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Predigt:

Maria und der Heilige Geist

Maria, Mutter der Kirche A (25.05.2026)

Gen 3,9–15.20; oder Apg 1,12–14 Ev: Joh 19,25–34


Josef Spindelböck

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Papst Franziskus hat dem Pfingstmontag einen marianischen Akzent verliehen: Wir sind eingeladen, Maria als Mutter der Kirche zu verehren!

Der Zusammenhang ist naheliegend: Als die Apostel, Jünger und Frauen versammelt waren und zu Pfingsten den Heiligen Geist empfingen, war Maria zugegen. Sie stellt gleichsam das Herz der Kirche dar und hat eine besondere Beziehung zum Heiligen Geist.

Denn der Heilige Geist hat Maria vom ersten Augenblick ihrer Existenz an erfüllt: So wurde sie vor der Erbsünde bewahrt und mit Gnade erfüllt. Stets war sie mit Gott verbunden und durfte dann als Jungfrau das Jesuskind empfangen – durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Dieser Heilige Geist stärkte sie in ihrem irdischen Leben, und so war sie Jesus, ihrem Sohn, besonders nahe, als er das Leiden und Sterben auf sich nahm. Wir begegnen der Gottesmutter Maria, wie sie mit dem Jünger Johannes und anderen Frauen unter dem Kreuz Jesu steht. Auf diese Weise wird sie gleichsam zur neuen Eva, zur Mutter all derer, die durch Gottes Güte das übernatürliche Leben der Gnade empfangen.

Von daher verwirklicht sie genau das, was der Kirche als der Gemeinschaft der Glaubenden zugedacht ist. Maria stellt die mütterliche und jungfräuliche Kirche dar, die in allem ganz auf Gott bezogen ist und den Menschen nahe ist. Vom Himmel aus ist die Jungfrau und Gottesmutter uns allen auf besondere und ganz persönliche Weise verbunden. Wir dürfen uns ihrer Fürbitte in allem anvertrauen. Ja, wir sind sogar eingeladen, ihr unser Herz in Liebe zu weihen und uns ihr selbst ganz zu schenken. Sie tritt dabei nicht an die Stelle Gottes, sondern führt uns hin zu ihrem Sohn Jesus Christus.

Wer eine solche Mutter hat, braucht keine Angst im Leben zu haben. Sie beschützt uns und geleitet uns an ihrer Hand. Gemeinsam mit ihrem jungfräulichen Gemahl, dem heiligen Josef, wacht sie über die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden. Wir freuen uns, dass auch wir als Kinder des dreifaltigen Gottes der mütterlichen Fürsorge Marias anvertraut sind! Sie geleite uns durch ihr Vorbild und ihre Fürbitte zum ewigen Leben. Amen.