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12.12.2009 05:49:36
Initiative gegen Deix-Karikaturen
(stephanscom.at) Drei Diakone der Erzdiözese Wien haben der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt, die die Karikaturen des Künstlers Manfred Deix in den Ausgaben des Magazins "News" vom 12. und 19. November 2009 betreffen. Die Diakone Andreas Frank, Max Angermann und Gerhard Sarman verweisen darauf, dass in den Karikaturen zum Thema "Gott" und "Kruzifix" auch gegen das NS-Verbotsgesetz verstoßen würde; außerdem würden religiöse Lehren herabgewürdigt (Paragraf 188 Strafgesetzbuch).
Auf der Karikatur vom 19. November mit der Bildzeile: "Entwurf für ein multikulturelles Kompromisskreuz" wurden Symbole von Christentum, Islam und Buddhismus mit den Symbolen zweier Totalitarismen - Nationalsozialismus (Hakenkreuz) und Kommunismus (Hammer und Sichel) - zusammengestellt. Die Diakone erklären dazu: "Dadurch, dass das Symbol des Nationalsozialismus kritiklos auf eine Stufe mit den Symbolen von Weltreligionen gestellt wird, erscheint auch die verbrecherische NS-Ideologie gesellschaftlich quasi rehabilitiert, neu anerkannt bzw. verharmlost."
Die drei Diakone erinnern daran, dass viele Christen - etwa Franz Jägerstätter oder Dietrich Bonhoeffer - ihr Leben hingegeben hätten, weil es nie einen Kompromiss mit menschenverachtenden Ideologien wie dem Nationalsozialismus geben könne. Die Karikatur vom 19. November stelle daher auch eine "unglaubliche Verhöhnung" unzähliger Opfer von Nationalsozialismus und Kommunismus dar, so die Diakone.
Durch die Karikaturen hätten sich viele gläubige Menschen in ihren religiösen Gefühlen verletzt gefühlt; das sei auch in Seelsorgegesprächen zum Ausdruck gekommen, berichten die Diakone. Was Manfred Deix gezeichnet habe, sei eine "visuelle Rücksichtslosigkeit", die auch mit der Freiheit der Kunst nicht begründet werden könne, sondern eine "Grenzüberschreitung" gegen die großen Religionen insgesamt darstelle, so die Diakone.
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12.12.2009 05:47:49
Der Weihnachtsfreude entgegen
(stjosef.at/predigten, JSp) Der dritte Adventsonntag hat den liturgischen Namen „Gaudete“ – „Freuet euch“. Im Eröffnungsvers der Messe und ebenso in der neutestamentlichen Lesung heißt es (Phil 4,4-5): „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe.“ Die Farbe des Messgewandes bzw. der entsprechenden Kerze des Adventkranzes ist heute nicht violett, sondern rosa.
Und doch könnte es scheinen, als ob die strenge Bußpredigt des Johannes ein Hindernis wäre auf dem Weg zur Freude. Da tritt dieser asketische Mann auf, der sich selbst nur von Heuschrecken und wildem Honig ernährt, und redet den Leuten eindringlich ins Gewissen. Sie sollen umkehren zu Gott, um dem drohenden Zorngericht zu entgehen. Ist das nicht eher eine Drohbotschaft als eine Frohbotschaft? Was hat der Prophet Johannes mit der Freude des 3. Adventsonntags zu tun?
Aber, liebe Brüder und Schwestern, es macht schon Sinn, wenn die Kirche sich in der adventlichen Vorbereitung auf das Weihnachtsfest auf Johannes den Täufer bezieht! Johannes ist der Vorläufer Christi, und so wie er die Menschen damals vorbereitet hat auf den Kommenden, der größer ist als er, so weist uns der Evangelist Lukas mit der Darstellung dieser Ereignisse den Weg zu Jesus Christus, dem Erlöser, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern. - Lesen Sie die Predigt zum 3. Adventsonntag in vollem Wortlaut!
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11.12.2009 11:07:32
Positionspapier zum Lebensschutz
(news.stjosef.at) Die Partei „Die Christen“ (CPÖ = Christliche Partei Österreichs) hat ein Positionspapier zum Lebensschutz vorgestellt. Darin heißt es: „Eine Gesellschaft, die fortbestehen will, braucht eine Kulturrevolution zu einer ‚Kultur des Lebens‘, sie muss Platz für alle Kinder haben.“ Konkret wird vertreten (Auszug):
Das fundamentale Menschenrecht ist das Recht auf Leben, dieses ist Voraussetzung für alle anderen Menschenrechte.
Jeder Mensch ist vom Zeitpunkt seiner Zeugung bis zu seinem natürlichen Ende ein Mensch mit einer eigenständigen und unwiederbringlichen Persönlichkeit. Der Mensch kann niemals Sache sein, sondern ist immer Person. Wir verteidigen daher die aus unserem christlichen Menschenbild abgeleitete Menschenwürde auch über den Tod hinaus.
Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. Gerade die Achtung der Menschenwürde ist eine grundlegende Voraussetzung für ein Zusammenleben in Vertrauen und Frieden.
Dem Staat obliegt es, alle seine Bürger zu schützen. Im besonderen sind ihm der Schutz der Schwachen anvertraut, der ungeborenen, behinderten, kranken und alten Menschen.
Die Verantwortung für den Schutz und das Wohl des Kindes tragen in gleichem Maße seine (biologische) Mutter und sein (biologischer) Vater. Die Obsorgerechte und -pflichten der Eltern beginnen unmittelbar mit dem Lebensbeginn ihres Kindes (Zeugung) und nicht erst mit der Geburt.
Auch alle künstlich (in vitro) befruchteten Menschen haben ein Menschenrecht auf Leben. Wir lehnen daher die Präimplantationsdiagnostik, die verbrauchende Embryonenforschung und die Organ- oder Gewebebeschaffung durch Embryonen als Menschenrechtsverletzung ab.

Mehr auf http://www.diechristen.at !
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11.12.2009 11:02:48
Seligsprechungsverfahren für Kaiserin Zita aufgenommen
(news.stjosef.at) Am 10. Dezember 2009 begann unter dem Vorsitz des Bischofs von Mans das Seligsprechungsverfahren für Kaiserin Zita.
Die Historische Kommission nimmt ihre Arbeit mit der Vernehmung der (Zeit-)Zeugen auf.
Zita wurde am 9. Mai 1892 in Camaiore, Italien, geboren; sie verstarb am 14. März 1989 in Zizers, Schweiz. Zita war als Gemahlin des inzwischen selig gesprochenen Kaisers Karl I. von 1916 bis 1918 die letzte Kaiserin von Österreich und Apostolische Königin von Ungarn. Sie stand ihrem Gatten auch in Zeiten der Not und der Verfolgung treu zur Seite und schenkte ihm acht Kinder (darunter auch Otto von Habsburg).
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11.12.2009 10:55:46
Vatikan kündigt Pastoralen Brief des Papstes für Irland an
(kath.net/radiovatikan.de) Der Vatikan hat am Freitag am Nachmittag ein Statement über den irischen Krisengipfel beim Papst veröffentlicht. Anlass für das Treffen waren die Missbrauchsaffäre in der katholischen Kirche in Irland. kath.net dokumentiert die Stellungnahme im Wortlaut:
Der Heilige Vater nahm den Inhalt des Berichtes nach sorgfältiger Prüfung mit tiefer Beunruhigung und Bestürzung auf. Er möchte noch einmal sein tiefes Bedauern über die Handlungen einiger Mitglieder des Klerus ausdrücken, die die ernsten Versprechen an Gott sowie das ihnen von den Opfern, deren Familien und der Gesellschaft im Allgemeinen entgegengebrachte Vertrauen betrogen haben.
Der Heilige Vater teilt die Entrüstung, den gefühlten Treuebruch und die Scham vieler Gläubiger in Irland und ist mit ihnen in dieser schwierigen Stunde im Leben der irischen Kirche im Gebet vereint.
Der Heilige Vater ruft Katholiken in Irland und in der ganzen Welt auf, mit ihm für die Opfer, ihre Familien und alle, die durch diese abscheulichen Verbrechen beeinträchtigt wurden, zu beten.
Er versichert allen Betroffenen, dass die Kirche den schwerwiegenden Sachverhalt mit größter Aufmerksamkeit verfolgen wird, um besser zu verstehen, wie diese beschämenden Ereignisse passieren konnten und wie man am besten effektive und sichere Strategien entwicklen kann, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Der Heilige Stuhl nimmt die zentralen Fragen, die durch den Bericht aufgeworfen wurden, sehr ernst. Zu diesen Fragen gehört auch die Frage der Regierung/Herrschaft/Führung der lokalen Kirchenführer mit ultimativer Verantwortung für die pastorale Aufsicht/Pflege/Fürsorge für Kinder.
Der Heilige Vater beabsichtigt, einen Pastoralen Brief an die Gläubigen Irlands zu richten, in dem er ausführlich schreiben wird, welche Maßnahmen als Antwort auf die Situatio getroffen werden. Schließlich möchte der Heilige Vater alle diejenigen ermutigen, die ihr Leben in großherziger Weise Kindern gewidmet haben. Möge ihre gute Arbeit im Namen des Guten Hirten Jesus Christus bewahrt sein.
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10.12.2009 16:01:59
"Ein schmerzliches Signal"
(presse.kirche.at) Bischof Klaus Küng, zuständig für Familienfragen in der Österreichischen Bischofskonferenz, hat das Ergebnis der Abstimmung im Parlament über die Eingetragenen Partnerschaften „mit Bedauern“ zur Kenntnis genommen: „Besonders schmerzt mich als Familienbischof das Signal, das von dieser Abstimmung ausgeht. Es steht zu befürchten, dass heute eine Türe geöffnet wurde, die letztendlich zu einer völligen gesetzlichen Gleichstellung der homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau führen wird“.
An diese Entwicklung habe auch „die Bischofskonferenz jüngst noch einmal deutlich erinnert“, führt Bischof Küng weiter aus. „Es stimmt mich zudem traurig, dass die ÖVP angesichts so einer wesentlichen Entscheidung die Abstimmung nicht freigegeben, sondern den Klubzwang aufrecht erhalten hat.“
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10.12.2009 16:00:13
"Die Heiligenkreuz-Bibel", jetzt komplett
(news.stjosef.at, JSp) Die „Heiligenkreuz-Bibel“, übersetzt und kommentiert von Prof. Augustinus Fenz OCist liegt jetzt sowohl für das Alte als auch für das Neue Testament vor. Alle in der Liturgie der Sonn- und Feiertage in den Lesejahren A,B und C verwendeten Schrifttexte werden in einer am Urtext orientierten, sprachlich gewählten und ansprechenden Übersetzung und Kommentierung dargeboten. Das Ziel von P. Fenz ist es, den Text der Heiligen Schrift selber zu erschließen und zum Leuchten zu bringen, um so auch existenzielle Glaubenserfahrungen mit dem Wort Gottes zu ermöglichen. Wenn beim Lesen und Meditieren des Gotteswortes das Herz zu „brennen“ beginnt, wie dies die Emmausjünger erfahren durften (Lk 23,32), ist das Ziel des Verfassers erreicht, der sich in langer Lehrtätigkeit an der jetzt „Päpstlichen-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz“ schon große Verdienste erworben hat! Der redaktionell für den Newsletter St. Josef Verantwortliche freut sich, dass auch er zu den Hörern von P. Augustinus Fenz OCist zählen durfte!
Bibliografische Angaben: Die Heiligenkreuz-Bibel. Übersetzt und kommentiert von Pater Augustinus Kurt Fenz, erschienen im St. Benno Verlag: Das Alte Testament, ISBN 978-3-7462-2628-6, 19,90 € [D] / 20,50 € [A] / sFR 35,90; Das Neue Testament neu, ISBN 978-3-7462-2761-0,19,90 € [D] / 20,50 € [A] / sFR 34,50, http://www.st-benno.de
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09.12.2009 16:49:06
EWTN in Amerika im HD-Format
(news.stjosef.at) Seit dem 8. Dezember 2009 (dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria) sendet EWTN, der amerikanische katholische Fernsehsender, welcher von Mother Angelica begründet wurde, auch im hochauflösenden Format (HD). Der technische Direktor Michael P. Warsaw erklärte, man sei stolz, als erste katholische Fernsehstation weltweit auf das Weihnachtsfest hin diese neue Technologie anbieten zu können. – EWTN wird auch auf Deutsch ausgestrahlt; das deutsche Programm gibt es bis jetzt allerdings nur im Normalformat. Heute ist EWTN der weltweit größte religiöse Fernsehsender und erreicht mit seinen deutschen, englischen, spanischen und französischen Programmen mehr als 150 Millionen Haushalte in 140 Ländern. Am 4. Oktober diesen Jahres, am Fest des hl. Franziskus, hatte Papst Benedikt XVI. die Ordensfrau für ihre herausragenden Verdienste um die Kirche mit dem Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ („Für die Kirche und den Papst“) ausgezeichnet. - Links: www.ewtn.com / www.ewtn.de
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09.12.2009 16:35:06
Christus als Mitte der Heilsgeschichte
(radiovatikan.de) Mittwoch ist im Vatikan Tag der Generalaudienz – Tausende waren dazu auch diesmal auf der „Piazza San Pietro“. Papst Benedikt hielt ihnen einen kleinen Vortrag über einen Mönchstheologen des Mittelalters: Rupert von Deutz, gestorben 1129. „Rupert war ein ungemein produktiver Denker, der uns eine Fülle von Schriften zu verschiedenen theologischen Fragen – zum Beispiel zur Realpräsenz in der Eucharistie und zur Prädestinationslehre – hinterlassen hat. Eine Neuheit seines theologischen Schaffens bestand darin, dass er die Schriftauslegung unter einen thematischen Schwerpunkt stellte. So entwickelte er aus seinem Mathäuskommentar eine Christologie und aus dem Kommentar zum Hohenlied eine Mariologie. Dabei verfolgte er das Ziel, einzelne Themen des Glaubens aus dem Gesamt der Offenbarung heraus, wie sie in der Heiligen Schrift aufscheint, zu betrachten.“ Bibelstellen im Licht der gesamten Heiligen Schrift zu deuten – das ist auch ein wichtiges Anliegen des Papstes, auf das er immer wieder zurückkommt.
„Die Menschwerdung Christi ist das grundlegende Ereignis der ganzen Geschichte. Sie ist nicht durch den Sündenfall des Menschen bedingt, so sagt Rupert, sondern von Ewigkeit vorgesehen, damit die ganze Schöpfung Gott loben und wie eine große Familie um Christus lieben könne. Christus ist die Mitte der Heilsgeschichte, und in ihm finden alle Ereignisse einen wunderbaren Zusammenhang... Gottes Geist stärke euch allezeit!“
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08.12.2009 12:53:19
In Maria hat Gott über das Böse gesiegt
(kath.net/zenit.org) Es ist die unbefleckte Empfängnis Mariens, die für alle Christen den Weg zum Heil öffnet. Darauf wies Papst Benedikt XVI. an diesem Dienstag in seiner Ansprache zum Angelusgebet hin. In dieser Befreiung von der Sünde nimmt das „Ja“ Mariens seinen Anfang.
„In der Einfachheit des Hauses von Nazareth lebt der ‚heilige Rest‘ Israels, aus dem Gott sein Volk neu erwecken will, wie einen neuen Baum, der seine Zweige über die ganze Welt ausbreitet und der ganzen Menschheit die gute Frucht der Erlösung darbietet. Im Unterschied zu Adam und Eva bleibt Maria dem Willen Gottes gehorsam, mit ihrem ganzen Selbst spricht sie das ‚Ja‘ und übergibt sich ganz dem göttlichen Plan. Sie ist die neue Eva, die wahre Mutter aller Lebenden, aller, die durch den Glauben in Christus das neue Leben empfangen.“
Der Papst fügte hinzu, dass die Mutter Gottes nicht nur Teil unserer Geschichte sei, in ihr sähen wir ein Stück der ursprünglichen Schöpfung: „An der Mutter Jesu sehen wir die Schönheit des Menschen, wie Gott ihn gewollt hat.“ Zu dieser Schönheit seien auch wir gerufen, so der Papst weiter. - Link: Papstansprache im Wortlaut.
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07.12.2009 12:16:23
Toleranz muss gegenseitig sein
(presse.kirche.at/kathpress.at) Es ist "keine Frage", dass gemäß der Religionsfreiheit auch Muslime die Möglichkeit haben müssen, ihren Glauben in entsprechenden Gotteshäusern ungehindert auszuüben. Das unterstrich Bischof Klaus Küng am Sonntagabend in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum", in der über das Schweizer "Minarett-Verbot" und dahinterliegende "Ängste vor dem Islam" debattiert wurde.
In der Minarettfrage sei er - so Küng - freilich "etwas zurückhaltend", gerade wenn er an die Türkei denke, wo viele in Österreich lebende Muslime ihre Heimat hätten: Dort sei es de facto unmöglich, eine neue Kirche zu errichten. "Ich bin für Toleranz, aber die Toleranz muss gegenseitig sein", betonte der St. Pöltner Bischof.
Mit Küng diskutierten unter dem Titel "Muslime - Moscheen - Minarette: Wer fürchtet sich vor dem Islam?" u.a. der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), Anas Schakfeh, der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer, die Obfrau der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, und Ali Rahimi vom "Verein "Wirtschaft für Integration".
Bischof Küng "kann mit jedem, der seinen Glauben ernst nimmt, gut leben"; er zähle seit Jahren auch Muslime zu seinen Freunden. Dennoch gebe es im Zusammenhang mit Muslimen und deren Integration "Sorgen". Küng nannte als Beispiele die "Parallelgesellschaft" mancher Teile der muslimischen Bevölkerung, die Tatsache, dass zum Christentum konvertierende Muslime mit Repressalien rechnen müssten, aber auch Phänomene wie Zwangsehe oder Ehrenmorde. Küng erzählte auch von einem Vorfall in einem kirchlichen Haus in der Diözese St. Pölten, in das sich eine islamische Gemeinschaft eingemietet habe: Eine arabisch sprechende Studentin habe ihm von einer dort gehaltenen "Hassrede" berichtet, die er als verantwortlicher Bischof nicht akzeptieren könne und für die er im Wiederholungsfall Konsequenzen angekündigt habe.
Probleme wie diese wolle er aber nicht verallgemeinern, sagte Küng. Ihm seien Demokratie und Menschenrechte wichtige Anliegen, er lege Wert auf ein "gutes Miteinander" aller Religionsgemeinschaften. Zwischen Vertretern der Kirche und der Islamischen Glaubensgemeinschaft habe es in Österreich in den letzten Jahren - namentlich seit den Terrorakten des 11. September 2001 - vermehrt Kontakte und "konstruktive Gespräche" gegeben.
Im Blick auf die Schweiz, die er als früherer Bischof von Feldkirch gut kenne, meinte Küng, er halte manche Abstimmungen für problematisch, "weil sie emotionalisieren und die Lösung der Probleme sogar noch erschweren". Symbole hätten "ohne Zweifel ihre Bedeutung". Küng erinnerte an die jüngste Debatte über Schulkreuze, wo von Seiten des Islam Unterstützung gekommen sei, "was ich als sehr gut empfunden habe".
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07.12.2009 12:13:55
Maria, die Unbefleckte Empfängnis: Gottes Ausweg aus der humanökologischen Krise
(stjosef.at/predigten, JSp) In diesen Tagen wird die so genannte „Weltklima-Konferenz“ in Kopenhagen abgehalten. Das Ziel sind gemeinsame Beschlüsse der wichtigsten Staaten der Welt, um der Gefahr eines drohenden Zusammenbruches des oekologischen Systems zu begegnen. Manche meinen, es sei ohnehin zu spät, und es wäre nur noch eine Frage der Schadensverminderung, nicht der Schadensvermeidung.
Die Kirche anerkennt die Wichtigkeit dieser Fragen und Probleme, zeigt aber auf, dass der Schutz der Umwelt, d.h. von Tieren und Pflanzen und der natürlichen Ressourcen, nicht ohne den Respekt vor der Würde und den natürlichen Rechten des Menschen zu verwirklichen ist. Der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., spricht in seiner Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ von der Notwendigkeit einer „Humanökologie“, d.h. vom Schutz des Menschen als solchen, der ja als Ebenbild Gottes geschaffen und für die Schöpfung mitverantwortlich ist.
Vor Beginn des UN-Gipfels hatte Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet am Sonntag alle Menschen zu einem maßvollen und verantwortungsvollen Lebensstil aufgerufen. Das gelte vor allem mit Blick auf die Armen und die künftigen Generationen. „Um der Konferenz einen vollen Erfolg zu garantieren, lade ich alle Menschen guten Willens ein, die von Gott in die Natur gelegten Gesetze zu respektieren und die moralische Dimension des menschlichen Lebens wiederzuentdecken“, sagte der Papst vor mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz (Quelle: Kathpress).
Das eigentliche Problem stellt sich ja so dar: Wenn der Mensch selber in Unordnung gerät, d.h. wenn er die Kontrolle über sich selbst verliert, da er sich von Gott als Lebensquelle trennt, dann folgt daraus auch ein gestörtes Verhältnis des Menschen zur Natur und Umwelt. Diese begehrt dann gegen den Menschen auf und zeigt mitunter ihre ganze Urgewalt.
Am Festtag des 8. Dezember lässt uns die Kirche mitten im Advent auf Maria schauen, die „Unbefleckte Empfängnis“. In Maria ist das Menschsein ganz und gar gelungen; die Störung der Sünde hat an ihr keinen Anteil. Jenes erste Aufbegehren der Menschen gegen Gott, das wir als Ursünde und in seinen Folgen als Erbsünde bezeichnen, betraf Maria nicht. Denn um dem Erlöser eine würdige Mutter sein zu können, hat Gott sie im voraus auf so vollkommene Weise erlöst, dass sie von Anfang an „ganz perfekt“ war: Sie war frei von der Erbsünde und blieb frei von jeder persönlichen Sünde; sie war und ist die Jungfrau „voll der Gnade“. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria im Wortlaut!
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06.12.2009 09:09:15
Marienlexikon für die böhmischen Länder und die Slowakei
(bernardus-verlag.de) Im Bernardus-Verlag, mit Sitz in der Abtei Mariawald, ist ein Marienlexikon erschienen, das den Schwerpunkt auf die Mariendarstellung in Osteuropa legt. Der Autor Emil Valasek untersucht die ausgeprägte und alltäglich gelebte Marienverehrung in den historischen Grenzen der Länder Böhmen und Mähren-Schlesien sowie den neuen Grenzen der Slowakei. Hintergrund dieser Grenzziehung ist der Zusammenhang eines historisch gewachsenen Kulturraumes, der auch in moderner Zeit auf die Marienverehrung Einfluss hat.
Bei den Gläubigen aus den historischen Ländern Böhmen, Mähren-Schlesien und der Slowakei gibt es eine ausgeprägte Marienverehrung im Privatleben wie an zahlreichen Wallfahrtsorten, wo Maria verehrt wird als Königin Böhmens und Herrin Mährens, als Hilfe der Christen, Mutter der Leidenden und Morgenröte des Heils. Nach dem Ende des Kalten Krieges 1989 sind die geschichtsträchtigen Marienheiligtümer jener Länder in Reichweite geraten und erwachen neu im Gedächtnis der Kirche. Diese Erscheinungsformen eines kraftvollen Glaubens- und Kulturgutes verdienen gebührende Aufmerksamkeit und Aufarbeitung, da sie zur Glaubenserneuerung, Neuevangelisierung sowie einem friedlichen Zusammenleben von Menschen verschiedener Sprache und Herkunft positiv beitragen können. Man sollte nicht vergessen, dass Deutschland und Böhmen die zweitlängste Staatsgrenze mit 810 km haben (nach Österreich mit 825 km). Wallfahrtsorte zeichnen sich durch eine lebendige Völker verbindende Komponente aus, die den Europäern nach einem „Jahrhundert der Wölfe“ (Nadescha Mendelstam) zugute kommen müsste.
Bibliographische Angabe: Emil Valasek, Kleines Marienlexikon für die historischen Böhmischen Länder und die Slowakei, ISBN 978-3-8107-9304-1, 19,80 EUR, www.bernardus-verlag.de
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06.12.2009 08:45:37
Wenn ER anklopft ...
(news.stjosef.at, Rezension von Josef Spindelböck)
Rechtzeitig zum Beginn des Advent gelangte ein Buch mit dem Titel „Wenn ER anklopft ...“ in meine Hände. Dieses im MM Verlag erschienene, von Birgitt Kerz herausgegebene Buch enthält 12 Bekehrungsgeschichten ganz unterschiedlich geprägter Menschen zum katholischen Glauben. Ob nun Christian Müller von seinem eher intellektuellen Weg hin zum Glauben der Kirche berichtet und dabei die Logik der Auferstehung als entscheidend erkennt, ob Kristin Brendel Zeugnis ablegt von Gott, der sie durch verschiedene Umstände ihres Lebens vom Atheismus zur Begegnung mit IHM führte, ob wir das interessante Lebenszeugnis von Sr. Mirjam Beike lesen, die durch eine Gotteserfahrung bei der Wandlung in der heiligen Messe zum Glauben und in der Folge sogar zum Ordensberuf geführt wurde – all diese Menschen und noch viele andere zeigen, dass es in der Kirche Gottes Platz gibt für einen jeden in seiner ganz persönlichen Suche nach Gott und dem Glück des ewigen Lebens.
Auch in Form und Sprache sind die Lebenszeugnisse individuell gestaltet, wie die Glaubensbiografien von Sr. Isa Vermehren (+), Burkhardt Gorissen und Barbara Wenz zeigen. Gorissen kam sogar von den Freimaurern zum katholischen Glauben, während für Barbara Wenz die Begegnung mit dem lebendigen Christus in Manoppello grundlegend für ihre Konversion war. Ob jemand zuerst nur nominell katholisch war, ob er vielleicht gar kein Christ war oder andersgläubig: Alle machten sie eines Tages die Erfahrung, dass nur Jesus Christus dem Leben einen letzten Sinn zu geben vermag, so der Philosoph Heinrich M. Robben (Pseudonym) oder Peter Winnemöller, Petra Mihály, Stefan Ulrich, Ingrid Lemberg und Paul Miller.
Es handelt sich um unbeschönigte Geschichten, die das Leben selber geschrieben hat. Ohne Frömmelei wird aufgezeigt, dass es bei jedem Menschen eine „göttliche Spur“ gibt, die es zu entdecken gilt und die uns Heimat finden lässt in der Heilsgemeinschaft der katholischen Kirche. Gottes Heiliger Geist spricht uns Menschen an auch in der postmodernen Gegenwart, und gerade dort, wo vieles verschüttet und verbaut ist, kennt die Gnade Gottes Wege, die Herzen der Menschen dennoch zu erreichen.
Fazit: Das Buch ist höchst empfehlenswert, für Suchende und schon Glaubende, nicht nur im Advent, sondern für das ganze Kirchenjahr!
Bibliografische Angaben: Birgitt Kerz (Hg.), Wenn ER anklopft ... 12 Bekehrungsgeschichten, MM Verlag Aachen 2009, ISBN 978-3-928272-90-2, EUR 18,00, Online-Bestellung portofrei bei Weltbild oder direkt beim Verlag.
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04.12.2009 17:17:26
"Christen"-Obmann will für Amt des Bundespräsidenten kandidieren
(news.stjosef.at) Der Obmann der Partei "Die Christen" (Christliche Partei Österreichs, CPÖ), Dr. Rudolf Gehring, will bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl kandidieren. Dafür sind allerdings noch 6000 Unterstützungserklärungen nötig. Er erklärt dazu in einer Aussendung: "Wir sehen die Kandidatur für die Wahl zum Bundespräsidenten nicht als Aktion der Überheblichkeit sondern als eine Möglichkeit, das christliche Welt- und Menschenbild in die gesellschaftspolitische Diskussion zu bringen. In diesem Sinne wird es ein Kampf Davids gegen Goliath sein! Bei allen Themen, die für die Zukunft Österreichs als christliches Land sehr wesentlich sind, wird es erforderlich sein, dass die Christen einmütig zusammen stehen und in der Öffentlichkeit machtvoll ihre Werte vertreten." - Link: www.diechristen.at
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04.12.2009 17:10:35
P. Josef Neuner SJ am Fest des hl. Franz Xaver verstorben
(news.stjosef.at) Wann stirbt ein echter Jesuit, der 101 Jahre alt geworden ist und viele Jahre seines Lebens missionarisch in Indien gewirkt hat? Natürlich am Gedenktag des großen Patrons der Mission, des hl. Franz Xaver, am 3. Dezember also! Dies trifft voll und ganz zu auf P. Josef Neuner SJ. Er kam am 19. August 1908 in Feldkirch zur Welt und absolvierte seine Ausbildung am berühmten Feldkircher Jesuitenkolleg Stella Matutina. Mit 18 Jahren trat er bei den Jesuiten ins Noviziat ein und wurde 1936 zum Priester geweiht. Das Interesse an fremden Ländern und Kulturen führt P. Neuner schon 1938 nach Indien, wo er mit der Ausbildung des indischen Klerus betraut wurde. An der entsetzlichen Armut und den schwierigen Lebensverhältnissen in den indischen Slums nahm er starken Anteil. P. Neuner wurde zum wichtigen Berater für Mutter Teresa und übernahm eine zentrale Rolle in ihrem Seligsprechungsprozess. – Lesen Sie noch mehr!
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04.12.2009 17:06:14
Abt Marian Eleganti wird neuer Weihbischof von Chur
(kipa-apic.ch) Der Churer Bischof Vitus Huonder hat persönlich die Präsidenten der katholischen Kantonalkirchen Zürich und Glarus über die Ernennung des Uznacher Abtes Marian Eleganti (54) zum Weihbischof im Bistum informiert. Beim Treffen am Donnerstagabend, 3. Dezember, in Zürich nahm auch der interimistische Generalvikar in Zürich, Josef Annen, teil. Dies erklärte der Informationsbeauftragte der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, Aschi Rutz, gegenüber der Presseagentur Kipa. Die Bekanntgabe von Elegantis Ernennung erfolgt offiziell erst am Montag, 7. Dezember, in Rom. - Lesen Sie noch mehr im ausführlichen Bericht!
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04.12.2009 17:02:52
Allen Menschen wird zuteil - Gottes Heil
(stjosef.at/predigten, JSp) Uralt ist die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Friede. Wie unvollkommen ist doch dies alles hier auf Erden verwirklicht! Es gibt Streit unter den Menschen, Auseinandersetzungen und Kriege. Vielfach werden Menschen übervorteilt und an den Rand gedrängt, und sie sind ihrer elementarsten Lebensgrundlagen beraubt. Anderen, die sich nicht um ihre Mitmenschen kümmern und dem puren Egoismus frönen, geht es scheinbar gut. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?
Schon die Angehörigen des Volkes Israel wussten um diese Zusammenhänge. Und doch war ihnen von Gott her das Heil verheißen. Einmal, so war ihnen zugesagt, würde er kommen: der messianische König des Friedens und der Gerechtigkeit! In ihm würde alle Sehnsucht der Menschen ihre Vollendung finden.
Und dann trat ein Mann auf, dessen Name Johannes war. Er war noch nicht der Verheißene, doch er kam als Bote, um dem Herrn einen Weg zu bereiten. Er sollte die Menschen durch Umkehr des Herzens auf den Messias vorbereiten. Nach ihm würde der kommen, der größer ist als er. Machtvoll verkündete Johannes eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Immer verheißungsvoller erklang den Menschen das Wort Gottes: „Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.“ - Lesen Sie die Predigt zum 2. Adventsonntag im Wortlaut!
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04.12.2009 17:01:27
Keine Einschränkung der Religionsfreiheit
(zenit.org) Der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Pastoral der Migranten und Menschen unterwegs, Monsignore Agostino Marchetto meinte, dass das Verbot des Baus von Minaretten in der Schweiz nicht gegen die Religionsfreiheit verstoße.
Msgr. Marchetto äußerte dies gegenüber den Medien nach der Entscheidung des Schweizer Referendums, durch das zukünftig das Minarett-Bauverbot in der Verfassung verankert werde. Der Prälat bedauerte, dass die Befürworter des Referendums mit „Angstgefühlen“ spielten, anstatt den „Dialog“ zwischen Muslimen und der einheimischen Bevölkerung gefördert zu haben. Das Ergebnis der Abstimmung, sagte Msgr. Marchetto, zeige eine Besorgnis im Hinblick auf die Physiognomie des Landes, es sei eine Frage der Sichtbarkeit, die Religionsfreiheit sei davon aber nicht betroffen. Das Letztere, sagte er, sei nicht in Frage gestellt worden.
"Es geht hier um eine Angelegenheit, die sich nicht direkt gegen das Recht des Gottesdienstes richtet, denn es wird immer möglich sein, Moscheen zu bauen“, fügte der Erzbischof hinzu. Die Frage beziehe sich auf das Bild, dass die Muslime von ihren Moscheen haben. Man müsse ihre Sensibilität berücksichtigen, aber diese Entscheidung verstoße nicht gegen die Religionsfreiheit, sagte er.
Msgr. Marchetto gab zu bedenken, dass in vielen islamischen Ländern, zum Beispiel für die Sichtbarkeit der Kirchen und Türme, das Umfeld und die Mentalität der Menschen berücksichtigt werden. Der Prälat wünschte sich, dass ein Dialog zwischen jenen initiiert werde, die eine bestimmte Art Moscheen wollen und den Gegebenheiten vor Ort, die manchmal auch ungerechte Sensibilitäten zum Ausdruck bringen. - Lesen Sie zu diesem Thema auch das kath.net-Interview mit Bischof Klaus Küng!
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04.12.2009 05:54:20
Wiederentdeckung des Bußsakraments
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. hofft auf eine Wiederentdeckung des Beichtsakraments in der Kirche. Bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz erinnerte er an ein Vatikan-Dokument namens „Reconciliatio et poenitentia“, das vor genau 25 Jahren die Bedeutung des „Sakraments der Wiederversöhnung“ herausarbeitete. Den Besuchern und Pilgern stellte der Papst das Beispiel großer Beichtväter vor Augen, etwa des heiligen Pater Pio.
In seiner Katechese beschäftigte sich Benedikt ansonsten wieder mit großen Theologen – heute: Wilhelm von Saint-Thierry aus dem zwölften Jahrhundert, ein Freund des Bernhard von Clairvaux.
„Nach einem grundlegenden Gedanken im theologischen und geistlichen Werk Wilhelms von Saint-Thierry besteht die menschliche Natur ihrem innersten Wesen nach im Lieben. Der Mensch ist dazu berufen zu lieben und sein Leben mit Gott, dem Urgrund, dem Ziel und der Kraft der Liebe, zu vereinen. Gott, der uns erschaffen und uns zuerst geliebt hat, will, daß wir ihn lieben. In dieser Berufung der Liebe zu Gott besteht das Geheimnis eines gelungenen und glücklichen Lebens. Zum anderen erleuchtet die Liebe die Erkenntnis des Menschen; sie macht es ihm möglich, Gott besser und tiefer zu erkennen. Denn die Liebe selbst ist schon Quelle der Erkenntnis, wie Wilhelm sagt: „Amor ipse intellectus est.“ Sie überwindet die Distanz zwischen dem Liebenden und dem Geliebten, macht sie einander ähnlich und schafft Gemeinschaft. Gott wird erkannt, wenn man ihn liebt.“
Benedikt begrüßte bei der Audienz auch den bisherigen und den neuen Leiter unseres Radio-Vatikan-Programms: die Jesuiten Eberhard von Gemmingen und Bernd Hagenkord. Und er betete mit den Besuchern der Audienz ein Gebet des Wilhelm von Saint-Thierry: „Gott, du hast uns zuerst geliebt, damit wir dich lieben, … weil wir nicht sein können, wozu du uns geschaffen hast, ohne daß wir dich lieben.“
Der täglich erscheinende "Radio Vatikan"-Newsletter kann kostenlos unter diesem Link abonniert werden.
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04.12.2009 05:51:39
Weitere christliche Proteste gegen "Homo-Ehe"
(news.stjosef.at) Eine Aktions-Plattform von Einzelpersonen, christlichen Gruppierungen, Vereinen und Instituten, die gemeinsam für christliche Grundwerte in Staat und Gesellschaft eintreten, mit der Bezeichnung „Christliche Allianz“ ruft in gesellschaftspolitischen Fragen zum Handeln auf, „bevor es zu spät ist“. Man sehe sich einem „Generalangriff auf das Leben, die Ehe und Familie“ gegenüber. Speziell wendet man sich aus aktuellem Anlass gegen die völlige Freigabe der „Pille danach“ und gegen Privilegien für homosexuelle Partnerschaften, wie sie durch das neue Gesetz zur "Eingetragenen Partnerschaft" im österreichischen Parlament am 9./10.12.2009 beschlossen werden sollen. Die Vereinigung hat dazu einen eigenen Protest-Brief vorbereitet, den man an die Nationalratsabgeordneten schicken kann. Maßgebliche Personen in der „Christlichen Allianz“ sind Mag. Dietmar Fischer von HLI und der Neulengbacher Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam, ehemals Obmann der Partei „Die Christen“. Näheres unter www.christliche-allianz.at
Ein überparteiliches Veranstaltungsgremium "Für die Schöpfungsordnung" veranstaltet in diesem Sinn am 06.12.2009 eine Demonstration mit Kundgebung in Wien. Nach einer Andacht in der Karlskirche um 17 Uhr ist anschließend ein Marsch, vorbei an den Adventmärkten, mit Fackeln und Laternen zum Parlament geplant, wo um ca 18.30 Uhr noch eine Kundgebung stattfinden soll. Es fahren Busse von Salzburg über Oberösterreich und Niederösterreich und aus der Steiermark nach Wien, Abfahrt Salzburg: 13.00 Uhr Haltestelle „Forum 1“, Rückfahrt Wien: 20.30 Uhr; Stationen: Vorchdorf, Ansfelden, Amstetten Ost, St. Pölten; Kosten: ca 28 €. – Anmeldung/Kontakt: Christoph Humpf, Tel. +43 650 7442006.
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03.12.2009 08:25:06
Krise der christlichen Identität
(kath.net) Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat am Donnerstag nach ihrer Versammlung noch einmal eine Stellungnahme zur Abstimmung in der Schweiz über Minarette veröffentlicht und erklärt, dass das Bauverbot für Minarette ein Zeichen einer Krise der christlichen Identität in unserer Gesellschaft sei und erklärt, dass für die Auseinandersetzung mit dem Islam besonders die Stärkung des eigenen christlichen Bewusstseins notwendig sei. Wörtlich erklären die Bischöfe:
"Nach Überzeugung der Schweizer Bischofskonferenz hat die Annahme der Initiative „Gegen den Bau von Minaretten“ in der Volksabstimmung vom 29. November ein Hindernis und eine grosse Herausforderung auf dem gemeinsamen Weg der Integration geschaffen. Das Bauverbot für Minarette ist Zeichen einer Krise der christlichen Identität in unserer Gesellschaft. Für die Auseinandersetzung mit dem Islam ist besonders die Stärkung des eigenen christlichen Bewusstseins notwendig.
Das Bauverbot für Minarette wird kein Problem im Zusammenleben mit dem Islam lösen. Es wird andere Folgen haben, als die meisten der Ja-stimmenden Christen wünschen. So wird das Bauverbot für Minarette die schwierige Situation der Christen in islamischen Ländern nicht erleichtern, sondern erschweren. Ausserdem bedeutet das Nein zu den Minaretten auch ein Nein zur öffentlichen Sichtbarkeit von Religion. Das Nein zu den Minaretten trifft daher alle Religionsgemeinschaften. Das jüngste Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes, mit dem das Kruzifix aus den Unterrichtsräumen der öffentlichen Schulen verbannt werden soll, ist ein weiterer Beleg für den Druck, der gegen die Sichtbarkeit von Religion ausgeübt wird."
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03.12.2009 08:24:02
Österreichischer Laienrat fordert Maßnahmen zum Schutz des Lebens
(kathpress.at/apa-ots.at) Für Maßnahmen zum "Schutz des Lebens" hat sich der Vorstand des Katholischen Laienrates Österreichs (KLRÖ) ausgesprochen. Dabei wurde daran erinnert, dass der Rat als oberste Kommunikations- und Koordinationsplattform der katholischen Laienorganisationen "wiederholt" die Durchführung der versprochenen "flankierenden Maßnahmen" zur Fristenregelung eingefordert hat. Der Laienrat unterstützt die Forderung von Staatssekretärin Christine Marek, anonyme statistische Erhebungen zur Abtreibung durchzuführen. Verlässliche Unterlagen über Zahl und Motive für Abtreibungen könnten eine bessere Grundlage für Maßnahmen zur Verhinderung von Abtreibungen und zur Unterstützung von schwangeren Frauen in Not bilden.
Zugleich sprach sich der Laienrat "mit Nachdruck" gegen die Aufhebung der Rezeptpflicht für Präparate aus, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern sollen. Nach Aussagen von Fachleuten bedeute die Einnahme dieser hochwirksamen Hormonpräparate eine wesentlich höhere Belastung des Organismus als andere Präparate, für die eine Rezeptpflicht ganz selbstverständlich sei. Die Aufhebung der Rezeptpflicht würde "eine Verlagerung von Maßnahmen zur Geburtenregelung von der Vorbeugung zur nachträglichen Verhinderung bzw. Frühabtreibung" verursachen. Frauen, besonders Mädchen, würden durch den Einsatz der "Pille danach" unter größeren Druck gesetzt, sexuelle Wünsche rasch zu erfüllen, erinnerte der Laienrat. Die hormonelle Belastung des Organismus sei wesentlich höher als bei vorbeugenden chemischen Präparaten. Schließlich werde eine frühabtreibende Wirkung in Kauf genommen: "Wenn diese Präparate verhindern, dass eine befruchtete Eizelle sich in der Plazenta einnisten kann, dann ist das eine Frühabtreibung". Durch die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle erfolge der entscheidende Vorgang, der ein mit allen Anlagen ausgestattetes eigenständiges menschliches Lebewesen begründet, heißt es in der Erklärung des Laienrats.
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01.12.2009 15:31:51
Informatíonsschrift "St. Josef" - Heft 14 - erschienen
(news.stjosef.at) Ab sofort kann die kostenlose jährlich erscheinende Zeitschrift "St. Josef" in der Ausgabe 14 (2009/2010) online bestellt werden. Aus dem Inhalt: Zum Priesterjahr; Gott scheint durch; Die Liebe des Herzens Jesu; Der hl. Pfarrer von Ars; Das Blut Jesu; Maria und die Priester; Das Beispiel des hl. Josef; Das beste Gebet; Gottgeweiht; Die hl. Teresa von Avila; Gott allein genügt; Die Klostergründungen; In Memoriam P. Franz Gulyas. - http://verlag.stjosef.at
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01.12.2009 15:28:54
AIDS als Herausforderung an die christliche Barmherzigkeit
(stephanscom.at) Der Welt-Aids-Tag am Dienstag, 1. Dezember 2009, erinnert an die Dramatik dieser Krankheit. Laut dem Welt-Aids-Bericht der Vereinten Nationen sank die Zahl neuer Aids-Infektionen in den vergangenen acht Jahren weltweit um 17 Prozent. Dennoch leben mit 33,4 Millionen mehr Menschen als je zuvor mit dem Aidserreger HIV im Blut. Besonders tragisch: Rund 15 Millionen Kinder haben durch Aids ihre Eltern verloren und viele von ihnen sind selbst erkrankt. "Am härtesten trifft es die Menschen in den Entwicklungsländern: 98 Prozent der Aids-Toten kommen aus den Ländern des Südens", so Leo Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, Missio.
"Aids ist ein fürchterliches Übel. Gerade was die Aids-Waisen betrifft, besteht die Herausforderung darin, nicht nur medizinische Betreuung zu leisten, sondern diesen Kindern auch einen Sinn für ihr leider oft viel zu kurzes Leben zu schenken. Die Lebensfreude, die diese Kinder trotz ihrer Erkrankung so oft ausstrahlen, deutet auf den letzten Sinn unser aller Leben hin: zu lieben und geliebt zu werden", berichtet Massburg.
Missio möchte durch gezielte Informationsarbeit auf die schwerwiegenden Folgen der Aids-Pandemie für Kinder aufmerksam machen, Bewusstsein für die Ursachen und Zusammenhänge schaffen und konkrete Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. "Weltweit, aber vor allem auch in vielen afrikanischen Staaten verfügen gerade die kirchlichen Einrichtungen über eine breite Infrastruktur und entsprechende Ressourcen, die einen erheblichen Anteil der nationalen Gesundheits-, Bildungs-, und anderer Entwicklungsaufgaben stellen", so Maasburg. Missio fördert daher seit vielen Jahren verdienstvolle Projekte, die sich insbesondere der Pflege der Kranken, der Sorge für die Verwitweten und Verwaisten widmen und vor allem die psychosozialen und spirituellen Herausforderungen aufgreifen. - Link: www.missio.at
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01.12.2009 15:27:03
9 Ehepaare als "Familientrainer" ausgesandt
(presse.kirche.at) „Die Familien sind Kirche im Kleinen, davon lebt die Kirche im Großen“, betonte „Familien-Bischof“ Klaus Küng bei der Sendungsfeier von 9 Familien in der Leopoldikapelle im Niederösterreichischen Landhaus. Die Paare absolvierten eine zweijährige Ausbildung zum „Familientrainer“ an der Akademie für Familienpädagogik der Schönstattbewegung. Die Familie sei eine „unersetzbare Stütze der Kirche“, so Bischof Küng, „wenn sie erkennt, dass umgekehrt die Kirche für die Familie die Stütze ist“.
Die Erneuerung der Kirche geschehe nicht dadurch, dass jede Pfarre mit einem Priester besetzt werde, erklärte Küng: „Wir könnten zu jedem Häuserblock einen Priester stellen – wenn die Menschen nicht hören wollen, wird es nichts nützen.“ Es sei hingegen wichtig, dass „der Glaube in den Familien erwache“, da die Familie der „Übungsplatz für das Leben“ sei. Wenn zu Hause kein Glaubensleben mehr vorhanden ist, könne der beste Erstkommunionsunterricht nicht viel erreichen, so Küng. „Ein Kind muss am Schoß der Mutter beten lernen, sonst wird es schwer.“ Wo Gott als Quelle gefunden werde, erwache die Liebe, die wiederum zu mehr Kindern und in der Folge zu geistlichen Berufungen führe.
Der erste Jahrgang der Familientrainer-Ausbildung begann 1992 mit dem Ziel, ein „Netzwerk christlicher Häuser“ aufzubauen. Seither absolvierten österreichweit 272 Ehepaare den Kurs, der sich aus 12 Wochenendseminaren und 2 Tagungswochen zusammensetzt; 29 Familien sind derzeit in Ausbildung. Die Familienpädagogik der Schönstattbewegung geht auf deren Gründer P. Josef Kentenich zurück und folgt dessen Leitsatz: „Leben entzündet sich am Leben.“
Die neuen Familientrainer-Ehepaare sind Martina und Johannes Andrae (Perchtoldsdorf), Dors und Andreas Hönig (Obritzberg), Christa und Anton Knestel (Wien), Iris und Alois Neuhauser (Hofstetten bei Obritzberg), Petra und Alexander Scholze-Simmel (Hofstetten-Grünau), Annelies und Martin Seemann (Pressbaum), Maria und Matthias Trunk (St. Pölten), Christa und Thomas Wächter (Wien) sowie Veronika und Ernt Weinmar (Langenzersdorf). Der nächste St. Pöltner Kurs beginnt am 23./24. Jänner 2010 im Maria Ward Haus der Congregatio Jesu im Lilienhof.
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30.11.2009 16:28:31
Minarettverbot, Toleranz und Religionsfreiheit
(kathpress.at) Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari hat in einer Presseerklärung zur Diskussion um die Schweizer Minarett-Abstimmung Stellung genommen. Wörtlich heißt es in der
Stellungnahme: "In Europa gibt es Tendenzen, das Christentum aus der Öffentlichkeit zu verdrängen, obwohl es hier schon am längsten eingewurzelt ist. Dagegen wehren wir uns kirchlicherseits, treten aber zugleich dafür ein, dass auch andere Religionen ein Recht auf öffentliche Präsenz haben, wenn sie die staatliche Rechtsordnung einhalten. Dies gilt auch für den Islam und seine Bauwerke.
Im Interesse des gesellschaftlichen Friedens müssen muslimische Gemeinschaften freilich die in der europäischen Gesellschaft verbreiteten Ängste vor manchen Ausprägungen des Islam sensibel wahrnehmen und nach Kräften darauf verzichten, isolierte Parallelgesellschaften zu bilden. Sie sollten auch weltweit immer wieder öffentlich für wirkliche Religionsfreiheit in islamisch regierten Ländern eintreten."
(news.stjosef.at) Die Katholische Kirche hält jedenfalls daran fest, „dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat. Diese Freiheit besteht darin, dass alle Menschen frei sein müssen von jedem Zwang sowohl von Seiten Einzelner wie gesellschaftlicher Gruppen, wie jeglicher menschlichen Gewalt, so dass in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln, noch daran gehindert wird, privat und öffentlich, als einzelner oder in Verbindung mit anderen - innerhalb der gebührenden Grenzen - nach seinem Gewissen zu handeln.“ (DH 2) Zur gemeinschaftlichen Religionsausübung heißt es: „Die Freiheit als Freisein vom Zwang in religiösen Dingen, die den Einzelnen zukommt, muss ihnen auch zuerkannt werden, wenn sie in Gemeinschaft handeln. Denn die Sozialnatur des Menschen wie auch der Religion selbst verlangt religiöse Gemeinschaften. Deshalb steht diesen Gemeinschaften, wenn nur die gerechten Erfordernisse der öffentlichen Ordnung nicht verletzt werden, Rechtens die Freiheit zu, dass sie sich gemäß ihren eigenen Normen leiten, der Gottheit in öffentlichem Kult Ehre erweisen, ihren Gliedern in der Betätigung ihres religiösen Lebens beistehen, sie durch Unterricht unterstützen und jene Einrichtungen fördern, in denen die Glieder zusammenarbeiten, um das eigene Leben nach ihren religiösen Grundsätzen zu ordnen.“ (DH 4)
Kommentar von Prof. Josef Spindelböck zum Minarett-Entscheid der Schweizer: "Das Argument, ein Minarett könne (!) ein politisches Machtsymbol sein, muss man ernst nehmen. Gerade dann würde Religion instrumentalisiert. Den Befürwortern eines Minarettverbotes darf man daher nicht per se Intoleranz gegenüber dem Recht auf freie Religionsausübung auch der Muslime unterstellen. Im gesellschaftlich zu führenden Dialog gibt es auch eine Bringschuld der Muslime und ihrer Gemeinschaften: Sie haben aufzuzeigen, dass es ihnen bei einem Minarett wirklich um ein religiöses und nicht um ein politisches Zeichen geht; außerdem ist an die vielfach erst herzustellende Freiheit der Religionsausübung für Christen in muslimischen Ländern zu erinnern."
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30.11.2009 16:17:44
Das Petrusamt als Dienst an der Einheit
(zenit.org) Der Bischof von Rom steht im Dienst der Einheit in der Wahrheit und der Liebe. Dies bekräftigt Benedikt XVI. in seiner diesjährigen Botschaft an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. anlässlich des heutigen Festes der heiligen Apostels Andreas, Patron der Kirche von Konstantinopel. An den Feierlichkeiten im Fanar, dem Sitz des Patriarchats von Konstantinopel, nahm auch eine vatikanische Delegation unter Leitung von Kardinal Walter Kasper teil.
Das Andenken an Märtyrer wie den Apostel Andres solle alle Christen dazu drängen, „ihre Liebe vor der Welt zu bezeugen“, so der Papst. Das Zeugnis der Einheit sei heute umso dringlicher, da das Christentum eine Zeit durchlebe, in der es sich mit komplexen und wachsenden Herausforderungen konfrontiere. In seiner Botschaft an den Patriarchen unterstreicht Benedikt XVI., dass die Kirchen von Rom und Konstantinopel sich in den letzten Jahrzehnten aufrichtig dafür eingesetzt hätten, um die Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft voranzubringen.
Der Papst geht dann auf die Rolle des Bischofs von Rom in der Gemeinschaft der Kirche im ersten christlichen Jahrtausend ein, was auch Gegenstand der Arbeiten der Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen während ihrer Tagung in Zypern im Oktober 2009 war. Die katholische Kirche, so der Papst, betrachte das Petrusamt „als ein Geschenk des Herrn an seine Kirche“. Dieser Dienst dürfe nicht in einer Machtperspektive interpretiert werden, sondern innerhalb einer Ekklesiologie der Gemeinschaft als ein Dienst für die Einheit in der Wahrheit und der Liebe. Mit den Worten des heiligen Ignatius von Aniochien bekräftigt Benedikt XVI., dass der Bischof der Kirche von Rom den Vorsitz der Liebe führe. Die Kirchen müssten sich am Vorbild des ersten Jahrtausends inspirieren und so gemeinsam die Formen suchen, in denen das Amt der Bischofs von Rom einen von allen anerkannten Liebesdienst leisten kann.
Obwohl das Ziel der vollen Einheit noch nicht erreicht worden sei, seien viele Schritte unternommen worden, „die es gestatten, die Bande unter uns zu vertiefen“. „Unsere wachsende Freundschaft, der gegenseitige Respekt und der Wille, einander zu begegnen und sich als Geschwister in Christus anzuerkennen“ sollten nicht von denen behindert werden, die „an die Erinnerung an historische Differenzen gebunden bleiben, wodurch ihre Öffnung für den Heiligen Geist, der die Kirche leitet, behindert wird“.
Benedikt XVI. bittet den Heiligen Geist darum, dass er die Christen entlang dieses vielversprechenden, aber noch schwierigen Weges leite. Dabei müsse bereits unterwegs ein gemeinsames Zeugnis geleistet werden, indem zusammen im Dienst an der Menschheit gearbeitet wird, dies besonders bei der Verteidigung der Würde der Person, bei der Behauptung der ethischen Grundwerte, bei der Förderung von Gerechtigkeit und Frieden und bei der Antwort auf die Leiden, mit denen die Welt geschlagen sei.
Gleichzeitig sollten die Kirchen zusammenarbeiten, um den Akzent auf die Verantwortung der Menschheit gegenüber der Wahrung der Schöpfung zu setzen. Benedikt XVI. bringt abschließend seine Wertschätzung für die vielen Initiativen zum Ausdruck, die der Patriarch in diesem Sinn unternommen habe, und erinnert insbesondere an das jüngste Symposion von „Religion, Wissenschaft und Umwelt“, das dem Fluss Mississippi gewidmet war.
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29.11.2009 16:14:43
Kardinal Schönborn erinnert an Christenverfolgungen in der Welt
(stephanscom.at) Kardinal Christoph Schönborn hat erneut auf die große Zahl der wegen ihres Glaubens verfolgten Christen aufmerksam gemacht. "Heute wird jeder zehnte Christ wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus diskriminiert und verfolgt", stellte der Kardinal am Freitag, 27. November 2009, in seiner wöchentlichen Kolumne in der Gratiszeitung "Heute" unter Berufung auf neueste Zahlen von "Christian Solidarity International" (CSI) fest. Christen seien "die weltweit größte Gruppe der aus religiösen Gründen Verfolgten", zitierte der Kardinal zudem den Menschenrechtsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Günter Nooke.
"Besonders betroffen sind die Christen in den islamisch beherrschten Ländern. In Saudiarabien gibt es gar keine Religionsfreiheit", so der Wiener Erzbischof. Im Irak hätten früher eine Million Christen gelebt, viele mussten inzwischen das Land verlassen.
In diesem Zusammenhang stellte Kardinal Schönborn fest: "Ein einfacher Test: Fragen Sie, wie es einem Christen bei uns ergeht, der Muslim wird. Und stellen Sie die Gegenfrage: Wie geht es in islamischen Ländern einem Muslim, der Christ wird?"
Massiv verfolgt würden Christen aber auch in noch kommunistisch geprägten Ländern wie China, Nordkorea oder Vietnam, erinnerte der Kardinal, der zum Gebet für die verfolgten Christen aufrief. Der Glaube dieser Christen sei "oft vorbildlich tapfer und stark".
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29.11.2009 16:13:20
Die Hoffnung Christi bezeugen
(radiovatikan.de) Christen sollen die Hoffnung, die die Adventszeit ihnen vermittelt, nach draußen tragen, denn die Welt kann solche Hoffnung gut gebrauchen: Das meinte Papst Benedikt beim Angelusgebet am Sonntag. „Die Völker in den Entwicklungsländern brauchen Hoffnung, aber auch die in den wirtschaftlich entwickelten Ländern – wir werden uns immer mehr bewußt, dass wir alle in einem Boot sitzen und uns nur alle zusammen retten können. Vor allem wird uns jetzt, wo so viele falsche Sicherheiten in sich zusammenbrechen, bewußt, dass wir eine sichere Hoffnung brauchen – und die finden wir nur in Christus.“ Dieser biete „die Stabilität Gottes: Er ist Fleisch wie wir und Fels wie Gott“.
Benedikt äußerte sich auch zum Welt-Aids-Tag am kommenden 1. Dezember: „Ich bete für jeden, der mit dieser Krankheit geschlagen ist, vor allem für die Kinder, die Armen, die Ausgestoßenen. Die Kirche kämpft ohne Pause gegen Aids; ich rufe zu Gebet und konkretem Handeln auf, damit alle Aids-Kranken den Trost und die Hoffnung des Herrn erfahren. Ich hoffe, dass es mit vereinten Kräften eines Tages gelingt, diese Krankheit zu stoppen und auszurotten!“
Unter den Pilgern auf dem Petersplatz begrüßte Benedikt u.a. die Mitglieder einer Bewegung, die an diesem Sonntag eine Art Demonstration gegen das jüngste Anti-Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechts-Gerichtshofs auf die Beine gestellt hatten. Der Papst, der sich bislang mit öffentlichen Äußerungen zu dem Urteil zurückgehalten hat, erwähnte kurz den „religiösen, historischen und kulturellen Wert“ des Kreuzes.
Auf deutsch sagte der Papst: „Mit diesem Sonntag treten wir in die liturgische Zeit des Advents ein. Advent bedeutet aufstehen, wach werden, aus der Nacht heraustreten. So lädt uns diese Zeit besonders ein, das Dunkel der Sorgen und der Lieblosigkeit hinter uns zu lassen und uns im Gebet, im Hören auf Gottes Wort und durch den Empfang des Sakraments der Versöhnung dem Licht Christi zu öffnen und die Welt mit seiner Liebe hell zu machen. Gott schenke euch und euren Familien eine gnadenreiche Adventszeit!“
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