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18.11.2006 10:06:07
"Conversi ad Dominum!"
(news.stjosef.at) Auf der Homepage des Oratoriums St. Rochus in Wien stellt Paul Bernhard Wodrazka CO im Hinblick auf die Zelebration der heiligen Messe „zum Herrn hin“ einen chronologischen Durchgang durch die nachkonziliaren kirchlichen Dokumente vor. Dabei kommt er zu folgendem Ergebnis: „Das Studium der nachkonziliaren Dokumente zeigt, daß sämtliche nachkonziliare Meßbücher in ihren Rubriken (und auch in der Allgemeinen Einführung in das Meßbuch) davon ausgehen, daß die hl. Messe „zum Herrn hin“ gefeiert wird. Weiters kann festgehalten werden, daß die nachkonziliaren Dokumente es dem Priester gestatten, wann immer er es möchte, versus orientem zu zelebrieren. Dies gilt sowohl für den alten Hochaltar (sofern dieser der Hauptaltar der Kirche ist), als auch für umschreitbare freistehende Altäre (die oft als sogenannte Volksaltäre bezeichnet werden, da der Priester an diesen auch versus populum zelebrieren kann). Die Wendung des Zelebranten zum Volk während der gesamten Feier der hl. Messe ist weder von der Konstitution über die heilige Liturgie noch von der Liturgiereform offiziell eingeführt oder vorgeschrieben worden. In den nachkonziliaren Dokumenten wurde sie lediglich für möglich erklärt. In Kirchen, in denen die räumliche Anlage des Altares es nicht anders zuläßt, bzw. die über einen künstlerisch wertvollen Altar verfügen, wird von der Gottesdienstkongregation ausdrücklich dazu geraten, am vorhandenen Altar mit dem Rücken zum Volk zu zelebrieren. Das Prinzip, daß es nur einen einzigen Altar geben sollte, ist theologisch höherrangig als die Möglichkeit zum Volk hin zu zelebrieren. Schließlich bleibt noch zu sagen, daß wie immer aber die Stellung des zelebrierenden Priesters sein mag, es klar sein muß, daß das eucharistische Opfer dem einen und dreieinigen Gott dargebracht wird.“ - Lesen Sie mehr dazu!
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18.11.2006 10:01:24
Das Beispiel der heiligen Elisabeth
Mit dem 19. November 2006 – dem liturgisch wegen des Sonntags nicht gefeierten Gedenktag der heiligen Elisabeth von Thüringen – beginnt das „Elisabeth-Jahr“: Wir feiern 2007 den 800. Jahrestag der Geburt der heiligen Elisabeth, die von 1207-1231 gelebt hat. Uns allen ist diese große Frau als Beispiel liebender Sorge für die Armen bekannt; viele verehren sie und bemühen sich, sie in ihrem Leben nachzuahmen. Das Leben der heiligen Elisabeth zeigt uns, wie sich eine wahrhaft christliche Berufung verwirklichen kann: zuerst in der Familie, dann im Witwenstand und in gottgeweihter Lebensweise, stets offen für die Not der Armen. Die innere Kraft der heiligen Elisabeth war ihre tiefe Verbundenheit mit Christus, dem Herrn. - Lesen Sie dazu die Predigt von Dr. Josef Spindelböck sowie das Hirtenwort der Bischöfe von Erfurt und Fulda!
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17.11.2006 14:53:47
Bischof Kapellari warnt vor "Fundamentalismus-Keule"
(kath-kirche-kaernten.at) Vor einem allzu leichtfertigen Umgang mit dem Begriff „Fundamentalismus" hat der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari gewarnt. Das Wort „Fundamentalismus" werde heute oft sehr leichtfertig „als eine Keule gegen religiöse Menschen verwendet, die ihren Glauben ernst nehmen", stellte Kapellari in einem Vortrag im katholischen Bildungshaus „Sodalitas" in Tainach/Tinje in Kärnten fest. Es gebe aber einen Qualitätsunterschied zwischen "fundamental" und "fundamentalistisch", der nicht nivelliert werden dürfe. Fundamentalismus dürfe kein Wort für alles ernsthaft Geglaubte und Getane sein, das jemandem aus verschiedensten Gründen nicht sympathisch ist. Entscheidend sei, ob Fundamentalismen "zu Hass und physischer Gewaltanwendung gegen Andersgläubige aufrufen" oder ob in ihrem Verständnis von Gesellschaft und Staat ein demokratischer Pluralismus und die Freiheit kritischer Vernunft inkludiert sind, so Kapellari. Papst Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Universitätsrede das Problem der Gewalt umfassend und deutlich angesprochen. Adressat dieser Rede sei nicht nur die islamische Welt gewesen, wo das Problem der religiös begründeten Gewalt noch weitgehend tabuisiert sei, sondern „auch das Christentum", so Kapellari. Wenn man die Rede des Papstes und auch seine anschließenden Klarstellungen liest, so werde man Udo Steinbach, dem Leiter des Hamburger Orient-Instituts zustimmen, der die Regensburger Rede eine „Steilvorlage an islamische Theologen" nannte, „ihrerseits zum Verhältnis von Gewalt und Religion Stellung zu nehmen und die behauptete Friedfertigkeit des Islam zu untermauern". - Lesen Sie noch mehr dazu!
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17.11.2006 14:50:53
"Theologischer Vorbehalt" gegen Thesen von Prof. Walter Kirchschläger
(news.stjosef.at) Einen „theologischen Vorbehalt“ gegen das vom Luzerner Exegeten und Neutestamentler Prof. Walter Kirchschläger vertretene Kirchenbild hat der Wallfahrtsseelsorger von Maria Dreieichen, P. Robert Bösner OSB, formuliert. Kirchschläger hatte beim „Österreichischen Pfarrerforum“ am 15. Oktober 2006 im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten das Grundsatzreferat zum Thema „Gemeindeleitung in priesterlosen Gemeinden“ gehalten (wörtlich dokumentiert unter http://www.pfarrer-initiative.at ). Dabei führte Kirchschläger aus: Die Kirche entstehe „nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben“. Für die gegenwärtige Situation der Kirche gelte unter anderem, dass man sich „vom Begriff des ‚Amtes’ verabschieden und konsequent von Diensten in der Kirche sprechen“ solle. Mit Kritik an der Koppelung der Leitungsvollmacht an das Weihepriestertum formulierte Kirchschläger: „Nicht die Leitung der Herrenmahlfeier befähigt zur Gemeindeleitung, sondern die Ermächtigung zur Gemeindeleitung führt zum Vorsitz bei der Herrenmahlfeier.“ Er plädiere natürlich nicht für eine Kirchenspaltung, doch dürfe „die Verbundenheit mit dem Bischof von Rom und der so genannten Weltkirche“ auf Dauer nicht größer sein „als die Solidarität mit der eigenen Diözesankirche“. P. Robert Bösner OSB weist in seiner Kritik an den Ausführungen von Prof. Kirchschläger nun darauf hin, dass die Kirche Jesu Christi, auch wenn es sich am Anfang um kleine Einheiten gehandelt habe, dennoch stets „eine sakramentale Gegebenheit war, in der die ganze ‚eine, heilige, katholische und apostolische Kirche’ (vgl. Großes Credo) gegenwärtig ist“. Von allem Anfang an (nämlich dem Pfingstfest) trat die Kirche in der ersten, d.h. der Jerusalemer Ur-Gemeinde nicht nur als Freundeskreis oder überschaubare Gruppe in die Öffentlichkeit, sondern als ein gemeinschaftlich-gesellschaftliches Gebilde mit öffentlichem Anspruch, so P. Bösner. - Linktip: www.maria-dreieichen.at
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16.11.2006 18:50:53
Wallfahrt der Berufungspastoral auf dem Jakobsweg
(presse.kirche.at) "Heute hat Gott gelächelt", meinte Bischof DDr. Klaus Küng zum strahlenden Herbstwetter bei der Wallfahrt der Berufungspastoral der Diözese St. Pölten, die am Leopolditag, dem 15. November auf dem Jakobsweg von der Ferdinandwarte bei Mautern bis Maria Langegg im Dunkelsteinerwald führte. 200 Personen, Jugendliche wie Erwachsene, nahmen daran teil. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von Maria Langegg. Über 150 Menschen haben sich vom Ausgangspunkt der Wallfahrt um 9 Uhr bei der Ferdinandswarte bei Unterbergern im Dunkelsteinerwald versammelt, um sich in mehr als drei Stunden auf dem Jakobsweg gemeinsam zu besinnen, über die eigene Berufung im Leben nachzudenken, mit anderen darüber zu reden, miteinander zu singen und zu beten. Unter den Teilnehmern aus allen Teilen der Diözese war auch eine Firmgruppe aus Mautern. Ebenso nahmen Priester und Ordensschwestern aus der Diözese an dieser Wallfahrt teil. An zwei weiteren Stationen, dem Windstallgraben und dem Kreuzberg fanden sich weitere Teilnehmer ein. Unter ihnen auch Bischof DDr. Klaus Küng, der den Weg bis zum Ziel Maria Langegg mitpilgerte. Bei diesen Stationen gab es auch kurze Gedankenimpulse zu Fragen der eigenen Berufung. Gott brauche den Menschen, um der Welt die Erlösung zu schenken, wies Regens Dr. Anton Leichtfried beim dritten Impuls hin. Jeder solle sich besinnen, welche Aufgabe er in diesem Plan habe und was Gott von ihm erwarte. Organisator Subregens Dr. Gerhard Reitzinger zeigte sich nach der Wallfahrt mit dem Erfolg zufrieden und war von der großen Zahl der Teilnehmer und des Interesses überrascht. Das gemeinsame Gehen auf einem gemeinsamen Weg und dabei ins Gespräch zu kommen, sei ein Zeichen des Miteinander von Christen, meinte er. Diese Wallfahrt sei ein Weg, den Ruf Gottes im eigenen Leben zu hören und um Berufungen zu beten, sagt Regens Dr. Anton Leichtfried und meint, dass Weg, Lebensweg und Berufung schon immer nahe beieinander liegen. Dies habe auch diese Wallfahrt ausgedrückt. Heute laufen viele Menschen Gefahr, auf ihrem Lebensweg in eine Sackgasse zu geraten, sagte Bischof DDr. Klaus Küng in der Predigt beim Gottesdienst. Daher sei es für jeden Einzelnen wichtig, bei seinen Lebensentscheidungen auf Gott zu hören. Man müsse still werden und sich Gott mit seinen Fragen und Anliegen und dem Wunsch nach Klarheit zuwenden, sagte er. Jeder könne dabei Jesus begegnen, "der auch heute durch die Straßen unserer Zeit geht und die Menschen ruft, ihm zu folgen“. Denn Gott habe mit jedem Menschen einen bestimmten Plan. Um den kennen zu lernen sei es notwendig, Jesus kennen zu lernen und in jedem Beruf, sei es als Rechtsanwalt, als Krankenschwester oder Lehrerin, als Christ zu leben. Der Bischof rief die Anwesenden auf, in kleinen Schritten damit anzufangen, seine eigene Berufung zu entdecken. Alle Teilnehmer waren zum Abschluss zu Tee in das Kloster der Gemeinschaft der Seligpreisungen geladen.
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16.11.2006 18:48:06
Bedrohung der Kirche im türkischen Teil Zyperns
(fides.org/internetpfarre.de) Im Verlauf des Besuchs des zypriotischen Präsidenten Tassos Papdopoulos im Vatikan am vergangenen 10. November wurde dem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. eine Fotodokumentation zum Wandel der Nutzung hunderter christlicher Kirchen im türkisch besetzten Teil der Insel vorgelegt. Nach Angaben der zypriotischen Regierung wurden im Verlauf der vergangenen 30 Jahre 133 Kirchen, Kapellen und Klöster entweiht und als Ställe, Hotels, Pensionen oder Night Clubs genutzt, 78 wurden in Moscheen verwandelt, 28 zu militärischen Zwecken und zur Einrichtung von Krankenhäusern und 13 als Vorratslager benutzt. In diesem Zusammenhang wurden rund 15.000 Ikonen illegal entfernt, deren derzeitiger Verbleib unbekannt ist. Lediglich besonders gesuchte Pilgerziele wie das Apostel-Andreas-Kloster auf der Halbinsel Karpas oder die Grabeskirche des heiligen Barnabas in Salamis werden auch im türkisch kontrollierten Gebiet mehr oder weniger besser erhalten. - Lesen Sie mehr unter diesem Link!
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16.11.2006 18:43:43
Albertus Magnus - ein Friedensstifter
(zenit.org) Benedikt XVI. verwies gestern, Mittwoch, auf das Beispiel des heiligen Albertus Magnus, der ein großer Friedensstifter gewesen sei. Aus Anlass des liturgischen Gedenktags des berühmten Dominikanerpaters, der im 13. Jahrhundert Bischof von Regensburg gewesen war, würdigte der Heilige Vater gegen Ende der Generalaudienz die Tatsache, dass sich Albert der Große mit all seiner Kraft dafür eingesetzt habe, unter den Völkern der damaligen Zeit Frieden herzustellen. Der Heilige wurde um 1200 in Lauingen an der Donau geboren und starb 1280 in Köln. 1931 wurde er heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. „Sein Beispiel möge euch, liebe Jugendliche, dazu ermutigen, für Gerechtigkeit einzutreten und Versöhnung zu stiften“, erklärte Papst Benedikt vor Zehntausenden von Gläubigen auf dem Petersplatz. Die Kranken forderte er auf, in Albertus Magnus eine Stütze zu finden, „um dem Herrn zu vertrauen, der uns in den Zeiten der Prüfung nie verlässt". Abschließend wandte sich der Heilige Vater an die Ehepaare und Jungvermählten und riet ihnen, dem Beispiel des Heiligen folgend im Evangelium „die Freude zu entdecken, das Leben, diese unschätzbare Gabe Gottes, willkommen zu heißen und ihm zu dienen".
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14.11.2006 20:57:08
Litugisches Direktorium 2006/2007 online
(news.stjosef.at) Auf Anregung von Dr. Josef Spindelböck hat nun das „Diözesane Kompetenzzentrum für Digitalisierung“ (DKDig), welches als Arbeitszentrum zum St. Pöltner Diözesanarchiv gehört (Leiter: Dr. Thomas Aigner) das Liturgische Direktorium für das Kirchenjahr 2006/2007 online gestellt. Damit werden die entsprechenden liturgischen Angaben zu den Tagen des Jahres im Hinblick auf die letztgültigen Normen bzw. Textausgaben zusammengefasst. Dies betrifft vor allem die Feier der heiligen Messe und das Stundengebet; somit will das Direktorium die Ordnung des liturgischen Lebens an allen Tagen des Jahres gewährleisten. Ab sofort ist das Direktorium 2006/2007 online abrufbar unter: http://www.dasp.findbuch.net >> Info-Ressourcen, oder direkt unter diesem Link. - Auch das Direktorium der Erzdiözese Salzburg ist online aufrufbar, und zwar unter diesem Link.
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14.11.2006 13:05:15
Leopoldi-Wallfahrt nach Maria Jeutendorf
(presse.kirche.at) 200 Gläubige beteiligten sich an der diesjährigen Leopoldiwallfahrt der Kath. Männerbewegung des Dekanates Herzogenburg zum Mater-Dolorosa-Karmel nach Maria Jeutendorf. Die Wallfahrt wurde von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng geleitet. Bei der anschließenden Messe hob der Bischof in seiner Predigt die Bedeutung Leopolds als Vorbild auch für heute hervor. Leopold habe in einer schwierigen Zeit gelebt und durch Gläubigkeit, Klugheit und Umsicht einen Weg für sein Leben gefunden. Heute bestehe für viele Menschen die große Gefahr, durch die Beschäftigungen des Alltags und vielfältige Einflüsse das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Wenn Gott aus dem Herzen verdrängt werde, mache sich eine innere Leere breit, warnte der Bischof. Er rief auf, sich wieder Gott zuzuwenden und auf seinen Ruf zu hören. Erneuerung könne nur dann geschehen, wenn jeder für sich selbst den ersten Schritt setze, sagte der Bischof. Darin sei Leopold auch heute Fürsprecher und Vorbild, betonte er. Seit der Gründung des Karmels zum 200-jährigen Jubiläum der Diözese im Jahr 1985 führt die Katholische Männerbewegung des Dekanates jährlich die Leopoldiwallfahrt durch. In zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden haben hunderte Männer aus der gesamten Diözese mitgeholfen, dass dieser Karmel errichtet werden konnte. Dekanatsobmann Konrad Krenstetter konnte heuer wieder zahlreiche Männer aus der ganzen Diözese, unter ihnen den Präsidenten der Katholischen Aktion Roman Fröhlich sowie den Obmann der Diözesanen Männerbewegung DI Dr. Leopold Wimmer und weitere Dekanatsobmänner aus allen Teilen der Diözese begrüßen.
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13.11.2006 20:06:35
Zeit zu gehen
(Signis-Filmreferat) Für ihren ersten Kinodokumentarfilm, soeben auf der Viennale der Öffentlichkeit vorgestellt, beobachtet die österreichische Regisseurin, (evangelische) Theologin und Psychotherapeutin Anita Natmeßnig über drei Monate mehrere unheilbar kranke Menschen in einem Wiener Hospiz. Sie zeigt ihre letzten Tage und ihre Suche nach einem menschenwürdigen Sterben. Ihre Kamera nähert sich dem Alten, Kranken, Unschönen und Tabuisierten, vor allem aber den zwischenmenschlichen Begegnungen. Von wenigen informativen Zwischentiteln abgesehen, verzichtet der Film vollkommen auf eine erklärende Einführung in diesen Kosmos, lässt medizinische, statistische, politische oder sonstige Ansichten derer, die es wissenschaftlich oder professionell „besser“ wissen könnten, außen vor, und widmet sich konsequent und auf Augenhöhe ganz dem zwischenmenschlichen Erleben zwischen Sterbenden, Betreuerinnen und Familie. Anita Natmeßnig ist ein berührender und bereichernder Zugang zum großen Tabu Tod gelungen, ein engagiertes, durchaus parteiisches, Plädoyer für die Hospiz-Bewegung und ein filmischer Beleg für die Erkenntnis, dass das Sterben weniger mit dem Tod als mit dem Leben zu tun hat. - Homepage: www.zeitzugehen.at
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13.11.2006 19:58:11
Türkeibesuch des Papstes: Programm steht fest
(zenit.org) Die offiziellen Eckdaten für die Papstreise von Papst Benedikt XVI. stehen. Der Pressesaal des Vatikans und „Radio Vatikan“, die beide unter der Leitung von P. Frederico Lombardi SJ stehen, gaben an diesem Wochenende die Einzelheiten bekannt. Papst Benedikt XVI. wird im Rahmen seiner Pastoralreise in die Türkei vom 28. November bis zum 1. Dezember Ankara, Ephesus und Istanbul besuchen. Sein Flieger hebt am 28. November um 9.00 Uhr auf dem Rollfeld des Flughafens Rom-Fiumicino ab und landet um 13.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Ankara-Esemboga der türkischen Hauptstadt. Von dort wird der Papst zunächst zum Atatürk-Mausoleum gebracht. Gazi Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938) ist der Begründer des modernen türkischen Staates. Nach dem Museums-Besuch soll die offizielle Begrüßung unter Staatsoberhäuptern sowie der der Höflichkeitsbesuch beim türkischen Staatspräsidenten Ahmed Necdet Sezer erfolgen. Weitere Begegnungen sind mit Außenminister Abdullah Gül und dem Leiter des staatlichen Religionsamtes („Diyanet“), Sektionschef Ali Bardakoglu, geplant. Beim Besuch im Amt für religiöse Angelegenheiten steht auch eine Ansprache des Papstes auf dem Programm. Den Abschluss des Tagesprogramms bildet die Begegnung Benedikts XVI. mit dem Diplomatischen Corps in der Apostolischen Nuntiatur. In Ephesus ist am 29. November die Feier der Heiligen Messe im Heiligtum „Meryem Ana Evi” oder „Haus Mariens“ angesetzt. Papst Benedikt XVI. wird dort eine Predigt halten. Ephesus hat große Bedeutung für die Geschichte der Kirche; hier wirkten die beiden Apostel Johannes und Paulus; im Jahr 431 tagte zudem das Konzil von Ephesus. Die Johannes-Basilika – heute nur mehr eine Ruine – war einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte des ersten christlichen Jahrtausends. Am Mittwochabend fliegt Papst Benedikt XVI. von Smyrna nach Istanbul, dem alten Konstantinopel, wo er in der Patriachatskirche des heiligen Georg beten wird, um anschließend einen ersten Besuch im Fanar, der Residenz des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., zu absolvieren. Höhepunkt der Türkei-Reise des Papstes ist am Donnerstag, dem 30. November, seine Anwesenheit bei der von Bartholomaios I. zelebrierten Liturgie in der Patriarchatskathedrale Sankt Georg. Der 30. November ist das Fest des heiligen Andreas, des Patrons der Kirche von Konstantinopel. Benedikt XVI. wird während der Liturgie eine Ansprache halten, anschließend werden der Papst und Bartholomaios I. eine „Gemeinsame Erklärung“ unterzeichnen. Nach einem gemeinsamen Essen steht ein Besuch in der Hagia Sophia auf dem Programm, ein Gebetstreffen mit dem armenisch-apostolischen Patriarchen Mesrob II. (Mutafyan) in der armenischen Patriarchatskathedrale in Kumkapi. Später soll es zu Begegnungen mit dem syrisch-orthodoxen Metropoliten Mor Timotheos Samuel Aktas und Oberrabbiner Isak Haleva kommen. Für den Abend ist ein Essen mit den Mitgliedern der Türkischen Bischofskonferenz vorgesehen. Am 1. Dezember wird der Papst in der lateinischen Kathedrale Santo Spirito ein Hochamt feiern und eine letzte Predigt halten. Der Abflug von Istanbul erfolgt um 13.15 Uhr Ortszeit; um 14.45 Uhr wird der Papst wieder in Rom erwartet. Die Türkei zählt 72 Millionen Einwohner. 99 Prozent sind Muslime sunnitischer Tradition, die Katholiken stellen nur rund 0,04 Prozent der Gesamtbevölkerung.
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11.11.2006 13:55:02
Christen in der Türkei - eine Dokumentation
(kirche-in-not.de) Das Päpstliche Hilfswerk "Kirche in Not" (vormals: Ostpriesterhilfe, gegründet von P. Werenfried van Straaten) hat eine Dokumentation zur Lage der Christen in der Türkei zusammengestellt. Dort findet man Reiseberichte, Abhandlungen, Interviews und Kommentare zu Geschichte und Gegenwart des Christentums, darunter Beiträge zum Völkermord von 1915 an den Armeniern, Aramäern und Assyrern, zur Religionsfreiheit in der heutigen Türkei und den Verhandlungen über eine Aufnahme in die Europäische Union sowie zum bis heute unvergessenen Wirken von Papst Johannes XXIII. als Apostolischem Nuntius in der Türkei. Außerdem werden Stationen des Papstbesuches vom 28. November bis 1. Dezember beschrieben, darunter das Haus der Gottesmutter Maria in Ephesus. Zu hören sind Interviews mit türkischen Konvertiten zur katholischen Kirche. Weitere Radio- und Fernsehsendungen über das Christentum in der Türkei können über die Internetseite auf CD oder DVD bei KIRCHE IN NOT unentgeltlich angefordert werden. - http://www.kirche-in-not.de
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11.11.2006 13:41:25
Die christliche Familie stärken
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng setzt sich sowohl in seiner Diözese St. Pölten als auch im Rahmen der Österreichischen Bischofskonferenz, wo er als „Familienbischof“ für diese Belange zuständig ist, intensiv und beharrlich für die Anliegen der christlichen Familie ein. Nun ist der Beitrag „Die Zukunft geht über die Familie“ für das St. Pöltner Diözesanjahrbuch 2007 auch online zu lesen. Darin stellt der Bischof unter anderem fest: „In der Kirche haben wir in den letzten Jahren ein Problem mit der Weitergabe des Glaubens. Die Kinder und Jugendlichen finden oft nicht mehr den Zugang. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Oft fehlt den Kindern und Jugendlichen das Vorbild der Erwachsenen und der Rückhalt in der Familie. Ohne diesen Rückhalt ist es für die Kinder und Jugendlichen schwer, den Glaubensweg zu finden, auch wenn man sich noch so sehr im Religionsunterricht und in den Pfarren um sie bemüht. Daher ist es unerlässlich, die Familien anzusprechen und für den Glauben zu gewinnen. Allerdings, der überall präsente weltanschauliche Pluralismus stellt nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für alle – Jung und Alt – , auch für die um ein christliches Leben aufrichtig bemühten Familien eine große Schwierigkeit dar. In den heutigen Lebensverhältnissen muss sich jeder einzelne Christ zu einer eindeutig christlichen Denk- und Lebensweise durchringen; der christlichen Familie kommt in diesem Bemühen eine besondere Bedeutung zu. Sie braucht aber Hilfestellungen, Ermutigung und Begleitung.“ Ebenso wurde der Vortrag veröffentlicht, den Bischof Küng am 4. November vor der Bischof-Laszlo-Gesellschaft in Eisenstadt gehalten hat. Kritisch äußert sich der Bischof zu gewissen Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte: „Ein Kind ist im Kontext der Verhütungsmentalität nichts anders als die Folge eines Fehlers, wobei trotz aller Aufklärung die ‚Fehler’ relativ häufig vorkommen. Die Schwangerschaftsabbrüche sind aber nicht nur bei jungen Mädchen angestiegen, was nicht überrascht, noch häufiger sind sie bei verheirateten Frauen nach dem zweiten Kind. Die in den letzten Jahrzehnten abgetriebenen Kinder fehlen uns.“ Es gibt jedoch auch Ermutigungen: „Seit langem bin ich davon überzeugt, dass die Erneuerung der Ehe- und Familienpastoral im Sinn der Kirche hauptsächlich durch christliche Eheleute, die von ihrem christlichen Leben, von ihren persönlichen Erfahrungen Zeugnis ablegen, geschehen wird. Wir brauchen freilich auch Priester (Bischöfe), die bei dieser Verkündigung mittun. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt nämlich, dass gerade in dieser Mitarbeit das Zusammenwirken von Verheirateten und zölibatär Lebenden eine wertvolle Ergänzung bedeutet. Eheleute brauchen das Zeugnis von Priestern und anderen, die enthaltsam leben und ganz auf Gott hin orientiert sind. Priester brauchen das Zeugnis christlicher Eheleute, die in ihrer Situation konsequent die Nachfolge Christi leben. Wie bereits erwähnt: Die Priester (Bischöfe) wurden in den letzten Jahrzehnten durch die innerkirchlichen Diskussionen wegen der Enzyklika ‚Humanae Vitae’ stark verunsichert. Viele haben den Eindruck, die kirchliche Lehre sei nicht lebbar. Sie bedürfen der Bestärkung durch Ehepaare, deren Bekenntnis und Freude überzeugt.“
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10.11.2006 22:11:21
Ansprache von Bischof Kurt Krenn bei seiner Weihe im Jahr 1987 online
(news.stjosef.at) Im nächsten Jahr feiert der St. Pöltner Altdiözesanbischof Prof. Dr. Kurt Krenn sein zwanzigjähriges Weihejubiläum als Bischof. Jetzt wurde die von ihm damals am 26. April 1987 gehaltene Ansprache auf der "Altbischöflichen Homepage" www.hippolytus.net ins Netz gestellt. Unter anderem führte Krenn damals aus: "Wir Priester und Bischöfe sind für alle bestellt; nicht für wenige, für alle will ich meinen Dienst tun. Dies habe ich heute vor Gott und vor der Kirche versprochen. Unzählige Menschen haben mir ihr Gebet zugesagt und mich immer wieder ermutigt. Wenn ich den unzähligen bekannten und nicht bekannten Betern danke, so bekenne ich, daß das Gebet und das Opfer, das Leiden und die Treue, das Zeugnis und die Herzensgüte der leisen und einfachen Menschen unsere Kirche tragen. Gott kennt ihre Herzen und hört ihre Stimme. Und ich möchte Auge sein für den Blinden, Fuß für den Gelähmten, Vater für den Armen (vgl. Ijob 29/15f.) und Stimme für die Kleinen und Leisen. Mahner und Bruder muß ich sein für unsere verfolgten Glaubensbrüder, für die leidende Kirche Christi. Ich habe versprochen, für das Volk Gottes wie ein guter Vater zu sorgen und es auf den Weg des Heiles zu führen. Ich habe das Evangelium treu und unermüdlich zu verkünden; ich habe das Glaubensgut der Kirche rein und unverkürzt zu hüten. Diese Aufgabe übernehme ich in vertrauensvoller Gemeinschaft mit den Priestern und Diakonen, mit den Professoren der Theologie, mit den Schwestern und Brüdern im Ordensstand, mit den Religionslehrern und mit den vielen Helfern in der Katechese. Ich bitte einfach und herzlich: Helft mir. Die Kirche braucht euch." - Lesen Sie die Ansprache im Wortlaut!
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10.11.2006 22:07:36
Gutes tun aus ganzem Herzen
(news.stjosef.at) In der ersten Lesung des 32. Sonntags im Jahreskreis aus dem Buch der Könige hören wir vom Propheten Elija, der eine Witwe aus Sarepta um einen Bissen Brot und um etwas Wasser zum Trinken bat. Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass jemand dem Mitmenschen zu essen und zu trinken gibt, wenn dieser ihn darum bittet. Und doch war das Handeln jener Witwe einzigartig: Sie war selber in großer Not und wollte gerade für sich und ihren Sohn ein Mahl aus dem letzten Rest ihres Mehles und Öles bereiten, um sich dann – wie sie sagte – auf das Sterben vorzubereiten. Es hatte ja bereits lange Zeit nicht mehr geregnet, und so war eine Hungersnot im Lande eingekehrt. Das Besondere an der Reaktion der Witwe liegt daran, dass sie nun trotz eigener Not auch bereit war, dem Propheten Elija noch etwas zu essen zu geben. Sie glaubte jenem Wort, das ihr Gott durch den Propheten verkünden ließ: „Der Mehltopf wird nicht leer werden und der Ölkrug nicht versiegen bis zu dem Tag, an dem der Herr wieder Regen auf den Erdboden sendet.“ Und so geschah es: Sie teilte das Wenige, das sie hatte, mit Elija, und Gott wirkte das Wunder, dass der Mehltopf nicht leer wurde und der Ölkrug nicht versiegte, bis es auch sonst wieder etwas zu essen gab. Groß waren der Glaube und die Nächstenliebe dieser Frau, welche mitten in ihrer eigenen Not ihr Herz vor Gott und dem hungernden Mitmenschen nicht verschloss! - Lesen Sie die ganze Predigt zum kommenden Sonntag von Dr. Josef Spindelböck!
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10.11.2006 16:37:39
Erste Audienzgruppe deutscher Bischöfe beim Papst
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat am Freitag, den 10. November um 12.30 Uhr die erste Gruppe der deutschen Bischöfe im Rahmen ihres Ad-Limina-Besuchs zu einer gemeinsamen Audienz empfangen. Die erste Gruppe der deutschen Bischöfe unter Leitung von Karl Kardinal Lehmann und Georg Kardinal Sterzinsky ist vom 6. bis zum 11. November zum Ad-Limina-Besuch in Rom. Ihr gehören 34 Bischöfe, Diözesan- und Weihbischöfe (einschließlich des Diözesanadministrators von Görlitz), aus 14 Bistümern an (Kirchenprovinzen Freiburg, Hamburg, Berlin und Paderborn sowie das Bistum Limburg). Die zweite Gruppe der deutschen Bischöfe unter Leitung von Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, und Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof von München und Freising, ist vom 13. bis 20. November zum Ad-Limina-Besuch in Rom. Ihr gehören die Bischöfe der Kirchenprovinz Köln – bis auf Limburg – sowie die Bischöfe und Erzbischöfe der Kirchenprovinzen München und Freising sowie Bamberg an. Auch bei der gemeinsamen Audienz der zweiten Gruppe wird Papst Benedikt in der kommenden Woche eine Ansprache halten, vermutlich mit weiteren thematischen Akzenten. - kath.net dokumentiert auch den Wortlaut der Ansprache, die Papst Benedikt XVI. gehalten hat.
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10.11.2006 11:00:14
Österreichs Bischöfe laden zum Papstbesuch in Mariazell 2007 ein
(mariazell2007.at) Im Zentrum der Beratungen der Herbst-Bischofskonferenz 2006 standen die inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen des Papstesuches in Mariazell. In der Presseerklärung der Bischofskonferenz heißt es dazu:
Die Kirche in Österreich erwartet mit Freude den Besuch von Papst Benedikt XVI. zum 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell. Die inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen dafür standen im Zentrum der Beratungen der Bischofskonferenz. Zur Vorbereitung auf die Begegnung mit dem Papst laden die Bischöfe alle Gläubige zu einem gemeinsamen geistlichen Weg nach Mariazell ein. Er beginnt mit einem Hirtenwort der Bischöfe am 1. Adventsonntag (3. Dezember) und soll als „große Novene" neun Monate bis zum Kommen des Papstes dauern. Die textlichen Materialien für diesen Weg sind vom Lukasevangelium und der Apostelgeschichte inspiriert und bereits erhältlich. Die Wallfahrt des Heiligen Vaters am 8. September 2007 zum Hauptfest nach Mariazell (Patrozinium Maria Geburt) bildet die Mitte und den Höhepunkt seines Österreich-Besuches, der eine besondere Auszeichnung für unsere Heimat ist. Nach dem gegenwärtigen Stand der Planungen wird Papst Benedikt am 7. September in Wien ankommen und von dort aus am 9. September wieder die Heimreise nach Rom antreten. Die Details für den Besuch des Papstes in der Bundeshauptstadt werden mit dem Heiligen Stuhl noch vereinbart. Zu den Feiern mit dem Papst am 8. September in Mariazell sind alle eingeladen, vor allem die Pfarrgemeinderäte, die am 18. März 2007 in ganz Österreich gewählt werden, aber auch Jugendliche, Priester, Ordensleute sowie Gäste aus den mitteleuropäischen Nach­barländer, für die Mariazell eine geistliche Heimat ist. Die Feiern werden am 8. September 2007 in unmittelbarer Nähe zur Basilika stattfinden, die nach einer mehr als zehnjährigen grundlegenden Renovierung in neuem Glanz erstrahlt. Im Vorfeld des Papstbesuches finden im Jubiläumsjahr zahlreiche Wallfahrten und Veranstaltungen in Mariazell statt. Zu einem Ökumenischen Symposion am 18. und 19. März in Mariazell sind alle österreichischen Delegierten der christlichen Kirchen für die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu/Rumänien (EÖV3) eingeladen. Ein weiterer Höhepunkt ist die große internationale Jugendwallfahrt von 12. bis 15. August. Die Vorbereitungen dafür sind vielversprechend und die Bischöfe laden die Jugendlichen aus Österreich und aus den Nachbarländern ein, in Mariazell einander und Christus zu begegnen. Im Jubiläumsjahr sind die Gläubige in Österreich und darüber hinaus in besonderer Weise eingeladen, nach Mariazell zu pilgern, um ihre Anliegen der Fürsprache der Gottesmutter anzuvertrauen.
Linktip: http://www.mariazell2007.at
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09.11.2006 22:24:24
Neuer Internetauftritt der Diözese Innsbruck
(news.stjosef.at) Auch bisher war die Diözese Innsbruck bereits im Internet vertreten, und zwar unter http://www.dioezese-innsbruck.at . Nun gibt es eine grundlegende Erneuerung des Online-Angebotes der Diözese. Aktuelle Meldungen aus der Diözese werden nun verstärkt präsentiert, und auch die diözesanen Stellen und dafür Verantwortlichen sowie die verschiedenen Informationsangebote wurden nun ausführlicher dargestellt. Wer die obige Adresse anklickt, wird automatisch nach http://dioezese.x4content.com weitergeleitet. Dies dürfte wohl eher ein Versehen sein, auch wenn der darin dargebote Inhalt jener der Diözese ist! - Das aktuelle Wort des Innsbrucker Diözesanbischofs Dr. Manfred Scheuer lautet: "Die Glaubensweitergabe ist ein drängende Aufgabe nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Gesellschaft. Wir sollten die Kinder nicht um Jesus, nicht um Gott betrügen. Dialog und Toleranz gegnüber anderen fordern uns als Christen heraus, unseren eigenen Glauben zu bezeugen und zu leben. Teilweise ist das Glaubenswissen schon stark verdunstet. Im ersten Petrusbrief aber heißt es: 'Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden, denn ihr habt ein reines Gewissen. (1 Petr 3,15)"
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09.11.2006 22:15:01
Kaiser-Karl-Biographie
(stephanscom.at) "'Gott erhalte...' Kaiser Karl" ist der Titel einer Amalthea-Biografie über den letzten österreichischen Kaiser, die nach der Ersterscheinung vor 20 Jahren nun in einer dritten, um bisher unveröffentlichte Bild- und Tondokumente erweiterten Auflage erschienen ist. Autor Erich Feigl, ein langjähriger Vertrauter Kaiserin Zitas, versucht darin, anhand persönlicher Aufzeichnungen des Kaisers dem tradierten Geschichtsbild vom "schwachen Monarchen" entgegenzutreten. Denn: "Das langlebigste in Österreich ist das falsche Gerücht", so der geistliche Assistent der Kaiser Karl Gebetsliga für den Völkerfrieden, Franz Xaver Brandmayr, anlässlich der Buchpräsentation am 8. November 2006 im Presseclub Concordia. Karls heute mehr denn je gültige politische Botschaft fuße "auf dem Boden der christlichen Soziallehre", so Brandmayr. In seiner politischen Weitsicht habe der Kaiser alles für den Frieden getan und gewusst, "es müssen so sozial gerechte Verhältnisse hergestellt werden, dass niemand auch nur auf die Idee kommt, einen Krieg zu führen". Der nun jedem, "der sich wirklich auseinandersetzen will", zugängliche Band sei - nach der Seligsprechung Karls durch Papst Johannes Paul II. im Jahr 2004 - ein weiterer Schritt zu einer breiten öffentlichen Würdigung der Persönlichkeit Karls. – Angaben zum Buch: Erich Feigl: "'Gott erhalte ...' Kaiser Karl", Amalthea 2006, ISBN: 3-85002-520-9, 29,90 Euro.
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08.11.2006 20:50:48
Erzdiözese Salzburg nimmt Stellung gegen angebliche Botschaften vom Himmel
(news.stjosef.at) Das Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg für November 2006 veröffentlicht eine mit 10. Oktober 2006 datierte „Stellungnahme zu den Aktivitäten von Pfr. i. R. Jakob Friedrich Hofbauer, Frau Adele Stocker und Frau Anita Schreiber“. Gewisse Vorgänge betreffend diese Personen und ihre Aktivitäten im salzburgischen Lungau machten eine Klarstellung durch das Erzbischöfliche Ordinariat nötig. Frau Adele Stocker, die so genannte Seherin von Gerlamoos, habe Briefe ausgesandt, „in denen zur Annahme einer bestimmten religiösen Ausrichtung gedrängt wird. Sollte man sich nicht fügen, wird schweres Unheil angekündigt. Dies erfolgte in der Form, dass sogar Gott Vater als Briefschreiber angeführt wird. Gott habe ‚wegen der Verfolgung und Verleumdung gegen die schwer geprüfte Sühneseele Schwester Anita als Herr der Welt schon mehreren Leuten den Garaus machen müssen’. ‚... es sei denn, Du kehrst noch im letzten Moment um! Sonst müsste die arme Familie Dich als schrecklichen Dämon ertragen, der den ganzen Lungau belasten würde ...’.“ Das Erzbischöfliche Ordinariat erklärt dazu: „Mit aller Klarheit muss festgestellt werden, dass diese Form, Menschen religiös zu beeinflussen, verfehlt und untragbar ist. Der Hinweis auf angebliche Marienerscheinungen bei Frau Stocker wurde bereits mehrfach ernsthaft geprüft und schon 1995 durch den zuständigen Bischof von Gurk-Klagenfurt zurückgewiesen.“ Erzbischof Dr. Alois Kothgasser habe Pfr. i. R. Jakob Friedrich Hofbauer bereits verboten, öffentlich aufzutreten, sowie öffentlich die Hl. Messe zu feiern und zu predigen; er dürfe daher auch nicht mehr Aushilfen übernehmen. Frau Adele Stocker sei wegen ihres Verhaltens bereits formell untersagt worden, in der Erzdiözese Salzburg religiöse Aktivitäten zu setzen. Frau Anita Schreiber führe ihre Aktivitäten als so genannte Eremitin nicht im Auftrag der Erzdiözese durch, die sich davon auch klar distanziere. - Lesen Sie die Erklärung im vollen Wortlaut!
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08.11.2006 20:43:19
Ad-limina-Besuch der Schweizer Bischöfe in Rom
(news.stjosef.at) Die Schweizer Bischöfe haben in den letzten Tagen ihren Ad-limina-Besuch in Rom absolviert, wobei sie mit den Vertretern der verschiedenen vatikanischen Kongregationen und Räte sowie auch mit dem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., zusammengetroffen sind. Der vatikanische Pressesaal veröffentlichte zuerst irrtümlich den Text einer Papstansprache, die bereits für das Jahr 2005 vorgesehen war, als der Ad-limina-Besuch wegen der Krankheit von Johannes Paul II. unterbrochen werden musste. Nun liegt der tatsächlich vorgetragene Wortlaut der Papstansprache an die Schweizer Bischöfe vor. Es fällt auf, dass gewisse Schwerpunkte gesetzt werden (Glaubensverkündigung, Liturgie, Bußsakrament), welche im Hinblick auf die teilweise krisenhafte Situation der Schweizer Kirche (z.B. bischöflich geduldete oder sogar erlaubte Laienpredigt und Generalabsolution) von besonderer Bedeutung sind. Unter anderem führte Benedikt XVI. aus: „Glaube ist vor allen Dingen Glaube an Gott. Im Christentum geht es nicht um ein riesiges Gepäck von disparaten Sachen, sondern alles, was das Glaubensbekenntnis sagt und was die Glaubensentwicklung entfaltet hat, ist doch nur da, um uns das Gesicht Gottes deutlicher zu machen. Er ist und er lebt; ihm glauben wir; ihm gegenüber, auf ihn hin, im Mitsein mit ihm und von ihm her leben wir.“ In der Bibelwissenschaft und der katechetischen Verkündigung müssen man darauf „dazu beitragen, dass neben und mit und in der historisch-kritischen Exegese wirklich Einführung in die lebendige Schrift als heutiges Wort Gottes geschieht“. In der Eucharistiefeier gehöre es zur „Pflicht des Priesters, mit dem Opfer das Wort zu verbinden, das wesentlicher Bestandteil des Ganzen ist.“ Auch das Bußsakrament gelte es neu zu entdecken: „Die Erkenntnis von Schuld ist elementar für den Menschen – er ist krank, wenn er sie nicht mehr erkennt –, und ebenso wichtig ist für ihn die befreiende Erfahrung, Vergebung zu empfangen. Für beides ist das Sakrament der Versöhnung der entscheidende Einübungsort.“ – Lesen Sie die am 07.11.2006 frei gehaltene Ansprache von Papst Benedikt XVI. in vollem Wortlaut, wie sie von kath.net dokumentiert wird!
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07.11.2006 18:55:54
SJM-Abberufung aus Fulda: P. Hönisch SJM nimmt Stellung
Der Generalobere der „Servi Jesu et Mariae“, P. Andreas Hönisch SJM, hat nun in einem kath.net-Gastkommentar zu den Hintergründen der bischöflichen Abberufung dreier SJM-Priester aus der Diözese Fulda Stellung genommen. Unter anderem stellt Hönisch fest: „Die Priester der SJM wurden seinerzeit von Erzbischof Dyba gebeten in der Pfarrei Batton seelsorglich zu helfen, das haben sie in dem Dorf Seiferts getan, ebenso in dem Spessartdorf Oberndorf. Später sollten sie die Pfarreien in Eckweißbach und Schwarzbach übernehmen. Mit Erzbischof Dyba gab es keine ‚Schwierigkeiten mit der SJM’. Bis kurz vor seinem Tod hatte ich mit ihm noch telefoniert; unser Verhältnis war geradezu ein freundschaftliches. … Der eigentliche Grund für die Auseingandersetzungen ist nicht mein angeblicher Vertrauensbruch durch Weitergabe eines vertraulichen Briefes. Solch einen Brief gibt es nicht, denn er müsste entweder vom Inhalt her, oder als ‚vertraulich’ gekennzeichnet erkennbar sein. Gekennzeichnet war weder der erste Brief vom 01.06.06 noch der Brief vom 20.09.06 von Bischof Algermissen. Dieser Brief war der Auslöser. Der Bischof legte mir nahe, die drei Patres bis zum Ende des Schuljahres zurückzuziehen, dann bräuchte er keine ‚eventuellen notwendigen administrativen Maßnahmen zu ergreifen’. Vom Inhalt her musste ich diesen Briefe den drei betroffenen Patres zeigen, und die ihrerseits mussten die amtlichen Pfarrgremien darüber informieren, dass mit aller größter Wahrscheinlichkeit die drei Patres ab Sommer 07 nicht mehr verfügbar seien. Ich habe den Brief nicht an die Öffentlichkeit geleitet, sondern an die, die davon Kenntnis haben mussten. Dem H.H. Bischof aber habe ich mitgeteilt, dass ich die drei Patres nicht zurückziehe, wenn er selbst die tut, werden wir selbstverständlich gehorchen. Der eigentliche Grund der Auseinandersetzung ist ein ganz anderer: Die kritische Haltung unser Patres gegenüber dem sog. ‚pastoralen Prozess’ der Diözese Fulda. Vor einem Jahr und vier Monaten hatte Pater Reiner SJM einen kritischen Leserbrief in der Deutschen Tagespost veröffentlicht. Es wird aber bis zur Stunde nicht gesagt, dass P. Reiner sich schriftlich dafür entschuldigt hat, dass er an die Presse gegangen ist. Auch wird nicht berichtet, dass ich dem hochwürdigen Herrn Bischof mehrfach Loyalität zugesichert habe, auch wenn ich nicht glücklich bin über den ‚pastoralen Prozess’. Es wird auch verschwiegen, dass unser drei Patres seit einem Jahr und vier Monaten sich jeder Polemik enthalten haben und in Treue zur Diözese ihren Dienst verrichtet haben. Allerdings haben sie nicht, wie die Pfarrer der Diözese es bis zum 15. 09.06 es tun sollten für den pastoralen Prozess ihre Bitte ausgesprochen. Ich hatte aber dem H.H. Bischof schriftlich mitgeteilt, dass unser Schweigen zum ‚pastoralen Prozess’ kein Boykott bedeutet! Dies alles wird in der Pressemitteilung unterschlagen, so dass der Ruf unseres Ordens sehr geschädigt wurde.“ - Lesen Sie den ganzen Text der Stellungnahme von P. Hönisch auf kath.net!
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07.11.2006 18:51:24
Herz-Jesu-Einkehrnachmittag
Am Samstag, 18. November 2006, hält der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng im Sommerrefektorium des Bischofshauses (Domplatz 1) einen Vortrag zum Thema: „Herz-Jesu-Verehrung und Familie“. Anschließend ist im Dom Gelegenheit zur Anbetung; es wird auch die Weihe an das Heiligste Herz Jesu erneuert. Um 17.15 Uhr ist dann die heilige Messe mit Bischof Küng. Es ist auch Beichtgelegenheit.
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06.11.2006 14:33:16
Konstruktiver Beitrag zum Dialog mit dem Islam
(kathpress.at) Den Brief von 38 islamischen Theologen und Großmuftis an Papst Benedikt XVI. von 38 islamischen Theologen und Großmuftis an Papst Benedikt XVI. wertet der Münsteraner Religionswissenschaftler Adel-Theodor Khoury - ein melkitischer Priester aus dem Libanon - als einen konstruktiven Beitrag zur Beseitigung von Missverständnissen. Das Dokument sei "vornehm im Ton und um Sachlichkeit bemüht", betonte Khoury am Montag in einem Gastbeitrag für die "Ökumenische Information" der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. "Weit weg vom Lärm einer aufgebrachten Straße" verzichte der Brief auf angriffslustige Polemik. Ziel sei offenkundig, den Faden des Dialogs zwischen der katholischen Kirche und dem Islam nicht abreißen zu lassen. Prof. Khoury warf zugleich Fragen an die Autoren auf, etwa zur Aussage des Koran, es gebe keinen Zwang in der Religion. Es sei in einem weiteren Dialog zu klären, ob dies auch für Muslime gelte, um straffrei den Islam verlassen und eine andere Religion annehmen zu können. Oder für "Ungläubige" und Polytheisten, "die nach dem klassischen Rechtssystem des Islam vor die Wahl gestellt werden, den Islam anzunehmen" oder bekämpft zu werden "bis zur Auflösung ihrer Gemeinschaften und zum Verlust der Unabhängigkeit ihres Territoriums". Khoury unterließ es dabei, darauf hinzuweisen, dass auch die Christen wegen der Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes von islamischen Rechtsgelehrten immer wieder als "Polytheisten" eingestuft wurden. Klärungsbedarf besteht nach Einschätzung Khourys auch mit Blick auf zahlreiche Koranstellen, die Gewalt und Kampf bejahen oder verordnen. In einer "Atmosphäre der Offenheit und des Vertrauens" müsse gefragt werden, ob solche Texte so zu verstehen seien, wie sie "die Militanten unter den Muslimen zur Rechtfertigung ihres gewaltbereiten und gewalttätigen Verhaltens deuten". Prof. Khoury ist emeritierter Professor für Religionswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, melkitisch-katholischer Priester und einer der bekanntesten Islam-Experten in Deutschland. Für die Zukunft der beiden Weltreligionen verweist Khoury auf "viele Gemeinsamkeiten" in ihren Glaubenslehren und ihren sittlichen Werten". Da die Welt immer enger zusammenrücke und ihre Probleme immer stärker alle Menschen beträfen, sieht er für Christen und Muslime eine "globale Verantwortung für die gesamte Menschheit". Diese Verantwortung könne keine Gemeinschaft in der Welt allein übernehmen. Khoury betont mit den muslimischen Autoren des Briefes die "großen Potenziale", die Christen und Muslime zusammen besäßen: "Wenn sie ihre Kräfte bündeln und sich zu einer fruchtbaren und entschiedenen Zusammenarbeit entschließen, können sie den Menschen den bitter nötigen Beistand leisten".
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06.11.2006 14:28:21
Der Papstbesuch in Bayern - eine Nachlese
(Rezension von Dr. theol. habil. Josef Spindelböck) Der Besuch von Papst Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger in seiner bayrischen Heimat vom 09.-14. September 2006 hat in den Medien große Aufmerksamkeit gefunden; viele Menschen ließen es sich nicht nehmen, persönlich dabei zu sein: in München, Altötting, Regensburg, Marktl, Pentling oder Freising. Und die meisten waren beeindruckt, ja begeistert! Die Predigten und Reden, welche Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Bayern gehalten hat, werden jetzt in gedruckter Form in einem bei Herder verlegten und von Friedrich Kardinal Wetter herausgegebenen Sammelband vorgelegt. Der Band soll nach dem Wunsch des Erzbischofs von München-Freising eine Hilfe sein, „die Impulse, die uns der Heilige Vater gegeben hat, in allen Bereichen unseres kirchlichen Lebens fruchtbar werden zu lassen“. Hervorzuheben an dieser Ausgabe ist besonders, dass darin nicht nur die Worte des Papstes dokumentiert werden, sondern auch mehrere im Zusammenhang des Papstbesuches mit ihm geführte Interviews. Auch die Ansprachen und Begrüßungsworte der Bischöfe sowie der offiziellen Repräsentanten des Staates und der Vertreter der Ökumene können nachgelesen werden. Die Papstrede von Regensburg, welche auf muslimischer Seite zu kontroversen Reaktionen im Hinblick auf die darin angesprochene Haltung des Islam zur Gewaltfrage geführt hat, wird dankenswerterweise bereits mit den vom Vatikan autorisierten Anmerkungen wiedergegeben, worin auf das Echo der Rede eingegangen und die eigentliche Intention des Papstes nochmals herausgestellt wird. Dort, wo der Papst in seinen Ansprachen von der gedruckten Vorlage abwich, wird dem mündlichen Wort der Vorrang gegeben (so bezüglich der Dokumentation der Papstansprache im Freisinger Dom vor Priestern und Seminaristen). Das Buch ist in ausreichend großer Schrift verfasst, was besonders ältere Menschen freuen dürfte. Man mag es zwar bedauern, dass es keine Bilder vom Papstbesuch im Buch gibt; dem steht jedoch das schwer widerlegbare Argument entgegen, dass der Preis für das in gebundener Form vorliegende Werk dadurch möglichst niedrig gehalten werden konnte. Summa summarum: Empfehlenswert! – Hier die bibliographischen Angaben: Benedikt XVI., Der Besuch in Bayern. Die Predigten und Reden. Hrsg. v. Friedrich Kardinal Wetter, gebunden, 160 S., Herder, Freiburg 2006, ISBN 3-451-29596-2; ISBN 978-3-451-29596-6; Preis: EUR (A) 13,30; CHF 23,50; EUR (D) 12,90. - Bestellen können Sie das Buch bei buch@kath.net!
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05.11.2006 20:27:26
Glaube und Vernunft
(stephanscom.at) Die Bedeutung der "Vernünftigkeit" des Christentums unterstrich Kardinal Christoph Schönborn am Freitag, 3. November 2006, bei einem Gottesdienst in der Sacre-Coeur-Basilika in Brüssel. Der Wiener Erzbischof hält sich aus Anlass der "großen Stadtmission" in der belgischen Hauptstadt auf. Die Idee der "Stadtmission" geht auf eine gemeinsame Initiative der Erzbischöfe von Wien, Paris, Lissabon, Brüssel und Budapest zurück. Kardinal Schönborn erinnerte an den seligen Jesuitenpater Rupert Mayer. Kardinal Schönborn verwies in seiner Predigt auf die große Gefahr eines Abgleitens des "post-christlichen" Menschen in Irrationalität und Verwirrung. Auch aus diesem Grund sei die Betonung der "Vernünftigkeit" des Glaubens das große Anliegen Papst Benedikts XVI. Der Wiener Erzbischof erinnerte im Zusammenhang mit der Gefahr der Irrationalität an die Verführungskraft des Nationalsozialismus, der im 20. Jahrhundert viele erlegen seien. Der Münchner Jesuit Pater Rupert Mayer habe deshalb die Verwirrtheit und Vernunftwidrigkeit der damaligen Ideologie angeprangert und ihr die Vernünftigkeit des Christentums und seiner Gebote gegenüber gestellt.
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03.11.2006 22:13:15
Der Mensch ist kontemplativ
In seinem neuen Buch „Heimatlose Vernunft. Denker der Neuzeit im Ringen um Gott und Welt“ („Quaestiones non disputatae“ Band XI, Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2005) bietet nun der Frankfurter Philosoph Walter Hoeres ein Werk, das den neuzeitlichen Gang der Philosophie kritisch und dennoch verständnisvoll zurückweist, um der unverstellten „Wahrheit der Dinge“ (Josef Pieper) wieder ansichtig zu werden. Statt bloßer „Erkenntniskritik“ soll wieder am Ausgang und Beginn des Philosophierens eine „Erkenntnislehre“ stehen, für die sich Hoeres auf Platon, Aristoteles und den großen Systematiker Thomas von Aquin beruft. Während der Idealismus der Neuzeit seit Berkeley und Kant nur über Vorstellungen und Bewusstseinsinhalte zu einer Erkenntnis gelangt, beginnt der klassisch-abendländische Weg der Erkenntnis bei den untrügbar vorhandenen Dingen selbst, die über die sinnliche Wahrnehmung dem Geist die Formen und Erkenntnisbilder einprägen. Hier laufen alle Fäden der Philosophie zusammen und erfordern die Grundentscheidung, ob der Mensch ein primär kontemplatives Wesen ist oder seine Erkenntnis nur als ein nützliches Instrument für die Praxis taugt. - Lesen Sie die Rezension von Pfr. Stefan Hartmann zum neuen Buch von Walter Hoeres!
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03.11.2006 22:10:56
Hl. Hubertus: erfüllt von Gottes- und Nächstenliebe
Um den 3. November herum – das ist der Gedenktag des heiligen Bischofs Hubert von Lüttich – werden vielerorts sogenannte „Hubertusmessen“ gefeiert. Der heilige Hubertus ist der Patron der Jäger und Forstleute, und so empfehlen sich diese jedes Jahr auf besondere Weise seinem Schutz und seiner Fürbitte bei Gott. Hubert war zuerst verheiratet; als ihm seine Frau starb, zog er sich – wie die Legende berichtet – in den Wald zurück. Er brauchte die Einsamkeit, um seine Trauer bewältigen zu können. Vielleicht war Hubert auch der Meinung, die wilden Tiere rings um ihn herum würden ihn besser verstehen als die Menschen. Und dann kam es zu jenem Ereignis, das als sein Bekehrungserlebnis bezeichnet werden kann: Auf der Jagd in den Ardennen verfolgte er einen prächtigen Hirsch. Als er diesen Hirsch endlich stellen konnte und bereits zum Bogenschuss ansetzte, erschien ihm zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz, zum Zeichen dafür, dass er sein künftiges Leben ganz dem Dienste Gottes weihen sollte. Aus Hubertus, dem Jäger, wurde nun ein Heger und Bewahrer der Natur, der die Wildtiere als Geschöpfe Gottes achtete. Hubert lebte dann als Einsiedler und war dem Gebet hingegeben. Bald aber erkannte er, dass es seine Berufung war, den Menschen den Glauben an Christus zu verkünden. Er wurde Priester, und schließlich wurde Hubertus sogar zum Bischof geweiht und nahm diese Verantwortung als guter Hirte vieler Menschen war, so vor allem in der Stadt Lüttich. Er starb am 30. Mai 727. Bereits am 3. November 743 wurde er heiliggesprochen. - Lesen Sie die ganze Predigt zum 31. Sonntag im Jahreskreis B!
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02.11.2006 21:23:38
Allerseelen - ein Fest gläubiger Hoffnung auf Vollendung
(presse.kirche.at) Allerheiligen ist in seiner Aussage auf Ostern hin bezogen. Es ist ursprünglich kein Tag des Totengedächtnisses, sondern feiert das neue Leben, in das die Heiligen bereits gelangt sind und das allen Christen verheißen ist. Geschichtlich gehen die Anfänge des Allerheiligenfestes bis ins 4. Jahrhundert, kurz nach Ende der Verfolgungszeit zurück. Bereits der Diakon und Kirchenlehrer Efraim der Syrer und der Patriarch von Konstantinopel und Kirchenlehrer Johannes Chrysostomos kennen ein Fest aller heiligen Märtyrer am 13. Mai, bzw. auch am 1. Sonntag nach Pfingsten, der in der Orthodoxie auch heute noch der Sonntag der Heiligen heißt. Im Westen gab es seit dem 7. Jahrhundert ein Fest aller heiligen Märtyrer am 13. Mai, zur Erinnerung der Weihe des römischen Pantheons als Kirche zu Ehren der seligen Jungfrau Maria und aller heiligen Märtyrer am 13. Mai 409. Den Totengedenktag Allerseelen am 2. November führte der heilige Abt Odilo von Cluny im Jahr 998 in allen von Cluny abhängigen Klöstern ein. Nördlich der Alpen fand er rasch Verbreitung. Für Rom ist er erst kurz nach 1300 bezeugt. Dieser Tag ist geprägt von Friedhofsbesuchen und Totengedenken. Messfeier, Gebet, Dankbarkeit und Trauer bezeugen die Verbundenheit mit den Verstorbenen über den Tod hinaus. Es sind dies Tage, die die Lebenden daran erinnern, wie vergänglich das irdische Leben ist und welche Werte den Tod überdauern. Es ist ein Tag der gläubigen Hoffnung, über dem trotz allen Dunkels schon das Licht der Auferstehung leuchtet. Die christliche Sicht des Todes wird in der Liturgie der Kirche deutlich ausgedrückt: „Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet.“ (Präfation von den Verstorbenen)
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02.11.2006 21:18:26
Konflikt in der Diözese Fulda um Entlassung von SJM-Priestern
(fuldaerzeitung.de/news.stjosef.at) Mit Unmut und Unverständnis reagieren viele Gläubige in den katholischen Pfarreien Eckweisbach und Schwarzbach auf die Entlassung ihrer Seelsorger. Das Bistum Fulda bekräftigt seine Entscheidung, die drei Geistlichen vom Orden der „Diener Jesu und Mariens“ (SJM) zu entpflichten. Um ihre Seelsorger zu behalten, führen die Gläubigen vor Ort Unterschriftenaktionen durch und schreiben an Bischof Heinz Josef Algermissen oder sogar nach Rom. ,„Die Bevölkerung hier ist ziemlich aufgebracht“, betont Franz Schrehardt, Moderator der kirchlichen Gremien in Schwarzbach. Bei einer Aktion in den Orten dieser Pfarrei haben sich laut Schrehardt 75,2 Prozent aller Katholiken für einen Verbleib ihres Geistlichen ausgesprochen, was ein großer Vertrauensbeweis sei. Wenn es beim Votum der Diözese bleibt, dann müssen die Patres Lorenz Pfaffenhuber (Schwarzbach) sowie Franz Krenzel und Hans-Peter Reiner (Eckweisbach) ihre Arbeit in der Rhön einstellen. Dieses Wirken wird offensichtlich von vielen Gläubigen sehr geschätzt. „Die seelsorgliche Betreuung und Versorgung unserer Pfarrei ist vorzüglich“, erklärt Gerhard Dücker, Sprecher des Eckweisbacher Pfarrgemeinderats. Entsprechend groß sei jetzt die Enttäuschung: „Wir bedauern auch sehr, dass vor der Entscheidung vonseiten des Bischofs kein Gespräch mit unseren Gremien stattgefunden hat.“ Wie Dücker mitteilt, läuft in der Pfarrgemeinde Eckweisbach eine Unterschriftenaktion für Krenzel und Reiner. Zu deren Wirken betont die 17-jährige Christine Weber aus Eckweisbach: „Für die Kinder und Jugendlichen hängt sehr viel von den Patres ab. Die beiden betreuen so viele junge Leute hier im Ort, und auch die Messdienerstunde hat wieder richtig Spaß gemacht.“ Für die gleichaltrige Aline Ulbricht ist die Tatsache, dass die SJM als sehr konservativ gelten, nicht so dramatisch: „Altmodisch denken ist doch kein Verbrechen. Es bestand ja auch für niemanden irgendein Zwang, etwas zu tun.“ Mit dem bisherigen Erfolg der Unterschriftenaktion ist Dücker zufrieden: „In der Zeit von der Vorabendmesse am Samstag bis zum Montag sind allein bei der Auslage in der Kirche mehr als 200 Unterschriften zusammengekommen.“ Ein Brief der kirchlichen Gremien der Pfarrei Eckweisbach an Bischof Algermissen sei vorgesehen, „möglicherweise werden wir auch nach Rom schreiben“. Weder die drei betroffenen Geistlichen noch Pater Andreas Hönisch von der SJM-Ordensleitung in der österreichischen Diözese St. Pölten wollten sich gestern zu der Angelegenheit äußern. Algermissen hatte zur Zusammenarbeit mit den SJM betont: „Der Leidensdruck war schon längere Zeit da, aber jetzt ging nichts mehr.“ Pater Hönisch habe zwei persönliche, vertrauliche Briefe der Bistumsleitung gezielt der Öffentlichkeit preisgegeben. Kritik am Votum der Diözesanspitze übt Anja Trapp aus Eckweisbach. „Als meine Kinder am Sonntag aus der Kirche kamen, haben sie geweint“, sagt sie und betont mit Blick auf die Patres: „Diese lieben Menschen verrichten hier einen so tollen Dienst. Das hat sich besonders auch gezeigt, als mein Schwiegervater gestorben ist.“ Anja Trapp fragt: „Wie kann es ein Mensch wie der Bischof mit seiner christlichen Einstellung vereinbaren, dass er hier so viele Menschen unglücklich macht?“ Nach eigenen Angaben hat sie in einem Fax an den Sekretär des Papstes ihren Unmut geäußert. Bistumssprecher Christof Ohnesorge erklärt hingegen: „Es mag sein, dass die Patres in den Gemeinden sehr beliebt sind, aber es hat auch viele kritische Äußerungen zu ihrer Haltung gegeben.“ Die Geistlichen stünden nicht nur für sich, sondern auch für die Ordensleitung, mit der keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich sei. Nach Ohnesorges Angaben ist die Entscheidung der Diözese endgültig. - Weblink: www.sjm-congregation.org
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