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Fr 30. Sep 2016 18:48

Papstbesuch in Georgien

(radiovatikan.de) Papst Franziskus hat bei seinem Besuch am Sitz des orthodoxen Patriarchen in Tiflis die Brüderlichkeit zwischen katholischer und orthodoxer Kirche bekräftigt. „Angesichts einer Welt, die nach Barmherzigkeit, Einheit und Frieden dürstet, verlangt sie von uns, dass diese Bande zwischen uns frischen Schwung und neues Feuer erhalten. Der Friedenskuss und unsere brüderliche Umarmung sind schon ein beredtes Zeichen davon.“

Das Verhältnis der georgisch-orthodoxen Kirche zu den orthodoxen Schwesterkirchen und anderen christlichen Konfessionen gilt als schwierig. Bei seiner Ankunft am Flughafen von Tiflis war Papst Franziskus von mehreren Dutzend Demonstranten mit Transparenten empfangen worden, die ihn als „nicht willkommen“ bezeichneten. Bereits in den vergangenen Tagen hatten ultrakonservative Anhänger der georgisch-orthodoxen Kirche vor der diplomatischen Vertretung des Heiligen Stuhls in Tiflis gegen den Papstbesuch protestiert. Patriarch Ilia II. verurteilte diese Kundgebungen.

Der 83-jährige Patriarch, seit 1977 an der Spitze der georgisch-orthodoxen Kirche, sprach seinerseits von einer brüderlichen Verbundenheit der Kirchen von Tiflis und Rom. Die Anwesenheit des Papstes nannte er einen „historischen Besuch“ und eine Stärkung für ganz Georgien. Der Begegnung wohnten auch Vertreter anderer Konfessionen wie etwa der armenischen Kirche sowie Repräsentanten nichtchristlicher Religionen bei.

Papst Franziskus nannte den orthodoxen Patriarchen in seiner Ansprache mehrfach „geliebter Bruder”. „Geliebter Bruder, lassen wir uns wieder neu vom Herrn Jesus anschauen, lassen wir uns weiter von seiner Einladung anziehen, das zurückzulassen, was uns davon abhält, gemeinsam Verkünder seiner Gegenwart zu sein,“ fuhr Franziskus fort.

Unterstützt würden die Kirchen von der Liebe, die der Herr verkörpere. Auch der große Dichter Georgiens aus dem 12. Jahrhundert, Schota Rustaweli, habe von dieser Liebe geschrieben: „Hast du gelesen, wie die Apostel über die Liebe schreiben, von ihr sprechen, sie loben? Erkenne es, wende deinen Sinn diesen Worten zu: Die Liebe richtet uns auf“. Franziskus: „Tatsächlich richtet uns die Liebe des Herrn auf, da sie uns erlaubt, uns über die Missverständnisse der Vergangenheit, über die Berechnungen der Gegenwart und über die Angst vor der Zukunft zu erheben.“

Lesen Sie noch mehr im Bericht von Radio Vatikan!

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