Startseite> News

 Newsletter

SucheSeite 13/192
(Einträge 361 - 390 von 5737)
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] (13) [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] nächste Seite letzte Seite
22.09.2011 21:00:59
Grundsatzrede über politische Ethik
(papst-in-deutschland.de) Papst Benedikt XVI. hat seinen Besuch im Deutschen Bundestag für eine Grundsatzrede über politische Ethik genutzt. In seinen Ausführungen über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaates sagte er unter Verweis auf den biblischen König Salomon, dass es für einen Politiker vor allem darauf ankomme, „ein hörendes Herz“ zu haben, um „das Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden“. Bei der mit Spannung erwarteten Rede in dem nahezu voll besetzen Plenarsaal am Donnerstagnachmittag betonte der Papst: „Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren, ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers.“ Maßstab und Grund für die Arbeit eines Politikers dürfe nicht der Erfolg „und schon gar nicht der materielle Gewinn sein“. Politik müsse sich um Gerechtigkeit bemühen und so die Grundvoraussetzung für Frieden schaffen.
Darüber hinaus zeigte der Papst die Grenzen des demokratischen Mehrheitsprinzips auf. Bei einem Großteil der rechtlichen Fragen könne dieses Kriterium genügen. Es sei aber offenkundig, dass „in Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht“. Jeder Verantwortliche müsse sich bei der Rechtsbildung „die Kriterien seiner Orientierung suchen“. Die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und andere totalitäre Regime hätten im Bewusstsein gehandelt, dass „geltendes Recht in Wirklichkeit Unrecht war“. Auch ein demokratischer Politiker sei herausgefordert, das „wahrhaft Rechte“ zu erkennen. Diese Frage sei nie einfach zu beantworten gewesen, „und sie ist heute in der Fülle unseres Wissens und unseres Könnens noch sehr viel schwieriger geworden“, so Benedikt XVI.
In einem geistesgeschichtlichen Exkurs erläuterte der Papst, dass Rechtsordnungen „fast durchgehend religiös begründet worden“ seien. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen habe das Christentum aber nie eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Stattdessen habe es auf „Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft“. Beide wiederum gründeten in der schöpferischen Vernunft Gottes. Für die Entwicklung des Rechts und der Humanität sei es entscheidend gewesen, dass sich die christlichen Theologen auf die Seite der Philosophie gestellt und Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle gültige Rechtsquelle anerkannt hätten, so der Papst. Entscheidend sei hier die Rolle des Gewissens. Dies sei nichts anderes als das „hörende Herz Salomons“.
In einem weiteren Gedankengang beklagte Benedikt XVI., dass sich in den vergangenen 50 Jahren ein verkürztes Verständnis von Natur und Vernunft durchgesetzt habe. Wer etwa die Natur wie die Naturwissenschaft nur noch funktional verstehe, könne keine Brücke mehr zu Ethos und Recht herstellen. Es sei „dramatisch“, dass das Naturrechtsdenken heute als eine katholische Sonderlehre gelte, über die sich außerhalb der Kirche anscheinend keine Diskussion mehr lohne. Gleiches gelte für die Vernunft. Der Papst sagte, eine „sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht selber geben“. Beides würde nicht mehr aus „der weiten Welt Gottes“ bezogen. „Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen“, ermunterte der Papst.
In diesem Zusammenhang erinnerte Benedikt XVI. an das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 1970er Jahren. Diese habe zwar nicht „die Fenster aufgerissen, aber sie sei ein „Schrei nach frischer Luft“ gewesen, den man nicht überhören dürfe und nicht beiseite schieben könne. Jungen Menschen sei bewusst geworden, dass „irgendetwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt“. Dass Materie „nicht nur Material für unser Machen ist, sondern dass die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen“. Dabei stellte der Papst klar, er wolle „hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei“ machen. Aber wenn im Umgang mit der Wirklichkeit etwas nicht stimme, müsse „ernstlich über das Ganze“ nachgedacht werden. Die Bedeutung der Ökologie sei heute unbestritten, resümierte Benedikt XVI. Nach wie vor ausgeklammert werde, dass es auch „eine Ökologie des Menschen“ gebe. Auch der Mensch habe „eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann“. Der Mensch mache sich nicht selbst. „Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist“, so der Papst. So vollziehe sich „wahre menschliche Freiheit“.
Das kulturelle Erbe Europas ruhe auf der Überzeugung, dass es einen Schöpfergott gebe, resümierte der Papst abschließend. Von dort aus sei die Idee der Menschenrechte, der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht und die Unantastbarkeit der Menschenwürde entwickelt worden. „Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser kulturelles Gedächtnis“, unterstrich Benedikt XVI. Dies zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, käme einer „Amputation unserer Kultur insgesamt“ gleich. Europa habe damit „Maßstäbe des Rechts“ gesetzt, „die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist“.
Die Rede wurde von allen anwesenden Abgeordneten mit stehenden Ovationen gewürdigt.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
22.09.2011 20:58:06
Papst bei Messe im Berliner Olympiastadium
(kathpress.at) Erstmals hat sich Papst Benedikt XVI. öffentlich in der kirchlichen Reformdebatte in Deutschland zu Wort gemeldet. Manche Kirchenkritiker sähen nur die äußerliche Gestalt der Kirche und betrachteten sie nur als "eine der vielen Organisation innerhalb der demokratischen Gesellschaft". Sie begriffen aber nicht ihre "eigentliche Sendung", sagte der Papst in seiner Predigt im Berliner Olympiastadion am Donnerstagabend.
Benedikt XVI. betonte, es sei Daseinszweck der Kirche, den Sündern den Weg der Umkehr, der Heilung und des Lebens zu eröffnen. Aus der Unkenntnis darüber und aus negativen Erfahrungen mit der Kirche entstünden bei manchen "Unzufriedenheit und Missvergnügen, wenn man die eigenen oberflächlichen und fehlerhaften Vorstellungen von 'Kirche' und die eigenen 'Kirchenträume' nicht verwirklicht sieht".
In bildlicher Sprache ging der Papst auch auf Missstände in der Kirche ein. Ohne den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen ausdrücklich zu nennen, sagte er, es gebe in der Kirche "gute und schlechte Fische, Weizen und Unkraut". Aber wenn der Blick auf das Negative fixiert bleibe, dann erschließe sich "das große und tiefe Mysterium der Kirche nicht".
Mit Nachdruck erinnerte der Papst daran, dass Christus Zentrum und Halt der Kirche sei. Christus lebe in seiner Kirche in der Welt fort. Jeder sei vor die Entscheidung für oder gegen Christus gestellt, dies sei eine Lebensentscheidung von existentieller Bedeutung. "Bei Christus bleiben heißt auch bei der Kirche bleiben", betonte Benedikt XVI. "Wir glauben nicht alleine, sondern glauben mit der ganzen Kirche", rief der Papst.
Umfassende Informationen zum Papstbesuch finden Sie auf der Adresse www.papst-in-deutschland.de
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.09.2011 22:35:31
Papstbesuch in Deutschland
(dbk.de) Papst Benedikt XVI. wird am Donnerstag, 22.09.2011, zu seinem ersten offiziellen Besuch in Deutschland erwartet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche trifft um 10.30 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tegel ein. Höhepunkt des ersten Besuchstages ist seine Rede vor dem Deutschen Bundestag am Nachmittag. Zuvor begrüßt ihn Bundespräsident Christian Wulff in Schloss Bellevue. Außerdem kommt es zu einer Begegnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft. Am Abend feiert Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion, für die 70.000 Eintrittskarten vergeben wurden.
Weitere Stationen der viertägigen Apostolischen Reise sind bis Sonntag Erfurt, der Wallfahrtsort Etzelsbach im thüringischen Eichsfeld und Freiburg, Heimatbistum des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch.
Benedikt XVI. war seit seiner Wahl im Mai 2005 schon zwei Mal in Deutschland. Im August 2005 besuchte er den Weltjugendtag in Köln, im September 2006 reiste er in seine bayerische Heimat nach München, Altötting, in seinen Geburtsort Marktl am Inn, nach Regensburg und Freising. - Laufend aktuelle Berichten finden Sie auf www.radiovatikan.de // Siehe auch www.kath.net und www.ewtn.de !
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
18.09.2011 20:13:46
Keine Legalisierung der Abtreibung in Liechtenstein
(orf.at) Die Liechtensteiner haben heute in einer Volksabstimmung die Legalisierung der Abtreibung abgelehnt. Bei einer Beteiligung von rund 60 Prozent wurde die Volksinitiative „Helfen statt strafen“ mit 52,3 Prozent der Stimmen verworfen. Eine Mehrheit der 18.800 Wähler des kleinen katholischen Fürstentums stellte sich damit hinter Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, der sich gegen die vorgeschlagene Zulassung des Schwangerschaftsabbruchs in den ersten zwölf Wochen ausgesprochen hatte.
(vaterland.li) Nachdem das liechtensteinische Stimmvolk die Gesetzesinitiative «Hilfe statt Strafe» ebenso abgelehnt hat wie der Landtag, ist es Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein wichtig festzuhalten, «dass das Thema Schwangerschaftsabbruch damit keineswegs von der politischen Agenda genommen werden kann». Die durch die Initiative ausgelöste Diskussion habe vielmehr gezeigt, «dass wir die Situation von ungewollt Schwangeren verbessern und dadurch auch die Anzahl von Abtreibungen reduzieren sollten». Dazu heißt es in der Presseaussendung von Erbprinz Alois: «Ich werde daher umgehend mit dem Landtag und der Regierung Gespräche aufnehmen, um möglichst rasch Reformen zu realisieren, die wirkliche Hilfe bieten.» Nach den Ausführungen des Thronfolgers sollten diese Reformen weiterhin klar signalisieren, «dass die Abtreibung keine akzeptierte Lösung für das Problem der ungewollten Schwangerschaft ist». Gleichzeitig sollte aber die Situation der ungewollt Schwangeren entscheidend erleichtert werden. Zudem sollte ein kinderfreundlicheres Umfeld geschaffen werden. Der Stellvertreter des Landesfürsten führt weiter dazu aus: «Aufgrund der Kleinheit unseres Landes können wir dabei besondere Wege einschlagen. Wir sollten die Chance wahrnehmen, auch in diesem Bereich eine innovative, liechtensteinische Lösung zu entwickeln und uns positiv zu differenzieren.»
Für die katholische Kirche ist das «Nein» zur Initiative erfreulich. Denn sie hat eine klare Haltung dazu. Die Haltung der katholischen Kirche zur Initiative bleibt unabhängig vom Abstimmungsresultat dieselbe: Das Zweite Vatikanische Konzil nennt die Abtreibung ein «verabscheuungswürdiges Verbrechen». Ein Verbrechen («crimen») kann man nicht «entkriminalisieren». Eindrücklich sind die Worte von Mutter Theresa von Kalkutta, geäußert bei der Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember 1979: «Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoss ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen. … Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. Sie fürchten die Kleinen, sie fürchten das ungeborene Kind. Und das Kind muss sterben, weil sie dies eine Kind nicht mehr haben wollen – nicht ein Kind mehr – und das Kind muss sterben. Und ich bitte Sie hier im Namen der Kleinen: rettet das ungeborene Kind, erkennt die Gegenwart Jesu in ihm! … Lassen Sie uns alle in das Gebet einstimmen: ‚Gott, gib uns den Mut, jedes ungeborene Kind zu schützen. Denn das Kind ist das größte Geschenk Gottes für die Familie, für ein Volk und für die Welt.»
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
18.09.2011 20:06:04
Wahre Reform der Kirche: Gott in den Mittelpunkt stellen
(kathpress.at) Gott in den Mittelpunkt zu stellen, sei "die Reform, die wir brauchen". Das hat Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt bei der "Maria-Namen-Feier" am Sonntag im Stephansdom erklärt. Davon hänge alles andere ab, weil diese Reform "das Leben, die Einstellung, das Verhalten zum nächsten grundlegend verändert", betonte Schönborn. Er erinnerte auch an das Zweite Vatikanische Konzil: "Die Kirche geht stets den Weg der Erneuerung und der Umkehr. Das ist der wahre Weg."
Viel sei heute in Kirche und Gesellschaft von Reformen die Rede. "Vorschläge werden gemacht, manche tragen diese als Forderungen vor, energisch werden bestimmte Reformen gefordert", so der Wiener Erzbischof mit Blick auf die Pfarrer-Initiative. Neben Neuerungen z.B. im Finanz-, Bildungs- und Gesundheitswesen brauche es Reformen auch in der Kirche, etwa bei den Pfarrstrukturen, sagte Schönborn.
Reformen aber gehe man nicht an, indem man "da oder dort eine Schraube dreht und etwas an Symptomen herumhantiert, sondern indem man die Ziele neu ins Auge fasst". Reformen müssten an der Frage "Worum geht es?" ausgerichtet werden. Auch nütze "die beste Strukturreform" nichts, "wenn der Mensch korrupt ist, wenn kein Gemeinsinn mehr da ist", meinte der Wiener Erzbischof. "Ohne die Tugend nützen die besten Gesetze nichts, ohne die persönliche Umkehr hilft das Umkrempeln von Strukturen nichts."
Schönborn erinnerte an die "Lebensschule Jesus, in der wir neu das Ziel unseres Christseins lernen". Seinen ersten Jüngern habe Jesus gezeigt, welche Lebensweise dem Evangelium entspreche: "Das war die entscheidende Reform ihres Lebens. Daraus ist die Kirche entstanden, und daraus hat sie sich in allen Jahrhunderten erneuert."
Zur "Lebensschule Jesus" gehöre u. a. das Wort Gottes: "Wer das Evangelium nicht kennt, kennt Christus nicht. Orientieren wir uns neu am Evangelium", appellierte Schönborn und nannte weiters "die verwandelnde Kraft des Gebets" und das "Glaubenswissen". Schließlich verwies er darauf, dass die Kirche den Weg der Erneuerung und Umkehr "mit Petrus und unter seiner Leitung" gehe.
Um dem "Unwissen" über den eigenen Glauben entgegenzuwirken, wies Schönborn auf den von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegebenen "YouCat" hin. "Das meistverkaufte religiöse Jugendbuch weltweit im Moment" sei auch für Erwachsene geeignet, sagte der Wiener Erzbischof. In diesem Zusammenhang betonte der
Kardinal: "Die Kirche in Österreich pfeift nicht aus dem letzten Loch, sie ist lebendig und trägt gute Früchte."
Der Grazer Weihbischof Franz Lackner appellierte im Rahmen der "Maria-Namen-Feier", Gott eine Chance im Leben zu geben. Denselben Rat habe er in jungen Jahren von einem Priester erhalten. "Damals ist mir das wenig vorgekommen, aber heute würde ich sagen: Das ist es." Deshalb gebe er diesen Rat heutzutage auch an junge Menschen weiter. Gott komme auch oft "aus einer Ecke, von der wir ihn nie erwartet hätten", so Lackner. Der Grazer Weihbischof appellierte auch dafür, sich "dynamisch" auf das Beten einzulassen. Er selbst habe den Rosenkranz auch nicht beten wollen, als er noch jung gewesen sei, sagte er bei seinem "Zeugnis" im Stephansdom. "Doch die Sehnsucht zu beten war stärker."
Das Gebet sei auch gerade "in dieser Zeit, in der die Kirche leidet, eine Kraftquelle, aus der wir schöpfen können". Der Grazer Weihbischof regte auch eine "Gebetsinitiative" für die Kirche an. Konkret schlug er vor, dass Papst Benedikt XVI. ein neues Rosenkranz-Gesätzchen formulieren möge, dass dieser Intention entspreche.
Auch die Jugend ließe sich für das Gebet begeistern, betonte Lackner mit Blick auf den Weltjugendtag 2011, der im August in Madrid stattgefunden hat. Weiters meinte er, man solle nicht "gegen etwas beten"; Gebet solle vielmehr "Letztheitscharakter" haben, es solle "mit letzter Hingabe" gebetet werden, so der Geistliche. Mit dem Grazer Weihbischof war auch eine Gruppe Jugendlicher aus der Steiermark angereist.
Papst Benedikt XVI. hatte zur "Maria-Namen-Feier" ein Grußwort geschickt, das der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Zurbriggen, im Stephansdom verlas. Das Veranstaltungsmotto "Mit Vertrauen in die Zukunft" erinnere daran, "dass wir Christen stets vom Vertrauen in Gottes Nähe erfüllt sein dürfen", hieß es im Schreiben. Benedikt XVI. sendete auch seinen apostolischen Segen.
Die größte regelmäßige kirchliche Veranstaltung in Österreich wird von der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt" (RSK) organisiert. Sie fand heuer nicht wie üblich in der Wiener Stadthalle statt, sondern musste wegen einer Volleyball-Europameisterschaft in den Stephansdom ausweihen. Der erste Teil fand Samstagnachmittag statt. Dabei hatte der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky die Predigt gehalten und P. Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz Zeugnis abgelegt.
Auch heuer waren wieder Tausende Gläubige aus Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Schweiz und Südtirol zur Feier gekommen. Unter den Teilnehmern fanden sich u. a. Bischof Marcelo Sanchez Sorondo, der Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, Militärbischof Christian Werner, Altbischof Paul Iby, Weihbischof Franz Scharl und der Wiener Nuntiaturrat Prälat Christoph Kühn sowie Mitglieder von verschiedenen Ordensgemeinschaften.
Im kommenden Jahr findet die "Maria-Namen-Feier" am 16. September wieder in der Wiener Stadthalle statt, kündigte P. Benno Mikocki OFM, Leiter der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt", an. Infos: www.rsk-ma.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
16.09.2011 22:37:26
Die Arbeiter der ersten und die der letzten Stunde
(stjosef.at/predigten) Was wir an diesem Sonntag im Evangelium hören, ist wiederum ein Gleichnis für das Himmelreich, in das Gott uns ruft. Es handelt sich nicht um die Beschreibung einer idealen Wirtschaftsordnung; denn dann wäre der Einwand der Arbeiter der ersten Stunde berechtigt, die da fragen: Warum erhalten jene, die nur eine Abendstunde gearbeitet haben, gleich viel Lohn wie wir, die wir uns vom Morgen bis zum Abend gemüht und geplagt haben?
Es geht jedoch um etwas ganz anderes: um die Ausrichtung des Menschen im Leben auf Gott! Der Sinn des Lebens besteht darin, dass wir Gott erkennen, ihn lieben und ihm dienen. Der jeweilige Dienst, den wir zur Ehre Gottes ausüben, kann ganz verschieden sein: es gibt unterschiedliche Lebensstände, es gibt auch verschiedene Berufe, ja es gibt viele verschiedene Berufungen! Und wir dürfen überzeugt sein, dass Gott einen jeden von uns auf den Platz im Leben stellt, wo sie oder er am besten für das Wohl und Heil vieler Menschen wirken oder auch leiden kann. - Lesen Sie die Predigt zum 25. Sonntag im Jahreskreis A in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
15.09.2011 11:36:11
Einladung zum Hildegard Burjan - Gespräch
(news.stjosef.at) Die Caritas Socialis Schwesterngemeinschaft und das Hildegard Burjan-Komitee laden zum 16. Hildegard Burjan-Gespräch. Das Thema des Abends am 29. September 2011 (ab 18.30 Uhr) lautet: Hildegard Burjan - Die soziale Frage einst und jetzt
"Sozial arbeiten heißt auch vorbeugen, heißt Kluften, die innerhalb der Gesellschaft entstehen, mit christlicher Liebe und mitfühlendem Herzen zu überbrücken suchen." (Hildegard Burjan)
Hildegard Burjan widmete sich schon 1910, in der Notzeit vor dem ersten Weltkrieg, systematisch der "Sozialen Frage" in Wien. Als Sozialpionierin und erste christlich-soziale Abgeordnete im Parlament der ersten Republik beschritt sie neue Wege der Hilfe. Das 16. Hildegard Burjan-Gespräch geht der Frage nach, wie Burjans Idee in der heutigen Zeit gelebt und in den Einrichtungen der Caritas Socialis umgesetzt wird. Am 27.06.2011 bestätigte Papst Benedikt XVI. das Dekret zur Seligsprechung Hildegard Burjans. Die Seligsprechung soll im kommenden Jahr stattfinden.
Um Anmeldung wird gebeten bis 25. September 2011 bei Marie-Claire Sowinetz:
marie-claire.sowinetz@cs.or.at oder unter 01/717 53-3134
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung.
Datum: 29.9.2011, um 18:30 Uhr // Ort: CS Pflege- und Sozialzentrum Pramergasse Festsaal, Pramergasse 7, 1090 Wien
Hier finden Sie noch mehr Informationen!
http://www.caritas-socialis.or.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
15.09.2011 11:30:51
Theologischer Kurs zur Glaubensvertiefung in St. Pölten
(presse.kirche.at) Was sind eigentlich die zentralen Punkte meines Glaubens? Und wo kann ich sie als engagierter Christ neben dem stressigen Alltag einmal wieder vertiefen, neu entdecken? Für alle engagierten und noch nicht engagierten Christen bietet die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten ab Anfang Oktober 2011 einen Wochenendstudiengang „Basiswissen Glaube. Heute als Christ leben“. Dieser beginnt am Samstag, den 8. Oktober 2011 und zieht sich in vier Semestermodulen bis April 2013 hin.
Die Themen sollten eigentlich jeden am Glauben interessierten Menschen ansprechen. Von der Botschaft der Bibel über unseren Alltag mit Gebet, Liturgie und Sakramenten zieht sich der Themenbogen; ab Oktober 2012 kann man sich anhand des Dekaloges ins „Leben aus dem Glauben“ vertiefen und endet den Studiengang schließlich, indem man sich 2013 mit Glaubensgestalten und gelebter Spiritualität sowie in zwei Intensivblöcken mit dem Glaubensbekenntnis auseinandersetzt.
Als ideales Zielpublikum stellen sich die Veranstalter rund um Lehrgangsleiter Dr. Johannes Krammer engagierte Pfarrangehörige vor, die sich die theologischen Grundlagen erwerben oder erneuern wollen – aber auch alle, die den christlichen Glauben besser verstehen wollen. Dabei wird der Kurs nahe an Praxis und am Leben gestaltet sein. Am Ende sollten die Teilnehmer im eigenen Glaubensleben gestärkt zu ganz neu motivierten Zeugen des Glaubens geworden sein. Übrigens: wer nicht gleich von Anfang an dabei sein kann, darf bei jedem neuen Modulstart neu einsteigen.
Startveranstaltung: 8. Oktober 2011 im Hippolythaus St. Pölten, 9.15 bis16.45 Uhr
Informationen und Anmeldung:
Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten
Wiener Str. 38
3100 St. Pölten
Tel. 02742 352792 219
sekretariat@pth-stpoelten.at
www.pth-stpoelten.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
15.09.2011 11:29:11
90 Jahre Legion Mariens
(presse.kirche.at) „Wir dürfen nicht nur die eigene Haut retten“, betonte der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng bei der Feier zum 90-Jahr-Jubiläum der Laienbewegung „Legion Mariens“ in Maria Taferl. „Wenn neben uns Menschen leben, die Gott nicht kennen, darf uns das nicht gleichgültig sein.“ Das Jubiläum der Bewegung des Laienapostolats, die 1921 von Frank Duff in Irland gegründet wurde, sei ein Anlass Dank zu sagen, aber auch sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und „den Auftrag zu erkennen, was Gott von uns heute erwartet“, sagte Küng vor hunderten „Legionären“ in der überfüllten Wallfahrtsbasilika.
Der Auftrag zum Apostolat sei von Frank Duff für die Legion Mariens schon viele Jahre vor dem 2. Vatikanischen Konzil formuliert worden, erinnerte Bischof Küng. Gerade in „schwierigen Zeiten“ der Kirche seien die Begegnung von Mensch zu Mensch und das persönliche Zeugnis besonders wichtig. Obwohl sich „viel Gewohntes verändert“, dürften sich die Gläubigen „nicht mit Jammern begnügen“, betonte der Bischof. „Gott fügt es, dass die Kirche immer wieder in Situationen kommt, dass sie den einzelnen Menschen persönlich ansprechen muss.“ Es sei auch heute notwendig, Mut zu fassen und auf andere zuzugehen, so Küng: „Viele Menschen haben eine große Sehnsucht nach Gott, aber niemanden, mit dem sie darüber reden können.“
Eine aktuelle Gelegenheit zum Apostolat sei auch die Gebetsaktion der Diözese im Rosenkranzmonat Oktober. Bischof Küng stellte die Broschüre „Zeit zu beten“ vor, die „einen Weg zur Freundschaft mit Gott“ zeige. In einer Art „Exerzitien im Alltag“ sei es möglich Schritt für Schritt zu lernen, wie man eigentlich betet, und zwar da, wo man gerade ist, im Alltag, im Bus, in der Freizeit. Der Leser wird anhand der Stationen des Rosenkranzes, entlang des Lebens Mariens in die Geheimnisse des Gebets und einer gelungenen Beziehung zu Gott eingeführt.
www.legion-mariens.at // www.33schritte.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.09.2011 17:14:47
Rom und die Priesterbruderschaft St. Pius X.
(kath.net/as) Der Generalobere der Piusbruderschaft St. Pius X. (FSSPX), Weihbischof Bernard Fellay, und seine beiden Assistenten Nikolaus Pfluger und Alain-Marc Nely wurden am heutigen 14. September vom Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, William J. Kardinal Levada, im Beisein des Sekretärs der Kongregation, Erzbischof Luis Ladaris, sowie des Sekretärs der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, Prälat Guido Pozzo, in Audienz empfangen. Die Audienz bildete den Abschluss der fast zweijährigen Lehrgespräche zwischen dem Heiligen Stuhl und der Priesterbruderschaft.
Infolge der an Benedikt XVI. gerichteten Bitte des Generaloberen der Priesterbruderschaft vom 15. Dezember 2008 hatte der Papst beschlossen, die Exkommunikation der vier 1988 unrechtmäßig geweihten Bischöfe der FSSPX zurückzunehmen. Die Entscheidung des Papstes wurde am 21. Januar 2009 veröffentlicht. Gleichzeitig sollten Gespräche mit der Priesterbruderschaft aufgenommen werden, um die Lehre betreffende Fragen zu klären und so zu einer Überwindung des noch bestehenden Bruchs zu gelangen.
Dem Willen des Papstes folgend wurde eine gemischte Studienkommission eingerichtet, die zwischen Oktober 2009 und April 2011 achtmal in Rom zusammengetreten war. Wie die Kongregation in einer heute veröffentlichten Mitteilung bekannt gibt, hatten die Lehrgespräche das Ziel, wesentliche doktrinelle Probleme zu kontroversen Themen darzustellen und zu vertiefen. Die Gespräche „haben das Ziel erreicht, die gegenseitigen Positionen und jeweiligen Beweggründe zu klären“.
Den Sorgen und Einwänden der Priesterbruderschaft St. Pius X. hinsichtlich der Bewahrung der Integrität des katholischen Glaubens angesichts der „Hermeneutik des Bruchs“ des II. Vatikanischen Konzils hinsichtlich der Tradition Rechnung tragend (vgl. Benedikt XVI., Weihnachtsansprache an die Römische Kurie, 22.12.2005), sei die Kongregation für die Glaubenslehre der folgenden Auffassung:
Grundlage für eine volle Aussöhnung der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit dem Apostolischen Stuhl sei „die Annahme des Textes der Doktrinellen Präambel, die während der Begegnung am 14. September überreicht worden ist“.
Diese Präambel enthalte einige doktrinelle Prinzipien und Kriterien für die Interpretation der katholischen Lehre, die notwendig seien, „um die Treue zum Lehramt der Kirche und das ‚sentire cm Ecclesia’ zu gewährleisten, wobei gleichzeitig das Studium und die theologische Klärung einzelner Ausdrücke oder Formulierungen, die in den Dokumenten des II. Vatikanischen Konzils und im nachfolgenden Lehramt gegenwärtig sind, einer berechtigten Diskussion überlassen werden“.
In derselben Versammlung, so die Mitteilung der Kongregation für die Glaubenslehre abschließend, wurden einige Elemente einer kanonischen Lösung für die Priesterbruderschaft St. Pius X. in Folge einer eventuellen und erhofften Aussöhnung vorgeschlagen.
Weihbischof Fellay wird zur Veröffentlichung des Pressekommuniqués des Heiligen Stuhles am heutigen Abend Stellung nehmen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.09.2011 09:52:25
Aufruf zum Gehorsam
(news.stjosef.at) Im Streitgespräch der Zeitung "Die Presse" treffen zwei Pfarrer aufeinander: Der Sprecher der Pfarrer-Initiative Helmut Schüller und der St. Pöltener Bischofsvikar Helmut Prader diskutieren über den sog. "Aufruf zum Ungehorsam". Lesen Sie das Interview im Wortlaut!
Der Grazer Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari sah sich veranlasst, zwei Klarstellungen zu verlautbaren: Er befürwortet weder in der Frage der Zulassung zivil wiederverheirateter Geschiedener noch bezüglich eines sog. Frauenpriestertums Positionen im Gegensatz zum Lehramt der Kirche. Links: Klarstellung 1 / Klarstellung 2.
Inzwischen gibt es auch einen "Aufruf zum Gehorsam", der vom Liechtensteiner Kaplan Markus Doppelbauer initiiert wurde. "Eigentlich sollte es für einen Priester oder Diakon gar nicht notwendig sein, hier ausdrücklich zu unterschreiben. Denn der Gehorsam gegenüber dem Papst und Bischof, den er bei der Weihe versprochen hat, gilt ohnehin; er braucht nur immer neu durch das Leben eingelöst zu werden. Angesichts der aktuellen Infragestellung durch einen 'Aufruf zum Ungehorsam' ist es aber doch ein Zeichen des Bekenntnisses zur kirchlichen Autorität, die Gottes Stelle auf Erden zu vertreten hat, wenn man sich hier deklariert. Ich persönlich bejahe alle Punkte des Gehorsamsaufrufs; die Fürbitte um Erneuerung der Kirche trage ich im Herzen und werde sie bei Gelegenheit in geeigneter Form anbringen!" (Prof. Josef Spindelböck)
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.09.2011 09:39:31
Nicht 7 x vergeben, sondern 77 x!
(stjosef.at/predigten) Im Reich Gottes gelten neue Maßstäbe! Dies bezieht sich nicht erst auf die erhoffte Teilnahme an der himmlischen Herrlichkeit, sondern ist schon hier auf Erden die lebendige Erfahrung all jener, die sich im Glauben auf Jesus Christus, den Sohn Gottes, einlassen. Das, was dem irdisch denkenden Menschen ganz und gar plausibel und richtig erscheint, wird von Gottes Wort radikal in Frage gestellt. Denn als Petrus fragt, wie oft man dem Bruder vergeben müsse, wenn er sich gegen einen versündigt? Ob denn siebenmal genüge? antwortet Jesus: „Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“
Jesus erzählt zur Veranschaulichung ein Gleichnis. Lesen Sie den vollen Wortlaut der Predigt von Josef Spindelböck zum 24. Sonntag im Jahreskreis A!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
08.09.2011 12:05:53
Beten - wie geht das eigentlich?
(presse.kirche.at) Wissen wir eigentlich, wie man betet? „Die selbstverständlichsten Dinge sind oft schwer zu erklären oder zu erlernen. So ist es auch mit dem Gebet.“ Das schreibt Bischof Klaus Küng im Vorwort des Begleitheftes der diesjährigen Herbstaktion der Diözese St. Pölten. In einer Art „Exerzitien im Alltag“ Schritt für Schritt lernen, wie man eigentlich betet, und zwar da, wo man gerade ist, im Alltag, im Bus, in der Freizeit: mit Hilfe eines Behelfs ist das diesen Oktober möglich und leichter geworden.


Nachdem die den beiden diözesanen Aktionen „33 Schritte“ im letzten Jahr und „7 Schritte“ in der vergangenen Fastenzeit doch jedes Mal knapp 10.000 Menschen zu neuen geistlichen Impulsen in ihrem Alltag motiviert haben, soll auch der kommende Rosenkranzmonat Oktober zu einem „Einkehrtag zu Hause“ genutzt werden. Diakon Markus Riccabona, Leiter des diözesanen Kommunikationsbüros, über die Aktion „Zeit zu beten – eine Hinführung zur Freundschaft mit Gott“:
„Der Behelf, den jeder in unserer Diözese bestellen kann, enthält eine allgemeine Einleitung in das Gebet. Danach wird der Leser anhand der Stationen des Rosenkranzes, entlang des Lebens Mariens in die Geheimnisse des Gebets und einer gelungenen Beziehung zu Gott eingeführt. Dazu muss man nicht einmal den Rosenkranz schwingen können – es soll eine echte Einführung in die Grundlagen werden.“
Die Diözese möchte im kommenden Herbst – beginnend mit dem „Rosenkranzfest“ am 7. Oktober – zudem auf Fülle an Gebetsangeboten in den einzelnen Pfarren aufmerksam machen: Unzählige Gebetskreise von Familien, Müttern und Jugendlichen sowie Anbetungsstunden und das traditionelle Rosenkranzgebet unterstützen, ja tragen gleichsam das Leben in den Gemeinden. Wo es noch keine Gebetsinitiativen gibt, soll die Herbstaktion eine Anregung sein. „Es wäre besonders schön, wenn die Übenden durch das Gebet der ganzen Pfarrgemeinde unterstützen werden könnten“, so Bischof Küng. „Im Rosenkranzmonat Oktober bietet es sich zudem an, gemeinsame Gebetsmomente zu versuchen, bei denen ein ‚Lernender’ sich anhängen kann.“
Warum also die Zeit nach den Sommerferien nicht gut nutzen – und ganz nebenbei einen Neustart auch in unserer Beziehung zu Gott versuchen? Mit „Zeit zu beten – eine Hinführung zur Freundschaft mit Gott“ kann der Einstieg gelingen.
Kontakt und Bestellungen: Diakon Markus M. Riccabona m.riccabona@kirche.at
Link: Download der Broschüre als pdf-Datei.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
03.09.2011 16:21:14
Vatikan hat irische Missbrauchs-Ermittlungen nicht behindert
(kathpress.at) Der Vatikan hat Vorwürfe der irischen Regierung zurückgewiesen, die Aufklärung von sexuellem Missbrauch zu behindern. Die Ermittlungen in der Diözese Cloyne seien "in keiner Weise" beeinflusst worden, heißt es in dem am Samstag veröffentlichten Schreiben an die irische Regierung. Der Vatikan habe zu keiner Zeit versucht, das irische Recht zu unterlaufen oder die staatlichen Stellen an der Ausübung ihrer Pflichten zu hindern. Das Dokument bekundet zugleich Verständnis für die Wut der Opfer sexuellen Missbrauchs und von deren Familien über das frühere Verhalten der irischen Kirche.
Der Vatikan äußerte sein Befremden über die Anschuldigungen von Ministerpräsident Enda Kenny vor dem irischen Unterhaus. Man habe "große Vorbehalte" gegenüber "einigen Aspekten" dieser Rede. Insbesondere der Vorwurf, der Heilige Stuhl habe Ermittlungen in einem souveränen, demokratischen Staat behindert, sei "unbegründet". Die Untersuchungsberichte über Missbrauchsfälle, die als Beleg für diese Behauptung herangezogen würden, enthielten keinerlei Beleg dafür, dass der Vatikan sich in die inneren Angelegenheiten des irischen Staates eingemischt habe.
Auch eine Beteiligung an den unmittelbaren Reaktionen der Diözesen und Orden auf die Missbrauchsfälle ergebe sich aus den Berichten nicht. Ungeachtet dessen sei der Vatikan für objektive und hilfreiche Beobachtungen und Vorschläge im Kampf gegen sexuellen Missbrauch weiterhin jederzeit offen. Das 32-seitige Antwort auf eine Anfrage der irischen Regierung wurde am Samstag vom stellvertretenden vatikanischen Außenminister, Untersekretär Ettore Balestrero, einer Mitarbeiterin der irischen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom übergeben.
Die jüngste Krise im Verhältnis zwischen Dublin und Rom begann nach der Veröffentlichung eines Reports über den Umgang kirchlicher und staatlicher Stellen mit Missbrauchsfällen in der Diözese Cloyne. Am 20. Juli griff Ministerpräsident Enda Kenny den Vatikan in der Parlamentsrede scharf an. Unter anderem warf er dem Vatikan vor, er habe noch bis 2008 die Verfolgung von Straftaten in Irland ins Leere laufen lassen. Man habe das "Vergewaltigen und Foltern von Kindern heruntergespielt", um den Ruf der Institution zu retten.
Im Cloyne-Report werden Beschuldigungen gegen 19 Geistliche untersucht, die zwischen 1996 und 2009 vorgebracht wurden. Bis auf zwei Fälle handelte es sich um "historische" Vorgänge aus den Jahren 1930 bis 1990. Auch Beschuldigungen gegen den ehemaligen Bischof von Cloyne, John Magee (74), wegen Küssen auf die Stirn eines Seminaristen werden erwähnt. Die 1996 erstmals beschlossenen Missbrauchs-Richtlinien der irischen Bischöfe bewertet der Report positiv. Dem Vatikan wirft er vor, er habe noch 1997 diese strengen Richtlinien als kirchenrechtswidrig bezeichnet und damit die Aufklärung behindert.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
03.09.2011 16:19:24
Brüderliche Zurechtweisung oder diskrete Korrektur?
(stjosef.at/predigten) Das Evangelium dieses Sonntags handelt von der „brüderlichen Zurechtweisung“. Für das rechte Verständnis ist es entscheidend, welches Wort man mehr betont: ob man die brüderliche oder schwesterliche Art und Weise des Sich-Gegenseitig-Korrigierens hervorhebt oder ob man die Zurechtweisung herausstellt.
Zugegeben: Schon Kinder haben es nicht gern, wenn man ihnen sagt: „Das ist nicht richtig. – Das darfst oder sollst du nicht tun.“ Umso mehr sieht sich der erwachsene Mensch in seiner Freiheit eingeschränkt, wenn ihm jemand anderer Vorschriften machen will oder ihm gar sagt: „Was du hier tust, ist nicht recht.“
Aber worum geht es im Evangelium? Jesus spricht von der Möglichkeit, dass „dein Bruder sündigt“. Jemand, der mir nahe steht – sei es ein Familienangehöriger, ein Verwandter, Freund oder guter Bekannter – tut etwas, was eine Sünde darstellt. Dabei kann es sich um eine direkte Verfehlung gegen Gott handeln, gegen sich selbst oder andere Menschen.
Natürlich kann man sagen: „Was geht das mich an, wenn der Nächste sündigt? Wieso soll ich mich hier einmischen? Muss nicht jeder sein Leben selbst verantworten? Ich will es ja auch nicht, wenn man mir dreinredet.“
Andererseits: es gibt Dinge, die so wichtig sind, dass hier ein Hinweis oder gar ein Wort der Mahnung und des Einspruchs geradezu geboten ist, um Schlimmeres zu verhüten.
Lesen Sie die Predigt zum 23. Sonntag im Jahreskreis A in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.09.2011 20:29:26
Die Seele Europas
(kirchen.net) Benedikt XVI. hat von österreichischen Teilnehmern am „Ratzinger –Schülerkreistreffen“ den Dokumentationsband „Die Seele Europas“ erhalten. Überreicht wurde das Werk von Prälat Hans-Walter Vavrovsky, Rektor von St. Virgil Salzburg, und von Prof. Clemens Sedmak. Beide waren maßgeblich an der „Benedikt-Akademie“ beteiligt, die im September des Vorjahres erstmals in Salzburg stattfand. „Der druckfrische Dokumentationsband konnte am Sonntag nach dem Frühstück dem Heiligen Vater übergeben werden“, sagt Sedmak im Gespräch mit der „Kathpress“.
Das Buch beinhaltet die Vorträge und Beiträge der Benedikt-Akademie, an der etwa vierzig junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn verschiedenen Ländern und vier Kontinenten teilgenommen haben. Sie vertraten zwölf verschiedene akademische Disziplinen und traten in einen interdisziplinären und internationalen Dialog zur Frage nach der „Seele Europas“ ein, der durch den vorliegenden Band nachgezeichnet wird.
Die Grundidee der Veranstaltung habe in einer „offenen, wohlwollend kritischen Diskussion“ des Opus von Joseph Ratzinger/Papst Benedikt und seinen Beiträgen zur Europathematik bestanden, sagt Sedmak. Dementsprechend laute der volle Titel des Buches „Die Seele Europas. Papst Benedikt und die europäische Identität“.
Sedmak und Vavrovsky sind zwei von mehreren österreichischen Teilnehmern am Ratzinger-Schülerkreistreffen, das von Donnerstag bis Sonntag im Beisein des Papstes in Castel Gandolfo stattfindet. Die Gespräche drehen sich heuer um das Thema „Neuevangelisierung“. - Link: Buch-Vorbestellung bei amazon.de.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.09.2011 20:26:41
Studiengang für die Theologie von Papst Benedikt XVI.
(zenit.org) Ab September 2012 bietet das „Centro J. Ratzinger“ in Rom ein einjähriges Studienjahr für Studenten aller Fachrichtungen anbieten, die Theologie und Spiritualität von Benedikt XVI. kennenlernen wollen.
Laut der Informationen des Zentrums will es Studierenden der Theologie helfen, tiefer in sein theologisches Werk einzudringen. Der Sprecher des Schülerkreises von Papst Benedikt und der Joseph Ratzinger Papst-Benedikt-XVI.-Stiftung, Pater Stephan Horn SDS, emerierter Professor für Fundamentaltheologie (Passau), trägt Sorge für das Zentrum. Dozent ist Dr. Bruno Gautier, Priester der Diözese Pamiers in Frankreich.
Das Zentrum liegt in der Via Nomentana, in der Nähe der Kirche Sant'Agnese.
In der Ankündigung heißt es:
„Unsere Stiftung bietet für 2012/2013 erstmals ein Theologisches Studienjahr für Studierende unterschiedlicher Fakultäten in Rom an. Es eröffnet jungen Menschen, Frauen und Männern, von 18 bis 35 Jahren, die Möglichkeit:
– den Glauben der Kirche durch eine Einführung in die Theologie tiefer zu erfassen
– eine spirituelle und liturgische Formung zu erhalten und sich zu eigen zu machen
– ihren Glauben im beruflichen und kulturellen Leben fruchtbar zu machen.
Das Projekt des Centro J. Ratzinger wurde von Papst Benedikt persönlich gutgeheißen. Die Einführung in die Theologie geschieht in seinem Geist, den er so beschrieben hat: „So müsste Theologie sein. Glaubensgewissheit, Glaubensfreude und missionarische Gesinnung stärken: aufgebaut auf der Basis des Glaubensbekenntnisses und des Katechismus der katholischen Kirche, auf der Suche nach der Einheit von Theologie und Spiritualität".
Dem Lehrprogramm werden vor allem Werke von Joseph Ratzinger – Papst Benedikt wie „Einführung in das Christentum" und „Jesus von Nazareth" zugrundegelegt werden. Sie sollen besonders in Lektüre-Seminaren erschlossen werden. Andererseits bekommt die Unterweisung in Blöcken, sowie eine Unterweisung, an denen mehrere Dozenten mitwirken, ein besonderes Gewicht. Diese Konzeption bejaht Papst Benedikt in besonderer Weise: „Auch dass Sie Theologie im Miteinander von Lehrenden und in Blöcken erschließen wollen, halte ich für richtig. Denn die Gefahr, dass die Theologie in einzelne Disziplinen ohne rechten Zusammenhang zerfällt, ist sehr groß."
Da die Theologie auch in ihrer spirituellen Dimension vermittelt werden soll, wird sie nicht nur in einem gemeinsamen Unterrichtsprogramm gelehrt, sondern auch ins Leben übersetzt werden. Dies soll in Gruppen von Studentinnen wie von Studenten in gemeinschaftlichem Leben, in Gebet und Liturgie geschehen.
Zwei Gemeinschaften von jeweils 10 bis 15 Personen werden gebildet: eine Frauen- und eine Männergemeinschaft. Gemeinsam sind aber das liturgische Gebet, das Studium und die Mahlzeiten.
Am Lehrprogramm können in begrenztem Ausmaß auch Studierende teilnehmen, die schon in einer religiösen Gemeinschaft in Rom leben.
Wir stehen in Verhandlungen mit der Gregorianischen Universität in Rom. An sie könnten wir uns anbinden. So hätten unsere Studenten Zugang zu gewissen Vorlesungen der Universität und zu ihrer Bibliothek. Wir dürften dann auch Credit points an unsere Studenten vergeben.“ - Weitere Informationen: http://www.centro-j-ratzinger.com
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.08.2011 20:13:30
Selbstverleugnung und Weg zum Glück
(radiovatikan.de) „Wenn sich die Selbstverwirklichung nur noch am sozialen Erfolg, an Fitness und Wohlstand orientiert, dann folgt das nicht mehr der Logik Gottes, sondern der Logik der Menschen.“ Das meinte Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag beim Angelusgebet an seinem Ferienort Castelgandolfo bei Rom. Wer „nach der Art der Welt“ denkt, der „schiebt Gott beiseite und verweigert sich seinem Liebesplan“, so der Papst. Wie damals die Jünger rufe Jesus auch die Menschen von heute dazu auf, „sich selbst zu verleugnen, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm nachzufolgen“.
Den deutschsprachigen Pilgern und Besuchern sagte der Papst: „Der heutige Sonntag fällt mit dem Gedenktag des heiligen Augustinus zusammen. Daher möchte ich euch ein Wort dieses großen Kirchenvaters mit auf den Weg geben: „Willst du ewig Freude haben, hange Jenem an, der ewig ist.“ Glücklich sein ist der tiefste Wunsch jedes Menschen. Gott allein schenkt diese unverlierbare Freude. Er vermag unsere innerste Sehnsucht nach ewigem Glück zu stillen. Öffnen wir uns seiner Liebe, und suchen wir seine Nähe im regelmäßigen und vertrauensvollen Gebet. Dazu geleite euch der Heilige Geist!“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.08.2011 21:52:20
Papst gratuliert dem dienstältesten Bischof der Welt
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat dem slowakischen Kardinal Jan Korec zum 60. Jahrestag seiner Bischofsweihe gratuliert. In einem Glückwunschschreiben, das am Mittwoch im Vatikan veröffentlicht wurde, erinnerte der Papst an die geheime Bischofsernennung des heute 87-jährigen Kirchenmanns in der kommunistischen Ära. Korec, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 Erzbischof von Nitra, war am 24. August 1951 zum Geheimbischof geweiht worden. In der Folgezeit verbrachte er viele Jahre wegen verbotener Seelsorgearbeit im Gefängnis. Später wurde er frei gelassen, die Behörden belegten ihn aber mit einem Berufsverbot als Seelsorger. Korec arbeitete daher bis zu seiner Pensionierung als Aufzugs-Monteur in der unweit der österreichischen Grenze gelegenen Pressburger Vorstadt Petrzalka.
Nach der politischen Wende in der Tschechoslowakei wurde Korec zunächst Rektor des Priesterseminars in Pressburg. Im Februar 1990 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Bischof von Nitra. Ein Jahr später erhielt er den Kardinalspurpur. 1998 betraute der Papst ihn mit der Leitung der Fasten-Exerzitien für die römische Kurie - was im Vatikan als besondere Auszeichnung gilt.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.08.2011 21:43:41
Der moderne Freiheitsbegriff und die Kirche: Fachtagung in Nitra
(news.stjosef.at) Vom 23. – 26. August 2011 veranstaltete das „Forum Moraltheologie Mitteleuropa“ eine Tagung im Priesterseminar in Nitra (Slowakei) zum Thema „Der moderne Freiheitsbegriff und die Kirche“. Über 20 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern Ost- und Mitteleuropas konnten sich in Vorträgen verschiedener Referenten kundig machen über grundsätzliche Aspekte und aktuelle Bezüge des Freiheitsthemas.
Einleitend gab es einen Erfahrungsbericht des slowakischen Mediziners Prof. Jozef Glasa über die Mitarbeit in verschiedenen Kommissionen und Gremien der Europäischen Union, betreffend den Schutz des menschlichen Lebens. Im Namen einer falsch verstanden Freiheit wird das Lebensrecht des Menschen zunehmend ausgehöhlt; Christen leisten hier im Verein mit anderen Menschen guten Willens Widerstand und setzen sich für eine Zivilisation der Liebe und des Lebens ein. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, der einer der Hauptorganisatoren der jährlich stattfindenden Tagung ist, stellte grundsätzliche Erwägungen zum Freiheitsbegriff aus der Sicht der Moraltheologie an. Die Freiheit findet ihren Sinn als Freiheit zum Guten; sie ist letztlich die menschliche Fähigkeit, Antwort zu geben auf den Ruf der Liebe, den Gott an uns richtet. Der Olmützer Philosoph Martin Cajthaml ging auf das Verhältnis der menschlichen Affekte zur Freiheit ein, indem er sich den philosophischen Analysen des Aristoteles und Dietrichs von Hildebrand widmete. Grundsätzlich sind auch die menschlichen Affekte trotz ihrer Spontaneität von der sittlichen Freiheit des Menschen formbar und damit kultivierbar, was sich als Aufgabe besonders im Rahmen einer Tugendethik stellt.
Thematische Exkurse ergaben sich durch die Vorträge von Erzbischof František Tondra (Spiš) im Hinblick auf die verantwortliche Nutzung der Medien der sozialen Kommunikation sowie von Weihbischof Laun, der die Rhomberg-Studie vorstellte, in der ein Zusammenhang der Häufigkeit von Scheidung und der Anwendung künstlicher Verhütung in der Ehe nachgewiesen wurde.
Der Moraltheologe Josef Spindelböck aus St. Pölten stellte das 2011 auf Englisch publizierte Buch Karol Wojtylas „Man in the Field of Responsibility“ („Der Mensch im Bereich seiner Verantwortlichkeit“) vor und ging auf das darin vertretene Ethikkonzept ein. In zwei Vorträgen zeigte der St. Pöltener Philosoph Thomas Heinrich Stark das philosophische Konzept der Freiheit auf und analysierte das moderne Freiheitsverständnis und dessen Wurzeln. Ein Konzept schrankenloser Autonomie, das im Existentialismus eines Jean Paul Sartre auf die Spitze getrieben wird und sich in Ideologien verschiedenster Spielart (sei es kollektivistisch oder individualistisch) vorfindet, geht in seinem geistesgeschichtlichen Ursprung auf den spätmittelalterlichen Nominalismus und den darauf folgenden Humanismus zurück, wonach in der philosophischen Gotteslehre eine Trennung von Wesen und Willen Gottes vorgenommen wurde. Die Vorstellung eines zwar allmächtigen, aber zugleich willkürlichen Gottes wurde dann analog auf den Menschen übertragen. Der Zusammenhang der Freiheit mit der Wahrheit des Guten wurde so aufgegeben. Ihn gelte es sowohl anhand eines authentischen Gottes- als auch Menschenbildes neu zu entdecken, um die Krise der Gegenwart zu meistern.
Abschließend führte der Regens des Priesterseminars von Nitra, Pavol Zahatlan die Gäste der Tagung auf die Burg von Nitra und organisierte eine fachkundige Führung durch die derzeit in Renovierung befindliche Kathedrale. Es ist geplant, die Tagung auch in den kommenden Jahren fortzusetzen, um so den lebendigen Austausch von Moraltheologen und weiteren Interessierten aus den Ländern Mittel- und Osteuropas über wichtige Themen zu fördern. - Kontakt: office@kairos-pr.com.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
26.08.2011 21:39:14
Durch das Kreuz zur Auferstehung
(stjosef.at/predigten) Als Jesus sein bevorstehendes Leiden und Sterben ankündigt, da reagieren seine Apostel und Jünger – an vorderster Stelle Petrus – empört. „Das darf nicht geschehen, Herr!“ ruft er aus. „Gott möge das verhüten.“ Was gewiss ein Ausdruck echter Sorge um das Leben Jesu ist und insofern gut gemeint ist, ist hier dennoch eine totale Fehleinschätzung. Denn es liegt eben nicht im Plan Gottes, dass Jesus den Kreuzestod vermeidet; er soll und wird ihn vielmehr auf sich nehmen, um gerade so das Heil zu wirken und die Menschen von der Sünde und der Macht des Todes zu erlösen!
Nur so verstehen wir den scharfen Tadel Jesu: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will.“ Und er weist eben jenen Petrus, der von ihm zuletzt noch als „Fels“ bezeichnet worden ist, nun als „Satan“ zurück. Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als dass Jesus seiner Sendung treu bleibt. Der Satan hingegen bedient sich hier gleichsam der Sorge des Petrus und möchte Jesus eben dadurch zu Fall bringen. Petrus hat nämlich das Entscheidende in der Leidensankündigung Jesu überhört: „Am dritten Tag wird der Messias von den Toten auferstehen.“
Lesen Sie die Predigt zum 22. Sonntag im Jahreskreis A in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.08.2011 19:58:15
Habt keine Angst, katholisch zu sein!
(zenit.org) - Im Anschluss an den Abschlussgottesdienst des WJT 2011 hielt der Heilige Vater seine kurze Ansprache vor dem Angelusgebet. Darin gedachte er der Jugendlichen, die in den Heimatländern auf die Rückkehr der Teilnehmer des Weltjugendtages 2011 warteten. Er lud zu einem mutigen Zeugnis des christlichen Lebens ein. Die Jugendlichen sollten zum Sauerteig für neue Christen werden und im Herzen vieler Menschen Kirche kraftvoll aufbrechen lassen. Er bat, allen Jugendlichen in der Heimat, besonders den Benachteiligten, seine Zuneigung zu übermitteln. Den Bischöfen und Priestern trug er auf, „auch weiterhin die Jugendpastoral mit Begeisterung und Hingabe zu pflegen“. Anschließend empfahl er alle jungen Menschen der Fürsprache Mariens, dem „Stern der Neuevangelisierung“ und der „Mutter der jungen Generationen“.
Mit begeisterten „Wir sind die Jugend des Papstes“ und „Viva“-Rufen beantworteten die Jugendlichen aus Brasilien die Ankündigung des nächsten Weltjugendtages in Rio de Janeiro 2013 am Ende der Abschlussmesse durch Papst Benedikt XVI. Die spanischen Jugendlichen überreichten in einer Zeremonie das Weltjugendtagskreuz und die Ikone offiziell ihren brasilianischen Freunden.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.08.2011 16:59:52
Gebetswache mit Papst bei Weltjugendtag trotz Gewitter, Sturm und Regen
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat persönlich darauf gedrängt, die Gebetswache mit den Jugendlichen beim Weltjugendtag trotz des plötzlich aufgekommenen Unwetters fortzusetzen. "Während des Gewitters wurde er zwei Mal gefragt, ob er meine, sich zurückziehen zu müssen, und er hat antwortet: 'Nein, ich bleibe. Wir bleiben.'", berichtete Vatikansprecher P. Federico Lombardi am Sonntag in "Radio Vatikan". Der Papst habe seinen Mitarbeitern geraten, auf eine Wetterbesserung zu warten, um die Begegnung dann in verkürzter Form fortsetzen zu können, sagte Lombardi am Sonntag zudem bei der Abschluss-Pressekonferenz des Weltjugendtags. Benedikt XVI. sei sehr beeindruckt gewesen, wie konzentriert die Jugendlichen trotz des Wetters an der Zeremonie teilgenommen hätten.
Der Papst sei keinesfalls unzufrieden gewesen, dass die Gebetswache aufgrund den erschwerten Bedingungen nur in verkürzter Form stattfinden konnte, berichtete der Sprecher. "Das Ziel der Veranstaltung wurde erreicht". Der Papst habe das Unvorhergesehene, die Improvisation genossen und spontan reagiert. Das stille Gebet, das Schweigen nach der Aussetzung des Allerheiligsten sei möglicherweise nach dem voraufgegangenen Gewitter besonders intensiv gewesen, so der Vatikansprecher.
Auf die ursprüngliche geplante Rundfahrt des Papamobils durch die Menge habe man verzichten müssen, weil etliche Straßen und Wege inzwischen von Jugendtagsteilnehmern belegt worden waren.
Die Teilnehmerzahlen bei der Gebetswache wie bei der Schlussmesse gab Lombardi mit "über 1,5 Millionen" an.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
20.08.2011 09:56:33
Das Messiasbekenntnis des Apostels Petrus
(stjosef.at/predigten) Wer ist Jesus Christus? Die Frage ist 2000 Jahre alt und doch heute so aktuell wie damals. Ist er nur ein Religionsgründer von vielen oder ist er einzigartig? Kommt er von Gott oder hat sein Anspruch bloß ein menschliches Fundament? Ist er wirklich der Sohn Gottes, der dem Vater gleich ist im Wesen und mit ihm eins ist im Heiligen Geist? Ist er zugleich wahrer Mensch, der zu unserem Heil den Tod am Kreuz gestorben und am dritten Tage von den Toten erstanden ist?
Inmitten der Vielfalt der Meinungen, welche die Menschen über Jesus Christus haben, legt auch die Kirche unserer Zeit mit dem Papst als ihrem sichtbaren Oberhaupt ein klares Bekenntnis ab zum wahren Sohn Gottes, dem Erlöser! So sieht sich die Kirche in lebendiger Einheit mit den Aposteln zur Zeit Jesu, deren Sprecher – Petrus – ein ebenso klares Glaubensbekenntnis abgelegt hat. Jesus hatte die Apostel gefragt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Und Simon Petrus antwortete: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“
Lesen Sie die Predigt zum 21. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
19.08.2011 22:26:35
Offenheit für die Wahrheit Gottes nötig
(radiovatikan.de) Das Beste, was ein guter Lehrer jungen Leuten mitgeben kann, sind nicht Daten und Techniken, sondern das Streben nach der Wahrheit. Daran hat Papst Benedikt junge Universitätsdozenten erinnert. Er traf die Hochschullehrer im Escorial-Palast; hunderte von ihnen, geordnet nach den Farben ihrer traditionsreichen Universitätstrachten, hatten sich eingefunden.
Eindringlich warnte der Papst vor einer rein nützlichkeitsbezogenen Sicht von Bildung. Dabei verspürten sie, die Dozenten, doch zweifellos auch „den Wunsch nach etwas Höherem, das allen Dimensionen entspricht, die den Menschen ausmachen.“
„Wir wissen: Wenn nur die Nützlichkeit und der unmittelbare Pragmatismus zum Hauptkriterium erhoben werden, können die Verluste dramatisch sein – von den Missbräuchen einer Wissenschaft, die keine Grenzen über sich anerkennt, bis zum politischen Totalitarismus, der leicht von neuem auflebt, wenn aus Machtkalkül jeder höhere Bezug beseitigt wird. Die echte Idee der Universität hingegen ist genau das, was uns vor dieser verkürzten und verzerrten Sichtweise des Menschlichen bewahrt.“
Immer schon war die Universität der Ort zu sein, wo man die eigentliche Wahrheit über den Menschen sucht. Das „erhabene Streben“ nach der Wahrheit sei „das Wertvollste, das Sie persönlich und lebendig an Ihre Studenten weitergeben können“, sagt der Papst den Dozenten.
„Deshalb ermutige ich Sie eindringlich dazu, diese Sensibilität für und Sehnsucht nach der Wahrheit niemals zu verlieren; nicht zu vergessen, dass das Lehren kein trockenes Mitteilen von Inhalten ist, sondern eine Formung junger Menschen, die Sie verstehen und schätzen sollen, in denen Sie diesen Durst nach der Wahrheit, den sie in ihrem Inneren spüren, und dieses Streben nach Überwindung wecken sollen. Seien Sie für sie Ansporn und Kraft!“
Zudem mahnte der Papst die Universitätslehrer zu einer Haltung der Demut. Die Wahrheit geht nämlich „immer über unsere Reichweite hinaus“, sagte Benedikt.
„Wir können sie suchen und an sie herankommen, wir können sie jedoch nicht ganz besitzen: Vielmehr ist sie es, die uns besitzt und uns motiviert. In der intellektuellen und Lehrtätigkeit ist daher die Demut eine unerlässliche Tugend, die vor der Eitelkeit schützt, welche den Zugang zur Wahrheit versperrt. Wir dürfen die Studenten nicht für uns selbst einnehmen, sondern müssen sie auf den Weg zu dieser Wahrheit bringen, die wir alle suchen.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
19.08.2011 22:25:09
Christus verleiht unserer Freiheit Flügel
(kipa.ch/radiovatikan.de) „Es ist mir eine riesige Freude, euch hier zu treffen!“ Papst Benedikt XVI. hat am Donnerstagabend in Madrid erstmals die Protagonisten seiner Reise getroffen: die Jugendlichen aus aller Welt. Hunderttausende von ihnen bereiteten dem Gast aus Rom ein herzliches Willkommensfest. Sie hatten sich schon Stunden davor auf der Plaza de Cibeles und in den umliegenden Straßen versammelt, um mit dem 84-Jährigen Papst zu feiern und seine Worte zu hören.

Bei seiner Predigt rief der Papst die jungen Menschen dazu auf, sich nicht mit dem Mittelmaß zufrieden zu geben. Wer auf den sicheren Felsen Christi baue, werde nicht nur selber fest, beständig und glücklich im Leben, sondern mehr noch: Glaubende zeigen Alternativen auf für viele andere, die sich mit „Modeströmungen“ begnügen, nur den unmittelbaren Nutzen suchen oder sich auf ihre eigenen Ansichten zurückziehen, statt die Wahrheit „ohne Wenn und Aber“ zu suchen.
„Ja, es gibt viele, die sich für Götter halten und meinen, keine anderen Wurzeln noch Fundamente zu brauchen als sich selbst. Sie würden gern ganz allein entscheiden, was Wahrheit ist und was nicht, was gut oder schlecht, gerecht oder ungerecht ist; entscheiden, wer wert ist zu leben und wer hingegen auf dem Altar anderer Perspektiven geopfert werden kann. Sie möchten jeden Moment ihren Schritt dem Zufall überlassen, ohne einen festgesetzten Kurs, indem sie sich vom Impuls den Augenblicks leiten lassen.“
Diese Versuchungen lauern stets im Hinterhalt, räumte der Papst ein. Es sei aber wichtig, ihnen nicht zu erliegen, denn in Wirklichkeit führen sie zu etwas, „das dahinschwindet wie ein Leben ohne Horizonte, eine Freiheit ohne Gott“. Gott wünsche sich aber nicht Menschen, die ihre Freiheit dazu nutzen, sich treiben zu lassen, so der Papst.
„Wir wissen dagegen sehr wohl, dass wir als Freie erschaffen worden sind, nach dem Bild Gottes, und zwar damit wir Protagonisten auf der Suche nach der Wahrheit und nach dem Guten sind, verantwortlich für unser Handeln und nicht bloß blinde Vollstrecker; kreative Mitarbeiter bei der Aufgabe, das Werk der Schöpfung zu pflegen und zu verschönern. Gott wünscht sich einen verantwortlichen Partner, jemanden, der mit ihm sprechen und ihn lieben kann.“
Wachsame, bewusste, verantwortliche Geschöpfe also: gewissermaßen Menschen auf Augenhöhe. Für den Christen gebe es nur einen Weg, sich diesem Ziel anzunähern: Jesus Christus.
„Durch Christus können wir das wirklich erreichen, und wenn wir in ihm verwurzelt bleiben, verleihen wir unserer Freiheit Flügel. Ist das nicht der große Grund unserer Freude? Ist das nicht ein fester Boden, um eine Kultur der Liebe und des Lebens zu errichten, die fähig ist, jeden Menschen zu vermenschlichen?“
Die Worte Jesu, so der Papst, können auch heute noch das Leben von Jugendlichen verändern. Und mehr noch: Sie können Verhaltensmaßstäbe sein und dem Leben eine Richtung, einen Sinn geben. Der Person Christi ähnlich zu werden bedeute, nach Gerechtigkeit zu hungern, barmherzig, reinen Herzens und friedliebend zu sein.
„Nutzt diese Tage, um Christus besser kennenzulernen und die Gewissheit zu haben, dass, wenn ihr in ihm verwurzelt bleibt, eure Begeisterung und eure Fröhlichkeit, euer Sehnen, das Gewöhnliche zu überschreiten, zu dem zu gelangen, was erhabener ist, bis hin zu Gott – dass all das immer eine sichere Zukunft hat, denn das Leben in Fülle ist schon in euch angelegt. Lasst es wachsen mit der göttlichen Gnade, großherzig und ohne Mittelmäßigkeit, indem ihr ernsthaft das Ziel der Heiligkeit ins Auge fasst.“
Natürlich ist auch der glaubende Mensch nicht fehlerfrei, räumte der Papst sinngemäß ein. Die katholische Kirche habe aber für solche Fälle auch im Nachhinein ein probates Mittel: die Beichte.
„Angesichts unserer Schwächen, die uns manchmal bedrücken, verlassen wir uns auch auf die Barmherzigkeit des Herrn, der immer bereit ist, uns erneut die Hand zu reichen, und der uns durch das Sakrament der Buße die Vergebung gewährt.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
16.08.2011 18:38:49
Weltjugendtag in Madrid beginnt heute abend
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. erwarten ereignisreiche Tage in Madrid beim Weltjugendtag (WJT) 2011. Das Treffen findet von 16. bis einschließlich 21. August, also Dienstag bis Sonntag statt. Der Papst reist am Donnerstag an. Seine Ankunft ist für 12.00 Uhr am internationalen Flughafen von Barajas geplant, wo eine Begrüßungsfeier mit einer ersten Rede Benedikts stattfinden wird. Hier die Höhepunkte im Programm des Weltjugendtages:
1. Eröffnungsmesse
Dienstag, 16. August, 19.00 Uhr auf dem Cibeles-Platz:
Zelebrant: Kardinal Antonio Maria Rouco Varela, Erzbischof von Madrid; Konzelebranten sind die am WJT teilnehmenden Bischöfe und Priester. Bei der Eröffnungsmesse wird der Papst noch nicht anwesend sein.
2. Treffen mit dem Papst
Donnerstag, 18. August, 20.00 Uhr auf dem Cibeles-Platz und dem Kolumbus-Platz
Zelebrant der Liturgie: Papst Benedikt XVI und der Erzbischof von Madrid. Zuvor Empfang des Papstes am Alcalá Tor durch fünf Jugendliche aus fünf Kontinenten.
3. Kreuzweg
Freitag, 19. August, 20.00 Uhr auf dem Cibeles-Platz und Kolumbus-Platz
Vorsteher der Liturgie: Papst Benedikt XVI.
4. Vigil
Samstag, 20. August, 20.00 Uhr beim Flugplatz Vierwinde, Cuatra Vientos aerodome
Zelebrant der Liturgie: Papst Benedikt XVI.
5. Abschlussmesse
Sonntag, 21. August, 10.00 Uhr auf dem Flugplatz Vierwinde, Cuatra Vientos aerodome
Zelebrant der Liturgie: Papst Benedikt XVI.
Abschluss: Der Engel des Herrn
6. Beichtfestival während des WJT
Alle Tage in einem gesonderten Bezirk des Retiro-Parks
Offizielle Website: http://www.madrid11.com/de
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
16.08.2011 18:35:15
Opus-Dei-Prälat DDr. Johannes Torelló verstorben
(opusdei.at) Prälat Johannes B. Torelló, langjähriger Regionalvikar des Opus Dei in Österreich und früherer Rektor der Wiener Peterskirche verstarb in den Morgenstunden des Festes Maria Himmelfahrt in Wien. Torelló verschied friedlich im hohen Alter von 90 Jahren, versehen mit den Sterbesakramenten. Er starb in seinem langjährigen Wohnsitz, dem ehemaligen Pfarrhaus der Rektoratskirche St. Peter. Für den weiten Freundes- und Bekanntenkreis, den sich Torelló durch sein pastorales Wirken erwarb, wird die Aufbahrung und Seelenmesse in der Wiener Peterskirche Gelegenheit zur Verabschiedung sein.
Torelló war 1964 auf Initiative des Gründers des Opus Dei, des Heiligen Josefmaria Escrivá, nach Österreich gekommen. Kardinal Franz König schätzte Torelló sehr als Theologen und Ratgeber. Torelló war auch befreundet mit Helmut Zilk, mit dem Gründer der Logotherapie, Viktor Frankl, und mit Caritas-Präsident Leopold Ungar. Bald wurde er Regionalvikar des Opus Dei in Österreich. Als Kardinal König den Priestern des Opus Dei die Seelsorge in St. Peter anvertraute, konnte Torelló an die Tradition einer intensiven Stadtseelsorge anknüpfen. Der Priester aus Katalonien wurde zunächst Pfarrmoderator und Kirchenrektor bis 1995. Die Verkündigung der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit wurde zum Kennzeichen seiner seelsorglichen Arbeit. In Wien wurde Torelló schnell als guter Seelsorger und unermüdlicher Prediger bekannt. 1995 übergab er die Leitung der Rektoratskirche St. Peter seinem Nachfolger, Werner Litzka, war aber weiterhin seelsorglich tätig. Altersbedingt musste er sich nach und nach zurückziehen.
Geboren wurde Torelló 1920 in Barcelona. Er beendete die Mittelschule während des spanischen Bürgerkrieges und begann danach das Medizinstudium in seiner Heimatstadt. 1941 lernte er den Gründer des Opus Dei kennen, wurde von dessen Grundinspiration (Nachfolge Christi mitten in der Welt) angezogen und bat um die Aufnahme in das Werk. 1948 wurde Torelló zum Priester geweiht. Danach sandte ihn Josefmaria Escrivá nach Rom. Ende 1949 kam er als junger Priester nach Sizilien, um dort mit der apostolischen Arbeit des Opus Dei zu beginnen. Nach sechs Jahren in Sizilien begann er 1956 mit der seelsorglichen Arbeit des Opus Dei in der Schweiz. 1958 übertrug ihm der Gründer des Opus Dei die Verantwortung für die Arbeit des Werkes in ganz Italien.
Prälat Torelló war nicht nur Seelsorger, sondern auch Psychiater und Theologe. Er publizierte, verfasste Artikel und Bücher, wie z. B. "Psychologie und Beichte", "Zur Spiritualität der Laien" und "Von Gott zuerst geliebt". Torelló war zuguterletzt auch Dichter: Seine katalanischen Gedichte wurden in die erste katalanische Anthologie aufgenommen, die drei Jahre nach der Demokratisierung des Landes veröffentlicht werden konnte.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.08.2011 17:33:09
Vor 70 Jahren starb der heilige P. Maximilian Maria Kolbe
(radiovatikan.de/news.stjosef.at) In seinen Grußworten auf Polnisch hat der Papst den Märtyrer Maximilian Kolbe gewürdigt, dessen Todestag sich an diesem Sonntag zum siebzigsten Mal jährt. Die Nationalsozialisten brachten den polnischen Franziskaner am 14. August 1941 im Konzentrationslager Auschwitz um. Kolbe wurde mit einer Giftspritze getötet, nachdem er entschieden hatte, anstelle eines Mithäftlings und Familienvaters in den so genannten Hungerbunker zu gehen. Maximilian Kolbe wurde 1982 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
„Heute ist der 70. Todestag zum Martyrium des heiligen Maximilian Kolbe im Konzentrationslager Auschwitz. Seine heldenhafte Liebe ist leuchtendes Zeichen der siegreichen Anwesenheit Gottes im menschlichen Drama des Hasses, des Leids und des Todes. Beten wir, damit durch unsere Liebe die Menschen in der ganzen Welt diese göttliche Präsenz erfahren. Gott segne euch!“
Zum Todestag von Maximilian Kolbe findet an diesem Sonntag in der heutigen Gedenkstätte Auschwitz eine gemeinsame Gedenkfeier deutscher und polnischer Kirchenvertreter statt. Dabei werden am Ort von Kolbes Martyrium, in der unterirdischen Hungerzelle im Block elf des ehemaligen Konzentrationslagers, Blumen niedergelegt. Den Gottesdienst auf dem einstigen Appellplatz feiert der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz zusammen mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Zum Abschluss der Gedenkfeier ist nach Angaben der Polnischen Bischofskonferenz ein Aufruf zum Frieden in der Welt geplant. Am Montag wird der Warschauer Kardinal Kazimierz Nycz in Niepokalanow eine Gedenkmesse für Kolbe feiern.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.08.2011 17:31:28
Mit Leib und Seele bei Gott verherrlicht
(stjosef.at/predigten) Nicht aus eigener Kraft ist die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres Lebenslaufes hier auf Erden in den Himmel „aufgefahren“, sondern ihr Sohn Jesus Christus hat seine Mutter mit Leib und Seele aufgenommen in die himmlische Herrlichkeit. Dort, wo der Sohn ist, muss auch die Mutter sein! Sie hat den Urheber des Lebens geboren und konnte vom Tod nicht festgehalten werden.
Bemerkenswert an diesem Hochfest ist, dass die Kirche an der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel festhält. Nicht bloß ihre geistige Seele wurde zu Gott aufgenommen, sondern in ihrer ganzen menschlichen Existenz hat Maria nun die endgültige Vollendung gefunden. Und dies schließt auch den Leib ein! Denn der christliche Glaube ist keineswegs leibfeindlich, sondern erweist dem menschlichen Leib von Gott her die höchstmögliche Ehre. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] (13) [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] nächste Seite letzte Seite
News per E-Mail abonnieren
E-Mailadresse:
Format der E-Mail: HTML
nur Text
  News per E-Mail abonnieren
Abonnement löschen
Inhalt www.stjosef.at
Powered by SimpNews V2.49.01 ©2002-2009 Bösch EDV-Consulting

Zum Archiv des Newsletters

Dieser Newsletter wird fallweise erweitert und kann kostenfrei sowohl im Web gelesen als auch per e-mail abonniert werden. Grundlegende Richtung: römisch-katholisch.

Nachdruck oder weitere Veröffentlichung im Internet mit genauer Quellenangabe gestattet (Mitteilung erbeten). Für externe Links übernehmen wir keine inhaltliche Verantwortung. Redaktionelle Verantwortung: Dr. Josef Spindelböck, Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef, A-3107 Kleinhain 6. Kontakt: newsletter@stjosef.at