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Do 28. März 2019 21:27

Heil'ges Kreuz, sei hochverehret!

(kath.net) In Innsbruck hat sich am vergangenen Samstag im Rahmen der Einweihung des neuen Studios von Radio Maria im Stift Wilten ein ungewöhnlicher Vorfall mit Bischof Glettler ereignet. Ausgerechnet beim Einzug des Bischofs zum Altar am Beginn der Hl. Messe stürzt das knapp 1,5m große Kruzifix unter lautem Knall zu Boden, genau in dem Moment als der Bischof beim Kreuz vorbeizieht. Das linke Bein des Christuskorpus ist dadurch heruntergebrochen.

(meinbezirk.at) In der Innsbrucker Spitalskirche ist ein Werk des in Graz geborenen Künstlers Manfred Erjautz zu sehen. „Your personal Jesus“ heißt die Installation, in der Erjautz eine alte Christusfigur zur Uhr umgestaltet hat. Den Corpus hat der Künstler vor Jahren aus dem Müll gerettet. Er hat den Corpus in drei Teile zerlegt. Rumpf und Beine zeigen die Stunden an, die Arme Minuten und Sekunden. Den Titel des Werkes hat Erjautz von einem Lied der Popgruppe Depeche Mode entlehnt. Bischof Hermann Glettler, der den Künstler persönlich kennt, hat bei der Präsentation der Installation auf die Herausforderung hingewiesen, die das Symbol des Kreuzes ausmacht: „Das Kreuz ist weder ein beliebiges Dekor, noch ein Herrschaftszeichen. Es muss neu geschaut und erschlossen werden.“ Manfred Erjautz provoziere mit seines Jesus-Uhr im barocken Kirchenraum nicht nur ein neues Nachdenken über das Kreuz, so Glettler. „Er konfrontiert uns mit ernsthaften Fragen, die das Wesentliche des Lebens betreffen: Sind wir Getriebene der Zeit und der vielen Ansprüche, oder schaffen wir Unterbrechung?“ Jesus gebe der Lebenszeit eine neue Qualität: „In jedem Moment ist es möglich, Vergebung anzunehmen, neu zu beginnen und dem Leben eine Wende zum Guten zu geben“, so Glettler.
Bischofsvikar Kirchenrektor Jakob Bürgler zeigt sich erfreut über die Christus-Uhr in der Spitalskirche. „Wir wollen die Kirche als Ort etablieren, in dem Glaube auf neue und überraschende Art erlebbar werden soll“, so Bürgler.

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