www. St Josef.at
Die katholische Informationsseite der Gemeinschaft v. hl. Josef
Navigation

Newsletter

Fr 15. Juli 2022 21:09

Die Handfesten und die Kontemplativen

(predigtdienst.net) Woran erkennt man eine aktive Pfarre? Die Qualität einer Pfarrgemeinde wird oft daran gemessen, wie viele Aktionen im Veranstaltungskalender stehen. Da war einmal eine Pfarrei, in der die Angebote unheimlich vielfältig und reichlich waren. Sie reichten von thematischen Gottesdiensten, über Vorträge bis zur Ankündigung von verschiedensten Kursen und Seminaren. Im Pfarrblatt konnte man alle diese Veranstaltungen lesen. Es schien eine sehr aktive Pfarre zu sein. Da kommt nun der Pfarrer dieser aktiven Pfarrei in eine andere Pfarrei, die in ihrer Gottesdienstordnung nur die Anbetung stehen hat. Der Priester geht in die Kirche hinein und beginnt ein Gespräch mit Gott: „Herr, schau in meine Pfarrei, was es bei mir alles für Angebote gibt und hier ist nur die eucharistische Anbetung.“ Wird nicht vielleicht Jesus zu ihm sagen: Mein lieber Priester, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Dieser Pfarrer hat den guten Teil gewählt, der wird ihm nicht genommen werden?

Was möchte Jesus der Marta im heutigen Evangelium sagen? Die Kirchenväter sahen in den beiden Frauen die Möglichkeiten kirchlichen Handelns. Zum einen ist dort die fleißige Marta, die sich um alles müht, was getan werden muss. Sie freut sich offensichtlich, Jesus etwas Gutes tun zu dürfen. Auf der anderen Seite sehen wir ihre Schwester Maria, die dem Herrn lauscht und in einem gewissen Sinn anbetet. Für sie war das jetzt das Wichtigste. Sie freute sich auch über den hohen Besuch, aber aus ganz anderen Gründen.

So kam es, wie es kommen musste. Die geschäftige Marta wirbelte umher, um für Jesus zu sorgen. Für den Meister war doch das Beste gerade gut genug. ...

Lesen Sie die aktuelle Predigt von Pfarrer Christian Poschenrieder in vollem Wortlaut!

Homilie von Prof. Josef Spindelböck zum 16. Sonntag im Jahreskreis C (17.07.2022)

→ weitere Nachrichten


© Gemeinschaft vom hl. Josef · 1996 – 2022