Predigt:
Halleluja, Jesus lebt!
Osternacht A (04.04.2026)
L1: Gen 1,1-2,2; L2: Gen 22,1-18; L 3: Ex 14,15-15,1; L 4: Jes 54,5-14; L 5: Jes 55,1-11; L 6: Bar 3,9-15.32-4,4; L 7: Ez 36,16-17a.18-28; Epistel: Röm 6,3-11; Ev: Mt 28,1-10
Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Als Jesus beim Letzten Abendmahl die heilige Eucharistie einsetzte, waren nur die zwölf Apostel anwesend. Zwischen dem Gründonnerstag und der Osternacht bzw. dem Ostersonntag liegen der Karfreitag und der Karsamstag. Jesus ist für unser Heil am Kreuz gestorben, und sein Leichnam wurde ins Grab gelegt.
Und dann das Unerhörte und kaum Vorstellbare: Jesus Christus ersteht am dritten Tag von den Toten, und er zeigt sich zuerst jenen Frauen, die in der Früh zum Grab geeilt sind. Sie hatten erwartet, den Leichnam Jesu vorzufinden. Das Grab war mit einem großen und schweren Stein verschlossen worden, doch jetzt war der Stein weggewälzt. Die Grabwächter waren wie benommen von dem, was geschehen war. Und die Frauen suchten Jesus, aber fanden ihn nicht.
Das leere Grab ist als solches noch kein Beweis für die Auferstehung Jesu. Es zeigt aber an, dass irgendetwas mit dem Leichnam Jesu geschehen sein muss. Was aber ist damals geschehen?
Die Frauen erhielten als erstes Auskunft durch einen Engel. Er erinnerte sie an die Worte Jesu, wonach er auferstehen werde. Sie sollten diese Botschaft auch den Jüngern verkünden und dann nach Galiläa gehen, wo sie ihn sehen würden. Noch während sie unterwegs waren, erschien ihnen Jesus selbst. So wurden sie nochmals in all dem bestärkt, was sie den Jüngern verkünden sollten. Voll Freude eilten sie zu ihnen und verkündeten: Jesus lebt! Er ist wahrhaft von den Toten erstanden. Halleluja!
Diese Botschaft ist bis heute der Glaubensinhalt dessen, was wir zu Ostern feiern. Es ist der Sieg des Lebens über den Tod, der Sieg der Liebe über den Hass und Sünde der Welt, der Sieg des Erlösers, der auch uns teilnehmen lassen wir an der Osterfreude und am ewigen Leben.
Jesus Christus hat den Tod endgültig überwunden. Der himmlische Vater bezeugt ihn in der Auferstehung kraft des Heiligen Geistes als seinen Sohn, den er in die Welt gesandt hat. Von der Auferstehung her fällt ein neues Licht auf den Kreuzestod Jesu, den er für uns erlitten hat. Jesus hat sein Leben hingegeben aus Liebe, doch wie das Samenkorn in die Erde fällt und gleichsam stirbt, um neue Frucht hervorzubringen, so schenkt Jesus in seiner Auferstehung allen, die an ihn glauben, das ewige Leben bei Gott.
Jesus hat sich dann in der Folge auch den Aposteln und übrigen Jüngern offenbart. Sie konnten sich auf vielfache Weise dessen versichern, dass er lebt.
Auf diesem Grund steht auch unser Glaube. Ohne die Auferstehung Jesu hätten wir keine tragfähige Hoffnung auf das ewige Leben. So aber verheißt uns der Glaube ein Ziel in der himmlischen Herrlichkeit. Alle Dunkelheit, alles Leid, ja selbst die Sünde und der Tod sind überwunden durch den, der nun für immer lebt, Christus den Herrn. Auch wir wollen uns ihm ganz anvertrauen. Dann wird Freude unser Herz erfüllen, die uns nie mehr genommen werden kann! Amen.
