Startseite> News

 Newsletter

SucheSeite 13/199
(Einträge 361 - 390 von 5963)
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] (13) [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] [193] [194] [195] [196] [197] [198] [199] nächste Seite letzte Seite
08.09.2012 12:34:28
Der Herr öffne dir Ohren und Mund!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Mit dem Kommen des Erlösers in diese Welt ist ein neues Zeitalter angebrochen. Das Reich Gottes ist uns nahe; Gott selber erlöst sein Volk. Er schenkt den Menschen das Heil.
Unser Herr Jesus Christus hat Zeichen und Wunder gewirkt und damit offenbar gemacht, dass der himmlische Vater ihn zu uns Menschen gesandt hat. Weil er eins ist mit Gott, dem Vater, hat er die Macht, Kranke zu heilen, Sünden zu vergeben und Dämonen auszutreiben.
Im heutigen Evangelium wendet sich Jesus einem Taubstummen zu. Ein solcher Mensch ist massiv eingeschränkt in der Wahrnehmung seiner Umwelt und Mitwelt. Heute gibt es Gottseidank gute Förderprogramme, sodass diese Menschen mit anderen Kontakt aufnehmen können: wenigstens durch Zeichen ist so eine Verständigung möglich; manche lernen auch wirklich sprechen, weil sie in Wirklichkeit ja nicht stumm sind, sondern nur nicht hören können. Früher hat man diese Menschen meist ihrem Schicksal überlassen, und sie waren wirklich ausgegrenzt. So kam zu ihrer körperlichen Einschränkung auch noch die schmerzvolle Erfahrung, nicht dazu gehören zu dürfen zu den übrigen Menschen.
Jesus wirkt das Wunder der Heilung dieses Taubstummen. Er tut es, indem er eine Zeichenhandlung setzt: er berührt mit seinen Fingern die Ohren des Mannes und benetzt dessen Zunge mit Speichel und spricht, indem er zum Himmel blickt, die Worte: „Effata! – Öffne dich!“ sogleich löst sich seine Zunge: er kann sprechen, und seine Ohren öffnen sich: er kann hören. Wie dankbar muss dieser Mann gewesen sein, als sich ihm plötzlich eine ganz neue Welt aufgetan hat!
Lesen Sie die Predigt zum 23. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
03.09.2012 20:59:44
Tag der offenen Tür bei den Dienerinnen der Immaculata
(kathpress.at) Die Schwesterngemeinschaft der "Dienerinnen der Immaculata" in Gerersdorf lädt am Samstag, 8. September, zum "Tag der offenen Tür". Interessierte können von 13 bis 18 Uhr das neue Kloster besichtigen und sind zu einem Imbiss eingeladen. 2011 erfolgte die Grundsteinlegung, im vergangenen Juni segnete Diözesanbischof Klaus Küng das neue Kloster in der Nähe von St. Pölten. Derzeit gehören der Gemeinschaft neun Schwestern und eine Anwärterin an.
Die Schwesterngemeinschaft wurde 2003 in der Diözese St. Pölten als Institut bischöflichen Rechts von Altbischof Kurt Krenn errichtet, der jetzt auch im neuen Kloster lebt und von den Schwestern gepflegt wird. Der Orden kümmert sich u.a. auch um den Haushalt von Bischof Klaus Küng, die Schwestern sind in der Katechese tätig, arbeiten im Pflege- und Betreuungswesen und widmen sich intensiv dem Gebet. Generaloberin Sr. Helga: "Bei speziellen Gebetsanliegen genügt ein SMS, eine Mail oder ein Zettel im Briefkasten." Gottesdienste in der neuen Klosterkapelle könnten von Interessierten nach Absprache mit den Schwestern gerne mitgefeiert werden, so die Generaloberin.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
03.09.2012 20:56:14
Die Gottesmutter seit dem Konzil
(radiovatikan.de) Mit der Sicht auf die Rolle der Gottesmutter Maria in der Kirche seit dem II. Vatikanischen Konzil beschäftigt sich ein internationaler Kongress, der an diesem Dienstag in Rom beginnt. Im akademischen Bereich wie in der Seelsorge gelte es, eine angemessene, vollständige und konzilskonforme Lehre über Maria zu garantieren, heißt es in einer Aussendung der Internationalen Päpstlichen Akademie für Mariologie, die zu dem Kongress einlädt. Der in Lugano lehrende Dogmatiker Manfred Hauke wird die deutsche Sprachgruppe koordinieren. Die Bedeutung Marias in der Ökumene seit dem Konzil werde breit besprochen werden, sagte er uns.
„Ein Bezugspunkt ist da auch das 100jährige Jubiläum der Marienerscheinung in Fatima im Jahr 2017, das fällt also mit dem Luther-Jubiläum zusammen. Luther war ja ein großer Marienverehrer, auch wenn er natürlich nicht alles anerkannt hat, was wir als Katholiken anerkennen. Aber ich denke, in diesem doppelten Jubiläum ist die Bedeutung Mariens für die Einheit der Christen interessant zu sehen; seit Augustinus gilt Maria als Mutter der Einheit. Schwester Lucia in Fatima hat ja in einer Verheißung davon gesprochen, dass es in Deutschland einen Hirten und eine Herde geben werde. Das wäre sicherlich schön!“
Vor einiger Zeit war in bestimmten Medien die Rede davon, Papst Benedikt plane, Maria zur „Miterlöserin“ zu erklären. Das hält der Dogmatiker nicht für realistisch.
„Es wird sicherlich keine dogmatische Definition des Heiligen Vaters zu einem solchen Titel geben. Auf der anderen Seite ist klar, dass die damit gemeinte Lehre, also wie Maria an der Erlösung mitwirkt, schon jetzt zum Glaubensgut der Kirche gehört. Seit der Zeit des II. Vatikanums wird deutlich, dass Maria aktiv an der Erlösung mitgewirkt hat. Wenn es um mariologische Dogmen geht, dann ist allenfalls denkbar, aber ich denke in weiterer Zukunft, dass eine Definition kommen könnte über Maria als geistliche Mutter der Menschheit oder auch als mütterliche Mittlerin in Christus. Aber das sind keine Punkte, die in den nächsten Jahren auf der Tagesordnung des Heiligen Vaters stehen werden.“
Der Mariologen-Kongress im Auditorium der Franziskaner dauert sechs Tage und umfasst eine Audienz bei Papst Benedikt am Samstag in Castelgandolfo.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.09.2012 10:42:30
Papst Benedikt kondoliert zum Tod von Kardinal Martini
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. trauert um den früheren Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Maria Martini. Er nehme Anteil am Schmerz der Angehörigen und der Gläubigen von Mailand, schrieb der Papst in einem am Freitagabend veröffentlichten Telegramm an den gegenwärtigen Kardinal der norditalienischen Stadt, Erzbischof Angelo Scola. Benedikt bezeichnete den im Alter von 85 Jahren verstorbenen populären Kardinal als „lieben Bruder“; Martini habe der Kirche und dem Evangelium „großzügig gedient“.
Benedikt XVI. würdigte Martini darüber hinaus als „pflichtbewussten und weisen“ Erzbischof, bedeutenden Bibelwissenschaftler und geschätzten Leiter der Päpstlichen Universität Gregoriana. Mit seinen kompetenten und leidenschaftlichen Predigten und Ansprachen habe Martini der Kirche die christlichen Schriften immer mehr eröffnet, besonders durch die Förderung der Meditation über Bibeltexte. Auch habe der Kardinal seine lange Krankheit gelassen und vertrauensvoll dem Willen Gottes anvertraut, so der Papst.
Martini starb am Freitagnachmittag in einem Heim des Jesuitenordens im norditalienischen Gallarate nach einer langen Parkinson-Krankheit. Der Ordensmann war eine der prägenden Figuren der italienischen Kirche; zeitweise galt er als aussichtsreicher Kandidat für das Papstamt. Martini leitete das Mailänder Erzbistum von 1979 bis 2002.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
01.09.2012 10:39:43
Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Tisch des Wortes Gottes ist an diesem Sonntag wieder reich gedeckt, und es wird nicht möglich sein, alles zugleich zu erwägen, was in den Lesungen und im Evangelium enthalten ist.
Betrachten wir daher gezielt einen Vers der zweiten Lesung aus dem Jakobusbrief (1,27). Dort heißt es: „Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott, dem Vater, besteht darin: für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind, und sich vor jeder Befleckung durch die Welt zu bewahren.“
Eine besondere Form des Gottesdienstes wird hier empfohlen. Dieser „reine und makellose Dienst vor Gott, dem Vater“ ist praktischer Natur und besteht in der Sorge für die Waisen und Witwen, „wenn sie in Not sind“. Die Erwähnung der „Waisen und Witwen“ findet sich oftmals in der Heiligen Schrift und steht für jene Gruppen von Menschen, die besonders schutzlos sind und so in der Gefahr sind, gesellschaftlich an den Rand gedrängt zu werden. Wenn ein Kind die Eltern verliert und Waise geworden ist, dann ist dies auch in der heutigen Zeit noch ein trauriges Schicksal. Damals war es auch für eine Frau ein besonders schweres Los, wenn sie Witwe geworden und so weitgehend schutz- und rechtlos war. Natürlich gilt es hier auch an alle Menschen anderen zu denken, die in unverschuldeter und vielleicht auch verschuldeter Not sind.
Es wird als besonderer Auftrag Gottes gesehen, solchen Menschen Unterstützung und Beistand anzubieten. Der Einsatz für den Mitmenschen in Not gehört von Anfang an zum Kerninhalt des Evangeliums; hier begegnet uns Christus, dem wir uns im Dienst am Nächsten zuwenden.
Lesen Sie die Predigt zum 22. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
30.08.2012 22:12:44
Hinführung zum Jahr des Glaubens
(stjosef.at/artikel) (JSp) Prof. Josef Spindelböck hat am 29. und 30. August 2012 auf "Radio Maria Östereich" über das demnächst beginnende Jahr des Glaubens gesprochen.
Mit dem Apostolischen Schreiben „Porta fidei“, das in Form eines Motu proprio ergangen ist, hat Papst Benedikt XVI. am 11. Oktober 2011 die Ausrufung eines „Jahres des Glaubens“ bekannt gegeben.
„Im Licht all dessen habe ich entschieden, ein Jahr des Glaubens auszurufen. Es wird am 11. Oktober 2012, dem fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, beginnen und am Christkönigssonntag, dem 24. November 2013, enden“ (Porta fidei, Nr. 4).
Der Anlass dieses Jahres des Glaubens ist also das 50-Jahr-Jubiläum des 2. Vatikanischen Konzils, das am 11. Oktober 1962 eröffnet wurde. Gemäß dem damals gültigen liturgischen Kalender wurde an diesem Tag das Fest der Mutterschaft Marias gefeiert. Seit der Liturgiereform wird das Hochfest der Gottesmutter Maria in der ordentlichen Form des römischen Ritus am 1. Januar begangen; zugleich ist es in der außerordentlichen Form der Messfeier nach dem römischen Ritus weiterhin möglich, den traditionellen Termin des 11. Oktober zu feiern.
Maria ist unser Vorbild im Glauben und die Mutter der Glaubenden. Noch bevor sie ihren Sohn Jesus Christus in ihrem Schoß empfing, hat sie ihn im Herzen schon im Glauben empfangen und aufgenommen. Ihre Verwandte Elisabeth preist sie eben wegen dieses Glaubens selig: „Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ“ (Lk 1,45)
Unser Weg auf Erden ist der des Glaubens. Erst im Himmel werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht schauen. Dann wird der Glaube in Schauen übergehen und die Hoffnung in Besitz. Die Liebe aber wird bleiben.
„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor 13,13).
Das 2. Vatikanische Konzil hatte nicht die Absicht, neue Dogmen des Glaubens vorzulegen. Es wollte vielmehr die Glaubenslehre der Kirche in Anwendung bringen auf die Bedürfnisse unserer Zeit. Insofern ist es ein pastorales Konzil, als es ausgerichtet ist auf das Ziel aller Seelsorge, nämlich die Menschen zur Heiligkeit zu führen, sodass sie nach ihrem Tod und einer vielleicht noch nötigen Läuterung im Reinigungsort (Purgatorium oder Fegefeuer) eintreten dürfen in die himmlische Herrlichkeit.
Als reifste Frucht des 2. Vatikanischen Konzils, was die Glaubenslehre der Kirche betrifft, wie sie unserer Zeit neu verkündet werden soll, gilt der „Katechismus der Katholischen Kirche“. Papst Benedikt XVI. schreibt dazu:
„Auf das Datum des 11. Oktobers 2012 fällt auch das zwanzigjährige Jubiläum der Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche, eines Textes, den mein Vorgänger, der selige Papst Johannes Paul II., mit dem Ziel promulgierte, allen Gläubigen die Kraft und die Schönheit des Glaubens vor Augen zu führen. Dieses Dokument, eine authentische Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils, sollte nach dem Wunsch der Außerordentlichen Bischofssynode von 1985 ein Instrument im Dienst der Katechese sein und wurde durch die Zusammenarbeit des gesamten Episkopates der katholischen Kirche erstellt“ (Porta fidei, Nr. 4).
Wir wollen in dieser zweiteiligen Sendereihe auf „Radio Maria“ gemeinsam über das Jahr des Glaubens nachdenken. Eine vierfache Aufgabe stellt sich uns in diesem Jahr und darüber hinaus. Es geht
1. darum, dass wir die Haltung des Glaubens und der Umkehr in unserem Herzen erneuern und vertiefen,
2. dass wir dies tun in der Gemeinschaft der Glaubenden, eben der Kirche,
3. dass wir die von Gott geoffenbarten Inhalte des Glaubens voll und ganz bejahen
4. und in unserem Leben durch Wort und Tat bezeugen. Deshalb auch der besondere Titel dieser Sendung „Die Liebe in der Wahrheit tun“, in Anlehnung an die Enzyklika „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt XVI., die mit Datum vom 29. Juni 2009 veröffentlicht hat. Es geht um den Zusammenhang von Glaube und Handeln. Der Glaube soll sich auswirken im christlichen Leben; er soll Frucht bringen in Werken der Liebe, in einem Leben nach den Geboten Gottes und in der Übung der Tugenden.
Den vollen Text des Vortrags können Sie online nachlesen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.08.2012 10:47:39
Pränataltests: Menschliches Leben achten und fördern
(derstandard.at) Im Folgenden wird ein Kommentar von Prof. Dr. theol. habil. Josef Spindelböck dokumentiert, der in der Online-Ausgabe der Zeitung "Der Standard" am 27.08.2012 erschienen ist.
Am 20. August 2012 verkündete die Konstanzer Biotech-Firma LifeCodexx mit einem gewissen Stolz, ab sofort sei der neue "PraenaTest" in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und in der Schweiz verfügbar. Es handelt sich um einen nicht-invasiven molekulargenetischen Bluttest, der aus mütterlichem Blut eine Trisomie 21 des ungeborenen Kindes mit hoher Sicherheit bestimmen kann.
Damit werde - so die Firma - ab der zwölften Schwangerschaftswoche eine Ergänzung zu anderen vorgeburtlichen diagnostischen Untersuchungen sowie eine Entscheidungshilfe für oder gegen eine invasive Diagnostik (wie die Fruchtwasserpunktion) angeboten. Bei Frauen mit erhöhtem Risiko für Trisomie 21 ("Down-Syndrom") beim ungeborenen Kind könne dieser Test "die Zahl der eingriffsbedingten Fehlgeburten deutlich reduzieren und allein in Deutschland bis zu 700 Kindern das Leben retten, die jährlich durch Komplikationen bei invasiven Untersuchungen sterben" würden.
Wenn dies alles so positiv ist, warum dann die Aufregung von Behindertenorganisationen, Selbsthilfegruppen, Lebensschutzverbänden und kirchlichen Vertretern?
Das Problem liegt darin, dass nach der Anwendung dieses Tests gemäß einer Logik der Selektion, wie sie auch sonst bei vielen pränatalen Untersuchungen wirksam ist, im Falle eines "positiven" Befunds, d.h. der Feststellung der hohen Wahrscheinlichkeit eines Kindes mit Down-Syndrom, fast zwangsläufig die vorgeburtliche Tötung des betroffenen Kindes durch Abtreibung folgt. Die angeführte Zahl möglicherweise geretteter Kinder betrifft ungeborene Kinder, denen aufgrund des nicht-positiven Ergebnisses des Tests eine invasive Untersuchung und damit das Risiko einer Fehlgeburt erspart bleiben.
Der Test als solches hat jedoch gerade das Ziel, das Vorhandensein von Trisomie-21 zuverlässig auszuschließen oder zu bestätigen. Da eine pränatale Therapiemöglichkeit für Trisomie-21 nicht gegeben ist, ist die faktische Konsequenz für die meisten positiv befundeten Kinder deren vorgeburtliche Tötung durch Abtreibung.
Wollen wir behinderten und kranken Menschen von vornherein das Recht auf ihr Leben absprechen? Sind in unserer Gesellschaft künftig nur mehr jene erwünscht, die unseren eigenen Vorstellungen von Normalität entsprechen? Wer nimmt den Druck von schwangeren Frauen, dass sie sich im Falle eines positiven Befundes pränataler Diagnose fast zwangsläufig gegen ihr ungeborenes Kind zu entscheiden haben?
Es ist wünschenswert, wenn eine Diskussion über diese und andere Fragen in Gang kommt und die Rahmenbedingungen pränataler Diagnostik insgesamt hinterfragt werden. Auf keinen Fall darf es dazu kommen, dass im Rahmen pränataler Diagnostik ein verpflichtendes Screening nach Trägern bestimmter Krankheitsdispositionen oder unerwünschter Merkmale eingeführt wird.
Das Recht auf das Leben eines jeden Menschen gilt es bedingungslos anzuerkennen - im Sinne eines "Kultur des Lebens" und nicht einer "Zivilisation des Todes". Unser aller menschliche Zukunft setzt eben diese Garantie voraus!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.08.2012 11:14:37
Papstbesuch in Libanon ist Hoffnungsschimmer für das Land
(radiovatikan.de) Führende Vertreter der syrisch-katholischen Kirche schließen nach wie vor aus, dass der Papstbesuch wegen der Spannungen, die zunehmend auch im Libanon spürbar werden, in Gefahr sein könnte. Vielmehr sei der Besuch „Anlass zur Hoffnung für die gesamte Kirche, und insbesondere für die kleine Minderheit syrisch-katholischer Gläubiger.“ Dies sagte der Generalverwalter des syrisch-katholischen Patriarchats in Beirut, George Masri, in einem Interview mit Radio Vatikan von diesem Freitag. Dabei betont Masri, dass ein Dialog mit dem Islam nur bedingt auf religiöser Ebene stattfinden könne:
„Der wahre Dialog, den wir mit unseren muslimischen Brüdern führen müssten, ist derjenige einer Gleichstellung aller Bürger auf der Basis ihrer Zugehörigkeit zum Staat, und nicht auf der Basis ihrer Religiosität: Wir sind alle Kinder Gottes, Muslime, und Christen. Wir hoffen, dass der Westen dieser Region helfen kann, eine wahre Demokratie aufzubauen! Die muslimische Religion sieht ein theokratisches Regime, also einen Gottesstaat, und nicht eine demokratische Verfassung vor. Wenn wir einen wirklichen Dialog mit den Muslimen führen wollen, müssen wir das auf der Grundlage von zivilen Wertvorstellungen tun und nicht auf der Grundlage religiöser Kriterien.“
Der Besuch des Papstes, so Masri, gelte darum nicht nur der christlichen, sondern der gesamten Bevölkerung des Libanon und des Nahen Ostens.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
25.08.2012 11:11:23
Dient dem Herrn mit Dank und in Freude!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Unser Leben besteht aus vielen Herausforderungen und immer neuen Entscheidungen. Wollte jemand sagen: „Ich lasse es einfach kommen, wie es wird“, und er wäre total ohne eigenen Willen und ohne eigene Entscheidung, dann wäre ein solcher Mensch ganz und gar fremdbestimmt. Genau das ist es nicht, was Gott der Herr von uns will. Denn er hat uns den Verstand und einen freien Willen gegeben, damit wir in klarer Erkenntnis und in eigener Entscheidung das Gute wählen und so das Heil und die Vollendung finden.
Um eine solche Entscheidung geht es auch in der Lesung aus dem Buch Josua. Dieser große Stammesführer, der dem Mose in der Leitung des Volkes Gottes nachgefolgt war, versammelt die zwölf Stämme Israels in Sichem. Und er schenkt ihnen reinen Wein ein, indem er ganz klar die Alternative aufzeigt. Sie sollen sich entscheiden, wem sie künftig dienen wollen – entweder den Göttern der eigenen Vorfahren oder der Bewohner jenes Landes, in das sie nun gelangt sind, oder aber dem einen wahren Gott, der die Israeliten befreit hat aus Ägypten und der sie bei ihrem Zug durch die Wüste begleitet und nun endlich ins verheißene Land geführt hat. Josua jedenfalls und sein Stamm – sie wollen dem Herrn dienen! Und dieses gute Beispiel findet Nachahmer: Auch die übrigen Stämme entscheiden sich für den Dienst Gottes, denn sie erkennen, dass es nur einen einzigen wahren Gott gibt und dass dieser Gott Großes an ihnen getan hat. Dankbarkeit erfüllt ihr Herz.
Lesen Sie die Predigt zum 21. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
22.08.2012 19:39:45
Maria Königin
(zenit.org) In der bildenden Kunst finden sich zahlreiche Darstellungen zu diesem Thema. Ikonographisch muß man dabei aber zwischen der „Krönung Mariens“ und der Darstellung als „Maria Regina“ unterscheiden. Die erstgenannte Szene beschreibt nämlich den Moment, in dem die Jungfrau Maria von Christus, Gottvater oder der heiligen Dreifaltigkeit gekrönt wird und diese Handlung das Hauptmotiv der Darstellung ist. Unter „Maria Regina“ hingegen versteht man das Abbild der Madonna mit dem Kind, über deren Haupt Engel eine Krone halten, oder das der gekrönten Madonna, über deren Haupt Engel schweben.
In Santa Maria Maggiore, einer der vier Papstbasiliken und der sieben Pilgerkirchen in Rom, befindet sich im Apsismosaik eine der bekanntesten Darstellungen einer „Marienkrönung“. Schon die Gründungsgeschichte von Santa Maria Maggiore ist eng mit der Jungfrau Maria verbunden. Der Legende nach war nämlich Maria im Traum Papst Liberius und einem Patrizier erschienen und hatte beiden den Auftrag erteilt, auf dem Esquilinhügel an der Stelle eine Kirche zu errichten, wo Schnee fallen werde. Tatsächlich war am 5. August 352 der zukünftige Bauplatz auf dem Esquilin mit einer Schneedecke überfangen. Papst Liberius soll den Grundriß in den Schnee gezeichnet haben, der Patrizier stellte im Anschluß die für den Bau erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung. Noch heute feiert man in Santa Maria Maggioream 5. August im Gedenken an diesen Vorfall „Mariä Schnee“. Die Basilika wird trägt deshalb auch die Namen „Santa Maria della Neve“ und „Basilika Liberiana“.
Papst Nikolaus IV. ließ im 13. Jahrhundert Umbauarbeiten an der Basilika durchführen, unter anderem ließ er die Apsis abreißen und einige Meter versetzt neu errichten. Mit der Ausgestaltung der Apsis wurde Jacopo Torriti beauftragt. Der Franzikanermönch, der bereits die Apsis von San Giovanni in Laterano mit Mosaiken ausgeschmückt hatte, brachte auch in der Apsis von Santa Maria Maggiore ein prächtiges Mosaik an.
In der Wölbung dieser Apsis ist die Krönung der Muttergottes dargestellt. Maria sitzt zur Rechten Christi, der ihr Haupt mit seiner rechten Hand bekrönt. Christus und Maria sind zentral auf einem Thron sitzend abgebildet. Die Szene wird von Engeln und Heiligen begleitet. Zur Linken und Rechten des Tondo sind Petrus und Paulus, der heilige Franziskus, Papst Nikolaus IV., Johannes der Täufer, der Evangelist Johannes, der heilige Antonius und Kardinal Colonna dargestellt.
Zur inhaltlichen Bedeutung des heutigen Festtages „Maria Königin“ führte Papst Benedikt XVI. am 22. August 2010 aus: „Natürlich hängt das Königtum Mariens völlig vom Königtum Christi ab: Er ist der Herr, den der Vater nach der Schmach des Todes am Kreuz über alle anderen Geschöpfe im Himmel, auf der Erde und unter der Erde erhöht hat (vgl. Phil 2,9–11). Durch einen Plan der Gnade befindet sich die Unbefleckte Mutter vollends im Zusammenhang mit dem Geheimnis ihres Sohnes: mit seiner Menschwerdung; seinem irdischen, zunächst in Nazaret verborgenen und dann im messianischen Dienst offenbar gewordenen Leben; seinem Leiden und Tod; und schließlich mit der Herrlichkeit der Auferstehung und Himmelfahrt. … Ja, Maria ist die erste, die den 'Weg' beschritten hat, den Christus eröffnet hat, um in das Reich Gottes einzugehen, einen Weg, der den Niedrigen und all jenen zugänglich ist, die sich dem Wort Gottes anvertrauen und sich darum bemühen, es in die Tat umzusetzen.“
Vor den heute in Castel Gandolfo versammelten Gläubigen richtete Papst Benedikt XVI. folgende Worte an die deutschsprachigen Pilger: „Die Kirche feiert heute den Gedenktag Maria Königin. Es ist der achte Tag nach dem Hochfest ihrer Aufnahme in den Himmel. In dem dogmatischen Text 'Lumen gentium'des Zweiten Vatikanischen Konzils wird gesagt: 'Maria wurde als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren' (Nr. 59). Das Königtum Christi, wir wissen es, ist ganz durchwoben von Demut, Dienen, Liebe und unterscheidet sich so von irdischen Reichen und Machtblöcken. Das gleiche gilt für Maria: Sie ist Königin im Dienst für Gott und für die Menschen. Sie ist eine Königin der Liebe, die ihre Hingabe an Gott lebt und so in den Plan der Erlösung Gottes für die Menschen eintritt. Als Königin des Himmels ist sie Gott ganz nahe. Aber weil sie Gott nahe ist, ist sie uns nahe. Als eine Mutter, die uns liebt und kennt, will sie uns allen nahe sein. Ihr mütterlicher Segen möge euch auf allen euren Wegen begleiten.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
18.08.2012 12:13:04
Wahrhaft eine Speise und wahrhaft ein Trank
(stjosef.at/predigten) (JSp) Ist die Rede Jesu im Evangelium nicht drastisch? Er möchte den Menschen – und so auch uns! – sein Fleisch und sein Blut zu essen und zu trinken geben; er will sich uns selbst zur Speise geben!
Angesichts einer solchen Aussage gibt es zwei Möglichkeiten: sich entsetzt von Jesus abzuwenden und zu sagen: „Mit diesem Menschen will ich nichts mehr zu tun haben“, oder aber zu fragen, was Jesus denn wirklich meint und sich von ihm die Augen des Herzens im Glauben öffnen zu lassen.
Dabei helfen uns seine eigenen Worte. Denn er sagt auch: „Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ Das will heißen: Es wird ein Mahl geben, das zwar besonderer Art ist, aber in dem dennoch eine wirkliche Speise und ein wirklicher Trank genossen wird. Die Gestalt dieser Speise und dieses Trankes ist uns Menschen vertraut und zumutbar: es geht um Brot und Wein.
Doch wenn wir fragen, wen wir in diesem heiligen Mahl empfangen, dann lautet die Antwort Jesu, dass er selber es ist, der sich uns zur Speise gibt. Gott wird für uns zum Brot; er stärkt uns in seinem Sohn Jesus Christus auf dem Pilgerweg des irdischen Lebens und schenkt uns ewiges Leben. An dieser himmlischen Speise gilt es nicht achtlos vorüberzugehen; nötig ist ein lebendiger Glaube, in dem wir Gottes Gegenwart wahrnehmen und es ihm zutrauen, dass er uns seinen Sohn schenkt unter den Gestalten des Brotes und des Weines im heiligen Sakrament des Altares.
Lesen Sie die Predigt zum 20. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.08.2012 14:52:11
Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Festtag des 15. August bringt die Glaubensüberzeugung der Kirche zum Ausdruck, „dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde“, wie es Papst Pius XII. bei der feierlichen Definition des Dogmas am 1. November 1950 verkündet hat.
Damals wurde freilich keine neue Lehre erfunden oder dem Glauben der Kirche etwas hinzugefügt, was nicht bereits als von Gott geoffenbarte Wahrheit darin enthalten gewesen wäre. Die Kirche hat ja über die Jahrhunderte hinweg mit wachsender Klarheit die Einzigartigkeit der heilsgeschichtlichen Stellung Marias bejaht und bekannt. So ist das Fest „Mariä Himmelfahrt“, richtiger das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, in der Ostkirche bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen. Vom oströmischen Kaiser Mauritius (582-602) wurde der 15. August als staatlicher Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7. Jahrhundert gefeiert.
Die Herrlichkeit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten wirkt sich als erste an seiner Mutter Maria aus: Sie wurde dem Tod entrissen, und ihr Leib brauchte die Verwesung nicht zu schauen. Für ihren jungfräulichen Leib, der verherrlicht wurde, gelten die Worte aus dem Ersten Korintherbrief des Apostels Paulus (1 Kor 15,54-55): „Wenn sich dieses Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel (15.08.2012) in vollem Wortlaut!
Maria ist jetzt vollendet bei Gott. Ihr Sohn Jesus Christus, der von den Toten auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, hat auch seine Mutter Maria am Ende ihres Erdendaseins in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen. Mit Leib und Seele, d.h. in der Ganzheit ihres Menschseins, ist Maria nun bei Gott. Sie darf mit ihrem Sohn Jesus Christus, dem König der Könige und Herren aller Herren, ihr ganz und gar von ihm abhängiges Königtum ausüben in alle Ewigkeit. - Lesen Sie auch die Predigt bei der Monatswallfahrt in Maria Roggendorf am 13. August 2012!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
11.08.2012 11:34:45
Die Speise, die uns das ewige Leben schenkt
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium dieses Sonntags spricht Jesus in seiner Eucharistischen Rede sehr klar vom Brot des Himmels, das er selber ist. Dennoch nehmen seine Zuhörer Anstoß an dem, was Jesus sagt. Sie denken bloß irdisch; die heilige Eucharistie aber ist ein Geheimnis des Glaubens. Derjenige erhält einen Zugang zum rechten Verständnis, den der himmlische Vater im Heiligen Geist dazu führt.
Nur im Glauben können wir den unter der Brotsgestalt verborgenen Herrn anbetend verehren. Vor einem Stück Brot kniet man sich nicht nieder; dies wäre tatsächlich, wie manche Kritiker des katholischen Eucharistieglaubens gemeint haben, Götzendienst. Allerdings: Wir bekennen ja im Glauben, dass durch die Wandlungsworte des Priesters bei der heiligen Messe das Brot zum Leib Christi und der Wein zum Blut Christi wird.
In der Geschichte des Christentums haben viele Menschen diesen Glauben an den unter uns in der heiligen Eucharistie gegenwärtigen Herrn bekannt und aus diesem Glauben gelebt. Die innerlich vollzogene Mitfeier der heiligen Messe, die Anbetung des Herrn in der heiligen Hostie und der würdige Empfang der heiligen Kommunion haben ihnen Kraft gegeben für den Alltag und alle Aufgaben und Prüfungen des Lebens. Sie haben die Worte Jesu im Evangelium begriffen und zutiefst verinnerlicht: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.“
Lesen Sie die Predigt zum 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
08.08.2012 22:00:29
Das Bußsakrament neu entdecken
(kathpress.at) Tomas Halik (64), tschechischer Theologe und Psychologe, bemängelt, dass in der öffentlichen Sprache die Kategorie der Sünde, etwa beim Umgang mit Korruptionsskandalen, fehle. "Sünde ist etwas Lächerliches geworden", sagte Halik der am Donnerstag erscheinenden Beilage "Christ & Welt" der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit". "Viele sagen: 'Ich habe Fehler gemacht, aber das ist nicht strafbar'. Sie haben kein Bewusstsein dafür, dass nicht alles, was nicht strafbar ist, moralisch gut ist."
Vor diesem Hintergrund wünscht sich Halik eine Renaissance der Beichte. Das Bußsakrament sei ein guter Weg, um sich mit Sünde und Schuld auseinanderzusetzen. Dabei gehe es nicht nur um das Gespräch selbst, sondern auch um den dazugehörenden Reflexionsprozess, betonte der katholische Priester, der auch an der Prager Karlsuniversität Soziologie lehrt. "Man muss die Dinge beim Namen nennen."
Halik zählt zu den bekanntesten katholischen Intellektuellen in Mittel- und Osteuropa. Er war ein enger Vertrauter des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel sowie des langjährigen Prager Erzbischofs Frantisek Tomasek. Sein neuestes Buch "Nachtgedanken eines Beichtvaters. Glaube in Zeiten der Ungewissheit" ist im Freiburger Herder Verlag erschienen.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
08.08.2012 21:55:32
DBK gegen rechtliche Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit Ehe
(kathpress.at) In der Debatte und die steuerliche Gleichbehandlung homosexueller Lebenspartnerschaften hält die katholische Deutsche Bischofskonferenz am geltenden Ehegattensplitting fest. "Aufgrund der besonderen Bedeutung der Ehe ist es sinnvoll und der staatlichen Gemeinschaft selbst förderlich, wenn der Staat Ehe und Familie besonders schützt und fördert", sagte der Vorsitzende der Familien-Kommission der Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, am Mittwoch der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA. "Dies stellt deshalb auch keine ungerechte Benachteiligung anderer Lebensentwürfe dar."
Nach katholischem Verständnis sei die Ehe ein "Bund zwischen Mann und Frau in gegenseitiger Verantwortung, der für die Weitergabe des Lebens offen ist", so der Bischof. Das Grundgesetz stelle die Ehe deshalb unter besonderen Schutz. Daraus ergäben sich Rechtsnormen, zu denen auch die Regelung des so genannten Ehegattensplitting gehöre.
Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, erklärte, die katholische Kirche könne die Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe von Mann und Frau grundsätzlich nicht gutheißen und spreche sich deshalb gegen eine rechtliche Gleichbehandlung aus. Die Lebensform der Ehe bedürfe des besonderen Schutzes des Staates wie der Kirche.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
03.08.2012 23:17:29
Das Gebet als Weg des Heiles
(radiovatikan.de) An diesem Mittwoch nahm Papst Benedikt XVI. die wöchentlichen Generalaudienzen wieder auf, in seinem Urlaubsort Castelgandolfo empfing er tausende Pilger. In seiner Katechese kam er auf den Tagesheilgen zu sprechen.
„Ganz herzlich heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Wir feiern heute den Gedenktag des Heiligen Alfons von Liguori. Er ist der Gründer der Redemptoristen und der Patron der Beichtväter. In seinen Schriften erinnert uns der Heilige daran, vor allem eine lebendige Beziehung zu Gott zu verwirklichen. Er hat ein kleines, schönes Buch über das Gebet geschrieben, in dem er uns sagt: „Der Mensch braucht die Beziehung zu Gott und wie soll er sie haben, wenn nicht anders als dadurch, dass er mit ihm spricht.
Das tägliche Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten lassen dann Nähe Gottes in uns und gegenüber Gottes in uns wachsen, die uns hilft, den wahren Lebensweg zu finden. Es gibt ein Wort des Heiligen Alfons, das ist sehr elementar ist: „Wer betet, wird sicher gerettet, wer nicht betet, geht sicher verloren.““
Er sei einer der populärsten Heiligen des 18. Jahrhunderts gewesen. In einer Zeit eher rigider Frömmigkeit habe er den Beichvätern ins Stammbuch geschrieben, in diesem Sakrament die freudig geöffneten Arme des Vaters zum Ausdruck zu bringen. In seiner unendlichen Güte werde er nicht müde, jedes seiner Kinder wieder aufzunehmen, das zu ihm zurückkehren wolle.
„Der Heilige Geist helfe uns, dass wir Lust am Beten finden, gerade in den Ferien, und so die innere Beziehung zu Gott herstellen, und unser Leben weiter, reicher und größer wird.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
03.08.2012 23:15:26
Jesus Christus - das wahre Brot vom Himmel
(stjosef.at/predigten) (JSp)
Mehr oder weniger regelmäßig, mehr oder weniger treu dem Sonntagsgebot besuchen Millionen katholischer Christen immer wieder den Sonntagsgottesdienst. Viele von ihnen empfangen dabei den Leib Christi in der heiligen Kommunion.
Das eben gehörte Evangelium nach Johannes spricht vom Brot des Himmels, das Gott uns durch Jesus Christus geben will. Damals haben viele Menschen mit Unverständnis auf die Worte Jesu reagiert. Sie waren zu sehr gefangen im Irdischen, als dass sie über das rein körperliche Sattwerden hinaus an Weiteres und Höheres denken konnten. Jesus bemühte sich, diesen Menschen, die schwer von Begriff waren, die frohe Botschaft beizubringen.
Wir sind in einer anderen Gefahr: Uns ist die heilige Kommunion vielleicht zu sehr vertraut. Wir empfangen sie – leider! – manchmal nur gewohnheitsmäßig; und doch sollte gerade hier der heiligste Moment unserer persönlichen Begegnung mit Jesus Christus sein, der sich uns zur Speise gibt unter der Gestalt des eucharistischen Brotes.
Lesen Sie die Predigt zum 18. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.07.2012 10:44:25
Caritas-Augustsammlung für Zukunft ohne Hunger
(presse.kirche.at) „Eine Milliarde Menschen leidet weltweit Hunger, 18 Millionen sind es allein in der Sahel-Zone in Westafrika“, rief Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck bei einer Pressekonferenz zum Start der Caritas-Augustsammlung 2012 erschreckende Zahlen in Erinnerung. Schwerpunktland der Kampagne ist daher heuer Senegal, mit dem Land arbeitet die Caritas St. Pölten schon lange zusammen. Jene Lebensmittel, die es noch zu kaufen gibt, seien extrem teuer und für die Bevölkerung nicht erschwinglich. Ohne Hilfe würden nicht alle Menschen bis zur nächsten Ernte im Oktober überleben.
Das Pressegespräch fand bei einem eigens eingerichteten Caritas-Marktstand am St. Pöltner Wochenmarkt statt, um zu veranschaulichen, wie unverhältnismäßig teuer Lebensmittel für Menschen im Senegal sind. Viele Hungernde würden schlafen gehen in der Hoffnung, nicht mehr aufzuwachen. Schuhböck zeigte in dramatischer Weise auf, was Hunger bedeutet: „Wer hungert isst sein Saatgut und riskiert damit seine Zukunft; Eltern hungern, um ihren Kindern das Überleben zu ermöglichen; Eltern werfen Gras in heißes Wasser und müssen es dann den Kindern als 'Suppe' verkaufen.“ Den Menschen hierzulande gehe es gut, das sei aber auch eine Verpflichtung Hungernden zu helfen. - Lesen Sie noch mehr!
Online-Spende: http://www.caritas-stpoelten.at
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
28.07.2012 10:42:08
Brot und Spiele! - Oder braucht der Mensch doch mehr?
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wovon lebt der Mensch? Was braucht er wirklich? Was gibt seinem Leben Sinn und Erfüllung?
Wenn wir die Frage so stellen, dann haben wir bereits eine gewisse Richtung aufgezeigt, in der die Antwort gefunden werden kann.
Denn eine platte und primitive Antwort nach der Art: „Wir brauchen nur genug zu essen und zu trinken, und dann haben wir alles!“ ist von vornherein zu wenig für einen denkenden und nach der Wahrheit suchenden Menschen.
Der Mensch ist letztlich so groß in seinem Herzen, in der Ausrichtung seiner unsterblichen Seele auf das Wahre, Gute und Schöne, dass wirklich gilt: „Gott allein genügt“ (hl. Theresa von Avila). Gott allein kann das Sehnen des Menschen erfüllen. „Denn unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir“ – so hat es schon der hl. Augustinus formuliert.
Lesen Sie die Predigt zum 17. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.07.2012 09:53:41
Piusbruderschaft noch immer nicht in voller Einheit mit Rom
(kathpress.at) Eine Einigung zwischen der lefebvrianischen Piusbruderschaft und dem Vatikan scheint nicht in Sicht zu sein: Die Priesterbruderschaft veröffentlichte am Donnerstag eine Erklärung in Folge ihres am Wochenende im schweizerischen Econe zu Ende gegangenen Generalkapitels, die das indirekt zum Ausdruck bringt. In dem Schreiben wird festgestellt, dass die Bruderschaft dem Augenblick entgegensehe, "da eine ernste, offene Disputation möglich sein wird, die auf eine Rückkehr der kirchlichen Autoritäten zur Tradition abzielt". Die vom Vatikan vorgelegte und bei dem Kapitel diskutierte "Lehrmäßige Erklärung", die die Voraussetzung für eine mögliche Aussöhnung mit Rom darstellt, wird in dem mit 14. Juli datierten Dokument nicht erwähnt. Es seien bei dem Kapitel vielmehr "notwendige Bedingungen für eine eventuelle kanonische Normalisierung definiert und angenommen" worden, heißt es weiter, etwa, dass "in diesem Fall vorher ein außerordentliches, beschließendes Kapitel einberufen" werden müsse. Ausdrücklich unterstreicht die Bruderschaft ihr Bekenntnis zur Lehre der Kirche, zum "Papst als Stellvertreter Christi auf Erden" und zur Lehrtradition der Kirche. Zugleich jedoch erneuerte sie ihre Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965), indem sie auf "mit Irrtümern behaftete Neuerungen" des Konzils und der dem Konzil folgenden Reformen verwies. In einer offiziellen Stellungnahme nahm der Vatikan am Donnerstagnachmittag die Erklärung der Piusbrüder zur Kenntnis. Man betrachte sie jedoch vor allem als "internes Dokument" für die Diskussion unter den Mitgliedern, hielt Vatikansprecher P. Federico Lombardi in einer Mitteilung fest. Der Vatikan warte weiterhin auf die angekündigte offizielle Erklärung der Priesterbruderschaft St. Pius X. "für die Fortsetzung des Dialogs zwischen der Bruderschaft und der Kommission 'Ecclesia Dei'", heißt es darin weiter.
Link: Grundsatzerklärung im Wortlaut.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
21.07.2012 09:49:08
Erholung muss sein, aber ...!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Apostel kehren von ihrer ersten Aussendung durch Jesus zurück und berichten ihm, was sie getan und die Menschen gelehrt haben. Nun sind sie erschöpft, und sie bedürfen der Erholung, um wieder Kräfte zu sammeln für neue Aufgaben. Jesus hat Verständnis dafür, und er will sie mitnehmen an einen einsamen Ort! Dort sollen sie etwas ausruhen.
Auch für viele von uns gibt es im Sommer eine Zeit der Erholung, des Urlaubs, der Ferien, wo wir uns regenerieren können, um bereit zu sein für das, was das Leben von uns verlangt.
Aber was geschah damals mit jener Gruppe erholungssuchender Apostel, die mit Jesus im Schiff zu einem ruhigeren Orte fahren wollten? Die Menschen erfuhren dies, und sie kamen in Scharen. Ja, sie waren zu Fuß noch eher dort als Jesus und die Apostel! Was sollte Jesus nun tun? Sollte er sagen: „Geht wieder weg, wir brauchen Ruhe“? Nein, das konnte er nicht tun! Wörtlich heißt es im Evangelium, dass er Mitleid mit den Menschen hatte; „denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.“
Jesus Christus stellt also sein eigenes Ruhebedürfnis und das seiner Apostel zurück, weil er sieht, dass ihn die Menschen brauchen. Er ist da für die Menschen und verkündet ihnen die Botschaft des Heils: die Worte des Lebens, nach denen sie sich im tiefsten Herzen sehnen.
Lesen Sie die Predigt zum 16. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
17.07.2012 10:31:25
Das ganze Konzil annehmen
(habichtsburg.blogspot.co.at) Unter dem Titel "Das ganze Konzil annehmen" hat Dr. Eduard Habsburg, Pressesprecher des St. Pöltner Diözesanbischofs, eine Glosse veröffentlicht, die in der Zeitung "Die Tagespost" am 10. Juli 2012 erschienen ist. Hier der Text im Wortlaut:
Zunächst ein peinliches Geständnis: Ich habe die Konzilstexte noch nie gelesen. Ich bin seit 45 Jahren katholisch und habe das geschafft, ohne je das Kleine Konzilskompendium, jenen 776-Seiten-Ziegel von Rahner/Vorgrimler in die Hand zu nehmen und die sechzehn Texte durchzustudieren. Als jedoch die strengen medialen Stimmen immer lauter wurden, die von der Piusbruderschaft die bedingungslose Annahme des gesamten Konzils ohne Abstriche forderten, bevor sie überhaupt die Schwelle der katholischen Kirche überschreiten dürfe, da wurde mir etwas mulmig. Ich selber wusste gar nicht, ob ich das ganze Konzil bedingungslos annahm. War ich jetzt 45 Jahre lang nicht katholisch gewesen, ohne es zu wissen? Musste ich selber in einen Dialog mit Rom eintreten?
Zudem kam der fünfzigste Jahrestag der Eröffnung des Konzils näher. Also holte ich den etwas verstaubten dicken Band aus dem Regal und begann zu lesen. Das erste, was mir auffiel, war, dass offenbar bereits die Herausgeber des Kompendiums das Konzil nicht bedingungslos annahmen. Rahner und Vorgrimler nehmen sich in Einleitungen und vor allem dem Nachwort über nach-konziliare Entwicklungen gerne das pontifikale Recht heraus, hier Konzilsdokumente in den Himmel zu heben und dort abzuwatschen. Letzteres zwar in höflich-wissenschaftlicher Form, aber oft nur mit mühsam unterdrückter Wut. Und da fiel mir auf einmal die interessante Formulierung einer ORF-Journalistin ein, die jüngst in einem Gespräch sinngemäß sagte, es gebe Teile der Konzilstexte, die seien eben „reingeschrieben worden, damit der Tradition Genüge getan sei"; diese dürfe man getrost überlesen und sich auf die Teile beschränken, die einen „Geist der Öffnung" atmeten. Wieder eine, die das Konzil nicht ganz annahm.
Dann, die Erleichterung: Die meisten Texte klangen ganz normal, eigentlich wie das, was. ich auch glaubte. Es würde mir wohl nicht allzu schwer fallen, das ganze Konzil anzunehmen. Da gab es etwa klare Bekenntnisse zum Priesterzölibat oder gegen die Verhütung... Moment, dachte ich. Hieß das jetzt, dass alle, die den Zölibat hinterfragten oder für die Pille waren, das Konzil nicht in seiner ganzen Fülle annahmen? Und - war ihnen das überhaupt bewusst?
Was mich beim Lesen stellenweise ein wenig störte, aber das mag an der kurzen Aufmerksamkeitsspanne eines Twitter- und SMS-Benutzers liegen: Texte wie „Gaudium et spes" mit ihrer freudigen Umarmung der Welt und der Moderne enthalten sehr viel, Verzeihung, Geschwurbele. Schönreden. One-World-Romantik der sechziger Jahre. Wenn ich ganze Kapitel überspringen kann, ohne irgendetwas wirklich Wesentliches zu verpassen, dann macht mich das nervös. Ich bin absolut nicht sicher, ob ich ganz hinter allen Teilen zum Beispiel dieses Dokumentes stehe. Heißt das jetzt, dass ich das Konzil nicht ganz annehme?
Ich bin noch mitten im Lesen, schon jetzt stellen sich viele Fragen. Das ist gut so. Und was ist mit Ihnen? Wann haben Sie die Konzilstexte das letzte Mal ganz gelesen? Wenn dieser Kommentar Sie verunsichert hat, wäre das jetzt vermutlich ein guter Moment, das Kompendium mal wieder aus dem Regal zu nehmen. Es lohnt sich.
Linktip: http://stjosef.at/konzil
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
17.07.2012 10:28:04
Papstschreiben zum Karmeljubiläum
(kathpress.co.at) Papst Benedikt XVI. hat die Reform des Karmeliterordens vor 450 Jahren durch Teresa von Avila (1515-1582) gewürdigt. Diese sei eine radikale Rückkehr zu den ursprünglichen strengen Regeln des Ordens in einer zunehmend verweltlichten Umgebung gewesen, heißt es in einer päpstlichen Botschaft zur Gründung des spanischen Klosters San Jose di Avila vor 450 Jahren, die am Montag vom Vatikan veröffentlicht wurde.
Theresa von Avila habe mit ihrer Initiative die Bildung neuer Klöster fördern wollen, schreibt der Papst in dem Brief an den Bischof von Avila, Jesus Garcia Burillo. Mit ihrer Abkehr von der damals geltenden milderen Ordensregel habe sie für die persönliche Begegnung mit Gott Raum schaffen wollen. Sie habe Einsamkeit vorgeschrieben, um eine innere Sammlung zu ermöglichen. Dies sei auch in der heutigen schnelllebigen Welt vonnöten, so Benedikt XVI.
In dem von der heiligen Teresa 1562 gegründeten Frauenkloster von Avila in Zentralspanien nahm die Reform des Karmeliterordens ihren Anfang. In ihrem Mittelpunkt standen eine strenge Klausur und die Kontemplation. Die Reform mündete im Jahr 1593 in der vollständigen Abtrennung der "Unbeschuhten Karmeliten" von ihrem Stammorden.
Dessen Ursprünge reichen bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurück. Damals gründeten Eremiten auf dem Berg Karmel im heutigen Israel eine Gemeinschaft. Heute zählen der weibliche und der männliche Zweig der "Unbeschuhten Karmeliten" insgesamt rund 4.000 Mitglieder. Der Generalsuperior residiert in Rom.
Link: Papstschreiben im Wortlaut (spanisch).
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.07.2012 10:52:18
Die Ferien des Papstes
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. schreibt derzeit an seinem dritten Jesus-Buch. Das bestätigte Vatikansprecher Federico Lombardi an diesem Donnerstag. Seit der Papst am 3. Juli in Castel Gandolfo angekommen sei, habe er angefangen, an dem Werk zu arbeiten, sagte der Jesuitenpater vor Journalisten. Der Papst rechne damit, dass er das Buch während der Sommerzeit fertigstellen werde, fügte Lombardi an. Der dritte Band ist der Kindheit Jesu gewidmet. Auch werde der Papst während der Sommerpause am postsynodalen Schreiben zum Nahen Osten arbeiten und die Reden für die Libanon-Reise vorbereiten, so der Vatikansprecher weiter. Darüber hinaus werde Benedikt XVI. auch an den Texten zum „Jahr des Glaubens“ arbeiten.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
14.07.2012 10:50:45
Zu den Menschen gesandt, um das Heil zu verkünden
(stjosef.at/predigten) (JSp) So wie Jesus Christus von seinem himmlischen Vater in die Welt gesandt ist, sendet auch er seine Apostel und Jünger aus, um den Menschen die frohe Botschaft vom nahegekommenen Himmelreich zu verkünden.
Das Markusevangelium berichtet uns von einer ersten Aussendung der Apostel, die zu den Angehörigen des Volkes Israel gehen und die Menschen zur Umkehr aufrufen sollten. Damit stehen die Aposteln in der Nachfolge der alttestamentlichen Propheten. Einer von ihnen war der Prophet Amos, von dem die erste Lesung berichtet. Es ist charakteristisch, dass diese Boten Gottes nicht überall eine freundliche Aufnahme erfahren. Mancherorts weisen die Menschen ihr Wort zurück; es kann sogar sein, dass es zu Gewalttätigkeiten gegen die Boten Gottes kommt und sie getötet werden.
Auch Jesus rechnet damit, dass seine Apostel und Jünger nicht bei allen Gehör finden. Werden sie abgewiesen, so sollen sie nicht streiten, sondern einfach weiterziehen und die Botschaft vom Reich Gottes woanders verkünden. Gott allein kennt die Herzen der Menschen und wird über sie richten in Wahrheit und Gerechtigkeit. Er will jedenfalls, dass alle Menschen die Wahrheit hören und sich bekehren, um so das Heil zu erlangen.
Das Schicksal dieser Boten Gottes – sie finden einerseits Glauben, andererseits werden sie abgelehnt – zeigt uns auf, dass diese Welt vielfach im Argen liegt. Es gibt die Sünde und das Unrecht; und nicht alle wollen auf das Evangelium hören, weil dieses aufdeckt, was nicht in Ordnung ist und zur Umkehr aufruft. Wer entschlossen ist, den Weg des Unrechts weiterzugehen, der wird in den Verkündern des Wortes Gottes lästige Mahner sehen, die es entweder totzuschweigen oder gar zu behindern, schlimmstenfalls zu beseitigen gilt.
Die von Jesus ausgesandten Apostel sollen die Kranken heilen und die Dämonen austreiben. Das heißt, sie bringen das Heil für den Leib und die Seele. Gottes Kraft wirkt Wunderbares: die Menschen werden befreit von ihren Leiden; die Macht des Bösen wird gebrochen.
Nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt hat Jesus Christus die Apostel noch einmal ausgesandt: und zwar jetzt in die ganze Welt, um allen Völkern das Evangelium zu verkünden. Die Botschaft der Nähe und Ankunft des Himmelreiches bleibt dieselbe; durch Glaube und Umkehr sollen die Menschen die Liebe Gottes erfahren und an seinem Heil Anteil erhalten.
Lesen Sie die Predigt zum 15. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
10.07.2012 14:23:34
Neues Mutterhaus der Dienerinnen der Immaculata gesegnet
(gerersdorf.at) Im Rahmen einer Andacht segnete am 28. Juni Diözesanbischof DDr. Klaus Küng das neue Mutterhaus der Dienerinnen der Immaculata in Gerersdorf. Am Pfingstdienstag des Vorjahres wurde mit den Aushubarbeiten begonnen, am 26. Juni 2011 erfolgte die Grundsteinlegung und am 2. Juli 2012 zogen die ersten Schwestern der insgesamt aus neun Ordensfrauen bestehenden Gemeinschaft in das neue Kloster ein.
„Ich freue mich mit den Schwestern, dass dieser Traum Wirklichkeit geworden ist“, sagte Bischof Klaus Küng bei der Eröffnung. Den Altar mit Tabernakel, über dem sich eine Immaculata-Statue als Dauerleihgabe des Diözesanmuseums befindet, bezeichnete er als eigentlichen Grundstein für das Haus in dem jetzt Leben einzieht.
Pfarrer Mag. Christof Heibler dankte dem Bischof, dass er die Erlaubnis für den Standort Gerersdorf gegeben hat.
Bürgermeister Herbert Wandl versprach, sich mich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die künftigen Bewohner dieses Mutterhauses von den Gerersdorfern auch entsprechend aufgenommen werden. „Ich bin sicher, dass wir zwischen der Gemeinschaft, der Pfarrgemeinde und der Gemeinde Gerersdorf zu einem sehr guten, wertschätzenden Miteinander finden werden.“
Generaloberin Schwester Helga Peintner dankte bei der Feier allen, die am Entstehen des Klosters beteiligt waren, vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung. Der Bevölkerung versicherte sie das Gebet der Schwestern. „Bei speziellen Gebetsanliegen genügt ein SMS, eine Mail oder ein Zettel im Briefkasten.“
Gottesdienste in der neuen Klosterkapelle können von Interessierten nach Absprache mit den Schwestern gerne mitgefeiert werden, so die Generaloberin. Sie lädt die Bevölkerung auch zum Tag der offenen Tür ein: am 8. September von 13 bis 17 Uhr.
Die Adresse Reschstraße 11 in Gerersdorf gilt ab Juli auch für den St. Pöltner Altbischof Kurt Krenn. Er wird ja seit Jahren von den Schwestern dieses Ordens gepflegt und wird künftig auch im neuen Kloster wohnen.
Die Kongregation der Schwestern wurde am 14. August 2003 in St. Pölten von Bischof Dr. Kurt Krenn als Institut bischöflichen Rechts errichtet.
Link: Webcam Mutterhaus Gerersdorf.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
09.07.2012 21:29:30
Ausstellung über Kardinal Mindszenty in Wien
(erzdioezese-wien.at) Die Schau "Fidelissimus Pastor" (Der treueste Hirte) im Palais Porcia ist bis 10. August zu sehen. Die bleibende Aktualität des Lebenszeugnisses von Kardinal Jozsef Mindszenty (1892-1975) stand im Mittelpunkt der Eröffnung der Ausstellung "Fidelissimus Pastor" (Der treueste Hirte) über den ungarischen Kirchenmann. "Sein Kampf ist unvergesslich geblieben", so Ferenc Cserhati, Weihbischof der Erzdiözese Esztergom-Budapest. Der Kardinal "spricht noch immer zu uns, auch wenn er schon lange tot ist." Leben und Werk Mindszentys seien eine Absage an Hass, Rassismus und Nationalismus, so Cserhati.
Die zweisprachige Ausstellung im Palais Porcia (1010 Wien, Herrengasse 23) widmet sich bis zum 10. August dem ungarischen Kardinal. Der Präsident der Mindszenty-Stiftung, Michael von Habsburg-Lothringen, sagt über Kardinal Mindszenty, er sei der "treue und furchtlose Hirte gewesen, der die Massen durch sein Wort bewegen konnte." Insgesamt 23 Jahre habe der Kardinal in "Kerker, Gefängnis und Isolation" verbracht, die Seligsprechung des Kardinals sei in Vorbereitung. Man bete dafür, dass "wir schon in den nächsten Jahren die Seligsprechung von Kardinal Mindszenty erleben dürfen". Nach dem 10. August zieht die Ausstellung um ins ungarische Veszprem.
Kardinal Mindszenty wurde 1892 im Dorf Csehimindszent in Ungarn geboren. Er wurde am 1915 zum Priester geweiht und war zunächst Kaplan in Felsöpaty und trat auch als Publizist in Erscheinung. Bereits 1919 geriet er mit der kommunistischen Kurzzeit-Räteregierung in Konflikt. 1941 legte er aus Protest gegen die NS-Gräuel seinen ursprünglichen Familiennamen Pehm ab und nannte sich fortan - nach seinem Geburtsort - Mindszenty. Im März 1944 ernannte Pius XII. Mindszenty zum Bischof von Veszprem. Wenige Monate später, am 31. Oktober 1944, protestierte Mindszenty zusammen mit anderen westungarischen Bischöfen gegen den sinnlosen Krieg. Daraufhin wurde er zusammen mit 26 Priestern und Theologiestudenten von den ungarischen Faschisten verhaftet und in Sopron eingekerkert.
Die Befreiung aus dem Gefängnis erfolgte im März 1945. Am 15. September 1945 berief Pius XII. Mindszenty zum Erzbischof von Esztergom und damit zum Primas von Ungarn, als Nachfolger des verstorbenen Kardinal-Primas Jusztinian Seredi.
Bereits am 1. November 1945 wurde ein Hirtenbrief des neuen Primas verlesen, worin er das "Wohlwollen der Kirche gegenüber der sich konstituierenden Demokratie in Ungarn" unterstrich und zugleich die Rechte der Kirche verteidigte. Sein Eintreten für diese Rechte brachte Mindszenty, der 1946 zum Kardinal ernannt wurde, in immer stärkeren Gegensatz zu den Kommunisten. Vor allem das neue Schul-und Erziehungsprogramm, das Mindszenty im Frühjahr 1948 in vier Hirtenbriefen scharf verurteilte, wurde zum Konfliktpunkt. Dem Primas wurde "Konspiration gegen den Staat" vorgeworfen.
Mindszenty wurde am 26. Dezember 1948 verhaftet, am 3. Februar 1949 vor Gericht gestellt und - untermauert von einem durch Folterungen und Drogen erzwungenen "umfassenden Geständnis" - am 8. Februar zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt. Die Verurteilung und Einkerkerung des ungarischen Primas löste in aller Welt Proteste aus, an der Lage des Kardinals, dessen Aufenthaltsort lange geheim gehalten wurde, änderte sich jedoch nichts.
Während der ungarischen Volkserhebung im Jahre 1956 wurde Mindszenty auf Veranlassung der Regierung Nagy aus der Haft befreit. Die Niederschlagung des Volksaufstandes durch die Sowjets veranlasste Kardinal Mindszenty, in die US-amerikanische Gesandtschaft in Budapest zu fliehen, wo ihm politisches Asyl gewährt wurde.
Am 28. September 1971 verließ Mindszenty Ungarn schweren Herzens und ließ sich nach einem kurzen Rom-Aufenthalt in Wien nieder, um - wie er erklärte - seiner Heimat nahe zu sein. Sein Wohnort wurde jetzt das Pazmaneum, das im Eigentum der Ungarischen Bischofskonferenz befindliche Haus in der Wiener Boltzmanngasse.
Mindszenty starb am 6. Mai 1975, mit 83 Jahren im österreichischen Exil. Noch vor seinem Tod hatte er festgelegt, dass er in der Basilika von Mariazell beigesetzt werden wolle, aber dann, "wenn der Stern der Moskauer Gottlosigkeit vom Himmel fällt", in seine Heimat überführt werden solle. Die feierliche Beisetzung in der Kathedrale von Esztergom fand nach der Überführung aus Mariazell am 4. Mai 1991 statt. Ein Jahr später wurde das Seligsprechungsverfahren für Mindszenty eingeleitet.
Erst im März 2012 wurde der Kardinal juristisch voll rehabilitiert. Damals wurde das Urteil gegen ihn auf Gesetzesweg für null und nichtig erklärt.
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
08.07.2012 18:24:38
Das Herz für Gott öffnen
(radiovatikan.de) In der Menschlichkeit Christi offenbart sich Gott. Daran hat Papst Benedikt XVI. bei seinem ersten Angelus-Gebet in diesem Sommer in Castel Gandolfo erinnert; der Papst war Mitte dieser Woche in seiner Sommerresidenz eingetroffen. Ausgehend vom Sonntagsevangelium nach Markus, das von der Ablehnung Jesu durch die Menschen in seiner Heimat berichtet, ging der Papst auf Jesu Göttlichkeit ein. Jesus habe sich mit der ihm entgegen gebrachten Skepsis mitnichten abgefunden, erinnerte Benedikt XVI.. Sein Staunen verweise auf die Reinheit, die Göttlichkeit Jesu, die durch sein Menschsein hindurchscheine.
„Obwohl er weiß, dass kein Prophet in der Heimat gut akzeptiert wird, bleibt die Verschlossenheit der Herzen seiner Leute für ihn unverständlich und unergründlich: Wie ist es möglich, dass sie nicht das Licht des Evangeliums erkennen? Warum öffnen sie sich nicht der Güte Gottes, der unsere Menschlichkeit teilen wollte? In der Tat ist der Mensch Jesus von Nazareth die Durchsichtigkeit Gottes, in Ihm wohnt voll und ganz Gott. Und während wir - auch wir - immer andere Zeichen suchen, andere Wunder, begreifen wir nicht, dass Er das wahre Zeichen ist, der zu Fleisch gewordene Gott, das größte Wunder des Universums, die ganze Liebe Gottes, eingeschlossen in einem Menschenherz, in einem menschlichen Gesicht.“
In Castel Gandolfo wurde Benedikt XVI. mit begeisterten „Benedetto“-Rufen willkommen geheißen. In dem überschaubaren Innenhof der päpstlichen Sommerresidenz wurden – bei fast familiärerer Atmosphäre – Lieder gesungen, Fähnchen und Hüte geschwenkt. Der Papst begrüßte alle mit strahlendem Lächeln und nahm sich Zeit, den Gesängen zuzuhören.
In seinen deutschen Grußworten rief Benedikt XVI. nach dem Mittagsgebet dazu auf, die Ferienzeit nicht nur zur Entspannung, sondern auch zur Besinnung auf Gott zu nutzen – es gelte die „Trägheit im Glauben“ zu überwinden, so der Papst:
„Im heutigen Evangelium hören wir von der Ablehnung Jesu in seiner Heimat. Die Menschen waren nicht bereit, Christus anzuerkennen – sie sagen, das ist doch einer von uns, was will er denn? Und so ist ihr Herz verschlossen, er kann nicht in sie eindringen, sie nehmen es nicht an. Bei uns ist auch die Gefahr, dass wir sagen: Wir sind Christen, wir wissen schon alles und interessieren uns nicht mehr dafür. Wir wollen den Herrn bitten, dass er diese Trägheit und Verschlossenheit des Herzens von uns nimmt und wollen diese Ferienzeit nutzen, mehr inwendig bei Christus zu verweilen, um von ihm Wegweisung für unser Leben zu empfangen und seine göttliche Macht zu bezeugen. Der Herr schenke euch eine gute Zeit und Erholung an Leib und Seele.“
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
07.07.2012 11:51:22
Erzbischof Müller: Die Güte Gottes verkünden
(radiovatikan.de) Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat zu Beginn der Woche sein neues Amt als Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre angetreten. Im Gespräch mit Mario Galgano geht er auf seine künftige Tätigkeit und die damit verbundenen Herausforderungen ein.
Wie fühlen Sie sich und erwarten Sie sich von Ihrer neuen Tätigkeit hier im Vatikan?
„Ich fühle mich wie ein Schüler in der ersten Klasse. Sehr vieles ist neu für mich. Die inhaltliche Arbeit kannte ich bereits, weil ich seit fünf Jahren Mitglied bei der monatlichen Versammlung der Glaubenskongregation bin, die bestimmte Themen bearbeitet. Trotzdem ist all das eine große Umstellung - von einem Ortsbischof zu einem Bischof an der römischen Kurie.“
Welche Akzente möchten Sie gerne setzen? Was würden Sie gerne in Ihre Arbeit einbringen?
„Unsere Kongregation und die römische Kurie sind da, um den Heiligen Vater in seinem Lehr- und Hirtenamt zu helfen. Das wichtigste in der Kirche ist der Glaube, der uns geschenkt worden ist durch die Offenbarung Gottes in Jesus Christus zum Heil aller Menschen. Darum ist es unsere Aufgabe, die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zu verkünden, die uns im Glauben geschenkt worden ist. Deshalb ist es sicher auch wichtig, dass jene, die ihre Vorurteile und Klischees oder Stereotypen haben, dies überwinden, wenn sie auf die römische Kurie schauen. Es sind alle Mitbrüder und Mitschwestern, die hier arbeiten und im Dienste der Universalkirche sich bemühen, um etwas zu erbringen, um Gutes für die ganze Kirche zu tun. Das ist insbesondere in unserer Zeit sehr wichtig. Wir leben einerseits in einer Welt, in der der Mensch aus säkularer Sicht betrachtet wird. Das müssen wir in einer positiven Sicht überwinden. Der Mensch ist da, um Gott zu erkennen und Gott zu lieben. Aus dieser Gottesliebe heraus soll etwas Positives kommen für die Gesellschaft und für sich selber, indem sich der Mensch als Ebenbild Gottes erkennt und seine Würde erfasst. Es geht darum, dass man da ist für die Familie oder im Kreis der Arbeitskollegen, aber auch in den großen Bereichen, in denen wir uns bewegen. Das wären Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Kultur. Das sind große Lebensbereiche der Menschen. Hier wäre es sehr wichtig, dass wir das Positive und Aufbauende sowie Konstruktive des Christentums in den Mittelpunkt stellen.“
Das können wir – und das ist der zweite Punkt – nur wenn wir die Suche des Menschen nach Gott und der Wahrheit wieder voll und ganz aufnehmen. Gott kann niemals ein Randthema sein. Wenn wir uns auf Gott, auf Jesus Christus besinnen, dann können wir auch in der Kirche manche Spannungen abbauen. Das gilt auch für die Missverständnisse. Es darf nicht sein, dass die Einheit der Kirche Gottes gestört wird durch Ideologien, sektenhafte Art – am linken oder rechten Rand –, die auf sonderbare Weise kollaborieren und so der Kirche schaden. Diese Gruppierungen haben leider in manchen Medien mehr Resonanz als die vielen Millionen Gläubigen, die den Weg der Nachfolge Jesu Christi gehen und Vieles und Gutes leisten für den Aufbau der Kirche.“
Lesen Sie das Interview in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
07.07.2012 11:47:05
Wahrer Gott - und doch als Mensch unter den Menschen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der christliche Glaube bekennt einen menschenfreundlichen Gott: Gott hat die Menschen nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen, und er möchte uns Menschen Anteil geben an seinem göttlichen Leben.
Die Nähe Gottes zu uns Menschen hat sich vollendet und bleibt schlechthin unüberbietbar, seit Gott selber einer von uns geworden ist: Er wird Mensch in Jesus Christus und lebt ein ganz gewöhnliches Leben unter uns Menschen. Bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr deutet fast nichts darauf hin, dass er anders ist als seine Verwandten und Bekannten. Sie kennen ihn als den Zimmermann, den Sohn der Maria (vgl. Mk 6,3). Weil aber Jesus ganz und gar Mensch ist, wird dies für manche zum Problem, als er seine Verkündigungstätigkeit beginnt. Gerade in seiner Heimatstadt Nazareth, wo ihn alle kennen, regt sich Widerspruch: Was will der uns schon sagen? Den kennen wir ja, das ist der und der! Hier bewahrheiten sich die Worte des Herrn: „Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.“
Von daher begreifen wir, wie wichtig der Glaube ist, um Jesu Person und Sendung annehmen zu können. Im Glauben erkennen wir ihn als den von Gott gesandten Erlöser und Heiland, als den Messias, auf den die Hoffnung des Alten Bundes ausgerichtet war. Im Glauben bejahen wir seine wahre Menschheit und seine wahre Gottheit.
Lesen Sie die Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
 Druckversionzum SeitenanfangEintrag per E-Mail verschicken
erste Seite Seite zurück Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] (13) [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] [193] [194] [195] [196] [197] [198] [199] nächste Seite letzte Seite
News per E-Mail abonnieren
E-Mailadresse:
Format der E-Mail: HTML
nur Text
  News per E-Mail abonnieren
Abonnement löschen
Inhalt www.stjosef.at
Powered by SimpNews V2.49.01 ©2002-2009 Bösch EDV-Consulting

Zum Archiv des Newsletters

Dieser Newsletter wird fallweise erweitert und kann kostenfrei sowohl im Web gelesen als auch per e-mail abonniert werden. Grundlegende Richtung: römisch-katholisch.

Nachdruck oder weitere Veröffentlichung im Internet mit genauer Quellenangabe gestattet (Mitteilung erbeten). Für externe Links übernehmen wir keine inhaltliche Verantwortung. Redaktionelle Verantwortung: Dr. Josef Spindelböck, Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef, Kremser Straße 7, A-3123 Kleinhain. Kontakt: newsletter@stjosef.at