13.05.2006 06:46:41
Die Würde und Berufung der Frau als Mutter
Der „Muttertag“, den wir an diesem Sonntag feiern, ist ein ursprünglich christlicher Gedenktag. In England wurde bereits im 13. Jh. der Sonntag „Laetare“ auch als "mothering sunday" begangen, an dem man der „Mutter Kirche“ für ihre Mutterschaft dankte. Jeder Christ, jeder Getaufte, hat Gott zum Vater und die Kirche zur Mutter. Gott hat uns ja als seine „geliebten Kinder“ angenommen (vgl. das Tagesgebet der Messe). Die Kirche als Gemeinschaft aller Glaubenden wird durch das Wasser der Taufe geistlich fruchtbar und empfängt und gebiert Kinder Gottes für das ewige Leben. Dadurch dass man gemäß dieser alten Tradition der „Mutter Kirche“ gedachte, welche in der Jungfrau und Gottesmutter Maria ihr Urbild besitzt, wurde zugleich auch jede Mutter in diesen Dank mit einbezogen. - Die Mutter ist in einer Familie nicht ersetzbar. Sie ist gleichsam das „Herz“ der Familie. Auch dort, wo eine Frau nicht biologisch Mutter geworden ist oder werden kann, soll sie doch in ihrem Wesen etwas Mütterliches ausstrahlen. Mutter sein bedeutet Leben schenken und fördern, für andere da sein, die Werte des familiären Zusammenlebens und der Eintracht hochhalten. Mutter sein heißt auch im Glauben von Gott empfangen, um diese geistigen Werte weiterzugeben an die Angehörigen und an alle Menschen. Eine gläubige Frau ist mit Jesus Christus, dem lebendigen Weinstock, verbunden und bringt so reiche Frucht. - Lesen Sie mehr in der Predigt am 5. Sonntag der Osterzeit B von Dr. Josef Spindelböck!
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