Caterina von Siena 6

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33 Jahre für Christus
Legenda Maior
Das Leben der hl. Caterina von Siena
von Raimund von Capua

Vollständige Übersetzung von Dr. Josef Schwarzbauer
gebunden, 540 Seiten, 40 farbige Abbildungen, 20 × 13 cm
ISBN: 978-3-901853-13-5

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Vorwort

Die sogenannte Legenda Maior ist der wichtigste, vollständigste und gültigste Bericht über Leben und Wirken der heiligen Caterina von Siena. Er wurde bald nach ihrem Tod in den Jahren 1385-1395 von ihrem Beichtvater, dem späteren Generalmagister der Dominikaner, Raimund von Capua, verfaßt und dann vor allem von den beiden Schülern Caterinas, dem Dominikaner Tommaso Caffarini und dem Kartäuser Stefano Maconi mit leidenschaftlichem Eifer in ganz Europa verbreitet. Ziel dieser Bemühungen war es, mit der Förderung und Verbreitung ihres Kultes zugleich auch die innerkirchlichen Reformbestrebungen der Orden nachhaltig zu unterstützen. Dabei wurde (wie aus der Existenz der Handschriften in den verschiedensten Klöstern ersichtlich wird) Caterina vor allem dort gelesen und bereitwillig aufgenommen, wo man um einen echten Geist der Erneuerung bemüht war.

Als 1450 die Buchdruckerkunst aufkam, waren Caterinas Werke und Raimunds Legenda Maior bereits so bekannt und allseits verbreitet, daß sie zu den ersten und beliebtesten Druckerzeugnissen gehörten. Heute gibt es längst Übersetzungen in alle großen Weltsprachen. Was in unserer Zeit noch fehlte, war eine vollständige deutsche Ausgabe. Diese Lücke sollte mit der vorliegenden Veröffentlichung geschlossen werden. Daß dies inzwischen (fast zeitgleich) durch Jörg Jungmayr geschehen ist, zeigt das wieder aufkommende Interesse an diesem Werk.

Die Heiligen sind nicht Erinnerungen an eine vergangene Geschichte, sondern authentische Zeugen für die stets wirksame Gnade Gottes. Wenn Caterina bereits einmal die innerkirchliche Reform nachhaltig unterstützt hat, so könnte das Kennenlernen ihrer Werke und ihres beispielhaften Lebens auch ein Impuls für die Gegenwart sein. Die Ernennung Caterinas zur Kirchenlehrerin und ihre Erhebung zur Patronin Europas durch das oberste Lehramt der Kirche weisen in diese Richtung.

Papst Johannes Paul II. schrieb diesbezüglich: „Das Leben der heiligen Caterina hat sich für ihr Vaterland und die Kirche deshalb so wunderbar wirksam und fruchtbar erwiesen, weil sie dem Antrieb des Heiligen Geistes gegenüber fügsam war und vom Lehramt der Kirche geführt wurde. Dieses Beispiel möge in sehr vielen Seelen eine lebendige Bewunderung hervorrufen und auch die Sehnsucht erwecken, sie in ihren heroischen Tugenden nachzuahmen."

Kleinhain, 1. November 2006
Werner Schmid