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Sam 18. Juli 2020 09:31

Gott ist auch geduldig

(predigtdienst.net) Die Reaktion der Knechte im Gleichnis des Evangeliums ist menschlich. Sie sehen das Unkraut unter dem Weizen und möchten es ausreißen: Das geht doch nicht, dass wir das Unkraut, das uns ein böser Feind gesät hat, wachsen lassen. Wir brauchen auf unserem Feld kein Unkraut. Doch der Gutsherr sagt: Nicht ausreißen! Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Es ist dies eine nicht leicht verständliche Weisung! Aber er weiß, dass beim Ausreißen des Unkrauts auch versehentlich Weizen mit ausgerissen werden kann. Das wäre aber für ihn etwas ganz Schlimmes. Das Gute darf nicht vernichtet werden. Das Gute muss geschützt werden, muss wachsen und sich vermehren. Manchmal möchte man das Böse in der Welt sofort vernichten. Manchmal ist man in der Versuchung bei der geringsten Verfehlung streng zu strafen und vielleicht unüberlegt zu reagieren und Maßnahmen treffen, sodass es vielleicht auch Unschuldige erwischt. Man hat dann nicht gewartet und besonnen geschaut, wer ist wirklich der wahre Schuldige, wer hat Böses getan, wo ist die Wurzel des Übels, und man reißt damit auch den Weizen aus und das Gute kann nicht wachsen.

Der Gutsherr in unserem Gleichnis ist daher ein doppeltes Vorbild für unser menschliches Handeln. Er ist Vorbild in der Geduld und in der Toleranz.

Lesen Sie die aktuelle Predigt zum 16. Sonntag im Jahreskreis A (19.07.2020) von Pfarrer Christian Poschenrieder in vollem Wortlaut!

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