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Die 1. Juni 2021 20:35

Weil es Gott der Herr ist

(predigtdienst.net) Warum machen wir heute eine Fronleichnamsprozession? Warum gehen wir am heutigen Tag hinaus auf die Straße? Warum verwendet der Priester ein Velum und berührt die Monstranz nicht mit den bloßen Händen? Warum geben wir die weiße Hostie in ein goldenes Gefäß? Warum geht der Priester unter dem sogenannten Himmel bei der Prozession? Warum wird die Monstranz beweihräuchert? Warum streuen Kinder Blumen? Warum schmücken wir die Häuser und den Prozessionsweg? Warum gehen wir mit Fahnen und in manchen Gegenden sogar mit Statuen mit? Warum?

Es kann nur eine Antwort auf die vielen Fragen geben: Weil es Gott der Herr ist, der in der Gestalt des Brotes unter uns gegenwärtig ist! Durch das Opfer am Kreuz hat er uns erlöst und am Gründonnerstag, am Tag vor seinem Sterben, hat er die Eucharistie eingesetzt: Das ist mein Leib, der für euch einen Tag später am Karfreitag hingegeben wird. Beim letzten Abendmahl hat er mit den Worten „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ den Auftrag gegeben dieses Kreuzesopfer immer wieder zu feiern.

Fronleichnam ist ein zweiter Gründonnerstag. Wir erinnern uns an diesen Tag zurück und darum wird es auch immer an einem Donnerstag gefeiert. Weil aber dieser Tag sehr unter dem Zeichen der Trauer steht, wegen des bevorstehenden Leidens Jesu, gibt es den heutigen Tag der Freude. Fronleichnam wird festlich gefeiert. Jesus ist unter uns. Wir zeigen ihn heute der Welt. Wir tragen die Eucharistie heute hinaus aus dem Raum der Kirche und tragen sie hinein mitten in den Raum unseres alltäglichen Lebens. So wie wir eigentlich jeden Sonntag Christus, der in der heiligen Kommunion in unser Herz gekommen ist, in unser Leben mit hinausnehmen sollen, so tragen wir heute Christus als sichtbares Zeichen durch die Straßen. ...

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