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20.07.2010 08:00:13
Christophorus-Sammlung der MIVA
(kathpress.at) Die österreichische "Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft" (MIVA) bittet im Umfeld des Fests des heiligen Christophorus am 25. Juli um Spenden: Besonders Autofahrer werden ersucht, im Rahmen der "Christophorus-Aktion" pro unfallfrei gefahrenem Kilometer "einen Zehntel-Cent" für ein MIVA-Auto zur Verfügung zu stellen. Die katholische Hilfsorganisation finanziert Fahrzeuge für Seelsorge, Entwicklungszusammenarbeit und medizinische Versorgung in den armen Ländern des Südens. Heuer sollen schwerpunktmäßig Projekte in der Demokratischen Republik Kongo mit Transportmitteln unterstützt werden. Die Spendenaktion trägt den Namen des heiligen Christophorus, der in der katholischen Kirche als Patron der Reisenden gilt. Seit vielen Jahren arbeitet MIVA mit Projektpartnern im Kongo zusammen: Das Land leide an den Folgen von Bürgerkrieg und Gewalt; im Osten werde immer noch gekämpft, hieß es in einer Aussendung. In weiten Teilen sei die Infrastruktur fast völlig zerstört. Durch die "Christophorus-Aktion" sollen u. a. zwei aus Österreich stammende Herz-Jesu-Missionare im Kongo Fahrzeuge erhalten. - Link: http://www.miva.at
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20.07.2010 06:50:39
Darf man Tyrannen töten? Ein Interview im Gedenken an den 20. Juli 1944
(moralblog.de) Harald Stollmeier führte folgendes Interview mit dem Moraltheologen Prof. Dr. Josef Spindelböck. Josef Spindelböck, geboren 1964, ist Priester und Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten sowie Gastprofessor für Moraltheologie und Ethik am Internationalen Theologischen Institut (ITI) Trumau. Er studierte Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Stift Heiligenkreuz, promovierte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und habilitierte sich 2004 an der Katholischen Universität Lublin. Er ist Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef und Vorstandsmitglied der Johannes-Messner-Gesellschaft.
Moralblog: Herr Professor Spindelböck, ist Tyrannenmord ein Verbrechen oder eine Heldentat?
Josef Spindelböck: Ein Mord ist immer ein Verbrechen, egal gegen wen er sich richtet.
Worauf Ihre Frage jedoch abzielt, das ist die mögliche Erlaubtheit einer Tyrannentötung. Das muss tatsächlich diskutiert werden. Es handelt sich um ein Problem im Kontext des sowohl rechtlich als auch ethisch zu behandelnden Widerstandsrechts. Die Legitimität zum Widerstand gegenüber einem staatlichen Unrechtssystem wird von der christlichen Ethik grundsätzlich anerkannt.
Moralblog: Aber nur der gewaltlose Widerstand?
Josef Spindelböck: Primär geht es zuerst um Gehorsamsverweigerung gegenüber ungerechten Befehlen oder Gesetzen und in der Folge um einen organisierten gewaltlosen Widerstand, sofern ein solcher möglich und Erfolg versprechend ist. Dieser entspricht seiner Natur nach besser den Grundsätzen der christlichen Ethik und dem dahinter stehenden Menschenbild. In einem besonderen Fall und entsprechend bestimmten Kriterien ist jedoch auch ein aktiv-gewaltsamer Widerstand zulässig.
Moralblog: Was sind das für Kriterien?
Josef Spindelböck: Diese leiten sich ab sowohl aus dem natürlichen Sittengesetz als auch aus der sittlichen Weisung der Heiligen Schrift, wie sie von der kirchlichen Tradition und dem Lehramt der Kirche interpretiert wird. Primär geht es darum, dass dieser gewaltsame Widerstand ein Akt der gemeinsamen Notwehr sein muss. Es muss also wirklich ein schweres Unrecht vorliegen, das vonseiten der Träger der Staatsgewalt über eine längere Zeit hin ausgeübt wird und auf andere Weise nicht behebbar ist. Außerdem muss wirkliche Aussicht auf Erfolg bestehen, und die voraussichtlichen Schäden eines solchen gewaltsamen Widerstands dürfen nicht größer sein als das zu behebende Übel. All dies soll gemäß christlicher Vorgabe nicht in einem Geist des Hasses und der Rache geschehen, sondern motiviert vom „Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit“ und letztlich inspiriert von sozialer Liebe in echter Sorge und Verantwortung für das Gemeinwohl.
Moralblog: Hitler hätte man also töten dürfen?
Josef Spindelböck: Verantwortliche Personen haben dies, nach ausführlicher Analyse und kompetenter Beratung, so gesehen und darum das Attentat auf ihn durchgeführt (20. Juli 1944). Der Diktator wurde hier als Aggressor gegen das Gemeinwohl wahrgenommen, der schlimmstes Unheil über das deutsche Volk und die anderen Nationen brachte. Dem musste man gegensteuern. Da eine Ablöse auf demokratischem Weg nicht möglich war, schien es dieser Verschwörergruppe um Graf Stauffenberg als „ultima ratio“, also gleichsam als letzter Ausweg, gerechtfertigt, hier gewaltsam den Diktator auszuschalten, was dann leider misslungen ist. Aber im Prinzip war es – so scheint es auch mir – gerechtfertigt!
In einem demokratischen Staatswesen gibt es Gottseidank gegenüber Unrecht andere Wege, die zu beschreiten sind, um es zu beheben.
Moralblog: Indem man zum Beispiel demonstriert?
Josef Spindelböck: Das ist in einem freiheitlichen Rechtsstaat eine legitime Möglichkeit der Meinungsäußerung, die jedoch in Diktaturen und totalitären Systemen stark eingeschränkt oder ganz aufgehoben ist. Der reguläre Weg der Beeinflussung des politischen und sozialen Lebens ist die Wahrnehmung der politischen Verantwortung in Form der demokratischen Mitbestimmung und Mitarbeit, je nach den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten.
Moralblog: Wenn in einem demokratischen System gewaltfreie Aktionen des Protestes nichts nützen, darf man dann auch zur Waffe greifen?
Josef Spindelböck: Nein, keineswegs: Ein Rechtsstaat, wie es ja eine Demokratie sein sollte, ist grundlegend von einer Diktatur oder einem totalitären System zu unterscheiden. Eine gewaltsame Erhebung käme einem revolutionären Umsturz einer an sich gerechten Ordnung gleich. Und solange die Ordnung an sich gerecht ist, müssen auch konkret schwere Verletzungen der Gerechtigkeit ohne Gewalt und Umsturz behoben werden. Es gibt viele Wege, sich für das Gemeinwohl und die Verwirklichung des Guten einzusetzen. Manche Übel können wir jedoch nicht sofort beheben, so wünschenswert dies auch wäre.
Moralblog: Bleibt einem da nur zu beten?
Josef Spindelböck: Beten ist immer sinnvoll und wichtig. Die Alternative lautet aber nicht „Handeln“ oder „Beten“, sondern das Gebet soll stets unser Überlegen und Handeln begleiten, damit wir unsere politische und soziale Verantwortung besser wahrnehmen können.
Moralblog: Dürfen Nichtchristen schneller zur Waffe greifen?
Josef Spindelböck: Im Grunde nicht, sofern sie die Dinge richtig sehen. Das Prinzip der Gewaltlosigkeit hat auch unabhängig von der Kenntnis der göttlichen Offenbarung Vorrang, weil mit dem Einsatz von Gewalt zu viel auf dem Spiel steht und die Risiken – ausgenommen bei einer unmittelbar notwendigen Aktion der gewaltsamen Verteidigung – zu hoch sind, insbesondere für unschuldig Betroffene. Als inhaltlicher Orientierungsmaßstab hilft der Verweis auf das „Naturrecht“ als Inbegriff dessen, was dem Menschen sowohl als Bürger als auch als Gesetzgeber im Sinne eines ursprünglichen Gerechtigkeitsbezugs „vorgegeben“ ist.
Moralblog: Das Naturrecht steht aber in keinem Gesetzbuch. Manchmal scheinen geltendes Recht und Naturrecht sogar im Widerspruch miteinander zu stehen. Hat man die Wahl?
Josef Spindelböck: Nicht wenige Rechtsordnungen verstehen sich rechtspositivistisch. D.h. sie gehen von der unzutreffenden Annahme aus, der Mensch wäre letztlich nur sich selbst gegenüber verantwortlich und könne darum innerhalb eines konsistenten Systems das als Recht setzen, was ihm beliebe. Übersehen wird hier, dass es auch Unrecht gibt, das man auf diese Weise legitimieren könnte. Jede „positive“, d.h. menschlich gesatzte Rechtsordnung braucht einen Bezugspunkt in einer „überpositiven“ Ordnung der Gerechtigkeit, welche die Würde der menschlichen Person und das Gemeinwohl schützt. Ich möchte sogar noch etwas weitergehen: Ohne einen Gottesbezug, der nicht nur theoretisch bleiben darf, sondern auch praktisch im Sinne der Verantwortlichkeit des Menschen für sein Tun und Lassen einzulösen ist, wird es auch in der Gesetzgebung und in der Übernahme politischer Verantwortung nicht gehen.
Moralblog: Herr Professor Spindelböck, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Buchtipp:
Aktives Widerstandsrecht. Die Problematik der sittlichen Legitimität von Gewalt in der Auseinandersetzung mit ungerechter staatlicher Macht. Eine problemgeschichtlich-prinzipielle Darstellung, EOS Verlag, Erzabtei St. Ottilien 1994
Link: http://www.moralblog.de
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19.07.2010 09:43:32
350. Geburtstag von Jakob Prandtauer
(stephanscom.at) In St. Pölten feiern Stadtmuseum, Diözesanmuseum und Landesmuseum Niederösterreich mit jeweils einer Ausstellung den 350. Geburtstag des Baumeisters Jakob Prandtauer. Er entwarf das Stift Melk: ein Kloster, das zur Perle und zum Glanzpunkt barocker Baulust wurde.
Im Hochbarock, um das Jahr 1700, war den Kunstschaffenden nichts zu ausschweifend und wenig zu prächtig. Die Herrscher regierten absolut, die katholische Kirche betrieb die Gegenreformation. Mit der Prachtentfaltung der Kunst verherrlichten sich die Fürsten selbst, die Kirche aber verherrlichte Gott. Eindrucksvolles Beispiel dafür ist das Stift Melk. "Es ist ein Audienzsaal Gottes", sagt Altabt Burkhard Ellegast. "Da war den Mönchen im Barock nichts schön und glänzend und golden genug."
Am 18. November 1700 wurde in Melk Berthold Dietmayr zum Abt gewählt. Er war erst 30 Jahre, doch er schmiedete große Pläne: Dietmayr wollte die religiöse, politische und geistige Bedeutung seines Klosters hervorstellen - und das weithin sichtbar durch einen Neubau. In Jakob Prandtauer fand er den Baumeisters seines Vertrauens. Doch nicht alle Melker Mönche waren von dieser Idee begeistert, sagt die Kunsthistorikerin Huberta Weigl. Unzufriedenheit machte sich unter ihnen breit: "In Melk probte der Konvent einen Aufstand gegen den Abt. Wer in Melk zu Baubeginn 1702 eintrat, lebte Zeit seines Lebens auf einer Baustelle. Da wurde sechs Tage lang gehämmert, die Mönche lebten im Staub und im Dreck." Andererseits brachte der Neubau den Benediktinern auch eine unglaubliche Verbesserung der Lebensqualität: Statt Schlafsäle aus dem Mittelalter bekamen sie eigene Zimmer, außerdem war das Stift endlich beheizbar.
Jakob Prandtauer wurde im Jahr 1660 in Stanz in Tirol geboren. Gesichert ist lediglich sein Taufdatum, der 16. Juli. "Man kann annehmen, dass er an diesem Tag oder etwas früher zur Welt kam", meint Huberta Weigl. Prandtauer war ein Bergbauernbub, der das Maurer- und Bildhauerhandwerk lernte. Wie es damals üblich war, ging er nach der Lehre auf Wanderschaft. 1689 kam er nach St. Pölten. Er arbeitete viel, baute Pfarr- und Gutshöfe, entwarf Brücken. Heute lebt er aber vor allem als Baumeister von Klöstern und Stiften weiter: Ab 1702 barockisierte er das Stift Melk, er plante außerdem die neue Wallfahrtsbasilika auf dem Sonntagberg, entwarf Kloster und Kirche für die Karmelitinnen in St. Pölten und baute die Klosteranlagen in St. Florian und in Garsten. Auch Herzogenburg und Kremsmünster entstanden auf seinem Reißbrett.
Zu Prandtauers 350. Geburtstag, der heuer begangen, sind ihm in der Prandtauerstadt St. Pölten drei Ausstellungen gewidmet: Im Stadtmuseum St. Pölten geht es um seine Profanbauten. Die sakralen Entwürfe zeigt das Dommuseum, dem "Leben im Barock" widmet sich die Ausstellung im niederösterreichischen Landesmuseum. Zusätzlich ist das Stift Melk mit der Schau " Happy Birthday Jakob Prandtauer" dem Meister auf der Spur. - Link zu den Sonderausstellungen.
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18.07.2010 15:28:12
Urlaubszeit zur Besinnung auf Gottes Wort nutzen
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat die Gläubigen aufgerufen, die Urlaubszeit zur Besinnung auf das Wort Gottes zu nutzen. Die Ruhe dieser Wochen sei eine gute Gelegenheit, um sich auf das zu konzentrieren, was letztlich im Leben allein von Bedeutung sei, sagte der Papst am Sonntag vor dem Mittagsgebet in Castelgandolfo. Die Arbeit sei zwar wichtig, vor allem komme es aber darauf an, sich auf die Liebe und Wahrheit Gottes einzulassen. Ohne die Liebe sei jegliche Aktivität ohne Wert.
Benedikt XVI. verwies auf das Evangelium von Jesu Besuch bei den Schwestern Maria und Marta. Als sich Marta gegenüber Jesus beschwert habe, dass ihre Schwester ihr nicht helfe, sondern nur seinen Worten zuhöre, habe Jesus sie daran erinnert, dass die Offenheit für Gottes Wort das letztlich Entscheidende sei. Er habe dies jedoch ohne jeden Tadel für die Arbeit Martas getan, hob der Papst hervor.
An die deutschsprachigen Pilger im Innenhof der päpstlichen Sommerresidenz gerichtet sagte Benedikt XVI. nach dem Mittagsgebet:
"Wer Gott als Gast aufnimmt, ihn in sein Leben eintreten lässt, der wird reich beschenkt". Dies zeigten die Beispiele Abrahams, Marias und Martas.
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17.07.2010 04:48:58
Die Kirche hilft den AIDS-Kranken
(presse.kirche.at) Auf die vielfältigen Hilfen der katholischen Kirche für die Aids-Kranken hat Bischof Klaus Küng anlässlich der am Sonntag beginnenden 18. Internationalen Aids-Konferenz in Wien hingewiesen. Die Kirche werde zwar im Zusammenhang mit Aids „wegen der Kondomfrage immer wieder heftigst attackiert, den wenigsten ist jedoch bewusst, wie viel Großes sie täglich im Kampf gegen Aids und seine Folgen leistet“, schreibt Bischof Küng in einem Beitrag für die Samstag-Ausgabe der in Würzburg erscheinende katholische Zeitung „Die Tagespost“.
„Derzeit geschieht etwa 50 Prozent der gesamten Aidshilfe durch christliche Kirchen“ weist Küng hin. Die Kirche habe von Anfang an die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Hilfe erkannt, die nicht nur den medizinischen Aspekt berücksichtigt, sondern auch die materiellen, menschlichen und seelsorglichen Bedürfnisse der Betroffenen beachtet. Um die rasche Ausbreitung dieser ohne Therapie tödlich verlaufenden Krankheit zu stoppen, habe die Kirche stets auf eine breite Strategie gesetzt: auf Information über die Krankheit, auf die Ermutigung, den Arzt aufzusuchen, vor allem aber auf eine „sorgfältige Partnerwahl und Treue in der Ehe sowie damit verbunden die Enthaltsamkeit von sexuellen Kontakten außerhalb der Ehe“.
Zurückhaltend sei die Kirche weiterhin „gegenüber jenen Gesundheitsprogrammen, die in einer möglichst breit gestreuten Verbreitung von Kondomen die wichtigste Maßnahme oder fast das Allheilmittel zur Eindämmung der Pandemie sahen“, so Bischof Küng in der „Tagespost“. Die Bekämpfung von Aids durch eine möglichst flächendeckende Verteilung von Kondomen sei sicher nicht der richtige Weg, schreibt der österreichische Familienbischof, der vor seiner geistlichen Berufung als Arzt tätig war.
Auch wenn die Einstellung der Kirche zur Kondomfrage unverändert bleibe, gebe es „einige Detailfragen, in denen eine Differenzierung möglich, vielleicht auch nötig ist“, meint Bischof Küng. Es stehe nicht im Widerspruch zum kirchlichen Lehramt, etwa zur Enzyklika „Humanae Vitae“, in bestimmten Grenzfällen die Verwendung von Kondomen zu ermöglichen. Er sei der Auffassung, „dass es in manchen konkreten Fällen in der Ehe, wenn sich ein Partner infiziert hat - unter der Voraussetzung, dass die Krankheit beim Infizierten unter Kontrolle ist und der gesunde Partner freiwillig zustimmt - erlaubt oder sogar geboten sein kann, zum Schutz des anderen ein Kondom zu verwenden“. In dieser Situation sei nicht Empfängnisverhütung das Ziel der Verwendung des Kondoms, sondern der Schutz des anderen. Bei Drogenabhängigen und Personen, „die in keiner Weise zu sexueller Enthaltsamkeit bereit sind“, können Einrichtungen für ihre Klienten Kondome bereitstellen, „ohne dadurch in sich schlechte Handlungen zu rechtfertigen“. Gleichzeitig bestehe die unerlässliche Pflicht, vor Gefahren zu warnen und zu gesundheitsförderlichen Verhaltensänderungen aufzurufen, so Bischof Küng in der „Tagespost“. - Link: Beitrag von Bischof Küng im Wortlaut.
(news.stjosef.at, Kommentar von Prof. Josef Spindelböck:) Ob ein Mittel oder eine Technik in Übereinstimmung mit "Humanae vitae" und "Familiaris consortio" vom Verdikt des Verbots empfängnisverhütender Mittel betroffen ist, entscheidet sich zuerst vom objektiven Gesichtspunkt her. Die subjektive Intention kann aber mitbestimmend sein, wie etwas zu bewerten ist. Wenn eine Frau z.B. die Pille für einen anderen Zweck nimmt als für Empfängnisverhütung, dann kann unter Umständen (je nach Schwere und Notwendigkeit und Alternativlosigkeit einer solchen Behandlung) die empfängnisverhütende Wirkung als Sekundärfolge zugelassen werden, ohne dass sie direkt gewollt ist (Doppelwirkung). Bischof Küng meint nun, das wäre auch in Bezug auf die Anwendung eines Kondom bei AIDS innerhalb einer Ehe diskutabel. Mein Einwand ist zuerst einer der Sicherheit und dann auch einer in Bezug auf die durch das Dazwischentreten eines Kondoms in Frage gestellte Unmittelbarkeit der sexuellen Hingabe, wodurch die für die Ehe nötige Vorbehaltlosigkeit des "Ein-Fleisch-Werdens" relativiert wird. Bei gegenseitig vereinbarter Enthaltsamkeit aus Liebe entfallen all diese Probleme!
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17.07.2010 04:33:17
Neuerscheinung im Verlag St. Josef: Christlich glauben und leben
(verlag.stjosef.at) NEUERSCHEINUNG im Verlag St. Josef: Christlich glauben und leben. Ein Leitfaden der katholischen Moral von Prof. Dr. Josef Spindelböck, gebunden, 112 Seiten, 20,5 x 13 cm
ISBN: 978-3-901853-19-7, EUR 8,90
Wie soll ein Christ sein Leben gestalten?
Auf diese Frage antwortet das vorliegende Buch in katechetischer Weise. Es geht um eine Hinführung zum Leben aus dem Glauben, auf der Grundlage von Heiliger Schrift, apostolischer Überlieferung und kirchlicher Lehrverkündigung.
Bestellung unter http://verlag.stjosef.at
oder in jeder Buchhandlung
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17.07.2010 04:31:04
Zuerst das eine Notwendige suchen
(stjosef.at/predigten) Ein jeder von uns kennt bestimmt so genannte aktive und „dynamische“ Menschen, die viel bewegen und vieles Gute bewirken. Es sind Personen mit großer Tatkraft und mit großem Engagement. Wie erfreulich ist es doch, dass es im Kleinen und im Großen solche ideal gesinnten Frauen und Männer gibt, die auf die jeweiligen Herausforderungen der Zeit und die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen in rechter Weise durch die helfende Tat eine Antwort der Liebe geben!
Vielleicht sind wir deshalb nach dem Anhören des Evangeliums von der aktiven und hilfsbereiten Marta, die sich in liebevoller Sorge um Jesus kümmert, und von ihrer scheinbar untätig da sitzenden, „nur“ zuhörenden Schwester Maria etwas irritiert. Denn das Lob erhält jene Frau, bei der wir es nicht erwarten würden: Maria hat nach den Worten des Herrn „das Bessere gewählt“. Es „soll ihr nicht genommen werden.“ „Ist das gerecht? Ist das realistisch?“ fragen wir vielleicht. Kommen wir so wirklich weiter im Leben? - Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 16. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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16.07.2010 06:16:49
Verschärfte kirchliche Strafnormen zur Ahndung sexuellen Missbrauchs
(stephanscom.at) Der Vatikan hat die Kirchengesetze zur Ahndung sexuellen Missbrauchs durch Geistliche verschärft und erweitert. Die am Donnerstag, 15. Juli 2010, veröffentlichten Normen der Glaubenskongregation ermöglichen eine umfassendere Verfolgung einschlägiger Straftaten innerhalb der katholischen Kirche. Die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch, die bisher zehn Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit des Opfers betrug, beträgt nun 20 Jahre. Eine vollständige Aufhebung der Frist ist auf Antrag weiterhin möglich. Auch Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie und der sexuelle Missbrauch von geistig Behinderten fallen nun unter die neuen "Normae de gravioribus delictis" - "Normen über schwerwiegendere Delikte". Für die Missbrauchsfälle sind beschleunigte Gerichtsverfahren vorgesehen. Die Römische Glaubenskongregation wird durch die neuen Normen für viele Verfahren als oberster Kirchengerichtshof mit erweiterten Zuständigkeiten formal bestätigt.
Mit den Normen veröffentlicht der Vatikan erstmals vollständig die Bestimmungen für die Vorgehensweise der Glaubenskongregation in Missbrauchsfällen. Diese beruhte bisher zum Teil auf unveröffentlichten päpstlichen Vollmachten und internen Regeln. Die schon bestehenden Normen sind in einigen Punkten verändert und präzisiert worden, entsprechen nach Vatikanangaben insgesamt jedoch weitgehend der schon bislang geübten Praxis.
Durch die Publikation wolle man die bisherige Vorgehensweise der Glaubenskongregation gesetzlich verankern und öffentlich machen, um Transparenz, Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen, heißt es im Vatikan. Es habe in manchen Teilen der Kirche Unklarheit über die korrekte Auslegung der geltenden Vorschriften zur Verfolgung sexuellen Missbrauchs gegeben. Diese solle durch die vollständige Veröffentlichung, Zusammenfassung und Präzisierung der Normen beseitigt werden.
So sind Besitz, Erwerb und Verbreitung pornografischer Bilder von Minderjährigen unter 14 Jahren sowie sexueller Missbrauch von Personen, "deren Vernunftgebrauch habituell eingeschränkt" ist, jetzt erstmals ausdrücklich als Straftatbestände unter den "schwerwiegenderen Vergehen gegen die Sitten" aufgeführt. Zuvor wurden diese Delikte zwar geahndet, waren jedoch in dieser Kategorie nicht als eigene Straftatbestände benannt.
Auch für die zügige Entlassung eines Priesters aus dem Klerikerstand schreiben die neuen Regeln die bisherige Praxis der Glaubenskongregation erstmals gesetzlich fest. Demnach kann die Vatikanbehörde diese schwerste Strafe des Kirchenrechts auch ohne Gerichtsverfahren auf dem Verwaltungsweg verhängen. Zudem kann ein Missbrauchsfall auch direkt dem Papst vorgelegt werden, der einen Priester ebenfalls ohne Gerichtsverfahren von dessen Vollmachten entheben kann. Die neuen Normen beziehen sich nicht nur auf Missbrauchsfälle, sondern betreffen auch schwerwiegende Straftaten gegen Glaube und Sakramente.
Die Glaubenskongregation ist seit dem päpstlichen Erlass "Sacramentorum sanctitatis tutela" vom 30. April 2001 für die Untersuchung von Missbrauchsfällen zuständig. Die näheren Bestimmungen zur Vorgehensweise waren bisher nur in Grundzügen veröffentlicht. Diese hatte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, im Schreiben "De delictis gravioribus" vom 18. Mai Jahr 2001 den Bischöfen der Weltkirche dargelegt. Für Verstöße waren seinerzeit schon die schwersten kirchlichen Disziplinarstrafen vorgesehen. Im November 2002 erteilte Johannes Paul II. die Vollmacht, in begründeten Einzelfällen von der Verjährungsfrist abzusehen, um auch länger zurückliegende Fälle behandeln zu können. Im April dieses Jahres veröffentlichte der Vatikan zudem eine "Verständnishilfe" zur Vorgehensweise der Glaubenskongregation bei Fällen sexuellen Missbrauchs.
Lesen Sie die Normen im deutschen Wortlaut sowie die kirchengeschichtliche Hinführung!
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14.07.2010 15:32:55
Ein Maulwurf im Dienste der Kirchenreform - eine Rezension zu "Eduard Kratzfuss"
(Amazon-Rezension von Josef Spindelböck) Das von Manuel Nordus mit Liebe und Einfallsreichtum illustrierte Buch Erwin P. Hilberts mit dem Titel "Eduard Kratzfuss - Geschichten eines Maulwurfs" versteht sich als Parabel nicht für Kinder, sondern wohl für Erwachsene. Der Maulwurf Eduard ist unter dem Vatikan zu Hause; mit Unternehmungsgeist erkundet er nicht nur die nähere Umgebung und die Stadt Rom, sondern begibt sich sogar auf Weltreise nach Obamaland (USA), Pepitaland (Deutschland) und Gotteshausen (Israel), bevor er wieder zurückkehrt und sich mit seiner geliebten Kirchenmaus Anna-Leena verehelicht. Die Abenteuer des Maulwurfs sind die subjektiv ehrliche Geschichte einer Gottsuche, und der Leser wird nicht in die Irre gehen, wenn er hier so manches aus der Biografie des Rocksängers Erwin Hilbert wiederfindet, der in seiner persönlichen Bekehrung zum katholischen Glauben gefunden hat. Das inhaltliche Glaubensverständnis des Maulwurfs Eduard kann man jedoch, bei allem Verständnis für den zum Ausdruck gebrachten Humor, hinterfragen. Und eben davon ist auch die Botschaft der "Parabel" betroffen: Denn dass es für Jesus gleich sei, ob jemand Christ, Buddhist, Hindu, Jude oder Muslim sei (S.100), da nur die Liebe zähle, ist doch eine Verkürzung der biblischen Wahrheit, die die Kirche bezeugt und verkündet. Der Rücktritt von Margot Käsmann wird von "Jesus" wie folgt kommentiert: "Ich mag die Margot sehr, und meine Kirche hat mit ihrem Rücktritt eine Frau, die mich liebt, im Bischofsamt verloren!" (S.74) Dem Jesus in Jeanshosen, den der Maulwurf vom Kreuz herabnimmt, weil er ihm so leid tut, und auf der Reise nach Gotteshausen begleitet, ist nicht bewusst, dass es keine "Bischöfinnen" gibt (S.104). Hilbert lässt auch seine Sympathien für eine Öffnung des Priesteramts für Frauen und eine Aufhebung des verpflichtenden Zölibats erkennen (S.119). Die Feinde einer im Sinn der Parabel zu erstrebenden "Erneuerung" der Kirche werden festgemacht: es sind "einige Traditionalisten", die den lieben kleinen Maulwurf Eddy hassen und "ihn am liebsten mit der Mistforke ihrer verstaubten Theologie aus ihrer gewohnten Umgebung verscheuchen" wollen (S.116). Demgegenüber brauche es "Freigeister"; diese seien - wie der durch Maulwurfs-Nachhilfe auf Fortschrittskurs gebrachte Papst zu Eddy sagt - "wichtig und dürfen nicht fehlen" (ebd.). Der Hilbert-Jesus sagt: "Ne Amtskirche hab ich nie gewollt. Dann schon eher eine Feuerkirche." (S.118) Mit dem Humor des Buches, der an vielen Stellen großartig ist, habe ich gewiss Verständnis, nicht aber mit der den Glauben der Kirche missverstehenden inhaltlichen Ausrichtung! - Bibliografische Angabe: Erwin Hilbert, Eduard Kratzfuss. Geschichten eines Maulwurfs, Kisslegg 2010, fe-medienverlag, EUR 14,80
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14.07.2010 15:30:02
Der Beichtstuhl - Ordination der Seele
(stjosef.at/predigten) Am 13. Juli 2010 hielt Prof. Dr. Josef Spindelböck in der Wallfahrtskirche Maria Laach am Jauerling die Fatimafeier und predigte zum Thema: "Der Beichtstuhl - Ordination der Seele". Unter anderem führte er aus:
Wir leben in einer Zeit, in der man die Wirklichkeit der Sünde leugnet und verdrängt, weil man auch Gott den Herrn nicht mehr anerkennt. Und dann mag es geschehen, dass Menschen zwar spüren, dass vieles in ihrem Herzen nicht in Ordnung ist, sie aber dennoch keinen wirklichen Ausweg wissen. In ihrer Not wenden sie sich vielleicht an einen Psychiater. Dieser will als Arzt überall dort helfen, wo es Beeinträchtigungen der seelischen Gesundheit gibt. Eines jedoch vermag er nicht: Er kann keine Sünden vergeben. Dies kann nur Gott allein, und er tut dies durch den Dienst des Priesters im Beichtstuhl. Der Beichtstuhl kann darum wirklich als „Ordination der Seele“ bezeichnet werden. Hier werden durch Gottes schöpferische und erlösende Liebe die „Wunden unserer Seele“ geheilt. Das Blut Christi wäscht und reinigt unsere Seele und macht sie so schön, wie sie nach der Taufe war.
Der heilige Pfarrer von Ars war viele Stunden täglich bereit, für diesen „Ordinationsdienst“ zur Verfügung zu stehen. Er wartete geduldig auf das demütige Bekenntnis seiner Beichtkinder, und er freute sich über die Rückkehr des verlorenen Sohnes bzw. der verlorenen Tochter. Es ist nämlich nie zu spät für die Umkehr zu Gott, solange der Mensch auf Erden lebt! Tatsächlich herrscht „im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren“ (Lk 15,7).

Lesen Sie die Predigt im Wortlaut!
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13.07.2010 05:15:14
St. Pöltner Neupriester P. Florian Ehebruster OSB: Zeugnis für den Glauben
(presse.kirche.at) „Wie man Priester auch definiert – man bleibt immer hinter dem Ideal zurück“, sagt P. Florian Ehebruster, Neupriester des Benediktinerstiftes Seitenstetten. „Doch ist es wichtig zu wissen: Es steht immer ein anderer hinter allem, was ich bin und tue.“ So sieht sich der 32-jährige auch als „Werkzeug Gottes“, um dessen Liebe den Menschen zu zeigen und sieht den „Dienst an der Gemeinschaft und den Menschen“ als Kern seiner pastoralen Tätigkeit. Diese beginnt mit dem Pastoraljahr als Kaplan an der Stiftspfarre Seitenstetten und der Pfarre Öhling.
Um ausreichend Zeit dafür zu haben, hat P. Florian seine Lehrtätigkeit am Stiftsgymnasium auf 10 Stunden beschränkt. Dort unterrichtet der vielseitige Jungpriester Religion und Französisch. „Für eine Klosterschule ist es wichtig, dass der Konvent im Lehrkörper vertreten ist“, erklärt P. Florian. Derzeit unterrichten vier Patres am traditionsreichen Gymnasium, an dem unter anderen der Staatsvertrags-Bundeskanzler Julius Raab maturiert hatte.
Nach dem 1. Abschnitt des Theologiestudiums, das P. Florian in Salzburg absolviert hat, kam das Interesse am Lehramt dazu. Da ihn Sprachen „schon immer interessiert“ haben, begann P. Florian mit dem Französisch-Studium. Doch damit nicht genug: Nach Abschluss der Theologie versuchte der musikbegeisterte Benediktiner „zum Spaß“ die Aufnahmeprüfung am Mozarteum im Fach Kirchenmusik – und schaffte diese prompt. Bereits als Kind lernte Michael – so P. Florians Taufnahme – Flöte und Klavier, als 16-jähriger begann er in seiner Heimatpfarre Ybbsitz als Organist auszuhelfen.
Mit 15 Stunden Unterrichtsverpflichtung in der Schule und zwei Studientagen in Salzburg blieb vorerst weniger Zeit für die Seelsorge. So war auch der pastorale Dienst nach der Diakonenweihe im Vorjahr auf Krankenkommunionen und liturgischen Dienst beschränkt. „Es war wichtig, zwei Klassen in Französisch und Religion zur Matura zu führen“, erzählt P. Florian. Mittlerweile hat er nach der Theologie und dem Lehramt auch das Musikstudium abgeschlossen und kann sich nun im Pastoraljahr vermehrt der Seelsorge widmen.
Die Musik soll jedoch auch weiterhin nicht zu kurz kommen, „in engem Zusammenhang mit der klösterlichen Liturgie“, wie P. Florian betont. Er wirkt als Stiftsorganist und unterstützt Chorleiter P. Franz Hörmann als Repetitor. Immer wieder stellt P. Florian sein Können auch bei Konzerten in der Stiftskirche oder am Sonntagberg bei den „Orgelmittagskonzerten“ unter Beweis.
Am Anfang der Berufung zum Mönch- und zum Priestertum stand bei Michael Ehebruster die „Faszination der klösterlichen Gemeinschaft“. Da der Ybbsitzer seinen Zivildienst als Altenpfleger in St. Peter/Au ableistete, suchte er in der Nähe für diese Zeit ein Zimmer – und fand es im benachbarten Stift Seitenstetten. Ohne in der Klausur zu wohnen, begann der spätere P. Florian am klösterlichen Leben teilzuhaben. Und fand Gefallen „am Chorgebet, der Gemeinschaft der Mitbrüder, an allem, was das Leben im Haus ausmacht“.
Der Kontakt zum Stift war schon vorher entstanden: durch den damaligen Kaplan in Ybbsitz und heutigen Subprior und Novizenmeister P. Laurentius Resch sowie über die Jugendvesper in Seitenstetten. Auch die Familie hat ihm auf seinem Weg zur Weihe „sehr unterstützt und viel Rückhalt gegeben“, betont P. Florian. Sein Vater ist Tierarzt in Ybbsitz, die Mutter Arztgehilfin in der Praxis, zwei Brüder und zwei Schwestern sind seine jüngeren Geschwister. „Am Anfang gab es Befürchtungen, dass ich im Kloster unglücklich werden könnte“, berichtet P. Florian. „Jetzt tragen alle meinen Entschluss mit und freuen sich mit mir. Das ist ein schönes Gefühl.“
Die aktuelle Krise der katholischen Kirche hingegen „bedrückt“ den Neupriester. Einerseits habe ihn „geschmerzt, wozu Mitbrüder fähig sind“, andererseits sei er „von so vielen hasserfüllten Leserbriefen in den Zeitungen betroffen“: „Das Image der Kirche in den Medien tut weh.“ Er habe sich deswegen auch bei der Planung von großen Feiern zu seiner Priesterweihe zurückgehalten, erklärt P. Florian, dann aber gedacht: „Es ist ein Zeichen, dass die Kirche lebt und dass es weiter geht. Ich freue mich jetzt darauf.“ Dazu passt auch sein Primizspruch: „Mein Herz ist bereit, o Gott“ aus dem Psalm 57.
„Wahrscheinlich war die Kirche noch nie so transparent und ehrlich wie heute“, hebt P. Florian das Positive an der Krise hervor. „Sie kann sich die früheren Fehler einfach nicht mehr leisten.“ Die Ereignisse der letzten Monate hätten gezeigt, dass auch Priester gewöhnliche Menschen seien. P. Florian: „Sie dürfen etwas Großartiges tun, sind aber deswegen nicht selbst großartig. Das hilft vielleicht, am Boden zu bleiben.“
Link: http://www.stift-seitenstetten.at
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13.07.2010 05:12:19
China: Neuer Bischof von Taizhu in Einheit mit Rom geweiht
(katholisches.info) Nach fast 50 Jahren der Sedisvakanz wurde ein neuer Bischof für die chinesische Diözese Taizhu geweiht. Das Bistum war im Jahr 1926 eines der ersten, für die ein chinesischer Bischof ernannt worden war. Der neugeweihte Bischof verbrachte 25 Jahre seines Lebens als Zwangsarbeiter in kommunistischen Konzentrationslagern. “Im Gefängnis habe ich erfahren, wie nahe Gott ist”, so der neue Bischof. Die Ernennung erfolgte durch Papst Benedikt XVI. Da der neue Bischof auch die Zustimmung des Regimes in Peking erhielt, scheint in der Diözese der Weg offen für eine Versöhnung zwischen “offizieller” Kirche und der romtreuen Untergrundkirche. “Nach Jahrzehnten erlebt das Bistum eine Wiedergeburt”, so katholische Beobachter gegenüber Asianews.
Nach 48 Jahren der bischofslosen Zeit hat die Diözese Taizhou (Zhejiang) seit heute wieder einen Bischof. Msg. Anton Xu Jiwei, wurde heute vormittag in der Herz-Jesu-Kathedrale von Taizhou mit Zustimmung des Heiligen Stuhls und der chinesischen Regierung zum Bischof geweiht. Gleichzeitig ergriff er Besitz von seiner Diözese. Sowohl der im Auftrag des Papstes weihende Bischof, Msgr. Li Mingshu von Qingdao, als auch alle anwesenden Bischöfe befinden sich in Einheit mit Rom. - Lesen Sie noch mehr!
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12.07.2010 14:57:40
Erfolgreiche Kundgebung Deutschland "pro Papa"
(kath.net) ... So fanden sich am Mittag des 11. Juli trotz Hitzewelle und schwerer Gewitter in der Nacht zuvor, die im ganzen Rheinland für subtropische Verhältnisse sorgten, immerhin fast 5000 Christen im bis auf den letzten Sitzplatz vollgepackten Kölner Dom ein, um am Pontifikalhochamt von „Deutschland pro Papa“ teilzunehmen. Sie waren aus Hamburg und Heidelberg, aus Stuttgart und dem Wallfahrtsort Heede im Emsland gekommen, und natürlich aus dem ganzen Erzbistum. Die Predigt hielt Weihbischof Dr. Klaus Dick, ein persönlicher Freund des Papstes, der theologisch brillant den Begriff „Kirche“ definierte: „Das Konzil hat Kirche als das Volk Gottes beschrieben. Das ist ein schönes Bild, doch es kann auch zu Missverständnissen führen, wenn man in politischen Begriffen denkt. Die Kirche ist eine mystische Einheit, die auf dem Felsen Petri ruht.“ Vierzehn konzelebrierende Priester vermittelten ein Bild von dieser Einheit und Brüderlichkeit. - Lesen Sie den ausführlichen Bericht von Michael Hesemann auf kath.net!
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12.07.2010 14:54:08
Papstreuer Bischof in China frei gelassen
(zenit.org/news.stjosef.at) Bischof Julius Jia Zhiguo aus der nordchinesischen Diözese Zhengding war 15 Monate lang im Gefängnis. Vorigen Mittwoch kam er endlich frei, wie die Nachrichtenagentur UCANews meldet. Der Bischof der nicht registrierten katholischen Kirche in China feierte mit seinen Diözesanangehörigen nach seiner Freilassung noch am selben Abend eine Eucharistiefeier im Dorf Wuqiu bei Shijiazhuang, der Hauptstadt der Provinz Hebei. Wieder auf freiem Fuß, versicherte der Hirte von Zhengding, dass er zwischenzeitlich keine staatliche Institution anerkannt habe. Über die in den USA ansässige Kardinal-Kung-Stiftung erklärte er, fest der Führung des Papstes zu folgen. Die Stiftung gilt als besonders wachsam im Hinblick auf Pekings Verstöße gegen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Bischof Julius war am 30. März vorigen Jahres festgenommen worden, an dem Tag, an dem die China-Kommission im Vatikan mit ihrer Vollversammlung begann. Die Kommission zeigte sich daraufhin in einer Erklärung besorgt um den prominenten Bischof.
Während seiner Gefangenschaft war die Familie des Bischofs mutig für seine Freilassung eingetreten. Zwei weitere Bischöfe, die auch aus der nördlichen Provinz Hebei kommen und der dortigen sogenannten Untergrundkirche angehören, waren sogar Jahre lang verschwunden: Bischof James Su Zhemin von Baoding und Bischof Cosmas Shi Enxiang von Yixian, die jeweils 1997 und 2001 eingesperrt waren.
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10.07.2010 06:28:41
Vor 150 Jahren starb der selige Engelbert Kolland als Märtyrer
(wikipedia.de) Engelbert Kolland (* 21. September 1827 in Ramsau in Tirol; † 10. Juli 1860 in Damaskus) war ein österreichischer Franziskaner und Märtyrer. Er wurde auf den Namen Michael getauft. 1847 trat er in das Franziskanerkloster Salzburg ein, wo er den Ordensnamen Engelbert erhielt. Er studierte in Schwaz, Hall, Kaltern und Bozen und legte am 22. November 1850 die feierlichen Ordensgelübde ab. Am 13. Juli 1851 wurde er in Trient zum Priester geweiht.
Vor allem wegen seiner hervorragenden Sprachkenntnisse wurde er 1855 als Missionar in den Orient entsandt. Er reiste über Triest, Alexandria und Jaffa nach Jerusalem, wo er am 17. April ankam. Am 8. September wurde er nach Damaskus versetzt. 1860 kam es zu Massakern an der christlichen Minderheit in Damaskus, in deren Verlauf auch die Missionsstation Kollands von Drusen überfallen wurde. Er wurde in der Nacht vom 9. zum 10. Juli gemeinsam mit sieben Mitbrüdern und drei maronitischen Laien ermordet. Am 10. Oktober 1926 wurde er gemeinsam mit den anderen zehn Opfern von Papst Pius XI. seliggesprochen.
(news.stjosef.at) Der aus Ramsau im Zillertal stammende Franziskanerpater Engelbert Kolland wirkte in Damaskus und wandte sich getreu seinem Leitspruch „Mein Gott und mein Alles“ den Mitmenschen in Not zu, denen er den christlichen Glauben verkündete und vorlebte. Mit 33 Jahren erlitt er das Martyrium durch fanatische Drusen. Im Bericht eines Augenzeugen heißt es: „Als einer der aufständischen Drusen auf ihn schießen wollte, fasste P. Engelbert das Gewehr und fragte ihn: ‚Freund, was habe ich dir getan, dass du mich töten willst?’ ‚Nichts’, antwortete dieser, ‚aber du bist ein Christ!’ Nach einem dreifachen Bekenntnis zu Jesus Christus, womit er die Aufforderung zum Abfall beantwortete, fiel P. Engelbert unter den Hieben einer Doppelaxt, die ihm den Schädel spaltete.“ In der Pfarre Zell am Ziller finden zum 150-Jahr-Jubiläum seines Todestages Festgottesdienste mit Erzbischof Kothgasser und Nuntius Zurbriggen statt: www.pfarre.zell.at / Lesen Sie auch die Biographie von P. Gottfried Egger OFM!
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10.07.2010 06:23:03
Auf die Liebe kommt es an
(stjosef.at/predigten) Wenn der Mensch nachdenkt und überlegt, dann begreift er irgendwann, dass all die Güter dieser Welt seinem Herzen nicht genügen können: so groß ist es, und so groß ist die Sehnsucht dieses Herzens! Auch menschliche Zuwendung und Liebe kann auf Dauer nicht genügen. Denn kein Mensch kann dem anderen „alles“ sein, auch wenn es in verschiedenen Liebesliedern und Liebesschwüren oft so zum Ausdruck kommt. Denn sogar der am meisten geliebte Mensch hat seine Grenzen und Fehler; und die Hinfälligkeit des Lebens in Krankheit und Tod zeigt auf, wie sehr wir alle auf Größeres, ja auf einen Größeren angewiesen sind, der uns auch da noch beistehen und trösten kann. Ja, unsere Sehnsucht nach Leben geht über das Grab hinaus, und wer vermöchte uns hier Sicherheit und Hoffnung zu geben als Gott allein? Es ist der Glaube an Jesus Christus, den Auferstandenen, der uns Licht, Kraft und Trost zu schenken vermag! Von daher begreifen wir die Schrifttexte dieses Sonntags als göttliche Antwort auf die Frage: Was zählt im Leben wirklich? Worauf kommt es an? - Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!
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09.07.2010 09:02:01
Ägidius Zsifkovics zum Bischof von Eisenstadt ernannt
(stephanscom.at) Der neue Eisenstädter Bischof heißt Ägidius Johann Zsifkovics. Die amtliche Bekanntgabe der Ernennung durch Papst Benedikt XVI. erfolgte am Freitag, 9. Juli 2010, um 12.00 Uhr im Vatikan. Ägidius Zsifkovics wurde am 16. April 1963 in Güssing geboren, 1987 zum Priester geweiht und ist seit 1999 Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz.
Mit dem katholischen Grußwort "Gelobt sei Jesus Christus" in vier Sprachen begrüßte der neue Bischof alle Menschen bei seiner Vorstellung in Eisenstadt. Allen voran dankte Zsifkovics seinem Vorgänger, Bischof Paul Iby, die "unkomplizierte, offene und sympathische Art", mit der er seinen Hirtendienst ausgeübt hat und die Freiheit, die er seinen Mitarbeitern gegeben hat.
Zsifkovics dankte auch allen Priestern, Diakonen, Ordensleuten, Pastoralassistenten, Religionslehrern und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diözesen, den Dekanaten und Pfarreien sowie allen Gläubigen für den treuen Dienst "in dieser für Glaube und Kirche so herausfordernden Zeit". Als langjähriger Pfarrer wisse er "von meiner täglichen Arbeit an der Basis, wie unentbehrlich diese Dienste für den Aufbau von Kirche sind und welch kostbares Geschenk uns das Zweite Vatikanische Konzil damit gegeben hat". Er freue sich auf die "Zusammenarbeit mit allen auf Augenhöhe und im Geist der Communio, erbitte mir ihre Mitarbeit, einen Vertrauensvorschuss und ihr Gebet", erklärte der neue Bischof. - Mehr auf http://www.martinus.at !
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09.07.2010 08:58:50
Görlitzer Bischof Zdarsa für Bistum Augsburg ernannt
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat den Bischof von Görlitz, Konrad Zdarsa, zum Nachfolger des emeritierten Bischofs Walter Mixa als Bischof von Augsburg bestimmt. Das gab der Vatikan an diesem Donnerstag bekannt. Zdarsa stammt gebürtig aus Hainichen im Bistum Dresden-Meißen, 2007 wurde er zum Bischof von Görlitz ernannt und geweiht. Beim Kirchentag in München hatte Pater Bernd Hagenkord Gelegenheit, sich mit Bischof Zdarsa über Pastoral und die Entwicklung der Kirche in Deutschland zu unterhalten. Weite, entchristliche Landstriche, so sieht die Realität der Kirche aus, in der Zdarsa bis vor kurzem Bischof war. - Mehr auf www.bistum-augsburg.de !
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02.07.2010 10:53:38
Das Reich Gottes ist euch nahe!
(stjosef.at/predigten; JSp) Auch an diesem 14. Sonntag im Jahreskreis C ist der "Tisch des Wortes Gottes" wieder reich gedeckt, wie ihn uns die Liturgie der Kirche in den Lesungen und im Evangelium darbietet. Wir wollen einiges davon näher betrachten und sind uns bewusst, dass wir den Reichtum des Wortes Gottes nie ganz ausschöpfen können!
Sind nicht die Verheißungen im Buch Jesaja überaus trostvoll? Gott wendet sich seinem Volk wieder zu, das von ihm abgefallen war. Er stellt die verlassene und zerstörte Stadt Jerusalem wieder her und macht sie wirklich zu seiner „Stadt des Friedens“, wie es ihrem Namen entspricht. In dieser heiligen Stadt wird das Volk Gottes getröstet, und hier verwendet der Prophet Jesaja Worte, die auf die Liebe einer Mutter anspielen, die ihre Kinder auf den Schoß nimmt, an ihr Herz drückt und an ihrer Brust saugen lässt.
Wenn wir danach fragen, wie sich eine solche Verheißung überhaupt verwirklichen kann, werden wir auf das „himmlische Jerusalem“ verwiesen, das die Mutter aller Gläubigen ist. „Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter“ (Gal 4,26). Dort, in der ewigen Stadt Gottes (vgl. Offb 21), werden wir Freude, Trost und Frieden finden. Gott selbst wird unser ewiger Trost sein.
Dass es hier auf Erden weniger friedlich zugeht, ja dass gerade das „Heilige Land“ oft Schauplatz von Gewalt und kriegerischer Auseinandersetzung ist, wollen wir zum Anlass nehmen, für die Menschen in jenen schwierigen Verhältnissen – sowohl für die Palästinenser als auch für die Israelis – zu beten, dass endlich ein dauerhafter Friede einkehren möge. - Lesen Sie die Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis im Wortlaut!
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02.07.2010 10:50:32
Chinesisches Priesterseminar in Hebei zieht positive Bilanz
(fides.org) „Der Studienabschluss ist nicht unser eigentliches Ziel, denn es ist erst der wahre Beginn unserer Berufung. Wir sind bereit, den Wandel in unserem Leben anzunehmen und uns der Seelsorge und der Evangelisierung, dem Dienst, dem Opfer und der Hingabe zu widmen“, so einer der 22 Studenten des Regionalen Seminars in Hebei, die ihren Studienzyklus abgeschlossen haben. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, wurde am 30. Juni 2010 in der Aula Manga des Seminars ein Gottesdienst für die 22 Priesteramtskandidaten gefeiert, die nach sieben Jahren ihr Studium beenden. Der Rektor des Seminars und die jeweiligen Bischöfe aus den verschiedenen Diözesen nahmen an der heiligen messe teil und dankten dem Herrn für das Geschenk der angehenden Priester. Der Vertreter der Seminaristen erinnerte auch an alle, die ihren Berufungsweg begleitet haben: Priester, Ausbilder, Angehörige, Freunde und Gläubige….
Wie der stellvertretende Rektor des Seminars betonte „wurden seit der Eröffnung des Regionalen Seminars in Hebei insgesamt 472 Seminaristen ausgebildet, von denen 420 die Priesterweihe empfingen, 3 bereits Bischöfe sind und 2 in Kürze zu Bischöfen geweiht werden“. „Unsere größten Erfolge verzeichnen wir jedoch nicht im wissenschaftlichen oder intellektuellen Bereich“, so der Geistliche weiter, „sondern vielmehr ist es die Tatsache, dass wir viele gute Arbeiter ausgebildet durften, die Christus, seine Kirche und die Gläubigen lieben.“
Wie aus den Statistiken hervorgeht, die das in der Region Hebei angesiedelte Verlagshaus „Faith“ veröffentlicht, konnten unter den zehn Priesterseminaren in Festlandchina dieses Jahr nur die Seminare in Hebei und Shanghai einigen unter ihren insgesamt 40 Studenten zum Ende des akademischen Jahres den Studienabschluss überreichen. An den anderen Seminaren geht der Studienzyklus im Sommer nächsten Jahres zu Ende.
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01.07.2010 12:06:07
Das Beispiel des hl. Josemaria Escriva
(presse.kirche.at) „Josefmaria Escriva war die große Gründergestalt im 20. Jahrhundert“, stellte Bischof Klaus Küng beim Gottesdienst zum Gedenktag des heiligen Josefmaria Escriva de Balaguer, des Gründers von Opus Dei, am 30 Juni im Dom zu St. Pölten fest. Mit Bischof Küng feierte neben weiteren Priestern und Gläubigen auch der Regionalvikar von Opus Dei in Österreich, Dr. Ludwig Juza den Gottesdienst mit.
Man könne sich heute nur wünschen, dass die Lehre und Spiritualität Escrivas von möglichst vielen entdeckt werde, sagte Bischof Küng. Ziel von Josefmaria Escriva de Balaguer sei es gewesen, moderne Apostel für die heutige Zeit auszubilden.
Sein „Werk“ sollte Männer und Frauen befähigen, in den heutigen Verhältnissen und an ihrem Platz in Beruf, in Gesellschaft und Familie „Salz und Licht“ zu sein, wie er sagte. Schon vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil habe Josefmaria Escriva gepredigt, dass nicht nur Priester und Ordensleute die Kirche ausmachen, sondern alle Getauften und Gefirmten ihre Sendung aktiv wahrnehmen sollen.
Traurig habe ihn die Tatsache gestimmt, dass viele Priester und Ordensleute Aussagen des Konzils missverstanden hätten, wies der Bischof hin. Er habe dennoch nicht mit Bitterkeit reagiert, sondern mit verstärkter Anstrengung, die Menschen im Glauben zu bestärken. So habe er Priester und Laien immer wieder angehalten, das geistliche Leben nicht zu vernachlässigen und die Aufgabe des Apostolates mutig wahrzunehmen.
Trotz aller Schwierigkeiten und Anfeindungen, die dem Opus Dei immer wieder entgegenschlugen, konnte es sich weiter ausbreiten, wies Bischof Küng hin, der von 1976 bis 1989 selbst Regionalvikar von Opus Dei in Österreich war.
Das Geheimnis des Opus Dei sei das Gebet und seine Treue zu Kirche und zu Christus, betonte Küng. So sei das Opus Dei nicht nur treu zur Lehre der Kirche gestanden, sondern habe auch einen Weg gelehrt, in der heutigen Zeit und unter heutigen Bedingungen verbunden mit Gott zu leben.
Das Opus Dei ist eine internationale Einrichtung der Seelsorge der katholischen Kirche. Es wurde 1928 vom heiligen Josefmaria Escrivá gegründet und will aufzeigen, dass die Arbeit und die gewöhnlichen Lebensumstände Möglichkeiten bieten, Gott zu begegnen und den anderen zu dienen.
Link: Die Predigt des Bischofs im Wortlaut.
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01.07.2010 12:03:47
Altbischof Mixa vom Papst empfangen
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat sich an diesem Donnerstag mit dem früheren Bischof von Augsburg, Walter Mixa, getroffen wie "Radio Vatikan" berichtet. Für die Begegnung im Apostolischen Palast des Vatikans hatte der Papst fast eine Stunde Zeit angesetzt – mehr als für andere Audienzen dieses Tages. Benedikt hatte im Mai den Rücktritt Mixas angenommen, später hatte der Bischof sich um eine Rücknahme dieser Entscheidung bemüht. Rund um den Rücktritt sind derzeit noch zahlreiche Sachen ungeklärt. Der Vatikan hat zu dem Treffen folgende Erklärung veröffentlicht:
Der Heilige Vater hat am 1. Juli 2010 den emeritierten Bischof von Augsburg Msgr. Walter Mixa in Audienz empfangen. Der Papst hatte mit Schreiben vom 4. Mai 2010 der Bitte des Bischofs um Entpflichtung von seinen Ämtern als Oberhirte der Diözese Augsburg und als deutscher Militärbischof entsprochen; die Endgültigkeit dieser Entscheidung wurde in der Audienz nochmals bestätigt.
Bischof Mixa wird sich zu einer Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets zurückziehen und nach einer Periode der Heilungen und der Versöhnung wie andere emeritierte Bischöfe für Aufgaben der Seelsorge im Einvernehmen mit seinem Nachfolger zur Verfügung stehen.
Bischof Mixa hat betont, daß er seinen bischöflichen Dienst immer gern und gewissenhaft zu erfüllen sich mühte. Er hat aber auch in aller Ehrlichkeit und Demut sein Bekenntnis bekräftigt, daß er Fehler und Irrtümer begangen hat, die zu einem Vertrauensverlust führten und den Rücktritt unvermeidlich werden ließen.
Er hat erneut für all seine Fehler um Verzeihung gebeten, bittet aber zu Recht auch darum, daß man über seinen Fehlern das Gute, das er getan hat, nicht ganz vergessen möge.
Der Heilige Vater hat die Hoffnung ausgedrückt, daß die Vergebungsbitte auf offene Ohren und Herzen stoße. Nach einer Zeit oft maßloser Polemik wünscht er sich Versöhnung, ein neues Sich-Annehmen in der Gesinnung der Barmherzigkeit des Herrn und im gläubigen Sich-Anvertrauen an seine Führung.
Er bittet vor allem auch die Mitbrüder im bischöflichen Amt, Bischof Mixa mehr als bisher ihre freundschaftliche Nähe, ihr Verstehen und ihre Hilfe zur Findung der rechten Wege spüren zu lassen. Alle Gläubigen der Diözese Augsburg bittet der Papst, neu aufeinander zuzugehen und den Bischof offenen Herzens anzunehmen, den er als Nachfolger von Bischof Mixa bestellen wird.
Die Welt wartet in einer Zeit der Gegensätze und der Unsicherheit auf das gemeinsame Zeugnis der Christen, das sie von ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Herrn her zu geben vermögen und in dem sie einander wie der ganzen Gesellschaft helfen, den rechten Weg in die Zukunft zu finden.
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30.06.2010 15:16:34
Viel Gutes, aber auch viel Not in der Kirche
(presse.kirche.at) Eine gemischte Bilanz zur Situation der Kirche in der Diözese St. Pölten hat Bischof Klaus Küng gezogen. In seiner Predigt zum Hochfest „Peter und Paul“ am Dienstagnachmittag im St. Pöltner Dom sagte Küng, dass in den Pfarren „viel Gutes“ vorhanden sei. Zugleich würden ihm viele, über die Diözese hinausreichende Entwicklungen, Sorgen bereiten: „Es ist nicht zu übersehen, dass wir in Not sind.“
Nach nun bald sechs Jahren als St. Pöltner Diözesanbischof könne er sagen, „da ist viel Gutes in den Pfarren vorhanden“, so Küng. „Fast alle Priester und Pfarrgemeinderäte, Pfarrkirchenräte, Religionslehrer, Pastoralassistenten sind mit viel Fleiß, viel Eifer und großem Einsatz an der Arbeit.“ Guter Wille sei überall zu erkennen, auch wenn es mancherorts Probleme gebe.
Doch es gebe nicht nur einen Wandel zum Positiven, so der Bischof. Er sprach unter anderem den Rückgang des Gottesdienstbesuchs und die Abkehr der meisten Jugendlichen vom kirchlichen Leben an. Die Weitergabe des Glaubens sei – „eigentlich auch unabhängig vom Priestermangel“ – an nicht wenigen Orten „regelrecht gefährdet“. Neben dem Priestermangel lasse in letzter Zeit auch der Nachwuchs bei den Religionslehrern und Pastoralassistenten nach, so der Bischof. Zudem werde es schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden.
Küng verwies in diesem Zusammenhang auch auf den von Papst Benedikt XVI. neu gegründeten Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung, der sich vor allem der Länder alter christlicher Tradition annehmen soll, in denen sich Glaube und Kirche durch die fortschreitende Säkularisierung in einer Krise befinden würden. Küng: „Dieser neue Päpstliche Rat ist - davon bin ich überzeugt - auch für uns wichtig.“
Der Bischof rief alle Gläubigen seiner Diözese zum Gebet auf: „Angesichts eines oft durchgeplanten Aktivismus mag ein Aufruf zum Gebet manchen wie eine Flucht in die Spiritualität wirken; und doch bin ich sicher, es ist wirklich der einzige Weg, damit unsere Kirche wieder erstarkt.“
Zu dem Festgottesdienst mit Bischof Küng waren zahlreiche Priester der Diözese gekommen, vor allem jene, die heuer ein rundes Weihejubiläum feiern: 10 Priester feiern das silberne, 14 das goldene und 3 sogar das diamantene (60-jährige) Priesterjubiläum. Auch Bischof Küng selbst ist unter den Jubilaren: Er feiert im August 40 Jahre Priesterweihe.
Link: Predigt im Wortlaut.
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30.06.2010 15:14:26
Kardinal Schönborn verteidigt den Zölibat
(kathpress.at) Die Aufhebung des Pflichtzölibats für römisch-katholische Priester ist für Kardinal Christoph Schönborn kein geeigneter Lösungsansatz, um die derzeitige Kirchenkrise zu überwinden. In der ORF-Sendung "kreuz & quer" am Dienstagabend nahm der Kardinal zur jüngsten Pfarrer-Studie Stellung, wonach 79 Prozent der katholischen Pfarrer in Österreich für eine Abkehr von der Zölibatspflicht für Priester eintreten, 51 Prozent für die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe und 52 Prozent bekennen, dass sie in wichtigen Fragen anders denken als die Kirchenleitung. 75 Prozent der Pfarrer fühlen sich zudem aufgrund des Priestermangels stark überlastet. Das Hauptproblem in den Pfarrgemeinden sei nicht der Priestermangel, sondern der "Leutemangel", so Schönborn. In den Ballungsräumen aber auch am Land gebe es einen dramatischen Schwund an praktizierenden Katholiken, auch wenn viele Menschen noch der Kirche gegenüber Sympathien hegen würden. Zwar werde die Diskussion über die Ehelosigkeit der Priester weitergehen, "aber ich bin persönlich davon überzeugt, dass die wirkliche Lösung nicht hier liegt", so der Kardinal. Er wies darauf hin, dass 80 Prozent der befragten Pfarrer in der Studie angeben, auch bei einer Aufhebung des Zölibats weiter ehelos zu leben. Er denke auch, dass sich der Zölibat bei allen Problemen, die es wie auch in der Ehe gibt, letztlich bewährt habe, so Schönborn. Zu der von 52 Prozent der befragten Pfarrer befürworteten Zulassung von Frauen zum Weiheamt verwies der Kardinal auf die katholische und auch orthodoxe Lehre, die klar eine gegensätzliche Position vertritt. Nachsatz: "Und ich denke, dabei wird es auch bleiben." Zu den aufgrund des Priestermangels beginnenden strukturellen Veränderungen hin zu größeren Seelsorgeräumen meinte der Wiener Erzbischof, dass er Verständnis dafür habe, wenn Pfarrer dies skeptisch sehen. Notwendig sei auf jeden Fall, dass die Pfarrgemeinden stärker zusammenarbeiten. Pfarrer und Seelsorger Der Kardinal verwies auch auf Überlegungen nach deutschen Vorbild, wonach künftig deutlicher zu unterscheiden sei zwischen Pfarrer und Priester. Schönborn: "Der Pfarrer hat heute sehr viel mehr Koordinationsaufgaben, die Managementqualitäten erfordern, als früher. Und wahrscheinlich sind bei weitem nicht alle Priester geeignet zum Pfarreramt, aber sie sind sehr gut geeignet zur Seelsorge. Und wenn man einen Menschen, der ein guter Seelsorger ist, belastet mit der Aufgabe, Pfarrer zu sein, dann frustriert man ihn." Zum Studienergebnis, wonach die Vorstellungen von Kirchenleitung und Kirchenvolk in wichtigen Fragen immer mehr auseinanderklaffen, räumte Schönborn ein, dass dies etwa in der Verhütungsfrage zutreffe; beunruhigend sei es aber, wenn es einen Dissens in zentralen Glaubenssätzen, etwa das "Ewige Leben" betreffen, gibt. Er sei immer wieder überrascht, wie viele auch praktizierende Katholiken der Lehre von der Wiedergeburt positiv gegenüberstehen würden. Zu der von 76 Prozent der befragten Pfarrer vertretenen Meinung, wonach die katholische Kirche als Folge des Missbrauchskandals über den eigenen kirchlichen Umgang mit Sexualität nachdenken sollte, meinte Schönborn: "Wenn propagiert wird, dass du am Maturasplash alles machen kannst, wenn propagiert wird, dass auch schon im Schulalter experimentiert werden soll, ob du homosexuell bist oder heterosexuell, wenn der Seitensprung sozusagen als Ehehygiene angeboten wird, da muss man doch sagen: Moment, da sind manche Dinge nicht im Lot. Und ich würde doch einmal sehr kritisch die Gegenfrage stellen: Ist in der Kirche, in der kirchlichen Lehre die Sache nicht im Lot, oder ist es eher in der Gesellschaft?"
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30.06.2010 15:11:45
Bischof Koch folgt Kardinal Kasper im Einheitsrat nach
(radiovatikan.de) Der Basler Bischof Kurt Koch ist von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt worden. Dies teilte der Bischof in einem persönlichen Schreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger seiner Diözese mit Datum vom 29. Juni mit. Bereits im Februar habe ihn der Papst nach seiner Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe gefragt, schreibt Koch. Der Basler Bischof tritt sein neues Amt am Donnerstag, den 1. Juli, an. Der Vatikan hat Kochs Ernennung deshalb noch nicht bekannt gegeben.
Der Papst habe betont, dass es ihm ein wichtiges Anliegen sei, dass diese Aufgabe von jemandem wahrgenommen werde, der die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen nicht nur aus der Literatur, sondern „aus der unmittelbaren Erfahrung“ kenne. Damit habe der Papst erneut gezeigt, dass ihm nicht nur die Ökumene mit den Orthodoxen, sondern auch diejenige mit den Protestanten am Herzen liege, so Koch in seinem Schreiben. Er freue sich darauf, der Ökumene, einem seit dem Zweiten Vatikanum wichtig gewordenen Anliegen, in besonderer Weise dienen zu können.
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30.06.2010 15:10:09
Beichte und geistliche Begleitung sind wichtig
(zenit.org) Im Mittelpunkt der Katechese zur heutigen Generalaudienz stellte Papst Benedikt XVI. den heiligen Giuseppe Cafasso (* 15. Januar 1811 in Castelnuovo d'Asti; † 23. Juni 1860 in Turin) anlässlich dessen 150. Todestag. Der Papst schlug den Laiengläubigen und vor allem den Priestern das Beispiel dieses piemontesischen Priesters vor, der sein Leben der Ausbildung, der Beichte, der geistlichen Begleitung und dem Apostolat bei den Armen und Häftlingen gewidmet hatte.
Die Botschaft des heiligen Giuseppe Cafasso sei nach wie vor lebendig und aktuell, so der Papst. Er sei ein Ausbilder von Priestern (unter diesen der heilige Johannes Bosco) und ein wahrer Hirt mit einem reichen inneren Leben gewesen. Er habe sich durch tiefen Eifer in der Seelsorge, Treue im Gebet und seinen Einsatz für die Katechese, die Beichte und die Eucharistie ausgezeichnet.
Benedikt XVI. betonte die drei „Begabungen" des heiligen Priester: „Ruhe, Aufmerksamkeit und Klugheit". Die Lehre des Cafasso sei nicht abstrakt gewesen, sondern habe ihren Ursprung in der lebendigen Erfahrung Gottes gehabt. Dabei betonte der Papst die Wichtigkeit der geistlichen Begleitung, „um zu wissen, was Gott von uns will".
Ebenso fruchtbar sei sein Apostolat bei den niedrigen Menschen und dabei besonders bei den Häftlingen gewesen. Der Heilige habe die Häftlinge mit seiner Liebe zu Gott erobert. Cafasso habe die Gewissen in persönlichen Gesprächen beruhigt und aufgeweckt, deren Ziel die Beichte gewesen sei. 57 zum Tode Verurteilte habe der Heilige bis zur Hinrichtungsstätte begleitet, „mit tiefer Liebe bis zum letzten Atemzug".
Giusepe Cafasso, so Benedikt XVI. abschließend, bilde einen an alle ergehenden Aufruf, den Weg der Heiligkeit zu intensivieren. Er rufe den Priestern in Erinnerung, der Beichte, der geistlichen Begleitung und der Aufmerksamkeit gegenüber den niederen Menschen Zeit zu widmen.
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29.06.2010 13:40:48
Vatikanische Erklärung zum Treffen von Kardinal Schönborn mit dem Papst
(kath.net) Deutsche Fassung der Mitteilung des Pressesaales des Hl. Stuhls vom 28.06.2010 zur Begegnung des Heiligen Vaters mit Kardinal Schönborn:
1) Der Heilige Vater hat heute Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, in Audienz empfangen. Dieser hatte darum gebeten, dem Heiligen Vater persönlich über die gegenwärtige Lage der Kirche in Österreich berichten zu dürfen. Insbesondere wollte Kardinal Christoph Schönborn den genauen Sinn seiner jüngsten Erklärungen zu einigen Aspekten der aktuellen kirchlichen Disziplin erläutern wie auch einige Beurteilungen zur Haltung des Staatssekretariates und insbesondere des damaligen Staatssekretärs von Papst Johannes Paul II. seligen Angedenkens in Bezug auf den verstorbenen Kardinal Hans Hermann Groër, 1986-1995 Erzbischof von Wien.
2) Im Anschluss wurden die Kardinäle Angelo Sodano, Dekan des Kardinalskollegiums, und Tarcisio Bertone, Staatssekretär, zur Begegnung hinzugeladen.
Im zweiten Teil der Audienz wurden einige weit verbreitete Missverständnisse geklärt und aufgelöst, die zum Teil aus Aussagen von Kardinal Christoph Schönborn herrührten, welcher sein Bedauern dafür ausdrückt, wie diese interpretiert wurden.
Im Besonderen:
a) Es wird daran erinnert, dass in der Kirche, wenn es sich um Anschuldigungen gegenüber einem Kardinal handelt, die Zuständigkeit alleine beim Papst liegt; die anderen Instanzen können eine Funktion der Beratung haben, dies immer mit dem nötigen Respekt gegenüber den Personen.
b) Das Wort “Geschwätz” wurde irrtümlich interpretiert als ein Mangel an Respekt für die Opfer sexuellen Missbrauchs, für die Kardinal Angelo Sodano dieselben Empfindungen des Mitgefühls und der Verurteilung des Bösen hegt, wie dies in verschiedenen Stellungnahmen des Heiligen Vaters zum Ausdruck gekommen ist. Dieses in der Osteransprache an Papst Benedikt XVI. ausgesprochene Wort war wortwörtlich aus der Papstansprache vom Palmsonntag genommen und war dort bezogen auf den „Mut, sich nicht vom Geschwätz der vorherrschenden Meinungen einschüchtern zu lassen“.
3) Der Heilige Vater erinnert sich mit großer Zuneigung an seinen Pastoralbesuch in Österreich und sendet durch Kardinal Christoph Schönborn seinen Gruß und seine Ermutigung der Kirche, die in Österreich ist, und ihren Hirten, wobei er dem himmlischen Schutz Mariens, die in Mariazell so sehr verehrt wird, den Weg einer erneuerten kirchlichen Gemeinschaft anempfiehlt.
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29.06.2010 13:38:55
Das Kreuz steht für christliche Werte
(stephanscom.at) "Religionsfreiheit bedeutet im Kern vor allem das Menschenrecht, die religiöse Überzeugung einzeln oder gemeinsam, sowohl privat als auch öffentlich auszuüben", betonte Kardinal Christoph Schönborn in einer am Dienstag, 29. Juni 2010, veröffentlichten Erklärung zum Verfahren des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) über religiöse Symbole in öffentlichen Schulen. Er forderte vom EGMR, auch weiterhin den Kern und die positive Sicht der Religionsfreiheit zu garantieren.
Das Kreuz als das christliche Grundsymbol bringe die religiöse Grundüberzeugung von Christen aller Konfessionen zum Ausdruck, so Kardinal Schönborn: "Es ist ein vielschichtiges Symbol, das als solches auf Menschen keinen Zwang ausübt und keinen Menschen ausgrenzt."
Weiters wies der Vorsitzende der Bischofskonferenz darauf hin, dass das Kreuz als Symbol auch unabhängig vom Religionsbekenntnis eines Europäers wichtig sei, weil "das Kreuz und die damit zum Ausdruck gebrachten christlichen Werte und Überzeugungen ein wesentlicher Teil der europäischen Kultur und Identität" seien. Das Kreuz im Klassenzimmer öffentlicher Schulen sei auch "ein Anknüpfungspunkt für den interreligiösen und interkulturellen Dialog, der in Europa auf der umfassend garantierten Religionsfreiheit gegründet ist", gab Kardinal Schönborn zu bedenken.
Ab 30. Juni wird die Große Kammer des EGMR über den Fall "Lautsi gegen die Republik Italien" beraten. Erstmals in der Geschichte des EGMR beteiligen sich 10 Mitgliedstaaten des Europarates als Drittkläger am Verfahren und haben sich dem Rekurs Italiens angeschlossen. Daneben haben die Republik Österreich und andere Staaten das Kreuz-Urteil der ersten Instanz des EGMR offiziell kritisiert und dazu ablehnende Stellungnahmen abgegeben.
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29.06.2010 13:37:49
Heiligenkreuzer Abt kritisiert Zulehner-Studie
(diepresse.com) Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, wortmächtiger Vertreter jener raren Spezies in Österreich, die Rom in allem bedingungslos folgt ist „traurig“. Traurig über die jüngste repräsentative Pfarrer-Umfrage, deren Ergebnisse die Situation der Kirche in Österreich erschwere. 81 Prozent haben sich für die Weihe verheirateter Männer, 51 Prozent für Priesterinnen ausgesprochen.
Henckel-Donnersmarck, Abt im Stift Heiligenkreuz bei Wien, am Dienstag im Gespräch mit der „Presse“: „Ich sehe die Umfrage als ein Symptom eines falschen Kirchenbildes von denen, die die Umfrage gestartet haben und von denen, die sich daran beteiligt haben. Das Kirchenbild, das ich habe, ist das einer sperrigen Offenbarung. Diese plebiszitär zu behandeln ist grundsätzlich falsch.“
Und der Zisterzienser wird noch deutlicher: „Den Pfarrern fehlt das kirchliche Bewusstsein, die Einfügung auch im Gehorsam. Alle wollen das Beste für die Kirche und ich möchte nicht von Spaltung sprechen. Aber es sind nicht alle ausreichend kirchlich indoktriniert, ich sage das im vollen Bewusstsein, das heißt in die kirchliche Lehre liebevoll eingedrungen.“ So sei der Zölibat immer schon ein im Evangelium begründeter Aspekt des kirchlichen Lebens in der lateinischen Kirche des Westens gewesen. Henckel-Donnersmarck: „Ich werde immer sagen, in dubio pro papa, im Zweifel für den Papst.“ Vor dem Hintergrund des heutigen Verständnisses sei diese Form der Treue ein Punkt im kirchlichen Leben, der schwer verständlich zu machen ist.
Weshalb die Pfarrer eine immer größere Differenz zwischen den römischen Lehraussagen und ihren eigenen Ansichten sehen? Der Abt gibt den Medien Mitschuld für das Phänomen: „Es gibt eine kolossale Präsenz einer medialen Öffentlichkeit, die viele in den Bann zieht.“ Im Grunde seien aber alle Fragestellungen wie Zölibat oder Priesterweihe für Frauen schon beim Kirchenvolksbegehren und beim Delegiertentag in Salzburg diskutiert worden. Henckel-Donnersmarck: „Mich beunruhigt, dass auch im Bewusstsein theologisch ausgebildeter Priester die theologischen Grundlagen von Zölibat und Amtsverständnis nicht mehr vorhanden sind.“ - Link: Die Ergebnisse der Studie im Detail (Kathpress).
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27.06.2010 12:29:23
Papst Benedikt bestärkt Belgiens Bischöfe
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat den belgischen Bischöfen seine Nähe und Solidarität bekundet. An diesem Sonntag sendete das katholische Kirchenoberhaupt einen Brief an den Vorsitzenden der belgischen Bischofskonferenz, Erzbischof André-Joseph Léonard. Mit klaren Worten ging Benedikt XVI. auf die jüngsten Vorgänge in Brüssel ein. Dort hatte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag im Zuge von Ermittlungen in Missbrauchsfällen die in Brüssel versammelten Bischöfe für neun Stunden festgesetzt, ihre Handys und vertrauliche Unterlagen beschlagnahmt und zudem die Gräber von zwei Kardinälen aufgebrochen. Der Papst verurteile den Missbrauch von Minderjährigen durch Kirchenmitarbeiter aufs Schärfste. Die Kirche sei bei der Aufklärung zur Zusammenarbeit mit der staatlichen Justiz bereit, betonte der Papst in dem Brief vom Sonntag. Die Form der Untersuchung und insbesondere die Zerstörung von Gräbern seien jedoch schwerwiegend. – Der belgische Botschafter beim Heiligen Stuhl war am gleichen Tag – also bereits am Donnerstag – in den Vatikan einbestellt worden. - Die jetzt beginnende Urlaubszeit soll auch dafür genutzt werden, mit Gott in Kontakt zu kommen. Das regte Papst Benedikt XVI. am Sonntag bei seinem Angelusgebet auf dem Petersplatz an. Unter strahlendem Sonnenschein betete das katholische Kirchenoberhaupt vor mehreren tausend Pilgern und Besuchern das Mittagsgebet. „Die Ferientage bieten eine gute Gelegenheit zur Begegnung mit der Natur und mit anderen Menschen und geben Anlass zur Kreativität. Neben der physischen Erholung und der intellektuellen Weiterentwicklung können sie aber auch ein Moment sein, um das Gebet zu intensivieren und den Glauben zu stärken. Dies wird sich auch positiv auf das soziale Leben auswirken.“
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