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Magnifica humanitas
(vaticannews.va)
„Magnifica humanitas“ – „großartige Menschheit“ – heißt die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. Untertitel: Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Das katholische Kirchenoberhaupt stellte das Schreiben am Pfingstmontag persönlich im Vatikan vor - eine Premiere. In der Radio-Akademie im Juni und Juli können Sie Auszüge aus den gut 120 Seiten des Schreibens im Originaltext hören und auf sich wirken lassen.
Magnifica humanitas: Papst Leos KI-Enzyklika in voller Länge
Papst erklärt seine Enzyklika: KI muss dem Menschen dienen
Papst: „Künstliche Intelligenz muss entwaffnet werden“
Den ganzen Wortlaut des etwa 120 Seiten langen Dokuments gibt es auf der vatikanischen Archiv-Webseite vatican.va, wobei es sich um die amtliche Übersetzung auf Deutsch handelt.
Der Passauer Bischof Stefan Oster hat auf den Unterschied zwischen KI und dem menschlichen Erkennen verwiesen: „Das, was man in Bezug auf KI Wissen, Datensammeln und Erkennen nennt, ist etwas anderes als das Erkennen mit dem Herzen“.
Ihn habe fasziniert, dass die neue KI-Enzyklika des Papstes „Magnifica humanitas“ übersetzt „Die großartige Menschheit“ heiße, so Oster gegenüber dem Kölner Domradio am Rande eines Vortrags an der Kölner Hochschule für katholische Theologie.
Erkennen mit dem Herzen
„Wenn wir in die Welt schauen, ist es nicht immer so großartig, was wir liefern, oder? Aber was der Papst im Verhältnis zur technologischen Revolution und zur künstlichen Intelligenz herausstellt, ist der Unterschied beim Erkennen. Das, was man in Bezug auf KI Wissen, Datensammeln und Erkennen nennt, ist etwas anderes als das Erkennen mit dem Herzen. Auch wenn es nicht in unfassbarer Geschwindigkeit geschieht.“
Begrenztheit
Der Papst spreche von der Begrenztheit des Menschen, so Oster weiter. „Wir sind Menschen, die in dieser Welt leben, die an den Leib gebunden sind, der auch alt und krank wird. Der Leib, der begrenzt ist in seiner Fähigkeit. Aber gleichzeitig ist genau diese Begrenztheit ein Mittel dafür, dass wir in die Kommunikation kommen“, hob der Bischof hervor.
„Wir brauchen einander wirklich, wir lernen, zu lieben, und wir lernen, zu vergeben. Das ist das Großartige, denn das kann keine KI. Keine KI kann sich freuen, keine KI kann Träume haben, jemandem vergeben oder Hingabe lernen. Das ist alles, was nur die großartige Menschheit kann, wenn sie ihrem Ruf folgt und lernt, zu leben.“
Bischof Osters Vortrag behandelte das Thema „existentielles Christsein“ und warum sich menschliches Erkennen von KI unterscheidet.
