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Fr 30. Juni 2017 20:24

Bischof Klaus Küng weihte zwei Diakone, die Priester werden wollen

(presse.kirche.at) 

Zwei Seminaristen hat Diözesanbischof Klaus Küng am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus im Dom zu St. Pölten zu Diakonen geweiht. Die Weihe empfingen Christoph Hofstätter, 37, aus Hofamt Priel und Pawel Przybysz, 29, aus Jelenia Góra, Polen. „Wer die Hingabe in Treue lebt, wird dazu beitragen, dass auch bei anderen der Wunsch erwacht, das Leben christlich zu gestalten“, betonte Küng in seiner Predigt. „Auf einmal wird ein neuer Wachstumsprozess einsetzen, wie das in der Geschichte der Kirche, auch unserer Diözese, immer wieder passiert ist.“

Der Bischof erinnerte an Worte von Papst Franziskus an werdende Priester, wenn er „mit ungeschminkter Direktheit“ von der Notwendigkeit einer uneingeschränkten Dienstbereitschaft und eines weiten Herzens, das offen ist für die Not der Menschen, spreche. Das bevorzugte Leitbild des Papstes sei das des Guten Hirten, „der ganz nahe bei seinen Schafen ist und sein Leben für sie hingibt“.

Jedes Versprechen, das von den Kandidaten vor Beginn der Weihehandlungen gegeben wird, enthalte „jeweils als Kern gerade das, was Kraft gibt und Wirksamkeit verleiht“, so Küng. Das Versprechen, den Glauben „gemäß dem Evangelium und der Überlieferung in Wort und Tat“ zu verkünden, sei heute „oft eine echte Herausforderung, weil viele zwar meist noch getauft und gefirmt sind, aber die Botschaft des Evangeliums nie wirklich empfangen haben“. Die Wahrnehmung dieser Aufgabe setze voraus, immer selbst gut auf Wort Gottes hinzuhören.

Das Versprechen, ehelos zu leben, würden „viele gar nicht mehr verstehen“, wie Küng sagte, und stelle „in der heutigen Zeit geradezu eine Provokation dar“. Es sei wichtig zu überlegen, was notwendig sei, um „als zölibatär Lebende froh zu sein und froh zu bleiben, ähnlich wie christliche Familien geeignete Wege finden müssen, um in der heutigen Zeit bestehen zu können“. Küng wies auf die Bedeutung der Pflege des geistlichen Lebens, der Mitbrüderlichkeit, und auch der notwendigen Erholung hin. Bewusst aus dem Glauben heraus gelebter Zölibat stelle eine große Kraft dar, „um Gott und die anderen zu lieben“.

Die Pflege des Gebetes gehöre zu den „Hauptfragen, ob langfristig ein Weg der Hingabe gelingt und fruchtbar ist“, betonte Küng in seiner Predigt. Zugleich sei das Gebet ein Beitrag zur Heilung der Menschen unserer Zeit. Die Bereitschaftserklärungen münden schließlich in das Versprechen von Ehrfurcht und Gehorsam. Dazu Küng: „Stolz und Überheblichkeit sind die größten Feinde gerade auch intelligenter und fähiger Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen wollen. Daher ist Wachsamkeit nötig, damit nicht das eigene Ich überwiegt, Jesus verdeckt oder gar verdrängt wird.“

Bischof Küng erinnerte auch an die Geburtstage von Bischof Kurt Krenn, der am Tag davor 79 Jahre, und von Bischof Franz Žak, der am Tag danach 100 Jahre alt geworden wäre.

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