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Sam 22. Juni 2019 09:48

Herz Jesu - Quelle des Lebens und der Liebe

(stjosef.at) 

Als unser Herr Jesus Christus am Kreuze gestorben war, da wurde vor der Abnahme seines Leichnams vom Kreuz von einem Soldaten mit der Lanze seine Seite durchstoßen. Dieser „ Herzstich “ diente der Sicherstellung dessen, dass der Gekreuzigte auch wirklich tot war. Aus der Seite des am Kreuz verstorbenen Herrn flossen Blut und Wasser heraus, berichtet der Evangelist Johannes (19,34).

Er verweist dann auf eine Schriftstelle beim Propheten Sacharja, die wir in der Lesung gehört haben: „Und sie werden auf mich blicken, auf ihn, den sie durchbohrt haben.“ (Sach 13,10). In der Lesung ist auch von einer großen seelischen Erschütterung der Bewohner Jerusalems zu hören, von einer Klage wie um den einzigen Sohn, der gestorben ist. Und dann heißt es noch: „ An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner Jerusalems eine Quelle entspringen gegen Sünde und Unreinheit.“ (Sach 14,1)

All dies hat sich beim Tod unseres Herrn Jesus Christus und in der nachfolgenden Trauer und Erschütterung der Menschen verwirklicht. Zugleich wurde im Tod Christi eine Quelle lebendigen Wassers von Gott her erschlossen, die uns in der heiligen Taufe reinigt von aller Sünde. Wir dürfen sogar sagen: Aus dem am Kreuz durchbohrten Herzen des Erlösers entspringen unter den Zeichen von Blut und Wasser die Quellen der Gnade, also die Sakramente der Eucharistie und der Taufe. Die Liebe Gottes hat das Herz des Erlösers für uns eröffnet, und wir dürfen im Glauben Gnade über Gnade daraus empfangen.

Homilie zum 12. Sonntag im Jahreskreis C (23.06.2019) von Prof. Josef Spindelböck

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