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Sam 23. Sep 2017 09:36

Der Neid des Menschen und die Freiheit Gottes

(predigtdienst.net) Beim ersten Hinschauen ist es ganz verständlich, dass die Männer, die länger gearbeitet haben und den gleichen Lohn empfangen, sich ärgern, es als ungerecht empfinden und neidisch sind. Ich habe einmal über den Neid gesprochen beim Gleichnis vom barmherzigen Vater. Der ältere Bruder ist neidisch, weil der Vater für seinen jüngeren Bruder ein Fest feiert. Der Neid kommt immer vom Vergleichen. Aber das ist nicht gut, denn der Vergleich ist vom Teufel. Am Anfang der Schöpfung findet der Neid schon Eingang in das Herz der Menschen. Kain ist neidisch auf Abel, weil Gott sein Opfer annimmt und deswegen bringt er seinen Bruder um. Und so sind die, die im heutigen Evangelium am längsten gearbeitet haben, neidisch auf die, die nur 1 Stunde gearbeitet haben, weil sie alle den gleichen Lohn bekommen. Wenn sie nicht wüssten, dass die anderen genauso viel bekommen, wäre alles kein Problem, denn es wurde ja ein Denar ausgemacht. Aber Gott hat kein Kleingeld. Gott hat nur Denare!

Der menschliche Vergleich ist wirklich vom Teufel, weil wir nur mit unserem menschlichen Verstand vergleichen. Gott aber hat in seiner Allwissenheit alles im Blick. Er weiß genau, wieviel Gnaden er jedem gibt. Er weiß genau, wie der Mensch mit den Gnaden umgeht in seiner Freiheit. Und Gott wirbt einfach zu jeder Zeit um den Menschen. Er möchte ihn für sich gewinnen.

Lesen Sie die aktuelle Predigt zum 25. Sonntag im Jahreskreis A von Pfarrer Christian Poschenrieder in vollem Wortlaut!

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