| | 15.04.2009 18:56:05 | | Der Sieg Christi über den Tod | (radiovatikan.de) Etwa 40.000 Menschen haben auf dem Petersplatz an der ersten Generalaudienz des Papstes in der Osterzeit teilgenommen. Per Hubschrauber kam Benedikt dazu aus seiner Ferienresidenz Castel Gandolfo nach Rom herüber. In seiner Katechese dachte der Papst über die Auferstehung Jesu nach. „Ostern, das Fest der Auferstehung, ist das höchste Ereignis im Kirchenjahr. Fünfzig Tage lang feiert die Kirche die Osterzeit, und das ganze Jahr hindurch ist jeder Sonntag ein ‚kleines Osterfest‛. Der heilige Paulus faßt den Kern unseres Glaubensbekenntnisses in drei Momenten zusammen: ‚Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tage auferweckt worden, gemäß der Schrift‛ (1 Kor 15,3f). Die Auferstehung ist ein reales Ereignis, das von glaubwürdigen Zeugen überliefert wurde. Zugleich erfolgen diese Fakten ‚gemäß der Schrift‛. Hier erfüllen sich also die Verheißungen, die dem Volk Israel über den Messias gegeben wurden.“ Das sind also nach Paulus zwei wesentliche Elemente der Auferstehung Jesu: Sie ist „keine Utopie und keine Fiktion“, wie der Papst auch in seiner Osterbotschaft betont hatte, und sie erfüllt Verheißungen aus der Zeit des Ersten Bundes. Benedikt XVI. machte aber noch ein drittes, wichtiges Element aus: „Das Heilsgeschehen trägt in sich ein Wort, eine Logik. Das Wort Gottes ist ‚Fleisch‛, ist Geschichte eines Menschen geworden. Dieser Mensch macht durch seinen Tod dem Tod ein Ende. Seine Auferstehung ist nicht einfache Rückkehr ins frühere Leben, sie eröffnet vielmehr eine neue umfassende Dimension des Lebens, welche die ganze Menschheit mit ihrer Geschichte einbezieht. Der Sieg Christi über den Tod geschieht kraft der schöpferischen Macht des Wortes Gottes. An Ostern offenbart Gott die Macht seiner Liebe, die die zerstörerischen Kräfte des Bösen und des Todes vernichtet. Wenn wir in dieser Welt stets auch mit dem Leid konfrontiert sind, wird uns in der Gemeinschaft mit Christus schon jetzt der Weg zur Fülle des Lebens eröffnet.“ Herzlich begrüßte der Papst auf dem Petersplatz Pilger und Besucher aus seiner Heimat – darunter auch eine Gruppe von Ständigen Diakonen aus Münster. | | |    |
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| | 15.04.2009 18:54:19 | | Baubeginn 11. Mai für Päpstliche Hochschule Trumau (ITI) | (stephanscom.at) Die Übersiedlung des päpstlichen "Internationalen Theologischen Instituts" (ITI) von der Kartause Gaming nach Trumau vor den Toren Wiens rückt näher. Die Bauarbeiten am neuen Campusgelände der Hochschule für die Wohnungen von Studenten, Professoren und deren Familien haben begonnen. Am Montag, 11. Mai 2009, werden Kardinal Christoph Schönborn als Großkanzler des ITI und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll die feierliche Grundsteinlegung vornehmen. Der Campus entsteht auf einem rund vier Hektar großen Areal rund um Schloss Trumau. Den Grund hat das ITI vom Stift Heiligenkreuz erworben. Neben dem Neubau erfolgt die Sanierung des Schlosses Trumau und dessen Ausstattung mit Vorlesungs- und Seminarräumen sowie die Sanierung des angrenzenden Hofrichterhauses als Verwaltungsgebäude. Bereits zum Studienjahr 2009/2010 wird das ITI seinen Betrieb in Trumau offiziell aufnehmen. Im Vollausbau sollen statt bisher 55 rund 120 Studierende aufgenommen werden. Auch das Lehrangebot wird erweitert. "Noch in diesem Jahr entsteht damit im Süden von Wien und im Herzen Europas eine neue Bildungsstätte mit Wirkung weit über die Grenzen Österreichs hinaus", freut sich ITI-Vizepräsident Christiaan Alting von Geusau. Die Studierenden kamen in den vergangenen Jahren aus 17 verschiedenen Nationen, dementsprechend werden die Lehrveranstaltungen auf Englisch abgehalten. Neben einer fundierten theologischen Ausbildung wird auch auf die spirituelle Bildung sowie das Miteinander-Leben auf dem Campus Wert gelegt. Begründet wurde das Institut 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II., um jungen Menschen - vor allem aus Mittel- und Osteuropa - eine umfassende theologische Bildung mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie zu ermöglichen. Durch seine Internationalität erfüllt das ITI, das den Status einer Päpstlichen Hochschule besitzt, auch eine Brückenfunktion im neuen Europa. Das ITI wird durch Spenden finanziert, Kirchenbeitragsmittel werden nicht eingesetzt. - Weblink: www.iti.ac.at | | |    |
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| | 14.04.2009 20:28:41 | | Wirklich das Fest der Auferstehung | (kath.net-Kommentar von WB Andreas Laun, Salzburg) „Christus ist auferstanden“ Das sagt sich leicht, und die meisten Menschen in Mitteleuropa wünschen sich „frohe Ostern“. Warum nicht „frohe Wellness“? Ostern - Fest der „bunten Eier“, Eier, die man nach Ostern benennt, Ostereier eben? Oder Fest der Hasen, die sie bringen? Unsinn, wenn Ostern einen Sinn hat, dann nur, wenn die Frage ernst gemeint ist, die Frage nach der Auferstehung, die, ernsthaft gestellt, die wichtigste Frage der Weltgeschichte ist, nämlich die Geschichte von Einem, der „zurückgekommen ist“, Einem, der nach seinem wirklichen Begräbnis aus dem Grab wirklich hinaus gegangen ist, lebendig, gesund, fröhlich! „Denk daran, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“, ruft die Kirche jedem Menschen am Aschermittwoch zu, aber zu Ostern fügt sie hinzu: „Denk jetzt auch daran, dass du aus dem Staub auferstehen wirst“, genauso wirklich wie dein „zum Staub zurückkehren“! Auferstehung also, aber Auferstehung, die man irgendwie als „nicht wirklich erklärt“ in dem Sinn, wie sonst Leben und Ereignisse „wirklich“ sind, ist so sinnlos wie der Hase und Eier: Ein Kinderspiel, nichts weiter, vielleicht nett und unterhaltsam. Aber da es bei der Frage „Auferstehung ja oder nein“ um „alles oder nichts geht“, ist die Geschichte, wenn sie nur erfunden ist, weder nett noch lustig, weil man ja auch mit einem unheilbar Kranken keine Witze über die Hoffnungslosigkeit seiner Lage macht! Der große norwegische Theologe Mörstad sagt: „Entweder ist Jesus von Nazareth Gott und vermochte daher, den Tod seines Körpers endgültig zu bezwingen, oder er ist nur ein Mensch, dann konnte er den Tod seines Leibes nicht überwinden.“ Aber dann gibt es auch keinen Grund mehr, an Gottes Dasein zu glauben: Ein Gott, der Sein Vater wäre und unser Vater, Ihn und uns aber elend sterben ließe, in vielen Fällen grausam wie am Kreuz, auf jeden Fall aber endgültig? Dann wäre die Grundbotschaft „Gott liebt uns!“ nicht mehr glaubhaft und ohne wirkliche Auferstehung hätte der Atheismus gewonnen! Der Glaube der Kirche aber sagt: Christus ist auferstanden, Er ist wahrhaft auferstanden, und dieser Glaube ist der einzige Grund, ein Osterfest zu feiern! | | |    |
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| | 14.04.2009 20:26:27 | | Gebetbuch "Jesus, ich vertraue auf dich" jetzt online | | (news.stjosef.at) Dank der Initiative von Familie Wimmer ist das Gebetbuch "Jesus, ich vertraue auf dich" - ausgewählte Gebete der heiligen Faustina in der 11. Auflage des Misericordia-Verlags, Krakau 2009, jetzt online verfügbar unter www.familie-wimmer.com. Das Copyright für die elektronische Publikation wurde den Betreibern der angeführten Website erteilt von der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit, ul. Żytnia 3/9, 01-014 Warszawa, Polen. Im Gebetbuch findet sich auch eine Erklärung des Wesens der Andacht zur Barmherzigkeit Gottes. | | |    |
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| | 13.04.2009 13:26:34 | | Eine neue christliche Kultur schaffen | (stephanscom.at) Am Ostersonntag, 12. April 2009, feierte der Wiener Erzbischof im Stephansdom mit vielen Gläubigen das Osterhochamt. "Warum hat sich der auferstandene Jesus nicht dem ganzen Volk gezeigt? Warum hat er sich nur den von Gott vorherbestimmten Zeugen, wie die Apostelgeschichte sagt, gezeigt?", fragte Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt. Das Reich Gottes sei kein allgemeines Phänomen, sondern etwas ganz Persönliches, erklärte der Kardinal: "Jesus hat sich ganz persönlich gezeigt, Einzelnen, einer kleinen Gemeinschaft. Er hat diesen Weg gewählt, um so die Frohe Botschaft bekannt zu machen." "Jesus hat sich ganz persönlich Einzelnen gezeigt", so Kardinal Christoph Schönborn. Das Entscheidende heutzutage sei das persönliche Glaubenszeugnis betonte der Wiener Erzbischof. "Das Reich Gottes ist nicht eine Theorie, es ist eine Erfahrung, es ist ein Leben. Dieses Leben sollen wir weitergeben und deshalb müssen wir es selber erfahren haben, sonst können wir es nicht weitergeben", so Kardinal Christoph Schönborn zu den Gläubigen und sagte weiters: "Wenn die Begegnung mit dem Auferstandenen eine persönliche Erfahrung ist, dann können wir glaubwürdig darüber sprechen. Das wird wirksam sein." "Wir können das Christentum nicht nur soziologisch verkünden und verbreiten. Die Zeit der Christenheit geht in Europa zu Ende - eine Christenheit, die Großes geleistet hat", erklärte Kardinal Schönborn. "Eine ganze Kultur hat die persönliche Erfahrung getragen. Heute muss es umgekehrt sein: Die persönliche Erfahrung muss eine neue Kultur generieren, eine christliche Kultur tragen. Die europäische Gesellschaft trägt nicht mehr oder nicht mehr so stark von ihrer Tradition her", betonte der Erzbischof. | | |    |
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| | 13.04.2009 12:20:41 | | Betrachtungen zum Ostermontag | (news.stjosef.at, Josef Spindelböck) Die beiden Jünger von Emmaus waren in ihren Hoffnungen bis auf den Grund enttäuscht worden. Ihr Bild, das sie von Jesus hatten, war durch seinen Tod am Kreuz radikal zerstört worden. „Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde“, sagen sie zu ihrem unbekannten Begleiter, der den Weg mit ihnen geht und ihnen zuhört. Sie konnten noch nicht begreifen, dass das Kreuz zum göttlichen Plan gehört. Vordergründig sahen sie nur das Scheitern, das Ende, den Tod. Erst die Begegnung mit diesem Wanderer, der sich ihnen später als der Auferstandene offenbart, gibt ihnen eine Möglichkeit, von ihrem Pessimismus Abschied zu nehmen. Zu sehr waren sie gefangen in ihrer Traurigkeit. Mit viel Geduld legt ihnen der unbekannte Wegbegleiter dar, dass gerade die Schriften des Alten Bundes all das über den kommenden Messias vorhergesagt haben: „Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?“ Immer leichter wird es ihnen in ihrem Herzen; ihr innerer Blick weitet sich, sie beginnen wieder Mut zu schöpfen. Und als dann der Herr mit ihnen das Mahl feiert, da erkennen sie ihn. Er war die ganze Zeit bei ihnen gewesen und den Weg mitgegangen, und sie haben ihn nicht erkannt. Doch jetzt wissen sie: Jesus lebt! Er ist auferstanden. Halleluja! Nichts kann sie davon abhalten, den weiten Weg, den sie schon gemacht haben, noch einmal zurückzulegen und nach Jerusalem zurückzukehren. Sie müssen den anderen erzählen, was sie erlebt haben! Vielleicht machen wir manchmal ähnliche Erfahrungen wie die Emmausjünger. Auch wir sind in manchen Dingen enttäuscht. Vielleicht haben wir auch mit der Hilfe Gottes gerechnet und sie scheinbar nicht erfahren. Da werden wir schon einmal verzagt und spüren die Not der Hoffnungslosigkeit. Aber auch in unserem Leben gibt es Ostererfahrungen, wo uns gute Menschen Licht und Hoffnung schenken und uns wieder Trost zusprechen. Vor allem aber ist es die Gegenwart des Auferstandenen, die uns zu trösten vermag. Wir dürfen ihm begegnen im Wort und Sakrament. Er ist immer bei uns, er verlässt uns nicht. Ihm wollen auch wir unser Leben anvertrauen. | | |    |
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| | 12.04.2009 13:57:08 | | Osterbotschaft von Papst Benedikt XVI. | (radiovatikan.de/news.stjosef.at) Mit folgenden Worten hat sich Papst Benedikt XVI. am Ostersonntag 2009 an die Gläubigen und die Welt gewandt: Liebe Brüder und Schwestern aus Rom und der ganzen Welt! Von Herzen bringe ich Euch allen meine österlichen Glückwünsche mit den Worten des heiligen Augustinus zum Ausdruck: „Resurrectio Domini, spes nostra – die Auferstehung des Herrn ist unsere Hoffnung“ (Augustinus, Sermo 261, 1). Mit dieser Aussage erklärte der große Bischof seinen Gläubigen, daß Jesus für uns auferstanden ist, damit wir, obwohl wir sterben müssen, nicht verzweifeln sollten in dem Gedanken, daß mit dem Tod das Leben völlig beendet sei; Christus ist auferstanden, um uns Hoffnung zu geben (vgl. ibid.). Tatsächlich ist eine der Fragen, die das Leben des Menschen am meisten quälen, genau diese: Was ist nach dem Tod? Das heutige Hochfest erlaubt uns, auf dieses Rätsel zu antworten, daß der Tod nicht das letzte Wort hat, denn schließlich ist es das Leben, das siegt. Und diese unsere Gewißheit gründet sich nicht auf bloße menschliche Überlegungen, sondern auf eine geschichtliche Gegebenheit des Glaubens: Jesus Christus, der gekreuzigt und begraben wurde, ist mit seinem verherrlichten Leib auferstanden. Jesus ist auferstanden, damit auch wir, wenn wir an ihn glauben, das ewige Leben haben können. Diese Verkündigung ist das Herz der evangelischen Botschaft. Das erklärt der heilige Paulus mit Nachdruck: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.“ Und er fügt hinzu: „Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen“ (1 Kor 15, 14. 19). Seit dem Morgengrauen des Ostertags erfaßt ein neuer Frühling der Hoffnung die Welt; mit jenem Tag hat unsere Auferstehung schon begonnen, denn Ostern ist nicht bloß ein Moment der Geschichte, sondern der Beginn eines neuen Zustands: Jesus ist nicht etwa auferstanden, damit die Erinnerung an ihn im Herzen seiner Jünger lebendig bleibt, sondern damit er selbst in uns lebt und wir in ihm schon die Freude des ewigen Lebens erfahren können. Die Auferstehung ist deshalb nicht eine Theorie, sondern eine von dem Menschen Jesus Christus durch sein „Pascha“, durch seinen „Übergang“ offenbarte geschichtliche Realität – ein Übergang, der einen „neuen Weg“ zwischen der Erde und dem Himmel eröffnet hat (vgl. Hebr 10, 20). Es ist weder ein Mythos noch ein Traum, es ist weder eine Vision noch eine Utopie, es ist kein Märchen, sondern ein einmaliges und unwiederholbares Ereignis: Jesus von Nazareth, der Sohn Marias, der am Freitag bei Sonnenuntergang vom Kreuz abgenommen und begraben worden ist, hat siegreich das Grab verlassen. Tatsächlich haben Petrus und Johannes bei Anbruch des ersten Tages nach dem Sabbat das Grab leer vorgefunden. Magdalena und die anderen Frauen sind dem auferstandenen Jesus begegnet; auch die beiden Jünger von Emmaus haben ihn erkannt, als er das Brot brach; am Abend ist der Auferstandene den Aposteln im Abendmahlssaal erschienen und danach vielen anderen Jüngern in Galiläa. Die Verkündigung der Auferstehung des Herrn trägt Licht in die dunklen Zonen der Welt, in der wir leben. Ich beziehe mich insbesondere auf den Materialismus und den Nihilismus, auf jene Weltanschauung, die nicht über das experimentell Feststellbare hinauszublicken vermag und sich trostlos in ein Gefühl des Nichts zurückzieht, das der definitive Endpunkt der menschlichen Existenz wäre. In der Tat: Wenn Christus nicht auferstanden wäre, würde die „Leere“ unweigerlich die Oberhand gewinnen. Wenn wir Christus und die Auferstehung ausblenden, gibt es für den Menschen kein Entrinnen, und jede Hoffnung bleibt eine Illusion. Doch gerade heute bricht die Botschaft von der Auferstehung des Herrn mit Macht hervor und stellt die Antwort auf die immer wiederkehrende Frage der Skeptiker dar, die auch im Buch Kohelet wiedergegeben ist: „Gibt es etwa ein Ding, von dem man sagen könnte: Sieh dir das an, das ist etwas Neues?“ (vgl. Koh 1, 10). Ja, antworten wir: Am Ostermorgen ist alles neu geworden. „Mors et vita / duello conflixere mirando: dux vitae mortuus / regnat vivus – Tod und Leben, die kämpften unbegreiflichen Zweikampf; des Lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend.“ Das ist das Neue! Eine Neuheit, die das Leben dessen, der sie annimmt, verändert, wie es bei den Heiligen geschah. So erging es zum Beispiel dem heiligen Paulus. Mehrmals haben wir im Zusammenhang des Paulusjahres die Gelegenheit gehabt, über die Erfahrung des großen Apostels zu meditieren. Saulus von Tarsus, der erbitterte Christenverfolger, begegnete auf dem Weg nach Damaskus dem auferstandenen Christus und wurde von ihm „ergriffen“. Alles weitere ist uns bekannt. In Paulus vollzog sich das, was er später an die Christen von Korinth schrieb: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“ (2 Kor 5, 17). Schauen wir auf diesen großen Missionar, der mit der kühnen Begeisterung seines apostolischen Wirkens das Evangelium zu vielen Völkern der damaligen Welt gebracht hat. Mögen seine Lehre und sein Beispiel uns anregen, Jesus, den Herrn zu suchen. Mögen sie uns ermutigen, ihm zu vertrauen, denn das Gefühl des Nichts, das dazu neigt, die Menschheit zu vergiften, ist überwältigt worden durch das Licht und die Hoffnung, welche von der Auferstehung ausgehen. Jetzt haben sich die Worte des Psalms bewahrheitet und sind ganz real geworden: „Auch die Finsternis ist für dich nicht finster, die Nacht leuchtet wie der Tag“ (vgl. 139 [138], 12). Nicht mehr das Nichts hüllt alles ein, sondern die liebende Gegenwart Gottes. Sogar das Reich des Todes selbst ist befreit, denn getragen vom Hauch des Geistes ist das Wort des Lebens auch in der „Unterwelt“ angekommen (vgl. V. 8 ). So wahr es ist, daß der Tod keine Macht mehr über den Menschen und die Welt hat, bestehen doch noch viele, zu viele Zeichen seiner alten Herrschaft fort. Wenn Christus auch durch sein Pascha die Wurzel des Übels ausgerottet hat, so braucht er doch Männer und Frauen, die ihm zu jeder Zeit und an jedem Ort helfen, seinen Sieg mit seinen eigenen Waffen zu behaupten: mit den Waffen der Gerechtigkeit und der Wahrheit, mit den Waffen der Barmherzigkeit, der Vergebung und der Liebe. Das ist die Botschaft, die ich unlängst anläßlich meiner Apostolischen Reise nach Kamerun und Angola dem gesamten afrikanischen Kontinent überbringen wollte, der mich mit großer Begeisterung und hörbereitem Herzen empfangen hat. Tatsächlich leidet Afrika über alle Maßen aufgrund grausamer und endloser – oft vergessener – Konflikte, die verschiedene seiner Nationen zerreißen und mit Blut überströmen, und aufgrund der zunehmenden Anzahl seiner Söhne und Töchter, die dem Hunger, der Armut und der Krankheit zum Opfer fallen. Dieselbe Botschaft werde ich mit Nachdruck im Heiligen Land wiederholen, das ich zu meiner Freude in wenigen Wochen besuchen werde. Die schwierige, aber unerläßliche Versöhnung, welche die Vorbedingung für eine Zukunft in gemeinsamer Sicherheit und in friedlichem Zusammenleben ist, kann nur durch die erneuten, ausdauernden und aufrichtigen Bemühungen zur Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts Wirklichkeit werden. Vom Heiligen Land richtet sich dann der Blick weiter auf die angrenzenden Länder, auf den Mittleren Osten, auf die ganze Welt. In einer Zeit weltweiter Lebensmittel-Knappheit, finanzieller Verworrenheit, alter und neuer Formen der Armut, besorgniserregenden Klimawandels, in einer Zeit, in der Gewalt und Elend viele zwingen, auf der Suche nach weniger unsicheren Überlebens-Chancen die eigene Heimat zu verlassen, in einer Zeit ständig bedrohlichen Terrorismus’ und wachsender Ängste angesichts der Unsicherheit der Zukunft ist es dringend notwendig, erneut Perspektiven zu eröffnen, die in der Lage sind, wieder Hoffnung zu vermitteln. Niemand sollte sich aus diesem friedlichen Kampf, der mit dem Pascha Christi begonnen hat, zurückziehen. Er – ich wiederhole es – sucht Männer und Frauen, die ihm helfen, seinen Sieg mit seinen eigenen Waffen zu behaupten: mit den Waffen der Gerechtigkeit und der Wahrheit, mit den Waffen der Barmherzigkeit, der Vergebung und der Liebe. Resurrectio Domini, spes nostra! Christi Auferstehung ist unsere Hoffnung! Das ruft die Kirche heute mit Freude aus: Sie verkündet die Hoffnung, die Gott gefestigt und unüberwindlich gemacht hat, indem er Jesus Christus von den Toten auferweckt hat; sie verbreitet die Hoffnung, die sie im Herzen trägt und mit allen teilen möchte, an jedem Ort, besonders dort, wo die Christen wegen ihres Glaubens und ihres Einsatzes für Gerechtigkeit und Frieden Verfolgung erleiden; sie beruft sich auf die Hoffnung, die den Mut zum Guten zu erwecken vermag, auch und gerade dann, wenn das Opfer verlangt. Heute besingt die Kirche den „Tag, den der Herr gemacht hat“, und lädt zur Freude ein. Heute ruft die Kirche bittend Maria, den Stern der Hoffnung an, damit sie die Menschheit zum sicheren Hafen des Heils geleite, zum Herzen Christi, des Pascha-Opfers, des Lammes, das „die Welt erlöst“ hat, des Unschuldigen, der „uns Sünder mit dem Vater versöhnt“ hat. Ihm, dem siegreichen König, ihm, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, rufen wir mit Freude unser Halleluja zu! | | |    |
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| | 11.04.2009 08:51:45 | | Papst bei Abendmahlsmesse und Kreuzweg | (radiovatikan.de) Mit dem Gedenken des Letzten Abendmahls Jesu hat Papst Benedikt XVI. am Gründonnerstagabend die Feiern der drei österlichen Tage in Rom eröffnet. In der Lateranbasilika feierte das Kirchenoberhaupt mit Tausenden Gläubigen die Messe, die an die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus erinnert. Wie es Jesus bei seinen Jüngern getan hatte, wusch Benedikt während der Feier zwölf Priestern die Füße. Ausgehend vom Wort des Johannes-Evangeliums „Brot für das Leben der Welt“ ging der Papst in seiner Predigt auf das Selbstopfer Christi in der Eucharistie ein. Durch die Menschwerdung Jesu leiste Gott einen Liebesdienst am Menschen, welcher nach der „Gemeinschaft mit Gott“ hungere. Benedikt: „Durch das Teilen wird Gemeinschaft gestiftet. Im gebrochenen Brot teilt der Herr sich selbst aus. Der Gestus des Brechens weist auch geheimnisvoll auf seinen Tod hin, auf die Liebe bis zum Tod. Er teilt sich aus, das wahre ‘Brot für das Leben der Welt’. Denn die Nahrung, die der Mensch im tiefsten braucht, ist die Gemeinschaft mit Gott selber.“ Die Wandlung von Brot und Wein während der Eucharistiefeier sei „Beginn einer Wandlung der Welt“. Die symbolische Geste der „Agape“, der „leibhaftig gewordenen Liebe“, müsse auch im Alltag umgesetzt werden, erinnerte Benedikt: „Zugleich sehen wir, dass Eucharistie nie bloß liturgische Handlung sein kann. Sie ist nur ganz, wenn aus liturgischer Agape Liebe im Alltag wird. Im christlichen Kult ist beides eins – das Beschenktwerden durch den Herrn im gottesdienstlichen Akt und der Gottesdienst der Liebe dem Nächsten gegenüber. Bitten wir in dieser Stunde den Herrn, dass wir das ganze Geheimnis der Eucharistie immer mehr zu leben lernen und dass so die Verwandlung der Welt beginne.“ Beim Abendmahl, das in jeder Messfeier neu vollzogen werde, stelle Gott eine „Blutsgemeinschaft zwischen sich und uns“ her. Der Papst: „Gott, der lebendige Gott, tritt mit uns in eine Gemeinschaft des Friedens, mehr, erschafft ‘Blutsverwandtschaft’. Durch Jesu Menschwerdung, durch sein vergossenes Blut sind wir in eine ganz reale Blutsverwandtschaft mit Jesus und so mit Gott selbst hineingezogen. Das Blut Jesu ist seine Liebe, in der göttliches und menschliches Leben eins geworden sind. Bitten wir den Herrn, dass wir die Größe dieses Geheimnisses immer mehr verstehen. Dass es seine verwandelnde Kraft in unserm Innern entfalte, damit wir wahrhaft Blutsverwandte Jesu werden, von seinem Frieden durchdrungen und so auch einander zugehörig.“ - Am Karfreitag hat der Papst am traditionellen Kreuzweg im Kolosseum teilgenommen. | | |    |
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| | 11.04.2009 08:49:19 | | Mit Christus zum Leben gelangen | (news.stjosef.at) „Gott aber hat Jesus am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen“: Mit diesen Worten verkündet der Apostel Petrus in seiner Pfingstpredigt den versammelten Menschen die unerhörte Wahrheit von der Auferstehung Jesu Christi. Wir, die wir an Gottes rettende Macht glauben dürfen, freuen uns, dass Jesus lebt! Die Botschaft von der Auferstehung Jesu ruht auf dem festen Fundament vieler Zeugen, denen Jesus erschienen ist. Sein Offenbarwerden war nicht eine flüchtige Begegnung und auch nicht einfach eine intensive Vision, die jemand haben mag, wenn er entrückt ist und dabei vielleicht sogar wirklich Gott begegnet, wie es manchen Heiligen zuteil geworden ist. Die Erscheinungen Jesu sind lebendige Ereignisse, wo das Übernatürliche machtvoll hereintritt in unsere Geschichte. Wo es um so Wesentliches geht wie bei der Auferstehung, wollte Gott nicht, dass wir auf einem unzuverlässigen Fundament stehen. Jede Art von Leichtgläubigkeit oder Fantasterei sollte ausgeschlossen werden, damit wir nicht in die Irre laufen, wenn wir Jesus Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen bekennen. Denn „als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden“, verkündet uns der Apostel Paulus im ersten Korintherbrief. Sein Opfer am Kreuz hat uns gerettet; es erweist seine Macht in der Auferstehung des Herrn, an der auch wir teilhaben sollen. - Lesen Sie die Predigt zum Ostersonntag in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 11.04.2009 08:47:46 | | Resurrexit a mortuis! | (news.stjosef.at, Predigt in der Osternacht, Dr. Josef Spindelböck) „Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier – er ist auferstanden!“ Mit diesen Worten des Engels an die Frauen wird uns im Evangelium nach Markus die wahrhaft rettende Botschaft verkündet, die auch der Inhalt unserer nächtlichen Feier ist: Jesus lebt! Er starb am Kreuze und stieg hinab ins Totenreich; doch er wurde nicht festgehalten von den Fesseln des Todes. Er ist auferstanden und hat über die Macht der Sünde und des Todes triumphiert. Er stirbt nicht mehr – er lebt, und wir mit ihm! Das was wir Christen zu Ostern feiern, ist einzigartig. Es geht über eine fromme Legende hinaus; es ist Wirklichkeit. Gott lässt uns Menschen nicht im Stich. Das bittere Los des Todes, das uns alle betrifft als Folge der Schuld Adams und unserer persönlichen Sünden, ist nicht der Endpunkt. Auch wir gelangen in Einheit mit Christus vom Tod zum Leben; auch uns ist die Auferstehung mit Christus verheißen, die Teilnahme an seinem Leben im Reich des himmlischen Vaters. Da wir das Paulusjahr begehen, wollen wir uns die Worte aus dem Römerbrief vergegenwärtigen, die uns in der Epistel verkündet worden sind. Paulus spricht davon, dass wir „auf Christus Jesus getauft wurden“. Das heißt, in der Taufe haben wir gleichsam ihn angezogen wie ein weißes Kleid. Die Taufe ist das Eintreten in die Schicksalsgemeinschaft mit Jesus. So wie wir an seinem Tod Anteil haben, „glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.“ Wir sind mit Jesus Christus verbunden in seinem Tod und in seiner Auferstehung. So haben wir letztlich keinen Grund, uns zu ängstigen: Gott ist immer bei uns. Wer aber mit Christus in der Taufe gleichsam gestorben ist, der soll mit ihm als neuer Mensch leben. Nicht länger sind wir Sklaven unserer Leidenschaften und Begierden, sondern Christus hat uns frei gemacht. In der Freiheit der Liebe tun wir das Gute und gehen unseren Weg mit Gott. So ermutigt uns Paulus: Wir sollen uns „als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.“ Das Osterfest lässt das Licht der Hoffnung in unserem Herzen neu aufstrahlen. Wie das Licht der Osterkerze das Dunkel der Nacht vertreibt, so möge das Licht Christi in uns aufs neue erstrahlen. Die Sorgen und Mühen des Alltages werden bleiben, und doch wird uns von Christus dem Auferstandenen her eine neue Sicht auf unser Leben geschenkt, die uns aus Todesangst befreit und zu einem Leben froher Zuversicht befähigt! Amen. | | |    |
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| | 10.04.2009 08:23:42 | | Papst bei Chrisammesse | (radiovatikan.de) Mit der Chrisammesse im Petersdom hat an diesem Gründonnerstag die Feier der drei österlichen Tage begonnen. Dabei weihte Papst Benedikt XVI. wie in jedem Jahr die heiligen Öle. In seiner Predigt rief der Papst die Bischöfe, Priester und Diakone zu Opfergesinnung, Gebet und Wahrheit auf: Gründonnerstag gilt den Katholiken als Tag der Einsetzung des Priestertums durch Jesus Christus beim Letzten Abendmahl. Ausgehend vom Wort des Johannes-Evangeliums, „Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit“ sprach der Papst über die Heiligkeit des Priesters. „Heilige sie in der Wahrheit“: Dies ist die Einsetzung der Apostel ins Priestertum Jesu Christi, die Einsetzung seines neuen Priestertums für die Gemeinschaft der Glaubenden aller Zeiten. „Heilige sie in der Wahrheit“: Das ist das eigentliche Weihegebet für die Apostel. Der Herr bittet darum, dass Gott sie selbst an sich zieht, in seine Heiligkeit hinein. Dass er sie aus dem Eigenen wegnimmt und sie sich zueignet, damit sie von ihm her priesterlichen Dienst für die Welt tun können.“ Das Wort Gottes sei gleichsam ein Bad, das die Jünger – als erste Priester – reinigte; eine „schöpferische Macht, die sie umformt in Gottes Sein hinein“. Papst Benedikt bat die Priester und Diakone um eine Gewissenserforschung: „Sind wir wirklich durchtränkt vom Wort Gottes? Ist es wirklich die Nahrung, von der wir leben, mehr als vom Brot und von den Dingen dieser Welt? Kennen wir es wirklich? Lieben wir es? Gehen wir innerlich damit um, so dass es wirklich unser Leben prägt, unser Denken formt? Oder formt sich unser Denken nicht doch immer wieder aus alledem, was man sagt, was man tut? Sind nicht doch oft genug die herrschenden Meinungen der Maßstab, an dem wir uns messen? Bleiben wir nicht doch in der Oberflächlichkeit all dessen, was sich dem Menschen von heute eben so aufdrängt? Lassen wir uns vom Wort Gottes wirklich inwendig reinigen?” Priestersein sei eine „neue Weise der Einigung mit Christus“, so Papst Benedikt. Allerdings könne dem Priester dieses „neue Siegel des Seins“ auch „zum Gericht werden“, wenn nicht das Leben „in die Wahrheit des Sakramentes hineinwächst“. „Das Einswerden mit Christus setzt Verzicht voraus. Es schließt ein, dass wir nicht unseren Weg und unseren Willen durchsetzen wollen. Nicht dies oder jenes werden möchten, sondern uns ihm überlassen, wo und wie er uns brauchen will.“ Auch zu einem aktiven Gebetsleben mahnte der Papst die Priester und Diakone. Damit daraus nicht Selbstbespiegelung werde, sei es wichtig, beten zu lernen „im Mitbeten mit der Kirche“, also in der Eucharistie. „Wir feiern die Eucharistie recht, wenn wir mit unserem Denken und Sein in die Worte eintreten, die uns die Kirche vorgibt. In ihnen ist das Beten aller Generationen anwesend. Sie alle nehmen uns mit auf den Weg zum Herrn. Und als Priester sind wir in der Eucharistie die Vor-beter der Gläubigen von heute. Wenn wir mit diesen Gebetsworten inwendig eins sind, wenn wir uns von ihnen führen und umformen lassen, dann finden auch die Gläubigen in diese Worte hinein.“ Priester müssten überdies „den Ernst und die Mühsal der Wahrheit annehmen“, und sie im Großen wie im Kleinen der Lüge entgegenstellen, die auf vielfältige Weise in der Welt anwesen sei. Dass der Evangelientext der Chrisam-Messe für ihn eine ganz persönliche Bedeutung hat, erläuterte Benedikt am Ende seiner Predigt. „Am Vorabend meiner Priesterweihe vor 58 Jahren habe ich die Heilige Schrift aufgeschlagen, weil ich noch ein Wort des Herrn für diesen Tag und für meinen kommenden Weg als Priester empfangen wollte. Mein Blick fiel auf diese Stelle: „Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ Da wusste ich: Der Herr spricht von mir, und er spricht zu mir. Wir werden letztlich nicht durch Riten geweiht, auch wenn es des Ritus bedarf. Das Bad, in das uns der Herr eintaucht, ist er selbst – die Wahrheit in Person. Priesterweihe heißt: Eingetauchtwerden in ihn, in die Wahrheit. Ich gehöre auf neue Weise ihm und so den anderen, „damit sein Reich komme“. Nach der Predigt weihte der Papst die liturgischen Öle, die während des Jahres beim Spenden von Sakramenten verwendet werden. Ein Teil davon geht in die Erdbebenstadt L Aquila, „zum Zeichen der tiefen Gemeinschaft und geistigen Nähe“, sagte der Papst. „Die Öle mögen die Zeit der Wiedergeburt und des Wiederaufbaus begleiten, Wunden heilen und Hoffnung stützen“. Das Chrisam, nach dem dieser Gottesdienst benannt ist, kommt etwa bei Taufe, Firmung und Priesterweihe zum Einsatz. An dem Gottesdienst nahmen die in Rom anwesenden Kardinäle und Bischöfe sowie der Klerus des Bistums Rom teil. | | |    |
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| | 10.04.2009 08:21:21 | | Jesus starb am Kreuz aus Liebe zu uns Menschen | | (news.stjosef.at) Nach alter Tradition der Kirche wird am Karfreitag keine heilige Messe gefeiert, sondern es gibt liturgisch eine eigene „Feier vom Leiden und Sterben Christi“ mit den drei Hauptteilen Wortgottesdienst (mit Passion und großen Fürbitten), Kreuzverehrung und Kommunionfeier. Nur an einem einzigen Ort in der lateinischen Kirche darf diese strenge Regel heuer ausnahmsweise durchbrochen werden: In der vom Erdbeben schwer getroffenen italienischen Stadt L’Aquila findet trotz des Karfreitags das Requiem – also die Totenmesse – für die Opfer der Katastrophe statt. Die römische Gottesdienstkongregation gab die Erlaubnis zu dieser liturgischen Ausnahme „in Anbetracht der außerordentlichen Schwere des Ereignisses“. Auch wir wollen für jene Menschen beten, die aufgrund des Erdbebens gestorben sind oder obdachlos geworden sind. Der Blick auf das Kreuz Christi lehrt uns die Verbundenheit mit allen Menschen, die irgendwo ein Leid zu tragen haben oder die Opfer von Katastrophen und ungerechter Gewalt geworden sind. - Lesen Sie die Homilie zum Karfreitag in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 09.04.2009 09:37:42 | | Einführung in das Geheimnis des "Triduum paschale" | (zenit.org) In seiner Generalaudienz am 08.04.2009 sagte Papst Benedikt XVI. auf Deutsch: "Die Karwoche ist für uns Christen die wichtigste Woche des Jahres. Sie gibt uns die Gelegenheit, die zentralen Ereignisse unserer Erlösung vertieft zu betrachten. Zu Beginn dieser Audienz haben wir die Verse des bekannten Hymnus aus dem Philipperbrief gehört. Da heißt es, dass Christus sich aus Liebe zu uns erniedrigt, ja gleichsam entleert hat, um mit dem Kreuzestod unsere Schuld auf sich zu nehmen und uns so den Weg zum Himmel zu eröffnen. Diese Intensität der Liebe wird am Gründonnerstag beim Letzten Abendmahl sichtbar. Der heilige Paulus gibt die Worte Jesu wieder, die er offenbar in mündlicher Überlieferung gehört hat: „Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! ... Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!" (1 Kor 11,24-25). Christus will mit seinem Leib und Blut bei den Jüngern gegenwärtig sein. In dieser Opfergabe stiftet er einen neuen Bund, mit dem er allen Menschen, gleich welcher Nation und Kultur, nahe sein will. Der grausame Tod Christi, der den Karfreitag überschattet, lenkt unseren Blick auch auf all den Schmerz, den Hass und die Gewalt, unter denen die Welt bis heute leidet. Gerade da wird Christus, der diese zutiefst menschliche Erfahrung bis zum Äußersten mit uns geteilt hat, für uns zur Stütze und zur Quelle der Hoffnung. In dieser stillen Zuversicht gehen wir am Karsamstag der Osternacht entgegen, in der wir den Sieg der Auferstehung Christi über die Finsternis der Sünde und des Todes feiern." - Lesen Sie den ganzen Text der Ansprache des Papstes! | | |    |
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| | 09.04.2009 09:31:56 | | Das Testament seiner Liebe | | (news.stjosef.at) Unser Herr Jesus Christus hat immer wieder die Menschen herausgefordert: durch Worte von göttlicher Autorität, durch Wunder und Zeichen, durch seine besondere Form der Zuwendung zu den Menschen. Ein solches Zeichen im Sinne eines Beispiels hat er uns gegeben am Abend vor seinem Leiden und Sterben am Kreuz, als er sich mit den Apostel versammelt hatte, um vor dem Paschafest ein Mahl mit ihnen zu feiern. Bei diesem Anlass begann Jesus den Aposteln die Füße zu waschen. In der damaligen Zeitsituation war dies eine unerhörte Provokation: Die Fußwaschung war ein Sklavendienst, und hier bemüht sich Christus der Herr persönlich darum …! Wie konnte man dies zulassen? So muss sich wohl Petrus gedacht haben, als er heftig dagegen protestierte, dass der Herr ihm die Füße waschen wollte. Doch Jesus erklärt es ihm, und so vollzieht Jesus dieses Zeichen seiner Liebe. Er hat ein Zeichen gegeben, ein Beispiel gesetzt für dienende Liebe und Hingabe, und er möchte, dass seine Jünger in derselben Gesinnung füreinander da sind. „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.“ Noch ein zweites Geheimnis hat Jesus uns an diesem Abend vor seinem Leiden und Sterben hinterlassen: Er hat uns in der heiligen Eucharistie seinen Leib und sein Blut geschenkt und uns aufgenommen in den neuen und ewigen Bund, den Gottes Liebe mit den Menschen geschlossen hat. Im Sakrament hat Jesus damit im voraus die Hingabe seines Leidens und Sterbens am Kreuz gegenwärtig gesetzt. Auch hier hat Jesus aufgetragen, dass seine Apostel und ihre Nachfolger als Bischöfe und Priester dasselbe tun sollen wie er: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ - Lesen Sie die ganze Predigt zum Gründonnerstag! | | |    |
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| | 09.04.2009 09:27:51 | | Erneuerung aus den Quellen des Glaubens | (presse.kirche.at) Um dem Priestermangel entgegenzusteuern, seien „nicht wenige der Meinung, die Kirche müsse deshalb die Zulassungsbedingungen für die Priesterweihe ändern. Ich bin nicht sicher, dass das die Lösung der Probleme brächte“, sagte Diözesanbischof DDr. Klaus Küng bei der Missa Chrismatis im Dom von St. Pölten, bei der die Priester der Diözese ihre Weiheversprechen erneuerten und die heiligen Öle geweiht wurden. Vielmehr müsse durch vermehrtes Gebet um Berufungen und eine Erneuerung der Katechese sowie der Familien- und Jugendpastoral eine „größere Authentizität des Christseins“ erreicht werden. „Dann werden wir erleben, wie Gott wirkt“, betonte Küng, „so wie es schon in anderen schwierigen Zeiten der Kirche geschehen ist.“ Der Bischof, die Priester und Diakone seien jedoch mit der Sendung der Kirche nicht allein beauftragt, erklärte Küng. Diese sollten den Getauften und Gefirmten „beistehen, damit sie für ihre Umgebung Salz und Licht sind“. Auf diesem Weg gelange Christus heute immer öfter zu anderen Menschen. In diesem Zusammenhang seien besonders die Firmlinge „eine Hoffnung für die Kirche“, so der Bischof. Dass Priester aus allen Regionen der Diözese gemeinsam mit dem Bischof feiern und ihr Weiheversprechen erneuern, sei ein „wichtiges Zeichen diözesaner Einheit“, wie Küng betonte: „Die Chrisammesse macht ein besonderes Band sichtbar, das zwischen Bischof und Priestern besteht und die ganze Diözese betrifft.“ Die Weihe der heiligen Öle und die Erneuerung des Weiheversprechens seien nicht nur Bestandteile eines feierlichen liturgischen Geschehens. Sie sind vielmehr ein „wichtiger kirchenstiftender Akt“, so Küng, der Jahr für Jahr vollzogen wird in Fortführung des Auftrags, den Jesus den Aposteln beim Abendmahl mit den Worten erteilt hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Es vollziehe sich auch eine Erneuerung der Anweisung des Hohenpriesters Jesus, der nach der Auferstehung die Apostel angehaucht und zu ihnen gesagt hat: „Empfanget den Heiligen Geist, wem ihr die Sünden nachlasst, denen sind sie nachgelassen.“ Ebenso, erklärte Küng, sei in diesem kirchenstiftenden Akt das Gebot enthalten: „Gehet hin und lehret alle Völker.“ Dies sei „keine leichte Aufgabe, die uns aufgetragen ist“, meinte Küng, „aber eine schöne, lohnende Pflicht.“ - Link: Predigt des Bischofs in vollem Wortlaut. | | |    |
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| | 07.04.2009 20:50:02 | | Heilige Gräber in Tirol | (dioezese-innsbruck.at, Martin Kapferer) Die Heiligen Gräber, deren Häufigkeit in Tirol einzigartig ist, sind ein Musterbeispiel von sinnlicher Erlebbarkeit von Glaubensgeheimnissen, die der Verstand allein nur schwer zu fassen vermag; zu großartig ist das Geschehen zwischen Palmsonntag und dem Ostermorgen. Die Heiligen Gräber sind Hinführung zu den Geschehnissen der Karwoche und Ostern, öffnen die Herzen und regen zum Nachdenken an. Heilige Gräber sind meist perspektivisch angeordnete Kulissentafeln. Sie füllen den Altarraum einer Kirche. Sie geben den Geschehnissen der Passion wie der Auferstehung Christi Raum und dienen der Aussetzung des Allerheiligsten. Sie erinnern an das Grab Christi bzw. die Grabeskirche in Jerusalem, dessen Aussehen seit dem Hochmittelalter in Europa bekannt war. So waren die ersten Heiligen Gräber feststehende, dauerhafte Bauten, die Merkmale der Grabeskirche in Jerusalem, besonders die runde Grundrissform, aufgreifen. Das erste und monumentalste Beispiel in Tirol ist die „Engelsburg“ des Klosters Neustift. Erst im Hochmittelalter werden die Gräber mobil, erinnern aber noch an Grabtruhen, wie Beispiele im Brixener Diözesanmuseum oder Schloss Amras zeigen. In der Barockzeit wird die heute bekannte Form gefunden, die an Festarchitekturen erinnert, die bei Festen wie dem Besuch eines Herrschers oder auch einer Totenfeier als bemaltes Gerüst gezimmert wurden. Aus der Frühzeit dieser Gräber kennen wir nur Nachrichten, wie etwa aus dem Dom oder der Hofkirche. Einige Entwurfszeichnungen haben sich dagegen erhalten. Einen frühen Höhepunkt bildete das teils zerstörte, 1708 entstandene Grab in der Wiltener Stiftskirche. Älter, wenngleich im 19. übermalt, ist das fast vergessene, doch erhaltene Heilige Grab in der Pfarrkirche Prutz. Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert stammen die Gräber in Breitenwang von B. Riepp oder das Grab in Lana bei Meran. Waren die ersten Gräber vornehmlich durch einen strengen Aufbau geprägt, so spiegelt sich im Laufe des 18. Jahrhunderts die malerische Unbeschwertheit des Rokoko wider. Bekannt wie schön sind die Gräber des Schönberger Kuraten J. N. Pfaundler in Schönberg, Patsch, Telfes, Mutters und, erst seit wenigen Jahren bekannt, in Eben am Achensee (gemeinsam mit F. Fihrler). Wurde bei diesen Gräbern das „Gartele“ noch mittels echter Pflanzen gestaltet, so finden im 19. Jahrhundert gemalte Pflanzenkulissen vermehrt Eingang in die Grabgestaltung; erstmalig 1829 im Grab in der Flaurlinger Pfarrkirche. Groß war die Anzahl der Maler; genannt seien die Maler J. Arnold mit noch zu bewundernden Gräbern in Igls, Wattens oder St. Johann, und der noch ganz in der barocken Tradition stehende Thaurer J. Kramer mit zahlreichen Gräbern in ganz Tirol, wie in Thaur, Imsterberg, Maria Trens, Terfens oder, nicht mehr aufgestellt, in Rum oder Kematen. Generell zeigen diese Heiligen Gräber die stilistische Vielfalt des 19. Jahrhunderts. Vielfältig war aber auch das Können der Maler – von der einfachen, etwas ungelenken Amateurmalerei bis hin zur malerischen Meisterschaft! Die Industrialisierung erfasste schließlich sogar die Heilig-Grab-Produktion am Ende des 19. Jahrhunderts, als man Heilige Gräber im Katalog bestellen konnte. So bei der Haller Kunstanstalt Vogl, von der beispielsweise das teils erhalten Grab in der Pfarrkirche in Grins stammt, oder bei der Ölmützer Firma Zbitek, deren glasbesetzte Gräber zum Beispiel in Pettneu oder Stanzach noch aufgerichtet werden. Anklänge der Jugendstilmalerei finden sich im Grab in Piller oder im Obervinschger Mals. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert sind viele Gräber „entsorgt“ worden, doch einige neue bereicherten die Tiroler Heilig-Grab Landschaft. Erwähnt seien das Grab in Fulpmes von Clemens Holzmeister oder Arbeiten von Wolfram Köberl, dessen Grab in Münster heuer auferstehen soll. Selbst in der jüngsten Vergangenheit entstanden Gräber, so in Nussdorf-Debant, Lienz oder Matrei a. Br. Allen Heiligen Gräbern gemeinsam, seien sie nun alt oder jung, ein hochwertiges Kunstwerk oder eine rustikale Malerei, ist der Versuch, das unfassbare Geschehen der Passion und Auferstehung Christi erlebbar zu machen. Das Buch „Heilige Gräber in Tirol“ dokumentiert umfassend und in hochwertiger Ausstattung die reiche Landschaft der Ostergräber in ganz Tirol: Reinhard Rampold (Hrsg.): Heilige Gräber in Tirol. 342 Seiten, Euro 39,95. Tyrolia Verlag | | |    |
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| | 07.04.2009 20:42:53 | | "Wir brauchen ein neues Ethos im Sport" | (kathpress.at/stephanscom.at) Der Sport steckt derzeit in einer Krise, die nur durch die Etablierung eines neuen Sportethos überwunden werden kann. Dieses Resümee zieht Sportseelsorger Pater Bernhard Maier am Dienstag, 7. April 2009, aus der aktuellen Dopingaffäre. In den letzten Wochen waren zahlreiche in- und ausländische Sportler, Trainer, Ärzte und Manager in Verdacht geraten, in der Vergangenheit umfassend von Doping Gebrauch gemacht beziehungsweise Dopingmittel zur Verfügung gestellt zu haben. Einige legten bereits Geständnisse ab. In Österreich ist seit August 2008 ein neues Anti-Doping-Gesetz in Kraft. Wer im Sport Dopingmittel in Umlauf bringt, wird mit maximal fünf Jahren Haft bestraft. Das Gesetz gilt sowohl für den Spitzen- wie auch den Breitensport. Der bloße Konsum von Dopingmitteln ist straffrei und hat für Sportler maximal Folgen wie Wettkampfausschlüsse oder Sperren. Im Gespräch mit Kathpress betonte Pater Maier zum einen, dass Kontrollen und Strafen, die das neue Gesetz mit sich bringt, gut und notwendig seien, aber nicht ausreichen würden, dem Dopingproblem Herr zu werden. Letztlich entscheide jeder Sportler frei, ob er zu verbotenen Substanzen greife oder nicht und hier müsse man ansetzen. "Wir brauchen eine neue Begeisterung für ehrlichen Sport, für ein neues Sportethos", so Pater Maier. Wenn dieser Schritt nicht gelinge, seien letztlich auch alle gesetzlichen Bemühungen zum Scheitern verurteilt. In diesem Zusammenhang zeigte sich Pater Maier auch sehr betroffen darüber, dass derzeit des Dopings oder des Handels mit Dopingmitteln Beschuldigte solange alles leugnen und abstreiten würden, bis die Beweise erdrückend seien. Der Sportlerseelsorger wies auf Untersuchungen des deutschen Psychiaters und Priesters Jörg Müller hin, wonach religiöse Menschen viel eher geneigt seien, moralische Gebote einzuhalten als andere Personen. Der Rückgang an Religiosität und Kirchlichkeit in der Gesellschaft zeige nun auch fatale Auswirkungen auf den Sport. Das treffe aber auch auf andere Bereiche zu wie etwa die Wirtschaft, so Pater Maier. Pater Maier hat in seiner Funktion als Sportlerseelsorger immer wieder vehement gegen Doping Stellung bezogen und von der "Urversuchung des Menschen, mehr sein und darstellen zu wollen ,als man ist", gesprochen. | | |    |
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| | 06.04.2009 16:12:33 | | Bischof Franz Joseph Rudigier vor Seligsprechung? | (dioezese-linz.at) Die vatikanische Kongregation für Heilig- und Seligsprechungen hat Bischof Franz Josef Rudigier und weiteren acht Kandidaten am 3. April 2009 den „heroischen Tugendgrad“ zuerkannt. Damit wird dem Linzer Bischof Franz Josef Rudigier ein heiligmäßiges Leben bescheinigt. Dies ist Voraussetzung für eine Seligsprechung. Franz Joseph Rudigier gründete mehrere Ordensniederlassungen in Oberösterreich, den katholischen Presseverein und mehrere regionale Wochenzeitungen. Er ist auch der Initiator für den Bau des Linzer Mariendomes. Biografie: Franz Joseph Rudigier wurde am 7. April 1811 in Partenen (Vorarlberg) als neuntes und jüngstes Kind des Kleinbauern, Mauteinnehmers und Schuhmachers Johann Christian Rudigier und seiner Ehefrau Maria Josepha Tschofen geboren. Von seinen vier Brüdern wurde der 14 Jahre ältere Johann Joseph ebenfalls Priester. Rudigier absolvierte in Innsbruck nach Überspringung der beiden ersten Klassen 1825-1829 das Gymnasium und 1829-1831 das Lyzeum. Danach trat er in das Brixner Priesterseminar ein, wo er u.a. die späteren Bischöfe Joseph Feßler (St. Pölten) und Vinzenz Gasser (Brixen) kennenlernte. Am 12. April 1835 zum Priester geweiht, wirkte Rudigier zunächst als provisorischer Frühmesser in Vandans, dann als Frühmesser in Bürs. 1838-1839 hielt er sich als Mitglied des Frintaneums (Höheres Priesterbildungsinstitut St. Augustin) zu weiterführenden Studien in Wien auf. 1839 wurde er provisorisch, 1841 definitiv zum Professor der Kirchengeschichte und des Kirchenrechtes in Brixen ernannt, musste auf Wunsch von Bischof Galura stattdessen jedoch noch im selben Jahr 1841 die Moraltheologie und die Erziehungskunde übernehmen, während sein Kollege Feßler seitdem Kirchengeschichte und Kirchenrecht las. Durch die Vermittlung von Burgpfarrer Ignaz Feigerle wurde Rudigier 1845 als Spiritualdirektor des Frintaneums und als Hofkaplan nach Wien berufen. 1848 erhielt er auf eigenen Wunsch die Propsteipfarre Innichen (Tirol), doch schon 1850 ernannte Kaiser Franz Joseph ihn auf Vorschlag von Galura zum Domkapitular in Brixen. Er wurde zugleich Regens des Priesterseminars, das er mit Strenge leitete. Am 19. Dezember 1852 nominierte Kaiser Franz Joseph Rudigier zum Bischof von Linz. Die päpstliche Verleihung folgte am 10. März, die Konsekration durch Pronuntius Kardinal Michele Viale Prelà am 5. Juni 1853 in der Kirche St. Augustin zu Wien, die Inthronisation in Linz am 12. Juni 1853. Da die Aufklärung im Bistum Linz unter Bischof Ziegler im wesentlichen überwunden worden war und das von Rudigier begeistert begrüßte Konkordat von 1855 das josephinische System endgültig abschloss, trat Rudigier sein Amt unter günstigen Bedingungen an. Vorerst konnte er sich ganz auf die Seelsorge konzentrieren. Entsprechend den Bestimmungen des Tridentinums verlegte Rudigier schon im ersten Regierungsjahr die theologische Lehranstalt in das Priesterseminar. 1854 wurde zur Förderung der katholischen Lehrerbildung in Linz ein Lehrerseminar gegründet. 1855 erfolgte die Gründung des "Linzer Diözesanblattes" als Amtsblatt. Nach der Verkündigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis Mariens (1854) beschlossen Rudigier und sein Domkapitel 1855 den Bau einer neuen Kathedrale mit diesem Titel. Die Grundsteinlegung dieses monumentalen neugotischen Baues erfolgte 1862, die Weihe der Votivkapelle 1869. Beim Tode Rudigiers war der Bau vom Chor bis zum Querschiff in etwa fertig gestellt. Als Apostolischer Visitator in Klöstern der Monarchie 1855-1856 zeichnete sich Rudigier durch Klugheit und Mäßigung aus. Mit den Jesuiten am Freinberg, die seit 1850 das bischöfliche Knabenseminar leiteten, hatte er 1857-1865 eine Kontroverse über die Finanzierung und den bischöflichen Charakter der Anstalt. Obwohl Rudigier Schwierigkeiten hatte, die Exemtion der Orden voll zur Kenntnis zu nehmen, darf er im allgemeinen als Freund der Ordensgemeinschaften angesehen werden. Der Vorwurf, er habe die Karmeliten aus Linz vertrieben, lässt sich quellenmäßig nicht erhärten. Die Abwanderung einiger Ordensmitglieder, die die strenge Observanz nicht akzeptierten, bzw. der Übertritt anderer zum Weltklerus gingen offenbar nicht auf sein Betreiben zurück. Während Rudigiers Amtszeit errichteten die Franziskaner Niederlassungen in Suben (1856), Enns (1859), Maria Schmolln (1864), Pupping (1879) und Bruckmühl (1883), die Kapuziner in Ried i.I. (1862), die Jesuiten in Steyr (1865), ferner die Karmelitinnen (1860), die Kreuzschwestern (1861) und die Marienschwestern (1861) in Linz. Insgesamt gründeten damals "drei Männerorden ... sieben ... und neun weibliche Ordensgemeinschaften ... 59 Filialinstitute" (M. Würthinger). In dem 1861 konstituierten Oberösterreichischen Landtag, in dem die Liberalen die Mehrheit besaßen, war der Bischof von Amts wegen vertreten (Virilstimme). Die dadurch bedingte politische Aktivität Rudigiers sollte z.T. von schweren Konflikten begleitet sein, da er während seiner 23jährigen Mitarbeit im Landtag unermüdlich zu Tagesfragen und gegen die Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses auf die Gestaltung des öffentlichen Lebens Stellung nahm. Sein Hirtenschreiben vom 7. September 1868, in dem er die unveränderte Fortgeltung des Konkordates vertrat und zum Widerstand gegen die die Schul-, Ehe- und Konfessionsfrage betreffenden Maigesetze des selben Jahres aufrief, wurde auf Weisung des k.k. Statthalters beschlagnahmt. Am 5. Juni 1869 vor Gericht geführt, wurde Rudigier am 12. Juli wegen "des Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe" zu zwei Wochen Haft verurteilt, vom Kaiser jedoch bereits am folgenden Tag amnestiert. Am Tag der polizeilichen Vorführung hatte die katholische Bevölkerung in Linz zum ersten Mal öffentlich demonstriert, so dass man diesen Tag als Geburtsstunde der demokratischen Bewegung der österreichischen Katholiken bezeichnet hat. Rudigier wurde durch dieses Vorkommnis nicht nur zum Volksbischof, sondern es gelangen nun auch die Gründung des katholischen Volksvereins (1869) als Gegenstück zum Liberalen Verein für Oberösterreich (1869) und des katholischen Preßvereins (1870). Dieser übernahm die 1869 gegründete, von Rudigier geförderte Tageszeitung "Linzer Volksblatt". In der Folge entstanden noch mehrere katholische regionale Wochenblätter. Die durch die liberale Regierung erfolgte Kündigung des Konkordates (1870) hat Rudigier nie akzeptiert. Der Entzug des Öffentlichkeitsrechtes für das Knabenseminar (1868) traf Rudigier schwer und gefährdete den Priesternachwuchs. Bis zum Ende seiner Amtszeit gelang es ihm jedoch, wieder zufriedenstellende Zugänge zum Priesterseminar zu erreichen. Die ihm 1869 abgesprochenen Dotationsgüter Gleink und Garsten erhielt er 1883 nach energischen Interventionen zurück. Damals kaufte er für 60.000 Gulden den Bischofshof an, der dem ersten Linzer Bischof Herberstein 1784 ohne Entschädigung des Stiftes Kremsmünster nur zur freien Nutznießung zugewiesen worden war. Die Zahlungen erfolgten in Raten. Auf dem Ersten Vatikanischen Konzil trat Rudigier im Gegensatz zu seinen bischöflichen Freunden Joseph Feßler und Vinzenz Gasser nicht hervor. Die Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit hielt er zunächst nicht für opportun, stimmte aber letztlich dafür. 1871 konnte er trotz seiner persönlichen Intervention die Bildung einer altkatholischen Gemeinde zu Ried i.I. nicht verhindern. Rudigier hat während seiner 31jährigen Amtszeit 835 Pfarrvisitationen vorgenommen, 48 Hirtenschreiben erlassen und sich zu allen wichtigen Anliegen der Zeit geäußert. So bescheiden und anspruchslos seine persönliche Lebensführung war, so entschieden hat er stets die bischöflichen und kirchlichen Rechte vertreten. Die Konsequenz war seine Stärke, mitunter mangelte es ihm jedoch an der nötigen Flexibilität. In der Auseinandersetzung mit dem Liberalismus ist ihm insbesondere die Sammlung der katholischen Kräfte gelungen. Dem damals noch jungen Bistum Linz vermittelte er durch diese Aufbauarbeit die entsprechende Identität. Rudigier holte sich bezeichnenderweise die Todeskrankheit auf einer Visitationsreise. Er starb am 29. November 1884 in Linz und wurde als erster Bischof im "Neuen Dom" beigesetzt. In seinem Testament hatte er neben persönlichen Legaten zu zwei Dritteln den Dombauverein und zu einem Drittel das Knabenseminar als Erben eingesetzt. 1895 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet. (Quelle Lebenslauf: Diözesanarchiv Linz / fk) | | |    |
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| | 06.04.2009 16:09:39 | | Papst betroffen über Erdbeben in Italien | | (radiovatikan.de/news.stjosef.at) Der Papst ist bestürzt: In Italien sind am Montagmorgen bei einem schweren Erdbeben nach den jüngsten Angaben an die 100 Menschen ums Leben gekommen. Das Epizentrum des Bebens lag laut Zivilschutz unter der Stadt L'Aquila in den Abruzzen, rund 90 Kilometer nordöstlich von Rom. In einem Telegramm an Erzbischof Giuseppe Molinari von L'Aquila äußerte Papst Benedikt XVI. seinen Schmerz über die Opfer, vor allem über die Kinder. Benedikt ermutigte insbesondere die Hilfskräfte, die vor Ort nach Verschütteten suchen und den Obdachlosen helfen. Er versprach, für die Toten und alle Betroffenen zu beten. Wörtlich heißt es im Papst-Telegramm: „Die dramatische Nachricht von dem heftigen Erdbeben, das den Bereich Ihrer Diözese erschüttert hat, hat den Papst zutiefst bewegt.“ Das Schreiben ist von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichnet Der Papst bitte um Gottes Kraft für die Angehörigen der Opfer und spende allen seinen besonderen Apostolischen Segen. Die mittelitalienische Stadt L'Aquila mit rund 70.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Region Abruzzen. Der Ort wurde im 13. Jahrhundert vom Stauferkaiser Friedrich II. gegründet. Unter den bedeutendsten Kirchen der Stadt zählen Santa Maria di Collemaggio aus dem 13. und die monumentale Basilika des Heiligen Bernhardin von Siena aus dem 15. Jahrhundert. - Nach italienischen Medienberichten sind unter den Erdbebenopfern vermutlich auch die Äbtissin des Klarissenkonvents von Paganica und eine weitere Ordensfrau. Unter den zahlreich zerstörten Gebäuden in Mittelitalien befinden sich viele Kirchen. Nichtsdestotrotz seien nun die Menschen wichtiger, betont die Caritas der Diözese Rom. Sie hat bereits einen Solidaritätsfonds für die Überlebenden eingerichtet. Nach dem schweren Erdbeben in der Region Abruzzen sind auch Katastrophenhelfer der katholischen Organisation „Misericordie“ in das betroffene Gebiet ausgerückt. Nach Angaben der Organisation beteiligten sich am Montagmorgen Einsatzzüge von 28 Verbänden in Mittelitalien, darunter vier Suchhundestaffeln. All diese Hilfe sei sehr willkommen, sagt der Erzbischof der betroffen Stadt L´Aquila, Giuseppe Molinari. „Wir beten nun sehr viel. Ich habe die Gläubigen dazu aufgerufen, dies weiterhin zu tun. In den nächsten Stunden werden wir die Statue des Heiligen Emidius durch die Strassen führen. Er ist der Patron gegen Erdbeben. Die Stadt ist ihm sehr verbunden. Im Gebet merken wir, dass wir in den Händen Gottes sind. Denn nur er kann uns helfen. Ich möchte aber all jenen danken, die uns ihre Solidarität bekunden und hierher kommen, um den Opfern zu helfen. Einen besonderen Dank gebührt dem Zivilschutz.“ | | |    |
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| | 05.04.2009 19:46:05 | | Elisabeth von Thüringen begegnen | (kathnews.de) Am Donnerstag, 2. April 2009 las der katholische Theologe Dr. Peter H. Görg aus seinem kürzlich erschienenen Buch „Elisabeth von Thüringen begegnen“. Die Autorenlesung fand auf dem in der Nähe von Koblenz gelegenen Schloss Sayn statt. Ausrichter der Veranstaltung war der in Selters im Westerwald ansässige „Förderverein Kathnews e.V.“. Zu Beginn begrüßte der Schlossherr, Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die anwesenden Gäste. Fürst Wittgenstein ist ein direkter Nachfahre der Heiligen Landgräfin Elisabeth und Besitzer einer kostbaren Armreliquie der Heiligen. Der Fürst betonte den internationalen Stellenwert der Elisabethverehrung und hob hervor, dass es sich bei Elisabeth um eine Heilige handle, die auch außerhalb der katholischen Kirche hohes Ansehen genießt. So beteiligten sich auch protestantische Christen am Elisabethjahr 2007. Anschließend begrüßte Benjamin Greschner, Vorsitzender des Fördervereins, die zahlreichen Besucher, zu denen auch einige Geistliche und Ordensschwestern gehörten, sowie den Referenten selbst. Greschner unterstrich dabei die Bedeutung des Ortes Sayn in der Elisabethverehrung: „Es ist uns eine besondere Freude, am heutigen Abend an diesem geschichtsträchtigen Ort sein zu dürfen. Wenn man bedenkt, dass Elisabeth wohl selbst einige Male hier weilte, kann man sich wohl kaum einen besseren Ort für diese Buchpräsentation vorstellen.“ Nach diesen einleitenden Worten begann der Autor aus dem Werk zu lesen. Er fokussierte die Aufmerksamkeit dabei insbesondere auf die Kindheit und Jugend Elisabeths, sowie ihre Ehejahre am thüringischen Landgrafenhofe. Der Autor bereicherte die Lesung mit zahlreichen Anekdoten und Kommentaren, über das Leben und Wirken der heiligen Landgräfin. Wenn er auch nur Teile seines Werkes vortragen konnte, gelang es Görg dennoch, einen umfassenden Einblick in das segensreiche Leben und Wirken der ungarischen Königstochter zu vermitteln. Anschließend bestand Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit dem Autor, wovon die Besucher regen Gebrauch machten. Dr. Peter H. Görg, geboren 1976 in Dernbach bei Montabaur, studierte Theologie und Philosophie in Vallendar, Fulda und Augsburg. Seither veröffentlichte er zahlreiche Artikel und Rezensionen in theologischen Fachzeitschriften und kirchlichen Publikationen. 2008 erschien sein Buch „Die Wüstenväter – Antonius und die Anfänge des Mönchtums“ im Augsburger St. Ulrich – Verlag. Die Bücher „Elisabeth von Thüringen begegnen“ (€ 11,90) und „Die Wüstenväter“ (€ 16,90) von Dr. Peter H. Görg können über den „Förderverein Kathnews e.V.“ bezogen werden. Bestellung per Email: buch@kathnews.de | | |    |
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| | 05.04.2009 19:35:59 | | Palmsonntagsprozession mit dem Papst | (radiovatikan.de) Mit der Palmprozession über den Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag die Karwoche im Vatikan eröffnet und gleichzeitig den Weltjugendtag 2009 gefeiert. Gemeinsam mit 300 Jugendlichen und gut 150 Kardinälen, Bischöfen, Priestern und Diakonen zog das Kirchenoberhaupt vom Obelisken in der Mitte des Petersplatzes hinauf zum Altar vor der Basilika. Benedikt trug einen mehr als drei Meter langen und kunstvoll geflochtenen Palmzweig und erinnerte gemeinsam mit den mehreren zehntausend Pilgern auf dem Platz und ihren Olivenzweigen an den Einzug Jesu in Jerusalem. Der Gottesdienst unter wolkenlosem Himmel dauerte knapp drei Stunden; der Papst verfolgte die gesungene Passion im Stehen, ein eindrucksvoller Wechselgesang, der auch die Gläubigen in den Kontrast der Karwoche hineinführte. Christusnachfolge müsse jeden Tag neu praktiziert werden, sagte der Papst in seiner Predigt und rief zur Selbsthingabe und zum Verzicht auf. Zu einem rechtschaffenen Leben gehört auch das Opfer, der Verzicht. Wer ein Leben ohne diese stets neue Selbsthingabe verspricht, täuscht die Menschen. Gelingendes Leben ohne Opfer gibt es nicht. "Wenn ich selbst auf mein eigenes Leben zurückblicke, muss ich sagen, dass gerade die Momente, in denen ich 'ja' zum Verzicht gesagt habe, die großen und wichtigen Momente meines Lebens waren." Die Entscheidung in Liebe auf die Liebe Jesus Christi, der sich am Kreuz hingegeben hat, zu antworten, sei kein einmaliger Akt, sondern müsse täglich neu gelebt und in den Alltag umgesetzt werden. "Wenn wir das Kreuz berühren, vielmehr, wenn wir es tragen, berühren wir das Geheimnis Gottes, das Geheimnis Jesu Christi. … Aber wir berühren auch das grundlegende Gesetz, die bestimmende Norm unseres Lebens, nämlich die Tatsache, dass ohne das „Ja“ zum Kreuz, ohne das gemeinsame Gehen mit Christus Tag für Tag, das Leben nicht gelingen kann. Je mehr wir aus Liebe zu der großen Wahrheit und der großen Liebe – aus Liebe zur Wahrheit und zur Liebe Gottes – auch einen gewissen Verzicht leisten können, desto größer und reicher wird das Leben. Wer sein Leben für sich selbst behalten will, verliert es. Wer sein Leben hingibt – täglich in den kleinen Gesten, die zu der großen Entscheidung gehören –, der findet es." Wenn Jesus sagt, mein Reich ist nicht von dieser Welt, dann meint „diese Herrschaft keine politische Macht“, sondern basiert auf der freien Entscheidung aus Liebe. Ihr Wesensmerkmal: Die Herrschaft ist universal. „Diese Universalität meint, dass niemand sich selbst absolut setzen darf, seine Kultur und seine Welt. Diese Universalität fordert, dass wir alle einander gegenseitig aufnehmen und dabei auch auf etwas von uns verzichten. Die Universalität schließt das Geheimnis des Kreuzes ein – die Überwindung seiner selbst, der Gehorsam gegenüber dem gemeinsamen Wort Jesu Christi in der gemeinsamen Kirche.“ - Link: Papstpredigt im Wortlaut. | | |    |
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| | 03.04.2009 19:46:56 | | In memoriam Johannes Paul II. | (radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat am Donnerstagabend mit einer Messe im Petersdom seines Vorgängers Johannes Paul II. gedacht. In seiner Predigt würdigte er den vor vier Jahren verstorbenen polnischen Papst als unerschütterlichen Verteidiger Christi und als besonderen Hoffnungsträger für die Jugend. Benedikt erinnerte an die 23 Weltjugendtage, die Johannes Paul II. mit jungen Gläubigen in aller Welt gefeiert hat. Die große Anteilnahme der jungen Christen in der Stunde seines Todes habe gezeigt, dass sie die Botschaft Johannes Pauls verstanden hätten, so Benedikt. „Johannes Paul II. ist es gelungen, Hoffnung zu vermitteln, die sich auf den Glauben in Jesus Christus gründete. Als liebevoller Vater und aufmerksamer Lehrer vermuittelte er sichere und starke Bezugspunkte, die in besonderer Weise für die Jugend wichtig waren. Und in der Stunde des Leidens und des Todes wollte diese neue Generation ihm zeigen, dass sie seine Botschaft verstanden hat. Sie versammelte sich schweigend zum Gebet im Petersdom und in vielen anderen Orten der Welt. Die Jugendlichen spürten den Verlust: Es war „ihr“ Papst gestorben, den sie im Glauben als „ihren Vater“ betrachteten.“ Der ununterbrochene Pilgerstrom zum Grab Johannes Paul II. im Petersdom zeige auch heute die Verbundenheit der Menschen mit ihm, so Benedikt. Während der Gedenkmesse wurde Johannes Paul II. von den jungen Fürbittenden als „junger“ Papst erinnert: „Für den Diener Gottes, Papst Johannes Paul II, der sich für das ganze Leben ein junges Herz bewahrt hat.“ Die Messe am Donnerstagabend war zugleich die traditionelle Vorbereitung für den Weltjugendtag am kommenden Palmsonntag. Benedikt wandte sich wohl auch deshalb in besonderer Weise an die jugendlichen Zuhörer. Er warnte sie vor Oberflächlichkeit im Glauben: „In Momenten wie diesen und im aktuellen kulturellen und sozialen Kontext unseres Lebens könnte ein größeres Risiko bestehen, dass sich die christliche Hoffnung auf Ideologie und eine rein äußerliche Form reduziert. Das wäre das absolute Gegenteil der Botschaft Jesu: Denn Jesus will nicht, dass die Jünger Hoffnung „vorspielen“, sondern er will, dass sie die Hoffnung sind. Er will, dass ihr alle zusammen eine Oase der Hoffnung für die Gesellschaft werdet, in der ihr euch befindet.“ (news.stjosef.at) Hinweis: Das Erbe Johannes Pauls II. wirkt auch durch seine Bücher weiter, die er teilweise schon geschrieben hat, bevor er Papst wurde. So ist das Werk "Liebe und Verantwortung" richtungsweisend für ein angemessenes Verständnis des Ideals ehelicher Liebe und Sexualität gemäß der Lehre der Kirche; erhältlich beim Verlag St. Josef. | | |    |
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| | 03.04.2009 19:43:13 | | Bischof Klaus Küng nimmt Stellung zur Frage der Verhütung | (diepresse.com/news.stjosef.at) Im Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" nimmt der St. Pöltner Diözesanbischof, zuständig für das Referat Familie innerhalb der österreichischen Bischofskonferenz, Stellung zur kirchlichen Lehre bezüglich Empfängnisregelung und Verhütung. Der Bischof stellt unter anderem fest: Das II. Vatikanische Konzil hat gelehrt, dass bezüglich der Zahl der Kinder jedes Ehepaar selbst seine Verantwortung wahrzunehmen hat. In der Enzyklika Humanae Vitae hat Papst Paul VI. dann präzisiert, dass bei dieser Frage nicht nur die persönlichen Aspekte - wie Gesundheit oder Wohnsituation -, sondern auch die Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Kirche zu beachten sei; letztlich geht es um die Frage: „Was erwartet Gott von uns?" Wenn ein Ehepaar aber aus berechtigten Gründen eine längere Pause zwischen zwei Kindern einschieben will oder vielleicht überhaupt auf weitere Kinder verzichten muss, dann ist natürliche Empfängnisregelung erlaubt, nicht aber die Verwendung von mechanischen oder chemischen Verhütungsmitteln. Entgegen manchen Einwänden, es gäbe praktisch keinen sittlich relevanten Unterschied zwischen (sittlich schlechter) künstlicher Empfängnisverhütung und (erlaubter) natürlicher Empfängnisregelung sagt der Bischof: Der Unterschied ist in Wirklichkeit größer, als manche es wahrhaben wollen. Bei den mechanischen und chemischen Verhütungsmitteln kommt es zu einem manipulativen Eingriff in den Organismus der Frau beziehungsweise des Mannes oder beim Geschlechtsverkehr selbst. Dadurch wird der Geschlechtsverkehr - unabhängig vom biologischen Rhythmus der Frau - unfruchtbar. Bei der natürlichen Empfängnisregelung dagegen verzichtet das Paar aus bestimmten Gründen an den fruchtbaren Tagen der Frau auf Geschlechtsverkehr. Jetzt kann man fragen: Kommt es nicht auf dasselbe heraus, weil doch beide Paare darin übereinstimmen, dass sie momentan oder längerfristig kein Kind haben wollen? Das stimmt zwar, dasselbe ist es aber nicht. Geschlechtsverkehr hat seiner inneren Natur nach einen zweifachen Sinngehalt: Einerseits ist er auf Fortpflanzung ausgerichtet, andererseits ist er zugleich Ausdruck einer uneingeschränkten, ganzheitlichen Liebe zueinander. Bei mechanischer oder chemischer Verhütung wird die Möglichkeit der Fortpflanzung komplett ausgeschaltet. Dadurch ist der Geschlechtsakt nicht mehr die volle Hingabe und auch keine vollständige Annahme des jeweils anderen Partners. Bei natürlicher Empfängnisregelung erfolgt kein Eingriff, bleibt der Geschlechtsakt das, was er ist: eine völlige Hingabe an den Anderen. Es wird nur an manchen Tagen bewusst darauf verzichtet, das Motiv soll durchaus Liebe sein. Im Falle mechanischer oder chemischer Verhütung besteht die Gefahr, dass durch die gezielte Ausschaltung der Möglichkeit einer Empfängnis im Geschlechtsakt letztlich doch nur die Befriedigung gesucht wird. Da das Interview noch wesentlich länger ist, hier der Link zum Nachlesen in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 03.04.2009 19:38:03 | | Seht, unser König kommt! | (news.stjosef.at, Predigt zum Palmsonntag von Dr. Josef Spindelböck, Ev zur Palmweihe: Mk 11,1-10. Bei der Messe: L 1: Jes 50,4-7; L 2: Phil 2,6-11; Passion Mk 14,1-15,47; Texte im Schott-Messbuch) Kaum vorstellbar ist der Gegensatz zwischen dem feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem und der wenige Tage später erfolgten Gefangennahme und Hinrichtung Jesu am Kreuz! Jubelnd wird Jesus zuerst empfangen als der Friedenskönig. Er sitzt auf einem jungen Esel und zieht ein in Jerusalem. In der Folge aber wendet sich die Stimmung, und nicht wenige von denen, die ihn zuvor bejubelt haben, werden mit der Masse rufen: „Kreuzige ihn!“ Unbeständig und wankelmütig ist das menschliche Herz. Wir lassen uns rasch zu Jubel und Begeisterung für jemanden oder etwas hinreißen. Wenig später schlägt alles um in Gleichgültigkeit oder gar Hass und Feindschaft. Was aber will Jesus selbst bei den Menschen erreichen? Was erwartet er von ihnen? Wäre er einer der Großen dieser Welt, dann würde er nach Ruhm und Macht streben. Sein Ziel wäre es, die politische Herrschaft auszuüben. Nicht immer tun das ja die Mächtigen zum Wohl ihrer Völker, sondern sie missbrauchen oft ihre Stellung. Doch Jesus hat andere Vorstellungen: Er ist ja in die Welt gekommen, um den Willen des himmlischen Vaters zu erfüllen und uns in seiner Hingabe bis in den Tod das Beispiel dienender Liebe zu geben. Fern liegt ihm der Ehrgeiz des Anerkannt-Werdens und der irdischen Machtausübung. Nicht um zu herrschen, ist er gekommen, sondern um zu dienen. Denn der ewige Sohn Gottes, der dem Vater in seiner Gottheit gleich ist und der mit ihm in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes eins ist von Ewigkeit, hat sich selbst entäußert und ist wie ein Sklave geworden. Er wollte uns dadurch von neuem in den Stand der Kindschaft Gottes versetzen und uns zu Königen und Priestern machen in seinem himmlischen Reich. So kennt unser Herr Jesus Christus das menschliche Herz; er weiß um unsere Schwachheit und Sünde. Aber eben deshalb lässt es Jesus zu, dass ihm die Menschen zuerst zujubeln und ihn begrüßen, dann aber wenige Tage später ablehnen und ans Kreuz schlagen lassen. Erst nach seiner Auferstehung werden sie begreifen, wie sein Königtum zu verstehen ist. Wir wollen mit Glaube und Liebe in diese Tage der Karwoche gehen. Das Leiden und Sterben unseres Herrn bewegt uns im Herzen; wir selber sind durch unsere Sünden mitverantwortlich für seinen Tod. Doch der Sohn Gottes trägt uns nichts nach. In Liebe hat er alles auf sich genommen, um uns das Heil und die Versöhnung mit Gott zu schenken. In seiner Auferstehung wird auch uns neues Leben zuteil. So lasst uns den Herrn geistig auf seinem Kreuzweg begleiten, wie dies schon Maria, die Gottesmutter, getan hat, dazu viele andere Apostel, Jünger und gläubige Frauen. Wir sind auch mitten in Leid und Schmerz voller Hoffnung. Und dort wo uns im Leben ein Mensch begegnet, der ein schweres Kreuz zu tragen hat, wollen wir ihm helfen und beistehen, so gut es geht, damit durch die Verbundenheit der Liebe auch jene Menschen wieder Hoffnung und Kraft bekommen und einst das Heil Gottes in Fülle empfangen! Mit frohem und gläubigem Herzen rufen auch wir Jesus zu: „Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!“ Amen. | | |    |
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| | 02.04.2009 19:42:10 | | Neuerlich Platin für Heiligenkreuzer Mönche | | (noe.orf.at) Die Heiligenkreuzer Zisterziensermönche brechen alle Rekorde. Sie wurden am Donnerstag neuerlich mit Platin ausgezeichnet. Die CD "Chant-Music for Paradise" wurde bisher weltweit 850.000-mal verkauft. Die im Mai 2008 vorgestellte CD "Chant-Music for Paradise" wurde allein in Deutschland etwa 240.000-mal verkauft. 128.000 verkaufte Exemplare in Österreich bedeuten nicht weniger als Sechsfachplatin. Platin gab es außerdem in Großbritannien, den Niederlanden und in Polen. Selbst in Australien stehe "Chant" knapp vor Gold, so Pater Karl Wallner. In den USA waren die Zisterzienser Nummer eins der Klassik-Charts. "Aber wir werden nicht reich", stellte der Pater klar, obwohl er binnen eines Jahres von einer Million verkaufter Tonträger ausgehe. Pro verkaufter CD gebe es 55 Cent für die Mönche. Das Geld fließe ausschließlich in die Priesterausbildung, betonte Wallner. Es sei in nächster Zeit auch "kein weiteres CD-Projekt" geplant. "Mit einer Tournee und Konzerten wären wir jetzt sehr, sehr reich", sagte Wallner bei einem Festakt. Aber das Kloster wäre dann nicht mehr das, was es sei. Daher sei auch keines der Angebote für Auftritte "von Tokio bis Rio de Janeiro" angenommen worden. Bei einem Festakt im Stift Heiligenkreuz wurde am Donnerstag außerdem das Buch "Chant - Leben für das Paradies" von Bernhard Meuser vorgestellt. Es trägt den Untertitel "Die singenden Mönche von Stift Heiligenkreuz". Meuser hat 22 der 74 Zisterzienser in Heiligenkreuz porträtiert und schildert ihre Lebenswege und -visionen. - Homepage: www.stift-heiligenkreuz.at | | |    |
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| | 02.04.2009 19:40:55 | | Die Wirtschaftskrise als Symptom einer tieferen Krise | | (radiovatikan.de) Papst Benedikt erhofft sich vom G-20-Gipfel in London einen Ausweg aus der Krise. In einer Botschaft an die Teilnehmer des Gipfels warnt er vor nationalen Alleingängen oder Protektionismus. Bei seiner Afrikareise Mitte März habe er festgestellt, dass die Staaten dort besonders unter der Krise litten. Doch sei außer Südafrika kein Staat südlich der Sahara bei dem Gipfel vertreten. Die Teilnehmer des Treffens müssten sich vor Augen halten, dass diejenigen, deren Stimme am wenigsten politisches Gewicht habe, am schwersten von der Krise betroffen seien, für die sie nicht verantwortlich seien. Umgekehrt hätten gerade jene Staaten ein enormes Potenzial, um zum Fortschritt aller beizutragen, erläuterte der Papst. Es sei daher wichtig, die multilateralen Mechanismen und Strukturen der UNO zu nutzen, um die Stimme aller Länder zu hören. Man müsse sicherstellen, dass die vom Gipfeltreffen unternommen Schritte und Maßnahmen von allen mitgetragen würden. Die aktuelle Krise habe ihre Ursache letztlich in einem Ethik-Defizit der Wirtschaftsstrukturen, führte der Papst aus. Sie habe auch das „Gespenst einer Streichung oder drastischen Reduzierung der Hilfsprogramme vor allem für Afrika und andere unterentwickelte Länder ausgelöst“. Benedikt XVI. erinnerte die Staaten an ihre Selbstverpflichtung, die extreme Armut bis zum Jahr 2015 zu beseitigen. „Dies bleibt eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit“, so der Papst. | | |    |
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| | 01.04.2009 20:26:24 | | Claudia Haider beim Papst | | (apa-ots, bzö kärnten) Die letzte Reise mit ihrem Mann Jörg Haider führte Claudia Haider nach Rom, wo sie bei einer Audienz den Heiligen Vater Benedikt XVI. begegneten. Daher war es Claudia Haider ein großes Bedürfnis, bei ihrer ersten Romreise, die sie alleine unternimmt, wieder den Heiligen Vater zu treffen. Mit herzlichen Worten tröstete Papst Benedikt XVI. die Witwe Claudia mit ihrer Tochter Ulrike. Als christlich eingestellte Familie bedeute es den Hinterbliebenen viel, das erste Osterfest ohne Jörg Haider mit den Segen des Papstes zu beginnen. Als Erinnerung überreichte Claudia Haider dem Heiligen Vater ein Bild ihres Gatten, aufgenommen bei der letzten Audienz. | | |    |
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| | 01.04.2009 20:17:26 | | Vor 75 Jahren wurde Don Bosco heilig gesprochen | (radiovatikan.de) „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ Mit diesem Zitat ist Don Bosco (1815-1888) in unzähligen Stammbüchern und Poesiealben verewigt. Der italienische Priester und Ordensgründer ist einer der beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche. Sein ganzes Leben stellte er in den Dienst der Arbeit mit vernachlässigten Jugendlichen. Dafür wurde Don Bosco vor genau 75 Jahren, am 1. April 1934, heilig gesprochen. „Don Bosco hatte ein großes Herz für Jugendliche – für alle Jugendlichen, aber ganz besonders für die armen“, sagt Sr. Enrica Rosanna. Sie wirkt an leitender Stelle der vatikanischen Ordenskongregation, und als Don-Bosco-Schwester ist der Turiner Priester „ihr Heiliger“. „Da waren diese verwahrlosten Kinder im Turin der ersten Industrialisierung. Sie kamen vom Land und suchten Arbeit in den Fabriken der Stadt, wo sie ausgebeutet und von den zivilen Autoritäten ignoriert wurden. Don Bosco wurde ihnen zum Vater, zum Lehrer und zum Freund. Er gründete 1846 sein Oratorium vom Heiligen Franz von Sales ein Haus, in dem diese Arbeiterjugendlichen spielen, beten und arbeiten lernten, und in dem Freundschaft und Respekt groß geschrieben wurden. Und mit den Fabrikbesitzern schloss Don Bosco Verträge ab, damit die Jugendlichen dort nicht länger ausgebeutet würden.“ Ein echter Gewerkschafter für die Sache der Jugendlichen – und mit direktem Draht nach oben, aber auch zu seinen Mitmenschen. | | |    |
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| | 31.03.2009 20:48:01 | | Statuten der Brüder Samariter FLUHM in Kraft | (kath.net/news.stjosef.at) Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn setzte mit einem Dekret vom 25. März 2009 die Statuten der Brüdergemeinschaft „Brüder Samariter FLUHM (der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens)“ in Kraft. Die junge Gemeinschaft wurde 1982 gegründet und ist seit 2003 in der Erzdiözese Wien ansässig. Die Zielrichtung der Gemeinschaft ist „eucharistisch, biblisch, marianisch, papsttreu und missionarisch“, betont der Leiter der Gemeinschaft Br. Gabriel Hüger. Die Brüdergemeinschaft ist ein Zweig der “Samaritanischen Bewegung Mariens”, in der es auch Schwestern und eine Familiengemeinschaft gibt. Bereits im Jahr 2003 errichtete der Kardinal die Gemeinschaft in der Erzdiözese Wien und übergab ihr als Niederlassung das Kloster Klein-Mariazell im Wienerwald. Im Jahre 2007 erhielt die Brüdergemeinschaft von ihm auch das Kloster Hafnerberg (ebenso im Wienerwald) für das Noviziat. In den Statuten heißt es: „Der Verein der Brüdergemeinschaft Samariter FLUHM ist ein vom Erzbischof von Wien errichteter, diözesaner öffentlicher und klerikaler Verein von Gläubigen nach Maßgabe der cann. 298-320 CIC." - Links: http://www.samfluhm.de.ms, http://hafnerberg.info.ms, http://members.aon.at/samfluhm/index.html. | | |    |
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| | 31.03.2009 20:38:40 | | Apostolische Visitation bei den "Legionären Christi" | (zenit.org) Eine Gruppe von Bischöfen und Geistlichen wird auf Wunsch Benedikts XVI. eine Apostolische Visitation in den Einrichtungen der Legionäre Christi vornehmen. Die Delegation will sich ein genaues Bild vom Leben und Apostolat der Kongregation machen, um dem Heiligen Stuhl anschließend Bericht zu erstatten. Anlass für die Visitation ist die Tatsache, dass der aus Mexiko stammende und 2008 verstorbene Gründer der Legionäre Christi, P. Marcial Maciel LC, ein Verhältnis zu einer Frau und eine Tochter hatte. Der Pressesprecher der Legionäre in Rom, P. Paolo Scarafoni, hatte zu diesbezüglichen Berichten erklärt: „Diese Tatsachen können wir nicht verneinen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre betroffener Personen kann ich jedoch diesbezüglich keine näheren Angaben machen". Die Apostolische Visitation wird in einem Brief angekündigt, den Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB dem Generaldirektor der Legionäre Christi, P. Álvaro Corcuera LC, hat zukommen lassen und den die Kongregation heute, Dienstag, iauf ihrer Webseite veröffentlichte (http://www.legionariesofchrist.org). Kardinal Bertone erklärt darin, „dass Seine Heiligkeit Benedikt XVI. in dieser delikaten Zeit seine Solidarität und sein Gebet für die Legionäre Christi, die Mitglieder des Regnum Christi und alle, die ihnen geistlich nahestehen, erneuert." Zugleich erinnert er daran, dass die Fastenzeit ein Moment der Gnade und der Erlösung sei. „Der Heilige Vater ist sich bewusst, welch hohe Ideale Ihr verfolgt und dass Ihr die momentanen Herausforderungen mit Integrität und im Geiste des Gebets durchlebt. Er ermutigt Euch, weiter das Wohl der Kirche und der Gesellschaft durch die Euch eigenen Einrichtungen und Initiativen zu suchen." Diesbezüglich könnten die Legionäre immer auf die Hilfe des Heiligen Stuhls zählen, damit sie „in der Wahrheit und Transparenz in einem Klima brüderlichen und konstruktiven Dialogs die bestehenden Schwierigkeiten" meistern könnten. P. Corcuera dankt in einem Rundschreiben aus Anlass der Bekanntgabe der Kanonischen Visitation Papst Benedikt XVI. für seine Unterstützung. „Wir vertrauen ganz und gar auf die göttliche Vorsehung und auf unsere Mutter, die Kirche, die über das echte Wohl ihrer Kinder wacht. So wollen wir die Apostolischen Visitatoren gerne aufnehmen. Sie werden in den nächsten Monaten das Leben und das Apostolat der Legionäre Christi aus der Nähe kennen lernen." Der Generaldirektor bittet alle Legionäre und die Angehörigen der Bewegung Regnum Christi, ihre Hingabe zu erneuern und Gott um die Gnade zu bitten, auch in Zukunft jene Heiligkeit anstreben zu können, zu der er sie berufe. Auch ein zweites Gebetsanliegen nennt P. Corcuera: „dass wir das Charisma, das er uns anvertraut hat, zur völligen Entfaltung bringen können". | | |    |
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