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07.05.2009 19:38:44
Vor Papstreise ins Heilige Land
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. freut sich auf seine Reise ins Heilige Land. Das sagte er bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch. Mit einer Radio- und Fernsehbotschaft wandte er sich vom römischen Petersplatz aus an die Menschen in Jordanien, Israel und Palästina, die er ab Freitag besuchen wird. „Ich bin gespannt darauf, euch zu treffen und mit euch eure Wünsche und Hoffnungen, aber auch Schmerzen und Kämpfe zu teilen. Ich komme als ein Pilger des Friedens. Meine erste Absicht ist es, die Heiligen Stätten Jesu zu besuchen und dort um Frieden und Einheit für eure Familien zu beten und für alle, denen das Heilige Land und der Nahe Osten eine Heimat ist. Unter den vielen religiösen und anderen Begegnungen, die im Lauf der Reisewoche stattfinden werden, sind auch Treffen mit Vertretern der islamischen und der jüdischen Gemeinschaften, mit denen in Dialog und kulturellem Austausch große Fortschritte erreicht worden sind. Ganz besonders herzlich grüße ich die Katholiken der Region und bitte euch, mit mir darum zu beten, dass die Reise viele Früchte tragen möge für das spirituelle und alltägliche Leben aller Einwohner des Heiligen Landes. Lasst uns alle Gott preisen für seine Güte! Lasst uns alle Menschen der Hoffnung sein, und standhaft in unserem Wunsch und Wirken für den Frieden!“
In seiner Katechese sprach Papst Benedikt ansonsten über den heiligen Johannes von Damaskus, einen „bedeutenden geistlichen Autor des Orients..., der auch Augenzeuge der Umwandlung des christlichen Kulturkreises seiner Heimat durch den Islam wurde“. „Johannes stammte aus einer vornehmen christlichen Familie. Wie sein Vater war er zunächst im Dienst des Kalifen tätig. Um das Jahr 700 zog er sich aus dem öffentlichen Leben zurück und trat in das Kloster Mar Saba bei Jerusalem ein. Hier widmete er sich ganz der Askese und der Abfassung geistlicher Werke. Die zahlreichen erhaltenen Predigten weisen darauf hin, daß er auch seelsorglich tätig war. In der theologischen Kontroverse seiner Zeit, ob man sich von Gott ein Bild machen dürfe, verteidigte Johannes die Verehrung der Ikonen. Zur Begründung sagte er, daß der Gläubige ja nicht die Materie verehrt, sondern den Schöpfer aller Dinge, der für uns Mensch geworden ist und das Heil durch die Materie wirken will.“
In der Inkarnation erhalte „die Materie einen hohen Wert und wird sogar Zeichen und Sakrament der Begegnung des Menschen mit Gott“, so der Papst.
„In ähnlicher Weise erklärte Johannes die Verehrung der Reliquien. Da die Heiligen an der Auferstehung Christi teilhaben, können sie nicht einfach als Tote betrachtet werden. Ähnlich wie das glühende Eisen, das nicht das Feuer selbst ist, aber doch zum Teil seine Eigenschaften übernommen hat, sind die Heiligen vom göttlichen Leben durchdrungen. Johannes, der sich auch als Dichter von geistlichen Liedern einen Namen machte, starb hochbetagt vor dem Jahr 754.“ In seinem Grußwort auf deutsch wandte sich Papst Benedikt diesmal besonders an alle Schweizer, die zur Vereidigung der neuen Schweizergardisten an diesem Abend in den Vatikan gekommen sind. „Der heilige Johannes von Damaskus helfe uns, Gott in den Dingen der Welt zu ehren und die Menschen zu lieben. Euch allen wünsche ich Gottes reichen Segen!“
Berichte von der Papstreise erfolgen wieder über die wichtigen katholischen Medien: www.radiovatikan.de, www.kath.net, www.radiomaria.at, www.ewtn.de, www.k-tv.de / Die Texte der Ansprachen werden in verschiedenen Sparchen über die vatikanische Website verbreitet: www.vatican.va
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05.05.2009 12:35:46
Liturgie soll schön sein - Fachtagung in Stift Heiligenkreuz
(stephanscom.at) Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung der Kategorie der Schönheit in der Liturgie hat der Rektor der Päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz, Pater Karl Wallner, gehalten. "Wenn die Liturgie nicht schön sein soll, ja was denn sonst?", fragte Pater Wallner am Montag, 4. Mai 2009, bei der von der Theologischen Hochschule veranstalteten Fachtagung "Liturgie und Psyche". Wesentliche Anstöße zu einer Wiederentdeckung der Schönheit in der Liturgie habe Papst Benedikt XVI. in seinem Werk über den "Geist der Liturgie" sowie in seiner Ansprache im Stift Heiligenkreuz im September 2007 gegeben. Der Papst habe damit eine neue Sichtweise der Liturgie befördert, so der Zisterzienser.
Bis heute würde die Kategorie der Schönheit der Liturgie durch zwei Fehlformen verstellt. Dabei gehe es zum einen um ein überzogenes sakrales Ordnungsdenken, das den Geist der Liturgie gerade nicht befreie, sondern gleich einem Korsett beenge, so Wallner. Die Folge sei ein überzogener Ritualismus. Zum anderen jedoch sei die Liturgie in der Phase ihrer nachkonziliaren Erneuerung Opfer eines "Anti-Ästhetizismus" geworden, der alle Rede vom Schönen und von der Erhabenheit der Liturgie unter einen ideologischen Generalverdacht gestellt habe. Unter diesem Druck einer "Profanierung der Liturgie" habe die nachkonziliare liturgische Erneuerung eine "falsche Richtung eingeschlagen" und mitunter "provokative Hässlichkeit" an die Stelle "andachtsvoller Schönheit" gestellt. Heute stelle daher das Bemühen um liturgische Ästhetik "keinen nebensächlichen Luxus" dar, sondern vielmehr eine "hochheilige Pflicht", damit es die Chance gibt, dass die Seele in der Feier der Liturgie durch die Schönheit Gottes berührt wird.
Der Wiener Psychiater und Psychotherapeut Raphael Bonelli sprach sich in seinem Vortrag "Tut Religion der Psyche gut?" für eine Wiederentdeckung der Bedeutung der Religion und der menschlichen Religiosität in Psychotherapie und Psychoanalyse aus. Insbesondere in der Psychoanalyse sei noch immer die negativ-ablehnende Haltung Sigmund Freuds bestimmend, bedauerte Bonelli. Freud habe Religion als "kollektive Zwangsneurose" und als "Ausdruck des regressiven Wunsches nach dem Schutz eines übermächtigen Vaters" beschrieben. Eine Wiederentdeckung der Bedeutung der Religion in der Psychotherapie dürfe jedoch nicht in eine Vermengung von Therapie und Seelsorge führen, warnte Bonelli. - Link: www.stift-heiligenkreuz.at
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05.05.2009 12:28:40
62 US-Bischöfe gegen katholische Ehrung für Präsident Obama
(kath.net/LifeSiteNews.com) Insgesamt 62 US-Bischöfe haben eine öffentliche Erklärung unterzeichnet, in der sie sich gegen die Ehrung Barack Obamas durch eine katholische Universität aussprechen. Für den 17. Mai hat die Universität Notre Dame im Bundesstaat Indiana den US-Präsidenten eingeladen, eine Rede zu halten. Obama soll dort ein Ehrendoktorat verliehen werden. Die Angelegenheit wird in christlichen US-Medien mittlerweile als “Notre-Dame-Skandal” bezeichnet. Die US-Bischofskonferenz hat sich darauf festgelegt, dass Pro-Abtreibungs-Politiker in katholischen Einrichtungen nicht ausgezeichnet werden dürfen. Darum lehnte kürzlich auch die katholische Harvard-Professorin Mary Ann Glendon eine Ehrung durch Notre Dame ab, wie KATH.NET berichtet hat. Glendon ist auch Vorsitzende der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften.
Der für Notre Dame zuständige Bischof John D'Arcy hat nun Unterstützung durch die Erklärung der 62 Bischöfe bekommen. Außerdem gab es Studentenproteste und eine Protest-Petition, die von über 350.000 Menschen unterzeichent wurde.
Zuvor hatte Bischof Reymundo Pena von Brownsville einen kritischen Brief an Obama und Father John Jenkins, den verantwortlichen Präsidenten von Notre Dame, gerichtet. Er bat Präsident Obama höflich, aufgrund der Proteste von seinem Vorhaben abzulassen und die Universität nicht zu besuchen, genau wie auch Papst Benedikt die römische Universität „La Sapienza“ nicht besucht hatte, nachdem es Studentenproteste gegeben hatte. Er anerkenne die persönlichen Erfolge von Präsident Obama, doch es gebe „eine tiefe Kluft zwischen Ihnen und der Mehrheit der Amerikaner über die moralische Hauptfrage unserer Zeit: das Recht auf Leben gegen das behauptete Recht auf Abtreibung“. Auch zwei zwei weitere Bischöfe, Edward Cullen von Allentown und Robert Hermann von St. Louis, haben sich öffentlich in diesem Sinne ausgesprochen.
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03.05.2009 21:30:48
Papst Benedikt XVI. weihte 19 Männer zu Priestern
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag 19 Diakone der Diözese Rom zu Priestern geweiht. Bei einer feierlichen Messe im Petersdom legte er 13 Italienern sowie je einem Kandidaten aus Nigeria, Kroatien, Chile, Tschechien, Südkorea und Haiti die Hände auf. Der Papst spendet die Priesterweihen für seine Diözese traditionell am Weltgebets für Geistliche Berufungen. Der jüngste der römischen Jungpriester ist 28 Jahre alt, der ältestes 51.
In seiner Predigt verwies Benedikt XVI. die Neupriester auf ihre Verpflichtungen für die Kirche und warnte sie zugleich vor Bedrohungen durch die Welt. Priester müssten immer wieder die Erfahrungen machen, dass die Welt die Christen und die Verkünder des Glaubens nicht verstehe. Das liege zum Teil daran, dass sie Gott nicht kenne und nicht kennenlernen wolle, weil sie das in eine "Krisen stürzen würde", sagte der Papst.
Priester werden bedeute eine Selbsthingabe an Christus durch die Priesterweihe. Die Kirche und ihre Priester lebten in dieser Welt, aber sie seien nicht von dieser Welt, unterstrich Benedikt XVI. in seiner Ansprache an die römischen Kleriker. Daher sei Wachsamkeit geboten, damit die Kirche sich nicht zu sehr von einer Mentalität und einem Denken "der Welt" beeinflussen lasse. Diese "Verweltlichung" bedrohe auch die Kirche, ihre Mitglieder und selbst den Klerus. Auch Jesus habe in der Welt gegenüber Gott Unverständnis, Gleichgültigkeit und Ablehnung erfahren, so der Papst. Nachdrücklich rief Benedikt XVI. die Priester zum Gebet auf. Daraus beziehe der Geistliche sein ständige Verbundenheit mit Gott, und daraus ergebe sich auch die Wirksamkeit für seinen Dienst. "Seit immer Männer des Gebets und des Dienstes, um in der treuen Ausübung eures Dienstes heiligmäßige Priester zu sein", sagte der Papst wörtlich. Die 2,5 Millionen Katholiken der Diözese Rom - 88 Prozent der Bevölkerung - werden in 334 Pfarreien von insgesamt 1.751 Diözesan- und 4.185 Ordenspriestern betreut. Die Mehrheit von ihnen gehört jedoch nicht zum Klerus der italienischen Hauptstadtdiözese sondern ist an der vatikanischen Kurie oder in in der Stadt ansässigen Ordenszentralen tätig.
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03.05.2009 21:26:41
850 Jahre Stadt St. Pölten
(presse.kirche.at) Mit der Sonderausstellung „St. Ypoelten – Stift und Stadt im Mittelalter“ gedenkt das Diözesanmuseum der jüngsten Landeshauptstadt und ältesten Stadt Österreichs, St. Pölten, der Verleihung des Stadtrechtes durch den Passauer Bischof Konrad II. vor 850 Jahren.
Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft haben an der Eröffnung der Sonderausstellung durch Bischof DDr. Klaus Küng teilgenomen. Prominentester Gast der Passauer Bischof Wilhelm Schraml. 1159 hatte der damalige Bischof von Passau, Konrad II. den St. Pöltner Bürgern die einem Stadtrecht ähnlichen Privilegien erteilt. Die erste Abschrift dieser Urkunde in einem Kopialbuch des Hochstftes Passau ist in der Sonderausstellung im Diözesanmueseum zu sehen, wie auch eine Urkunde Otto II., in der der Name St. Pöltens 976 zum ersten Mal erwähnt wurde. Insgesamt zeigt die Schau die Baugeschichte von Kloster und Stiftskirche sowie das Werden der Stadt. Archäologische Objekte, die in den vergangenen 20 jahren gefunden wurden, ermöglichen ein anschauliches und spannedneesBild des Lebens jener Zeit.
Der stellvertretende Leiter des Österreichischen Archäologischen Institutes, Dr. Heinrich Zabehlicky bezeichnete die Sonderausstellung als „lebhafte, eindrucksvolle Ausstellung“, die sich besonders auch im Katalogbuch zur Ausstellung mit über 30 Beiträgen darstellt. Wer über das Mittelalter in St. Pölten Bescheid wissen will, muss zu deisem Buch greifen, betonte er. Auch Bischof DDr. Klaus Küng bezeichnet St. Pölten als seine „zweite Heimat“, obwohl er erst seit fünf Jahren in St. Pölten wohne. Damals waren die archäologischen Ausgabungen noch im Gange, erinnerte er. Dieser nun entstandene Ausstellunsgkatalog, so Küng, sei das Ergebnis einer 20-jährigen Forschungsarbeit, um die sich besonders der Archäologe Univ. Prof. Dr. Peter Scherrer verdient gemacht habe. Als Dank und Anerkennung seines Engagements und seiner Leistungen überreichte ihm Bischof DDr. Klaus Küng das Goldene Ehrenzeichen des heiligen Hippolyt. Die Sonderausstellung „St. Ypoelten – Stift und Stadt im Mittelalter“ ist vom 5. Mai bis 31. Oktober Dienstags bis Freitags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie an Samstagen von 10 bis 13 Uhr zu besichtigen. - Linktip: http://www.dsp.at/dm
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01.05.2009 21:23:42
Erzbischof Schick über den Marienmonat Mai
(kathnews.de) Zu Beginn des Marienmonats Mai betonte der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick bei seiner Predigt am 1. Mai 2009 in der Wallfahrtskirche Gügel, Maria, die Mutter und erste Erzieherin Jesu, mache darauf aufmerksam, „dass die Mütter die ersten und wichtigsten Zeugen des Glaubens für die nachfolgende Generation“ seien. In diesem Sinne lade die Muttergottes alle Frauen ein, sich ihrer Aufgabe neu bewusst zu werden und ihren Kindern, Enkeln und allen Anvertrauten den Weg zu Christus zu zeigen. Angesichts der drastisch zurückgehenden Zahl der Katholiken forderte Schick zum Gebet und zu Mission, Evangelisation und Glaubensweitergabe auf: „Maria leitet auch dazu an, sich für das Richtige zu entscheiden und es zu tun.“ Als „Patronin, Beschützerin und Helferin unseres Landes und seiner Bewohner“ verpflichte sie alle, sich stärker für den aktiven, vorbildlich gelebten Glauben einzusetzen. Von der Muttergottes ginge sowohl eine Einladung als auch eine Verpflichtung an uns, mehr das Evangelium zu lesen und zu betrachten, mehr Geistliches in Büchern und den Medien zu suchen: „Da gibt es viel mehr als man denkt. Wir müssen uns nur mehr darüber informieren und wieder mehr über den Glauben sprechen, mehr Gottesdienst mitfeiern und beten“, so der Erzbischof. Ferner forderte Schick die Mächtigen des Landes dazu auf, für das gesellschaftliches Leben, wo Menschenwürde, christliche Werte und Tugenden herrschen müssten, „ehrfürchtig zu beten“. Nur wer vor Gott die Knie beuge, könne aufrecht stehen und sich geradlinig für Menschenwürde, Werte und Tugenden in Familie, Politik und Gesellschaft einsetzen. Echte Frömmigkeit sei die Quelle für Menschenfreundlichkeit, Güte, Barmherzigkeit und Liebe, vor allem zu den Armen. Hier auf Erden dürften die Menschen das Leben nicht verspielen. Das Ziel solle vielmehr sein, dass unser Leben in der Vollendung von Gott gekrönt werde.
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01.05.2009 21:17:48
Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe
(news.stjosef.at) „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.“ Diese Worte Jesu aus dem Johannesevangelium zeigen uns die Liebe und den Einsatz des guten Hirten Jesus für die Seinen. Wie ein guter Hirt seine Schafe behütet und sie nicht im Stich lässt, wenn sie in Gefahr geraten, ist Jesus da für die Menschen, die ihm von Gott dem Vater anvertraut sind. Ja, der gute Hirte ist sogar bereit, sein Leben für die Schafe hinzugeben, wie Jesus sagt. Eben dies hat er selbst durch seinen Tod am Kreuz wahr gemacht: Gottes Sohn hat in Liebe sein Leben für uns hingegeben, damit wir von unseren Sünden erlöst würden und das ewige Leben bei Gott empfangen. - Lesen Sie die Predigt zum 4. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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30.04.2009 19:34:13
Soziales Hirtenwort zum 1. Mai
Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng hat folgendes soziales Hirtenwort zum 1. Mai veröffentlicht (Quelle):
Die weltweite Krise am Finanz- und Wirtschaftssektor hat auch in unserer Diözese ihre Auswirkungen, unter denen eine wachsende Zahl von Menschen zu leiden hat.
Dahinter steht eine Wirtschaftsform, die mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht nur nicht sorgsam umgeht, sondern in unverantwortlicher Weise einzig und allein Gewinnmaximierung als Ziel hat, auch wenn das große Risiken mit sich bringt. Es ist der unbegreifliche Egoismus und die ungebremste Gier einiger Weniger, die damit Leben, Lebensqualität, Arbeitsplätze, Sicherheit und Freiheit von Millionen Menschen leichtfertig aufs Spiel setzen.
Auch in unserem Land müssen Firmen Konkurs anmelden, vor allem in strukturschwachen Regionen. Und die Spirale dreht sich weiter: Kurzarbeit, Einkommensverluste, steigende Preise bei Lebensmitteln, eine höher werdende Arbeitslosenrate sind die Folge.
Besonders prekär wird die Lage, wenn Sozialleistungen gekürzt werden, wenn Menschen im Winter ihre Heizkosten nicht mehr bezahlen können und frieren. Leidtragende sind zuerst die Frauen, alleinerziehende Mütter, kinderreiche Familien, ungelernte Arbeiter, Menschen in entlegenen Regionen und in ungünstigen Arbeitsverhältnissen, jugendliche Berufseinsteiger, ältere Arbeitnehmer und all jene, die dem enormen Druck des Wirtschaftslebens physisch und psychisch nicht mehr standhalten können.
Unzufriedenheit im Beruf, Stress und zunehmende seelische Belastungen für den Einzelnen sowie für die gesamte Familie machen vielen zu schaffen. So ist vor allem die Jugendarbeitslosigkeit in einem Jahr um ein Drittel gestiegen. Es ist für junge Menschen bitter, von der Gesellschaft erfahren zu müssen, nicht gebraucht zu werden. Hinter der nüchternen Zahl von 301.695 Arbeitslosen in Österreich verbergen sich 301.695 Einzelschicksale. Oft sind ganze Familien davon betroffen.
Es ist bedauerlich, dass diese Situation von manchen Betrieben ausgenutzt wird, um in dieser schwierigen Zeit, in der vor allem Solidarität gefordert wäre, Profite zu erlangen und auf Kosten tausender arbeitender Menschen den Aktionären fette Gewinne auszuzahlen.
Die Katholische Soziallehre verpflichtet uns für einen anderen Weg. In ihr steht der Mensch im Mittelpunkt. Die Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, Kirche in der Welt von heute, ruft uns alle zu verstärkter Solidarität auf. Dort heißt es: „Freude und Hoffnung, Angst und Trauer der Menschen von heute sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“.
Alle sind aufgefordert, an den segensreichen Initiativen mitzuwirken, die es in vielen Gemeinden und Pfarren unserer Diözese gibt. Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen.
• Seien es die engagierten Aktivisten im Netzwerk der Solidarität, die sich in kleinen Schritten um jeden Arbeitsuchenden bemühen, oder
• die Initiativen der Betriebspastoral der Diözese,
• die vielen Klein- und Mittelbetriebe, meist in familiärer Hand, die alles daransetzen, Menschen nicht fallen zu lassen,
• die Aktivistinnen und Aktivisten der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung und der Katholischen ArbeiterInnen-Jugend;
• jene Arbeitgeber, die in diesen schwierigen Zeiten ihre Beschäftigten zu halten versuchen
• und all jene Arbeitnehmer, die ihre Stelle mit anderen teilen, damit diese den Arbeitsplatz nicht verlieren.
Ich danke allen, die sich in vielfältiger Weise und oft unentgeltlich für die Menschen einsetzen, die in Interessensvertretungen oder ehrenamtlich in Sozialeinrichtungen tätig sind. Ich danke den Müttern, die sich ihrer Kinder annehmen und jenen, die pflegebedürftige Personen betreuen. Ich danke auch jenen, die sich in der Nachbarschaftshilfe engagieren oder im Besuchsdienst in Alten- und Pflegeheimen. Ohne sie wäre unsere Welt bereits um ein Vielfaches kälter geworden.
Ich möchte allen danken, die für jene Menschen eine Lanze brechen, die an einem Leben in Friede und Freiheit gehindert werden und denen ein glückliches Leben verwehrt ist.
Es braucht auch in unserer Diözese weitere Überlegungen, Initiativen und das persönliche Engagement jedes Einzelnen, denn der Nächste darf uns nicht gleichgültig sein. Der barmherzige Samariter ist auch heute gefordert, die psychischen und seelischen Wunden vieler Menschen zu verbinden und zu heilen.
Es ist unser Auftrag als Kirche, nicht nur Almosen zu verteilen, sondern von den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen jene Strukturen einzufordern, die dem Geist der Schöpfung und des Evangeliums entsprechen. Es ist unsere Aufgabe, auch selbst daran mitzuwirken, dass alle Menschen in Freiheit und Frieden den Lobpreis Gottes singen können.
Wir bedürfen des Gebetes, das uns stärkt, auch in schwierigen Zeiten den Mut nicht zu verlieren. Immer wieder müssen wir uns Gott, dem Urgrund allen Gelingens, zuwenden, damit er alle unsere Bemühungen segnet und mit seiner Gnade begleitet.
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28.04.2009 20:41:22
29. April: Fest der heiligen Caterina von Siena
(news.stjosef.at) Am 29. April feiert die Kirche das Fest der heiligen Katharina von Siena. Im Katechismus der Katholischen Kirche wird sie dreimal zitiert:
KKK 313: Die hl. Katharina von Siena sagt deshalb "zu denen, die an dem, was ihnen zustößt, Ärgernis nehmen und sich dagegen auflehnen'": "Alles geht aus Liebe hervor, alles ist auf das Heil des Menschen hingeordnet. Gott tut nichts außer mit diesem Ziel" (dial. 4,138).
KKK 356: "Was war der Grund, weshalb du den Menschen zu einer so großen Würde erhoben hast? Die unschätzbare Liebe, mit der du dein Geschöpf in dir selbst angeblickt und dich in es verliebt hast, denn du hast es aus Liebe erschaffen, aus Liebe hast du ihm eine Natur gegeben, die an dir, dem ewigen Gut Freude zu empfinden vermag" (Katharina v. Siena, dial. 4,13).
KKK 1937: "Ich habe die Tugenden verschieden verteilt, indem ich nicht sämtliche einem Einzelnen verlieh, vielmehr dem einen diese, dem andern jene ... Dem einen schenke ich vor allem die Liebe, einem anderen die Gerechtigkeit oder die Demut, diesem lebendigen Glauben ... Die zum menschlichen Leben notwendigen Dinge habe ich so unterschiedlich verteilt und nicht jedem alle gegeben, damit ihr gezwungen seid, euch gegenseitig Liebe zu erweisen ... Ich wollte, daß der eine auf den andern angewiesen sei, und alle als meine Diener die von mir empfangenen Gnaden und Geschenke mit anderen teilen" (Katharina v. Siena, dial. 1,7).
Hinweis: Im Verlag St. Josef sind schon einige Bücher mit Texten der heiligen Caterina von Siena erschienen, http://verlag.stjosef.at
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28.04.2009 20:34:48
Papst besuchte Erdbebenopfer
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat an diesem Dienstag das Erdbebengebiet in den mittelitalienischen Abruzzen besucht. Er versicherte den Opfern die Anteilnahme und Solidarität der Kirche und appellierte an Institutionen und Unternehmen, zum Wiederaufbau der Region beizutragen. Die verheerenden Erdstöße vom 6. April hatten insgesamt 296 Menschenleben gefordert. Rund 1.500 Menschen wurden verletzt und mehr als 55.000 Personen obdachlos. Wegen starken Regens und Wind legte er die rund 90 Kilometer von Rom aus mit dem Auto und nicht wie geplant mit dem Hubschrauber zurück. Um 10 Uhr 30, eine Stunde später als geplant, traf das Kirchenoberhaupt in der Zeltstadt von Onna ein. Das zu 90 Prozent zerstörte Dorf ist zum Symbol für die getroffene Gegend geworden, 40 der rund 280 Einwohner starben. Behutsam, abtastend machte Benedikt die ersten Schritte in Richtung der wartenden Menschen. Beherzt ergriff er schließlich die Hände einiger Helfer und Mitarbeiter des Zivilschutzes und ließ sich dann vom Pfarrer Onnas zu den Einwohnern und durch die Zeltstadt führen. Nicht kraftvoll, sondern voll Mitgefühl trat Benedikt XVI. in der Menge vor das Mikrofon:
„Ich habe die Nachrichten mit Sorge verfolgt. Ich teile eure Bestürzung und eure Tränen um die Toten, ebenso wie eure bange Frage, wie viel ihr in einem Augenblick verloren habt. Jetzt bin ich hier bei euch. Ich möchte euch voll Zuneigung umarmen, einen nach dem anderen. Die ganze Kirche steht mit mir hier, ist euren Leiden nahe, teilt mit euch den Schmerz um den Verlust von Angehörigen und Freunden und will euch helfen, Häuser, Kirchen und Betriebe wieder aufzubauen…. Ich habe den Mut, die Würde und den Glauben bewundert, mit dem ihr diese harte Prüfung auf euch genommen habt. Es war nicht das erste Erdbeben in eurer Region, und wie in der Vergangenheit habt ihr nicht aufgegeben, habt den Mut nicht verloren…. Mein Besuch bei euch soll ein greifbares Zeichen sein, dass der gekreuzigte Herr auferstanden ist und euch nicht verlässt; er lässt eure Fragen nach der Zukunft nicht unerhört, er ist nicht taub gegenüber dem besorgten Schrei vieler Familien, die alles verloren haben.“ - Lesen Sie mehr!
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27.04.2009 20:05:31
Mexiko betet zu ULF von Guadalupe
(zenit.org) Mit einer drastischen Vorsichtsmaßnahme hat die Erzdiözese von Mexiko-Stadt auf die dramatische Ausbreitung der tödlichen Schweinegrippe reagiert: Öffentliche Gottesdienstfeiern an Werktagen werden bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Gläubigen wurden am Sonntag angehalten, den Gottesdiensten per Fernsehen beizuwohnen. Währenddessen breitet sich die Schweinegrippe weiter aus und lässt die Angst vor einer weltweiten Viruswelle wachsen. In Mexiko stieg die Zahl der Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 103. Die USA riefen den Gesundheits-Alarmzustand aus. Auch in Europa gibt es erste Verdachtsfälle. Am Samstag beschloss das mexikanische Gesundheitsministerium, die öffentlichen Schulen in drei mexikanischen Staaten bis zum 6. Mai zu schließen. Zudem wurde vor dem Besuch von Museen, Bibliotheken, Kinos, Restaurants und Orten der Anbetung mit großem Zulauf gewarnt. Wie Beobachter ZENIT gegenüber bestätigten, gib es in allen Großunternehmen landesweit derzeit Krisenbesprechungen zur Prävention. Der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Rivera, rief alle Mexikaner dazu auf, eine Gebetskette zu bilden und auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Guadalupe, Patronin des amerikanischen Kontinents um eine rasche Überwindung der gegenwärtigen Krisensituation zu bitten. „Beschütze uns mit deinem Mantel", heißt es in dem Mariengebet, „befreie uns von dieser Krankheit".
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27.04.2009 20:03:23
Abend der Barmherzigkeit mit Schülern
(news.stjosef.at, Dr. Martin Hofer) Zu einem Heilungs- und Segnungsgottesdienst luden Schülerinnen und Schüler der 2LM am Francisco-Josephinum. Mit modernen und jugendgerechten Lobpreisliedern – koordiniert durch Mag. Walter Wenzel - begann der Abend der Barmherzigkeit vergangenen Donnerstag in der Schloßkapelle Weinzierl. Evangelium und Predigt bereiteten auf die Begegnung mit Jesus im Sakrament der Eucharistie und der Versöhnung vor. Während der Lieder und Gebete, in denen man um das Herabkommen des Heiligen Geistes gebetet hatte, bestand die Möglichkeit bei Pater Georg Haumer das Sakrament der Beichte zu empfangen. Jeder Besucher des Gottesdienstes hatte die Möglichkeit, sich einzeln segnen zu lassen. Diesen Dienst übernahm der Wieselburger Diakon Bernhard Neumayr. Der die Schüler begleitende Religionslehrer Dr. Martin Hofer meinte: „Es ist eine Freude und große Gnade, wenn sich viele Schüler an diesem Abend von Jesus haben berühren lassen.“ Abschließend wurde zur Agape eingeladen.
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26.04.2009 19:13:51
Volksentscheid "Pro Reli" ist gescheitert
(morgenpost.de) Rund 2,4 Millionen Berliner konnten heute über ein Wahlpflichtfach Religion abstimmen. Nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen, ist klar, dass die Initiative Pro Reli gescheitert ist. In Berlin wird Religion weiterhin kein reguläres Schulfach sein. Der Volksentscheid für ein Wahlpflichtfach Religion als Alternative zum Fach Ethik ist deutlich gescheitert. Um 18 Uhr schlossen die rund 1200 Wahllokale. Die Wahlvorstände begannen mit der Stimmenauszählung. Rund 2,4 Millionen Berliner hatten abstimmen können, doch nach bisherigen Schätzungen des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg kamen nur 29 Prozent davon.AnzeigeDie Mehrheit der Abstimmenden sprach sich nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Wahllokale gegen die Initiative „Pro Reli“ aus, teilte Landeswahlleiter Andreas Schmidt von Puskás kurz vor 20 Uhr mit. Damit ist es unmöglich, dass die benötigte Zahl von 611.422 Ja-Stimmen (25 Prozent der Wahlberechtigten) noch erreicht wird. Berliner Schüler besuchen auch künftig den vor drei Jahren eingeführten Ethik-Unterricht. Der klassische Religionsunterricht bleibt Zusatzfach. Bereits am Nachmittag hatte sich eine äußerst geringe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Bis 16 Uhr gaben 22,6 Prozent der Berliner ihre Stimme ab, wie Landeswahlleiter Andreas Schmidt von Puskás mitteilte. Das waren 5,7 Prozentpunkte weniger als beim gescheiterten Volksentscheid über die Zukunft des Flughafens Tempelhof vor einem Jahr. Die höchste Beteiligung gab es im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit 32 Prozent, die niedrigste mit 17 Prozent in Marzahn-Hellersdorf. Nach Angaben der Polizei verlief die Abstimmung bis zum Nachmittag ohne Zwischenfälle. - Link: www.pro-reli.de
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26.04.2009 19:07:46
Fünf neue Heilige
(radiovatikan.de) Die katholische Kirche hat fünf neue Heilige. Papst Benedikt XVI. nahm die Zeremonie zur Heiligsprechung an diesem Sonntag im Rahmen einer Eucharistiefeier auf dem Petersplatz vor. Er erhob dabei einen seligen Portugiesen und vier selige Italiener– zwei Männer und zwei Frauen – zur höchsten Ehre der Altäre. Ihr Beispiel sei in Zeiten wirtschaftlicher Krisen, mangelnder Solidarität und wachsender Ungleichheit besonders aktuell. „Die unterschiedlichen menschlichen und geistlichen Schicksale dieser neuen Heiligen zeigen uns die tiefe Erneuerung, die das Geheimnis der Auferstehung Christi in den Herzen der Menschen bewirkt. Es ist das grundlegende Geheimnis, das die ganze Heilsgeschichte orientiert und leitet.“
Die mehreren zehntausend Gläubigen vor der Petersbasilika baten mit der Allerheiligenlitanei um göttlichen Beistand, der Papst sprach auf Latein die Formel zur Heiligsprechung. Offizielle Delegationen aus mehreren Ländern, 50 Konzelebranten, die Anwälte und Unterstützer der Heiligsprechungsverfahren, Angehörige und Nachkommen der neuen Heiligen und Mitglieder der Familien, in denen auf die Fürsprache der fünf Ordensleute Wunder gewirkt worden waren, nahmen an der gut zweistündigen Zeremonie teil. Traditionell werden an der Fassade des Petersdoms Teppiche mit den Bildern der Heiligen enthüllt. Bei trübem Frühlingswetter bewegten sie sich an diesem letzen Aprilsonntag leicht im Wind und zeigten den portugiesischen General und Karmelitenbruder Nuno de Santa Maria Alvares Pereira – er ist ein Ahnherr der portugiesischen Braganza-Dynastie, aus der mütterlicherseits auch die letzte österreichische Kaiserin Zita stammte – und die vier Ordensleute aus Italien: Arcangelo Tadini (1846-1912), Arbeiterpriester aus Brescia und Gründer einer italienischen Frauenkongregation; Bernhard Tolomei (1272-1348), Gründungsabt des italienischen Benediktinerklosters von Monte Oliveto; Gertrude Comensoli (1847-1903), Mitbegründerin der Sakramentinerinnen von Bergamo und Caterina Volpicelli (1839-94), sie stammt aus Neapel und formierte die Dienerinnen des Heiligsten Herzens Jesu. Papst Benedikt würdigte besonders den Einsatz des Arbeiterpriesters Tadini. Er gründete um 1900 eine Arbeitergesellschaft und ein Heim für Arbeiterinnen. „Wie prophetisch war die charismatische Intuition von Don Tadini und wie aktuell bleibt sein Beispiel gerade heute, in einer Zeit großer wirtschaftlicher Krise!“ Tadini erinnere aber daran, dass „wir den Sauerteig des Evangeliums nur dann, wenn wir eine dauerhafte und tiefe Beziehung zum Herrn besonders im Sakrament der Eucharistie haben, in die verschiedenen Arbeitsbereiche und in jede Umgebung unseres Lebens tragen können“.
Auch die Neapolitanerin Caterina Volpicelli wirkte „in einer Zeit der spirituellen und sozialen Krise“. „Lebendiger Kontakt“ mit Jesus in der Eucharistie war für sie und die Schwestern ihrer Gemeinschaft die Basis der Arbeit. Ihr Gebetsapostolat sei ein Beispiel für heute, so der Papst. „Um authentische Erzieherinnen des Glaubens zu sein, die es anstreben, den neuen Generationen die Werte der christlichen Kultur zu übermitteln, ist es unerlässlich, wie sie es zu wiederholen pflegte, Gott aus dem Gefängnis zu befreien, in das ihn die Menschen verbannt haben.“
Stete Bekehrung sei damals wie heute das Gebot für eine solidarische und gerechte Gesellschaft: „So ist es möglich, die Basis für eine Gesellschaft zu schaffen, die der Gerechtigkeit und der Solidarität offen gegenüber steht. So kann das wirtschaftliche und kulturelle Ungleichgewicht überwunden werden, das weiterhin in großen Teilen unseres Planeten besteht.“
Nuno Alvares Pereira gibt Zeugnis davon, dass diese Regel in jeder Epoche gilt. Er leitete im 14. Jahrhundert die Kämpfe zwischen Portugal und Kastilien; der überwältigende Sieg der Portugiesen in Unterzahl wird gerade dem strategischen Genie Pereiras zugeschrieben, er selbst schrieb schon bevor er Karmelit wurde, seine Siege öffentlich der Gottesmutter Maria zu. Benedikt XVI: „Ich fühle mich glücklich, der ganzen Kirche diesen vorbildlichen Heiligen vorstellen zu können. Er lebte in Gebet und tiefem Glauben in einer Zeit, die dafür wenig geeignet und offen scheint. Er zeigte, dass man in jeder Zeit und Umgebung die Prinzipien und Werte christlichen Lebens umsetzen kann, wenn dieses Leben nur im Dienst der Ehre Gottes und des Gemeinwohles steht.“ Das Kirchenoberhaupt legte die neuen Heiligen den Pilgern auf dem Petersplatz besonders ans Herz. In sieben Sprachen grüßte er die Gläubigen. Auf Deutsch sagte Benedikt XVI.: „Wie diese Heiligen wollen wir uns aufmachen, um Gott näher zu kommen und so auch den Menschen nahe zu sein. Der Herr segne euch und begleite euch auf allen Wegen!“ - Link: Papstpredigt zur Heiligsprechung.
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25.04.2009 09:13:44
Tagung der österreichischen Diözesangerichte in Brixen
(kirchen.net) Kirchenaustritte und Eheprozesse sind die Hauptthemen der Tagung der Diözesan- und Metropolitangerichte, die vom 27. bis 29. April in Brixen stattfindet. Unter der Leitung von Offizial Prälat Dr. Gerhard Holotik hat das Diözesan-und Metropolitangericht Salzburg wieder die Veranstaltung vorbereitet. Alle zwei Jahre beraten die rund 50 MitarbeiterInnen der österreichischen Diözesangerichte sowie der Gerichte von Vaduz/Liechtenstein und Bozen/Brixen aktuelle Themen. Die Konferenz wurde in den 90-er-Jahren vom Salzburger Gericht initiiert, „weil es notwendig ist, dass wir in wichtigen Fragen mit einer Sprache sprechen“. Heuer geht es um ein Thema, das die Kirche seit Februar massiv beschäftigt: In Bezug auf die Kirchenaustritte wird der Münchner Kirchenrechtler Dr. Rene Löffler referieren, wieweit der formale Austritt auch einen Abfall von der Gemeinschaft der Kirche darstellt.
Weiters stehen auf der Tagesordnung Fragen zu Eheprozessen, auf die Prof. Dr. Nikolaus Schöch von der Apostolischen Signatur in Rom näher eingehen wird. Offizial DDr. Reinhard Knittel aus St. Pölten, der auch Mitglied der römischen Sakramentenkongregation ist, wird ebenfalls seine Erfahrungen zu diesem Thema einbringen. Der Brixener Offizial P. Dr. Alois Hillebrand referiert über die Eheschließung mit Muslimen in Italien. An den Beratungen nimmt auch der Vorsitzende der deutschen Diözesangerichte, Domdekan Prälat Dr. Lorenz Wolf aus München, teil. Letztlich solle die Gerichtstagung der Vorgabe der römischen Behörde entsprechen, nämlich dem Wohl der Menschen zu dienen, versichert der Salzburger Offizial Dr. Holotik. Der persönliche Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Hilfe bei der Rechtsprechung seien dabei eine große Stütze. Auf dem Programm der Gerichtstagung steht außerdem eine Begegnung mit dem neuen Diözesanbischof von Bozen/Brixen, Dr. Karl Golser.
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25.04.2009 09:10:22
Der handgreifliche Realismus der Auferstehung
(news.stjosef.at) Was uns beim Anhören des heutigen Evangeliums nach Lukas besonders auffällt und vielleicht sogar überrascht, das ist die Körperlichkeit, ja sogar Handgreiflichkeit der Erscheinungen des auferstandenen Herrn vor seinen Aposteln und Jüngern. Nicht irgendeine fromme Vision, eine Ekstase oder ein himmlisches Entzücken sucht sie heim, sondern sie begegnen dem Herrn, der lebt, als einem Menschen, der mit ihnen ganz gewöhnlichen Umgang hat: Die Apostel können ihn sehen, ja sogar anfassen; sie essen und trinken mit ihm. All dies tut Jesus, um wirklich jeden Zweifel daran zu zerstreuen, dass er es ist, der mit ihnen redet, nicht bloß ein Geist oder eine körperlose Erscheinung oder gar eine Halluzination.
Manchen Schriftauslegern – man nennt sie Exegeten – ist dieser Realismus der Ostererzählungen zu intensiv und erscheint ihnen übertrieben. So ist der eine oder andere zur Auffassung gekommen, man dürfe diese Berichte eben doch nicht so wörtlich nehmen, wie sie dastehen; sie würden nur bildlich oder symbolisch gelten und einfach zum Ausdruck bringen, dass Jesus in einer höheren Seinsweise lebe oder vielleicht gar nur, dass eben die „Sache Jesu“ weitergehe. Wenn wir aber das ernst nehmen, was Gott mit dem Geheimnis der Inkarnation, also der Fleischwerdung des ewigen Wortes wirklich meint und zum Ausdruck gebracht hat, dann geht es auch beim Geheimnis der Auferstehung um das Bekenntnis zum konkreten Herrn Jesus Christus in seiner Gottheit und Menschheit, und das heißt eben auch in seiner verklärten Leiblichkeit. Jesus ist wahrhaft auferstanden; er ist mit seinem Leib auferstanden, der am Kreuz gelitten hat, der gestorben ist und ins Grab gelegt wurde, aber jetzt nicht mehr dort ist. Gott wollte uns das ganz klar verdeutlichen, selbst auf die Gefahr hin, dass manche dies in der Art missverstehen sollten, als ob Jesus einfach ins frühere Leben zurückgekehrt wäre oder, wie einige Irrlehrer behauptet haben, dass er gar nicht wirklich gestorben wäre, sondern nur „scheinbar“. - Lesen Sie die ganze Predigt zum 3. Sonntag der Osterzeit!
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24.04.2009 10:40:05
"Die Magd des Herrn" - Mariologische Studie von Pfr. Dr. Stefan Hartmann
(donaukurier.de/Rezension von Walter Buckl) Wer als Theologe über Maria spricht, sieht sich vielen Vorwürfen ausgesetzt: Die Beschäftigung mit Maria erscheint oft als "unverantwortlicher Umweg" auf dem Weg zum Heil, zudem ist laut Kritikern "die herkömmliche Marienverehrung oft mit einem überholten Frauenbild und einer leibfeindlichen Einstellung verknüpft". Dennoch widmet sich eine neue Eichstätter Dissertation, die soeben als "Eichstätter Studie" im Regensburger Pustet-Verlag erschienen ist, dem Thema Maria: Darin untersucht Stefan Hartmann die Mariologie des Pallottiner-Paters Heinrich M. Köster.
Der Autor, Jahrgang 1954, war von 1993 bis 1996 Universitätsseelsorger in Wien; seit 2001 wirkt er als Gemeindepfarrer in Oberhaid bei Bamberg. Während dieser Arbeit fand er aber auch Zeit zum Studium in Eichstätt, wo der Inhaber des Lehrstuhls für Dogmatik, Prof. Dr. Manfred Gerwing, ihn als Doktorand annahm; Zweitgutachter seiner Studie ist Professor Dr. Erwin Möde. Die Studie ist dem Pallottiner-Theologen Heinrich Maria Köster (1911-1993) gewidmet, der sich gegen die Isolierung der Marien-Thematik in der Theologie gestemmt habe – am Ende aber selber isoliert gewesen sei. Dabei sei, so Hartmann, "seine mariologische Systematik dazu angetan, dem Marienthema und der rechten Sicht der Mariengestalt wieder ein Heimatrecht und eine Bedeutung für jede katholische Theologie und Spiritualität zu sichern". Denn Köster bleibe nicht bei der Rechtfertigung und Begründung der vier Dogmen zu Maria in der Kirche (Jungfräulichkeit, Gottesmutterschaft, Unbefleckte Empfängnis und Aufnahme in den Himmel), sondern er "integriert die Marienlehre in eine nachvollziehbare heilsgeschichtliche Gesamtsicht der Offenbarung und des christlichen Lebens". Daher will der Autor Gang und Umfeld von Kösters Gedanken zu Wort kommen lassen und "erstmals eine kritische Gesamtdarstellung seiner Ansätze" versuchen.
Der Aufbau der gut lesbaren Studie ist in acht Kapitel und einen Epilog gegliedert, wobei Hartmann nach einer Reihe von Vorbemerkungen zunächst Person und Werk Kösters vorstellt, bevor er auf dessen Kontext und Wirkungsgeschichte eingeht. Sodann stellt er unter anderem Systematische Schwerpunkte und Themen Kösters dar, bevor er zeigt, inwiefern dieser Pallottiner-Autor "Anregungen für eine künftige Mariologie" bieten könnte. In einem Epilog unter dem Titel "Der erste neue Mensch" zieht Hartmann ein Resümee. Die Arbeit wird durch ein sehr eindrucksvolles Literaturverzeichnis mit einem Umfang von 50 Seiten (!) abgeschlossen, das von einer immensen Belesenheit des Verfassers zeugt. In der Reihe der "Eichstätter Studien" stellt diese Arbeit schon die zweite Studie dar, die sich in den Frühjahrsneuerscheinungen des Verlags mit dem Thema "Maria" auseinandersetzt; zeitgleich mit diesem Titel erschien auch ein Buch von Andreas Fuchs über Marienerscheinungen.
Bibliographische Angaben: Stefan Hartmann: Die Magd des Herrn. Zur heilsgeschichtlichen Mariologie Heinrich M. Kösters. Friedrich Pustet Verlag Regensburg 2009 (Eichstätter Studien Band 61), 512 Seiten, kartoniert, Preis 49,90 Euro. - Bestellung.
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24.04.2009 10:37:04
Neuerscheinung im Verlag St. Josef: Die Barmherzigkeit im Matthäusevangelium
(verlag.stjosef.at) Die gedruckte Fassung der Dissertation von Josef Seeanner mit dem Titel "Die Barmherzigkeit (eleos) im Matthäusevangelium" ist soeben erschienen! Ausgehend von der fünften Seligpreisung «Selig, die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden» sucht dieses Buch darzulegen, was der Begriff «Barmherzigkeit» im ersten Evangelium meint. Die weiteren Kapitel behandeln die Forderung Gottes «Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer», die Reaktionen Jesu in Situationen, wo er um Erbarmen angefleht wird, sowie das Gleichnis vom Unbarmherzigen Knecht. Es stellt sich heraus, dass bei Matthäus die Vergebung von Schuld der zentrale Inhalt von Barmherzigkeit ist. - Josef Seeanner (geb. 1966), ist Priester der Diözese St. Pölten und Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef. Er ist tätig als Kaplan in Traismauer sowie als Lehrbeauftragter für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. - Das 322 Seiten starke Buch (kartoniert) hat die ISBN 978-3-901853-17-3 und kostet EUR 24,90. - Bestellungen sind direkt möglich über den Shop auf der Website: http://verlag.stjosef.at / Auch über den Buchhandel ist dieser Titel erhältlich!
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23.04.2009 20:34:19
Schrift und Tradition haben aneinander Anteil
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. bittet katholische Exegeten, nicht starr auf den biblischen Text zu blicken, sondern auch die Tradition und den lebendigen Zusammenhang der Kirche zu berücksichtigen. Im Vatikan empfing er an diesem Donnerstag die Päpstliche Bibelkommission, die an der Glaubenskongregation angesiedelt ist. In seiner Ansprache bezog der Papst sich u.a. auf die Enzyklika „Divino afflante Spiritu“ von Papst Pius XII.; diese dränge katholische Exegeten, „der positiven Beiträge aus der Wissenschaft Rechnung zu tragen“, aber dabei doch „zu Lösungen zu kommen, die in voller Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche stehen“.
„Das wissenschaftliche Studium der Heiligen Schriften an sich ist nicht ausreichend. Um die Kohärenz des kirchlichen Glaubens zu berücksichtigen, muss der katholische Exeget darauf achten, in diesen Texten das Wort Gottes wahrzunehmen – im Innern des kirchlichen Glaubens. Fehlt dieser entscheidende Bezugspunkt, bleibt exegetische Forschung unvollständig, weil sie ihren Endzweck aus den Augen verliert und sogar Gefahr läuft, bloß eine Art intellektueller Gedankenspielerei zu werden. Interpretation der Heiligen Schrift darf nicht nur eine intellektuelle Anstrengung sein, sondern muss sich ständig konfrontieren mit, einschreiben in und beglaubigen durch die lebende Tradition der Kirche.“ Es stimme keinesfalls, dass sich die biblischen Texte außerhalb der „Gemeinschaft der Glaubenden“ am besten verstehen ließen, so der Papst mit Nachdruck. Vielmehr sei das Gegenteil wahr: Diese Texte seien nicht den Forschern anvertraut, „um ihre Neugier zu befriedigen“, sondern seien in der Obhut der Kirche, „um den Glauben zu nähren“.
„Der Kirche treu sein, heißt, sich in die Strömung der großen Tradition der Kirche zu stellen, die unter Leitung des Lehramts die kanonischen Schriften als Wort erkannt hat, das Gott an sein Volk richtet, und die nie aufgehört hat, darüber nachzudenken und seinen unerschöpflichen Reichtum zu entdecken.“ Tradition und Bibel seien „eng miteinander verbunden und kommunizieren miteinander“ – so zitierte der Papst die Konstitution „Dei Verbum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. „Beide haben denselben göttlichen Ursprung, und beide sind gewissermaßen eine Einheit und haben das gleiche Ziel.“ Benedikt wörtlich: „Nur der kirchliche Kontext erlaubt es, die Heilige Schrift als authentisches Wort Gottes zu verstehen, das das Leben der Kirche und das geistliche Wachstum der Gläubigen leitet und bestimmt."
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22.04.2009 19:26:55
Voller Herzensgüte und Charisma
(stephanscom.at) "Seine Persönlichkeit war voller Dynamik und Faszination, voll von Herzensgüte und Charisma", betonte Pater Ferdinand Zahlner CSsR in einem Vortrag über den vor 100 Jahren heilig gesprochenen Klemens Maria Hofbauer am Freitag, 17. April 2009, im Alten Rathaus von Laa an der Thaya . "Diese Lichtseiten haben sich vor allem in der Pastoral und in der sozialen Tätigkeit entfaltet", sagte der Chronist der Wiener Provinz der Redemptoristen im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier des Südmährermuseums. "Für uns Redemptoristen ist festzuhalten, dass es Hofbauer mit viel Hartnäckigkeit und Mühe, mit vielen Eingaben an Kaiser und Regierung und mittels Intervention durch Bischöfe doch geschafft hat, eine Genehmigung des Ordens zu erhalten. Kurz nach seinem Tod wurde am 19. April 1820 ein kaiserliches Dekret ausgestellt", so Pater Zahlner. Es sei sein Verdienst gewesen, den Orden nördlich der Alpen verbreitet zu haben. Von Österreich aus seien dann viele Gründungen, auch nach Übersee unternommen worden, erklärte der Provinzchronist: "Man sagt auch, von diesem Mann aus ist Österreich wieder katholisch geworden. Er war nicht unbedingt der Überwinder der Aufklärung. Er hat beides gesehen: die Gaben der Vernunft, die uns Gott gegeben hat, aber auch die Gaben des Gefühls. Er hat versucht, diese zu einer Einheit zu verbinden und damit das wahre Menschsein zu verwirklichen", erklärte Pater Ferdinand Zahlner.
Bemerkenswert sei auch die Art und Weise, wie Klemens Maria Hofbauer gepredigt hat, so der Redemptoristenpater: "In einem Aktenvermerk der österreichischen Staatspolizei können wir lesen: 'Johannes Hofbauer ist der auferstandene Abraham a Sancta Clara, ein Prediger wie früher zu den bigottesten Zeiten gepredigt worden ist. Er ist ein Prediger für den ganz gemeinen Pöbel. Seine aus der niederen Volksklasse genommenen Beispiele, Gleichnisse und Ausdrücke sind für gebildete Zuhörer nicht passend.'" Attraktiv waren Hofbauers Predigten nicht nur für das gemeine Volk, sondern auch für die Damen und Herren der besseren Gesellschaft, Studenten, Universitätsprofessoren, Künstler, Gelehrte, berichtete Pater Zahlner. "Er hatte ein offenes Herz und zeigte große Barmherzigkeit gegenüber den Armen, aber auch gegenüber den Sündern im Beichtstuhl. Eine Anziehungskraft ging von ihm auch auf die Jugend aus, sein Arbeitszimmer wurde zum Treffpunkt. Lebensmittel, die er von Wohltätern bekommen hat, gab er an die Armen weiter.
"Hofbauer sei kein Wundertäter gewesen, hob Pater Ferdinand Zahlner eigens hervor, viele Heiligenbiographien würden dessen Fehler beschönigen. "Heilige sind Menschen aus Fleisch und Blut wie wir selber. Klemens hatte seine Schwächen, er war sehr empfindsam. Als sein bester Freund Thaddäus Hübl in Warschau gestorben ist, war er wochenlang niedergedrückt und depressiv." Er sei ein Mann mit impulsivem Charakter, vielleicht mit einem gerüttelten Maß an Jähzorn gewesen, betonte der Redemptoristenpater: "Hofbauer selber gestand einmal selbstironisch: 'Das ist leider mein Fehler. Aber ich danke Gott dafür, dass ich diesen Fehler habe. Dieser hält mich in Demut und bewahrt mich vor dem Stolz. Hätte ich diesen Fehler nicht, wäre ich versucht, mir selbst die Hand zu küssen aus lauter Respekt vor mir."
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22.04.2009 19:19:41
Hochamt in Maria Taferl in "forma extraordinaria"
(sjm-congregation.org/news.stjosef.at) Am Sonntag, dem 26. April, findet um 11.30 Uhr ein feierliches levitiertes Hochamt in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus in Maria Taferl statt. Den liturgischen Dienst übernimmt die Kongregation der Diener Jesu und Mariens. Die musikalische Gestaltung liegt bei der Kapella Yspera unter der Leitung von Regionalkantor Mag. Kreuzpointner. Zur Aufführung kommt die Schubert-Messe in G-Dur. Die "Servi Jesu et Mariae" wurden 1994 als Kongregation päpstlichen Rechts anerkannt. - Weblinks: http://www.sjm-congregation.org / http://www.mariataferl.at
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22.04.2009 19:17:31
Altötting feiert seinen Heiligen, Bruder Konrad
(passauer-bistumsblatt.de) Altötting. Das war ein Fest! Altötting feierte drei Tage lang den heiligen Bruder Konrad. Ein geborener Altöttinger, Universitätsprofessor em. Dr. Konrad Baumgartner, hielt am Sonntag während der Festmesse und bei der Vesper am Nachmittag die Predigt. Die Zuhörer spürten schnell, dass der Prälat aus Regenstauf nicht nur den Vornamen des Heiligen führt, sondern Bruder Konrad auch im Herzen trägt. Prälat Baumgartner zitierte den Hausarzt des Klosterpförtners, von dem überliefert ist: „Bruder Konrad war ein stiller Held in der Klosterzelle.“ Was den Heiligen über alle anderen stellte, sah Prälat Baumgartner „in der aufrichtigen, unbegrenzten Nächstenliebe“. Die Botschaft Bruder Konrads „an uns heute könne lauten: verliert in den vielfältigen täglichen Beanspruchungen des Lebens Gott nicht aus den Augen!“ Zu Ehren Bruder Konrads führten der Kapellchor und das Kapellorchester Mozarts Krönungsmesse auf; die Schola „Autingensis“ gestaltete die Vesper. Ganz in der Tradition ihres heiligen Mitbruders verteilten die Altöttinger Kapuziner auf dem Vorplatz der Basilika die Konrad-Weckerl. Bewegend war die abschließende Reliquien-Prozession – vorbei an der Sterbezelle des Heiligen über den Kapellplatz und zurück zur Konrad-Kirche. - Weiterführender Weblink: http://www.kapuziner-bayern.de/Konrad/
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20.04.2009 14:16:56
Propstei Eisgarn: Bischof hat Ruhendstellung aufgehoben
(presse.kirche.at) Nach scheinbaren Unklarheiten über die derzeitige Situation der Propstei Eisgarn stellt Bischof DDr. Klaus Küng klar, dass mit 1. April 2009 die Aufhebung der Ruhendstellung des Stiftes Eisgarn erfolgt sei. Diese Situation ermögliche es nun den drei Kanonikern, einen neuen Propst zu wählen. Die Verantwortung für die wirtschaftlichen Belange der Propstei werde dann dem neuen Propst übergeben. In der jüngsten Ausgabe des Bezirksblattes Gmünd vom 15. April wird berichtet, dass die mit 1. April zugesagte Aufhebung der Ruhendstellung nicht erfolgt sei, da dem Stiftskapitel die Selbstverwaltungsrechte nicht übergeben wurden. Aus diesem Grunde habe Propst Ulrich Küchl seinen am 28. März erfolgten Amtsverzicht wieder zurückgezogen und für ungültig erklärt, wie das Bezirksblatt Gmünd berichtet. Bischof DDr. Klaus Küng stellt dazu fest: „Die Aufhebung der Ruhendstellung der Kollegiatsstiftung am 1. April 09 ermöglicht den drei Kandidaten die Wahl eines Propstes, die zu ihrer Rechtskraft der Bestätigung durch den Diözesanbischof bedarf. Die Übergabe der derzeit von der Diözese wahrgenommenen Verantwortung für die wirtschaftlichen Belange kann natürlich nicht mehr an den bereits zurückgetretenen Prälat Küchl erfolgen, sondern erfolgt an den neuen Propst.
Sehr bald werde ich den Kanonikern einen Termin setzen, bis zu dem sie spätestens ihre Wahl durchgeführt haben müssen. Wenn sie diesen Termin nicht einhalten, keinen Propst benennen, der für diese Aufgabe geeignet ist, wenn sie sich nicht an die bereits unterzeichnete Vereinbarung vom 8. März 2009 halten, die von mir noch festzulegenden Änderungen der Statuten nicht durchführen oder Verhaltensweisen an den Tag legen, die Ärgernis erregen, werde ich die Umwandlung der Kollegiatsstiftung in eine Realpropstei (Situation vor 2000) vornehmen. Meinerseits gilt derzeit noch die Vereinbarung vom 8. März 2009“.
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20.04.2009 14:13:24
Präsident Obama ließ Schriftzug IHS abdecken
(news.stjosef.at) Wie CNSNews.com berichtet, ließ der amerikanische Präsident Barack Obama für seine Rede in der von Jesuiten geführten Georgetown University das Symbol des Namens Jesu (IHS) abdecken. In seiner Rede erwähnte er den Namen Jesu nicht, nahm jedoch Bezug auf das Gleichnis vom Haus auf Felsen; auch die Erneuerung der Weltwirtschaft müsse auf einem Felsenfundament erfolgen, wenn sie erfolgreich sein wolle. In diversen Kommentaren auf der CNSNews-Website wird die Logik des Vorgehens des amerikanischen Präsidenten herausgestellt, der sich beispielsweise beim Lebensschutz klar gegen die katholischen Positionen stellt. Jemand meint sogar: "I've been thinking about this and maybe it is appropriate to cover up Christ when the anti-christ is making an appearance." (Sinngemäß: Es scheint angemessen, dass das Zeichen Christi verhüllt wird, wenn der Anti-Christ in Erscheinung tritt.)
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19.04.2009 18:54:30
Rückblick auf vier Jahre Benedikt XVI.
(radiovatikan.de) An diesem Sonntag vor vier Jahren wurde Kardinal Joseph Ratzinger auf den Stuhl Petri gewählt. Vatikansprecher Federico Lombardi hält Rückschau auf das vierte Jahr des Pontifikates Papst Benedikts: „Vor genau einem Jahr war der Papst in den USA, und seither hat er vier Reisen auf vier Kontinente unternommen: Australien, Frankreich, Afrika. Der Papst hat mit diesen sehr unterschiedlichen Visiten die universelle Dimension seines Amtes unterstrichen. Ebenfalls höchst bedeutsam war die Bibelsynode. In gelassener und kollegialer Atmosphäre wurde da dieser zentrale Aspekt der Weltkirche behandelt: das Hören und die Verkündigung des Wortes Gottes. Dann gibt es einen weiteren Aspekt, der gerne in den Hintergrund tritt – zu Unrecht, wie ich meine: Es ist sein ganz „normales“ Lehramt durch Predigten und Katechesen. Etwas, das das Volk Gottes in die Tiefe hinein prägt. Es ist eine der herausragenden Begabungen Papst Benedikts. Seine Glaubensunterweisungen werden ins Erbe des christlichen Volkes eingehen. Der Presse sind sie keine Meldung wert, aber im Leben der Kirche sind die Texte dieses Papstes echte Modelle der Meditation, der Vertiefung des Wortes Gottes, ja des Christseins.“ Freilich mangelte es im zu Ende gehenden Pontifikatsjahr auch nicht an schwierigen Momenten. Pater Lombardi: „Das offensichtlichste Beispiel war die Debatte rund um die Aufhebung der Exkommunikation für die vier Bischöfe der Piusbruderschaft, vor allem wegen der gleichzeitig aufflammenden „Causa Williamson“: Der Bischof der Bruderschaft, der den Holocaust leugnete. Wie hat der Papst diese Situation erlebt? Wir sehen es an dem sehr persönlichen Brief, den er dann den Bischöfen der Weltkirche schrieb. Er hat darin die Priorität seines Pontifikates klargestellt, die Menschen zu Gott und Gott den Menschen zu bringen. Und er hat die Aufhebung der Exkommunikation im Licht des Evangeliums als Geste des Erbarmens dargestellt. Es ist das Zeugnis eines Hirten, der die Kirche mit Kriterien des schieren Glaubens führt, mit Liebe und mit spiritueller Verantwortung für das Volk Gottes und die Menschheit von heute.“ In weniger als einem Monat reist Benedikt in seine vielleicht wichtigste Destination: ins Heilige Land. Bereits in seiner Osterbotschaft hatte er die Versöhnung im Nahen Osten als unerlässlich bezeichnet. Ohne Versöhnung – keine Sicherheit und kein friedliches Zusammenleben. Ohne „neue und hartnäckige Bemühungen“ keine Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts. „Der Papst wird im Geist des Pilgers, des Glaubenden ins Heilige Land reisen. Er möchte die wichtigsten Orte der Heilsgeschichte aus altem und neuem Testament besuchen. Aber er bringt auch diese Botschaft der Versöhnung, der Vergebung und des Friedens für alle Völker, die in der Region leben. Eine Pilgerschaft des Glaubens- und eine Pilgerschaft des Friedens.“
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19.04.2009 18:52:33
Neuer Nuntius Stephan Zurbriggen in Österreich willkommen geheißen
(stephanscom.at) Der neue Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, hat am Freitag, 17. April 2009, Bundespräsident Heinz Fischer sein Beglaubigungsschreiben überreicht und damit offiziell sein Amt als Vertreter des Heiligen Stuhls in Österreich angetreten. Im Anschluss an die rund 20-minütige Unterredung mit dem Bundespräsidenten bekräftigte Nuntius Zurbriggen vor Journalisten einmal mehr, dass er nach besten Kräften "der Kirche, dem Land und den Menschen dienen" wolle. Als Schweizer fühle er sich den Österreichern sehr verbunden, bedingt etwa durch die gemeinsame Geschichte: "In Österreich fühlt man sich als Schweizer durchaus daheim." Erzbischof Zurbriggen berichtete von einer herzlichen Begegnung mit dem Bundespräsidenten, den er schon im März im Rahmen des Staatsbesuches Fischers in Litauen kennenlernen konnte. Am Sonntag, 19. April, war Nuntius Zurbriggen beim "Te Deum" zum Jahrestag der Wahl von Papst Benedikt XVI. erstmals in offizieller Funktion im Stephansdom. Nuntius Zurbriggen war am 2. April in Österreich angekommen, wo er von Kardinal Christoph Schönborn begrüßt wurde. Den Tag seiner Ankunft habe er bewusst gewählt, erinnerte der vatikanische Diplomat. Er habe damit seine besondere Verbundenheit mit Johannes Paul II. zum Ausdruck bringen wollen, der am 2. April 2005 gestorben ist. Papst Johannes Paul II. habe ihn in verschiedene diplomatische Funktionen berufen und zum Erzbischof ernannt, erinnerte Erzbischof Zurbriggen: "Ich wollte meine Mission in Österreich mit seinem Segen antreten." 1993 war Peter Stephan Zurbriggen zum Vertreter des Heiligen Stuhls in der afrikanischen Republik Mocambique bestellt worden. 1998 wechselte er als Nuntius in die Kaukasus-Republiken Georgien, Armenien und Azerbaidschan, wo er maßgeblich an der Vorbereitung der Pastoralvisite von Johannes Paul II. im Jahr 2001 in Armenien beteiligt war. Noch im selben Jahr ernannte ihn Johannes Paul II. zum Nuntius in den baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland. Zurbriggen wurde am 27. August 1943 in Brig (Brigue) im Kanton Wallis geboren und trat 1975 in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Er ist seit der ersten Akkreditierung eines Päpstlichen Nuntius im Jahre 1529 der 91. Apostolische Nuntius in der österreichischen Hauptstadt.
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18.04.2009 10:41:18
Die Barmherzigkeit im Matthäusevangelium
(verlag.stjosef.at) Der Verlag St. Josef freut sich mitteilen zu dürfen, dass die Dissertation von Josef Seeanner mit dem Titel "Die Barmherzigkeit im Matthäusevangelium" in den nächsten Tagen erscheinen wird. Ausgehend von der fünften Seligpreisung «Selig, die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden» versucht dieses Buch darzulegen, was der Begriff «Barmherzigkeit» im ersten Evangelium meint. Die weiteren Kapitel behandeln die Forderung Gottes «Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer», die Reaktionen Jesu in Situationen, wo er um Erbarmen angefleht wird, sowie das Gleichnis vom Unbarmherzigen Knecht. Es stellt sich heraus, dass bei Matthäus die Vergebung von Schuld der zentrale Inhalt von Barmherzigkeit ist. - Josef Seeanner (geb. 1966), ist Priester der Diözese St. Pölten und Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef. Er ist tätig als Kaplan in Traismauer sowie als Lehrbeauftragter für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. - Das 322 Seiten starke Buch (kartoniert) hat die ISBN 978-3-901853-17-3 und kostet EUR 24,90. Vorbestellungen sind bereits jetzt möglich per Email an verlag@stjosef.at! Website: http://verlag.stjosef.at
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18.04.2009 10:33:56
Ablässe zu Ehren der göttlichen Barmherzigkeit
(news.stjosef.at) Am 29. Juni 2002 hat die Apostolische Pönitentiarie ein Dekret über "Andachtsübungen zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit, mit Ablässen verbunden" erlassen, das sie unter diesem Link im Wortlaut nachlesen können. Unter anderem heißt es darin: "Der vollkommene Ablass wird unter den gewohnten Bedingungen (Empfang des Bußsakraments, der heiligen Eucharistie und Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters) dem Gläubigen gewährt, der mit reinem, jeder, auch der lässlichen Sünde abgewandtem Herzen am zweiten Sonntag der Osterzeit, das heißt, dem »der Göttlichen Barmherzigkeit«, in einer Kirche oder einem Oratorium an den zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit durchgeführten Andachtsübungen teilnimmt oder wenigstens vor dem Allerheiligsten Sakrament der Eucharistie – öffentlich ausgesetzt oder im Tabernakel aufbewahrt – das »Vater unser« und das »Credo« betet mit dem Zusatz einer kurzen Anrufung des Barmherzigen Herrn Jesus (z.B. »Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich!«) Ein Teilablass wird dem Gläubigen gewährt, wenn er mit reuigem Herzen an den Barmherzigen Herrn Jesus eine der rechtmäßig genehmigten Anrufungen richtet."
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18.04.2009 10:31:07
Jesus, die Sonne der Barmherzigkeit
(news.stjosef.at) Bald schon dürfen vielerorts die Kinder zum ersten Mal in der heiligen Kommunion Jesus empfangen. Er ist das „Brot des Lebens“; er ist die „Sonne der Gerechtigkeit“, ja noch mehr die „Sonne der Barmherzigkeit“, die aufleuchtet in unserem Leben. Wir freuen uns, dass Jesus bei uns ist: Er ist am Kreuz gestorben und am dritten Tag von den Toten auferstanden! Genau das feiern wir zu Ostern. Der Apostel Thomas tat sich schwer mit dem Osterglauben. Er war nicht dabei gewesen, als Jesus den übrigen Aposteln erschienen war und mit ihnen gegessen und getrunken hatte. So sagt er: Wenn ich nicht selber sehe, glaube ich nicht. Wir könnten wohl sagen: Thomas war hier ziemlich stur und meinte, alle anderen würden sich eher täuschen als er. Doch Jesus gibt eine Antwort auf seine Zweifel und Fragen. Ganz persönlich zeigt er sich auch dem Thomas und lässt ihn sogar die Male seiner Hände und Füße berühren. Da kann sich Thomas überzeugen: Jesus lebt! Und er bekennt voll Freude: Mein Herr und mein Gott! Auch wir sehen Jesus nicht, aber wir glauben an ihn. Wenn wir zur heiligen Kommunion hinzutreten, dann sehen wir nur die Hostie. Das, was schmeckt wie Brot, ist in Wirklichkeit der auferstandene Herr. Auch wir dürfen beten: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagt auch uns: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! - Lesen Sie die Predigt zum Sonntag der Barmherzigkeit in vollem Wortlaut!
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16.04.2009 21:55:04
Papst Benedikt feierte den 82. Geburtstag
(radiovatikan.de) Feststimmung im Vatikan: An diesem Donnerstag darf Benedikt 82 Geburtstagskerzen ausblasen. Der Papst feiert seinen Geburtstag in diesem Jahr in Castel Gandolfo. Im vergangenen Jahr war der Papst an seinem Geburtstag im Weißen Haus anlässlich seines Besuchs in den USA. Beim Wiegenfest 2009 geht es also ruhiger zu: Nach den Strapazen der Osterfeiertage verbringt Benedikt XVI. seinen 82. Geburtstag in kleinstem Kreis. Benedikt XVI. wurde am Karsamstag, 16. April 1927, als drittes Kind des Gendarmen Joseph Ratzinger und seiner Frau, der Köchin Maria Ratzinger, in Marktl geboren. Noch am selben Tag wurde er in der Marktler Pfarrkirche St. Oswald getauft. Die unmittelbare Verbindung von Geburt und Taufe mit dem „Triduum Sacrum“, den „Drei Heiligen Tagen“, hat er stets als eine besondere Verbindung seines Lebensweges mit dem Ostergeheimnis verstanden und betont. In Ratzingers Werk „Salz der Erde“ heißt es:
„Die Religion war ein Bestandteil des Lebens. Schon durch das gemeinsame Gebet. Zu allen Mahlzeiten wurde gebetet. Wenn es irgendwie vom Schulrhythmus her möglich war, gingen wir natürlich auch jeden Tag in die Messe und am Sonntag gemeinsam in den Gottesdienst. Später, als mein Vater pensioniert war, wurde meistens auch der Rosenkranz gebetet; ansonsten hat man der schulischen Katechese vertraut. Der Vater hat uns auch Lektüre gekauft; es gab zum Beispiel Zeitschriften bei der Erstkommunion. Aber es war nicht so, dass explizit religiös erzogen wurde, sondern es war durch das Familiengebet und durch den Kirchenbesuch gegeben.“
In seinem Alter sind viele Männer Großväter. Und irgendwie gilt Benedikt auch als „großartiger Vater“ innerhalb der katholischen Kirche. So sagte er in der Ansprache am Fünften Welttreffen der Familien in Valencia, am 8. Juli 2006:
„Wir haben gehört, dass ich der „Großvater der Welt“ genannt worden bin. Ich möchte mich jetzt gern an die Grosseltern wenden, die in den Familien so wichtig sind. Sie können – und tun es oft – die Zuneigung und Zärtlichkeit gewährleisten, die jeder Mensch braucht, die er geben und empfangen sollte. Großeltern bieten den Enkeln die Perspektive der Zeit, sind Gedächtnis und Reichtum der Familien. Unter keinen Umständen dürfen sie aus dem Kreis der Familie ausgeschlossen werden. Sie sind ein Schatz, den wir den heranwachsenden Generationen nicht vorenthalten dürfen, vor allem wenn sie im Hinblick auf den nahenden Tod ihren Glauben bezeugen.“
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