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29.04.2010 15:33:25
Die Würde der menschlichen Arbeit
(stjosef.at/predigten; JSp) Predigt zum 1. Mai (Josef der Arbeiter):
Der 1. Mai als Tag der Arbeit soll nicht nur im weltlichen und politischen Bereich gefeiert werden, sondern hat auch einen kirchlichen Sinn als Gedenktag des hl. Josef, des Arbeiters. In den liturgischen Texten dieser Messfeier wird uns die Würde und Berufung des arbeitenden Menschen vor Augen gestellt. Der Zimmermann Josef von Nazareth, dem die jungfräuliche Gottesmutter Maria und das Jesuskind anvertraut waren, ist uns Vorbild und Fürsprecher zugleich.
Schon im Tagesgebet der Messe hören wir von der besonderen Berufung des Menschen zum Schaffen und Wirken auf dieser Erde. Auf diese Weise tragen wir bei für unseren Lebensunterhalt und das soziale Zusammenleben und entfalten unsere leiblichen und geistigen Fähigkeiten. Josef von Nazareth hat mit seiner Hände Arbeit die Heilige Familie ernährt, und seine Fürbitte bei Gott erwirke uns, dass wir die irdischen Aufgaben so erfüllen, dass wir einst ins göttliche Vaterhaus eingehen dürfen, um dort den verheißenen Lohn zu empfangen.
In der Lesung aus dem Kolosserbrief des Apostels Paulus ist die Rede davon, dass wir alles im Namen Jesu tun sollen. In Dankbarkeit gegenüber Gott soll der Friede Christi in uns bleiben, damit uns so die Liebe Gottes zusammenhält und vollkommen macht. Paulus verkündet uns ein Ethos der Arbeit, indem er uns auffordert: „Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen; ihr wisst, dass ihr vom Herrn euer Erbe als Lohn empfangen werdet. Dient Christus, dem Herrn!“ Als Christen sind wir so frei, dass auch all unser irdisches Tun auf Gott bezogen ist. Auf diese Weise verlieren wir das letzte Ziel nie aus den Augen und werden weder niedergedrückt durch die Mühe des Alltags noch abgelenkt durch die Gier nach Profit, so als ob alles nur von uns abhängen würde und wir allein aus Eigennutz arbeiten würden. In allem sollen wir Diener Gottes und der Menschen sein, zur Ehre Gottes und zum Wohl und Heil aller.
Genau dieser Berufung hat der heilige Josef auf höchste Weise entsprochen. Er sah seinen demütigen Dienst als Zimmermann als ehrenvolle Aufgabe an und führte auch den jungen Jesus in die Welt der körperlichen und geistigen Arbeit ein.
Lesen Sie die Predigt zum 1. Mai in vollem Wortlaut!
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28.04.2010 10:25:23
Pädophile Täter: Gerichtspsychiater Haller rückt Dimensionen zurecht
(kathpress.at) Bei sexuellem Missbrauch sind nur 0,3 Prozent der Täter in der Kirche zu finden. Das hat der Gerichtspsychiater Reinhard Haller in einem Interview für ORF Vorarlberg betont. Haller gehört der Expertenkommission der Unabhängigen Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic an.
Die meisten Missbrauchsfälle würden in Familien oder in geschlossenen Systemen, wie zum Beispiel in Vereinen, passieren.
"Dies wird in der derzeitigen Situation nur wenig beachtet", sagte Haller. Er könne sich als Fernziel vorstellen, dass alle Fälle in der Gesamtheit betreut werden und nicht nur für eine spezielle Gruppe.
Seine Aufgaben in der Kommission seien noch nicht definitiv abgesprochen, sagte Haller. Er denke aber, dass er vor allem wegen seiner langjährigen Erfahrung für Klasnic von Interesse sei. Er nehme sich vor, einen Spagat zu finden zwischen den Interessen der Opfer und der Überlegung, wie man Täter oder potenzielle Täter aus der Kinder- und Jugendarbeit der katholischen Kirche heraushalten könne. Außerdem wolle er das Problem der "Trittbrettfahrer" angehen.
So seien in etwa 50 Prozent der Anzeigen wegen sexuellem Missbrauchs Fehlanzeigen.
Als Mitglied der katholischen Kirche sei es ihm ein besonderes Anliegen, in dieser Kommission mitzuarbeiten, betonte Haller. Als Gerichtspsychiater und Leiter des Suchtkrankenhauses Maria Ebene habe er jahrelange Erfahrung in Begutachtung und Therapie von Opfern und Tätern.
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28.04.2010 10:24:22
Die heilige Caterina von Siena
(news.stjosef.at) Aus einem Beitrag von Moderator Mag. Werner Schmid über die heilige Katharina von Siena (Gedenktag 29. April):
In der hl. Caterina von Siena begegnen wir einer der wunderbarsten Gestalten der Weltgeschichte. Papst Paul VI. hat sie im Jahre 1970 zur Kirchenlehrerin erhoben. 10 Jahre später nennt sie Papst Johannes Paul II. einen „Schutzengel der Kirche“, und im Herbst letzten Jahres erfolgte – neben der hl. Birgitta von Schweden und der hl. Sr. Theresia Benedicta a Cruce, Edith Stein, ihre Ernennung zur Mitpatronin Europas.
Vom hl. Franziskus heißt es, daß er in seiner Gestalt das Leben des Herrn noch einmal auf Erden sichtbar gemacht hat. Wenn es eine Frau gibt, von der man Ähnliches sagen könnte, dann ist es die hl. Caterina von Siena. Sie wird durch Gottes Gnade in eine solche Vertrautheit und Liebe zu Christus geführt, daß es für uns schwer ist, sich dies irgendwie annähernd vorzustellen. Ihr Leben dauert – wie das Leben des Herrn – nur 33 Jahre. Sie stirbt im Gehorsam gegenüber Christus aus Liebe zur Kirche.
Caterina ist zuallererst Mystikerin. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes, weil sie dem Mysterium, dem Geheimnis aller Geheimnisse, dem unendlichen Gott, selbst begegnet ist. Sie hat als 27-jährige in Pisa vor dem Bildnis des Gekreuzigten an ihrem Leib die Wundmale des Herrn empfangen, und 5 Jahre zuvor erlebt sie in einer Vision, wie ihr Christus das Herz aus der Brust nimmt, um ihr sein eigenes einzusetzen.
Was der hl. Paulus den Galatern geschrieben hat: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir“ (Gal 2,20), ist bei Caterina erlebbare Wirklichkeit geworden. Für Caterina ist dies der Beginn einer ungewöhnlichen Sendung. Nun soll sie mit dem Herzen Jesu hinausgehen zu den Menschen. Christus führt sie zu den Sündern, zu den Armen, zu den verfeindeten Familien und Parteien, zu den Großen des öffentlichen Lebens, der Politik und der Kirche. Dabei begleitet sie eine Jüngerschar, bestehend aus Anhängern und Verehrern, für die sie sich als geistliche Mutter verantwortlich weiß und die ihr wie blind gehorchen.
Als sie bei einem Aufstand in Florenz von den Häschern gesucht und schließlich betend in einem Garten gefunden wird, bietet sie bereitwillig ihr Leben an und bittet nur um Schonung für ihre Jünger. Unwillkürlich erinnert diese Szene an die Gefangennahme Christi im Ölgarten. Wie bei Christus wichen auch bei Caterina die Soldaten zurück und ließen ihre Waffen sinken. Für den Herrn begann mit Getsemane die Erfüllung seines Auftrages vom Vater. Für Caterina war diese Stunde noch nicht gekommen.
Fünf Orte werden für Caterina bestimmend: die Heimatstadt Siena, die Kulturmetropole Florenz, die Hafenstadt Pisa, das päpstliche Avignon in Frankreich und Rom. Diese fünf Städte bilden sozusagen die Eckpunkte bzw. den Rahmen, zwischen denen ihr Leben ausgespannt war.
Hinweis: Im Verlag St. Josef erscheint die deutsche Gesamtausgabe der Briefe der hl. Caterina von Siena! Bestellen Sie porto- und versandkostenfrei online unter http://verlag.stjosef.at !
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28.04.2010 10:20:51
Päpstlicher Rat für die Neuevangelisierung
(kath.net) Papst Benedikt werde demnächst ein Schreiben veröffentlichen, in dem er die Schaffung eines neuen vatikanischen Dikasteriums ankündigen soll: den „Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung“. Das meldet die CNA mit Berufung auf EWTN.
Aufgabe des neuen Rates werde es sein, speziell der westlichen Gesellschaft das Evangelium zurück zu bringen. Der Vatikanberichterstatter Andrea Tornielli schreibt, dass Erzbischof Rino Fisichella, derzeit Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben, dem neuen Rat vorstehen werde.
Ziel der Neuevangelisierung, die dieser Rat fördern soll, seien “Länder, wo das Evangelium vor Jahrhunderten verkündet worden ist, wo aber dessen Gegenwart im Alltag der Menschen verloren zu sein scheint. Europa, die Vereinigten Staaten und Lateinamerika werden die Einflussgebiete der neuen Einrichtung sein”, schreibt Tornielli in der italienischen Tageszeitung “Il Giornale”.
Diesen neuen Rat nennt Tornielli „die wichtigste Neuigkeit des Pontifikates von Benedikt XVI.“. Bereits Luigi Giussani, Gründer der Gemeinschaft Communione e Liberazione, habe Papst Johannes Paul II. diesen Vorschlag unterbreitet. Einen neuen Anlauf, der nun zur Verwirklichung führte, habe Kardinal Angelo Scola, der Patriarch von Venedig, gemacht. Rino Fisichella war Nachfolger Scolas als Rektor der Lateran-Universität in Rom.
Der Rat dürfte eine Ergänzung zur Kongregation für die Evangelisierung der Völker, der die Päpstlichen Missionswerke unterstellt sind, sein.
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26.04.2010 16:18:33
Das Internet richtig nutzen
(zenit.org) Am vergangenen Samstag, 24. April, hielt Papst Benedikt XVI. eine Ansprache, mit der er die von der italienischen Bischofskonferenz organisierte nationale Tagung zum Thema „Digitale Zeugen, Gesichter und Sprachen in der Ära der Crossmedia" abschloss. Über 8.000 Teilnehmer, die sich bereits in den frühen Morgenstunden auf dem Petersplatz versammelt hatten, konnten den Papst in der Audienzaula „Paolo VI" begrüßen.
Benedikt XVI. betonte die heute gegebene enorme Erweiterung der Grenzen der Kommunikation. Insofern stelle das Internet eine „offene Berufung" dar, die tendenziell an alle ergehe und pluralistisch sei. Gleichzeitig würden sich jedoch neue Gräben auftun. Der „digital divide", so der Papst, würde diejenigen, die in den Prozess eingeschlossen sind, von den Außenstehenden trennen. Daher könne es zu einem Auseinanderdriften der Nationen und auch innerhalb der Nationen kommen.
Der Papst warnte vor den Gefahren der Homologisierung und Kontrolle, des „intellektuellen und moralischen Relativismus", die bereits in der Verminderung des kritischen Geistes sichtbar werden würden. Dieser werde auf ein „Spiel der Meinungen", auf vielfältige Formen der Herabsetzung und der Erniedrigung der Intimität der Person reduziert. Benedikt XVI. stellte dabei eine „Verschmutzung des Geistes" fest: „Es ist das, was unsere Gesichter weniger lächeln lässt und finsterer macht, was uns dahin bringt, dass wir uns nicht grüßen, nicht ins Gesicht schauen".
Absicht der Tagung hingegen sei es, die Gesichter zu erkennen und kollektive Dynamiken zu überwinden, die dazu führen könnten, die Wahrnehmung der Tiefe der Person zu verlieren und allein an deren Oberfläche stehen zu bleiben. „Wenn dies geschieht, bleiben sie Körper ohne Seelen und sind Handels- und Konsumgegenstände."
„Wie kann man zu den Gesichtern zurückkehren?", fragte sich der Papst und zitierte hierzu seine Worte aus der Enzyklika „Caritas in veritate" (Nr. 73)
„Die sozialen Kommunikationsmittel begünstigen weder die Freiheit noch globalisieren sie die Entwicklung und die Demokratie für alle einfach deshalb, weil sie die Möglichkeiten der Verbindung und Zirkulation von Ideen vervielfachen".
„Die Medien können eine wertvolle Hilfe darstellen, um die Gemeinschaft der menschlichen Familie und das Ethos der Gesellschaften wachsen zu lassen, wenn sie Werkzeuge zur Förderung der allgemeinen Teilnahme an der gemeinsamen Suche nach dem, was gerecht ist, werden."
Dies mache es erforderlich, dass die Medien auf die Förderung der Würde des Menschen und der Völker ausgerichtet, ausdrücklich von der Liebe beseelt sind und im Dienst der Wahrheit , des Guten sowie der natürlichen und übernatürlichen Brüderlichkeit stehen.
Nur unter diesen Bedingungen könne sich der epochale aktuelle Übergang als reich und fruchtbar erweisen.
Der Papst betonte die Notwendigkeit, sich jenseits der notwendigen technischen Ressourcen dadurch zu qualifizieren, dass auch dieses neue Universum mit einem glaubenden Herzen bewohnt werde, „das seinen Beitrag dazu leistet, dem ununterbrochenen Kommunikationsfluss des Internets eine Seele zu geben".
Abschließend erinnerte Benedikt XVI. an seine Botschaft zum 44. Welttag der Kommunikationsmittel 2010: Jeder Gläubige, der in den Medien arbeite, habe die Aufgabe, „den Weg für neue Begegnungen zu ebnen und zwar dadurch, dass er immer die Qualität des menschlichen Kontaktes und die Aufmerksamkeit gegenüber den Menschen und ihren wahren geistlichen Bedürfnissen sicherstellt, den Menschen in dieser unserer ‚digitalen' Zeit die Zeichen gibt, die notwendig sind, um den Herrn zu erkennen."
Auch im Internet seien die Gläubigen dazu berufen, Wege zu bereiten, die zum Wort Gottes hinführen, und eine besondere Sensibilität gegenüber jenen zum Ausdruck zu bringen, die nicht glauben, die entmutigt sind und doch im Herzen Sehnsucht nach dem Absoluten und nach unvergänglichen Wahrheiten haben.
So könne das Netz eine Art „Vorhof für die Heiden" werden und auch für diejenigen Raum schaffen, für die Gott noch ein Unbekannter ist.
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26.04.2010 16:13:48
Die christliche Abwehr des Bösen
(news.stjosef.at) Der folgende Beitrag von Prof. Dr. Josef Spindelböck wurde online veröffentlicht auf "Per ipsum - Katholisches Magazin".
Als Christen leben wir in der Freude darüber, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, und wir harren aus in der gläubigen Hoffnung, dass Gott auch unser Leben in seiner Herrlichkeit vollenden wird. Im Himmelreich wird alles gut sein; es gibt keine Sünde, keinen Tod und kein Leid mehr. Jesus Christus ist wirklich der Sieger über alles Böse! Halleluja.
Auf dieser Welt werden wir in verschiedener Weise angefochten und bedrängt. Damit wir nicht in Sünde fallen, bedürfen wir der Gnade Gottes. Diese schenkt Gott allen, die wirklich demütig sind und ihn darum bitten. In besonderer Weise empfehlen wir uns und die Mitmenschen der Fürbitte der Gottesmutter Maria!
Dort wo Jesus Christus herrscht, weicht die Macht des Bösen. Jeder Akt unserer menschlichen Verbundenheit mit Gott und dem Nächsten in wahrer Liebe ist zugleich ein Sieg über das Böse und über den Teufel, der uns zum Bösen versucht.
Tatsächlich ist der Einfluss Satans etwas Reales; doch handelt es sich beim Teufel nicht um einen Gegen-Gott, sondern um einen gefallenen Engel, der ursprünglich von Gott gut geschaffen wurde, aber aus eigener Schuld böse geworden ist. Er und sein Anhang wollen möglichst viele Menschen mit ins Verderben der Hölle ziehen.
Dennoch, und das ist für uns Christen wesentlich: Die Macht des bösen Feindes ist bereits gebrochen und überwunden durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Wer mit Jesus Christus verbunden ist in Glaube und Liebe, und dies vor allem durch die Sakramente (Eucharistie, Buße), braucht nichts zu fürchten!
Wichtig sind auch die Segensmittel der Kirche (Sakramentalien), z.B. das Weihwasser oder das Kreuz oder geweihte Bilder. Dessen vertrauensvoller, gläubiger Gebrauch dient unserem Schutz und der Abwehr des Bösen! Auch das Gebet für die „Armen Seelen“ im Fegefeuer hilft uns im Kampf gegen das Böse.
In seltenen Fällen wendet die Kirche auch den Exorzismus an. Diesen darf nur ein bischöflich beauftragter Priester, und auch das nicht leichtfertig, durchführen. Ein solcher braucht zwar nicht vollkommen heilig zu sein (das ist kein Mensch), aber er sollte ernsthaft nach Heiligkeit streben und sich in Demut seiner eigenen Schwachheit bewusst sein. Denn über die Demütigen hat der Teufel keine Gewalt.
Für Nicht-Priester (sog. „Laien“) ist es ausreichend und wesentlich, wenn sie die Sakramente empfangen und sich der Sakramentalien in gläubiger Weise bedienen. Wollte man in direkter Weise gegen den Teufel ankämpfen, so wäre das in gewisser Weise sogar schädlich und würde unsere Aufmerksamkeit von Gott ablenken und dem Teufel zuwenden, der dies überhaupt nicht verdient. Es ist viel sinnvoller, sich auf das Gute zu konzentrieren und dies mit Gottes Hilfe auch zu tun. Dort, wo wir gesündigt haben, wollen wir Gott um Vergebung bitten und – gestärkt durch das Sakrament der Buße (die heilige Beichte) – stets wieder neu beginnen.
Vor allem aber gilt: Die Liebe vertreibt alle bösen Geister. Denn der Teufel kann eines nicht: wirklich lieben. Wenn wir meinen, dass uns andere Menschen übel gesinnt sind oder uns vielleicht sogar verfluchen, so kann uns all dies nicht schaden, wenn wir erstens in der Gnade Gottes sind (d.h. in seiner Liebe bleiben) und uns zweitens um das Wohlwollen des Herzens gegenüber unseren Feinden bemühen. Im ersten Petrusbrief (3,9) heißt es: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Statt dessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“ Und im Römerbrief (12,14) schreibt Paulus: „Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!“ Durch das Kreuz Christi erweist sich der Sieg der Liebe Gottes über alles Böse. Jesus ist auferstanden, er lebt. Halleluja!
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25.04.2010 10:17:19
Papst ruft zu Gebet für Berufungen auf
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. ermutigt Kirchenleute, sich gegen Misshandlung und Missbrauch von Kindern engagieren. Beim Mittagsgebet „Regina Coeli“, das in der Osterzeit den mittäglichen „Angelus“ ablöst, grüßte der Papst vom Fenster seines Arbeitszimmers aus einen Verband namens „Meter“:
„Er organisiert seit vierzehn Jahren einen nationalen Tag für Kinder, die Opfer der Gewalt, der Ausbeutung und der Gleichgültigkeit werden. Ich will vor allem allen danken und alle ermutigen, die sich in der Prävention und in der Erziehung engagieren – vor allem Eltern und Lehrer, aber auch so viele Priester, Ordensfrauen, Katechisten und Freiwillige, die mit den Kindern in den Pfarreien, den Schulen und Verbänden arbeiten.“
Ansonsten nutzte Papst Benedikt die Gelegenheit, um Priester zu einer Wiederentdeckung ihrer Berufung zu ermuntern: Sie sollten „eine strenge Askese üben“.
„Am heutigen „Sonntag des Guten Hirten“ begehen wir den 47. Weltgebetstag um geistliche Berufungen. In diesem Jahr lautet das Motto: „Das Zeugnis weckt Berufungen“. Dabei blicken wir auf Jesus selbst: Er ist uns als Guter Hirte vorangegangen. Er hat uns gezeigt, was es heißt, sein Leben für die Menschen hinzugeben, die ihm der Vater anvertraut hat. Bitten wir Maria um ihre Fürsprache, daß alle, die Jesus in seine engere Nachfolge berufen hat, ihm freudig antworten und der Gnade Gottes treu bleiben. Der Herr segne euch und eure Familien!“
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25.04.2010 10:15:46
Klassisches römisches Pontifikalamt im Dom zu Essen
(kathnews.de) Am Samstag fand in der Hohen Domkirche zu Essen ein Pontifikalamt in der außerordentlichen Form des römischen Ritus statt. Zelebrant war Kurienerzbischof Raymond Leo Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur und Mitglied der Kongregation für die Bischöfe. Das Pontifikalamt war Teil der jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung der Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche, Pro Missa Tridentina. Dem Erzbischof standen Diakon Gerald Gesch FSSP als Subdiakon, P. Sven Conrad FSSP als Diakon und P. Axel Maußen FSSP als Presbyter-Assistent zur Seite. Auch der Bischof von Essen nahm an der Heiligen Messe teil und spendete gemeinsam mit Erzbischof Burke die heilige Kommunion.
Der Essener Dom war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Erzbischof Raymond Burke unter den Klängen der „Inno e Marcia Pontificale“ mit seinen Leviten und einer großen Anzahl von Priestern, Diakonen und Ministranten durch den Mittelgang in Richtung Altarraum einzog. Erstmals seit 2006 war somit wieder ein Bischof der Zelebrant der Heiligen Messe anlässlich der Hauptversammlung von Pro Missa Tridentina. Damals zelebrierte Erzbischof Wolfgang Haas in Ulm ein feierliches Pontifikalamt im „alten Ritus“.
Im Anschluss an das Pontifikalamt hielt der Freiburger Liturgiewissenschaftler und Dogmatiker Prof. Dr. Helmut Hoping einen Vortrag mit dem Titel „Kreuz und Altar. Die Gegenwart des Opfers Christi in der eucharistischen Liturgie“. Nach dem Vortrag fand erstmals im Rahmen einer Versammlung von Pro Missa Tridentina eine Podiumsdiskussion statt. Die Teilnehmer der Diskussion waren P. Sven Conrad FSSP, Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus, P. Thomas Bücker FSSPX, Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X., Monsignore Peter von Steinitz, Priester der Personalprälatur Opus Dei, Dr. Ulrich Mutz, Hörfunk-Journalist und Prof. Dr. Helmut Hoping, der zuvor bereits seinen Vortrag hielt. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von kathnews-Chefredakteur Benjamin Greschner.
In Sachen Zukunft der Liturgie in der außerordentlichen Form zeigten die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion weitgehend Einigkeit. Ulrich Mutz plädierte für eine größere Freiheit für den alten Usus, der dann seine Ausstrahlung haben werde. Professor Hoping sieht in der klassischen Form des römischen Ritus einen „signifikanten Faktor“ für die Zukunft. Nur wenn es gelinge, auch wieder Form in den neuen Usus zu bringen, habe auch dieser eine Zukunft. Das Experiment der Tradition zu wagen forderte Pater Bücker in Anlehnung an ein Zitat des Gründers der Piusbruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre. Pater Conrad sprach im Zusammenhang mit der liturgischen Frage von einem langfristigen Problem. Man müsse persönlich bereit sein, etwas in dieser Angelegenheit zu investieren.
Zum Abschluss der Diskussion hielt Greschner ein Plädoyer für Liturgie und Tradition als „die größten Schätze der Kirche“. Weiter sagte er: „Gerade am fünften Jahrestag der Amtseinführung Benedikts XVI. sollten wir daher ganz besonders für ihn beten, damit diese Schätze für die Zukunft erhalten werden können.“
Das Pontifikalamt in voller Länge finden Sie auf gloria.tv unter diesem Link. / Bilder gibt es auf http://summorum-pontificum.de/
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24.04.2010 13:49:18
Feierliches Gedenken an den sel. Otto Neururer
(news.stjosef.at) Von Sonntag, 9. Mai 2010, bis Pfingstdienstag, 25. Mai 2010, findet in der Wallfahrtsbasilika Maria Dreieichen eine Ausstellung – Dokumentation in Wort und Bild auf 20 Stehtafeln – über den seligen Pfr. Otto Neururer statt, dessen Todestag sich heuer zum 70. Mal jährt. P Robert Bösner OSB würdigt den Seligen:
Um Otto Neururer wurde nie viel Aufhebens gemacht. Umso stiller sprach seine kompromisslos-klare Art die Menschen von damals an. Seine selbstverständliche und unaufdringliche Hilfsbereitschaft prägt auch heute noch nachhaltig Menschen, die ihm „begegnen“. Otto Neururer was klein von Gestalt. Er wurde geboren am 25. März 1882 in Piller und war neben anderen Aufgaben von 1932 bis 1938 Pfarrer in Götzens bei Innsbruck. Zeitgenossen schildern ihn als bescheidenen Landpfarrer, der politische Konfrontationen mied, der aber schon früh mit kritischem Weitblick die kirchenfeindliche Ideologie des Nationalsozialismus erkannte, "Ein Regime, das Volk und Führer an erste Stelle setzt, ist gottlos; dieser Stellenwert gehört Gott allein!“
Als 1938 eine junge Frau seiner Pfarrgemeinde einen geschiedenen SA-Mann heiraten sollte, wozu sie zuerst unbedacht zugestimmt hatte, da hat Neururer – als gewissenhafter Seelsorger - ihre persönliche Klarheit gestärkt, so dass sie diese Verbindung noch vor der Trauung selber (!) löste. Dies tat sie auch schriftlich.
Der abgewiesene Mann rächte sich an Pfarrer Neururer mit einer Anzeige bei der Gestapo. Neururer wurde verhaftet und letztendlich ins KZ Buchenwald gebracht, wo er trotz Verbotes durch die Lagerleitung seiner priesterlichen Berufung nachkam und vielen Inhaftierten Trost, Hilfe, Halt und Stärke und die Sakramente vermitteln konnte.
Neururer hat auch unter den extremen Umständen eines Vernichtungslagers sein
persönliches Schicksal und die damit verbundenen Entbehrungen dem Willen Gottes anheim gestellt. Hingebungsvoll hat er getan, was er als Wille Gottes erkannte. Seine seelsorgerische Tätigkeit brachte ihn schlussendlich in den gefürchteten „Bunker“, wo er am 30. Mai 1940 auf grausame Weise umgebracht wurde. Heuer ist der 70. Jahrestag seines Todes.
Die Urne mit seiner Asche wurde Ende Juni 1940 routinemäßig an das Hauptpostamt Innsbruck gesandt. Das Begräbnis des beliebten Seelsorgers gestaltete sich zu einer gewaltigen Glaubenskundgebung. Damals schon begann die Verehrung des Märtyrers Neururer, damals schon beteten Menschen in ihren Nöten um seine Fürbitte und fanden Trost und Hilfe, ununterbrochen bis heute! (bis jetzt ungefähr 140 Gebetserhörungen).
Am 24.11.1996 wurde der Märtyrerpriester Otto Neururer in Rom selig gesprochen.
Am Pfingstmontag, dem 24. Mai um 15.30 Uhr, wird Prof. Ernst Degasperi sein eigens geschaffenes Bild für das „Jahr des Priesters“ (Martyrium des seligen Pfarrers Neururer) präsentieren und Diözesanbischof
DDr. Klaus Küng wird es im Rahmen einer Gebetsstunde segnen. Priester u. Gläubige sind dazu eingeladen!

Auf http://stjosef.at/neururer finden Sie weitere Informationen!
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23.04.2010 17:01:06
Der gute Hirte sorgt für seine Herde
(stjosef.at/predigten; JSp) An diesem Sonntag begeht die Kirche den Weltgebetstag für geistliche Berufe. Mit Bezug auf das Evangelium von Jesus, dem guten Hirten, werden wir daran erinnert und dazu aufgerufen, um gute Hirten nach dem Herzen des Erlösers zu beten! Ja, wir denken insgesamt an alle geistlichen Berufungen, die Gott den Menschen auch unserer Tage anbietet, und wir beten für jene, die Gott als Priester, Diakone, Ordensleute oder pastorale Mitarbeiter in seinen Dienst ruft.
In der ersten Lesung aus der Apostelgeschichte werden uns die Mühen, aber auch die Erfolge bei der Verkündigung des Wortes Gottes aufgezeigt. Auch für die ersten Christen war es nicht einfach, mitten in einer heidnischen Welt, aber auch gegenüber den Gläubigen aus dem Judentum die Botschaft Christi zu bezeugen. Es gab großartige Bekehrungserfolge, aber auch viele Rückschläge und Enttäuschungen. Ist es nicht auch in unserer Zeit so, dass die frohe Botschaft von der Erlösung in Jesus Christus einerseits von vielen bereitwillig aufgenommen, andererseits aber auch von nicht wenigen abgelehnt, ja sogar bekämpft wird? Die Antwort der ersten Christen war ein unerschütterliches Gottvertrauen. Sie wussten ja: Der auferstandene Herr ist bei ihnen; er verlässt sie nicht, sondern steht ihnen bei! Eben dies vermag auch uns zu trösten in aller Verwirrung und Bedrängnis, gerade auch dort, wo uns menschliches Versagen niederdrückt und wo es scheint, dass manchmal die Diener der Kirche der Heilsbotschaft selber im Wege stehen, anstatt sie kraftvoll weiterzugeben. Die ersten Christen waren dennoch „voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist.“ - Lesen Sie die Predigt zum 4. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
Lesen Sie auch die Papstbotschaft zum Weltgebetstag!
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22.04.2010 04:09:28
Augsburger Bischof Mixa hat Rücktritt eingereicht
(kath.net) Das Sekretariat des Bischofs von Augsburg hat am Donnerstag am Morgen gegenüber kath.net bestätigt, dass der Bischof von Augsburg Walter Mixa gestern in einem Brief an den Heiligen Vater seinen Rücktritt angeboten hat. Als Bischof, so Walter Mixa, habe das Wohl der Diözese Augsburg für ihn immer höchste Priorität gehabt. Die anhaltende öffentliche Diskussion um seine Person habe in den vergangenen Wochen die Priester und Gläubigen im Bistum schwer belastet. Mit seinem Rücktritt wolle er dafür Sorge tragen, weiteren Schaden von der Kirche abzuwenden und einen Neuanfang zu ermöglichen.
Wörtlich sagte der Bischof: „In fast 40 Jahren als Priester und 14 Jahren im bischöflichen Dienst ging es mir immer darum, Zeuge des Evangeliums zu sein und als Seelsorger den mir anvertrauten Menschen zu dienen. Meiner eigenen Schwächen war und bin ich mir dabei wohl bewußt. Alle, zu denen ich ungerecht gewesen sein mag, und alle, denen ich Kummer bereitet habe, bitte ich heute noch einmal um Verzeihung. Ich tue diesen Schritt in unerschütterlichem Vertrauen auf die Gnade Gottes und hoffe zuversichtlich, daß der Vater im Himmel die Kirche von Augsburg in eine gute Zukunft führen wird. Meinen Mitbrüdern im priesterlichen Dienst und allen Gläubigen danke ich für ihre Treue und Verbundenheit und wünsche allen Gottes Segen.“
An einer weiteren lückenlosen Aufklärung aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe wolle er auch in Zukunft weiter aktiv mitwirken. - Weitere Informationen in Kürze auf http://www.bistum-augsburg.de
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21.04.2010 15:55:49
Priestergebetskarten für Erwachsene und Kinder
(news.stjosef.at, Christoph Weiss) Auf die Wirkung des Gebetes für die Priester setzt die aktuelle Priestergebetsaktion in der Diözese St. Pölten. Mehr als 12.000 Exemplare sind in den vergangenen zwei Wochen bereits verteilt worden, nachdem Bischof DDr. Klaus Küng die Gebetsaktion bei der Chrisammesse gestartet hatte. Besonders hat der St. Pöltener Diözesanbischof darauf hingewiesen, dass nicht nur eine Gebetskarte für Erwachsene, sondern auch eine eigene für Kinder angefertigt worden ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermunterte Bischof Küng zum eifrigen Gebet für die Priester und um geistliche Berufungen.
Die Gebetskarte für Erwachsene (Format: Postkarte A6) zeigt auf der Vorderseite eine Ikone des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney. Auf der Rückseite befindet sich ein eigens verfasstes Gebet zur heiligsten Dreifaltigkeit: um Stärkung und Erneuerung der Priester (Gott Vater), um Priester nach dem Herzen Jesu (Gott Sohn) und um geistliche Berufe (Gott Hl. Geist). Abschließend werden Maria, die Königin der Priester, und der heilige Pfarrer von Ars um ihre Fürsprache gebeten.
Die Gebetskarte für Kinder (Format: 9x13 cm) zeigt auf der Vorderseite ein buntes Bild des Priesters bei der heiligen Messe, das die 7jährige Sonja Ziegler aus Maria Taferl (NÖ) gemalt hat. Auf der Rückseite befindet sich ein kindgemäßes Gebet als Dank für die Priester und ihren Dienst und als Bitte um den Segen.
Beide Priestergebetskarten können sowohl von Pfarren als auch von Einzelpersonen (gegen freie Spende) bei der Pressestelle der Diözese St. Pölten bestellt werden. Gerne werden auch größere Mengen zum Verteilen (z.B. nach der Heiligen Messe, bei Priesterwallfahrten oder Fatimafeiern) oder zum Auflegen in Kirchen (z.B. Schriftenstand, Kirchenbänke…) versandt.
Der Weltgebetstag um geistliche Berufe am 25. April 2010 ist eine gute Gelegenheit, die Gläubigen zum Gebet für die Priester einzuladen.
Besonders begehrt sind bisher die Gebetskarten für Kinder, die auch sehr praktisch bei Kindergruppen oder im Religionsunterricht verwendet werden können. Bestellung: Pressestelle der Diözese St. Pölten, Telefon: +43 (2742) 324-3394; Mail: presse.stpoelten@kirche.at .
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21.04.2010 15:53:01
Neuer Bischof in der inneren Mongolei geweiht
(fides.org) Am Sonntag, den 18. April; wurde in der Kathedrale vom Heiligen Herzen in der Diözese Hohot Paul Meng Qinglu zum neuen Bischof des Bistums geweiht. Bischof Meng aus dem Klerus der Diözese Hohot ist 48 Jahre alt und wurde vor 21 Jahren zum Priester geweiht. Der Heilig Stuhl stimmte seiner Ernennung zum Bischof von Hohot zu und seit 2006 leitete er die Diözese bereits als Administrator. Auch die chinesischen Behörden bewilligten die Bischofsernennung.
Dem Weihegottesdienst stand Bischof Paul Pei Junmin von Sehnyang, ein Studiengefährte und guter Freund des neuen Bischofs, vor. Bischof John Liu Shingong von Hining, Bischof Mathew Du Jiang von Bameng und Bischof Joseph Li Jing von Ningsia (Yinchuan) konzelebrierten bei der Bischofsweihe. Alle konzelebrierenden Bischöfe stehen in Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl und werden auch von der Regierung anerkannt. Bischof Du Jiang wurde bereits 2006 geweiht und seine Weihe wurde am vergangenen 8. April von den chinesischen Behörden mit einer feierlichen Amtseinführung offiziell anerkannt.
Bischof Meng stammt aus der Inneren Mongolei und wurde dort 1962 als Sohn einer katholischen Familie in Wumeng geboren. Er trat 1985 in das Priesterseminar in Hohot ein, wo er Theologie studierte, und wurde 1989 zum Priester geweiht. Danach unterrichtete er am selben Priesterseminar Moraltheologie und war dort auch Studiendekan. Der im Jahr 2005 im Alter von 79 Jahren verstorbene Bischof Baptist Wang Xixian von Hohot ernannte ihn zunächst zum Generalvikar und dann zum Leiter der Kommission für die Güter der Kirche und Beauftragten für den Bau neuer Kirchen. Zweimal hielt er sich für kurze Zeit zum Studium im Ausland (Hongkong und Belgien) auf. Er ist der Älteste unter den jungen Priester der Diözese.
An der feierlichen Weihemesse nahmen insgesamt rund 3.000 Gläubige teil, von denen jedoch nur 600 in der Kathedrale Platz fanden. Insgesamt rund 80 anwesende Priester konzelebrierten bei dem Gottesdienst. Dies wurde als Ausdruck großer Freude der ganzen Gemeinde über die Weihe ihres neuen Hirten gewertet.
Die Diözese Hohot (Erzdiözese Suiyuan) befindet sich in der Inneren Mongolei 668 Kilometer nordwestlich von Peking im Norden der autonomen Region Nigxia: sie hat eine Ausdehnung von 100.000 Quadratkilometern in einem Gebiet, in dem vor allem die Scheut Missionare seit 1883 das Evangelium verkündeten.
Heute leben im Bistum Hohot über 50.000 Katholiken. Es gibt etwa 60 Priester und rund einhundert Ordensschwestern aus vier verschiedenen Orden sowie etwa 40 Seminaristen. In Trägerschaft der Diözese befinden sich mehrere Kliniken und Altersheime.
Bischof Meng plant vor allem die Schaffung von kirchlichen Verwaltungsstrukturen und wird sich insbesondere um die finanziellen Anliegen der Pfarreien sowie Fragen des kirchlichen Besitztums kümmern. Zu den weiteren Prioritäten seines Bischofsamtes gehört auch die Priesterausbildung. „Ich glaube, dass meine Weihe dem Bistum ein neues Profil verleihen wird“, so der neue Bischof, „und dabei soll vor allem die Zusammenarbeit der Priester bei der Pastoral- und Evangelisierungstätigkeit wachsen.“ Der neue Bischof zeigte sich auch zuversichtlich, was die Aussöhnung in der katholischen Gemeinschaft in China anbelangt.
Bischof Meng und seine Diözese wird der Fürsprache der Gottesmutter Maria anvertraut und alle wünscht sich nun, dass im Geist des Schreibens von Papst Benedikt XVI. an die katholische Kirche in China (Nr. 12), auch anderer vakante Diözesen im Land bald Hirten haben werden, die die Sendung, die der Herr Jesus Christus seiner Kirche anvertraut hat, würdig und in angemessener Weise erfüllen können.
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21.04.2010 15:44:31
Der Gärtner Gottes - eine Filmpremiere
(iti.ac.at/kathpress.at) Der neue Film der italienischen Regisseurin Liana Marabini über Gregor Mendel, den schlesisch-mährischen Augustiner und "Vater der modernen Genetik", ist am Donnerstag erstmals in Österreich zu sehen. Das "International Theological Institute" (ITI) zeigt den Film mit dem Titel "The Gardener of God"
(Der Gärntner Gottes) im Thomas-Saal der Wiener Dominikaner (1010 Wien, Postgasse 4) in der englischen Fassung. Der Streifen wurde in Salzburg und in Piemont gedreht und soll demnächst von mehreren TV-Anstalten ausgestrahlt werden. Liana Marabini wird anwesend sein und nach dem Film über ihre Arbeit sprechen.
Liana Marabini hat bereits mehrere erfolgreiche TV-Filme über große Priestergestalten gestaltet, zuletzt "Der rote Priester", ein aufwendig produzierter TV-Film über das Musikgenie Antonio Vivaldi (1655-1736). Zwei weitere Filme sind in Vorbereitung: Einer über Kardinal John Henry Newman (1801-1890), ganz aktuell durch die am 19. September bevorstehende Seligsprechung des großen Theologen, und einer über den Heiligen Jean-Marie Vianney, den Pfarrer von Ars (1786-1859), zu dessen 150. Todestag Papst Benedikt XVI. das "Jahr des Priesters" ausgerufen hat.
Das in Trumau beheimatete ITI konnte Liana Marabini dafür gewinnen, den Film nach einer Welturaufführung in Rom nun erstmals auf österreichischem Boden zu zeigen und darüber auch persönlich Auskunft zu geben. Die tief gläubige Filmemacherin bekennt sich dazu, dass für sie Priester Vorbilder sind, gerade auch in einer Zeit, in der katholische Priester wegen einer Minorität von "schwarzen Schafen" in Misskredit geraten sind.
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21.04.2010 15:42:34
Sr. M. Violanta Richtsfeld zu Gott heimgegangen
(franziskanerinnen.org/news.stjosef.at) Am 20. April 2010 fand am Friedhof Ober St. Veit in Wien das Begräbnis der am 8. April 2010 verstorbenen Schwester Maria Violanta Agnes Richtsfeld statt. Die Feier wurde von Prof. Dr. P. Bernhard Vosicky OCist gehalten; außerdem waren noch zehn weitere Priester, viele Ordensschwestern, sowie Angehörige und Freunde der Verstorbenen anwesend. Sr. Violanta gehörte der Kongregation der Franziskanerinnen von der göttlichen Liebe an („Hartmann-Schwestern“) und war im Krankenhaus Mödling eine Arbeitskollegin der inzwischen selig gesprochenen Schwester Maria Restituta Kafka gewesen.
Agnes Richtsfeld wurde am 11. April 1919 in Stift am Grenzbach, Pfarre Kollerschlag im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich geboren. Bereits mit eineinhalb Jahren verlor sie ihre Mutter. Schon als Kind musste sie daher viel Verantwortung übernehmen und ab dem dreizehnten Lebensjahr bei Verwandten schwer arbeiten.
Seit ihrer Kindheit trug sie den Wunsch in sich, Ordensschwester zu werden. Nachdem sie den Entschluss gefasst hatte, erhielt sie von ihrem Vater einen Brief mit der Einwilligung zum Eintritt ins Kloster. Diese Zeilen bedeuteten für sie bis zu ihrem Lebensende ein unschätzbares Vermächtnis. Es heißt darin unter anderem: „Mit Tränen in den Augen schreibe ich Dir diesen Brief voll Freude, weil Du Dich zum Dienst Gottes, unseres lieben Herrn und Heilandes, entschließest ... Ich gebe Dir meinen Vatersegen aus Deinem Elternhaus und Deiner Heimat für Deinen neuen Berufsstand ... "
Am Silvestertag 1937 schloss sich Sr. M. Violanta der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von der göttlichen Liebe an, am 16. September 1938 erfolgte die Aufnahme in das Noviziat. Bereits am 17. September 1939 legte sie die zeitliche und drei Jahre danach, am 17. September 1942, die Ewige Profess ab. Das Ordensleben von Sr. M. Violanta war geprägt von viel Arbeit, die sie immer froh und gerne verrichtete. Dabei kamen das Gebetsleben und die freundschaftlichen Kontakte zu vielen Menschen nicht zu kurz. Vor allem waren es die Kranken, denen sie mit Hingabe gedient hat, in den Spitälern Mödling, Lainz, Horn und im Wiener Hartmannspital sowohl als geschickte Operationsschwester als auch auf verschiedenen Krankenstationen.
Mit beinahe siebzig Jahren begann für Sr. M. Violanta ein neuer Lebensabschnitt, dem sie sich im Laufe von vierzehn Jahren mit voller Freude und Energie widmen konnte. Es war im Gästehaus Mayerling die Betreuung von Theologiestudenten, die Priester werden wollten, und später von Erholung Suchenden. Von dieser Zeit hat sie bis zuletzt mit großer Begeisterung gesprochen, besonders von den bereichernden menschlichen Beziehungen, die sie damals aufgebaut hat.
Sr. M. Violanta hat noch im hohen Alter, nachdem sie in das Josefsheim übersiedelt war, an der Pforte des benachbarten Franziskusheimes Dienst versehen.
Die Charakterstarke von Sr. M. Violanta, ihr Humor, die tägliche Überwindungskraft sowie ihre ruhige und klare Ergebung in Gottes Willen werden immer in dankbarer Erinnerung bleiben.
„Wenn Du die Welt überwunden hast, wird Dich der göttliche Heiland aufnehmen in sein Vaterhaus. Das ist unser eigentliches Ziel, nach dem wir streben sollen ...“
(Aus dem Brief ihres Vaters zum Klostereintritt)
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20.04.2010 15:25:21
Bischof Küng würdigt die menschlichen und geistlichen Qualitäten des Papstes
(kathpress.at) Bischof Klaus Küng hat die menschlichen und geistlichen Qualitäten von Papst Benedikt XVI. hervorgehoben. "Realismus, Gelassenheit und Tiefgang zeichnen Benedikt XVI. aus", schreibt der St. Pöltner Diözesanbischof in einem Gastkommentar in der Wiener Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag-Ausgabe) zum fünften Jahrestag der Papstwahl. Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit Benedikt XVI. ist für Küng klar: Joseph Ratzinger ist ein "ganz besonderer Papst", denn "dieser Mann bewegt sich konsequent in den Fußspuren Jesu".
Im Zusammenhang mit dem Thema "Missbrauch" erinnert Bischof Küng an die "völlig konsequente" Position zur strengen Behandlung von Missbrauchsfällen, die der heutige Papst schon während seiner Jahre als Präfekt der Glaubenskongregation eingenommen habe. "Er [Ratzinger] war es, der Papst Johannes Paul II. davon überzeugt hat, die Agenden bezüglich sexueller Vergehen von Priestern an Jugendlichen unter 18 der Glaubenskongregation zu übertragen und diese mit richterlichen Befugnissen auszustatten, um eine rasche und effiziente Abwicklung zu garantieren", stellt Küng klar. Und auch er selbst, berichtet Bischof Küng, habe vor allem im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Apostolischer Visitator in der Diözese St. Pölten vom heutigen Papst stets "Halt und Ermutigung gefunden, die notwendigen Maßnahmen durchzuziehen".
Benedikt XVI. verfüge über einen "sehr nüchternen Blick, der sich der Realität nicht verschließt, auch wenn diese manchmal sehr schmerzhaft ist", betont der Bischof von St. Pölten. Das breite philosophisch-theologische Wissen des Papstes verbinde sich mit einem "außerordentlichen" Gedächtnis für Personen und Zusammenhänge.
"Das macht ihn zum wertvollen Zeitzeugen des Konzils und der nachkonziliaren Zeit mit all ihren Entwicklungen." Den Mangel an Glauben an Jesus Christus sehe der Papst als "vielleicht den wesentlichsten Grund für viele Fehlentwicklungen in der Kirche nach dem Konzil", so Küng weiter. Zugleich stelle für den Papst der Glaube an Christus den "Schlüssel zu jeder wahren inneren Erneuerung der Kirche" dar. Demgemäß setze Benedikt XVI. in seinen Predigten stets bei der Wurzel an: "Seine Predigten kreisen fast immer um die Gottesfrage als die zentrale Frage der Kirche und jedes einzelnen Menschen."
Durch seine Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation sei der Papst "wie wohl kaum sonst jemand in der Welt" vertraut mit allen wichtigen Vorgängen in Kirche und Welt, schreibt Bischof Küng. Seit der Papstwahl habe sich auch die enge Verbundenheit Benedikts XVI. mit der Kirche in Österreich und Deutschland nicht vermindert. "Er ist über den deutschen Sprachraum hervorragend informiert und wusste stets sofort, worum es ging", berichtet Küng von Begegnungen mit dem Papst.
Dort wo es der Papst für nötig halte, lege er "den Finger auf die Wunde", betont der Bischof von St. Pölten. "Manche meinen daraus ableiten zu können, dass er weniger geschickt sei als sein Vorgänger. Sie scheinen vergessen zu haben, wie heftig oft die Angriffe auf Johannes Paul II. gewesen sind." Kennzeichnend für Benedikt XVI. sei zudem dessen Gelassenheit, mit der er es manchmal vorziehe zu schweigen, "auch wenn alle anderen lauthals fordern, er müsse sich zu Wort melden", so Küng: "Solch eine Stimme, die nicht auf Abruf funktioniert wie viele andere in der Medienlandschaft heute, ist nicht leicht zu ertragen."
Benedikt XVI. wisse sich "in Gottes Hand und vom Gebet der Gläubigen getragen", schreibt der St. Pöltner Bischof: "Er wird deshalb auch nicht nachgeben, wo er nicht nachgeben darf. Das ist es wohl, was manche Vertreter der säkularen Welt, aber auch manche 'Reformer' in der Kirche zur Weißglut bringt."
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20.04.2010 15:22:18
Das Verhältnis von Kirche und Staat
(presse.kirche.at) Das Verhältnis von Kirche und Staat im Kirchenrecht nahm der Offizial des St. Pöltner Diözesangerichtes, DDr. Reinhard Knittel, am 19. April bei seiner Antrittsvorlesung zum Thema „Autonomie und Kooperation. Das Kirche-Staat-Verhältnis in der neueren Sicht des Kirchenrechts“ unter die Lupe.
DDr. Reinhard Knittel ist seit 2009 Offizial des Bischöflichen Diözesangerichtes St. Pölten und ebenso seit 2009 Professor für Kanonisches Recht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten.
In seinen Ausführungen stellte Knittel vor allem das heutige Verhältnis von Kirche und Staat in den Vordergrund. Dieses sei durch die kirchlichen Gesetzbücher von 1917, 1983 und das Zweite Vatikanische Konzil geprägt. Dabei wurde auch den neueren Entwicklungen und dem Selbstverständnis eines modernen säkularen Staates Rechnung getragen. Dabei habe bereits die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“, Kirche in der Welt von heute, die Autonomie beider Bereiche, Kirche und Staat, für den je eigenen Bereich betont.
Knittel stellte auch klar, dass zwischen Religionsfreiheit und Kirchenfreiheit zu unterscheiden sei. Die Religionsfreiheit sei dabei im Naturrecht begründet und wende sich gegen jeden äußeren Zwang. Sie habe ihre Bedeutung in einer multikulturellen Gesellschaft, die Freiheit der Religionen zu gewährleisten. Kirchenfreiheit wurzelt hingegen im kirchlichen Selbstverständnis und betrifft die eigene Freiheit, den Glauben zu verkünden, die Soziallehre zu vertreten und die eigenen Rechte durchzusetzen. Beide, Religionsfreiheit und Kirchenfreiheit müssen stets in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
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20.04.2010 15:20:23
Dank des Papstes an die Kardinäle
(radiovatikan.de) Nach dem großen Malta-Wochenende blieben die Feierlichkeiten am Montag zum fünfjährigen Amtsjubiläum des Papstes recht ruhig. Der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, hatte stellvertretend für alle Kardinäle in der vatikanischen Sala Ducale dem Papst zu Ehren ein Mittagessen gegeben. Benedikt XVI. dankte ihm und den Kardinälen nicht nur für die Einladung, sondern auch für deren enge Zusammenarbeit in den zurückliegenden fünf Jahren:
„Eminenz und liebe Mitbrüder,
es geschah genau durch Euch, dass der Herr mich vor fünf Jahren fragte: „Liebst Du mich?“ und dass er mir den Auftrag gab, das Werk des Heiligen Petrus weiterzuführen. Jetzt, nach fünf Jahren, kann ich nur meinen Dank aussprechen, ich danke vor allem dem Herrn selbst, der mich führt, aber Dank gebührt auch und vor allem Euch: Ihnen, lieber Dekan des Kardinalskollegiums, und dem gesamten Kollegium danke ich für all die Hilfe, die ich Tag für Tag erhalten habe. Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Mitarbeitern in der Kurie meinen Dank aussprechen, ihr arbeitet zusammen – das alles ist wirklich geworden durch den Auftrag des Herrn an Petrus, die Brüder im Glauben zu bekräftigen, seine Auferstehung zu verkünden und Zeugnis von der Nächstenliebe Gottes abzulegen.(...) Danken wir dem Herrn und beten wir, denn Du hilfst uns voranzugehen mit der Kraft des Glaubens und mit der Freude seiner Wiederauferstehung. Danke!“
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20.04.2010 15:19:21
Ausburger Bischof Mixa will Klärung von Vorwürfen und bittet um Verzeihung
(bistum-augsburg.de/news.stjosef.at) Der Augsburger Bischof Dr. Walter Mixa hat am Montag Abend mit dem Priesterrat der Diözese die in den Medien erhobenen Vorwürfe gegen den Bischof im Zusammenhang mit dessen Tätigkeit als ehemaliger Stadtpfarrer von Schrobenhausen und Kuratoriumsvorsitzender der dortigen Waisenhausstiftung erörtert. Der Priesterrat der Diözese, dem 35 Priester angehören und der zu den wichtigsten Beratungsgremien des Bischofs gehört, hat als Ergebnis seines Austausches mit dem Bischof folgende Erklärung veröffentlicht:
„In offener und vertrauensvoller Atmosphäre haben die Mitglieder des Priesterrates der Diözese Augsburg am 19. April 2010 mit Bischof Dr. Walter Mixa über die schwierige Situation unseres Bistums beraten. Der Priesterrat teilt die Sorge Vieler um die Glaubwürdigkeit der Kirche. Der Bischof erklärte: „Es tut mir im Herzen weh und leid, dass ich vielen Menschen Kummer bereitet habe. Ich bitte um Verzeihung.“ Der Priesterrat setzt sich gemeinsam mit dem Bischof dafür ein, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe lückenlos aufgearbeitet werden.“
Bischof Dr. Walter Mixa hat im Rahmen der turnusgemäßen Ordinariatskonferenz deren Mitglieder am Dienstag Vormittag erstmals über seine Einschätzung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe und über das Ergebnis der Priesterratssitzung vom Vorabend informiert. Wie schon am Vorabend im Priesterrat haben die von Bischof Dr. Walter Mixa beauftragten externen Rechtsanwälte die Ordinariatskonferenz umfassend über ihre Erkenntnisse informiert. Die Ordinariatskonferenz wünscht, dass die Vorwürfe gegen Bischof Dr. Walter Mixa lückenlos aufgeklärt werden.
Bereits am Montag hatte Bischof Mixa die Bischöfliche Finanzkammer und eine Münchner Anwaltskanzlei beauftragt, die finanziellen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Waisenhausstiftung in Schrobenhausen aufzuklären und dabei mit der Regierung von Oberbayern als der staatlichen Stiftungsaufsichtsbehörde zusammenzuarbeiten. Der Bischof will auch selbst aktiv zur umfassenden Klärung der Sachverhalte beitragen.
Bischof Mixa wird vorgeworfen, für die satzungswidrige Verwendung von Stiftungsmitteln aus seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen und Kuratoriumsvorsitzenden der Waisenhausstiftung verantwortlich zu sein.
Bischof Walter Mixa, hat den Vorwurf der Lüge im Zusammenhang mit den in der Süddeutschen Zeitung gegen ihn erhobenen Prügelvorwürfen mit Entschiedenheit zurückgewiesen. Zu Bild am Sonntag sagte der Bischof : „Ich habe Sie nicht belogen! In der Süddeutschen Zeitung wurde ich bezichtigt, Kinder brutal mit dem Stock geschlagen und schwer gezüchtigt zu haben. Auf diese schweren Vorwürfe habe ich ehrlich und mit reinem Gewissen geantwortet, dass ich zu keinem Zeitpunkt körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgeübt habe. An die eine oder andere einfache Ohrfeige habe ich dabei überhaupt nicht gedacht. Dass ich nicht geprügelt habe, dazu stehe ich auch heute noch. Auf vereinzelte Ohrfeigen hat sich die Diskussion erst in den letzten Tagen zugespitzt. Und dann habe ich eben so ehrlich gesagt, dass ich das nicht ausschließen kann. Daraus wird jetzt künstlich eine Lüge konstruiert.“ - Link: Bistum Augsburg.
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19.04.2010 04:53:57
Fünf Jahre Papst Benedikt XVI.
(kolpingwerk.de) Fünf Jahre Papst Benedikt XVI.: Ein Grund für das Kolpingwerk Deutschland, Dank zu sagen. "Vor fünf Jahren wurden wir mit dem deutschen Papst überrascht, das nehmen wir heute zum Anlass, an viele Meilensteine seines Pontifikats zu erinnern", erklärt Ottmar Dillenburg in Köln. Der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland denkt gerne an die Tage, als der Papst die Jugend der Welt in Köln traf. "Die Begegnungen des Heiligen Vaters mit den vielen jungen Menschen beim Kölner Weltjugendtag sind nachhaltig in meiner Erinnerung geblieben."
Daneben habe Benedikt XVI. mit seinen fundierten Schriften und Ansprachen das theologische Profil der Kirche geschärft. "Die Enzyklika Caritas in veritate ist dabei ein unübersehbarer Meilenstein der katholischen Sozialverkündigung", betont Ottmar Dillenburg. Hier habe Benedikt XVI. den Menschen als verantwortlichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Akteur in den Blick genommen und den ungezügelten Kapitalismus sowie den grenzenlosen Machbarkeitswahn bei der Biotechnologie kritisiert. Auch in der derzeitigen Missbrauchsdebatte habe der Papst sich mehrfach klar und unmissverständlich geäußert, zuletzt in dem Brief an die Kirche in Irland vor wenigen Wochen.
"Das Kolpingwerk versteht sich als Teil der Kirche und steht auch in schwierigen Zeiten an der Seite des Heiligen Vaters. Die damalige Schlagzeile 'Wir sind Papst' gilt nicht nur bei Sonneschein, sondern auch, wenn Wolken aufziehen." - www.kolpingwerk.de
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19.04.2010 04:51:06
Impulse für die Liturgie
(katholisches.info) Das Amt für die liturgischen Feiern des Papstes hat eine neue Initiative auf der Internetseite des Heiligen Stuhls gestartet und setzt damit die Reform der Reform der Liturgie fort. Auf der entsprechenden Web-Seite wurden die neuen Abteilungen „Vertiefendes“ und „Studien“ eingerichtet.
„Vertiefendes“ erklärt die Bedeutung einiger der neuen Elemente, die Eingang in die päpstlichen Liturgien gefunden haben, so das Kruzifix in der Mitte des Altares, der Gebrauch der lateinischen Sprache oder der Empfang der Kommunion in den Mund und in knieender Haltung. Die Erklärungen verweisen auf das Lehramt der Päpste vor allem des 20. Jahrhunderts.
Die Seite ist eine indirekte Aufforderung und Einladung an die Priester guten Willens, dem Beispiel des Heiligen Vaters zu folgen.
„Studien“ enthält die Studien der Konsultoren des Amtes zu den verschiedenen Teilen der Heiligen Messe, von den liturgischen Gewändern, den Kommunionriten oder der Priester in der Eucharistiefeier. Alles Studien behandeln beide Formen des römischen Ritus, sowohl die ordentliche als auch die außerordentliche Form. Übersetzungen in deutscher Sprache sollen in Vorbereitung sein.
Link: Amt für die liturgischen Feiern.
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19.04.2010 04:45:03
Das Vertrauen auf den Herrn setzen
(kathnews.de) Papst Benedikt XVI. hat bei seiner einzigen Messe auf maltesischem Boden auf der „Piazzale dei Granai“ in Floriana die Gläubigen dazu ermahnt, dem christlichen Glauben zu vertrauen. Technologien allein können nicht allen menschlichen Bedürfnissen genügen, vielmehr benötige der Mensch Gott und sei von ihm abhängig, so der Heilige Vater. Wenn die Menschen versucht seien, den Stimmen zu glauben, die behaupten, „dass wir Gott oder Kirche nicht brauchen“, sollten sie sich „an die Episode aus dem heutigen Evangelium erinnern, als die Jünger – alles erfahrene Fischer – sich die ganze Nacht abgemüht, aber nicht einen einzigen Fisch gefangen hatten“. Solange sie sich selbst überlassen waren, blieben ihre Anstrengungen erfolglos; als später Christus bei ihnen stand, fingen sie eine gewaltige Menge Fische. Der Papst weiter: „Meine lieben Brüder und Schwestern, wenn wir unser Vertrauen auf den Herrn setzen und seinen Lehren folgen, werden wir immer überreichen Lohn erhalten.“
Der Mensch bedürfe der Hilfe Gottes sowie der göttlichen Barmherzigkeit für die Heilung der geistigen Wunden – der Wunden der Sünde: „In jedem Bereich unseres Lebens brauchen wir die Hilfe der Gnade Gottes. Mit ihm vermögen wir alles; ohne ihn können wir nichts tun. Nur Gott kann die Menschen vor Schaden bewahren und durch die Stürme des Lebens in einen sicheren Hafen bringen.“
Direkt an die Priester gewandt erinnerte der Papst an das Beispiel von Dun Ġorġ – einem maltesischen „Priester von außergewöhnlicher Demut, Güte, Sanftmut und Großherzigkeit, zutiefst dem Gebet hingegeben und voller Leidenschaft für die Verkündigung der Wahrheiten des Evangeliums“, der 2007 von Papst Benedikt heiliggesprochen wurde. „Nehmt ihn euch zum Vorbild und last euch von ihm inspirieren, wenn ihr euch bemüht, die Sendung zu erfüllen, die ihr empfangen habt, nämlich die Herde des Herrn zu weiden“, forderte das Kirchenoberhaupt die Mitglieder des geistlichen Standes auf.
„Erinnert euch auch an die Frage, die der Auferstandene dreimal an Petrus richtete: ‚Liebst du mich?‘ Das ist die Frage, die er einem jeden von euch stellt. Liebt ihr ihn? Habt ihr den Wunsch, ihm mit der Gabe eures ganzen Lebens zu dienen? Möchtet ihr andere dazu führen, ihn zu kennen und zu lieben? Habt mit Petrus den Mut zu antworten: ‚Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe‘, und nehmt dankbaren Herzens die schöne Aufgabe an, die er euch zugedacht hat.“ Die den Priestern anvertraute Sendung sei wahrhaftig ein Dienst an der Freude Gottes, die in der Welt Einzug halten möchte, so der Papst.
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17.04.2010 17:46:50
Papst auf Malta angekommen
(radiovatikan.de) Wind und grauer Himmel, wenn auch ohne Vulkanasche, über Malta: Obwohl das Papst-Flugzeug verspätet in Rom gestartet ist, kommt es vorzeitig auf der Insel an. Noch bevor Benedikt aussteigt, verbreiten die Nachrichtenticker schon seine Worte zum Thema Missbrauch während des Fluges: „Der Körper der Kirche ist durch unsere Sünden verwundet“, hat der Papst den Journalisten gesagt. Dann der erwartete Moment: Benedikt steigt aus, sehr freundlich wirkt er, aber etwas übermüdet - er schüttelt Politikern und Bischöfen die Hände, eine Ehrenkompanie ist angetreten und spielt die Hymnen des Vatikans und Maltas. „Willkommen auf der Insel des heiligen Paulus!“ lauten die ersten Worte von Präsident George Abela in seiner Begrüßungsrede.
Der Präsident, von Haus aus ein Labour-Mann, holt weit aus, schildert die Geschichte des Christentums auf Malta, nennt das EU-Mitglied zutiefst christlich. Heute sei ein Krieg im Gang, meint Abela dann, und zwar „zwischen Christentum und Laizismus“. Man dürfe aber die Religion nicht in den privaten Bereich abdrängen; wo die „Ehrfurcht vor dem Heiligen“ verlorengehe, drohe eine Gesellschaft ins Totalitäre abzurutschen. Auch wenn selbst Kirchenleute manchmal die Werte des Christentums verrieten – eine Anspielung auf die Missbrauchsskandale -, bestehe doch an der Gültigkeit dieser Werte kein Zweifel. „Heiliger Vater, wir sind stolz darauf, ein christliches Erbe zu haben – es steht im Herzen unserer historischen Identität!“ Zu Maltas Werten gehöre auch die Solidarität mit Immigranten, die Absage an Relativismus, der Einsatz für das Leben, der Dialog mit anderen Religionen.
Benedikt XVI. beginnt seine Rede mit einem Satz auf Maltesisch: „Ich freue mich, hier bei Ihnen zu sein!“ Dafür gibt`s Beifall. „Malta stand“, so fährt der Papst dann fort, „… am Scheideweg vieler großer Ereignisse und kultureller Veränderungen in der Geschichte Europas und der Mittelmeerländer bis in unsere Zeit hinein. Diese Inseln spielten eine Schlüsselrolle in der politischen, religiösen und kulturellen Entwicklung Europas, des Nahen Ostens und Nordafrikas.“ Es liege im „geheimnisvollen Plan Gottes“, dass Paulus hier strandete und mit der Missionierung begann. Dann spricht der Gast aus Rom von den vielen Belagerungen und Prüfungen Maltas und lobt, die Insel habe „so viel zur Verteidigung der Christenheit zu Land und zu Wasser beigetragen“. Benedikt wörtlich: „Malta spielt weiter eine wertvolle Rolle in den laufenden Debatten über die Identität, Kultur und Politik Europas.“ Aber auch zu Afrika und dem Nahen Osten habe es wichtige Kontakte, könne damit als „Brücke der Verständigung zwischen den Völkern, Kulturen und Religionen dienen“. Er freue sich auf die kommenden Stunden in Malta, so der Papst – und spricht nochmals Maltesisch: „Gott segne alle Menschen auf Malta und der Nachbarinsel Gozo!“
Nach einer guten halben Stunde ist die Begrüßungszeremonie schon vorüber; Benedikt steigt in das Papamobil und fährt in Richtung Hauptstadt, zu einem längeren Gespräch mit dem Präsidenten.
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16.04.2010 17:17:54
Bischof Williamson wegen Volksverhetzung verurteilt
(spiegel.de/news.stjosef.at) Das Amtsgericht Regensburg verurteilte den zur Priesterbruderschaft St. Pius X. gehörenden katholischen Bischof Richard Williamson an diesem Freitag in Abwesenheit wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro. Damit blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Strafe in Höhe von 12.000 Euro beantragt hatte. Williamson hatte in einem Fernsehinterview gesagt: "Ich glaube, es gab keine Gaskammern. (...) Ich glaube, dass zwei- oder dreihunderttausend Juden in Nazi-Konzentrationlagern umkamen, aber nicht so." Er glaube nicht, "dass sechs Millionen Juden vergast wurden".
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16.04.2010 17:13:47
Unterwegs zu einer missionarischen Kirche
(presse.kirche.at) “Wir sind unterwegs zu einer missionarischen Kirche” stellte Bischof Klaus Küng vor Pfarrgemeinderäten und weiteren Delegierten aus der Diözese St. Pölten fest, die Mitte Mai am Kongress der Pfarrgemeinderäte gemeinsam mit den Bischöfen Österreichs in Mariazell teilnehmen werden. Vom 13. bis 15. Mai findet in Mariazell eine Wallfahrt mit abschließendem Kongress der Pfarrgemeinderäte Österreichs unter dem Thema “Wo Gott ist, ist Zukunft” statt.
“Die Pfarrgemeindräte der Zukunft werden sich in Richtung “Missionsräte” entwickeln müssen”, prognostiziert der Bischof. Man werde vor neuen Aufgaben stehen, die viel Kreativität und neue Initiativen erfordern, sagte er. Jede Pfarre werde eine Gebetsschule sein müssen, die Kinderkatechese und Elternbildung werden ein wesentliches Element der pfarrlichen Pastoral sein und die Jugendarbeit werde eine Art “Berufungspastoral” werden.
Die Erneuerung der Sakramentenpastoral werde zum Ziel haben, Menschen zu lehren, Christen zu werden. Der kommende Pfarrgemeinderat werde viele neue Bereiche umfassen. Darin werde für Menschen mit unterschiedlichen Begabungen Platz sein. Wies Bischof Klaus hin. Der pfarrliche Pastoralrat werde ähnlich wie heute strukturiert sein, aber viel dynamischer sein müssen. “Kreativität und eine starke Verwurzelung im Glauben” werden die Anforderungen an jeden aktiven Pfarrgemeinderat sein.
Insgesamt sieht der Bischof ein Ende der Volkskirche gekommen. Sie gehöre bereits heute der Vergangenheit an, sagte er. Die gläubigen Menschen werden sich zur Eucharistie versammeln. Viele werden mit der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung unzufrieden sein und sich auf die Suche begeben. Es wird weiters neue geistliche Zentren brauchen, wo sich geistliches Leben entwickeln und entfalten kann.
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16.04.2010 17:04:32
Papst feierte den 83. Geburtstag
(zenit.org) Der Staatpräsident von Italien, Giorgio Napolitano, hat zum 83. Geburtstag Papst Benedikts XVI. seine herzlichsten Glückwünsche übergebracht. In einem vom Präsidentenpalast verbreiteten Kommunique bezeugt der Präsident seine „tiefe Achtung für das hohe Lehramt" des Papstes.
Die höchsten Vertreter Italiens haben Benedikt XVI. ihre persönlichen Glückwünsche übermittelt. In einem Telegramm an Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone betonte der Präsident des Senats, Renato Schifani, seine „tiefe Dankbarkeit" für das „unermüdliche und großherzige pastorale Wirken" Benedikts XVI. sowie für dessen „hohes und mutiges Lehramt" und sein „weitsichtiges Zeugnis".
Für den Präsidenten der ersten Kammer des italienischen Parlaments, Gianfranco Fini, sind die „hohe geistliche Sendung" und das „unermüdliche Werg zum Zeugnis für den Glauben" Quelle der Inspiration und des Einsatzes seitens aller „für die Förderung von Frieden und Gerechtigkeit".
Das Lehramt Benedikt XVI. sei, so Fini weiter, „auf die Einfachheit des Verhaltens und auf die Notwendigkeit konzentriert, stets für die Bedürftigen verfügbar zu sein". So bilde es „eine sichere Verteidigung zum Schutz der unveräußerlichen Rechte des Menschen", da das Lehramt des Papstes „für alle Nichtgläubigen und Gläubigen einen festen Bezugspunkt darstellt".
Auch der Bürgermeister der Stadt Rom, Gianni Alemanno, bekundete in einem an Kardinal Bertone gerichteten Telegramm dem Papst zusammen mit dem Stadtrat seine herzlichsten Glückwünsche. Der Bürgermeister bracht seine Überzeugung zum Ausdruck, dass „die hohe Sendung des päpstlichen Lehramtes mit seinem geistlichen Reichtum und der Kraft Ihres Zeugnisses und Ihrer Lehre unter der ganzen Menschheit die Botschaft der universalen Liebe verbreiten kann, die aus dem Evangelium stammt".
„In diesem Augenblick", so Alemanno weiter, „in dem die Völker der Erde neuen und komplexen Herausforderungen entgegentreten müssen, geht vom Heiligen Papst eine Botschaft der Hoffnung und des Vertrauens in die Werte des Menschen und der Zivilisation des Friedens aus".
Der Bürgermeister bittet Kardinal Bertone weiter, den Papst seiner aufrichtigen Glückwünsche zu seiner Wahl zu versichern. Gleichzeitig erinnerte Alemanno daran, dass die Stadt Rom für den kommenden 29. Juni (Fest der heiligen Peter und Paul) ein Konzert auf dem Kapitolsplatz organisiert hat, das Benedikt XVI. gewidmet ist.
Der heutige Tag ist für Benedikt XVI. ein normaler Arbeitstag. Nach der wöchentlichen Audienz für den Präfekten der Bischofskonferenz, Kardinal Giovanni Battista Re, empfing der Papst die Mitglieder der brasilianischen Bischofskonferenz anlässlich ihres Ad-limina-Besuchs. Der Vormittag fand seinen Abschluss mit einer Audienz für die „Papal Foundation".
Eigentlicher Feiertag ist im Vatikan der kommende Montag, 19. April, anlässlich des Jahrestages der Wahl Benedikts XVI. auf den Stuhl Petri. Nach seiner Reise nach Malta vom kommenden Wochenende ist für den Montag auf Einladung der in Rom anwesenden Kardinäle ein Mittagessen vorgesehen, mit dem die besondere Nähe zum Papst zum Ausdruck gebracht werden soll.
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15.04.2010 17:29:03
Apostola apostolorum
Wallfahrtsrektor KR lic.theol. P. Robert Bösner OSB aus Maria Dreieichen hat am 06. April 2010 in Veresegyhaza, Ungarn, eine Predigt zum Thema gehalten. Das Thema lautete: „Maria von Magdala: Apostola apostolorum. Ein patristischer Höflichkeitstitel oder eine amtstheologische Aussage?“
Unter anderem stellt P. Robert Bösner fest: „Maria von Magdala wird gleich vom Anfang der Auferstehung Jesu an beauftragt, die Apostel für ihre große Rehabilitierung vorzubereiten. Wenn Jesus gleich direkt nach der Auferstehung den Aposteln unvorbereitet (!) als Auferstandener erschienen wäre, dann könnten die Apostel auf Grund ihres schlechten Gewissens über ihr eigenes Versagen und über ihre Glaubensschwäche aus lauter Traurigkeit wahrscheinlich Jesus gar nicht richtig aufnehmen. Vielleicht würden sie sogar tot umfallen!?
Oder ‚ihre Augen wären gehalten und mit Blindheit geschlagen‘ wie bei den zwei Emmausjüngern, und sie hätten den auferstandenen Jesus dann so wie die Zwei auf dem Weg nach Emmaus aus Traurigkeit gar nicht erkennen können. So aber hat Jesus den Aposteln die ihnen bekannte und vertraute Maria von Magdala gesandt.
Über sie konnte er seine Vergebungsbereitschaft ihnen vorbereitend ins Herz legen und so waren sie - auch bei einer überraschenden Erscheinung des Auferstandenen - dann vor ihrem schlechten Gewissens bewahrt, um nicht noch weiter von Jesus wegzulaufen.“
Der Text wird im vollen Wortlaut auf stjosef.at dokumentiert (PDF-Format).
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15.04.2010 17:14:06
Missbrauchsskandal verpflichtet zur Buße
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. sieht angesichts des Missbrauchsskandals die Notwendigkeit zur Buße und Reue. Wörtlich sagte er in einer Messe mit der vatikanischen Bibelkommission an diesem Donnerstag:
„Wir Christen haben auch in jüngster Zeit oft das Wort Buße vermieden, weil es uns zu hart schien. Jetzt, unter den Angriffen der Welt, die uns unsere Sünden vorhalten, erkennen wir, dass Buße tun zu können eine Gnade ist, und wir sehen, wie notwendig das Büßen ist.“
Die damit verbundenen Leiden bewirkten Reinigung und Wandlung, betonte der Papst.
„Dieser Schmerz ist Gnade, weil er Erneuerung bedeutet. Es geht darum, sich der göttlichen Barmherzigkeit und der Vergebung zu öffnen.“
Zugleich sprach der Papst von einer „subtilen oder auch weniger subtilen Aggression gegen die Kirche“. Auch ohne totalitäre Regime herrsche ein Druck, so zu denken, wie alle denken. Die Angriffe auf die Kirche zeigten, „wie dieser Konformismus wirklich eine echte Diktatur sein kann“.
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14.04.2010 02:21:17
Erste Sitzung der Medjugorje-Kommission
(radiovatikan.de) Eine Vatikan-Kommission hat mit der Untersuchung des Wallfahrtsortes Medjugorje in Bosnien-Herzegowina begonnen. Das bestätigt der Pressesaal des Heiligen Stuhls. In Medjugorje soll es seit 1981 zu häufigen Marienerscheinungen kommen; der Vatikan will vor allem die Seelsorge vor Ort für die zahlreich nach Medjugorje strömenden Pilger und Neugierigen sicherstellen. Um ein Urteil zur Echtheit der angeblichen Erscheinungen geht es der Kommission zunächst einmal nicht. Vorsitzender des Gremiums ist der italienische Kardinal Camillo Ruini; es traf sich am 26. März zu einer ersten Sitzung. Zu den Mitgliedern der Kommission gehören von Kurienseite u.a. die Kardinäle Josef Tomko und Julian Herranz sowie Erzbischof Angelo Amato. Aus Bosnien bzw. Kroatien sind die Kardinäle Vinko Puljic von Sarajewo und Josip Bozanic von Zagreb mit dabei.
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14.04.2010 02:20:00
Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. widerlegt
(kathpress.at) Der "Fall Kiesle", der von US-Medien als "smoking gun" für die Richtigkeit des Vertuschungsvorwurfs gegen Papst Benedikt XVI. herangezogen wird, spricht nicht gegen, sondern für eine große Sorgfalt von Joseph Ratzinger: Das betonen der liberale katholische Publizist Michael Sean Winters von der US-Zeitung "National Catholic Reporter" und der römische Altphilologe Marco Fabbri (Universita della Santa Croce).
Der Priester Stephen Kiesle aus der Diözese Oakland hatte in den 1970er-Jahren mehrere Kinder missbraucht und wurde rechtskräftig verurteilt. Sein damaliger Bischof, John Cummins, leitete nach der Abberufung Kiesles aus der Seelsorge ein Ersuchen und Gewährung einer Zölibatsdispens für Kiesle an den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger (die strafweise Entlassung aus dem Priesteramt konnte der Bischof selbst vornehmen, nicht aber die Entpflichtung vom Zölibatsgelübde). Laut dem Bericht stellte der Bischof aber die Schwere der Vergehen des Priesters nicht in vollem Ausmaß dar.
Winters und Fabbri wiesen jetzt darauf hin, dass in dem folgenden lateinischem Antwortbrief Ratzingers von 1985 einzig und allein auf den Punkt der Dispens vom Zölibatsgelübde eingegangen werden konnte. Der die Causa "abmildernder Antrag der Diözese" sei von Ratzinger abgewiesen worden und eine strengere Prüfung der Umstände angeordnet worden. - Lesen Sie den ausführlichen Bericht!
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