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Predigt:

Christus ist erstanden! Halleluja!

Osternacht C (07.04.2007)

L1: Gen 1,1-2,2; L2: Gen 22,1-18; L 3: Ex 14,15-15,1; L 4: Jes 54,5-14; L 5: Jes 55,1-11;L 6: Bar 3,9-15.32-4,4; L 7: Ez 36,16-17a.18-28; Epistel: Röm 6,3-11; Ev: Lk 24,1-12


Josef Spindelböck

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Ein Licht strahlt auf in dunkelster Nacht: Christus, der Herr, ist auferstanden, halleluja! Er lebt. Vertrieben ist das Dunkel der Sünde und des Todes. Neues Leben ist uns geschenkt in der Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

In dieser österlichen Erwartung und Freude haben wir eben das Osterlob (Exultet) gehört sowie die Lesungen aus dem Alten Testament, welche uns auf die frohe Botschaft von der Auferstehung Christi vorbereitet haben, wie wir sie in der Epistel aus dem Römerbrief und im Evangelium nach Lukas gehört haben. Als die Apostel und Jünger das Leiden und Sterben des Herrn am Kreuz miterlebten, da war es für sie sehr dunkel geworden im Herzen. Alles erschien ihnen umsonst, wie ein Scheitern. Sie rechneten nicht mit einem „Danach“, mit einem Neubeginn, ausgenommen die Gottesmutter Maria und vielleicht auch der Apostel Johannes.

Umso überraschter und ganz fassungslos waren sowohl die Frauen als auch die Apostel und übrigen Jünger, als sie am ersten Tag nach dem Sabbat in der Morgenfrühe das leere Grab entdeckten und dann die Botschaft der Engel vernahmen, der Herr sei nicht hier, denn er sei auferstanden und lebe. Die Apostel und Jünger wollten es den Frauen nicht glauben, die als erste mit dieser Kunde heimkamen. Es konnte sich ihrer Meinung nach nur um eine überdrehte Phantasie handeln, um belangloses „Frauengeschwätz“. Und doch ließ es den Aposteln keine Ruhe; sie begaben sich selber zum Grab des Herrn. Der erste war Petrus, der sich überzeugen konnte, dass es sich so verhielt, wie es die Frauen berichtet hatten: Das Grab Jesu war wirklich leer! War er auch auferstanden?

Um dies zu glauben brauchte es noch die persönliche Begegnung der Apostel mit dem Herrn, der ihnen schon am Ostertag und auch in den kommenden 40 Tagen noch wiederholt erscheinen sollte. Der auferstandene Herr ging auf das Fassungs- und Vorstellungsvermögen der Apostel und Jünger ein und zeigte sich ihnen als der Gekreuzigte und nunmehr in seinen Wundmalen verklärte Herr, der mit ihnen sogar aß und trank. So konnten sie sich wiederholt versichern, dass sie nicht einer frommen Einbildung aufgesessen waren oder einem religiösen Wahn, sondern dass es Wirklichkeit war: Der gekreuzigte Herr, der gestorben war, ist am dritten Tage auferstanden von den Toten, und er lebt!

Liebe Brüder und Schwestern! Als Christen leben wir aus diesem Zentralgeheimnis unseres Glaubens. Paulus sagte es einmal so: Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist unser Glaube umsonst. Daran hängt wirklich die Wahrheit des christlichen Glaubens. Nur dann wenn Jesus Christus auferstanden ist, hat uns Gott kraft des Erlösungsopfers Christi die Sünden vergeben, und wir dürfen kraft der Gnade der Taufe ein neues Leben vor Gott führen. Der alte Mensch der Sünde wurde gekreuzigt und ist tot. Der neue Mensch der Gnade lebt und jubelt über die Offenbarung des Herrn.

Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi und die Hoffnung auf die eigene Auferstehung schenken uns eine tiefe Freude, welche alle Dunkelheit der Welt vertreibt. In Christus, dem Auferstandenen, gibt es nichts mehr, was uns erschüttern könnte. Der Erlöser hat die Fesseln des Todes gelöst; er hat uns befreit aus der Knechtschaft des Satans und uns ins neue Reich des himmlischen Friedens geführt. Dieser Friede des Auferstandenen erfülle unser Herz. Er zeige auch den Menschen um uns, dass wir aus einer Hoffnung leben, welche kein Ende kennt, sondern der Erfüllung und Vollendung im Himmelreich entgegen geht. Amen