Startseite> News

 Newsletter

SucheSeite 42/202
(Einträge 1231 - 1260 von 6057)
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] (42) [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] [193] [194] [195] [196] [197] [198] [199] [200] [201] [202] nächste Seite letzte Seite
16.07.2010 06:16:49
Verschärfte kirchliche Strafnormen zur Ahndung sexuellen Missbrauchs
(stephanscom.at) Der Vatikan hat die Kirchengesetze zur Ahndung sexuellen Missbrauchs durch Geistliche verschärft und erweitert. Die am Donnerstag, 15. Juli 2010, veröffentlichten Normen der Glaubenskongregation ermöglichen eine umfassendere Verfolgung einschlägiger Straftaten innerhalb der katholischen Kirche. Die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch, die bisher zehn Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit des Opfers betrug, beträgt nun 20 Jahre. Eine vollständige Aufhebung der Frist ist auf Antrag weiterhin möglich. Auch Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie und der sexuelle Missbrauch von geistig Behinderten fallen nun unter die neuen "Normae de gravioribus delictis" - "Normen über schwerwiegendere Delikte". Für die Missbrauchsfälle sind beschleunigte Gerichtsverfahren vorgesehen. Die Römische Glaubenskongregation wird durch die neuen Normen für viele Verfahren als oberster Kirchengerichtshof mit erweiterten Zuständigkeiten formal bestätigt.
Mit den Normen veröffentlicht der Vatikan erstmals vollständig die Bestimmungen für die Vorgehensweise der Glaubenskongregation in Missbrauchsfällen. Diese beruhte bisher zum Teil auf unveröffentlichten päpstlichen Vollmachten und internen Regeln. Die schon bestehenden Normen sind in einigen Punkten verändert und präzisiert worden, entsprechen nach Vatikanangaben insgesamt jedoch weitgehend der schon bislang geübten Praxis.
Durch die Publikation wolle man die bisherige Vorgehensweise der Glaubenskongregation gesetzlich verankern und öffentlich machen, um Transparenz, Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen, heißt es im Vatikan. Es habe in manchen Teilen der Kirche Unklarheit über die korrekte Auslegung der geltenden Vorschriften zur Verfolgung sexuellen Missbrauchs gegeben. Diese solle durch die vollständige Veröffentlichung, Zusammenfassung und Präzisierung der Normen beseitigt werden.
So sind Besitz, Erwerb und Verbreitung pornografischer Bilder von Minderjährigen unter 14 Jahren sowie sexueller Missbrauch von Personen, "deren Vernunftgebrauch habituell eingeschränkt" ist, jetzt erstmals ausdrücklich als Straftatbestände unter den "schwerwiegenderen Vergehen gegen die Sitten" aufgeführt. Zuvor wurden diese Delikte zwar geahndet, waren jedoch in dieser Kategorie nicht als eigene Straftatbestände benannt.
Auch für die zügige Entlassung eines Priesters aus dem Klerikerstand schreiben die neuen Regeln die bisherige Praxis der Glaubenskongregation erstmals gesetzlich fest. Demnach kann die Vatikanbehörde diese schwerste Strafe des Kirchenrechts auch ohne Gerichtsverfahren auf dem Verwaltungsweg verhängen. Zudem kann ein Missbrauchsfall auch direkt dem Papst vorgelegt werden, der einen Priester ebenfalls ohne Gerichtsverfahren von dessen Vollmachten entheben kann. Die neuen Normen beziehen sich nicht nur auf Missbrauchsfälle, sondern betreffen auch schwerwiegende Straftaten gegen Glaube und Sakramente.
Die Glaubenskongregation ist seit dem päpstlichen Erlass "Sacramentorum sanctitatis tutela" vom 30. April 2001 für die Untersuchung von Missbrauchsfällen zuständig. Die näheren Bestimmungen zur Vorgehensweise waren bisher nur in Grundzügen veröffentlicht. Diese hatte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, im Schreiben "De delictis gravioribus" vom 18. Mai Jahr 2001 den Bischöfen der Weltkirche dargelegt. Für Verstöße waren seinerzeit schon die schwersten kirchlichen Disziplinarstrafen vorgesehen. Im November 2002 erteilte Johannes Paul II. die Vollmacht, in begründeten Einzelfällen von der Verjährungsfrist abzusehen, um auch länger zurückliegende Fälle behandeln zu können. Im April dieses Jahres veröffentlichte der Vatikan zudem eine "Verständnishilfe" zur Vorgehensweise der Glaubenskongregation bei Fällen sexuellen Missbrauchs.
Lesen Sie die Normen im deutschen Wortlaut sowie die kirchengeschichtliche Hinführung!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.07.2010 15:32:55
Ein Maulwurf im Dienste der Kirchenreform - eine Rezension zu "Eduard Kratzfuss"
(Amazon-Rezension von Josef Spindelböck) Das von Manuel Nordus mit Liebe und Einfallsreichtum illustrierte Buch Erwin P. Hilberts mit dem Titel "Eduard Kratzfuss - Geschichten eines Maulwurfs" versteht sich als Parabel nicht für Kinder, sondern wohl für Erwachsene. Der Maulwurf Eduard ist unter dem Vatikan zu Hause; mit Unternehmungsgeist erkundet er nicht nur die nähere Umgebung und die Stadt Rom, sondern begibt sich sogar auf Weltreise nach Obamaland (USA), Pepitaland (Deutschland) und Gotteshausen (Israel), bevor er wieder zurückkehrt und sich mit seiner geliebten Kirchenmaus Anna-Leena verehelicht. Die Abenteuer des Maulwurfs sind die subjektiv ehrliche Geschichte einer Gottsuche, und der Leser wird nicht in die Irre gehen, wenn er hier so manches aus der Biografie des Rocksängers Erwin Hilbert wiederfindet, der in seiner persönlichen Bekehrung zum katholischen Glauben gefunden hat. Das inhaltliche Glaubensverständnis des Maulwurfs Eduard kann man jedoch, bei allem Verständnis für den zum Ausdruck gebrachten Humor, hinterfragen. Und eben davon ist auch die Botschaft der "Parabel" betroffen: Denn dass es für Jesus gleich sei, ob jemand Christ, Buddhist, Hindu, Jude oder Muslim sei (S.100), da nur die Liebe zähle, ist doch eine Verkürzung der biblischen Wahrheit, die die Kirche bezeugt und verkündet. Der Rücktritt von Margot Käsmann wird von "Jesus" wie folgt kommentiert: "Ich mag die Margot sehr, und meine Kirche hat mit ihrem Rücktritt eine Frau, die mich liebt, im Bischofsamt verloren!" (S.74) Dem Jesus in Jeanshosen, den der Maulwurf vom Kreuz herabnimmt, weil er ihm so leid tut, und auf der Reise nach Gotteshausen begleitet, ist nicht bewusst, dass es keine "Bischöfinnen" gibt (S.104). Hilbert lässt auch seine Sympathien für eine Öffnung des Priesteramts für Frauen und eine Aufhebung des verpflichtenden Zölibats erkennen (S.119). Die Feinde einer im Sinn der Parabel zu erstrebenden "Erneuerung" der Kirche werden festgemacht: es sind "einige Traditionalisten", die den lieben kleinen Maulwurf Eddy hassen und "ihn am liebsten mit der Mistforke ihrer verstaubten Theologie aus ihrer gewohnten Umgebung verscheuchen" wollen (S.116). Demgegenüber brauche es "Freigeister"; diese seien - wie der durch Maulwurfs-Nachhilfe auf Fortschrittskurs gebrachte Papst zu Eddy sagt - "wichtig und dürfen nicht fehlen" (ebd.). Der Hilbert-Jesus sagt: "Ne Amtskirche hab ich nie gewollt. Dann schon eher eine Feuerkirche." (S.118) Mit dem Humor des Buches, der an vielen Stellen großartig ist, habe ich gewiss Verständnis, nicht aber mit der den Glauben der Kirche missverstehenden inhaltlichen Ausrichtung! - Bibliografische Angabe: Erwin Hilbert, Eduard Kratzfuss. Geschichten eines Maulwurfs, Kisslegg 2010, fe-medienverlag, EUR 14,80
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.07.2010 15:30:02
Der Beichtstuhl - Ordination der Seele
(stjosef.at/predigten) Am 13. Juli 2010 hielt Prof. Dr. Josef Spindelböck in der Wallfahrtskirche Maria Laach am Jauerling die Fatimafeier und predigte zum Thema: "Der Beichtstuhl - Ordination der Seele". Unter anderem führte er aus:
Wir leben in einer Zeit, in der man die Wirklichkeit der Sünde leugnet und verdrängt, weil man auch Gott den Herrn nicht mehr anerkennt. Und dann mag es geschehen, dass Menschen zwar spüren, dass vieles in ihrem Herzen nicht in Ordnung ist, sie aber dennoch keinen wirklichen Ausweg wissen. In ihrer Not wenden sie sich vielleicht an einen Psychiater. Dieser will als Arzt überall dort helfen, wo es Beeinträchtigungen der seelischen Gesundheit gibt. Eines jedoch vermag er nicht: Er kann keine Sünden vergeben. Dies kann nur Gott allein, und er tut dies durch den Dienst des Priesters im Beichtstuhl. Der Beichtstuhl kann darum wirklich als „Ordination der Seele“ bezeichnet werden. Hier werden durch Gottes schöpferische und erlösende Liebe die „Wunden unserer Seele“ geheilt. Das Blut Christi wäscht und reinigt unsere Seele und macht sie so schön, wie sie nach der Taufe war.
Der heilige Pfarrer von Ars war viele Stunden täglich bereit, für diesen „Ordinationsdienst“ zur Verfügung zu stehen. Er wartete geduldig auf das demütige Bekenntnis seiner Beichtkinder, und er freute sich über die Rückkehr des verlorenen Sohnes bzw. der verlorenen Tochter. Es ist nämlich nie zu spät für die Umkehr zu Gott, solange der Mensch auf Erden lebt! Tatsächlich herrscht „im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren“ (Lk 15,7).

Lesen Sie die Predigt im Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
13.07.2010 05:15:14
St. Pöltner Neupriester P. Florian Ehebruster OSB: Zeugnis für den Glauben
(presse.kirche.at) „Wie man Priester auch definiert – man bleibt immer hinter dem Ideal zurück“, sagt P. Florian Ehebruster, Neupriester des Benediktinerstiftes Seitenstetten. „Doch ist es wichtig zu wissen: Es steht immer ein anderer hinter allem, was ich bin und tue.“ So sieht sich der 32-jährige auch als „Werkzeug Gottes“, um dessen Liebe den Menschen zu zeigen und sieht den „Dienst an der Gemeinschaft und den Menschen“ als Kern seiner pastoralen Tätigkeit. Diese beginnt mit dem Pastoraljahr als Kaplan an der Stiftspfarre Seitenstetten und der Pfarre Öhling.
Um ausreichend Zeit dafür zu haben, hat P. Florian seine Lehrtätigkeit am Stiftsgymnasium auf 10 Stunden beschränkt. Dort unterrichtet der vielseitige Jungpriester Religion und Französisch. „Für eine Klosterschule ist es wichtig, dass der Konvent im Lehrkörper vertreten ist“, erklärt P. Florian. Derzeit unterrichten vier Patres am traditionsreichen Gymnasium, an dem unter anderen der Staatsvertrags-Bundeskanzler Julius Raab maturiert hatte.
Nach dem 1. Abschnitt des Theologiestudiums, das P. Florian in Salzburg absolviert hat, kam das Interesse am Lehramt dazu. Da ihn Sprachen „schon immer interessiert“ haben, begann P. Florian mit dem Französisch-Studium. Doch damit nicht genug: Nach Abschluss der Theologie versuchte der musikbegeisterte Benediktiner „zum Spaß“ die Aufnahmeprüfung am Mozarteum im Fach Kirchenmusik – und schaffte diese prompt. Bereits als Kind lernte Michael – so P. Florians Taufnahme – Flöte und Klavier, als 16-jähriger begann er in seiner Heimatpfarre Ybbsitz als Organist auszuhelfen.
Mit 15 Stunden Unterrichtsverpflichtung in der Schule und zwei Studientagen in Salzburg blieb vorerst weniger Zeit für die Seelsorge. So war auch der pastorale Dienst nach der Diakonenweihe im Vorjahr auf Krankenkommunionen und liturgischen Dienst beschränkt. „Es war wichtig, zwei Klassen in Französisch und Religion zur Matura zu führen“, erzählt P. Florian. Mittlerweile hat er nach der Theologie und dem Lehramt auch das Musikstudium abgeschlossen und kann sich nun im Pastoraljahr vermehrt der Seelsorge widmen.
Die Musik soll jedoch auch weiterhin nicht zu kurz kommen, „in engem Zusammenhang mit der klösterlichen Liturgie“, wie P. Florian betont. Er wirkt als Stiftsorganist und unterstützt Chorleiter P. Franz Hörmann als Repetitor. Immer wieder stellt P. Florian sein Können auch bei Konzerten in der Stiftskirche oder am Sonntagberg bei den „Orgelmittagskonzerten“ unter Beweis.
Am Anfang der Berufung zum Mönch- und zum Priestertum stand bei Michael Ehebruster die „Faszination der klösterlichen Gemeinschaft“. Da der Ybbsitzer seinen Zivildienst als Altenpfleger in St. Peter/Au ableistete, suchte er in der Nähe für diese Zeit ein Zimmer – und fand es im benachbarten Stift Seitenstetten. Ohne in der Klausur zu wohnen, begann der spätere P. Florian am klösterlichen Leben teilzuhaben. Und fand Gefallen „am Chorgebet, der Gemeinschaft der Mitbrüder, an allem, was das Leben im Haus ausmacht“.
Der Kontakt zum Stift war schon vorher entstanden: durch den damaligen Kaplan in Ybbsitz und heutigen Subprior und Novizenmeister P. Laurentius Resch sowie über die Jugendvesper in Seitenstetten. Auch die Familie hat ihm auf seinem Weg zur Weihe „sehr unterstützt und viel Rückhalt gegeben“, betont P. Florian. Sein Vater ist Tierarzt in Ybbsitz, die Mutter Arztgehilfin in der Praxis, zwei Brüder und zwei Schwestern sind seine jüngeren Geschwister. „Am Anfang gab es Befürchtungen, dass ich im Kloster unglücklich werden könnte“, berichtet P. Florian. „Jetzt tragen alle meinen Entschluss mit und freuen sich mit mir. Das ist ein schönes Gefühl.“
Die aktuelle Krise der katholischen Kirche hingegen „bedrückt“ den Neupriester. Einerseits habe ihn „geschmerzt, wozu Mitbrüder fähig sind“, andererseits sei er „von so vielen hasserfüllten Leserbriefen in den Zeitungen betroffen“: „Das Image der Kirche in den Medien tut weh.“ Er habe sich deswegen auch bei der Planung von großen Feiern zu seiner Priesterweihe zurückgehalten, erklärt P. Florian, dann aber gedacht: „Es ist ein Zeichen, dass die Kirche lebt und dass es weiter geht. Ich freue mich jetzt darauf.“ Dazu passt auch sein Primizspruch: „Mein Herz ist bereit, o Gott“ aus dem Psalm 57.
„Wahrscheinlich war die Kirche noch nie so transparent und ehrlich wie heute“, hebt P. Florian das Positive an der Krise hervor. „Sie kann sich die früheren Fehler einfach nicht mehr leisten.“ Die Ereignisse der letzten Monate hätten gezeigt, dass auch Priester gewöhnliche Menschen seien. P. Florian: „Sie dürfen etwas Großartiges tun, sind aber deswegen nicht selbst großartig. Das hilft vielleicht, am Boden zu bleiben.“
Link: http://www.stift-seitenstetten.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
13.07.2010 05:12:19
China: Neuer Bischof von Taizhu in Einheit mit Rom geweiht
(katholisches.info) Nach fast 50 Jahren der Sedisvakanz wurde ein neuer Bischof für die chinesische Diözese Taizhu geweiht. Das Bistum war im Jahr 1926 eines der ersten, für die ein chinesischer Bischof ernannt worden war. Der neugeweihte Bischof verbrachte 25 Jahre seines Lebens als Zwangsarbeiter in kommunistischen Konzentrationslagern. “Im Gefängnis habe ich erfahren, wie nahe Gott ist”, so der neue Bischof. Die Ernennung erfolgte durch Papst Benedikt XVI. Da der neue Bischof auch die Zustimmung des Regimes in Peking erhielt, scheint in der Diözese der Weg offen für eine Versöhnung zwischen “offizieller” Kirche und der romtreuen Untergrundkirche. “Nach Jahrzehnten erlebt das Bistum eine Wiedergeburt”, so katholische Beobachter gegenüber Asianews.
Nach 48 Jahren der bischofslosen Zeit hat die Diözese Taizhou (Zhejiang) seit heute wieder einen Bischof. Msg. Anton Xu Jiwei, wurde heute vormittag in der Herz-Jesu-Kathedrale von Taizhou mit Zustimmung des Heiligen Stuhls und der chinesischen Regierung zum Bischof geweiht. Gleichzeitig ergriff er Besitz von seiner Diözese. Sowohl der im Auftrag des Papstes weihende Bischof, Msgr. Li Mingshu von Qingdao, als auch alle anwesenden Bischöfe befinden sich in Einheit mit Rom. - Lesen Sie noch mehr!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
12.07.2010 14:57:40
Erfolgreiche Kundgebung Deutschland "pro Papa"
(kath.net) ... So fanden sich am Mittag des 11. Juli trotz Hitzewelle und schwerer Gewitter in der Nacht zuvor, die im ganzen Rheinland für subtropische Verhältnisse sorgten, immerhin fast 5000 Christen im bis auf den letzten Sitzplatz vollgepackten Kölner Dom ein, um am Pontifikalhochamt von „Deutschland pro Papa“ teilzunehmen. Sie waren aus Hamburg und Heidelberg, aus Stuttgart und dem Wallfahrtsort Heede im Emsland gekommen, und natürlich aus dem ganzen Erzbistum. Die Predigt hielt Weihbischof Dr. Klaus Dick, ein persönlicher Freund des Papstes, der theologisch brillant den Begriff „Kirche“ definierte: „Das Konzil hat Kirche als das Volk Gottes beschrieben. Das ist ein schönes Bild, doch es kann auch zu Missverständnissen führen, wenn man in politischen Begriffen denkt. Die Kirche ist eine mystische Einheit, die auf dem Felsen Petri ruht.“ Vierzehn konzelebrierende Priester vermittelten ein Bild von dieser Einheit und Brüderlichkeit. - Lesen Sie den ausführlichen Bericht von Michael Hesemann auf kath.net!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
12.07.2010 14:54:08
Papstreuer Bischof in China frei gelassen
(zenit.org/news.stjosef.at) Bischof Julius Jia Zhiguo aus der nordchinesischen Diözese Zhengding war 15 Monate lang im Gefängnis. Vorigen Mittwoch kam er endlich frei, wie die Nachrichtenagentur UCANews meldet. Der Bischof der nicht registrierten katholischen Kirche in China feierte mit seinen Diözesanangehörigen nach seiner Freilassung noch am selben Abend eine Eucharistiefeier im Dorf Wuqiu bei Shijiazhuang, der Hauptstadt der Provinz Hebei. Wieder auf freiem Fuß, versicherte der Hirte von Zhengding, dass er zwischenzeitlich keine staatliche Institution anerkannt habe. Über die in den USA ansässige Kardinal-Kung-Stiftung erklärte er, fest der Führung des Papstes zu folgen. Die Stiftung gilt als besonders wachsam im Hinblick auf Pekings Verstöße gegen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Bischof Julius war am 30. März vorigen Jahres festgenommen worden, an dem Tag, an dem die China-Kommission im Vatikan mit ihrer Vollversammlung begann. Die Kommission zeigte sich daraufhin in einer Erklärung besorgt um den prominenten Bischof.
Während seiner Gefangenschaft war die Familie des Bischofs mutig für seine Freilassung eingetreten. Zwei weitere Bischöfe, die auch aus der nördlichen Provinz Hebei kommen und der dortigen sogenannten Untergrundkirche angehören, waren sogar Jahre lang verschwunden: Bischof James Su Zhemin von Baoding und Bischof Cosmas Shi Enxiang von Yixian, die jeweils 1997 und 2001 eingesperrt waren.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.07.2010 06:28:41
Vor 150 Jahren starb der selige Engelbert Kolland als Märtyrer
(wikipedia.de) Engelbert Kolland (* 21. September 1827 in Ramsau in Tirol; † 10. Juli 1860 in Damaskus) war ein österreichischer Franziskaner und Märtyrer. Er wurde auf den Namen Michael getauft. 1847 trat er in das Franziskanerkloster Salzburg ein, wo er den Ordensnamen Engelbert erhielt. Er studierte in Schwaz, Hall, Kaltern und Bozen und legte am 22. November 1850 die feierlichen Ordensgelübde ab. Am 13. Juli 1851 wurde er in Trient zum Priester geweiht.
Vor allem wegen seiner hervorragenden Sprachkenntnisse wurde er 1855 als Missionar in den Orient entsandt. Er reiste über Triest, Alexandria und Jaffa nach Jerusalem, wo er am 17. April ankam. Am 8. September wurde er nach Damaskus versetzt. 1860 kam es zu Massakern an der christlichen Minderheit in Damaskus, in deren Verlauf auch die Missionsstation Kollands von Drusen überfallen wurde. Er wurde in der Nacht vom 9. zum 10. Juli gemeinsam mit sieben Mitbrüdern und drei maronitischen Laien ermordet. Am 10. Oktober 1926 wurde er gemeinsam mit den anderen zehn Opfern von Papst Pius XI. seliggesprochen.
(news.stjosef.at) Der aus Ramsau im Zillertal stammende Franziskanerpater Engelbert Kolland wirkte in Damaskus und wandte sich getreu seinem Leitspruch „Mein Gott und mein Alles“ den Mitmenschen in Not zu, denen er den christlichen Glauben verkündete und vorlebte. Mit 33 Jahren erlitt er das Martyrium durch fanatische Drusen. Im Bericht eines Augenzeugen heißt es: „Als einer der aufständischen Drusen auf ihn schießen wollte, fasste P. Engelbert das Gewehr und fragte ihn: ‚Freund, was habe ich dir getan, dass du mich töten willst?’ ‚Nichts’, antwortete dieser, ‚aber du bist ein Christ!’ Nach einem dreifachen Bekenntnis zu Jesus Christus, womit er die Aufforderung zum Abfall beantwortete, fiel P. Engelbert unter den Hieben einer Doppelaxt, die ihm den Schädel spaltete.“ In der Pfarre Zell am Ziller finden zum 150-Jahr-Jubiläum seines Todestages Festgottesdienste mit Erzbischof Kothgasser und Nuntius Zurbriggen statt: www.pfarre.zell.at / Lesen Sie auch die Biographie von P. Gottfried Egger OFM!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.07.2010 06:23:03
Auf die Liebe kommt es an
(stjosef.at/predigten) Wenn der Mensch nachdenkt und überlegt, dann begreift er irgendwann, dass all die Güter dieser Welt seinem Herzen nicht genügen können: so groß ist es, und so groß ist die Sehnsucht dieses Herzens! Auch menschliche Zuwendung und Liebe kann auf Dauer nicht genügen. Denn kein Mensch kann dem anderen „alles“ sein, auch wenn es in verschiedenen Liebesliedern und Liebesschwüren oft so zum Ausdruck kommt. Denn sogar der am meisten geliebte Mensch hat seine Grenzen und Fehler; und die Hinfälligkeit des Lebens in Krankheit und Tod zeigt auf, wie sehr wir alle auf Größeres, ja auf einen Größeren angewiesen sind, der uns auch da noch beistehen und trösten kann. Ja, unsere Sehnsucht nach Leben geht über das Grab hinaus, und wer vermöchte uns hier Sicherheit und Hoffnung zu geben als Gott allein? Es ist der Glaube an Jesus Christus, den Auferstandenen, der uns Licht, Kraft und Trost zu schenken vermag! Von daher begreifen wir die Schrifttexte dieses Sonntags als göttliche Antwort auf die Frage: Was zählt im Leben wirklich? Worauf kommt es an? - Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
09.07.2010 09:02:01
Ägidius Zsifkovics zum Bischof von Eisenstadt ernannt
(stephanscom.at) Der neue Eisenstädter Bischof heißt Ägidius Johann Zsifkovics. Die amtliche Bekanntgabe der Ernennung durch Papst Benedikt XVI. erfolgte am Freitag, 9. Juli 2010, um 12.00 Uhr im Vatikan. Ägidius Zsifkovics wurde am 16. April 1963 in Güssing geboren, 1987 zum Priester geweiht und ist seit 1999 Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz.
Mit dem katholischen Grußwort "Gelobt sei Jesus Christus" in vier Sprachen begrüßte der neue Bischof alle Menschen bei seiner Vorstellung in Eisenstadt. Allen voran dankte Zsifkovics seinem Vorgänger, Bischof Paul Iby, die "unkomplizierte, offene und sympathische Art", mit der er seinen Hirtendienst ausgeübt hat und die Freiheit, die er seinen Mitarbeitern gegeben hat.
Zsifkovics dankte auch allen Priestern, Diakonen, Ordensleuten, Pastoralassistenten, Religionslehrern und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diözesen, den Dekanaten und Pfarreien sowie allen Gläubigen für den treuen Dienst "in dieser für Glaube und Kirche so herausfordernden Zeit". Als langjähriger Pfarrer wisse er "von meiner täglichen Arbeit an der Basis, wie unentbehrlich diese Dienste für den Aufbau von Kirche sind und welch kostbares Geschenk uns das Zweite Vatikanische Konzil damit gegeben hat". Er freue sich auf die "Zusammenarbeit mit allen auf Augenhöhe und im Geist der Communio, erbitte mir ihre Mitarbeit, einen Vertrauensvorschuss und ihr Gebet", erklärte der neue Bischof. - Mehr auf http://www.martinus.at !
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
09.07.2010 08:58:50
Görlitzer Bischof Zdarsa für Bistum Augsburg ernannt
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat den Bischof von Görlitz, Konrad Zdarsa, zum Nachfolger des emeritierten Bischofs Walter Mixa als Bischof von Augsburg bestimmt. Das gab der Vatikan an diesem Donnerstag bekannt. Zdarsa stammt gebürtig aus Hainichen im Bistum Dresden-Meißen, 2007 wurde er zum Bischof von Görlitz ernannt und geweiht. Beim Kirchentag in München hatte Pater Bernd Hagenkord Gelegenheit, sich mit Bischof Zdarsa über Pastoral und die Entwicklung der Kirche in Deutschland zu unterhalten. Weite, entchristliche Landstriche, so sieht die Realität der Kirche aus, in der Zdarsa bis vor kurzem Bischof war. - Mehr auf www.bistum-augsburg.de !
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
02.07.2010 10:53:38
Das Reich Gottes ist euch nahe!
(stjosef.at/predigten; JSp) Auch an diesem 14. Sonntag im Jahreskreis C ist der "Tisch des Wortes Gottes" wieder reich gedeckt, wie ihn uns die Liturgie der Kirche in den Lesungen und im Evangelium darbietet. Wir wollen einiges davon näher betrachten und sind uns bewusst, dass wir den Reichtum des Wortes Gottes nie ganz ausschöpfen können!
Sind nicht die Verheißungen im Buch Jesaja überaus trostvoll? Gott wendet sich seinem Volk wieder zu, das von ihm abgefallen war. Er stellt die verlassene und zerstörte Stadt Jerusalem wieder her und macht sie wirklich zu seiner „Stadt des Friedens“, wie es ihrem Namen entspricht. In dieser heiligen Stadt wird das Volk Gottes getröstet, und hier verwendet der Prophet Jesaja Worte, die auf die Liebe einer Mutter anspielen, die ihre Kinder auf den Schoß nimmt, an ihr Herz drückt und an ihrer Brust saugen lässt.
Wenn wir danach fragen, wie sich eine solche Verheißung überhaupt verwirklichen kann, werden wir auf das „himmlische Jerusalem“ verwiesen, das die Mutter aller Gläubigen ist. „Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter“ (Gal 4,26). Dort, in der ewigen Stadt Gottes (vgl. Offb 21), werden wir Freude, Trost und Frieden finden. Gott selbst wird unser ewiger Trost sein.
Dass es hier auf Erden weniger friedlich zugeht, ja dass gerade das „Heilige Land“ oft Schauplatz von Gewalt und kriegerischer Auseinandersetzung ist, wollen wir zum Anlass nehmen, für die Menschen in jenen schwierigen Verhältnissen – sowohl für die Palästinenser als auch für die Israelis – zu beten, dass endlich ein dauerhafter Friede einkehren möge. - Lesen Sie die Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis im Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
02.07.2010 10:50:32
Chinesisches Priesterseminar in Hebei zieht positive Bilanz
(fides.org) „Der Studienabschluss ist nicht unser eigentliches Ziel, denn es ist erst der wahre Beginn unserer Berufung. Wir sind bereit, den Wandel in unserem Leben anzunehmen und uns der Seelsorge und der Evangelisierung, dem Dienst, dem Opfer und der Hingabe zu widmen“, so einer der 22 Studenten des Regionalen Seminars in Hebei, die ihren Studienzyklus abgeschlossen haben. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, wurde am 30. Juni 2010 in der Aula Manga des Seminars ein Gottesdienst für die 22 Priesteramtskandidaten gefeiert, die nach sieben Jahren ihr Studium beenden. Der Rektor des Seminars und die jeweiligen Bischöfe aus den verschiedenen Diözesen nahmen an der heiligen messe teil und dankten dem Herrn für das Geschenk der angehenden Priester. Der Vertreter der Seminaristen erinnerte auch an alle, die ihren Berufungsweg begleitet haben: Priester, Ausbilder, Angehörige, Freunde und Gläubige….
Wie der stellvertretende Rektor des Seminars betonte „wurden seit der Eröffnung des Regionalen Seminars in Hebei insgesamt 472 Seminaristen ausgebildet, von denen 420 die Priesterweihe empfingen, 3 bereits Bischöfe sind und 2 in Kürze zu Bischöfen geweiht werden“. „Unsere größten Erfolge verzeichnen wir jedoch nicht im wissenschaftlichen oder intellektuellen Bereich“, so der Geistliche weiter, „sondern vielmehr ist es die Tatsache, dass wir viele gute Arbeiter ausgebildet durften, die Christus, seine Kirche und die Gläubigen lieben.“
Wie aus den Statistiken hervorgeht, die das in der Region Hebei angesiedelte Verlagshaus „Faith“ veröffentlicht, konnten unter den zehn Priesterseminaren in Festlandchina dieses Jahr nur die Seminare in Hebei und Shanghai einigen unter ihren insgesamt 40 Studenten zum Ende des akademischen Jahres den Studienabschluss überreichen. An den anderen Seminaren geht der Studienzyklus im Sommer nächsten Jahres zu Ende.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.07.2010 12:06:07
Das Beispiel des hl. Josemaria Escriva
(presse.kirche.at) „Josefmaria Escriva war die große Gründergestalt im 20. Jahrhundert“, stellte Bischof Klaus Küng beim Gottesdienst zum Gedenktag des heiligen Josefmaria Escriva de Balaguer, des Gründers von Opus Dei, am 30 Juni im Dom zu St. Pölten fest. Mit Bischof Küng feierte neben weiteren Priestern und Gläubigen auch der Regionalvikar von Opus Dei in Österreich, Dr. Ludwig Juza den Gottesdienst mit.
Man könne sich heute nur wünschen, dass die Lehre und Spiritualität Escrivas von möglichst vielen entdeckt werde, sagte Bischof Küng. Ziel von Josefmaria Escriva de Balaguer sei es gewesen, moderne Apostel für die heutige Zeit auszubilden.
Sein „Werk“ sollte Männer und Frauen befähigen, in den heutigen Verhältnissen und an ihrem Platz in Beruf, in Gesellschaft und Familie „Salz und Licht“ zu sein, wie er sagte. Schon vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil habe Josefmaria Escriva gepredigt, dass nicht nur Priester und Ordensleute die Kirche ausmachen, sondern alle Getauften und Gefirmten ihre Sendung aktiv wahrnehmen sollen.
Traurig habe ihn die Tatsache gestimmt, dass viele Priester und Ordensleute Aussagen des Konzils missverstanden hätten, wies der Bischof hin. Er habe dennoch nicht mit Bitterkeit reagiert, sondern mit verstärkter Anstrengung, die Menschen im Glauben zu bestärken. So habe er Priester und Laien immer wieder angehalten, das geistliche Leben nicht zu vernachlässigen und die Aufgabe des Apostolates mutig wahrzunehmen.
Trotz aller Schwierigkeiten und Anfeindungen, die dem Opus Dei immer wieder entgegenschlugen, konnte es sich weiter ausbreiten, wies Bischof Küng hin, der von 1976 bis 1989 selbst Regionalvikar von Opus Dei in Österreich war.
Das Geheimnis des Opus Dei sei das Gebet und seine Treue zu Kirche und zu Christus, betonte Küng. So sei das Opus Dei nicht nur treu zur Lehre der Kirche gestanden, sondern habe auch einen Weg gelehrt, in der heutigen Zeit und unter heutigen Bedingungen verbunden mit Gott zu leben.
Das Opus Dei ist eine internationale Einrichtung der Seelsorge der katholischen Kirche. Es wurde 1928 vom heiligen Josefmaria Escrivá gegründet und will aufzeigen, dass die Arbeit und die gewöhnlichen Lebensumstände Möglichkeiten bieten, Gott zu begegnen und den anderen zu dienen.
Link: Die Predigt des Bischofs im Wortlaut.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.07.2010 12:03:47
Altbischof Mixa vom Papst empfangen
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat sich an diesem Donnerstag mit dem früheren Bischof von Augsburg, Walter Mixa, getroffen wie "Radio Vatikan" berichtet. Für die Begegnung im Apostolischen Palast des Vatikans hatte der Papst fast eine Stunde Zeit angesetzt – mehr als für andere Audienzen dieses Tages. Benedikt hatte im Mai den Rücktritt Mixas angenommen, später hatte der Bischof sich um eine Rücknahme dieser Entscheidung bemüht. Rund um den Rücktritt sind derzeit noch zahlreiche Sachen ungeklärt. Der Vatikan hat zu dem Treffen folgende Erklärung veröffentlicht:
Der Heilige Vater hat am 1. Juli 2010 den emeritierten Bischof von Augsburg Msgr. Walter Mixa in Audienz empfangen. Der Papst hatte mit Schreiben vom 4. Mai 2010 der Bitte des Bischofs um Entpflichtung von seinen Ämtern als Oberhirte der Diözese Augsburg und als deutscher Militärbischof entsprochen; die Endgültigkeit dieser Entscheidung wurde in der Audienz nochmals bestätigt.
Bischof Mixa wird sich zu einer Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets zurückziehen und nach einer Periode der Heilungen und der Versöhnung wie andere emeritierte Bischöfe für Aufgaben der Seelsorge im Einvernehmen mit seinem Nachfolger zur Verfügung stehen.
Bischof Mixa hat betont, daß er seinen bischöflichen Dienst immer gern und gewissenhaft zu erfüllen sich mühte. Er hat aber auch in aller Ehrlichkeit und Demut sein Bekenntnis bekräftigt, daß er Fehler und Irrtümer begangen hat, die zu einem Vertrauensverlust führten und den Rücktritt unvermeidlich werden ließen.
Er hat erneut für all seine Fehler um Verzeihung gebeten, bittet aber zu Recht auch darum, daß man über seinen Fehlern das Gute, das er getan hat, nicht ganz vergessen möge.
Der Heilige Vater hat die Hoffnung ausgedrückt, daß die Vergebungsbitte auf offene Ohren und Herzen stoße. Nach einer Zeit oft maßloser Polemik wünscht er sich Versöhnung, ein neues Sich-Annehmen in der Gesinnung der Barmherzigkeit des Herrn und im gläubigen Sich-Anvertrauen an seine Führung.
Er bittet vor allem auch die Mitbrüder im bischöflichen Amt, Bischof Mixa mehr als bisher ihre freundschaftliche Nähe, ihr Verstehen und ihre Hilfe zur Findung der rechten Wege spüren zu lassen. Alle Gläubigen der Diözese Augsburg bittet der Papst, neu aufeinander zuzugehen und den Bischof offenen Herzens anzunehmen, den er als Nachfolger von Bischof Mixa bestellen wird.
Die Welt wartet in einer Zeit der Gegensätze und der Unsicherheit auf das gemeinsame Zeugnis der Christen, das sie von ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Herrn her zu geben vermögen und in dem sie einander wie der ganzen Gesellschaft helfen, den rechten Weg in die Zukunft zu finden.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.06.2010 15:16:34
Viel Gutes, aber auch viel Not in der Kirche
(presse.kirche.at) Eine gemischte Bilanz zur Situation der Kirche in der Diözese St. Pölten hat Bischof Klaus Küng gezogen. In seiner Predigt zum Hochfest „Peter und Paul“ am Dienstagnachmittag im St. Pöltner Dom sagte Küng, dass in den Pfarren „viel Gutes“ vorhanden sei. Zugleich würden ihm viele, über die Diözese hinausreichende Entwicklungen, Sorgen bereiten: „Es ist nicht zu übersehen, dass wir in Not sind.“
Nach nun bald sechs Jahren als St. Pöltner Diözesanbischof könne er sagen, „da ist viel Gutes in den Pfarren vorhanden“, so Küng. „Fast alle Priester und Pfarrgemeinderäte, Pfarrkirchenräte, Religionslehrer, Pastoralassistenten sind mit viel Fleiß, viel Eifer und großem Einsatz an der Arbeit.“ Guter Wille sei überall zu erkennen, auch wenn es mancherorts Probleme gebe.
Doch es gebe nicht nur einen Wandel zum Positiven, so der Bischof. Er sprach unter anderem den Rückgang des Gottesdienstbesuchs und die Abkehr der meisten Jugendlichen vom kirchlichen Leben an. Die Weitergabe des Glaubens sei – „eigentlich auch unabhängig vom Priestermangel“ – an nicht wenigen Orten „regelrecht gefährdet“. Neben dem Priestermangel lasse in letzter Zeit auch der Nachwuchs bei den Religionslehrern und Pastoralassistenten nach, so der Bischof. Zudem werde es schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden.
Küng verwies in diesem Zusammenhang auch auf den von Papst Benedikt XVI. neu gegründeten Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung, der sich vor allem der Länder alter christlicher Tradition annehmen soll, in denen sich Glaube und Kirche durch die fortschreitende Säkularisierung in einer Krise befinden würden. Küng: „Dieser neue Päpstliche Rat ist - davon bin ich überzeugt - auch für uns wichtig.“
Der Bischof rief alle Gläubigen seiner Diözese zum Gebet auf: „Angesichts eines oft durchgeplanten Aktivismus mag ein Aufruf zum Gebet manchen wie eine Flucht in die Spiritualität wirken; und doch bin ich sicher, es ist wirklich der einzige Weg, damit unsere Kirche wieder erstarkt.“
Zu dem Festgottesdienst mit Bischof Küng waren zahlreiche Priester der Diözese gekommen, vor allem jene, die heuer ein rundes Weihejubiläum feiern: 10 Priester feiern das silberne, 14 das goldene und 3 sogar das diamantene (60-jährige) Priesterjubiläum. Auch Bischof Küng selbst ist unter den Jubilaren: Er feiert im August 40 Jahre Priesterweihe.
Link: Predigt im Wortlaut.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.06.2010 15:14:26
Kardinal Schönborn verteidigt den Zölibat
(kathpress.at) Die Aufhebung des Pflichtzölibats für römisch-katholische Priester ist für Kardinal Christoph Schönborn kein geeigneter Lösungsansatz, um die derzeitige Kirchenkrise zu überwinden. In der ORF-Sendung "kreuz & quer" am Dienstagabend nahm der Kardinal zur jüngsten Pfarrer-Studie Stellung, wonach 79 Prozent der katholischen Pfarrer in Österreich für eine Abkehr von der Zölibatspflicht für Priester eintreten, 51 Prozent für die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe und 52 Prozent bekennen, dass sie in wichtigen Fragen anders denken als die Kirchenleitung. 75 Prozent der Pfarrer fühlen sich zudem aufgrund des Priestermangels stark überlastet. Das Hauptproblem in den Pfarrgemeinden sei nicht der Priestermangel, sondern der "Leutemangel", so Schönborn. In den Ballungsräumen aber auch am Land gebe es einen dramatischen Schwund an praktizierenden Katholiken, auch wenn viele Menschen noch der Kirche gegenüber Sympathien hegen würden. Zwar werde die Diskussion über die Ehelosigkeit der Priester weitergehen, "aber ich bin persönlich davon überzeugt, dass die wirkliche Lösung nicht hier liegt", so der Kardinal. Er wies darauf hin, dass 80 Prozent der befragten Pfarrer in der Studie angeben, auch bei einer Aufhebung des Zölibats weiter ehelos zu leben. Er denke auch, dass sich der Zölibat bei allen Problemen, die es wie auch in der Ehe gibt, letztlich bewährt habe, so Schönborn. Zu der von 52 Prozent der befragten Pfarrer befürworteten Zulassung von Frauen zum Weiheamt verwies der Kardinal auf die katholische und auch orthodoxe Lehre, die klar eine gegensätzliche Position vertritt. Nachsatz: "Und ich denke, dabei wird es auch bleiben." Zu den aufgrund des Priestermangels beginnenden strukturellen Veränderungen hin zu größeren Seelsorgeräumen meinte der Wiener Erzbischof, dass er Verständnis dafür habe, wenn Pfarrer dies skeptisch sehen. Notwendig sei auf jeden Fall, dass die Pfarrgemeinden stärker zusammenarbeiten. Pfarrer und Seelsorger Der Kardinal verwies auch auf Überlegungen nach deutschen Vorbild, wonach künftig deutlicher zu unterscheiden sei zwischen Pfarrer und Priester. Schönborn: "Der Pfarrer hat heute sehr viel mehr Koordinationsaufgaben, die Managementqualitäten erfordern, als früher. Und wahrscheinlich sind bei weitem nicht alle Priester geeignet zum Pfarreramt, aber sie sind sehr gut geeignet zur Seelsorge. Und wenn man einen Menschen, der ein guter Seelsorger ist, belastet mit der Aufgabe, Pfarrer zu sein, dann frustriert man ihn." Zum Studienergebnis, wonach die Vorstellungen von Kirchenleitung und Kirchenvolk in wichtigen Fragen immer mehr auseinanderklaffen, räumte Schönborn ein, dass dies etwa in der Verhütungsfrage zutreffe; beunruhigend sei es aber, wenn es einen Dissens in zentralen Glaubenssätzen, etwa das "Ewige Leben" betreffen, gibt. Er sei immer wieder überrascht, wie viele auch praktizierende Katholiken der Lehre von der Wiedergeburt positiv gegenüberstehen würden. Zu der von 76 Prozent der befragten Pfarrer vertretenen Meinung, wonach die katholische Kirche als Folge des Missbrauchskandals über den eigenen kirchlichen Umgang mit Sexualität nachdenken sollte, meinte Schönborn: "Wenn propagiert wird, dass du am Maturasplash alles machen kannst, wenn propagiert wird, dass auch schon im Schulalter experimentiert werden soll, ob du homosexuell bist oder heterosexuell, wenn der Seitensprung sozusagen als Ehehygiene angeboten wird, da muss man doch sagen: Moment, da sind manche Dinge nicht im Lot. Und ich würde doch einmal sehr kritisch die Gegenfrage stellen: Ist in der Kirche, in der kirchlichen Lehre die Sache nicht im Lot, oder ist es eher in der Gesellschaft?"
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.06.2010 15:11:45
Bischof Koch folgt Kardinal Kasper im Einheitsrat nach
(radiovatikan.de) Der Basler Bischof Kurt Koch ist von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt worden. Dies teilte der Bischof in einem persönlichen Schreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger seiner Diözese mit Datum vom 29. Juni mit. Bereits im Februar habe ihn der Papst nach seiner Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe gefragt, schreibt Koch. Der Basler Bischof tritt sein neues Amt am Donnerstag, den 1. Juli, an. Der Vatikan hat Kochs Ernennung deshalb noch nicht bekannt gegeben.
Der Papst habe betont, dass es ihm ein wichtiges Anliegen sei, dass diese Aufgabe von jemandem wahrgenommen werde, der die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen nicht nur aus der Literatur, sondern „aus der unmittelbaren Erfahrung“ kenne. Damit habe der Papst erneut gezeigt, dass ihm nicht nur die Ökumene mit den Orthodoxen, sondern auch diejenige mit den Protestanten am Herzen liege, so Koch in seinem Schreiben. Er freue sich darauf, der Ökumene, einem seit dem Zweiten Vatikanum wichtig gewordenen Anliegen, in besonderer Weise dienen zu können.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.06.2010 15:10:09
Beichte und geistliche Begleitung sind wichtig
(zenit.org) Im Mittelpunkt der Katechese zur heutigen Generalaudienz stellte Papst Benedikt XVI. den heiligen Giuseppe Cafasso (* 15. Januar 1811 in Castelnuovo d'Asti; † 23. Juni 1860 in Turin) anlässlich dessen 150. Todestag. Der Papst schlug den Laiengläubigen und vor allem den Priestern das Beispiel dieses piemontesischen Priesters vor, der sein Leben der Ausbildung, der Beichte, der geistlichen Begleitung und dem Apostolat bei den Armen und Häftlingen gewidmet hatte.
Die Botschaft des heiligen Giuseppe Cafasso sei nach wie vor lebendig und aktuell, so der Papst. Er sei ein Ausbilder von Priestern (unter diesen der heilige Johannes Bosco) und ein wahrer Hirt mit einem reichen inneren Leben gewesen. Er habe sich durch tiefen Eifer in der Seelsorge, Treue im Gebet und seinen Einsatz für die Katechese, die Beichte und die Eucharistie ausgezeichnet.
Benedikt XVI. betonte die drei „Begabungen" des heiligen Priester: „Ruhe, Aufmerksamkeit und Klugheit". Die Lehre des Cafasso sei nicht abstrakt gewesen, sondern habe ihren Ursprung in der lebendigen Erfahrung Gottes gehabt. Dabei betonte der Papst die Wichtigkeit der geistlichen Begleitung, „um zu wissen, was Gott von uns will".
Ebenso fruchtbar sei sein Apostolat bei den niedrigen Menschen und dabei besonders bei den Häftlingen gewesen. Der Heilige habe die Häftlinge mit seiner Liebe zu Gott erobert. Cafasso habe die Gewissen in persönlichen Gesprächen beruhigt und aufgeweckt, deren Ziel die Beichte gewesen sei. 57 zum Tode Verurteilte habe der Heilige bis zur Hinrichtungsstätte begleitet, „mit tiefer Liebe bis zum letzten Atemzug".
Giusepe Cafasso, so Benedikt XVI. abschließend, bilde einen an alle ergehenden Aufruf, den Weg der Heiligkeit zu intensivieren. Er rufe den Priestern in Erinnerung, der Beichte, der geistlichen Begleitung und der Aufmerksamkeit gegenüber den niederen Menschen Zeit zu widmen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
29.06.2010 13:40:48
Vatikanische Erklärung zum Treffen von Kardinal Schönborn mit dem Papst
(kath.net) Deutsche Fassung der Mitteilung des Pressesaales des Hl. Stuhls vom 28.06.2010 zur Begegnung des Heiligen Vaters mit Kardinal Schönborn:
1) Der Heilige Vater hat heute Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, in Audienz empfangen. Dieser hatte darum gebeten, dem Heiligen Vater persönlich über die gegenwärtige Lage der Kirche in Österreich berichten zu dürfen. Insbesondere wollte Kardinal Christoph Schönborn den genauen Sinn seiner jüngsten Erklärungen zu einigen Aspekten der aktuellen kirchlichen Disziplin erläutern wie auch einige Beurteilungen zur Haltung des Staatssekretariates und insbesondere des damaligen Staatssekretärs von Papst Johannes Paul II. seligen Angedenkens in Bezug auf den verstorbenen Kardinal Hans Hermann Groër, 1986-1995 Erzbischof von Wien.
2) Im Anschluss wurden die Kardinäle Angelo Sodano, Dekan des Kardinalskollegiums, und Tarcisio Bertone, Staatssekretär, zur Begegnung hinzugeladen.
Im zweiten Teil der Audienz wurden einige weit verbreitete Missverständnisse geklärt und aufgelöst, die zum Teil aus Aussagen von Kardinal Christoph Schönborn herrührten, welcher sein Bedauern dafür ausdrückt, wie diese interpretiert wurden.
Im Besonderen:
a) Es wird daran erinnert, dass in der Kirche, wenn es sich um Anschuldigungen gegenüber einem Kardinal handelt, die Zuständigkeit alleine beim Papst liegt; die anderen Instanzen können eine Funktion der Beratung haben, dies immer mit dem nötigen Respekt gegenüber den Personen.
b) Das Wort “Geschwätz” wurde irrtümlich interpretiert als ein Mangel an Respekt für die Opfer sexuellen Missbrauchs, für die Kardinal Angelo Sodano dieselben Empfindungen des Mitgefühls und der Verurteilung des Bösen hegt, wie dies in verschiedenen Stellungnahmen des Heiligen Vaters zum Ausdruck gekommen ist. Dieses in der Osteransprache an Papst Benedikt XVI. ausgesprochene Wort war wortwörtlich aus der Papstansprache vom Palmsonntag genommen und war dort bezogen auf den „Mut, sich nicht vom Geschwätz der vorherrschenden Meinungen einschüchtern zu lassen“.
3) Der Heilige Vater erinnert sich mit großer Zuneigung an seinen Pastoralbesuch in Österreich und sendet durch Kardinal Christoph Schönborn seinen Gruß und seine Ermutigung der Kirche, die in Österreich ist, und ihren Hirten, wobei er dem himmlischen Schutz Mariens, die in Mariazell so sehr verehrt wird, den Weg einer erneuerten kirchlichen Gemeinschaft anempfiehlt.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
29.06.2010 13:38:55
Das Kreuz steht für christliche Werte
(stephanscom.at) "Religionsfreiheit bedeutet im Kern vor allem das Menschenrecht, die religiöse Überzeugung einzeln oder gemeinsam, sowohl privat als auch öffentlich auszuüben", betonte Kardinal Christoph Schönborn in einer am Dienstag, 29. Juni 2010, veröffentlichten Erklärung zum Verfahren des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) über religiöse Symbole in öffentlichen Schulen. Er forderte vom EGMR, auch weiterhin den Kern und die positive Sicht der Religionsfreiheit zu garantieren.
Das Kreuz als das christliche Grundsymbol bringe die religiöse Grundüberzeugung von Christen aller Konfessionen zum Ausdruck, so Kardinal Schönborn: "Es ist ein vielschichtiges Symbol, das als solches auf Menschen keinen Zwang ausübt und keinen Menschen ausgrenzt."
Weiters wies der Vorsitzende der Bischofskonferenz darauf hin, dass das Kreuz als Symbol auch unabhängig vom Religionsbekenntnis eines Europäers wichtig sei, weil "das Kreuz und die damit zum Ausdruck gebrachten christlichen Werte und Überzeugungen ein wesentlicher Teil der europäischen Kultur und Identität" seien. Das Kreuz im Klassenzimmer öffentlicher Schulen sei auch "ein Anknüpfungspunkt für den interreligiösen und interkulturellen Dialog, der in Europa auf der umfassend garantierten Religionsfreiheit gegründet ist", gab Kardinal Schönborn zu bedenken.
Ab 30. Juni wird die Große Kammer des EGMR über den Fall "Lautsi gegen die Republik Italien" beraten. Erstmals in der Geschichte des EGMR beteiligen sich 10 Mitgliedstaaten des Europarates als Drittkläger am Verfahren und haben sich dem Rekurs Italiens angeschlossen. Daneben haben die Republik Österreich und andere Staaten das Kreuz-Urteil der ersten Instanz des EGMR offiziell kritisiert und dazu ablehnende Stellungnahmen abgegeben.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
29.06.2010 13:37:49
Heiligenkreuzer Abt kritisiert Zulehner-Studie
(diepresse.com) Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, wortmächtiger Vertreter jener raren Spezies in Österreich, die Rom in allem bedingungslos folgt ist „traurig“. Traurig über die jüngste repräsentative Pfarrer-Umfrage, deren Ergebnisse die Situation der Kirche in Österreich erschwere. 81 Prozent haben sich für die Weihe verheirateter Männer, 51 Prozent für Priesterinnen ausgesprochen.
Henckel-Donnersmarck, Abt im Stift Heiligenkreuz bei Wien, am Dienstag im Gespräch mit der „Presse“: „Ich sehe die Umfrage als ein Symptom eines falschen Kirchenbildes von denen, die die Umfrage gestartet haben und von denen, die sich daran beteiligt haben. Das Kirchenbild, das ich habe, ist das einer sperrigen Offenbarung. Diese plebiszitär zu behandeln ist grundsätzlich falsch.“
Und der Zisterzienser wird noch deutlicher: „Den Pfarrern fehlt das kirchliche Bewusstsein, die Einfügung auch im Gehorsam. Alle wollen das Beste für die Kirche und ich möchte nicht von Spaltung sprechen. Aber es sind nicht alle ausreichend kirchlich indoktriniert, ich sage das im vollen Bewusstsein, das heißt in die kirchliche Lehre liebevoll eingedrungen.“ So sei der Zölibat immer schon ein im Evangelium begründeter Aspekt des kirchlichen Lebens in der lateinischen Kirche des Westens gewesen. Henckel-Donnersmarck: „Ich werde immer sagen, in dubio pro papa, im Zweifel für den Papst.“ Vor dem Hintergrund des heutigen Verständnisses sei diese Form der Treue ein Punkt im kirchlichen Leben, der schwer verständlich zu machen ist.
Weshalb die Pfarrer eine immer größere Differenz zwischen den römischen Lehraussagen und ihren eigenen Ansichten sehen? Der Abt gibt den Medien Mitschuld für das Phänomen: „Es gibt eine kolossale Präsenz einer medialen Öffentlichkeit, die viele in den Bann zieht.“ Im Grunde seien aber alle Fragestellungen wie Zölibat oder Priesterweihe für Frauen schon beim Kirchenvolksbegehren und beim Delegiertentag in Salzburg diskutiert worden. Henckel-Donnersmarck: „Mich beunruhigt, dass auch im Bewusstsein theologisch ausgebildeter Priester die theologischen Grundlagen von Zölibat und Amtsverständnis nicht mehr vorhanden sind.“ - Link: Die Ergebnisse der Studie im Detail (Kathpress).
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
27.06.2010 12:29:23
Papst Benedikt bestärkt Belgiens Bischöfe
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat den belgischen Bischöfen seine Nähe und Solidarität bekundet. An diesem Sonntag sendete das katholische Kirchenoberhaupt einen Brief an den Vorsitzenden der belgischen Bischofskonferenz, Erzbischof André-Joseph Léonard. Mit klaren Worten ging Benedikt XVI. auf die jüngsten Vorgänge in Brüssel ein. Dort hatte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag im Zuge von Ermittlungen in Missbrauchsfällen die in Brüssel versammelten Bischöfe für neun Stunden festgesetzt, ihre Handys und vertrauliche Unterlagen beschlagnahmt und zudem die Gräber von zwei Kardinälen aufgebrochen. Der Papst verurteile den Missbrauch von Minderjährigen durch Kirchenmitarbeiter aufs Schärfste. Die Kirche sei bei der Aufklärung zur Zusammenarbeit mit der staatlichen Justiz bereit, betonte der Papst in dem Brief vom Sonntag. Die Form der Untersuchung und insbesondere die Zerstörung von Gräbern seien jedoch schwerwiegend. – Der belgische Botschafter beim Heiligen Stuhl war am gleichen Tag – also bereits am Donnerstag – in den Vatikan einbestellt worden. - Die jetzt beginnende Urlaubszeit soll auch dafür genutzt werden, mit Gott in Kontakt zu kommen. Das regte Papst Benedikt XVI. am Sonntag bei seinem Angelusgebet auf dem Petersplatz an. Unter strahlendem Sonnenschein betete das katholische Kirchenoberhaupt vor mehreren tausend Pilgern und Besuchern das Mittagsgebet. „Die Ferientage bieten eine gute Gelegenheit zur Begegnung mit der Natur und mit anderen Menschen und geben Anlass zur Kreativität. Neben der physischen Erholung und der intellektuellen Weiterentwicklung können sie aber auch ein Moment sein, um das Gebet zu intensivieren und den Glauben zu stärken. Dies wird sich auch positiv auf das soziale Leben auswirken.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
 
27.06.2010 12:26:37
Bischof Kapellari verteidigt Charisma des Zölibats
(kathpress.at/apa-ots.at) er Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari hat am Sonntag bei der Weihe von fünf Männern zu Priestern eine Lanze für den Zölibat gebrochen. "Diese Lebensform ist kein Auslaufmodell. Sie ist, wo sie gelingt, von jeher eine positive Provokation", sagte Kapellari in seiner Predigt im Grazer Dom. Die Ehelosigkeit habe Jesus selbst "und seither unzählige Männer im apostolischen Dienst gelebt", viele würden dies bis heute tun "zum großen Segen für Kirche und Gesellschaft". Der Zölibat sei "freilich, wenn er nicht gelingt, ein Ärgernis", sagte der Grazer Bischof; Verfehlungen gegen ihn würden leicht zur "irrigen Meinung" verleiten, er sei prinzipiell nicht lebbar und so etwas wie eine "mission impossible". Dagegen wandte Kapellari ein, auch viele Männer und Frauen sagten trotz des häufigen Scheiterns anderer "Ja zu einer Ehe, die nicht nur auf Probe angelegt ist". Kapellari: Priester würden "sich freilich nur dann nicht zu verschrobenen Junggesellen verformen, wenn sie sich tief von den drei evangelischen Räten zu Armut, Keuschheit und Gehorsam prägen und inspirieren lassen. Ein ehrlich gelebter Zölibat gelingt nur, wenn er verbunden ist mit einem Verzicht auf materielle Habgier und auf einen eigenbrötlerischen Individualismus." Die diesjährigen Weihekandidaten empfangen das Sakrament nach den Worten des Grazer Bischofs in einer Zeit vieler Umbrüche und Abbrüche. Für die Kirche sei es da nicht leicht, die Balance zu finden zwischen "Breite und Tiefe", zwischen sozialem Engagement und mystischer Versenkung, zwischen dem Dienst an der Institution Kirche und charismatischer Offenheit für Neues. Es greife aber zu kurz, im Blick auf die Kirche generaldiagnostisch von einer Krise zu sprechen. "Es gibt in der Gesellschaft im Ganzen wie auch in der Kirche heute nicht nur Abbrüche und Umbrüche", zeigte sich Bischof Kapellari optimistisch. Priester sollten "weder eine ängstliche konservative Erstarrung noch eine eilfertige Anpassung an Gesellschaft und Zeitgeist" zeigen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.06.2010 04:30:45
Opferschutzkommission beschließt Entschädigungszahlungen bei Missbrauch
(stephanscom.at) Die Unabhängige Opferschutzkommission unter Waltraud Klasnic hat am Freitag, 25. Juni 2010, in Wien ein konkretes finanzielles Entschädigungsmodell für Opfer sexuellen Missbrauchs und Gewalt im kirchlichen Bereich präsentiert. Das in einer Stellungnahme gegenüber Journalisten nach der fünften Kommissionssitzung in Wien präsentierte Modell sieht vier Stufen der finanziellen Abgeltung vor. Dabei handle es sich jedoch um "Richtwerte", die Skala sei nach oben hin offen, wie die Kommission betonte.
Für "leichte Fälle des Missbrauchs ohne überschießende Gewaltanwendung" sieht das Modell 5.000 Euro vor. Für "mehrfache Übergriffe über einen längeren Zeitraum oder geringe Zahl an schwerwiegenden Übergriffen unter Gewalteinwirkung" wie etwa Vergewaltigung werden 15.000 Euro veranschlagt. Den Betrag von 25.000 Euro sieht die Kommission für Fälle "von über mehrere Jahre hinweg fortgesetzten Missbrauch mit Verletzungsfolgen und/oder fortdauernden seelischen Schmerzen" vor. In "besonders extremen Einzelfällen" seien auch darüber hinaus gehende Entschädigungen möglich, räumte die Kommission ein. Zahlen wurden für diese vierte Kategorie nicht genannt.
Die Kommission unterstrich, sich mit diesem Modell an die österreichische Judikatur angelehnt zu haben. Zugleich betonte die Kommission jedoch, dass die freiwilligen Entschädigungsleistungen der Kirche "über den durchschnittlichen staatlichen Sätzen" liegen. Wie die Kommission weiters mitteilte, hätten sich bislang rund 200 Opfer bei ihr gemeldet. Kontakt: www.ombudsstellen.at - (presse.kirche.at) Die Rahmenordnung für die Katholische Kirche in Österreich über Maßnahmen, Regelungen und Orientierungshilfen gegen Missbrauch und Gewalt wurde unter dem Titel „Die Wahrheit wird euch frei machen“ in Mariazell von den Bischöfen beschlossen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.06.2010 04:26:03
Von der Radikalität der Christusnachfolge
(stjosef.at/predigten; JSp) Im Evangelium dieses Sonntags zeigt Jesus, worauf es ankommt, wenn jemand ihm in besonderer Weise nachfolgen will: Es braucht eine heilige Entschiedenheit, einen festen Willen, ein Jünger des Herrn zu sein. Dieser Entschluss zeigt seine Echtheit dadurch, dass die betreffende Person, die ein Jünger werden will, alles Übrige zurückstellt, und sei es noch so wichtig und wertvoll! Der Dienst Gottes ist in jedem Fall als höher anzusehen; der Ruf Gottes hat Vorrang.
Freilich gibt es Unterschiede in der Art und Weise, wie Gott jemanden ruft und wozu er diesen Menschen beruft. Es gibt besondere, ja außergewöhnliche Berufungen: Im Alten Testament wurden Propheten von Gott erwählt, um dem Volk Gottes die Wahrheit des Heils zu verkünden. In der ersten Lesung hören wir vom Propheten Elija und seinem Nachfolger Elischa. Ein solcher Prophet muss alles übrige aufgeben, seinen bisherigen Beruf, und er muss bereit sein, das gewohnte Umfeld seines Lebens zu verlassen, um Gott zu dienen. Sein Zeugnis für Gott kann bis zur Hingabe des eigenen Lebens gehen, wenn der Prophet verfolgt wird oder sogar das Martyrium erleiden muss.
Auch Jesus verlangt von denen, die ihm in besonderer Weise nachfolgen wollen, eine radikale Entscheidung, die in gewisser Weise einen Bruch mit dem Vergangenen beinhaltet. Es geht in jedem Fall darum, Gott mehr zu lieben als die Menschen, und selbst familiäre Bindungen zählen hier weniger als der Ruf Gottes. - Lesen Sie die Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.06.2010 06:46:24
Einladung zur Jugendwallfahrt nach Mariazell
(stephanscom.at) Österreichs Bischöfe haben Jugendliche aus dem ganzen Land zur Jugendwallfahrt "Voll Leben!" nach Mariazell von 13. bis 15. August 2010 eingeladen. "Auf jugendliche Art und in ihrer Sprache" solle dabei das Leben und der Glaube gefeiert werden, heißt es in einem nach der Zusammenkunft der Österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell am Mittwoch, 23. Juni 2010, veröffentlichten Text.
Inhaltlicher Leitfaden wird das Motto des nächsten Weltjugendtags sein - eine Frage der Jünger an Jesus, die sich im Markusevangelium findet: "Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" (Mk 10,17). Der von Papst Johannes Paul II. Mitte der 1980er Jahre ins Leben gerufene Weltjugendtag findet im August 2011 in Madrid statt. Die Bischöfe erwarten sich von der Jugendwallfahrt Gelegenheiten, in persönlichen Gesprächen von den Sorgen, Ängsten, Wünschen und Hoffnungen der Jugendlichen zu erfahren. Die Katholische Jugend, die Jugend der kirchlichen Erneuerungsbewegungen und der Mittelschüler-Kartell-Verband werden zu einem abwechslungsreichen Programm beitragen, so die Bischöfe. Die Pop-Band "Cardiac Move" sorgt für den musikalischen Auftakt, nach dem Eröffnungsfest gibt es Workshops mit viel Kreativität, Sport und auch gesellschaftspolitisch relevanten Inhalten. Geistliche Höhepunkte werden Katechesen der Bischöfe und jugendgemäße Gottesdienste sein. - www.jugendwallfahrt.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
24.06.2010 06:43:48
P. Christian Feurstein OCist wird neuer Abt von Stift Rein
(stift-rein.at) Am 8. Juni hat der Konvent von Stift Rein einstimmig den Prior des Stiftes Heiligenkreuz Pater Christian Feurstein zum 57. Abt des welt-ältesten Zisterzienserklosters Stift Rein gewählt und die Religiosenkongregation in Rom hat die Wahl bestätigt. Abt Christian Feurstein ist 1958 in Hohenems in Vorarlberg geboren und nach der Matura 1977 zusammen mit dem jetzigen Abt Gregor Henckel-Donnersmarck als Novize im Stift Heiligenkreuz eingekleidet worden.
1981 legte er die Feierliche Profess ab und wurde am 23. Mai 1983 zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Wiener Neustadt wurde er zu Neugründung des Klosters Stiepel ins Ruhrgebiet ausgesandt. Er war dort Novizenmeister und Prior. 2004 ins Stift Heiligenkreuz zurückgeholt, führte er ebenfalls bis jetzt die Tätigkeit eines Novizenmeisters und Priors aus. In den letzten fünf Jahren hat er 26 junge Männer im Noviziat begleitet. - http://www.stift-rein.at / http://www.stift-heiligenkreuz.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
23.06.2010 11:04:47
Bischof Walter Mixa akzeptiert Annahme des Rücktritts
(bistum-augsburg.de) Im Rahmen eines Gesprächs haben Vertreter der Augsburger Bistumsleitung und der emeritierte Bischof von Augsburg, Dr. Walter Mixa, am 22. Juni 2010 eine abschließende gemeinsame Erklärung verabschiedet. Darin stellt Bischof em. Mixa seinen Rücktritt nicht mehr in Frage. Der zurückgetretene Bischof hat sich in einem persönlichen Schreiben an die Gläubigen gewandt. Unter anderem schreibt er: "In den vielen Jahren meines Dienstes habe ich immer versucht, den richtigen Weg einzuschlagen und mich bemüht, die Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erfüllen. Ich will keineswegs verschweigen, dass mir nicht immer alle diese Vorsätze in der rechten Weise gelungen sind. Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht, obwohl ich niemanden in irgendeiner Weise verletzen oder beschädigen wollte. Es soll aber nicht irgendeine Beschönigung ausgesprochen werden, sondern ich bitte nicht nur um Entschuldigung, sondern vor allem um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe. Dies tut mir von ganzem Herzen leid. Ein großer Trost ist für mich, daß in der Botschaft Jesu immer wieder die Rede ist von der Barmherzigkeit, die Gott uns in der Liebe Jesu schenkt. Damit will ich sagen: ich bin in vieler Hinsicht schuldig geworden und bitte alle, die ich enttäuscht habe, nochmals nicht nur um Verständnis, sondern auch um Verzeihung.
Wegen der sich zusammenbrauenden Berichte in der unterschiedlichsten Weise sah ich mich in einer sehr schmerzlichen Situation veranlaßt, sehr schweren Herzens dem Papst meinen bischöflichen Dienst anzubieten, die sogenannte Resignation auf das Amt des Diözesanbischofs auszusprechen. Für mich ist es jetzt von einer ganz großen Bedeutung, daß in unserer Diözese gegenseitige Streitereien und gegenseitige schwerwiegende Vorwürfe abgebaut werden und daß wir alle zu einem guten Einverständnis und zum Frieden in der Gemeinschaft der Kirche finden. Der Heilige Vater hat mir in seinem sehr liebevollen Brief geschrieben, daß ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg immer Bischof bleibe und daß ich die geistlichen Dienste wie die Feier der Eucharistie, die Spendung der Sakramente, auch der Firmung, wahrnehmen sollte und in unterschiedlicher Weise auch geistlich für viele Menschen da sein kann."
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
23.06.2010 11:01:07
Österreichs Bischöfe beschließen Maßnahmen gegen Missbrauch
(kathpress.at/apa-ots.at) Die katholischen Bischöfe Österreichs haben ein umfassendes Paket an Maßnahmen und Regelungen zur Aufarbeitung und künftigen Verhinderung von Missbrauch und Gewalt in der Kirche beschlossen. Wie die Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Sommervollversammlung in Mariazell in einer Pressemitteilung bekanntgab, treten die Vorgaben bereits mit 1. Juli 2010 in Kraft. Sie gelten für den gesamten kirchlichen Bereich, sowohl für die hauptamtlichen als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, und sie sollen bis spätestens 31. März 2011 in allen österreichischen Diözesen umgesetzt sein. Primäres Ziel aller Bemühungen "ist Hilfe und Gerechtigkeit für die Opfer", heißt es. Dazu hat die Kirche in jeder Diözese eine Ombudsstelle eingerichtet. Als zusätzliches österreichweites Angebot besteht seit April die "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" unter der Leitung von Waltraud Klasnic, die in ihrer Tätigkeit von der "Unabhängigen Opferschutzkommission" unterstützt wird, erinnert die Bischofskonferenz. Konkret sieht die Rahmenordnung eine österreichweit einheitliche Gestaltung der diözesanen Ombudsstellen vor. Diese sollen von unabhängigen Fachleuten geleitet werden, die ihre Tätigkeit weisungsfrei ausführen. Die Ombudsstellen sind für den Erstkontakt und eine erste Klärung von Verdachtsfällen sowie für die Rechtsberatung und Begleitung der Opfer zuständig. Anzeige bei staatlichen Behörden Besteht ein begründeter Verdacht, so wird der mutmaßliche Täter bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts dienstfrei gestellt. "Dies geschieht in enger Kooperation mit den staatlichen Stellen", betont die Bischofskonferenz. Erhärte sich der Verdacht, empfiehlt die Ombudsstelle dem Opfer, Anzeige zu erstatten. "Besteht außerdem die Gefahr, dass durch den mutmaßlichen Täter weitere Personen zu Schaden kommen könnten, ist deren Schutz vorrangig. In diesem Fall wird auf Initiative der Kirche der Sachverhalt zur Anzeige gebracht", stellen die Bischöfe klar. "Stiftung Opferschutz" Die diözesanen Ombudsstellen übernehmen als erste Anlaufstelle für Opfer die Kosten der Therapien. Zusätzlich richtet die Österreichische Bischofskonferenz die "Stiftung Opferschutz" ein. "Durch sie werden Geldmittel im erforderlichen Ausmaß bereitgestellt, um den Opfern rasch, unbürokratisch, menschlich und angemessen zu helfen", betont die Bischofskonferenz. Die "Stiftung Opferschutz" wird in den von der "Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft" oder den diözesanen Ombudsstellen geprüften Fällen für Therapiekosten sowie für allfällige Schmerzensgeld- und Schadensersatzzahlungen aufkommen. Mehr auf www.kathpress.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] (42) [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] [193] [194] [195] [196] [197] [198] [199] [200] [201] [202] nächste Seite letzte Seite
News per E-Mail abonnieren
E-Mailadresse:
Format der E-Mail: HTML
nur Text
  News per E-Mail abonnieren
Abonnement löschen
Inhalt www.stjosef.at
Powered by SimpNews V2.49.01 ©2002-2009 Bösch EDV-Consulting

Zum Archiv des Newsletters

Dieser Newsletter wird fallweise erweitert und kann kostenfrei sowohl im Web gelesen als auch per e-mail abonniert werden. Grundlegende Richtung: römisch-katholisch.

Nachdruck oder weitere Veröffentlichung im Internet mit genauer Quellenangabe gestattet (Mitteilung erbeten). Für externe Links übernehmen wir keine inhaltliche Verantwortung. Redaktionelle Verantwortung: Dr. Josef Spindelböck, Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef, Kremser Straße 7, A-3123 Kleinhain. Kontakt: newsletter@stjosef.at