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Sam 2. Okt 2021 20:18

Katholische Hochschule ITI in Trumau feiert 25-Jahr-Jubiläum des Bestehens

(kathpress.at) 

Die Katholische Hochschule Trumau (Bezirk Baden) hat am Freitag ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Höhepunkte war ein Festakt und ein Gottesdienst mit dem Generalsekretär der österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, der in seiner Predigt mehrere Spezifika der im Englischen als "Catholic University ITI" bezeichneten Bildungseinrichtung hervorhob. Besonders den praktizierten regen Austausch zwischen östlicher und westlicher Theologie und das gemeinsame Campusleben hob er dabei hervor.

Mit 25 Jahren befinde sich ein theologisches Institut noch in seiner "Kindheit", erklärte der Generalsekretär. Das ITI habe sich in seinen Bestandsjahren seit 1996 eine Studienweise angeeignet, bei dem das Lesen der Bibel und die Begegnung mit Gott in Eucharistie und persönlichem Gebet der Ausgangspunkt sei. Orientierung gäben im Studium vor allem die Theologen der Kirchengeschichte, die Kirchenväter sowie das Lehramt der Päpste - besonders des heiligen Johannes Paul II. als Gründer des ITI, jedoch auch seiner Nachfolger Benedikt XVI. und Franziskus.

Spezifisch und einzigartig seien am ITI jedoch auch der ständige Austausch zwischen östlicher und westlicher Theologie bzw. Liturgie, der wie ein "Atmen mit zwei Lungenflügeln" praktiziert werde und auch die Lektüre der Bücher im Hochschulbetrieb betreffe. "Austausch von Ansichten, Fragen und Zweifeln" sei für ein Weiterkommen in Glauben und Studium notwendig, unterstrich Schipka. Die kommunikativen Fähigkeiten, die für den speziellen ITI-Studienfokus Ehe und Familie im Vordergrund stehen, würden zudem durch das gemeinsame Essen, Beten und Studieren am Universitätscampus - auf dem 120 Studierende wohnen - gezielt geschult.

Schipka erinnerte zudem an die Gründung der Hochschule vor 25 Jahren. Diese sowie der Weiterbestand bis heute sei aus seiner Sicht ein Werk von "Gottes Vorsehung". Der Bischofskonferenz-Generalsekretär dankte den Wohltätern, Spendern und Kuratoriumsmitgliedern des Instituts, sowie auch dem Lehrkörper, den Mitarbeitern und Studierenden. Das Zuhören, die gute Kommunikation und das Vertrauen seien jene Grundhaltungen, die auch für die Zukunft des ITI entscheidend sein würden, sagte er.

Die Katholische Hochschule Trumau (Abkürzung ITI, vormals: Internationales Theologisches Institut - Hochschule für Katholische Theologie) wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. gegründet, um jungen Menschen (vor allem aus Mittel- und Osteuropa) eine umfassende theologische Bildung mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie zu ermöglichen. Zunächst in der Kartause Gaming beheimatet, übersiedelte die Hochschule 2009 ins Schloss Trumau. Kardinal Christoph Schönborn ist Großkanzler der Einrichtung, die ein Vollstudium der Fachtheologie, Spezialkurse zum Thema "Ehe und Familie" sowie zwei Arten Studium Generale in Kooperation mit der Hochschule Heiligenkreuz bietet.

Bisher haben rund 450 Frauen und Männer Studien am ITI absolviert. Die Studierenden kamen in den vergangenen Jahren aus 17 verschiedenen Nationen, u.a. aus dem osteuropäischen und amerikanischen Raum, aber auch aus China und Afrika. Die Lehrveranstaltungen werden auf Englisch abgehalten. Durch seine Internationalität erfüllt das ITI, das den Status einer Päpstlichen Hochschule besitzt, auch eine Brückenfunktion in Europa.

In ihrem Jubiläumsjahr rückt die Hochschule besonders die Frage nach der Zukunft der Bildung in den Mittelpunkt. Die Ergebnisse sollen bei einem internationalen Bildungsgipfel in Trumau im Oktober 2022 präsentiert und diskutiert werden, ist der Website des ITI zu entnehmen. (Infos: www.iti.ac.at)

 

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