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30.06.2010 15:11:45
Bischof Koch folgt Kardinal Kasper im Einheitsrat nach
(radiovatikan.de) Der Basler Bischof Kurt Koch ist von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt worden. Dies teilte der Bischof in einem persönlichen Schreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger seiner Diözese mit Datum vom 29. Juni mit. Bereits im Februar habe ihn der Papst nach seiner Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe gefragt, schreibt Koch. Der Basler Bischof tritt sein neues Amt am Donnerstag, den 1. Juli, an. Der Vatikan hat Kochs Ernennung deshalb noch nicht bekannt gegeben.
Der Papst habe betont, dass es ihm ein wichtiges Anliegen sei, dass diese Aufgabe von jemandem wahrgenommen werde, der die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen nicht nur aus der Literatur, sondern „aus der unmittelbaren Erfahrung“ kenne. Damit habe der Papst erneut gezeigt, dass ihm nicht nur die Ökumene mit den Orthodoxen, sondern auch diejenige mit den Protestanten am Herzen liege, so Koch in seinem Schreiben. Er freue sich darauf, der Ökumene, einem seit dem Zweiten Vatikanum wichtig gewordenen Anliegen, in besonderer Weise dienen zu können.
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30.06.2010 15:10:09
Beichte und geistliche Begleitung sind wichtig
(zenit.org) Im Mittelpunkt der Katechese zur heutigen Generalaudienz stellte Papst Benedikt XVI. den heiligen Giuseppe Cafasso (* 15. Januar 1811 in Castelnuovo d'Asti; † 23. Juni 1860 in Turin) anlässlich dessen 150. Todestag. Der Papst schlug den Laiengläubigen und vor allem den Priestern das Beispiel dieses piemontesischen Priesters vor, der sein Leben der Ausbildung, der Beichte, der geistlichen Begleitung und dem Apostolat bei den Armen und Häftlingen gewidmet hatte.
Die Botschaft des heiligen Giuseppe Cafasso sei nach wie vor lebendig und aktuell, so der Papst. Er sei ein Ausbilder von Priestern (unter diesen der heilige Johannes Bosco) und ein wahrer Hirt mit einem reichen inneren Leben gewesen. Er habe sich durch tiefen Eifer in der Seelsorge, Treue im Gebet und seinen Einsatz für die Katechese, die Beichte und die Eucharistie ausgezeichnet.
Benedikt XVI. betonte die drei „Begabungen" des heiligen Priester: „Ruhe, Aufmerksamkeit und Klugheit". Die Lehre des Cafasso sei nicht abstrakt gewesen, sondern habe ihren Ursprung in der lebendigen Erfahrung Gottes gehabt. Dabei betonte der Papst die Wichtigkeit der geistlichen Begleitung, „um zu wissen, was Gott von uns will".
Ebenso fruchtbar sei sein Apostolat bei den niedrigen Menschen und dabei besonders bei den Häftlingen gewesen. Der Heilige habe die Häftlinge mit seiner Liebe zu Gott erobert. Cafasso habe die Gewissen in persönlichen Gesprächen beruhigt und aufgeweckt, deren Ziel die Beichte gewesen sei. 57 zum Tode Verurteilte habe der Heilige bis zur Hinrichtungsstätte begleitet, „mit tiefer Liebe bis zum letzten Atemzug".
Giusepe Cafasso, so Benedikt XVI. abschließend, bilde einen an alle ergehenden Aufruf, den Weg der Heiligkeit zu intensivieren. Er rufe den Priestern in Erinnerung, der Beichte, der geistlichen Begleitung und der Aufmerksamkeit gegenüber den niederen Menschen Zeit zu widmen.
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29.06.2010 13:40:48
Vatikanische Erklärung zum Treffen von Kardinal Schönborn mit dem Papst
(kath.net) Deutsche Fassung der Mitteilung des Pressesaales des Hl. Stuhls vom 28.06.2010 zur Begegnung des Heiligen Vaters mit Kardinal Schönborn:
1) Der Heilige Vater hat heute Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, in Audienz empfangen. Dieser hatte darum gebeten, dem Heiligen Vater persönlich über die gegenwärtige Lage der Kirche in Österreich berichten zu dürfen. Insbesondere wollte Kardinal Christoph Schönborn den genauen Sinn seiner jüngsten Erklärungen zu einigen Aspekten der aktuellen kirchlichen Disziplin erläutern wie auch einige Beurteilungen zur Haltung des Staatssekretariates und insbesondere des damaligen Staatssekretärs von Papst Johannes Paul II. seligen Angedenkens in Bezug auf den verstorbenen Kardinal Hans Hermann Groër, 1986-1995 Erzbischof von Wien.
2) Im Anschluss wurden die Kardinäle Angelo Sodano, Dekan des Kardinalskollegiums, und Tarcisio Bertone, Staatssekretär, zur Begegnung hinzugeladen.
Im zweiten Teil der Audienz wurden einige weit verbreitete Missverständnisse geklärt und aufgelöst, die zum Teil aus Aussagen von Kardinal Christoph Schönborn herrührten, welcher sein Bedauern dafür ausdrückt, wie diese interpretiert wurden.
Im Besonderen:
a) Es wird daran erinnert, dass in der Kirche, wenn es sich um Anschuldigungen gegenüber einem Kardinal handelt, die Zuständigkeit alleine beim Papst liegt; die anderen Instanzen können eine Funktion der Beratung haben, dies immer mit dem nötigen Respekt gegenüber den Personen.
b) Das Wort “Geschwätz” wurde irrtümlich interpretiert als ein Mangel an Respekt für die Opfer sexuellen Missbrauchs, für die Kardinal Angelo Sodano dieselben Empfindungen des Mitgefühls und der Verurteilung des Bösen hegt, wie dies in verschiedenen Stellungnahmen des Heiligen Vaters zum Ausdruck gekommen ist. Dieses in der Osteransprache an Papst Benedikt XVI. ausgesprochene Wort war wortwörtlich aus der Papstansprache vom Palmsonntag genommen und war dort bezogen auf den „Mut, sich nicht vom Geschwätz der vorherrschenden Meinungen einschüchtern zu lassen“.
3) Der Heilige Vater erinnert sich mit großer Zuneigung an seinen Pastoralbesuch in Österreich und sendet durch Kardinal Christoph Schönborn seinen Gruß und seine Ermutigung der Kirche, die in Österreich ist, und ihren Hirten, wobei er dem himmlischen Schutz Mariens, die in Mariazell so sehr verehrt wird, den Weg einer erneuerten kirchlichen Gemeinschaft anempfiehlt.
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29.06.2010 13:38:55
Das Kreuz steht für christliche Werte
(stephanscom.at) "Religionsfreiheit bedeutet im Kern vor allem das Menschenrecht, die religiöse Überzeugung einzeln oder gemeinsam, sowohl privat als auch öffentlich auszuüben", betonte Kardinal Christoph Schönborn in einer am Dienstag, 29. Juni 2010, veröffentlichten Erklärung zum Verfahren des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) über religiöse Symbole in öffentlichen Schulen. Er forderte vom EGMR, auch weiterhin den Kern und die positive Sicht der Religionsfreiheit zu garantieren.
Das Kreuz als das christliche Grundsymbol bringe die religiöse Grundüberzeugung von Christen aller Konfessionen zum Ausdruck, so Kardinal Schönborn: "Es ist ein vielschichtiges Symbol, das als solches auf Menschen keinen Zwang ausübt und keinen Menschen ausgrenzt."
Weiters wies der Vorsitzende der Bischofskonferenz darauf hin, dass das Kreuz als Symbol auch unabhängig vom Religionsbekenntnis eines Europäers wichtig sei, weil "das Kreuz und die damit zum Ausdruck gebrachten christlichen Werte und Überzeugungen ein wesentlicher Teil der europäischen Kultur und Identität" seien. Das Kreuz im Klassenzimmer öffentlicher Schulen sei auch "ein Anknüpfungspunkt für den interreligiösen und interkulturellen Dialog, der in Europa auf der umfassend garantierten Religionsfreiheit gegründet ist", gab Kardinal Schönborn zu bedenken.
Ab 30. Juni wird die Große Kammer des EGMR über den Fall "Lautsi gegen die Republik Italien" beraten. Erstmals in der Geschichte des EGMR beteiligen sich 10 Mitgliedstaaten des Europarates als Drittkläger am Verfahren und haben sich dem Rekurs Italiens angeschlossen. Daneben haben die Republik Österreich und andere Staaten das Kreuz-Urteil der ersten Instanz des EGMR offiziell kritisiert und dazu ablehnende Stellungnahmen abgegeben.
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29.06.2010 13:37:49
Heiligenkreuzer Abt kritisiert Zulehner-Studie
(diepresse.com) Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, wortmächtiger Vertreter jener raren Spezies in Österreich, die Rom in allem bedingungslos folgt ist „traurig“. Traurig über die jüngste repräsentative Pfarrer-Umfrage, deren Ergebnisse die Situation der Kirche in Österreich erschwere. 81 Prozent haben sich für die Weihe verheirateter Männer, 51 Prozent für Priesterinnen ausgesprochen.
Henckel-Donnersmarck, Abt im Stift Heiligenkreuz bei Wien, am Dienstag im Gespräch mit der „Presse“: „Ich sehe die Umfrage als ein Symptom eines falschen Kirchenbildes von denen, die die Umfrage gestartet haben und von denen, die sich daran beteiligt haben. Das Kirchenbild, das ich habe, ist das einer sperrigen Offenbarung. Diese plebiszitär zu behandeln ist grundsätzlich falsch.“
Und der Zisterzienser wird noch deutlicher: „Den Pfarrern fehlt das kirchliche Bewusstsein, die Einfügung auch im Gehorsam. Alle wollen das Beste für die Kirche und ich möchte nicht von Spaltung sprechen. Aber es sind nicht alle ausreichend kirchlich indoktriniert, ich sage das im vollen Bewusstsein, das heißt in die kirchliche Lehre liebevoll eingedrungen.“ So sei der Zölibat immer schon ein im Evangelium begründeter Aspekt des kirchlichen Lebens in der lateinischen Kirche des Westens gewesen. Henckel-Donnersmarck: „Ich werde immer sagen, in dubio pro papa, im Zweifel für den Papst.“ Vor dem Hintergrund des heutigen Verständnisses sei diese Form der Treue ein Punkt im kirchlichen Leben, der schwer verständlich zu machen ist.
Weshalb die Pfarrer eine immer größere Differenz zwischen den römischen Lehraussagen und ihren eigenen Ansichten sehen? Der Abt gibt den Medien Mitschuld für das Phänomen: „Es gibt eine kolossale Präsenz einer medialen Öffentlichkeit, die viele in den Bann zieht.“ Im Grunde seien aber alle Fragestellungen wie Zölibat oder Priesterweihe für Frauen schon beim Kirchenvolksbegehren und beim Delegiertentag in Salzburg diskutiert worden. Henckel-Donnersmarck: „Mich beunruhigt, dass auch im Bewusstsein theologisch ausgebildeter Priester die theologischen Grundlagen von Zölibat und Amtsverständnis nicht mehr vorhanden sind.“ - Link: Die Ergebnisse der Studie im Detail (Kathpress).
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27.06.2010 12:29:23
Papst Benedikt bestärkt Belgiens Bischöfe
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat den belgischen Bischöfen seine Nähe und Solidarität bekundet. An diesem Sonntag sendete das katholische Kirchenoberhaupt einen Brief an den Vorsitzenden der belgischen Bischofskonferenz, Erzbischof André-Joseph Léonard. Mit klaren Worten ging Benedikt XVI. auf die jüngsten Vorgänge in Brüssel ein. Dort hatte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag im Zuge von Ermittlungen in Missbrauchsfällen die in Brüssel versammelten Bischöfe für neun Stunden festgesetzt, ihre Handys und vertrauliche Unterlagen beschlagnahmt und zudem die Gräber von zwei Kardinälen aufgebrochen. Der Papst verurteile den Missbrauch von Minderjährigen durch Kirchenmitarbeiter aufs Schärfste. Die Kirche sei bei der Aufklärung zur Zusammenarbeit mit der staatlichen Justiz bereit, betonte der Papst in dem Brief vom Sonntag. Die Form der Untersuchung und insbesondere die Zerstörung von Gräbern seien jedoch schwerwiegend. – Der belgische Botschafter beim Heiligen Stuhl war am gleichen Tag – also bereits am Donnerstag – in den Vatikan einbestellt worden. - Die jetzt beginnende Urlaubszeit soll auch dafür genutzt werden, mit Gott in Kontakt zu kommen. Das regte Papst Benedikt XVI. am Sonntag bei seinem Angelusgebet auf dem Petersplatz an. Unter strahlendem Sonnenschein betete das katholische Kirchenoberhaupt vor mehreren tausend Pilgern und Besuchern das Mittagsgebet. „Die Ferientage bieten eine gute Gelegenheit zur Begegnung mit der Natur und mit anderen Menschen und geben Anlass zur Kreativität. Neben der physischen Erholung und der intellektuellen Weiterentwicklung können sie aber auch ein Moment sein, um das Gebet zu intensivieren und den Glauben zu stärken. Dies wird sich auch positiv auf das soziale Leben auswirken.“
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27.06.2010 12:26:37
Bischof Kapellari verteidigt Charisma des Zölibats
(kathpress.at/apa-ots.at) er Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari hat am Sonntag bei der Weihe von fünf Männern zu Priestern eine Lanze für den Zölibat gebrochen. "Diese Lebensform ist kein Auslaufmodell. Sie ist, wo sie gelingt, von jeher eine positive Provokation", sagte Kapellari in seiner Predigt im Grazer Dom. Die Ehelosigkeit habe Jesus selbst "und seither unzählige Männer im apostolischen Dienst gelebt", viele würden dies bis heute tun "zum großen Segen für Kirche und Gesellschaft". Der Zölibat sei "freilich, wenn er nicht gelingt, ein Ärgernis", sagte der Grazer Bischof; Verfehlungen gegen ihn würden leicht zur "irrigen Meinung" verleiten, er sei prinzipiell nicht lebbar und so etwas wie eine "mission impossible". Dagegen wandte Kapellari ein, auch viele Männer und Frauen sagten trotz des häufigen Scheiterns anderer "Ja zu einer Ehe, die nicht nur auf Probe angelegt ist". Kapellari: Priester würden "sich freilich nur dann nicht zu verschrobenen Junggesellen verformen, wenn sie sich tief von den drei evangelischen Räten zu Armut, Keuschheit und Gehorsam prägen und inspirieren lassen. Ein ehrlich gelebter Zölibat gelingt nur, wenn er verbunden ist mit einem Verzicht auf materielle Habgier und auf einen eigenbrötlerischen Individualismus." Die diesjährigen Weihekandidaten empfangen das Sakrament nach den Worten des Grazer Bischofs in einer Zeit vieler Umbrüche und Abbrüche. Für die Kirche sei es da nicht leicht, die Balance zu finden zwischen "Breite und Tiefe", zwischen sozialem Engagement und mystischer Versenkung, zwischen dem Dienst an der Institution Kirche und charismatischer Offenheit für Neues. Es greife aber zu kurz, im Blick auf die Kirche generaldiagnostisch von einer Krise zu sprechen. "Es gibt in der Gesellschaft im Ganzen wie auch in der Kirche heute nicht nur Abbrüche und Umbrüche", zeigte sich Bischof Kapellari optimistisch. Priester sollten "weder eine ängstliche konservative Erstarrung noch eine eilfertige Anpassung an Gesellschaft und Zeitgeist" zeigen.
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26.06.2010 04:30:45
Opferschutzkommission beschließt Entschädigungszahlungen bei Missbrauch
(stephanscom.at) Die Unabhängige Opferschutzkommission unter Waltraud Klasnic hat am Freitag, 25. Juni 2010, in Wien ein konkretes finanzielles Entschädigungsmodell für Opfer sexuellen Missbrauchs und Gewalt im kirchlichen Bereich präsentiert. Das in einer Stellungnahme gegenüber Journalisten nach der fünften Kommissionssitzung in Wien präsentierte Modell sieht vier Stufen der finanziellen Abgeltung vor. Dabei handle es sich jedoch um "Richtwerte", die Skala sei nach oben hin offen, wie die Kommission betonte.
Für "leichte Fälle des Missbrauchs ohne überschießende Gewaltanwendung" sieht das Modell 5.000 Euro vor. Für "mehrfache Übergriffe über einen längeren Zeitraum oder geringe Zahl an schwerwiegenden Übergriffen unter Gewalteinwirkung" wie etwa Vergewaltigung werden 15.000 Euro veranschlagt. Den Betrag von 25.000 Euro sieht die Kommission für Fälle "von über mehrere Jahre hinweg fortgesetzten Missbrauch mit Verletzungsfolgen und/oder fortdauernden seelischen Schmerzen" vor. In "besonders extremen Einzelfällen" seien auch darüber hinaus gehende Entschädigungen möglich, räumte die Kommission ein. Zahlen wurden für diese vierte Kategorie nicht genannt.
Die Kommission unterstrich, sich mit diesem Modell an die österreichische Judikatur angelehnt zu haben. Zugleich betonte die Kommission jedoch, dass die freiwilligen Entschädigungsleistungen der Kirche "über den durchschnittlichen staatlichen Sätzen" liegen. Wie die Kommission weiters mitteilte, hätten sich bislang rund 200 Opfer bei ihr gemeldet. Kontakt: www.ombudsstellen.at - (presse.kirche.at) Die Rahmenordnung für die Katholische Kirche in Österreich über Maßnahmen, Regelungen und Orientierungshilfen gegen Missbrauch und Gewalt wurde unter dem Titel „Die Wahrheit wird euch frei machen“ in Mariazell von den Bischöfen beschlossen.
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26.06.2010 04:26:03
Von der Radikalität der Christusnachfolge
(stjosef.at/predigten; JSp) Im Evangelium dieses Sonntags zeigt Jesus, worauf es ankommt, wenn jemand ihm in besonderer Weise nachfolgen will: Es braucht eine heilige Entschiedenheit, einen festen Willen, ein Jünger des Herrn zu sein. Dieser Entschluss zeigt seine Echtheit dadurch, dass die betreffende Person, die ein Jünger werden will, alles Übrige zurückstellt, und sei es noch so wichtig und wertvoll! Der Dienst Gottes ist in jedem Fall als höher anzusehen; der Ruf Gottes hat Vorrang.
Freilich gibt es Unterschiede in der Art und Weise, wie Gott jemanden ruft und wozu er diesen Menschen beruft. Es gibt besondere, ja außergewöhnliche Berufungen: Im Alten Testament wurden Propheten von Gott erwählt, um dem Volk Gottes die Wahrheit des Heils zu verkünden. In der ersten Lesung hören wir vom Propheten Elija und seinem Nachfolger Elischa. Ein solcher Prophet muss alles übrige aufgeben, seinen bisherigen Beruf, und er muss bereit sein, das gewohnte Umfeld seines Lebens zu verlassen, um Gott zu dienen. Sein Zeugnis für Gott kann bis zur Hingabe des eigenen Lebens gehen, wenn der Prophet verfolgt wird oder sogar das Martyrium erleiden muss.
Auch Jesus verlangt von denen, die ihm in besonderer Weise nachfolgen wollen, eine radikale Entscheidung, die in gewisser Weise einen Bruch mit dem Vergangenen beinhaltet. Es geht in jedem Fall darum, Gott mehr zu lieben als die Menschen, und selbst familiäre Bindungen zählen hier weniger als der Ruf Gottes. - Lesen Sie die Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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24.06.2010 06:46:24
Einladung zur Jugendwallfahrt nach Mariazell
(stephanscom.at) Österreichs Bischöfe haben Jugendliche aus dem ganzen Land zur Jugendwallfahrt "Voll Leben!" nach Mariazell von 13. bis 15. August 2010 eingeladen. "Auf jugendliche Art und in ihrer Sprache" solle dabei das Leben und der Glaube gefeiert werden, heißt es in einem nach der Zusammenkunft der Österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell am Mittwoch, 23. Juni 2010, veröffentlichten Text.
Inhaltlicher Leitfaden wird das Motto des nächsten Weltjugendtags sein - eine Frage der Jünger an Jesus, die sich im Markusevangelium findet: "Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" (Mk 10,17). Der von Papst Johannes Paul II. Mitte der 1980er Jahre ins Leben gerufene Weltjugendtag findet im August 2011 in Madrid statt. Die Bischöfe erwarten sich von der Jugendwallfahrt Gelegenheiten, in persönlichen Gesprächen von den Sorgen, Ängsten, Wünschen und Hoffnungen der Jugendlichen zu erfahren. Die Katholische Jugend, die Jugend der kirchlichen Erneuerungsbewegungen und der Mittelschüler-Kartell-Verband werden zu einem abwechslungsreichen Programm beitragen, so die Bischöfe. Die Pop-Band "Cardiac Move" sorgt für den musikalischen Auftakt, nach dem Eröffnungsfest gibt es Workshops mit viel Kreativität, Sport und auch gesellschaftspolitisch relevanten Inhalten. Geistliche Höhepunkte werden Katechesen der Bischöfe und jugendgemäße Gottesdienste sein. - www.jugendwallfahrt.at
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24.06.2010 06:43:48
P. Christian Feurstein OCist wird neuer Abt von Stift Rein
(stift-rein.at) Am 8. Juni hat der Konvent von Stift Rein einstimmig den Prior des Stiftes Heiligenkreuz Pater Christian Feurstein zum 57. Abt des welt-ältesten Zisterzienserklosters Stift Rein gewählt und die Religiosenkongregation in Rom hat die Wahl bestätigt. Abt Christian Feurstein ist 1958 in Hohenems in Vorarlberg geboren und nach der Matura 1977 zusammen mit dem jetzigen Abt Gregor Henckel-Donnersmarck als Novize im Stift Heiligenkreuz eingekleidet worden.
1981 legte er die Feierliche Profess ab und wurde am 23. Mai 1983 zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Wiener Neustadt wurde er zu Neugründung des Klosters Stiepel ins Ruhrgebiet ausgesandt. Er war dort Novizenmeister und Prior. 2004 ins Stift Heiligenkreuz zurückgeholt, führte er ebenfalls bis jetzt die Tätigkeit eines Novizenmeisters und Priors aus. In den letzten fünf Jahren hat er 26 junge Männer im Noviziat begleitet. - http://www.stift-rein.at / http://www.stift-heiligenkreuz.at
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23.06.2010 11:04:47
Bischof Walter Mixa akzeptiert Annahme des Rücktritts
(bistum-augsburg.de) Im Rahmen eines Gesprächs haben Vertreter der Augsburger Bistumsleitung und der emeritierte Bischof von Augsburg, Dr. Walter Mixa, am 22. Juni 2010 eine abschließende gemeinsame Erklärung verabschiedet. Darin stellt Bischof em. Mixa seinen Rücktritt nicht mehr in Frage. Der zurückgetretene Bischof hat sich in einem persönlichen Schreiben an die Gläubigen gewandt. Unter anderem schreibt er: "In den vielen Jahren meines Dienstes habe ich immer versucht, den richtigen Weg einzuschlagen und mich bemüht, die Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erfüllen. Ich will keineswegs verschweigen, dass mir nicht immer alle diese Vorsätze in der rechten Weise gelungen sind. Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht, obwohl ich niemanden in irgendeiner Weise verletzen oder beschädigen wollte. Es soll aber nicht irgendeine Beschönigung ausgesprochen werden, sondern ich bitte nicht nur um Entschuldigung, sondern vor allem um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe. Dies tut mir von ganzem Herzen leid. Ein großer Trost ist für mich, daß in der Botschaft Jesu immer wieder die Rede ist von der Barmherzigkeit, die Gott uns in der Liebe Jesu schenkt. Damit will ich sagen: ich bin in vieler Hinsicht schuldig geworden und bitte alle, die ich enttäuscht habe, nochmals nicht nur um Verständnis, sondern auch um Verzeihung.
Wegen der sich zusammenbrauenden Berichte in der unterschiedlichsten Weise sah ich mich in einer sehr schmerzlichen Situation veranlaßt, sehr schweren Herzens dem Papst meinen bischöflichen Dienst anzubieten, die sogenannte Resignation auf das Amt des Diözesanbischofs auszusprechen. Für mich ist es jetzt von einer ganz großen Bedeutung, daß in unserer Diözese gegenseitige Streitereien und gegenseitige schwerwiegende Vorwürfe abgebaut werden und daß wir alle zu einem guten Einverständnis und zum Frieden in der Gemeinschaft der Kirche finden. Der Heilige Vater hat mir in seinem sehr liebevollen Brief geschrieben, daß ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg immer Bischof bleibe und daß ich die geistlichen Dienste wie die Feier der Eucharistie, die Spendung der Sakramente, auch der Firmung, wahrnehmen sollte und in unterschiedlicher Weise auch geistlich für viele Menschen da sein kann."
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23.06.2010 11:01:07
Österreichs Bischöfe beschließen Maßnahmen gegen Missbrauch
(kathpress.at/apa-ots.at) Die katholischen Bischöfe Österreichs haben ein umfassendes Paket an Maßnahmen und Regelungen zur Aufarbeitung und künftigen Verhinderung von Missbrauch und Gewalt in der Kirche beschlossen. Wie die Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Sommervollversammlung in Mariazell in einer Pressemitteilung bekanntgab, treten die Vorgaben bereits mit 1. Juli 2010 in Kraft. Sie gelten für den gesamten kirchlichen Bereich, sowohl für die hauptamtlichen als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, und sie sollen bis spätestens 31. März 2011 in allen österreichischen Diözesen umgesetzt sein. Primäres Ziel aller Bemühungen "ist Hilfe und Gerechtigkeit für die Opfer", heißt es. Dazu hat die Kirche in jeder Diözese eine Ombudsstelle eingerichtet. Als zusätzliches österreichweites Angebot besteht seit April die "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" unter der Leitung von Waltraud Klasnic, die in ihrer Tätigkeit von der "Unabhängigen Opferschutzkommission" unterstützt wird, erinnert die Bischofskonferenz. Konkret sieht die Rahmenordnung eine österreichweit einheitliche Gestaltung der diözesanen Ombudsstellen vor. Diese sollen von unabhängigen Fachleuten geleitet werden, die ihre Tätigkeit weisungsfrei ausführen. Die Ombudsstellen sind für den Erstkontakt und eine erste Klärung von Verdachtsfällen sowie für die Rechtsberatung und Begleitung der Opfer zuständig. Anzeige bei staatlichen Behörden Besteht ein begründeter Verdacht, so wird der mutmaßliche Täter bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts dienstfrei gestellt. "Dies geschieht in enger Kooperation mit den staatlichen Stellen", betont die Bischofskonferenz. Erhärte sich der Verdacht, empfiehlt die Ombudsstelle dem Opfer, Anzeige zu erstatten. "Besteht außerdem die Gefahr, dass durch den mutmaßlichen Täter weitere Personen zu Schaden kommen könnten, ist deren Schutz vorrangig. In diesem Fall wird auf Initiative der Kirche der Sachverhalt zur Anzeige gebracht", stellen die Bischöfe klar. "Stiftung Opferschutz" Die diözesanen Ombudsstellen übernehmen als erste Anlaufstelle für Opfer die Kosten der Therapien. Zusätzlich richtet die Österreichische Bischofskonferenz die "Stiftung Opferschutz" ein. "Durch sie werden Geldmittel im erforderlichen Ausmaß bereitgestellt, um den Opfern rasch, unbürokratisch, menschlich und angemessen zu helfen", betont die Bischofskonferenz. Die "Stiftung Opferschutz" wird in den von der "Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft" oder den diözesanen Ombudsstellen geprüften Fällen für Therapiekosten sowie für allfällige Schmerzensgeld- und Schadensersatzzahlungen aufkommen. Mehr auf www.kathpress.at
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23.06.2010 04:38:21
Aktion Ninive
(news.stjosef.at) Das katholische Hilfswerk "Kirche in Not" hat die "Aktion Ninive" gestartet. Die Aktion Ninive greift den Aufruf des Heiligen Vaters vom 19. März 2010 an die Katholiken Irlands zur Anbetung, zum Fasten und Beichten für die Dauer von einem Jahr zur Erneuerung der Kirche auf. In diesem Brief empfiehlt der Papst den irischen Katholiken, wegen der Missbrauchsfälle für ein Jahr die Freitagsopfer für die Heiligung und Stärkung der Kirche aufzuopfern, häufiger die verwandelnde Kraft des Sakraments der Versöhnung zu nutzen und besonders die eucharistische Anbetung zu pflegen. - Weitere Informationen unter www.aktion-ninive.de
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23.06.2010 04:35:16
Hochschullehrgang Basiswissen Glaube abgeschlossen
(presse.kirche.at) 25 Personen haben den viersemestrigen Hochschullehrgang "Basiswissen Glaube" an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Pölten nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Bischof Klaus Küng überreichte den Absolventen die Abschlusszertifikate und bezeichnete den Lehrgang als ein persönliches "Herzensanliegen". "Wir haben Schätze, die von vielen nicht gesehen werden", so Küng wörtlich.
Der Lehrgang solle "nicht nur Glaubensinhalte vermitteln", sondern möglichst nahe an der Praxis und am Leben der Menschen sein. Die Absolventen des Lehrgangs sollten so gestärkt in ihrem persönlichen Glauben auch andere Menschen "anstecken", sagte Küng.
Der Hochschullehrgang war als Pilotprojekt konzipiert. Er hoffe nun aber, so Bischof Küng, "dass der Kurse Schule macht und weitere Kurse folgen werden". Die Teilnehmer des Lehrgangs kamen aus allen Teilen der Diözese St. Pölten, zwei Personen kamen aus der Nachbardiözese Wien und ein Teilnehmer aus der Militärdiözese.
Viele Pfarrangehörige arbeiten in der Sakramentenvorbereitung (Erstkommunion, Firmung), in Liturgiekreisen oder anderen Gremien der Pfarren mit. „Der Hochschullehrgang hat das Ziel, die theologischen Grundlagen für diese Tätigkeiten zu vermitteln und zu vertiefen“, erklärte Lehrgangsleiter DDr. Johann Krammer, Dozent für Religionspädagogik und Katechetik. Der Kurs möchte dabei möglichst nahe an der Praxis und am Leben sein und so den Teilnehmern eine Bereicherung für ihr persönliches Glaubensleben bieten, so Krammer, und sie befähigen, ihre Glaubenserfahrung auch anderen Menschen mitzuteilen.
(news.stjosef.at) Prof. Dr. Josef Spindelböck war einer der Referenten des Lehrgangs; als Frucht dieser Vorträge erscheint in Kürze das Buch "Christlich glauben und leben. Ein Leitfaden der katholischen Moral" im Verlag St. Josef!
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20.06.2010 16:52:46
Radio Maria Österreich als technischer Pionier
(news.stjosef.at) Radio Maria Österreich ist der erste Radiosender Österreichs, der auch auf DVB-T sendet. Seit Jänner 2010 kann Radio Maria im Gebiet der Erzdiözese Wien via DVB-T, der Übertragungstechnik des digitalen Fernsehens, empfangen werden. Seit 23. März 2010 wird mit der vollen Leistung gesendet. Hier die DVB-T Empfangsinformation: Sendeanlage Wien-Kahlenberg KANAL 53 (730 MHz). Radio Maria bietet ein vorkonfiguriertes mobiles DVB-T-Empfangsgerät an, das auch im Auto verwendet werden kann! - www.radiomaria.at
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20.06.2010 16:46:59
K-TV jetzt auch im AON.TV - Programmpaket
(news.stjosef.at) Das Fernsehangebot der Telekom über Datenleitung (AON.TV) hat ab sofort auch den katholischen Sender K-TV sowie den ökumenischen Sender BIBEL.TV im Angebot! Im Kundenmagazin von AON.TV heißt es wörtlich: "Religion und Christentum stehen im Mittelpunkt zweier weiterer neuer Sender im aonTV Basispaket. Sie runden das zusätzliche deutschsprachige Senderrepertoire ab: Das Anliegen des christlichen Familiensenders Bibel TV ist es, seinen Zusehern den Inhalt der Bibel näher zu bringen. In unterschiedlichsten Sendeformaten – Themenabenden, Talkshows, Interviews, Reportagen, Spielfilmen und Dokumentationen – werden die zahlreichen Facetten christlichen Lebens gezeigt. Der katholische Privatsender K-TV sendet aus seinem Hauptstudio in Dornbirn Liturgie, Lebenshilfe und kulturelle Beiträge." Bereits wiederholt war an AON.TV der Wunsch katholischer Seher herangetragen worden, K-TV ins Programmpaket aufzunehmen, was nun offenbar geschehen ist. - http://www.k-tv.at / http://www.bibel.tv / http://www.aon.tv
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19.06.2010 06:40:19
Papst warnt vor Relativismus
(radiovatikan.de) Vor moralischem Relativismus und staatlichem Totalitarismus hat Papst Benedikt XVI. an diesem Mittwoch gewarnt. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz ging das Kirchenoberhaupt auf eines seiner Lieblingsthemen ein – die Harmonie von Glaube und Vernunft. Ausgehend von der Morallehre des heiligen Thomas von Aquin erinnerte der Papst an die gegenseitige Befruchtung dieser beiden Zugangsarten zur Wahrheit Gottes: „Ihr Zusammenspiel kann fruchtbar werden, wenn die Vernunft nicht bloß auf dieempirische Sphäre eingeschränkt und der objektive Wahrheitsgehalt der Glaubenssätze anerkannt wird“, so das Kirchenoberhaupt. In der Morallehre des heiligen Thomas habe die „Gnade des Heiligen Geistes (…), aus der die göttlichen und die sittlichen Tugenden erwachsen“, im Mittelpunkt gestanden; er sei damit ein „Vordenker der Menschenrechte“ gewesen.
„Doch dieser Weg ist bereits im Wesen des Menschen grundgelegt, und die Vernunft kann die wesentlichen Inhalte des natürlichen Sittengesetzes erkennen. Wenn diese universalen Rechte und Pflichten geleugnet werden, führt dies zum moralischen Relativismus des Einzelnen und zu Totalitarismus auf staatlicher Ebene.“
In den Grüßen an die deutschsprachigen Pilger, die sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz versammelt hatten, zitierte der Papst ein Gebet des mittelalterlichen Heiligen:
„Schenk mir, o Gott, Verstand, der dich erkennt, Eifer, der dich sucht, Weisheit, die dich findet, einen Wandel, der dir gefällt, Beharrlichkeit, die gläubig dich erwartet, Vertrauen, das am Ende dich umfängt. – Dazu erbitte ich euch und euren Familien Gottes reichen Segen.“
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19.06.2010 06:38:34
Einladung zur Kreuzesnachfolge
(stjosef.at/predigten; JSp) Das Evangelium dieses Sonntags ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Herr seine Jünger mit großer Geduld und Liebe einführt in das Geheimnis seines Lebens, Leidens und Sterbens und seiner Auferstehung. Man kann wohl sagen, dass jene, die Jesus nachgefolgt sind, auf das Kommende zuerst überhaupt nicht vorbereitet waren.
Es bedeutet ja schon viel, dass die Jünger durch ihren Sprecher – Petrus – überhaupt in der Lage sind, Jesus als den von Gott verheißenen Messias zu bekennen. Die anderen Menschen halten Jesus für „irgendeinen“ der Großen. Vielleicht ist ja einer der alten Propheten wieder zurückgekommen oder es ist gar Johannes der Täufer wieder zum Leben erweckt worden, der vom Vierfürsten Herodes enthauptet worden war (vgl. Lk 9,9). So lautet die Meinung der Menschen. Petrus aber kann Jesus – vom Heiligen Geist erleuchtet – in voller Wahrheit als den Messias Gottes bekennen!
Noch aber (d.h. solange Jesus noch nicht gestorben und auferstanden ist) ist nicht die Zeit gekommen, diese Wahrheit zu verbreiten. Darum verbietet Jesus den Jüngern, dies weiterzusagen. Zwar hat das jüdische Volk aus den Verheißungen der Propheten ein gewisses Bild vom kommenden Messias; aber diese Vorstellungen sind sehr einseitig auf irdischen Triumph hin ausgerichtet. Dass der „Menschensohn“, wie Jesus sich selbst nennt, vieles erleiden muss, und das ausgerechnet von den Ersten des Volkes – das passt nicht in die Vorstellung jener, die das Kommen des Messias erwarten. Auch die Jünger sind hier noch überfordert, und dennoch erspart ihnen Jesus die Voraussage nicht, er werde getötet werden, aber am dritten Tage auferstehen! - Lesen Sie die Predigt zum 12. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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17.06.2010 16:02:35
"Krone"-Publizist Hans Dichand verstorben
(stephanscom.at) Kardinal Christoph Schönborn hat am Donnerstag, 17. Juni 2010, zum Tod von Hans Dichand, dem Herausgeber der Kronenzeitung, Stellung genommen:
"Es gilt Abschied zu nehmen von Hans Dichand. Er hat seinen irdischen Lauf vollendet, als ein großer Publizist und Zeitungsmacher, als einer, dem die Menschen mit ihren Sorgen und Freuden ein Anliegen waren. Man musste nicht alle seine Entscheidungen und Vorlieben teilen, aber eines stand außer Streit: seine Überzeugung, dass Religion zum Menschen gehört, dass die Geschichte Österreichs ohne die katholische Kirche nicht verständlich ist und dass die Botschaft des Evangeliums eine Antwort auf die Fragen des heutigen Menschen nach woher, wohin und wozu des Lebens sein kann. Ganz persönlich haben mich die Begegnungen mit Hans Dichand immer wieder bewegt und beeindruckt, trotz mancher inhaltlicher Differenzen. Er hat die Seiten seiner Kronenzeitung dem Evangelium ganz bewusst geöffnet und mir die Möglichkeit gegeben, an den Sonn- und Feiertagen das Evangelium den heutigen Lesern näher zu bringen. Mit vielen Menschen bete ich für ihn und drücke seiner Familie und seinen Freunden mein herzliches Beileid aus."
Die Kronen Zeitung ist mit fast drei Millionen Lesern Österreichs beliebteste Tageszeitung. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt sie mit einer Reichweite von 40,4 Prozent zu einem der reichweitenstärksten Tagestitel weltweit. Die Krone wurde im Jänner 1900 gegründet und im August 1944 von den Nationalsozialisten vorübergehend eingestellt. 1959 erwachte die Zeitung unter Hans Dichand zu neuem Leben, der bis zuletzt Herausgeber und neben der deutschen Mediengruppe WAZ Hälfteeigentümer war.
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17.06.2010 15:58:27
Demontage des Wiener Papstkreuzes vorläufig gestoppt
(diepresse.com) Die Demontage des Papstkreuzes im Wiener Donaupark wurde am Mittwoch (vorläufig) gestoppt. Die Causa ist außerdem zur Chefsache erklärt worden. Bürgermeister Michael Häupl und Kardinal Christoph Schönborn wollen persönlich über das Vorgehen beraten. Und: Mittlerweile gilt es als wahrscheinlich, dass das Kreuz erhalten bleiben wird.
Der Chef des Bauamts der Erzdiözese Wien Architekt Harald Gnilsen sagt der Presse: „Wir halten inne und warten, ob weitere Dinge passieren, die die Entscheidung beeinflussen.“ Soll heißen: Ob es (Mit-)Financiers einer 400.000 Euro teuren Sanierung des großen Stahlkreuzes gibt. Vizekanzler Josef Pröll soll jetzt Unterstützung für die Sanierung des Papstkreuzes durch den Bund signalisiert haben.
Das Kreuz wurde für eine Messe mit Papst Johannes Paul II. am 12. September 1983 errichtet, ist 40 Meter hoch und 56 Tonnen schwer. An der Liturgiefeier nahmen damals trotz Regens ungefähr 350.000 Menschen teil – der größte Gottesdienst, der je in Österreich stattgefunden hat und eine der größten Massenveranstaltungen des Landes.
Bauamtsleiter Gnilsen betont die Notwendigkeit der Sanierung: „Das Kreuz ist aus Stahl, Rost hat viele Schrauben bereits aufgelöst. Es müsste daher aus Sicherheitsgründen abmontiert und saniert werden.“ Weder Bürgermeister Häupl noch Erzbischof Schönborn haben Interesse, als jene zu gelten, die das Papstkreuz entfernen ließen. ÖVP und FPÖ haben sich im Wiener Vorwahlkampf für den Erhalt ausgesprochen. Das Kreuz war von der Erzdiözese auf einem Grundstück der Stadt errichtet worden. - (news.stjosef.at) Eine Bewegung zur des Papstkreuzes hat sich formiert und lädt zum Abendgebet beim Papstkreuz am Sonntag, 20. Juni 2010 um 21.00 Uhr auf der Papstwiese im Donaupark U1 Vienna International Centre-Kaisermühlen) ein. "Bitte bringt viele Kerzen mit, die wir vor dem Kreuz aufstellen, und leitet diese Einladung an möglichst viele Menschen weiter." - http://www.papstkreuz.at
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16.06.2010 04:43:34
Bischof Mixas Rücktritt erfolgte unter starkem Druck
(news.stjosef.at) Im Interview der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ erklärt der bisherige Augsburger Diözesanbischof Dr. Walter Mixa, dessen Rücktrittsgesuch vom Papst unerwartet schnell angenommen wurde, dass dieser Rücktritt nicht freiwillig erfolgt ist, sondern unter enormem Druck. Er erwägt eine kirchenrechtliche Berufung bei der Rota Romana, dem Appellationsgerichtshof des Papstes. Insbesondere das Verhalten mancher bischöflicher Mitbrüder hat ihn enttäuscht, als sie einem haltlosen Gerücht über angeblichen sexuellen Missbrauch Raum gegeben haben, ohne vorher das Gespräch mit ihm oder dem angeblich betroffenen Opfer zu suchen. In Bezug auf die Vorwürfe der Anwendung körperlicher Gewalt in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen erklärt Mixa: „Es war wohl sicher ein Fehler, dass ich in den letzten Monaten im Blick auf die ‚Prügelstrafen‘, die mir vorgeworfen wurden (und die mir beim besten Willen immer noch nicht erinnerlich sind), dass ich da nicht gleich eingeräumt habe, dass ich das nicht für jede körperliche Züchtigung behaupten kann, wie sie damals in der Jugendarbeit – erst recht mit so genannten schwer erziehbaren Kindern - üblich und bis 1980 auch rechtens waren. Das war sicher ein Fehler, dass ich das nicht gleich, sondern erst so spät erst eingeräumt habe. Wo und wem ich Unrecht getan habe, das habe ich auch gesagt, da entschuldige ich mich unbedingt.“ Zu den Vorwürfen, die sich auf Unregelmäßigkeiten in seinem Finanzgebaren beziehen, antwortet der Bischof: „Inzwischen hat das Wirtschaftsprüfungsunternehmen ‚Solidaris‘ die finanziellen Angelegenheiten überprüft und als gewissenhaft befunden. Diese Untersuchungen sind allerdings noch nicht ganz abgeschlossen.“ – Lesen Sie das ganze Interview im Wortlaut!
Außerdem hat zu dieser Frage auch der Kirchenrechtler Prof. Dr. Gero Weishaupt Stellung genommen!
Kommentar zu den Vorgängen (Prof. Dr. Josef Spindelböck): Eine öffentliche Rehabilitierung Bischof Mixas scheint nach allem, was man weiß, hoch an der Zeit zu sein! Ob man ihm wünschen soll, dass er als Diözesanbischof wieder nach Augsburg zurückkehrt, ist eine andere Sache. Bischof Mixa könnte dort wohl nicht mehr in Ruhe wirken. Und nachdem das Bischofsamt keine persönliche Auszeichnung für jemanden ist, wird es für den Heiligen Vater auch andere Möglichkeiten geben, ihn für das, wofür er zu Unrecht beschuldigt wurde, zu rehabilitieren und ihm eine verantwortungsvolle Aufgabe zuzuweisen, in der er seinen bischöflichen Auftrag neu und unter positiven Vorzeichen erfüllen kann.
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15.06.2010 09:12:00
Märtyrertod von Bischof Padovese war nicht umsonst
(fides.org) „Die christliche Hoffnung, die uns erfüllt, ist die, dass der Tod von Erzbischof Padovese nicht umsonst war, sondern er wird in der katholischen Kirche in der Türkei die Hoffnung erneuern“, so der delegierte Apostolische Vikar von Istanbul, P. Lorenzo Piretto OP, während in Mailand die Beisetzungsfeiern für den Apostolischen Vikar in Anatolien, Bischof Luigi Padovese stattfinden, der am 3. Juni in Iskenderun ermordet wurde. „Wir sind mit unserem Herzen mit allen Bischöfen, Priestern und Laien verbunden, die heute in Mailand an der Beisetzung von Bischof Padovese teilnehmen. In Istanbul werden wir mit einem Trauergottesdienst in der Heilig-Geist-Kathedrale am kommenden 16. Juni an den ermordeten Bischof erinnern. Dabei werden sowohl religiöse als auch zivile Autoritäten anwesend sein“, so P. Piretto.
„Dies ist ein Moment der Trauer und der Prüfung nach einer so tragischen Tat. Die christliche Glaubensgemeinschaft weiß nicht, wie sie damit umgehen soll und fragt sich: Warum dieser Mord? Was soll er bedeuten? Wie konnte er geschehen? Wer ist dafür verantwortlich? Wir warten nun auf die Unterstützung der türkischen Gesellschaft und der Behörden. Wir können nichts anders tun als zu schweigen und zu beten“.
„Doch die Kirche in der Türkei“, so P. Piretto, „wird auf diesen Verlust reagieren. Wir sind sicher, dass der Tod von Bischof Padovese das Evangelium und die christliche Glaubensgemeinschaft in der Türkei neu aufblühen lässt. In einem solchen Bewusstsein werden wir auch den Trauergottesdienst für Bischof Padovese in Istanbul feiern. Wir werden uns versammeln, um unsere Hoffnung zu erneuern“.
Unterdessen nahmen an der Beisetzungsfeier in Mailand rund 40 Bischöfe aus ganz Europa, 200 Priester und hunderte Gläubige teil. Der Beisetzungsfeier stand der Erzbischof von Mailand, Kardinal Dionigi Tettamanz vor, während der Heilige Stuhl durch den ehemaligen Apostolischen Nuntius in der Türkei, Erzbischof Edmond Farhat vertreten war, der in seiner Botschaft im Namen von Papst Benedikt XVI. „die Seele diese geliebten Hirten der unendlichen Barmherzigkeit Gottes anvertraute“ und für das „hochherzige Zeugnis vom Evangelium und das entschlossene Engagement für Dialog und Aussöhnung“ dankte, die das Priester- und Bischofsamt des Verstorbenen kennzeichneten.
Erzbischof Ruggero Franceschini (OfmCap) von Smirne – der vor bereits von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Administrator „sede vacante et ad nutum Sanctae Sedis“ für das Apostolische Vikariat Anatolien ernannt wurde, betonte im Gespräch mit dem Fidesdienst, dass er an der Beisetzungsfeier „im Geist des Glaubens und des Gebets“ teilnimmt und hofft, dass „die Dinge sich für die Christen in der Türkei ändern werden“. Über sein „doppeltes Amt“ nach der Ernennung durch den Papst sagt Erzbischof Franceschini: „An gutem Willen fehlt es nicht, doch es sind angemessene Mittel bezüglich des Personals und der Strukturen erforderlich“. Dabei erneuerte er den Appell zur Entsendung von Missionaren in die Türkei.
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15.06.2010 08:55:01
Der Liebe dienen - Referentenausbildung für die Ehevorbereitung
(christlichefamilie.at) Im Oktober 2010 startet in Zusammenarbeit mit der Phil.- Theol. Hochschule Benedikt XVI. im Stift Heiligenkreuz der nächste Kurs „Der Liebe dienen – Referentenausbildung für Ehevorbereitung“ auf der Grundlage der „Standards der Eheseminare für Brautpaare“ der Österreichischen Bischofskonferenz.
Ziel des Kurses ist die Bereitstellung und Einübung von Wissen und Praxis, um in einem säkularen Umfeld junge Paare auf das Ehesakrament vorbereiten und ihnen die katholische Lehre zu Ehe und Familie lebensnah und praktisch vermitteln zu können. Der Kurs ist als Weiterbildung für Ehepaare gedacht, die bereits eine Ausbildung und/oder Erfahrungen in diesem Bereich mitbringen, oder auch schon in der Ehevorbereitung tätig sind. Junge Paare fachkompetent zu unterstützen, ihnen Mut zu einem dauerhaften Ja zueinander, einem Ja zu Kindern und einem Ja zu Weiterbildung für die verantwortungsvolle Herausforderung als Familie zu machen, das ist Sinn und Ziel der sakramentalen Ehevorbereitung.
Folgende Themen werden vertiefend mit starkem Praxisbezug durch Fachreferenten behandelt:
• Person-Sein, Identität, Selbstwert,
• Herkunft und Prägungen, Wachstum der Liebe
• Sakrament der Ehe, Trauungsgestaltung
• Leben als christliche Familie
• Liebe und Sexualität
• Rechtliche Fragen
• Seminargestaltung, Rhetorik, Methodik
Wer sich darauf einlässt, den erwarten sieben intensive aber kurzweilige Lerneinheiten (5 Tage, 2 Wochenenden) über sieben Monate verteilt, viele verschiedene Referenten aus dem kirchlichen und weltlichen Bereich, menschliches Reifen auch in der eigenen Beziehung und bereichernde Begegnungen mit anderen Paaren.
Kontakt, Information und Anmeldung (bis 10. September 2010) beim Veranstalter:
Initiative Christliche Familie (ICF), eine Initiative der österreichischen Bischofskonferenz, 2340 Mödling, Husarentempelgasse 4, Lic.iur. Monika Hoffmann, Tel.: 02236/304280, Fax.: 02236/304071, Mail: office@christlichefamilie.at, http://www.christlichefamilie.at
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13.06.2010 11:47:51
Abschiedsfest für die Kapuziner in Ried (OÖ)
(ooe.orf.at) Das Kloster der Kapuziner in Ried im Innkreis schließt im Sommer nach 366 Jahren seine Pforten. Der Grund ist: Es gibt keinen Nachwuchs. Damit verschwinden die Kapuziner völlig aus Oberösterreich.
Mit Gaben aus der Bevölkerung ist die Kirche in Ried im Innkreis 1644 errichtet worden. 366 Jahre später wird das Kloster nun aufgelöst. Der Grund dafür: Nachwuchsmangel. Der schwindende Glaube in den Familien, das Verlangen nach Spaß und Lebenslust, sowie das geringe Interesse an einer lebenslangen Bindung an das Kloster seien nur ein paar der Gründe, warum der Nachwuchs in den Klöstern ausbleibt, so ein Klosterbruder.
Ried ist jedoch nicht das erster Kapuzinerkloster in Oberösterreich, das dieses Schicksal erleidet. In den letzten Jahren wurden bereits die Klöster des Ordens in Braunau, Linz und Gmunden geschlossen.
Anders als das Zisterzienserstift in Schlierbach oder das Benediktinerstift Kremsmünster, haben die Kapuziner keine Einnahmequellen, um sich selbständig über Wasser zu halten. Der Bettelorden hat sich ganz der Armut verschrieben und hat seinen Tätigkeitsbereich vor allem in der Seelsorge.
Noch muss man sich allerdings keine Sorgen machen, dass der Orden in Österreich gänzlich ausstirbt. Zwar gibt es im gesamten deutschen Sprachraum zurzeit nur eine Handvoll Kapuziner in Ausbildung, jedoch holt man Glaubensbrüder aus andern Ländern, wie Polen und Indien, nach Österreich. Weltweit gibt es rund 11.000 Kapuziner.
Schwerpunktklöster wie in Feldkirch, Innsbruck, Salzburg, und Wien werden bestehen bleiben, jedoch muss man damit rechnen, dass nach und nach kleinere Klöster schließen.
Auch wenn viel Wehmut dabei ist, wurde der Abschied am Kapuziner Berg in Ried am Sonntag gefeiert. Das Kloster wird Ende August endgültig geschlossen.
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13.06.2010 11:44:57
Papst würdigt den Märtyrer Jerzy Popieluszko
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. hat Jerzy Popieluszko gewürdigt – den Solidarnosc-Priester, der 1984 vom damaligen kommunistischen Geheimdienst entführt und ermordet wurde. Bei seinem Angelusgebet an diesem Sonntag erinnerte der Papst in Rom an die Seligsprechung des Priesters; sie hat letzten Sonntag in Warschau mit überwältigender öffentlicher Beteiligung stattgefunden. Auch die Mutter des neuen Seligen, die hundert Jahre alt ist, nahm an den Warschauer Feiern teil.
„Jerzy Popieluszko hat einen großzügigen und mutigen Dienst geleistet – an der Seite derer, die für Freiheit, Lebensschutz und Würde eintraten“, so der Papst. „Seine Arbeit im Dienst am Guten und an der Wahrheit war ein Zeichen des Widerspruchs für das damalige Regime in Polen. Die Liebe zum Herzen Jesu ging bei ihm so weit, dass er sein Leben hingab, und sein Zeugnis war der Samen eines neuen Frühlings in der Kirche und der Gesellschaft. Wenn wir jetzt auf die Geschichte blicken, stellen wir fest, wieviele Seiten echter Erneuerung im Spirituellen und Sozialen doch geschrieben wurden mit dem entscheidenden Beitrag katholischer Priester, deren einzige Motivation die Leidenschaft für das Evangelium und für den Menschen war, für seine wahre Freiheit, ob in religiöser oder bürgerlicher Hinsicht. Wieviele Initiativen zur Förderung des Menschen sind doch aus der Intuition von Priestern entstanden!“
Benedikt grüßte von Rom aus auch die Teilnehmer von zwei weiteren Seligsprechungen. In Spanien wurde am Samstag ein katholischer Journalist ins Buch der Seligen eingeschrieben, und an diesem Sonntag leitete Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone in Slowenien die Seligsprechung eines jungen Märtyrers.
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat eine positive Bilanz des internationalen Priestertreffens in Rom und des Priesterjahres insgesamt gezogen. "Ich bin dem Herrn für diese bewegenden Momente der Freude, der Brüderlichkeit und der gegenseitigen Stärkung dankbar", sagte der Papst am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Peterplatz an die deutschsprachigen Pilger gerichtet. Die Welt brauche Priester, die sich ganz von Jesus Christus formen ließen. Diese hätten die Aufgabe, den Menschen als "Quelle der göttlichen Liebe" aufzuschließen und das "Wasser des Lebens" zu schenken. Benedikt XVI. rief die Gläubigen auf, die Priester in ihrem Dienst durch ihre Hilfe und ihr Gebet zu unterstützen.
In Rom waren von Mittwoch bis Freitag 15.000 Geistliche aus 97 Ländern zum Abschluss des internationalen Priesterjahres zusammengekommen. Höhepunkte der Veranstaltung waren eine Gebetswache auf dem Peterplatz am Donnerstagabend sowie eine feierliche Messe mit dem Papst am Freitag.
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12.06.2010 04:06:48
Im Unbefleckten Herzen Mariens geborgen
(stjosef.at/predigten; JSp) Gott ist uns nicht ferne: Der ewige, allmächtige, unbegreifliche Gott ist Mensch geworden in seinem Sohn Jesus Christus. Gott liebt uns daher auch mit einem menschlichen Herzen. Das Herz Jesu wurde am Kreuz von der Lanze des Soldaten durchbohrt. So offenbart sich die Liebe des menschgewordenen Sohnes Gottes. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles!
Wenn am vergangenen Freitag das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu gefeiert wurde und am Tag darauf, dem Samstag, den Gedenktag des Unbefleckten Herzens Mariens, so ist es für uns bei dieser Fatimafeier naheliegend, auf das Unbefleckte Herz der Gottesmutter Maria Bezug zu nehmen. Dies tun wir im Bewusstsein der innigen Verbundenheit Marias mit Jesus. Wenn wir uns im Gebet an Maria wenden, dann führt sie uns zu Jesus Christus, ihrem Sohn. Sie will ihn uns zeigen, uns zu ihm hingeleiten! - Lesen Sie die Predigt zu den Fatimafeiern in St. Oswald bzw. Mank im Wortlaut!
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12.06.2010 04:05:17
Gott schenkt Vergebung und Versöhnung
(stjosef.at/predigten; JSp) An diesem Sonntag werden uns in den Texten der Lesungen sowie des Evangeliums Beispiele aufgezeigt, wie der gütige Gott Menschen ihre Schuld vergibt und den Weg der Umkehr und Erneuerung eröffnet.
Die Lesung aus dem Zweiten Buch Samuel berichtet vom großen jüdischen König David. Dieser hatte viele Verdienste und war insgesamt auch ein frommer und gottesfürchtiger Mann. Der Überlieferung nach geht das biblische Buch der Psalmen in wesentlichen Teilen auf ihn zurück. Doch auch er hatte eine „schwache Stunde“, wenn man dies so sagen kann: Hingerissen vom Anblick der Schönheit einer Frau, die bereits verheiratet war, beging er Ehebruch mit ihr. Und noch schlimmer: Er ließ den Mann der Batseba – es war der Hetiter Urija – im Kampf gegen die Ammoniter an eine äußerst gefährliche Stelle setzen, sodass er umkam und David dann seine Geliebte heiraten konnte. So beging der große König das doppelte schwere Unrecht eines Ehebruches und dazu noch eines Mordes!
Der Prophet Natan hatte die Aufgabe, den König auf sein Unrecht aufmerksam zu machen und ihm die göttliche Bestrafung dafür anzukündigen. Wenn Gott straft, so hat dies nichts mit Rache oder Unbeherrschtheit zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Eine derartige Strafe soll zu Einsicht und Umkehr hinführen, denn Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er lebt und sich bekehrt (vgl. Ez 18,23). Tatsächlich ist König David nach der Ankündigung des göttlichen Strafgerichts durch den Propheten bereit, sein Leben zu ändern. Er sieht seine Schuld ein und bereut sie. Und ihm wird prompt vergeben. Freilich muss er zur Sühne für sein schwer unrechtmäßiges Verhalten eine Wiedergutmachung leisten: Gott lässt das Kind aus seiner ehebrecherischen Verbindung mit Batseba sterben. Der König nimmt diese Buße auf sich. - Lesen Sie die Predigt zum 11. Sonntag im Jahreskreis C im Wortlaut!
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11.06.2010 10:31:16
Klare Worte des Papstes beim Priestertreffen in Rom
(kathpress.at) Mit einer eindringlichen Vergebungsbitte hat Papst Benedikt XVI. am Freitag zum Abschluss des Priesterjahres den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche beklagt. "Wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen", sagte er bei der Schlussmesse am Freitag auf dem Petersplatz.
Gerade in diesem Jahr seien die Sünden von Priestern bekanntgeworden, die das Priestertum in sein Gegenteil verkehrt hätten. Künftig wolle man alles Denkbare tun, um die "Authentizität"
von Priesterberufungen zu prüfen und die Geistlichen noch mehr in ihrem Dienst zu begleiten, unterstrich der Papst vor rund 15.000 Priestern im Vatikan.
Mit dem Gottesdienst beendete Benedikt XVI. das Priesterjahr, das am 19. Juni 2009 begonnen hatte. Es sei "zu erwarten" gewesen, dass das durch das Priesterjahr sichtbar gewordene "neue Leuchten des Priestertums" dem "bösen Feind" nicht gefallen würde. Diesem Gegner wäre es lieber, dass das Priestertum ausstirbt, "damit letztlich Gott aus der Welt hinausgedrängt wird", sagte der Papst in der Messe.
Benedikt XVI. wies damit auf die seiner Meinung nach bestehende Verbindung von Priesterjahr und Missbrauchsenthüllungen seit Jänner 2010 hin. Es seien "gerade in diesem Jahr der Freude über das Sakrament" der Priesterweihe "die Sünden von Priestern bekannt" geworden - "vor allem der Missbrauch der Kleinen" -, in denen "das Priestertum als Auftrag der Sorge Gottes um den Menschen in sein Gegenteil verkehrt" worden sei.
Die Kirche verstehe das Geschehene auch als "Auftrag zur Reinigung".
In erkennbarer Anspielung auf die Vertuschung von Missbrauchsfällen durch Bischöfe stellte der Papst klar, es sei "kein Zeichen von Liebe", wenn "ein für das priesterliche Leben unwürdiges Verhalten geduldet wird".
Der Priester sei nicht nur Amtsträger, wie jede Gesellschaft sie für bestimmte Funktionen brauche, unterstrich der Papst. Er leiste bedeutend mehr, indem er im Namen Christi Vergebungsworte für die Sünden spreche und Sakramente spende.
Intention des Priesterjahres sei es gewesen, "Größe und Schönheit des priesterlichen Dienstes neu zu verstehen" und die Geistlichen in ihrem Dienst zu bestärken und ihnen neue Freude zu vermitteln, führte der Papst aus.
Ausdrücklich unterstrich Benedikt XVI. die Aufgabe der Kirche, den Glauben gegen Verfälschungen und Verführungen zu schützen. Die Kirche müsse, sagte er unter Hinweis auf ein Bild der Psalmen, "den Stock des Hirten" gebrauchen und könne nicht mit Duldung auf das Wuchern von Irrlehre, Entstellung und Auflösung des Glaubens - "als ob wir den Glauben selbst erfänden" - reagieren. Allerdings müsse der "Stock immer wieder zum Stab des Hirten werden, der den Menschen hilft, auf schwierigen Wegen gehen zu können", so der Papst. -
Lesen Sie die Predigt des Papstes im Wortlaut! - Bemerkenswerte Worte fand der Papst auch bei der vorangegangenen Vigilfeier!
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09.06.2010 15:44:35
ora@labora
(stephanscom.at) Der Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck präsentierte sein neues Buch "ora @ labora". Darin lässt er im Gespräch mit der Journalistin Judith Grohmann 33 Jahre Wirtschafts- und Klosterleben Revue passieren.
Als nebensächliche Strukturfragen hat Abt Gregor Henckel-Donnersmarck vom Stift Heiligenkreuz die Diskussionen über den Pflichtzölibat, das Frauenpriestertum und Vorgangsweisen bei Bischofsbestellungen bezeichnet. Diese Fragen würden "vollkommen am zentralen Thema des Glaubens und der Religion vorbeigehen", so der Abt. Er äußerte sich anlässlich der Präsentation seines neuen Buches "ora @ labora", das am Dienstag, 8. Juni 2010, in Wien präsentiert wurde.
Die zentrale Frage des Glaubens und der Religion sei der persönliche Weg durch das Leben auf Gott zu. "Kardinal König hat immer die Dreierfrage gestellt: Woher kommen wir, wohin gehen wir, was ist der Sinn unseres Lebens? Das ist die religiöse Grundfrage, die zwar schwer zu beantworten ist, aber dazu dienen uns Glaube und Kirche in den Sakramenten, in der Heiligen Schrift und im Gebet. Wenn sich der Papst morgen an das Fenster im Vatikan stellt und sagt Bischöfe werden gewählt, Frauen werden geweiht und Priester dürfen heiraten, dann ist für Ihren und meinen Glauben überhaupt nichts geschehen. Für das, was Religion wirklich ausmacht, ist das völlig belanglos", so Abt Henckel-Donnersmarck.
Der Heiligenkreuzer Abt lässt in seinem neuen Buch im Gespräch mit der Journalistin Judith Grohmann 33 Jahre Wirtschaftsleben und 33 Jahre Klosterleben Revue passieren. Unter anderem nimmt er zur Finanz- und Wirtschaftskrise Stellung, sieht darin auch eine Chance auf eine Rückbesinnung zentraler ethischer Werte und unterstreicht die Bedeutung der christlichen Soziallehre.
Im ersten Teil seines Buches beschäftigt sich der Abt mit der Frage seiner Berufung zum Priester und Ordensstand, aber auch mit den Schwierigkeiten für heutige Menschen mit Glaube und Gebet. Aber auch die Geschichten und Hintergründe rund um die Entstehung der Hit-CD "Chant" werden nicht ausgespart. Papst Benedikt XVI. und seinem Besuch in Heiligenkreuz sind zentrale Passagen gewidmet. Im zweiten Teil des Buches stehen vor allem die katholische Soziallehre und daraus ableitbare Werte für die Wirtschaft im Mittelpunkt.
Titelangabe: Gregor Henckel-Donnersmarck, "ora @ labora". Über Gott und die Welt und das Paradies auf Erden. Residenz Verlag, 2010, Preis: 21,90 Euro
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