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24.03.2005 10:31:56
Interview mit Jim Caviezel
(die-tagespost.de) Seit Dienstag ist Mel Gibsons „Passion Christi“ wieder in den Kinos. Auf Grund der großen Nachfrage kommt der Film in den Vereinigten Staaten mit 950 Kopien zum Einsatz. In Deutschland ist er in mehr als 140 Städten zu sehen. Bewährt sich die Wiederaufnahme, wird Gibsons Passionsfilm jährlich in der Karwoche in die Kinos kommen. „Die Tagespost“ sprach mit Jesus-Darsteller Jim Caviezel über den Film seines Lebens, seinen Glauben und sein Jesusbild. - Ein lesenswertes Porträt eines ungewöhnlichen Schauspielers, dem die Treue zur Wahrheit wichtiger ist als Erfolg und Geld.
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24.03.2005 10:27:46
Das eucharistische Opfer als Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
Bei jeder heiligen Messe tut die Kirche das, was ihr unser Herr Jesus Christus beim Letzten Abendmahl aufgetragen hat. Er nahm das Brot und sprach die Worte: „Nehmet und esset: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, und er nahm den Kelch mit Wein und sprach die Worte: „Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (vgl. Mt 26,26-28). Dabei gab er den Aposteln und ihren Nachfolgern die Weisung: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (vgl. Lk 22,19; 1 Kor 11,24-25). Wenn die Kirche Eucharistie feiert, dann versteht sie dies nicht als bloßes Zeichen der Erinnerung an den Herrn. Vielmehr ist es das gläubige Bewusstsein der Kirche, dass durch das Geschehen am Altar auf unblutige Weise das Kreuzesopfer Christi – sein Tod und seine Auferstehung – vergegenwärtigt wird. Unter den Gestalten von Brot und Wein beten wir wirklich den Leib und das Blut des Herrn an, der zugegen ist als wahrer Gott und Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut. Ihn dürfen wir nach rechter Vorbereitung – und wenn wir durch das Sakrament der Buße frei geworden sind von schwerer Sünde – in der heiligen Kommunion empfangen. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum Gründonnerstag!
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23.03.2005 19:25:57
Protestanten entdecken die Gottesmutter Maria neu
(news.stjosef.at) Anlässlich des heurigen terminmäßigen Zusammenfalls des Karfreitags mit dem Fest „Mariä Verkündigung“ (exakt: „Verkündigung des Herrn“, liturgisch heuer am Montag nach dem 2. Ostersonntag gefeiert, d.h. erst am 4. April) widmet das internationale TIME-Magazine den Hauptartikel („Cover Story“) der Ausgabe vom 21. März 2005 unter dem Titel „Hail, Mary“ der in protestantischen Gemeinschaften neu erwachenden Hinwendung zur Gestalt der Gottesmutter Maria und ihrer wieder entdeckten Wertschätzung. Verschiedene Prediger und Theologen, z.B. aus dem Bereich der Presbyterianer und der Methodisten, werden angeführt, welche es nun wagen, Maria als erste Jüngerin ihres Sohnes der Vergessenheit zu entreißen, und die mitunter sogar das „Ave Maria“ anstimmen. Gerade die Besinnung auf das Zeugnis der Heiligen Schrift verbiete eine Marginalisierung der Rolle der Jungfrau und Gottesmutter Maria, sind nicht wenige maßgebliche Vertreter aus diesen Gemeinschaften überzeugt. Es gäbe dadurch zwar eine Annäherung an die katholische und orthodoxe Kirche; eine „Rekatholisierung“ will man darin dennoch nicht sehen.
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23.03.2005 19:10:58
Bischof Sgreccia verurteilt Absetzung der künstlichen Ernährung
(zenit.org) Scharf verurteilt hat Bischof Elio Sgreccia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, das kürzlich gefallene Gerichtsurteil in Florida, das die Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung der Wachkoma-Patientin Terri Schiavo abgelehnt hat. Die 41-jährige US-Amerikanerin müsse nun einen "langwierigen und fürchterlichen Todeskampf" ausfechten, kritisierte der Bischof. Abermals ist der Einspruch der Eltern von Terri Schiavo, die um das Leben ihrer Tochter bangen, abgelehnt worden. Somit bleibt die Entscheidung, die für die Abschaltung ihrer künstlichen Ernährung am vergangenen Freitag verantwortlich ist, weiterhin aufrecht. "Ich muss das moralische Urteil erneut bekräftigen, das sich nicht geändert hat: Es handelt sich um eine unzulässige und schwerwiegende Handlung", sagte Bischof Sgreccia in "Radio Vatikan". Anlass zur Besorgnis gebe vor allem die Tatsache, dass scheinbar "die Entscheidung über Leben oder Tod eines Menschen heute Sache von Gerichten ist". "Deshalb bekräftige ich das negative Urteil, und zwar nicht nur, weil man ihre Ernährung abgestellt hat, sondern auch im Hinblick auf die Entscheidung, die versucht, etwas Derartiges zu legitimieren. Ich hoffe, dass dies kein Vorbild für andere ähnliche Entscheidungen wird", fügte der Bischof hinzu. Bei der Entscheidung der US-Justiz handle es sich "nicht um Euthanasie im buchstäblichen Sinn des Wortes; es handelt sich nicht um einen 'guten Tod', sondern um einen Tod, der auf grausame Weise hervorgerufen wird. Es handelt sich auch nicht um eine ärztliche Handlung. Es geht einfach darum, Wasser und Nahrung zu entfernen, um den Tod zu verursachen. Ich bin überzeugt, dass diejenigen, die sich mit der Familie solidarisch erklärt haben, eine sehr verdienstvolle Handlung setzen", betonte der Bischof. Dasselbe gelte auch für all jene Menschen, die für sie öffentlich eingetreten sind. Der Bischof kritisierte außerdem die "Übertreibungsmaschinerie, die danach trachtet, die Legalisierung der so genannten Euthanasie in diesem und ähnlichen Fällen zu fördern, wobei oft völlig anders geartete Interessen auf dem Spiel stehen".
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22.03.2005 10:05:03
Neue Gesundheitsprobleme des Papstes
Obwohl der Vatikan offiziell in der Causa schweigt, wächst die Sorge um den Gesundheitszustand des Papstes. Johannes Paul II. (84) habe erneut schwere Probleme mit der Atmung. Vermehrte Schleimbildung erschwere ihm Atmen, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ in ihrer Dienstag-Ausgabe. Die Ärzte der römischen Poliklinik Gemelli, die das Kirchenoberhaupt seit seiner Rückkehr in den Vatikan vor neun Tagen behandeln, mussten die Kanüle im Hals des Papstes von Schleim befreien, um ihm die Atmung zu erleichtern. „Beten Sie für den Papst, weil sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat“, sagte der persönliche Sekretär des Papstes, Stanislaw Dziwisz, einem polnischen Priester laut der gut informierten römischen Tageszeitung „Il Messaggero“. „Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Papstes hat für Generalalarm im Vatikan gesorgt. Laut einigen kirchlichen Quellen ist der Zustand des Papstes heute schlechter als während seines Aufenthalts in der Gemelli-Klinik“, so die Tageszeitung. Der Papst wird mit Injektionen gegen Infektionen gestärkt, die nach der Luftröhrenoperation am 24. Operation lebensgefährlich sein könnten. Der Papst erhalte massive Antibiotika, die seinen Körper stark belasten, berichtete „Il Messaggero“. Der ORF-Romkorrespondent Andreas Pfeiffer relativierte diese Meldungen in der ZiB vom 22.03.2005 um 13 Uhr in der Weise, als es bei einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Papstes sicher sofort zu einer neuerlichen Überstellung ins Gemelli-Krankenhaus kommen würde, was bis jetzt aber nicht der Fall sei.
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22.03.2005 09:59:44
Muss Terri Schiavo sterben? Künstliche Ernährung wird nicht wieder aufgenommen
Die künstliche Ernährung der Koma-Patientin Terri Schiavo wird nicht wieder aufgenommen, wie Bundesrichter James Whittemore heute entschied. Dies berichtet der ORF. Der Richter lehnte damit den Antrag der Eltern von Schiavo ab, die am Freitag entfernte Magensonde wieder einzusetzen. Der Richter stellt sich damit auf die Seite des Ehemannes von Schiavo, der für ihren angeblichen Wunsch kämpft, nicht künstlich am Leben erhalten zu werden. Schiavos Eltern kämpfen wiederum dafür, dass ihre Tochter weiter am Leben erhalten wird. Mit seiner Entscheidung stellt sich der Richter jedoch auch gegen US-Präsident George W. Bush und den US-Kongress, die für eine Gesetzesänderung gesorgt hatten, um Schiavo am Leben zu erhalten, die seit einem Herzstillstand 1990 im Koma liegt.
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20.03.2005 17:10:05
Keine Papstmesse am Palmsonntag, doch stummer Segen
(www.radiovatikan.de) Papst Johannes Paul II. hat sich am Ende der heutigen Eucharistiefeier zum Palmsonntag am Fenster seines Arbeitszimmers gezeigt. Schweigend segnete der Papst zuerst mit einem Ölbaumzweig und nachher mit der einfachen Hand die Gläubigen und grüßte sie. Die Feier auf dem Petersplatz war zugleich die Feier des Weltjugendtages für die Diözese Rom. Rund 70 000 Menschen, darunter viele Jugendliche, waren auf dem Petersplatz zugegen - unter strahlend blauem Himmel und in guter Stimmung. Die von Erzbischof Sandri verlesene Papstbotschaft lautete: "Liebe Jugendliche! Im kommenden August wird in Köln der Weltjugendtag stattfinden, im Herzen Deutschlands und Europas. In der eindrucksvollen Kathedrale jener Stadt verehrt man die Reliquien der heiligen Drei Weisen, die deshalb in gewissen Sinn eure Führer geworden sind in Richtung auf diesen Termin. Sie kamen aus dem Osten, um Jesus Ehre zu erweisen und sagten: ‚Wir sind gekommen, um ihn anzubeten’ (Mt 2,2). Diese Worte, die so reich an Bedeutung sind, stellen das Thema unseres geistlichen und katechetischen Weges auf den Weltjugendtag zu dar. Ihr verehrt heute das Kreuz Christi, das ihr in die ganze Welt tragt, denn ihr habt an die Liebe Gottes geglaubt, die sich im gekreuzigten Christus vollkommen geoffenbart hat." Ihm gehe immer mehr auf, dass die Wahl des Palmsonntags als des Tags für den Weltjugendtag von der Vorsehung gewollt und prophetisch gewesen sei, schreibt der Papst weiter: Schließlich vereinigten sich an diesem Sonntag die Freude des Hosanna mit dem Kreuz der Passion: "Ich sage euch heute: Geht auf dem Weg, den ihr angefangen habt, weiter, ohne müde zu werden, um überall Zeugen des glorreichen Kreuzes Christi zu sein. Habt keine Angst! Die Freude des gekreuzigten und auferstandenen Herrn sei eure Kraft, und Maria sei immer an eurer Seite!" Die weiteren Gottesdienste der Karwoche wie auch die Zeremonien am Ostersonntag werden ebenso verschiedene Kardinäle im Namen des Papstes feiern. Inwiefern der Papst an ihnen teilnehmen wird und wie der Segen Urbi et Orbi dieses Jahr gestaltet werden wird, ist noch nicht klar.
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20.03.2005 17:06:46
Kann Terri Schiavo doch am Leben erhalten werden?
(orf.at/kathpress.at) In den USA hält das politische und juristische Tauziehen um den Fall Schiavo an. Nach einem 15-jährigen Rechtsstreit zwischen Ehemann und Eltern war - auf richterlichen Beschluss - bei der Koma-Patientin Terri Schiavo am Freitag die lebensnotwendige Magensonde entfernt worden. Damit hat sie noch maximal zwei Wochen zu leben. Nun will der US-Kongress im Blitztempo ein eigenes Gesetz verabschieden, um Schiavo am Leben zu erhalten. Präsident George W. Bush sei bereit, jedes Gesetz zu unterzeichnen, mit dem die Frau am Leben gehalten werden könne, erklärte sein Sprecher Scott McClellan in Washington. Bush wolle so schnell wie möglich handeln, denn es gehe darum, "das Leben zu verteidigen". Am Wochenende hatten sich im Kongress das Repräsentantenhaus und der Senat auf einen speziellen Gesetzeskompromiss zum "Fall Schiavo" verständigt, um den von Ehemann Michael Schiavo geforderten und am Freitag von einem Gericht erlaubten Abbruch der medizinischen Behandlung der Frau möglichst doch noch abzuwenden. Auf Grund dieser neuen Lage gehen die Republikaner, die in beiden Häusern die Mehrheit haben, davon aus, dass der Oberste Gerichtshof seine Entscheidung vom vergangenen Donnerstag, mit der er den Antrag der Eltern von Terri Schiavo auf Fortführung der künstlichen Ernährung kommentarlos abgewiesen hatte, zurückziehen und die Wiederaufnahme der medizinischen Maßnahmen anordnen müsse. Die katholischen Bischöfe im Bundesstaat Florida und Kardinal William H. Keeler, Erzbischof von Baltimore und Vorsitzender der Lebensschutz-Kommission der katholischen Bischofskonferenz in den USA, haben sich in den letzten Wochen und Monaten mehrfach für die weitere medizinische Behandlung der Frau eingesetzt. Der vatikanische Bioethik-Experte, Erzbischof Elio Sgreccia, bezeichnete das von Ehemann Michael Schiavo und seinen Anwälten verfolgte Ansinnen als "aktive Sterbehilfe" und "grausame Weise, jemanden zu töten". – Homepage: http://www.terrisfight.org
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19.03.2005 08:28:36
Altbischof Krenn im NEWS-Interview: Bin nicht enttäuscht!
Bischof Dr. Kurt Krenn, Altbischof („episcopus emeritus“) von St. Pölten, nimmt im NEWS-Interview Stellung zu seiner derzeitigen Situation. Nach Ostern wird er seine neue Wohnung in der „Schreck-Villa“ in der Stadt St. Pölten beziehen. Der Bischof ist über die Vorgänge des letzten Jahres, die auch ihn selber in schmerzlicher Weise betroffen haben, nicht enttäuscht: "Wissen S', wenn man der Kirche alles geschenkt hat, dann fordert man Kleinigkeiten nicht zurück. Ich habe der Kirche alles geschenkt, mein ganzes Leben, immer mit voller Kraft, ohne Reserven, und das tue ich weiter. Es ist der Wille Gottes, der sich mir zeigt." Auf die Frage eines möglichen Papstrücktritts antwortet Bischof Krenn mit einem klaren "Nein": "Der Papst hat zu bleiben und dann zu gehen, wenn ihn der Herr ruft." – http://www.hippolytus.net
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19.03.2005 08:20:42
Die Kraft der Liebe siegt über Sünde und Tod
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Mit der Kirche treten wir ein in die Feier des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus. Dabei könnten die Gegensätze nicht größer sein, die uns gerade heute am Palmsonntag begegnen. Zuerst wird Jesus als Messias von der Menge des Volkes bejubelt und gepriesen. „Hosanna dem Sohne Davids!“ Sogar die Kleider werden ausgebreitet und auf den Boden gelegt, damit Jesus, sitzend auf einer Eselin und ihrem Fohlen, feierlich in Jerusalem einziehen kann. Welch eine Begrüßung! Nur wenige Tage später jedoch holt die Wirklichkeit der Verfolgung, der Gefangennahme und des Leidens den Herrn ein. Die Gegner können das Volk geschickt auf ihre Seite ziehen, sodass es nun fordert: „Ans Kreuz mit ihm!“ Weil niemand da ist, der diesem Unrecht widersteht, wird Jesus zum Tode verurteilt. Es sieht aus, als ob das Böse endgültig gesiegt hätte. Auch fast alle seine Jünger haben Jesus verlassen. Und doch sind die Ereignisse in Gottes Heilsplan nicht außer Kontrolle geraten: Gott weiß, was er tut und zulässt. Dort, wo die Sünde und das Böse zu triumphieren scheinen, siegt die Kraft der Liebe. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum Palmsonntag 2005!
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18.03.2005 18:49:23
Bischof Küng über den Auftrag christlicher Unternehmer
(presse.kirche.at) Es gibt Voraussetzungen, dass die Arbeit und unternehmerische Tätigkeit in Einklang mit dem Willen Gottes stehe, wies Bischof DDr. Klaus Küng am 17. März vor der Vereinigung Christlicher Unternehmer (VCU) bei einem Vortrag im Mary-Ward-Haus in St. Pölten Stattersdorf zum Thema „Christsein und Unternehmergeist“ hin. Jede Tätigkeit des Menschen müsse dem Willen Gottes entsprechen, sagte der Bischof. Der Mensch selbst müsse in seinem Verhalten zeigen, dass er Abbild Gottes sei. Seine Arbeit müsse in Hinblick auf Gott geschehen und versuchen, das zu erhalten, was Gott in allen Dingen grundgelegt habe. Dazu, so der Bischof, gehöre auch der Kontakt mit Gott, sei es im Gebet, in Zeiten des Ruhigwerdens und des Hörens auf Gottes Stimme. Darüber hinaus müsse der Mensch bestimmte Pflichten gegenüber sich selbst erfüllen. Er sei nicht Herr über die Schöpfung, sondern nur Verwalter der ihm anvertrauten Welt. Eine Arbeit, die der Mensch mit Blick auf Gott tue, geschehe aus Liebe und damit auch mit größerer Anteilnahe und Freude, sagte der Bischof. Weiters habe der Mensch auch Pflichten gegenüber anderen Menschen zu erfüllen. Man müsse bei all seinem Tun erkennen können, dass ein Christ tätig sei. Die Herrschaft über die Erde müsse ein Dienst für andere sein. Dafür sei solidarisches Tun und Handeln gefordert, wie es auch in den päpstlichen Sozialrundschreiben immer wieder zum Ausdruck komme. Schließlich habe der Mensch Pflichten der Welt und der Schöpfung gegenüber zu erfüllen. Sein Tun müsse der Natur und seiner Verantwortung den kommenden Generationen gegenüber entsprechen. All diese Anforderungen seien nicht neu, wies der Bischof hin. Doch sei gerade die heutige Zeit geeignet, sie wieder neu zu entdecken. Den Unternehmern sagte der Bischof, dass ihre Tätigkeit nicht etwas Nebensächliches sei, sondern einerseits ein Auftrag Gottes an die Menschen, seine Schöpfung fortzusetzen, um das Glück des Menschen zu erreichen. Darüber hinaus habe ein Christ die Aufgabe, nicht nur die Schöpfung, sondern auch die Erlösung zu vollenden. Für ihn sei die Arbeit daher mehr als eine Erfüllung des Auftrags, die Erde zu beherrschen. Sie sei vielmehr Bestandteil seiner Berufung, ein Weg, Gott und den Mitmenschen zu dienen und dabei zur Vollendung zu gelangen. Der Christ stehe so „mit beiden Beinen auf der Erde, habe die Hände bei der Arbeit und den Kopf im Himmel“.
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18.03.2005 18:46:12
Der heilige Josef: ein Mann gläubiger Tat
Im Matthäusevangelium tritt eine große Gestalt auf: Es ist ein Mann des Glaubens und der Tat, von dem kein einziges Wort überliefert ist. Wohl aber heißt es von ihm, dass er „gerecht“ war und dass er tat, was Gott der Herr ihm auftrug. Die Kirche verehrt diesen großen Heiligen als ihren besonderen Schutzpatron. Die Rede ist vom heiligen Josef, dem jungfräulichen Bräutigam und Ehemann Marias, dem gesetzlichen Vater des Jesuskindes, das die heilige Jungfrau Maria ohne seine leibliche Mitwirkung vom Heiligen Geist empfangen hatte. Der heilige Josef ist der große Mann, der sein Leben ganz in den Dienst des Planes Gottes gestellt hat. Bestimmt hatte er seine Vorstellungen vom Leben, das er gemeinsam mit seiner Braut Maria führen wollte, sobald er sie als seine Frau zu sich genommen hatte. Diese Lebenspläne waren aber eingebunden in die göttliche Gnadenführung und Vorsehung. Josef und Maria waren einander in Liebe zugetan, doch ihre gemeinsame Liebe sollte allein Gott gehören. So waren sie in allem offen für den Plan der göttlichen Liebe. - Lesen Sie mehr in der Predigt am Hochfest des heiligen Josef (19. März 2005)!
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18.03.2005 13:11:37
Bischof Küng: Politik braucht Werte
(presse.kirche.at) Mit der Vorstellung, im öffentlichen Geschehen habe Wertfreiheit zu herrschen, dürften Christen sich nicht abfinden. Das hielt Diözesanbischof Klaus Küng Freitagvormittag bei einem Einkehrtag für Politiker im Bildungshaus St. Hippolyt fest. Küng: „Es gibt Werte, die unantastbar sind.“ In zwei Bereichen wäre es besonders wichtig, sich gegen den Zeitgeist zu stellen: Beim Lebensschutz und beim Schutz der Familie. Teilnehmer der „geistlichen Auszeit“ für Politiker in der Fastenzeit waren nicht nur Landeshauptmann Erwin Pröll und Mitglieder der Landesregierung, wie LR Josef Plank, LR Petra Bohuslav oder LR Johanna Mikl-Leitner, sondern auch Parlaments- und Landtagsabgeordnete der Niederösterreichischen Volkspartei. Bischof Klaus Küng referierte über die „großen Herausforderungen an unsere Zeit“, um anschließend über die Quellen zu sprechen, aus denen zu schöpfen wäre, wenn man langfristig mit Engagement arbeiten wolle. In der Gesellschaft wäre heute ein Wertezerfall festzustellen. „Viele Entwicklungen sind echt dekadent“, so der Diözesanbischof. Es gäbe eine gewisse Vorstellung, im öffentlichen Geschehen habe Wertfreiheit zu herrschen. Man dürfe zwar über Werte reden, das sei sogar in Mode, aber nur solange man unverbindlich bleibt. - „Wer mit dem Evangelium argumentiert, kommt sehr schnell in den Verruf, Fundamentalist zu sein“, sagte der Bischof. Mit dieser heutigen Stimmung dürften Christen sich nicht abfinden. Den Ausklang zum Einkehrtag der Politiker bildeten ein gemeinsames Mittagessen und ein Gottesdienst in der Kappelle des Bildungshauses St. Hippolyt.
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18.03.2005 13:07:48
Brief des Papstes an die Priester zum Gründonnerstag
(kathpress.at) Papst Johannes Paul II. hat die 400.000 katholischen Priester in aller Welt zum selbstlosen und großzügigen Dienst für ihre Gemeinden und für alle Bedürftigen aufgerufen. Dieser Einsatz für das Reich Gottes setze Verzicht auf Freiraum sowie Gehorsam gegenüber dem Ortsbischof voraus, den jeder Geistliche bei der Priesterweihe gelobe. Das schreibt der Papst in seinem traditionellen Gründonnerstagsbrief an den katholischen Klerus, der am Freitag 18.03.2005 im Vatikan veröffentlicht wurde. Mit Nachdruck unterstreicht Johannes Paul II. in dem Schreiben die zentrale Bedeutung der Eucharistie für die Kirche und damit auch für das Leben des Priesters. Er erinnerte an das laufende "Jahr der Eucharistie" mit der Weltbischofssynode zum Thema "Eucharistie" im Oktober als Abschluss. "Dieses Jahr der Eucharistie lädt uns ein, die Heiligen neu zu entdecken, die mit besonderem Nachdruck die Verehrung der Eucharistie bezeugt haben", heißt es. Weiter fordert der Papst die geweihten Amtsträger auf, "getreu die Erinnerung an Christus und sein ganzes Geheimnis zu leben". Dazu gehöre auch dessen Vorausverkündigung im Alten Testament, führte der Papst aus. Johannes Paul II. hat den Brief an die Priester zum Gründonnerstag
2005 während seines Aufenthaltes in der Gemelli-Klinik verfasst: "Meine Gedanken gehen an euch Priester, während ich als Kranker unter den Kranken im Spital eine Zeit der Behandlung und der Rehabilitation verbringe, und dabei in der Eucharistie mein Leiden mit dem Leiden Christi verbinde", heißt es dazu in der Einleitung. Das Leben des Priesters müsse von steter Dankbarkeit bestimmt sein, erinnerte der Papst. Es gehe um Dankbarkeit für das Geschenk des Glaubens, dessen Verkünder der Priester sei, sowie für das Geschenk des Priestertums, das ihn gänzlich für den Dienst am Reich Gottes weihe. - Lesen Sie den Brief des Papstes zum Gründonnerstag 2005!
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17.03.2005 18:29:05
"Pro Oriente" mit neuer Homepage
(stephanscom.at) "Wir wollen ein ökumenisches Bewusstsein schaffen und unsere Tätigkeiten mehr transportieren", betonte Pro Oriente-Präsident Johann Marte im Gespräch mit Radio Stephansdom. Die Stiftung präsentierte am Mittwoch, 16. März 2005, vor Journalisten ihre neue Homepage www.pro-oriente.at. Die Inhalte über die Ostkirchen wurden erweitert, der Zugriff dazu erleichtert. Die Homepage führt die verschiedenen Sektionen von Pro Oriente aus Linz, Salzburg und Wien mit jener von Wien nun zusammen. "Unser Wunschdenken war es, näher an die Basis zu kommen", so Marte. So gibt es auch laufend neue Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen. Zusätzlich findet sich auf der Homepage eine Kardinal König-Rubrik. Informationen über die Ostkirchen wurden verbunden mit Links zu Schwerpunktthemen der einzelnen Kirchen. In einem neuen Bereich werden Antworten auf die Frage: "Was tut die Organisation hinter den Kulissen" gegeben. "Das macht eigentlich den größten Teil unserer Arbeit aus. Die Leute wissen viel zu wenig über unsere Dialogrunden", so Marte. Abgerundet wird das Informationsmaterial mit einer Zitatensammlung zu den Themen Ökumene, Versöhnung und Ostkirche. So findet man darunter zum Beispiel die Aussage des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., die er bei seinem letzten Wienbesuch getätigt hatte: "Ein Krieg im Namen der Religion ist ein Krieg gegen die Religion." auf der Pro Oriente-Homepage. - Anmerkung: Bei den Links zu kirchlichen Dokumenten, die auf der "Pro Oriente" - Seite angegeben werden, finden sich auch Verweise auf www.stjosef.at , was uns natürlich besonders freut und zugleich verpflichtet. - Homepage: www.pro-oriente.at
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17.03.2005 18:07:40
Hoffnung für das ungeborene Leben
Der Salzburger Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun veröffentlicht in der neuen Ausgabe des "Rupertusblattes" (20.03.2005) einen Kommentar mit dem Titel: "Eine schlimme und schöne Geschichte." Weihbischof Laun schreibt wörtlich:
Den Vorsatz, das Kind abzutreiben, verteidigte die junge Frau gegenüber der Mutter ihres Freundes so: „Was ist mit meiner Karriere und mit meiner Figur? Ich brauche Zeit für mich, für meine Pflege, für Wellness und für das Fitness-Studio, viermal in der Woche, und reiten tue ich auch – für ein Kind habe ich einfach keine Zeit. Und wohin soll ich das Kind geben? Meine Mutter hat keinen Platz. Ja, sie hat eine Villa, aber auch fünf Hunde und muss auf ihre Gesundheit schauen... Wie soll das gehen?“ Die „Schwieger“-Großmutter des Kindes versuchte alles, aber die junge Frau beharrte auf ihrem Entschluss, sie hatte schon ihren Termin und das Gespräch brach ab. Am Abend betete die Frau für ihr Enkelkind und dessen Mutter. Dann sandte sie ihrer „Schwiegertochter“ noch eine letzte E-Mail: „Ich wünsche dir nicht, dass du einmal, wie manche meiner Bekannten, als verblühte und verheulte Frau mit einer Weinflasche dasitzen wirst und deinen Freundinnen sagst, wie alt jetzt dein abgetriebenes Kind geworden wäre...“ Zu hart? Wie man`s nimmt: Die Mutter hat geweint, aber sie ließ den Abtreibungstermin verstreichen und jetzt will sie das Kind. Hoffentlich lernt sie bis zur Geburt in etwa, dass Liebe in der Hingabe besteht und dass die Liebe der Mutter eine ihrer schönsten Formen ist.
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16.03.2005 17:29:13
"Pro vita" will katholische Anliegen in Politik vertreten
(kath.net) Die österreichische Pro-Life-Gruppe „Pro Vita“, die bei den steirischen Landtagswahlen im Herbst einen politischen Probegalopp antreten möchte, hat in einem aktuellen Flugblatt, das derzeit bei katholischen Veranstaltungen verteilt wird, scharfe Kritik an der ÖVP geübt und die Volkspartei als „gefährlichsten weltanschaulichen Gegner“ bezeichnet. ‚Pro Vita’ wirft der ÖVP Etikettenschwindel vor. „Wenn auf einem Fläschchen ein Totenkopf angebracht wird und Gift draufsteht, dann stellt der Inhalt dieses Fläschchens keine große Gefahr dar“, ist zu lesen. Auf dem Fläschchen ÖVP stehe zwar christlich drauf, der Inhalt sei jedoch „pures Gift“. „Das Programm dieser Partei und einige Aushängeschilder ändern nichts daran, dass in allen wichtigen Fragen des Menschseins, bei denen der religiöse Aspekt eine Rolle spielt, eine antichristliche Politik gemacht wird“, meint ‚Pro Vita’. Die Spitzenpolitiker der ÖVP und die Parteilinie billige „den Massenmord an den ungeborenen Kindern“. Auch die Position zu den Homo-Partnerschaften wird kritisch gesehen. „Es war die ÖVP-FPÖ-Regierung, die als erste homosexuellen Partnerschaften rechtliche Privilegien eingeräumt hat“, stellt ‚Pro Vita’ fest. Auch beim Schulwesen und in der Erwachsenenbildung sei von einer „christlichen Wende“ nichts zu bemerken. Kritik übt ‚Pro Vita’ am niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, weil er 2004 einen Kulturpreis an Hermann Nitsch verliehen hat. Er sei dadurch zum weltweit anerkannten „Künstler“ geworden, „dass er die Verhöhnung des allen Christen heiligen Zeichens des Kreuzes zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat“, kritisiert die Organisation. – Homepage: www.provita.at
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16.03.2005 17:27:17
"Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden"
(Kathpress) Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner warnt vor eigenmächtigen Veränderungen der Normen für die katholische Messfeier. In einem Schreiben an die Priester, das auf der Website der "Kölner Kirchenzeitung" veröffentlicht ist, fordert er die Geistlichen auf, die liturgischen Vorschriften zu respektieren. Es dürfe keine "Vermischung" der Aufgaben von Priestern und Laien geben. Meisner bezieht sich dabei auf die Instruktion "Redemptionis Sacramentum" (Das Sakrament der Erlösung), die der Vatikan im April veröffentlicht hatte. Den Gläubigen dürfe ihr Grundrecht auf "die authentische Liturgie" nicht genommen werden. Niemand dürfe "einer klerikalen Willkür ausgesetzt sein, die durch neue Formen, illegitime Hinzufügungen, unrechtmäßige Auslassungen, Unklarheiten über das priesterliche Amt und die Rolle der Laien im Gottesdienst die sachgerechte Feier der Eucharistie behindert", so der Kardinal. Nur der Vatikan und die Bischöfe dürften die Liturgie regeln. Predigen dürften nur Priester und Diakone. Freie Worte von Laien sollten "grundsätzlich außerhalb der Messfeier" ihren Platz haben. Laien dürften nur dann als Kommunionspender in Erscheinung treten, wenn es keine weiteren Priester oder Diakone gebe. In der Messe seien nur die offiziellen eucharistischen Hochgebete erlaubt, betont Meisner. Texte wie "Der Kleine Prinz" von Antoine de Saint Exupery hätten in der Messfeier nichts zu suchen. Bei der Auswahl ihrer Laienmitarbeiter sollen die Pfarrer nach den Worten des Kardinals "klug" vorgehen. Geeignet seien nur solche Personen, die im lebendigen Glauben und im Leben der Kirche verwurzelt seien. Die Mitwirkung in der Liturgie dürfe nicht der eigenen Profilierung oder Eigeninteressen dienen. Mit der Instruktion "Redemptionis sacramentum" hatte die römische Kurie die Bischöfe der Weltkirche ermahnt, über die Einhaltung der Regeln für den katholischen Gottesdienst zu wachen und gegen Missbräuche einzuschreiten. - Homepages: www.erzbistum-koeln.de / www.kirchenzeitung-koeln.de
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15.03.2005 19:31:06
Elektronisches Österreich-Lexikon vor Einstellung
Der Betrieb des AEIOU-Servers (www.aeiou.at) wird Ende März 2005 eingestellt. Die Inhalte des AEIOU-Servers werden nicht mehr aktualisiert und daher wird dieser Web-Server Ende März 2005 abgeschaltet. Seit fast 10 Jahren erfreut sich der AEIOU-Server (eine umfassende Darstellung Österreichs in Form von Text, Bild, Ton und Film) ständig steigender Beliebtheit. Allein im Vorjahr wurden am AEIOU-Server ca. 7 Millionen Besucher aus verschiedensten Teilen der Welt gezählt. In einer Stellungnahme betont der Dekan der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität Graz, O.Univ.-Prof.Dr.Dr.h.c.mult. Hermann Maurer, es tue ihm Leid und sei für ihn „unverständlich, dass dieses einmalige Informationsangebot über Österreich aus dem Internet entfernt wird, noch dazu in einem Jubiläumsjahr für Österreich, in dem besonders viele Besucher zu erwarten sind.“ Grund für das drohende Ende ist nach Informationen des ORF die Einstellung der Zahlungen des Bildungsministeriums an die Verlagsgemeinschaft [bestehend aus Brandstätter Verlag, Ed. Hölzel und Bundesverlag], die das gedruckte Österreich-Lexikon herausgibt. Weil kein Geld mehr zur Verfügung steht, könnten auch die Inhalte des Internet-Lexikons nicht mehr aktualisiert werden. Im Büro von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer betonte man, dass der Vertrag zwischen Ministerium und Verlagsgemeinschaft "einvernehmlich gelöst" worden sei, weil es unterschiedliche Vorstellungen zwischen den beiden Vertragspartnern gegeben habe. Man müsse sich nun überlegen, was mit den Daten passiere. - Das AEIOU-Lexikon bietet auch viele Informationen aus dem kirchlichen und kulturellen Bereich, weshalb sein Wegfall eine spürbare Verarmung des österreichischen Bildungswesens darstellen würde. - Link: http://www.aeiou.at
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15.03.2005 19:25:13
Der Papst über Buße und Eucharistie
(zenit.org) Für jene Priester, die zum Thema Beichte und Gewissensfragen einen Kurs der Apostolischen Pönitentiarie besucht haben, verfasste Papst Johannes Paul II. am 8. März in der Gemelli-Klinik ein Schreiben. In seinem Brief setzt sich der Heilige Vater mit der Beziehung zwischen Eucharistie und Bußsakrament auseinander. "Wir leben in einer Gesellschaft, in der es oft den Anschein hat, dass der Sinn für Gott und das Bewusstsein für die Sünde abhanden gekommen ist", schreibt der Papst. "Unter solchen Umständen ist die Einladung Christi, sich zu bekehren, umso notwendiger. Die Bekehrung schließt das bewusste Bekennen der eigenen Sünden und die damit verbundene Bitte um Vergebung und Erlösung mit ein. In der Ausübung seines Amtes weiß der Priester, dass er 'in der Person Christi und unter der Einwirkung des Heiligen Geistes' handelt. Deshalb muss er seine Empfindungen [die Empfindungen Christi] in sich selbst hegen, indem er in sich jene Liebe wachsen lässt, die Jesus als Lehrer und Hirte, als Arzt von Seele und Leib, als geistlicher Wegweiser und als gerechter und barmherziger Richter gehabt hat." Der Heilige Vater zeigt anschließend, dass die sakramentale Versöhnung immer in tiefer Beziehung mit dem "Gastmahl des eucharistischen Opfers, dem Gedächtnis unserer Erlösung", gestanden ist: "Bereits in den ersten christlichen Gemeinden betrachtete man es als notwendig, sich selbst mit einer würdigen Lebensführung auf die Feier des Brechens des eucharistischen Brotes vorzubereiten. Sie ist 'Kommunion' mit dem Leib und dem Blut des Herrn und 'Kommunion' ('koinonia') mit den Gläubigen, die einen Leib bilden, weil sie mit demselben Leib Christi gespeist werden." Aus diesem Grund müsse die Warnung des heiligen Paulus an die Korinther auch heute ernst genommen werden: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn" (1 Kor 11,27). "Im Ritus der Heiligen Messe", schreibt der Heilige Vater, "gibt es viele Elemente, die diese Erfordernis zu Reinigung und Umkehr betonen: vom Bußakt über die Kurie-Rufe bis hin zum Friedensgruß und jenen Gebeten, die die Priester und die Gläubigen vor dem Kommunionsempfang sprechen." Abschließend ruft Johannes Paul II. eine Lehre des Konzils von Trient in Erinnerung: "Nur derjenige, der sich wirklich bewusst ist, dass er keine Todsünde begangen hat, darf den Leib Christi empfangen. Und das ist auch heute noch die Lehre der Kirche", ergänzt der Papst.
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14.03.2005 19:57:32
"Fire in the Cathedral"
(news.stjosef.at) Die Kathedrale der Diözese Madison (Winsconsin, USA) wurde am Dienstag, 14.03.2005, durch einen Brand schwer beschädigt. Bischof Robert C. Morlino konnte sich nur mehr zum Gebet zurückziehen, als er die schlimme Nachricht erfuhr. Pfarrer und Kirchenrektor Paul Swain bezeichnete das Unglück als echte Tragödie. Doch ruhe der Glaube nicht auf Gebäuden auf, sondern er gründe in Jesus Christus, sagte der Pfarrer. Verletzte waren zum Glück nicht zu beklagen. Grundmauern und Turmspitze stehen noch. 150 Jahre lang war die Kirche in Verwendung gewesen. Ein Passant hatte das Feuer um 5.30 in der Früh wahrgenommen. – Mehr Informationen: www.madisondiocese.org und www.madison.com
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14.03.2005 19:39:55
Kardinal Bertone kritisiert Roman "Sakrileg" von Dan Brown
(religion.orf.at) Grobe Geschichtsklitterung und den Versuch, die katholische Kirche zu diskreditieren hat der Erzbischof von Genua, Kardinal Tarcisio Bertone, dem Bestsellerautor Dan Brown ("Sakrileg") vorgeworfen. In seinem Grals-Roman "Sakrileg" (im Original: "The Da Vinci Code") habe Brown die gesamte Grals-Tradition verdreht und die Geschichte manipuliert, sagte Kardinal Bertone der Zeitung "Il Giornale". Die Konstruktion, dass Jesus Kinder mit Maria Magdalena gezeugt habe, sei absurd; ebenso frei erfunden sei die Behauptung, dass die katholische Kirche das weibliche Element aus der Religion verdrängt habe. Als "Ammenmärchen" bezeichnete der Kardinal in dem Interview jene Inhalte, die Brown in seinem Roman den apokryphen (von den Kirchen nicht anerkannten) Evangelien zuschreibt. Falsch sei auch die Behauptung, dass der Kanon der Evangelien unter Kaiser Konstantin beschlossen worden sei, dieser Vorgang habe vielmehr schon im 2. Jahrhundert stattgefunden. Bertone betonte, es sei frappierend und Besorgnis erregend, wie viele Menschen die in dem Roman zusammengestellten Lügen und Fälschungen für Wahrheit halten. Scharfe Kritik übte Bertone auch an der Darstellung des Opus Dei in dem Roman Dan Browns. Diese "gewaltsame Verfälschung" erinnere ihn an die literarischen Angriffe, die es etwa im antiklerikalen 19. Jahrhundert gegen verschiedene katholische Ordensgemeinschaften gegeben habe. Der amerikanische Bestsellerautor Dan Brown räumt in seinem fiktiven Thriller "Sakrileg" mit fast allem auf, was der katholischen Kirche heilig ist. Bei ihm wird Jesus Christus zum sterblichen Menschen, der mit Maria Magdalena verheiratet war und noch dazu ein Kind mit ihr gezeugt hat. Die Kirche habe die historischen Fakten seit Beginn der Zeitrechnung mit aller Macht unterdrückt, um Jesus zum Sohn Gottes zu machen - "die größte Verschleierungsaktion in der Geschichte der Menschheit", lässt Brown eine der Hauptfiguren sagen. Seinen ketzerischen Schluss leitet Browns schon von "Illuminati" bekannter Held, der US-Kunsthistoriker Robert Langdon, aus dem Fresco "Letztes Abendmahl" und anderen Werke von Leonardo da Vincis ab. Das Fresco beinhalte ein geheimes Bekenntnis zum Kult der Weiblichkeit und Mutterrecht. Wie in "Illuminati" geht es in Browns viertem Roman wieder um eine geheime Bruderschaft und die Frage, wer auf da Vincis Gemälde tatsächlich neben dem Heiland sitzt. Er sieht in der Person im blauen Kleid nicht den jüngsten der Apostel, Johannes, sondern Maria Magdalena, die reuige Hure des Neuen Testaments. – Lesen Sie auch die kritische Rezension zum Buch „Sakrileg“ von Dr. Josef Spindelböck!
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14.03.2005 19:37:10
Heilmittel Embryo? Bericht vom IMABE-Symposion
(Kathpress/news.stjosef.at) Menschliche Embryonen dürfen nicht zum "Heilmittel" herabgewürdigt werden. Das war der Tenor der Stellungnahmen bei einem interdisziplinären Symposion, zu dem das kirchliche "Imabe"-Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik an die Universität Innsbruck eingeladen hatte. Der Direktor des "Imabe"-Instituts, Prof. Johannes Bonelli (er ist auch Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben), hob in der abschließenden Podiumsdiskussion hervor, dass die katholische Kirche die einzige Institution ist, die konsequent und bedingungslos für den Schutz des Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod eintritt. Daher hätten auch die Stellungnahmen der katholischen Kirche zur ethischen Diskussion über die neuen biotechnischen Verfahren in allen Ländern starke Beachtung gefunden. Der Bonner Biologe Prof. Volker Herzog betonte, dass die Erforschung der Anfänge menschlichen Lebens bereits durch die Entwicklung der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas neue Brisanz erhalten habe. Mit der In-vitro-Fertilisation seien die Grenzen der ethischen Selbstbeschränkung, den menschlichen Embryo unangetastet zu lassen, überschritten worden, so Herzog. Der Wiener Philosoph Prof. Günther Pöltner betonte, dass "aus 'etwas' kein 'jemand' werden kann". Er plädierte dafür, im Zweifelsfall für den Embryo zu entscheiden. Von juristischer Seite wurde festgestellt, dass die Rechtslage des Embryonenschutzes unklar und unbefriedigend sei. Der österreichische Grundrechtskatalog enthalte weder die Menschenwürde noch das Recht auf Leben. Was den Embryonenschutz betrifft, so sei in Österreich nur das reproduktive Klonen eindeutig untersagt. "Menschenrechte und das Prinzip der Menschenwürde sind aber angeborene, schon durch die Vernunft einleuchtende Rechte", so der Innsbrucker Rechtswissenschaftler em. Prof. Peter Pernthaler. Daher wäre wichtig, aus dem "Prinzip Menschenwürde und einem wissenschaftlich begründeten Naturrecht klare rechtliche Wertpositionen für den Embryonenschutz zu entwickeln und als Forderung an die Gesetzgebung und Gesetzesauslegung durch die Gerichte zu formulieren". Dass die Hoffnung in die therapeutische Verwendbarkeit adulter Stammzellen keine Illusion mehr ist, zeigte bei dem Symposion an Hand eigener Forschungsergebnisse der Innsbrucker Mediziner Prof. Hannes Strasser auf. Seit mehr als zwei Jahren werden an der Uni-Klinik Innsbruck adulte Muskelstammzellen in der Therapie der Harninkontinenz erfolgreich angewendet. Die großen Vorteile einer solchen Therapie liegen für Strasser auf der Hand: Sie sei ethisch unbedenklich, es gebe keine Abstoßungsreaktionen und keine unerwünschten Nebenwirkungen. Aus den Studienergebnissen könne gesagt werden, dass in mehr 84 Prozent der Fälle eine Heilung erzielt werden konnte. - www.imabe.org
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13.03.2005 14:41:23
Giuliani-Ausstellung im Liechtenstein-Museum
Das Wiener Liechtenstein Museum zeigt ab 13. März 2005 Werke des bedeutenden italienischen Barockbildhauers Giovanni Giuliani. Er wurde 1664 in Venedig geboren, ab etwa 1690 arbeitete er als Stein- und Holzbildhauer in Wien, zunächst vor allem für die Fürstenfamilie Liechtenstein. Ab 1711 lebte Giuliani als Laienbruder (Familiaris) im Zisterzienserstift Heiligenkreuz, für das er seine bedeutendsten Arbeiten schuf: Berühmt ist etwa der barocke Kreuzweg, der zwischen 1731 und 1748 entstand. Giuliani starb 1744 im Stift. Der Abt des Stiftes Heiligenkreuz, Greogor Henckel-Donnersmarck, erinnerte bei einer Pressekonferenz am Freitag, 11. März 2005, im Palais Liechtenstein daran, dass Giovanni Giuliani einerseits ein fürstlicher Künstler, andererseits aber auch "fast Mönch" gewesen sei: "Seine Werke sind zu einem großen Teil Werke der Verkündigung, sie sind religiöse Kunstwerke, die der Betrachtung dienen und im Glauben weiterhelfen sollen." Es gehe darum, die Kunstwerke nicht nur von einer ästhetischen, sondern auch von der theologischen Perspektive aus zu betrachten und die Gebetskomponente ganz bewusst mit in den Blick zu nehmen, so Henckel-Donnersmarck. Die erste große monografische Ausstellung im Liechtenstein Museum dokumentiert das Lebenswerk des frommen Künstlers, der die österreichische Kunstgeschichte mitgeprägt hat. Die einzigartige Sammlung der "Bozzetti" (kleine, skizzenhaft ausgeführte plastische Modelle, die als Entwürfe für eine Figur oder eine großplastische Statue dienten) Giulianis aus dem Stift Heiligenkreuz bilden neben einigen monumentalen Bildwerken den Kern der Ausstellung, sie wurden bisher in keiner qualifizierten Form öffentlich präsentiert. - Mehr Informationen im ausführlichen Bericht von stephanscom.at! - Homepage: www.liechtensteinmuseum.at
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13.03.2005 14:31:18
Papst verläßt heute noch Spital
(Radio Vatikan) Der Papst wird noch heute Abend in den Vatikan zurückkehren. In Übereinstimmung mit den Ärzten des Gemelli-Krankenhauses werde er sich dort weiter erholen, sagte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls heute nach dem Angelusgebet. Dabei hatte der Papst heute zum ersten Mal, seit er mit einem Gripperückfall in die Klinik eingeliefert wurde, zu den Gläubigen gesprochen. Nach dem Angelusgebet, das Erzbischof Leonardi Sandri auf dem Petersplatz sprach, segnete Johannes Paul II. die Pilger, die sich auf dem Vorplatz des Krankenhauses versammelt hatten, mit der Hand und begrüßte sichtlich angestrengt, aber mit kräftiger Stimme eine Pilgergruppe aus seiner Heimatstadt Wadowice. In seiner Botschaft zum Angelus, die Erzbischof Sandri auf dem Petersplatz verlas, dankte der Papst den Medien, die seinen Klinik-Aufenthalt mit großer Aufmerksamkeit verfolgen: "In diesen Tagen spüre ich besonders die Gegenwart und Aufmerksamkeit vieler Medienleute. Heute möchte ich ein Dankwort an sie richten, denn ich weiß, dass sie nicht ohne Opfer ihre Arbeit tun, dank derer die Gläubigen in aller Welt mir nah sein und mich mit Zuneigung und Sympathie begleiten können. Die Rolle der Massenmedien ist in unserer Zeit der globalen Kommunikation sehr wichtig. Ebenso groß ist die Verantwortung derjenigen, die in diesem Bereich tätig sind. Ihre Aufgabe ist es, beständig genau zu informieren, die Menschenwürde und das Gemeinwohl zu achten." Zum Weltjugendtag, der am nächsten Sonntag in allen Diözesen gefeiert wird, lud der Papst in seiner von Erzbischof Sandri verlesenen Botschaft Jugendliche ein, nach Rom zu kommen: "Ich hoffe, auf dem Petersplatz am Palmsonntag viele junge Leute bei der Liturgie zu sehen, die uns ideel zum Weltjugendtag in Köln hinführen soll."
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11.03.2005 19:08:48
Die Liturgie, das höchste Tun! - Ein Kommentar von Weihbischof Laun
Im "Rupertusblatt", Ausgabe 13.03.2005, schreibt der Salzburger Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun in seinem wöchentlichen Kommentar folgendes zur Liturgie der Kirche:
Liturgische Eigenmächtigkeiten, die der Ordnung der Kirche weitgehend widersprechen, nehmen sprunghaft zu, sagen viele Berichte. „Erfreuliche Kreativität“ oder „nicht so schlimm“? Das Konzil sagt: Die Liturgie bringt „das Mysterium Christi und die eigentliche Natur der wahren Kirche zum Ausdruck“ und macht es „anderen offenbar“. Wie kann ich glauben, dass das Abstimmungs-Ergebnis eines liturgischen Arbeitskreises oder der „spontane Einfall“ eines Priesters eben das ist, nämlich „Mysterium Christi“ und Ausdruck Seiner (nicht: unserer) Kirche? Immer schon hat gegolten: „Die Kirche glaubt so, wie sie betet, und sie betet, wie sie glaubt.“ Mit welchem Glauben stimmen die neuen „Liturgien“ überein? Ist es ungerecht zu antworten: In vielen Fällen mit einem „Glauben“, den man richtiger „Häresie“ nennen müsste, wenn Maßstab der Bewertung „der“ Glaube der Kirche ist? Wenn die Liturgie das „höchste Tun“ der Kirche ist, ist dann liturgische Willkür nicht selbstmörderisch für die Kirche? Im Katechismus lese ich: „Kein sakramentaler Ritus darf nach dem Belieben des Amtsträgers oder der Gemeinde abgeändert oder manipuliert werden. Selbst die höchste Autorität in der Kirche kann die Liturgie nicht nach Belieben ändern, sondern nur im Glaubensgehorsam und in Ehrfurcht vor dem Mysterium der Liturgie.“
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11.03.2005 19:05:34
Die Auferweckung des Lazarus
Können Tote auferstehen? Sie haben recht: Im Allgemeinen gehört es nicht zu unserer menschlichen Erfahrung, dass Tote wieder lebendig werden. Ausgenommen ist jener seltene Fall, dass ein Scheintoter wieder erwacht; aber dass wirklich Tote wieder lebendig werden, ist unmöglich. So meint und sagt man jedenfalls. Von Jesus wird uns im Johannes-Evangelium (11,1-45) berichtet, dass er sehr erschüttert darüber war, dass sein Freund Lazarus gestorben war. Die Trauer der Geschwister des Lazarus, Marta und Maria, sowie der übrigen Menschen ging ihm sehr zu Herzen. Er war mitfühlend und wusste als wahrer Mensch, was es bedeutet, einen lieben Angehörigen durch den Tod zu verlieren. Der bereits eingetretene Tod des Lazarus – es hieß, er rieche schon – sollte aber zum Anlass dafür werden, dass sich die Macht Gottes offenbarte. Gott allein ist der Herr über Leben und Tod, und Er, der das Leben genommen hat, kann es dem Menschen auch wieder zurückgeben. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 5. Fastensonntag 2005!
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11.03.2005 08:51:38
Papst bleibt vorerst noch im Spital
(religion.orf.at) Der Papst wird seinen Spitalaufenthalt noch um wenige Tage verlängern. Dies betonte Navarro Valls bei der Verlesung des ärztlichen Bulletins am Donnerstag über den Zustand des Papstes, der vor zwei Wochen einer Luftröhrenoperation unterzogen worden war. Bereits am Vormittag, nach einem Treffen mit den Ärzten der Gemelli-Klinik, hatte Navarro-Valls bestätigt, dass der Papst die Karwoche im Vatikan verbringen werde. Johannes Paul II. werde sich am Sonntag beim Angelus-Segen am Fenster seines Zimmers im zehnten Stock der römischen Gemelli-Klinik zeigen, wie es bereits vor einer Woche der Fall gewesen war, berichtete Navarro Valls. Er versicherte, dass sich der Zustand des Papstes weiterhin verbessere. Er setzte die Atem- und Sprachübungen weiterhin fort. Das nächste ärztliche Bulletin über den Zustand des Kirchenoberhaupts ist am kommenden Montag zu erwarten. Unerwartet hatte sich der Papst am Mittwoch am Fenster der Gemelli-Klinik gezeigt. Johannes Paul II. segnete die Pilger, die sich auf dem Platz vor dem Spital versammelt hatten.
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11.03.2005 08:49:46
Österreichische Bischöfe nehmen Stellung zur Liturgie
Die Österreichische Bischofskonferenz hat nach dem Abschluss der Bischofskonferenz eine Erklärung zur Liturgie veröffentlicht, welche in vollem Wortlaut von kath.net dokumentiert wird. Darin heißt es unter anderem: "Zum heurigen "Jahr der Eucharistie" hat Papst Johannes Paul II. die Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" und das Apostolische Schreiben "Mane nobiscum Domine" verfasst. Diese kostbaren Texte sollten in allen Pfarren und in allen anderen kirchlichen Gemeinschaften sorgsam bekannt gemacht werden. Gemeinsam mit den auf Liturgie bezogenen Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils helfen sie, die Liturgie in ihrer Tiefe, Heiligkeit, Lebendigkeit und Schönheit besser zu verstehen und zu feiern. Es gibt in Österreich viele Bemühungen um eine solche Liturgie. Die Bischöfe danken allen, die dazu beitragen und bitten, diesen Weg weiter zu gehen. Es gibt in Österreich leider aber auch an nicht wenigen Orten eigenmächtige Veränderungen, die den ohnedies weiten Rahmen überschreiten, der von der Kirche für eine authentische Liturgie vorgegeben ist. Solche Überschreitungen gefährden über kurz oder lang die Einheit und den Frieden in der Kirche und dies gerade bei jener heiligen Feier, die eine der Hauptquellen für Einheit und Frieden sein soll." Die Bischöfe wollen "Kritik an Verletzungen der liturgischen Ordnung jeweils sorgsam prüfen. Solche Kritik beruht manchmal nicht oder nur teilweise auf Tatsachen und ist gelegentlich auch begleitet von Methoden, die den Geboten des Evangeliums widersprechen. Dort, wo die Kritiker im Recht sind, müssen und wollen wir aber gemeinsam zur Ordnung zurückkehren." In drei Punkten wird dann ausdrücklich auf die Feier der Heiligen Messe, die Kommunion und die eucharistische Anbetung eingegangen. Zur Heiligen Messe stellen die Bischöfe fest: "Der Priester als Träger des Weihesakraments steht bei der Eucharistiefeier in der Gemeinde und zugleich stellvertretend für Christus der Gemeinde gegenüber. Ohne Priester gibt es keine gültige Eucharistiefeier. Die Verkündigung des Evangeliums in der Feier der Heiligen Messe ist ausschließlich dem Priester oder dem Diakon anvertraut. Das eucharistische Hochgebet ist den zelebrierenden Priestern vorbehalten. Die liturgische Gemeinde bekräftigt es nach uraltem Brauch der Kirche durch Akklamationen und jedenfalls durch das abschließende Amen." Im Hinblick auf die heilige Kommunion schreiben die Bischöfe: "Der Empfang der Heiligen Kommunion bedarf der Ehrfurcht als Ausdruck des Glaubens, dass in der Gestalt von Brot und Wein Christus wirklich gegenwärtig ist. Niemand soll unvorbereitet hinzutreten. Die reuevolle Abkehr von Sünden und das Bußsakrament als Befreiung von schwerer Sünde sind Voraussetzung für einen ehrfürchtigen und geistlich fruchtbaren Empfang der Heiligen Kommunion. Unter diesen Voraussetzungen ist der Empfang der Kommunion ebenso in die Hand wie in den Mund der Kommunizierenden möglich." Abschließend wird der Wert der eucharistischen Anbetung hervorgehoben: "Christus bleibt in Gestalt des in der Eucharistiefeier in seinen eucharistischen Leib verwandelten Brotes auch nach der Heiligen Messe gegenwärtig. Die Ihm zugewendete eucharistische Anbetung ist eine große Quelle geistlicher Kraft, die auch von jungen Menschen in vielen Ländern mehr und mehr entdeckt wird."
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10.03.2005 08:07:41
Erstmals mehr als eine Million Katholiken in Japan
(religion.orf.at) Die Zahl der Katholiken in Japan hat erstmals die Millionengrenze überschritten. Wie die asiatische katholische Nachrichtenagentur Ucanews laut Kathpress meldete, verzeichnete die Japanische Bischofskonferenz zu Jahresbeginn rund 450.000 einheimische sowie 565.000 ausländische Katholiken bei einer Gesamteinwohnerzahl von 127 Millionen. Dabei sei die Zahl der japanischen Gläubigen fast konstant, während die der katholischen Immigranten seit 1999 um fast 100.000 gewachsen sei. In den Großstädten Yokohama und Kyoto liegt der Kirchenstatistik zufolge der Anteil der Ausländer unter den Katholiken bei rund 70 Prozent. Den höchsten Anteil von ihnen stellten Brasilianer mit rund 235.000. Bei ihnen handle es sich vielfach um in die einstige Heimat zurückgekehrte Nachfahren japanischer Auswanderer nach Südamerika. Unter den "neuen Katholiken" in Japan sind auch viele Katholiken aus Südkorea und von den Philippinen. Ein Teil der Nachfahren der einstigen Geheimchristen, die 250 Jahre schärfster Unterdrückung während des Tokugawa-Regimes überdauerten, ist aber noch immer nicht in die Kirche zurückgekehrt. Bis tief ins 19. Jahrhundert mussten die als Christen "Verdächtigen" vor der Behörde erscheinen und den Ritus des "Efumi" ausführen und dabei auf am Boden liegende Christus- und Marienbilder treten.
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