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Son 4. April 2021 18:45

Der unbekannte Dritte

(stjosef.at) 

Die Emmaus-Erzählung gibt uns einen Einblick in die Situation der Jünger Jesu nach seiner Kreuzigung. Obwohl der Tod Jesu in gewissem Sinn vorhersehbar war, waren seine Anhänger doch schockiert, als er gekreuzigt wurde. Sogar der Himmel hatte sich am Karfreitag von der sechsten bis zur neunten Stunde verfinstert, also von 12 bis 15 Uhr (vgl. Mk 15,33). Und im Augenblick des Todes Jesu riss der Vorhang im Tempel mitten entzwei (vgl. Mk 15,38).

Was war hier geschehen? Sollte nun alles zu Ende sein? War die Hoffnung der Jünger auf den, „der Israel erlösen werde“ (Lk 24,21), umsonst?

Mitten in diese Situation der Enttäuschung, der Verzweiflung und der Ratlosigkeit hinein kommen unbestätigte Nachrichten, welche zuerst den Status von Gerüchten haben. Die Erzählungen der Frauen, welche das Grab leer gefunden haben, ja denen sogar Engel erschienen sind mit der Botschaft, dass Jesus lebt – all das wird als unglaubwürdig abgetan. Zwar können sich die Apostel über das leere Grab selbst ein Bild machen, doch Jesus selbst haben sie im Gegensatz zu den Frauen zuerst noch nicht gesehen.

All dies erörtern die zwei Wanderer nach Emmaus, und da gesellt sich ein unbekannter Dritter hinzu: es ist Jesus.

Homilie zum Ostermontag (05.04.2021)

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