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Sam 27. Juli 2019 10:43

Der gerechte Gott ist zugleich Liebe und Barmherzigkeit

(stjosef.at) 

Die Lesungen aus dem Buch Genesis sowie aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde von Kolossä zeigen uns die Heiligkeit und Vergebungsbereitschaft Gottes auf. Weil Gott ganz heilig ist, verträgt sich mit ihm keine Ungerechtigkeit. Er ist vielmehr der Anwalt jener, denen Unrecht geschieht. Auch wenn es in den Ohren vieler heute nicht mehr zeitgemäß klingt: Gott ist gerecht. Er belohnt das Gute und bestraft das Böse.

Freilich muss man all dies richtig verstehen, denn das leidenschaftliche Engagement des Herrn für die Heiligkeit seines Volkes hat mit Liebe zu tun! Als es Abraham unternimmt, mit Gott zu verhandeln, der aufgrund des Übermaßes der Sünden die Vernichtung von Sodom und Gomorra angekündigt hat, zeigt sich, dass Gott keineswegs den Untergang der schuldig gewordenen Menschen will. Selbst wenn sich nur zehn Gerechte in der Stadt finden, wird Gott sie um dieser willen nicht vernichten. Warum aber tut er dies? Er wartet, dass sich die Schuldigen bekehren und so das Heil erfahren.

In der neutestamentlichen Lesung aus dem Kolosserbrief weist Paulus darauf hin, dass der Sohn Gottes, Jesus Christus, gerade deshalb für uns am Kreuz gestorben ist, um uns von unseren Sünden zu erlösen und uns die Schuld zu vergeben. Bildhaft gesprochen: Der Schuldschein mit seinen Forderungen wurde durchgestrichen, Christus hat diesen Schuldschein sozusagen an sein Kreuz geheftet und ihn dadurch getilgt. Er, der Sohn Gottes, tritt aus Liebe an die Stelle der schuldig gewordenen Menschen und sühnt so unsere Schuld. Gott schenkt einen neuen Anfang!

Homilie zum 17. Sonntag im Jahreskreis C (28.07.2019) von Prof. Josef Spindelböck!

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