Seinen Namenspatron, den Hl. Bruder Klaus von der Flüe, nannte der Diözesanbischof als Beispiel: „Man sagt von ihm, dass er von Klein auf immer irgendwie einen Stern leuchten sah und hat sogar behauptet, dass er schon vor der Geburt irgendwie etwas leuchten sah.“ Dieser Stern, dieses Leuchten, das er immer wieder geschaut habe, wäre für Bruder Klaus immer klarer geworden. Im Alter habe er darin seine Berufung erkannt: „Das was Gott mit ihm vorgehabt hat!“ „Ich wünsche Euch, dass ihr diesen Stern entdeckt, bei jedem hat er vielleicht eine andere Bedeutung. Letztlich ist es immer der Stern von Bethlehem. Ich wünsche Euch, dass ihr diesen Stern entdeckt, ja, frohe Leute werdet, Leute, die selber auch dieses Leuchten ausstrahlen!“, sagte der Bischof zu den Kindern.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
07.01.2005 11:45:27
Kardinal Meisner verurteilt Abtreibungsmord
Mit der Gleichsetzung von NS-Völkermord und heutiger Abtreibung beleidigt Kölns Erzbischof Kardinal Joachim Meisner nach Ansicht des Zentralrates der Juden in Deutschland Millionen Holocaust-Opfer. "Meisner muss sich unverzüglich von diesem unzulässigen Vergleich distanzieren", forderte Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, am Freitag in Düsseldorf. Meisner hatte in einer Predigt am Dreikönigstag in Köln den biblischen Kindermord von Bethlehem mit den Verbrechen Hitlers und Stalins und der Gegenwart verglichen, in der nach seinen Worten "ungeborene Kinder millionenfach umgebracht werden". – Was hat Kardinal Meisner wirklich gesagt? Die betreffende Stelle der Predigt lautet im Wortlaut so: „Es ist bezeichnend: Wo der Mensch sich nicht relativieren und eingrenzen lässt, dort verfehlt er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht. Abtreibung und Euthanasie heißen die Folgen dieses anmaßenden Aufbegehrens gegenüber Gott. Das sind nicht soziale Probleme, sondern theologische. Hier kommt das erste Gebot ins Spiel: ‚Du sollst keine fremden Götter neben mir haben’, d.h. du sollst dich nicht selbst zum Gott machen, der sich Verfügungsrecht über seinen eigenen Leib und über das Leben anderer anmaßt.“ - Lesen Sie die Predigt in vollem Wortlaut auf kath.net!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
05.01.2005 07:12:18
Historiker verteidigt Pius XII.
(ORF Religion) Der italienische Historiker Matteo Luigi Napolitano hat Zeitungsberichte als falsch zurückgewiesen, wonach Papst Pius XII. nach dem Zweiten Weltkrieg die Rückgabe geretteter jüdischer Kinder an ihre Familien verboten habe. In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Il Giornale" sagte Napolitano laut "Kathpress", der Heilige Stuhl habe seinerzeit lediglich bei getauften jüdischen Kindern, die keine überlebenden Familienangehörige hatten, zur Vorsicht gegenüber den Wünschen jüdischer Verbände geraten, die diese Kinder zu sich nehmen und nach Palästina umsiedeln wollten. Anlass für diese Richtlinie des damaligen Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche sei eine Anfrage der Oberrabbiner von Palästina und von Paris gewesen, die die Übergabe solcher Waisenkinder aus katholischer Institutionen an jüdische Organisationen erbeten hatten, sagte Napolitano. Anders habe man aber in jenen Fällen reagiert, in denen es noch überlebende Familienmitglieder gab. Der Historiker erinnerte diesbezüglich an den Fall "Finaly", bei dem 1953 in Frankreich zwei getaufte jüdische Kinder durch kirchliche Vermittlung an eine Tante zurückgegeben wurden. Napolitano lehrt Kirchengeschichte an der Universität Urbino und hat ein Buch über die Rolle Pius XII. im Zweiten Weltkrieg verfasst.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
05.01.2005 07:10:26
Weise kamen aus der Ferne zum Jesuskind
Am Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ tritt das Geheimnis der Geburt des Sohnes Gottes in Bethlehem heraus aus der Verborgenheit. Nur wenige Menschen waren bis jetzt darin einbezogen gewesen: Maria und Josef sowie die Hirten. Das Große, das auf Erden geschehen war, war den meisten noch nicht bekannt gemacht worden; allein die Engel im Himmel wussten davon und lobten und priesen Gott für seine Liebe und Gnade zu den Menschen. Irgendwann nach der Geburt Jesu muss es gewesen sein, dass weise, reiche und mächtige Männer aus dem Osten – eben die „Heiligen Drei Könige“ – das Jesuskind aufsuchten. Sie wurden zum Kind geführt durch ein wunderbares Himmelszeichen, einen „Stern“, der ihnen erschienen war. Weil sie gelehrt und erfahren waren in der Himmelsbeobachtung, konnten sie das Zeichen richtig deuten: Ein Königskind war der Welt zum Heile geboren, und das musste im Land der Juden geschehen sein! Weder Zeit noch Kosten noch Mühe scheuten diese edlen Männer und zogen mit ihrem Gefolge in Richtung Jerusalem. Dort hofften sie den neugeborenen König der Juden zu finden! - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest von "Erscheinung des Herrn" 2005!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
04.01.2005 18:55:10
Bischof Küng: Solidarität mit Betroffenen der Flutkatastrophe
(DPS St. Pölten) Zur Solidarität mit den Betroffenen der Flutkatastrophe in Südostasien hat Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Neujahrsansprache auf Radio Niederösterreich aufgerufen. Jeder soll "mit guten Vorsätzen" in das Neue Jahr eintreten, die Zeit, die von Gott geschenkt sei gut nützen, vor Gott und den Menschen recht leben und Gutes tun. „An diesem Silvester stehen wir ganz unter dem Eindruck der Flutwellenkatastrophe“, sagte der Bischof. Dieses Ereignis mache bewusst, wie rasch sich alles im Leben eines Menschen, einer Gemeinde, eines Landes verändern könne. Den Aufruf vieler Verantwortungsträger in Politik und Kirche, in der Silvesternacht auf Feuerwerk und lautstarkes Feiern zu verzichten und das so gesparte Geld den Menschen in Not zu schenken, bezeichnete der Bischof als gute und richtige Entscheidung. Er rief aber auch auf, wieder „über unser Leben, über Gott und die Welt nachzudenken“. Flutwellen und ähnliche Katastrophen habe es im Laufe der Menschheitsgeschichte immer wieder gegeben, erinnerte der Bischof. Es sei nicht zielführend, in ständiger Angst davor zu leben, dass vielleicht wieder etwas passieren könnte. Vielmehr soll sich der Mensch „voll Vertrauen in Gottes Hand“ zu begeben und durch ein Leben in Übereinstimmung mit seinen Geboten für Gottes Ruf „möglichst jederzeit bereit sein“. Dies bedeute, umzukehren das Leben zu verändern, aber auch „neu anfangen, wenn wir nachlässig geworden sind“, sagte Bischof Küng. Abschließend meinte der Bischof, man soll Gott von Herzen danken, wenn man gesund geblieben und vor Unglück bewahrt worden sei und wenn man im vergangenen Jahr Schönes erleben durfte und "manches oder vieles auch geglückt ist". Man soll aber auch "mit guten Vorsätzen" in das Neue Jahr eintreten, die Zeit, die von Gott geschenkt sei gut nützen, vor Gott und den Menschen recht leben und Gutes tun. Einander Gesundheit und Erfolg zu wünschen, sei ein guter Wunsch. Doch man soll dabei auch bedenken: "wenn man mit sich selbst und vor allem mit Gott eins ist, dann ist man meist auch gesund, weil man den Frieden im Herzen trägt", betonte der Bischof. Auch der Erfolg sei wichtig. "Er sollte aber in Übereinstimmung mit dem stehen, was Gott von uns erwartet", sagte Küng. So werde unser Leben wirklich fruchtbar.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
04.01.2005 18:42:37
Elio Sgreccia neuer Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben
Wie Kathpress berichtet, ist Bischof Elio Sgreccia, führender vatikanischer Bioethik-Experte, von Papst Johannes Paul II. zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben ernannt worden. Das teilte das vatikanische Presseamt am Montag mit. Sgreccia war seit 1994 Vizepräsident der Akademie, die den Papst in Fragen des Lebensschutzes und der Bioethik berät. Bislang wurde die Akademie von dem chilenischen Biologen und Mediziner Juan de Dios Vial Correa geleitet. Sgreccia lehrt Bioethik an der medizinischen Fakultät der Katholischen Universität in Rom. Er wurde 1992 zum Sekretär im Päpstlichen Familienrat ernannt und im Jahr darauf von Papst Johannes Paul II. zum Bischof geweiht. Um sich ganz der Arbeit an der 1994 neu gegründeten Akademie für das Leben widmen zu können, legte Sgreccia 1996 das Amt des Sekretärs im Familienrat nieder. Der Moraltheologe hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder durch prononcierte Stellungnahmen zu neuen Entwicklungen auf dem Gebiet der Fortpflanzungsmedizin und zur Euthanasie profiliert. - Homepage der Päpstlichen Akademie für das Leben.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
02.01.2005 13:19:45
Zur Geschichte der Thomasrezeption im 20. Jh.
In einer Rezension der Zeitung "Die Tagespost" untersucht Thomas Marschler eine Studie von Lydia Bendel-Maidl zum Selbstverständnis neuzeitlicher Theologie im Spiegel der Thomasrezeption. Das Hauptanliegen, am Beispiel der Thomasrezeption einen grundlegenden Paradigmenwechsel innerhalb der katholischen Systematik des zwanzigsten Jahrhunderts aufzuzeigen, habe die Verfasserin in einer materialreichen Darstellung zweifellos umgesetzt. "Umstritten wird jedoch das ausnahmslos harte Urteil bleiben, mit dem Bendel-Maidl den Schulthomismus des zwanzigsten Jahrhunderts belegt. Dass er neben mancher Begrenztheit und jenseits der reinen Orthodoxie seine spezifischen Verdienste besaß – unter anderem die Vermittlung einer breiten Wissenstradition, den Schutz systematischen Denkens vor Historismus und Positivismus, die Immunität gegen Gefahren des Zeitgeistes (nachweislich im Nationalsozialismus), bewährte didaktische Vermittelbarkeit – wird von Bendel-Maidl kaum anerkannt. Stattdessen wird ihm als Versagen vorgeworfen, durch die Verweigerung theologischer 'Zeitgenossenschaft' einen Grundauftrag des Evangeliums verfehlt und möglicherweise sogar Menschen den Weg zum Glauben versperrt zu haben." - Lesen Sie die Rezension in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
02.01.2005 13:16:46
"Wahrheit und Liebe" - ein Kommentar von Pfr. Hartmann
Kommentar von Pfr. Lic. theol. Stefan Hartmann, Oberhaid bei Bamberg:
Es hat in den letzten Wochen bei vorwiegend innerösterreichischen Kirchendiskussionen gelegentlich den Eindruck gegeben, als bestünde zwischen "Wahrheit" und "Liebe" ein Gegensatz. Das genaue Gegenteil ist aber in einer rechten Sicht des Christlichen der Fall: Wahrheit ist Liebe und Liebe ist Wahrheit, an Weihnachten natürlich besonders im Blick auf den "für uns" Fleisch gewordenen Gottessohn. Die christliche Wahrheit ist nur die Liebe, denn nach dem Evangelisten Johannes ist "Gott Liebe" (1 Joh 4,16). Diese Liebe erntet nach demselben Evangelisten den Hass der Welt, weshalb sie nicht aufhört, die Hassenden dennoch weiter zu lieben. So erging es dem Erzmärtyrer Stephanus, der die Wahrheit gerade als Liebender ungeschminkt äusserte und für seine Peiniger betete. Würde man seiner Direktheit mangelnde Liebe unterstellen, wäre er selbst schuld an seiner Steinigung. Darüber, ob es erlaubt (also liebevoll) ist, sich für die Wahrheit "totschlagen" zu lassen, hat Sören Kierkegaard viel nachgedacht und eine eigene Abhandlung verfasst. Den Irrtum vom angeblichen Gegensatz zwischen Wahrheit und Liebe hat wahrscheinlich ungewollt der russische Schriftsteller Dostojewski in die Welt gesetzt. Nur eine extrem klerikale Sicht von Wahrheit und Liebe ist aber davon betroffen. Ein ähnlicher Gegensatz zwischen "Wahrheit" und der "Suche nach Wahrheit" wurde von Lessing formuliert - auch dies ein Konstrukt, mit dem dem personal fordernden Anspruch von Wahrheit und Liebe entgangen wird. In der alltäglichen und auch innerchristlichen Diskussion sollte man dem Gegenüber weder den Wahrheitswillen, noch erst recht die Liebe absprechen. Die staatsrechtliche Ermöglichung der Kindertötung durch Abtreibungen in Landeskrankenhäusern (nicht nur in Salzburg) ist ein Skandal, nicht aber eine diesen Skandal öffentlich machende Karikatur - sosehr sie auch manchen "geschmacklos" erscheinen mag. Die Salzburger "Jugend für das Leben" hat dadurch und durch die Lichterkette vor Weihnachten nicht "Psychoterror" oder "Aktionismus" betrieben, sondern ein prophetisches Zeichen gesetzt, für das Amtsträger der Kirche dankbar sein können, auch wenn sie im Stil der Zeugnisgabe andere Wege wählen. Es kann nicht immer ohne Schmerzen und Verletzungen zugehen, wenn durch mutige Zeugen der Geist der Wahrheit "die Welt überführt und aufdeckt, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist" (Joh 16,8 ). Liebe ist also nicht blosse Modalität der Wahrheit, die moralisierend einforderbar wäre, sondern Wesen der Wahrheit selbst. Mit allen Formen von Nicht-Liebe, besonders was den Schutz des Lebens angeht, liegt sie in einem geschichtlichem Kampf.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.01.2005 15:56:50
Papstbotschaft zum Weltfriedenstag
Die heurige Papstbotschaft zum Weltfriedenstag (1. Januar 2005) steht unter dem Motto: "Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!" Nur dies kann der Weg zum wahren Frieden sein. Papst Johannes Paul II. schreibt wörtlich: Der Friede ist ein Gut, das durch das Gute gefördert werden muß: Er ist ein Gut für die einzelnen Menschen, für die Familien, für die Nationen der Erde und für die gesamte Menschheit; er ist jedoch ein Gut, das durch Entscheidungen und Akte zum Guten gehütet und gepflegt werden muß. Da begreift man die tiefe Wahrheit eines anderen paulinischen Grundsatzes: »Vergeltet niemand Böses mit Bösem!« (Röm 12, 17). Der einzige Weg, um aus dem Teufelskreis des Bösen durch das Böse herauszukommen, liegt in der Annahme des Apostelwortes: »Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!« (Röm 12, 21). - Lesen Sie die Papstbotschaft in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.01.2005 15:54:14
Gott wurde Mensch: aus Liebe!
Wieder hören wir am 2. Sonntag nach Weihnachten die Worte aus dem Prolog des Johannesevangeliums. Das ewige Wort Gottes ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. „Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ Was bedeutet es, dass der ewige und allmächtige Gott zu uns Menschen herabgestiegen ist? Gott ist ja unendlich vollkommen; ihm fehlt nichts zu seinem Glück. Die drei göttlichen Personen sind von Ewigkeit geeint im göttlichen Wesen und leben ein Geheimnis der Liebe und seligen Gemeinschaft. Was hätte Gott da noch gebraucht? - Lesen Sie die Predigt zum 2. Sonntag nach Weihnachten 2005!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
31.12.2004 19:26:14
1. Januar: Hochfest der Gottesmutter Maria
Wir grüßen das neue Jahr, das wir aus der Hand Gottes empfangen. Möge 2005 ein „Jahr des Heiles“ für uns alle sein, in dem wir Gott näher kommen und gemeinsam den Plan der Liebe verwirklichen, den Gottes Gnade im Voraus für uns bestimmt hat. Die Kirche lädt uns ein, dieses neue Jahr mit Maria, der Mutter des Herrn, zu beginnen. Wir feiern heute die Gottesmutterschaft der heiligen Jungfrau Maria. Sie hat Jesus Christus in ihrem mütterlichen Schoß empfangen auf höchst wunderbare Weise: ohne Zutun eines Mannes, durch das Wirken des Heiligen Geistes. In ihr nahm jenes menschliche Leben des Gottessohnes seinen Anfang, durch das wir hinein genommen sind in die Gemeinschaft der Kinder Gottes. Als Gott eintreten wollte in diese Welt, da wollte er wirklich einer von uns werden: ein Mensch unter Menschen, in allem uns gleich, außer der Sünde. Von Maria, der Jungfrau, nahm der Sohn Gottes einen wahren menschlichen Leib an, in dem er all das empfinden konnte, was Menschen eigen ist. Er konnte hungern und dürsten, sich freuen und traurig sein, er konnte leiden und sterben. Er nahm Anteil am Los seiner Brüder und Schwestern, für die er da war und denen er den Weg zum Heile wies. - Lesen Sie die Predigt von Dr. Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
31.12.2004 19:24:25
Silvesteransprache von Bischof DDr. Klaus Küng
Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng hat am 31.12.2004 erstmals im Dom zu St. Pölten den Gottesdienst zum Jahresabschluß gefeiert und dabei die Silvesteransprache gehalten. Unter anderem führte er aus: "Wer über die heutige Situation von Kirche und Gesellschaft nachdenkt, gelangt zur Einsicht, dass unser erstes Gebot die Hinwendung zu Ihm, zu Gott, sein muss. Es ist sehr sinnvoll, sehr angebracht und zugleich verheißungsvoll, wenn wir das Neue Jahr – der Weisung des Papstes entsprechend - als eucharistisches Jahr angehen, uns bewusst Christus, dem menschgewordenen Sohn Gottes, der durch Sein Wort und durch Sein Brot in der Kirche gegenwärtig ist, zuwenden. Es ist eine gute Grundlegung der Zuversicht für das Neue Jahr, für Kirche und Gesellschaft, wenn wir es mit diesem Vorsatz eröffnen: alles in Christus erneuern (vgl. Eph 1,10) und daher in den Pfarren, Gemeinschaften, Klöstern, Gebetsstunden einführen und das Gebet in stiller Anbetung vor dem Tabernakel pflegen." - Lesen Sie die Ansprache in vollem Wortlaut, wie sie vom diözesanen Pressereferat dokumentiert wird!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.12.2004 17:47:45
Zum Ausklang des Jahres 2004 - eine Predigt
Der Altjahrestag lässt uns zurückblicken auf das zu Ende gehende Jahr 2004. Persönliche Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen, für die wir dankbar sind, aber auch so manches Leidvolle und Schicksalsschwere, an dem wir zu tragen haben, tritt in diesen Tagen hervor und bewegt uns in der Erinnerung. Und doch tritt all das in gewisser Weise auch zurück mit Blick auf die vielen Todesopfer und Obdachlosen infolge des großen Seebebens in Südostasien. Wir alle sind zutiefst betroffen und in unserer tatkräftigen Solidarität herausgefordert. Wer gibt den Menschen in Südostasien ihre durch die Flut umgekommenen Angehörigen zurück? Wer tröstet die Hinterbliebenen? Auch Österreich und Deutschland sowie andere Länder sind betroffen durch zahlreiche Opfer unter den dort befindlichen Touristen. Wir können an dieser Stelle nur unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen und wollen für alle beten, die von Gott unerwartet abberufen wurden in die Ewigkeit. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 31.12.2004!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.12.2004 17:44:38
Tsunami-Katastrophe: Zahlreiche Feuerwerke abgesagt
Vielerorts werden im Gedenken an die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Südostasien Feuerwerksveranstaltungen abgesagt, so auch in der Stadt St. Pölten, berichtet das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Diözese St. Pölten:
Zu einem „Lichtermeer der Nächstenliebe“ für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien anstelle des traditionellen Feuerwerks zu Silvester haben Bischof Klaus Küng, der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler und Caritasdirektor Friedrich Schuhböck die Bevölkerung aufgerufen. Gedenkminute am 31. Dezember, 23.30 Uhr am Rathausplatz St. Pölten. Sie bitten die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, bei den Silvesterparties ein Zeichen der Solidarität zu setzen. „Verbinden wir den Jahreswechsel mit einer spürbaren Hilfe für die Flutopfer. Nur schnelle Hilfe sichert ihnen das Überleben“, sagt Direktor Schuhböck. „Es geht nicht darum, dass wir nicht feiern sollen. Aber wenn aus unserer Freude auch Hilfe entsteht und obdachlose Menschen überleben können, wird der Jahreswechsel doppelt gelingen“. - Weitere Informationen. - Theologische Deutungen der Katastrophe geben u.a. P. Eberhard von Gemmingen und P. Robert Bösner.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
29.12.2004 18:06:05
Abtreibung bleibt ein heißes Eisen
In einem Kommentar der Zeitung "Die Tagespost" schreibt Stephan Baier u.a.: Ein trauriges Jubiläum: Nun wird die „Fristenlösung“ genannte Abtreibungs-Gesetzgebung in Österreich dreißig Jahre alt. Die Zwischenbilanz dieser „Lösung“, die am 23.1.1974 mit 92 gegen 89 Stimmen im Parlament angenommen wurde und am 1.1.1975 in Kraft trat, ist erschreckend: Jedes zweite bis dritte Kind wird im Mutterleib getötet. Da es in Österreich weder Statistik noch Motivenforschung zur Abtreibung gibt, gehen die Schätzungen weit auseinander. Seriöse Quellen sprechen von 40000 bis 80000 Abtreibungen pro Jahr, während rund 70000 Kinder jedes Jahr das Licht dieser Welt erblicken dürfen. Der in diesem Jahr verstorbene Kardinal Franz König hatte in einer Predigt gewarnt: „Wo man jenes Gesetz, durch das werdendes Leben geschützt wird, abschafft, dort zerstört man zugleich die Grundvoraussetzung menschlichen Zusammenlebens. Denn eine Gesellschaft, die vor dem menschlichen Leben keine Ehrfurcht mehr hat, ist über kurz oder lang selber dem Untergang geweiht.“ Tatsächlich schwand mit dem strafrechtlichen Schutz des ungeborenen Lebens auch das Bewusstsein für das Lebensrecht der Ungeborenen. - Lesen Sie den Kommentar in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
29.12.2004 07:47:05
Spendenaufrufe für Flutopfer
Caritas-Bischof Manfred Scheuer bittet statt Raketen und Böller zu kaufen, für die Menschen in Südasien zu spenden. Wir seien jetzt gefordert, den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe mit allen Möglichkeiten zu unterstützen. Als Caritas-Bischof sei er froh über die internationale Vernetzung der Caritas und die kirchlichen Strukturen vor Ort, so Bischof Scheuer. Gemeinsam mit den lokalen Caritas-Organisationen und engagierten Pfarrgemeinden konnten bereits erste Notprogramme gestartet werden. - www.caritas.at
Auch das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" ruft zur Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien auf. Die katholische Kirche ist in allen von der Flut betroffenen Gebieten präsent und wird, wie Kirche in Not nach Rücksprache mit den verantwortlichen Bischöfen erfahren hat, ihre Einrichtungen und verfügbaren Mittel für die Opfer zur Verfügung stellen. Die Spenden werden umgehend den Überlebenden als „erste Hilfe“ zu Gute kommen. Wie üblich wird das Hilfswerk alle Spenden über die vor Ort zuständigen Bischöfe leiten. Spenden werden erbeten unter: Kirche in Not/Ostpriesterhilfe, PSK-Konto-Nr. 7.631.087, BLZ 60.000, Kennwort: Flutkatastrophe. - www.kircheinnot.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.12.2004 06:26:33
Bischof Küng betont: Wir können uns mit "Fristenregelung" nicht abfinden!
Mit klaren Worten hat Familienbischof Klaus Küng in einem kath.net-Interview zur aktuellen Lebensschutzdebatte Stellung genommen. Unter anderem stellte Küng fest: "Die Kirche wird sich nie mit einer Fristenregelung abfinden. Dem Leben gebührt Schutz von seinem Anfang an bis zum natürlichen Tod. Die Hauptaufgabe der Kirche besteht darin zu helfen: durch die Ermutigung Kinder zu bejahen, durch die Betonung der Verantwortung, die den Männern und den Frauen bezüglich Lebensschutz zukommt. Sexualität darf nicht bloß wie ein Konsumartikel betrachtet werden. Wichtig sind Beratungsangebote, Hilfestellungen in Notsituationen wie z.B. Mutter-Kind-Heime, auch seelischer Beistand, wenn Abtreibung vorgekommen ist. Die Kirche vermittelt, ins besondere durch Spendung der Sakramente, Versöhnung mit Gott und mit sich selbst. Bezüglich Fristenregelung wäre es höchste Zeit, endlich jene flankierende Maßnahmen zu erreichen, die Bruno Kreisky schon vor 30 Jahren versprochen hat. Außerdem wäre es dringend, zumindest einige Verbesserungen durchzusetzen, die mehrheitsfähig sind: z.B. bei Verlangen, eine Abtreibung durchführen zu wollen, die Einführung einer 3-Tages-Frist zur Vermeidung von überstürzten Handlungen, die Förderung von Beratung in Schwangerschaftskonfliktsituationen, insbesondere auch im Zusammenhang mit pränataler Diagnostik, die Beauftragung einer Motivationsforschung bezüglich Abtreibung und Förderung der Hilfestellung für Frauen, die unter dem Postabortion-Syndrom leiden. Es scheint, dass wir derzeit keine Mehrheit finden, um eine grundlegende Veränderung der Gesetzeslage durchzusetzen, eine solche Änderung ist jedoch erstrebenswert. Das bedeutet nicht unbedingt Rückkehr zur früheren Gesetzgebung mit Bestrafung der Frauen, die eine Abtreibung durchführen lassen. Bei einer echten Novellierung der Gesetzeslage wird es eher darum gehen, z.B. jede Druckausübung seitens des Kindesvaters oder anderer Personen (Verwandte, Arbeitgeber) sowie die Unterlassung der Beratungspflicht seitens des Arztes zu sanktionieren." - Lesen Sie das Interview in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.12.2004 06:22:32
Jugend für das Leben: Beweggrund ist die Liebe
In einem am Fest der "Unschuldigen Kinder" (28.12.2004) publizierten Kommentar gibt Jutta Lang, Vorsitzende von "Jugend für das Leben", wichtige Klarstellungen zu den Aktivitäten der Lebensschützer. Unter anderem hält sie fest: " Liebe heißt nicht, eine anspruchsvolle Wahrheit aus Angst zu verschweigen, sondern sie so zu sagen, dass sie dem Mitmenschen zum Guten gereicht. Die Liebe ist der einzige Beweggrund für jedes Gespräch, jeden Einsatz und jede Aktion, die wir im Namen der ‚Jugend für das Leben’ durchführen. Natürlich müssen Stil und Sprache auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden. Wenn wir in Schulen gehen, dann sprechen wir auf freundliche, klare und kreative Weise. Wenn wir auf der Straße Gespräche führen, versuchen wir unser Gegenüber zu hören, zu verstehen und ihn davon ausgehend einen Schritt weiter zu führen. Wenn Frauen nach einer Abtreibung leiden, dann begegnen wir ihnen mit größter Rücksicht und Sanftheit, denn wir wissen, dass nichts und niemand auf dieser Welt dazu berechtigt ist, ein Urteil zu fällen. Wenn wir eine öffentliche Kundgebung, wie vergangene Woche in Salzburg, veranstalten, dann tragen wir Lichter, wir singen, wir sprechen deutlich und ruhig. Wenn uns jedoch eine Politikerin gegenüber steht, die im Begriffe ist, ihr Amt für einen fatalen Fehler, der unzähligen Kindern das Leben kosten wird, zu missbrauchen, dann sprechen wir mit größerem Nachdruck. Haben wir durch unsere Aktion das nötige Maß an Nachdruck überschritten? Wenn dies der Fall war, dann nur deshalb, weil wir sehen, wie das Leben so vieler ungeborener Mitmenschen an einem seidenen Faden über dem Abgrund baumelt. Was hätte eine Handvoll junger Lebensschützer angesichts Burgstallers eisernen Willens unternehmen sollen? Schweigen? Sprechen? Hätte man uns Gehör geschenkt?" - Lesen Sie den Kommentar in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
27.12.2004 10:09:13
Kardinal Schönborn zu Pro-Life-Gruppen
(kath.net) Kardinal Christoph Schönborn hat am Montag gegenüber KATH.NET Stellung zum Thema Abtreibung und seinen in den vergangenen Tagen getätigten Aussagen genommen. Schönborn erinnerte daran, dass er in seiner Predigt am Stephanitag viele diakonalen Initiativen in Österreich gelobt habe (Flüchtlingshilfe, Licht ins Dunkel, Nachbar in Not, DKA). Er betonte gegenüber KATH.NET: "Auch wenn ich vor einigen Tagen einen gewissen Aktionismus von Jugendlichen, die im Lebensschutz engagiert sind, kritisiert habe, weil sie hier über das Ziel hinausgeschossen haben, so möchte ich doch klarstellen, dass ich mit großer Dankbarkeit den Einsatz so vieler junger Menschen für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod begrüße und unterstütze." Der Kardinal betonte gegenüber KATH.NET ausdrücklich, dass er mit der Kritik an vereinzelten Aktionen nicht das Bemühen dieser Jugendinitiativen negativ beurteile. Zur Fristenregelung selbst meinte Schönborn: "Natürlich ist das eine offene Wunde. Das habe ich auch immer wieder gesagt. Wir wünschen uns endlich die flankierenden Maßnahmen zum Lebensschutz, die seit 30 Jahren versprochen und nur zum geringsten Teil eingelöst worden sind. Ich hoffe, es gelingt, hierüber mit allen politischen und gesellschaftlichen Kräften ins Gespräch zu kommen, wie Erzbischof Kothgasser das auf Landesebene in Salzburg versucht hat."
(news.stjosef.at) Im ORF Radiointerview vom 23.12. hatte Kardinal Schönborn den „Aktionismus“ bestimmter „Pro-Life-Gruppen“ kritisiert, wie er u.a. in den Aktionen „Schuhe für Gabi“ (von HLI) sowie in der Karikatur Burgstallers, welche der Heiligen Familie zur Abtreibung rät (JfdL), zum Ausdruck gekommen war. Diese Äußerungen sowie auch seine Predigt am 26.12., in der er erneut „Jugend für das Leben“ kritisch nannte, führten zu massivem Unverständnis betroffener Aktivisten bzw. von vielen Gläubigen, die das Engagement von Pro-Life-Gruppen ausdrücklich begrüßen. Schönborn habe mit dieser Distanzierung jenen Politikern einen Dienst erwiesen, die von der Kirche ein „Leisetreten“ in puncto Abtreibung erwarteten, lautete eine Einschätzung dieser Äußerungen von Kardinal Schönborn. Ob es ihm mit dem Interview in kath.net gewinnt, das verloren gegangene Vertrauen der Lebensschützer zurück zu gewinnen, bleibt offen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.12.2004 17:03:27
Papst betet für Opfer des Seebebens
(Radio Vatikan) Papst Johannes Paul II. hat zum Gebet für die Opfer des Erdbebens in Südasien und zu Hilfeleistungen aufgerufen. Bei dem schwersten Erdbeben seit 44 Jahren sind Schätzungen zufolge mindestens 6.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Angelus-Gebet sagte Papst Johannes Paul II. heute: "Das Weihnachtsfest ist sehr traurig geworden durch die Nachrichten, die uns aus Süd-Ost-Asien erreichen über das schwere Erdbeben, das Indonesien getroffen hat und zu Folgen in anderen Ländern führte, in Sri Lanka, Indien, Bangladesh, Myanmar, Thailand, Malaysia und den Malediven. Wir beten für die Opfer dieser ungeheuren Tragödie und versichern alle Leidenden unserer Solidarität, während wir erwarten, dass die internationale Gemeinschaft sich dafür einsetze, den betroffenen Völkern Erleichterung zu verschaffen." Das Erdbeben im Indischen Ozean kommt genau ein Jahr nach jenem in der iranischen Stadt Bam, bei dem am 26. Dezember 2003 rund 31.000 Menschen ums Leben kamen. Aber zurück zum Angelus: Des weiteren hat Papst Johannes Paul heute den Wert der Familie und der Ehe unterstrichen. Am heutigen Fest der heiligen Familie sagte der Papst, Jesus Christus habe durch seine Inkarnation die menschliche Familie geheiligt: "Die heilige Familie, die nicht wenige schmerzhaften Prüfungen überstehen musste, möge über alle Familien der Welt wachen, besonders über jene, die sich in schwierigen Umständen befinden. Sie helfe genauso den Kulturschaffenden und den Verantwortlichen in der Politik, dass sie die Einrichtung der Familie verteidigen, die sich auf die Ehe gründet, und dass sie sie unterstützen, da sie ja die schweren Herausforderungen der Gegenwart angehen muss." Im "Jahr der Eucharistie", so Johannes Paul II, sei eine weitere Bedeutung der Familie noch zu unterstreichen: "Die christliche Familie möge das Licht und die Kraft wieder finden, um vereint voran zu gehen und als "Hauskirche" zu wachsen, besonders durch die ausdauernde Teilnahme an der heiligen Messe."
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.12.2004 11:55:02
Neuaufbruch unter dem Zeichen des Weihnachtssterns
(DPS St. Pölten) „Jedes Mal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten“. Dies betonte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Predigt am Christtag im Dom zu St. Pölten. Weihnachten sei etwas „Großes, Unfassbares“, wies der Bischof hin. „Der Herr selbst sucht den Menschen, ehe der Mensch ihn sucht“. Dieses Geheimnis von Weihnacht, so der Bischof weiter, eröffne den Menschen völlig neue Horizonte. Weihnachten verweise auf einen Weg geistiger Erneuerung, stellte Bischof Küng in seiner Predigt fest. Wer sich dem Weihnachtsgeschehen zuwende, werde erfahren, „Wie ein Licht aufgeht, das gerade in der Finsternis leuchtet, das uns Mut macht und anspornt, vom Weg für den wir bestimmt sind, nicht abzulassen“. Weihnachten führt zur Bejahung der Kirche, „auch wenn Fehler an ihren Gliedern“ zu erkennen seien, sagte der Diözesanbischof. Es führe zur Lebensbejahung und sporne die Menschen an, „auch anderen von Seinem Licht zu bringen“. Abschließend wies der Bischof hin, dass er gerne auch „den notwendigen Neuaufbruch“ der Diözese „unter das Licht des Weihnachtssterns“ stellen möchte. Niemand, „auch keine Einzelgruppe“ soll davon ausgeschlossen sein. Alle sollen mittun, sofern sie vom Wunsch erfüllt seien, „Christus im Herzen zu tragen und ihn den anderen zu vermitteln“. - Hier finden Sie die Predigt von Bischof Küng im Wortlaut! - Weiterer Link: Predigt bei der Christmette.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.12.2004 11:53:09
Papst spendete Weihnachtssegen
Papst Johannes Paul II. hat am ersten Weihnachtsfeiertag den traditionellen Weihnachtssegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") erteilt. Zehntausende Gläubige, darunter zahlreiche Kinder, versammelten sich am Samstag trotz schlechten Wetters auf dem Petersplatz in Rom. In 62 Sprachen richtete der Papst zuvor seine Weihnachtswünsche an alle Welt. Zuvor hatte der Papst eine kurze Weihnachtsansprache gehalten. - Lesen Sie auch die Predigt von Papst Johannes Paul II. bei der Christmette!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.12.2004 13:05:37
Fest der heiligen Familie
Heuer feiert die Kirche am 2. Weihnachtsfeiertag, dem Fest des Erzmärtyrers Stephanus, aufgrund des Sonntags zugleich das „Fest der heiligen Familie“. Entsprechend der liturgischen Ordnung tritt der Blutzeuge Stephanus damit in den Hintergrund, da sich die Messtexte auf die Heilige Familie beziehen. Unser Blick geht zur Krippe, wo wir die Heilige Familie antreffen: Zu ihr gehören Maria, die Jungfrau und Mutter, Josef, der jungfräuliche Ehemann und väterliche Beschützer, sowie das Kind Jesus, der in einer menschlichen Familie aufwachsen wollte. Im Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes hat Gott Ja gesagt auch zur menschlichen Familie. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum Fest der Heiligen Familie 2004!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.12.2004 07:46:19
Weihnachtspredigt II: Was verbirgt sich hinter "Weihnachten"?
Was würden wir jemandem sagen, der uns fragt: „Was feiert ihr eigentlich zu Weihnachten?“ Hören wir dazu folgende Geschichte: Da kommt jemand von weit, weit her, gleichsam von einem fern Stern, auf unsere Erde und bemerkt das geschäftige Treiben der Menschen in der Advent- und Weihnachtszeit. „Da rührt sich etwas, da tut sich vieles“, denkt er sich. „Was kann das wohl bedeuten?“ Eine Zeit lang beobachtet dieser Besucher das Geschehen. Dann fasst er sich ein Herz und fragt den Nächstbesten: „Sag mir, was geschieht hier eigentlich? Worauf bereiten sich die Menschen vor? Was wird hier gefeiert?“ Die Antwort lautet: „Ja, weißt Du denn nicht, dass man hier Weihnachten feiert?“ Der Fragende, der überhaupt nicht Bescheid weißt, gibt sich mit dieser so selbstverständlich klingenden Antwort nicht zufrieden. Er beschließt weiterzufragen und dem Geheimnis von Weihnachten auf den Grund zu gehen. Was verbirgt sich wohl hinter diesem Fest? - Lesen Sie die ganze Geschichte in der Weihnachtspredigt II von Dr. Josef Spindelböck!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.12.2004 07:45:03
Weihnachtspredigt I: Gott hat sich uns selbst geschenkt
Wie den Hirten wird auch uns in dieser hochheiligen Nacht die frohe Botschaft durch die Engel verkündet: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ (Lk 2,10-11) Ja, ein Kind ist uns geboren, ein Sohn, auf dessen Schultern die Herrschaft ruht (vgl. Jes 9,5). Gelingt es uns, das zu begreifen? Sind wir überhaupt fähig dazu, zum Zentralgeheimnis von Weihnachten vorzudringen? Als damals vor 2000 Jahren das große Ereignis geschah und der Sohn Gottes geboren wurde als „Menschensohn“, da gab es keine feierliche Begrüßung durch die Großen dieser Welt. Das Jesuskind wurde nicht in einem luxuriösen Palast geboren, sondern außerhalb der Herberge an einem Ort, wo sonst die Tiere ihre Unterkunft finden. Armut prägte das Kommen des Erlösers in unsere Welt. Wir wollen das kaum glauben, wenn wir uns an diesem Tag gegenseitig beschenken und uns so vieler schöner Dinge erfreuen können. Die Frage ist nur, ob wir begreifen können, was den eigentlichen Sinngehalt des Weihnachtsfestes ausmacht. Der Sinn von Weihnachten liegt sicher nicht im Kaufrausch und im egoistischen An-Sich-Raffen aller möglichen Dinge, sondern vor allem in der liebevollen Zuwendung, da auch Gott sich uns endgültig zugewandt hat in der Menschwerdung seines Sohnes. Der Sinn von Weihnachten wird im Kind in der Krippe offenbar, wo uns die Liebe Gottes begegnet. Wir können hier nur stille werden, niederknien und anbeten! Denn Großes hat der Herr an uns getan. Eben darüber freuen wir uns, und darum beschenken wir uns auch gegenseitig zu Weihnachten, weil uns Gott in seiner Liebe das größte Geschenk gemacht hat, das möglich ist: Er hat sich uns selbst geschenkt in seinem Sohn Jesus Christus, der als Mensch zu uns gekommen ist! - Lesen Sie die Weihnachtspredigt I in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
23.12.2004 10:03:04
"Gut gemeint, aber nicht mehr katholisch!" Eine kritische Replik
(kath.net-Kommentar von Dr. Josef Spindelböck)
Der in der Zeitschrift „Theologisches“ (12/2004) publizierte Beitrag von Pfarrer Paul Hildenbeutel, Bingen-Dromersheim, mit dem Titel „Die Hölle“ verlangt eine kritische Stellungnahme. Das Anliegen des Autors ist anzuerkennen, die katholische Glaubenswahrheit von der Hölle wieder zur Geltung zu bringen. Nicht selten erfolgte in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch bei katholischen Gläubigen entweder eine direkte Leugnung dieser Wahrheit, oder aber es gab und gibt zumindest eine verschämte Unsicherheit, sich offen dazu zu bekennen. Demgegenüber erinnert der „Katechismus der Katholischen Kirche“ ganz klar daran, dass es einen „Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen“ gibt, den man „Hölle“ nennt (KKK 1033). „Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.“ (KKK 1035) Ausdrücklich heißt es im „Katechismus der Katholischen Kirche“: „Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen; nur eine freiwillige Abkehr von Gott (eine Todsünde), in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu.“ Als kirchlich relevante Stellungnahmen für diese letzte Aussage werden angeführt das 2. Konzil von Orange (Conclusio, DS 397) sowie das Konzil von Trient (Dekret über die Rechtfertigung, Kan. 17, DS 1567).
Im Beitrag von Paul Hildenbeutel wird die These vertreten, es gäbe gleicherweise eine Vorherbestimmung für den Himmel wie auch eine Vorherbestimmung für die Hölle. Gott sei es also letztlich, der es verantworte, wofür sich der Mensch entscheide. So wörtlich: „Der Mensch kann nicht eigenmächtig und absolut wählen zwischen Himmel und Hölle. Er wäre völlig überfordert durch diese Entscheidung. Er kennt weder den Himmel noch die Hölle. Wie sollte er sich entscheiden? Auch kann er bei keiner seiner Entscheidungen auf Erden das volle Ausmaß an ewiger Wirkung ermessen. Daher hat der gütige Gott ihm die Entscheidung abgenommen. In seiner Vorherbestimmung hat er klar festgelegt, wer in den Himmel kommt und wer in die Hölle. Und seine Vorherbestimmung ist unabänderlich. Wir, seine Geschöpfe, sind daher in dieser so wichtigen Sache entlastet.“ Himmel und Hölle werden als letztlich gleichwertige Alternativen vorgestellt. Es brauche gleichsam das Äquivalent der Hölle für die Bösen, um auch die Möglichkeit des Himmels für die Guten zu sichern. „Einerseits gibt es den Himmel, die ewige Gemeinschaft mit Gott. Muss es dann nicht zum Ausgleich die Hölle geben als ewige Ferne von Gott? Zumindest wird dadurch bewirkt, dass alle im Himmel ihre Seligkeit als ungeschuldetes Geschenk Gottes erkennen. …Himmel und Hölle sind demnach die notwendige Ergänzung füreinander. Und erst dadurch wird Gottes Schöpfung vollkommen.“
Wer zur Hölle vorherbestimmt ist, findet nach Auffassung von Hildenbeutel darin sogar seine eigene Erfüllung. „Denn auch wenn der Mensch auf ewiges Leben und ewige Erfüllung hin angelegt ist, muss diese Erfüllung doch nicht notwendig im Himmel gegeben sein“, meint Hildenbeutel. Gott „gewährt“ dem Sünder „diese Gottferne, um für das ewige Leben in der Hölle gerüstet zu sein. In der Hölle erfüllt sich das, was der Teufel und sein Anhang immer gewollt haben. Sie dürfen sich nach Herzenslust austoben. Nichts fehlt ihnen zu ihrem Glück. … Es kommt ihnen vor, als gewähre Gott ihnen nichts anderes, als was sie schon immer für sich gewollt haben.“ Der Autor meint weiter, Gott „wäre … geradezu sadistisch, wenn er den Menschen in der Hölle die Freude des Himmels dauernd vor Augen stellen würde. Nein, Gott überlässt die Hölle sich selbst, damit ihr ihre Weise der ewigen Erfüllung genügen kann.“
Vom katholischen Glaubensstandpunkt aus ergeben sich schwerwiegende Anfragen gegen eine solche Sichtweise, wie sie Hildenbeutel darstellt und vertritt. Wenn es wirklich eine Vorherbestimmung des einzelnen Menschen zur Hölle unabhängig von seinen in der freien Entscheidung gegen Gott begründeten Missverdiensten gäbe, dann würde der allgemeine Heilswille Gottes geleugnet. Gott will jedoch wirklich, „dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4). Jedem Menschen gibt er ausreichend Gnade, sodass er gerettet werden kann. Die Kirche hat die Auffassung einer positiven Vorherbestimmung von Gott zur Sünde und eine unbedingte Vorherbestimmung zur ewigen Höllenstrafe daher abgelehnt. Der häretische Prädestinatianismus wurde als Irrlehre verworfen, da damit die Universalität des göttlichen Heilswillens geleugnet wird sowie letztlich auch die Gerechtigkeit Gottes und die Freiheit des Menschen (vgl. Ludwig Ott, Grundriss der Dogmatik, Freiburg 1981, 295). Der Beitrag von Paul Hildenbeutel über die Hölle mag gut gemeint sein. Doch dem Inhalt nach widerspricht er in wesentlichen Punkten der katholischen Glaubenslehre. - Eine ausführliche Fassung dieser Replik können Sie online sowie demnächst in "Theologisches" lesen!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] (146) [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] [193] [194] [195] [196] [197] nächste Seite letzte Seite
News per E-Mail abonnieren
E-Mailadresse:
Format der E-Mail: HTML
nur Text
  News per E-Mail abonnieren
Abonnement löschen
Inhalt www.stjosef.at
Powered by SimpNews V2.49.01 ©2002-2009 Bösch EDV-Consulting

Zum Archiv des Newsletters

Dieser Newsletter wird fallweise erweitert und kann kostenfrei sowohl im Web gelesen als auch per e-mail abonniert werden. Grundlegende Richtung: römisch-katholisch.

Nachdruck oder weitere Veröffentlichung im Internet mit genauer Quellenangabe gestattet (Mitteilung erbeten). Für externe Links übernehmen wir keine inhaltliche Verantwortung. Redaktionelle Verantwortung: Dr. Josef Spindelböck, Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef, Kremser Straße 7, A-3123 Kleinhain. Kontakt: newsletter@stjosef.at