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Predigt:

Ewige Freude und Vollendung erwarten uns im Himmel

Allerheiligen A (01.11.2026)

L1: Offb 7,2-4.9-14; L2: 1 Joh 3,1-3; Ev: Mt 5,1-12a


Josef Spindelböck

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Allerheiligen ist das hohe Fest, an dem wir mit all jenen verbunden sind, die bereits ans Ziel ihres Lebens gelangt sind. Wie durch ein Tor sind sie im Tod hinübergegangen ins ewige und selige Leben bei Gott. Alle diese, welche Gott im Himmel schauen dürfen, gehören zur Gemeinschaft der Heiligen.

In der ganzen Verkündigung Jesu geht es letztlich nur um dieses Thema: wie das Reich Gottes – das Himmelreich – im Herzen von uns allen ankommen kann, die wir noch auf Erden leben. Es ist wie ein Samenkorn, das sich zu einem mächtigen Baum entfaltet. Gesät wird hier auf Erden in Glaube, Hoffnung und Liebe; geerntet wird in der Ewigkeit Gottes, in der himmlischen Stadt Gottes, dem neuen Jerusalem. Dahin sind auch wir geladen, um einst teilzunehmen am Hochzeitsmahl des ewigen Lebens.

Die Seligpreisungen Jesu, die wir im Evangelium von Allerheiligen hören, weisen uns den guten Weg zum ewigen Glück. Jesus stellt gleichsam ein Alternativprogramm vor zu all dem, was diese irdische Welt an Glück verheißt und doch nicht auf Dauer erfüllen kann. Wer sich im Glauben auf die Worte Jesu einlässt und das eigene Leben danach ausrichtet, wird all das empfangen, was der Herr verheißt, nämlich: den Reichtum des Himmels, unvergänglichen Trost und ewige Freude, das himmlische Erbe, die Sättigung des Hungers und Durstes nach Gerechtigkeit, das Erbarmen Gottes, die Anschauung Gottes, die Vollendung der Kindschaft Gottes sowie alles Übrige, was den Lohn des Himmelreiches ausmacht.

Für all das, was Jesus Christus verkündet hat, ist er eingestanden mit seinem Leben und in seinem Tod am Kreuz. Der himmlische Vater hat seine Botschaft beglaubigt durch Wunder und Zeichen und schließlich durch die Auferweckung seines Sohnes von den Toten. Jesus lebt, er stirbt nicht mehr, und er ruft alle, die an ihn glauben, in die ewige Gemeinschaft mit ihm! So ist dieser heutige Tag ein Anlass zur Freude – auch da, wo wir um einen lieben Menschen trauern, den wir vielleicht in den letzten Wochen oder Monaten verloren haben. Ja, wie viele von denen, die wir gekannt und geliebt haben, sind uns schon vorausgegangen zu Gott! Sie warten auf uns als Freunde Gottes. Die Seligkeit des Himmels wird all das übertreffen, was wir hier auf Erden an Schönem und Gutem erfahren dürfen. Im Himmel wird uns nichts von all dem genommen, was Gott uns einmal geschenkt hat. Wir werden alles wiederfinden auf eine endgültige Weise. Es wird nichts Böses mehr geben, keine Krankheit, kein Leid und der Tod hat für immer ausgedient.

Noch aber ist es nicht so weit, uns rufen wir heute die Fürbitte aller Engel und Heiligen des Himmels an. Sie mögen uns gut durch das irdische Leben geleiten, sodass wir die zeitlichen Güter nutzen, ohne die ewigen Güter zu verlieren. Die Gottesmutter Maria, der heilige Josef sowie unsere Namenspatrone und alle übrigen Heiligen des Himmels sind erfüllt vom Wunsch nach unserem Glück und unserer Vollendung. Seien wir allezeit bereit, denn wir wissen nicht, in welcher Stunde der Herr kommt! Freudige Hoffnung soll uns im Leben begleiten, denn das Ziel des Lebens ist ewige Seligkeit in der Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott sowie allen Engeln und Heiligen. Amen.