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04.06.2010 05:40:27
Bischof Küng stellt den Seligen Pfr. Neururer als Vorbild heraus
(presse.kirche.at) Am 24. Mai 2010 hat der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng in der Wallfahrtskirche von Maria Dreieichen ein Gemälde des Wiener Grafikers und Malers Prof. Ernst Degasperi über den am 30 Mai 1940 im KZ Buchenwald ermordeten und 1996 selig gesprochenen Tiroler Priester Otto Neururer gesegnet. In der Ansprache führte der Bischof unter anderem aus: Otto Neururer sei “ein guter, treuer, solider Seelsorger, schlichter Priester und geradliniger Christ” gewesen, sagte Bischof Küng. Er sei Vorbild, auch wenn man heute in einer anderen Zeit lebe, führte er fort. “Wenn es auch keine Verfolgungen gibt, gerät ein Priester und ein Bischof, wenn er konsequent Stellung bezieht, oft in eine schwierige Situation”, wies Bischof Küng hin. Die Gesellschaft versuche alles zu relativieren. “Wenn ein Priester etwa zur Unauflöslichkeit der Ehe steht, bekommt er Probleme”, sagte er.
Die Folge sei, so Küng, dass es an Umkehr fehle und das Sündenbewusstsein schwinde. Man gehe auf eine Zeit zu, “in der die Kontraste immer schärfer werden”. Gerade in dieser Zeit brauche es gute Hirten, wies er hin. Mit Verweis auf das Bild Degasperis sagte er: “Es ist gut, den Blick auf diesen Priester Neururer zu richten und dabei nicht nur die dunklen, sondern auch die hellen Farben zu sehen”. - Aktueller Hinweis: Die Ansprache des Bischofs ist dank der professionellen Umsetzung der Videoaufnahme durch Fam. Kopp ab sofort in voller Länge auf gloria.tv abrufbar. - Weitere Informationen: http://stjosef.at/neururer
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03.06.2010 13:41:55
Papst Benedikt XVI. bricht auf nach Zypern
(radiovatikan.de) Am frühen Freitagmorgen bricht Papst Benedikt XVI. nach Zypern auf – als erster Papst besucht er die seit über 30 Jahren geteilte Insel, auf der nahezu 80 Prozent orthodoxe Christen leben. Zyperns Kirche ist seit 431 eigenständig, befindet sich aber in voller Glaubensgemeinschaft mit anderen orthodoxen Kirchen. Höhepunkt der Papstreise ist neben Treffen mit Bischöfen, Gläubigen und Politikern am kommenden Sonntag die Präsentation des Arbeitsinstrumentes für die Nahostsynode, die im Oktober im Vatikan stattfinden wird. Die meisten Gläubigen und Politiker der Mittelmeerinsel erhoffen sich von der Visite wichtige Impulse für die Ökumene und nicht zuletzt einen positiven Effekt auf die heikle politische Lage.
Der Nordteil der seit 1974 geteilten Insel steht unter der Kontrolle der Türkischen Republik Nordzypern, die nur von der Türkei anerkannt wird. Kann der schwelende Konflikt durch den Papstbesuch abgekühlt oder gar gelöscht werden? Das hofft der Botschafter der Republik Zypern beim Heiligen Stuhl, George Poulides.
Die katholischen Sender http://www.ewtn.de und http://www.k-tv.at sowie auch http://www.radiomaria.at und http://www.radiohoreb.de und natürlich http://www.radiovatikan.de übertragen live!
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03.06.2010 13:38:11
Vorsitzender der Türkischen Bischofskonferenz erstochen
(orf.at) Der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, Luigi Padovese (63), ist im Süden des Landes erstochen worden. Der Täter soll laut Medienberichten der Fahrer des Kirchenmannes sein. Er soll unter psychischen Problemen gelitten haben. Die Behörden erklärten, die Tat habe keinen politischen Hintergrund.
(dbk.de) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, erklärt zum Mord am Vorsitzenden der Türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese:
„Ich bin zutiefst vom brutalen und feigen Mord an Bischof Luigi Padovese, dem Vorsitzenden der Türkischen Bischofskonferenz und Apostolischen Vikar von Anatolien, erschüttert. Bischof Padovese hat in den vergangenen sechs Jahren als Bischof viel für die Christen in der Türkei gewirkt. Die tragische Bluttat muss zügig und lückenlos aufgeklärt werden. Ich vereine ich mit der Trauer der Gläubigen in Anatolien und der ganzen Türkei. Ein großer Seelsorger und Hirte der katholischen Kirche ist von uns gegangen. Ich bete für alle, die den schmerzlichen Verlust von Bischof Padovese überwinden müssen. Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, den Gläubigen in der Türkei und den Mitbrüdern im Bischofsamt, die wie ich entsetzt sind über das Geschehene.“
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02.06.2010 16:47:59
Bischof Küng: Dialog muss auch Dialog mit Gott sein
(presse.kirche.at) Wenn es um Dinge Gottes oder des Menschen in seiner Beziehung zu Gott geht, muss der Dialog immer im Dreieck gehen, das heißt, zugleich auch Dialog mit Gott sein“. So Bischof Klaus Küng in einem Interviewe mit dem Magazin „News“ in der aktuellen Ausgabe vom 2. Juni.
Angesprochen auf den Kongress der Pfarrgemeinderäte mit den Bischöfen in Mariazell betonte der Bischof, dass zu einem Dialog immer auch das Hinhören gehöre - das Hinhören auf Gott, auf die Kirche und aufeinander. So habe er den Dialog in Mariazell „zeitweise als einseitig“ erlebt, weist er hin. Der Dialog in Mariazell sei aber auch ein „Zeichen der Hoffnung“ gewesen. „Wer gemeinsam betet, wird sich sicher wirklich erneuern“, so der Bischof.
Angesprochen auf die Diskussion um den verpflichtenden Zölibat für Priester meint der St. Pöltner Bischof, er sei persönlich überzeugt, „dass der Zölibat als Voraussetzung für den Empfang der Priesterweihe auch heute sinnvoll ist“. Vielmehr gehe es ihm aber um die Frage, wie man den Priestern helfen könne, den Zölibat in der heutigen Welt besser zu leben. Er selbst halte die Pflege der Gemeinschaft der Priester untereinander für sehr wichtig. Für ihn, Bischof Küng, befinden sich heute Ehe und Zölibat „in ähnlich gelagerten Krisen“.
Sexuelles Fehlverhalten, wies es vorgekommen sei, habe einen der Gründe in einer „omnipräsenten Erotisierung der Werbung, der Massenmedien, insbesondere des TV und des Internets“, stellte er fest. Dies habe bereits eine „gewaltige Veränderung in der Verhaltensweise vieler Menschen“ bewirkt.
Insgesamt zeigt sich Bischof Küng „langfristig zuversichtlich“, dass sich die Lage für die Kirche stabilisieren und eine positive Wende eintreten wird.
Link: Das Interview im Wortlaut.
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02.06.2010 16:45:34
Papstkatechese über den heiligen Thomas von Aquin
(zenit.org) „Thomas von Aquin leistete in der Schule des Albertus Magnus ein Werk von grundlegender Wichtigkeit für die Geschichte der Philosophie und Theologie, ich würde sagen: für die Geschichte der Kultur", so der Papst Benedikt XVI. bei der Katechese zur Generalaudienz am 02.06.2010. „Thomas von Aquin zeigte schließlich, dass zwischen dem christlichen Glauben und der Vernunft eine natürliche Harmonie besteht. Und das ist das große Werk des Thomas gewesen, der in jenem Augenblick des Aufeinanderprallens von zwei Kulturen - jenem Augenblick, in dem es den Anschein hatte, der Glaube müsse sich der Vernunft ergeben - gezeigt hat, dass sie zusammen gehen, dass das, was als eine mit dem Glauben nicht vereinbare Vernunft zu sein schien, keine Vernunft war, und dass das, was Glaube zu sein schien, kein Glaube war, da er mit der wahren Vernünftigkeit im Gegensatz stand; so hat er eine neue Synthese geschaffen, welche die Kultur der nachfolgenden Jahrhunderte geformt hat".
[Für die deutsche Zusammenfassung der Katechese bediente sich der Heilige Vater des folgenden Manuskriptes:]
Liebe Brüder und Schwestern!
Nach einigen Katechesen über das Priestertum kehren wir heute wieder zu dem großen Thema der letzten Jahre zurück: christliche Denker aus Altertum und Mittelalter. Wir waren im hohen Mittelalter bei Bonaventura und Albertus Magnus angekommen. Heute möchte ich über den größten mittelalterlichen Denker sprechen, den heiligen Thomas von Aquin, und zwar zunächst über sein Leben. Seine Lehre werden wir in den nächsten Katechesen bedenken. Thomas stammte aus Mittelitalien, er wurde 1224 oder 1225 in Roccasecca, unweit der berühmten Abtei Montecassino, geboren. Verschiedene Völker, so die Langobarden und die Normannen, wie zuvor schon die Griechen und die Römer, haben in diesem Landstrich im Laufe der Jahrhunderte Spuren ihrer Kultur hinterlassen. Zur Zeit des heiligen Thomas stand das Land unter der Herrschaft der Staufer, einem schwäbischen Adelsgeschlecht. Die Klöster und Orden waren, wie wir heute sagen würden, multikulturell und vermittelten eine große Universalität des Wissens. Dort ist Thomas mit den Kirchenvätern bekannt geworden. Er ging dann an die neugegründete Universität Neapel, die Kaiser Friedrich II. von Schwaben gegründet hatte, und lernte dort den bisher fast unbekannten großen griechischen Philosophen Aristoteles kennen, dessen neu entdecktes Werk eine Faszination außergewöhnlicher Art ausübte. Er hat aber noch ein anderes Faszinosum gefunden, nämlich neben der großen Philosophie des Aristoteles die neue geistliche Bewegung der Predigerbrüder, der Dominikaner. In diesen Orden ist er eingetreten. Das galt als eher proletarisch und wurde von seinen Eltern zunächst nicht geduldet. Er musste nach Hause zurückkehren. Erst als er volljährig geworden war, konnte er seinen Plan verwirklichen und sich definitiv dem Predigerorden anschließen. Der Orden schickte ihn dann nach Paris an die damals bedeutendste Universität. Dort traf er Albertus Magnus, den großen Theologen, der sein Lehrer und Freund wurde. Dieser war zugleich ein großer Ausleger des Aristoteles, so dass sie sich in diesem Interesse getroffen haben. Damals kam eine ungeheure geistige Auseinandersetzung in Gang, viele interpretierten Aristoteles gegen das Christentum. Mit dieser neuen Rationalität schien das Christentum überholt zu sein. Thomas, zusammen mit Albertus Magnus, hat eine tiefere Interpretation gefunden, in der Glaube und Vernunft ineinander gingen, Aristoteles und das Christentum miteinander in Einklang standen und so eine neue Periode christlicher Kultur sich eröffnete. Thomas von Aquin hat am Ende seines Lebens, etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod, aufgehört zu schreiben. Er hat eine Art Vision gehabt, in der er sagte, plötzlich begriffen zu haben: Alles was er geschrieben habe, komme ihm nur wie Spreu vor angesichts der Größe dessen, was er schauen konnte. So wollte er nicht mehr schreiben. Aber es ist uns auch ein Dialog des heiligen Thomas bekannt, eine zweite Vision, die gleichsam die erste ergänzt und ausgleicht. Er betete in Neapel in einer Kirche vor dem Gekreuzigten und hörte den Gekreuzigten sagen: „Thomas, du hast gut geschrieben über mich. Was willst du dafür?" Und er antwortete: „Nur dich allein". Das soll auch unsere Antwort sein. Wir möchten nicht irgend etwas, wir wollen Christus kennenlernen und seine Liebe. Thomas ist dann auf dem Weg zum Konzil von Lyon in Fossanova, hier in Latium, 1274 gestorben.
[Die deutschsprachigen Pilger begrüßte der Papst mit folgenden Worten:]
Von Herzen heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen. Vom heiligen Thomas von Aquin lernen wir, was an Christus glauben heißt. Glauben bedeutet, sich vom Licht der Wahrheit Gottes umfangen zu lassen, die unserem Leben die volle Bedeutung, den Wert und den Sinn verleiht. Versuchen auch wir unseren Mitmenschen das Licht des Glaubens zu bringen. Der Geist Gottes geleite euch auf allen euren Wegen.
Link zur ausführlichen Fassung des Textes der Katechese.
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01.06.2010 17:41:05
Fronleichnamspredigt
(stjosef.at/predigten) In vielen Pfarren ist es üblich, am Fronleichnamsfest eine Prozession mit dem Allerheiligsten abzuhalten. Das Zusammenwirken der ganzen Pfarrgemeinde – vor allem auch der Vereine, der Musikkapelle, des Chors und vieler anderer, die zum Beispiel die Altäre aufstellen oder einfach mitgehen – zeigt, dass es uns ein gemeinsames Anliegen ist, den im Sakrament des Altares gegenwärtigen Herrn durch die Straßen unseres Ortes zu begleiten. Wir vertrauen darauf, dass uns der Segen Gottes wieder in reicher Weise zuteil werden möge!
Im Zentrum der Prozession steht Jesus Christus, den wir anbeten und verehren, weil wir daran glauben, dass er unter der Gestalt des konsekrierten Brotes bei uns gegenwärtig ist. Wir glauben an ihn als den Gekreuzigten und Auferstandenen. Würden wir ihn sehen, dann könnten wir als sterbliche Menschen seine Herrlichkeit gar nicht ertragen! So hat er sich selbst verborgen in der Gestalt des Brotes, und die einzige Möglichkeit, ihn mit den Augen des Herzens zu „sehen“ oder „anzuschauen“, ist an ihn zu glauben. „Selig, die nicht sehen und doch glauben.“ – Diese Worte Jesu an den vormals ungläubigen Apostel Thomas dürfen wir auch auf uns beziehen, wenn wir in der Monstranz zwar die Hostie wahrnehmen, aber auf das Wort Christi hin ganz überzeugt sind von seiner Gegenwart als wahrer Gott und Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut. - Lesen Sie die Fronleichnamspredigt von Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!
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01.06.2010 17:37:07
Konstruktive Aufarbeitung der Gewaltvorwürfe gegen Bischof Fischer ist erfolgt
(kath-kirche-vorarlberg.at/news.stjosef.at) In den vergangenen beiden Monaten haben ehemalige Zöglinge und Schüler des Feldkircher Diözesanbischofs Dr. Elmar Fischer Vorwürfe gegen ihren damaligen Erzieher und Lehrer erhoben und ihn beschuldigt, körperliche Gewalt erlitten zu haben. In der Folge wurde Univ.-Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber (Innsbruck) gebeten, als unabhängiger Ombudsmann sowohl mit den Betroffenen als auch mit Bischof Elmar Gespräche zu führen und einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten. Der Abschlussbericht des Ombudsmannes Dr. Hinterhuber zu den Vorwürfen gegen Bischof Dr. Elmar Fischer sowie die Stellungnahme von Bischof Elmar liegen nun vor. Bischof Elmar Fischer stellt in seiner Erklärung vom 1. Juni 2010 wörtlich fest: „Vorneweg will ich allen danken, die zur Klärung der Vorwürfe gegen meine Person beigetragen haben. In besonderer Weise Herrn Univ. Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber für seine Ombudsarbeit, seine Erhebung und Darstellung der Erinnerungen der betroffenen Personen und für seine konstruktiven Vorschläge. Dankenswert ist auch die Bereitschaft der vier Personen, die die Vorwürfe vorgebracht haben, durch ihre Gespräche mit Prof. Hinterhuber an der Klärung der Angelegenheiten mitzuarbeiten. Die Erinnerungen beziehen sich auf Vorkommnisse in den Sechziger- und Siebzigerjahren. In meiner Erinnerung stellen sich die Dinge im Konkreten anders dar. Ich will aber auch der Erinnerung der Betroffenen Vertrauen entgegen bringen. Entsprechend habe ich sie in einem persönlichen Brief um Entschuldigung gebeten, wenn sie damals etwas als verletzend empfunden haben. Gewalt an Kindern oder Jugendlichen ist nie gerechtfertigt. Das gilt auch für die Zeit vor 40 Jahren, wenn auch damals körperliche Gewalt als Erziehungsmittel weitgehend üblich und toleriert war.“
Die Stellungnahmen von Prof. Hinterhuber und Bischof Fischer sind als Pdf-Downloads verfügbar unter diesem Link.
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29.05.2010 07:07:17
Gläubiger Abschied von + Südtiroler Altlandeshauptmann Silvius Magnago
(tirol.orf.at/news.stjosef.at) Am Freitag, 28.05.2010, wurde im Bozner Dom der Trauergottesdienst für den verstorbenen Südtiroler Altlandeshauptmann Silvius Magnago gefeiert. Etwa 5000 Menschen waren gekommen, darunter viel Prominenz.
Neben der Südtiroler Landesregierung war die Österreichische Regierungsspitze mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) vertreten. Aus Tirol waren Landeshauptmann Günther Platter und sein Vorgänger, Landtagspräsident Herwig van Staa (beide ÖVP), vor Ort.
Zelebriert wurde die Totenmesse von Bischof Karl Golser in deutscher, italienischer und zum Teil in ladinischer Sprache. Silvius Magnago wurde am Friedhof Oberau beigesetzt. Silvius Magnago hatte mit dem Autonomiepaket ein weltweit beachtetes Modell für die rechtliche Absicherung von Minderheiten verhandelt und galt als Südtiroler „Landesvater“.
Lesen Sie den Predigt-Nachruf von Bischof Golser!
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29.05.2010 06:56:32
Das Geheimnis der göttlichen Liebe
(stjosef.at/predigten; JSp) Die Katholische Kirche in Österreich begeht in diesen Tagen eine „Woche für das Leben“. Damit soll die Wertschätzung für jedes Menschenleben zum Ausdruck gebracht werden, ob geboren oder ungeboren. Insbesondere geht es um eine Anerkennung der Familie in ihren wesentlichen Aufgaben als Gemeinschaft der Liebe und des Lebens.
Der Dreifaltigkeitssonntag lenkt uns hin auf das Geheimnis Gottes: In Gott sind Liebe und Leben eins. In dieser „Woche für das Leben“ wollen wir unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass wir durch Gottes Liebe das natürliche Leben empfangen haben und in der heilig machenden Gnade auch Anteil an seinem göttlichen Leben haben dürfen.
Gott können wir nicht sehen, da er ein geistiges Wesen ist. Aber er hat sich uns mitgeteilt, wir sagen: er hat sich offenbart, d.h. kundgemacht. Der Höhepunkt und die Vollendung der Offenbarung Gottes ist in der Menschwerdung des Sohnes Gottes erfolgt. So hat Jesus Christus uns gezeigt, wer der himmlische Vater ist. Vom Vater her hat er uns den Heiligen Geist gesandt, der uns in alle Wahrheit einführt. - Lesen Sie die Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag in vollem Wortlaut!
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28.05.2010 08:16:59
Der hl. Philipp Neri als Patron für die Großstadtmission
(stephanscom.at) Die Aktualität des Heiligen Philipp Neri (1515-1595) unterstrich Kardinal Christoph Schönborn bei einer Messfeier in der Andreaskapelle des Erzbischöflichen Palais im Rahmen der "Missionswoche" der Initiative "Apostelgeschichte 2010". Philipp Neri, der "lächelnde Heilige" habe eine unglaubliche Kreativität entwickelt, was die Großstadtmission betrifft, sagte Kardinal Schönborn. Auf den Heiligen gehe die vor allem für Italien typische Einrichtung des "Oratorio" zurück, wo Jugendlichen nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten wird, sondern auch ein Zugang zum christlichen Glauben.
Philipp Neri habe in einer schwierigen Zeit wesentliche Impulse für die Seelsorge gesetzt und das korrupte Rom des 16. Jahrhunderts von innen her reformiert, so der Wiener Erzbischof. Dieser Heilige könne auch heute den Christen helfen, ein Gespür für das zu entwickeln, was für die Zeit wichtig ist. Philipp Neri habe viel vorweg genommen, was heute aktuell sei, etwa die "Straßenmissionen". Kardinal Schönborn betonte, dass man in der Kirche nach den Problemen der letzten Monate nicht zur Tagesordnung übergehen könne. Es gehe um die innere Erneuerung der Kirche, worauf auch die äußere Erneuerung folgen könne. Der heilige Philipp Neri mit seinem Humor sei ein Wegweiser für diesen Erneuerungsprozess.
In den Tagen der Missionswoche stand Kardinal Schönborn - gemeinsam mit anderen Vertretern der Diözesanleitung - am Tor des Erzbischöflichen Palais in der Rotenturmstraße, gab jedem die Hand und geleitete die Menschen in den Brunnenhof des Palais. Das Publikum im Erzbischöflichen Palais war bunt gemischt, von italienischen und japanischen Touristen über Jugendliche bis zu Senioren. Viele Menschen suchten das Gespräch mit Kardinal Schönborn, Weihbischof Stephan Turnovszky und Generalvikar Franz Schuster.
Ein besonderer Anziehungspunkt war die Andreaskapelle mit ihrer für Wien seltenen Renaissance-Gestaltung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Missionswoche hatten "Himmelsbriefe von Gott" verteilt, in denen unter anderem zu lesen war: "Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Und ich biete dir meine Freundschaft an. Mit großer Leidenschaft kämpfe ich um dich…Deine Freiheit ist mir alles wert!. In der von leiser Musik erfüllten Kapelle kamen viele zum "Date mit Gott". Die "Joy and Worry-Box", in der Zettel mit Freuden und Sorgen deponiert werden konnten, war bald gefüllt.
Am Donnerstag, 27. Mai 2010, tummelten sich hunderte Kinder im Hof des Erzbischöflichen Palais: Schülerinnen und Schüler des Kindergartens, der Volksschule und der Kooperativen Mittelschule, die die Herz-Maria-Schwestern in der Lacknergasse in Wien-Währing führen. Das Schulzentrum war 1885 von Mutter Franziska Lechner gegründet worden.
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28.05.2010 08:14:29
Liebe auf katholisch - ein empfehlenswertes Buch
(news.stjosef.at/Amazon-Rezension von Prof. Dr. Josef Spindelböck) Livio Melina, der Präsident des Päpstlichen Instituts Johannes Pauls II. für Studien zu Ehe und Familie in Rom, ist ein ausgewiesener Fachmann für moraltheologische Fragen im Hinblick auf die christliche Ehe und die eheliche Liebe. Im hier auf Deutsch vorliegenden Handbuch, dessen italienisches Original bereits 2006 erschienen ist (wörtliche Titelübersetzung: Für eine Kultur der Familie - die Sprache der Liebe), geht Melina in zwei Hauptteilen auf die Thematik ein. Im ersten Teil analysiert er die "Sprache der Liebe" und stützt sich hier sowohl auf philosophische als auch auf theologische Argumente. Der menschliche Leib ist gleichsam das "Sakrament der Person", und die sexuelle Prägung des Menschen als Mann und Frau entspricht dem Schöpfungssinn wie auch der übernatürlichen Berufung zur Liebe im Geheimnis Christi und der Kirche. Im zweiten Teil geht es um die "ethischen Dimensionen des hochzeitlichen Geheimnisses". Als wichtige Fragen werden ausführlich behandelt: die Keuschheit als Tugend der wahren Liebe, die Pastoral der irregulären Familienverhältnisse, die sittlich relevante Unterscheidung von homosexuellen Tendenzen und homosexuellen Akten, die prokreative Verantwortung und die natürliche Empfängnisregelung als Ausdruck des Respekts gegenüber der Sprache der Liebe. Wer in der Lage ist, sich auf das Niveau und die Mühe einer gewissen Fachsprache einzulassen, wird von diesem großartigen Werk sicher profitieren! - Bibliografische Angabe: Livio Melina, Liebe auf katholisch. Ein Handbuch für heute, Augsburg (St. Ulrichs-Verlag) 2009, ISBN: 978-3867441032, EUR 17,90.
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26.05.2010 18:43:10
Das Leitungsamt der Hirten in der Autorität Christi
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat zu einer positiven Sicht auf die kirchliche Hierarchie aufgerufen und sich gegen eine voreingenommene Haltung gegenüber der Ausübung von Autorität gewandt. Es sei ein heute verbreitetes „Missverständnis“, die Gliederung der Kirche in Gläubige, Priester und Bischöfe einseitig unter rechtlichen Gesichtspunkten als Unterordnung zu betrachten, hob der Papst an diesem Mittwochvormittag während der Generalaudienz hervor. Den Priestern kommen in der Kirche drei wesentliche Ämter oder Dienste zu: Lehren, Heiligen und Leiten, fügte Papst Benedikt XVI. an. Bei strahlender Sonne waren tausende Pilger und Besucher anwesend. Ihnen erklärte der Papst, welche Aufgaben Priester heutzutage hätten.
„Die ersten beiden habe ich bereits in zwei Katechesen der vergangenen Wochen behandelt, so dass ich heute von der priesterlichen Aufgabe des Leitens sprechen möchte. Jesus Christus ist dabei der Orientierungsmaßstab: Er ist das letzte Vorbild eines jeden Priesters, er ist der Gute Hirte, der Menschen in seine Nachfolge ruft und ihnen einen Teil seiner Herde anvertraut, damit sie für diese Anempfohlenen sorgen und sie mit der von Gott verliehenen Autorität leiten.“
Wenn man heute das Wort „Autorität“ höre, denke man leider auch an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts, die in Ost und West von willkürlicher Macht und blindem oder erzwungenem Gehorsam geprägt waren, so der Papst weiter.
„Wenn hingegen die Priester im Namen Christi und der Kirche die Gläubigen leiten, so ist dies kein Herrschen, sondern ein Dienst, der die Freiheit und Würde der Menschen achtet und ihr wahres Heil sucht. Der Priester kann dieser Aufgabe nur gerecht werden, wenn er gelernt hat, sich in seinem eigenen Leben von Gott leiten zu lassen, wenn er als Hirte der Herde mit gutem Beispiel vorangeht, wenn er jeden Tag aus der innigen Beziehung zu Christus Kraft und Orientierung schöpft und wenn er fest davon überzeugt ist, dass es keinen schöneren und fruchtbareren Lebensinhalt gibt, als den Menschen das Evangelium zu verkünden, ihren Glauben zu stärken und sie zu Gott zu führen.“
Ganz herzlich hieß der Papst die deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen.
„Besonders grüße ich heute die Priesterjubilare aus dem Erzbistum Paderborn in Begleitung von Weihbischof Matthias König sowie die Kirchenchöre aus dem Bistum Passau in Begleitung von Bischof Wilhelm Schraml. Euch alle bitte ich um euer Gebet für meinen Dienst als Nachfolger Petri sowie für alle Bischöfe und Priester, dass wir gute Hirten und Werkzeuge der Liebe Christi sind. Der Beistand des Heiligen Geistes begleite und führe euch auf all euren Wegen!“
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26.05.2010 18:41:43
Woche für das Leben - spezielle Akzente in Vorarlberg
(news.stjosef.at) Die Vorbereitungen für die „Woche für das Leben“ laufen auf Hochtouren. Die Plattform für das Leben Vorarlberg wird diese österreichweit ausgerufene Woche mit verschiedenen Aktivitäten unterstützen. Vom 29. Mai bis zum 6. Juni 2010 werden konkrete Impulse gesetzt, die Mut zu Familie und Kindern machen sollen.
Das bunte Programm reicht von Vorträgen, Gebetstreffen, bis hin zu einem Konzert mit der Band „Freequency“ am 2. Juni, bei dem auch Erfahrungsberichte von betroffenen und im Lebensschutz aktiven Personen zum Thema Abtreibung zu hören sind.
Weitere Informationen finden sich unter www.plattform-leben-vorarlberg.at (auch ein Kreuzweg der Ungeborenen ist als Power-Point-Präsentation zum Download verfügbar)!
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25.05.2010 09:38:52
Otto-Neururer-Gedächtnisbild gesegnet
(presse.kirche.at) Ein etwa zwei mal ein Meter großes Gemälde des Wiener Grafikers und Malers Ernst Degasperi über den am 30 Mai 1940 im KZ Buchenwald ermordeten und 1996 selig gesprochenen Tiroler Priester Otto Neururer hat Bischof Klaus Küng im Rahmen eines Gebetsgottesdienstes am 24. Mai in der Wallfahrtskirche von Maria Dreieichen gesegnet.
Vom 9. bis 24. Mai war in der Basilika eine Sonderausstellung über Otto Neururer auf 20 Schautafeln zu sehen.
Ernst Degasperi hat dieses Bild eigens für das Jahr des Priesters geschaffen, um das Wirken Otto Neururers als Vorbild für Priester darzustellen. Neururer habe nie von seinem seelsorglichen Wirken abgelassen, weshalb er auch in das Konzentrationslager Buchenwald und schließlich in den Todesbunker kam, wies Degasperi hin. Auf dem Gemälde ist der Todeskampf Neururers dargestellt: an den Füßen an zwei Fleischhaken aufgehängt, die Hände betend über dem Kopf gehalten. “Während rechts im Bild noch die Macht der Finsternis herrscht, der dunkle Stachel aber Neururer nichts mehr anhaben kann, bricht auf der linken Seite machtvoll das Gelb des Lichtes herein und dringt auf das Antlitz Neururers vor”, schildert Degasperi.
Hubert Stolz vom Verein der Freunde der Wallfahrtskirche Götzens bei Innsbruck, wo die Asche Otto Neururers beigesetzt ist, bestätigt: “Neururer war immer und überall wo er gewirkt hat, Seelsorger mit Leib und Seele”. Als bleibendes Zeichen überreichte er eine Reliquienkapsel mit Asche vom verbrannten Leichnam Neururers.
Otto Neururer sei “ein guter, treuer, solider Seelsorger, schlichter Priester und geradliniger Christ” gewesen, sagte Bischof Küng. Er sei Vorbild, auch wenn man heute in einer anderen Zeit lebe, führte er fort. “Wenn es auch keine Verfolgungen gibt, gerät ein Priester und ein Bischof, wenn er konsequent Stellung bezieht, oft in eine schwierige Situation”, wies Bischof Küng hin. Die Gesellschaft versuche alles zu relativieren. “Wenn ein Priester etwa zur Unauflöslichkeit der Ehe steht, bekommt er Probleme”, sagte er.
Die Folge sei, so Küng, dass es an Umkehr fehle und das Sündenbewusstsein schwinde. Man gehe auf eine Zeit zu, “in der die Kontraste immer schärfer werden”. Gerade in dieser Zeit brauche es gute Hirten, wies er hin. Mit Verweis auf das Bild Degasperis sagte er: “Es ist gut, den Blick auf diesen Priester Neururer zu richten und dabei nicht nur die dunklen, sondern auch die hellen Farben zu sehen”.
Das Bild selbst wird in Maria Dreieichen bleiben und künftig im Raum vor der Beichtkapelle zu sehen sein.
Otto Neururer wurde im kleinen Ort Piller in Tirol geboren und wirkte nach seiner Priesterweihe zuerst in Brixen und später als Pfarrer in Götzens. Weil er einer jungen Frau von der Heirat mit einem geschiedenen, aus der Kirche ausgetretenen, fanatischen Nationalsozialisten abriet, wurde er 1938 verhaftet und ins KZ Dachau, später nach Buchenwald gebracht. Nachdem bekannt geworden war, dass er einem Mithäftling die Taufe gespendet hatte, wurde er gefoltert, bis er nach 34-stündigem Todeskampf starb.
Der Künstler Ernst Degasperi wurde 1927 in Meran geboren und kam 1942 nach Wien. 1952 erhielt er das Diplom der Akademie für Angewandte Kunst in Wien. In den Jahren 1963 bis 2004 entstanden 30 Zyklen mit 545 Bildern und vielen Einzelwerke. Das Bild über Otto Neururer hat der Künstler 2009 geschaffen.
Link: http://stjosef.at/neururer/
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25.05.2010 09:37:08
Lange Nacht der Kirchen: Radio Maria lädt ein!
(radiomaria.at) Radio Maria Österreich lädt ein zur Langen Nacht der Kirchen – im Rahmen der Missionswoche Apostelgeschichte 2010! Am Freitag, den 28. Mai öffnet Radio Maria Österreich seine Türen für alle:
Studio Wien (Pottendorferstr. 21): 13.00 - 22.00 Uhr
Studio Amstetten (Kirchenstr. 17): 15.00 - 22.00 Uhr
Studio Innsbruck (Maximilianstr. 8 ): 19.00 - 21.00 Uhr
Das „bunte Programm für die ganze Familie“ umfasst: Besichtigung der Studioräumlichkeiten; Live-Talk; Begegnung mit den Mitarbeitern; Erfrischung & Imbiss; Bibelstellen ziehen; Möglichkeit zur Anbetung in der Studiokapelle.
Noch bis 6. Juni 2010 ist das 24-Stunden-Programm von Radio Maria Österreich direkt auf UKW-Frequenz 99,7 auch im Großraum Salzburg Stadt zu hören! Seit Jänner 2010 kann Radio Maria im Gebiet der Erzdiözese Wien auch via DVB-T, der Übertragungstechnik des digitalen Fernsehens, empfangen werden. – Homepage: http://www.radiomaria.at
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23.05.2010 18:28:12
Über die Verheißungen der neuesten Biotechnologien
(christiana.ch/news.stjosef.at) Eben im Christiana-Verlag erschienen ist ein Buch von Dr. Edith Breburda mit dem Titel „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“. Die gesamte Spannbreite der Anwendungsgebiete neuer Biotechnologien kommt in diesem Buch zur Sprache. Die Autorin setzt sich kritisch mit den Verheißungen der Genmanipulation auseinander. Sie beleuchtet die neuesten Techniken und zeigt deren Konsequenzen für unser Leben sowie die Folgen für Gesellschaft und Umwelt. Die Autorin, Biomedizinexpertin und in Madison, der Metropole der US-Stammzellenforschung, tätig, gibt in diesem Buch einen Überblick, der all jene interessieren wird, die sich mit der ethisch-moralischen Brisanz solcher Fragen beschäftigen. Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat ein Vorwort zum Buch verfasst. - Bibliografische Angabe: Edith Breburda, Verheissungen der neuesten Biotechnologien, Stein am Rhein 2010 (Christiana Verlag), ISBN 978-3-7171-1172-6, 39,80 Eur
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23.05.2010 18:10:51
Aufruf zum Gebet für China
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat am Pfingstsonntag alle Gläubigen zum Gebet für die katholische Kirche in China aufgerufen. Anlass war der "Gebetstag für die Kirche in China", den die Kirche jeweils am 24. Mai begeht. Nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz äußerte der Papst die Hoffnung, dass die Gläubigen in China untereinander eine Gemeinschaft bildeten und dass sich ihre Einheit mit der Weltkirche immer weiter vertiefe.
Benedikt XVI. hatte in einem spektakulären Offenen Brief an die Kirche in China im Frühsommer 2007 den 24. Mai zum Gebetstag für die Kirche in China bestimmt. In dem Schreiben hatte er die Katholiken der regimenahen Patriotischen Vereinigung und die romtreue Untergrundkirche zur Einheit in Gemeinschaft mit dem Papst und der Weltkirche aufgerufen. Das setze Religionsfreiheit voraus, die etwa dem Papst die Ernennung von Bischöfen ermögliche, schrieb er damals.
Die staatlichen Kirchenbehörden Chinas lehnen diesen Anspruch Roms als Einmischung in innere Angelegenheiten der Volksrepublik ab und nominieren ihrerseits Bischofskandidaten. Die große Mehrheit der chinesischen Bischöfe habe heute jedoch die Zustimmung des Vatikan erhalten, heißt es in Rom.
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23.05.2010 18:06:35
Erotisierung der Gesellschaft auch in der Kirche spürbar
(presse.kirche.at) Die Erotisierung der Gesellschaft ist auch in die Kirche hereingeschwappt, meinte Bischof Klaus Küng in einem Interview mit der deutschen "Tagespost". Der "Familienbischof" wies dabei auf die Gefahr homosexueller Netzwerke in Priesterseminaren und Teilen des katholischen Klerus hin. Sie könnten ein Kloster oder eine Diözese sogar existenziell bedrohen, sagte Küng. Dann bilde sich eine Atmosphäre, "die ganz bestimmte Personen anzieht, andere dagegen abstößt zum großen Schaden der Seelsorge".
Bischof Küng betonte, wenn solche Netzwerke überhandnähmen, gebe es seines Erachtens nur eine "radikale Lösung: Unter Umständen Schließung solcher Seminare und Klöster mit einem Neubeginn". Küng plädierte für eine besonders genaue und eingehende Prüfung von Kandidaten für das Priesteramt.
Die Ansicht, zwischen Homosexualität und Pädophilie gebe es einen direkten Zusammenhang, wies er zurück. Ebenso wandte sich Küng gegen die Auffassung, der Zölibat an sich sei Ursache für Missbrauchsfälle im kirchlichen Kontext. Er sprach sich gegen eine Abkehr von der Zölibatsverpflichtung für Priester aus. Es gebe "kein stärkeres Zeichen für Gott und für die Liebe zur Kirche als den freiwilligen, bewussten Verzicht auf Ehe und Familie". Für die Verwässerung dieses Zeichens machte Küng die verbreitete "Erotisierung" auch innerhalb der Kirche mitverantwortlich.
Zur Forderung nach einem "barmherzigeren" Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen sagte Küng in dem "Tagespost"-Interview, der Empfang der Eucharistie setze "immer - nicht nur im Zusammenhang mit der Ehe - die Bemühung voraus, im Einklang mit den Weisungen des Herrn zu leben". Dies sei nicht gegeben, wenn jemand mit einer anderen Person als der kirchlich angetrauten in einer sexuellen Beziehung zusammenlebe.
Kommunionempfang in einer solchen Situation setze Umkehr oder zumindest den Wunsch danach voraus. "Wenn die Kirche die Einhaltung dieser Kriterien fordert, ist das nicht ein Mangel an Barmherzigkeit, sondern die Folge einer inneren Logik", erklärte der St. Pöltner Bischof. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich da in der Zukunft etwas ändern kann.
Auch wiederverheiratete Geschiedene seien nicht für immer vom Empfang der Kommunion ausgeschlossen, sofern sie ihre sexuelle Gemeinschaft nicht fortführen und "wie Bruder und Schwester leben". Wiederverheiratete sollten nach den Worten Küngs ernsthaft versuchen, christlich zu leben, indem sie ihr Gebet pflegen und regelmäßig am Sonntagsgottesdienst teilnehmen, auch wenn sie nicht kommunizieren können.
Klaus Küng war noch in seiner Zeit als Feldkircher Bischof als "Trouble-Shooter" in die Diözese St. Pölten gekommen. Im Juli 2004 wurde er zum Apostolischen Visitator bestellt, um die Situation in der Diözese und im Priesterseminar zu klären, nachdem Vorwürfe der Kinderpornografie und praktizierter Homosexualität bekanntgeworden waren. Am 7. Oktober 2004 wurde Küng zum Bischof von St. Pölten und damit als Nachfolger von Kurt Krenn ernannt.
Link: Das Interview im Wortlaut.
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22.05.2010 06:09:30
Neuausgabe des Begräbnisrituale wird aufgrund von massiver Kritik überarbeitet
(news.stjosef.at) Im Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg (Mai 2010) wird ein Schreiben des Vorsitzenden der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Joachim Meisner, an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und konferenzfreien Bischöfe des deutschen Sprachgebiets, dokumentiert. Darin geht es um die Rezeption der Neuausgabe des Ritual-Faszikels „Die kirchliche Begräbnisfeier“, die offenbar auf massive Kritik gestoßen ist. Angesichts der Probleme heißt es sogar: „Die Deutsche Bischofskonferenz ist im Rahmen ihrer Frühjahrsvollversammlung am 23. Februar 2010 zu der Feststellung gelangt, dass das neue Rituale in der vorliegenden Fassung als gescheitert gelten muss. Um der Ordnung der Liturgie willen hält sie Maßnahmen für erforderlich, die der Verunsicherung in den Pfarreien begegnen und die erforderliche Überarbeitung des Rituale zielstrebig auf den Weg bringen.“ In diesem Sinn wird die Absicht der Deutschen Bischofskonferenz kundgemacht, „umgehend den Zeitraum, in dem die Ausgabe 1972/73 des Rituale ‚Die kirchliche Begräbnisfeier in den Bistümern des deutschen Sprachgebietes‘ rechtmäßig benutzt werden kann, für ihren Verantwortungsbereich um zwei Jahre (bis zum 1. Adventssonntag 2011, 27.11.2011) zu verlängern.“ Außerdem wird „sofort mit einer Bestandsaufnahme der Kritik und der Erstellung einer revidierten Fassung“ begonnen. Kardinal Meisner bringt in seinem Schreiben die Hoffnung zum Ausdruck, dass es gelingt, „eine verbesserte zweite Auflage des Begräbnisrituale auf den Weg zu bringen, die den Bischofskonferenzen und konferenzfreien Erzbischöfen zur Approbation und anschließend dem Apostolischen Stuhl zur Rekognoszierung vorgelegt werden kann.“ Die Erzdiözese Salzburg hat für ihren Bereich die rechtmäßige Verwendung der Ausgabe 1972/73 des Rituale bis zum 27.11.2011 verlängert.
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22.05.2010 05:58:32
Pfingsten - das Fest des Heiligen Geistes
(stjosef.at/predigten; JSp) Obwohl in unserem Land noch viele Menschen getauft sind und zur katholischen Kirche gehören, gibt es bei vielen eine große religiöse Unwissenheit. Mitunter wird im Radio oder auch im Fernsehen eine Quiz- bzw. Rätselfrage gestellt, die sich auf die kirchlichen Feiertage bezieht. So auch unlängst wieder in Ö3, wo es um Pfingsten ging. Jemand meinte, das Fest habe mit der Verklärung Christi zu tun. Die richtige Antwortet lautet jedenfalls: Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes.
Aber mit dieser Antwort wissen selbst gläubige Katholiken nicht immer etwas zu verbinden. Vielleicht ergeht es uns wie den Johannesjüngern in Ephesus, die auf die Frage, ob sie schon den Heiligen Geist empfangen hätten, antworteten: „Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“ (Apg 19,2)
Nun, immerhin beten wir immer wieder ausdrücklich zum Heiligen Geist, auch wenn wir nicht immer an die Worte denken, die wir z.B. beim Kreuzzeichen aussprechen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Gott allein gebührt Anbetung, Lob und Ehre. Wir verehren und beten an den einen Gott in drei göttlichen Personen: eben den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jesus Christus hat nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt seinen Jüngern den Heiligen Geist gesandt, und zwar am 50. Tag („Pfingsten“) nach Ostern unter Sturmesbrausen und in „Zungen wie von Feuer, die sich verteilten“. Der Heilige Geist geht aus von Gott dem Vater und dem Sohn zugleich; er ist die personale Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn. Gott selbst ist keineswegs einsam; der eine und einzige Gott lebt in den drei göttlichen Personen in ewiger Gemeinschaft und Liebe. - Lesen Sie die Predigt zum Pfingstsonntag in vollem Wortlaut!
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20.05.2010 16:11:03
Aufruf zum Gebet für die Kirche Chinas
(zenit.org) ).- Kardinal Joseph Zen Ze-kiun hat Hongkongs Katholiken dazu aufgefordert, mit Gebet die Bischöfe in der Volksrepublik China darin zu unterstützen, den Anweisungen des Papstes aus dessen Brief von 2007 zu folgen. Der emeritierte Bischof in der Sonderverwaltungszone sprach der Nachrichtenagentur UCA News zufolge am Dienstag vor 70 Katholiken, die sich aus Anlass des jährlichen Weltgebetstags für China versammelt hatten. Die Veranstaltung wurde von der diözesanen Justitia et Pax Kommission organisiert.
Zen, Salesianer im Kardinalspurpur, sieht in der Bevormundung durch staatliche Stellen, die Bischöfe und kirchliche Gemeinschaften gängeln, das größte Problem der Kirche in China. Dieses bestehe auch noch drei Jahre nach der Veröffentlichung des Papst-Briefes fort.
Er bat die Anwesenden um Gebet für die Bischöfe. "Bisher waren alle neuen Bischofsweihen mit dem Einverständnis des Papstes erfolgt, aber Bischöfe, die der Papst nie bestätigt hatte, konzelebrieren weiterhin mit den Anerkannten", sagte der Kardinal.
Obwohl der Heilige Stuhl dies nie angeprangert hat, wüssten die Katholiken, welche Bischöfe gut sind. Während der Veranstaltung hörten die Teilnehmer auch Aufzeichnungen von Mitteilungen chinesischer Katholiken. Diese sprachen von Schwierigkeiten ihrer Bischöfe, über die Einsamkeit, die Pfarrer durchmachen, und die Unzulänglichkeit der spirituellen Bildung in Festlandchina.
Kardinal Zen sagte gegenüber UCA News, er werde rund 100 Salesianer-Bischöfe und Kardinäle zu einem Treffen in Turin rund um den Weltgebetstag für China fünf Tage lang von diesen Freitag an einladen, um für die Kirche in China zu beten.
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19.05.2010 03:22:21
Familienpolitik: Neue Weichenstellungen nötig
(news.stjosef.at) Wir dokumentierten im folgenden eine Stellungnahme von Prof. Günter Danhel, Leiter des Instituts für Ehe und Familie in Wien, zu aktuellen Herausforderungen der Familienpolitik:
Die Familie ist die kleinste gesellschaftliche Einheit. Wenn neben die ‚idealtypische Konstellation’ der „Kernfamilie“ in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch andere Familienformen (wie zum Beispiel Alleinerziehende, Fortsetzungsfamilien und andere) getreten sind, ändert dies nichts an der Tatsache, dass stabile Beziehungen nach wie vor auch für junge Menschen einen hohen Wert darstellen. Gerade in Zeiten abnehmender Verbindlichkeiten in vielen Lebensbereichen gewinnt die Stabilität familialer Beziehungen eine neue Bedeutung für die betreffenden Personen wie für die gesamte Gesellschaft.
Von der Kinderzahl hängt unter anderem die Erhaltung der sozialstaatlichen Sicherungen ab, insbesondere des Sozialversicherungssystems. Darüber hinaus geht es um die für alle – Familien –und Kinderlose relevante - existenzielle Frage einer „Fortsetzung der Gesellschaft“. Der Grundsatz, für die „nachwachsende“ Generation im gleichen Maße vorzusorgen wie für die nicht mehr im Erwerbsleben stehende, wurde und wird auch in Österreich vernachlässigt. Nicht zuletzt hat die Verschuldung öffentlicher Haushalte zu einer nicht verantwortbaren Belastung für kommende Generationen beigetragen.
Der sich immer stärker beschleunigende Wandel in allen Lebensbereichen führt dazu, dass sich nicht nur die Rahmenbedingungen familialen Lebens, sondern teilweise auch die Beziehungen unter den Familienmitgliedern verändern. Die Auswirkungen der modernen Erwerbsarbeitswelt (z. B. die ständig steigenden Erfordernisse von Flexibilität, Verfügbarkeit, Rationalisierung usw.) betreffen neben vielen anderen Lebensbereichen wie Kultur, Medien usw. auch weite Bereiche des familialen Zusammenlebens (z. B. bei der Verteilung und Erfüllung von Aufgaben in der Familie oder in der Organisation des familialen Alltags). Trotzdem – oder gerade deswegen – kommt der Familie – gesellschaftspolitisch gesehen – entscheidende Bedeutung zu. Stabilität und Lebensform der Familien beeinflussen weithin das soziale und kulturelle Leben.
Vor allem die Sozialisation und Inkulturation des Kindes und Jugendlichen wird von der Familie entscheidend bestimmt und geprägt. In der und durch die Familie wird der Mensch zur Person.
Neben die Bedeutung der Familie für die Kinder werden die Leistungen von Familien hinsichtlich Pflege und Betreuung individuell und gesellschaftlich gesehen immer wichtiger, ja geradezu unverzichtbar, werden (man denke nur an die schiere Unmöglichkeit, alle alten und pflegebedürftigen Menschen in Institutionen zu betreuen!)
Zur Durchführung ihrer geistigen und kulturellen Aufgaben bedarf die Familie der Unterstützung durch die Gesellschaft. In diesem Sinn soll eine vom Familienlastenausgleich zum „Familienleistungsausgleich“ weiter entwickelte Politik dazu beitragen, den Familien die ökonomisch-materielle Basis für die Bewältigung ihrer Aufgaben sicherzustellen. Dadurch erfolgt ein auch gebotener Ausgleich zwischen den Familien und jenen Bevölkerungsteilen, die keine Belastung durch die Erhaltung der Kinder zu tragen haben. Stets ist dabei das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit von entscheidender Bedeutung: Es geht nicht um „Förderung“ oder gar „Privilegierung“ bestimmter Lebensformen, sondern um eine bessere Wahrnehmung, Anerkennung und Abgeltung von Leistungen, die in und durch Familien im Interesse der gesamten Gesellschaft – also auch der Kinderlosen! – erbracht werden.
Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips ist es entscheidend, den Familien eine eigenständige Besorgung ihrer Aufgaben sicherzustellen. Daher sind die Elternrechte im Bereich der Erziehung gegen über dem Staat abzusichern. Familienpolitik reicht über den solidarischen materiellen Ausgleich hinaus und umfasst auch die Vorsorge für die Sicherung der Funktionsfähigkeit der Familien. Ganz allgemein geht es darum, eine vielfach festzustellende strukturelle Kinder- und Familienfeindlichkeit zu überwinden. Ideelle Aspekte wie das Eintreten für die Ehe als Grundlage der Familie, die Sorge um gelingende Beziehungen, der umfassende Schutz des menschlichen Lebens ergänzen eine nachhaltige Familienpolitik, die im Sinne einer „Querschnittmaterie“ auch in Wechselbeziehung zu viele anderen Politikfeldern steht.. Auch sollen Familien zukünftig stärker als bisher „Protagonisten“ und Gestallter ihres Schicksals werden – das bedeutet für die Konzeption und Umsetzung zukünftiger familienpolitischer Maßnahmen, die Betroffenen schon möglichst frühzeitig einzubeziehen und ihnen ein hohes Maß an Mitverantwortung und Mitgestaltung einzuräumen. Familienbezogene Angebote und Dienstleistungen, welche primär die Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Familien stärken und die die Betroffenen einbeziehen und aktivieren, haben den Vorrang vor solchen, welche darauf abzielen, Familien bloß zu „Objekten“ familienpolitischen Handelns zu machen. So werden Familien zu „Motoren“ einer umfassenden Sozialreform und Familienpolitik wird auch als „Gesellschaftsordnungspolitik“ wirksam.
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19.05.2010 03:19:05
Parteitag des Zeitgeistes
(kathnews.de) Wallfahrtsdirektor Prälat Dr. Wilhelm Imkamp hat im Rahmen einer Wallfahrt der Marianischen Frauencongregation scharfe Kritik am Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) geübt. In seiner Predigt vor den über 100 Pilger zählenden Gottesdienstbesuchern bezeichnete er den ÖKT als einen „Parteitag des Zeitgeistes“ und eine „Veranstaltung des Triumphes der Unmoral“. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Äußerungen der ehemaligen Landesbischöfin der „Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover“, Margot Käßmann, ein. Diese habe mit ihrer Aussage, die Anti-Baby-Pille sei ein Geschenk Gottes, neuerlich eine rote Ampel überfahren – „diesmal aber nüchtern“, was noch schlimmer sei, so Imkamp.
Kritik übte der wortgewandte Prälat auch an den Aussagen des Theologen Hans Küng, der öffentlich den Papst angreife. Auch die Meinung verschiedener wankelmütiger Bischöfe, wonach der Zölibat als Ursache der ans Tageslicht gelangten Verfehlungen abgeschafft werden sollte, bedachte Imkamp mit Kritik. Den Pilgern, die allesamt aus Regensburg kamen, versicherte er, dass sie ihren Bischof als Glücksfall betrachten könnten. Das Schiff Kirche befinde sich momentan in schwerem Seegang und einige Matrosen versuchten, zu meutern. Die Gläubigen sollten sich nicht entmutigen lassen, so Imkamp, sondern vielmehr kleine Zeichen der Gnade verschenken und auf die Muttergottes vertrauen.
Bei der Marianischen Frauencongregation handelt es sich um einen Zusammenschluss von Frauen, die gestützt auf diese Gemeinschaft ihr Leben „bewusst nach dem christlichen Glauben in der katholischen Kirche gestalten“ wollen. Sie stellen sich bei diesem Bemühen unter den besonderen Schutz der Gottesmutter Maria. Die erste Marianische Congregation wurde 1562 in Rom gegründet. Präfektin der Marianischen Frauencongregation in Regensburg ist Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.
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16.05.2010 16:26:24
Kommunionempfang für evangelische Christen?
(kathnews.de; Dr. Gero Weishaupt, gekürzt) Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München haben der katholische Theologe Otto Hermann Pesch und der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke für einen Empfang der heiligen Kommunion auch durch Angehörige nichtkatholischer Konfessionen geworben. Doch weder das Zweite Vatikanische Konzil und einschlägige nachkonziliare Dokumente noch das Gesetzbuch der katholischen Kirche, der Codex Iuris Canonici von 1983, sehen eine uneingeschränkte Zulassung nichtkatholischer Christen reformatorischer Gemeinschaften zur heiligen Kommunion vor. Die Spendung an nichtkatholische Christen der reformatorischen Gemeinschaften knüpft der Gesetzgeber an genau umschriebene fünf Bedingungen:
1. Todesgefahr oder andere Notlage: Zu einer Notlage hören z.B. Verfolgung oder Gefängnis. Es geht um Notlagen, die im Einzelfall, nicht also generell, eine Zulassung rechtfertigen. Eine Feier aus ökumenischem Anlass ist kein Notfall. Darum stellt z.B. eine ökumenische Trauung keinen Fall eines pastoralen Notfalles dar. Die Feststellung eines Notfalles kommt nicht dem Spender der heiligen Kommunion zu, sondern der Bischofkonferenz bzw. dem Diözesanbischof.
2. Unmöglichkeit, einen Spender der eigenen reformatorischen Gemeinschaft aufzusuchen
3. Bitte um den Empfang aus eigenem Antrieb
4. Bekundung des katholischen Glaubens bezüglich der heiligen Eucharistie seitens des nichtkatholischen Christen.
Lesen Sie den informativen Beitrag von Prof. Dr. Gero Weishaupt in voller Länge auf kathnews.de!
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16.05.2010 16:22:27
Solidarität mit Papst Benedikt
(radiovatikan.de) Mehr als 200.000 Menschen haben an diesem Sonntag auf dem Petersplatz am österlichen Mittagsgebet des Papstes teilgenommen. Die italienische Bischofskonferenz und mehr als sechzig katholische Verbände hatten zum Kommen aufgerufen, um angesichts der kirchlichen Missbrauchsskandale Solidarität mit Benedikt XVI. zu zeigen. Auch namhafte Politiker ließen sich in der festlich gestimmten Menge sehen. „Heiliger Vater, du bist nicht allein“ oder „Zusammen mit dem Papst“ – Slogans dieser Art waren auf Transparenten zu lesen; über der „Piazza San Pietro“ stiegen Luftballons in Vatikanfarben zum grauen Himmel auf.
„Ich danke euch für diese schöne und sponane Demonstration des Glaubens und der Solidarität“, sagte der Papst vom Fenster seines Arbeitszimmers aus. „Ihr zeigt damit eure Nähe zum Papst und zu euren Priestern, damit wir mit erneuerter Spiritualität und Moral immer besser der Kirche dienen können, dem Volk Gottes und allen, die sich voll Vertrauen an uns wenden.“
Benedikt griff mit einem ungewöhnlichen Nachdruck in der Stimme die Worte auf, die er vor kurzem bei seinem Besuch in Portugal für die Missbrauchsskandale gefunden hatte: Dabei hatte er vor Journalisten gesagt, es gehe hier zu einem großen Teil um einen Angriff auf die Kirche, aber aus ihrem Inneren heraus.
„Der wahre Feind, den es zu fürchten und zu bekämpfen gilt, ist die Sünde und das Böse, das manchmal leider auch Mitglieder der Kirche ansteckt. Wir leben in der Welt, sind aber nicht von der Welt; wir Christen haben keine Angst vor der Welt, müssen uns aber hüten vor ihren Versuchungen. Wir sollten die Sünde fürchten und uns darum so gut wie möglich in Gott verankern, um stark im Guten, in der Liebe und im Dienst zu sein... Mögen uns die Versuchungen, die der Herr zulässt, dazu drängen, unseren eigentlichen Weg mit stärkerer Radikalität und Kohärenz fortzusetzen, und beten wir für die Bekehrung der Herzen. Danke!“
Den deutschsprachigen Pilgern und Besuchern sagte der Papst: „Das gemeinsame Gebet mit so vielen Gläubigen hier auf dem Petersplatz ist ein sichtbarer Ausdruck unserer Einheit in der Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat. Wie Maria und die Apostel im Abendmahlssaal bitten wir in diesen Tagen vor Pfingsten um den Heiligen Geist, den Beistand, den der Herr seinen Jüngern verheißen hat. Er schenke uns neu die Fülle seiner Gaben, damit wir das Geheimnis der Liebe des Vaters und des Sohnes immer tiefer erkennen und fähig werden, am Werk der Erlösung mitzuarbeiten. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag.”
Vor dem Mittagsgebet des Papstes hatte der italienische Kardinal Angelo Bagnasco auf dem Petersplatz einen Gottesdienst gehalten. Dabei wurde nicht nur für den Papst, sondern vor allem für die Opfer von Missbrauch durch Kirchenleute gebetet. Bagnasco leitet die italienische Bischofskonferenz. In seiner Predigt rief er zu Busse und Erneuerung in der Kirche auf.
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15.05.2010 06:28:58
Standorte - Theologische Skizzen und Gestalten
(bebeverlag.at) Im be&be-Verlag des Stiftes Heiligenkreuz ist ein Büchlein von Pfr. Dr. Stefan Hartmann mit dem Titel "Standorte. Theologische Skizzen und Gestalten" erschienen. Der Verlag stellt das Buch so vor: "In einer Zeit, in der in der katholischen Theologie vieles in Fluss geraten ist, ist es für gläubige Christen oft schwierig, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Mit seinen scharfen Beobachtungen und punktgenauen Analysen liefert Stefan Hartmann eine fundamentale Hilfestellung, um aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche richtig deuten zu können. Da der Autor als Priester und Theologe selbst seinen unverrückbaren Standort in einer menschenfreundlichen und zeitnahen Kirchlichkeit hat, laden seine Theologischen Skizzen und Gestalten ein, die Fundamente des Glaubens neu zu schätzen. Hartmann gelingt in Standorte ein souveräner Überblick über einige der bewegendsten Themen und prägendsten Persönlichkeiten der Theologie der letzten Jahre." Zu diesen Themen zählen z.B. der neue Atheismus, die Gottesmutter Maria, der heilige Josef, das Priesterjahr und der hl. Pfarrer von Ars. - Bibliografische Angabe: Stefan Hartmann, Standorte. Theologische Skizzen und Gestalten, 189 Seiten, 12,1 x 19,8cm, Be&Be-Verlag:Heiligenkreuz 2010, ISBN 978-3-902694-15-7, Preis: EUR 12,90, Link: http://www.bebeverlag.at
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15.05.2010 06:05:48
Beten um den Geist der Einheit in Wahrheit und Liebe
(stjosef.at/predigten; JSp) In den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten haben die Apostel und die übrigen Jünger, zusammen mit den gläubigen Frauen, um das Kommen des Heiligen Geistes gebetet („Pfingstnovene“). Jesus hatte ihnen den Beistand, den Tröster, verheißen; und wenn er fortginge zum Vater, würde er ihn senden, so hatte er seinen Jüngern versprochen.
In ähnlicher Weise wollen auch wir in diesen Tagen Gott besonders um das Geschenk seines Heiligen Geistes bitten. In der Taufe und in der Firmung haben wir diesen Heiligen Geist bereits empfangen; doch seine Gaben werden uns immer aufs neue zuteil, wenn wir dafür offen sind und vertrauensvoll darum bitten. Der Heilige Geist macht gleichsam schon den Himmel ein Stück weit auf Erden gegenwärtig; er ist wie ein Unterpfand der kommenden Vollendung. So gehen wir in Hoffnung unseren Weg auf Erden, dem ewigen Ziel entgegen!
Im Evangelium hören wir einen Ausschnitt aus dem Hohepriesterlichen Gebet, das Jesus Christus an den himmlischen Vater richtet. Er tritt als Fürbitter für die Menschen ein und betet, dass alle, die an ihn glauben, eins sind, so wie er mit dem Vater eins ist in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Die Einheit der Glaubenden hier auf Erden in der Liebe ist ein Zeichen und ein Abbild für die Einheit Gottes selbst, der ein Geheimnis ewiger Liebe ist: ein Gott in drei göttlichen Personen. - Lesen Sie die Predigt zum 7. Sonntag der Osterzeit C in vollem Wortlaut!
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14.05.2010 09:43:43
Bischof rehabilitiert: Kein Ermittlungsverfahren gegen Mixa
(augsburger-allgemeine.de)
Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt leitet kein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren Augsburger Bischof Walter Mixa ein. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter der Augsburger Allgemeinen. Er sagte: "Nach Vernehmung der Zeugen ist ein Tatnachweis nicht zu führen." Nach dem Ergebnis der Vorermittlungen hat sich damit der Verdacht nicht erhärtet, Mixa habe in seiner Zeit als Bischof von Eichstätt einen minderjährigen Jungen sexuell missbraucht. Die Staatsanwaltschaft hatte die Vorermittlungen aufgrund eines Hinweises gestartet. Der Hinweis stammte von Mitarbeitern der Diözese Eichstätt. Daraufhin hatte die Diözese Augsburg die Generalstaatsanwaltschaft München informiert.
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14.05.2010 09:41:43
Bischof Küng fordert steuerliche Entlastung für die Familien
(presse.kirche.at) „Auch im Spitzensteuerland Österreich muss es Familien möglich sein, ihren Wunsch nach mehr Kindern zu realisieren“, erklärte Familien-Bischof Klaus Küng anlässlich der jüngst veröffentlicht OECD-Studie über die „Durchschnittliche Steuerlast auf Arbeitseinkommen“.
Der Katholische Familienverband fordert eine rasche Wertanpassung der Familienleistungen.
„Mir scheint es ein Signal in die falsche Richtung zu sein, wenn die einzigen, deren Steuerlast in den letzten 10 Jahren zurückgegangen ist, Paare ohne Kinder sind“, stellt der Bischof fest und wünscht sich von Politikern „Mut machende Signale für Menschen, die das Projekt Familie und Kinder auf sich nehmen“, denn letzten Endes werden alle davon profitieren, ist der Bischof, der in der österreichischen Bischofskonferenz für die Anliegen der Familien zuständig ist, überzeugt.
Konkret fordert Bischof Küng „für jedes Familienmitglied ein steuerfreies Existenzminimum.“ Gleichzeitig lobte der St. Pöltener Diözesanbischof die Tatsache, dass laut der Studie in Österreich die Transferleistungen für Eltern und Kinder höher seien als in den meisten übrigen Industriestaaten.
Dieses „Prinzip der Subjektförderung durch monetäre Hilfen“ sollte unbedingt beibehalten werden, erklärte Küng. Damit werde Eltern eine echte Wahlfreiheit ermöglicht“.
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14.05.2010 09:40:47
Papst Benedikt erneuerte Marienweihe
(kath.net) Papst Benedikt hat am Mittwoch bei der Messe in der Dreifaltigkeitskirche in Fatima einen Weiheakt der Priester an das Unbefleckte Herz Mariens vollzogen. Das Gebet von Benedikt XVI. dazu lautete:
Maria, Unbefleckte Mutter,
an diesem Ort der Gnade,
an dem die Liebe deines Sohnes Jesus,
des Ewigen Hohenpriesters,
uns Söhne im Sohn und seine Priester
zusammengerufen hat,
weihen wir uns deinem mütterlichen Herzen,
um treu den Willen des Vaters zu erfüllen.
Wir sind uns bewußt, daß wir ohne Jesus
nichts Gutes vollbringen können (vgl. Joh 15,5)
und daß wir nur durch ihn, mit ihm und in ihm
für die Welt
Werkzeug des Heils sein können.
Braut des Heiligen Geistes,
erwirke uns die unschätzbare Gabe
der Umgestaltung in Christus.
In derselben Kraft des Geistes,
der dich überschattet
und zur Mutter des Erlösers gemacht hat,
hilf uns, daß Christus, dein Sohn,
auch in uns geboren werde.
Die Kirche möge so
von heiligen Priestern erneuert werden,
die von der Gnade dessen verwandelt wurden,
der alles neu macht.
Mutter der Barmherzigkeit,
dein Sohn hat uns berufen,
so zu werden wie er selbst:
Licht der Welt und Salz der Erde.
(vgl. Mk 5,13.14).
Hilf uns
mit deiner mächtigen Fürsprache,
daß wir dieser erhabenen Berufung nie untreu werden,
daß wir unserem Egoismus nicht nachgeben,
noch den Schmeicheleien der Welt
und den Verlockungen des Bösen.
Bewahre uns mit deiner Reinheit,
beschütze uns mit deiner Demut
und umfange uns mit deiner mütterlichen Liebe,
die sich in vielen Seelen widerspiegelt,
die dir geweiht sind
und uns zu echten Müttern im Geiste geworden sind.
Mutter der Kirche,
wir Priester wollen Hirten sein,
die nicht sich selbst weiden,
sondern sich Gott hingeben für die Brüder und Schwestern
und darin ihre Erfüllung und ihr Glück finden.
Nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben
wollen wir demütig
Tag für Tag unser „Hier bin ich“
sagen.
Von dir geführt,
wollen wir Apostel
der Göttlichen Barmherzigkeit sein
und voll Freude jeden Tag
das heilige Opfer des Altares feiern
und allen, die darum bitten,
das Sakrament der Versöhnung spenden.
Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden,
du bist ganz hineingenommen
in die einzige universale Mittlerschaft Christi,
erflehe uns von Gott
ein völlig neues Herz,
das Gott mit all seiner Kraft liebt
und der Menschheit dient wie du.
Sprich zum Herrn noch einmal
dein wirkungsvolles Wort:
„Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3),
damit der Vater und der Sohn
über uns den Heiligen Geist
wie in einer neuen Sendung ausgießen.
Voller Staunen und Dank
für deine ständige Gegenwart in unserer Mitte,
will auch ich
im Namen aller Priester ausrufen:
„Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn
zu mir kommt?“ (Lk 1,43).
Maria, seit jeher unsere Mutter,
werde nicht müde, uns zu „besuchen“,
uns zu trösten, uns zu stützen.
Komm uns zu Hilfe
und errette uns aus allen Gefahren,
die uns drohen.
Mit diesem Akt des Anvertrauens und der Weihe
wollen wir dich auf tiefere und vollständigere Weise,
für immer und ganz
in unser Leben als Menschen und Priester hineinnehmen.
Deine Gegenwart lasse die Wüste
unserer Einsamkeit neu erblühen
und die Sonne über unserer Dunkelheit leuchten
und bringe nach dem Sturm die Ruhe zurück,
damit jeder Mensch
das Heil des Herrn sehe,
das den Namen und das Gesicht Jesu trägt,
der sich in unseren Herzen widerspiegelt,
da sie stets eins mit dem deinen sind.
Amen.
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