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27.04.2005 11:04:51
Erste Generalaudienz von Papst Benedikt XVI.
(n-tv) Vor zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. am Mittwoch seine erste Generalaudienz gehalten. Damit nahm der neue Pontifex die Tradition der Mittwochs-Audienzen wieder auf, die vor fast genau drei Monaten wegen der Krankheit von Johannes Paul II. unterbrochen worden war. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen herrschte auf dem weiten Platz ein fröhliches, fast ausgelassenes Klima. Immer wieder spendeten die Menschen Joseph Ratzinger Beifall und schwenkten ihre Landesflaggen. "Danke, liebe Freunde, für eurer Gebet und für die Zuneigung, mit denen ihr mich und meinen Dienst begleitet", sagte der Papst sichtlich bewegt. Es war die erste Generalaudienz seit dem 26. Januar. Johannes Paul hatte sich zwar auch im Februar und März noch mehrmals kurz den Gläubigen bei der Generalaudienz am Fenster gezeigt, jedoch konnte er nicht mehr sprechen.
In seiner Ansprache an die Gläubigen ging er noch einmal auf die Wahl seines Namens als Nachfolger auf dem Petrusstuhl ein: "Ich habe mich Benedikt XVI. genannt, um mich an das Pontifikat des mutigen Friedens-Papstes Benedikt XV. anzulehnen", sagte Joseph Ratzinger. Auch er stelle sein Pontifikat "in den Dienst der Versöhnung und des guten Einvernehmens unter den Menschen und Völkern". Sein Name knüpfe aber auch an den heiligen Benedikt von Nursia (480-547) an, den vor allem in seiner Heimat Bayern verehrten Gründer des Benediktinerordens und "Vater des abendländischen Mönchtums". Begeisterung brach aus, als Ratzinger die anwesenden Pilgergruppen in acht Sprachen grüßte, darunter Deutsch, Spanisch, Polnisch und Slowenisch. "Grüß Gott!", sagte er in bester bayerischer Manier zu den Deutschen. Immer wieder spendeten die Menschen dem neuen Pontifex Beifall, viele schwenkten ihre Landesfahnen. Trotz der allgemeinen Fröhlichkeit betonte Benedikt aber noch einmal, dass die Anfangstage seines Petrusamtes von "widersprüchlichen Gefühlen" geprägt seien: Einerseits "Staunen und Dankbarkeit gegenüber Gott", aber andererseits auch "ein inneres Zittern vor der Größe der mir übertragenen Verantwortung". Vor Beginn der Audienz war der Papst zehn Minuten lang im Papamobil über den Petersplatz gefahren und hatte sich den Gläubigen gezeigt. Viele zückten ihre Fotoapparate, andere versuchten, mit Ferngläsern einen Blick auf Ratzinger zu erhaschen. Der lächelte freundlich in die Menge und segnete in alle Richtungen. - Weblink: Ansprache bei der Generalaudienz.
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25.04.2005 17:59:58
Begegnung des Papstes mit den deutschen Pilgern
kath.net dokumentiert die Ansprache, die Papst Benedikt XVI. am Montag 25.04.2005 bei der Audienz für die deutschsprachigen Pilger gehalten hat. Unter anderem wandte er sich an die Jugend: "Es ist gar nicht wahr, daß die Jugend vor allem an Konsum und an Genuß denkt. Es ist nicht wahr, daß sie materialistisch und egoistisch ist. Das Gegenteil ist wahr: Die Jugend will das Große. Sie will, daß dem Unrecht Einhalt geboten ist. Sie will, daß die Ungleichheit überwunden und allen ihr Anteil an den Gütern der Welt wird. Sie will, daß die Unterdrückten ihre Freiheit erhalten. Sie will das Große. Sie will das Gute. Und deswegen ist die Jugend – seid Ihr – auch wieder ganz offen für Christus. Christus hat uns nicht das bequeme Leben versprochen. Wer Bequemlichkeit will, der ist bei ihm allerdings an der falschen Adresse. Aber er zeigt uns den Weg zum Großen, zum Guten, zum richtigen Menschenleben. Wenn er vom Kreuz spricht, das wir auf uns nehmen sollen, ist es nicht Lust an der Quälerei oder kleinlicher Moralismus. Es ist der Impuls der Liebe, die aufbricht aus sich selbst heraus, die nicht umschaut nach sich selber, sondern den Menschen öffnet für den Dienst an der Wahrheit, an der Gerechtigkeit, am Guten. Christus zeigt uns Gott und damit die wahre Größe des Menschen." Und am Schluß führte er aus: "Liebe Freunde, lassen wir uns nicht abbringen von diesem Großmut, von dieser Wanderschaft zu Christus. Ich freue mich auf Köln, wo sich die Jugend der Welt treffen wird oder besser: wo die Jugend der Welt ihre Begegnung mit Christus hält. Gehen wir miteinander, halten wir zusammen. Ich vertraue auf Eure Hilfe. Ich bitte Euch um Nachsicht, wenn ich Fehler mache wie jeder Mensch oder wenn manches unverständlich bleibt, was der Papst von seinem Gewissen und vom Gewissen der Kirche her sagen und tun muß. Ich bitte Euch um Euer Vertrauen. Halten wir zusammen, dann finden wir den rechten Weg. Und bitten wir Maria, die Mutter des Herrn, daß sie uns ihre frauliche und mütterliche Güte spüren läßt, in der uns erst die ganze Tiefe des Geheimnisses Christi aufgehen kann. Der Herr segne Euch alle!"
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25.04.2005 17:57:09
Papst Benedikt erinnert an Missionsauftrag der Kirche
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat am 25.04.2005 bei seinem ersten Gottesdienst außerhalb des Vatikans Mission und Evangelisierung als vorrangige und dringliche Aufgabe seines Pontifikats unterstrichen. "Die Kirche ist von ihrer Natur her missionarisch", sagte er am Montagabend bei einem Besuch am Grab des Völkerapostels Paulus in der Basilika San Paolo furoi le Mura. Er wolle hier die Linie seines Vorgängers, des Missions-Papstes Johannes Paul II., fortsetzen. Allerdings seien dessen mehr als 100 Auslandsreisen unnachahmbar, betonte der Papst. Zuversichtlich äußerte sich Benedikt XVI. über einen Aufschwung der katholischen Kirche insbesondere in den Weltregionen, wo sie verfolgt worden sei. Da das 20. Jahrhundert eine Zeit des Martyriums war und da das Blut der Märtyrer "Samen für neue Christen" sei, rechne er zu Beginn des dritten Jahrtausends mit einer neuen Blüte der Kirche vor allem in jenen Ländern, wo die Kirche leiden musste. Nach dem Amtsantritt als Nachfolger des Apostels Petrus an dessen Grab im Vatikan wolle er auch die Gedenkstätte des anderen römischen Apostels aufsuchen, sagte Benedikt XVI. Zu Beginn des dritten Jahrtausends sei dieses "missionarische Mandat Christi aktueller denn je". Paulus habe das Evangelium Christi im Wort und mit seinem Leben gepredigt. Schließlich habe er Christus auch mit seinem Blut und seinem Martyrium verkündet, genauso wie Petrus und zahlreiche andere Glaubenszeugen. Daraus sei die besondere Stellung der Kirche von Rom erwachsen, die "der universalen Gemeinschaft der Liebe vorsteht", sagte der Papst unter Verwendung eines Zitats des Kirchenvaters Ignatius von Antiochien. Der Papst wurde bei seiner Ankunft in der Basilika von Tausenden begeistert begrüßt. Begleitet von wenigen Sicherheitsbeamten ging er durch das Menschenspalier; er gab einzelnen die Hand und segnete Kinder. Nach einem Eröffnungsgebet kniete er lange am Paulus-Grab unter dem Hauptaltar zu einem stillen Gebet nieder. Dann betete er, "dass die Menschheit vom Glauben erleuchtet werde, den Paulus vor Königen und Nationen verkündet hat", und dass die Kirche sich immer mehr "als Mutter und Lehrerin der Völker" darstelle.
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25.04.2005 09:47:58
Papst Benedikt bekennt sich zu Ökumene und Dialog der Religionen
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat in seiner ersten Audienz nach dem Amtsantritt die anderen christlichen Kirchen zum ökumenischen Dialog und die Weltreligionen zur Zusammenarbeit eingeladen. Die Kirche wolle weiterhin "Brücken der Freundschaft" zu den anderen Religionen bauen, sagte er am Montag 25.04.2005 bei einer Begegnung mit den ökumenischen Delegationen und den Vertretern der Weltreligionen, die zu seiner Amtseinführung am Sonntag angereist waren. In der von Konflikten, Gewalt und Krieg geprägten Welt, die sich zugleich ernsthaft nach Frieden sehnt, müssten sich die Religionen für diesen Frieden einsetzen, betonte der Papst. Daher richte er zu Beginn seines Pontifikats an alle religiösen Traditionen die "eindringliche Einladung, gemeinsam Baumeister des Friedens zu werden, in gegenseitigem Verständnis, in Respekt und in Liebe". Ausdrücklich wandte sich Benedikt XVI. an die Muslime und bekundete seine Wertschätzung für den "wachsenden Dialog zwischen Muslimen und Christen, auf lokaler wie auf internationaler Ebene". Eindringlich rief der Papst die anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften zum Einsatz für die Ökumene auf: "Gehen wir in Hoffnung weiter!" Auf den Spuren seiner Vorgänger wolle er das vom Konzil eingeleitete "unumkehrbare Engagement" für die Suche nach Einheit bekräftigen. Auf diesem Weg zur vollen, von Jesus gewollten Gemeinschaft seien "Mut, Milde, Festigkeit und Hoffnung gefordert, um das Ziel zu erreichen".
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25.04.2005 09:46:33
Das päpstliche Wappen
(Pressestelle der Erzdiözese München) Papst Benedikt XVI. hat seine altbayerische Heimat in das päpstliche Wappen aufgenommen. Alle Elemente des Bischofswappens, das er schon als Erzbischof von München und Freising und dann als Präfekt der Römischen Glaubenskongregation führte, sind auch in das päpstliche Wappen eingegangen. In einem dreigeteilten Wappenschild ist der „Freisinger Mohr“ zu sehen. Der nach links blickende charakteristische gekrönte Mohrenkopf ist seit 1316 durch den Freisinger Bischof Konrad III. als Wappen des alten Fürstbistums Freising bezeugt und blieb bis zur Säkularisation 1802/1803 fast unverändert erhalten. Auch danach haben alle Erzbischöfe von München und Freising ihr Bischofswappen mit dem „Caput Aethiopum“, dem Haupt eines Äthiopiers, verbunden. Ein besonders charakteristisches Element des neuen Papstwappens ist ein Bär mit einem Packsattel, der sogenannte „Korbiniansbär“. Von Bischof Korbinian, der im 8. Jahrhundert in Altbayern den christlichen Glauben verkündete, der als geistlicher Vater und als Patron der Erzdiözese verehrt wird, gibt es eine schöne Bären-Legende. Auf einer Reise nach Rom soll ein Bär ihm das Saumtier gerissen haben. Der Heilige habe dann dem Tier befohlen, ihm die Lasten nach Rom zu tragen. In Rom angekommen, habe er den Bären jedoch entlassen, der sich dann wieder in die heimatlichen Wäldern trollte. Der Korbiniansbär symbolisiert zugleich als „Lastträger Gottes“ auch die Bürde des Amtes. Das dritte Element, die Muschel, hat einen mehrfachen Symbolwert. Sie bezieht sich zunächst auf eine berühmte Legende um den heiligen Bischof und Kirchenlehrer Augustinus (354 bis 430). Als dieser am Meeresstrand entlangging, um über die Unergründlichkeit des Dreifaltigen Gottes nachzudenken, traf er auf einen Knaben, der mit einer Muschel Meerwasser in eine kleine Grube schüttete. Als Augustinus ihn nach dem Sinn seines Tuns fragte, bekam er zur Antwort: „Ich schöpfe das Meer in diese Grube.“ So ist die Muschel das Symbol für das Eintauchen in das unergründliche Meer der Gottheit. Sie steht aber auch im Zusammenhang mit dem Theologen Joseph Ratzinger und dem Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn. 1953 promovierte er bei Professor Gottlieb Söhngen an der Universität München mit einer Dissertation über „Volk und Haus Gottes in Augustins Lehre von der Kirche“ zum Doktor der Theologie. Als „Pilgermuschel“ weist das Symbol ferner auf einen zentralen Begriff des Zweiten Vatikanischen Konzils, das „pilgernde Gottesvolk“ hin, als dessen Hirte sich Erzbischof Ratzinger sah und jetzt auch Benedikt XVI. sieht.
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24.04.2005 08:47:34
"Providentissimus Deus" erstmals auf Deutsch online
stjosef.at hat dank der Mitarbeit von Armin Jauch ein weiteres wichtiges kirchliches Dokument ins Netz gestellt. Ab sofort ist die Enzyklika „Providentissimus Deus“ von Papst Leo XIII. aus dem Jahr 1893 über das Studium der Heiligen Schrift zum ersten Mal online in Deutsch verfügbar. Im Ringen um die richtige Auslegung der Heiligen Schrift als Wort Gottes hat das Lehramt der katholischen Kirche mehrmals mit gewichtigen Dokumenten Stellung bezogen. Zunächst hatte Papst Leo XIII. am 18. November 1893 mit der Enzyklika „Providentissimus Deus“ einige Markierungen in die Landkarte der Exegese eingezeichnet. Wenn sich Leo XIII. in der Zeit eines äußerst selbstsicheren und geradezu dogmatisch auftretenden Liberalismus überwiegend kritisch geäußert hatte, ohne das Positive der neuen Möglichkeiten auszuschließen, so konnte fünfzig Jahre später aufgrund der fruchtbaren Arbeit großer katholischer Exegeten Papst Pius XII. in seinem Schreiben "Divino afflante Spiritu" vom 30. September 1943 vor allem positiv ermutigen, die modernen Methoden für das Verstehen der Bibel fruchtbar zu machen. Die Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die göttliche Offenbarung, "Dei Verbum", vom 18. November 1965 griff dieses alles auf; sie ermöglichte eine Synthese zwischen den bleibenden Einsichten der Vätertheologie und den neuen methodischen Erkenntnissen der Moderne, die maßgebend bleibt.
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24.04.2005 08:32:28
Feierliche Amtseinführung von Benedikt XVI.
Der neue Papst Benedikt XVI. ist am Sonntag Vormittag (24.04.2005) in einer feierlichen Messe auf dem Petersplatz in sein Amt eingeführt worden. Dabei wurden ihm auch das Pallium und der Fischerring als Zeichen der päpstlichen Verantwortung und Würde überreicht. Die Predigt wurde mehrmals von Applaus unterbrochen und wird bereits von „Radio Vatikan“ auf Deutsch dokumentiert. Hier einige Auszüge: „Ich bin nicht allein. Ich brauche nicht allein zu tragen, was ich wahrhaftig allein nicht tragen könnte. Die Schar der Heiligen Gottes schützt und stützt und trägt mich. Und Euer Gebet, liebe Freunde, Eure Nachsicht, Eure Liebe, Euer Glaube und Euer Hoffen begleitet mich. Denn zur Gemeinschaft der Heiligen gehören nicht nur die großen Gestalten, die uns vorangegangen sind und deren Namen wir kennen. Die Gemeinschaft der Heiligen sind wir alle, die wir auf den Namen von Vater, Sohn und Heiligen Geist getauft sind und die wir von der Gabe des Fleisches und Blutes Christi leben, durch die er uns verwandeln und sich gleich gestalten will. Ja, die Kirche lebt – das ist die wunderbare Erfahrung dieser Tage. Durch alle Traurigkeit von Krankheit und Tod des Papstes hindurch ist uns dies auf wunderbare Weise sichtbar geworden: Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft. Die Kirche lebt – wir sehen es, und wir spüren die Freude, die der Auferstandene den Seinen verheißen hat. Die Kirche lebt – sie lebt, weil Christus lebt, weil er wirklich auferstanden ist. Wir haben an dem Schmerz, der auf dem Gesicht des Heiligen Vaters in den Ostertagen lag, das Geheimnis von Christi Leiden angeschaut und gleichsam seine Wunden berührt. Aber wir haben in all diesen Tagen auch den Auferstandenen in einem tiefen Sinn berühren dürfen. Wir dürfen die Freude verspüren, die er nach der kurzen Weile des Dunkels als Frucht seiner Auferstehung verheißen hat. … Das Gleichnis vom verlorenen Schaf, dem der Hirte in die Wüste nachgeht, war für die Kirchenväter ein Bild für das Geheimnis Christi und der Kirche. Die Menschheit, wir alle, sind das verlorene Schaf, das in der Wüste keinen Weg mehr findet. Den Sohn Gottes leidet es nicht im Himmel; er kann den Menschen nicht in solcher Not stehen lassen. Er steht selber auf, verläßt des Himmels Herrlichkeit, um das Schaf zu finden und geht ihm nach bis zum Kreuz. Er lädt es auf die Schulter, er trägt unser Menschsein, er trägt uns – er ist der wahre Hirt, der für das Schaf sein eigenes Leben gibt. Das Pallium sagt uns zuallererst, daß wir alle von Christus getragen werden. Aber er fordert uns zugleich auf, einander zu tragen. So wird das Pallium zum Sinnbild für die Sendung des Hirten, von der die zweite Lesung und das Evangelium sprechen. Den Hirten muß die heilige Unruhe Christi beseelen, dem es nicht gleichgültig ist, daß so viele Menschen in der Wüste leben. Und es gibt vielerlei Arten von Wüsten. Es gibt die Wüste der Armut, die Wüste des Hungers und des Durstes. Es gibt die Wüste der Verlassenheit, der Einsamkeit, der zerstörten Liebe. Es gibt die Wüste des Gottesdunkels, der Entleerung der Seelen, die nicht mehr um die Würde und um den Weg des Menschen wissen. Die äußeren Wüsten wachsen in der Welt, weil die inneren Wüsten so groß geworden sind. Deshalb dienen die Schätze der Erde nicht mehr dem Aufbau von Gottes Garten, in dem alle leben können, sondern dem Ausbau von Mächten der Zerstörung. Die Kirche als Ganze und die Hirten in ihr müssen wie Christus sich auf den Weg machen, um die Menschen aus der Wüste herauszuführen zu den Orten des Lebens – zur Freundschaft mit dem Sohn Gottes, der uns Leben schenkt, Leben in Fülle.“
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23.04.2005 07:26:27
Erste Pressekonferenz des neuen Papstes
Der neue Papst, Benedikt XVI., hat am Samstagvormittag (23.04.2005, 11 Uhr) seine erste Pressekonferenz abgehalten. In einer kurzen Ansprache vor den versammelten Vertretern der Medien aus aller Welt, die er wechselweise auf Italienisch, Englisch, Französisch und Deutsch hielt, dankte ihnen der Papst für Ihren Beitrag, die Anliegen der Kirche weltweit präsent zu machen. Er rief sie dazu auf, in Verantwortung dem Gemeinwohl zu dienen, das Gewissen der Menschen zu achten und sich für die Wahrheit und Würde der menschlichen Person einzusetzen. Morgen Sonntag folgt die feierliche Messe zur Amtseinführung. Die großen Medienstationen übertragen live ab 10 Uhr vormittag. - Linktip: Vatican Television Center.
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23.04.2005 07:22:40
Papst Benedikt XVI.: "Mitarbeiter der Wahrheit"
Überraschend schnell und mit großer Einmütigkeit wurde der Kirche in der vergangenen Woche wieder ein Papst geschenkt: Am Dienstagabend verkündete der weiße Rauch aus der Sixtinischen Kapelle, bestätigt durch das Leuten der Glocke des Petersdoms, das, was wenig später offiziell verlautbart wurde: „Habemus Papam!“ – „Wir haben einen neuen Papst.“ Und dieser ist niemand anderer als der frühere Kurienkardinal und Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Ratzinger. Er nennt sich Benedikt XVI., in Anlehnung an den großen Friedenspapst Benedikt XV. und an den heiligen Benedikt von Nursia, den Gründer des Benediktinerordens, den Schutzpatron Europas. Er tritt die Nachfolge des verstorbenen „Papa grande“ Johannes Pauls II. an und wird die Kirche in seinem Geist weiterführen auf dem Weg des Heils. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 5. Sonntag der Osterzeit 2005!
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22.04.2005 09:15:05
Diözese St. Pölten hat neues Web-Layout
Mit einem neuen Gesicht zeigt sich bereits seit einigen Tagen die Homepage der Diözese St. Pölten. Unter www.dsp.at findet man die neuesten Informationen aus der Pressestelle und aktuelle Veranstaltungen. Zusätzlich wird der Besucher bei jedem Neueinstieg zu einem virtuellen Besuch in einer Pfarre der Diözese, die bereits eine eigene Homepage besitzt, eingeladen. Hinweise auf derzeit interessante Seiten und Schwerpunktbereiche, etwa zu den Sakramenten, den Firmtermine, dem Social-Workcamp der Jugend oder auch den diesjährigen Weltjugendtag ergänzen die Einstiegseite der Diözese. Wer noch mehr Aktuelles aus der Diözese erfahren möchte, kann sich einfach über "Aktuelles" auf die Homepage des Pressereferates klicken. Dort gibt es neben weiteren Meldungen einen Kulturbericht, wöchentlich ein spezielles "Thema der Woche" zu einem aktuellen Anlass, einen Schwerpunktbeitrag aus der Redaktion der diözesanen Kirchenzeitung "Kirchebunt" sowie einen aktuellen Tipp für ein besonderes Ereignis oder eine Veranstaltung. Hinzu kommt Tag für Tag noch eine kleine Auswahl von Nachrichten aus der Kirche Österreichs und der Weltkirche. Über "Einrichtungen" kommt man zu den verschiedenen Stellen, etwa dem Ordinariat, dem Kirchenbeitrag oder auch dem Pastoralamt und den Pfarren. Unter "Soziales" sind unter anderen auch die Caritas und die Telefonseelsorge zu finden, unter "Medien" das Pressereferat, die Bibliotheksfachstelle und pastorale Behelfe und unter "Bildung" das Katholische Bildungswerk sowie die Bildungshäuser der Diözese. Bereits zahlreiche Predigten und Stellungnahmen des Diözesanbischofs DDr. Klaus Küng sind abzurufen; weiterhin im Netz ist auch die Homepage von Altbischof Dr. Kurt Krenn, der inzwischen in sein neues Domizil in der Nähe des Hippolythauses übersiedelt ist: www.hippolytus.net
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22.04.2005 08:49:23
Klare Worte Kardinal Schönborns zu gesellschaftlichen Themen
Unerwartet klare Worte findet Kardinal Christoph Schönborn mit Aussagen zu gesellschaftlichen Fragen in dem Buch "Österreich - und jetzt?" von Ex-"Presse"-Chefredakteur Andreas Unterberger, berichtet ORF Wien. Schönborn spricht in dem Buch von der "Feigheit der 'Political Correctness'", bedauert den Immigrationsdruck, der auf Österreich liege und lehnt die Schwulenehe vehement ab. "Besondere Sorgen" bereitet Schönborn, dass Europa "in sehr dramatischer Weise Abschied von einem Weiterleben in der nächsten Generation genommen" habe. "So wie die Entwicklung in Europa ist, wird der Immigrationsdruck in den nächsten Jahrzehnten enorm sein...Es wird in diesem Vakuum der europäischen Geburtenverweigerung ein Immigrationsdruck entstehen, der verständlicherweise vielen Menschen Angst und Sorge macht", so Schönborn. Schönborn spricht auch die Causa Buttiglione an: "Die Reaktionen auf Buttiglione sind nicht nur Reaktionen gegen seine christlichen Positionen, sondern es ist einfach die Feigheit der 'Political Correctness', Dinge beim Namen zu nennen, von der ein Großteil der Bevölkerung überzeugt ist." Ebenso von Feigheit der "Political Correctness" spricht Schönborn in dem Buch beim Thema Homosexuellen-Ehe. Zwischen Menschen gleichen Geschlechts gebe es keine Ehe. Das sei nicht eine Frage von Religion, "das ist eine Frage - pardon - von Physiologie, von Psychologie, das ist eine Frage dessen, was wir Natur nennen", so Schönborn. Dass die dauerhafte Beziehung zwischen Mann und Frau Ehe genannt werde und die Fruchtbarkeit dieser Beziehung Familie genannt werde, gehöre nicht nur zum klassischen christlichen Erbe, sondern auch zum klassischen antiken Erbe. "Das nicht in dieser Klarheit zu sagen, ist die Feigheit der Political correctness", so Schönborn. Das Gespräch mit Schönborn führte Andreas Unterberger kurz vor dem Tod von Papst Johannes Paul II.
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21.04.2005 14:41:34
Gratulationen per e-mail an Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. hat bereits eine eigene Mailadresse. benediktxvi@vatican.va ist die Adresse für Glückwünsche an den neugewählten Pontifex. Von der offiziellen Homepage des Vatikan aus ( http://www.vatican.va ) gibt es einen Link. Wer das "Habemus Papam" anklickt, kommt zu einem Foto des Papstes: "Glückwünsche an den Papst" steht direkt darunter, und mit einem Klick öffnet sich ein Mailformular.
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21.04.2005 14:36:29
Der neue Papst: das weitere Programm
(Kathpress) Nach seiner ersten Ansprache als Papst bereitet sich Benedikt XVI. auf die Messe zu seiner Amtseinführung am Sonntag vor. Am Freitagmorgen wird der deutsche Papst alle in Rom anwesenden Kardinäle treffen, wie Vatikansprecher Joaquin Navarro Valls mitteilte. Am Samstagvormittag wird der Papst mit den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Journalisten zusammenkommen. Am Samstagnachmittag wird er von seiner Wohnung auf der Piazza della Citta' Leonina Abschied nehmen. Am Sonntag feiert Benedikt XVI. um 10 Uhr auf dem Petersplatz die Festmesse zu seiner Amtseinführung. Die offiziellen Delegationen, die zu der Zeremonie anreisen, will der Papst am Montag empfangen. Am Montagnachnmittag wird Benedikt XVI. die Basilika San Paolo fuori le Mura besuchen.
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21.04.2005 09:13:28
Der neue Papst: ein Nazi? - Eine Widerlegung unhaltbarer Vorwürfe
„Vom Hitler-Jungen zum Papa-Ratzi“, titelte die britische Boulevardzeitung „The Sun“ am Mittwoch. Gibt es dunkle Flecken auf der blütenweißen Papst-Soutane? War Benedikt XVI. früher gar ein Nazi? In dem Buch „Salz der Erde“ räumt Joseph Ratzinger mit diesem hässlichen Gerücht auf. Frage: „Waren Sie in der Hitler-Jugend?“ Ratzingers Antwort: „Wir waren zunächst nicht dabei, mit der Einführung der Pflicht-HJ wurde allerdings mein Bruder pflichtmäßig aufgenommen. Ich war noch zu jung, wurde aber später vom (Priester-)Seminar aus in die HJ hineingemeldet. Sobald ich aus dem Seminar weg war, bin ich nicht mehr hingegangen. Und das war schwierig, weil die Schulgeldermäßigung, die ich wirklich nötig hatte, mit dem Nachweis des HJ-Besuchs verbunden war. Da gab es aber Gott sei Dank einen sehr verständnisvollen Mathematiklehrer. Er war selber ein Nazi, aber ein redlicher Mann, der zu mir gesagt hat: ,Geh doch einmal hin, damit wir das haben ...‘ Als er sah, daß ich einfach nicht mochte, hat er gemeint: ,Ich versteh’ dich, ich bring’ das in Ordnung‘, und so konnte ich davon frei bleiben.“ Mit 16 wurde Ratzinger Flakhelfer. Bei München schützte seine Einheit ein BMW-Werk. In den letzten Kriegstagen desertierte er. Es hätte ihn das Leben kosten können. Deserteure wurden von SS-Einheiten auf der Stelle erschossen, an Laternenpfählen aufgeknüpft. Einmal hätten ihn Soldaten gestoppt, erinnert sich Ratzinger in seinem Buch „Aus meinem Leben“: „Zum Glück waren es Soldaten, die genug vom Krieg hatten und nicht auch noch zu Mördern werden wollten.“ - Quelle: Bild-Zeitung.
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21.04.2005 09:06:54
Im Zeichen der Einmütigkeit
In einem Kommentar der Zeitung "Die Tagespost" vom 21.04.2005 schreibt Guido Horst: "Wer als Papst ins Konklave geht, kann es bisweilen auch als Papst verlassen. Das bewiesen zu haben, ist nicht die einzige Besonderheit des beginnenden Pontifikats von Benedikt XVI. Es war ein überaus kurzes Konklave mit nur vier Wahlgängen. Und die Mehrheit der Stimmen, die der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger sehr schnell auf sich vereinigen konnte, war überdeutlich. Die Amtszeit des neuen Papstes beginnt im Zeichen des Konsenses und der Einmütigkeit. Das ist ein Pfund, mit dem die Kirche nun wuchern kann. Ein „einfacher und demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn“ – so hat sich der soeben Gewählte selbst bezeichnet. Das ist ernst gemeint. Der Ratzinger in Weiß wird bleiben, was er als langjähriger Präfekt der Glaubenskongregation war: ein Mann des Studiums und der Arbeit am Schreibtisch. Einer der sichtet und analysiert, aber auch viel und oft selber zur Feder greift, um Ansprachen, Referate oder amtliche Texte zu entwerfen. Das hohe Amt des Petrusdienstes wird den Menschen Ratzinger nicht verändern, es wird ihn aber befähigen, Guter Hirte einer Milliarde von Getauften zu sein." - Lesen Sie die Analyse in vollem Wortlaut!
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20.04.2005 09:00:15
Viele positive Reaktionen auf Wahl des neuen Papstes
Weltweit sind die Reaktionen auf die Wahl des neuen Papstes Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) überwiegend positiv. Vor allem in Deutschland findet seine Wahl ein großes Echo. Das Boulevard-Blatt „Bild“ titelt sogar: „Wir sind Papst.“ Teilweise abwartend, teilweise bereits ablehnend kritisch äußern sich Anhänger eines „progressiven“ Kurses der Kirche, da vom neuen Papst vor allem die Kontinuität der Glaubenslehre erwartet wird und sich die Forderungen des sog. Kirchenvolks-Begehrens nicht verwirklichen dürften. Besondere Akzente werden vom neuen Papst im Hinblick auf die würdige und geordnete Feier der Liturgie erwartet. Seine theologischen Bücher sind bereits zu Bestsellern geworden. - Zur Wahl von Kardinal Dr. Joseph Ratzinger zum neuen Papst, der sich den Namen "Benedikt XVI." gab, sagte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng: "Kardinal Ratzinger ist eine ganz große Persönlichkeit. Ich glaube, er ist wirklich jemand, der die Lage der Gesellschaft und natürlich auch der Kirche, insbesondere in Europa, aber auch in der ganzen Welt bestens kennt. Und er ist natürlich wie kaum jemand anderer, auch sehr verbunden gewesen mit Johannes Paul II. Auch in all diesen Kämpfen der vergangenen Jahre war er zusammen mit ihm bemüht, entsprechende Akzente zu setzen. Das ist Kontinuität. Ich bin überzeugt davon, dass für ihn, genauso wie für Johannes Paul II., dieses 'Ecclesia semper reformanda', dass die Kirche immer zu reformieren ist, das zentrale Anliegen war und jetzt auch ist." - Kath.net bietet eine Kurzreise nach Rom zur Amtseinführung des neuen Papstes an (23./24. April 2005).
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20.04.2005 08:55:21
Erste programmatische Predigt von Papst Benedikt XVI.
(stephanscom.at) Einen Tag nach der Wahl, am Mittwoch 20. April 2005, feierte Papst Benedikt XVI. in der "Capella Sistina" die erste Eucharistiefeier als Papst. Unter den prächtigen Fresken der Sixtinischen Kapelle erinnerte er in seiner Predigt an seinen Vorgänger Johannes Paul II. "Es scheint mir, seine starke Hand zu fühlen, die meine festhält." Bei seiner ersten Messe als Ponifex Maximus verzichtete Papst Benedikt XVI. auf eine Predigt nach dem Evangelium. Die erste Predigt folgte erst am Ende der Messe in lateinischer Sprache. Damit entsprach der neue Papst einer alten Tradition der Kirche. Das Amt des Papstes sei ein Dienst der Einheit, betonte der neue Papst Benedikt XVI. Sein besonderes Ziel sei es, der ganzen Welt die lebendige Gegenwart Christi zu beweisen. "Johannes Paul II. hat uns eine fröhliche Kirche hinterlassen, die in Freiheit und Freude in die Zukunft blickt", so Benedikt XVI. Dass sein Pontifikat im Jahr der Eucharistie, das von Johannes Paul II. ausgerufen worden war, beginne, sei ein besonderer Hinweis auf seine Aufgabe für die Einheit der Kirche zu arbeiten. In seiner programmatischen Predigt in der Sixtinischen Kapelle kündigte Benedikt XVI. an, die Verwirklichung der Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils vorantreiben zu wollen, das 1965 abgeschlossen wurde und vor allem den inneren Reformen der katholischen Kirche galt. "Ich bin überzeugt, dass die neuen Generationen die Reichtümer des Konzils entdecken werden. Denn die Dokumente des Konzils haben nichts an Aktualität verloren", so Papst Benedikt XVI. wörtlich. Die Aufgabe der Ökumene sehe er als eine wichtige Aufgabe: "Wir müssen bereit sein die fundamentale Aufgabe der Ökumene zu fördern und voranzutreiben", betonte Benedikt XVI. Der Papst sandte einen Gruß an alle Kirchen: "Christus ist unser aller einiger Herr." Zugleich sicherte der neue Papst auch den nichtchristlichen Religionen die Fortsetzung des Dialogs zu: "Die katholische Kirche will mit ihnen weiterhin einen offenen und aufrichtigen Dialog fortsetzen, auf der Suche nach dem echten Wohl des Menschen und der Gesellschaft." "Euch Jugendlichen sende ich einen besonders liebevollen Segen, und freue mich, so Gott es will, Euch in Köln beim Weltjugendtag zu treffen", wandte sich Benedikt XVI. direkt an die Jugendlichen, die er als die Hoffnung und Zukunft der Kirche bezeichnete. Mit dem Dank an die Kardinäle für das Vertrauen und die Bitte um das Gebet aller beschloss der neu gewählte Papst Benedikt XVI. seine Predigt. "Der Fürbitte der Gottesmutter Maria und aller Apostel vertraue ich mein Pontifikat an." - Link zur Predigt im lateinischen Wortlaut und in italienischer Übersetzung; hier auch zur deutschen Übersetzung!
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19.04.2005 15:43:22
Erste Worte des neuen Papstes
Kardialprotodiakon Kardinal Jorge Arturo Medina Estévez sprach am Dienstag, 19. April, um 18.43 Uhr folgende Worte von der Benediktionsaula des Petersdomes aus: „Annuntio vobis gaudium magnum; habemus Papam: Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum Josephum Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Ratzinger qui sibi nomen imposuit Benedictum XVI“. Der neue Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, hat sich mit folgenden Worten an die Gläubigen genannt, bevor er ihnen den Segen "Urbi et Orbi" spendete: "Liebe Brüder und liebe Schwestern, nach dem großen Papst Johannes Paul II. haben die Herren Kardinäle mich, einen einfachen und bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn, gewählt. Mich tröstet die Tatsache, dass der Herr auch mit ungenügenden Werkzeugen zu arbeiten und zu handeln weiß. Vor allem vertraue ich mich euren Gebeten an, in der Freude des Auferstandenen Herrn, im Vertrauen auf seine ständige Hilfe. Gehen wir voran, der Herr wird uns helfen, und auch Maria, seine Heiligste Mutter, steht an unserer Seite." - Weitere Berichte laufend auf www.kath.net !
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19.04.2005 14:03:52
Habemus Papam! Joseph Kardinal Ratzinger ist Benedikt XVI.
Kardinal Ratzinger ist Papst. Er nennt sich Benedikt XVI.!
Über der Sixtinischen Kapelle stieg weißer Rauch auf. Damit ist eine erfolgreiche Papstwahl angezeigt. Das Glockengeläut, das die Wahl des Nachfolgers von Johannes Paul II. anzeigen sollte, blieb jedoch vorerst aus. Die Gläubigen auf dem Petersplatz waren zuerst verunsichert, als sie den Rauch sahen. Erst, als sich der Rauch langsam, aber deutlich weiß färbte, brandete Jubel unter den Wartenden auf. Später stellte sich auch das Glockengeläut ein. ORF2 berichtet live in einer Sondersendung. Um 18.43 wurde der Name des neuen Papstes verkündet! Deo gratias!
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18.04.2005 10:32:53
Heute beginnt das Konklave: Wer wird nächster Papst?
In einer Kathpress-Analyse wird der Ablauf des heute beginnenden Konklaves beschrieben:
Mit der Aufforderung "extra omnes" (alle hinaus!) beginnt am Montagnachmittag um 16.30 Uhr das Konklave zur Wahl eines Nachfolgers von Papst Johannes Paul II. Zeremonienmeister Piero Marini fordert mit dieser Formel alle Unbeteiligten auf, die Sixtinische Kapelle zu verlassen, damit sich die Kardinäle in der vorgeschrieben Abgeschiedenheit der geheimen Wahl des neuen Papstes zuwenden können. 77 Stimmen von den insgesamt 115 Wählern braucht der Kardinal, der als Papst das Konklave verlassen will. Das ist die Zweidrittelmehrheit, die Johannes Paul II. in seiner Papstwahlordnung "Universi Dominici Gregis" von 1996 für die Ermittlung seines Nachfolgers festgelegt hat. Als einzigen Modus ließ er dabei die geheime Wahl per Stimmzettel zu. Die früher zumindest theoretische Möglichkeit der Wahl per Akklamation oder die Überweisung an ein Wählergremium schaffte er definitiv ab. Der Ablauf des Konklaves ist genau geregelt, wenn auch mit einigem Gestaltungsspielraum. Noch am Eröffnungstag findet der erste Wahlgang statt. Dann sind in für jeden Tag in der Regel vier Urnengänge vorgesehen, zwei vormittags und zwei nachmittags. - Lesen Sie mehr!
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18.04.2005 10:28:20
Liebe und Wahrheit - Predigt von Kardinal Ratzinger
Heute (Montag, 18.04.2005) um 10 Uhr fand im Petersdom die "Missa pro eligendo papa" statt. KATH.NET dokumentiert die von "Radio Vatikan" zur Verfügung gestellte deutsche Übersetzung der Predigt des Hauptzelebranten Kardinal Josef Ratzinger. Im Anschluss an seine Predigt gab es spontanen Beifall - von den Gläubigen im Petersdom wie auch von den Kardinälen. Unter anderem führte der Kardinal in seiner Predigt aus: "Die Barmherzigkeit Christi ist keine Gnade zu einem billigen Preis, sie legt nicht die Banalisierung des Bösen zugrunde. Christus trägt in seinem Leib und auf seiner Seele das ganze Gewicht des Bösen, seine ganze zerstörende Kraft. Er verbrennt und formt das Böse im Leid um, im Feuer seiner leidenden Liebe. Der Tag der Vergeltung und das Gnadenjahr fallen im Ostergeheimnis zusammen, im gestorbenen und auferstandenen Christus. Das ist die Vergeltung Gottes: Er selbst, in der Person des Sohnes, leidet für uns. Je mehr wir von der Barmherzigkeit des Herrn getroffen werden, desto mehr treten wir in die Solidarität mit seinem Leiden ein – wir werden bereit, in unserem Fleisch das zu ergänzen 'was an den Leiden Christi noch fehlt' (Kol 1, 24). ... 'Reif' ist nicht ein Glaube, der den Wellen der Mode und des letzten Schreis folgt; erwachsen und reif ist ein Glaube, der tief in der Freundschaft mit Christus verwurzelt ist. Es ist diese Freundschaft, die uns all dem gegenüber öffnet, was gut ist und uns das Kriterium liefert, zwischen Wahr und Falsch zu unterscheiden, zwischen Betrug und Wahrheit. Diesen erwachsenen Glauben müssen wir reifen lassen, zu diesem müssen wir die Herde Christi führen. Und es ist dieser Glaube – nur der Glaube –, der Einheit stiftet und sich in der Liebe verwirklicht. ... In dieser Stunde bitten wir den Herrn vor allem eindringlich, dass er uns nach dem großen Geschenk Papst Johannes Pauls II. uns wieder einen Hirten nach seinem Herzen schenke, einen Hirten, der zur Erkenntnis Christi führt, zu seiner Liebe, zur wahren Freude."
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17.04.2005 16:10:45
Wünsche an den zu wählenden Papst / Papst-SMS
Die österreichische Tageszeitung KURIER befragte verschiedene Personen nach ihren Wünschen an den kommenden Papst. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hofft, dass der neue Papst die Linie von Johannes Paul II. weiter führt. Er sollte es ebenso verstehen, die ganze Welt anzusprechen. "Johannes Paul II. wurde als Autorität angesehen, und die Menschen haben in ihm mehr gesehen als einen einfachen Diskussionspartner. Mir kam vor, als wäre in den letzten Tagen seines Lebens die ganze Welt für kurze Zeit katholisch gewesen." Laun ist sich sicher, dass "Gott uns wieder einen sehr guten Mann schicken wird". Seiner Meinung nach wäre es dennoch gut, wenn der nächste Papst aus einem Entwicklungsland kommt, aus Afrika oder Südamerika oder auch aus Asien, damit dieser neue Akzente setzen kann. - Im Kommentar von Hannes Winkler in der "Kleinen Zeitung" heißt es: "Nicht nur in Ostmitteleuropa, auch in manchem ehemals 'gut katholischen Land' des Westens ist die kirchliche und Glaubenssubstanz bedenklich ausgedünnt. Jetzt nach einem Papst zu rufen, der vordringlich den kirchlichen 'Reformstau' aufzulösen habe, ist ein Rezept der Siebzigerjahre und verkennt die Lage und die Aufgabe. Es wird keinen Papst geben, der etwa dem Kirchenvolks-Begehren seine Wünsche erfüllt. Johannes Paul II. hat an diesem Europa nur Dekadenz, Schwäche und Lebensfeindschaft erkannt. Er hat das beklagt und von 'Neuevangelisierung' gesprochen, hatte aber nicht die Zeit und die Kraft, sie noch zu beginnen. Die Aufgabe bleibt seinem Nachfolger." - Die "Kleine Zeitung" bietet ein Papstwahl-SMS-Service: Sobald der neue Papst gewählt ist, erhält man in drei SMS den Namen und nähere Infos zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche. Man müsse nur eine SMS mit dem Inhalt papst an die österreichische Nummer 0900 40 10 50 senden. Max. werden 3 SMS versandt, Kosten: 0,5 Euro pro SMS.
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17.04.2005 16:06:51
Letzte Messe für verstorbenen Papst
(Radio Vatikan) Bei der letzten Gedenkmesse im Petersdom für den verstorbenen Papst hat ein Vatikan-Kardinal davor gewarnt, Johannes Paul II. zu idealisieren. Kardinal Jorge Arturo Medina Estévez, der frühere Präfekt der Liturgie-Kongregation, feierte Samstag abend (16.04.2005) die Messe am neunten und letzten Trauertag um den Papst. Dabei sagte er Sätze, die als Warnung vor einer überstürzten Seligsprechung Johannes Pauls gedeutet werden können: "Wir feiern diese Messe auch, um für all das Abbitte zu leisten und zu reparieren, was dem verstorbenen Papst an der Heiligkeit gefehlt haben mag. Wir können uns doch nicht als perfekte Jünger Christi betrachten - Johannes Paul II. war sich selbst bewußt, wie sehr sich jeder Mensch der göttlichen Barmherzigkeit anvertrauen muß. Darum hat er ja auch jeden Karfreitag hier die Beichte gehört. Möge der Herr seine Seele von jeder Sünde und Unzulänglichkeit, so geringfügig sie auch sein mögen, reinigen!"
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16.04.2005 11:02:20
Gebetsiniativen für Wahl des neuen Papstes
(kath.net) Auf der ganzen Welt betet die Kirche intensiv für die Kardinäle und den Nachfolger von Papst Johannes Paul II., der auf dem Konklave im Vatikan, das am 18. April beginnt, gewählt werden wird. Vor allem in Italien, den USA, in Brasilien, Chile, El Salvador, Mexiko und anderen Nationen wurden aus diesem Anlass besondere Gebete abgedruckt und unter den Gläubigen verteilt. Die Gebetsinitiative, die vor allem junge Menschen anspricht, geht von einigen Mitgliedern der kirchlichen Bewegung "Regnum Christi" aus, die sich von Abschnitt 84 der Apostolischen Konstitution "Universi Dominici Gregis" von Papst Johannes Paul II. inspirieren ließen. Darin heißt es unter anderem: "Während der Sedisvakanz und ganz besonders während der Zeitdauer, in der die Wahl des Nachfolgers Petri erfolgt, ist die Kirche in ganz besonderer Weise mit den Hirten und vor allem mit den Kardinälen, die den Papst wählen, verbunden und erfleht von Gott den neuen Papst als Geschenk seiner Güte und Vorsehung. Deshalb muss die Gesamtkirche nach dem Beispiel der christlichen Urgemeinde, von der die Apostelgeschichte (vgl. 1, 14) spricht, mit Maria, der Mutter Jesu, geistig vereint einmütig im Gebet verharren; so wird die Wahl des neuen Papstes kein vom Volk Gottes isoliertes Geschehen sein, das ausschließlich das Wahlkollegium betrifft, sondern in gewissem Sinn eine Handlung der ganzen Kirche." In einem Brief vom 12. April, der an die Mitglieder dieser internationalen, von Pater Marcial Maciel LC gegründeten Apostolatsbewegung gerichtet ist, fördert deren jetziger Leiter und Generaldirektor der Legionäre Christi, Pater Álvaro Corcuera LC, die Gebetsinitiative, weil es sich dabei um eine "besonders schöne und gleichzeitig sehr einfache Art handelt, in der Kirche den Geist des Gebetes und der Liebe zum Papst und zur Kirche auszubreiten." In seinem Schreiben lädt Msgr. Corcuera außerdem dazu ein, am kommenden Montag, dem ersten Tag des Konklaves, "eine besondere Zeit des Gebetes vor dem Allerheiligsten Altarsakrament zu halten". Allen, denen es möglich sei, rät er dazu, in der eigenen Pfarre speziell für diesen bedeutenden Tag eine Eucharistische Anbetung anzuregen. Auch in Österreich hat am Samstag die Gemeinschaft "Amici di Dio" aufgerufen, ab kommenden Montag "jede freie Minute" für die Anbetung für die Kardinäle zu nützen. Amici-Sprecherin Linda Noé: "Es ist ganz wichtig, dass man jetzt besonders für die Kirche um den Hl. Geist bittet, damit die Kardinäle die richtige Entscheidung treffen. Wir möchten alle ermutigen, besonders ab Montag jede freie Minute zur Anbetung vor dem Allerheiligsten zu nützen".
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16.04.2005 10:58:44
Jesus Christus ist der Gute Hirte
In seinen Unterweisungen an die Jünger und die versammelte Volksmenge gebrauchte unser Herr Jesus Christus des öfteren Bildworte und Gleichnisse. Auf diese Weise wurde das Vorstellungsvermögen der Zuhörer angeregt und gleichsam eine Brücke geschlagen zu jenen Wahrheiten des Reiches Gottes, die unser Herr verkünden wollte. An diesem Sonntag ist es das Bild des Guten Hirten, mit dem uns Jesus Christus darlegt, wie Gott für sein Volk sorgt. Ja, er selber als der menschgewordene Sohn Gottes ist der Gute Hirte, der die Seinen kennt und sie liebt. Für alle, die ihm vom himmlischen Vater anvertraut ist, trägt er Sorge. Sind die Lebenswege der Menschen oft auch verschlungen und gibt es Pfade, die in die Irre führen: Christus, der gute Hirte, geht ihnen nach und sucht sie auf, um sie heimzuholen! - Lesen Sie mehr in der Predigt für den 4. Sonntag der Osterzeit 2005!
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15.04.2005 16:18:20
Drei wichtige Online-Lexika
Das beliebte Online-Lexikon WIKIPEDIA wurde durch eine im Herbst 2004 erschienene CD-ROM der Digitalen Bibliothek erstmals auch offline zugänglich gemacht. Die Ausgabe Frühjahr 2005 ist die aktualisierte Version mit einem Redaktionsstand vom 3. März 2005 und enthält 200.000 Stichwörter auf einer DVD (mit Bildern) sowie auf einer CD-ROM (ohne Bilder). Die Ausgabe ist mit der Software Digibib4 für Windows, Mac und Linux ausgestattet und ist auch lauffähig für Palm OS, Pocket PC sowie diverse Handys und Communicator. Weitere aktualisierte Offline-Versionen werden jeweils in halbjährlichem Turnus erscheinen. Jeder Internetnutzer kann an der Wikipedia mitarbeiten, das Projekt erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit. Wissen wird auf diese Weise verbreitet und mit anderen geteilt. Seit Januar 2001 zunächst nur auf Englisch, und mittlerweile international mit über einer Millionen Artikeln in mehr als 50 Sprachen verfügbar, gibt es seit Mai 2001 eine deutschprachige Ausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Sie ist unter http://de.wikipedia.org abrufbar und umfasst derzeit schon mehr als 200.000 Artikel. Täglich kommen rund 300 neue deutschsprachige Artikel aus allen Fachgebieten hinzu.
Das Internet-Lexikon "AEIOU", das Anfang April vom Netz genommen wurde, ist wieder online und wird weiter bestehen. Dies bestätigte der Grazer Multimedia-Experte Hermann Maurer, der das Trägersystem entwickelt hat, am Freitag. Vorerst für die Dauer von drei Monaten hat das Bildungsministerium zugesagt, "AEIOU" in seiner jetzigen Form zu unterstützen, hieß es dort auf Anfrage. In diesem Zeitraum soll eine fixe Lösung für die Zukunft gefunden werden, denn es sei ein "großes Anliegen", dass das Lexikon weiter besteht. - http://www.aeiou.at
Erwähnen wollen wir zum Schluß das "Lexikon der christlichen Moral", das unter http://www.morallexikon.org auf stjosef.at läuft und vom inzwischen verstorbenen Professor Karl Hörmann erstellt wurde. Das "Hörmann-Lexikon" zeichnet sich vor allem durch eine ausgeprägte systematische Ordnung innerhalb der einzelnen Artikel aus. Hörmann gelang dabei eine ausgewogene Synthese aufgrund von überaus intensiven, "positiv" erhebenden Recherchen in den Quellen von Schrift, Tradition und kirchlichem Lehramt sowie bei vielen theologischen Autoren. Eine Einbeziehung der Erfahrungswelt und damit auch eine Würdigung der Ergebnisse der Profanwissenschaften war ihm ein wichtiges Anliegen.
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15.04.2005 12:30:23
Wallfahrt für das Leben mit Bischof Küng
(Kathpress) Für das Leben einzutreten ist eine Pflicht "aller, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind", sagte "Familien-Bischof" Klaus Küng bei einer Wallfahrt zum Marienheiligtum Pöstlingberg in Linz. Die Wallfahrt stand im Zeichen des Gedenkens an das Inkrafttreten der Fristenregelung in Österreich vor 30 Jahren. Der Einführung der Fristenregelung sei ein "harter Kampf" vorausgegangen, in dem viele entschlossen für den Schutz des Lebens eingetreten seien, erinnerte Bischof Küng. Leider sei es nicht gelungen, die Unantastbarkeit des Lebens in Bezug auf die ersten Monate der Schwangerschaft konsequent zu verteidigen. Auch die versprochenen "flankierenden Maßnahmen" seien nie verwirklicht worden. Inzwischen gebe es bereits Stimmen, die im Gesetz verankern möchten, dass jede Frau "ein Recht auf Abtreibung" hat, bedauerte Bischof Küng. Außerdem komme in den letzten Jahren immer häufiger auch die "Pille danach" zum Einsatz, die nichts anderes als Abtreibung im frühesten Stadium der Schwangerschaft bedeutet. Der "Familien-Bischof" verwies auch auf andere Negativentwicklungen: In den letzten Jahrzehnten seien viele großartige Einrichtungen für Behinderte geschaffen worden; in einigen Jahren werde man diese Einrichtungen voraussichtlich nur mehr zu einem geringen Teil brauchen, weil durch die pränatale Diagnostik behinderte Kinder in einem hohen Prozentsatz abgetrieben werden. Die Einführung der In-vitro-Fertilisation habe dazu geführt, dass es tausende "überzählige" Embyronen gibt, die bis zu zehn Jahre eingefroren aufbewahrt werden. Manche Forscher schauten auf diese Embyronen mit Habgier, weil sie für die Gewinnung von Stammzellen und anderes sehr nützlich sind. Es bestehe die Gefahr, so Bischof Küng, dass "menschliches Leben wie ein Produkt behandelt wird". Zugleich verwies der "Familien-Bischof" darauf, dass die Aufhebung des Lebensschutzes am Anfang des Lebens auch Konsequenzen für das Ende des Lebens hat. Bis jetzt bestehe zwar in Österreich unter den politischen Parteien Konsens, dass die Förderung der Hospizbewegung und der Palliativmedizin der richtige Weg ist. Trotzdem reiße die Diskussion über "Sterbehilfe" nicht ab und es bestehe die große Gefahr, dass sich auf europäischer Ebene die Einführung der Euthanasie durchsetzt. Es gebe aber Grund zur Hoffnung, unterstrich Bischof Küng. Dazu gehöre nicht nur das friedliche Miteinander von vier Millionen Menschen beim Begräbnis Papst Johannes Pauls II. In den letzten 30 Jahren seien auch "Initiativen für das Leben" entstanden, es gebe Hilfseinrichtungen für Frauen in Not und gute Beratungsstellen. All das sei noch "entwicklungsfähig" und müsse zu einer großen Bewegung werden. Wörtlich sagte der St. Pöltner Bischof: "Wir müssen uns für die Kinder stark machen, für die Familie". Das Bewusstsein der eigenen Berufung stelle den besten Schutz des Lebens dar, es führe auch zur Bejahung des Lebens, auch konkret zur Bejahung von Kindern.
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13.04.2005 11:43:35
Karikaturist Haderer freigesprochen
Der österreichische Karikaturist Gerhard Haderer muß für seinen Jesus-Comic nicht ins Gefängnis, berichtet die FAZ. Nach langem juristischen Streit hat ein Athener Gericht den Zeichner an diesem Mittwoch freigesprochen. Das Strafverfahren wegen seines Comics „Das Leben des Jesus” wurde damit eingestellt. „Wir sind sehr froh und glücklich,” sagte Haderers Rechtsanwältin Maria Marazioti unmittelbar nach dem Freispruch. Ein anderes Athener Gericht hatte Haderer in erster Instanz im Januar wegen Verletzung des öffentlichen Anstandes und religiöser Gefühle in Abwesenheit zu sechs Monaten Haft verurteilt. Seine Bücher wurden beschlagnahmt und aus den Regalen der Buchhandlungen genommen. Nach dem Beschluß des Berufungsgerichtes dürfen die Bücher wieder verkauft werden. - Kommentar (JSp): Mit dieser Entscheidung wurde ein weiteres Mal exemplifiziert, dass die gegenwärtige Rechtsordnung in vielen Staaten die Freiheit der Kunst prinzipiell höher ansetzt, als die Freiheit und die Rücksicht auf jene, die den christlichen Glauben bekennen. Dies ist bedauerlich, zeigt jedoch, dass wir uns keine Illusionen im Hinblick auf die institutionelle Präsenz des Christlichen in Staat und Gesellschaft machen sollen. Was nötig ist, ist mehr denn je das frohe und unbeirrte christliche Zeugnis!
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13.04.2005 11:37:37
Der Faktor X im römischen Konklave
Zu den zahlreichen Bonmots, die eine Papstwahl begleiten, gehört auch Folgendes: „Jeder Kardinal, der ins Konklave geht, weiß drei Dinge. Erstens: Warum er völlig unfähig ist, dieses Amt zu übernehmen und deshalb absagen müsste. Zweitens: Welchen Papstnamen er wählt und drittens, wen er zum Staatssekretär macht.“ Was die Welt in den kommenden Wochen erlebt, ist etwas zutiefst Katholisches. Es sind Menschen, die den Nachfolger von Johannes Paul II. zu bestimmen haben. Menschen, denen nichts Menschliches fremd ist – also auch nicht Ehrgeiz, ein wenig Eitelkeit und das Kokettieren mit der Aussicht auf höchste Würden und Ehren. Welchem Kardinal mag man es verdenken, wenn er sich plötzlich bei dem Gedanken erwischt: Ja, was wäre, wenn ich...? Dennoch ist das Konklave nicht die einfache Summe dieser Menschen, die das Schicksal – und in den meisten Fällen Johannes Paul II. – in den Kardinalsstand berufen hat. Das Konklave ist die Summe dieser Männer plus X. Und dieses X, das ist das Katholische. Gott hat entschieden, sich der Menschen zu bedienen, um sein Reich auf Erden zu verwirklichen. - Dies und noch mehr schreibt Gudo Horst in seinem Beitrag "115 Purpurträger plus X" in der Zeitung "Die Tagespost" am 12.04.2005.
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12.04.2005 12:41:21
Basel: Konflikt um Pfarrer Sabo eskaliert
Von einem sofortigen Entzug der bischöflichen «Sendung» ist nach einer Medienkonferenz von gestern in Solothurn auszugehen, wo Generalvikar Roland-Bernhard Trauffer die Sonntagspredigt des Pfarrers kritisierte, berichtet das Bieler Tagblatt. Sabo habe die sonntägliche Eucharistiefeier für persönliche Angriffe gegen Bistumsleitung und Gesamtkirche missbraucht, sagte Trauffer gestern in Solothurn im Namen der Bistumsleitung. Der Generalvikar verwahrte sich gegen die Vorwürfe. Sabo habe Vertrauensbruch begangen, die Beziehung sei zerrüttet, sagte Trauffer. Das Statement des Pfarrers disqualifiziere diesen selbst. Der Röschenzer Pfarrer hatte in seiner Predigt in Anspielung auf Bischof Kurt Koch davon gesprochen, dass eine ganze Reihe Päpste und Bischöfe zu «Diktatoren, Landes- und Feldherren, Managern, Moralaposteln, Richtern, Gelehrten, ja sogar Volksverhetzern» geworden seien. Trauffer wurde von Sabo als Hardliner tituliert, der in Röschenz aufräumen wolle. - Eine ausführliche Stellungnahme des Basler Generalvikars zur Causa Sabo findet sich inzwischen auf der Homepage des Bistums Chur.
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