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Fr 3. Mai 2019 08:43

Josef der Arbeiter

(stjosef.at) 

Papst Johannes Paul II. befasste sich vor genau 30 Jahren im Apostolischen Schreiben „Redemptoris custos“ mit der „ Arbeit als Ausdruck der Liebe “ (Abschnitt IV), wie sie Josef von Nazareth beispielhaft verwirklicht hat:

Wir Menschen sind von Gott mit verschiedenen Fähigkeiten und Talenten ausgestattet. Diese sollen wir in gottgefälliger Weise entfalten und vermehren. Zwar ist die Mühsal des Schaffens eine Folge der Erbsünde, doch die menschliche Kreativität als solche, der Entdeckerdrang, die Erfindungsgabe, die allseitige Entfaltung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten gehört zum Schöpfungsauftrag. Im Heilswerk Christi können auch jene Befindlichkeiten des arbeitenden Menschen, die eine Straffolge der Erbsünde sind, in der Liebe zu Gott und den Mitmenschen gewandelt werden, sodass die Arbeit insgesamt nicht nur das irdische Leben vervollkommnet, sondern auch dem Reich Gottes dient. Josef von Nazareth hat in Dankbarkeit alle Gaben der Natur und der Gnade in den Dienst Gottes gestellt und auf diese Weise die Arbeit geheiligt.

“Dank seiner Werkbank, an welcher er sein Handwerk zusammen mit Jesus ausübte, brachte Josef die menschliche Arbeit dem Geheimnis der Erlösung näher.“ (RC 22)

Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, wurde von ihm eingeführt in die Welt der Arbeit. Der Erlöser hat durch seiner Hände Arbeit all das geheiligt, was uns im Leben an Aufgaben der Lebenserhaltung und der Lebensentfaltung aufgetragen ist und einen Dienst am Mitmenschen darstellt. Nicht zu vergessen ist, dass auch die Gottesmutter Maria eine Frau war, welche die täglichen Mühen ihrer Arbeit nicht gescheut hat. Die Heilige Familie war stets mit Gott verbunden, und die Arbeit dieser Familie hat ihre Mitglieder nicht von Gott entfremdet, sondern war Ausdruck dieser Gottesbeziehung, also auch eine Art von Gottesdienst, da alles zur Ehre Gottes geschah. So hatte das innere Leben bei aller äußeren Betätigung stets den Vorrang:

“Der bekannten Unterscheidung zwischen der Liebe zur Wahrheit (caritas veritatis) und der Notwendigkeit der Liebe (necessitas caritatis) folgend, können wir sagen, dass Josef sowohl die Liebe zur Wahrheit, das heißt die reine betrachtende Liebe zur göttlichen Wahrheit, die von der Menschheit Christi ausstrahlte, gelebt hat als auch notwendige Nächstenliebe, das heißt die ebenso reine Liebe des Dienstes, den die Obhut und Entfaltung eben dieser Menschheit von ihm verlangte.“ (RC 27)

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