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Sam 7. April 2018 10:03

Der Apostel Thomas: vom Zweifler und Skeptiker zum Glaubenden

(stjosef.at) 

Der zuerst ungläubige, weil skeptische Apostel Thomas ist vielen Menschen besonders sympathisch. Denn sie erkennen sich wieder in seiner inneren Haltung und Einstellung.

Thomas ist in dieser Interpretation einer, der sich selber überzeugen will von der Wahrheit dessen, was andere behaupten. Er lehnt es ab, sich blind auf Autoritäten zu verlassen, sondern möchte selber überzeugt werden. Er möchte sehen, um dann zu glauben!

Genau hier sagen viele Menschen, die durch den Geist der Aufklärung geprägt sind: „Das gefällt mir!“ Denn sie sehen es als Ideal an, wenn die Menschen in kritischem Geist an die Wirklichkeit herangehen und die Zeugnisse und Aussagen der Mitmenschen auf ihre Stichhaltigkeit und Beweiskraft überprüfen. Dies kann so weit gehen, dass jemand meint : „Was ich nicht selber sehe oder erfahre, das glaube ich nicht.“ Und da sind wir dem Apostel Thomas schon sehr nahe, der angesichts der Erzählungen der übrigen Apostel von der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn sozusagen ausgerufen hat: „Was ihr mir sagt, ist gut und schön, und es mag für euch Bedeutung haben. Aber mir reicht es nicht.“ Denn: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ (Joh 20,25)

Homilie von Prof. Josef Spindelböck zum Weißen Sonntag (08.04.2018)

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