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25.08.2010 16:11:25
Das Vorbild und die Nähe der Heiligen
(radiovatikan.de/kath.net) Jeder Mensch braucht in seinem Leben andere Menschen, die ihm nahe sind, Freunde etwa und Familie. Jeder Mensch braucht aber in seinem Leben auch Begleiter auf dem Glaubensweg. Das betonte Papst Benedikt an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz in Castel Gandolfo, wie Radio Vatikan berichtet.
Solche Begleiter auf dem Glaubensweg könnten geistliche Begleiter oder Beichtväter sein, es könnten aber auch einige Heilige sein. Jeder sollte einige Heilige haben, die einem besonders nahe sind.
„Mir persönlich ist durch meine Studien der heilige Augustinus ein ganz persönlicher Freund und Lebensgefährte geworden. Sein Leben war erfüllt von der Suche nach Wahrheit. Die war nicht leicht zugänglich, er hat viele Umwege machen müssen, aber er ließ sich nie davon abbringen, zu suchen, was wirklich wahr ist. Gibt es Gott? Wer ist er? Wo ist er? Diese Suche hat ihm schließlich Sinn und Halt gegeben und ihn zum lebendigen Gott geführt.“
Seine Erfahrungen als Mensch und Christ seien auch heute noch relevant, in einer Zeit, in der es scheint, als ob der Relativismus die Wahrheit geworden sei. Augustus habe sich nie mit „Pseudo-Wahrheiten“ zufrieden gegeben, so Benedikt weiter.
Die Unruhe der Suche habe sein Leben bestimmt, alles andere habe ihm keine Ruhe gegeben. Zuletzt sei ihm klar geworden, dass nicht er die Wahrheit findet, sondern dass die Wahrheit, die er sucht, ihn gefunden hat. Wir sollten sicher sein, dass unsere Nähe zu solchen Heiligen uns wachsen lasse als Menschen und als Christen.
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25.08.2010 16:09:32
Requiem für Bischof Weberberger
(kathpress.at) Für den kürzlich verstorbenen austro-brasilianischen Bischof Richard Weberberger hat Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch in der Stiftskirche Kremsmünster den Begräbnisgottesdienst gefeiert. Bischof Weberberger habe sein Leben dafür eingesetzt, das Licht des Evangeliums vor allem den einfachen und armen Menschen in seiner brasilianischen Diözese Barreiras zu bringen, betonte Kardinal Schönborn in seiner Predigt.
Mit dem Kardinal nahmen der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz, die emeritierten Bischöfe Maximilian Aichern und Helmut Krätzl, der brasilianische Bischof Paulo Romeu und eine große Anzahl von Gläubigen Abschied von Bischof Weberberger. Am Gottesdienst nahmen auch der Superintendent der evangelischen Kirche A.B. in Oberösterreich, Gerold Lehner, sowie Landeshauptmann Josef Pühringer teil. Pühringer würdigte den Verstorbenen mit den Worten: "Er hat uns gezeigt, dass Verantwortung und Solidarität nicht an der Grenze eines Landes halt machen dürfen."
Die Predigt wurde von Kardinal Schönborn und Bischof Aichern gehalten. Bischof Weberberger habe durch sein Leben gezeigt: Je mehr ein Mensch die Liebe verschenkt, desto mehr Liebe bekommt er zurück, hob Kardinal Schönborn hervor. Liebe könne aber nicht gelebt werden ohne die Wahrheit. Bischof Richard habe durch seinen Einsatz für die Gerechtigkeit diese Wahrheit bis zum Ende seines Lebens getan, so der Kardinal.
Bischof Aichern würdigte mit einem ausführlichen Rückblick das Lebenswerk von Bischof Weberberger. Dieser sei ein Mensch des Zweiten Vatikanischen Konzils gewesen und habe viele pastorale Initiativen in seiner Diözese ermöglicht. Es sei ihm um die Förderung der Laienmitarbeiter, der Katechisten und Ständigen Diakone genau so gegangen wie um eine klare Option für die Armen, indem er landwirtschaftliche Schulen, Straßenkinderprojekte und medizinische Zentren errichten ließ. Bischof Weberberger war ein gläubiger, bescheidener und weltoffener Bischof; "er war eine leuchtende Seele für die Menschen seiner Diözese", so der Linzer Altbischof.
Der austro-brasilianische Bischof Richard Weberberger OSB verstarb im 71. Lebensjahr infolge einer Krebserkrankung. Er gehörte dem Benediktinerstift Kremsmünster an und wirkte über 30 Jahre als Bischof der Diözese Barreiras in Brasilien. Bischof Weberberger hatte verfügt, dass er dort, wo er stirbt, auch begraben werden solle. Er wurde nach dem Gottesdienst am Priesterfriedhof des Stiftes Kremsmünster bestattet.
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23.08.2010 16:05:20
100. Geburtstag der seligen Mutter Teresa von Kalkutta
(stephanscom.at) Der 100. Jahrestag der Geburt von Mutter Teresa wird auch in Wien gefeiert. Genau am Jahrestag, Donnerstag, 26. August 2010, zelebriert Weihbischof Franz Scharl um 19.00 Uhr im Wiener Stephansdom eine Gedenkmesse für Mutter Teresa. "Wir loben und danken für Mutter Teresa", so Schwester Marie-Claire von den Wiener "Missionarinnen der Nächstenliebe". Bei der Messe werden auch Reliquien der Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin zu sehen sein.
Im Kloster der "Missionarinnen der Nächstenliebe" am Mariahilfer Gürtel 11 ist bis 7. Oktober eine Ausstellung über das Leben und Wirken von Mutter Teresa zu sehen. Sie ist täglich von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Es gibt aber auch Abendtermine. Eine weitere Ausstellung "100 Jahre Mutter Teresa" wird von den Päpstlichen Missionswerken in Österreich in der Krypta der Peterskirche, 1010 Wien, präsentiert.
Mutter Teresa wurde am 26. August 1910 als Agnes Gonxha Bojaxhiu in Skopje geboren, das damals unter dem Namen Üsküb noch Teil des Osmanischen Reiches war. Von ihren wohlhabenden Eltern wurde sie sehr religiös erzogen. Als sie zehn Jahre alt war, starb ihr Vater überraschend. Schon im Alter von zwölf Jahren entschied sie sich für ein Leben als Ordensfrau, mit 18 trat sie bei den "Sisters of the Blessed Virgin Mary", dem irischen Zweig der Englischen Fräulein ein. In der bengalischen Metropole Kalkutta legte sie die erste Profess ab. Daraufhin war sie 17 Jahre in der St. Mary's School in Kalkutta tätig, wo sie erst als Lehrerin, dann als Direktorin wirkte.
Auf einer ihrer zahlreichen Fahrten durch die Millionenstadt Kalkutta soll sie am 10. September 1946 die Berufung gespürt haben, ihr Leben den Armen zu widmen. In ihrem Tagebuch schildert sie dieses Erlebnis als mystische Begegnung mit Jesus, der sie dazu aufgefordert habe, alles aufzugeben und ihm in die Slums zu folgen - um ihm in den Ärmsten der Armen zu dienen. Mutter Teresa begann unter den Ärmsten der Armen in den Slums von Kalkutta zu wirken, bald schlossen sich ihr frühere Schülerinnen an.
1950 gründete Mutter Teresa die "Missionarinnen der Nächstenliebe". 1954 eröffnete sie das erste Sterbehaus in Kalkutta. Heute gehören mehr als 3.000 Ordensschwestern und rund 500 Ordensbrüder in 710 Häusern in allen Teilen der Welt dem Orden von Mutter Teresa an. 1979 wurde Mutter Teresa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Mutter Teresa starb am 5. September 1997. Am 13. September wurde ihr in Kalkutta eines der eindrucksvollsten indischen Staatsbegräbnisse zuteil. Der Seligsprechungsprozess begann mit Erlaubnis von Johannes Paul II. im Juni 1999. Die Seligsprechung erfolgte am 19. Oktober. In Albanien wird der Tag der Seligsprechung von Mutter Teresa als Nationalfeiertag begangen.
Link: TW1-Themenschwerpunkt am 26. August ab 18.15 Uhr.
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23.08.2010 16:02:38
Tägliche lateinische Messe in der ao. Form auf dem iPhone
(summorum-pontificum.de) Nach dem Echo auf The New Liturgical Movement zu urteilen, hat die katholische Welt darauf gerade noch gewartet: iMass bringt die heilige Messe nach der außerordentlichen Form des römischen Ritus täglich neu auf's iPhone. Gefeiert wird die Messe in der von der Petrusbruderschaft betreuten Christkönigs-Pfarrei in Sarasota, Florida. Neben der Direktübertragung bietet die Anwendung auch den lateinisch-englischen Text der täglichen Liturgie nach dem Missale von 1962 und empfiehlt sich somit auch als Begleiter für den tatsächlichen Messbesuch. Da sage noch einer, die Anhänger der überlieferten Liturgie wollten in die Vergangenheit zurück. - Link: http://itunes.apple.com/us/app/imass/id381131668?mt=8#
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21.08.2010 11:42:58
Bistum Trier korrigiert Stellungnahme zu "Embryonenoffensive"
(kath.net) Am Freitag hat die Pressestelle des Bistums Trier erneut eine Stellungnahme zur „Embryonenoffensive“ im Saarland ausgesandt, die zwar sehr kurz gehalten ist, inhaltlich aber durchaus von der vorhergehenden abweicht.
Die aktuelle Stellungnahme lautet wörtlich: „Auf Presseanfragen, die Anfang der Woche bei der Pressestelle des Bistums Trier im Blick auf die Aktion des Vereins „Durchblick“ (Embryonenoffensive) eingingen, hat die Pressestelle neben einem klaren Bekenntnis zum Schutz des Lebens die Aussage gewählt, dass ‚wir (also das Bistum Trier) die konkrete Aktion des Vereins 'Durchblick' nicht für den geeigneten Weg halten, um auf die Würde und den Schutz des ungeborenen Lebens und die Problematik von Abtreibungen hinzuweisen.’
Diese Stellungnahme hat zu einzelnen heftigen Reaktionen von außen und zu internen Diskussionen im Bistum Trier geführt. Im Zuge dieser Meinungsbildung muss die Position des Bistums zu dieser Aktion wie folgt korrigiert werden:
Das Bistum Trier und Bischof Dr. Stephan Ackermann halten die Aktion zwar für provokant, sehen aber keine Veranlassung, sie abzulehnen.“
Bei der "Embryonenoffensive" handelt es sich um eine Pro-Life-Aktion des Vereins "Durchblick": Im Saarland wurden 300.000 Modelle von ungeborenen Kindern verteilt, um darauf aufmerksam zu machen, dass bei jeder Abtreibung ein Mensch stirbt. - www.embryonenoffensive.de
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21.08.2010 11:40:06
Bischof von Limburg kritisiert "Donum vitae"-Beratung
(kathnews.de) Scharfe Kritik an der Beratungspraxis von „Donum Vitae“ übte nun Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst von Limburg. Der Bischof unterstrich in einer Verlautbarung den bedingungslosen Einsatz der Kirche „für ein Ja zum Leben“. Weiter heißt es in der Stellungnahme des Limburger Diözesanbischofs: "Sie (die Kirche, Anm. der Redaktion) ermutigt werdende Mütter und Väter, ihr Kind anzunehmen und an der Verantwortung für das von Gott geschenkte und ihnen anvertraute Leben zu wachsen. Deshalb kommt für katholische Christen der Weg, den Donum Vitae beschreitet, nicht in Frage. Gerade in der Rückschau auf die letzten Jahre wird deutlich, welcher Bewusstseinswandel stattfindet, wenn die Tötung ungeborenen Lebens rechtliche Deckung erfährt. Ein Mitwirken daran stellt der Weg dar, den Donum Vitae geht."
Bischof Tebartz-van Elst weiter: "Im Unterschied dazu unterstützen die Beratungsstellen der Katholischen Kirche werdende Eltern aus der tiefen Überzeugung, dass ein empfangenes Kind immer ein Segen ist. Ein Schwangerschaftsabbruch bedeutet die gewollte Tötung eines Kindes und zieht unübersehbar seelische und körperliche Belastungen für Mütter und Väter nach sich. Weil für uns als Katholische Kirche das Ja zum Leben ohne Alternative ist, können wir uns nicht an einem System beteiligen, das durch das Ausstellen eines Scheines den Anschein erweckt, jede Entscheidung sei rechtmäßig und damit gleich gültig. Die Entscheidung gegen ein Kind kann nicht vom Recht gedeckt werden.“
Franz-Peter Tebartz-van Elst wurde am 20. November 1959 in Kevelaer-Twisteden geboren. Nach dem Abitur am Piuskolleg in Coesfeld studierte er Philosophie und Theologie in Münster und Freiburg. Am 26. Mai 1985 empfing Tebartz-van Elst das Sakrament der Priesterweihe. Von 1988 bis 1990 promovierte er an der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana. Von 2002 bis 2004 war er Professor für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft an der Universität Passau.
2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Münster und Titularbischof von Girus Tarasii. Die Bischofsweihe spendete ihm Bischof Reinhard Lettmann, damaliger Diözesanbischof von Münster. Am 28. November 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Limburg, woraufhin er am 20. Januar 2008 Besitz von seiner neuen Diözese ergriff. Seither führt Bischof Tebartz-van Elst in seiner Diözese zahlreiche Reformen durch, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären. Der Bischof genießt bei vielen Katholiken in seiner Diözese eine große Beliebtheit.
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20.08.2010 02:59:44
Die Caritas hilft in Pakistan
(stephanscom.at) Das Hochwasser in Pakistan steigt weiter. Caritas-Helfer Thomas Preindl berichtet über eine Verteilaktion von Hilfsgütern im 100-Familien-Dorf Saramina, wo Muslime, Christen und Hindus nun Zelt an Zelt nebeneinander leben.
Vor einigen Wochen war es noch ein ganz normales Dorf. Vielleicht mit der Besonderheit, dass in Saramina, zwei Autostunden nordwestlich von Pakistans Hauptstadt Islamabad gelegen, Muslime, Christen und Hindus friedlich nebeneinander lebten. Damals hatten sie noch ihre Lehmhäuser. Seit der großen Flut leben die rund 100 Familien Zelt an Zelt - in einem Camp der Caritas und einer lokalen Partnerorganisation.
Die Caritas konnte nun Hilfsgüter verteilen. "Die Menschen haben sich extrem gefreut über die Hilfe und sind dankbar für die Zelte, aber die Angst vor der Zukunft sitzt allen im Nacken. Schließlich wissen sie, wie extrem kalt ihre Winter sind", berichtet der österreichische Caritas-Mitarbeiter Thomas Preindl. Am Mittwoch, 18. August 2010, hat der erfahrene Katastrophenhelfer in Saramina Hygieneartikel verteilt. Dort hatten die Menschen Glück im Unglück: Viele ihrer Felder sind noch intakt, Mais und Gemüse sind bald erntereif, ein Hoffnungsschimmer angesichts der enormen Zerstörung. Trinkwasser kommt aus dem Tank der Caritas.
Essen und sauberes Wasser sind jetzt für viele Menschen in Pakistan schon Luxus: Sechs Millionen Menschen sind durch die Hochwasserkatastrophe völlig auf Hilfe angewiesen. "Der Bedarf ist so enorm, dass wir zwar tun, was wir können, es aber nicht reicht. Es ist einfach noch viel mehr Hilfe nötig", so Preindl, der auf weitere Spenden aus Österreich hofft. Am Donnerstag bricht er in den Shangla District im Norden auf, um das internationale Caritas-Team in Besham in Logistikfragen zu unterstützen. "Die großen Fragen sind: Was bekommen wir wo wie her und wer braucht es am dringensten?", erklärt Preindl.
Die Caritas bittet um Spenden für die Menschen in Pakistan:
PSK-Konto 7.700 004, Bankleitzahl 60.000
Kennwort Hochwasser Pakistan.
www.caritas.at
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20.08.2010 02:56:10
40 Gründe, Priester zu sein - von Bischof Klaus Küng
(kath.net/news.stjosef.at) Am 23. August 2010 feiert der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng sein 40. Priesterjubiläum. Er sieht "Grund genug, Gott vierzigmal zu danken. Und über 40 Facetten des Priesterberufes nachzudenken". Hier der Text im Wortlaut:
1.) „Komm und folge mir nach.“ – Die Berufung ist und bleibt ein Geheimnis Gottes und des eigenen Lebens. Warum gerade ich? Diese Frage bleibt stehen, auch nach 40 Jahren.
2.) Bartimäus bat ihn: „Ich möchte sehen können“. – Die Not ist groß. Die eigene und die der anderen. Und doch ist es Aufgabe des Priesters, ihm Stimme und Hände zu leihen. Eine schöne und spannende Aufgabe.
3.) „Er heilte viele.“: Blinde, Lahme, Taubstumme, sogar Aussätzige. – Priestersein bedeutet Dabei-Sein-Dürfen. Nach 40 Jahren hat man so viele Gründe zur Dankbarkeit. Man erlebt nicht wenige, die (geistig) blind waren und zu sehen anfingen; gelähmt und auf die Beine kamen; total verstummt, in sich verschlossen, die sich zu öffnen, und Taube, die das Wort Gottes zu verstehen begannen.
4.) Es ist etwas vom Schönsten: zu erleben, wie in einer verhärmten, vielleicht verbitterten Seele nach und nach von neuem Freude einzieht oder niederdrückende Verzweiflung durch eine allmählich aufkeimende Hoffnung überwunden wird.
5.) „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“ – Priestersein bedeutet sich in seinen Dienst stellen, damit Er gegenwärtig wird auf dem Altar, im eigenen Herzen und in den Herzen der Gläubigen. Das ist etwas unfassbar großes Geschenk Gottes. Die Mitwirkung an seiner Vergegenwärtigung ist der Kern des priesterlichen Dienstes. Da kann man nur sagen: „O Herr, ich bin nicht würdig“, umso dankbarer muss ich sein.
6.) Gott, dich täglich durch meine eigene Seele hindurch wirken zu sehen, das kann ich nicht begreifen. Du hast es so gewollt.
7.) „Deine Sünden sind dir vergeben.“ – Die Sündenvergebung ist etwas Wunderbares. Gott greift ein. Diese Aufgabe gehört zum Schönsten im priesterlichen Dienst. Ich dachte mir: Ärzte gibt es viele, Priester nur wenige. Auch nach 40 Jahren bereue ich diese Entscheidung nicht.
8.) „Meinen Frieden gebe ich euch …“ Zu Ihm hinführen, der diesen Frieden gibt, seinen Frieden vermitteln, das ist Balsam für die Seelen.
9.) „Das Licht leuchtet in der Finsternis.“ – Das Licht anzünden kann nur der Heilige Geist - und doch kommt dem Priester Verantwortung zu.
10.) Wohl kaum jemand sonst erlebt häufiger die eigene Ohnmacht als der Priester. Gerade dann formen sich die Worte: „Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele“ – oft das einzige Ventil, das die Last erleichtert.
11.) Als Priester verliert man nur dann nicht den Elan, wenn man es lernt, Gott zu suchen, auf Christus zu bauen und den Heiligen Geist für sich und die anderen in Demut und Glauben zu erbitten. Und das ist gut so, denn „selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.“
12.) „Er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach die Brote …“ und alle wurden satt. Der Priester ist daran beteiligt, auch wenn er selbst arm ist und hungrig, persönlich dem leeren Korb gleicht oder den Jüngern, die nur „Handlanger“ waren. Wie viele Gründe zur Dankbarkeit!
13.) „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ – der Priester ist ganz nahe bei diesem Vorgang. Trotz aller menschlichen Schwächen geschieht auch jetzt, was bei Maria den Anfang nahm. Es ist eine Frucht der Erlösung und eine große Hoffnung.
14.) Der Prophet hat die Aufgabe zu warnen. Das ist eine große Herausforderung für den Priester, gerade in unserer Zeit. Oft habe ich erfahren, wie nötig das Gebet der Anderen ist, und wie schwierig es ist, die eigene Feigheit zu besiegen.
15.) Allen andern voran Gott gehorchen, guter Hirt sein, das erwartet vom Priester Gott, das erwarten sich auch die Menschen, selbst wenn sie manchmal protestieren. Es lohnt sich, Gott und sich selbst treu zu sein, auch wenn es dafür nicht immer Lob gibt.
16.) „Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ – Ein wichtiger Hinweis. Auch wenn es da große Sorgen gibt: Bei aller Schwäche – mit der Hilfe des Herrn ist es möglich, ein reines Leben zu führen, auch heute.
17.) „Alle sollen eins sein.“ – Die Einheit zu wahren und zu fördern, war nie einfach und das ist es auch heute nicht. Gerade für den Priester ist es oft belastend, wenn einer dem anderen nicht traut, wenn die Gegensätze groß sind, Polemik die Arbeit lähmt. Es war für mich in den vergangenen 40 Jahren oft die drängendste Bitte: Komm Heiliger Geist, steh uns bei, hilf uns zusammen zu finden.
18.) „Bittet und ihr werdet empfangen, suchet und ihr werdet finden, klopft an und es wird euch aufgetan…“ – Beten und bitten lernen ist eine Tür, die man als Christ, und ganz besonders als Priester, unbedingt finden muss. Wer diese Tür findet, stößt auf den Weg, der sicher ist und weiterführt. Gott verlässt die Seinen nicht. Noch ein Grund, dankbar zu sein.
19.) Einmal hat zu mir jemand gesagt: Seien sie ein Mann Gottes, dann werden wir Sie achten. Ein wertvoller Hinweis; eine gute Grundlage für ein konstruktives Miteinander.
20.) Enttäuschungen? Üble Nachrede? Unverständnis? – Sie gehören auch zum Leben des Priesters. Das ist manchmal hart, aber dann hat man auch das Glück, liebe Menschen zu haben, die einen getragen haben.
21.) Alleinsein. Das kann gerade im Leben des Priesters eine schwere Last sein. Persönlich bin ich sehr dankbar, dass ich den Rückhalt einer Gemeinschaft immer hatte. Und wie oft durfte ich auch den Halt und den Trost der großen Familie Gottes erfahren.
22.) „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer…“ – Das ist ein wichtiger Aspekt; und doch zeigt die Erfahrung, dass die Verkündigung der Wahrheit in Liebe ein Bestandteil der Barmherzigkeit ist. Das ist nicht immer einfach. Manche lehnen sich auf. Aber am Ende sind fast alle dankbar, wenn man aufrichtig ist und die Wahrheit sagt, selbst wenn diese anfangs wehtut.
23.) „Fürchtet euch nicht.“ – Ein Wort Jesu, das für den Priester eine ganz besondere Bedeutung hat. Wir Priester und Bischöfe brauchen das Gebet der anderen wie der Bettler das Brot, damit wir nicht furchtsam sind und unsere Aufgabe als Hirten mit Mut wahrnehmen.
24.) „Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei.“ – Die Entzweiungen und Streitereien gehören zu den größten Mühen des Priesteramtes. Der Priester braucht die Gaben des Heiligen Geistes, um zu versöhnen, zusammen zu führen und zu erreichen, dass alle auf Christus schauen. Danke, Gott, für viele solche überstandene Krisen.
25.) Petrus hat gesagt: „Geh weg von mir, denn ich bin ein Sünder.“ – Jesus ist nicht weggegangen. Das ist ein Trost, auch für den Priester und den Bischof.
26.) Arbeitsüberlastung? Stress? Für fast niemanden, der eine gewisse Verantwortung trägt, ist es leicht, die nötige Ausgewogenheit zwischen Arbeit und den anderen Bedürfnissen des Lebens zu erreichen. Jesus hat zu den Seinen gesagt: „Kommt mit mir an einen stillen Ort und ruht ein wenig aus“. Das beharrliche Festhalten an Zeiten des Gebetes, an der täglichen geistlichen Lektüre, auch an der regelmäßigen Einkehr war mir in diesen vergangenen 40 Jahren unerlässlich. Ohne sie hätte ich niemals durchhalten können. Die Erholung ist oft zu kurz gekommen, da war ich kein gutes Beispiel. Aber ich bin Jesus dankbar dafür, dass er mir bis jetzt eine eiserne Gesundheit geschenkt hat.
27.) Der Kaufmann, der eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie. – Es lohnt sich. Gott kann man nie übertreffen. Wenn man ihm etwas gibt, schenkt er einem viel mehr, als man ihm gegeben hat. Deo gratias!
28.) Gott und der Erfolg der Arbeit – eine schwierige Frage. Oft wird man im priesterlichen Dienst an das Wort des Evangeliums erinnert: „Wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.“ Und doch entstehen Früchte, und zwar in der Regel so, dass man sich sagen muss: das habe nicht ich getan. Das hat Er getan. Oder: Viele haben dafür gebetet und so hat Gott es gewährt. Danke, guter Gott!
29.) Die christlichen Familien sind eine große Stütze, aber auch ein wichtiges Aufgabengebiet des Priesters. Sie brauchen sein Vorbild und seine priesterliche Wirksamkeit, er aber lernt viel von ihnen, denn auch eine christliche Familie setzt Großzügigkeit und Opfer voraus.
30.) Kinder und Jugendliche zu begleiten, das bedeutet heute eine besondere Herausforderung. Der Priester braucht gute Mitarbeiter, muss Talente entdecken, fördern und zum Einsatz bringen. Wir stehen heute vor manchen neuen Schwierigkeiten, es bieten sich aber auch ganz neue Chancen an.
31.) In Sorgen und Nöten ist der Priester Zuflucht und Beistand. Es gehört wesentlich zum priesterlichen Dienst, für die Menschen da zu sein. Es ist etwas Kostbares, wenn echtes Vertrauen entsteht, auch wenn es manchmal Belastung und Mühe mit sich bringt.
32.) Die Sorgen der Menschen vor Gott zu tragen, alle ihre Anstrengungen, Arbeiten, auch Leiden zusammen mit den Gaben von Brot und Wein auf den Altar zu legen mit der Bitte, dass sie durch und mit Christus in ein Gott wohlgefälliges Opfer verwandelt werden - das ist die wichtigste, die zentrale Arbeit des Priesters. Und eine wunderbare Pflicht!
33.) „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.“ – Auch das gehört wesentlich zum Leben des Priesters: Den Leidenden und Sterbenden den Beistand und die Kraft Christi bringen; ihnen beistehen, damit sie getröstet und bestärkt die letzte Reise antreten und vielleicht noch zuvor manches oder alles in Ordnung bringen können. Es ist eine erhebende und heilige Pflicht, den Sterbenden wie auch ihren Angehörigen jene Hoffnung zu bringen, die nur der Glaube kennt.
34.) Ein großes Geschenk für den Priester ist es: überall dort, wo er längere Zeit wirkt, werden ihm tiefe freundschaftliche Beziehungen, persönliche Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen und Schicksalen zuteil. Das ist etwas Kostbares.
35.) Auch schwierige Phasen im Leben erkennt man später oft als etwas Wertvolles, manchmal vielleicht sogar als wertvoller als die einfachen Wegstrecken.
36.) Manchmal tut man jemandem weh, ohne es gewollt zu haben. Auch der Priester bedarf der Barmherzigkeit.
37.) Besonders schön ist es, wenn man sagen kann: mit diesem oder jenen habe ich mich versöhnt, er hat mir vergeben und ich habe ihm vergeben.
38.) Als Priester leben ist ein großes Abenteuer, und zwar ein göttliches und ein menschliches.
39.) Mit den Jahren häufen sich vor allem die Gründe zur Dankbarkeit.
40.) Paulus konnte schreiben: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet“. Wie schön ist es, wenn jemand das von sich sagen kann. Meinerseits kann ich nur auf die Barmherzigkeit des Herrn bauen und auf das Gebet meiner Mitchristen.
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17.08.2010 16:35:38
Die Katholische Kirche und die Heiligkeit des Menschenlebens
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Moraltheologe Prof. Dr. Josef Spindelböck konnte am 17. August 2010 auf besondere Einladung von Prof. Dr. Erkki Koskenniemi für die "Lutheran Evangelical Association" in Finnland innerhalb der von ihr veranstalteten Tagung zum Thema "Recht und Unrecht" (Karkku, 15.-17.08.2010) einen Vortrag über "Die Katholische Kirche und die Heiligkeit des Menschenlebens" halten. "Die Zukunft der Menschheit und auch die Perspektive des Reiches Gottes verlangen es, dass die Christen verschiedener Bekenntnisse sich gegenseitig im Guten bestärken, ja dass sie – soweit gemeinsame Werte betroffen sind – auch mit Nichtchristen und Nichtgläubigen zusammenarbeiten" - so Spindelböck in seinen abschließenden Bemerkungen zum Thema. Die Ausführungen im Detail können Sie unter diesem Link im PDF-Format nachlesen! Der Vortrag wird auch auf Finnisch publiziert werden.
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17.08.2010 16:30:46
Österreichischer Missionsbischof Richard Webernberger gestorben
(kath.net) Der Benediktiner-Bischof Richard Josef Weberberger ist am 17. August verstorben.
Weberberger wurde am 5. September 1939 in Bad Leonfelden geboren, aufgewachsen in Gaspoltshofen, maturierte am Stiftsgymnasium Kremsmünster, trat 1958 als P. Richard in das Stift Kremsmünster ein und studierte in Salzburg und Rom. Nach der Priesterweihe 1964 war er Kooperator in Kremsmünster und Sattledt, Spiritual der Benediktinerinnen in Steinerkirchen und unterrichtete Religion und Philosophie am Stiftsgymnasium in Kremsmünster und in Schlierbach.
P. Richard Weberberger OSB kam 1974 nach Brasilien und war Pfarrer in der Stadt Barreiras. Im Mai 1979 wurde er zum Bischof der neu errichteten Diözese Barreiras ernannt und am 11. Juli 1979 in Kremsmünster zum Bischof geweiht. Mit der Amtseinführung am 26. 8. 1979 trat er das Amt des ersten Diözesanbischofs von Barreiras an. 12 Jahre war er Mitglied des Ständigen Rates der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) und von 1998 bis 2003 Präsident der regionalen Bischofskonferenz Nordost 3.
Er wurde Ehrenbürger mehrerer Städte und des Bundesstaates Bahia. 1999 ehrte ihn das Land Oberösterreich mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich. 2009 feierte Bischof Weberberger im Stift Kremsmünster sein 30-jähriges Bischofsjubiläum und erhielt das große goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich. Im Mai 2010 erfuhr er von seiner schweren Erkrankung und wurde in Linz behandelt.
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15.08.2010 16:37:31
Wallfahrtsstätte Lourdes wegen Bombenalarms evakuiert
(orf.at) Mitten in die Feierlichkeiten zu Mariä Himmelfahrt hat am Sonntag eine Bombenwarnung in Lourdes für Angst unter den Zehntausenden Gläubigen gesorgt. Nach Angaben eines Sprechers der Wallfahrtsstätte ging zu Mittag bei der Polizei eine Bombenwarnung ein, wonach gegen 15.00 Uhr vier Sprengsätze an den Heiligtümern explodieren sollten.
Wie ein Lourdes-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte, wurden sämtliche Einrichtungen der Pilgerstätte - von den Verwaltungsgebäuden bis zur Grotte - geräumt. Rund 30.000 Pilger hatten sich zum Feiertag auf dem Gelände eingefunden. Sie wurden vorläufig in Sicherheit gebracht. Die Evakuierung sei „ruhig“ vonstattengegangen, ergänzte der Sprecher.
Sprengstoffexperten suchten Gelände ab
Über die Hintergründe der Drohung war zunächst nichts bekannt. Das Gelände wurde von französischen Bombenspezialisten mit Sprengstoffspürhunden abgesucht. Viele Pilger blieben vor Ort und stimmten Lieder und Gebete an, während sie hinter den Absperrungsgittern warten mussten. Die Stätte wurde gegen 16.30 Uhr rechtzeitig zur Abschlusszeremonie der Mariä-Himmelfahrt-Prozession wieder geöffnet.
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15.08.2010 16:35:52
Jugendlicher Aufbruch in Mariazell
(kathpress.at) Mit einem Festgottesdienst in der Mariazeller Basilika ist am Sonntag die Jugendwallfahrt zu Ende gegangen. Die Wallfahrt vom 13. bis 15. August stand unter dem Motto "Voll leben". Er erlebe hier einen "Aufbruch der Jugend in der Kirche von Österreich", sagte Kardinal Schönborn in seiner Predigt.
Er legte den jungen Pilgern in seiner Predigt am Hochfest "Mariä Himmelfahrt" das Lebensbeispiel Marias an Herz: Maria habe aus dem Glauben heraus und im Vertrauen auf Gott "voll gelebt". Und doch habe auch sie möglicherweise Zweifel gehabt: "Zweifel sind normal und legitim", sagte Schönborn. Zugleich rief er die Jugendlichen auf, im Vertrauen auf Gott mutig Lebensentscheidungen zu treffen.
Mit Kardinal Schönborn feierten in der berstend vollen Basilika u. a. die Bischöfe Klaus Küng, Christian Werner, Franz Scharl, Franz Lackner und Stephan Turnovszky. Der Gottesdienst wurde - wie auch die ganze Wallfahrt - von der Katholischen Jugend, dem Mittelschülerkartellverband (MKV) und Jugendgruppen von kirchlichen Erneuerungsbewegungen gestaltet. Zu den am Freitag in Mariazell angekommenen rund 600 Jugendlichen waren bis Sonntag noch zahlreiche weitere hinzugestoßen.
Sehr beeindruckt von der Glaubenskraft der jungen Wallfahrer hat sich Kardinal Schönborn zum Abschluss der Wallfahrt im Gespräch mit "Kathpress" gezeigt. Bei der Jugendwallfahrt in Mariazell sei deutlich geworden, dass die Kirche für die Jugendlichen nach wie vor ein "lebbares Zuhause" sei. Das stimme ihn sehr zuversichtlich, so Schönborn.
Der Kardinal räumte ein, dass die Teilnehmer der Jugendwallfahrt nur eine Minderheit seien, "aber eine qualifizierte, beherzte und für die Zukunft unseres Landes sehr hoffnungsvolle Minderheit".
Schönborn stellte auch ein "wachsendes Miteinander" zwischen den einzelnen kirchlichen Gruppierungen fest: "Die Jugendlichen können besser miteinander, als das oft bei der älteren Generation der Fall ist, wo sich die verschiedenen Gruppierungen und Bewegungen oft sehr schwer miteinander tun."
Der Wiener Erzbischof konnte auch von vielen persönlichen Gesprächen und Begegnungen berichten. Der Dialog mit den Jugendlichen sei gelungen und "einfach ganz normal", bilanzierte er. Die hierarchische Distanz werde vielfach überschätzt. Die Bischöfe seien schließlich auch sehr viel in den Pfarrgemeinden unterwegs und würden den Kontakt zur Basis und damit auch zu den Jugendlichen pflegen.
Persönlich nehme er aus Mariazell die Überzeugung mit, "dass Gott trotz aller Schwierigkeiten in der Kirche in unserer Zeit am Werk ist". Er erlebe gerade hier auch bei den jungen Menschen, "wie Gott sie ruft".
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15.08.2010 16:34:21
Papstmesse am Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel
(radiovatikan.de) Tausende von Menschen haben am Sonntag Morgen in Castel Gandolfo mit dem Papst das Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Wegen der Hitze zelebrierte Benedikt schon in den frühen Morgenstunden die Messe in der Pfarrkirche, die nur wenige Schritte von seiner Sommerresidenz entfernt liegt. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass Pius XII. das Dogma von der Aufnahme Mariens in den Himmel im November vor genau sechzig Jahren verkündet hat; der Papst las – „auch wenn er ein bißchen kompliziert ist“ – den genauen Wortlaut des Dogmas vor.
„Das ist also der Kern unseres Glaubens an die Aufnahme Mariens: Wir glauben, dass Maria – wie ihr Sohn Christus – schon den Tod besiegt hat und schon in der himmlischen Glorie triumphiert, und zwar in der Ganzheit ihres Wesens, in Seele und Leib.“
Die Mutter Jesu sei „zutiefst eingeschrieben ins Geheimnis Christi“, und zwar wegen ihres gehorsamen Glaubens. Wenn das Dogma von ihrer Aufnahme „in den Himmel“ spricht, sei damit „nicht irgendein Ort im Universum, ein Stern oder sowas“ gemeint:
„Wir verstehen unter dem Himmel etwas viel Größeres und mit unseren begrenzten menschlichen Begriffen schwieriger zu Definierendes. Mit dem Wort „Himmel“ wollen wir sagen, dass Gott uns auch im Tod oder jenseits des Todes nicht alleinläßt, sondern einen Platz für uns hat – dass in Gott ein Platz für uns ist. Um das zu verstehen, schauen wir mal auf unser eigenes Leben: Wir alle erleben ja, dass eine tote Person in gewisser Weise weiterlebt – im Gedächtnis und Herzen derer, die sie gekannt und geliebt haben. Ein Teil dieser Person lebt gewissermassen noch eine Weile in anderen weiter...“ Aber dieses Weiterleben sei „wie ein Schatten“ und gehe einmal zu Ende. „Gott hingegen“, so der Papst, „vergeht nicht, und wir alle existieren kraft seiner Liebe.“
„Wir existieren in den Gedanken und der Liebe Gottes. Wir existieren dort in unserer ganzen Realität, nicht nur als Schatten. In Gott, seinen Gedanken und seiner Liebe, überlebt nicht nur ein Schatten von uns, sondern wir sind in seiner schöpferischen Liebe aufgehoben und geborgen mit unserem ganzen Leben und unserem ganzen Sein. Es ist seine Liebe, die den Tod besiegt und die uns die Ewigkeit schenkt; und es ist seine Liebe, die wir Himmel nennen!“
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13.08.2010 11:37:31
Maria - mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen
(stjosef.at/predigten) Das Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel (15. August) fällt heuer auf einen Sonntag. In dieser Feier danken wir Gott dafür, dass er die Jungfrau und Gottesmutter Maria in der himmlischen Herrlichkeit vollendet hat. In Maria als Zielgestalt unseres christlichen Lebens leuchtet uns auf, was Gott in seiner Liebe auch für uns vorbereitet hat.
Was bedeutet Maria uns Christen? Warum verehren wir sie? Was kann ihre Fürsprache bei Gott bewirken? – Wir wollen gemeinsam darüber nachdenken, welche Aufgabe Maria im Heilsplan Gottes zukommt.
Gott ist es ja, der Maria groß gemacht hat (vgl. das Magnifikat). Er hat Großes getan an seiner demütigen Magd, die er erwählt hat von Anbeginn. - Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck im Wortlaut!
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13.08.2010 11:34:57
Jesus Christus ist auch für heutige Jugendliche ein 'Magnet'
(kathpress.at/apa-ots.at) Zu einem "vollen Leben" aus christlichem Glauben hat der Grazer Bischof Egon Kapellari die Jugend ermutigt.
Jesus Christus möchte, "dass ihr nicht irgendwie, sondern voll leben könnt", sagte Kapellari am Freitag während der Jugendwallfahrt nach Mariazell. Dazu gehöre, dass Religiosität nicht nur in einem "flüchtigen Kontakt", sondern in Einübung und "Training" entfaltet wird. In seiner Predigt vor jungen Christen aus der Steiermark und Kärnten zum Motto "Voll leben" der Jugendwallfahrt nach Mariazell legte Kapellari den jungen Pilgern das "immer aktuelle Wort" der Gottesmutter bei der biblischen Hochzeit in Kana ans Herz: "Was er - Christus - euch sagt, das tut!"
Die drei Tage der Jugendwallfahrt nach und in Mariazell sollen nach den Worten des Bischofs eine "Zeit zum Schauen auf Christus" sein, zum Gebet und Hören auf sein Wort in Beichte und Eucharistie.
Inmitten der anderen Weltreligionen zeige das Christentum einen besonderen Weg zum Leben - den Weg zum jungen Jesus Christus, stellte Kapellari fest: "Er war in den drei Jahren seines öffentlichen Wirkens so etwas wie ein ungeheurer starker Magnet. Er hat Menschen angezogen, die ein schwaches Leben gehabt haben: Kranke an Leib und Seele." Und er habe auch starke junge Leute angezogen, die sich "nicht mit einem durchschnittlichen Dahinleben abfinden"
wollten: Kapellari nannte "Feuerköpfe" wie Jakobus und Johannes, später auch Paulus und Stephanus. Auch heute sei Jesus Christus "so etwas wie ein Magnet, der Menschen an sich zieht, damit sie als Freunde Christi immer mehr Mensch, auch immer mehr Mitmensch werden können".
Die Kirche - "seine und unsere Kirche" - bilde ein weltweit ausgespanntes "Magnetfeld". In manchen Ländern ist die Kirche nach den Worten des Bischofs ganz lebendig, anderswo - etwa in Österreich - gebe es manche Ermüdungen und Schwächen. "Es gibt aber auch ungemein viel Leben in der Kirche, und das ganze Land lebt davon", betonte Kapellari.
Bischof Kapellari und die Jugendlichen aus der Steiermark und Kärnten waren am Freitagvormittag Teilnehmer einer Sternwallfahrt, die den Startschuss für die dreitägige Veranstaltung in Mariazell bildete: Jugendliche und Bischöfe trafen einander an vier Orten außerhalb von Mariazell und wanderten dann gemeinsam in den Wallfahrtsort. Unterwegs standen eine Jause und ein Gottesdienst auf dem Programm. In Mariazell selbst beginnt das Programm am Freitagabend mit einem Eröffnungsfest im Kongress- und Veranstaltungszentrum "Europeum". Die Veranstalter rechnen damit, dass an der großen Lichterprozession am Samstagabend und der Abschlussmesse am Sonntagvormittag weit mehr als 1.000 junge Wallfahrer teilnehmen werden.
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13.08.2010 11:31:02
Keine Nachwuchskrise im Stift Heiligenkreuz
(stephanscom.at) So eine Welle von jungen Leuten, die unser Leben teilen wollen, gab es zuletzt im Mittelalter": Mit diesen Worten kommentierte Zisterzienserpater Karl Wallner die Tatsache, dass das Stift Heiligenkreuz seinen Personalstand in den letzten Jahren fast verdoppelte und die sonst viele Ordensgemeinschaften bedrückende Nachwuchskrise nicht kennt. Inklusive Novizen gebe es jetzt in Heiligenkreuz 81 Zisterzienser, ab 19. August sogar 88, teilte der Stiftssprecher dem Pressedienst der Erzdiözese Wien mit. Der Altersschnitt liege bei 47 Jahren.
Am 12. August legten gleich sechs Novizen die "zeitlichen Gelübde" ab, fünf Novizen verlängerten ihre Gelübde. Am 15. August, alle Zisterzienserklöster feiern Maria Himmelfahrt als Patronatstag, legen sieben Mönche die "ewigen Gelübde" ab. Am 16. August werden vier Mönche, die ihr theologisches Studium bereits abgeschlossen haben vom Grazer Weihbischof Franz Lackner zu Diakonen geweiht. Die neuen Diakone werden in den Pfarren des Stiftes ihre pastorale Ausbildung machen beziehungsweise ihre Doktoratsstudien fortsetzen. Am 19. August wird Abt Gregor Henckel-Donnersmarck sieben junge Männer in das Noviziat aufnehmen und einkleiden.
Am 21. August fahren die Zisterzienser von Heiligenkreuz in das steirische Stift Rein, wo der bisherige Heiligenkreuzer Prior Christian Feurstein als Abt des weltältesten Zisterzienserklosters in sein Amt eingeführt wird.
Dass es in Heiligenkreuz so viele Berufungen gibt, liege laut Pater Karl Wallner sicher nicht daran, "dass wir durch die CD 'Chant - Music for Paradise' weltweit bekannt geworden sind". Die CD habe vielmehr nur verdeutlicht, was immer schon Menschen ins Stift gezogen hat: die hier zelebrierte Liturgie in der uralten Tradition des Gregorianischen Chorals. Anziehend für junge Männer wirke wohl die "unkomplizierte Freude im Glauben, die aus einer treuen Verbundenheit mit dem Heiligen Vater und dem kirchlichen Lehramt kommt", mutmaßt Pater Karl. "Und sicher auch, dass wir in unserer Gemeinschaft eine große Eintracht haben." Es gebe eine lebendige Jugendseelsorge und eine große Offenheit für Gäste und Suchende.
Alle Neueintretenden hätten ihren Erstkontakt mit dem Stift Heiligenkreuz über das Internet gehabt. "Manche haben erzählt, dass sie täglich mehrmals die Website des Klosters virtuell besucht haben, bis sie den Mut fanden, dann endlich einmal das Kloster auch 'live' zu besuchen", berichtet Pater Karl. - www.stift-heiligenkreuz.at
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12.08.2010 05:42:03
Neues Buch über Mutter Teresa von Kalkutta
(kathpress.at) Das Buch von "Missio"-Nationaldirektor Leo Maasburg über Mutter Teresa ("Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten!") erweist sich zunehmend als internationaler Bestseller. In Deutschland und Österreich neigt sich bereits die zweite Auflage ihrem Ende zu; rund um den 100. Geburtstag von Mutter Teresa am 26. August erscheint das Buch nun in neun weiteren Sprachen - auf Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Lettisch, Norwegisch, Koreanisch, Mazedonisch sowie in der Muttersprache der Seligen, Albanisch.
Maasburg hat in seinem Buch seine zahlreichen Begegnungen und Erlebnisse mit Mutter Teresa (1910-1997) festgehalten und will damit auch anderen Menschen einen Zugang zum "Engel der Armen" ermöglichen: "Ich wollte zeigen, wie sie wirklich war." Maasburg durfte Mutter Teresa als einziger Priester des deutschsprachigen Raums über viele Jahre begleiten; als Ratgeber, mehrsprachiger Übersetzer und Sondergesandter für heikle Missionen.
"Wir sind alle von Gott geliebt und dazu geschaffen, um zu lieben und um geliebt zu werden": Das sei eine der ganz zentralen Aussagen Mutter Teresas, so Maasburg im Gespräch mit "Kathpress". Sie habe diese Botschaft selbst in Wort und Tat, in jeder persönlichen Begegnung authentisch gelebt.
So sei es beispielsweise immer sehr beeindruckend gewesen, Mutter Teresa in ihr Haus der Sterbenden in Kalkutta zu begleiten, erläuterte Maasburg: "Mutter Teresa hatte für jeden ein kurzes Wort, eine Berührung, eine liebevolle Zuwendung übrig. Sie hat jedem Sterbenden seine Würde zurückgegeben." Das sei Grund und Sinn ihres Tuns gewesen: "Den Menschen ihre Würde und Gotteskindschaft zurückzugeben."
Maasburg: "Mit dieser 'power of tenderness' hat Mutter Teresa die Herzen berührt. Und genau diese Macht der Zärtlichkeit verändert die Welt."
Die ersten Interessenten für fremdsprachige Ausgaben des Mutter Teresa-Buchs waren mehrere Verlage in Südkorea, was die globale Bedeutung Mutter Teresas zeige, so Maasburg. Aber Mutter Teresa genießt auch über konfessionelle Grenzen hinweg Verehrung: In Norwegen veröffentlicht der "Luther Forlag" Maasburgs Buch.
In den Vereinigten Staaten erscheint es im renommierten Verlag "Ignatius Press". Dessen prominenter Gründer, Fr. Joseph D. Fessio S.J., ist eines der bekanntesten Mitglieder des Ratzinger-Schülerkreises. Er schrieb seine theologische Dissertation bei Professor Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI.
Die Buchpräsentation der albanischen und mazedonischen Ausgabe wird im Zuge großer Feierlichkeiten am 17. Oktober in Mutter Teresas Geburtsort Skopje stattfinden: in Anwesenheit eines päpstlichen Delegaten, Kardinal Vinko Puljic, des katholischen Bischofs von Skopje, Kiro Stojanov, sowie mehrerer Mitglieder der Regierung Mazedoniens.
(Leo Maasburg: "Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten." Pattloch Verlag 2010)
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12.08.2010 05:39:40
Papst betet für Flutopfer
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. betet für die Opfer der Überschwemmungen von Neiße und Oder. Das sagte er an diesem Mittwoch in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo bei seiner Generalaudienz. Auf polnisch meinte der Papst:
„Ich bin geistlich allen nahe, die in den letzten Tagen wegen der Überschwemmungen gelitten haben. Ich bitte Gott, ihnen die Kraft zu geben, die Schwierigkeiten zu überstehen. Mögen die Menschen guten Willens großzügig und effizient helfen!“
Die Generalaudienz im Innenhof der Papstvilla in den Albaner Bergen war von herzlicher Stimmung geprägt; etwa viertausend Menschen waren gekommen, darunter auch Kinder aus einem Ferienlager in Ostia. Der Papst erinnerte in einer kurzen Betrachtung an große Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts: etwa Edith Stein, die zum Christentum konvertierte Jüdin, die als Ordensfrau in Auschwitz getötet wurde und deren Gedenktag die Kirche an diesem Dienstag beging. Oder auch an den heiligen Maximilian Kolbe, dessen Gedenktag die Kirche am nächsten Samstag feiert:
„Durch den freiwilligen Gang in den Hungerbunker hat er in der Hölle von Auschwitz einen unschuldigen Familienvater vor dem Tod bewahrt und so den Irrsinn der Gewalt durchbrochen. Dieses bewegende Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe spornt auch uns an, Jesus Christus nachzufolgen und Tag für Tag in der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen zu wachsen. Dazu erbitte ich euch allen den Beistand des Heiligen Geistes!“
Kolbe war in der Nazi-Zeit von der Gestapo verhaftet und 1941 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert worden. Dort begab er sich anstelle eines zum Tode durch Verhungern verurteilten Familienvaters freiwillig in den Hungerbunker und starb im gleichen Jahr an den Folgen der Unterernährung.
Der Märtyrer sei eine „absolut freie Person“, die von den Mächten der Welt gänzlich unabhängig sei und sich vollkommen Gott schenke, sagte der Papst weiter. Modell für jedes Martyrium sei der Tod Jesu Christi. Auch wer nicht zum Märtyrer berufen sei, müsse jeden Tag das Kreuz auf sich nehmen. Die gegenwärtige von Individualismus und Egoismus geprägte Gesellschaft müsse durch die Liebe zu Gott verändert werden, forderte Benedikt XVI.
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09.08.2010 07:59:48
Der Glaube kann Berge versetzen!
(radiovatikan.de) Zu gläubigem Vertrauen hat Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet in Castelgandolfo aufgerufen. In einer Meditation zum Sonntagsevangelium unterstrich er die Besonderheit christlicher Weltverantwortung: Der Aufruf Jesu alles zu verkaufen, sei eine Einladung, die Dinge ohne Egoismus zu gebrauchen, ohne den Durst, besitzen oder beherrschen zu wollen, sondern gemäß der Logik Gottes, der Logik der Aufmerksamkeit für den Nächsten, der Logik der Liebe: „Von Gott ausgehend, mit Blick auf Gott“ (Romano Guardini).
Zudem erinnerte er an einige Heiligenfeste der Woche: Den hl. Dominikus (8.), die Hl. Clara von Assisi (11.), den hl. Laurentius (10.), die hl. Edith Stein (9.) und den Hl. Maximiliano Kolbe (14.) Die letzten beiden Heiligen hätten die dunkle Zeit des letzten Weltkrieges durchlebt, ohne jemals die Hoffnung und den Gott des Lebens und der Liebe aus dem Blick zu verlieren. Hier sein deutsches Redemanuskript:
„Mit Freude heiße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher beim Gebet des Engel des Herrn willkommen. Besonders grüße ich die Ministrantengruppen aus Bad Reichenhall und Ramsau, aus Fulda und anderen Orten Deutschlands. Der Glaube kann Berge versetzen. Glauben heißt aber nicht, sich bequem zurückzulehnen, da es Gott schon richten wird. Das Evangelium fordert uns vielmehr dazu auf, aufmerksam zu wachen und die anvertrauten Aufgaben treu zu erfüllen. Dann gilt auch uns die Verheißung, dass die im Vertrauen auf Gott vollbrachten Werke der Liebe bleibende, ja ewige Frucht bringen werden. Dazu erbitte ich euch und euren Familien Gottes reichen Segen.“
In seinen französischen Grußworten rief Benedikt außerdem zum Gebet für die Arbeitslosen und für die Obdachlosen auf. Desweiteren erwähnte er einige große Wallfahrten in Polen nach Jasna Gora und die Studentenwallfahrt nach Warschau.
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09.08.2010 07:57:27
Ermordung christlicher Ärzte in Afghanistan verurteilt
(kathpress.at) Kurienerzbischof Rino Fisichella hat die Ermordung von acht ausländischen Ärzten in Afghanistan durch radikalislamische Taliban als gezielte Gewalttat gegen Christen verurteilt. Die am Wochenende im Nordosten Afghanistans überfallenen Mediziner seien getötet worden, weil sie Christen seien, sagte der Präsident des neuerrichteten Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Montag-Ausgabe). Diese "Exekution" sei mit politischen Motiven verschleiert worden.
Zugleich hob Fisichella hervor, dass der Dialog zwischen Islam und Christentum fortgesetzt werden müsse. Religiöse Überzeugungen dürften nicht zur Rechtfertigung von Gewalttaten dienen. Die Kirche setze deshalb weiterhin auf die Kraft der Vernunft, um ein Gespräch zwischen den Religionen zu fördern, sagte der Leiter der Vatikanbehörde für die Glaubensverkündigung in der säkularisierten westlichen Welt. Dieses müsse auf gegenseitigem Respekt und einer vertieften Kenntnis der jeweils anderen Religion gründen.
Die getöteten Ärzte waren Mitglieder eines Teams zur Behandlung von Augenschäden der "International Assistance Mission" (IAM), eines internationalen Partners der "Christoffel-Blindenmission Deutschland" (CBM). Die CBM ist eine internationale christliche Entwicklungshilfeorganisation, in Österreich firmiert sie unter dem Namen "Licht für die Welt".
In diesen Morden komme die gleiche "Ideologie" zum Ausdruck, die auch zu einer Sprengung der Buddha-Statuen von Bamiyan im März 2001 durch die Taliban geführt habe, erklärte Fisichella. Diese Ideologie bestehe in einer grundsätzlichen Ablehnung alles Fremden. Weiters wies Fisichella daraufhin, dass auch die arabischen Staaten Anstrengungen unternehmen müssten, um den islamischen Fundamentalismus zu bekämpfen und der Gewalt ein Ende zu bereiten.
Der Friede beruhe auf Gegenseitigkeit, betonte der Kurienerzbischof.
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07.08.2010 07:46:29
Weihbischof Laun: Wenn Gott "straft", dann nur aus Liebe!
(kath.net) In einem "Klartext-Kommentar" schreibt der Salzburger Weihbischof Prof. Andreas Laun einleitend: "Kein Mensch kann ohne Erschütterung von dem Unglück in Duisburg hören und ohne Mitleid bleiben für die Toten und vor allem auch deren Eltern und andere Angehörigen! Darum haben auch der Papst, viele Bischöfe und andere Menschen für die Betroffenen gebetet! Auch steht es keinem Menschen zu, über die Toten zu urteilen und darüber hinaus zu behaupten, ihr Tod sei eine – natürlich gerechte – 'Strafe Gottes' für die Sündigkeit der Love-Parade, in deren Verlauf das Unglück geschah! Übrigens, wer Sünde und Gottesstrafe meint so direkt zuordnen zu können, sollte sich wundern über seine eigene Gesundheit und vielleicht sogar darüber, dass er selbst noch am Leben ist – und zufrieden sein, dass Gott allein der Richter ist, kein Mensch! Nein, das alles steht außer Zweifel und darf auch nicht abgeschwächt werden." - Lesen Sie den Beitrag in vollem Wortlaut auf kath.net!
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07.08.2010 07:43:21
John Henry Newman - ein neuer Augustinus
(katholisches.info) Hunderte von Anglikanern, die zum katholischen Glauben konvertierten. Auch diese Zeugnisse fanden Eingang in den umfangreichen Prozeß, den die Heiligsprechungskongregation durchführte, um schließlich zur Seligsprechung des englischen Kardinals John Henry Newman zu kommen, jener herausragenden Gestalt des 19. Jahrhunderts. Newman selbst war Konvertit und war diesen Weg zurück in die Einheit mit Rom gegangen. Diese Bekehrungszeugnisse veranlaßten den Papst im Tempo zuzulegen, denn seit einiger Zeit war bekannt, daß durch die innere Unruhe unter den Anglikanern eine neue Konversionswelle bervorstehe. Für sie erließ Papst Benedikt XVI. die Apostolische Konstitution Anglicanorum Coetibus. Und nicht zuletzt vor allem für sie wird er in Cofton Park am Stadtrand von Birmingham am kommenden 19. September persönlich die Seligsprechung von Newman vornehmen. Der Anglikaner Newman, der katholischer Priester und schließlich Kardinal wurde, ist das herausragendste Beispiel dieser Rückkehrbewegung nach Rom, von der protestantischen Welt zurück in die katholische, von der Rebellion gegen das Papsttum zur demütigen Unterordnung unter Rom und in Einheit und Gemeinschaft mit Rom. - Lesen Sie noch mehr!
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07.08.2010 07:41:09
Vollendung im Himmel, Bewährung auf Erden
(stjosef.at/predigten) Auf dieser Welt haben wir keine bleibende Stätte. Wir sind unterwegs zu unserem letzten Ziel, der Gemeinschaft mit Gott und allen Engeln und Heiligen im Himmel!
Diese Wahrheit wird uns durch die Lesungen und das Evangelium dieses Sonntags in anschaulicher Weise verkündet. Und doch vergessen wir so leicht auf diese unsere eigentliche Berufung; wir sind auf Erden nur „Fremdlinge und Gäste“, wie es im Hebräerbrief heißt, unsere wahre Heimat ist im Himmel.
Vor zwei extremen und falschen Auffassungen sollen wir uns als Christen hüten: vor einer Haltung, wonach nur das Diesseits zählt, aber auch vor einer anderen Sichtweise, wonach dieses Leben auf Erden überhaupt nicht wichtig sei, weil ja ohnehin erst nachher das Eigentliche kommt.
Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 19. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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05.08.2010 06:09:47
Papstworte bei Ministrantenwallfahrt in Rom
(radiovatikan.de) „Liebe Ministrantinnen und Ministranten, liebe Freunde, liebe deutschsprachigen Pilger – willkommen hier in Rom!“ - Diese Worte läuteten den Höhepunkt der Ministrantenwallfahrt 2010 nach Rom ein: die Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz. An diesem Mittwoch Morgen stieg der Papst in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo in den Hubschrauber und machte sich auf, die zigtausend „Minis“ zu begrüßen. Die Vorfreude auf den Papst und der Spaß an der Wallfahrt stand den Jugendlichen trotz brütender Hitze ins Gesicht geschrieben. Eine junge Ministrantin erzählt:
„Es ist eine ganz neue Erfahrung, und wenn man sieht, wie viele Ministranten hier zusammengekommen sind, sieht man, dass noch viele Jugendliche in der Kirche sind. Das pusht dann den eigenen Geist auf - man sieht, dass man nicht die Einzige ist, die daran glaubt und der das Spaß macht, sondern es gibt noch andere, denen das Spaß macht. Es ist einfach eine gute Erfahrung und ein schönes Erlebnis.“
Den Anfang machte wiederum der Präsident des Internationalen Ministrantenbundes CIM, Weihbischof Martin Gächter von Basel:
„Mit Begeisterung sind 53.000 Ministrantinnen und Ministranten aus 17 Ländern Europas hier in Rom zusammengekommen, darunter 45.000 aus Deutschland, aber auch aus anderen Ländern: sechs aus Albanien. Wir lernen hier im Zentrum der katholischen Kirche unsere Glaubensgemeinschaft besser kennen. Wir begegnen hier vielen Ministranten aus immer anderen Pfarreien, Diözesen und Ländern. Und jetzt haben wir die große Freude und Ehre, Ihnen, dem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI., zu begegnen.“
Dann richtete Papst Benedikt, der wie die Ministranten ein Wallfahrts-Halstuch trug, das Wort an die Jugendlichen:
„Liebe Ministrantinnen und Ministranten, liebe Freunde, liebe deutschsprachigen Pilger, willkommen hier in Rom! Mit euch grüße ich den Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, er heißt Tarcisio, wie euer Patron. Ihr habt ihn freundlicherweise eingeladen und er, der den Namen des heiligen heiligen Tarzisius trägt, freut sich, dass er mit unter den Ministranten der Welt, unter den deutschen Ministranten sein kann. Ihr seid in großer Zahl hier - ich habe mit dem Hubschrauber schon den Petersplatz überflogen und all die Farben und die Freude gesehen, die auf diesem Petersplatz versammelt ist. So sorgt ihr nicht nur für eine gute Stimmung auf diesem Platz, sondern vermehrt auch die Freude in meinem Herzen. Vielen Dank!“
Seinen Dank richtete der Papst an die unzähligen Menschen im Dienste der Kirche, die die Ministrantenwallfahrt möglich gemacht hatten. Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand dann der Patron der Ministranten, der heilige Tarzisius, dessen Statue seit ein paar Tagen den Petersplatz schmückt. Die Statue hat einen langen Weg hinter sich: Sie wurde 2008 gefertigt und im Beisein von 8.000 Ministranten präsentiert, reiste dann durch halb Europa, um schließlich in Rom bei den Kalixtus-Katakomben aufgestellt zu werden – sie kehrt also zurück nach Hause, dorthin, wo der Märtyrer Tarzisius begraben liegt.
„Vor euch allen äußere ich meinen Wunsch, dass dieser Ort, Kalixtuskatakomben und diese Statue, ein Bezugspunkt für die Ministrantinnen und Ministranten wird, sowie für alle, die Jesus als Priester, Ordensleute und Missionare nachfolgen wollen. Sie alle können auf diesen mutigen und starken jungen Menschen hinschauen und dabei ihre Freundschaft mit dem Herrn selber erneuern.“
Man wisse nicht viel über den jungen Tarzisius, so der Papst. Er sei aber ein besonders pflichteifriger junger Christ im Rom des dritten Jahrhunderts gewesen. Ihn zeichnete seine große Liebe zur Eucharistie aus, auch er sei ein Ministrant gewesen. Ein gefährliches Unterfangen in Zeiten der Christenverfolgung, so der Papst - und erzählt die Geschichte des jungen Ministranten:
„Eines Tages fragte der Priester wie gewohnt, wer bereit sei, die Eucharistie zu den Brüdern und Schwestern zu bringen, die darauf warteten. Da erhob sich der junge Tarzisius und sagte ‚Schicke mich!’. Dieser Junge schien aber noch zu klein für eine so schwierige Aufgabe. ‚Mein junges Alter’, erwiderte Tarzisius, ‚wird der beste Schutz für die Eucharistie sein’. Das überzeugte den Priester, und er vertraute ihm das kostbare Lebensbrot an und sagte: ‚Tarzisius, denk daran, dass du einen himmlischen Schatz in deinen schwachen Händen hältst. Vermeide die vollen Straßen und vergiss nicht, dass die heiligen Dinge nicht den Hunden und die Edelsteine nicht den Schweinen vorgeworfen werden dürfen. Wirst du die heiligen Geheimnisse treu und sicher bewahren?’ ‚Ich werde eher sterben, als sie mir wegnehmen zu lassen’, erwiderte Tarzisius.“
Doch auf seinem Weg, um den Armen und Kranken das Lebensbrot zu bringen, wurde Tarzisius überfallen, geschlagen und getötet. Der leblose Körper des Tarzisius wurde zu einem Priester gebracht – in seinen Armen umschlossen hielt der junge Ministrant noch immer die Eucharistie.
„Liebe Ministrantinnen und Ministranten, das Zeugnis des heiligen Tarzisius und diese schöne Überlieferung zeigen uns die tiefe Liebe und die große Verehrung, die wir für die Eucharistie haben müssen: Sie ist ein kostbares Gut, ein Schatz von unermesslichem Wert, sie ist das Brot des Lebens, sie ist Jesus selbst, der für uns zur Speise wird, Stütze und Kraft für unseren täglichen Weg und ein Pfad, der zum ewigen Leben führt; sie ist das größte Geschenk, das Jesus uns hinterlassen hat.“
Dann wandte sich der Papst direkt an die Ministranten: „Tut der Welt großzügig euren Dienst an Jesus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist! Das ist eine wichtige Aufgabe, die euch erlaubt, besonders nahe beim Herrn zu sein und in einer tiefen und wirklichen Freundschaft zu ihm zu wachsen. Bewahrt diese Freundschaft voll Eifer in eurem Herzen, so wie der heilige Tarzisius, und seid bereit, dafür einzustehen, dafür zu ringen, dafür, dass Jesus zu allen Menschen gebracht wird.“
Jedes Mal, wenn man zum Altar tritt, sei man bei der „großen Liebestat Gottes“ dabei, so Papst Benedikt.
„Wenn ihr euren Priestern beim Dienst am Altar helft, tragt ihr dazu bei, dass Jesus näher erfahrbar wird, dass die Menschen mehr spüren und erkennen, er ist da, dass er in dieser Welt, im Alltag, in der Kirche und an jedem Ort immer mehr gegenwärtig sein kann. Liebe Freunde, ihr leiht Jesus eure Hände, eure Gedanken, eure Zeit. Das wird er euch vergelten, indem er euch die wahre Freude schenkt und spüren lässt, wo das wirkliche Glück zu Hause ist.“
Zum Ende seiner Ansprache grüßte Papst Benedikt XVI. nochmals die unzähligen deutschsprachigen Ministrantinnen und Ministranten.
„Liebe Freunde, ich grüße euch nochmals ganz herzlich, vor allem danke ich dafür, dass ihr mir euer Gebet versprochen habt durch den Sprecher hier und wünsche euch Gottes Segen alle Tage.“
Den Text der ganzen Ansprache des Papstes können Sie bei kathnews.de nachlesen!
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03.08.2010 08:48:09
Ministrantenwallfahrt in Rom
(radiovatikan.de/Stefan Hauser) „Aus der wahren Quelle trinken“, lautet das Motto der Ministrantenwallfahrt. Und zur Quelle nach Rom sind über 50.000 Ministranten aus 17 europäischen Ländern angereist. Mit 45.000 Teilnehmern stellt die deutsche Delegation den Großteil der „Mini-Wallfahrer“. Allein 11.000 haben sich aus dem Erzbistum Freiburg nach Rom aufgemacht. Aus Österreich sind es über 3.000, aus der Schweiz 800, aber auch aus Belgien, Luxemburg, Litauen, Albanien und der Ukraine sind Ministranten und Ministrantinnen in der Ewigen Stadt. Organisiert wird die Wallfahrt vom CIM, dem Internationalen Ministrantenbund. Präsident der Vereinigung ist der Basler Weihbischof Martin Gächter, er freut sich darüber, das so viele der Einladung gefolgt sind:
„Es ist gerade für unsere deutschsprechenden Länder ist es sehr wichtig Rom zu entdecken und auch die Kirche zu entdecken. Wir haben auch bei der Vorbereitung gespürt wie der Vatikan offen ist für die Jugend. Sonst kommt nie so eine Jugendband in den Vatikan, auf den Petersplatz wie jetzt, morgen und am Mittwoch. Ich glaube, das ist sehr wichtig, denn bei uns heißt es oft der Vatikan ist altmodisch und steif.“
Ministrant zu sein sei eine wunderbare Aufgabe. In Zeiten, in denen die Messbesucher immer älter werden, ist das Vorhandensein von Ministranten so etwas wie eine Blutauffrischung, erläutert der Basler Weihbischof Martin Gächter:
„Manchmal ist es so, das Ministranten ja fast die einzigen Jugendlichen sind, die in ihrer Pfarre da sind. Evangelische Pfarrer sagen, das fehlt uns eigentlich die Ministranten, bei uns ist das alles so seriös und alt. Das ist sehr wichtig. Und für die Ministranten selber, sie lernen aufzutreten, sie lernen Verantwortung zu übernehmen. Sehr viele Showmaster sagen, sie sind einmal Ministranten gewesen. Das ist nicht der Sinn, Showmaster oder Priester zu werden, aber das Kind fühlt ich bin wichtig.“
Alle vier bis fünf Jahre lädt die internationale Ministrantenvereinigung, Ministranten und Ministrantinnen ab zwölf Jahren zur Rom-Wallfahrt ein. Dieses Mal gibt es einen besonderen Anlass, das 50-jährige Bestehen der Vereinigung. Mitverantwortlich für die Organisation der Wallfahrt zeichnet der Referent für Ministrantenpastoral bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz und CIM-Vizepräsident Peter Hahnen:
„Anzubieten über den Tellerrand zu sehen, die Weltweite des Ministrantendienstes zu erleben, körperlich auf dem Petersplatz zu sein, die Wertschätzung zu erfahren, die der Heilige Vater uns erweist, wenn er am Mittwoch aus Castel Gandolfo eingeflogen kommt und Worte richtet, ausdrücklich an die Ministrantinnen und Ministranten, das ist etwas, das einem Ministrantenleben einen echten Höhepunkt verleiht.“
Die Teilnehmer der Wallfahrt haben bunte Halstücher angelegt, jede Nation ihre eigene Farbe, die deutschen „Minis“ haben „vanilla“ um den Hals. Die Ministrantenwallfahrt wird am Dienstag und Mittwoch eine große Skulptur am Petersplatz mitprägen. Der Schweizer Künstler Bernhard Lang hat eine monumentale Tarsitius-Statue geschaffen. Tarsitius starb im dritten Jahrhundert in Rom, als er das Geheimnis der Eucharistie schützend in der Hand starb, um es den Kranken und Gefangenen zu bringen. In den Tagen darauf ist für die Tarsitius-Statue dort, wo man das Grab des Märtyrers vermutet – auf dem idyllischen Gelände neben der Via Appia Antica in der Nähe der Callistus-Katakomben – ein Platz vorgesehen.
Höhepunkte der Wallfahrt stellen zwei Programmpunkte dar: Eine internationale Begegnung am Dienstag Nachmittag am Petersplatz, wo bei einem bunten Programm die zahlreichen Nationen aufeinander treffen und die Teilnahme an der Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. am Mittwoch, wo der Papst an die Ministranten spezielle Worte richten wird. Im Vorfeld der Ministrantenwallfahrt gab es die Befürchtung, dass der Missbrauchsskandal bei der Anzahl der Teilnehmer eine Rolle spielen könnte. Dem entgegnet Peter Hahnen von der Internationalen Ministrantenvereinigung:
„Ich habe vor ein wenigen Wochen die Referenten für Ministrantenpastoral der deutschen Diözesen gefragt, ob es nach dem Anmeldeschluß, der bereits einige Monate zurückliegt, Abmeldungen gegeben hat, wegen dieser Thematik. Die Antwort lautete: Keine einzige. Ein paar Eltern haben angefragt in Diözesen, wie macht ihr das mit den Begleitern, mit den Gruppenleitern vor Ort. Die Antwort der Diözsankollegen muß zufriedenstellend gewesen sein, denn es gab keine Abmeldungen.“
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03.08.2010 08:40:52
St. Josephsblatt in neuer Hand
(news.stjosef.at) Der Kreuzorden (Regularkanoniker vom heiligen Kreuz, Kloster St. Petersberg bei Silz/Tirol, verbunden mit dem „Opus Sanctorum Angelorum“) hat die monatlich erscheinende Zeitschrift „St. Josephsblatt“ vom früheren Schriftleiter Josef Schmid übernommen. Ab der Ausgabe Juli/August 2010 ist dafür der Kreuzordenspriester P. Bernhard Speringer ORC als Chefredakteur verantwortlich. Das St. Josephsblatt ist ein Medienkooperationspartner der Plattform „Ja zur Kirche“, der ebenfalls angehören: http://www.kath.net, K-TV, Radio Gloria Schweiz, Radio Maria Österreich, Radio Horeb, Vatican-Magazin, Pur-Magazin, Komma-Magazin und Vision 2000. Verlegerisch wird die Zeitschrift betreut von der Schmid-Fehr AG in 9403 Goldach, Schweiz. Das Jahresabonnement wird zum Preis von CHF 35 (plus Porto) angeboten. Bestellung: verlag@schmid-fehr.ch . Homepage des Kreuzordens: http://www.kreuzorden.at // Wichtiger Hinweis: Das hier vorgestellte „St. Josephsblatt“ ist nicht identisch mit der von der „Gemeinschaft vom heiligen Josef“ in Kleinhain bei St. Pölten herausgegebenen, jährlich erscheinenden katholischen Informationsschrift „St. Josef“. Es besteht auch keine personelle oder organisatorische Verbindung der Gemeinschaft vom heiligen Josef zu den Herausgebern und Verlegern dieser Zeitschrift. Wir freuen uns aber über die gelungene Juli/August-Nummer und begrüßen es, dass sich viele Personen und Gemeinschaften in der Katholischen Kirche für die Verehrung des heiligen Josef einsetzen!
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01.08.2010 17:06:19
Im Urlaub den Frieden Gottes entdecken
(radiovatikan.de/kath.net) Benedikt XVI. hat die UN-Konvention zum Verbot von Streu- und Splitterbomben gewürdigt, die an diesem Sonntag in Kraft tritt wie "Radio Vatikan" berichtet. Beim Angelusgebet in Castelgandolfo forderte er alle Staaten auf, der Konvention beizutreten. Diese Waffen würden, so Benedikt, „inakzeptable“ Schäden hervorrufen. „Mein erster Gedanke gilt den zahlreichen Opfern, die unter diesen Bomben zu leiden hatten und noch immer die schweren körperlichen und seelischen Folgeschäden zu ertragen haben, die diese heimtückischen Waffen hervorrufen. Durch das Verbleiben der Munition auf weiten Landstrichen wird die Wiederherstellung eines normalen Alltags für ganze Gesellschaften oft lange behindert.“
„Mit Inkrafttreten der neuen Konvention hat die internationale Staatengemeinschaft Weisheit und Weitblick bewiesen und gezeigt, dass sie in der Lage ist, einen signifikanten Fortschritt auf dem Feld der Abrüstung und der Entwicklung internationaler Menschenrechte zu erzielen. Ich hoffe und ermutige dazu, dass man entschieden diesen Weg weitergeht und die Würde des menschlichen Lebens verteidigt, die ganzheitliche Entwicklung des Menschen fördert, eine internationalen Friedensordnung etabliert und das Gemeinwohl aller Personen und Völker realisiert.“
In seiner Muttersprache sagte er: „Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Gäste deutscher Sprache, heute besonders an die Pilger aus Eschweiler bei Aachen. Die Urlaubszeit gibt uns Gelegenheit, die gewohnten Bahnen zu verlassen und an einem schönen Platz Ruhe und Erholung zu finden. Abstand nehmen wollen wir auch innerlich von unseren schlechten Gewohnheiten, von Zorn und Bosheit, von übler Nachrede, vom 'alten Menschen mit seinen Taten', wie wir heute in der Lesung aus dem Kolosserbrief gehört haben. Nehmen wir den Urlaub zum Anlass, persönlich wieder zum Frieden zu kommen und dem Bild des Schöpfers in uns besser zu entsprechen. Gottes Geist geleite euch auf allen Wegen!”
Streubomben sind schon seit Jahrzehnten in vielen Kriegen im Einsatz, so durch die USA im Vietnam-Krieg, im Golfkrieg 1991, im Kosovo 1999 und in Afghanistan 2001 oder durch Israel gegen die Hisbollah im Libanon 2006. Sie bestehen aus einem Behälter mit einer Vielzahl kleinerer Bomben mit Minen oder mit Splitterbomben. Sie sind deswegen auch so tückisch wegen der großen Zahl von Blindgängern. Nicht explodierte Kleinbomben können auch noch nach vielen Jahren für die Zivilbevölkerung ähnlich wie Landminen eine tödliche Bedrohung sein. Beispielsweise sind große Flächen im Süden des Libanon nicht landwirtschaftlich nutzbar.
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01.08.2010 17:03:35
Das Prinzip der Stellvertretung
(kathpress.at/apa-ots.at) Die Zukunftsfähigkeit der Kirche hängt nicht allein von "organisatorisch-technischen Strukturreformen" ab, sondern vielmehr vom "Prinzip Entscheidung", vom "Prinzip Verantwortung" und vom "Prinzip Stellvertretung" ab. Dies unterstrich der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari bei einer Predigt aus Anlass des 350-Jahr-Jubiläums der Seckauer Hochalmkirche "Maria Schnee" am Sonntag. In Gebet, Liturgie und karitativem Dienst werden sich Christen zukünftig noch stärker als Stellvertreter auch all jener verstehen müssen, "die Gott vergessen haben oder ihn noch nicht kennen", so Kapellari. Derzeit gehe die Kirche in Österreich, aber auch in anderen Ländern, "durch Feuer und Wasser". Gesellschaftliche Umbrüche, die mit wachsenden Unsicherheiten einhergehen, aber auch die aktuelle Missbrauchskrise erschütterten laut Kapellari das Vertrauen in die Kirche: "Aus diesem Grund und im Grunde noch weitaus mehr wegen einer weit verbreiteten Schwächung des Glaubenswissens und der Glaubenspraxis sind viele Katholiken aus der Kirche ausgetreten - und diese Entwicklung hält noch an." Gerade in solchen Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheiten könne ein bewusst gelebtes Christentum neue Sicherheiten geben. Kapellari wörtlich: "Eine kleine Schar von Frauen, Männern und ministrierenden Kindern, die an einem Wochentag die Eucharistie feiert, vertritt vor Gott immer auch die vielen anderen: die Ahnungslosen, die Gleichgültigen und die Enttäuschten. Das gibt dieser kleinen Gemeinschaft weltweite Dimensionen und ermöglicht ihr ein gelassenes Selbstbewusstsein und kann sie vor Kleinmut bewahren."
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31.07.2010 03:58:48
Seminar für christliche Führungskräfte in Trumau
(stephanscom.at) Einen Sommerkurs für Top-Führungskräfte unter dem Titel "Führungskompetenz und Glaube" hält das päpstliche Internationale Theologische Instituts (ITI) in Trumau von 5. bis 11. September ab. Der Kurs soll Unternehmern und Top-Managern die Chance bieten, "als Führungskräfte durch besseres Verstehen der menschlichen Person zu wachsen".
In dem einwöchigen Seminar sollen Teilnehmer durch "tieferes Verständnis des christlichen Gedankengutes und seiner praktischen Relevanz für sich und die geführte Organisation" inspiriert werden. Neben einer Horizonterweiterung zielt das Seminar auch darauf, ein Netzwerk mit anderen internationalen Unternehmern aufzubauen. Prominentester Referent ist Kardinal Christoph Schönborn. Der Wiener Erzbischof und ITI-Großkanzler werde im Rahmen von "Best practice"-Erfahrungsberichten sprechen, so die Veranstalter.
Das ITI ist im Renaissanceschloss Trumau bei Baden untergebracht, einer ehemaligen Sommerresidenz der Äbte von Heiligenkreuz. Im Jahr 2009 übersiedelte das Internationale Theologische Institut in das Schloss.
Die ITI erwartet für den kommenden Herbst mehr als 80 Studenten und bietet dann erstmalig auch ein "Studium generale" an: ein einjähriges Studium zur Lebensorientierung mit Philosophie, Theologie und wissenschaftlicher Arbeit in kleinen Gruppen. Vorbild ist dafür das Gespräch von Professoren und Studenten in der Antike.
Schwerpunkt des ITI ist allerdings das volle Theologiestudium mit den Abschlüssen als Magister, Lizenziat oder Doktor. Weiters wird auch ein Postgraduate-Studium angeboten mit Schwerpunkt auf "Ehe und Familie". Alle Abschlüsse sind inzwischen auch in Österreich staatlich voll anerkannt. - Homepage: www.iti.ac.at
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31.07.2010 03:57:08
Schätze sammeln für das Himmelreich
(stjosef.at/predigten) Die Texte aus der Heiligen Schrift, die uns an diesem Sonntag vorgelesen und verkündet werden, zeigen uns auf, wo wir den wahren Schatz unseres Lebens finden: nicht im Reichtum und im irdischen Wohlergehen, sondern in der Verbundenheit mit Gott, der uns ewiges Leben schenkt.
In der ersten Lesung aus dem Buch Kohelet spricht ein Weiser, der den Lauf der Welt beobachtet. Und oftmals, so sagt er, lässt sich die Erfahrung machen, dass jemandem sein redlich erworbener Besitz gleichsam unter den Händen davonfließt, während andere, die sich nicht gemüht haben, in den Genuss vieler Güter kommen, die sie eigentlich nicht verdienen und in Wirklichkeit anderen verdanken. All das ist wie „Windhauch“, sagt der Weisheitslehrer. D.h. es handelt sich um eine nichtige, schnell zerstörte Hoffnung, wenn man vom Reichtum und irdischen Wohlergehen das Glück des Lebens erwartet. – Haben wir nicht auch schon selber die Erfahrung gemacht, dass es bestimmte Dinge in unserem Leben gibt, die wir zwar anstreben und erreichen wollen, die aber dann doch von vielen „Zufälligkeiten“ abhängen, die nicht in unserer Macht stehen? Zeigt uns nicht der Hinweis auf so viele reiche und berühmte Menschen, wie schnell alles vergeht, was jemand sein eigen nennt, und wie blass der Glanz von so genannten „Sternen“ („Stars“) wird, wenn ein paar Monate oder gar Jahre vergehen?
In der zweiten Lesung aus dem Brief an die Kolosser mahnt Paulus die Leser und Zuhörer, sie sollten die Gedanken und das Streben des Herzens auf das Himmlische und nicht auf das Irdische richten. Hier finden wir die Antwort auf die Frage nach dem Ziel und Glück des Lebens. Wir finden es bei Gott, der uns liebt und der bleibt in Ewigkeit
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Lesen Sie die Predigt für den 18. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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