PAPST JOHANNES PAUL II.
Apostolisches Schreiben
Augustinum Hipponensem
zum 1600. Jahrestag der
Bekehrung des hl. Augustinus, Bischof und Lehrer der Kirche, an die Bischöfe,
Priester, Ordensfamilien und Gläubigen der ganzen katholischen Kirche
vom 28. August 1986
Digitalisiert von Dr. theol. habil. Josef Spindelböck (16.12.2006).
Der hier folgende deutsche Text wurde entnommen der Sammlung: Der Apostolische
Stuhl 1986, Köln o.J., 1551-1583. Offensichtliche Druckfehler wurden
berichtigt. Irrtum vorbehalten!
Verehrte
Mitbrüder im Bischofsamt!
Liebe Söhne und Töchter!
Gruß und Apostolischen Segen!
Augustinus
von Hippo ist, seitdem ihn kaum ein Jahr nach seinem Tod mein ferner Vorgänger,
der hl. Cölestin I., zu den „besten Lehrern der Kirche“ gezählt hatte[1],
im Leben der Kirche, im Geist und in der Kultur des ganzen Abendlandes
gegenwärtig geblieben. Die Beispielhaftigkeit seiner Lebensführung und die
Dokumente seiner Lehre wurden dann von anderen Römischen Päpsten zu Studium und
Nachahmung vorgeschlagen, gar nicht zu reden von den Konzilien, die oft und
reichlich aus seinen Schriften geschöpft haben. Leo XIII. hat in der Enzyklika Aeterni Patris seine philosophischen
Lehren gepriesen[2];
Pius XI. hat seine Tugenden und sein Denken in der Enzyklika Ad salutem humani generis in
zusammenfassender Form gewürdigt, wobei er erklärte, daß aufgrund seines
Scharfsinnes und seiner Geistesgaben, des Reichtums und der Erhabenheit seiner
Lehre, seines heiligmäßigen Lebens und der Verteidigung des wahren katholischen
Glaubens niemand oder sicher nur sehr wenige von allen vom Anfang der
Menschheit bis heute mit ihm verglichen werden können[3];
Paul VI. versicherte schließlich, daß „man nicht nur sagen kann, daß in ihm in
herausragender Weise die Eigenarten der Kirchenväter erstrahlen, sondern daß
das ganze Denken der Antike in seinem Werk zusammenfließt und von diesem Werk
Denkströmungen ausgehen, die die gesamte Lehrüberlieferung in den nachfolgenden
Jahrhunderten prägend durchdringen“[4].
Diesen Stimmen meiner Vorgänger habe ich selber meine eigene hinzugefügt, als
ich den lebhaften Wunsch aussprach, „seine philosophische, theologische,
spirituelle Lehre möge studiert und verbreitet werden, damit er ... sein
Lehramt in der Kirche fortsetze, ein Lehramt – so setzte ich hinzu –‚ das zugleich
demütig und leuchtend ist und das vor allem von Christus und von der Liebe
spricht“[5]. Bei
anderer Gelegenheit empfahl ich den geistigen Söhnen des großen Heiligen
besonders, „die Anziehungskraft des hl. Augustinus auch in der modernen
Gesellschaft lebendig und wirksam zu erhalten: Ein erstaunliches und
begeisterndes Ideal, denn die gründliche und liebende Kenntnis seines Denkens
und seines Lebens weckt den Durst nach Gott, die Begeisterung für Jesus
Christus, die Liebe zur Weisheit und Wahrheit, das Verlangen nach der Gnade,
dem Gebet, der Tugend, der brüderlichen Liebe, der Sehnsucht nach der ewigen
Seligkeit“[6].
Ich
freue mich daher sehr, daß mir das glückliche Ereignis des 1600. Jahrestages
seiner Bekehrung und Taufe die willkommene Gelegenheit bietet, seine
hervorragende Gestalt wieder allen sichtbar vor Augen zu stellen. Dieses
Gedenken soll zugleich ein Dank an Gott sein für das Geschenk, das mit jener
wunderbaren Bekehrung der Kirche und durch sie der ganzen Menschheit zuteil
geworden ist; es soll ein geeigneter Anlaß sein, alle daran zu erinnern, daß
der Bekehrte, nachdem er Bischof geworden war, das leuchtende Vorbild eines
guten Hirten, ein unerschrockener Hüter des rechten Glaubens oder, wie er
sagte, der „Jungfräulichkeit“ des Glaubens[7], ein
genialer Schöpfer jener Philosophie, die wegen ihrer Übereinstimmung mit dem
Glauben mit Recht christlich genannt werden kann, ein unermüdlicher Förderer
der geistigen und religiösen Vollkommenheit gewesen ist.
I. Die Bekehrung
Den
Weg seiner Bekehrung kennen wir aus seinen eigenen Werken, nämlich jenen, die
er vor der Taufe in der Einsamkeit von Cassiciacum geschrieen hat[8], vor
allem aber aus den berühmten Confessiones, „Bekenntnisse“, einem Werk, das
Autobiographie, theologischer Traktat ist, zugleich auch mystische, ja sogar
poetische Züge aufweist, und wo Menschen, die nach Wahrheit dürsten und sich
ihrer eigenen Grenzen bewußt sind, sich selbst gefunden haben und finden. Schon
zu seiner Zeit betrachtete es der Verfasser als eines seiner bekanntesten
Werke. „Welches meiner Werke“, schreibt er am Ende seines Lebens, „konnte
größere Berühmtheit erlangen und sich als beliebter herausstellen als die
Bücher meiner Bekenntnisse?“[9]
Dieses Urteil hat die Geschichte nie widerrufen, ja sie hat es nur noch umfassender
bestätigt. Auch heute werden die Bekenntnisse des hI. Augustinus viel gelesen,
und da sie nun einmal reich an Selbstbeobachtung und religiöser Leidenschaft
sind, wirken sie tief auf die Seele der Menschen, vermögen sie aufzurütteln und
zu ergreifen. Und das gilt nicht nur für die Glaubenden; auch wer den Glauben
nicht besitzt, aber zumindest auf der Suche nach einer Gewißheit ist, die es
ihm ermöglicht, sich selbst, seine tiefen Sehnsüchte und Seelenqualen zu
begreifen, findet die Lektüre dieses Buches sehr nützlich. Die Bekehrung des
hl. Augustinus, die von dem Verlangen beherrscht war, die Wahrheit zu finden,
kann die heutigen Menschen, die so oft angesichts des großen Problems des
Lebens verwirrt sind, viel lehren.
Man
weiß, daß diese Bekehrung einen ganz einzigartigen Weg genommen hat, da es sich
nicht um eine Entdeckung des katholischen Glaubens handelte, sondern um eine
Wiederentdeckung. Er hatte ihn nämlich aufgegeben in der Überzeugung, daß er
mit diesem Aufgeben des Glaubens sich nicht von Christus, sondern nur von der
Kirche trenne.
Er
war nämlich von seiner frommen Mutter, der hl. Monika, christlich erzogen
worden[10] und
[11].
Durch diese Erziehung blieb Augustinus nicht nur dem Glauben an Gott, an die
Vorsehung und an das künftige Leben immer treu[12],
sondern er glaubte auch an Christus, dessen Namen er, wie er sagte, „mit der
Muttermilch getrunken hatte“[13]. Zum
Glauben der katholischen Kirche zurückgekehrt, schrieb er später, er sei „zu
der Religion“ zurückgekehrt, „die mir als Kind eingeflößt wurde und bis ins
Mark eindrang“[14].
Wer seine innere Entwicklung und einen, vielleicht den tiefsten, Aspekt seiner
Persönlichkeit und seines Denkens verstehen will, muß von dieser Gegebenheit
ausgehen.
Als
Augustinus mit 19 Jahren durch die Lektüre von Ciceros Hortensius – „Diese
Schrift gab meinem Gemütsleben eine andere Richtung ...‚ mit ungemeiner
Bewegung des Herzens verlangte ich nach dem Unvergänglichen der Weisheit“[15] –
zur Liebe der Weisheit erwachte, liebte er bereits im Innersten seines Herzens
die Wahrheit und war mit jeder Faser seiner Seele ständig auf der Suche nach
ihr. „O Wahrheit, Wahrheit, wie innig schmachtete mein Herz- innerstes schon
damals nach dir!“[16]
Trotz
dieser Liebe zur Wahrheit verfiel Augustinus in schwere Irrtümer. Die Gelehrten
suchen dafür die Ursachen und finden sie in einem Dreifachen: im falschen
Verständnis des Verhältnisses zwischen Vernunft und Glauben, so als gälte es,
sich zwischen beiden zu entscheiden; in der Annahme, es bestehe ein Gegensatz
zwischen Christus und der Kirche, und der daraus folgenden Überzeugung, man
müsse die Kirche verlassen, um Christus vollkommener anzugehören; in dem
Verlangen, sich vom Bewußtsein der Sünde nicht durch ihre aus Gnade gewährte
Vergebung zu befreien, sondern durch die Leugnung der Verantwortung des
Menschen für die Sünde.
Der
erste Irrtum bestand also in einer rationalistischen Geisteshaltung, aufgrund
welcher er sich einredete, „eher denen folgen zu müssen, die (die Wahrheit)
lehren, als denen, die (zum Glauben) anhalten“[17]. In
dieser Geisteshaltung las er die Heiligen Schriften und fühlte sich von den
Geheimnissen, die sie enthalten, abgestoßen, Geheimnisse, die man mit demütigem
Glauben annehmen muß. Als er später seinem Volk über diesen Abschnitt seines
Lebens berichtete, sagte er: „Ich, der ich zu euch spreche, war einst
irregeIeitet, aIs ich in meiner Jugend an die heiligen Schriften viel mehr mit
der Absicht dessen herantrat, der scharfsinnig diskutieren will, als mit der
Demut und Frömmigkeit des Suchenden ... Ich Unseliger! Ich hielt mich für
flügge und verließ das Nest. Da bin ich zu Fall gekommen, ehe ich fliegen
konnte!“[18]
Damals
stieß Augustinus auf die Manichäer, denen er Gehör schenkte und folgte, und das
hauptsächlich deshalb, weil „sie versprachen, der schrecklichen Autorität eine
Absage zu erteilen und ihre Schüler und Anhänger allein durch die reine
Vernunft zu Gott zu führen und von den Irrtümern zu befreien“[19]. Und
eben dafür zeigte sich Augustinus offen und „von dem Verlangen beseelt, die
unverschleierte und reine Wahrheit zu erlangen und einzusaugen“ allein durch
die Kraft des Verstandes[20].
Nach
langen Studienjahren, in denen er sich besonders der Philosopie gewidmet hatte[21],
erkannte er zwar, daß er getäuscht worden war, blieb aber unter dem Einfluß der
von den Manichäern verbreiteten Lehre noch immer davon überzeugt, daß in der
katholischen Kirche die Wahrheit nicht gefunden werden könne[22]; er
fiel in tiefe Niedergeschlagenheit und gab die Hoffnung, die Wahrheit finden zu
können, überhaupt auf: „Lange steuerten die Akademiker mein Lebensschiff gegen
die Winde der Gnade und hielten es so inmitten der Sturzfluten des Irrtums
fest.“[23]
Dieser
inneren Krise entriß ihn die Liebe zur Wahrheit, die von jeher in seinem Herzen
wohnte. Er erkannte, daß dem menschlichen Geist unmöglich der Weg der Wahrheit
verschlossen sein könnte; wenn die Menschen ihn nicht finden, dann deshalb,
weil sie die Methode der Wahrheitssuche nicht kennen und gering achten[24].
Durch diese feste Überzeugung gestärkt, sagte er zu sich selbst: „Aber nein,
laßt uns beherzt noch weiter suchen und nicht verzweifeln!“[25] Er
fuhr also fort zu suchen und erreichte, nunmehr von der göttlichen Gnade
geleitet, die die Mutter mit Bitten und reichlichen Tränen erfleht hatte[26], den
Hafen.
Er
begriff, daß Verstand und Glaube zwei Kräfte sind, die zusammenwirken sollten,
um den Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen[27],
dass aber jede dieser Kräfte ihren Primat hat – der Glaube den zeitlichen, der
Verstand den absoluten: „In der zeitlichen Ordnung kommt zuerst die Autorität (des
Glaubens), der Bedeutung nach der Verstand“[28].
Ebenso erkannte er, daß der Glaube, um sicher zu sein, eine göttliche Autorität
verlangte und daß diese keine andere ist als die Autorität Christi, des größten
Lehrmeisters – an dem Augustinus ja niemals gezweifelt hatte[29] –‚
daß sich diese Autorität Christi in den Heiligen Schriften finde[30], die
wiederum von der Autorität der katholischen Kirche für gültig erklärt werden[31].
Mit
Hilfe der platonischen Philosophen befreite er sich von der materialistischen
Lebensauffassung, die er von den Manichäern übernommen hatte: „Von da an
aufgefordert, zu mir selbst zurückzukehren, betrat ich, von Dir geführt, mein
Innerstes … Ich trat ein und schaute mit dem Auge meiner Seele ... hoch über
meinem Geist das unwandelbare Licht“[32].
Dieses unwandelbare Licht öffnete ihm die unermeßlichen Horizonte des Geistes
und Gottes.
Was
aber die gewichtige Frage nach dem Bösen betraf, die ihn am meisten quälte[33], so
erkannte er, daß man nicht zuerst fragen dürfe, woher das Böse komme, sondern
was es sei[34],
und er begann zu begreifen, daß das Böse nicht irgendeine Wesenheit ist,
sondern der Mangel an Gutem: „Also ist alles, was seiend ist, gut, und jenes
Böse, dessen Ursprung ich suchte, ist nicht Wesenheit“[35]. Da
also Gott – so folgerte er – alles erschaffen hat, kann nicht Wesenheit sein,
was nicht von ihm erschaffen wurde[36].
Aus
seiner persönlichen Lebenserfahrung aber[37]
begriff er, was wohl die entscheidende Erkenntnis war: daß nämlich die Sünde
ihren Ursprung im Willen des Menschen hat – in dem freien und schwachen Willen:
„Ich war es, der wollte, ich auch, der nicht wollte; ich, ich war es“[38].
Auch
wenn er zu diesem Zeitpunkt behaupten konnte, am Ziel angekommen zu sein, traf
das dennoch nicht ganz zu; er verstrickte sich in den Hinterhalt eines neuen
Irrtums. Er nahm nämlich als gegeben an, allein mit seinen Kräften zum
beseligenden Erfassen der Wahrheit gelangen zu können. Von dieser Meinung
brachte ihn schließlich eine schmerzliche Erfahrung ab[39]. Er
erkannte nun, daß es eine Sache sei, das Ziel zu erblicken, eine andere aber,
es tatsächlich zu erreichen[40]. Um
also über die dazu nötigen Kräfte und den Weg selber zu verfügen, griff er, wie
er sagt, „gierig nach dem ehrwürdigen Buche Deines Geistes, vorab nach dem
Apostel Paulus“[41].
In den Briefen des Paulus entdeckte er den Lehrer und Meister Christus, das
fleischgewordene Wort, den einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen. In
ihrem ganzen Glanz erschien ihm nun das „Antlitz der Philosophie“[42]: und
das war die Philosophie des Paulus, die Christus zum Mittelpunkt hat, „die
Macht und die Weisheit Gottes“ (1 Kor
1,24), und die zugleich noch andere Schwerpunkte hat: den Glauben, die Demut
und die Gnade; diese „Philosophie“, die zugleich Weisheit und Gnade ist, durch
die es nicht nur möglich wird, den Heimathafen zu erkennen, sondern ihn auch zu
erreichen[43].
Nachdem
er so Christus den Erlöser wiedergefunden und sich mit ganzer Seele an ihn
geklammert hatte, kehrte Augustinus in den Hafen des katholischen Glaubens, und
das heißt, zu eben dem Glauben zurück, zu dem er von seiner Mutter erzogen
worden war: „Schon als Knabe hatte ich von einem ‚ewigen Leben‘ gehört, das uns
verheißen ist kraft der Demut des Herrn, unseres Gottes, der sich herabließ zu
unserem Hochmut“[44].
Die Liebe zur Weisheit hatte, unterstützt von der göttlichen Gnade, über alle
Verirrungen gesiegt.
Der
Weg war jedoch noch nicht zu Ende. Denn im Herzen des Augustinus wurde ein
altes Vorhaben von neuem geboren: nämlich sobald er die Weisheit gefunden
hätte, sich ganz ihr hinzugeben; das aber würde bedeuten, um sie zu gewinnen,
jede irdische Hoffnung aufzugeben[45].
Jetzt konnte er keine Entschuldigung mehr vorbringen: denn die so
leidenschaftlich herbeigewünschte Wahrheit war ihm schon gewiß[46].
Trotzdem zögerte er und suchte nach Gründen, um sich nicht entschließen zu
müssen, diesen Schritt zu tun[47].
Stark waren die Bande, die ihn an die irdischen Hoffnungen ketteten: Ruhm,
Gewinn, Ehe[48];
besonders aber die Ehe wegen der ihm inzwischen zur Gewohnheit gewordenen
Gepflogenheiten[49].
Das
empfand er so, nicht weil es ihm untersagt gewesen wäre zu heiraten – das wußte
Augustinus sehr gut[50] –‚
sondern weil er nur auf diese Weise katholischer Christ sein wollte, daß er
nämlich auch auf das so erstrebte Ideal der Familie verzichtete und sich mit
„ganzem“ Herzen der Liebe und Pflege der Weisheit hingab. Diese Entscheidung zu
treffen, die seinem tiefsten Verlangen entsprach, aber im Widerspruch zu den
noch tiefer eingewurzelten Gepflogenheiten stand, spornte ihn das Beispiel des
Antonius und anderer Mönche an, die sich auch im Abendland auszubreiten
begannen und die er durch Zufall kennengelernt hatte[51].
Tiefbeschämt fragte er sich: „Du solltest das nicht vermögen, was diese Männer
und Frauen können?“[52]
Daraus entstand ein tiefes und quälendes inneres Ringen, das wiederum die
göttliche Gnade zu einem guten Ende führte[53].
Und
so erzählt Augustinus seiner Mutter von dem ruhigen und beherzten Entschluß:
„Wir gehen hinein zur Mutter, sagen es ihr: sie freut sich. Wir erzählen, wie
alles herging: sie jubelt und frohlockt, und immer wieder pries sie Dich, ‚der
Du mächtig bist, mehr zu tun, als wir erbitten und erdenken‘ (Eph 3,20), weil sie sah, wieviel mehr
Du ihr gewährt hattest, als was sie für mich in Jammer, Weinen und Seufzen zu
erbitten pflegte. Denn Du hast mich gewandelt hin zu Dir, daß ich nichts mehr
nach dem Weibe fragte, nichts nach einer Hoffnung sonst auf diese Welt“[54].
Von
dieser Stunde an begann für Augustinus ein neues Leben: er beendete das
Schuljahr – die Ferien der Weinlese waren nahe[55] –
und zog sich in die Einsamkeit von Cassiciacum zurück[56];
nach dem Ende der Ferien legte er seinen Lehrauftrag in Rhetorik nieder[57] und
begab sich zu Beginn des Jahres 387 wieder nach Mailand, wo er sich unter die
Katechumenen aufnehmen ließ und in der Osternacht, vom 23. auf den 24. April,
von Bischof Ambrosius getauft wurde, von dessen Predigten er viel gelernt
hatte: „So wurden wir getauft, und von uns wich auch die Unruhe wegen des
vergangenen Lebens. Ja, ich konnte nicht genug der wunderbaren Süße jener Tage
kosten, nachzudenken der Tiefe Deines Planes zum Heil des
Menschengeschlechtes“. Und er bekundet die tiefe Ergriffenheit seines Herzens,
als er hinzufügt: „Wie weinte ich bei den Hymnen und Gesängen auf Dich, mächtig
bewegt vom Wohllaut dieser Lieder Deiner Kirche!“[58]
Nach
dem Empfang der Taufe hatte Augustinus nur den einen Wunsch, einen passenden
Ort ausfindig zu machen, wo er zusammen mit den Freunden nach dem „heiligen
Vorsatz“, dem Herrn zu dienen, leben konnte[59]. Er
fand diesen Ort in der afrikanischen Stadt Tagaste, der Stadt seiner Kindheit,
wo er nach dem Tod seiner Mutter in Ostia Tiberina[60] und
einem mehrmonatigen Aufenthalt in Rom zum Studium der Mönchsbewegung[61]
schließlich eintraf. Nach seiner Ankunft dort „entäußerte sich Augustinus
seines weltlichen Besitzes und lebte mit denen, die sich ihm angeschlossen
hatten, durch Fasten, Gebete und gute Werke ein Leben für Gott, während er Tag
und Nacht über Gottes Gesetz nachsann“. Der leidenschaftliche Liebhaber der
Wahrheit wollte sein Leben der Askese, der Kontemplation und dem
intellektuellen Apostolat widmen. So fügt denn sein erster Biograph hinzu: „Und
über die Erkenntnisse, die Gott ihm im Denken und Gebet enthüllte, belehrte er
Anwesende und Abwesende in Gesprächen, Vorträgen und Büchern“[62]. Er
schrieb in Tagaste mehrere Bücher, nicht anders als er es in Rom, Mailand und
Cassiciacum getan hatte.
Drei
Jahre später reiste er nach Hippo Regius in der Absicht, einen Ort für die
Gründung eines Klosters zu finden und einen Freund zu treffen, den er für das
Mönchsleben gewinnen zu können hoffte; statt dessen aber wurde er selbst –
gegen seinen Willen – zur Annahme des Priesteramtes gedrängt[63]. Da
er aber sein Vorhaben keineswegs aufgab, setzte er durch, daß ihm die Gründung
eines Klosters für Laien, monasterium
laicorum, bewilligt wurde, in dem er lebte und aus dem sehr viele Priester
und Bischöfe für ganz Afrika hervorgegangen sind[64].
Nachdem er fünf Jahre später selbst Bischof geworden war, verwandelte er sein
Haus nunmehr in ein monasterium
clericorum, also ein Kloster für Kleriker. Denn die zur Zeit seiner
Bekehrung gefaßte Idealvorstellung gab er nicht mehr auf, weder als Priester
noch als Bischof. Ja, er verfaßte sogar eine Regel ad servos Dei, die im abendländischen Ordensleben einst und noch
heute eine große Rolle gespielt hat und spielt[65].
II. Der Kirchenlehrer
Ich
habe mich etwas ausführlicher bei den wesentlichen Punkten der Bekehrung des
Augustinus aufgehalten, weil sie nicht nur für die Gläubigen, sondern für alle Menschen
guten Willens noch viele andere nützliche Lehren hervorbringen: wie leicht
nämlich ist es, vom Weg des Lebens abzukommen, und wie schwer dagegen, den Weg
der Wahrheit wiederzufinden. Außerdem aber hilft uns diese wunderbare
Bekehrung, sein anschließendes Leben besser zu verstehen: denn als Mönch, als
Priester und als Bischof – immer blieb er der große Mann, der vom Blitz der
Gnade getroffen worden war: „Unser Herz hattest du durchpfeilt mit Deiner
Liebe, und wir trugen, in unseren Eingeweiden steckend, Deine Worte“[66]. Vor
allem aber hilft sie uns, leichter in sein Denken vorzudringen, das so
universal und von solcher Tiefe war, daß es der christlichen Lehre einen
unvergleichlichen und zugleich unvergänglichen Dienst leistete; ja daß wir ihn
nicht ohne Grund Vater des christlichen Europa nennen können. Die verborgene
Kraft seines unermüdlichen Suchens und Forschens war ja in der Tat dieselbe,
die ihn auf dem ganzen Weg der Bekehrung geführt hatte: nämlich die Liebe zur
Wahrheit. Er sagt es selbst: „Wonach sehnt sich die Seele stärker als nach der
Wahrheit?“[67]
Und in einem Werk von sehr hoher theologischer und mystischer Spekulation, das
er mehr aus seinem eigenen inneren Bedürfnis als wegen irgendwelcher äußerer
Erfordernisse verfaßt hat, erinnert sich Augustinus dieser Liebe und schreibt:
„Wir werden von der Liebe gepackt, die Wahrheit zu erforschen“[68]. Und
diesmal war der Gegenstand der Forschung das erhabene Geheimnis der
Dreieinigkeit und das Geheimnis Christi als Offenbarung des Vaters, der „Wissen
und Weisheit“ des Menschen ist: so ist das große Werk über die Dreifaltigkeit,
De Trinitate, entstanden.
Der
weitere Verlauf dieser wissenschaftlichen Forschung, die von der ständigen
Liebe genährt wurde, erfolgte gleichzeitig in zweifacher Richtung: es ging um
die tiefere Ergründung des katholischen Glaubens und um seine Verteidigung
gegen alle, die ihn entweder leugneten, wie die Manichäer und die Heiden, oder
ihn falsch auslegten, wie die Donatisten, Pelagianer und Arianer. Es ist
schwer, sich einen Weg durch das Meer des augustinischen Denkens zu bahnen;
noch schwieriger aber – wenn nicht überhaupt unmöglich – ist es, dieses Denken
kurz zusammenzufassen. Man gestatte mir jedoch, zum Vorteil möglichst vieler
Menschen einige leuchtende Eingebungen dieses großen Geistes zu erwähnen.
Vernunft und Glaube
Vor allen anderen Problemen ragt die Frage heraus, die ihn schon in seiner
Jugend gefesselt und gepeinigt hatte und der er dann später die ganze Kraft
seines Geistes und die Leidenschaft seines Herzens zuwandte: die Art des
Verhältnisses zwischen Vernunft und Glaube; ein Problem, das immer bestanden
hat und besteht, heute nicht minder als damals, und von dessen Lösung die Art
und Weise des ganzen menschlichen Denkens abhängt. Aber es ist ein sehr
kompliziertes Problem, weil es darum geht, heil und unversehrt zwischen zwei
Extremen hindurchzukommen: dem Fideismus, der die Vernunft verwirft, und dem
Rationalismus, der den Glauben ausschließt. Die geistigen Fähigkeiten und auch
das pastorale Bemühen des Augustinus zielten deshalb darauf ab zu beweisen, daß
– weil ja niemand „daran zweifelt, daß wir von einer zweifachen Kraft zum
Erkennen gebracht werden“[69] –
eben diese beiden Kräfte gemeinsam und zusammen wirken müssen.
Er
hörte durchaus auf den Glauben; nicht weniger aber pries er die Vernunft, wobei
er jedem von beiden den ihm eigenen Primat entweder an Zeit oder Bedeutung
zuschrieb[70].
Zu allen sagte er nämlich jenes: „crede
ut intellegas“ (glaube, damit du erkennst), aber in gleicher Weise
wiederholte er: „intellige ut credas“
(erkenne, damit du glaubst)[71]. Er
schrieb ein immer noch aktuelles Werk über den Nutzen des Glaubens[72] und
lehrte, daß der Glaube eine geeignete Arznei sei, um das Auge des Geistes zu
heilen[73], die
unbesiegliche Kraft, um alle und besonders die Schwachen vor dem Irrtum zu
bewahren[74],
ein Nest, in dem uns die Schwingen für die Höhenflüge des Geistes angelegt
werden[75], ein
kurzer Weg, der uns rasch, sicher und ohne jeden Irrtum die Wahrheiten erkennen
läßt, die die Menschen zur Weisheit führen[76]. Er
betonte aber nachdrücklich, daß der Glaube niemals der Vernunft entbehre, da ja
die Vernunft zeige, „wem man glauben müsse“[77].
„Denn auch der Glaube hat seine Augen, mit denen er gewissermaßen sieht, daß
wahr ist, was er noch nicht sieht“[78]. Und
deshalb „glaubt niemand etwas, wenn er nicht zuvor gedacht hat, es glauben zu
müssen“, denn „glauben ist nichts anderes als zustimmend denken ... Wenn der
Glaube nicht gedacht wird, ist es kein Glaube“[79].
Die
Diskussion über die Augen des Glaubens geht schließlich in das Gespräch über
die Glaubhaftigkeit über, mit der sich Augustinus oft beschäftigt und auch die
Gründe dafür mitteilt, gleichsam um die Bewußtheit zu bekräftigen, mit der er
selber zum katholischen Glauben zurückgekehrt war. Es sei hierzu ein längeres
Zitat angeführt: „Denn abgesehen von der ganz unverfälschten Weisheit
...,abgesehen also von dieser Weisheit (Gerade dieses für Augustinus wohl
stärkste Argument ließen die Gegner nicht gelten), gibt es noch viele andere
Gründe, die mich zu Recht im Schoße der katholischen Kirche halten. Mich hält
das Einvernehmen der Völker und Menschen; mich hält die durch die Wunder
begründete, durch die Hoffnung genährte, durch die Liebe vermehrte und durch
das Alter gefestigte Autorität; mich hält die Tatsache, daß alle Bischöfe in
der Nachfolge der Apostel stehen – vom Stuhle des Apostels Petrus angefangen,
dem der Herr nach der Auferstehung aufgetragen hat, seine Schafe zu weiden, bis
zu seinem Bischofssitz; mich hält schließlich auch und gerade der Name
‚katholisch‘, den nicht ohne Grund unter so vielen Philosophenschulen allein
diese Kirche erhalten hat“[80].
In
dem großen, zugleich apologetischen und dogmatischen Werk „Über den
Gottesstaat“, De Civitate Dei, wird
das Problem von Vernunft und Glaube zur Frage nach dem Verhältnis von Glaube
und Kultur. Augustinus, der sich so intensiv um die Schaffung und Förderung
christlicher Bildung und Kultur bemüht hat, löste die Schwierigkeit dadurch,
daß er folgende drei großen Themenkreise entwickelte: getreue Darlegung der
christlichen Lehre; Wiedergewinnung der heidnischen Kultur, soweit sie
eingeholt und wieder nutzbar gemacht werden konnte, was für den Bereich der
Philosophie in nicht geringem Umfang galt; ständiger Nachweis von jenen der
christlichen Lehre zugrundeliegenden Elementen der Wahrheit und ewigen
Gültigkeit, die in der heidnischen Kultur vorhanden waren, aber eben durch die
christlichen Lehren in vorteilhafter Weise zu höchster Vollendung und Ansehen
gebracht wurden[81].
Nicht umsonst wurde das Buch Über den
Gottesstaat im Mittelalter sehr viel gelesen, und es verdient auch heute
noch, als Beispiel und zugleich Anreiz gelesen zu werden, um die Begegnung des
Christentums mit den Kulturen der Völker zu vertiefen. Es ist der Mühe wert,
darüber eine wichtige Textstelle aus Augustinus anzuführen: „Die himmlische
Bürgerschaft ... ruft Bürger aus allen Völkern zusammen ..., ungeachtet der
Verschiedenheit ihrer Gebräuche, Gesetze und Institutionen; ... nichts von
diesen Dingen hebt sie auf oder zerstört sie, ja sie bewahrt und erhält sie:
was auch in den verschiedenen Nationen verschieden sein mag, es strebt ja doch
ein und dasselbe Ziel an, nämlich den irdischen Frieden, wenn es nur nicht der
Religion, die die Verehrung des einen, höchsten und wahren Gottes lehrt, im
Wege steht“[82].
Gott und der Mensch
Das andere große Begriffspaar, das Augustinus unaufhörlich erforscht hat, ist
Gott – Mensch. Nachdem er sich, wie weiter oben ausgeführt, vom Materialismus
frei gemacht hatte, der ihn daran hinderte, zu einer genauen Kenntnis Gottes
und damit zur richtigen Kenntnis des Menschen zu gelangen, verankerte er die
großen Themen seines Suchens und Forschens in diesem Begriffspaar[83] und
erwog sie immer gleichzeitig: den Menschen, wenn er an Gott dachte, Gott, wenn
er an den Menschen dachte, der Gottes Abbild ist.
In
den Bekenntnissen stellt er sich die
zweifache Frage: „Was bist Du mir? … Was bin ich Dir?“[84] Um
sie auf rechte Weise zu beantworten, wendet er alle Kräfte seines Denkens und
die ganze Wachsamkeit und Bemühung seines Apostolates auf. Denn er war so tief
davon überzeugt, Gott durch die Sprache nicht ausdrücken zu können, daß er in
der Tat ausrief: „Was ist erstaunlich daran, nicht zu begreifen? Denn wenn du
begreifst, ist es ja nicht Gott“[85]. Es
ist daher „kein geringer Anfang der Gotteserkenntnis, wenn wir, noch bevor wir
verstehen können, was er ist, zu verstehen beginnen, was er nicht ist“[86]. Wir
müssen uns also bemühen, „wenn und soweit wir können, Gott als den zu erkennen,
der gut ohne eigenschaftliche Bestimmtheit, groß ohne räumliche und zeitliche
Bedingtheit, Schöpfer ohne Notwendigkeit ... ist“, und so weiter, durch alle
Kategorien der Wirklichkeit, wie Aristoteles sie beschrieben hatte[87].
Trotz
der Transzendenz und Unaussprechlichkeit des göttlichen Wesens erläutert
Augustinus, ausgehend von seinem Selbstbewußtsein als Mensch, der weiß, daß er
ist, erkennt und liebt und gestärkt durch die heilige Schrift, die uns Gott als
oberstes Sein (vgl. Ex 3,14), als
höchste Weisheit (vgl. Weish passim)
und erste Liebe (vgl. 1 Joh 4,8)
vorstellt, folgende dreifache Erkenntnis Gottes: (Gott ist) das Sein, aus dem
alles durch Erschaffung aus dem Nichts hervorgeht, die Wahrheit, die den Geist
der Menschen erleuchtet, damit er mit Sicherheit die Wahrheit zu erkennen
vermag, die Liebe, von der jede echte Liebe herkommt und zu der sie
zurückkehrt. Denn Gott ist, wie er oft wiederholt, „die Ursache des Daseins,
der Grund des Denkens und die Norm des Lebens“[88]
oder, um eine andere berühmte Formulierung zu gebrauchen, „die Ursache des
geschaffenen Universums, das Licht der Wahrheit, das wir begreifen sollen, und
die Quelle der Glückseligkeit, die wir genießen dürfen“[89].
Am
meisten aber wurde der geniale Geist des Augustinus erregt und aufgewühlt, wenn
er über Gottes Anwesenheit im Menschen nachdachte, die zugleich zuinnerst und
ganz geheimnisvoll ist. Er erfährt nun Gott als den „Inwendig-Ewigen“[90], als
den Verborgensten und Gegenwärtigsten[91]:
weil er abwesend ist, sucht ihn der Mensch; weil er aber da ist, erkennt und
findet er ihn. Denn Gott ist gegenwärtig als „schöpferische Substanz der Welt“[92], als
erleuchtende Wahrheit[93], als
Liebe, die an sich zieht[94];
innerer als alles, was im Menschen an Innerstem, und auch höher als alles, was
in ihm an Höchstem vorhanden ist. Sich an die Zeit vor seiner Bekehrung
erinnernd, spricht er zu Gott: „Wo nur warst Du mir damals und wie weit von
mir? Und weit von Dir in der Fremde ging ich ... Du aber warst noch innerer als
mein Innerstes und höher noch als mein Höchstes“[95]. „Du
warst bei mir, ich war nicht bei Dir“[96]. Ja,
er drängt: „Du standest doch vor mir; ich aber war auch von mir hinweggegangen
und fand nicht einmal mich, geschweige Dich“[97]. Wer
sich selbst nicht findet, findet Gott nicht, weil Gott im Innersten jedes
einzelnen von uns ist.
Der
Mensch kann sich also nur auf Gott hingeordnet begreifen. Diese wirklich
herausragende Wahrheit hat Augustinus mit dem unerschöpflichen Reichtum seines
Geistes erläutert, während er die Beziehung des Menschen zu Gott untersuchte
und sie in möglichst verschiedenen und wirksamen Formen darlegte. Er sieht den
Menschen als ein Streben nach Gott. Seine Worte sind allen bekannt: „Geschaffen
hast Du uns zu Dir, und ruhelos ist unser Herz, bis es seine Ruhe findet in
Dir“[98]. Er
sieht ihn als Möglichkeit, zur unmittelbaren Gottesschau erhoben zu werden: das
Endliche, das an das Unendliche rührt. In dem Werk „Über die Dreieinigkeit“, De Trinitate, schreibt er dazu: „Der
Mensch ist insofern Gottes Abbild, als er seiner fähig ist und an ihm teilhaben
kann“[99].
Diese Fähigkeit „ist der unsterblichen Natur der vernünftigen Seele des
Menschen auf unsterbliche Weise eingepflanzt“ und deshalb der Beweis seiner
Vortrefflichkeit: „weil er des höchsten Wesens fähig ist und an ihm teilhaben
kann, ist er groß“[100].
Außerdem sieht er den Menschen als jenes Wesen, das auf Gott angewiesen ist,
wenn es sich nach der Glückseligkeit sehnt, die es nur in Gott finden kann.
„Die menschliche Natur wurde in solcher Größe und Vortrefflichkeit geschaffen,
daß sie, mag sie auch wandelbar sein, dennoch durch ihre Anhänglichkeit an das
unwandelbare Gute, also an den höchsten Gott, zur Glückseligkeit gelangt und
ihr Bedürfnis nicht erfüllen kann, wenn sie nicht wenigstens glücklich ist,
aber es zu erfüllen, ist nur Gott imstande“[101].
Was
aber das konstitutionell bestehende Verhältnis zwischen dem Menschen und Gott
anbelangt, so fordert Augustinus die Menschen leidenschaftlich zu einem
verinnerlichten Leben auf. „Kehre zu dir selbst zurück; im Inneren des Menschen
wohnt die Wahrheit; und wenn du entdeckst, daß deine Natur wandelbar ist, gehe
über dich selbst hinaus“[102], um
Gott zu finden, die Quelle des Lichts, von dem die Herzen erleuchtet werden.
Außer der Wahrheit aber verbirgt sich im Inneren des Menschen jene
geheimnisvolle Kraft zu lieben, die ihn wie ein Gewicht – dieses berühmte Bild
verwendet Augustinus[103] –
von sich weg zu den anderen und vor allem zum Höchsten, nämlich zu Gott,
hinzieht. Das Gewicht der Liebe macht den Menschen von seiner Natur her so
sozial[104],
daß es „kein anderes Geschöpf gibt, das aufgrund seiner Natur so sozial ist“[105].
Das Innere des Menschen aber, wo sich die ungeheuren Schätze der Wahrheit und
der Liebe ansammeln, stellt „ein abgrundtiefes Geheimnis“ dar[106],
das zu erforschen und über das zu staunen unser gelehrter Kirchenvater niemals aufhört.
Hier aber muß hinzugefügt werden, daß dem, der über sich und über die
Geschichte der Menschen nachdenkt, der Mensch als ein großes „Problem“ oder,
wie Augustinus sagt, als eine „große Frage“[107]
erscheint. Zu viele Fragen umgeben ihn: die Frage des Todes und der tiefen
Teilnahme, die er innerlich erleidet, die Frage der unheilbaren Ungleichheit
zwischen dem, was ist, und dem, was er begehrt; Fragen, die sich alle auf jenen
einen Hauptgrund zurückführen lassen, der in der Vortrefflichkeit des Menschen und
zugleich in seinem unvergleichlichen Elend besteht. Mit diesen Fragen, von
denen das Zweite Vatikanische Konzil ausführlich gesprochen hat, als es sich
zur Aufgabe machte, über „das Geheimnis des Menschen“ zu handelnl[108],
hat sich Augustinus voll Eifer beschäftigt und die ganze Schärfe seines
Verstandes angewandt, um die Wirklichkeit des Menschen herauszufinden, die sich
oft als sehr traurig erweist: denn auch wenn feststeht, daß kein anderes
Geschöpf aufgrund seiner Natur so sozial ist wie der Mensch, so trifft – wie
der von der Geschichte erzogene Verfasser des Buches Über den Gottesstaat sagt – eben auch zu, daß „kein Geschöpf durch
Schuld so unsozial ist wie der Mensch“[109];
Augustinus bemühte sich aber vor allem auch darum, eine Lösung zu suchen und
vorzuschlagen. Was nun die Lösung betrifft, so fand Augustinus nur die eine,
die ihm kurz vor seiner Bekehrung aufgegangen war: Christus, der Erlöser der
Menschen. Auf diese Antwort die Herzen und Sinne der Gläubigen der Kirche sowie
aller Menschen guten Willens zu lenken, war mein Anliegen in meiner ersten
Enzyklika – die deshalb den Namen Redemptor
hominis erhielt –,wo ich gern in meiner Stimme die Stimme der gesamten
christlichen Überlieferung einfangen wollte.
Mit
dem Eintritt in diese Problematik wird das Denken des Augustinus, auch wenn es
immer noch philosophisch bleibt, doch zunehmend theologischer, und das
Begriffspaar – Christus und die Kirche –‚ das er zuerst geleugnet hatte und
dann in seinen Jugendjahren wieder anerkannte, beginnt jene breitere Möglichkeit
der Verbindung zwischen Gott und dem Menschen ausführlicher zu erläutern.
Christus und die Kirche
Christus
und die Kirche bilden, wie man wohl zu Recht sagen kann, den Hauptschwerpunkt
im gesamten theologischen Denken des Bischofs von Hippo, ja, so könnte man
hinzufügen, auch den Schwerpunkt seiner Philosophie; tadelt er doch die
Philosophen seiner Zeit, weil sie „sine
homine Christo“, also ohne den Menschen Christus, philosophiert hätten[110].
Von Christus aber ist die Kirche nicht zu trennen. Augustinus hat bei seiner
Bekehrung das Gesetz der göttlichen Vorsehung erkannt und mit Freude und
Dankbarkeit angenommen, durch das „in jenem einen gnadenreichen Namen und in
seiner einen Kirche die höchste und erhabenste Autorität und das Licht der
Vernunft aufgerichtet worden ist zur Wiederherstellung und Erneuerung der
Menschheit“[111].
Unzweifelhaft
hat er in dem großen Werk „Über die Dreieinigkeit“ und in seinen Predigten
ausführlich und vortrefflich über das trinitarische Geheimnis gehandelt und
damit der Theologie späterer Zeiten den Weg geebnet. Mit Ernst und
Entschlossenheit hat er die Gleichheit und zugleich die Unterschiedenheit der
göttlichen Personen vertreten, die er auch mit Hilfe der Lehre von den
Relationen erklärte: Gott „ist alles, was er hat, ausgenommen die Beziehungen,
durch die jede Person sich auf die andere bezieht“[112]. Er
hat weiterhin die Theologie über den Heiligen Geist entwickelt, der vom Vater
und vom Sohn ausgeht, „hauptsächlich“ (principaliter)
aber vom Vater, weil „das Prinzip der ganzen Göttlichkeit (Augustinus
präzisiert deitas gegenüber divinitas) der Vater ist“[113] und
er ihn dem Sohn bei der Zeugung mitgeteilt hat, so daß von ihm das gemeinsame
Geschenk ausgeht“[114],
und zwar als Liebe und darum nicht gezeugt ist.[115] Um
dann den „Schwätzern auf ihre Gegengründe“ eine Antwort zu geben[116],
legte er eine „psychologische“ Erklärung der Dreieinigkeit vor, indem er ihr
Abbild im Gedächtnis, im Verstand, in der Liebe des Menschen suchte und auf
diese Weise das erhabenste Geheimnis des Glaubens und zugleich die höchste
Wesensnatur der Schöpfung, die der menschliche Geist ist, erforschte.
Wenn
Augustinus über die Dreieinigkeit spricht, hat er jedoch den Blick immer fest
auf Christus als Offenbarer des Vaters und auf das Heilswerk gerichtet. Seitdem
er unmittelbar vor seiner Bekehrung den Satz vom Geheimnis des
fleischgewordenen Wortes verstanden hatte[117],
hörte er nicht mehr auf, dieses Geheimnis tiefer zu ergründen und seine
Einsichten in derart reichen und wirksamen Formulierungen niederzulegen, daß
sie geradezu die Lehre des Konzils von Chalkedon im voraus ankündigten. Hier
ein besonders bezeichnendes Textbeispiel aus einem seiner letzten Werke: „Der
Gläubige glaubt und bekennt, daß in Christus die wahrhaft menschliche, das
heißt unsere Natur – wenn auch dadurch, daß Gottes Wort sie in einzigartiger
Weise aufnahm – zum einzigen Sohne Gottes erhoben wurde, so daß jener, der
aufnahm und was er aufnahm, eine einzige Person in der Dreifaltigkeit ist. Denn
durch die Aufnahme eines Menschen ist keine Vierfaltigkeit erzeugt worden,
sondern es blieb die Dreifaltigkeit, indem jene Aufnahme auf unaussprechliche
Weise die Wirklichkeit einer einzigen gottmenschlichen Person bewirkte. Nennen
wir doch Christus nicht nur Gott ... und nicht nur Mensch ...; auch nicht Mensch
in der Weise, daß er etwas, was sicherlich zur menschlichen Natur gehört, in
geringerem Maße besäße ... Sondern wir nennen Christus wahren Gott, gezeugt vom
Vater ..., und (nennen) ihn auch wahren Menschen, geboren aus einer
menschlichen Mutter ...; und (wir sagen) nicht, seine Menschheit, in Anbetracht
welcher der Vater größer ist, tue irgendwie seiner Gottheit Eintrag, durch
welche er dem Vater gleich ist. Dies beides ist aber der eine Christus“[118].
Oder etwas kürzer: „Derselbe, der Mensch ist, ist Gott, und derselbe, der Gott
ist, ist Mensch: nicht aufgrund einer Vermischung der Natur, sondern aufgrund
der Einheit der Person[119]“,
„eine Person in zwei Naturen“[120].
Mit
diesem festen Blick für die Einheit der Person in Christus, der als „ganz Gott
und ganz Mensch“ verkündet wird[121],
durchstreift Augustinus das weite Gebiet der Theologie und der Geschichte. Wenn
sein Adlerblick sich auf Christus, das Wort des Vaters, heftet, so stellt er
nicht weniger den Menschen Christus heraus. Ja, er betont energisch, daß es ohne
den Menschen Christus weder Vermittlung noch Versöhnung, weder Rechtfertigung
noch Auferstehung und auch keine Zugehörigkeit zur Kirche gebe, deren Haupt
eben Christus ist[122].
Auf diese Themen kommt er immer wieder zurück und untersucht sie ausführlich, sei
es um den Glauben, den er mit 32 Jahren zurückgewonnen hatte, zu erklären, sei
es um der notwendigen Auseinandersetzung mit dem Pelagianismus Genüge zu tun.
Der
einzige Vermittler zwischen dem gerechten und unsterblichen Gott und den
sterblichen Menschen und Sündern ist Christus, Mensch und Gott[123],
weil er zugleich sterblich und gerecht[124] und
daher der universale Weg der Freiheit und des Heiles ist. Außerhalb dieses
Weges, „der der Menschheit nie gefehlt hat, ist niemand befreit worden, wird
niemand befreit und wird niemand befreit werden“[125].
Die Vermittlung Christi erfüllt sich im Erlösungswerk, das nicht nur im Vorbild
der Gerechtigkeit, sondern vor allem im Opfer der Wiederversöhnung besteht, das
das wahrste[126],
freieste[127]
und vollkommenste[128]
ist. Charakteristisches Merkmal der Erlösung Christi ist ihre Universalität,
womit auch auf die Universalität der Sünde hingewiesen wird. In diesem Sinne
wiederholt und erklärt Augustinus die Worte des hl. Paulus: „Einer ist für alle
gestorben, also sind alle gestorben“ (2 Kor
5,14), gestorben als Folge der Sünde: „Im Rechtsfall dieser beiden Menschen
besteht der christliche Glaube“[129],
„einer und einer: einer führt zum Tod, einer zum Leben“[130].
Daraus folgt, daß „jeder Mensch Adam ist, sowie bei denjenigen, die geglaubt
haben, jeder Mensch Christus ist“[131].
Diese
Lehre abzulehnen, bedeutet nach Ansicht des Augustinus, daß das Kreuz Christi
um seine Kraft gebracht wird (vgl. 1 Kor
1,17). Damit dies nicht eines Tages eintrete, sprach und schrieb er viel über
die Universalität der Sünde, wobei er auch die Lehre von der Erbsünde nicht
überging, „welche von Anfang an zum katholischen Glauben gehört“[132].
Augustinus lehrt nämlich, daß „der Herr Jesus Christus nur aus dem Grunde im Fleisch
erschien ..., um alle ... lebendig zu machen, zu heilen, zu befreien, zu
erlösen und zu erleuchten, die zuvor in Tod, Krankheit, Knechtschaft,
Gefangenschaft und Finsternis der Sünde befangen gewesen waren ... Folglich
(haben) mit jener (Gnaden) Mitteilung Christi ... nichts zu schaffen ..., die
des Lebens, des Heiles, der Befreiung, Erlösung und Erleuchtung nicht bedürfen“[133].
Denn als einziger Vermittler und Erlöser der Menschen ist Christus Haupt der
Kirche. Der ganze Christus, Christus und die Kirche sind eine einzige mystische
Person. Mit kühnen Worten versichert Augustinus: „Wir sind Christus geworden.
Denn wenn er das Haupt ist und wir seine Glieder, dann ist der ganze Mensch er
und wir“[134].
Diese Lehre vom totalen Christus war dem Bischof von Hippo besonders teuer und
gehört auch zu den fruchtbarsten seiner ekklesiologischen Theologie.
Eine
andere fundamentale Wahrheit ist die über den Heiligen Geist als Seele des
mystischen Leibes: „Was die Seele für den Leib des Menschen ist, das ist der
Heilige Geist für den Leib Christi, die Kirche“[135];
ferner die Wahrheit über den Heiligen Geist als Prinzip der Gemeinschaft, die
die Gläubigen untereinander und mit der Dreieinigkeit verbindet. „Denn der
Vater und der Sohn wollten, daß wir durch das, was ihnen gemeinsam ist,
untereinander und mit ihnen Gemeinschaft haben und uns durch das Geschenk, das
sie gemeinsam haben, nämlich durch den Heiligen Geist, Gott und Gabe Gottes,
zur Einheit zusammenschließen“[136].
Deshalb sagt er an derselben Stelle: „So ist also die Gemeinschaft der Einheit,
die Kirche Gottes, außerhalb welcher es keine Vergebung der Sünden gibt,
eigentlich das Werk des Heiligen Geistes, unter Mitwirkung des Vaters und des
Sohnes, denn der Heilige Geist ist gewissermaßen die Gemeinschaft, die Vater und
Sohn verbindet“[137].
Bei
Betrachtung der Kirche als Leib Christi, die vom Heiligen Geist beseelt wird,
der der Geist Christi ist, entwickelt Augustinus in mehrfacher Form eine
Erkenntnis, an der auch das letzte Konzil lange und mit besonderer Genugtuung
gearbeitet hat: die Gemeinschaft der Kirche[138]. Er
behandelt die Frage in dreifacher und übereinstimmender Weise: die Gemeinschaft
der Sakramente oder die von Christus auf das Fundament der Apostel gegründete
institutionelle Wirklichkeit[139],
über die er sich in der Auseinandersetzung mit den Donatisten lang und breit
ergeht, wobei er die Einheit, die Universalität, den apostolischen Charakter
und die Heiligkeit der Kirche verteidigt[140],
während er gleichzeitig darauf hinweist, daß ihr Mittelpunkt der Stuhl Petri
ist, „für den immer der Primat des apostolischen Stuhles gültig war“[141];
die Gemeinschaft der Heiligen oder die spirituelle Wirklichkeit, die alle
Gerechten von Abel bis zum Jüngsten Tag vereint[142];
die Gemeinschaft der Seligen oder die eschatologische Wirklichkeit, die alle
jene umfaßt, die das Heil, also die Kirche „ohne Flecken und Falten“ (Eph 5,27), erlangt haben[143].
Ein
weiteres beliebtes Thema der Ekklesiologie des Augustinus war das über die Kirche
als Mutter und Lehrerin. Darüber schrieb Augustinus viele Seiten, die von
tiefgründiger Gelehrsamkeit erfüllt sind und die Herzen tief bewegen, weil er
an das Thema sowohl mit der persönlichen Erfahrung des Bekehrten wie mit dem
gelehrten Wissen des Theologen herantrat. Auf dem Weg seiner Rückkehr zum
Glauben traf er die Kirche nicht mehr als im Gegensatz zu Christus stehend an,
wie man es ihn glauben gemacht hatte[144],
sondern als Kirche, die Christus offenbar machte, als „wahre und eigentliche
Mutter der Christen“[145],
Garantin der geoffenbarten Wahrheit[146].
Die
Kirche ist Mutter, die die Christen gebiert[147]:
„Zwei haben uns zum Tod hervorgebracht, zwei haben uns zum Leben
hervorgebracht. Die Eltern, die uns zum Tod geboren haben, sind Adam und Eva;
die Eltern, die uns zum Leben hervorgebracht haben, sind Christus und die
Kirche“[148].
Die Kirche ist die Mutter, die um derer willen leidet, die sich von der
Gerechtigkeit lossagen, vor allem aber um derer willen, die ihre Einheit
verletzen[149];
sie ist die Taube, die ruft und klagt, damit alle unter ihre Flügel
zurückkehren oder sich nähern[150];
sie ist die Offenbarmachung der universalen Vaterschaft Gottes durch die Liebe,
die „für die einen zärtlich, für andere streng ist; niemandem ist sie Feind,
allen Mutter“[151].
Sie
ist Mutter, aber – wie Maria – auch Jungfrau: Mutter durch die Glut der Liebe,
Jungfrau durch die Reinheit des Glaubens, den sie hütet, verteidigt und lehrt[152].
Mit dieser jungfräulichen Mutterschaft hängt ihre Aufgabe als Lehrerin
zusammen, die die Kirche im Gehorsam gegenüber Christus ausübt. Darum sieht
Augustinus die Kirche als Garantin der Schrift[153] und
verkündet, daß er sicher in ihr bleiben werde, welche Schwierigkeiten sich auch
einstellen mögen[154],
und ermahnte die anderen nachdrücklich, dasselbe zu tun. „Seid also, wie ich
oft gesagt habe und eindringlich wiederhole, was immer wir sein mögen, gewiß,
daß ihr Gott zum Vater und die Kirche zur Mutter habt“[155].
Aus dieser Überzeugung entspringt die entschiedene Aufforderung, Gott und die
Kirche zu lieben, Gott wie einen Vater, die Kirche wie eine Mutter[156].
Wahrscheinlich hat niemand anderer mit soviel Liebe und mit so großer innerer
Leidenschaft über die Kirche gesprochen wie Augustinus. Ich habe hier dafür
einige Stellen angeführt, freilich wenige, aber doch genug, wie ich hoffe, um
die Tiefe und Schönheit einer Lehre nahezubringen, die niemals genügend
erforscht werden wird, besonders unter dem Aspekt der Liebe, von der die Kirche
als Werk des in ihr wohnenden Heiligen Geistes beseelt wird. „Wir aber haben
den Heiligen Geist“, sagt er, „wenn wir die Kirche lieben: wir lieben sie aber,
wenn wir in ihrer Einheit und Liebe bleiben“[157].
Freiheit und Gnade
Es
ist sicher ein endloses Unterfangen, wollte man die verschiedenen Aspekte der
Theologie des Augustinus auch nur in großen Zügen kurz berühren. Ein weiteres
wichtiges, ja grundsätzliches Thema, das eng mit seiner Bekehrung verbunden
ist, gilt es zu behandeln, nämlich die Frage der Freiheit und der Gnade. Wie
ich bereits oben erwähnt habe, ist er sich gleichsam am Vorabend seiner
Bekehrung der unvermeidlichen Eigenverantwortung des Menschen an seinen Taten
und zugleich der Notwendigkeit der Gnade des einen und einzigen Mittlers bewußt
geworden[158],
dessen Kraft er im Augenblick seiner letzten Entscheidung erfahren hat. Das
bestätigt in beredter Weise das achte Buch der Bekenntnisse[159].
Seine persönlichen Reflexionen und dann die von ihm ausgetragenen
Auseinandersetzungen vor allem mit den Anhängern der Manichäer und Pelagianer
boten ihm Gelegenheit, die einzelnen Punkte dieses Problems gründlicher zu
untersuchen und, wenn auch angesichts des geheimnisvollen Charakters der Sache,
mit großer Bescheidenheit eine Zusammenfassung davon vorzulegen.
Er
verfocht immer den Standpunkt, daß die Freiheit ein Fundament der ganzen
christlichen Anthropologie (Wissenschaft über den Menschen) sei. Er verteidigte
das mit aller Eindringlichkeit gegen seine alten Glaubensgenossen und Freunde[160],
gegen den Determinismus der Astrologen, dem er ja selbst einst verpflichtet
gewesen war[161],
gegen jede Form von Fatalismus[162]. Er
lehrte auch, daß die Freiheit und das Vorherwissen durchaus miteinander
vereinbar seien[163],
wie das in ähnlicher Weise für die Freiheit und die Hilfe der göttlichen Gnade
gilt. „Der freie Wille wird nicht aufgehoben, weil ihm Hilfe zuteil wird,
sondern es wird ihm Hilfe zuteil, weil er nicht aufgehoben wird“[164].
Berühmt ist übrigens dieser Satz des Augustinus: „Wer dich ohne dich (ohne dein
Mittun) geschaffen hat, rechtfertigt dich nicht ohne dich. Er hat also einen
geschaffen, ohne daß dieser davon wußte, und rechtfertigt einen nur, wenn
dieser will“[165].
Jedem aber, der diese Vereinbarkeit in Zweifel zog oder das Gegenteil
behauptete, bewies er mit einer langen Reihe von Bibelzitaten, daß beide – die
Freiheit und die Gnade – zur göttlichen Offenbarung gehören und man deshalb an
beiden Wahrheiten festhalten müsse[166].
Ihre Vereinbarkeit aber in ihrer ganzen Tiefe zu durchschauen, ist ein sehr
schwieriges Problem, das zu begreifen nicht vielen gegeben ist[167] und
das vielen als geistiger Mangel erscheinen mag[168],
weil bei der Verteidigung der Freiheit leicht der Eindruck entstehen kann, daß
die Gnade geleugnet wird, und umgekehrt[169].
Man muß darum an ihre Vereinbarkeit glauben, so wie man an die Vereinbarkeit
der beiden entscheidenden Ämter Christi glaubt, die gegenseitig voneinander
abhängen. Denn Christus ist zugleich Retter und Richter. Nun aber ist zu
fragen: „Wenn es also die Gnade Gottes nicht gibt, wie rettet er die Welt? Wenn
es den freien Willen nicht gibt, wie richtet er die Welt?“[170]
Andererseits
jedoch stellt Augustinus die Notwendigkeit der Gnade heraus, die zugleich
Notwendigkeit des Gebets ist. Allen denen, die sagen, Gott gebiete nicht das
Unmögliche und deshalb sei die Gnade nicht notwendig, antwortet er: „Gott
befiehlt also nichts Unmögliches, sondern durch sein Befehlen ermahnt er,
sowohl zu tun, was du vermagst, als auch zu erbitten, was du nicht vermagst“[171],
und er, „der niemanden im Stich läßt, wenn er nicht im Stich gelassen wird“[172],
hilft dem Menschen, daß er kann.
Die
Lehre von der Notwendigkeit der göttlichen Gnade wird zur Lehre von der
Notwendigkeit des Gebets, für die sich Augustinus mit großem Eifer verwendet[173],
weil es, wie er schreibt, „feststeht, daß Gott manche Gaben auch für die
vorbereitet hat, die nicht beten, wie zum Beispiel den Beginn des Glaubens;
andere Gaben aber nur für die, die darum bitten, wie die Standhaftigkeit bis
zum Ende“[174].
Die
Gnade ist also notwendig, um die Schranken zu beseitigen, durch die der Wille
daran gehindert wird, das Böse zu meiden und das Gute zu tun. Diese zwei
Hindernisse werden genannt: „Unwissenheit und Schwachheit“[175],
besonders aber gilt das für das zweite; denn „auch wenn das, was man tun und um
das man sich bemühen soll, nicht mehr verborgen ist, ... tut man es nicht, bemüht
man sich nicht darum, lebt man nicht gut“[176].
Augustinus hält die helfende Gnade für „die Inspiration der Liebe, damit wir
mit heiliger Liebe das tun ...‚ von dem wir wissen, daß es getan werden muß“[177].
Damit
einer also die Freiheit atmen kann, müssen diese beiden Hemmnisse der
Unwissenheit und der Schwachheit besiegt werden. Es ist hier angebracht, daran
zu erinnern, daß die Verteidigung der Notwendigkeit der Gnade für Augustinus
der Schutz der christlichen Freiheit ist. Ausgehend von den Worten Christi:
„Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei“ (Joh 8,36), machte er sich selbst zum
Beschützer und Herold dieser Freiheit, die von der Wahrheit und der Liebe nicht
zu trennen ist. Wahrheit, Liebe, Freiheit: das sind die drei großen Güter, die
des Augustinus Herz begeistern und seinen Geist in vielfältiger Weise
beschäftigen. Über diese Güter verbreitete er viel Licht zu ihrer
Verständlichkeit.
Um
etwas länger bei diesem letzten Gut, dem der Freiheit, zu verweilen, ist die
Feststellung angebracht, daß er die Freiheit in allen ihren Formen beschreibt
und preist. Diese Formen beginnen mit der Freiheit vom Irrtum – die Freiheit
zum Irrtum wird dagegen „der schlimmste Tod der Seele“ genannt[178] –‚
schreiten über das Geschenk des Glaubens, der die Seele der Wahrheit unterwirft[179],
bis zu jener letzten und unvergänglichen, der „größten“ Freiheit fort, die
darin besteht, „nicht sündigen zu können“ und „nicht sterben zu können“[180],
was Unsterblichkeit und volle Gerechtigkeit bedeutet. Zwischen diesen beiden
Freiheiten, die den Anfang und das Ende des Heils bezeichnen, verkündet und
beleuchtet Augustinus alle anderen Freiheiten: die Freiheit von der Sünde, die
das Werk der Rechtfertigung ist, die Freiheit von den ungeordneten
Leidenschaften, welche die Gnade bewirkt, die den Verstand erleuchtet und dem
Willen Kräfte verleiht, um ihn unbesiegbar gegen das Böse zu machen, wie er
selbst es bei seiner Bekehrung erfahren hat, als er von der harten Knechtschaft
befreit wurde[181];
die Freiheit von der Zeit, die wir vergeuden und die uns verschlingt[182],
soweit uns die Liebe in der Ewigkeit verankert leben läßt[183].
Was
aber die Rechtfertigung betrifft, deren unsagbare Reichtümer – das göttliche
Leben der Gnade[184],
das Wohnungnehmen des Heiligen Geistes[185],
die „Vergöttlichung“[186] –
Augustinus darlegt, so machte er eine sehr wichtige Unterscheidung zwischen dem
Nachlaß der Sünden, der „voll und ganz“, „voll und vollkommen“ ist, und der
inneren Erneuerung, die fortschreitet und erst nach der Auferstehung voll
erfüllt sein wird, wenn der Mensch Teilhaber an der göttlichen Unwandelbarkeit
wird[187].
Immer
wieder sagt er, daß die Gnade, die den Willen stärkt, durch die Liebe wirksam
ist und daher den Willen unbesiegbar gegen das Böse macht, ohne ihm jedoch die
Möglichkeit zu nehmen, nicht zu wollen. Als er die Worte Jesu im
Johannesevangelium: „Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater … ihn zu
mir führt“ (Joh 6,44) erklärt, fügt
er hinzu: „Glaube nicht, daß du gegen deinen Willen hingeführt wirst: der Geist
wird auch von der Liebe geführt“[188].
Aber die Liebe, sagt er noch, handelt „mit freier Milde“[189];
darum „erfüllt der das Gebot frei, der es mit Liebe erfüllt“[190]:
„Das Gesetz der Freiheit ist also das Gesetz der Liebe“[191].
Nicht
weniger leidenschaftlich und eindringlich ist die Lehre des Augustinus über die
Freiheit von der Zeit, die uns zu gewähren Christus, das ewige Wort, gekommen
ist, als er durch seine Menschwerdung in die Zeit eingetreten ist: „O Wort vor
der Zeit, durch das die Zeit gemacht worden ist“, ruft er aus, „auch du bist in
der Zeit geboren, obwohl du das ewige Leben bist, du rufst die zeitlichen Wesen
und machst sie ewig“[192]. Es
steht im übrigen fest, daß unser gelehrter Mann das Geheimnis der Zeit eifrig
erforscht[193]
und es gefühlt und ausgesprochen hat, daß man über die Zeit hinausgehen muß, um
wahrhaftig zu existieren. „Damit auch du bist, übersteige die Zeit. Aber wer
wird sie aus eigenen Kräften zu übersteigen vermögen? Der hebe uns empor, der
zum Vater gesagt hat: ‚Vater, ich will, daß sie dort bei mir sind, wo ich bin‘ (Joh 17,24)“[194].
Wahrgenommen und denkend erwogen wird die christliche Freiheit, die ich hier
gerade nur erwähnt habe, in der Kirche, der Gottesstadt, die die Wirkungen
dieser Freiheit erkennen läßt und sie mit Unterstützung der göttlichen Gnade,
soweit sie es vermag, allen übrigen Menschen mitteilt. Denn sie ist auf die
„soziale“ Liebe gegründet, die alle Menschen umfängt und sie in Gerechtigkeit
und Frieden vereinen will; im Gegensatz zur Stadt der Ungerechten, die die
Menschen unter sich spaltet und gegeneinander aufbringt, weil sie auf die
„private“ Liebe gegründet ist[195].
Es
ist angebracht, an dieser Stelle einige der Friedensdefinitionen zu erwähnen,
die Augustinus entsprechend den Gegebenheiten, auf die sie angewandt werden,
geprägt hat. Ausgehend von dem Satz, „der Friede der Menschen ist die geordnete
Eintracht“, definiert er andere Formen des Friedens, wie z.B.: „Der Frieden in
der Familie ist die geordnete Eintracht der Angehörigen in bezug auf Befehlen
und Gehorchen“; ähnliches gilt vom Frieden des irdischen Staates, und er fährt
fort: „Der Friede des himmlischen Staates ist die bis ins letzte geordnete und
völlig einträchtige Gemeinschaft des Gottesgenusses und des gegenseitigen
Genusses in Gott“; dann der „Friede aller Dinge, die Ruhe der Ordnung“, und schließlich:
„Ordnung ist die Verteilung der gleichen und ungleichen Dinge, die jedem seinen
Platz zuweist“[196].
Für
diesen Frieden arbeitet und nach diesem Frieden „sehnt sich das Volk Gottes auf
seiner Pilgerschaft vom Ausgang bis zur Wiederkehr“[197].
Die Liebe und der Aufstieg des Geistes
In
dieser kurzen Zusammenfassung der Lehren des Augustinus wären einige geradezu
unerläßliche Teile zu vermissen, würde man seine spirituelle Lehre nicht
erwähnen, die eng verbunden mit seiner Philosophie und Theologie und keineswegs
weniger reich als jede dieser beiden ist. Wir müssen wieder auf die Bekehrung
zurückkommen, mit der ich diese Ausführungen begonnen habe. Damals nämlich
beschloß Augustinus, sich ganz dem Ideal der christlichen Vollkommenheit zu
widmen. Diesem Vorsatz ist er nicht nur immer treu geblieben, sondern er hat
sich mit allen seinen Kräften darum bemüht, auch anderen Menschen seinen Weg zu
zeigen. Er schöpfte dabei aus seinen Erfahrungen und aus der Heiligen Schrift,
die für alle die erste Nahrung der Frömmigkeit ist.
Er
war ein Mann des Gebets, ja, man könnte sagen, ein Mann, der zum Gebet geworden
ist; man braucht nur an die berühmten Bekenntnisse zu denken, die in Form eines
Briefes an Gott verfaßt sind. Und mit unglaublicher Beharrlichkeit sprach er zu
allen immer wieder von der Notwendigkeit des Gebets: „Gott wollte, daß wir in
diesem Kampf mehr mit dem Gebet kämpfen als mit unseren Kräften“[198]; er
beschrieb den so schlichten und doch so komplexen Charakter des Gebets[199],
seine Innerlichkeit, aufgrund welcher er das Gebet mit der Sehnsucht
gleichsetzen konnte: „Deine eigentliche Sehnsucht ist dein Gebet: und die
fortdauernde Sehnsucht ist ein fortdauerndes Gebet“[200];
außerdem stellt er den sozialen Wert des Gebets heraus – „Beten wir für jene,
die nicht gerufen worden sind, damit auch sie gerufen werden. Vielleicht ist es
ihnen vorherbestimmt, daß ihnen auf unsere Gebete hin gewährt wird, dieselbe
Gnade zu empfangen“[201] –
sowie seine notwendige Verbindung mit Christus, „der für uns betet, in uns
betet, und von uns angebetet wird. Er betet für uns als unser Priester; er
betet in uns als unser Haupt; er wird von uns angebetet als unser Gott.
Erkennen wir daher in ihm unsere Stimme und in uns seine Stimme“[202].
Mit
fortschreitendem Eifer durcheilte Augustinus die einzelnen Stufen des inneren
Aufstiegs und erklärte allen den Verlauf dieses Aufstiegs, der umfassend und
geordnet ist und vieles einschließt: die Bewegung des Geistes hin zu
Kontemplation, Läuterung, Standhaftigkeit und Ruhe, das Vorrücken zum Licht und
das Verweilen im Licht[203],
die Schritte der beginnenden und der fortgeschrittenen, der leidenschaftlichen
und der vollkommenen Liebe[204],
die mit den Seligpreisungen verknüpften Gaben des Heiligen Geistes[205],
die Bitten des Vaterunser[206],
die von Christus gegebenen Beispiele[207].
Wenn
die evangelischen Seligpreisungen das gleichsam übernatürliche Klima erzeugen,
in dem der Christ leben soll, so vermitteln die Gaben des Heiligen Geistes die
übernatürliche Berührung mit der Gnade, die jenes Klima überhaupt möglich
macht; die Vaterunser-Bitten oder im allgemeinen das Gebet, das sich auf diese
Bitten beschränkt, liefern die notwendige Nahrung; das Beispiel Christi hält
alle dazu an, es als Ideal nachzuahmen; die Liebe stellt die Seele von allem
dar, die Quelle der Ausstrahlung und die geheime Kraft des geistlichen Lebens.
Kein geringes Lob gebührt dem Bischof von Hippo dafür, daß er die ganze Lehre
und ebenso das ganze christliche Leben auf die Liebe zurückgeführt hat. „Das
aber ist die wahre Liebe, daß wir als Anhänger der Wahrheit in Gerechtigkeit
leben“[208].
Denn
dorthin führt die Heilige Schrift, die als ganze „von Christus erzählt und zur
Liebe ermahnt“[209],
auch die Theologie, die daselbst ihr Ziel findet[210],
die Philosophie[211],
die Pädagogik[212],
ja selbst die PoIitik[213]. In
der Liebe siedelte er das Wesen und Maß der christlichen Vollkommenheit an[214],
die erste Gabe des Heiligen Geistes[215] und
die Wirklichkeit, infolge der niemand schlecht sein kann[216],
das Gut, mit dem man alle Güter besitzt und ohne das man alle übrigen Güter nicht
gewinnt. „Besitze die Liebe, und du wirst alles besitzen: denn ohne sie wird
dir alles, was du besitzen magst, nichts nütze sein“[217].
Dann
erklärte er alle unerschöpflichen Reichtümer der Liebe: sie macht das Schwere
leicht[218],
Altgewohntes neu[219],
unaufhaltsam die Bewegung zum höchsten Gut hin, weil hier auf Erden die Liebe
niemals erfüllt ist[220];
sie befreit von jedem Streben, das nicht Gott ist[221];
sie ist nicht zu trennen von der Demut – „wo Demut ist, dort ist Liebe“[222] –;
sie ist der Wesenskern jeder Tugend – die Tugend ist nämlich nichts anderes als
die Ordnung der Liebe[223] –‚
und Geschenk Gottes. Dieser letzte Punkt über das Gottesgeschenk ist in der Tat
entscheidend, weil er die naturalistische Lebensauffassung von der christlichen
unterscheidet und trennt. „Woher kommt in den Menschen die Gottes- und
Nächstenliebe, wenn nicht von Gott selber? Wenn sie nämlich nicht von Gott,
sondern von den Menschen kommt, haben die Pelagianer gesiegt: wenn sie aber von
Gott kommt, haben wir die Pelagianer besiegt“[224].
Aus
der Liebe entstand in Augustinus jener leidenschaftliche Eifer für die
kontemplative Versenkung in göttliche Dinge, wie er der Weisheit eigen ist[225]. Er
machte oft die Erfahrung der höchsten Formen kontemplativer Versenkung, nicht
nur jene berühmte von Ostia[226],
sondern auch andere. „Ich tue das oft – er spricht von seiner Gewohnheit, über
die Schrift zu meditieren, um nicht von den belastenden Geschäften erdrückt zu
werden – „Es ist meine Freude, und soweit ich vom Zwang der Geschäfte mich
entspannen kann, flüchte ich in diese Wonne ... Zuweilen tauchst Du mich in
eine völlig ungewohnte Regung einer innerlichen Wonne, und wenn sie sich in mir
erfüllt, weiß ich nicht mehr, was dann noch kommen soll, da sie mit diesem
Leben ja nichts mehr gemeinsam hat“[227].
Wenn man diese Erfahrungen zum theologischen und psychologischen Scharfsinn des
Augustinus und zu seiner einzigartigen schriftstellerischen Begabung hinzufügt,
versteht man, warum er die Schritte des mystischen Aufstiegs mit derartiger
Genauigkeit beschrieben hat, daß manch einer ihn den Meister der Mystiker
nennen konnte.
Trotz
seiner vorherrschenden Liebe zur kontemplativen Versenkung und Meditation nahm
Augustinus die Bürde des Bischofsamtes an und ermahnte die anderen, das Gleiche
zu tun, indem sie mit demütigem Herzen auf den Ruf der Mutter Kirche
antworteten[228];
aber auch durch sein Beispiel und seine Schriften lehrte er sie, wie auch
inmitten der Verpflichtungen des Hirtenamtes der Geschmack an Gebet und
Kontemplation gewahrt werden könne. Es lohnt sich daher, hier die übrigens
bereits berühmt gewordene Zusammenfassung wiederzugeben, die in dem Werk Über den Gottesstaat zu finden ist. „Die
Liebe zur Wahrheit sucht die heilige Ruhe: die Notwendigkeit der Liebe
akzeptiert die rechtmäßige Aufgabe. Wenn einem niemand diese Last auferlegt,
muß man sich der Suche und Betrachtung der Wahrheit widmen: wenn sie einem aber
auferlegt wird, muß sie der Notwendigkeit der Liebe wegen angenommen werden:
aber auch in diesem Fall darf der Genuß an der Wahrheit nicht preisgegeben werden,
damit nicht nach Entzug dieser Wonne jene Notwendigkeit zum Druck wird“[229].
Diese so tiefe hier dargelegte Lehre würde verdienen, daß man ausführliche und
intensive Überlegungen darüber anstellt. Das wird leichter und wirksamer, wenn
man auf Augustinus selbst blickt, der ein leuchtendes Beispiel dafür bot, wie
jene beiden scheinbar widersprüchlichen Aspekte des christlichen Lebens – Gebet
und aktives Tun – miteinander versöhnt, miteinander vereint werden können.
III. Der Bischof
Es
wird angebracht sein, einen besonderen Gedanken auch dem pastoralen Wirken
dieses Bischofs zu widmen, den zu den größten Bischöfen der Kirche zu zählen
niemand zögern wird. Diese Tätigkeit ging ebenfalls aus seiner Bekehrung
hervor, weil aus dieser Quelle sein Vorsatz entsprang, Gott zu dienen. „Nun
liebe ich dich allein ...‚ dir allein zu dienen bin ich bereit“[230].
Als er sich aber später bewußt geworden war, daß dieser Dienst auf die
Erfüllung des Hirtenamtes ausgeweitet werden sollte, zögerte er nicht, es anzunehmen;
voll Demut, mit ängstlichem und betrübtem Herzen, doch um Gott und der Kirche
zu gehorchen, nahm er die Bürde auf sich[231].
Die
drei Bereiche dieses pastoralen Wirkens, die sich, drei konzentrischen Kreisen
gleich, ständig ausweiteten, waren: die Ortskirche von Hippo, die nicht groß,
aber unruhig und arm war; die unglücklicherweise zwischen Katholiken und
Donatisten gespaltene afrikanische Kirche; und die vom Heidentum und von den
Manichäern bekämpfte und von häretischen Bewegungen beunruhigte Universalkirche.
Er
sah sich in allen diesen Bereichen als Diener der Kirche, ja als „Diener
Christi und durch ihn als Diener der Diener Christi“[232],
während er aus diesem Grundsatz alle, auch die mutigsten Konsequenzen zog, z.B.
sein Leben für die Gläubigen hingeben zu wollen[233].
Denn erflehte den Herrn um die Kraft an, sie so zu lieben, daß er willens und
bereit sei, „tatsächlich oder in seiner Entschlossenheit“ für sie zu sterben[234]. Er
war schon längst davon überzeugt, dass jemand, der, mit der Führung des Volkes
betraut, diese innere Bereitschaft vermissen läßt, erst recht ein Bischof,
einer Vogelscheuche aus Spreu, wie sie im Weinberg aufgestellt wird, sehr
ähnlich ist[235].
Er will nicht wohlbehalten sein ohne seine Gläubigen[236] und
ist zu jedem Opfer bereit, nur um die Irrenden auf den Weg der Wahrheit
zurückzurufen[237].
In einem Augenblick höchster Gefahr, beim Vandaleneinfall wies er die Priester
mit aller Strenge an, auch unter eigener Lebensgefahr bei den Gläubigen zu
bleiben[238];
mit anderen Worten: er wollte, daß die Bischöfe und Priester den Gläubigen so
dienen, wie Christus selbst ihnen gedient hat. „In welchem Sinne der
vorsitzende Bischof Diener ist, wollen wir sehen. In dem Sinne, in dem der Herr
selbst Diener war“[239].
Das war immer der Plan für sein Handeln.
In
seiner Diözese, aus der er sich nur entfernte, wenn es dringend notwendig war[240],
war er unermüdlich in den einzelnen Aufgaben eines guten Bischofs tätig: im
Predigtdienst – er predigte am Samstag und am Sonntag und oft die ganze Woche[241] –‚
in der Katechese[242], in
der sogenannten „Bischofsaudienz“, die den ganzen Tag dauerte, so daß er sogar
auf das Essen verzichten mußte[243], in
der Sorge für die Armen[244], in
der Unterweisung des Klerus[245], in
der Führung der Mönche, von denen viele ins Priester- und ins Bischofsamt berufen,
wurden[246],
und der Nonnenklöster[247].
Als er starb, „hinterließ er der Kirche einen zahlenmäßig starken Klerus sowie
Männer- und Frauenklöster, die voll waren mit enthaltsam lebenden Personen
unter ihren Oberen, dazu noch die Bibliotheken“[248].
Ebenso
unermüdlich verwendete er sich auch für die afrikanische Kirche: immer wenn er
zum Predigen irgendwohin gerufen wurde, erfüllte er seine Aufgabe[249]: er
nahm ungeachtet der Schwierigkeiten der Reise an den häufigen Regionalkonzilien
teil, wo er sich mit Klugheit, Eifer und Leidenschaft um die Behebung des
Schismas mit den Donatisten bemühte, durch das die Kirche in zwei Teile
zerrissen wurde. Das war seine größte Anstrengung und wegen des glücklichen
Ausgangs sein größtes Verdienst. In zahllosen Werken erläuterte er die
Geschichte und die Lehre der Donatisten, legte die katholische Lehre über das
Wesen der Sakramente und der Kirche vor; er förderte eine ökumenische Begegnung
zwischen katholischen Bischöfen und Donatistenbischöfen, der er durch seine
persönliche Anwesenheit Leben verlieh, auf der er Vorschläge machte und
erreichte, daß sämtliche Hindernisse für die Wiederversöhnung beseitigt wurden,
nachdem unter anderem auch durchgesetzt worden war, daß Donatistenbischöfe auf
das Bischofsamt verzichteten[250]; er
verbreitete dann die Schlußdekrete dieser Versammlung[251] und
machte sich überglücklich auf den Weg und an das Werk der Festigung des
Friedens[252].
Verfolgt und mit dem Tode bedroht, entkam er einmal den Händen der
donatistischen „Circumcellionen“ (das waren anti-römische,
religiös-sozialistische, bewaffnete Schwärmer) nur deshalb, weil ihr Führer den
Weg verfehlt hatte[253].
Zudem
verfaßte er zum Nutzen der Universalkirche so viele Werke, schrieb so viele
Briefe, hielt so viele Streitgespräche. Die Manichäer, die Pelagianer, die
Arianer und die Heiden wurden alle von seiner pastoralen Sorge umgeben zur
Verteidigung des katholischen Glaubens. Unermüdlich arbeitete er Tag und Nacht[254]. In
seinen letzten Lebensjahren diktierte er noch nachts ein Werk und ein anderes,
wenn er etwas Zeit hatte, am Tag[255].
Als er 76jährig starb, hinterließ er drei unvollendete Schriften. Sie sind der
sprechendste Beweis, das eindrucksvollste Zeugnis für seinen unendlichen Eifer
und seine unvergleichliche Liebe zur Kirche.
IV. Augustinus an die Menschen von
heute
Diesen
außergewöhnlichen Mann wollen wir, ehe wir schließen, fragen, was er den
Menschen unserer Zeit zu sagen habe. Ich glaube, es ist in der Tat viel, was er
uns sowohl durch sein Beispiel als auch durch seine Lehre zeigen könnte. Den,
der die Wahrheit sucht, lehrt er, nicht die Hoffnung aufzugeben, daß er sie
einmal finden werde. Das erläutert er durch sein Beispiel – nach vielen Jahren
mühsamen Suchens hat er sie schließlich wiedergefunden – und durch seine
schriftstellerische Tätigkeit, deren Programm er im ersten nach seiner
Bekehrung geschriebenen Brief festlegt. „Mir scheint, die Menschen müßten sich
... auf die Hoffnung zurückziehen, die Wahrheit zu finden“[256]. Er
mahnt daher, „fromm, uneigennützig und eifrig“ die Wahrheit zu suchen[257], zu
überwinden: jeden Skeptizismus durch die Rückkehr zum eigenen Inneren, wo die
Wahrheit wohnt[258],
den Materialismus, der den Geist daran hindert, seine unauflösliche
Verbundenheit mit der erkennbaren Wirklichkeit zu erfassen[259],
das allzu große Vertrauen in die Vernunft (den Rationalismus), der dadurch, daß
er die Zusammenarbeit mit dem Glauben verweigert, sich in die Lage bringt, das
„Geheimnis“ des Menschen nicht zu verstehen[260].
Den
Theologen aber, die sich verdienstvollerweise um die Erforschung und Vertiefung
der Glaubenslehre bemühen, hinterläßt er das gewaltige Erbe seines größtenteils
noch immer gültigen Denkens und insbesondere die theologische Methode, der er
selber unerschütterlich treu geblieben ist. Wir wissen, daß zu dieser
theologischen Methode der volle Gehorsam gegenüber der Autorität des Glaubens
gehörte, die ihrem Ursprung nach eine ist – nämlich die Autorität Christi[261] –
und die sich durch die Heilige Schrift, die Überlieferung und die Kirche
kundtut; der glühende Wunsch, den eigenen Glauben zu verstehen – „Verstehen
liebe ich sehr“[262],
sagt er zu den anderen und wendet es auf sich selbst an[263] –;
das tiefe Gespür für das Mysterium – „besser ist nämlich“, ruft er aus,
„gläubige Unwissenheit als unbesonnenes Wissen“[264] –
und die feste Gewißheit im Herzen, daß die christliche Lehre von Gott kommt und
daher eine Eigenheit besitzt, die nicht nur in allen Teilen gewahrt werden muß
– das ist die „Jungfräulichkeit“ des Glaubens, von der er sprach –‚ sondern
auch als leuchtender Maßstab für die Beurteilung übereinstimmender oder
widersprüchlicher philosophischer Lehrmeinungen dienen soll[265].
Jedem
ist bekannt, wie sehr Augustinus die Heilige Schrift liebte, – er preist ihren
göttlichen Ursprung[266],
ihren irrtumsfreien Charakter[267],
ihre Tiefe und ihren unerschöpflichen Reichtum[268] –
und wie ausgiebig er sie studierte. Aber er studiert und will, daß man die
ganze Schrift studiert, damit ihr wahres Denken oder, wie er sagt, ihr „Herz“[269] in
strahlendes Licht getaucht wird, indem es, wo nötig, mit sich selbst in
Einklang gebracht wird[270].
Diese Voraussetzungen hält er für grundlegend für das Verständnis der Heiligen
Schrift. Deshalb liest er sie in der Kirche und trägt der Überlieferung
Rechnung, deren Eigenart[271] und
zwingende Kraft[272] er
nachdrücklich herausstellt. Berühmt ist sein Ausspruch: „Ich würde nicht an das
Evangelium glauben, wenn mich nicht die Autorität der katholischen Kirche dazu
anhielte“[273].
In
den Auseinandersetzungen, die über die Auslegung der Heiligen Schrift
entstanden sind und entstehen, rät er, „mit heiliger Demut, mit katholischem
Frieden, mit christlicher Liebe“ zu diskutieren, bis die Wahrheit selbst
aufgedeckt wird, die Gott „in den Stuhl der Einheit ... gelegt hat“[274].
Dann wird sich herausstellen, daß der Streit nicht vergebens entstanden ist,
weil sich aus ihm „eine Gelegenheit zum Lernen ergab“[275] und
auch ein Fortschritt im Glaubensverständnis gemacht wurde.
Um
noch ein paar ähnliche Elemente der Lehre des Augustinus für die Menschen der
heutigen Zeit anzuführen, möchte ich meinen, daß er den Suchern und Denkern das
Doppelthema vorlegt, bei dem sich der menschliche Verstand aufhalten soll: Gott
und Mensch. Augustinus richtet an sich selbst die Frage: „Was will ich
wissen?“, und er antwortet: „Gott und die SeeIe will ich wissen“. Nicht mehr?
Nein, sonst nichts[276].
Und vor dem traurigen Schauspiel des Übels in der Welt mahnt er sie, darauf zu
vertrauen, daß schließlich das Gute siegen wird, jene Gottesstadt, „wo der Sieg
Wahrheit, die Würde Heiligkeit, der Friede Glückseligkeit und das Leben
Ewigkeit ist“[277].
Die
Wissenschaftler und Gelehrten fordert er auf, in der Schöpfung die Spur Gottes
zu erkennen[278]
und in der Harmonie des Universums die „Samen“ zu entdecken, die Gott ausgesät
hat[279].
Den Menschen aber, denen das Geschick der Völker anvertraut ist, rät er
leidenschaftlich, vor allen Dingen den Frieden zu lieben[280] und
ihn nicht durch Kampf, sondern mit friedlichen Mitteln zu fördern, weil es –
wie er sehr weise schreibt – „ein größerer Ruhm ist, den Krieg durch das Wort
zu töten als Menschen durch das Schwert und den Frieden durch Frieden und nicht
durch Krieg anzustreben und zu erreichen“[281].
Schließlich
möchte ich mit Recht ein Wort der Jugend widmen, die Augustinus sowohl vor
seiner Bekehrung als Rhetoriklehrer[282] wie
später als Bischof sehr geliebt hat[283].
Ihr ruft er in einprägsamer Weise jene drei großen Begriffe – seine
Lieblingsbegriffe – in Erinnerung: Wahrheit, Liebe, Freiheit, drei Güter, die
eng miteinander zusammenhängen. Er spornt sie an, die Schönheit besonders zu
schätzen, deren großer Liebhaber er war[284]; er
meint damit nicht nur die Schönheit der Körper, die die Schönheit des Geistes
in Vergessenheit geraten lassen könnte[285],
noch allein die Schönheit der Kunst[286],
sondern die der Tugend innewohnende Schönheit[287],
und vor allem die ewige Schönheit Gottes, von der jede Schönheit der Körper,
der Kunst und der Tugend herrührt; denn für ihn ist Gott „die Schönheit alles
Schönen“[288],
„in dem und von dem und durch den alles gut und schön ist, was gut und schön
ist“[289]. In
Erinnerung an die Jahre, die seiner Bekehrung vorausgegangen sind, bedauert er
mit Bitterkeit, erst so spät diese Schönheit geliebt zu haben, die er „ewig alt
und ewig neu“ nennt[290],
und er warnt die Jugend, ihn darin nicht nachzuahmen, sondern dadurch, daß sie,
indem sie die Schönheit immer und vor allen Dingen liebt, in ihr den inneren
Glanz ihrer Jugend bewahrt[291].
V. Schluß
Ich
wollte auf diese Weise der Bekehrung des heiligen Augustinus gedenken und die
Lehren dieses unvergleichlichen Mannes kurz zusammenfassen, als dessen Söhne
und Schüler wir uns wohl alle in der Kirche und im Abendland fühlen. Ich
spreche noch einmal den herzlichen Wunsch aus, daß seine Lehre erforscht und
noch weiter bekannt gemacht und sein pastoraler Eifer überall nachgeahmt werden
möge, damit die Lehre dieses großen Lehrers und heiligen Dieners in der Kirche
und in der Welt erfolgreich weiterbestehe zum Nutzen des Glaubens und der
menschlichen Kultur.
Der
1600. Jahrestag der Bekehrung des hl. Augustinus bietet eine sehr günstige
Gelegenheit, die Augustinusstudien zu verstärken und die Verehrung für ihn zu
verbreiten. Zu diesem Engagement und Ziel rufe ich aber ganz besonders die
Ordensleute – Männer und Frauen – auf, die sich seines Namens und Erbes rühmen
oder in irgendeiner Form seiner Regel folgen, und fordere sie auf, von dieser
sich bietenden Gelegenheit weithin Gebrauch zu machen und das vielfältige
Vorbild und Ideal der Weisheit und Heiligkeit des hI. Augustinus zu erneuern
und eifriger denn je zu verbreiten.
Bei
den verschiedenen Initiativen und Feiern, die aus diesem Anlaß überall
organisiert worden sind, werde ich mit dankbarem Herzen und guten Wünschen
geistig anwesend sein; auf jede einzelne von ihnen rufe ich den himmlischen
Schutz und die Hilfe der Jungfrau Maria herab, die der Bischof von Hippo als
Mutter der Kirche gepriesen hat[292],
mit dem Apostolischen Segen, den ich mit diesem Brief von Herzen erteilen will.
Gegeben
zu Rom, bei Sankt Peter, am 28. August 1986, Fest des hl. Augustinus, Bischof
und Lehrer der Kirche, im achten Jahr meines Pontifikates.
PAPST JOHANNES PAUL II.
[1] Cölestin I., Schreiben Apostolici verba (Mai 431): PL 50, 530 A.
[2] Vgl. Leo XIII., Enzyklika Aeterni Patris (4. August 1879): Acta Leonis XIII, I, Rom 1881, 270.
[3] Vgl. Pius XI., Enzyklika Ad salutem humani generis (22. April
1930): AAS 22 (1930), 233.
[4] Paul VI., Ansprache an die Mitglieder des Augustinerordens bei der Einweihung des
Patristikinstituts
„Augustinianum“
am 4. Mai 1970: AAS 62 (1970), 426.
[5] Johannes Paul II.. Ansprache an die Professoren und Studenten des Patristikinstiiuts „Augustinianum“ beim Besuch desselben am 8. Mai 1982: AAS 74 (1982), 800.
[6] Johannes Paul II., Ansprache an das Generalkapitel des Augustinerordens am 25. August 1983: Insegnamenti VI/2 (1983), 305; Deutsch: DAS 1983, 1052.
[7] Hl. Augustinus, Serm. 93,4; 213,7: PL 38,575; 38, 1063.
„Im folgenden handelt es sich, wenn der Name des Verfassers nicht angegeben ist, immer um Augustinus“.
[8] Vgl. De beata vita 4: PL 32,961; Contra Acad. 2,2,4-6: PL 32,921-922; Solil. 1,1,1-6: PL 32,869-872.
[9] De dono persev. 20,53: PL 45,1026.
[10] Vgl. Confess. 1,11,17; PL 32,669.
[11] Vgl. Confess. 9,8,17-9,13,17: PL 32,771-780.
[12] Vgl. Confess.
6,5,8: PL 32,723.
[13] Confess. 3,4,8: PL 32,686; ebd. 5,14,25: PL 32,718.
[14] Contra Acad. 2,2,5: PL 32,921.
[15] Confess. 3,4,7: PL 32,685.
[16] Confess. 3,6,10: PL 32,687.
[17] De beata vita 4: PL 32,961.
[18] Serm. 51,5,6: PL 38,336.
[19] De utilitate cred. 1,2: PL 42,66.
[20] Ebd.
[21] Vgl. Confess.
5,3,3: PL 32,707.
[22] Vgl. Confess.
5,10,19; 5,13,23; 5,14,24: PL 32,715,717,718.
[23] De beata
vita 4: PL 32,961; Vgl. Confess. 5,9,19; 5,14,25; 6,1,1: PL 32,715,716,719.
[24] Vgl. De
utilitate credendi 8,20: PL
42,78-79.
[25] Confess. 6,11,18: PL 32,729.
[26] Vgl. Confess.
3,12,21: PL 32,694.
[27] Vgl. Contra
Acad. 3,20,43: PL 32,957; Confess. 6,5,7: PL 32,722-723.
[28] De ordine 2,9,26: PL 32,1007.
[29] Vgl. Confess.
7,19,25: PL 32,746.
[30] Vgl. Confess.
6,5,7; 6,11,19; 7,7,11: PL
32,723,729,739.
[31] Vgl. Confess.
7,7,11: PL 32,739.
[32] Confess. 7,10,16: PL 32,742.
[33] Vgl. Confess.
7,1,1; 7,7,11: PL 32,733,739.
[34] Vgl. Confess.
7,5,7: PL 32,736.
[35] Confess. 7,12,19: PL 32,743.
[36] Vgl. Confess.
7,12,18: PL 32,743.
[37] Vgl. Confess.
7,3,5: PL 32,735.
[38] Confess. 8,10,22: PL 32,759; vgl. ebd. 8,5,10-11: PL 32,753-754.
[39] Vgl. Confess.
7,17,23: PL 32,744-745.
[40] Vgl. Confess.
7,21,26: PL 32,749.
[41] Confess. 7,21,27: PL 32,747.
[42] Contra Acad. 2,2,6: PL 32,922.
[43] Vgl. Confess.
7,21,27: PL 32,748.
[44] Confess. 1,11,17: PL 32,669.
[45] Vgl. Confess.
6,11,18; 8,7,17: PL 32,729,757.
[46] Vgl. Confess.
8,5,11-12: PL 32,754.
[47] Vgl. Confess.
6,12,21: PL 32,730.
[48] Vgl. Confess.
6,6,9: PL 32,723.
[49] Vgl. Confess.
6,15,25: PL 32,732.
[50] Vgl. Confess.
8,1,2: PL 32,749.
[51] Vgl. Confess.
8,6,13-15: PL 32,755-756.
[52] Confess. 8,11,27: PL 32,761.
[53] Vgl. Confess.
8,7,16-8,12,29: PL 32,756-762.
[54] Confess. 8,12,30: PL 32,762.
[55] Vgl. Confess.
9,2,2-4: PL 32,763.
[56] Vgl. Confess.
9,4,7-12: PL 32,766-769.
[57] Vgl. Confess.
9,5,13: PL 32,769.
[58] Confess. 9,6,14: PL 32,769.
[59] Confess. 9,6,14: PL 32,769.
[60] Vgl. Confess.
9,12,28s.: PL 32,775s.
[61] Vgl. De
mor. Eccl. cath. 1,33,70:
PL 32,1340.
[62] Possidius, Vita
S. Augustini, 3,1: PL 32,36.
[63] Vgl. Serm.
355,2: PL 39,1569.
[64] Vgl. Possidius, Vita s. Augustini 11,2: PL
32,42.
[65] Vgl. L. Verheijen, La règle de saint Augustin, Paris 1967 I-II.
[66] Confess. 9,2,3: PL 32,764; vgl. ebd. 10,6,8: PL 32,782.
[67] Tractatus in Io 26,5: PL 35,1609.
[68] De Trin. 1,5,8: PL 42,825.
[69] Contra Acad. 3,20,43: PL 32,957.
[70] Vgl. De
ordine 2,9,26: PL 32,1007.
[71] Serm. 43,9: PL 38,258.
[72] Vgl. De
utilitate credendi: PL 42,65-92.
[73] Vgl. Confess.
6,4,6: PL 32,722; De serm. Domini in monte 2,3,14: PL 34,1275.
[74] Vgl. Ep.
118,5,32: PL 33,447.
[75] Vgl. Serm.
51,5.6: PL 38,337.
[76] Vgl. De
quantitate animae 7,12: PL
32,1041-1042.
[77] De vera relig. 24,45: PL 34,1041-1042.
[78] Ep. 120,2,8: PL 33,456.
[79] De praed. sanctorum 2,5: PL 44,962-963.
[80] Contra ep. Man. 4,5: PL 42,175.
[81] Vgl. z. B. De
civ. Dei 2,29,1-2: PL 41,77-78.
[82] De civ. Dei 19,17: PL 41,645.
[83] Vgl. Solil.
1,2,7: PL 32,872.
[84] Confess. 1,5,5: PL 32,663.
[85] Serm. 117,5: PL 38,673.
[86] Ep. 120,3,13: PL 33,459.
[87] De Trin. 5,1,2: PL 42,912; Vgl. Confess. 4,16,28: PL 32,704.
[88] De civ. Dei 8,4: PL 41,228.
[89] De civ. Dei 8,10,2: PL 41,235.
[90] Confess. 9,4,10:
PL 32,768.
[91] Vgl. Confess.
1,4,4: PL 32,662.
[92] Ep. 187,4,14: PL 33,837.
[93] Vgl. De
magistro 11,38-14,46: PL
32,1215-1220.
[94] Vgl. Confess.
13,9,10: PL 32,848-849.
[95] Confess. 3,6,11: PL 32,637-688.
[96] Confess. 10,27,38: PL 32,795.
[97] Confess. 5,2,2: PL 32,707.
[98] Confess. 1,1,1: PL 32,661.
[99] De Trin. 14,8,11: PL 42,1044.
[100] De Trin. 14,4,6: PL 42,1040.
[101] De civ. Dei 12,1,3: PL 41,349.
[102] De vera relig. 39,72: PL 34,154.
[103] Vgl. Confess. 13,9,10: PL
32,848-849.
[104] Vgl. De
bono coniugali 1,1: PL 40,373.
[105] De civ. Dei 12,27: PL 41,376.
[106] Confess. 4,14,22: PL
32,702.
[107] Confess. 4,4,9: PL 32,697.
[108] GS 10; vgl. Nr. 12-18.
[109] De civ. Dei 12,27: PL 41,376.
[110] De Trin. 13,19,24: PL 42,1034.
[111] Ep. 118,5,33: PL 33,448.
[112] De civ. Dei 11,10,1: PL 41,325.
[113] De Trin. 4,20,29: PL 42,908.
[114] Vgl. De
Trin. 15,17,29: PL 42,1081.
[115] Vgl. De
Trin. 15,27,50: PL 42,1097; ebd. 1,5,8: PL 42,824-825 et 9,12,18: PL 42,970-971.
[116] De Trin. 1,2,4: PL 42,822.
[117] Vgl. Confess.
7,19,25: PL 32,746.
[118] De dono persev. 24,67: PL 45,1033-1034.
[119] Serm. 186,1,1: PL 38,999.
[120] Serm. 294,9: PL 38,1340.
[121] Serm. 293,7: PL 38,1332.
[122] Vgl. Tractatus
in Io 66,2: PL 35,1810-1811.
[123] Vgl. Serm. 47,12-20: PL
38,308-312.
[124] Vgl. Confess. 10,42,68:
PL 32,808.
[125] De civ. Dei 10,32,2: PL 41,315.
[126] Vgl. De
Trin. 4,13,17: PL 42,899.
[127] Vgl. De
Trin. 4,13,16: PL 42,898.
[128] Vgl. De
Trin. 4,14,19: PL 42,901.
[129] De gratia Christi er de pecc. orig. 2,24,28: PL 44,398.
[130] Serm. 151,5: PL 38,817.
[131] Enarr. in ps. 70, d. 2,1: PL 36,891.
[132] De nupt. et concup. 2,12,25: PL 44,450-451.
[133] De pecc. mer. et rem. 1,26,39: PL 44,131.
[134] Tractatus in Io 21,8: PL 35,1568.
[135] Serm. 267,4: PL 38,1231.
[136] Serm. 71,12,18: PL 38,454.
[137] Serm. 71,20,33: PL 38,463-464.
[138] Vgl. LG 13-14; 21 usw.
[139] Vgl. De
civ. Dei 1,35; 18,50: PL 41,46;
612.
[140] Vgl. z.B. De unitate Ecclesiae: PL
43,391-446.
[141] Ep. 43,7: PL
33,163.
[142] Vgl. De
civ. Dei 18,51: PL 41,613.
[143] Vgl. Retract. 2,18: PL 32,637.
[144] Vgl. Confess. 6,11,18: PL 32,728-729.
[145] De mor. Eccl. cath. 1,30,62: PL 32,1336.
[146] Vgl. Confess. 7,7,11: PL
32,739.
[147] Vgl. Ep. 48,2: PL 33,188.
[148] Serm. 22,10: PL 38,154.
[149] Vgl. z.B. Psalmus contra panem Donati epilogus: PL 43,31-32.
[150] Vgl. Tractatus in Io 6,15: PL
35,1432.
[151] De catech. rud. 15,23: PL 40,328.
[152] Vgl. Serm. 188,4: PL 38,1004.
[153] Vgl. Confess. 7,7,11: PL
32,739.
[154] Vgl. De bapt. 3,2,2: PL
43,139-140.
[155] Contra litt. Petil. 3,9,10: PL 43,353.
[156] Vgl. Enarr. in ps. 88, d. 2,14: PL
37,1140.
[157] Tractatus in Io 32,8: PL 35,1646.
[158] Vgl. Confess. 8,10,22; 7,18,24: PL
32,759 und 745.
[159] Vgl. z.B. Confess. 8,9,21; 8,12,29: PL
32,758-759; 762.
[160] Vgl. De libero arb. 3,1,3: PL
32,1272; De duabus animabus 10,14: PL 42,104-105.
[161] Vgl. Confess. 4,3,4: PL
32,694-695.
[162] Vgl. De civ. Dei 5,8: PL
41,148.
[163] Vgl. De libero arb. 3,4,10-11: PL
32,1276; De civ. Dei 5,9,1-4: PL 41,148-152.
[164] Ep. 157,2,10: PL 33,677.
[165] Serm. 169,11,13: PL 38,923.
[166] Vgl. De
gratia et lib. arb. 2,2-11,23: PL
44,882-895.
[167] Vgl. Ep.
214,6: PL 33,970.
[168] Vgl. De
pecc. mer. et rem. 2,18,28: PL
44,124-125.
[169] Vgl. De
gratia Christi et de pecc. orig. 47,52: PL
44,383-384.
[170] Ep. 214,2: PL
33,969.
[171] De natura et gratia 43,50: PL 44,271; Vgl. Conc. Trid., D-S.
[172] De natura
er gratia 26,29: PL 44,261.
[173] Vgl. Ep.
130: PL 33,494-507.
[174] De dono persev. 16,39: PL 45,1017.
[175] De pecc. mer. et rem. 2,17,26: PL 44,167.
[176] De spiritu et littera 3,5: PL 44,203.
[177] Contra duas epp. Pel. 4,5,11: PL 44,617.
[178] Ep. 105,2,10: PL 33,400.
[179] Vgl. De
libero arb. 2,13,37: PL 32,1261.
[180] De corrept. et gratia 12,33: PL 44,936.
[181] Vgl. Confess. 8,5,10; 8,9,21: PL
32,753; 758-759.
[182] Vgl. Confess. 9,4,10: PL
32,768.
[183] Vgl. De vera relig. 10,19: PL
34, 131.
[184] Vgl. Enarr. in Ps. 70, d. 2,3: PL
36,893.
[185] Ep. 187: PL 33,832-848.
[186] Enarr. in Ps. 49,2: PL 36,565.
[187] Vgl. De
pecc. mer. et rem. 2,7,9: PL
44,156-157; Serm. 166,4: PL 38,909.
[188] Tractatus in Io 26,25: PL 35,1607-1609.
[189] Contra Iulianum 3,112: PL 45,1296.
[190] De gratia Christi et de pecc. orig. 1,13,14: PL 44,368.
[191] Ep. 167,6,19: PL 33,740.
[192] Enarr. in ps. 101, d. 2,10: PL 37,1311-1312.
[193] Vgl. Confess. liber II: PL
32,809-826.
[194] Tractatus in Io 38,10: PL 35,1680.
[195] De Gen. ad Litt. 11,15,20: PL 34,437.
[196] De civ. Dei 19,13: PL 41,840.
[197] Confess. 9,13,37: PL 32,780.
[198] Contra Iulianum 6,15: PL 45,1535.
[199] Vgl. De serm. Domini in monte 2,5,14: PL
34,1236.
[200] Enarr in ps. 37,14: PL 36,404.
[201] De dono persev. 22,60: PL 45,1029.
[202] Enarr. in ps. 85,1: PL 37,1081.
[203] Vgl. De
quantitate animae 33,73-76: PL
32, 1075-1077.
[204] Vgl. De
natura et gratia 70,84: PL
44,290.
[205] Vgl. De
serm. Domini in monte 1,1,3-4: PL
34, 1231-1232; De doctr. Christ.
2,7,9-11: PL 34,39-40.
[206] Vgl. De
serm. Domini in monte 2,11,38: PL
34,1286.
[207] Vgl. De
sancta virginitate 28,28: PL
40,411.
[208] De Trin. 8,7,10: PL 42,956.
[209] De catech. rudibus 4,8: PL 40,315.
[210] Vgl. De
Trin. 14,10,13: PL 42,1047.
[211] Vgl. Ep.
137,5,17: PL 38,524.
[212] Vgl. de
catech. rudibus 12,17: PL 40,323.
[213] Vgl. Ep.
137,5,17; 138,2,15: PL 38,524;
531-532.
[214] Vgl. De
natura et gratia 70,84: PL
44,290.
[215] Vgl. Tractatus in Io 87,1: PL
35,1852.
[216] Vgl. Tractatus in ep. Io 7,8; 10,7: PL
35,1441; 1470-1471.
[217] Tractatus in Io 32,8: PL 35,1646.
[218] Vgl. De
bono viduitatis 21,26: PL 40,447.
[219] Vgl. de
catech. rudibus 12,17: PL 40,323.
[220] Vgl. Serm.
169,18: PL 38,926; De perf. iust.
hom.: PL 44,291-318.
[221] Vgl. Enarr.
in ps. 53,10: PL 36,666-667.
[222] Tractatus in ep. Io, prol.: PL 35,1977.
[223] Vgl. De
civ. Dei 15,22: PL 41,467.
[224] De gratia et lib. arb. 18,37: PL 44,903-904.
[225] Vgl. De Trin. 12,15,25: PL 42,1012.
[226] Vgl. Confess.
9,10,24: PL 32,774.
[227] Confess. 10,40,65: PL 32,807.
[228] Vgl. Ep.
48,1: PL 33,188.
[229] De civ. Dei 19,19: PL 41,647.
[230] Solil. 1,1,5: PL 32,872.
[231] Vgl. Serm.
335,2: PL 39,1569.
[232] Ep. 217: PL
33,978.
[233] Vgl. Ep.
91,10: PL 33,317-318.
[234] Miscellanea Ag., 1,404.
[235] Vgl. Miscellanea Ag., 1,568.
[236] Vgl. Serm.
17,2: PL 38,125.
[237] Vgl. Serm. 46,7,14: PL 38,278.
[238] Vgl. Ep.
128,3: PL 33,489.
[239] Miscellanca Ag., 1,565.
[240] Vgl. Ep.
122,1: PL 33,470.
[241] Vgl. Miscellanea
Ag. 1, 353: Tractatus in Io
19-22: PL 35,1543-1582.
[242] Vgl. De
catech. rudibus: PL 40,309s.
[243] Vgl. Possidius, Vita S. Augustini 19,2,5: PL
32,57.
[244] Vgl. Possidius, ebd. 24,14-25: PL
32,53-54; Serm. 25,8: PL 38,170; Ep. 122,2: PL 33,471-472.
[245] Vgl. Serm.
335,2: PL 39,1569-1570; Ep. 65: PL 33,234-235.
[246] Vgl. Possidius, Vita S. Augustini 11,1: PL
32,42.
[247] Vgl. Ep.
211,1-4: PL 33,965.
[248] Possidius, Vita S. Augustini, 31,8: PL
32,64.
[249] Vgl. Retract.,
prol 2: PL 32,584.
[250] Vgl. Ep. 128,3: PL 33,489; De gestis cum
Emerito 7: PL 43,702-703.
[251] Vgl. Post
collationem contra Donatistas: PL
43,651-690.
[252] Vgl. Possidius, Vita S. Augustini 9-14: PL
32,40-45.
[253] Vgl. Possidius, ebd. 12,1-2: PL 32,43.
[254] Vgl. Possidius, ebd. 24,11: „… in die laborans et in nocte lucubrans“: PL 32,54.
[255] Vgl. Ep.
224,2: PL 33,1001-1002.
[256] Ep. 1,1: PL
33,61.
[257] De quantitate animae, 14,24: PL 32,1049; vgl. De vera relig. 10,20: PL
34,131.
[258] Vgl. De
vera relig. 39,72: PL 34,154.
[259] Vgl. Retract.
1,8,2: PL 32,594; 1,4,4: PL 32,590.
[260] Ep. 118,5,33: PL 33,448.
[261] Vgl. Contra
Acad. 3,20,43: PL 32,957.
[262] Ep. 120,3,13: PL 33,458.
[263] Vgl. De
Trin. 1,5,8: PL 42,825.
[264] Serm. 27,4: PL 38,179.
[265] Vgl. De
doctrina Christ. 2,40,60:
PL 34,55; De civ. Dei 8,9: PL
41,233.
[266] Vgl. Enarr in ps. 90, d. 2,1: PL
37,1159-1160.
[267] Vgl. Ep. 28,3,3: PL 33,112;
82,1,3: PL 33,277.
[268] Vgl. Ep. 137,1,3: PL 33,516.
[269] De doctrina Christ. 4,5,7: PL 34,91-92.
[270] Vgl. De
perf. iust. hom. 17,38: PL
44,311-312.
[271] Vgl. De
baptismo 4,24,31: PL 43,174-175.
[272] Vgl. Contra
Iulianum 6,6-11: PL 45,1510-1521.
[273] Contra ep. Man. 5,6: PL 42,176; vgl. C. Faustum 28,2: PL 42,485-486.
[274] Ep. 105,16: PL 33,403.
[275] De civ. Dei 16,2,1: PL 41,477.
[276] Solil. 1,2,7: PL 32,872.
[277] De civ. Dei 2,29,2: PL 41,78.
[278] Vgl. De
diversis quaestionibus 83, q. 46,2: PL
40,29-31.
[279] Vgl. De Gen. ad litt. 5,23,44-45; 6,6,17-6,12,20: PL 34,337-338; 346-347.
[280] Vgl. Ep. 189,6: PL 33,856.
[281] Ep. 229,2: PL 33,1020.
[282] Vgl. Confess. 6,7,11-12:
PL 32,725; De ordine 1,10,30: PL
32,991.
[283] Vgl. Ep.
26; 118; 243; 266: PL 33,103-107;
431-449; 1054-1059; 1089-1091.
[284] Vgl. Confess. 4,13,20: PL
32,701.
[285] Vgl. Confess. 10,8,15: PL
32,785-786.
[286] Vgl. Confess. 10,34,53: PL
32,801.
[287] Vgl. Ep. 120,4,20: PL 33,462.
[288] Confess. 3,6,10: PL 32,687.
[289] Solil. 1,1,3: PL 32,870.
[290] Confess. 10,27,38: PL 32,795.
[291] Vgl. Ep. 120,4,20: PL 33,462.
[292] Vgl. De sancta virginitate, 6,6: PL
40,339.