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Sam 17. Nov 2018 09:57

Europa braucht ein vielfaches Ja zum Leben

(kathpress.at) Ein eindringliches Plädoyer für ein "Ja zum Leben" hat Kardinal Christoph Schönborn bei einem Symposion an der Hochschule Trumau (Internationales Theologisches Institut/ITI) abgegeben. "Europa stirbt, weil es Nein zum Leben und zu seiner eigenen Zukunft sagt", so Schönborn in seinem Vortrag. Es gehe darum, junge Paare zu ermutigen, "großzügig "Ja zum Leben" sagen - und damit zur Zukunft". Er wisse wohl um die schwierigen Situationen, in denen sich junge Menschen heute befinden, die eine Familie gründen wollen. Umso notwendiger seien gelebte Beispiele und Vorbilder von christlichen Familien, wie dieses "Ja zum Leben" gelingen könne.

Das Motto der internationalen Tagung lautete "Living today the prophetic vision of Humanae Vitae and Veritatis Splendor". In seinem Vortrag erinnerte Schönborn an eine Predigt, die er vor gut zehn Jahren bei einem Gottesdienst in Jerusalem gehalten hatte. Europa habe in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals Nein zu seiner Zukunft gesagt: 1968 mit dem "Nein" zur Enzyklika Pauls VI. "Humanae vitae", wenige Jahre später mit der in den meisten europäischen Ländern eingeführten Fristenregelung und letztlich mit der "Homo-Ehe". Gerade im Blick auf Humanae vitae hätten die Bischöfe zu wenig Mut gehabt, zu diesem päpstlichen Dokument zu stehen, so Schönborn.

Er wolle freilich trotzdem optimistisch bleiben, so der Kardinal. Mit Verweis auf Papst Franziskus und Thomas von Aquin zeigte er sich überzeugt, dass sich Ideologien oder auch der gegenwärtige Mainstream gegen die wahre Natur des Menschen nicht durchsetzen würden. Und im Blick auf die Diskussion rund um gleichgeschlechtliche Ehen hielt Schönborn dementsprechend fest, dass die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Natur des Menschen wurzle bzw. begründet sei.

Im Fokus des zweitägigen Symposions, das am Freitag zu Ende ging, standen die beiden Enzykliken "Humanae Vitae" (1968) von Papst Paul VI. und "Veritatis Splendor" (1993) von Papst Johannes Paul II. Die Referenten und Teilnehmer diskutierten vor allem deren Relevanz für die Gegenwart. Unter den Referenten waren neben Kardinal Schönborn u.a. der Erzbischof von San Franciso, Salvatore Cordileone, die Wiener Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler und der Rektor des ITI, Christiaan Alting von Geusau.

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