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Sam 1. Feb 2020 09:17

Thomasakademie 2020 an der PTH St. Pölten

(pth-stpoelten.at) 

An die 130 Personen waren der Einladung zur Thomasakademie der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten am 28. Jänner 2020 ins Bildungshaus St. Hippolyt gefolgt. Zuvor feierte Weihbischof Dr. Anton Leichtfried in Vertretung des Diözesanbischofs in der Kapelle die heilige Eucharistie. Er stellte das Vorbild des heiligen Thomas von Aquin in der Verbindung von Heiligkeit und Weisheit heraus. Die wissenschaftliche Reflexion über den Glauben sei ein Grunderfordernis des Glaubens selbst und diene der Kirche in vielfacher Weise.

 Dr. theol. habil. Rupert Grill, Lehrbeauftragter für Moraltheologie an der Hochschule, hielt den Festvortrag über das Thema seiner vor kurzem erfolgreich abgeschlossenen Habilitation: „Willensschwäche aus moraltheologischer und moralpsychologischer Perspektive“. In kurzweiliger und interessanter Weise ging er auf ein Problem ein, das offenbar alle Menschen in irgendeiner Weise betrifft: Wir nehmen uns vor, etwas zu verwirklichen, das für uns einen Wert oder ein Gut darstellt. Dazwischentretende Faktoren innerer und äußerer Art halten uns jedoch im entscheidenden Augenblick mitunter davon ab, den Entschluss weiter aufrecht zu erhalten. Im Nachhinein erkennen wir unsere Schwäche und begründen in einem Narrativ gegenüber uns selbst und anderen, das mehr oder weniger glaubwürdig sein kann, warum wir schwach geworden sind. An den Zielen halten wir jedoch wenigstens vorläufig noch fest.

Anhand der Persönlichkeits-System-Interaktionen-Theorie von Julius Kuhl hat sich der Referent in seiner Habilitationsschrift, welche in der Reihe „Studien zur theologischen Ethik“ im Verlag Herder erscheinen wird, mit dieser Problematik beschäftigt. Als Abhilfe gegen Willensschwäche empfiehlt sich eine ehrliche Klärung und Vergewisserung des je eigenen Motivationshorizonts im Kontext des Erwerbs von Tugenden und des menschlichen Mitwirkens mit der Gnade Gottes.

Rektor Prof. Dr. Josef Spindelböck dankte dem Referenten und auch dem bisherigen Rektor, Prof. Dr. Josef Kreiml, der in seine Heimatdiözese Regensburg zurückgerufen wurde und dort als Domkapitular verschiedene seelsorgliche und wissenschaftliche Aufgaben übernimmt.

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