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23.05.2010 18:10:51
Aufruf zum Gebet für China
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat am Pfingstsonntag alle Gläubigen zum Gebet für die katholische Kirche in China aufgerufen. Anlass war der "Gebetstag für die Kirche in China", den die Kirche jeweils am 24. Mai begeht. Nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz äußerte der Papst die Hoffnung, dass die Gläubigen in China untereinander eine Gemeinschaft bildeten und dass sich ihre Einheit mit der Weltkirche immer weiter vertiefe.
Benedikt XVI. hatte in einem spektakulären Offenen Brief an die Kirche in China im Frühsommer 2007 den 24. Mai zum Gebetstag für die Kirche in China bestimmt. In dem Schreiben hatte er die Katholiken der regimenahen Patriotischen Vereinigung und die romtreue Untergrundkirche zur Einheit in Gemeinschaft mit dem Papst und der Weltkirche aufgerufen. Das setze Religionsfreiheit voraus, die etwa dem Papst die Ernennung von Bischöfen ermögliche, schrieb er damals.
Die staatlichen Kirchenbehörden Chinas lehnen diesen Anspruch Roms als Einmischung in innere Angelegenheiten der Volksrepublik ab und nominieren ihrerseits Bischofskandidaten. Die große Mehrheit der chinesischen Bischöfe habe heute jedoch die Zustimmung des Vatikan erhalten, heißt es in Rom.
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23.05.2010 18:06:35
Erotisierung der Gesellschaft auch in der Kirche spürbar
(presse.kirche.at) Die Erotisierung der Gesellschaft ist auch in die Kirche hereingeschwappt, meinte Bischof Klaus Küng in einem Interview mit der deutschen "Tagespost". Der "Familienbischof" wies dabei auf die Gefahr homosexueller Netzwerke in Priesterseminaren und Teilen des katholischen Klerus hin. Sie könnten ein Kloster oder eine Diözese sogar existenziell bedrohen, sagte Küng. Dann bilde sich eine Atmosphäre, "die ganz bestimmte Personen anzieht, andere dagegen abstößt zum großen Schaden der Seelsorge".
Bischof Küng betonte, wenn solche Netzwerke überhandnähmen, gebe es seines Erachtens nur eine "radikale Lösung: Unter Umständen Schließung solcher Seminare und Klöster mit einem Neubeginn". Küng plädierte für eine besonders genaue und eingehende Prüfung von Kandidaten für das Priesteramt.
Die Ansicht, zwischen Homosexualität und Pädophilie gebe es einen direkten Zusammenhang, wies er zurück. Ebenso wandte sich Küng gegen die Auffassung, der Zölibat an sich sei Ursache für Missbrauchsfälle im kirchlichen Kontext. Er sprach sich gegen eine Abkehr von der Zölibatsverpflichtung für Priester aus. Es gebe "kein stärkeres Zeichen für Gott und für die Liebe zur Kirche als den freiwilligen, bewussten Verzicht auf Ehe und Familie". Für die Verwässerung dieses Zeichens machte Küng die verbreitete "Erotisierung" auch innerhalb der Kirche mitverantwortlich.
Zur Forderung nach einem "barmherzigeren" Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen sagte Küng in dem "Tagespost"-Interview, der Empfang der Eucharistie setze "immer - nicht nur im Zusammenhang mit der Ehe - die Bemühung voraus, im Einklang mit den Weisungen des Herrn zu leben". Dies sei nicht gegeben, wenn jemand mit einer anderen Person als der kirchlich angetrauten in einer sexuellen Beziehung zusammenlebe.
Kommunionempfang in einer solchen Situation setze Umkehr oder zumindest den Wunsch danach voraus. "Wenn die Kirche die Einhaltung dieser Kriterien fordert, ist das nicht ein Mangel an Barmherzigkeit, sondern die Folge einer inneren Logik", erklärte der St. Pöltner Bischof. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich da in der Zukunft etwas ändern kann.
Auch wiederverheiratete Geschiedene seien nicht für immer vom Empfang der Kommunion ausgeschlossen, sofern sie ihre sexuelle Gemeinschaft nicht fortführen und "wie Bruder und Schwester leben". Wiederverheiratete sollten nach den Worten Küngs ernsthaft versuchen, christlich zu leben, indem sie ihr Gebet pflegen und regelmäßig am Sonntagsgottesdienst teilnehmen, auch wenn sie nicht kommunizieren können.
Klaus Küng war noch in seiner Zeit als Feldkircher Bischof als "Trouble-Shooter" in die Diözese St. Pölten gekommen. Im Juli 2004 wurde er zum Apostolischen Visitator bestellt, um die Situation in der Diözese und im Priesterseminar zu klären, nachdem Vorwürfe der Kinderpornografie und praktizierter Homosexualität bekanntgeworden waren. Am 7. Oktober 2004 wurde Küng zum Bischof von St. Pölten und damit als Nachfolger von Kurt Krenn ernannt.
Link: Das Interview im Wortlaut.
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22.05.2010 06:09:30
Neuausgabe des Begräbnisrituale wird aufgrund von massiver Kritik überarbeitet
(news.stjosef.at) Im Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg (Mai 2010) wird ein Schreiben des Vorsitzenden der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Joachim Meisner, an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und konferenzfreien Bischöfe des deutschen Sprachgebiets, dokumentiert. Darin geht es um die Rezeption der Neuausgabe des Ritual-Faszikels „Die kirchliche Begräbnisfeier“, die offenbar auf massive Kritik gestoßen ist. Angesichts der Probleme heißt es sogar: „Die Deutsche Bischofskonferenz ist im Rahmen ihrer Frühjahrsvollversammlung am 23. Februar 2010 zu der Feststellung gelangt, dass das neue Rituale in der vorliegenden Fassung als gescheitert gelten muss. Um der Ordnung der Liturgie willen hält sie Maßnahmen für erforderlich, die der Verunsicherung in den Pfarreien begegnen und die erforderliche Überarbeitung des Rituale zielstrebig auf den Weg bringen.“ In diesem Sinn wird die Absicht der Deutschen Bischofskonferenz kundgemacht, „umgehend den Zeitraum, in dem die Ausgabe 1972/73 des Rituale ‚Die kirchliche Begräbnisfeier in den Bistümern des deutschen Sprachgebietes‘ rechtmäßig benutzt werden kann, für ihren Verantwortungsbereich um zwei Jahre (bis zum 1. Adventssonntag 2011, 27.11.2011) zu verlängern.“ Außerdem wird „sofort mit einer Bestandsaufnahme der Kritik und der Erstellung einer revidierten Fassung“ begonnen. Kardinal Meisner bringt in seinem Schreiben die Hoffnung zum Ausdruck, dass es gelingt, „eine verbesserte zweite Auflage des Begräbnisrituale auf den Weg zu bringen, die den Bischofskonferenzen und konferenzfreien Erzbischöfen zur Approbation und anschließend dem Apostolischen Stuhl zur Rekognoszierung vorgelegt werden kann.“ Die Erzdiözese Salzburg hat für ihren Bereich die rechtmäßige Verwendung der Ausgabe 1972/73 des Rituale bis zum 27.11.2011 verlängert.
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22.05.2010 05:58:32
Pfingsten - das Fest des Heiligen Geistes
(stjosef.at/predigten; JSp) Obwohl in unserem Land noch viele Menschen getauft sind und zur katholischen Kirche gehören, gibt es bei vielen eine große religiöse Unwissenheit. Mitunter wird im Radio oder auch im Fernsehen eine Quiz- bzw. Rätselfrage gestellt, die sich auf die kirchlichen Feiertage bezieht. So auch unlängst wieder in Ö3, wo es um Pfingsten ging. Jemand meinte, das Fest habe mit der Verklärung Christi zu tun. Die richtige Antwortet lautet jedenfalls: Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes.
Aber mit dieser Antwort wissen selbst gläubige Katholiken nicht immer etwas zu verbinden. Vielleicht ergeht es uns wie den Johannesjüngern in Ephesus, die auf die Frage, ob sie schon den Heiligen Geist empfangen hätten, antworteten: „Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“ (Apg 19,2)
Nun, immerhin beten wir immer wieder ausdrücklich zum Heiligen Geist, auch wenn wir nicht immer an die Worte denken, die wir z.B. beim Kreuzzeichen aussprechen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Gott allein gebührt Anbetung, Lob und Ehre. Wir verehren und beten an den einen Gott in drei göttlichen Personen: eben den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jesus Christus hat nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt seinen Jüngern den Heiligen Geist gesandt, und zwar am 50. Tag („Pfingsten“) nach Ostern unter Sturmesbrausen und in „Zungen wie von Feuer, die sich verteilten“. Der Heilige Geist geht aus von Gott dem Vater und dem Sohn zugleich; er ist die personale Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn. Gott selbst ist keineswegs einsam; der eine und einzige Gott lebt in den drei göttlichen Personen in ewiger Gemeinschaft und Liebe. - Lesen Sie die Predigt zum Pfingstsonntag in vollem Wortlaut!
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20.05.2010 16:11:03
Aufruf zum Gebet für die Kirche Chinas
(zenit.org) ).- Kardinal Joseph Zen Ze-kiun hat Hongkongs Katholiken dazu aufgefordert, mit Gebet die Bischöfe in der Volksrepublik China darin zu unterstützen, den Anweisungen des Papstes aus dessen Brief von 2007 zu folgen. Der emeritierte Bischof in der Sonderverwaltungszone sprach der Nachrichtenagentur UCA News zufolge am Dienstag vor 70 Katholiken, die sich aus Anlass des jährlichen Weltgebetstags für China versammelt hatten. Die Veranstaltung wurde von der diözesanen Justitia et Pax Kommission organisiert.
Zen, Salesianer im Kardinalspurpur, sieht in der Bevormundung durch staatliche Stellen, die Bischöfe und kirchliche Gemeinschaften gängeln, das größte Problem der Kirche in China. Dieses bestehe auch noch drei Jahre nach der Veröffentlichung des Papst-Briefes fort.
Er bat die Anwesenden um Gebet für die Bischöfe. "Bisher waren alle neuen Bischofsweihen mit dem Einverständnis des Papstes erfolgt, aber Bischöfe, die der Papst nie bestätigt hatte, konzelebrieren weiterhin mit den Anerkannten", sagte der Kardinal.
Obwohl der Heilige Stuhl dies nie angeprangert hat, wüssten die Katholiken, welche Bischöfe gut sind. Während der Veranstaltung hörten die Teilnehmer auch Aufzeichnungen von Mitteilungen chinesischer Katholiken. Diese sprachen von Schwierigkeiten ihrer Bischöfe, über die Einsamkeit, die Pfarrer durchmachen, und die Unzulänglichkeit der spirituellen Bildung in Festlandchina.
Kardinal Zen sagte gegenüber UCA News, er werde rund 100 Salesianer-Bischöfe und Kardinäle zu einem Treffen in Turin rund um den Weltgebetstag für China fünf Tage lang von diesen Freitag an einladen, um für die Kirche in China zu beten.
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19.05.2010 03:22:21
Familienpolitik: Neue Weichenstellungen nötig
(news.stjosef.at) Wir dokumentierten im folgenden eine Stellungnahme von Prof. Günter Danhel, Leiter des Instituts für Ehe und Familie in Wien, zu aktuellen Herausforderungen der Familienpolitik:
Die Familie ist die kleinste gesellschaftliche Einheit. Wenn neben die ‚idealtypische Konstellation’ der „Kernfamilie“ in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch andere Familienformen (wie zum Beispiel Alleinerziehende, Fortsetzungsfamilien und andere) getreten sind, ändert dies nichts an der Tatsache, dass stabile Beziehungen nach wie vor auch für junge Menschen einen hohen Wert darstellen. Gerade in Zeiten abnehmender Verbindlichkeiten in vielen Lebensbereichen gewinnt die Stabilität familialer Beziehungen eine neue Bedeutung für die betreffenden Personen wie für die gesamte Gesellschaft.
Von der Kinderzahl hängt unter anderem die Erhaltung der sozialstaatlichen Sicherungen ab, insbesondere des Sozialversicherungssystems. Darüber hinaus geht es um die für alle – Familien –und Kinderlose relevante - existenzielle Frage einer „Fortsetzung der Gesellschaft“. Der Grundsatz, für die „nachwachsende“ Generation im gleichen Maße vorzusorgen wie für die nicht mehr im Erwerbsleben stehende, wurde und wird auch in Österreich vernachlässigt. Nicht zuletzt hat die Verschuldung öffentlicher Haushalte zu einer nicht verantwortbaren Belastung für kommende Generationen beigetragen.
Der sich immer stärker beschleunigende Wandel in allen Lebensbereichen führt dazu, dass sich nicht nur die Rahmenbedingungen familialen Lebens, sondern teilweise auch die Beziehungen unter den Familienmitgliedern verändern. Die Auswirkungen der modernen Erwerbsarbeitswelt (z. B. die ständig steigenden Erfordernisse von Flexibilität, Verfügbarkeit, Rationalisierung usw.) betreffen neben vielen anderen Lebensbereichen wie Kultur, Medien usw. auch weite Bereiche des familialen Zusammenlebens (z. B. bei der Verteilung und Erfüllung von Aufgaben in der Familie oder in der Organisation des familialen Alltags). Trotzdem – oder gerade deswegen – kommt der Familie – gesellschaftspolitisch gesehen – entscheidende Bedeutung zu. Stabilität und Lebensform der Familien beeinflussen weithin das soziale und kulturelle Leben.
Vor allem die Sozialisation und Inkulturation des Kindes und Jugendlichen wird von der Familie entscheidend bestimmt und geprägt. In der und durch die Familie wird der Mensch zur Person.
Neben die Bedeutung der Familie für die Kinder werden die Leistungen von Familien hinsichtlich Pflege und Betreuung individuell und gesellschaftlich gesehen immer wichtiger, ja geradezu unverzichtbar, werden (man denke nur an die schiere Unmöglichkeit, alle alten und pflegebedürftigen Menschen in Institutionen zu betreuen!)
Zur Durchführung ihrer geistigen und kulturellen Aufgaben bedarf die Familie der Unterstützung durch die Gesellschaft. In diesem Sinn soll eine vom Familienlastenausgleich zum „Familienleistungsausgleich“ weiter entwickelte Politik dazu beitragen, den Familien die ökonomisch-materielle Basis für die Bewältigung ihrer Aufgaben sicherzustellen. Dadurch erfolgt ein auch gebotener Ausgleich zwischen den Familien und jenen Bevölkerungsteilen, die keine Belastung durch die Erhaltung der Kinder zu tragen haben. Stets ist dabei das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit von entscheidender Bedeutung: Es geht nicht um „Förderung“ oder gar „Privilegierung“ bestimmter Lebensformen, sondern um eine bessere Wahrnehmung, Anerkennung und Abgeltung von Leistungen, die in und durch Familien im Interesse der gesamten Gesellschaft – also auch der Kinderlosen! – erbracht werden.
Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips ist es entscheidend, den Familien eine eigenständige Besorgung ihrer Aufgaben sicherzustellen. Daher sind die Elternrechte im Bereich der Erziehung gegen über dem Staat abzusichern. Familienpolitik reicht über den solidarischen materiellen Ausgleich hinaus und umfasst auch die Vorsorge für die Sicherung der Funktionsfähigkeit der Familien. Ganz allgemein geht es darum, eine vielfach festzustellende strukturelle Kinder- und Familienfeindlichkeit zu überwinden. Ideelle Aspekte wie das Eintreten für die Ehe als Grundlage der Familie, die Sorge um gelingende Beziehungen, der umfassende Schutz des menschlichen Lebens ergänzen eine nachhaltige Familienpolitik, die im Sinne einer „Querschnittmaterie“ auch in Wechselbeziehung zu viele anderen Politikfeldern steht.. Auch sollen Familien zukünftig stärker als bisher „Protagonisten“ und Gestallter ihres Schicksals werden – das bedeutet für die Konzeption und Umsetzung zukünftiger familienpolitischer Maßnahmen, die Betroffenen schon möglichst frühzeitig einzubeziehen und ihnen ein hohes Maß an Mitverantwortung und Mitgestaltung einzuräumen. Familienbezogene Angebote und Dienstleistungen, welche primär die Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Familien stärken und die die Betroffenen einbeziehen und aktivieren, haben den Vorrang vor solchen, welche darauf abzielen, Familien bloß zu „Objekten“ familienpolitischen Handelns zu machen. So werden Familien zu „Motoren“ einer umfassenden Sozialreform und Familienpolitik wird auch als „Gesellschaftsordnungspolitik“ wirksam.
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19.05.2010 03:19:05
Parteitag des Zeitgeistes
(kathnews.de) Wallfahrtsdirektor Prälat Dr. Wilhelm Imkamp hat im Rahmen einer Wallfahrt der Marianischen Frauencongregation scharfe Kritik am Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) geübt. In seiner Predigt vor den über 100 Pilger zählenden Gottesdienstbesuchern bezeichnete er den ÖKT als einen „Parteitag des Zeitgeistes“ und eine „Veranstaltung des Triumphes der Unmoral“. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Äußerungen der ehemaligen Landesbischöfin der „Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover“, Margot Käßmann, ein. Diese habe mit ihrer Aussage, die Anti-Baby-Pille sei ein Geschenk Gottes, neuerlich eine rote Ampel überfahren – „diesmal aber nüchtern“, was noch schlimmer sei, so Imkamp.
Kritik übte der wortgewandte Prälat auch an den Aussagen des Theologen Hans Küng, der öffentlich den Papst angreife. Auch die Meinung verschiedener wankelmütiger Bischöfe, wonach der Zölibat als Ursache der ans Tageslicht gelangten Verfehlungen abgeschafft werden sollte, bedachte Imkamp mit Kritik. Den Pilgern, die allesamt aus Regensburg kamen, versicherte er, dass sie ihren Bischof als Glücksfall betrachten könnten. Das Schiff Kirche befinde sich momentan in schwerem Seegang und einige Matrosen versuchten, zu meutern. Die Gläubigen sollten sich nicht entmutigen lassen, so Imkamp, sondern vielmehr kleine Zeichen der Gnade verschenken und auf die Muttergottes vertrauen.
Bei der Marianischen Frauencongregation handelt es sich um einen Zusammenschluss von Frauen, die gestützt auf diese Gemeinschaft ihr Leben „bewusst nach dem christlichen Glauben in der katholischen Kirche gestalten“ wollen. Sie stellen sich bei diesem Bemühen unter den besonderen Schutz der Gottesmutter Maria. Die erste Marianische Congregation wurde 1562 in Rom gegründet. Präfektin der Marianischen Frauencongregation in Regensburg ist Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.
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16.05.2010 16:26:24
Kommunionempfang für evangelische Christen?
(kathnews.de; Dr. Gero Weishaupt, gekürzt) Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München haben der katholische Theologe Otto Hermann Pesch und der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke für einen Empfang der heiligen Kommunion auch durch Angehörige nichtkatholischer Konfessionen geworben. Doch weder das Zweite Vatikanische Konzil und einschlägige nachkonziliare Dokumente noch das Gesetzbuch der katholischen Kirche, der Codex Iuris Canonici von 1983, sehen eine uneingeschränkte Zulassung nichtkatholischer Christen reformatorischer Gemeinschaften zur heiligen Kommunion vor. Die Spendung an nichtkatholische Christen der reformatorischen Gemeinschaften knüpft der Gesetzgeber an genau umschriebene fünf Bedingungen:
1. Todesgefahr oder andere Notlage: Zu einer Notlage hören z.B. Verfolgung oder Gefängnis. Es geht um Notlagen, die im Einzelfall, nicht also generell, eine Zulassung rechtfertigen. Eine Feier aus ökumenischem Anlass ist kein Notfall. Darum stellt z.B. eine ökumenische Trauung keinen Fall eines pastoralen Notfalles dar. Die Feststellung eines Notfalles kommt nicht dem Spender der heiligen Kommunion zu, sondern der Bischofkonferenz bzw. dem Diözesanbischof.
2. Unmöglichkeit, einen Spender der eigenen reformatorischen Gemeinschaft aufzusuchen
3. Bitte um den Empfang aus eigenem Antrieb
4. Bekundung des katholischen Glaubens bezüglich der heiligen Eucharistie seitens des nichtkatholischen Christen.
Lesen Sie den informativen Beitrag von Prof. Dr. Gero Weishaupt in voller Länge auf kathnews.de!
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16.05.2010 16:22:27
Solidarität mit Papst Benedikt
(radiovatikan.de) Mehr als 200.000 Menschen haben an diesem Sonntag auf dem Petersplatz am österlichen Mittagsgebet des Papstes teilgenommen. Die italienische Bischofskonferenz und mehr als sechzig katholische Verbände hatten zum Kommen aufgerufen, um angesichts der kirchlichen Missbrauchsskandale Solidarität mit Benedikt XVI. zu zeigen. Auch namhafte Politiker ließen sich in der festlich gestimmten Menge sehen. „Heiliger Vater, du bist nicht allein“ oder „Zusammen mit dem Papst“ – Slogans dieser Art waren auf Transparenten zu lesen; über der „Piazza San Pietro“ stiegen Luftballons in Vatikanfarben zum grauen Himmel auf.
„Ich danke euch für diese schöne und sponane Demonstration des Glaubens und der Solidarität“, sagte der Papst vom Fenster seines Arbeitszimmers aus. „Ihr zeigt damit eure Nähe zum Papst und zu euren Priestern, damit wir mit erneuerter Spiritualität und Moral immer besser der Kirche dienen können, dem Volk Gottes und allen, die sich voll Vertrauen an uns wenden.“
Benedikt griff mit einem ungewöhnlichen Nachdruck in der Stimme die Worte auf, die er vor kurzem bei seinem Besuch in Portugal für die Missbrauchsskandale gefunden hatte: Dabei hatte er vor Journalisten gesagt, es gehe hier zu einem großen Teil um einen Angriff auf die Kirche, aber aus ihrem Inneren heraus.
„Der wahre Feind, den es zu fürchten und zu bekämpfen gilt, ist die Sünde und das Böse, das manchmal leider auch Mitglieder der Kirche ansteckt. Wir leben in der Welt, sind aber nicht von der Welt; wir Christen haben keine Angst vor der Welt, müssen uns aber hüten vor ihren Versuchungen. Wir sollten die Sünde fürchten und uns darum so gut wie möglich in Gott verankern, um stark im Guten, in der Liebe und im Dienst zu sein... Mögen uns die Versuchungen, die der Herr zulässt, dazu drängen, unseren eigentlichen Weg mit stärkerer Radikalität und Kohärenz fortzusetzen, und beten wir für die Bekehrung der Herzen. Danke!“
Den deutschsprachigen Pilgern und Besuchern sagte der Papst: „Das gemeinsame Gebet mit so vielen Gläubigen hier auf dem Petersplatz ist ein sichtbarer Ausdruck unserer Einheit in der Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat. Wie Maria und die Apostel im Abendmahlssaal bitten wir in diesen Tagen vor Pfingsten um den Heiligen Geist, den Beistand, den der Herr seinen Jüngern verheißen hat. Er schenke uns neu die Fülle seiner Gaben, damit wir das Geheimnis der Liebe des Vaters und des Sohnes immer tiefer erkennen und fähig werden, am Werk der Erlösung mitzuarbeiten. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag.”
Vor dem Mittagsgebet des Papstes hatte der italienische Kardinal Angelo Bagnasco auf dem Petersplatz einen Gottesdienst gehalten. Dabei wurde nicht nur für den Papst, sondern vor allem für die Opfer von Missbrauch durch Kirchenleute gebetet. Bagnasco leitet die italienische Bischofskonferenz. In seiner Predigt rief er zu Busse und Erneuerung in der Kirche auf.
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15.05.2010 06:28:58
Standorte - Theologische Skizzen und Gestalten
(bebeverlag.at) Im be&be-Verlag des Stiftes Heiligenkreuz ist ein Büchlein von Pfr. Dr. Stefan Hartmann mit dem Titel "Standorte. Theologische Skizzen und Gestalten" erschienen. Der Verlag stellt das Buch so vor: "In einer Zeit, in der in der katholischen Theologie vieles in Fluss geraten ist, ist es für gläubige Christen oft schwierig, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Mit seinen scharfen Beobachtungen und punktgenauen Analysen liefert Stefan Hartmann eine fundamentale Hilfestellung, um aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche richtig deuten zu können. Da der Autor als Priester und Theologe selbst seinen unverrückbaren Standort in einer menschenfreundlichen und zeitnahen Kirchlichkeit hat, laden seine Theologischen Skizzen und Gestalten ein, die Fundamente des Glaubens neu zu schätzen. Hartmann gelingt in Standorte ein souveräner Überblick über einige der bewegendsten Themen und prägendsten Persönlichkeiten der Theologie der letzten Jahre." Zu diesen Themen zählen z.B. der neue Atheismus, die Gottesmutter Maria, der heilige Josef, das Priesterjahr und der hl. Pfarrer von Ars. - Bibliografische Angabe: Stefan Hartmann, Standorte. Theologische Skizzen und Gestalten, 189 Seiten, 12,1 x 19,8cm, Be&Be-Verlag:Heiligenkreuz 2010, ISBN 978-3-902694-15-7, Preis: EUR 12,90, Link: http://www.bebeverlag.at
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15.05.2010 06:05:48
Beten um den Geist der Einheit in Wahrheit und Liebe
(stjosef.at/predigten; JSp) In den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten haben die Apostel und die übrigen Jünger, zusammen mit den gläubigen Frauen, um das Kommen des Heiligen Geistes gebetet („Pfingstnovene“). Jesus hatte ihnen den Beistand, den Tröster, verheißen; und wenn er fortginge zum Vater, würde er ihn senden, so hatte er seinen Jüngern versprochen.
In ähnlicher Weise wollen auch wir in diesen Tagen Gott besonders um das Geschenk seines Heiligen Geistes bitten. In der Taufe und in der Firmung haben wir diesen Heiligen Geist bereits empfangen; doch seine Gaben werden uns immer aufs neue zuteil, wenn wir dafür offen sind und vertrauensvoll darum bitten. Der Heilige Geist macht gleichsam schon den Himmel ein Stück weit auf Erden gegenwärtig; er ist wie ein Unterpfand der kommenden Vollendung. So gehen wir in Hoffnung unseren Weg auf Erden, dem ewigen Ziel entgegen!
Im Evangelium hören wir einen Ausschnitt aus dem Hohepriesterlichen Gebet, das Jesus Christus an den himmlischen Vater richtet. Er tritt als Fürbitter für die Menschen ein und betet, dass alle, die an ihn glauben, eins sind, so wie er mit dem Vater eins ist in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Die Einheit der Glaubenden hier auf Erden in der Liebe ist ein Zeichen und ein Abbild für die Einheit Gottes selbst, der ein Geheimnis ewiger Liebe ist: ein Gott in drei göttlichen Personen. - Lesen Sie die Predigt zum 7. Sonntag der Osterzeit C in vollem Wortlaut!
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14.05.2010 09:43:43
Bischof rehabilitiert: Kein Ermittlungsverfahren gegen Mixa
(augsburger-allgemeine.de)
Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt leitet kein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren Augsburger Bischof Walter Mixa ein. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter der Augsburger Allgemeinen. Er sagte: "Nach Vernehmung der Zeugen ist ein Tatnachweis nicht zu führen." Nach dem Ergebnis der Vorermittlungen hat sich damit der Verdacht nicht erhärtet, Mixa habe in seiner Zeit als Bischof von Eichstätt einen minderjährigen Jungen sexuell missbraucht. Die Staatsanwaltschaft hatte die Vorermittlungen aufgrund eines Hinweises gestartet. Der Hinweis stammte von Mitarbeitern der Diözese Eichstätt. Daraufhin hatte die Diözese Augsburg die Generalstaatsanwaltschaft München informiert.
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14.05.2010 09:41:43
Bischof Küng fordert steuerliche Entlastung für die Familien
(presse.kirche.at) „Auch im Spitzensteuerland Österreich muss es Familien möglich sein, ihren Wunsch nach mehr Kindern zu realisieren“, erklärte Familien-Bischof Klaus Küng anlässlich der jüngst veröffentlicht OECD-Studie über die „Durchschnittliche Steuerlast auf Arbeitseinkommen“.
Der Katholische Familienverband fordert eine rasche Wertanpassung der Familienleistungen.
„Mir scheint es ein Signal in die falsche Richtung zu sein, wenn die einzigen, deren Steuerlast in den letzten 10 Jahren zurückgegangen ist, Paare ohne Kinder sind“, stellt der Bischof fest und wünscht sich von Politikern „Mut machende Signale für Menschen, die das Projekt Familie und Kinder auf sich nehmen“, denn letzten Endes werden alle davon profitieren, ist der Bischof, der in der österreichischen Bischofskonferenz für die Anliegen der Familien zuständig ist, überzeugt.
Konkret fordert Bischof Küng „für jedes Familienmitglied ein steuerfreies Existenzminimum.“ Gleichzeitig lobte der St. Pöltener Diözesanbischof die Tatsache, dass laut der Studie in Österreich die Transferleistungen für Eltern und Kinder höher seien als in den meisten übrigen Industriestaaten.
Dieses „Prinzip der Subjektförderung durch monetäre Hilfen“ sollte unbedingt beibehalten werden, erklärte Küng. Damit werde Eltern eine echte Wahlfreiheit ermöglicht“.
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14.05.2010 09:40:47
Papst Benedikt erneuerte Marienweihe
(kath.net) Papst Benedikt hat am Mittwoch bei der Messe in der Dreifaltigkeitskirche in Fatima einen Weiheakt der Priester an das Unbefleckte Herz Mariens vollzogen. Das Gebet von Benedikt XVI. dazu lautete:
Maria, Unbefleckte Mutter,
an diesem Ort der Gnade,
an dem die Liebe deines Sohnes Jesus,
des Ewigen Hohenpriesters,
uns Söhne im Sohn und seine Priester
zusammengerufen hat,
weihen wir uns deinem mütterlichen Herzen,
um treu den Willen des Vaters zu erfüllen.
Wir sind uns bewußt, daß wir ohne Jesus
nichts Gutes vollbringen können (vgl. Joh 15,5)
und daß wir nur durch ihn, mit ihm und in ihm
für die Welt
Werkzeug des Heils sein können.
Braut des Heiligen Geistes,
erwirke uns die unschätzbare Gabe
der Umgestaltung in Christus.
In derselben Kraft des Geistes,
der dich überschattet
und zur Mutter des Erlösers gemacht hat,
hilf uns, daß Christus, dein Sohn,
auch in uns geboren werde.
Die Kirche möge so
von heiligen Priestern erneuert werden,
die von der Gnade dessen verwandelt wurden,
der alles neu macht.
Mutter der Barmherzigkeit,
dein Sohn hat uns berufen,
so zu werden wie er selbst:
Licht der Welt und Salz der Erde.
(vgl. Mk 5,13.14).
Hilf uns
mit deiner mächtigen Fürsprache,
daß wir dieser erhabenen Berufung nie untreu werden,
daß wir unserem Egoismus nicht nachgeben,
noch den Schmeicheleien der Welt
und den Verlockungen des Bösen.
Bewahre uns mit deiner Reinheit,
beschütze uns mit deiner Demut
und umfange uns mit deiner mütterlichen Liebe,
die sich in vielen Seelen widerspiegelt,
die dir geweiht sind
und uns zu echten Müttern im Geiste geworden sind.
Mutter der Kirche,
wir Priester wollen Hirten sein,
die nicht sich selbst weiden,
sondern sich Gott hingeben für die Brüder und Schwestern
und darin ihre Erfüllung und ihr Glück finden.
Nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben
wollen wir demütig
Tag für Tag unser „Hier bin ich“
sagen.
Von dir geführt,
wollen wir Apostel
der Göttlichen Barmherzigkeit sein
und voll Freude jeden Tag
das heilige Opfer des Altares feiern
und allen, die darum bitten,
das Sakrament der Versöhnung spenden.
Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden,
du bist ganz hineingenommen
in die einzige universale Mittlerschaft Christi,
erflehe uns von Gott
ein völlig neues Herz,
das Gott mit all seiner Kraft liebt
und der Menschheit dient wie du.
Sprich zum Herrn noch einmal
dein wirkungsvolles Wort:
„Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3),
damit der Vater und der Sohn
über uns den Heiligen Geist
wie in einer neuen Sendung ausgießen.
Voller Staunen und Dank
für deine ständige Gegenwart in unserer Mitte,
will auch ich
im Namen aller Priester ausrufen:
„Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn
zu mir kommt?“ (Lk 1,43).
Maria, seit jeher unsere Mutter,
werde nicht müde, uns zu „besuchen“,
uns zu trösten, uns zu stützen.
Komm uns zu Hilfe
und errette uns aus allen Gefahren,
die uns drohen.
Mit diesem Akt des Anvertrauens und der Weihe
wollen wir dich auf tiefere und vollständigere Weise,
für immer und ganz
in unser Leben als Menschen und Priester hineinnehmen.
Deine Gegenwart lasse die Wüste
unserer Einsamkeit neu erblühen
und die Sonne über unserer Dunkelheit leuchten
und bringe nach dem Sturm die Ruhe zurück,
damit jeder Mensch
das Heil des Herrn sehe,
das den Namen und das Gesicht Jesu trägt,
der sich in unseren Herzen widerspiegelt,
da sie stets eins mit dem deinen sind.
Amen.
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13.05.2010 10:09:10
Eichstätter Bischof Hanke kritisiert Vorgangsweise gegenüber Bischof Mixa
(bistum-eichstaett.de) Das Bistum Eichstätt veröffentlicht auf seiner Website eine Erklärung von Bischof Gregor Maria Hanke zu Vorgängen, die zu den Anschuldigungen gegenüber Bischof Walter Mixa geführt haben. Bischof Hanke erklärt wörtlich:
Eine gründliche Überprüfung der Vorgänge, die unter Bezug auf Informationen aus Mitarbeiterkreisen der Diözese Eichstätt zu den Anschuldigungen gegenüber dem früheren Bischof von Eichstätt Walter Mixa geführt haben, hat Bischof Gregor Maria Hanke angeordnet.
„Aufmerksamkeit und Offenheit gegenüber Menschen, denen Unrecht angetan wurde“ habe er bereits in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese vom 12. März 2010 gefordert, so der Bischof von Eichstätt. Dabei waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf hingewiesen worden, im Verdachtsfall unverzüglich mit dem offiziellen Ansprechpartner der Diözese Eichstätt oder mit dem Generalvikar des Bistums Kontakt aufzunehmen. Klärungsbedarf besteht – so Bischof Hanke – in der Frage, warum zwei hauptamtliche Mitarbeiter der Diözese Eichstätt diese Vorgaben missachtet und sich stattdessen an das Bistum Augsburg gewendet haben.
Zugleich äußert Bischof Hanke sein Befremden, dass die Diözese Augsburg die von den beiden Eichstätter Mitarbeitern vorgetragenen Hinweise im Alleingang ohne Kontaktnahme zum vermeintlichen Opfer weiter verfolgt habe und den Bischof von Eichstätt erst kurz vor dem Gang zur Generalstaatsanwaltschaft in München informiert hat.
Bei dem von Bischof Hanke in dem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geforderten Bemühen um ehrliche Aufklärung sei hohes Verantwortungsbewusstsein vorausgesetzt. Die Vorgehensweise der beiden Mitarbeiter sei gerade unter diesem Anspruch nicht nachvollziehbar. Um ehrliche Aufklärung zu ermöglichen, den Betroffenen fachkundig zu helfen und neues Unrecht zu vermeiden, sei es unbedingt erforderlich, die Leitlinien der Bischöfe und die diözesanen Vorgaben strikt einzuhalten.
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13.05.2010 09:59:11
Papstmesse in Fatima
(kathpress.at) Nach den Worten von Papst Benedikt XVI. ist die "prophetische Mission" von Fatima für eine brüderliche Liebe und gegen alle Egoismen nach wie vor aktuell. In seiner Predigt während einer Messe auf dem Gelände des Marienheiligtums in Fatima hob er hervor, dass der Mensch zwar imstande gewesen sei, einen Kreislauf von Tod und Terror zu entfesseln. Er sei jedoch nicht in der Lage, dieses Leid zu beenden. Maria habe den Hirten in Fatima hingegen geholfen, ihr Herz für die allumfassende Liebe insbesondere zu Armen und Sündern zu öffnen.
Nur durch eine solche geschwisterliche Liebe lasse sich eine Zivilisation der Liebe und des Friedens aufbauen, hob der Papst vor rund 300.000 Gläubigen hervor. Angesichts einer Menschheit, die bereit gewesen sei, ihre heiligsten Bindungen "auf dem Altar engherziger Egoismen" von Nationen, Rassen, Ideologien, Gruppen oder Einzelpersonen zu opfern, habe Maria den drei Hirtenkindern Trost und Hoffnung gespendet. Damals habe sich die Gottesmutter nur drei Menschen mitgeteilt. Das Leben dieser Hirtenkinder und die Botschaft der brüderlichen Liebe sei mittlerweile jedoch durch unzählige Gruppen über die ganze Welt als Vorbild verbreitet.
Zugleich rief Papst Benedikt XVI. die Gläubigen zu einer "inneren Wachsamkeit" auf, die nicht allein auf äußere Zeichen der Gegenwart Gottes warte. Gläubige, die enttäuscht seien, weil sie selbst nicht Zeuge von Marienerscheinungen wurden, könnten möglicherweise mit einem neidvollen Blick auf die Erscheinungen der Hirtenkinder in Fatima schauen, sagte der Papst. Gott habe jedoch die Macht, sich den Menschen auch über die inneren Sinne mitzuteilen. Er befähige die Seele auch das sinnlich nicht Wahrnehmbare zu sehen, so der Papst. Voraussetzung hierfür sei eine "innere Wachsamkeit des Herzens". Diese werde oft durch die Bedrückungen des Alltags sowie eine von Sorgen und Eindrücken belastete Seele behindert.
Der Papst wies zudem darauf hin, die Botschaft, die die Hirtenkinder von Fatima empfangen hätten, sei die gleiche, die allen Menschen durch Jesus Christus zuteilgeworden sei: Gottes Sohn ist Mensch geworden. Diese christliche Hoffnung habe ein reales Fundament, das auf einem historischen Ereignis gründe. Gleichzeitig überwinde es jedoch die Grenzen des rein Geschichtlichen.
Den Gottesdienst im portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima feierte Benedikt XVI. zum Jahrestag der Marienerscheinungen von 1917. Der Gottesdienst erinnerte zugleich an den 10. Jahrestag der Seligsprechung der beiden Seherkinder Giacinta und Francesco, denen die Gottesmutter Botschaften zu Buße und Umkehr überlassen hatte. Die Zeremonie war Höhepunkt der 15. Auslandsreise Benedikts XVI.
Begleitet von Mariengesängen wurde zu Beginn der Feier die Statue der Gottesmuter aus der Erscheinungskapelle durch die Menschenmenge auf dem Platz getragen. Soldaten der unterschiedlichen Waffengattungen und Angehörige von Bruderschaften trugen die Figur auf einer blumengeschmückten Plattform. In die Krone der 1,10 Meter hohen Figur war eine der Kugeln eingefügt worden, mit der Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 bei dem Attentat auf dem Petersplatz schwer verletzt worden war. Der polnische Papst, der seine wunderbare Rettung der Gottesmutter zuschrieb, hatte dem portugiesischen Heiligtum das Projektil bei einem seiner Besuche übergeben. - Link: Predigt im Wortlaut.
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11.05.2010 17:49:42
Predigt zum Hochfest Christi Himmelfahrt
(stjosef.at/predígten; JSp) Das Hochfest "Christi Himmelfahrt" lässt uns jenes einzigartige Ereignis feiern, dass Jesus vor den Augen seiner Apostel und Jünger am 40. Tag nach der Auferstehung in sichtbarer Weise in den Himmel aufgefahren ist. Damit vollendet unser Herr Jesus Christus sein Heilswerk hier auf Erden, indem er anzeigt, dass er endgültig in die Herrlichkeit seines Vaters im Himmel eingegangen ist. Zugleich aber verspricht er, dass er auf geheimnisvolle Weise bei den Menschen gegenwärtig bleibt, die als Glaubende noch auf Erden pilgern.
Das Hochfest Christi Himmelfahrt bringt eine zentrale Wahrheit unseres christlichen Lebens zum Ausdruck: dass nämlich auch wir mit Jesus, dem Herrn, zur Herrlichkeit des ewigen Lebens bei Gott berufen sind. „Unsere Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20); dort finden wir das Ziel unseres Lebens, die ewige Erfüllung und Vollendung allen irdischen Strebens. - Lesen Sie die Predigt im Wortlaut!
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11.05.2010 17:48:10
Bischof Mixa: Missbrauchsvorwürfe ohne Substanz?
(kathpress.at) An der Substanz der Missbrauchsvorwürfe gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa bestehen Zweifel. Der mit den Vorermittlungen befasste Ingolstädter Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Hinweise reichten nicht aus, um einen "konkreten Straftatbestand zu benennen". Auch sei seiner Behörde bisher kein mögliches Opfer namentlich bekannt.
Der Sprecher der Diözese Eichstätt, Martin Swientek, bestätigte am Dienstag, dass die Hinweise auf einen möglichen Übergriff Mixas aus Mitarbeiterkreisen der Diözese Eichstätt gekommen seien. Damit sei jedoch nur die Diözese Augsburg befasst worden. Die Eichstätter Diözesanleitung habe erst am Montag davon erfahren. Weder der externe Missbrauchsbeauftragte der Diözese Eichstätt noch Bischof Gregor Maria Hanke seien über Details informiert gewesen. Hanke habe lediglich vor einer Woche erfahren, dass es einen solchen Hinweis gebe und dass dieser an den Generalstaatsanwalt in München weitergeleitet werde.
Am Samstag hatte ein anonymes Internetportal Namen und Bilder des angeblichen Opfers enthüllt. Der junge Mann schaltete daraufhin einen Rechtsanwalt ein und ließ den Vorgang umfassend dementieren. Weder sei er von Mixa missbraucht worden noch habe er entsprechende Vorwürfe erhoben. Auch der Bischof selbst ließ über einen Augsburger Strafverteidiger die Anschuldigung zurückweisen. Mixa hält sich seit zweieinhalb Wochen in einer Schweizer Klinik auf. Unterdessen ist in der Diözese Augsburg ein Dechant aus Protest gegen die Wahl von Weihbischof Josef Grünwald zum Diözesanadministrator zurückgetreten. Der Kemptener Stadtpfarrer Michael Lechner erklärte, die Entscheidung sei Ausdruck einer "empörenden Perspektivlosigkeit", berichtet die "Augsburger Allgemeine". "Ich bin mir sicher, dass die Diözese jetzt andere Signale bräuchte", zitiert die Zeitung den Geistlichen.
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11.05.2010 17:46:03
Papst Benedikt in Fatima
(zenit.org) „ Als Pilger komme ich zur Muttergottes von Fatima, der ich vom Höchsten den Auftrag erhalten habe, meine Brüder zu stärken, die auf ihrer Pilgerschaft zum Himmel voranschreiten". Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft in Portugal während der Begrüßungszeremonie auf dem Flughafen von Lissabon an den Präsidenten der Republik, Anibal Cavaco Silva.
Höhepunkt der 15. Internationalen Apostolischen Reise dieses Pontifikats wird der Besuch beim Heiligtum der Gottesmutter von Fátima sein, bei dem der Papst am kommenden Donnerstag einem feierlichen Gottesdienst anlässlich des 10. Jahrestages der Seligsprechung der Seherkinder Jacinta und Francisco vorstehen wird.
In seiner ersten Ansprache auf portugiesischem Boden sprach Benedikt XVI. von dem Ereignis der Marienerscheinungen, zu dem es vor 93 Jahren gekommen ist, „als sich der Himmel gerade über Portugal auftat - wie ein Fenster der Hoffnung, das Gott öffnet, wenn der Mensch ihm die Türe verschließt -, um im Schoß der Menschheitsfamilie die Bande brüderlicher Solidarität wieder herzustellen, die auf der gegenseitigen Anerkennung ein und desselben Vaters ruhen".
Es handle sich dabei um ein „Werk der liebenden Vorsehung Gottes": „Es hängt nicht vom Papst ab, noch von irgendeiner kirchlichen Autorität: ‚Es war nicht die Kirche, die Fatima durchgesetzt hat", - hätte Kardinal Manuel Cerejeira seligen Angedenkens gesagt - „sondern es war Fatima, das sich in der Kirche behauptet hat'".
Die Jungfrau Maria sei vom Himmel gekommen, um die Menschen an Wahrheiten des Evangeliums zu erinnern, die für eine lieblose und heilsvergessene Menschheit die Quelle der Hoffnung bilden. „Diese Hoffnung besitzt als erste und grundlegende Dimension natürlich nicht die horizontale, sondern die vertikale und transzendente Beziehung. Die Beziehung mit Gott ist für den Menschen wesentlich: er ist auf Gott hin geschaffen und ausgerichtet; er sucht die Wahrheit in der eigenen Erkenntnisstruktur; er strebt in der Willenssphäre nach dem Guten, und er ist in seiner ästhetischen Dimension von der Schönheit angezogen."
Aus einer weisen Sicht des Lebens und der Welt leitee sich die rechte Ordnung der Gesellschaft her, so Benedikt XVI. Die Kirche habe ihren Platz in der Geschichte, und sie sei bereit, mit denen zusammenzuarbeiten, „welche die menschliche Auffassung vom Leben grundsätzlich achten und nicht an den Rand drängen oder auf den Privatbereich reduzieren".
Dabei gehe es nicht um eine ethische Auseinandersetzung zwischen einem laizistischen und einem religiösen System, „sondern vielmehr um eine Sinnfrage, der sich die eigene Freiheit überlässt"
Abschließend betonte Benedikt XVI., dass das Leben in einer Pluralität von Wertsystemen und ethischen Vorgaben es erforderlich mache, „sich zur Mitte des eigenen Ichs und zum Kern des christlichen Glaubens aufzumachen, um die Qualität des Zeugnisses auf die Heiligkeit hin zu stärken und Wege der Sendung zu finden, die bis zur Radikalität des Martyriums gehen."
Nach der Ankunft und der folgenden Willkommenszeremonie im Jeronimos-Kloster machte Benedikt XVI. einen Höflichkeitsbesuch bei Staatspräsident Anibal Cavaco Silva im „Palacio de Belém".
Am späten Nachmittag feierte der Papst am „Terreiro do Paço" die erste heilige Messe mit den portugiesischen Gläubigen. Lesn Sie dazu den Bericht von kath.net/KNA!
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10.05.2010 10:49:41
Papst vor Fatimareise
(radiovatikan.de) Den Marienmonat Mai hat Papst Benedikt XVI. in den Mittelpunkt seiner Ansprache zum Gebet des Regina Caeli gestellt. Maria sei die erste und vollkommenste Jüngerin Jesu gewesen. Sie habe zuerst das Wort Ihres Sohnes gehört und ihn zugleich als Mutter und demütige und gehorsame Magd geliebt. Hier sein Gruß an die deutschen Pilger:
„Ein herzliches „Grüß Gott“ sage ich allen Gläubigen und Besuchern deutscher Sprache. Besonders grüße ich heute die Teilnehmer und Unterstützer des Etappen-Laufs NCL Charity Run von Berlin nach Rom zugunsten von Kindern, die an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit NCL leiden. – In der Osterzeit lädt uns das Gebet Regina cæli ein, uns mit Maria über die Auferstehung ihres Sohnes zu freuen und sie um ihre Fürbitte anzurufen. „Bitt Gott für uns, Maria“: So dürfen wir gerade im Marienmonat Mai unsere Anliegen der Gottesmutter anvertrauen, und dies will ich in besonderer Weise tun, wenn ich diese Woche während meiner Apostolischen Reise nach Portugal als Pilger nach Fatima komme. Maria begleite uns und unsere Lieben mit ihrer mütterlichen Fürsprache.“
In Fatima will Benedikt des 10. Jahrestages der Seligsprechung der Seherkinder gedenken. Die Abreise ist für Dienstag geplant. Im brasilianischen Teil seiner Grußworte grüßte Benedikt die Teilnehmer des Eucharistischen Kongresses in der Hauptstadt Brasilia.
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10.05.2010 10:43:03
P. Matteo Ricci als Pionier der Chinamission
(fides.org) Zum Thema „Matteo Ricci: Gemeinschaft und Dialog zwischen der chinesischen und der westlichen Kultur“ sprach der emeritierte Bischof der Diözese Kao Hiung, bei einem Internationalen Kongress der Katholischen Fu Ren-Universität im Rahmen des Matteo Ricci-Gedenkjahres zum 400. Todestag des Jesuitenmissionars, der am 11. Mai 1610 in Peking starb. In seinem Vortrag befasste sich der Kardinal mit verschiedenen Themenbereichen: der Einleitung folgten Ausführungen zum besonderen Respekt des Jesuitenmissionars gegenüber der chinesischen Kultur, der wissenschaftliche Beitrag Matteo Riccis zur chinesischen Kultur und dessen Bemühen um die Gemeinschaft zwischen der chinesischen und der westlichen Kultur. Dabei würdigte der Kardinal den unschätzbaren Beitrag seines Mitbruders, der „dem es gelungen ist, die Panzertür der Ming-Dynastie zu öffnen“. „Er hatte eine Brückenfunktion beim kulturellen Austausch zwischen China und dem Westen“ und „verkündete gleichsam das Evangelium Jesu Christi in China, was zur Gründung einer chinesischen Ortskirche führte“. Dabei „erklärte er den Glauben an Gott anhand von chinesischen Konzepten“ und „machte sich zum Zeugen des Glaubens durch sein Leben und sein ganzes Wesen“. Nach Ansicht von Kardinal Shan nahm Matteo Ricci das Zweite Vatikanische Konzil 400 Jahre vorweg, indem er bereits zu seiner Zeit die drei Prinzipien des interreligiösen Dialogs erkannte: „gegenseitiger Respekt, gegenseitiges Kennelernen, aufrichtige Zusammenarbeit“. Ein Geheimnis seines missionarischen Erfolgs seien auch das eingehende Studium der chinesischen Kultur und der Respekt gegenüber dieser Kultur ohne „blinde Verehrung“ gewesen. „Er brachte die westliche Wissenschaft mit großer Demut nach China und reformierte den chinesischen Ruf und befreite ihn von dessen nutzloser Theorie“. Dies alles, so Kardinal Shan sei von größter Aktualität, die für die heutige Evangelisierungstätigkeit in China von höchster Bedeutung sei. - In Wien findet in dieser Woche ein Symposion über die Bedeutung P. Matteo Richis statt (siehe Kathpress-Bericht).
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10.05.2010 10:40:20
Zweiter Band des Jesusbuches von Papst Benedikt XVI. vor Publikation
(vatican.va/news.stjosef.at) Wie das vatikanische Pressebüro am Montag, 10.05.2010, mitteilte, wurde der endgültige Text des zweiten Bandes des Buches „Jesus von Nazareth“, verfasst von Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), kürzlich an die mit der Publikation betrauten Verlagsanstalten übergeben. Der zweite Band widmet sich dem Leiden und der Auferstehung Christi und setzt dort fort, wo der erste Band endet. Die deutsche Originalfassung wurde zeitgleich an Manuel Herder übermittelt, den Herausgeber der Gesamtausgabe von Joseph Ratzinger („Gesammelte Schriften“), sowie an P. Giuseppe Costa, den Direktor der „Libreria Editrice Vaticana“. Das vatikanische Verlagshaus als Hauptverleger ist für die Erteilung von Rechten zuständig, außerdem für die Publikation der italienischen Ausgabe und die Weitergabe des Textes an andere Verlagshäuser zur Übersetzung in die verschiedenen Sprachen, die direkt aus dem deutschen Original zu erfolgen hat. Es besteht die Hoffnung, dass die Publikation des Buches in den Hauptsprachen ungefähr zur selben Zeit erfolgen wird. Dies wird jedoch noch einige Monate dauern, da ein so wichtiger und langerwarteter Text genau übersetzt werden muss, heißt es in der vatikanischen Mitteilung.
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08.05.2010 09:15:44
Predigt zum Muttertag (6. Sonntag der Osterzeit)
(stjosef.at/predigen; JSp) Hier ein Ausschnitt aus der Predigt von Josef Spindelböck zum 6. Sonntag der Osterzeit:
Opfern sich nicht auch viele Frauen und Mütter täglich in liebender Hingabe und Sorge für ihre Ehemänner und Kinder auf? Sollte es nicht auch umgehrt sein, dass die Männer, Väter und Kinder den Beitrag der Frauen und Mütter zu schätzen wissen? Die Dankbarkeit der Liebe soll nicht nur am heutigen Muttertag spürbar sein, sondern das ganze Jahr hindurch. Insbesondere sollte den Frauen und Müttern auch in der Gesellschaft mehr Wertschätzung und Unterstützung entgegen gebracht werden. Viele Frauen werden aus finanziellen Gründen zu einer außerhäuslichen Tätigkeit gezwungen, obwohl sie selber ihre erste Aufgabe in der Sorge um die Kinder in der Familie sehen würden. Eine echte Wahlfreiheit besteht vielfach nicht.Lesen Sie die Predigt im vollen Wortlaut!
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08.05.2010 09:13:31
Papst nimmt Rücktritt von Bischof Mixa an
(bistum-augsburg.de) Im folgenden der Wortlaut der Erklärung des Augsburger Generalvikars Generalvikar Prälat Karlheinz Knebel vom 08.05.2010:
Heute hat Papst Benedikt XVI. dem Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Walter Mixa entsprochen. Das Augsburger Domkapitel wird sich am heutigen Nachmittag zur Wahl des Diözesanadministrators zusammenfinden, der dann umgehend die Bistumsleitung während der Sedisvakanz übernehmen wird, bis ein neuer Bischof vom Papst ernannt wird. Damit ist die Bistumsleitung bis zur Ernennung eines Nachfolgers für den Augsburger Bischofssitz gewährleistet.
Das Bistum Augsburg hat Vorwürfe, die gegen Bischof Dr. Walter Mixa erhoben werden vergangene Woche der Generalstaatsanwaltschaft in München zur Kenntnis gebracht. Über die Zukunft von Bischof em. Dr. Walter Mixa kann erst nach Prüfung und Klärung der gegen ihn in letzter Zeit erhobenen Anschuldigungen entschieden werden.
Damit hat das Bistum, in Übereinstimmung mit den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahre 2002, die Verantwortung übernommen, gehandelt und einen Verdachtsfall ohne Ansehen der Person zur Anzeige gebracht. Mit unserem Vorgehen folgen wir dem Anspruch der deutschen Bischöfe nach Transparenz und Wahrheit. Ich bitte die Gläubigen, den Klerus und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit die Einheit der Kirche zu wahren. Wir sind an einem Neuanfang, den wir gemeinsam versuchen müssen.
Die Bistumsleitung wird generell vor Abschluss aller Untersuchungen und staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen keine weiteren Stellungnahmen zu Bischof em. Dr. Walter Mixa abgeben.
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07.05.2010 17:49:34
Bischof Mixa weist Missbrauchsvorwürfe zurück
(kath.net) Gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa sind Vorermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs erhoben worden. Dies berichten deutsche Medien. Einem Medienbericht zufolge ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Ingolstadt gegen Mixa wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in der Zeit zwischen 1995 und 2005. Damals war Mixa Bischof in Eichstätt. Die katholische Kirche selbst hat laut der "Augsburger Allgemeine" offensichtlich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Eine Sprecherin des bayerischen Justizministeriums bestätigte nur, „dass es Vorermittlungen gibt“. Allerdings gab es keine weiteren Informationen über den Inhalt.

Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat am späten Nachmittag die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs entschieden zurückgewiesen und hat den Augsburger Strafverteidiger Gerhard Decker mit seiner Vertretung beauftragt. „Mein Mandant weist die jetzt gegen ihn erhobenen Vorwürfe mit aller Entschiedenheit zurück und wird nach Kräften mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt zusammenarbeiten, um den Fall restlos aufzuklären“, sagte Decker der „Augsburger Allgemeinen“.
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07.05.2010 17:48:24
Empörung über Kirchensatire in "Dorfers Donnerstalk"
(kath.net/news.stjosef.at) "Der ORF hat mit dieser Sendung die Gefühle von Millionen Katholiken in Österreich verletzt", sagt Christoph Gruber, Präsident des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV): "Wir fordern eine Entschuldigung von den Verantwortlichen." Die in der Satire-Sendung "Dorfers Donnerstalk" gemachten Äußerungen haben die Grenzen des guten Geschmacks eindeutig überschritten. "Auch Satire muss etwas feinfühliger gegenüber religiösen Empfindungen sein", sagt Gruber. "Kaum Lacher, kein Applaus - die Kabarettisten scheinen die Einzigen gewesen zu sein, die solche Entgleisungen lustig finden", erklärt Gruber in Richtung der Schauspieler Alfred Dorfer und Roland Düringer. Der ÖCV-Präsident empfiehlt in Anspielung auf ein Statement, das während der "Interviews" fiel: "Beschränken Sie sich in Zukunft auf seriöse Fragen." - Link: Facebook-Protestgruppe "Wir verlangen Fairness vom ORF gegenüber der Kirche".
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05.05.2010 17:35:32
Papst mahnt zum Frieden
(radiovatikan.de/kath.net) Priester müssten sich um Heiligkeit bemühen, um andere zu Gott führen zu können. Das betonte Papst Benedikt XVI. in seiner Katechese zum „Priesterjahr“ bei der Generalaudienz am Petersplatz an diesem Mittwoch, wie Radio Vatikan meldet. „Die Heiligkeit ist eine besondere Eigenschaft Gottes, der absolute Wahrheit und Güte, Liebe und Schönheit ist. Eine Person heiligen heißt dann, sie in Kontakt mit Gott zu bringen, mit seinem Licht, mit der Wahrheit und der reinen Liebe. Und dieser Kontakt wird den Menschen verwandeln.
Wir glauben fest: Es ist Christus selbst, der heilig macht. Die Mission seiner Jünger begann damit, dass er sie in seine heiligende Nähe rief (vgl. Mk 3, 14). Dieser Ruf setzt sich in der Geschichte durch das Weihesakrament fort, mit dem der Herr die Priester zu Trägern und Vermittlern seines Heilswirkens an die Menschen macht. Die Priester sind berufen, bei diesem Werk mitzuwirken und danach zu streben, in ihrem eigenen Leben mit der Person des Erlösers immer mehr eins zu werden.“
Die Eucharistie stehe „im Mittelpunkt des Heiligungsdienstes des Priesters“, so der Heilige Vater. „Hier will Jesus bei uns bleiben, in uns leben, sich uns schenken. Er will als der erbarmende und nahe Gott in der Wirklichkeit der Menschen zugegen sein. Dies geschieht nicht nur durch das Wort, das der Priester verkündet, sondern auch durch den Vollzug des zeichenhaften Tuns in der Liturgie, in der Gott mit seiner Gnade den Menschen heute konkret begegnet... Euch alle ermutige ich, auf dem Weg der Heiligung durch den häufigen Empfang des Sakraments der Versöhnung und der Eucharistie voranzuschreiten. Der Heilige Geist mache euch alle zu Boten der Liebe Christi!“
Papst Benedikt drückte bei der Generalaudienz auch seine Hoffnung aus, dass „Atomwaffen vollständig vom Antlitz der Erde verschwinden“. Vor Tausenden von Pilgern und Besuchern betete der Papst für die UNO-Konferenz, die sich seit Montag in New York mit der Nichtverbreitung von Atomwaffen beschäftigt.
„Der Prozess einer einvernehmlichen und sicheren nuklearen Abrüstung hängt eng zusammen mit dem Erfüllen der Abmachungen, die man in dieser Hinsicht international eingegangen ist. Frieden beruht nämlich auf Vertrauen und auf dem Erfüllen der Abmachungen, nicht etwa nur auf dem Gleichgewicht der Stärke. In diesem Sinn ermuntere ich alle Initiativen, die für Abrüstung sind und für die Schaffung atomwaffenfreier Zonen... Die Perspektive ist das vollständige Tilgen der Atomwaffen vom Antlitz der Erde.“
Die Gesprächsteilnehmer in New York sollten „über ihren Schatten springen“ und „geduldig“ an den politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen des Friedens arbeiten: „Damit helfen sie der integralen menschlichen Entwicklung und dem wahren Willen der Völker.“
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03.05.2010 17:48:36
Wahrheit und Liebe müssen zusammenwirken
(news.stjosef.at) In der „Wiener Zeitung“ vom 29. April 2010 heißt es wörtlich über eine Stellungnahme des Wiener Erzbischofs Christoph Kardinal Schönborn:
Der 65-jährige Kardinal, der in der Kirche als Vordenker gilt, regt an, in der Kirche heikle Themen offener zu beleuchten. „Beim Thema Homosexualität etwa sollten wir stärker die Qualität einer Beziehung sehen. Und über diese Qualität auch wertschätzend sprechen. Eine stabile Beziehung ist sicher besser, als wenn jemand seine Promiskuität einfach auslebt.“ Schönborn kann auch der Wiederverheiratung von Geschiedenen Positives abgewinnen. „Die Kirche braucht da eine neue Sichtweise. Viele heiraten heute ja gar nicht mehr.“
Der in Vorarlberg aufgewachsene Kardinal nennt dies den Wandel einer „Pflicht-Moral“ hin zu einer „Moral des Glücks“ und plädiert für das altbewährte Prinzip der Gradualität. Dabei steht nicht die Sünde im Zentrum der Betrachtung, sondern der Versuch, den Geboten zu entsprechen. Nicht nur die Gesellschaft, auch die Kirche stehe vor einem Paradigmenwechsel.
Dazu eine Stellungnahme des Moraltheologen Dr. theol. habil. Josef Spindelböck, der als Professor an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten sowie als Gastprofessor am Internationalen Theologischen Institut (ITI) in Trumau lehrt:
Was das Grundsätzliche der Aussagen Kardinal Schönborns betrifft, so ist anzuerkennen, dass die von der Kirche verkündete Glaubens- und Sittenlehre tatsächlich das Ziel hat, die Menschen zur „Fülle des Lebens“ in Christus zu führen und insofern ein Weg zum Glück, ja zur ewigen Seligkeit bei Gott ist. Eine reine Pflichtmoral im Sinne Kants hat die Kirche nie vertreten, sondern die Gebote Gottes werden als Wegweiser zur wahren Freiheit verstanden. Das neue Gesetz des Evangeliums ist vor allem die Gnade des Heiligen Geistes, der unser Herz in der Liebe neu macht und befähigt, den Willen Gottes in Freude zu erfüllen.
Das vom Kardinal angesprochene „Prinzip der Gradualität“ besagt, dass die Kirche in ihrer Pastoral das Bemühen der Menschen jedenfalls anerkennt, mit Hilfe der Gnade Gottes das Gute zu tun und den Geboten Gottes zu entsprechen, die ihre Mitte im Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe finden. Darin ist eingeschlossen, dass uns Menschen nicht immer alles gelingt und wir auch schuldhaft versagen. Wer aber immer wieder umzukehren bereit ist und auf Gottes Gnade vertraut, wird sein Erbarmen erfahren. Diese Gradualität des Bemühens darf jedoch nicht mit einer Gradualität des Gebotes bzw. der sittlichen Norm verwechselt werden, so als ob die von Jesus Christus selbst vorgestellte und eingeforderte „Radikalität des Evangeliums“ mit halben Lösungen zufrieden sein könne: Echte Bekehrung zu Gott zielt immer auf das Ganze und darf das Böse nie rechtfertigen. Insofern sind Kompromisse mit der Sünde jedenfalls auszuschließen und abzulehnen – bei aller Liebe und allem Verständnis für den Menschen, der sündigt.
Speziell ist der Kardinal auf die Fragen der sittlichen Normen im Falle homosexueller Akte bzw. Beziehungen (vgl. KKK 2357-2359) sowie des pastoralen Umgangs mit jenen Menschen eingegangen, die sich bei bestehender gültiger Ehe von ihrem rechtmäßigen Ehepartner getrennt haben und eine neue zivile „Ehe“ mit einer anderen Person eingegangen sind (vgl. KKK 2384). Der Vergleich zwischen verschiedenwertigen Arten homosexueller Beziehungen darf nicht übersehen lassen, dass es sich überall dort, wo homosexuelle Akte eingeschlossen sind, um objektiv schwer sündhafte Verhaltensweisen handelt, die von der Kirche als „in sich schlecht“ abgelehnt werden. D.h. weder besondere Umstände noch subjektiv gute Motive können die innere Schlechtigkeit der betreffenden Handlung aufheben. Bildlich gesprochen: Im Apfel ist jedenfalls der „Wurm“ drin, egal ob er nur halb oder ganz verdorben ist.
Daher ist es gerade aus pastoraler Sicht wichtig, ja unerlässlich, in Klarheit die objektive Sündhaftigkeit bestimmter Handlungen zu benennen, die die Kirche als „in sich schlecht“ („intrinsece malum“) bezeichnet. Sowohl auf der Grundlage der Wahrheit als auch der Liebe kann und muss das pastorale Bemühen der Kirche ansetzen, Menschen, die sich in einem (objektiv) sündhaften Verhältnis befinden, wegzuführen von diesem Zustand und hin zu einem gottgefälligen Leben!
Wir dürfen uns nicht damit trösten, dass es ja noch schlimmer sein könnte, sondern haben die auf die Zusage der Gnade Gottes gestützte Hoffnung, dass jeder Mensch bekehrungsfähig ist, auch dort, wo die Vorzeichen vielleicht ganz und gar ungünstig sind.
Ähnliches gilt gegenüber wiederverheiratet Geschiedenen: Wollte die Kirche ihre Lebenssituation einfach „anerkennen“ oder gar „absegnen“, so würde sie das Ideal der Unauflöslichkeit und Treue der gültigen sakramentalen Ehe verleugnen, das Jesus selbst verkündet hat (vgl. Mt 19) und wozu Gott den Gatten auch die Gnade schenkt, wenn sie sich im Gebet und im sakramentalen Leben für seine Liebe öffnen. Jeder „billigere“ Weg ist keineswegs ein Leben zum Glück, sondern wäre ein Verrat an der Wahrheit und an der Liebe! Genau das kann auch der Kardinal nicht wollen.
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03.05.2010 17:13:20
Papst meditierte vor dem Grabtuch von Turin
(zenit.org) Papst Benedikt XVI. hat das "Grabtuch Christi" im Dom der norditalienischen Stadt Turin besucht. Erstmals seit zehn Jahren wird die Reliquie derzeit wieder öffentlich ausgestellt.
In den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags flog der 83 jährige Benedikt im Helikopter aus dem Vatikan zum Flughafen Ciampino, wo gegen 8.15 Uhr der Abflug im Flugzeug von Ciampino zum Flughafen Caselle bei Turin programmiert war.
Nach einer Begegnung mit den Einwohnern auf der Piazza "San Carlo" erwarteten ihn Zehntausende Menschen, die sich zuvor auf dem Turiner Platz San Carlo versammelt, um an einer Messe des Papstes teilzunehmen.
Das Grabtuch erinnere ständig an die Leiden Jesu, sagte Benedikt während des Gottesdienstes. - Das Leinentuch wird seit 1578 in Turin aufbewahrt. Es zeigt die Umrisse eines von Foltermalen gezeichneten Mannes. Das Grabtuch gilt für viele als die heiligste Reliquie des Christentums, andere halten es jedoch für eine mittelalterliche Fälschung.
Nach dem Mittagessen mit den Bischöfen der Region Piemont im Erzbischöflichen Sitz von Turin stand gegen 16.30 Uhr eine Begegnung mit den Jugendlichen auf der Piazza "San Carlo" auf dem Programm.
In seiner Ansprache erklärte der Papst gegenüber der Jugend: „Habt den Mut zu definitiven Entscheidungen", sagt der Papst, „und lebt sie dann mit Treue! Ganz gleich, ob euch der Herr zur Ehe, zum Priestertum, zum geweihten Leben ruft: Antwortet ihm großzügig!" Es sei „nicht leicht, aus seinem Leben etwas Großes und Schönes zu machen, aber mit Christus ist alles möglich."
Der Pilger aus Rom warnt die jungen Leute aus Turin und Piemont vor einem falschen Gebrauch der Freiheit. Diese äußere sich nicht in flüchtigen Freuden des Augenblicks, sondern paradoxerweise gerade in verbindlichen Entscheidungen. Die vorherrschende individualistische Kultur behindere tiefere zwischenmenschliche Beziehungen - aber Jugendliche hätten von Natur aus ein Gespür für die „wahrhafte Liebe", und diese werde durch den Glauben an Christus vermittelt. - Link: Papstpredigt in Turin.
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01.05.2010 16:20:34
Vatikan kündigt Neuordnung der Legionäre Christi an
(kathpress.at) Der Vatikan hat eine umfassende Neuordnung der "Legionäre Christi" als Konsequenz aus dem Skandal um ihren Gründer Marcial Maciel Degollado (1920-2008) angekündigt. Die Ausrichtung der Kongregation und ihre internen Machtstrukturen müssten grundlegend revidiert werden, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Kommunique des vatikanischen Presseamtes.
Papst Benedikt XVI. werde einen Beauftragten für die Gemeinschaft ernennen und eine Studienkommission einrichten, erklärte der Heilige Stuhl. Zugleich hob er hervor, die Mehrheit der Ordensmitglieder habe nichts von den Vorgängen um Maciel gewusst und leiste vorbildliche Arbeit.
Zuvor hatte sich Papst Benedikt XVI. am Freitag von den fünf Apostolischen Visitatoren über den Stand der Untersuchungen in den Niederlassungen der Legionäre Christi unterrichten lassen. Nach Vorwürfen gegen Maciel wegen sexuellen Missbrauchs von Seminaristen und Missständen in den Niederlassungen der Gemeinschaft hatte der Vatikan im März 2009 eine Untersuchung angeordnet.
Das "objektiv unmoralische" Verhalten des Ordensgründers sei durch unumstößliche Zeugenaussagen bestätigt, heißt es in dem vatikanischen Kommunique. Maciels Taten seien Ausdruck eines skrupellosen Lebens ohne wahrhafte religiöse Empfindung. Einem großen Teil der Ordensmitglieder seien diese Umstände jedoch nicht bekannt gewesen.
Durch das Vertrauen und Schweigen seines Umfeldes sei es dem mexikanischen Priester gelungen, seine Verfehlungen zu verheimlichen. Er habe so die eigene Rolle als charismatische Gründungsgestalt herausstellen können.
Ende März hatten sich die Legionäre Christi offiziell von ihrem Gründer distanziert. Sie bestätigten zudem, dass er Vater dreier Kinder war. Der Generalobere der "Legionäre", Alvaro Corcuera, hatte die Missbrauchsopfer Maciels bereits im November 2009 um Entschuldigung gebeten.
Eine "Reinigung" des Ordens erfordere auch eine aufrichtige Gegenüberstellung mit den Opfern sexuellen Missbrauchs innerhalb und außerhalb der Kongregation, führt das Kommunique aus. Zudem sei eine gewissenhafte Auseinandersetzung mit Maciels System der Machtausübung erforderlich.
Zugleich betonte der Vatikan, der Papst lasse die Ordensmitglieder in ihrer schwierigen Situation nicht im Stich.
Die Legionäre Christi sind eine weltweit tätige Gemeinschaft päpstlichen Rechts. Der 1941 von Marcial Maciel Degollado in Mexiko gegründeten Kongregation gehören gegenwärtig mehr als 800 Priester und 2.500 Seminaristen in 22 Ländern an.
Mit der Untersuchung der Legionäre Christi beauftragt waren Bischof Ricardo Blazquez Perez (Bilbao), Erzbischof Charles Chaput (Denver), Erzbischof Ricardo Ezzati Andrello (Concepcion/Chile), Bischof Ricardo Watty Urquidi (Tepic/Mexiko)) und Bischof Giuseppe Versaldi (Alessandria). Die erste Phase des Ermittlungsverfahrens, die im vergangenen Juli begann, wurde im März abgeschlossen.
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