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12.10.2010 14:41:52
Neuer päpstlicher Rat für Neuevangelisierung
(radiovatikan.de) Die Errichtung des Rates für die Neuevangelisation geht voran: Zum Fest Peter und Paul hatte Papst Benedikt XVI. die Gründung angekündigt, im Juni gab der Vatikan den ersten Leiter dieser neuen Vatikanbehörde, Erzbischof Rino Fisichella, bekannt. An diesem Dienstag veröffentlichte der Heilige Stuhl nun das Motu Proprio des Papstes, also das Schreiben, das diesen Rat offiziell errichtet. Es heißt „Ubicumque et semper“, also „Immer und überall“. Die wichtigste Aufgabe steht gleich im ersten Satz: „Die Kirche hat die Pflicht, immer und überall das Evangelium Jesu Christi zu verkünden.“ - Link: Der Text des Motu proprio auf Deutsch.
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11.10.2010 18:08:28
Vatikan billigt Statut für reformiertes Engelwerk
(kathpress.at) Der Vatikan hat das Statut für die katholische Vereinigung "Engelwerk" gebilligt, nachdem dieses sich von umstrittenen Lehren und Praktiken distanziert und gelöst hat. Die Anerkennung als öffentlicher Verein der katholischen Kirche ist bereits 2008 erfolgt - nachdem Rom schon im Jahr 2000 eine neu formulierte Formel der Engelweihe approbiert hatte, die mit der kirchlichen Lehre übereinstimmt, hieß es nun im Vatikan. Für die Lehren und Praktiken, die auf angebliche Privatoffenbarungen der Gründerin des Werks, Gabriele Bitterlich, zurückgehen, gelten jedoch weiterhin die von der Glaubenskongregation im Juni 1992 verhängten Maßregelungen und Verbote. Der neuen Anerkennung vorausgegangen waren eine Reihe von personellen Veränderungen und inhaltlichen Reformen beim Engelwerk. Anfang 2009 konnte der Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz, dem es angeschlossen ist und unter dessen Leitung es steht, erstmals seit fast 20 Jahren wieder eigene Wahlen für seine Leitungsspitze durchführen. Nach massiver Kritik am Engelwerk hatte der Vatikan die frühere Leitungsspitze des Ordens abgesetzt und einen "Sonder-Delegaten" eingesetzt, den Dominikanerpater Benoit Duroux, einen langjährigen Konsultor der Glaubenskongregation. Für ihn rückte später sein Ordensbruder Daniel Ols, Mitarbeiter der Heiligsprechungskongregation, nach. Auch nach der jüngsten Wahl von Joachim Welz zum Generalsuperior behält Ols sein Amt als Sonder-Delegat. Den verschiedenen Zweigen des Engelwerks gehören nach kirchlichen Schätzungen rund 100 Priester und 400 Ordensfrauen an. Zuverlässige Angaben über die Zahl von Laien-Anhängern oder Sympathisanten liegen nicht vor.
(news.stjosef.at) Auf Anfrage erklärte ein Sprecher des Kloster St. Petersberg: "Das Dekret vom 6. Juni 1992 ist nicht zurückgenommen worden, es hat weiterhin seine Gültigkeit. Dies betrifft insbesondere die Teile der Privatoffenbarung von Mutter Gabriele Bitterlich, die nicht von der Hl. Schrift und der Tradition der Kirche belegbar sind. So ist weiterhin die Verwendung großer Teile der Privatoffenbarung untersagt und wir halten uns auch daran. Trotz des Dekretes vom 6. Juni 1992 hat uns die Glaubenskongregation eine Weihe an die hl. Engel im Jahr 2000 approbiert. Sie gründet auf der durch Schrift, Tradition und kirchlichem Lehramt bezeugten allgemeinen Offenbarung Gottes und enthält die wesentlichsten Aspekte der Spiritualität des Werkes der hl. Engel. Das im Jahr 2008 vom Heiligen Stuhl approbierte Statut des Werkes der hl. Engel bezieht sich auf Pkt V. des Dekretes von 1992, wo es darum geht die Beziehungen zwischen dem Opus Angelorum und dem Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz zu klären und zu regeln. Das Werk der hl. Engel ist nun eine vom Hl. Stuhl anerkannte kirchliche Bewegung, ist gemäß can. 677, §2 dem Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz angschlossen und wird im Sinne von can. 303 von diesem Orden geleitet. Diese Anerkennung ist möglich geworden, weil wir uns an die kirchlichen Auflagen gehalten haben und selbstverständlich diese auch weiterhin halten werden."
http://www.opusangelorum.org
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11.10.2010 18:00:37
Segensreiche Entwicklung der Priesterbruderschaft St. Petrus
(news.stjosef.at) Die in voller Einheit mit Rom stehende Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP) präsentiert in einer Übersicht vom 1. Oktober 2010 zuerst wichtige Eckdaten ihrer Geschichte und gibt eine Statistik über die Entwicklung in den letzten Jahren.
Am 18. Juli 1988 erfolgte die Gründung als klerikale Gesellschaft apostolischen Lebens. Als Liturgische Bücher werden jene benutzt, die im Jahr 1962 offiziell gültig und in Gebrauch waren, d.h. Missale, Rituale, Pontificale und Breviarium Romanum. Im Juli 1988 kam es zu einer Privataudienz der Verantwortlichen bei Papst Johannes Paul II. und Kardinal Ratzinger. Am 18. Oktober 1988 erfolgte die Errichtung als Gesellschaft päpstlichen Rechts durch den Hl. Stuhl. Zu Ostern 1990 besuchte Kardinal Ratzinger das Mutterhaus in Wigratzbad, Bayern, und feierte dort die traditionelle hl. Messe. 1995 wurde der Bruderschaft die erste Personalpfarrei anvertraut Am 12. September 1999 segnete Papst Johannes Paul II. die Grundsteine und Kruzifixe für die beiden neuen Seminare der Bruderschaft in Europa und in Amerika. Am 8. Oktober 1999 und am 20. Oktober 2001 konnte der Generalobere eine Ansprache auf der jeweiligen Bischofssynode in Rom halten. Dreimal (Dezember 2000; Juni 2002; Juni 2005; Mai 2008) kam Kardinal Castrillon-Hoyos, Präsident der Kommission Ecclesia Dei und Präfekt der Kongregation für den Klerus, nach Wigratzbad: um das neue Priesterseminar St. Petrus zu segnen und um Priester für die FSSP zu weihen. Am 29. Juni 2003 erfolgte die endgültige Approbation der Konstitutionen durch den Heiligen Stuhl. Am 22. Februar 2007 kam es zur Gründung der Konfraternität St. Petrus, einer Vereinigung für jene Gläubigen, die sich der Priesterbruderschaft St. Petrus verbunden fühlen und deren Apostolat durch Gebet und Opfer unterstützen möchten. Im März 2008 erhielt die Priesterbruderschaft St. Petrus eine Personalpfarrei in Rom. Am 6. Juli 2009 fand eine Privataudienz bei Papst Benedikt XVI. statt.
Insgesamt zählen zur Priesterbruderschaft St. Petrus 376 Mitglieder, davon 223 Priester (inkl. angegliederte und in Kandidatur befindliche Priester, 8 Diakone, 145 Seminaristen (ohne Diakone und inkl. Postulanten des ersten Jahres). Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt 36 Jahre. 5 Mitglieder sind verstorben. Insgesamt sind bei der Petrusbruderschaft 34 Nationalitäten vertreten.
Die Niederlassungen verteilen sich auf 4 Kontinente und 16 Länder. Es werden Gläubige in 113 Diözesen betreut, davon in Europa 64, in Amerika 43, in Ozeanien 5 und in Afrika 1. Die Bruderschaft verwaltet 48 kanonisch errichtete Häuser und betreut 16 Personalpfarreien und 197 Messorte.
Die angeschlossene Konfraternität St. Petrus hat 3157 Mitglieder (Stand Januar 2010).
www.fssp.org
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11.10.2010 17:44:37
Erzdiözese Wien mit neuem Internetportal
(erzdioezese-wien.at) In neuem Design, neuer Struktur und mit einigen neuen Features präsentiert sich das Internetportal der Erzdiözese Wien - vormals "Stephanscom.at", jetzt "Erzdiözese-Wien.at".
"Ich erwarte mir, dass hoffentlich noch mehr Menschen zugreifen, dass viele Menschen Information bekommen, die zielgenau abrufbar ist. Und dass etwas von der frohen Botschaft des Evangeliums durch dieses Medium viele Menschen erreicht", sagte der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, zum Start des neuen Internetportals der Erzdiözese Wien. Er wünsche dem neugestalteten Internetauftritt, dass viele Menschen, Alte und Junge, das Portal fleißig besuchen werden. Die neue Seite www.erzdioezese-wien.at startete am Montag, 11. Oktober 2010.
Die täglich etwa 4000 Userinnen und User von "Stephanscom.at" müssen sich ein wenig umgewöhnen, ist das Aussehen doch ganz neu. Mit dem nach neun Jahren notwendig gewordenen Relaunch wurde der Name des Webportals auf www.erzdioezese-wien.at geändert, um eine noch engere Beziehung zwischen dem Webportal und der Erzdiözese Wien zu zeigen. Inhaltlich wurde vieles umgestellt und für die Benutzer neu strukturiert.
Es finden sich viele alphabetisch geordnete Listen von Begriffen aus Suchoptionen, die das gewünschte Ergebnis zeigen. Auch findet sich eine Liste aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese Wien.
Neu ist das Layout der Webseite, es gliedert die Seite in drei Bereiche:
Erstens den Kopfbereich, dort bietet die Navigation ausgewählte Begriffe an: Informationen etwa über Taufe, Hochzeit, Kirchenjahr, über Persönlichkeiten der Erzdiözese und diverse Ansprachen des Wiener Erzbischofs.
Der zweite Bereich ist ganz der Erzdiözese Wien gewidmet: Im Zentrum steht eine Meldung aus der Erzdiözese Wien. Außerdem finden die Userinnen und User einen Kalender mit dem Tagesheiligen, Namenstagen, den täglichen Bibelstellen und den Veranstaltungskalender, sowie die Pfarren der Erzdiözese Wien und Gottesdienstzeiten.
Darunter erscheinen wochentags die Schwerpunktbereiche - etwa alles zu "Apostelgeschichte 2010" -. Von Samstag bis Montag sind hier die "Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Sonntagsevangelium" plaziert. In der rechten Spalte finden sich Links zur "Perspektiven-Sendung" auf Radio Stephansdom und der Titelschlagzeile der Wiener Kirchenzeitung, "Der Sonntag".
Zwei vollkomen neue Bereiche sind der Video-Bereich, der Kurzsequenzen und Statements sowie einen Link zu den Katechesen von Kardinal Schönborn bietet, und die Bildergalerie, die Szenen aus dem Leben in den Pfarren und Dekanaten der Erzdiözese zeigt.
Besonders geschätzt wurde bei "Stephanscom.at" die Vielfalt der Nachrichten aus der Welt der Kirche, mit besonderer Berücksichtigung der Erzdiözese Wien. Diese werden auch auf "Erzdiözese-Wien.at" nicht fehlen.
In den Unterbereichen sind wie üblich die 54 Dekanate, 660 Pfarren der Erzdiözese Wien aufgelistet und man findet alle Kontaktdaten zu den Pfarrgemeinden. Selbstverständlich gibt es auch alle Sonntags-Gottesdienstzeiten und die bewährte Gottesdienstsuche. Die großen Leitbereiche "Wegweiser", "Informationen", "Leute" und "Glaube" bringen viel Interessantes, Wissenswertes und Spannendes über die Erzdiözese Wien.
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10.10.2010 18:38:09
Nahostsynode im Vatikan eröffnet
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. hat offiziell die Nahostsynode im Vatikan eröffnet. An diesem Sonntag feierte er zusammen mit 250 Konzelebranten den Eröffnungsgottesdienst im Petersdom. Zum ersten Mal nehmen nahezu alle 120 Kirchenführer der Region an einem internationalen Bischofstreffen mit dem Papst teil.
Zu Beginn der Messe zogen in langer Prozession neun katholische Patriarchen, 19 Kardinäle, 75 Erzbischöfe und 75 Bischöfe in die Vatikan-Basilika ein. Zu Beginn der Zeremonie besprengten die beiden Synoden-Präsidenten – der vatikanische Ostkirchen-Präfekt Kardinal Leonardo Sandri und der syrisch-katholische Patriarch Ignace Youssif III. Younan – die versammelte Gemeinde mit Weihwasser. Der Gottesdienst folgte im Wesentlichen dem lateinischen Ritus; es waren jedoch einige ostkirchliche Elemente eingebaut. Die feierliche Messe war geprägt von den typischen Farben der verschiedenen Riten sowie durch die Gesänge auf Latein, Griechisch und Arabisch.
In seiner Predigt wies der Papst auf den Hauptzweck der Synode hin: Die zweiwöchige Versammlung soll das Augenmerk auf die christliche Minderheit lenken, die in ihren Ländern meist unter erheblichen Problemen lebt, und ihr Rückenstärkung der Universalkirche geben. An der Nahostsynode nehmen auch die Leiter der wichtigsten Kurienbehörden sowie Vertreter der Weltkirche teil.
Benedikt XVI. nannte die erste Nahost-Synode ein bedeutendes Ereignis für die ganze Weltkirche. Es gehe dabei um die Gegenwart und die Zukunft der Kirche in den Ursprungsländern des Christentums und der Heilsgeschichte insgesamt.
„Der Nahe Osten ist das Land Abrahams, das Land des Exodus und der Rückkehr aus dem Exil, das Land des Tempels und der Propheten, das Land, in dem Jesus Christus von Maria geboren wurde.“
Die Synode verfolge in erster Linie pastorale und kirchliche Anliegen, betonte der Papst. Jedoch könne man dabei nicht die mitunter dramatische soziale und politische Situation in einigen Ländern der Region ignorieren.
„Es geht daher um eine Gemeinschaft der unterschiedlichen katholischen Kirchen und Riten, aber auch um die ökumenischen Beziehungen zu den anderen Kirchen. Schließlich ist auch der Dialog mit dem Judentum und dem Islam notwendig.“
Weiter fügte der Papst an, dass das Bischofstreffen das Profil der Christen in ihren Ursprungsländern schärfen und den Dialog mit den anderen Kirchen sowie mit Juden und Muslimen fördern wolle. Außerdem soll es ausloten, welchen Beitrag die Christen zu Frieden und Gerechtigkeit in den Krisenregionen des Nahen Ostens leisten können. Papst Benedikt XVI. rief in seiner Predigt auf, den Christen im Nahen Osten ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
„In der teils dramatischen Situation in einigen Ländern des Nahen Ostens muss es ihnen ermöglicht werden, als lebendige Steine weiter an den Orten der Heilsgeschichte bleiben zu können. Es ist ein Menschenrecht, in Würde in seinem Heimatland leben zu können. Frieden und Gerechtigkeit sind unverzichtbare Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben aller Bewohner der Region.“
Auch die internationale Gemeinschaft soll dazu beitragen, indem sie konstruktiv für Friedenslösungen eintrete, so Benedikt XVI.
„Auch die anderen Religionen sollen ihren Beitrag dazu leisten, indem sie geistige und kulturelle Werte fördern und jede Form von Gewalt ablehnen. Die Christen selbst werden weiter ihren Beitrag leisten, nicht nur mit Einrichtungen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, sondern im Geist der Bergpredigt, die Vergebung und Versöhnung fördert.“
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08.10.2010 17:45:39
Propriumstexte für den Gedenktag des seligen John Henry Newman
(zenit.org) Wir dokumentieren im folgenden einen Beitrag von Dr. Ulrike Wick-Alda und P. Dr. Paul Bernhard Wodrazka:
Es ist eine unglaubliche Freude nicht nur für die Kongregationen des Oratoriums des heiligen Philipp Neri in aller Welt, sondern auch für die Kirche auf dem ganzen Erdkreis, dass der Heilige Vater persönlich den Oratorianer Kardinal John Henry Newman am Sonntag, dem 19. September 2010 in Rednal (England) in das Verzeichnis der Seligen aufgenommen hat. Vor der Intonation des Gloria in excelsis Deo erfolgte auf Bitte des Erzbischofs von Birmingham die feierliche Proklamation durch den Obersten Hirten der Universalen Kirche: „... we declare that the Venerable Servant of God Cardinal John Henry Newman, Priest of the Congregation of the Oratory, shall henceforth be invoked as Blessed and that his feast shall be celebrated every year on the ninth of October ..." (Liturgisches Feierheft für den Pastoralbesuch Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. im Vereinigten Königreich, 133). Seitdem darf der neue Selige öffentlich (mit gewissen Einschränkungen) verehrt werden; sein liturgischer Festtag soll von nun an jedes Jahr am 9. Oktober begangen werden. Der 9. Oktober ist jener Tag, an dem Newman im Jahre 1845 nach dramatischen Wochen und Monaten des inneren Ringens und Reifens in Littlemore von dem (1963 seliggesprochenen) italienischen Passionistenpater Domenico Barberi in die katholische Kirche aufgenommen wurde.Das von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung approbierte Tagesgebet (Collecta) vereint viele wesentliche Aspekte aus dem Leben des neuen Seligen:
Als John Henry Newman am 16. Juni 1833 nach schwerer Krank­heit auf Sizilien während der Seereise von Palermo nach Marseilles sein wohl bekanntestes Gebet: „Lead, kindly Light" (Führ gütiges Licht) verfasste, war er noch nicht konvertiert und auch noch nicht Oratorianer. Dennoch zeigt sich im Duktus dieses Gebetes die Grundlage eines Selbstver­ständnisses, die auch das Beten seines späteren Vorbildes, des hl. Philipp Neri (1515-1595), kennzeichnet. Für ihn war Christus das Licht, das dem Herz in jeder Art von Dunkelheit erstrahlt.
Für sein Grab wählte Johannes Heinrich - wie er im liturgischen Gebet der Kirche angerufen wird - die Inschrift: Ex umbris et imaginibus in veritatem [Aus Schatten und Bildern zur Wahrheit]; und am Ende seiner Lebensreise wurde of­fenkundig, dass Christus die Wahrheit war, die er gefunden hatte. So schrieb er einmal in sein Tagebuch: „Ich glaube, dass ich mich wirklich nach der Wahrheit sehne und dass ich sie umfangen würde, wo immer ich sie fände ... Ich sehne mich wirklich nach der Wahrheit." Ja, Newman hat viele Schatten, viele menschlichen Vorstellungen, viele unvollkommenen oder falschen Vorstellungen und Überzeugungen hinter sich gelassen und folgte jedem Strahl der Wahrheit, wo immer sich ihm ein solcher zeigte.
Ex umbris et imaginibus in veritatem - drückt auch Newmans Weltbild aus, ja es ist fast wie eine Formel, aus der sich Newman die wahre Bestimmung der menschlichen Intelligenz er­schloss, die mit aller Kraft aus Andeutungen und Bildern zur siche­ren Wahrheit strebt. Über die Bedingungen, unter denen eine solche Sicherheit entstehen kann, und worin sie besteht - das herauszuar­beiten war John Henry Newmans Anliegen. Das war für ihn „modern", aber deswegen kein Zugeständnis an die „Apostasie unserer Zeit", wie er es in seinem Werk Vom Wesen der Universität ausdrückte. Damit meinte er die heute mehr noch als damals gängige Ansicht, dass wir in unserer Beziehung zum Absoluten bestenfalls zu individuellen Ansichten gelangen können, die man höflicherweise jedem über­lässt, ohne dass irgendetwas Sicheres feststellbar wäre, das als Fun­dament des eigenen Lebens dienen könnte.
Wie sehr der selige Johannes Heinrich Newman in der Kirche den Frieden gefunden hat, bezeugt die Zweite Lesung der Lesehore, die aus dem 5. Kapitel seiner Apologia pro vita sua ausgewählt wurde. Er begründet darin seine Konversion, die zunächst viele anglikanische Weggefährten so stark und nachhaltig irritierte, dass sie den Kontakt abbrachen. Nach Erscheinen der Apologia öffnete sich ein neues Verständnis für Newmans Weg.
Auf der Webpage von ZENIT finden sich die von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung approbierten Texte des seligen John Henry Newman in deutscher und lateinischer Sprache. In den Kongregationen des heiligen Philipp Neri (außerhalb von Großbritannien) wird der 9. Oktober als gebotener Gedenktag (Memoria) des seligen Johannes Heinrich Newman begangen.
TAGESGEBET
Gott, du hast dem seligen Priester Johannes Heinrich die Gnade geschenkt,
deinem gütigen Licht zu folgen
und in deiner Kirche Frieden zu finden;
gewähre uns, dass wir auf seine Fürsprache und durch sein Beispiel
aus Schatten und Bildern zur Fülle deiner Wahrheit geführt werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus ...
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08.10.2010 17:32:45
Gott zu danken ist unsere Berufung
(stjosef.at/predigten) Von zehn Aussätzigen, die geheilt wurden, kehrte nur ein einziger zu Jesus zurück, um Gott zu danken! – Im Evangelium nach Lukas wird auf drastische und eindrucksvolle Weise aufgezeigt, wie groß die Güte Gottes ist und wie selten wir Menschen daran denken Gott zu danken.
Ist es nicht auch im Alltagsleben so, dass wir allzu viel als selbstverständlich ansehen? Da haben wir das Glück, gesund zu sein, und wir tun so, als ob das völlig normal wäre. Oder wir dürfen einer wohlgeordneten Familiengemeinschaft angehören, und wir schätzen dies nicht wirklich. Wir haben einen erfüllenden Beruf und ein gutes Einkommen und sind doch nicht zufrieden. Leider sind wir oft in der Gefahr, immer nur das Negative zu sehen und über das, was uns fehlt, zu klagen. Zufriedenheit und Dankbarkeit sind selten geworden; gerade in unserer Zeit!
Und im religiösen Leben: Wie sieht es da aus? Es gibt ein Sprichwort, das lautet: „Not lehrt beten.“ Ein gewisser Wahrheitsgehalt lässt sich nicht leugnen, obwohl es auch nicht immer zutrifft. Aber sollte man nicht umgekehrt sagen: Wir haben doch noch viel mehr Grund, zu Gott unser Herz zu erheben, wenn es uns gut geht, als bloß in der Not? Denn dann zeigen wir Gott, dass wir ihn und seine Gaben schätzen und dass er nicht nur als letzter Nothelfer gebraucht wird, wenn es wirklich nicht mehr weitergeht.
Lesen Sie die Predigt im Wortlaut zum 28. Sonntag im Jahreskreis C!
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07.10.2010 18:33:45
Europarat schützt Gewissensfreiheit von Abtreibungsgegnern
(tt.com) Der Europarat hat sich nach kontroverser Debatte gegen ein allgemeines Recht auf Abtreibung, künstliche Befruchtung und Sterbehilfe ausgesprochen. Die britische Sozialistin und Berichterstatterin Christine McCafferty nannte das Votum eine „Schande“ für den Europarat, es stehe im Widerspruch zu den Rechten von Frauen. „Kein Arzt oder Krankenhaus, die eine Abtreibung oder Sterbehilfe ablehnen, sollen dafür zur Verantwortung gezogen werden“, hieß es in einer Entschließung, die die parlamentarische Versammlung am Donnerstag in Straßburg mehrheitlich verabschiedete.
Die britische Sozialistin und Berichterstatterin Christine McCafferty nannte das Votum eine „Schande“ für den Europarat, es stehe im Widerspruch zu den Rechten von Frauen. Sie bedauerte, dass ihr Bericht in sein Gegenteil verkehrt worden sei. Sie hatte darin gefordert, dass alle Frauen, die dies wünschten, auch Zugang zu einer Abtreibung haben dürften. Besonders Frauen mit geringem Einkommen und in ländlichen Gebieten hätten Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden, der bereit sei, eine Schwangerschaft abzubrechen.
Stattdessen haben die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern das Recht von Ärzten bekräftigt, aus Gewissensgründen bestimmte Behandlungen abzulehnen. Im Vorfeld der Debatte haben zahlreiche kirchliche und andere Vereinigungen für den Schutz des Lebens plädiert und gegen diesen Bericht protestiert.
(news.stjosef.at) Hier der Link zur verabschiedeten Resolution.
Kommentar: Es ist auffallend, dass diese Abstimmung am 7. Oktober 2010, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, in so eindeutiger Weise für den Schutz des Lebens und der Gewissensfreiheit ausgegangen ist. Positiv an der verabschiedeten Resolution ist jedenfalls die Achtung der Gewissensfreiheit, negativ dass man davon ausgeht, die direkte Abtreibung als solche könne überhaupt staatlich "erlaubt" sein und der Staat müsse auch garantieren, dass Frauen zu dieser "Dienstleistung" Zutritt haben. Wir empfehlen die Zukunft Europas der Fürbitte der Gottesmutter Maria!
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07.10.2010 14:52:35
Erster europäischer Fatima-Kongress in Tschechien - ein Bericht
(Georges Inglin) Bericht über den Ersten Europäischen Fatima-Kongress vom 24.-28. September 2010 in Koclirov/Tschechische Republik:
Es mag überraschen, dass hier die Rede vom ersten derartigen Kongress in Europa ist, sind doch die Botschaften von Fatima schon bald 100 Jahre alt! Warum dauerte es so lange? Nun, das Fatima-Weltapostolat wurde vom Vatikan erst am 7. Oktober 2005 als öffentlicher Verein päpstlichen Rechtes anerkannt. Unmittelbar danach begannen die regionalen Kongresse: Der erste asiatische Kongress auf den Philippinen, der zweite in Südkorea, dann der erste lateinamerikanische Kongress in Puerto Rico, der erste afrikanische Kongress in Kamerun, dem jetzt im Oktober der zweite Kongress in Nigeria folgt.
Der Zahl 13 alle Ehre bereitend, versammelten sich bei diesem Ersten Europäischen Fatima-Kongress Teilnehmer aus 13 Ländern. Zwei Erzbischöfe, drei Bischöfe und 15 Priester nahmen an diesem sehr schönen Anlass teil.
Der Internationale Präsident, Prof. Americo Pablo Lopez-Ortiz, Puerto Rico, eröffnete am 24. September den Kongress mit einer Grussbotschaft von Papst Benedikt XVI. übermittelt durch Kardinal Staatssekretär Tarcisio Bertone. Darin nahm der Papst auch ausdrücklich Bezug auf seine unvergessliche Pilgerreise vom 12./13. Mai 2010 nach Fatima anlässlich der Seligsprechung der zwei Seherkinder Jacinta und Francisco vor zehn Jahren durch Papst Johannes Paul II.
Msgr Miguel Delgado Galindo, Sekretär der Kongregation für die Laien, verlas als offizieller Vatikan-Vertreter eine Botschaft von Kardinal Stanislaw Rylko, wonach der Internationale Präsident in einem äusserst interessanten zweistündigen Referat „Die Neuevangelisierung Europas und die Botschaft von Fatima“ behandelte.
Danach hielt der Internationale Vize-Präsident, Georges Inglin, Schweiz, ein viel beachtetes Referat mit dem Titel „Fatima und die ersten Monats-Samstage“. Als Folge davon unterzeichneten alle Delegierten eine Petition an Papst Benedikt XVI., er möge in einem Apostolischen Schreiben (Exhortation) die so genannten „Herz-Mariä-Sühnesamstage“ (erste Monatssamstage) wie von Jesus und seiner himmlischen Mutter in Pontevedra 1925 verlangt, für die Universalkirche dekretieren. Dies wegen der Zusage der Muttergottes, der Weltfriede hänge davon ab!
Am Nachmittag referierte Msgr Virgilio Antunes, seit zwei Jahren neuer Rektor des Fatima-Heiligtums (Santuario de Fatima), über die Entwicklungen in Fatima.
Eine feierliche hl. Messe mit zwei Erzbischöfen, drei Bischöfen, Priestern, Ländervertretern und Hunderten von auswärts gekommenen Gläubigen bildete den Höhepunkt des Bruder-Klaus-Gedenktages am 25. September 2010. Im Anschluss erfolgte eine Prozession mit der Fatima-Statue ins Freie, der wiederum sehr viele Gläubige ihr Geleit gaben (und dies in einem Dorf mit nur 700 Einwohnern).
Am Sonntag, 26.9., wurde die hl. Messe von Erzbischof Dominik Duka aus Prag in der übervollen Pfarreikirche von Farnost Slapanice gefeiert. Alle Delegierten waren über die sehr aktive Teilnahme der Gläubigen beeindruckt. Es wurden anschliessend auch noch zwei weitere Pfarreien in Velké Bilovice und in Moravském Zizkove besucht (in letzterer fand um 14 Uhr eine Andacht mit Predigt von Erzbischof Jan Sokol aus der Slowakei statt).
Der Montag stand ganz im Zeichen weiterer fesselnder Vorträge, z.B. Prof. Americo Lopez über die auch für unsere Zeit höchst bedeutungsvollen und aktuellen Träume/Visionen von Don Bosco. Mit einer Power-Point-Präsentation „Von Fatima in die Welt: Eine Familiengeschichte“ zeigte der Generalsekretär des Internationalen Fatima-Weltapostolats, Nuno Prazeres, eindrückliche Bilder mit Zeugenaussagen zum Sonnenwunder und vielen weiteren interessanten Details: Zum Beispiel, wie die Botschaften von Fatima in der Familie heute gelebt werden können.
Dave Carollo, Präsident des Fatima-Weltapostolats der USA, ging in seinen Ausführungen auf die Botschaft Fatimas im Lichte der Neuevangelisierung für das 21. Jahrhundert ein.
In verschiedenen Grussbotschaften wandten sich schliesslich einige Delegierte mit ihren Gedanken zu „Fatima“ an die Teilnehmer, so z.B. die von Weissrussland angereiste Delegation, die über die spezielle Lage der Katholiken in ihrem Land berichtete.
Ein weiterer Höhepunkt, insbesondere für Prof. Americo Lopez, ergab sich am Dienstag, 28.9.2010: Es wurde ihm nämlich eine Audienz mit dem Präsidenten der Tschechischen Republik, Vaclav Klaus und mit dem Generalsekretär der Bischofskonferenz Msgr Dr. Ladislav Hucko gewährt. In beiden Gesprächen wurde über die Möglichkeiten der Neuevangelisierung und der Botschaft von Fatima nach dem Kollaps der atheistischen sowjetischen Strukturen und die neuen Wege Europas, wie in der Enzyklika „Centesimus Annus“ dargelegt, gesprochen. Auch der Erzbischof von Prag, Dominik Duka, ein grosser Unterstützer von „Fatima“, empfing den Präsidenten und sprach über die gegenwärtige grossartige Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Staat. Die tschechische Hierarchie wie auch der Präsident der Republik zeigten sich sehr dankbar, dass für diesen ersten europäischen Fatima-Kongress ausgerechnet ihr Land gewählt wurde.
Selbstverständlich wurden alle Tage umrahmt von der Feier der hl. Messe und dem Rosenkranzgebet
Die vielen angereisten Ländervertreter kehrten mit sehr wertvollen Impulsen und neuen Erfahrungen in ihre Länder zurück.
4. Oktober 2010
Georges Inglin, Internationaler Vize-Präsident des Fatima-Weltapostolats
Links: http://www.fatima-weltapostolat.de , http://www.fatima.ch
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07.10.2010 14:47:44
Prof. Dr. Josef Rötzer - ein Pionier der NER - verstorben
(nachrichten.at) Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden in 16 Sprachen übersetzt, mit Papst Johannes Paul II. hat er mehrmals gefrühstückt und eine Ehrenprofessur bekam Josef Rötzer 1992 auch verliehen: Am Montag starb er 91-jährig in Vöcklabruck.Wenn Menschen Bücher wären, dann wäre Josef Rötzer ein Roman mit 400 Seiten – so bewegt war das Leben des 91-Jährigen: Erfinder der sympto-thermal-Methode zur Empfängnisregelung, Träger hoher päpstlicher Auszeichnungen wie etwa dem „Gregorio Magno mit Stern“ und Vater von fünf Kindern. „Im Jahr 1980 wurde er wegen seiner Forschungsarbeiten von Papst Johannes Paul II. zur Weltbischofssynode eingeladen“, erzählt Tochter Elisabeth, die sich bis zum Schluss um ihren Vater im Elternhaus in Vöcklabruck gekümmert hat.
„Damals, 1980, hat mein Papa regelmäßig mit dem Heiligen Vater gesprochen, mit ihm gefrühstückt und ihn dabei sogar einmal gemahnt, weniger Kaffee zu trinken“, sagt Tochter Elisabeth Rötzer. Die Antwort des kirchlichen Oberhaupts? „Der Heilige Vater hat gelächelt, wohl aber trotzdem noch einen Schluck getrunken.“ Es war jene Bischofssynode, wo Rötzer auch Mutter Teresa traf. „Sie erzählte ihm von den schrecklichen Zwangssterilisationen in Indien – das machte meinen Vater traurig.“
Im Jahr 1951 begann Rötzer mit seinen Forschungsarbeiten, entdeckte schließlich bald, dass die Körpertemperatur einer Frau beim Aufwachen Auskunft über die Fruchtbarkeit gibt. Das erste Buch darüber publizierte er 1965, die erste wissenschaftliche Arbeit drei Jahre später. Schließlich erschienen seine Erkenntnisse in 16 Sprachen und insgesamt 44 Auflagen. „Er war eine sehr klare Persönlichkeit, immer an Neuem interessiert und bis ins hohe Alter sehr aktiv“, sagt Tochter Elisabeth. „Er war schon weit über 80 Jahre alt, hat aber immer noch am Computer gearbeitet und Vorträge vorbereitet.“
Elisabeth Rötzer behält aber vor allem einen liebevollen und verlässlichen Vater in Erinnerung. „Er war eine sehr klare Persönlichkeit, wenn er eine Aussage traf, dann war sie geprüft und stimmte auch.“
Neben Gastvorlesungen an verschiedenen Universitäten wurden Rötzer Lehraufträge für Pastoralmedizin an den Universitäten Innsbruck und Regensburg erteilt. Im Jahr 1992 würdigte der österreichische Bundespräsident die wissenschaftliche Forschungsarbeit des Allgemeinmediziners mit dem Berufstitel Professor.
Als tief gläubiger Mensch freute sich Rötzer aber besonders über einen Brief von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006, der seine Forschung würdigte.
Rötzer wird am Samstag den 9. Oktober um 11 Uhr in der Kirche Maria Schöndorf in Vöcklabruck verabschiedet.
www.iner.org
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05.10.2010 09:27:06
Theologie kann und soll den Glauben vertiefen
(presse.kirche.at) Mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Kapelle des Priesterseminars mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfried hat die Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Pölten das Wintersemester 2010/2011 begonnen. An der Hochschule St. Pölten werden das Bachelor- und Masterstudium in Katholischer Religionspädagogik sowie das Diplomstudium in Katholischer Fachtheologie angeboten.
In seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst wies Weihbischof Leichtfried auf die Geschichte des Gebäudes des Priesterseminars und der Hochschule hin, in dem sich einst das Franziskanerkloster befunden hat und stellte die Frage, was Franz von Assisi mit Theologie zu tun habe. „Eine Landkarte oder ein GPS können eine große Hilfe sein, sie ersetzen aber nicht den Weg, der zurückzulegen ist“, wies der Weihbischof hin und folgerte: Das rein theoretische Wissen der Theologie sei noch nicht der Glaube.
Franziskus habe in seinem Leben aber die Tiefe des Glaubens gefunden. Er habe die beiden großen Bereiche der Schöpfungstheologie und der Kreuzestheologie zusammengefasst, wie Leichtfried sagte. Erst durch Antonius von Padua habe er sich auch überzeugen lassen, dass die Brüder Theologie studieren sollen, aber so, „dass der Geist des Gebetes nicht ausgelöscht werde“, wie Franziskus betonte. Der Weihbischof wünschte allen Studierenden, dass durch die Theologie der Glaube lebendiger werde und auch vertieft werde.
Für das neue Semester haben bisher rund 70 Studentinnen und Studenten inskripiert, wobei die Inskriptionsfrist noch bis 29. Oktober läuft. Den Studierenden stehen insgesamt 28 Professoren, Dozenten und Lehrbeauftragte zur Verfügung.
Neben den Studien der Religionspädagogik und der Fachtheologie bietet die Hochschule verschiedene Kurse an. So den Studiengang „Ehe und Familie“ sowie den Gaststudiengang „Kultur des Christentums“. Beide beginnen in diesem Semester wieder neu. Der katechetische Hochschullehrgang „Basiswissen Glaube – heute als Christ leben“ wurde im vergangenen Sommersemester abgeschlossen und wird voraussichtlich im Wintersemester 2011/2012 wieder angeboten.
Homepage: http://www.pth-stpoelten.at
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05.10.2010 09:25:05
Bischöflicher Protest gegen die Einschränkung der Gewissensfreiheit
(kath.net) Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat gestern an die österreichischen Europarat-Abgeordneten geschrieben und Protest im Vorfeld der Abstimmung am 7. Oktober bzgl. des McCafferty-Reports eingelegt. Bei der Abstimmung soll ein Gesetz verabschiedet werden, das christliches Gesundheitspersonal zur Mitwirkung bei Abtreibung, Euthanasie und Sterilisierung zwingen will. Der Brief im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr/ Frau XY, als Referatsverantwortlicher der österreichschen Bischofskonferenz wende ich mich heute an Sie mit einem dringenden Anliegen.
Derzeit beschäftigt uns die Thematik der Gewissensfreiheit, insbesondere der Ärzte und des Krankenhauspersonals. Die Diskussion zu diesem Thema im Europarat ist besorgniserregend. Am 7. Oktober stimmt die Parlamentarische Versammlung über den sogenannten McCafferty-Bericht ab. Darin soll die Gewissensfreiheit des Einzelnen eingeschränkt werden. Ebenso soll das Grundrecht auf Gewissensfreiheit auf Individuen reduziert werden. Dies führt für Krankenhäuser mit christlicher Trägerschaft zu einer Pflicht, Verhütung, Abtreibung, Euthanasie (bzw. was in einem bestimmten Land erlaubt ist) einzuführen. Dies bringt Krankenhäuser und ihr Personal in eine sehr schwierige Situation.
Die Gewissensfreiheit gehört zu den Grundrechten des Menschen. Niemand darf gezwungen werden, etwas zu tun, was seinem Gewissen - und den in der Schöpfung selbst verankerten Geboten - widerspricht. Wie oft wird in unserer Gesellschaft der Wert der Freiheit als wichtigstes Gut angepriesen. Ich appelliere an Sie, in diesem richtigen Sinn von Ihrer Freiheit Gebrauch zu machen und es anderen zu ermöglichen, ihre Gewissensfreiheit auch weiterhin zu wahren.
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03.10.2010 18:19:43
Nicht religiöse Beamte, sondern Bekenner sind gefragt
(kathpress.at) "Heute sind mutige und glaubwürdige Christen gefragt": Dies betonte der neue Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics am Samstagabend im Wiener Stephansdom bei der "Marienfeier" zum Auftakt des "Rosenkranz-Monats" Oktober. Wörtlich sagte Zsifkovics: "Nicht der religiöse Beamte wird gebraucht, sondern der Bekenner. Nicht der geistliche Funktionär, sondern der Zeuge ist gefragt, der für den Glauben Zeugnis gibt". Maria sei dafür das Vorbild, von ihr könnten die Christen viel für ihre "Lebenswallfahrt", ihren Weg durch diese Welt lernen.
Die "Marienfeier" - eine vor fünf Jahren ins Leben gerufene "junge Tradition" - begann in der Wiener Franziskanerkirche mit dem Rosenkranzgebet. Von dort zogen Hunderte Gläubige mit Bischof Zsifkovics an der Spitze in einer Lichterprozession zum Stephansdom. Dompfarrer Anton Faber begrüßte den neuen Eisenstädter Bischof mit herzlichen Worten im Dom und versicherte seinen früheren Studienkollegen des Gebets der Dompfarre für den bischöflichen Dienst im Herzen Mitteleuropas.
Zsifkovics betonte seinerseits seine Verbundenheit mit dem Stephansdom; als Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz habe er oft im Dom im Gebet "Stille und Inspiration" gesucht. Es freue ihn besonders, dass er am 50. Jahrestag der Weihe des Festgeläuts von St. Stephan im Dom seinen ersten feierlichen Gottesdienst zelebrieren könne.
In seiner Predigt erinnerte Bischof Zsifkovics daran, dass die Christen von Maria drei Dinge lernen können. Maria bleibe in ihrem Leben nicht sitzen im Haus von Nazaret, sie mache sich immer wieder "auf den Weg". Heute seien die Christen mitunter "taub und müde" geworden, sie "sitzen lieber, als sich wieder von neuem auf den Weg zu machen". Zsifkovics: "Das Evangelium ist Wegweisung, nicht Sitzordnung. Der Glaube will nicht nur im Sitzungssaal beredet werden, er muss in den Familien und Pfarrgemeinden gelebt werden."
Ein zweiter Aspekt sei, dass die Apostel "weggelaufen" sind, als es ernst wurde, während Maria stehen blieb. Zsifkovics: "Ist unsere heutige Situation nicht oft geprägt von Feigheit und Wehleidigkeit: Schlimme Verhältnisse werden beklagt, während man zugleich vor den Herausforderungen davonläuft. Maria unter dem Kreuz ist dazu das Gegenprogramm."
Maria sei aber auch Fürsprecherin, die nach dem Bericht der Apostelgeschichte mit den Aposteln im Abendmahlsaal ("Cenacolo") im Gebet verharrte. Das sei ein Hinweis darauf, das Gebet "wieder zu entdecken und zu praktizieren". Abschließend betonte der neue Eisenstädter Bischof: "Wir brauchen Maria, um als Christen in dieser Zeit des Umbruchs und der Verunsicherung sicher und orientiert durch das Leben zu gehen."
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03.10.2010 18:14:45
Papstbesuch in Sizilien
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat die Bevölkerung Siziliens aufgerufen, entschieden gegen das organisierte Verbrechen und das Böse in der Welt einzutreten. „Wir müssen uns schämen für das Schlechte, das der zivilen und religiösen Gemeinschaft durch Handlungen angetan wird, die lieber nicht ans Tageslicht kommen wollen“, sagte der Papst am Sonntag während einer Messe unter freiem Himmel in Palermo. Diese Taten seien eine Beleidigung Gottes und des Menschen, sagte er, ohne die Mafia ausdrücklich zu erwähnen. Zugleich ermutigte der Papst die Gläubigen, sich nicht durch die organisierte Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste einschüchtern zu lassen.
Mehr als 200.000 Gläubige, doppelt so viel wie erwartet, waren zu dem Gottesdienst an der Strandpromenade in Palermo bei strahlendem Sonnenschein zusammengekommen. Am Beginn der Messe wurde dem Papst eine Statue der Unbefleckten Empfängnis Mariens überreicht, die in Sizilien besonders verehrt wird. In seiner Predigt sagte Benedikt XVI. er sei gekommen, um die Gläubigen nachdrücklich zu ermutigen, ohne Furcht und entschieden für menschliche und christliche Werte einzutreten.
„Habt keine Angst, den Glauben zu leben und zu bezeugen in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, in den unterschiedlichen Situationen der menschlichen Existenz, besonders in den schwierigen. Der Glaube gibt euch die Kraft Gottes, um vertrauensvoll, mutig und mit neuer Entschiedenheit voranzuschreiten, um die notwendigen Initiativen zu ergreifen, die eurer Erde ein schöneres Angesicht verleihen.“
Dies sei nicht immer einfach, so der Papst:
„Und wenn ihr den Widerstand der Welt erfahrt, dann hört die Worte des Apostels: „Schäme dich nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen.“ (2 Tim 1,8) Man muss sich schämen für das Übel; für das, was Gott beleidigt; für das, was den Menschen beleidigt. Man muss sich schämen für das, was der zivilen und religiösen Gemeinschaft Schaden zufügt durch Handlungen, die nicht gern ans Licht kommen.“
Die einzige Waffe gegen das Übel sei ein starker Glaube.
„Die Versuchung des Entmutigtseins, der Verzweiflung befällt den, der schwach ist im Glauben, der das Böse mit dem Guten verwechselt, der glaubt, dass man angesichts des oft tief sitzenden Bösen doch eh nichts machen könne. Wer hingegen fest im Glauben verwurzelt ist, wer Gott voll und ganz vertraut und in der Kirche lebt, ist in der Lage, die aufbrechende Kraft des Evangeliums weiter zu tragen.“
Als Vorbild nannte Benedikt XVI. den 1993 von der Mafia in Palermo erschossenen Priester Pino Puglisi. Das Kirchenoberhaupt erinnerte zudem an die große Vergangenheit Siziliens. Die süditalienische Insel sei eine der ersten italienischen Regionen, in denen sich das Christentum ausgebreitet habe, sagte der Papst. Zudem würdigte er den hohen Stellenwert, den die Familie auf Sizilien genieße. Beim Angelusgebet am Ende der Messe erwähnte Benedikt XVI. die Seligsprechung der Ehegattin und Mutter und Ordensgründerin Anna Maria Adorni, die zeitgleich in Ancona stattfand. – Die Messe auf der Strandpromenade der sizilianischen Hauptstadt war der Höhepunkt der eintägigen Pastoralreise des Papstes nach Palermo.
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02.10.2010 05:39:53
Österreichische Bischofskonferenz publiziert Klärungen zum Kirchenaustritt
(news.stjosef.at) In der vom Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegebenen Schriftenreihe „Die Österreichischen Bischöfe“ ist als Nr. 10 ein Heft erschienen mit dem Titel „Zugehörigkeit zur katholischen Kirche. Kanonistische Klärungen zu den pastoralen Initiativen der Österreichischen Bischofskonferenz“. Das Heft ist in gedruckter Form erhältlich, aber auch als Download verfügbar. Es ist dem St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng gewidmet, der am 17.09.2010 seinen 70. Geburtstag gefeiert hat und der, wie Dr. Walter Hagel, der Rechtsreferent der Österreichischen Bischofskonferenz, im Vorwort feststellt, „seit Anfang der Diskussion eng mit den Fragen, welche sich für die Kirche ergeben haben und ergeben, beschäftigt und vertraut“ war. „Er war Mitglied der Delegation der Österreichischen Bischofskonferenz bei den Beratungen mit dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte, hat im Auftrag der Österreichischen Bischofskonferenz mehrmals bei römischen Dikasterien in dieser Frage interveniert und war nicht zuletzt wesentlich an der Formulierung der ersten Regelung aus dem Jahr 2007 und der jetzigen Regelung aus dem Jahr 2010 beteiligt.“ Einleitend wird in diesem Heft das Schreiben des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte vom 14. April 2010 dokumentiert, worin es ausdrücklich heißt:
„Mit Inkrafttreten des Motu Proprio Omnium in mentem gelten die Ehen von Katholiken, die ohne kanonische Form und ohne Dispens von dieser eingegangen worden sind (vgl. can.1108 §1), nicht als gültig; diese Vorschrift betrifft aber nicht jene, die allein deswegen (irrtümlich) der Meinung sind, »aus der katholischen Kirche ausgetreten« zu sein, weil sie vor einem staatlichen Amtsträger des Finanz- oder Meldeamtes erklärt haben, nicht mehr katholisch zu sein. Wie von diesem Dikasterium im Zirkularschreiben an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen vom 13. März 2006 (vgl. Communicationes XXXVIII [2006], 170–184) geschrieben worden ist, nachdem es die Angelegenheit in Zusammenarbeit mit der Kongregation für die Glaubenslehre untersucht hatte, muss »der Abfall von der katholischen Kirche, damit er sich gültig als wirklicher actus formalis defectionis ab Ecclesia darstellen kann, auch hinsichtlich der in den zitierten Canones vorgesehenen Ausnahmen, konkretisiert werden in: a) einer inneren Entscheidung, die katholische Kirche zu verlassen; b) der Ausführung und äußeren Bekundung dieser Entscheidung; c) der Annahme dieser Entscheidung von Seiten der kirchlichen Autorität.« Folglich sind die Erklärungen des Abfalls von der katholischen Kirche, die vor einem Amtsinhaber des Staates abgegeben worden sind, unzureichend und ohne Wirkung, solange es nicht zu der notwendigen Auseinandersetzung mit der kirchlichen Autorität kommt. Folglich haben jene, die nach der Erklärung nur vor dem weltlichen Amtsinhaber standesamtlich geheiratet haben, ohne von der kanonischen Form dispensiert worden zu sein, eine ungültige Ehe geschlossen und als solche wird sie von der Kirche angesehen. Konsequenterweise ändert das Inkrafttreten des Motu Proprio nichts an der Gültigkeit dieser Ehen; der Irrtum lag darin, solche Ehen für gültig gehalten zu haben, die nicht gültig waren, weil sie ohne kanonische Form und ohne Dispens von dieser eingegangen worden waren. Es genügt, den Gläubigen nur das zu erklären, was die unveränderte Lehre und Disziplin der Kirche ist, wie sie im Zirkularschreiben von 2006 geklärt worden ist. Was jedoch das Anrufen der kirchlichen Gerichte angeht, ist das festzuhalten, was sich aus dem soeben Erläuterten ergibt – die von solchen Personen ohne die notwendige Dispens von der kanonischen Form, zu der sie verpflichtet waren, eingegangenen Ehen sind ipso iure ungültig, und eine Nichtigerklärung der Ehe durch das kirchliche Gericht ist nicht erforderlich.“
Es folgen dann vier Dokumente der Österreichischen Bischofskonferenz, und zwar eine Regelung zum Kirchenaustritt, Hinweise für die Durchführung dieser Regelung, erklärende Ausführungen der ÖBK nach can.34 CIC zu den Auswirkungen des Kirchenaustrittes nach staatlichem Recht auf die kirchliche Rechtsstellung des Ausgetretenen und eine Feststellung der Österreichischen Bischofskonferenz in der Angelegenheit Nichtbestandserklärung standesamtlicher Ehen ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des CIC 1983. Diese wurde in der Sommerplenaria der Österreichischen Bischofskonferenz vom 21.–23. Juni 2010 in Mariazell beschlossen und hat folgenden Wortlaut: „Die Österreichische Bischofskonferenz stellt nach Kenntnisnahme des Schreibens des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte vom 14. April 2010, N. 12309/2010, fest, dass von Katholiken, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt aus der Kirche ausgetreten waren, geschlossene standesamtliche Ehen wegen Formmangels nichtig sind. Bezüglich solcher Eheschließungen kann im kirchlichen Verwaltungsweg der Nichtbestand ausgesprochen werden, wenn feststeht, dass der standesamtlichen Eheschließung eine Eheschließung in kanonischer Form weder vorausgegangen noch gefolgt ist.“
Im vorgestellten Heft folgen dann noch kanonistische Beiträge von Wilhelm Rees (Formen der Kirchenfinanzierung in Europa. Vergleich und Wertung einzelner Systeme; Der Kirchenaustritt und seine kirchenrechtliche Problematik) sowie Ludger Müller (Konsequenzen des weltlich-rechtlichen Kirchenaustritts im kirchlichen Eherecht? Thesen zur Reform einer Reform; Der Kirchenaustritt – ein Delikt?).
Erhältlich ist das Heft in gedruckter Form beim Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz, 1010 Wien, Rotenturmstraße 2, Email: sekretariat@bischofskonferenz.at, sowie als elektronischer Download unter www.bischofskonferenz.at .
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02.10.2010 05:22:40
Herr, stärke unseren Glauben!
(stjosef.at/predigten) Von einzigartiger Bedeutung für unser religiöses Leben ist der Glaube. Glauben hat mit Vertrauen zu tun, und beim religiösen Glauben geht es um unser Vertrauen auf Gott. Wir verankern uns in der Wirklichkeit Gottes und binden uns an ihn. Im Glauben sind wir fest gegründet und haben Zuversicht. Wir nehmen Gottes Wort als wahr an, denn er selbst bürgt dafür.
Freilich: Glauben ist mitunter schwierig. Wenn wir einer menschlichen Person Glauben schenken, dann haben wir vorher eine gewisse Kenntnis dieser Person; sie erscheint uns glaubwürdig. Wie ist es bei Gott? Wenn wir wirklich Gott selbst Glauben schenken, dann gehen wir nicht in die Irre, denn er selbst ist die Wahrheit und das Leben, und er kann und will uns nicht täuschen, wenn wir ihn suchen. Allerdings brauchen wir eine ausreichende Sicherheit, um zu wissen, dass wir wirklich dem Worte Gottes Glauben schenken und nicht irgend einer menschlichen Fabelei oder einem Märchen. Daher setzt auch der Glaube an Gott eine Prüfung der Glaubwürdigkeit der Glaubenszeugen voraus. D.h. wenn jemand behauptet, Gott habe zu ihm gesprochen, dann muss die Glaubwürdigkeit dieses Menschen untersucht werden, ansonsten wären wir ja leichtgläubig und müssten jedem X-beliebigen Glauben schenken, der sich als von Gott gesandt ausgibt.
Eben deshalb hat Gott seine Offenbarung sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament durch glaubwürdige Zeugen an uns vermittelt.
Lesen Sie die Predigt zum 27. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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30.09.2010 16:29:58
Alternativer Nobelpreis für Xingu-Bischof Erwin Kräutler
(kathpress.at/radiovatikan.de) Der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler erhält für seinen lebenslangen Einsatz für die Rechte der indigenen Völker und für sein unermüdliches Engagement gegen die Zerstörung des Amazonas-Gebiets den Alternativen Nobelpreises 2010. Das hat die „Right Livelihood Award Foundation“ am Donnerstag bekanntgegeben. Der 71-jährige Kräutler hat in den vergangenen Monaten u.a. an der Spitze des Widerstandes gegen das Mega-Wasserkraftwerk Belo Monte im Amazonasgebiet gestanden. Er steht seit vier Jahren unter Polizeischutz. - Der von dem deutsch-schwedischen Journalisten Jakob Carl von Uexküll begründete Preis wurde bislang an rund 140 Personen aus fast 60 Ländern verliehen, die beispielhaft auf die dringlichsten Herausforderungen der Menschheit antworten. Er ist mit umgerechnet rund 220.000 Euro dotiert und wird seit 1980 verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen der brasilianische Theologe Leonardo Boff und die Menschenrechtlerin Bianca Jagger. Die diesjährige Preisverleihung findet am 6. Dezember im schwedischen Reichstag statt.
Kräutler wurde am 12. Juli 1939 in Vorarlberg geboren; nach der Matura (er war ein Schulkollege des früheren Feldkircher und nunmehrigen St. Pöltner Bischofs Klaus Küng) trat er in die Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut ein und studierte in Salzburg Theologe und Philosophie. Am 3. Juli 1965 wurde er zum Priester geweiht. Noch im selben Jahr ging er als Missionar ins brasilianische Amazonasgebiet. Am 7. November 1980 wurde er von Johannes Paul II. zum Bischof-Koadjutor für die Prälatur Xingu im Bundesstaat Para ernannt, deren Bischof damals sein Onkel Erich Kräutler war. Am 25. Jänner 1981 wurde er zum Bischof geweiht, am 2. September 1981 trat er die Nachfolge seines Onkels an. Die Prälatur Xingu ist mit 350.000 Quadratkilometern und 400.000 Einwohnern (davon nur 3.500 Indianer) die flächenmäßig größte Diözese Brasiliens. Von 1983 bis 1991 (und wieder seit 2006) wirkte Kräutler auch als Präsident des Indianer-Missionsrates (CIMI) der Brasilianischen Bischofskonferenz. Sein Einsatz galt und gilt der „Option für die Armen“. 1983 wurde Kräutler wegen Teilnahme an einer Solidaritätsaktion von der Militärpolizei festgenommen und verprügelt. 1987 wurde der Bischof durch einen inszenierten Unfall schwer verletzt: Ein Kleinlastwagen hatte frontal sein Auto gerammt.
Die Sorge des Bischofs gilt sowohl den Indios als auch den Hunderttausenden marginalisierten Kleinbauern und Landarbeitern seiner Diözese, deren Rechte er gegen die großen agro-industriellen Konzerne verteidigt. Bischof Kräutler ist Träger zahlreicher österreichischer und internationaler Auszeichnungen. In seinen 840 Gemeinden ist der meist leger gekleidete Bischof überaus beliebt. Ob am Flughafen oder im Regenwald - er wird erkannt und mit einem „Oi, bispo“ (Hallo, Bischof) begrüßt. Wenn bei Pfarrvisitationen und sonstigen Gemeindebesuchen Plakate hochgehalten werden mit Botschaften wie „Dein Leid ist auch unser Leid, Bischof Erwin, wir lieben Dich“, dann sei er sich sicher, dass das Reich Gottes hier und jetzt beginne. Mit diesem Rückhalt hält er es auch aus, rund um die Uhr von Sicherheitsleuten beschützt zu werden: „Allein bin ich nur in meinem Zimmer und in meinem Büro“.
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30.09.2010 16:27:23
Biblischer Hinweis im Computervirus Stuxnet?
(idea.de) Ein Computervirus, der Industrieanlagen zur Urananreicherung befallen kann, enthält möglicherweise einen versteckten Hinweis auf das alttestamentliche Buch Esther.
Das gibt zu Spekulationen Anlass, dass Israel den Virus im Cyberkampf gegen das iranische Atomprogramm einsetzen könne. Wie die Tageszeitung New York Times am 29. September berichtete, hätten Computerexperten im Code des Virus „Stuxnet“ das Wort „Myrtus“ (Myrte) gefunden. Der hebräische Name der Pflanze, „Hadas“, ähnele dem Wort „Hadassah“ für Esther. Das gleichnamige Buch im Alten Testament schildert, wie die Jüdin Esther zur persischen Königin aufsteigt und in dieser Position einen heimtückischen Anschlag zur Ausrottung der Juden vereitelt. Ähnlich könnte es sich mit dem Computerwurm verhalten, wenn er etwa die Steuerung iranischer Urananreicherungsanlagen lähme und damit das Atomprogramm störe. Nuklearwaffen in der Hand des Regimes in Teheran sieht Israel als gefährlichste Bedrohung an. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit der Auslöschung des jüdischen Staates gedroht.
Stuxnet kursiert weltweit seit Anfang 2009 und hat Industriecomputer und private Rechner etwa in China, Indien, Indonesien und Pakistan befallen. Unter anderem nistet er sich der New York Times zufolge auf Siemens-Rechnern ein, die auch zur Steuerung von Atomanlagen genutzt werden können. Siemens beteuert, niemals solche Computer an iranische Atomeinrichtungen geliefert zu haben. Trotzdem wäre nach Ansicht von Experten eine Einfuhr auf Umwegen über andere Länder denkbar. Die Herkunft von Stuxnet bleibt mysteriös; klar ist Fachleuten zufolge nur, dass es sich um ein Produkt hochqualifizierter Spezialisten handelt. Laut der New York Times gibt es Hinweise auf einen Cyberangriff, der den Fortschritt des iranischen Atomprogramms verlangsamt habe. So seien im Mai 4.920 Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb gewesen, im August aber nur noch 3.772. Ferner habe Israel die Einschätzung, wie lange es dauere, bis der Iran eine Atomwaffe habe, auf das Jahr 2014 verlängert.
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30.09.2010 16:26:22
rmXPECT - erstes katholisches Jugendradio startet mit 1. Oktober 2010
(radiomaria.at/news.stjosef.at) Radio Maria Österreich startet mit 1. Oktober 2010 ein neues Projekt für junge Leute: das erste katholische Jugendradio im Internet www.rmxpect.com - dem Medium, in dem sich Jugendliche heute vielfach aufhalten. „Unsere Sehnsucht ist es junge Menschen von heute mit dem Evangelium zu erreichen, Zugang zu ihren Herzen zu finden, ihnen den Glauben weiter zu schenken“, schreiben die Betreiber auf der Homepage von Radio Maria Österreich. „rmXPECT möchte dies in der Sprache der Jugendliche tun - viel Musik, Zeugnisse, Talks über die wesentlichen Fragen des Lebens und vieles mehr wird dort zu hören sein.“ Was könnte der Name bedeuten? Dazu einige Überlegungen von Prof. Josef Spindelböck: „rmexpect“ enthält die Worte „Radio Maria Expect“. Damit ist eine Anspielung gegeben auf die Erwartungshaltung der Jugend: Jugend ist offen für das Neue und voller Hoffnung, die nicht enttäuscht werden soll. Ihre wirkliche Erfüllung findet die Hoffnung der Menschen aber nur in Jesus Christus. Und so will das neue Jugendradio auch und gerade die jungen Menschen an der Hand der Gottesmutter Maria zu Jesus Christus führen. Übrigens: Die griechischen Buchstaben „Chi“ und „Rho“ stehen für Christus, und man schreibt sie XP: Exakt diese Worte finden sich in der Mitte des Begriffes „rmXPECT“. Wir wünschen dem neuen Radio zum Start Gottes Segen!
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28.09.2010 17:18:50
Sendungsfeier von Katechisten in Heiligenkreuz
(cross-press.net) Da der angekündigte Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, so wie alle österr. Bischöfe in Eisenstadt bei der Weihe des ersten kroatischen Bischofs in Österreich, Dr. Ägidius J. Zsifkovics
war, kam Erzbischof Dr. Edmond Farhat aus Rom, um die Katechisten beim Festgottesdienst in der Kirche des Stiftes Heiligenkreuz auszusenden.
Während ihres zweijährigen Fernstudiums, das auch 4 Studienwochen an der päpstlichen "Theol. Phil. Hochschule" beinhaltet, erwarben die Absolventen des bereits VII. LAKs (Lehrgangs für Katechisten) theologisches Grundwissen, sowie gute Kenntnisse in Islamkunde und anderen Religionen und Esoterik, die sie befähigen, Menschen, die aus solchen Religions- und Kulturkreisen kommen, auf die christliche Taufe vorzubereiten.
P.Josef Herget, der Gründer des Instituts St. Justinus, das der Träger des LAK ist, meint: "Wir haben noch nie jemanden angesprochen, jemanden missioniert, die Menschen kommen von selbst zu uns. Es sind so viele, die Christen werden wollen, aber so wenige, die bereit wären, ihnen dabei zu helfen".
Näheres über die Ausbildung unter www.katechisten.org
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28.09.2010 17:16:06
Die bleibende Bedeutung des Naturrechts für das Ethos der Juristen
(Rezension von Prof. Josef Spindelböck) In einer Kleinschrift mit dem Titel „Vom Ethos der Juristen“ hat Ernst-Wolfgang Böckenförde die erweiterte Fassung eines Vortrags publiziert, mit dem er 2008/2009 Abschied von seinem öffentlichen akademischen Wirken gehalten hat. Der emeritierte Professor für Öffentliches Recht, Verfassungsrecht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie sowie ehemalige Richter am deutschen Bundesverfassungsgericht arbeitet in diesem Beitrag prägnant heraus, was das Ethos der Juristen ausmacht. Unter Ethos versteht er eine „konkret bestimmte Handlungs- und Verhaltensform, die aus Lebenssituation, Beruf und praktischer Arbeit, gegebenem Umfeld und der Befähigung des Menschen zum sittlich-handelnden Wesen erwächst“ (9). Böckenförde geht den Erscheinungsformen eines Ethos der Juristen in bestimmten historischen Konstellationen nach und untersucht dabei das Ethos der römischen Juristen, der kontinentaleuropäischen Juristen der Neuzeit und der anglo-amerikanischen Juristen. Im römischen Rechtsethos wurden grundlegende Bestimmungen der Gerechtigkeit betont, wobei ein naturrechtlicher Bezug besonders in der ethischen Perspektive der Stoa an Einfluss gewann. Gesetze wurden nicht sklavisch dem Wortlaut nach, sondern gemäß ihrem Sinn und Zweck ausgelegt. Die sog. Legisten, welche das kontinentaleuropäische Rechtsdenken begründet haben, kannten das Recht hingegen fast ausschließlich in der Form staatlicher Gesetze. Es zeigte sich ein hoher Anspruch rationaler Systematik. Das Ziel lag darin, dem Recht in seinen Grundfunktionen – nämlich der Friedens-, Freiheits- und Zuteilungsfunktion – in Bezug auf das Gemeinwohl zur Geltung zu verhelfen und so eine von konfessionellen Konflikten unabhängige säkulare Form und Begründung zu finden. Das angloamerikanische Rechtsverständnis orientiert sich hingegen am konkreten Einzelfall und an vorangegangenen Präzedenzentscheidungen, aus denen gewisse Rechtsregeln herausgearbeitet werden, die dann freilich gemäß der Natur der Sache flexibel angewandt bzw. auch umgeformt oder durch neue Rechtsregeln abgelöst werden können. Der gemeinsame Grundgehalt eines Ethos der Juristen besteht nach Böckenförde vor allem „in einer spezifischen Ausrichtung ihrer Arbeit an und mit dem gegebenen Recht, der Suche nach dem, was hier und jetzt konkret Recht ist“ (34), was er dann von drei konkreten Beispielen aus der Rechtspraxis veranschaulicht. Abschließend verweist er auf philosophisch-anthropologische Grundlagen des Ethos der Juristen. Er anerkennt dabei einen „anthropologischen Wurzelgrund“, d.h. es gibt etwas im Menschen, das ihn immer neu nach dem Rechten und Gerechten fragen lässt. Die abendländische Tradition der Rechtsphilosophie stimmt eben darin überein, von den Griechen und der Stoa bis hin zu Thomas von Aquin und in gewissem Maß auch Immanuel Kant. Als Formelemente dieses Ethos werden das Rechtsgewissen und die Rechtskultur benannt. Böckenförde sieht eine bleibende Bedeutung des Naturrechts. Vorausgesetzt ist dabei, dass dieses nicht nach Art eines schon geltenden positiven Rechts konzipiert wird, sondern vielmehr nach der Art einer normativen Rechtsethik (als Beispiel dafür wird der Naturrechtsethiker Johannes Messner genannt), die ihre Stärke gerade im öffentlichen Diskurs und in der Vermittlung von Inhalten und Anforderungen in säkulare Sprache erweist. – Bibliografische Angabe: Ernst Wolfgang Böckenförde, Vom Ethos der Juristen, Berlin 2010 (Duncker & Humblot), ISBN 978-3-428-13317-8, EUR 10,-
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27.09.2010 17:49:01
Vinzenz von Paul: ein Diener der Armen
(kirche-in-not.de) Zum 350. Todestag des heiligen Vinzenz von Paul am 27. September 2010 stellt "Kirche in Not" folgendes Porträt des heiligen Vinzenz von Paul zur Verfügung:
Er gilt als Begründer einer neuzeitlichen Caritas. Der heilige Vinzenz von Paul sah die Not seiner Mitmenschen und versuchte sie durch sein Engagement zu lindern.
Ob Jung oder Alt, Arm oder Reich, Freie oder Gefange - er organisierte Hilfe und Unterstützung und wurde so zu einem christlichen Vorbild. Vor 350 Jahren, am 27. September 1660, starb Vinzenz von Paul in Paris.
Im Frühjahr 1581 kam er in der kleinen Gemeinde Pouy in der Gascogne, etwa 130 Kilometer südlich von Bordeaux, zur Welt. Seit 1828 trägt das Dorf sogar den Namen des Heiligen.
Im nahegelegenen Dax und in Toulouse studierte er Theologie. Noch vor Ende seines Studiums wurde er im Alter von 19 Jahren in Toulouse zum Priester geweiht.
Er entstammte einer Bauernfamilie und war auch nach seiner Weihe nicht reich. Manche Quellen berichten, dass der junge Priester von Seeräubern gefangen und als Sklave nach Tunesien verkauft wurde. In der heutigen Hauptstadt Tunis ist die römisch-katholische Kathedrale nach dem heiligen Vincenz benannt.
Bereits nach wenigen Jahren konnte er wieder nach Frankreich fliehen und reiste 1608 nach Paris. Hier begegnete er den Ärmsten und Ausgestoßenen der Gesellschaft, deren Unterstützung zu seiner Lebensaufgabe werden sollte. Erst 1612, also zwölf Jahre nach seiner Priesterweihe, trat er seine erste Pfarrerstelle in Clichy (heute Clichy-le-Garenne, einem Stadtteil von Paris) an.
Später war er Hauskaplan und Hauslehrer bei adligen Familien. Mit ihnen reiste er auch zu deren Landgütern und sah die materielle und seelsorgliche Not der Bevölkerung auf dem Land. 1617 wurde er Pfarrer in Chatillon-les-Dombes (heute Chatillon-sur-Chalaronne), 40 km nordöstlich von Lyon. Hier gründete er die “Bruderschaft der Damen der Nächstenliebe”, einer karitativen Frauenvereinigung, die sich um arme und kranke Menschen kümmert. In der Stadt erinnert noch heute ein Denkmal an den heiligen Vinzenz von Paul.
Er gründete Priesterseminare und weitere karitative Vereinigungen, wie zum Beispiel 1621 die “Diener der Armen”, eine Laiengemeinschaft für Männer, oder 1625 die “Kongregation der Mission”. Letztere nennen sich heute auch Lazaristen, weil sie nahe der Pariser Kirche St. Lazare gegründet wurden, später nannten sie sich nach ihrem Gründer auch Vinzentiner.
Zusammen mit Louise de Marillac, einer Mitarbeiterin von Vinzenz, gründete er 1633 die Gemeinschaft der “Töchter der Nächstenliebe”. Das besondere war, dass erstmals in der Kirchengeschichte eine religiöse Gemeinschaft auch außerhalb von Klostermauern wirkte. In den folgenden Jahren gründeten sie Waisenhäuser und kümmerten sich um die Versorgung von alten und kranken Menschen. In Paris und anderen Teilen Frankreichs richteten sie Volksküchen und Lazarette ein.
Schutzpatron der Waisen- und KrankenhäuserDie Vinzentinerinnen sind heute die größte Frauengemeinschaft der katholischen Kirche. Auch die von Mutter Teresa gegründeten “Missionarinnen der Nächstenliebe” orientieren sich an den Regeln der Vinzentinerinnen.
Am 27. September 1660 starb Vinzenz von Paul in Paris. Im August 1729 wurde er durch Papst Benedikt XIII. seliggesprochen, acht Jahre später erfolgte die Heiligsprechung. Bis heute berufen sich Gemeinschaften auf Vinzenz von Paul. Da er sich für die Bedürftigen zeitlebens eingesetzt hat, ist er auch deren Schutzpatron sowie von Einrichtungen für Waise, Kranke und Gefangene.
KIRCHE IN NOT unterstützt weltweit die wertvolle Arbeit der Vinzentinerinnen und Vinzentiner. Die Ordensfrauen und -männer kümmern sich wie ihr Gründer um die Bedürftigen und Ausgestoßenen der Gesellschaft und führen so das Erbe und die Idee des heiligen Vinzenz von Paul weiter. - www.kirche-in-not.de
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27.09.2010 17:44:44
Weihbischof Laun fordert Reform des Religionsunterrichts
(radiovatikan.de) Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun spricht sich für eine Reform des Religions-Unterrichts an den Schulen aus. In einem Essay für das Internetportal kath.net schreibt Laun: „Nicht, dass es nicht auch gute Religionslehrer gäbe“. Tatsache sei aber, dass viele „Zeitgeist-Ideologien wie das Ja zur Evolution, zu Abtreibung, zu sexueller Freizügigkeit“ in den Religionsunterricht „eingedrungen“ seien. Schuld daran seien oft schlechte Unterrichtsbücher, die mangelhafte Ausbildung von Religionslehrern und die Tatsache, dass in einigen Fällen die Lehrer „nicht wirklich gläubig“ seien. Laun wörtlich: „Die Kirche nutzt ihre Jahrhundert–Chance mit dem in der Schule verankerten Religionsunterricht nicht wirklich gut!“ - Lesen Sie den Kommentar von Weihbischof Laun im Wortlaut auf kath.net!
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25.09.2010 07:39:55
Ägidius Zsifkovics zum neuen Bischof von Eisenstadt geweiht
(kathpress.at/news.stjosef.at) Die Weihe von Ägidius Zsifkovics zum dritten Diözesanbischof von Eisenstadt war ein kirchliches Großereignis und erinnerte aufgrund der mehrsprachig gefeierten Weiheliturgie und der zahlreichen Bischöfe und Gläubigen aus den Nachbarländern an einen "Mitteleuropäischen Katholikentag". Damit entsprach das Ereignis zugleich jenem Wort Papst Johannes Pauls II. aus dem Jahr 1988, demzufolge es Aufgabe des Burgenlands sei, eine Brücke zu den Ortskirchen von Mittel- und Südosteuropa zu sein. Auch die starke Präsenz zahlreicher Vertreter des Bundes und des Landes machte deutlich, dass in Österreich Staat und Kirche in Respekt zueinander stehen und in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens positiv zusammenarbeiten. Vier Kardinäle, 52 Bischöfe, 3 Äbte und rund 220 Priester waren zur Bischofsweihe gekommen. Die burgenländischen Bundesminister Nikolaus Berlakovich und Norbert Darabos nahmen genauso an der Bischofsweihe teil wie Landeshauptmann Hans Niessl und die gesamte Landesregierung. Auch die christliche Ökumene war hochrangig vertreten. Insgesamt feierten rund 3000 Gläubige mit dem neuen Bischof im Martinsdom und am Domplatz, wo die ORF-Liveübertragung der Weiheliturgie mittels Videowalls übertragen wurde. Hauptkonsekrator der Bischofsweihe war der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, der als Vorsitzender der Bischofskonferenz seit elf Jahren sehr eng mit seinem Generalsekretär in der Bischofskonferenz zusammenarbeitet. Gemeinsam mit Kardinal Schönborn spendeten der bisherige Eisenstädter Bischof Paul Iby sowie der Erzbischof von Zagreb, Kardinal Josip Bozanic, das Weihesakrament. - Lesen Sie mehr auf http://www.kathpress.at !
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25.09.2010 07:36:43
Dankbarkeit und Nächstenliebe
(stjosef.at/predigten) Zu danken haben wir alle: denn wir alle sind Empfangende. Wir freuen uns über Gottes gute und vielfältige Gaben in der Natur, die auch heuer wieder geerntet werden können. Die Kräfte des Wachstums sind von Gott dem Herrn in die Natur hineingelegt worden, und wenn die äußeren Bedingungen stimmen, kann der Mensch in reichem Maße die Gaben der Schöpfung in Empfang nehmen und für sein Leben nutzen. Eben darum danken wir Gott dem Herrn! In den Lesungen und im Evangelium dieses Sonntags geht es vor allem darum, dass jene Menschen, die reich und wohlhabend sind, sich ihrer Verantwortung für die Mitmenschen bewusst werden und von ihrem Überfluss auch an jene etwas abgeben, die Not leiden und im Elend leben müssen. - Lesen Sie die Predigt zum 26. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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21.09.2010 14:32:25
Meinungsfreiheit für Abtreibungsgegner vom OGH bestätigt
(diepresse.com) Muss sich eine Politikerin eine wenig schmeichelhafte Parodie auf ihre Wahlwerbung gefallen lassen? Um diese Frage drehte sich ein Fall, der vor Kurzem vom Obersten Gerichtshof (OGH) entschieden wurde.
Bei der Salzburger Landtagswahl im März 2009 galt es für Gabi Burgstaller erstmals, ihre Stellung als Landeshauptfrau zu verteidigen. Die Landes-SPÖ ließ Burgstaller werbewirksam inmitten von Kindern plakatieren, auch im Internet wurde das Bild lanciert. Dazu war in großen Lettern zu lesen „Mein Kindergarten. Meine Freunde. Meine Lieblingshauptfrau!“. Ein Verein, der schwangere Frauen zum Verzicht auf Abtreibungen ermutigen möchte, fertigte eine Parodie der SPÖ-Werbung an. Politischer Hintergrund: Burgstaller hatte die Vornahme von Abtreibungen in den Salzburger Landeskliniken ermöglicht. Auf der Persiflage war das Werbeplakat der SPÖ nachgezeichnet. Ein Kind neben Burgstaller war aber „ausradiert“, darunter stand der Text: „Weil ich Ihre Abtreibungsstation nicht überlebt habe: Kein Kindergarten. Keine Freunde. Keine Lieblingshauptfrau!“ Im Kleingedruckten fand sich überdies der Hinweis: „Seit April 2005 wird auf Burgstallers Anweisung im LKH-Salzburg abgetrieben, 4000 Kinder wurden seither getötet. Wählen Sie am 1. März nicht die SPÖ mit ihrer Abtreibungspolitik!“ Die Abtreibungsgegner publizierten das Bild im Internet und verteilten es via Postwurfsendung an 90.000 Haushalte.
Die Landes-SPÖ wollte gegen den Verein und seinen Vorsitzenden eine einstweilige Verfügung erwirken, damit die Parodie nicht mehr verbreitet wird: Das Originalbild sei urheberrechtlich geschützt, daher dürften es die Abtreibungsgegner auch nicht „nach Art eines Cartoons“ verändern. Das Landesgericht Salzburg entschied zugunsten der SPÖ, das Oberlandesgericht Linz bestätigte die Entscheidung. Die Nachahmung der Abtreibungsgegner sei „keine selbstständige Neuschöpfung“, der Eingriff ins Urheberrecht auch nicht durch die freie Meinungsäußerung gerechtfertigt. Der Verein sei kein politischen Gegner der SPÖ, und Urheberinteressen dürften ohnedies nicht verletzt werden.
Die Abtreibungsgegner marschierten zum Obersten Gerichtshof (OGH). Das Wort „Parodie“ heiße im Griechischen „Nebengesang“, erkannten die Richter. Das entscheidende Kriterium sei hier die inhaltliche oder künstlerische Auseinandersetzung mit bestimmten Aussagen und Eigenheiten des parodierten Werks. Und Parodien stünden unter dem besonderen Schutz der Kunstfreiheit und der Meinungsfreiheit. Gleichzeitig sei eine Parodie aber kein Freibrief: Nicht der Spaß auf Kosten anderer, sondern die eigene ernsthafte Aussage solle ermöglicht werden.
Hier aber seien die Eingriffe des Vereins in die Urheberrechte der SPÖ gerechtfertigt, meinten die Höchstrichter. Es werde der „Wahlkampfstil“ parodistisch nachgeahmt. Die Grafik weise ausreichend schöpferische Züge auf, um als individuelle Bearbeitung des Originalbilds angesehen zu werden. Die Aussage der neuen Grafik sei auch „nicht unwahr oder ehrenrührig“, befand der OGH: „Die verbale Gleichsetzung von Abtreibung mit Tötung ist eine pointiert zum Ausdruck gebrachte Kritik, deren Werturteil auf einem wahren Sachverhalt beruht.“
Im Licht der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei die Äußerung daher im Meinungsstreit mit einem Politiker zulässig. Der OGH wies den Antrag der SPÖ auf eine einstweilige Verfügung gegen die Abtreibungsgegner ab (4 Ob 66/10z).
(news.stjosef.at) Die von der Zeitung nicht namentlich genannten Abtreibungsgegner werden vom Verein "Jugend für das Leben" repräsentiert. Lesen Sie das Gerichtsurteil im originalen Wortlaut!
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21.09.2010 14:29:33
Trauer um verunglückten P. Josef Mathuni OMI
(kathpress.at) Unter Österreichs kirchlichen
Entwicklungshilfe- und Missionsverantwortlichen herrscht Trauer über den Tod des langjährigen Leiters des Marianischen Missionswerks (MMW), P. Josef Mathuni O.M.I. Mathuni war am Sonntagabend bei einem Verkehrsunfall auf der Westautobahn tödlich verunglückt. Bei dem Unfall wurde unter anderem der Administrator der Apostolischen Präfektur Westsahara, P. Mario Leon Dorado O.M.I., schwer verletzt.
P. Mathuni wurde am 11. Februar 1921 im südböhmischen Kladenske Roven (Ruben bei Gojau) geboren. Er besuchte das Ordensgymnasium in Tepla (Tepl) und maturierte 1940 in Eger. 1940 trat er in das Noviziat der "Oblati Mariae Immaculatae" (Hünfelder Oblaten/O.M.I.) in Maria Engelport an der Mosel ein. Der Wehrdienst und die Gefangenschaft in Amerika unterbrachen das Noviziat, so dass er erst 1947 die ersten Gelübde ablegen konnte.
Nach dem Studium und der Priesterweihe in der ordenseigenen Hochschule in Hünfeld bei Fulda kam P. Mathuni nach Wien-Unterheiligenstadt, wo er als Volksmissionar tätig war. 1957 übernahm Mathuni die Leitung des Marianischen Missionswerkes (MMW) der Oblaten, das er von Wien aus bis Mai 2010 als Direktor führte.
In enger Zusammenarbeit mit den Päpstlichen Missionswerken (Missio) baute P. Mathuni das MMW in Österreich aus, unternahm regelmäßig Missionsreisen und empfing viele Missionsbischöfe und Missionare in Österreich zu Projektgesprächen, Missionsvorträgen und Missionswallfahrten. Über Jahrzehnte war Mathuni auch Mitglied des Verteilungsausschusses der MIVA.
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20.09.2010 10:11:34
Bischof Klaus Küng feierte 70. Geburtstag
(presse.kirche.at) Mit einer Vesper am Sonntag, 19. September feierte Bischof Klaus Küng im Dom zu St. Pölten seinen 70. Geburtstag. Bei allen Gratulationen und in Ansprachen, von Weihbsichof Anton Leichtfried, Landeshauptmann Erwin Pröll, Bürgermeister Matthias Stadler und KA-Präsident Armin Haiderer, wurde das Wirken des Bischofs in den vergangenen sechs Jahren gewürdigt, der im Jahr 2004 die Diözese in einer „sehr schwierigen Zeit“ übernommen hatte.
120 Sängerinnen und Sänger aus Kirchenchören elf verschiedener Pfarren der Diözese gestalteten musikalisch die Vesper, an der zahlreiche Vertreter der Kirche, der Politik und der Wirtschaft sowie zahlreiche Gläubige aus der Diözese teilnahmen. Unter den Ehrengästen Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, Erzbischof Alois Kothgasser, Bischof Elmar Fischer, Weihbischof Franz Scharl und Altbischof Maximilian Aichern sowie Superintendent Paul Weiland. Von Seiten der Politik Landeshauptmann Erwin Pröll, Bürgermeister Matthias Stadler, Abgeordnete des Nationalrates und des Landtages, sowie Vertreter des Militärs, der Kultur, der Medien und zahlreicher Verbände. Auch Äbte, Pröpste und Ordensobere aus der Diözese waren gekommen.
Als besonders Geschenk der Diözese dem Bischof ein „Bischof Klaus Küng-Fonds für Familien“ eingerichtet, der ganz „dem Anliegen des Bischofs, die Familien zu stärken und sie zu unterstützen“ entspreche, wie Weihbischof Anton Leichtfried erklärte. Bischof Klaus Küng habe in seinem leben „viele Aufbrüche erlebt und initiiert“, sagte der Weihbischof und nannte Stationen seines Lebens: Bregenz, Feldkirch, Wien, Rom, Graz, Madrid und schließlich St. Pölten. Er wies auf die jüngste Initiative der „33 Schritte“ hin, die einen „inneren Weg in der Nachfolge Jesu“ seien und bei der Weihe des Altares in Maria Taferl angekündigt wurden. Im namen der Diözese wünschte der Weihbischof, dass die Gläubigen an „innerer kraft und Stärke“ zunehmen, immer mehr die „Länge, Breite, Höhen und Tiefen der Liebe Christi verstehen“ und die „Erneuerung der Strukturen sowie die innere Erneuerung“, die vom tiefen Glauben geprägt seien, weitergehe.
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20.09.2010 10:10:33
Vier unglaublich bewegende Tage
(radiovatikan.de) „Vier unglaublich bewegende Tage für unser Land“: So beschreibt der neue britische Premierminister, der Konservative David Cameron, die Papstvisite in Großbritannien. Am Sonntag Abend meint er bei der Verabschiedung Benedikts in Birmingham, der Staatsbesuch sei „wahrhaft historisch gewesen“:
„Sie haben zu einer Nation mit sechs Millionen Katholiken gesprochen, aber Ihnen haben auch mehr als sechzig Millionen Staatsbürger überhaupt und weitere Millionen von Menschen anderswo in der Welt zugehört. Sie hatten eine Botschaft nicht nur für die katholische Kirche, sondern für jeden von uns – egal, ob gläubig oder nicht.“
Der Papst habe „wirklich die ganze Gesellschaft herausgefordert, mal einen Moment innezuhalten und nachzudenken“ – und er denke, so der Politiker, das könne „nur eine gute Sache sein“. Großbritannien wolle seine Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl in internationalen Schlüsselfragen verstärken: Cameron nannte Klimawandel, Weltfrieden, Entwicklung und Religionsgespräch. Was die Millenniumsziele betreffe, auf die Benedikt die Briten angesprochen hatte, meinte der „Prime Minister“: „Diese Nation wird ihre Hilfsversprechen halten, und wir werden auch andere Länder dazu anhalten, das ebenfalls zu tun.“
Papst Benedikt fand in seiner letzten Rede auf britischem Boden noch ein freundliches Wort für die multikulturelle Gesellschaft, die er bei seiner Ankunft am Donnerstag noch vorsichtig als „interessantes Unternehmen“ qualifiziert hatte.
„Die große Vielfalt des modernen Großbritanniens ist eine Herausforderung für die Regierung und für das Volk, aber sie bietet auch eine gute Möglichkeit für einen weiteren interkulturellen und
interreligiösen Dialog zur Bereicherung der ganzen Gemeinschaft.“
Er sei dankbar für die Gelegenheiten dieser Tage, mit Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft Großbritanniens zusammenzukommen. „Ich hoffe aufrichtig, daß diese Gelegenheiten dazu beitragen, die ausgezeichneten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Vereinigten Königreich weiter zu festigen und zu vertiefen, besonders in der Zusammenarbeit für internationale Entwicklung, in der Sorge für die Umwelt und beim Aufbau einer bürgerlichen Gesellschaft mit einem erneuerten Sinn für gemeinsame Werte und Zielsetzungen.“
Lesen Sie die Papstansprachen auf www.radiovatikan.de oder auf www.vatican.va !
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20.09.2010 10:05:44
Salzburger Altweihbischof Mayr gestorben
(kathpress.at) ) Der emeritierte Salzburger Weihbischof Jakob Mayr ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Paul VI. hatte ihn im März 1971 zum Weihbischof ernannt. Zwei Jahrzehnte lang, von 1973 bis 1993, war Mayr Generalvikar der Erzdiözese Salzburg. Im Jahr 2001 trat er in den Ruhestand. Der Weihbischof lebte zuletzt in einem Pflegeheim in Salzburg. Aufgebahrt wird Weihbischof Mayr ab Dienstag, 21. September, Mittag, in der Krypta des Salzburger Domes. Der Seelenrosenkranz wird am 21., 22. und 23. September, jeweils um 18 Uhr im Dom gebetet. Das Requiem feiert Erzbischof Alois Kothgasser am Freitag, 24. September, am Fest der Diözesanpatrone Rupert und Virgil, um 14.30 Uhr im Salzburger Dom. Anschließend wird Jakob Mayr in der Domgruft bestattet.
SALZBURG (eds/wk) 2001 emeritierte der beliebte Weihbischof, der sich „Deus Caritas“ – „Gott ist Liebe“ als Wahlspruch gewählt hatte. Von der Liebe Gottes kündete er sein ganzes Leben lang. Erst in den letzten Jahren wurde es still um ihn, Jakob Mayr konnte nur selten sein Krankenzimmer verlassen. Im Dezember 2007 wurde er vom Erzbischof Rohracher-Studienfonds für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Jakob Mayr wurde 1924 in Kirchbichl/Tirol geboren. Schwer verwundet kehrte er vom Krieg zurück und studierte Theologie in Salzburg. Erzbischof Andreas Rohracher weihte in 1950 zum Priester. Als Kooperator wirkte er in Thiersee, Zell am Ziller, Mayrhofen und in der Dompfarre. 1957 wurde er Domprediger, weiters Jugendseelsorger und Präfekt im Borromäum. Pfarrer war Jakob Mayr in Bad Häring und in Wörgl, bis er 1969 zum Ordinariatskanzler ernannt wurde. Ab 1971 war Mayr Weihbischof und ab 1973 bis 1993 auch Generalvikar. 1993 übernahm er die Funktion eines Bischofsvikars für die Orden.
Jakob Mayr war ein überzeugender Prediger, ein guter Zuhörer und ein verständnisvoller Begleiter. Seine Sprache war die einfache anschauliche Sprache der Bibel, mit der er Zugang zu den Menschen fand. Der allseits geschätzte Weihbischof, der sich auch für die Technik interessierte, wurde einmal als „Ruhepol der Erzdiözese“ (Alterzbischof Dr. Georg Eder) und „glaubwürdiger Übersetzer des Evangeliums“ (Altbischof Johann Weber) charakterisiert.
Mit dem Aufbau von freundschaftlichen Beziehungen nach Irland und Wallfahrten dorthin rief der Verstorbene den zweiten Diözesanpatron, den Heiligen Virgil, neu ins Gedächtnis der Erzdiözese Salzburg. Mehrere Auszeichnungen künden von der Wertschätzung für ihn.
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