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10.05.2010 09:43:03
P. Matteo Ricci als Pionier der Chinamission
(fides.org) Zum Thema „Matteo Ricci: Gemeinschaft und Dialog zwischen der chinesischen und der westlichen Kultur“ sprach der emeritierte Bischof der Diözese Kao Hiung, bei einem Internationalen Kongress der Katholischen Fu Ren-Universität im Rahmen des Matteo Ricci-Gedenkjahres zum 400. Todestag des Jesuitenmissionars, der am 11. Mai 1610 in Peking starb. In seinem Vortrag befasste sich der Kardinal mit verschiedenen Themenbereichen: der Einleitung folgten Ausführungen zum besonderen Respekt des Jesuitenmissionars gegenüber der chinesischen Kultur, der wissenschaftliche Beitrag Matteo Riccis zur chinesischen Kultur und dessen Bemühen um die Gemeinschaft zwischen der chinesischen und der westlichen Kultur. Dabei würdigte der Kardinal den unschätzbaren Beitrag seines Mitbruders, der „dem es gelungen ist, die Panzertür der Ming-Dynastie zu öffnen“. „Er hatte eine Brückenfunktion beim kulturellen Austausch zwischen China und dem Westen“ und „verkündete gleichsam das Evangelium Jesu Christi in China, was zur Gründung einer chinesischen Ortskirche führte“. Dabei „erklärte er den Glauben an Gott anhand von chinesischen Konzepten“ und „machte sich zum Zeugen des Glaubens durch sein Leben und sein ganzes Wesen“. Nach Ansicht von Kardinal Shan nahm Matteo Ricci das Zweite Vatikanische Konzil 400 Jahre vorweg, indem er bereits zu seiner Zeit die drei Prinzipien des interreligiösen Dialogs erkannte: „gegenseitiger Respekt, gegenseitiges Kennelernen, aufrichtige Zusammenarbeit“. Ein Geheimnis seines missionarischen Erfolgs seien auch das eingehende Studium der chinesischen Kultur und der Respekt gegenüber dieser Kultur ohne „blinde Verehrung“ gewesen. „Er brachte die westliche Wissenschaft mit großer Demut nach China und reformierte den chinesischen Ruf und befreite ihn von dessen nutzloser Theorie“. Dies alles, so Kardinal Shan sei von größter Aktualität, die für die heutige Evangelisierungstätigkeit in China von höchster Bedeutung sei. - In Wien findet in dieser Woche ein Symposion über die Bedeutung P. Matteo Richis statt (siehe Kathpress-Bericht).
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10.05.2010 09:40:20
Zweiter Band des Jesusbuches von Papst Benedikt XVI. vor Publikation
(vatican.va/news.stjosef.at) Wie das vatikanische Pressebüro am Montag, 10.05.2010, mitteilte, wurde der endgültige Text des zweiten Bandes des Buches „Jesus von Nazareth“, verfasst von Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), kürzlich an die mit der Publikation betrauten Verlagsanstalten übergeben. Der zweite Band widmet sich dem Leiden und der Auferstehung Christi und setzt dort fort, wo der erste Band endet. Die deutsche Originalfassung wurde zeitgleich an Manuel Herder übermittelt, den Herausgeber der Gesamtausgabe von Joseph Ratzinger („Gesammelte Schriften“), sowie an P. Giuseppe Costa, den Direktor der „Libreria Editrice Vaticana“. Das vatikanische Verlagshaus als Hauptverleger ist für die Erteilung von Rechten zuständig, außerdem für die Publikation der italienischen Ausgabe und die Weitergabe des Textes an andere Verlagshäuser zur Übersetzung in die verschiedenen Sprachen, die direkt aus dem deutschen Original zu erfolgen hat. Es besteht die Hoffnung, dass die Publikation des Buches in den Hauptsprachen ungefähr zur selben Zeit erfolgen wird. Dies wird jedoch noch einige Monate dauern, da ein so wichtiger und langerwarteter Text genau übersetzt werden muss, heißt es in der vatikanischen Mitteilung.
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08.05.2010 08:15:44
Predigt zum Muttertag (6. Sonntag der Osterzeit)
(stjosef.at/predigen; JSp) Hier ein Ausschnitt aus der Predigt von Josef Spindelböck zum 6. Sonntag der Osterzeit:
Opfern sich nicht auch viele Frauen und Mütter täglich in liebender Hingabe und Sorge für ihre Ehemänner und Kinder auf? Sollte es nicht auch umgehrt sein, dass die Männer, Väter und Kinder den Beitrag der Frauen und Mütter zu schätzen wissen? Die Dankbarkeit der Liebe soll nicht nur am heutigen Muttertag spürbar sein, sondern das ganze Jahr hindurch. Insbesondere sollte den Frauen und Müttern auch in der Gesellschaft mehr Wertschätzung und Unterstützung entgegen gebracht werden. Viele Frauen werden aus finanziellen Gründen zu einer außerhäuslichen Tätigkeit gezwungen, obwohl sie selber ihre erste Aufgabe in der Sorge um die Kinder in der Familie sehen würden. Eine echte Wahlfreiheit besteht vielfach nicht.Lesen Sie die Predigt im vollen Wortlaut!
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08.05.2010 08:13:31
Papst nimmt Rücktritt von Bischof Mixa an
(bistum-augsburg.de) Im folgenden der Wortlaut der Erklärung des Augsburger Generalvikars Generalvikar Prälat Karlheinz Knebel vom 08.05.2010:
Heute hat Papst Benedikt XVI. dem Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Walter Mixa entsprochen. Das Augsburger Domkapitel wird sich am heutigen Nachmittag zur Wahl des Diözesanadministrators zusammenfinden, der dann umgehend die Bistumsleitung während der Sedisvakanz übernehmen wird, bis ein neuer Bischof vom Papst ernannt wird. Damit ist die Bistumsleitung bis zur Ernennung eines Nachfolgers für den Augsburger Bischofssitz gewährleistet.
Das Bistum Augsburg hat Vorwürfe, die gegen Bischof Dr. Walter Mixa erhoben werden vergangene Woche der Generalstaatsanwaltschaft in München zur Kenntnis gebracht. Über die Zukunft von Bischof em. Dr. Walter Mixa kann erst nach Prüfung und Klärung der gegen ihn in letzter Zeit erhobenen Anschuldigungen entschieden werden.
Damit hat das Bistum, in Übereinstimmung mit den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahre 2002, die Verantwortung übernommen, gehandelt und einen Verdachtsfall ohne Ansehen der Person zur Anzeige gebracht. Mit unserem Vorgehen folgen wir dem Anspruch der deutschen Bischöfe nach Transparenz und Wahrheit. Ich bitte die Gläubigen, den Klerus und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit die Einheit der Kirche zu wahren. Wir sind an einem Neuanfang, den wir gemeinsam versuchen müssen.
Die Bistumsleitung wird generell vor Abschluss aller Untersuchungen und staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen keine weiteren Stellungnahmen zu Bischof em. Dr. Walter Mixa abgeben.
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07.05.2010 16:49:34
Bischof Mixa weist Missbrauchsvorwürfe zurück
(kath.net) Gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa sind Vorermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs erhoben worden. Dies berichten deutsche Medien. Einem Medienbericht zufolge ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Ingolstadt gegen Mixa wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in der Zeit zwischen 1995 und 2005. Damals war Mixa Bischof in Eichstätt. Die katholische Kirche selbst hat laut der "Augsburger Allgemeine" offensichtlich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Eine Sprecherin des bayerischen Justizministeriums bestätigte nur, „dass es Vorermittlungen gibt“. Allerdings gab es keine weiteren Informationen über den Inhalt.

Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat am späten Nachmittag die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs entschieden zurückgewiesen und hat den Augsburger Strafverteidiger Gerhard Decker mit seiner Vertretung beauftragt. „Mein Mandant weist die jetzt gegen ihn erhobenen Vorwürfe mit aller Entschiedenheit zurück und wird nach Kräften mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt zusammenarbeiten, um den Fall restlos aufzuklären“, sagte Decker der „Augsburger Allgemeinen“.
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07.05.2010 16:48:24
Empörung über Kirchensatire in "Dorfers Donnerstalk"
(kath.net/news.stjosef.at) "Der ORF hat mit dieser Sendung die Gefühle von Millionen Katholiken in Österreich verletzt", sagt Christoph Gruber, Präsident des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV): "Wir fordern eine Entschuldigung von den Verantwortlichen." Die in der Satire-Sendung "Dorfers Donnerstalk" gemachten Äußerungen haben die Grenzen des guten Geschmacks eindeutig überschritten. "Auch Satire muss etwas feinfühliger gegenüber religiösen Empfindungen sein", sagt Gruber. "Kaum Lacher, kein Applaus - die Kabarettisten scheinen die Einzigen gewesen zu sein, die solche Entgleisungen lustig finden", erklärt Gruber in Richtung der Schauspieler Alfred Dorfer und Roland Düringer. Der ÖCV-Präsident empfiehlt in Anspielung auf ein Statement, das während der "Interviews" fiel: "Beschränken Sie sich in Zukunft auf seriöse Fragen." - Link: Facebook-Protestgruppe "Wir verlangen Fairness vom ORF gegenüber der Kirche".
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05.05.2010 16:35:32
Papst mahnt zum Frieden
(radiovatikan.de/kath.net) Priester müssten sich um Heiligkeit bemühen, um andere zu Gott führen zu können. Das betonte Papst Benedikt XVI. in seiner Katechese zum „Priesterjahr“ bei der Generalaudienz am Petersplatz an diesem Mittwoch, wie Radio Vatikan meldet. „Die Heiligkeit ist eine besondere Eigenschaft Gottes, der absolute Wahrheit und Güte, Liebe und Schönheit ist. Eine Person heiligen heißt dann, sie in Kontakt mit Gott zu bringen, mit seinem Licht, mit der Wahrheit und der reinen Liebe. Und dieser Kontakt wird den Menschen verwandeln.
Wir glauben fest: Es ist Christus selbst, der heilig macht. Die Mission seiner Jünger begann damit, dass er sie in seine heiligende Nähe rief (vgl. Mk 3, 14). Dieser Ruf setzt sich in der Geschichte durch das Weihesakrament fort, mit dem der Herr die Priester zu Trägern und Vermittlern seines Heilswirkens an die Menschen macht. Die Priester sind berufen, bei diesem Werk mitzuwirken und danach zu streben, in ihrem eigenen Leben mit der Person des Erlösers immer mehr eins zu werden.“
Die Eucharistie stehe „im Mittelpunkt des Heiligungsdienstes des Priesters“, so der Heilige Vater. „Hier will Jesus bei uns bleiben, in uns leben, sich uns schenken. Er will als der erbarmende und nahe Gott in der Wirklichkeit der Menschen zugegen sein. Dies geschieht nicht nur durch das Wort, das der Priester verkündet, sondern auch durch den Vollzug des zeichenhaften Tuns in der Liturgie, in der Gott mit seiner Gnade den Menschen heute konkret begegnet... Euch alle ermutige ich, auf dem Weg der Heiligung durch den häufigen Empfang des Sakraments der Versöhnung und der Eucharistie voranzuschreiten. Der Heilige Geist mache euch alle zu Boten der Liebe Christi!“
Papst Benedikt drückte bei der Generalaudienz auch seine Hoffnung aus, dass „Atomwaffen vollständig vom Antlitz der Erde verschwinden“. Vor Tausenden von Pilgern und Besuchern betete der Papst für die UNO-Konferenz, die sich seit Montag in New York mit der Nichtverbreitung von Atomwaffen beschäftigt.
„Der Prozess einer einvernehmlichen und sicheren nuklearen Abrüstung hängt eng zusammen mit dem Erfüllen der Abmachungen, die man in dieser Hinsicht international eingegangen ist. Frieden beruht nämlich auf Vertrauen und auf dem Erfüllen der Abmachungen, nicht etwa nur auf dem Gleichgewicht der Stärke. In diesem Sinn ermuntere ich alle Initiativen, die für Abrüstung sind und für die Schaffung atomwaffenfreier Zonen... Die Perspektive ist das vollständige Tilgen der Atomwaffen vom Antlitz der Erde.“
Die Gesprächsteilnehmer in New York sollten „über ihren Schatten springen“ und „geduldig“ an den politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen des Friedens arbeiten: „Damit helfen sie der integralen menschlichen Entwicklung und dem wahren Willen der Völker.“
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03.05.2010 16:48:36
Wahrheit und Liebe müssen zusammenwirken
(news.stjosef.at) In der „Wiener Zeitung“ vom 29. April 2010 heißt es wörtlich über eine Stellungnahme des Wiener Erzbischofs Christoph Kardinal Schönborn:
Der 65-jährige Kardinal, der in der Kirche als Vordenker gilt, regt an, in der Kirche heikle Themen offener zu beleuchten. „Beim Thema Homosexualität etwa sollten wir stärker die Qualität einer Beziehung sehen. Und über diese Qualität auch wertschätzend sprechen. Eine stabile Beziehung ist sicher besser, als wenn jemand seine Promiskuität einfach auslebt.“ Schönborn kann auch der Wiederverheiratung von Geschiedenen Positives abgewinnen. „Die Kirche braucht da eine neue Sichtweise. Viele heiraten heute ja gar nicht mehr.“
Der in Vorarlberg aufgewachsene Kardinal nennt dies den Wandel einer „Pflicht-Moral“ hin zu einer „Moral des Glücks“ und plädiert für das altbewährte Prinzip der Gradualität. Dabei steht nicht die Sünde im Zentrum der Betrachtung, sondern der Versuch, den Geboten zu entsprechen. Nicht nur die Gesellschaft, auch die Kirche stehe vor einem Paradigmenwechsel.
Dazu eine Stellungnahme des Moraltheologen Dr. theol. habil. Josef Spindelböck, der als Professor an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten sowie als Gastprofessor am Internationalen Theologischen Institut (ITI) in Trumau lehrt:
Was das Grundsätzliche der Aussagen Kardinal Schönborns betrifft, so ist anzuerkennen, dass die von der Kirche verkündete Glaubens- und Sittenlehre tatsächlich das Ziel hat, die Menschen zur „Fülle des Lebens“ in Christus zu führen und insofern ein Weg zum Glück, ja zur ewigen Seligkeit bei Gott ist. Eine reine Pflichtmoral im Sinne Kants hat die Kirche nie vertreten, sondern die Gebote Gottes werden als Wegweiser zur wahren Freiheit verstanden. Das neue Gesetz des Evangeliums ist vor allem die Gnade des Heiligen Geistes, der unser Herz in der Liebe neu macht und befähigt, den Willen Gottes in Freude zu erfüllen.
Das vom Kardinal angesprochene „Prinzip der Gradualität“ besagt, dass die Kirche in ihrer Pastoral das Bemühen der Menschen jedenfalls anerkennt, mit Hilfe der Gnade Gottes das Gute zu tun und den Geboten Gottes zu entsprechen, die ihre Mitte im Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe finden. Darin ist eingeschlossen, dass uns Menschen nicht immer alles gelingt und wir auch schuldhaft versagen. Wer aber immer wieder umzukehren bereit ist und auf Gottes Gnade vertraut, wird sein Erbarmen erfahren. Diese Gradualität des Bemühens darf jedoch nicht mit einer Gradualität des Gebotes bzw. der sittlichen Norm verwechselt werden, so als ob die von Jesus Christus selbst vorgestellte und eingeforderte „Radikalität des Evangeliums“ mit halben Lösungen zufrieden sein könne: Echte Bekehrung zu Gott zielt immer auf das Ganze und darf das Böse nie rechtfertigen. Insofern sind Kompromisse mit der Sünde jedenfalls auszuschließen und abzulehnen – bei aller Liebe und allem Verständnis für den Menschen, der sündigt.
Speziell ist der Kardinal auf die Fragen der sittlichen Normen im Falle homosexueller Akte bzw. Beziehungen (vgl. KKK 2357-2359) sowie des pastoralen Umgangs mit jenen Menschen eingegangen, die sich bei bestehender gültiger Ehe von ihrem rechtmäßigen Ehepartner getrennt haben und eine neue zivile „Ehe“ mit einer anderen Person eingegangen sind (vgl. KKK 2384). Der Vergleich zwischen verschiedenwertigen Arten homosexueller Beziehungen darf nicht übersehen lassen, dass es sich überall dort, wo homosexuelle Akte eingeschlossen sind, um objektiv schwer sündhafte Verhaltensweisen handelt, die von der Kirche als „in sich schlecht“ abgelehnt werden. D.h. weder besondere Umstände noch subjektiv gute Motive können die innere Schlechtigkeit der betreffenden Handlung aufheben. Bildlich gesprochen: Im Apfel ist jedenfalls der „Wurm“ drin, egal ob er nur halb oder ganz verdorben ist.
Daher ist es gerade aus pastoraler Sicht wichtig, ja unerlässlich, in Klarheit die objektive Sündhaftigkeit bestimmter Handlungen zu benennen, die die Kirche als „in sich schlecht“ („intrinsece malum“) bezeichnet. Sowohl auf der Grundlage der Wahrheit als auch der Liebe kann und muss das pastorale Bemühen der Kirche ansetzen, Menschen, die sich in einem (objektiv) sündhaften Verhältnis befinden, wegzuführen von diesem Zustand und hin zu einem gottgefälligen Leben!
Wir dürfen uns nicht damit trösten, dass es ja noch schlimmer sein könnte, sondern haben die auf die Zusage der Gnade Gottes gestützte Hoffnung, dass jeder Mensch bekehrungsfähig ist, auch dort, wo die Vorzeichen vielleicht ganz und gar ungünstig sind.
Ähnliches gilt gegenüber wiederverheiratet Geschiedenen: Wollte die Kirche ihre Lebenssituation einfach „anerkennen“ oder gar „absegnen“, so würde sie das Ideal der Unauflöslichkeit und Treue der gültigen sakramentalen Ehe verleugnen, das Jesus selbst verkündet hat (vgl. Mt 19) und wozu Gott den Gatten auch die Gnade schenkt, wenn sie sich im Gebet und im sakramentalen Leben für seine Liebe öffnen. Jeder „billigere“ Weg ist keineswegs ein Leben zum Glück, sondern wäre ein Verrat an der Wahrheit und an der Liebe! Genau das kann auch der Kardinal nicht wollen.
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03.05.2010 16:13:20
Papst meditierte vor dem Grabtuch von Turin
(zenit.org) Papst Benedikt XVI. hat das "Grabtuch Christi" im Dom der norditalienischen Stadt Turin besucht. Erstmals seit zehn Jahren wird die Reliquie derzeit wieder öffentlich ausgestellt.
In den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags flog der 83 jährige Benedikt im Helikopter aus dem Vatikan zum Flughafen Ciampino, wo gegen 8.15 Uhr der Abflug im Flugzeug von Ciampino zum Flughafen Caselle bei Turin programmiert war.
Nach einer Begegnung mit den Einwohnern auf der Piazza "San Carlo" erwarteten ihn Zehntausende Menschen, die sich zuvor auf dem Turiner Platz San Carlo versammelt, um an einer Messe des Papstes teilzunehmen.
Das Grabtuch erinnere ständig an die Leiden Jesu, sagte Benedikt während des Gottesdienstes. - Das Leinentuch wird seit 1578 in Turin aufbewahrt. Es zeigt die Umrisse eines von Foltermalen gezeichneten Mannes. Das Grabtuch gilt für viele als die heiligste Reliquie des Christentums, andere halten es jedoch für eine mittelalterliche Fälschung.
Nach dem Mittagessen mit den Bischöfen der Region Piemont im Erzbischöflichen Sitz von Turin stand gegen 16.30 Uhr eine Begegnung mit den Jugendlichen auf der Piazza "San Carlo" auf dem Programm.
In seiner Ansprache erklärte der Papst gegenüber der Jugend: „Habt den Mut zu definitiven Entscheidungen", sagt der Papst, „und lebt sie dann mit Treue! Ganz gleich, ob euch der Herr zur Ehe, zum Priestertum, zum geweihten Leben ruft: Antwortet ihm großzügig!" Es sei „nicht leicht, aus seinem Leben etwas Großes und Schönes zu machen, aber mit Christus ist alles möglich."
Der Pilger aus Rom warnt die jungen Leute aus Turin und Piemont vor einem falschen Gebrauch der Freiheit. Diese äußere sich nicht in flüchtigen Freuden des Augenblicks, sondern paradoxerweise gerade in verbindlichen Entscheidungen. Die vorherrschende individualistische Kultur behindere tiefere zwischenmenschliche Beziehungen - aber Jugendliche hätten von Natur aus ein Gespür für die „wahrhafte Liebe", und diese werde durch den Glauben an Christus vermittelt. - Link: Papstpredigt in Turin.
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01.05.2010 15:20:34
Vatikan kündigt Neuordnung der Legionäre Christi an
(kathpress.at) Der Vatikan hat eine umfassende Neuordnung der "Legionäre Christi" als Konsequenz aus dem Skandal um ihren Gründer Marcial Maciel Degollado (1920-2008) angekündigt. Die Ausrichtung der Kongregation und ihre internen Machtstrukturen müssten grundlegend revidiert werden, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Kommunique des vatikanischen Presseamtes.
Papst Benedikt XVI. werde einen Beauftragten für die Gemeinschaft ernennen und eine Studienkommission einrichten, erklärte der Heilige Stuhl. Zugleich hob er hervor, die Mehrheit der Ordensmitglieder habe nichts von den Vorgängen um Maciel gewusst und leiste vorbildliche Arbeit.
Zuvor hatte sich Papst Benedikt XVI. am Freitag von den fünf Apostolischen Visitatoren über den Stand der Untersuchungen in den Niederlassungen der Legionäre Christi unterrichten lassen. Nach Vorwürfen gegen Maciel wegen sexuellen Missbrauchs von Seminaristen und Missständen in den Niederlassungen der Gemeinschaft hatte der Vatikan im März 2009 eine Untersuchung angeordnet.
Das "objektiv unmoralische" Verhalten des Ordensgründers sei durch unumstößliche Zeugenaussagen bestätigt, heißt es in dem vatikanischen Kommunique. Maciels Taten seien Ausdruck eines skrupellosen Lebens ohne wahrhafte religiöse Empfindung. Einem großen Teil der Ordensmitglieder seien diese Umstände jedoch nicht bekannt gewesen.
Durch das Vertrauen und Schweigen seines Umfeldes sei es dem mexikanischen Priester gelungen, seine Verfehlungen zu verheimlichen. Er habe so die eigene Rolle als charismatische Gründungsgestalt herausstellen können.
Ende März hatten sich die Legionäre Christi offiziell von ihrem Gründer distanziert. Sie bestätigten zudem, dass er Vater dreier Kinder war. Der Generalobere der "Legionäre", Alvaro Corcuera, hatte die Missbrauchsopfer Maciels bereits im November 2009 um Entschuldigung gebeten.
Eine "Reinigung" des Ordens erfordere auch eine aufrichtige Gegenüberstellung mit den Opfern sexuellen Missbrauchs innerhalb und außerhalb der Kongregation, führt das Kommunique aus. Zudem sei eine gewissenhafte Auseinandersetzung mit Maciels System der Machtausübung erforderlich.
Zugleich betonte der Vatikan, der Papst lasse die Ordensmitglieder in ihrer schwierigen Situation nicht im Stich.
Die Legionäre Christi sind eine weltweit tätige Gemeinschaft päpstlichen Rechts. Der 1941 von Marcial Maciel Degollado in Mexiko gegründeten Kongregation gehören gegenwärtig mehr als 800 Priester und 2.500 Seminaristen in 22 Ländern an.
Mit der Untersuchung der Legionäre Christi beauftragt waren Bischof Ricardo Blazquez Perez (Bilbao), Erzbischof Charles Chaput (Denver), Erzbischof Ricardo Ezzati Andrello (Concepcion/Chile), Bischof Ricardo Watty Urquidi (Tepic/Mexiko)) und Bischof Giuseppe Versaldi (Alessandria). Die erste Phase des Ermittlungsverfahrens, die im vergangenen Juli begann, wurde im März abgeschlossen.
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01.05.2010 15:17:32
Papst besucht das Turiner Grabtuch
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. besucht an diesem Sonntag das Turiner Grabtuch. Im Dom der norditalienischen Industriestadt hält der Papst am späten Nachmittag eine Meditation vor dem berühmten Leinen. Weitere Höhepunkte seiner 18. inneritalienischen Reise sind eine Messe unter freiem Himmel auf der Piazza San Carlo im Zentrum Turins am Sonntagmorgen sowie eine Begegnung mit Jugendlichen. Nach der Verehrung des Grabtuchs ist eine Zusammenkunft mit Kranken in der Kirche der Piccola Casa della Divina Provvidenza-Cottolengo vorgesehen. Am Abend fliegt das Kirchenoberhaupt nach Rom zurück.
Wir übertragen live mit deutschem Kommentar die Messfeier auf - auf KW 9.645 kHz sowie im Internet über Web-Kanal 3 („Rete Gialla“). Über evtl. Wiederausstrahlung informieren Sie sich bitte direkt bei unseren Partnersendern. Ebenfalls live bei uns zu hören ist das Treffen mit Jugendlichen, das Gebet vor dem Grabtuch und Benedikts Begegnung mit Kranken; diese Momente hören Sie über unsere Partnersender (z.B. Radio Horeb, Radio Maria ...)
Das Turiner Grabtuch, das viele Katholiken als Reliquie Christi verehren, ist erstmals seit zehn Jahren wieder öffentlich zu sehen. Nach jüngsten Angaben der Ausstellungsleitung haben allein in den ersten zwei Wochen rund 450.000 Menschen das Grabtuch gesehen. Hinzu kommen weitere rund 140.000 Besucher im nicht für die Ausstellung abgesperrten Teil des Turiner Domes. Bis zum Ende der Ausstellung am 23. Mai rechnet das Erzbistum Turin mit insgesamt mehr als zwei Millionen Besuchern.
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29.04.2010 15:35:18
An der Liebe erkennt man die Jünger Christi
(stjosef.at/predigten; JSp) Predigt zum 5. Sonntag der Osterzeit C:
Die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden geht in ihrem Fundament auf Jesus Christus selbst zurück. Er wollte, dass das Wort der Wahrheit durch die Apostel und ihre Nachfolger und Mitarbeiter, die Bischöfe und Priester, weitergegeben werde. Aber nicht nur durch sie, sondern durch alle Gläubigen, d.h. alle Getauften und Gefirmten, sollte die frohe Botschaft von der Auferstehung des gekreuzigten Herrn Jesus Christus weitergegeben werden von Generation zu Generation. In vielfacher Weise hat der christliche Glaube seither seine Lebenskraft bewiesen, und haben Menschen ihre Kraft daraus geschöpft für ihr Leben und Sterben. Was aber war der Hauptinhalt des christlichen Lebens? Wie zeigt es sich? Woran konnte man die Christen erkennen? Jesus selbst gab seinen Jüngern ein „neues Gebot“, das der Liebe. Und er fügte hinzu, dass diese Liebe das Erkennungszeichen aller sein sollte, die zu ihm gehören.
Lesen Sie die Predigt in vollem Wortlaut!
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29.04.2010 15:33:25
Die Würde der menschlichen Arbeit
(stjosef.at/predigten; JSp) Predigt zum 1. Mai (Josef der Arbeiter):
Der 1. Mai als Tag der Arbeit soll nicht nur im weltlichen und politischen Bereich gefeiert werden, sondern hat auch einen kirchlichen Sinn als Gedenktag des hl. Josef, des Arbeiters. In den liturgischen Texten dieser Messfeier wird uns die Würde und Berufung des arbeitenden Menschen vor Augen gestellt. Der Zimmermann Josef von Nazareth, dem die jungfräuliche Gottesmutter Maria und das Jesuskind anvertraut waren, ist uns Vorbild und Fürsprecher zugleich.
Schon im Tagesgebet der Messe hören wir von der besonderen Berufung des Menschen zum Schaffen und Wirken auf dieser Erde. Auf diese Weise tragen wir bei für unseren Lebensunterhalt und das soziale Zusammenleben und entfalten unsere leiblichen und geistigen Fähigkeiten. Josef von Nazareth hat mit seiner Hände Arbeit die Heilige Familie ernährt, und seine Fürbitte bei Gott erwirke uns, dass wir die irdischen Aufgaben so erfüllen, dass wir einst ins göttliche Vaterhaus eingehen dürfen, um dort den verheißenen Lohn zu empfangen.
In der Lesung aus dem Kolosserbrief des Apostels Paulus ist die Rede davon, dass wir alles im Namen Jesu tun sollen. In Dankbarkeit gegenüber Gott soll der Friede Christi in uns bleiben, damit uns so die Liebe Gottes zusammenhält und vollkommen macht. Paulus verkündet uns ein Ethos der Arbeit, indem er uns auffordert: „Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen; ihr wisst, dass ihr vom Herrn euer Erbe als Lohn empfangen werdet. Dient Christus, dem Herrn!“ Als Christen sind wir so frei, dass auch all unser irdisches Tun auf Gott bezogen ist. Auf diese Weise verlieren wir das letzte Ziel nie aus den Augen und werden weder niedergedrückt durch die Mühe des Alltags noch abgelenkt durch die Gier nach Profit, so als ob alles nur von uns abhängen würde und wir allein aus Eigennutz arbeiten würden. In allem sollen wir Diener Gottes und der Menschen sein, zur Ehre Gottes und zum Wohl und Heil aller.
Genau dieser Berufung hat der heilige Josef auf höchste Weise entsprochen. Er sah seinen demütigen Dienst als Zimmermann als ehrenvolle Aufgabe an und führte auch den jungen Jesus in die Welt der körperlichen und geistigen Arbeit ein.
Lesen Sie die Predigt zum 1. Mai in vollem Wortlaut!
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28.04.2010 10:25:23
Pädophile Täter: Gerichtspsychiater Haller rückt Dimensionen zurecht
(kathpress.at) Bei sexuellem Missbrauch sind nur 0,3 Prozent der Täter in der Kirche zu finden. Das hat der Gerichtspsychiater Reinhard Haller in einem Interview für ORF Vorarlberg betont. Haller gehört der Expertenkommission der Unabhängigen Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic an.
Die meisten Missbrauchsfälle würden in Familien oder in geschlossenen Systemen, wie zum Beispiel in Vereinen, passieren.
"Dies wird in der derzeitigen Situation nur wenig beachtet", sagte Haller. Er könne sich als Fernziel vorstellen, dass alle Fälle in der Gesamtheit betreut werden und nicht nur für eine spezielle Gruppe.
Seine Aufgaben in der Kommission seien noch nicht definitiv abgesprochen, sagte Haller. Er denke aber, dass er vor allem wegen seiner langjährigen Erfahrung für Klasnic von Interesse sei. Er nehme sich vor, einen Spagat zu finden zwischen den Interessen der Opfer und der Überlegung, wie man Täter oder potenzielle Täter aus der Kinder- und Jugendarbeit der katholischen Kirche heraushalten könne. Außerdem wolle er das Problem der "Trittbrettfahrer" angehen.
So seien in etwa 50 Prozent der Anzeigen wegen sexuellem Missbrauchs Fehlanzeigen.
Als Mitglied der katholischen Kirche sei es ihm ein besonderes Anliegen, in dieser Kommission mitzuarbeiten, betonte Haller. Als Gerichtspsychiater und Leiter des Suchtkrankenhauses Maria Ebene habe er jahrelange Erfahrung in Begutachtung und Therapie von Opfern und Tätern.
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28.04.2010 10:24:22
Die heilige Caterina von Siena
(news.stjosef.at) Aus einem Beitrag von Moderator Mag. Werner Schmid über die heilige Katharina von Siena (Gedenktag 29. April):
In der hl. Caterina von Siena begegnen wir einer der wunderbarsten Gestalten der Weltgeschichte. Papst Paul VI. hat sie im Jahre 1970 zur Kirchenlehrerin erhoben. 10 Jahre später nennt sie Papst Johannes Paul II. einen „Schutzengel der Kirche“, und im Herbst letzten Jahres erfolgte – neben der hl. Birgitta von Schweden und der hl. Sr. Theresia Benedicta a Cruce, Edith Stein, ihre Ernennung zur Mitpatronin Europas.
Vom hl. Franziskus heißt es, daß er in seiner Gestalt das Leben des Herrn noch einmal auf Erden sichtbar gemacht hat. Wenn es eine Frau gibt, von der man Ähnliches sagen könnte, dann ist es die hl. Caterina von Siena. Sie wird durch Gottes Gnade in eine solche Vertrautheit und Liebe zu Christus geführt, daß es für uns schwer ist, sich dies irgendwie annähernd vorzustellen. Ihr Leben dauert – wie das Leben des Herrn – nur 33 Jahre. Sie stirbt im Gehorsam gegenüber Christus aus Liebe zur Kirche.
Caterina ist zuallererst Mystikerin. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes, weil sie dem Mysterium, dem Geheimnis aller Geheimnisse, dem unendlichen Gott, selbst begegnet ist. Sie hat als 27-jährige in Pisa vor dem Bildnis des Gekreuzigten an ihrem Leib die Wundmale des Herrn empfangen, und 5 Jahre zuvor erlebt sie in einer Vision, wie ihr Christus das Herz aus der Brust nimmt, um ihr sein eigenes einzusetzen.
Was der hl. Paulus den Galatern geschrieben hat: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir“ (Gal 2,20), ist bei Caterina erlebbare Wirklichkeit geworden. Für Caterina ist dies der Beginn einer ungewöhnlichen Sendung. Nun soll sie mit dem Herzen Jesu hinausgehen zu den Menschen. Christus führt sie zu den Sündern, zu den Armen, zu den verfeindeten Familien und Parteien, zu den Großen des öffentlichen Lebens, der Politik und der Kirche. Dabei begleitet sie eine Jüngerschar, bestehend aus Anhängern und Verehrern, für die sie sich als geistliche Mutter verantwortlich weiß und die ihr wie blind gehorchen.
Als sie bei einem Aufstand in Florenz von den Häschern gesucht und schließlich betend in einem Garten gefunden wird, bietet sie bereitwillig ihr Leben an und bittet nur um Schonung für ihre Jünger. Unwillkürlich erinnert diese Szene an die Gefangennahme Christi im Ölgarten. Wie bei Christus wichen auch bei Caterina die Soldaten zurück und ließen ihre Waffen sinken. Für den Herrn begann mit Getsemane die Erfüllung seines Auftrages vom Vater. Für Caterina war diese Stunde noch nicht gekommen.
Fünf Orte werden für Caterina bestimmend: die Heimatstadt Siena, die Kulturmetropole Florenz, die Hafenstadt Pisa, das päpstliche Avignon in Frankreich und Rom. Diese fünf Städte bilden sozusagen die Eckpunkte bzw. den Rahmen, zwischen denen ihr Leben ausgespannt war.
Hinweis: Im Verlag St. Josef erscheint die deutsche Gesamtausgabe der Briefe der hl. Caterina von Siena! Bestellen Sie porto- und versandkostenfrei online unter http://verlag.stjosef.at !
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28.04.2010 10:20:51
Päpstlicher Rat für die Neuevangelisierung
(kath.net) Papst Benedikt werde demnächst ein Schreiben veröffentlichen, in dem er die Schaffung eines neuen vatikanischen Dikasteriums ankündigen soll: den „Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung“. Das meldet die CNA mit Berufung auf EWTN.
Aufgabe des neuen Rates werde es sein, speziell der westlichen Gesellschaft das Evangelium zurück zu bringen. Der Vatikanberichterstatter Andrea Tornielli schreibt, dass Erzbischof Rino Fisichella, derzeit Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben, dem neuen Rat vorstehen werde.
Ziel der Neuevangelisierung, die dieser Rat fördern soll, seien “Länder, wo das Evangelium vor Jahrhunderten verkündet worden ist, wo aber dessen Gegenwart im Alltag der Menschen verloren zu sein scheint. Europa, die Vereinigten Staaten und Lateinamerika werden die Einflussgebiete der neuen Einrichtung sein”, schreibt Tornielli in der italienischen Tageszeitung “Il Giornale”.
Diesen neuen Rat nennt Tornielli „die wichtigste Neuigkeit des Pontifikates von Benedikt XVI.“. Bereits Luigi Giussani, Gründer der Gemeinschaft Communione e Liberazione, habe Papst Johannes Paul II. diesen Vorschlag unterbreitet. Einen neuen Anlauf, der nun zur Verwirklichung führte, habe Kardinal Angelo Scola, der Patriarch von Venedig, gemacht. Rino Fisichella war Nachfolger Scolas als Rektor der Lateran-Universität in Rom.
Der Rat dürfte eine Ergänzung zur Kongregation für die Evangelisierung der Völker, der die Päpstlichen Missionswerke unterstellt sind, sein.
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26.04.2010 16:18:33
Das Internet richtig nutzen
(zenit.org) Am vergangenen Samstag, 24. April, hielt Papst Benedikt XVI. eine Ansprache, mit der er die von der italienischen Bischofskonferenz organisierte nationale Tagung zum Thema „Digitale Zeugen, Gesichter und Sprachen in der Ära der Crossmedia" abschloss. Über 8.000 Teilnehmer, die sich bereits in den frühen Morgenstunden auf dem Petersplatz versammelt hatten, konnten den Papst in der Audienzaula „Paolo VI" begrüßen.
Benedikt XVI. betonte die heute gegebene enorme Erweiterung der Grenzen der Kommunikation. Insofern stelle das Internet eine „offene Berufung" dar, die tendenziell an alle ergehe und pluralistisch sei. Gleichzeitig würden sich jedoch neue Gräben auftun. Der „digital divide", so der Papst, würde diejenigen, die in den Prozess eingeschlossen sind, von den Außenstehenden trennen. Daher könne es zu einem Auseinanderdriften der Nationen und auch innerhalb der Nationen kommen.
Der Papst warnte vor den Gefahren der Homologisierung und Kontrolle, des „intellektuellen und moralischen Relativismus", die bereits in der Verminderung des kritischen Geistes sichtbar werden würden. Dieser werde auf ein „Spiel der Meinungen", auf vielfältige Formen der Herabsetzung und der Erniedrigung der Intimität der Person reduziert. Benedikt XVI. stellte dabei eine „Verschmutzung des Geistes" fest: „Es ist das, was unsere Gesichter weniger lächeln lässt und finsterer macht, was uns dahin bringt, dass wir uns nicht grüßen, nicht ins Gesicht schauen".
Absicht der Tagung hingegen sei es, die Gesichter zu erkennen und kollektive Dynamiken zu überwinden, die dazu führen könnten, die Wahrnehmung der Tiefe der Person zu verlieren und allein an deren Oberfläche stehen zu bleiben. „Wenn dies geschieht, bleiben sie Körper ohne Seelen und sind Handels- und Konsumgegenstände."
„Wie kann man zu den Gesichtern zurückkehren?", fragte sich der Papst und zitierte hierzu seine Worte aus der Enzyklika „Caritas in veritate" (Nr. 73)
„Die sozialen Kommunikationsmittel begünstigen weder die Freiheit noch globalisieren sie die Entwicklung und die Demokratie für alle einfach deshalb, weil sie die Möglichkeiten der Verbindung und Zirkulation von Ideen vervielfachen".
„Die Medien können eine wertvolle Hilfe darstellen, um die Gemeinschaft der menschlichen Familie und das Ethos der Gesellschaften wachsen zu lassen, wenn sie Werkzeuge zur Förderung der allgemeinen Teilnahme an der gemeinsamen Suche nach dem, was gerecht ist, werden."
Dies mache es erforderlich, dass die Medien auf die Förderung der Würde des Menschen und der Völker ausgerichtet, ausdrücklich von der Liebe beseelt sind und im Dienst der Wahrheit , des Guten sowie der natürlichen und übernatürlichen Brüderlichkeit stehen.
Nur unter diesen Bedingungen könne sich der epochale aktuelle Übergang als reich und fruchtbar erweisen.
Der Papst betonte die Notwendigkeit, sich jenseits der notwendigen technischen Ressourcen dadurch zu qualifizieren, dass auch dieses neue Universum mit einem glaubenden Herzen bewohnt werde, „das seinen Beitrag dazu leistet, dem ununterbrochenen Kommunikationsfluss des Internets eine Seele zu geben".
Abschließend erinnerte Benedikt XVI. an seine Botschaft zum 44. Welttag der Kommunikationsmittel 2010: Jeder Gläubige, der in den Medien arbeite, habe die Aufgabe, „den Weg für neue Begegnungen zu ebnen und zwar dadurch, dass er immer die Qualität des menschlichen Kontaktes und die Aufmerksamkeit gegenüber den Menschen und ihren wahren geistlichen Bedürfnissen sicherstellt, den Menschen in dieser unserer ‚digitalen' Zeit die Zeichen gibt, die notwendig sind, um den Herrn zu erkennen."
Auch im Internet seien die Gläubigen dazu berufen, Wege zu bereiten, die zum Wort Gottes hinführen, und eine besondere Sensibilität gegenüber jenen zum Ausdruck zu bringen, die nicht glauben, die entmutigt sind und doch im Herzen Sehnsucht nach dem Absoluten und nach unvergänglichen Wahrheiten haben.
So könne das Netz eine Art „Vorhof für die Heiden" werden und auch für diejenigen Raum schaffen, für die Gott noch ein Unbekannter ist.
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26.04.2010 16:13:48
Die christliche Abwehr des Bösen
(news.stjosef.at) Der folgende Beitrag von Prof. Dr. Josef Spindelböck wurde online veröffentlicht auf "Per ipsum - Katholisches Magazin".
Als Christen leben wir in der Freude darüber, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, und wir harren aus in der gläubigen Hoffnung, dass Gott auch unser Leben in seiner Herrlichkeit vollenden wird. Im Himmelreich wird alles gut sein; es gibt keine Sünde, keinen Tod und kein Leid mehr. Jesus Christus ist wirklich der Sieger über alles Böse! Halleluja.
Auf dieser Welt werden wir in verschiedener Weise angefochten und bedrängt. Damit wir nicht in Sünde fallen, bedürfen wir der Gnade Gottes. Diese schenkt Gott allen, die wirklich demütig sind und ihn darum bitten. In besonderer Weise empfehlen wir uns und die Mitmenschen der Fürbitte der Gottesmutter Maria!
Dort wo Jesus Christus herrscht, weicht die Macht des Bösen. Jeder Akt unserer menschlichen Verbundenheit mit Gott und dem Nächsten in wahrer Liebe ist zugleich ein Sieg über das Böse und über den Teufel, der uns zum Bösen versucht.
Tatsächlich ist der Einfluss Satans etwas Reales; doch handelt es sich beim Teufel nicht um einen Gegen-Gott, sondern um einen gefallenen Engel, der ursprünglich von Gott gut geschaffen wurde, aber aus eigener Schuld böse geworden ist. Er und sein Anhang wollen möglichst viele Menschen mit ins Verderben der Hölle ziehen.
Dennoch, und das ist für uns Christen wesentlich: Die Macht des bösen Feindes ist bereits gebrochen und überwunden durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Wer mit Jesus Christus verbunden ist in Glaube und Liebe, und dies vor allem durch die Sakramente (Eucharistie, Buße), braucht nichts zu fürchten!
Wichtig sind auch die Segensmittel der Kirche (Sakramentalien), z.B. das Weihwasser oder das Kreuz oder geweihte Bilder. Dessen vertrauensvoller, gläubiger Gebrauch dient unserem Schutz und der Abwehr des Bösen! Auch das Gebet für die „Armen Seelen“ im Fegefeuer hilft uns im Kampf gegen das Böse.
In seltenen Fällen wendet die Kirche auch den Exorzismus an. Diesen darf nur ein bischöflich beauftragter Priester, und auch das nicht leichtfertig, durchführen. Ein solcher braucht zwar nicht vollkommen heilig zu sein (das ist kein Mensch), aber er sollte ernsthaft nach Heiligkeit streben und sich in Demut seiner eigenen Schwachheit bewusst sein. Denn über die Demütigen hat der Teufel keine Gewalt.
Für Nicht-Priester (sog. „Laien“) ist es ausreichend und wesentlich, wenn sie die Sakramente empfangen und sich der Sakramentalien in gläubiger Weise bedienen. Wollte man in direkter Weise gegen den Teufel ankämpfen, so wäre das in gewisser Weise sogar schädlich und würde unsere Aufmerksamkeit von Gott ablenken und dem Teufel zuwenden, der dies überhaupt nicht verdient. Es ist viel sinnvoller, sich auf das Gute zu konzentrieren und dies mit Gottes Hilfe auch zu tun. Dort, wo wir gesündigt haben, wollen wir Gott um Vergebung bitten und – gestärkt durch das Sakrament der Buße (die heilige Beichte) – stets wieder neu beginnen.
Vor allem aber gilt: Die Liebe vertreibt alle bösen Geister. Denn der Teufel kann eines nicht: wirklich lieben. Wenn wir meinen, dass uns andere Menschen übel gesinnt sind oder uns vielleicht sogar verfluchen, so kann uns all dies nicht schaden, wenn wir erstens in der Gnade Gottes sind (d.h. in seiner Liebe bleiben) und uns zweitens um das Wohlwollen des Herzens gegenüber unseren Feinden bemühen. Im ersten Petrusbrief (3,9) heißt es: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Statt dessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.“ Und im Römerbrief (12,14) schreibt Paulus: „Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!“ Durch das Kreuz Christi erweist sich der Sieg der Liebe Gottes über alles Böse. Jesus ist auferstanden, er lebt. Halleluja!
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25.04.2010 10:17:19
Papst ruft zu Gebet für Berufungen auf
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. ermutigt Kirchenleute, sich gegen Misshandlung und Missbrauch von Kindern engagieren. Beim Mittagsgebet „Regina Coeli“, das in der Osterzeit den mittäglichen „Angelus“ ablöst, grüßte der Papst vom Fenster seines Arbeitszimmers aus einen Verband namens „Meter“:
„Er organisiert seit vierzehn Jahren einen nationalen Tag für Kinder, die Opfer der Gewalt, der Ausbeutung und der Gleichgültigkeit werden. Ich will vor allem allen danken und alle ermutigen, die sich in der Prävention und in der Erziehung engagieren – vor allem Eltern und Lehrer, aber auch so viele Priester, Ordensfrauen, Katechisten und Freiwillige, die mit den Kindern in den Pfarreien, den Schulen und Verbänden arbeiten.“
Ansonsten nutzte Papst Benedikt die Gelegenheit, um Priester zu einer Wiederentdeckung ihrer Berufung zu ermuntern: Sie sollten „eine strenge Askese üben“.
„Am heutigen „Sonntag des Guten Hirten“ begehen wir den 47. Weltgebetstag um geistliche Berufungen. In diesem Jahr lautet das Motto: „Das Zeugnis weckt Berufungen“. Dabei blicken wir auf Jesus selbst: Er ist uns als Guter Hirte vorangegangen. Er hat uns gezeigt, was es heißt, sein Leben für die Menschen hinzugeben, die ihm der Vater anvertraut hat. Bitten wir Maria um ihre Fürsprache, daß alle, die Jesus in seine engere Nachfolge berufen hat, ihm freudig antworten und der Gnade Gottes treu bleiben. Der Herr segne euch und eure Familien!“
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25.04.2010 10:15:46
Klassisches römisches Pontifikalamt im Dom zu Essen
(kathnews.de) Am Samstag fand in der Hohen Domkirche zu Essen ein Pontifikalamt in der außerordentlichen Form des römischen Ritus statt. Zelebrant war Kurienerzbischof Raymond Leo Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur und Mitglied der Kongregation für die Bischöfe. Das Pontifikalamt war Teil der jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung der Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche, Pro Missa Tridentina. Dem Erzbischof standen Diakon Gerald Gesch FSSP als Subdiakon, P. Sven Conrad FSSP als Diakon und P. Axel Maußen FSSP als Presbyter-Assistent zur Seite. Auch der Bischof von Essen nahm an der Heiligen Messe teil und spendete gemeinsam mit Erzbischof Burke die heilige Kommunion.
Der Essener Dom war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Erzbischof Raymond Burke unter den Klängen der „Inno e Marcia Pontificale“ mit seinen Leviten und einer großen Anzahl von Priestern, Diakonen und Ministranten durch den Mittelgang in Richtung Altarraum einzog. Erstmals seit 2006 war somit wieder ein Bischof der Zelebrant der Heiligen Messe anlässlich der Hauptversammlung von Pro Missa Tridentina. Damals zelebrierte Erzbischof Wolfgang Haas in Ulm ein feierliches Pontifikalamt im „alten Ritus“.
Im Anschluss an das Pontifikalamt hielt der Freiburger Liturgiewissenschaftler und Dogmatiker Prof. Dr. Helmut Hoping einen Vortrag mit dem Titel „Kreuz und Altar. Die Gegenwart des Opfers Christi in der eucharistischen Liturgie“. Nach dem Vortrag fand erstmals im Rahmen einer Versammlung von Pro Missa Tridentina eine Podiumsdiskussion statt. Die Teilnehmer der Diskussion waren P. Sven Conrad FSSP, Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus, P. Thomas Bücker FSSPX, Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X., Monsignore Peter von Steinitz, Priester der Personalprälatur Opus Dei, Dr. Ulrich Mutz, Hörfunk-Journalist und Prof. Dr. Helmut Hoping, der zuvor bereits seinen Vortrag hielt. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von kathnews-Chefredakteur Benjamin Greschner.
In Sachen Zukunft der Liturgie in der außerordentlichen Form zeigten die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion weitgehend Einigkeit. Ulrich Mutz plädierte für eine größere Freiheit für den alten Usus, der dann seine Ausstrahlung haben werde. Professor Hoping sieht in der klassischen Form des römischen Ritus einen „signifikanten Faktor“ für die Zukunft. Nur wenn es gelinge, auch wieder Form in den neuen Usus zu bringen, habe auch dieser eine Zukunft. Das Experiment der Tradition zu wagen forderte Pater Bücker in Anlehnung an ein Zitat des Gründers der Piusbruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre. Pater Conrad sprach im Zusammenhang mit der liturgischen Frage von einem langfristigen Problem. Man müsse persönlich bereit sein, etwas in dieser Angelegenheit zu investieren.
Zum Abschluss der Diskussion hielt Greschner ein Plädoyer für Liturgie und Tradition als „die größten Schätze der Kirche“. Weiter sagte er: „Gerade am fünften Jahrestag der Amtseinführung Benedikts XVI. sollten wir daher ganz besonders für ihn beten, damit diese Schätze für die Zukunft erhalten werden können.“
Das Pontifikalamt in voller Länge finden Sie auf gloria.tv unter diesem Link. / Bilder gibt es auf http://summorum-pontificum.de/
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24.04.2010 13:49:18
Feierliches Gedenken an den sel. Otto Neururer
(news.stjosef.at) Von Sonntag, 9. Mai 2010, bis Pfingstdienstag, 25. Mai 2010, findet in der Wallfahrtsbasilika Maria Dreieichen eine Ausstellung – Dokumentation in Wort und Bild auf 20 Stehtafeln – über den seligen Pfr. Otto Neururer statt, dessen Todestag sich heuer zum 70. Mal jährt. P Robert Bösner OSB würdigt den Seligen:
Um Otto Neururer wurde nie viel Aufhebens gemacht. Umso stiller sprach seine kompromisslos-klare Art die Menschen von damals an. Seine selbstverständliche und unaufdringliche Hilfsbereitschaft prägt auch heute noch nachhaltig Menschen, die ihm „begegnen“. Otto Neururer was klein von Gestalt. Er wurde geboren am 25. März 1882 in Piller und war neben anderen Aufgaben von 1932 bis 1938 Pfarrer in Götzens bei Innsbruck. Zeitgenossen schildern ihn als bescheidenen Landpfarrer, der politische Konfrontationen mied, der aber schon früh mit kritischem Weitblick die kirchenfeindliche Ideologie des Nationalsozialismus erkannte, "Ein Regime, das Volk und Führer an erste Stelle setzt, ist gottlos; dieser Stellenwert gehört Gott allein!“
Als 1938 eine junge Frau seiner Pfarrgemeinde einen geschiedenen SA-Mann heiraten sollte, wozu sie zuerst unbedacht zugestimmt hatte, da hat Neururer – als gewissenhafter Seelsorger - ihre persönliche Klarheit gestärkt, so dass sie diese Verbindung noch vor der Trauung selber (!) löste. Dies tat sie auch schriftlich.
Der abgewiesene Mann rächte sich an Pfarrer Neururer mit einer Anzeige bei der Gestapo. Neururer wurde verhaftet und letztendlich ins KZ Buchenwald gebracht, wo er trotz Verbotes durch die Lagerleitung seiner priesterlichen Berufung nachkam und vielen Inhaftierten Trost, Hilfe, Halt und Stärke und die Sakramente vermitteln konnte.
Neururer hat auch unter den extremen Umständen eines Vernichtungslagers sein
persönliches Schicksal und die damit verbundenen Entbehrungen dem Willen Gottes anheim gestellt. Hingebungsvoll hat er getan, was er als Wille Gottes erkannte. Seine seelsorgerische Tätigkeit brachte ihn schlussendlich in den gefürchteten „Bunker“, wo er am 30. Mai 1940 auf grausame Weise umgebracht wurde. Heuer ist der 70. Jahrestag seines Todes.
Die Urne mit seiner Asche wurde Ende Juni 1940 routinemäßig an das Hauptpostamt Innsbruck gesandt. Das Begräbnis des beliebten Seelsorgers gestaltete sich zu einer gewaltigen Glaubenskundgebung. Damals schon begann die Verehrung des Märtyrers Neururer, damals schon beteten Menschen in ihren Nöten um seine Fürbitte und fanden Trost und Hilfe, ununterbrochen bis heute! (bis jetzt ungefähr 140 Gebetserhörungen).
Am 24.11.1996 wurde der Märtyrerpriester Otto Neururer in Rom selig gesprochen.
Am Pfingstmontag, dem 24. Mai um 15.30 Uhr, wird Prof. Ernst Degasperi sein eigens geschaffenes Bild für das „Jahr des Priesters“ (Martyrium des seligen Pfarrers Neururer) präsentieren und Diözesanbischof
DDr. Klaus Küng wird es im Rahmen einer Gebetsstunde segnen. Priester u. Gläubige sind dazu eingeladen!

Auf http://stjosef.at/neururer finden Sie weitere Informationen!
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23.04.2010 17:01:06
Der gute Hirte sorgt für seine Herde
(stjosef.at/predigten; JSp) An diesem Sonntag begeht die Kirche den Weltgebetstag für geistliche Berufe. Mit Bezug auf das Evangelium von Jesus, dem guten Hirten, werden wir daran erinnert und dazu aufgerufen, um gute Hirten nach dem Herzen des Erlösers zu beten! Ja, wir denken insgesamt an alle geistlichen Berufungen, die Gott den Menschen auch unserer Tage anbietet, und wir beten für jene, die Gott als Priester, Diakone, Ordensleute oder pastorale Mitarbeiter in seinen Dienst ruft.
In der ersten Lesung aus der Apostelgeschichte werden uns die Mühen, aber auch die Erfolge bei der Verkündigung des Wortes Gottes aufgezeigt. Auch für die ersten Christen war es nicht einfach, mitten in einer heidnischen Welt, aber auch gegenüber den Gläubigen aus dem Judentum die Botschaft Christi zu bezeugen. Es gab großartige Bekehrungserfolge, aber auch viele Rückschläge und Enttäuschungen. Ist es nicht auch in unserer Zeit so, dass die frohe Botschaft von der Erlösung in Jesus Christus einerseits von vielen bereitwillig aufgenommen, andererseits aber auch von nicht wenigen abgelehnt, ja sogar bekämpft wird? Die Antwort der ersten Christen war ein unerschütterliches Gottvertrauen. Sie wussten ja: Der auferstandene Herr ist bei ihnen; er verlässt sie nicht, sondern steht ihnen bei! Eben dies vermag auch uns zu trösten in aller Verwirrung und Bedrängnis, gerade auch dort, wo uns menschliches Versagen niederdrückt und wo es scheint, dass manchmal die Diener der Kirche der Heilsbotschaft selber im Wege stehen, anstatt sie kraftvoll weiterzugeben. Die ersten Christen waren dennoch „voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist.“ - Lesen Sie die Predigt zum 4. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
Lesen Sie auch die Papstbotschaft zum Weltgebetstag!
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22.04.2010 04:09:28
Augsburger Bischof Mixa hat Rücktritt eingereicht
(kath.net) Das Sekretariat des Bischofs von Augsburg hat am Donnerstag am Morgen gegenüber kath.net bestätigt, dass der Bischof von Augsburg Walter Mixa gestern in einem Brief an den Heiligen Vater seinen Rücktritt angeboten hat. Als Bischof, so Walter Mixa, habe das Wohl der Diözese Augsburg für ihn immer höchste Priorität gehabt. Die anhaltende öffentliche Diskussion um seine Person habe in den vergangenen Wochen die Priester und Gläubigen im Bistum schwer belastet. Mit seinem Rücktritt wolle er dafür Sorge tragen, weiteren Schaden von der Kirche abzuwenden und einen Neuanfang zu ermöglichen.
Wörtlich sagte der Bischof: „In fast 40 Jahren als Priester und 14 Jahren im bischöflichen Dienst ging es mir immer darum, Zeuge des Evangeliums zu sein und als Seelsorger den mir anvertrauten Menschen zu dienen. Meiner eigenen Schwächen war und bin ich mir dabei wohl bewußt. Alle, zu denen ich ungerecht gewesen sein mag, und alle, denen ich Kummer bereitet habe, bitte ich heute noch einmal um Verzeihung. Ich tue diesen Schritt in unerschütterlichem Vertrauen auf die Gnade Gottes und hoffe zuversichtlich, daß der Vater im Himmel die Kirche von Augsburg in eine gute Zukunft führen wird. Meinen Mitbrüdern im priesterlichen Dienst und allen Gläubigen danke ich für ihre Treue und Verbundenheit und wünsche allen Gottes Segen.“
An einer weiteren lückenlosen Aufklärung aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe wolle er auch in Zukunft weiter aktiv mitwirken. - Weitere Informationen in Kürze auf http://www.bistum-augsburg.de
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21.04.2010 15:55:49
Priestergebetskarten für Erwachsene und Kinder
(news.stjosef.at, Christoph Weiss) Auf die Wirkung des Gebetes für die Priester setzt die aktuelle Priestergebetsaktion in der Diözese St. Pölten. Mehr als 12.000 Exemplare sind in den vergangenen zwei Wochen bereits verteilt worden, nachdem Bischof DDr. Klaus Küng die Gebetsaktion bei der Chrisammesse gestartet hatte. Besonders hat der St. Pöltener Diözesanbischof darauf hingewiesen, dass nicht nur eine Gebetskarte für Erwachsene, sondern auch eine eigene für Kinder angefertigt worden ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermunterte Bischof Küng zum eifrigen Gebet für die Priester und um geistliche Berufungen.
Die Gebetskarte für Erwachsene (Format: Postkarte A6) zeigt auf der Vorderseite eine Ikone des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney. Auf der Rückseite befindet sich ein eigens verfasstes Gebet zur heiligsten Dreifaltigkeit: um Stärkung und Erneuerung der Priester (Gott Vater), um Priester nach dem Herzen Jesu (Gott Sohn) und um geistliche Berufe (Gott Hl. Geist). Abschließend werden Maria, die Königin der Priester, und der heilige Pfarrer von Ars um ihre Fürsprache gebeten.
Die Gebetskarte für Kinder (Format: 9x13 cm) zeigt auf der Vorderseite ein buntes Bild des Priesters bei der heiligen Messe, das die 7jährige Sonja Ziegler aus Maria Taferl (NÖ) gemalt hat. Auf der Rückseite befindet sich ein kindgemäßes Gebet als Dank für die Priester und ihren Dienst und als Bitte um den Segen.
Beide Priestergebetskarten können sowohl von Pfarren als auch von Einzelpersonen (gegen freie Spende) bei der Pressestelle der Diözese St. Pölten bestellt werden. Gerne werden auch größere Mengen zum Verteilen (z.B. nach der Heiligen Messe, bei Priesterwallfahrten oder Fatimafeiern) oder zum Auflegen in Kirchen (z.B. Schriftenstand, Kirchenbänke…) versandt.
Der Weltgebetstag um geistliche Berufe am 25. April 2010 ist eine gute Gelegenheit, die Gläubigen zum Gebet für die Priester einzuladen.
Besonders begehrt sind bisher die Gebetskarten für Kinder, die auch sehr praktisch bei Kindergruppen oder im Religionsunterricht verwendet werden können. Bestellung: Pressestelle der Diözese St. Pölten, Telefon: +43 (2742) 324-3394; Mail: presse.stpoelten@kirche.at .
Link zur Kartenansicht.
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21.04.2010 15:53:01
Neuer Bischof in der inneren Mongolei geweiht
(fides.org) Am Sonntag, den 18. April; wurde in der Kathedrale vom Heiligen Herzen in der Diözese Hohot Paul Meng Qinglu zum neuen Bischof des Bistums geweiht. Bischof Meng aus dem Klerus der Diözese Hohot ist 48 Jahre alt und wurde vor 21 Jahren zum Priester geweiht. Der Heilig Stuhl stimmte seiner Ernennung zum Bischof von Hohot zu und seit 2006 leitete er die Diözese bereits als Administrator. Auch die chinesischen Behörden bewilligten die Bischofsernennung.
Dem Weihegottesdienst stand Bischof Paul Pei Junmin von Sehnyang, ein Studiengefährte und guter Freund des neuen Bischofs, vor. Bischof John Liu Shingong von Hining, Bischof Mathew Du Jiang von Bameng und Bischof Joseph Li Jing von Ningsia (Yinchuan) konzelebrierten bei der Bischofsweihe. Alle konzelebrierenden Bischöfe stehen in Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl und werden auch von der Regierung anerkannt. Bischof Du Jiang wurde bereits 2006 geweiht und seine Weihe wurde am vergangenen 8. April von den chinesischen Behörden mit einer feierlichen Amtseinführung offiziell anerkannt.
Bischof Meng stammt aus der Inneren Mongolei und wurde dort 1962 als Sohn einer katholischen Familie in Wumeng geboren. Er trat 1985 in das Priesterseminar in Hohot ein, wo er Theologie studierte, und wurde 1989 zum Priester geweiht. Danach unterrichtete er am selben Priesterseminar Moraltheologie und war dort auch Studiendekan. Der im Jahr 2005 im Alter von 79 Jahren verstorbene Bischof Baptist Wang Xixian von Hohot ernannte ihn zunächst zum Generalvikar und dann zum Leiter der Kommission für die Güter der Kirche und Beauftragten für den Bau neuer Kirchen. Zweimal hielt er sich für kurze Zeit zum Studium im Ausland (Hongkong und Belgien) auf. Er ist der Älteste unter den jungen Priester der Diözese.
An der feierlichen Weihemesse nahmen insgesamt rund 3.000 Gläubige teil, von denen jedoch nur 600 in der Kathedrale Platz fanden. Insgesamt rund 80 anwesende Priester konzelebrierten bei dem Gottesdienst. Dies wurde als Ausdruck großer Freude der ganzen Gemeinde über die Weihe ihres neuen Hirten gewertet.
Die Diözese Hohot (Erzdiözese Suiyuan) befindet sich in der Inneren Mongolei 668 Kilometer nordwestlich von Peking im Norden der autonomen Region Nigxia: sie hat eine Ausdehnung von 100.000 Quadratkilometern in einem Gebiet, in dem vor allem die Scheut Missionare seit 1883 das Evangelium verkündeten.
Heute leben im Bistum Hohot über 50.000 Katholiken. Es gibt etwa 60 Priester und rund einhundert Ordensschwestern aus vier verschiedenen Orden sowie etwa 40 Seminaristen. In Trägerschaft der Diözese befinden sich mehrere Kliniken und Altersheime.
Bischof Meng plant vor allem die Schaffung von kirchlichen Verwaltungsstrukturen und wird sich insbesondere um die finanziellen Anliegen der Pfarreien sowie Fragen des kirchlichen Besitztums kümmern. Zu den weiteren Prioritäten seines Bischofsamtes gehört auch die Priesterausbildung. „Ich glaube, dass meine Weihe dem Bistum ein neues Profil verleihen wird“, so der neue Bischof, „und dabei soll vor allem die Zusammenarbeit der Priester bei der Pastoral- und Evangelisierungstätigkeit wachsen.“ Der neue Bischof zeigte sich auch zuversichtlich, was die Aussöhnung in der katholischen Gemeinschaft in China anbelangt.
Bischof Meng und seine Diözese wird der Fürsprache der Gottesmutter Maria anvertraut und alle wünscht sich nun, dass im Geist des Schreibens von Papst Benedikt XVI. an die katholische Kirche in China (Nr. 12), auch anderer vakante Diözesen im Land bald Hirten haben werden, die die Sendung, die der Herr Jesus Christus seiner Kirche anvertraut hat, würdig und in angemessener Weise erfüllen können.
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21.04.2010 15:44:31
Der Gärtner Gottes - eine Filmpremiere
(iti.ac.at/kathpress.at) Der neue Film der italienischen Regisseurin Liana Marabini über Gregor Mendel, den schlesisch-mährischen Augustiner und "Vater der modernen Genetik", ist am Donnerstag erstmals in Österreich zu sehen. Das "International Theological Institute" (ITI) zeigt den Film mit dem Titel "The Gardener of God"
(Der Gärntner Gottes) im Thomas-Saal der Wiener Dominikaner (1010 Wien, Postgasse 4) in der englischen Fassung. Der Streifen wurde in Salzburg und in Piemont gedreht und soll demnächst von mehreren TV-Anstalten ausgestrahlt werden. Liana Marabini wird anwesend sein und nach dem Film über ihre Arbeit sprechen.
Liana Marabini hat bereits mehrere erfolgreiche TV-Filme über große Priestergestalten gestaltet, zuletzt "Der rote Priester", ein aufwendig produzierter TV-Film über das Musikgenie Antonio Vivaldi (1655-1736). Zwei weitere Filme sind in Vorbereitung: Einer über Kardinal John Henry Newman (1801-1890), ganz aktuell durch die am 19. September bevorstehende Seligsprechung des großen Theologen, und einer über den Heiligen Jean-Marie Vianney, den Pfarrer von Ars (1786-1859), zu dessen 150. Todestag Papst Benedikt XVI. das "Jahr des Priesters" ausgerufen hat.
Das in Trumau beheimatete ITI konnte Liana Marabini dafür gewinnen, den Film nach einer Welturaufführung in Rom nun erstmals auf österreichischem Boden zu zeigen und darüber auch persönlich Auskunft zu geben. Die tief gläubige Filmemacherin bekennt sich dazu, dass für sie Priester Vorbilder sind, gerade auch in einer Zeit, in der katholische Priester wegen einer Minorität von "schwarzen Schafen" in Misskredit geraten sind.
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21.04.2010 15:42:34
Sr. M. Violanta Richtsfeld zu Gott heimgegangen
(franziskanerinnen.org/news.stjosef.at) Am 20. April 2010 fand am Friedhof Ober St. Veit in Wien das Begräbnis der am 8. April 2010 verstorbenen Schwester Maria Violanta Agnes Richtsfeld statt. Die Feier wurde von Prof. Dr. P. Bernhard Vosicky OCist gehalten; außerdem waren noch zehn weitere Priester, viele Ordensschwestern, sowie Angehörige und Freunde der Verstorbenen anwesend. Sr. Violanta gehörte der Kongregation der Franziskanerinnen von der göttlichen Liebe an („Hartmann-Schwestern“) und war im Krankenhaus Mödling eine Arbeitskollegin der inzwischen selig gesprochenen Schwester Maria Restituta Kafka gewesen.
Agnes Richtsfeld wurde am 11. April 1919 in Stift am Grenzbach, Pfarre Kollerschlag im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich geboren. Bereits mit eineinhalb Jahren verlor sie ihre Mutter. Schon als Kind musste sie daher viel Verantwortung übernehmen und ab dem dreizehnten Lebensjahr bei Verwandten schwer arbeiten.
Seit ihrer Kindheit trug sie den Wunsch in sich, Ordensschwester zu werden. Nachdem sie den Entschluss gefasst hatte, erhielt sie von ihrem Vater einen Brief mit der Einwilligung zum Eintritt ins Kloster. Diese Zeilen bedeuteten für sie bis zu ihrem Lebensende ein unschätzbares Vermächtnis. Es heißt darin unter anderem: „Mit Tränen in den Augen schreibe ich Dir diesen Brief voll Freude, weil Du Dich zum Dienst Gottes, unseres lieben Herrn und Heilandes, entschließest ... Ich gebe Dir meinen Vatersegen aus Deinem Elternhaus und Deiner Heimat für Deinen neuen Berufsstand ... "
Am Silvestertag 1937 schloss sich Sr. M. Violanta der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von der göttlichen Liebe an, am 16. September 1938 erfolgte die Aufnahme in das Noviziat. Bereits am 17. September 1939 legte sie die zeitliche und drei Jahre danach, am 17. September 1942, die Ewige Profess ab. Das Ordensleben von Sr. M. Violanta war geprägt von viel Arbeit, die sie immer froh und gerne verrichtete. Dabei kamen das Gebetsleben und die freundschaftlichen Kontakte zu vielen Menschen nicht zu kurz. Vor allem waren es die Kranken, denen sie mit Hingabe gedient hat, in den Spitälern Mödling, Lainz, Horn und im Wiener Hartmannspital sowohl als geschickte Operationsschwester als auch auf verschiedenen Krankenstationen.
Mit beinahe siebzig Jahren begann für Sr. M. Violanta ein neuer Lebensabschnitt, dem sie sich im Laufe von vierzehn Jahren mit voller Freude und Energie widmen konnte. Es war im Gästehaus Mayerling die Betreuung von Theologiestudenten, die Priester werden wollten, und später von Erholung Suchenden. Von dieser Zeit hat sie bis zuletzt mit großer Begeisterung gesprochen, besonders von den bereichernden menschlichen Beziehungen, die sie damals aufgebaut hat.
Sr. M. Violanta hat noch im hohen Alter, nachdem sie in das Josefsheim übersiedelt war, an der Pforte des benachbarten Franziskusheimes Dienst versehen.
Die Charakterstarke von Sr. M. Violanta, ihr Humor, die tägliche Überwindungskraft sowie ihre ruhige und klare Ergebung in Gottes Willen werden immer in dankbarer Erinnerung bleiben.
„Wenn Du die Welt überwunden hast, wird Dich der göttliche Heiland aufnehmen in sein Vaterhaus. Das ist unser eigentliches Ziel, nach dem wir streben sollen ...“
(Aus dem Brief ihres Vaters zum Klostereintritt)
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20.04.2010 15:25:21
Bischof Küng würdigt die menschlichen und geistlichen Qualitäten des Papstes
(kathpress.at) Bischof Klaus Küng hat die menschlichen und geistlichen Qualitäten von Papst Benedikt XVI. hervorgehoben. "Realismus, Gelassenheit und Tiefgang zeichnen Benedikt XVI. aus", schreibt der St. Pöltner Diözesanbischof in einem Gastkommentar in der Wiener Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag-Ausgabe) zum fünften Jahrestag der Papstwahl. Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit Benedikt XVI. ist für Küng klar: Joseph Ratzinger ist ein "ganz besonderer Papst", denn "dieser Mann bewegt sich konsequent in den Fußspuren Jesu".
Im Zusammenhang mit dem Thema "Missbrauch" erinnert Bischof Küng an die "völlig konsequente" Position zur strengen Behandlung von Missbrauchsfällen, die der heutige Papst schon während seiner Jahre als Präfekt der Glaubenskongregation eingenommen habe. "Er [Ratzinger] war es, der Papst Johannes Paul II. davon überzeugt hat, die Agenden bezüglich sexueller Vergehen von Priestern an Jugendlichen unter 18 der Glaubenskongregation zu übertragen und diese mit richterlichen Befugnissen auszustatten, um eine rasche und effiziente Abwicklung zu garantieren", stellt Küng klar. Und auch er selbst, berichtet Bischof Küng, habe vor allem im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Apostolischer Visitator in der Diözese St. Pölten vom heutigen Papst stets "Halt und Ermutigung gefunden, die notwendigen Maßnahmen durchzuziehen".
Benedikt XVI. verfüge über einen "sehr nüchternen Blick, der sich der Realität nicht verschließt, auch wenn diese manchmal sehr schmerzhaft ist", betont der Bischof von St. Pölten. Das breite philosophisch-theologische Wissen des Papstes verbinde sich mit einem "außerordentlichen" Gedächtnis für Personen und Zusammenhänge.
"Das macht ihn zum wertvollen Zeitzeugen des Konzils und der nachkonziliaren Zeit mit all ihren Entwicklungen." Den Mangel an Glauben an Jesus Christus sehe der Papst als "vielleicht den wesentlichsten Grund für viele Fehlentwicklungen in der Kirche nach dem Konzil", so Küng weiter. Zugleich stelle für den Papst der Glaube an Christus den "Schlüssel zu jeder wahren inneren Erneuerung der Kirche" dar. Demgemäß setze Benedikt XVI. in seinen Predigten stets bei der Wurzel an: "Seine Predigten kreisen fast immer um die Gottesfrage als die zentrale Frage der Kirche und jedes einzelnen Menschen."
Durch seine Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation sei der Papst "wie wohl kaum sonst jemand in der Welt" vertraut mit allen wichtigen Vorgängen in Kirche und Welt, schreibt Bischof Küng. Seit der Papstwahl habe sich auch die enge Verbundenheit Benedikts XVI. mit der Kirche in Österreich und Deutschland nicht vermindert. "Er ist über den deutschen Sprachraum hervorragend informiert und wusste stets sofort, worum es ging", berichtet Küng von Begegnungen mit dem Papst.
Dort wo es der Papst für nötig halte, lege er "den Finger auf die Wunde", betont der Bischof von St. Pölten. "Manche meinen daraus ableiten zu können, dass er weniger geschickt sei als sein Vorgänger. Sie scheinen vergessen zu haben, wie heftig oft die Angriffe auf Johannes Paul II. gewesen sind." Kennzeichnend für Benedikt XVI. sei zudem dessen Gelassenheit, mit der er es manchmal vorziehe zu schweigen, "auch wenn alle anderen lauthals fordern, er müsse sich zu Wort melden", so Küng: "Solch eine Stimme, die nicht auf Abruf funktioniert wie viele andere in der Medienlandschaft heute, ist nicht leicht zu ertragen."
Benedikt XVI. wisse sich "in Gottes Hand und vom Gebet der Gläubigen getragen", schreibt der St. Pöltner Bischof: "Er wird deshalb auch nicht nachgeben, wo er nicht nachgeben darf. Das ist es wohl, was manche Vertreter der säkularen Welt, aber auch manche 'Reformer' in der Kirche zur Weißglut bringt."
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20.04.2010 15:22:18
Das Verhältnis von Kirche und Staat
(presse.kirche.at) Das Verhältnis von Kirche und Staat im Kirchenrecht nahm der Offizial des St. Pöltner Diözesangerichtes, DDr. Reinhard Knittel, am 19. April bei seiner Antrittsvorlesung zum Thema „Autonomie und Kooperation. Das Kirche-Staat-Verhältnis in der neueren Sicht des Kirchenrechts“ unter die Lupe.
DDr. Reinhard Knittel ist seit 2009 Offizial des Bischöflichen Diözesangerichtes St. Pölten und ebenso seit 2009 Professor für Kanonisches Recht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten.
In seinen Ausführungen stellte Knittel vor allem das heutige Verhältnis von Kirche und Staat in den Vordergrund. Dieses sei durch die kirchlichen Gesetzbücher von 1917, 1983 und das Zweite Vatikanische Konzil geprägt. Dabei wurde auch den neueren Entwicklungen und dem Selbstverständnis eines modernen säkularen Staates Rechnung getragen. Dabei habe bereits die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“, Kirche in der Welt von heute, die Autonomie beider Bereiche, Kirche und Staat, für den je eigenen Bereich betont.
Knittel stellte auch klar, dass zwischen Religionsfreiheit und Kirchenfreiheit zu unterscheiden sei. Die Religionsfreiheit sei dabei im Naturrecht begründet und wende sich gegen jeden äußeren Zwang. Sie habe ihre Bedeutung in einer multikulturellen Gesellschaft, die Freiheit der Religionen zu gewährleisten. Kirchenfreiheit wurzelt hingegen im kirchlichen Selbstverständnis und betrifft die eigene Freiheit, den Glauben zu verkünden, die Soziallehre zu vertreten und die eigenen Rechte durchzusetzen. Beide, Religionsfreiheit und Kirchenfreiheit müssen stets in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
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20.04.2010 15:20:23
Dank des Papstes an die Kardinäle
(radiovatikan.de) Nach dem großen Malta-Wochenende blieben die Feierlichkeiten am Montag zum fünfjährigen Amtsjubiläum des Papstes recht ruhig. Der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, hatte stellvertretend für alle Kardinäle in der vatikanischen Sala Ducale dem Papst zu Ehren ein Mittagessen gegeben. Benedikt XVI. dankte ihm und den Kardinälen nicht nur für die Einladung, sondern auch für deren enge Zusammenarbeit in den zurückliegenden fünf Jahren:
„Eminenz und liebe Mitbrüder,
es geschah genau durch Euch, dass der Herr mich vor fünf Jahren fragte: „Liebst Du mich?“ und dass er mir den Auftrag gab, das Werk des Heiligen Petrus weiterzuführen. Jetzt, nach fünf Jahren, kann ich nur meinen Dank aussprechen, ich danke vor allem dem Herrn selbst, der mich führt, aber Dank gebührt auch und vor allem Euch: Ihnen, lieber Dekan des Kardinalskollegiums, und dem gesamten Kollegium danke ich für all die Hilfe, die ich Tag für Tag erhalten habe. Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Mitarbeitern in der Kurie meinen Dank aussprechen, ihr arbeitet zusammen – das alles ist wirklich geworden durch den Auftrag des Herrn an Petrus, die Brüder im Glauben zu bekräftigen, seine Auferstehung zu verkünden und Zeugnis von der Nächstenliebe Gottes abzulegen.(...) Danken wir dem Herrn und beten wir, denn Du hilfst uns voranzugehen mit der Kraft des Glaubens und mit der Freude seiner Wiederauferstehung. Danke!“
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