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Sam 27. April 2019 08:53

Christenverfolgung weltweit hält an

(kircheinnot.at) 

KIRCHE IN NOT (ACN) zeigt sich besorgt angesichts der zunehmenden Attacken auf Christen weltweit. „Die brutalen Bombenanschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka am Ostersonntagmorgen zeigen: 2019 ist schon jetzt eines der blutigsten Jahre für Christen“, erklärt der geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern.

Allein in den ersten vier Monaten des Jahres hat das Hilfswerk, das sich für verfolgte und notleidende Christen in über 140 Ländern einsetzt, unter anderem von folgenden antireligiösen Übergriffen erfahren und darüber berichtet

  • Attacken islamistischer Séléka-Truppen auf eine Missionsstation im Bistum Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik zum Jahreswechsel mit dutzenden Todesopfern und rund 20 000 Menschen, die vor der Gewalt geflüchtet sind;
  • der islamistische Anschlag auf die Kathedrale von Jolo im Süden der Philippinen mit 20 Getöteten und rund 90 Verletzten Ende Januar;
  • Angriffe von Angehörigen des mehrheitlich muslimischen Stammes Nomadenstammes der Fulani auf christliche Dorfbewohner im nigerianischen Bundesstaat Kaduna Mitte März mit über 130 Toten;
  • Übergriffe extremistischer Hindu-Nationalisten auf eine katholische Schule im indischen Bundesstaat Tamil Nadu Ende März, bei der es zu einer regelrechten Jagd auf die dort tätigen Ordensfrauen kam.

Christen als Leidtragende globaler Entwicklungen

„Die Anschläge auf Sri Lanka sind der blutige Höhepunkt einer Entwicklung, die nun schon seit Jahren anhält: Die Christenverfolgung kennt keine Grenzen. Sie kennt keine Pause, erst recht nicht an den höchsten christlichen Festtagen. Sie kennt kein Erbarmen mit unschuldigen Menschen, die oft zu Sündenböcken für weltweite Entwicklungen gemacht werden“, erklärt Heine-Geldern. Nach den Anschlägen auf Sri Lanka hatte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ die Taten für sich reklamiert. Sicherheitsbehörden hegen die Vermutung, dass die Bombenanschläge als Vergeltung für das Massaker im neuseeländischen Christchurch organisiert worden sein könnten. Mitte März hatte dort ein 28-jähriger Mann in zwei Moscheen 49 Menschen getötet.

„Kirche in Not“ weist auch darauf hin, dass die islamistische Bedrohung im Nahen Osten weiter anhält, ebenso wie die Gewalt durch „Boko Haram“ im Norden Nigerias. 

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