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14.02.2013 00:04:19
Der Herr wird uns leiten
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat an diesem Aschermittwoch seine vorletzte Generalaudienz geleitet. In der vollständig gefüllten Audienzhalle hatte sich ein buntes Meer an Pilgern und Besuchern versammelt, die sich vom Papst verabschieden wollten. Ohne Stock trat der Papst vor sein Publikum, das ihm zujubelte und jedes seiner Worte gespannt verfolgte. Neue Erklärungen zu seinem Amtsverzicht gab er bei der Generalaudienz nicht ab; er bekräftigte allerdings seine Worte vom Montag: Nachlassende Kräfte seien der Grund für die Rücktrittsentscheidung gewesen. Die Pilger würdigten seine Worte mit Applaus - „danke für eure Zuneigung", sagte dazu der sichtlich bewegte Papst. Und er erklärte:
„Ich habe dies in voller Freiheit zum Wohl der Kirche getan, nachdem ich lange gebetet und vor Gott mein Gewissen geprüft habe. Ich bin mir des Ernstes dieses Aktes sehr bewußt, aber ich bin mir ebenso bewußt, nicht mehr in der Lage zu sein, das Petrusamt mit der dafür erforderlichen Kraft auszuüben. Mich trägt und erleuchtet die Gewißheit, daß es die Kirche Christi ist und der Herr es ihr nie an seiner Leitung und Sorge fehlen lassen wird. Ich danke euch allen für die Liebe und für das Gebet, mit dem ihr mich begleitet habt. [Applaus] Danke! Ich habe in diesen für mich nicht leichten Tagen gleichsam physisch die Kraft des Gebets verspürt, die mir die Liebe der Kirche, euer Gebet bringt. Betet weiter für mich, für die Kirche und für den kommenden Papst. Der Herr wird uns leiten."
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12.02.2013 14:20:44
Stellungnahme von Kardinal Schönborn zum Papstrücktritt
(stephanscom.at) Im folgenden wird die Erklärung des Erzbischofs von Wien Christoph Kardinal Schönborn zum angekündigten Papstrücktritt dokumentiert:
Der Rücktritt Papst Benedikt XVI. ist ein welthistorisches Ereignis. Es ist ein Augenblick, an dem die ganze, über eine Milliarde Menschen zählende katholische Welt, den Atem anhält und zugleich im dankbaren Gebet mit dem 265. Nachfolger Petri verbunden ist. Und nicht nur wir Katholiken, auch viele andere Christen und Nichtchristen. Ich danke etwa dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, dem rumänisch-orthodoxen Bischofsvikar Nicolae Dura, der in einer ersten Stellungnahme die "zutiefst christliche Haltung" des Papstes gewürdigt hat. Es ist ein Moment, in dem die Kirche ihren Blick sowohl in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft richtet und sich dabei in der Güte dessen geborgen weiß, der nach dem christlichen Glauben die Kirche leitet - Jesus Christus.
Sei über 700 Jahren, seit Cölestin V. im Jahr 1294, ist es zum ersten Mal wieder der Fall, dass ein Papst zurücktritt. Der Schritt Benedikts XVI. ist zugleich demütig und groß. Er entspricht der Persönlichkeit dieses Menschen, der mit seiner Bescheidenheit und Gewissenhaftigkeit immer wieder beeindruckt hat.
Über dem Pontifikat Benedikts, ja schon über seinem Wirken davor, könnte als Leitmotiv stehen: Sammlung, Besinnung auf das Wesentliche. Benedikt XVI. war schon als Theologe immer einer, der das Innerste des christlichen Glaubens erschließen wollte, der das Wesentliche von den bloßen Zeitumständen trennen wollte, und der in dieser Konzentration auf den Kern des Evangeliums völlig vorbehaltlos und ohne Scheu auf andere Konfessionen, Religionen und auch der modernen, säkularen Gesellschaft zugehen konnte. Er ist ein Brückenbauer im Bewusstsein, dass man weite Bögen nur auf festen Pfeilern bauen kann.
Heute ist genau diese Auseinandersetzung um das Wesentliche in der katholischen Kirche in vielfältiger Weise präsent. In Europa etwa sucht die Kirche ein neues Verhältnis zur Gesellschaft. In vielen Ländern Asiens und Afrikas erlebt sie zugleich einen ungeheuren Aufbruch. Hier gilt es Weichen zu stellen, und Benedikt hat nun klar gemacht, dass dies Aufgabe für einen Papst im Vollbesitz seiner Kräfte sein muss.
Benedikt XVI. ist ein großer Freund Österreichs, wie sich besonders bei seinem Besuch 2007 gezeigt hat. Das Motto dieser Pilgerreise, "Auf Christus schauen" ist auch der bleibende Auftrag für die ganze Kirche. Noch bei einem Gespräch am vergangenen Donnerstag war er - wie immer - bestens informiert über die Situation in Österreich und voller Wohlwollen.
Das bleibende Motto seines Pontifikats ist wohl der Titel seiner ersten Enzyklika "Deus Caritas Est" - "Gott ist die Liebe". Das ist Auftrag und Zukunft der Kirche.
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12.02.2013 14:18:00
Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI.
(erzbistum-koeln.de) Im folgenden wird die Erklärung des Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. dokumentiert:
Die Nachricht vom bevorstehenden Rücktritt unseres Heiligen Vaters hat auch mich überrascht und tief berührt. Sie erfüllt mich mit großem Respekt und mit großer Dankbarkeit, aber auch mit Traurigkeit. Noch vor vier Wochen hatte ich schriftlich angefragt, ob er sich vorstellen könnte, den Abschlussgottesdienst zum Eucharistischen Kongress bei uns in Köln zu feiern. Er ließ mir antworten: Warte noch vier Wochen. Ich ahnte nichts. Die Wartezeit war vergangene Woche um, ich fragte bei seinem Sekretär nach, und es hieß: Warte noch eine Woche. Der heutige Tag brachte die Antwort.
Wie unser Heiliger Vater selbst sagt, hat er sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sondern sich vor Gottes Angesicht gewissenhaft geprüft. Dabei ist er zu der Gewissheit gelangt, dass seine Kräfte „infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“, wie er selbst wörtlich sagte.
Als ehemaliger Professor in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg und Erzbischof von München und Freising war Joseph Ratzinger gleichsam unser Nachbar. Als Papst Benedikt XVI. hat er uns als Brüder und Schwestern im Glauben gestärkt, gerade in Deutschland. Unvergessen ist der Weltjugendtag 2005 hier bei uns in Köln, bei dem wir mit jungen Menschen aus allen Nationen unseren gemeinsamen Glauben gefeiert haben. Bei seinem letzten Besuch in Deutschland 2011 hat Papst Benedikt XVI. in seinen Ansprachen gleichsam noch einmal den ganzen Horizont seiner Theologie und des katholischen Glaubens aufscheinen lassen. In seinen Jesusbüchern, die zu Bestsellern wurden, hat er zur Auseinandersetzung mit der Person Jesu, der Mitte aller Zeiten, auf seine ganz persönliche Weise eingeladen.
Papst Benedikt XVI. hatte es als oberster Hirte der Weltkirche nicht leicht, und er hat es sich nie leicht gemacht. Um die Gemeinschaft zu stärken und zu festigen, bereiste der Papst die ganze Welt, obwohl in seinem Alter Weltreisen mit einem Mammutprogramm eine echte Strapaze sind. Um die Verbindungen zwischen den einzelnen katholischen Ortskirchen zu verlebendigen, besuchen sich auch die Bischöfe als Repräsentanten dieser Kirchen untereinander. Weil wir alle mit dem Papst Kommunikation halten, stehen wir auch untereinander in Kommunion. Solche Begegnungen sind selbstverständliche Konsequenz unseres gemeinsamen katholischen Glaubens. Unser Heiliger Vater hat dies gleichsam personifiziert.
Es wird berichtet, nach seiner Ankündigung des Rücktritts habe unter den Kardinälen, die im Apostolischen Palast versammelt waren, für einen Moment fassungsloses Schweigen geherrscht. Wie es weiter heißt, soll das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes bereits im März stattfinden. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich so kurz vor meinem 80. Geburtstag noch einmal an einem Konklave teilnehmen muss.
Schon verschiedentlich habe ich davon berichtet, was mich an Papst Benedikt XVI. beeindruckt: In meinen zahlreichen Begegnungen mit ihm bei festlichen Gottesdiensten in Sankt Peter, bei Audienzen oder auf Synoden und Konferenzen beeindruckt mich am stärksten seine tiefe Sammlung und Gebetsversunkenheit. Hier ist etwas vom Geheimnis des Menschen Joseph Ratzinger zu ahnen. Die Schwerkraft seines Lebens verlagert sich im Gebet in die Hände Gottes. Ich lade Sie deshalb alle ein: Beten wir um Gottes Geist, dass er in seiner Kirche wirke. Beten wir für diese unsere Welt, die, wie unser Heiliger Vater sagt, „durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen“ wird. Beten wir für das bevorstehende Konklave, dass der Geist Gottes den unter uns erwählt, der die Kirche Jesu Christi in dieser Zeit sicher und kraftvoll zu führen vermag. Der jetzige und der zukünftige Papst sollen sich auf uns Beter verlassen können.
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11.02.2013 14:35:18
Benedikt XVI. verzichtet auf Papstamt: Rücktritt wirksam ab 28.02.2013, 20 Uhr
(news.stjosef.at/radiovatikan.de/presse.kirche.at) Papst Benedikt XVI. hat am 11.02.2013 (Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes, zugleich Welttag der Kranken) seinen Rücktritt angekündigt. Beim Konsistorium, dem Treffen der Kardinäle erklärte er wörtlich:
Liebe Mitbrüder!
Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewißheit gelangt, daß meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben. Ich bin mir sehr bewußt, daß dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, daß ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen. Im Bewußtsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so daß ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muß.
Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.
Aus dem Vatikan, 10. Februar 2013

Vatikansprecher Lombardi erklärte bei einem Briefing für Journalisten: Dieser Rücktritt erfolgt freiwillig, im Einklang mit Can. 332 §2 des CIC. Benedikt wird am Konklave für die Wahl seines Nachfolgers nicht teilnehmen. Er zieht sich nach dem Wirksamwerden seines Rücktritts zuerst nach Castel Gandolfo zurück. Nach Fertigstellung der Renovierung des klausurierten Schwesternklosters im Vatikan wird sich der jetzige Papst dorthin begeben, um eine Zeit des Gebets und der Reflexion zu verbringen.
Der St. Pöltner Bischof Küng erklärt zum Papstrücktritt:
„Tatsächlich kommt dieser Schritt sehr überraschend, und dann doch nicht so. Diese Konsequenz und Klarheit passt nämlich zu diesem Papst. Kirchenrechtlich ist dieser Schritt möglich. In der Kirchengeschichte hat es schon alle möglichen Situationen gegeben; wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass der Hl. Geist uns immer mit Klarheit den rechten Weg führen wird. Ich bitte alle Gläubigen um Gebet für den Papst, die Kardinäle und den kommenden Nachfolger.“
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09.02.2013 11:44:49
P. Petrus Pilsinger ist neuer Abt von Seitenstetten
(stift-seitenstetten.at) Mit Eintrag vom 08.02.2013 teilt das niederösterreichische Benediktinerstift Seitenstetten mit, "dass wir heute in kanonischer Wahl P. Petrus Pilsinger zu unserem neuen Abt gewählt haben. Abt Petrus wird am 21. März 2013, dem Fest des heiligen Benedikt, im Rahmen des Gottesdienstes um 9.45 Uhr in der Stiftskirche vom Abtpräses in sein Amt eingeführt. Die Abtsbenediktion (Abtweihe) durch den Diözesanbischof DDr. Klaus Küng ist für Ostermontag, 1. April 2013, vorgesehen."
Zur Person des neuen Abtes heißt es:
"P. Petrus Pilsinger wurde am 3.6.1964 in Euratsfeld geboren und auf den Namen Anton getauft. Seine Eltern Josef und Theresia Pilsinger waren Landwirte. Er hat zwei Schwestern. Von 1970 bis 1974 besuchte er die Volksschule in Euratsfeld, dann das öffentliche Stiftsgymnasium in Seitenstetten. Nach der Matura im Jahre 1982 studierte er im Priesterseminar an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Pölten. Von 1984 bis 1985 machte er ein Sozialpraktikum am Bezirkskrankenhaus in Hall in Tirol, dann setzte er das Studium der Theologie und der Religionspädagogik in St. Pölten fort.
1987 trat er in das Benediktinerstift Seitenstetten ein und erhielt den Ordensnamen Petrus. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums wirkte er als Diakon in der Pfarre Seitenstetten. Am 29.6.1990 empfing der die Priesterweihe im Dom von St. Pölten. Von 1990 bis 1991 machte er das Pastoralpraktikum als Kaplan in der Pfarre Aschbach. Von 1991 bis 1995 war er Kaplan in der Pfarre Kematen-Gleiß. Seit 1995 ist er Lehrer am Stiftsgymnasium Seitenstetten für Informatik und Religion seit 2004 Leiter dieser Schule. In großer Dankbarkeit schauen wir auf 28 Jahre des äbtlichen Dienstes von Abt Berthold zurück und bitten zugleich um das Gebet für den neuen Abt und die Klostergemeinschaft." - www.stift-seitenstetten.at
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09.02.2013 11:31:44
Menschenfischer
(stjosef.at/predigten) (JSp) Für Simon Petrus den Fischer muss es enttäuschend gewesen sein, dass er und seine Kollegen trotz der Mühe einer ganzen Nacht nichts gefangen haben. Und da kommt Jesus und fordert ihn mit einer entwaffnenden Selbstverständlichkeit dazu auf, gerade jetzt noch einmal die Netze auszuwerfen. Petrus versteht zwar nicht, was das soll; seine Reaktion ist bezeichnend und zeigt dann doch ein großes Vertrauen in Jesus: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.“
Und nun geschieht plötzlich, womit niemand gerechnet hat: das Netz ist so übervoll von Fischen, dass es zu bersten droht. Erst durch die Hilfe seiner Fischerkollegen Jakobus und Johannes gelingt es, die Fische in die Boote zu bringen, die unter dem Gewicht fast sinken. Wie ist das möglich? Warum gibt es jetzt einen derart großartigen Fang? Wie hat Jesus das gewusst? Wer ist dieser Jesus? Für Petrus kommt nur eines in Frage – er wirft sich vor Jesus auf die Knie und bekennt die eigene Unwürdigkeit: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder.“ Dabei will es Jesus aber nicht bewenden lassen; er hilft dem Petrus wieder auf die Beine und sagt: „Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.“
Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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02.02.2013 10:13:29
In seiner Heimatstadt nicht anerkannt
(stjosef.at/predigten) (JSp) Ausgerechnet in seiner Heimatstadt Nazareth, ausgerechnet dort, wo ihn alle kennen und für den Sohn Josefs halten, weil er dort aufgewachsen ist – gerade hier in der Synagoge von Nazareth findet Jesus nicht die ihm zustehende Anerkennung als Messias, sondern wird abgelehnt, ja man will ihn sogar vom Abhang des Berges hinabstürzen!
Wie das Evangelium des Lukas berichtet, war Jesus darüber keineswegs überrascht. Im Gegenteil! Er rechnete mit dieser Ablehnung, denn: „Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.“ Dort wo ihn alle kennen und wo er den Menschen vertraut ist als einer der ihren, wird ein Prophet nicht leicht als Prophet anerkannt werden. Die meisten werden sagen: „Das ist einer von uns. Wie kann der etwas Besonderes sein oder eine wichtige Botschaft für uns haben?“ Jesus hat sich dieser Gewöhnlichkeit der Wahrnehmung seiner Person nicht entzogen; er wollte auch hier zeigen, dass er wirklich ein Mensch unter Menschen ist, obwohl er zugleich der ewige Sohn Gottes ist und ihn der himmlische Vater in die Welt gesandt hat.
Für diesmal kann sich Jesus der Verfolgung durch seine Gegner noch entziehen; denn er steht erst am Beginn seines öffentlichen Auftretens. Doch ist die Wut seiner Landsleute eine zeichenhafte Ankündigung dessen, was ihm in drei Jahren widerfahren wird, wenn er zum Tod am Kreuz verurteilt und grausam hingerichtet wird.
Lesen Sie die Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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30.01.2013 22:39:57
Gottes Allmacht ist anders, als wir denken
(radiovatikan.de) Gott als allmächtiger Vater: Auf diese Aussage des Credos ging Papst Benedikt XVI. an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz genauer ein. Dass Gott Vater sei, sei die erste grundlegende Aussage über Gott im Glaubensbekenntnis, sinnierte der Papst. Er führte mit der Betrachtung dazu seine Katechesenreihe über das Glaubensbekenntnis fort.
Sich Gott als Vater vorzustellen, sei heute mitunter schwierig, weil der Vater in unserer Gesellschaft kaum noch erscheine oder das Vaterbild verzerrt sei, so Benedikt XVI. Die Bibel erkläre jedoch, was für ein Vater Gott sei:
„Schon vor der Erschaffung der Welt hat Gott uns geliebt, und er begleitet unser ganzes Leben mit seiner Liebe und Gnade. Er ist ein Vater, der seine Kinder nie verlässt, sondern sie in Liebe und Treue trägt und hält. In Jesus Christus wird das Gesicht des Vaters offenbar. An Gott Vater glauben heißt, unter dem Wirken des Heiligen Geistes an den Sohn glauben. Gott ist für uns Vater, da er seinen Sohn für uns hingibt, unsere Sünden verzeiht und uns den Geist schenkt, der uns rufen lässt: ‚Abba, Vater′.“
Im weiteren Verlauf seiner Betrachtung zu Gott als allmächtigem Vater ging Benedikt XVI. dann auf das Wort ‚allmächtig′ ein. Angesichts des Bösen in der Welt zweifelten viele an der Allmacht Gottes.
„Aber Gottes Allmacht ist anders, als wir uns Macht vorstellen. Es ist nicht Macht, die zuschlägt, sondern Macht, die gütig ist, die Freiheit gibt und die heilt. Die warten kann und die den anderen durch Liebe überzeugt. Gott hat einen Teil seiner Macht wirklich an uns abgetreten, als er uns die Freiheit gab. Freiheit ist ihm so kostbar, dass er auch diese Konsequenzen hinnimmt und dass er - das Ganze überblickend - weiß, dass er es kann und darf.“
Diese Allmacht bedeute auch, dass Gott die Menschen nicht mit Gewalt vom Bösen abbringe, sondern auf die Bekehrung der Menschen warte – so wie im Gleichnis des verlorenen Sohnes, wo der Vater auf seinen Sohn wartet.
„Gerne heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Bitten wir den Herrn, dass er uns im Glauben stärkt, im Glauben an seine Allmacht und an seine Liebe. Dass wir so aus der Freiheit der Kinder lieben, im Vertrauen auf seine Liebe und sein Erbarmen, das uns das Heil bringt. Von Herzen segne ich euch alle.“
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30.01.2013 22:38:06
Innsbrucker Altbischof Reinhold Stecher verstorben
(dioezese-innsbruck.at) Die Diözese Innsbruck trauert um Alt-Bischof Reinhold Stecher, der am Dienstagabend, 29. Jänner 2013 kurz vor 18 Uhr – begleitet im Gebet - in der Innsbrucker Klinik im 92. Lebensjahr verstorben ist. Die Diözese Innsbruck ist in großer Trauer und zugleich Dankbarkeit für sein Wirken. Bischof Manfred Scheuer erklärte: „Ich bitte die Menschen im Land um ihr Gebet, dass Gott Bischof Reinhold den Himmel schenke.“
Am Donnerstag, den 31. Jänner wird Alt-Bischof Reinhold Stecher um 14 Uhr in den Dom zu St. Jakob in Innsbruck überführt und aufgebahrt, die Ehrenwache wird formiert. Das geschieht im Rahmen einer kurzen liturgischen Feier mit Bischof Manfred Scheuer und Propst Florian Huber. Danach hat die Bevölkerung bis 20 Uhr Gelegenheit, von Bischof Stecher Abschied zu nehmen. Ebenfalls geöffnet für den persönlichen Abschied ist der Dom zu St. Jakob am Freitag, 1. Februar von 8 bis 20 Uhr. Kondolenzbücher werden aufgelegt. Bereits heute, Mittwoch, sowie Donnerstag und Freitag jeweils um 18 Uhr lädt die Diözese Innsbruck zum Gebet für den Verstorbenen in den Innsbrucker Dom.
Auch am Donnerstag und Freitag wird zur Mittagszeit nach dem Angelus-Läuten im Gedenken an den Verstorbenen die große Glocke des Innsbrucker Doms rund zehn Minuten läuten. Das feierliche Requiem und damit der Beginn der kirchlichen Begräbnisfeierlichkeiten erfolgen am Samstag, den 2. Februar 2013 um 11 Uhr im Dom zu St. Jakob. Dem Trauergottesdienst steht der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser vor, die Predigt hält der amtierende Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer. Nach dem Trauerkondukt durch die Innsbrucker Altstadt und einem abschließenden Ehrensalut vor dem Dom erfolgt die Beisetzung in der Krypta des Domes.
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27.01.2013 21:21:06
Im jeweiligen Heute Gott begegnen
(radiovatikan.de) In einer Zeit voller Zerstreuungen und Ablenkungen ist es wichtig, gut zuhören zu können. Dies sagte Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Er bezog sich auf die Tagesliturgie zum Lukasevangelium und betonte, wie wichtig Zuhören und Bereuen für Christen seien. Dies sei der christliche Sinn des „Carpe Diem“: „Nutze das heute, an dem Gott dich ruft um dich zu retten!“. Der Papst erinnerte zudem an die Bedeutung des Sonntags als Tag der Ruhe und der Familie – vor allem aber als Tag, der in der Feier der Eucharistie Gott zu widmen sei. Die Liturgie der Kirche sei dabei die „Schule“ des Hörens auf den Herrn, der zu uns spreche.
Nach dem Mittagsgebet gedachte Benedikt XVI. des Welt-Lepratags sowie des Holocaust-Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Erinnerung an jene schreckliche Tragödie müsse für alle eine Mahnung sein, damit sich derartige Schrecken der Vergangenheit nicht wiederholen, jede Form des Hasses und des Rassismus überwunden sowie die Achtung und die Würde des Menschen gefördert werde. Der Papst erinnerte auch an den besonderen „Gebetstag für den Frieden“ im Heiligen Land. Zu den deutschsprachigen Pilgern sagte der Papst:
„Sehr herzlich grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Im heutigen Evangelium hören wir vom ersten öffentlichen Auftreten Jesu in der Synagoge seiner Heimatstadt Nazareth. Jesus selbst ist die gute Nachricht; er offenbart den Menschen den Plan Gottes, das große Vorhaben des Schöpfers mit dieser Welt, alles in Christus zu erneuern. Jesus stiftet Frieden und Versöhnung. Durch ihn kann die ganze Menschheitsfamilie immer mehr eins werden. Dafür will er uns begeistern und dafür wollen wir nicht müde werden, unser Herz zu öffnen und unser persönliches Lebensprogramm auszurichten. Der Herr schenke euch für alles, was ihr in diesen Tagen vorhabt, seinen Schutz und reichen Segen.“
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27.01.2013 21:19:54
In Verantwortung vor Gott und den Menschen
(kathpress.at) Mit einem Festgottesdienst am Sonntagnachmittag im Innsbrucker St. Jakobs-Dom und einem Festakt in der Innsbrucker Hofburg wurde des 650. Jahrestages der Zugehörigkeit des Landes Tirol zu Österreich gedacht. Dabei beleuchtete Bischof Manfred Scheuer die wechselvolle Geschichte des westlichen Bundeslandes und sein Verhältnis zur "Wiener Zentrale". Tirol sei heute "kulturell und religiös vielfältig geworden", fasste Scheuer zusammen. An dem Gottesdienst nahm u.a. auch Bundespräsident Heinz Fischer teil.
Die vergangenen 650 Jahre waren geprägt durch Geschichten von Krieg und Frieden, aber auch von Zuwanderung und Auswanderung, von Vertreibung (etwa jener der Protestanten im 17. und 19. Jahrhundert), schließlich von "Katastrophen und Barbareien des 20. Jahrhunderts", die auch für Tirol einen Einschnitt bedeuteten. Heute sei Tirol - nicht zuletzt durch seine Universität und die Kirche - "Brücke zwischen Nord und Süd" und attraktiver Zuzugsort für junge Menschen aus der ganzen Welt, so Bischof Scheuer. Daher sei der heutige Tag auch "Anlass zur Dankbarkeit, aber auch zur Reinigung des Gedächtnisses und zur Frage: Mit wem haben wir uns zu versöhnen?"
Im Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart ortete Scheuer einen "schleichenden Druck, das Religiöse aus dem öffentlichen Leben zurückzudrängen bzw. es als lächerlich oder überaltet hinzustellen". Es gebe auch in Tirol "Intoleranz und Aggression, die dann die Anwesenheit anderer Religionen oft nur als Vorwand verwendet, um religiöses Brauchtum, entsprechende Symbole oder Feiern z.B. in Schulen oder Kindergärten nicht mehr zulassen zu wollen."
Dagegen verwies Scheuer u.a. auf die Tiroler Landesverfassung, in der hervorgeben werde, dass Friede, Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand nur zu erreichen seien, "wenn die Verantwortung vor Gott und den Menschen wahrgenommen wird". Scheuer: "Wir sind der Überzeugung, dass die Grundrechte der Person nur wirklich gesichert sind, wenn der Mensch als Geschöpf, als Ebenbild des Dreieinen Gottes gesehen wird".
Weiters verwies Scheuer auf die Begriffe Freiheit, Solidarität und Spiritualität, die einer neuen Bewertung im Blick auf ihre Bedeutung für Tirol bedürften. Freiheit dürfe nicht mit einem von allen Pflichten losgelösten "anything goes" missverstanden werden. Freiheit könne schließlich mit "neuen Konsumzwängen" einhergehen und dadurch zur "leeren Freiheit" degenerieren, warnte der Innsbrucker Bischof.
Am 26. Januar 1363 vermachte Margarete "Maultasch", Gräfin von Tirol, nach dem Tod ihres zweiten Mannes Ludwig von Brandenburg und ihres Sohnes Meinhard III. die Herrschaft an Etsch, Eisack und Inn den Herzögen von Österreich. Mit der Übergabe der gefürsteten Grafschaft Tirol an die Habsburger setzte die Tiroler Erbprinzessin den Auftakt für die gemeinsame Geschichte Tirols mit Österreich.
Hinweis: Der vollständige Text der Predigt von Bischof Manfred Scheuer wird demnächst auf der Homepage der Diözese Innsbruck dokumentiert.
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25.01.2013 23:07:01
Thomasakademie an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten
(presse.kirche.at) Durch die vielfältigen Ablenkungen im Alltag merke der Mensch nicht, „dass Gott da ist“, sagte Bischof Klaus Küng bei der Festmesse zur traditionellen Thomasakademie in der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Eine Bekehrung sei „besonders in einer stark säkularisierten Gesellschaft wie ein plötzliches Aufwachen“. Deswegen sei es „ein Zeichen“, das die diesjährige Thomasakademie am Fest der Bekehrung des Apostels Paulus stattfinde.
Ohne dieses Aufwachen und Berührtwerden könne zwar in der Welt viel erreicht werden, so Küng, der Mensch gelange jedoch nicht zum Wesentlichen. Es gehe dabei nicht nur um geistliche Berufungen, wie Küng betonte: „Die Bitte um Bekehrung geht uns alle an im Sinne einer geistlichen Erneuerung.“ Das Erkennen der Wahrheit führe immer auch zu einer Sehnsucht, „das weiterzugeben, damit auch die anderen die Augen öffnen und erkennen, dass Gott sie ruft“. Unsere Vermittlung setzte die eigene Bekehrung voraus; Paulus sei dabei das „erhabenste Beispiel eines Verkünders, der selbst um Einsicht ringt“.
Das „Geheimnis“ der inneren Erneuerung sei das geistliche Leben, wie Bischof Küng ausführte, das Gebet und die Liebe zum Nächsten. „Wer sich darauf einlässt, wird verwandelt – auch wenn man dadurch in Nöte gerät, geprügelt wird und nicht alle applaudieren.“ Auf diesem Gebiet würden auch die Perspektiven der Hochschule für die „dringend notwendige“ Neuevangelisierung liegen.
Die Festvorträge würdigten den früheren St. Pöltner Weihbischof Alois Stöger (1904 – 1999) als anerkannten und bedeutenden Exegeten des Lukasevangeliums. Zuletzt hatte erst Papst Benedikt XVI. das Hauptwerk Stögers – vor genau 50 Jahren in der Reihe „Geistliche Schriftlesung“ erschienen – in die Literaturliste seines jüngsten Jesus-Buches aufgenommen.
Weihbischof Stöger wollte „auf Basis der kirchenamtlichen Tradition die Bibel unter das Volk bringen“, erklärte Josef Pichler, Professor für Neues Testament in St. Pölten und an der Universität Graz, die hermeneutische Basis, die das exegetische Wirken dieses Pioniers prägte. Daraus habe dessen Wunsch nach guten Bibelübersetzungen und kommentierten Ausgaben resultiert. Die „Bibel als Lebensbuch“ sollte zu einer „zeitgemäßen Spiritualität und fruchtbringenden Bibellektüre“ hinführen, wie Pichler erklärte. Für Stöger sei die Bibel das „Gebetsbuch der Kirche“, „Kraftquelle und Begleiter des Lebens“ gewesen.
So wie Gott Mensch geworden sei, so solle „das Wort Gottes durch uns Fleisch werden und in der Welt leben“ - das waren der Wunsch und der Antrieb Stögers, dessen Wahlspruch als Bischof „verbum caro factum est“ („Das Wort ist Fleisch geworden“) auch Lebensprogramm war. Es sei ihm daher ein Anliegen gewesen, „Multiplikator“ zu sein, sagte Pichler. Am Nachhaltigsten habe Stöger dies durch seine Arbeit beim Katholischen Bibelwerk bewirkt. Seine größte Breitenwirkung habe er durch seine kommentierte Ausgabe der Schulbibel erreicht.
Ihre Diplomarbeit zur Interpretation der Gebetskatechese des Evangelisten Lukas von Alois Stöger stellte Angelika Widrich, Hochschulabsolventin von 2011, vor. Das Vaterunser enthalte nach Stöger die Kernbotschaft Jesu in komprimierter Form. Jesus hole dabei die Jünger in seine einzigartige Beziehung zum Vater hinein. Widrich: „Die gesamte Existenz ist als eine Existenz in Not vor Gott ausgebreitet.“
Der habilitierte Soziologe Gerhard Bonelli beleuchtete Positionen der Auslegung Stögers zu Armut und Reichtum im Lukasevangelium. Diese sei das „Evangelium der Armen“ und daher „das radikalste“. Die Armen seien die Zielpersonen der Botschaft, Menschen, die in sozialer Armut leben, die „Nichtse“ der Gesellschaft, wie Stöger sie bezeichnete. Vorbild der Armen sei Jesus Christus selbst. Das Geschenk, das er bringe sei die Freiheit – von körperlichen, seelischen und sozialen Einschränkungen. Sowohl Reiche wie auch Arme seien „der Gefahr ausgesetzt, in den Sorgen um das Irdische aufzugehen“, erklärte Bonelli die Auslegung Stögers.
Im Rahmen der Akademie zum Fest des hl. Thomas von Aquin, des Patrons der Theologen und katholischen Hochschulen, ehrte Rektor Josef Kreiml die Absolventen des vergangenen Studienjahres. Das Magisterium in Fachtheologie erwarben Gerhard Liedler und Karl Tatzer, das Magisterium in Religionspädagogik Matthias Rohrmüller. Die ersten Absolventinnen des 2009 eingeführten sechssemestrigen Baccalaureatstudiums sind Sr. Maria Lisa Heim, Désirée Heigl, Petra Frank und Elisabeth Umgeher.
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25.01.2013 23:04:25
Zuverlässige Kunde von allem, was Gott für uns getan hat
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am Anfang seines Evangeliums begründet Lukas gegenüber einem gewissen Theophilus, warum er denn seinen Bericht über das Leben Jesu verfasst hat. Es geht ihm um eine zuverlässige Darstellung all dessen, was um unseres Heiles willen an und durch Jesus Christus geschehen ist. Eben deshalb hat Lukas gründlich recherchiert und verschiedene Augen- und Ohrenzeugen der Geschehnisse befragt.
Dieses Selbstzeugnis des Evangelisten ist auch für uns hilfreich: Denn 2000 Jahre nach Christi Geburt sind wir auf Quellen und Zeugnisse angewiesen, denen wir vertrauen können. Im Lukasevangelium, aber auch in den anderen Evangelien wird uns die Heilsgeschichte näher gebracht, damit wir uns im Glauben für Gott und sein Wort öffnen.
Das Zweite Vatikanische Konzil hat in „Dei Verbum“, Nr. 19, erklärt: „Unsere heilige Mutter, die Kirche, hat entschieden und unentwegt daran festgehalten und hält daran fest, dass die vier genannten Evangelien, deren Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht, zuverlässig überliefern, was Jesus, der Sohn Gottes, in seinem Leben unter den Menschen zu deren ewigem Heil wirklich getan und gelehrt hat bis zu dem Tag, da er aufgenommen wurde (vgl. Apg 1,1-2). Die Apostel haben nach der Auffahrt des Herrn das, was er selbst gesagt und getan hatte, ihren Hörern mit jenem volleren Verständnis überliefert, das ihnen aus der Erfahrung der Verherrlichung Christi und aus dem Licht des Geistes der Wahrheit zufloss. Die biblischen Verfasser aber haben die vier Evangelien redigiert, indem sie einiges aus dem vielen auswählten, das mündlich oder auch schon schriftlich überliefert war, indem sie anderes zu Überblicken zusammenzogen oder im Hinblick auf die Lage in den Kirchen verdeutlichten, indem sie schließlich die Form der Verkündigung beibehielten, doch immer so, dass ihre Mitteilungen über Jesus wahr und ehrlich waren. Denn ob sie nun aus eigenem Gedächtnis und Erinnern schrieben oder auf Grund des Zeugnisses jener, ‚die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren’, es ging ihnen immer darum, dass wir die Wahrheit der Worte erkennen sollten, von denen wir Kunde erhalten haben (vgl. Lk 1,2-4).“
Lesen Sie die Predigt für den 3. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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24.01.2013 21:29:41
Stellungnahme zu Abtreibung nach Vergewaltigung
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Moraltheologe Josef Spindelböck hat auf Anfrage von kath.net folgende grundsätzliche Stellungnahme zur Situation von Frauen nach einer Vergewaltigung abgegeben:
Eine Vergewaltigung stellt für eine Frau ein schlimmes und oft auch traumatisches Ereignis dar. Betroffenen Frauen darf der nötige menschliche und fachliche Beistand nicht verweigert werden. Zugleich gilt es, der Frau zu helfen, im Falle einer Schwangerschaft Ja zu sagen zum Kind, dessen Leben von der Empfängnis an heilig und unverletzlich ist. Eine Abtreibung ist keine wirkliche Hilfe für eine betroffene Frau. Die Abtreibung würde dem Unrecht, das die Frau durch eine Vergewaltigung erleiden musste, ein neues Unrecht gegenüber dem Kind durch dessen Tötung hinzufügen, was in diesem Fall freilich nicht die situativ überforderte Frau zu verantworten hätte, sondern zuerst der Vergewaltiger, welcher die Frau in diese ausweglose Lage gebracht hat, aber auch jene, die ihr zu einer Abtreibung raten oder bei der Durchführung einer solchen mitwirken.
Da bei einer „Pille danach“ (Levonorgestrel) die Verhinderung der Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle in die Gebärmutter der Frau bewirkt werden kann (sog. „Frühabtreibung“), ist deren Einnahme nicht zu befürworten.
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Lesen Sie auch: Hintergründe zum Kölner Vergewaltigungsfall.
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24.01.2013 21:25:05
Das Fischernetz Petri und das Netz der Medien
(radiovatikan.de) Soziale Netzwerke: Portale der Wahrheit und des Glaubens; neue Räume der Evangelisierung“: So lautet der Titel der Papstbotschaft zum Medientag der Kirche. Wie alle Formen der Kommunikation finde auch in den sozialen Netzwerken im Internet Gemeinschaftsbildung statt, so die Botschaft. Es gehe nicht nur um den Austausch von Information, sondern letztlich um Selbstmitteilung. Damit dies gelingen könne, nennt der Papst vier Kriterien: Respekt, Rücksicht auf die Privatsphäre, Verantwortlichkeit und das Bemühen um die Wahrheit. Kritisch äußert sich der Papst darüber, dass in sozialen Netzwerken Klickzahlen mehr zählten als die Inhalte und Beliebtheit die Bedeutung verdränge. Soziale Netzwerke sind keine rein virtuellen Welten oder Parallelgesellschaften, sondern sind Teil der täglichen Lebenswelt vieler Menschen, hebt Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Welttag der Medien hervor.
Lesen Sie die Papstbotschaft in voller Länge!
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22.01.2013 21:36:57
Der gute Weg: eine Broschüre über Ehe, Familie und Sexualität
(presse.kirche.at) Warum besteht die Kirche eigentlich auf ihren Positionen zur Sexualität? Warum sind Katholiken gegen Pille und Kondome und leben die Natürliche Empfängnisregelung? Ist das nicht unzeitgemäß? Oder stimmt es sogar, dass immer mehr Paare diesen Weg gehen? Dass es gerade heute sinnvoll ist? Dass man damit... glücklich wird?
Diesen und anderen Fragen geht Klaus Küng als Referatsbischof für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz in einer neuen Broschüre nach. Sie ist klein, handlich, passt in die hintere Hosentasche und behandelt viele brisante Fragen. Zudem enthält sie die aktuellsten Links, um sich auch praktisch über das Thema zu informieren, und Literaturhinweise. Bischof Küng in seinem Vorwort: „Angesichts einer zunehmenden Orientierungslosigkeit sind es die bewährten Lebensweisen, die langfristig wirklich erfüllende Antworten geben. Sie lassen Paare tiefer in der Liebe wachsen und bestehen auch vor moderner Forschung und Wissenschaft. Der 'Gute Weg' ist eine Einladung an viele, sich auf den 'katholischen Weg' einzulassen.“
Die Broschüre sieht man sich am Besten auf der Webseite www.derguteweg.at an, wo man alle Links findet und den Text als pdf-Dokument herunterladen kann. Wer es gerne gedruckt hat, kann die Broschüre auch über bischof.sekretariat@kirche.at bestellen.
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19.01.2013 11:34:52
Alle sollen eins sein
(stjosef.at/predigten) (JSp) Vom 18. bis zum 25. Jänner begehen wir die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. Das besondere Anliegen der Kirche ist es, für die Einheit all jener Menschen zu beten, die sich zwar zu Jesus Christus bekennen, aber infolge des Erbes unglücklicher Entscheidungen und Entwicklungen von der katholischen Kirche getrennt sind. Gerade das Papstamt, welches nach dem Willen Christi ja das sichtbare Fundament der Einheit in der Kirche ist (vgl. Lumen gentium 18 und 23), ist für manche von der Kirche getrennte Gemeinschaften zum Stein des Anstoßes geworden.
Das 2. Vatikanische Konzil fasst in seinem Dekret über den Ökumenismus diesen Sachverhalt folgendermaßen zusammen: „Die Einheit aller Christen wiederherstellen zu helfen ist eine der Hauptaufgaben des Heiligen Ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzils. Denn Christus der Herr hat eine einige und einzige Kirche gegründet, und doch erheben mehrere christliche Gemeinschaften vor den Menschen den Anspruch, das wahre Erbe Jesu Christi darzustellen; sie alle bekennen sich als Jünger des Herrn, aber sie weichen in ihrem Denken voneinander ab und gehen verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt wäre (vgl. 1 Kor 1,13). Eine solche Spaltung widerspricht aber ganz offenbar dem Willen Christi, sie ist ein Ärgernis für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen“ (UR 1).
Gott selber ist ja ein Geheimnis heiliger Einheit des Wesens in drei göttlichen Personen. Und so bittet Jesus den himmlischen Vater im hohepriesterlichen Gebet, dass alle an ihn Glaubenden eins sind: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21).
Lesen Sie die Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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14.01.2013 22:20:13
Maria als mütterliche Gefährtin des Erlösers
(presse.kirche.at/kathpress.at) Bei einem mariologischen Kongress am Wochenende in Wien standen Präzisierungen des Terminus "Miterlöserin" in Bezug auf Maria im Mittelpunkt von theologischen Vorträgen und Diskussionen. Diese Präzisierungen sind deshalb notwendig, weil der Ausdruck "Miterlöserin" unter Theologen als missverständlich gilt.
Das Konzil etwa hatte es vermieden, von Maria als "Miterlöserin" zu sprechen, auch die anderen Titel - "Mittlerin" und "Fürsprecherin" - wurden nur in einer sehr nüchternen Weise gebraucht. Schon Pius XII. hatte, wie alle Päpste nach ihm, bewusst den Titel "Miterlöserin" nicht gebraucht.
Maria sei eine "Gefährtin der Erlösung" und habe durch ihr "Ja" zum Plan Gottes "Anteil am Erlösungswerk", sagte der Abt von Stift Heiligenkreuz und Träger des "Theologie-Oscars" Maximilian Heim bei der Tagung. Heim war im Vorjahr mit dem Preis der Stiftung Papst Benedikt XVI./Joseph Ratzinger ausgezeichnet worden.
Der Abt stellte klar, dass Marias "menschliches Ja" als Folge jener Gnade gesehen werden müsse, die sie von Gott empfangen habe. Einziger Mittler zur göttlichen Erlösung sei aber Jesus Christus.
Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng sagte, Maria sei durch ihre große Nähe zu Christus in besonderem Maße Vorbild. Eine nähere Auseinandersetzung mit Maria führe letztlich immer zu Christus.
Maria sei auch Vorbild der Kirche, gelte es doch "Christus unter dem Herzen zu tragen und ihn in unsere Welt zu bringen", so Küng über die besondere Rolle der Mutter Gottes, die für alle Christen beispielgebend sei.
Küng setzte sich auch mit der aktuellen Debatte zum Priestertum auseinander. Das Weihepriestertun sei vom Wesen her verschieden vom Allgemeinen Priestertum. Angelehnt an das biblische Bild des Hirten erklärte der Bischof, dass neben einer besonderen Sorge um die Herde eine notwendige, geliehene Autorität sowie eine besondere Verantwortung vor Gott das Weihepriestertum charakterisiere.
Auch wenn die Bedeutung des Amtspriestertums außer Frage gestellt sei, sei es Aufgabe jedes Christen, so wie Maria "Christus zu sein und für andere Christus zu werden". Küng hob hervor, dass die Familie und der Arbeitsplatz als die vorrangige Betätigungsfelder des Laienapostolates gesehen werden sollten.
Auch der Grazer Dogmatikprofessor Bernhard Körner bekräftigte die absolute Notwendigkeit der Weihe, sei doch nach katholischem Verständnis ohne geweihte Priester "keine Kirche möglich". Im Blick auf den Terminus "Miterlöserin" betonte er, dass das "Erlösungswerk Christi nicht ergänzungsbedürftig" sei, Maria jedoch auf "einzigartige Weise" Christus Raum gegeben habe. Diese "Gabe unserer selbst" sieht Körner als die grundlegende Form der Teilhabe an.
Zudem verwies auch Körner auf die Bedeutungskraft des Begriffes "Stellvertretung" sowohl für Amtsträger als auch für Laien. Der stellvertretende Dienst eines Priesters dürfe dabei jedoch nicht als "Vertretung eines Abwesenden" gesehen werden, sondern bedeute vielmehr, "dass sich der Herr durch den Dienst des Priesters zeichenhaft vergegenwärtigen lässt". Die Stellvertretung Christi komme aber selbstverständlich allen Christen zu, und konkret könne man sie "durch das Gebet für andere" ausüben.
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12.01.2013 11:40:27
Deutsche Bischöfe wollen neues Forschungsprojekt zur Aufarbeitung von Missbrauch
(kirchensite.de) Nachdem die Deutsche Bischofskonferenz die Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer bei der Erforschung von Fällen sexuellen Missbrauchs beendet hat, greifen sich beide Seiten scharf an. Pfeiffer warf den Bischöfen "Zensur" vor, diese verwahrten sich dagegen. Beobachter mahnten, die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle fortzusetzen.
In Radio-Interviews sagte Pfeiffer am Mittwoch (09.01.2013), es sei vereinbart gewesen, dass das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in Hannover die Ergebnisse seiner Studie der Kirche vor der Veröffentlichung vorlege. Dies sei "ganz üblich". Dann aber hätten zum Beispiel das Erzbistum München und das Bistum Regensburg gefordert, die Texte nur nach schriftlicher Genehmigung der Kirche zu veröffentlichen: "Das war Zensur, dem haben wir uns nicht gebeugt."
Pfeiffer sagte, ihm sei "zugetragen" worden, dass in den Diözesen teilweise Akten vernichtet worden seien. Eine Nachfrage des Instituts bei allen Bischöfen sei komplett unbeantwortet geblieben. Der KFN-Direktor führte die Kündigung des Vertrags auf Ängste vor dem Ergebnis der Ermittlungen zurück.
Der Leiter einer geplanten neuen Studie müsse im Blick haben, sagte Pfeiffer, dass die Unterschrift der Bischofskonferenz unter den Vertrag noch nicht die Sicherheit gebe, "dass die einzelnen Diözesen mitmachen". Die Kirche wolle aufklären, "wenn sie die Kontrolle über die Ergebnisse hat".
Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, wies den Vorwurf zu weit gehender Kontrolle und jeden Zensurverdacht zurück. Da es bei der Erforschung von Personalakten von Geistlichen um sehr sensible Fragen von Datenschutz und um Persönlichkeitsrechte gehe, habe sich der Bischofskonferenz die Frage gestellt, wie sich die wissenschaftliche Freiheit mit dem Schutz von Personen vereinen lasse, sagte Ackermann im "Deutschlandradio Kultur". In dieser Frage sei eine Einigung mit Pfeiffer leider gescheitert. Die Bischöfe "wollen ein ähnliches Projekt", sagte Ackermann. Von einem Rückzieher in der Aufarbeitung könne keine Rede sein.
Lesen Sie den Kommentar des Jesuiten P. Eckhard Bieger!
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12.01.2013 11:35:10
Jesus tauft mit Heiligem Geist und mit Feuer
(stjosef.at/predigten) (JSp) Mit dem Fest der Taufe des Herrn endet die liturgische Weihnachtszeit gemäß der ordentlichen Form des römischen Ritus. Die Taufe Jesu durch Johannes am Jordan ist ein Offenbarungsgeschehen: Der himmlische Vater macht im Zeichen der Taube den Sohn kund, an dem er Gefallen gefunden hat. Die Taube aber steht für den Heiligen Geist.
Nach dieser öffentlichen Vorstellung Jesu durch den himmlischen Vater beginnt Jesus seine Lehr- und Predigttätigkeit. Johannes der Täufer hat ihn angekündigt und die Menschen auf ihn vorbereitet. Er tritt jetzt in die zweite Reihe und lässt Jesus wirken. Denn dieser ist es, der mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen wird.
Was soll das heißen: Jesus tauft mit Heiligem Geist und mit Feuer? Der Heilige Geist ist die dritte göttliche Person. Jesus ist der mit dem Heiligen Geist Gesalbte, der Messias, der Christus. Die Taufe, welche Jesus verkündet, ist eine Taufe im Heiligen Geist. Hier werden die Menschen nicht mehr bloß auf die Vergebung der Sünden vorbereitet wie bei der Bußtaufe des Johannes, sondern die christliche Taufe bewirkt als solche das Geschehen der Rechtfertigung des Sünders vor Gott. Gott nimmt Wohnung im Herzen des getauften Menschen; der Mensch wird zu einem Tempel des Heiligen Geistes.
Wenn Johannes dann vom Feuer spricht, mit dem die Taufe Jesu verbunden ist, so kann damit nur das göttliche Feuer der Liebe gemeint sein.
Lesen Sie die Predigt zum Fest der Taufe des Herrn (13.01.2013) in vollem Wortlaut!
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05.01.2013 11:44:58
Dem Stern von Bethlehem folgen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Eine geheimnisvolle Himmelserscheinung – es war ein hell strahlendes Licht, ein wunderbarer Stern – wies den Weisen aus dem Morgenland den Weg zum neugeborenen König der Juden. Sie fanden dieses Königskind allerdings nicht im Palast des Königs Herodes in Jerusalem, sondern in der Armut des Hauses von Bethlehem, betreut von seiner Mutter Maria und beschützt vom heiligen Josef.
Weil diese Sterndeuter aber mit ihrem Herzen tiefer sahen, wurde ihnen im Glauben klar: Das ist der von Gott gesandte Messias, der Retter und Heiland. Er ist gekommen nicht nur für das Volk Israel, sondern für die ganze Welt!
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn im Wortlaut!
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31.12.2012 12:35:25
Todesstrafe für den Papst? Ein Musikprofessor disqualifiziert sich selbst
(kathpress.at) Die Empfehlung der Todesstrafe für Papst Benedikt XVI. durch einen Grazer Musikwissenschaftler "überschreitet jede zulässige Form von Kirchenkritik, ist geschmacklos und zeigt Unkenntnis der Sachlage": So hat der Presse- und Medienverantwortliche der Österreichischen Bischofskonferenz, Paul Wuthe, die jüngsten Aussagen von Richard Parncutt über Papst Benedikt XVI. verurteilt. Das über die Medien verbreitete Pamphlet lasse "sowohl intellektuelle Redlichkeit als auch den grundlegenden Respekt, der jedem Menschen gebührt, völlig vermissen", so Wuthe wörtlich in einer Stellungnahme.
Parncutt, ein aus Australien stammender Professor für Systematische Musikwissenschaften an der Universität Graz, hatte sich jüngst in seinem Blog auf dem Webspace der Universität mit einem Pamphlet über die kirchlich verbotene Empfängnisverhütung geärgert und den Papst und andere kirchliche Amtsträger dabei für Millionen Aids-Tote verantwortlich gemacht. Dem Papst und seinen Beratern empfahl Parncutt dafür die Todesstrafe, genauso wie jenen, die maßgeblich für die Erderwärmung verantwortlich sind.
Wie Wuthe unterstreicht, enthält Parncutts Text "einseitige und falsche Behauptungen". Übersehen werde, dass gerade die katholische Kirche jene Institution sei, die sich weltweit am stärksten im Kampf gegen HIV/Aids engagiert. "Rund ein Viertel aller Aktivitäten in diesem Bereich wird von katholischen Organisationen getragen. Auch sind die von der Kirche empfohlene sexuelle Enthaltsamkeit und eheliche Treue sichere und wirksame Wege, um HIV/Aids nachhaltig zu bekämpfen, was unabhängige Studien belegen", so der Sprecher der Bischofskonferenz.
Als "erfreulich" bezeichnete es Wuthe, dass die Leitung der Universität Graz sich klar von den Aussagen eines Mitglieds ihres Professorenkollegiums distanziert habe und das Pamphlet von der Internetseite der Universität entfernt hat.
Wie ein Sprecher der Universität bekanntgab, habe man erst infolge zahlreicher Beschwerdebriefe Kenntnis von der Veröffenlichtung erhalten. "Entsetzt und bestützt" habe man umgehend klargestellt, dass die Meinung Parncutts nicht jener der Universität entspreche. Der problematische Text wurde durch eine Entschuldigung des Autors ersetzt, der wiederum vom Rektorat zu einem Gespräch eingeladen wurde.
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31.12.2012 12:32:33
Die Mutter unseres Herrn und Gottes Jesus Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Beginn des bürgerlichen Jahres fällt zusammen mit dem Oktavtag von Weihnachten. Gemäß der Erzählung des Lukasevangeliums wurde das Jesuskind am achten Tag nach seiner Geburt dem jüdischen Gesetz entsprechend beschnitten. Es erhielt den Namen Jesus, was so viel heißt wie „Gott rettet“, „Gott erlöst“.
In der Liturgie der Kirche beginnt das neue Jahr mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria. Eine Frau stand am Anfang der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Gott wollte nicht bloß irgendwie eintreten in unsere Welt, sondern er wurde „geboren von einer Frau“, wie es in der Lesung aus dem Galaterbrief heißt. Gott wollte als Kind zu uns kommen, und ein Kind braucht eine Mutter, die für es da ist, ihm Liebe schenkt und für es sorgt.
Es war eine besondere Berufung für Maria, die Jungfrau, dass sie die Mutter des Sohnes Gottes werden sollte. Im Namen der ganzen Menschheit hat sie ihr frauliches Ja-Wort gegeben, als ihr der Engel Gabriel die frohe Botschaft verkündete. Sie glaubte der Botschaft und vertraute sich ganz dem Wirken des Heiligen Geistes an, der in ihr das Wunder der jungfräulichen Empfängnis bewirken sollte.
Lesen Sie die ganze Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria (01.01.2013) im Wortlaut!
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29.12.2012 12:35:03
Fest der Heiligen Familie: sich gemeinsam auf Gott hin ausrichten
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am Sonntag innerhalb der Weihnachtsoktav steht die Heilige Familie als ganze vor unseren Augen. Sie gehören ja zusammen, wie wir sie auch in den Weihnachtskrippen aufgestellt sehen: das Jesuskind, seine Mutter Maria sowie der heilige Josef als väterlicher Beschützer des Jesuskindes und als jungfräulicher Gemahl Marias.
Wie kann uns die Heilige Familie als Vorbild für unsere Familien vermittelt und nahegebracht werden? Es könnte jemand sagen: Die Heilige Familie ist mir zu ideal; unsere eigenen Familien hier in dieser Welt sind von Problemen verschiedenster Art betroffen. Wo finden wir da einen Vergleichspunkt, ja ein wirkliches Vorbild, das uns auch für das eigene Leben weiterhilft?
Erstens aber können wir feststellen: Auch in unseren eigenen Familien findet sich beides – nämlich Ideale, die immer wieder ein Stück weit verwirklicht werden und insofern gelingen, aber auch Herausforderungen und Schwierigkeiten, die uns dennoch nicht entmutigen sollen. Und zweitens gilt ja: Die Heilige Familie war zwar insofern perfekt und ideal, als es in ihr die Sünde nicht gab. Es wurde aber den einzelnen Mitgliedern dieser Familie von Gott her dennoch vieles zugemutet, was mit Schwierigkeiten und so manchen leidvollen Erfahrungen verbunden war.
Eine solche Situation wird uns im Evangelium dieses Sonntags geschildert: der 12-jährige Jesus nimmt erstmals an der Tempelwallfahrt teil.
Lesen Sie die Predigt am Fest der Heiligen Familie in vollem Wortlaut!
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25.12.2012 18:53:51
Papstworte zu Weihnachten
(radiovatikan.de) Beten wir in dieser Stunde für die Menschen, die heute (in Bethlehem) leben und leiden. Beten wir darum, dass dort Friede sei. Beten wir darum, dass Israelis und Palästinenser im Frieden des einen Gottes und in Freiheit ihr Leben entfalten können. Beten wir auch für die umliegenden Länder, für den Libanon, für Syrien, den Irak und so fort: dass dort Friede werde.“
Bethlehem war das Zentrum der Christmette, die Papst Benedikt XVI. an diesem Montag im Petersdom feierte, und zwar das biblische wie das reale. Bereits am Nachmittag hatte der Papst sein Friedenslicht am Licht von Bethlehem angezündet, seitdem brennt es im Fenster seines Arbeitszimmers. In seiner Predigt nahm der Papst immer wieder Bezug auf den Ort der Menschwerdung, und das auch metaphorisch: Wir sollten aus einem selbstbezogenen Denken hinaus und hinübergehen nach Bethlehem zum menschgewordenen Gott. Angesichts der überfüllten Herbergen, die Josef und Maria auf ihrem Weg nach Bethlehem nicht aufnehmen konnten, müssten wir uns auch selber fragen, ob wir denn für Gott bereit wären (Link).
Frieden für Syrien und den Nahen Osten – dazu hat Papst Benedikt XVI. am ersten Weihnachtsfeiertag aufgerufen. Auch auf Umbrüche und Spannungen in Afrika und auf die Situation der Religionen in der Volksrepublik China ging der Papst in seiner Weihnachtsansprache auf dem Petersplatz ein. Von der Mittelloggia der Vatikanbasilika aus spendete Benedikt XVI. danach den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ an Rom und den Erdkreis. Zuvor richtete er Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen an alle Welt. Mehrere zehntausend Menschen, darunter zahlreiche internationale Pilger und Besucher, wohnten in diesem Jahr in Rom den Festtagszeremonien bei. - Lesen Sie mehr!
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25.12.2012 18:52:13
Stephanus - ein Blutzeuge des Glaubens an Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Womit hat sich der heilige Stephanus, den wir heute feiern, so viele Schwierigkeiten eingehandelt, sodass er sogar sterben musste? Es war sein klares und furchtloses und daher auch öffentliches Bekenntnis zu Jesus Christus als dem von Gott gesandten Erlöser der Menschen!
Wenn Menschen von heute den Bericht vom Martyrium des hl. Stephanus hören, fragen sie vielleicht: Musste das alles sein? Hätte sich Stephanus das nicht ersparen können? Er hätte ja nur ein wenig leiser treten müssen. Wenn er weniger aufdringlich gepredigt hätte, wenn er mehr Rücksicht genommen hätte auf die Befindlichkeiten seiner jüdischen Zuhörer, dann hätte er sein Leben bestimmt retten können. So und ähnlich kann man argumentieren.
Darin aber liegt ein Missverständnis: Nicht Stephanus war intolerant, sondern seine Gegner zeigten ihm offen ihre Feindseligkeit und konnten es nicht ertragen, dass er mit der Kraft seiner Worte die Botschaft vom Heil verkündete. Stephanus selber hat gerade auf jede Art von Gewalt verzichtet; er war bereit lieber selber Unrecht zu erleiden als Unrecht zu tun. Im Sterben hat er für seine Feinde gebetet!
Stephanus zeigt uns aber auch: Die Glaubensüberzeugung eines Menschen ist kein Randthema; sie betrifft den Kernbereich der persönlichen Existenz.
Lesen Sie die Predigt zum Fest des hl. Stephanus im Wortlaut!
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24.12.2012 12:45:39
Staunend glauben und Freude erfahren
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Hirten auf dem Felde, denen die Engel die frohe Botschaft verkündeten, besaßen die Fähigkeit des Staunens über all das Wunderbare, was Gott denen schenkt, die ihn suchen und lieben.
Es gibt Momente im Leben, da werden wir besonders ergriffen: sei es durch ein faszinierend-schönes Naturerlebnis, sei es durch ein Ereignis mitmenschlicher Begegnung und Nähe, sei es auch durch die Erfahrung der göttlichen Zuwendung und seines Erbarmens. Glücklich der Mensch, welcher es versteht, in solchen Augenblicken innezuhalten und das Herz weit zu öffnen für all das Wahre, Gute und Schöne, das uns geschenkt wird!
Den Hirten auf dem Felde stand für eine kurze Zeit der Himmel offen: Die Engel priesen Gott, und sie verkündeten eine große Freude, die allen zuteilwerden sollte, die auf das Kommen des Erlösers warteten. Für diese einfachen und doch so tief aufgeschlossenen Menschen auf dem Felde brauchte es keine weiteren Beweise; sie machten sich auf und fanden das Kind in der Krippe. In ihm erkannten sie die Liebe Gottes, und das genügte ihnen!
Lesen Sie die Predigt am Hochfest der Geburt des Herrn (Christtag) im Wortlaut!
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24.12.2012 12:43:44
Ein Kind ist uns geboren
(stjosef.at/predigten)(JSp) Weihnachten ist für uns Christen das Fest der Geburt des Erlösers Jesus Christus im Stall von Bethlehem. Mit seinem Kommen, das sich so unscheinbar vollzogen hat, wurde dennoch eine Wende in der Menschheitsgeschichte eingeleitet, sodass wir im Kalender die Jahre vor und nach der Geburt Christi zählen.
Welchen Stellenwert geben wir dem Weihnachtsfest? Was bedeutet Weihnachten für uns? Für viele Menschen zählt Weihnachten als Fest der Familie, wo man sich trifft und beisammen ist und verschiedene Geschenke austauscht. Der im Vorfeld auftretende Trubel, ja auch die mitunter aufdringliche Werbung sowie der damit verbundene Kommerz lassen allerdings das Eigentliche von Weihnachten in den Hintergrund treten. Dies gilt es neu zu entdecken!
Denn warum ist Weihnachten ein Fest familiärer Gemeinschaft, ein Fest auch des Schenkens? Die feierliche Liturgie dieser „Heiligen Nacht“ gibt uns die Antwort: Wir feiern Weihnachten, weil Gott Mensch geworden ist und uns liebt.
Lesen Sie die Predigt zur Christmette 2012 in vollem Wortlaut!
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21.12.2012 23:18:40
Schwerpunktthema Familie
(radiovatikan.de) Vom Glauben gehalten können Christen „offen und angstfrei in jeden Dialog eintreten.“ So lässt sich der Grundton der Weihnachtsansprache des Papstes für die vatikanische Kurie zusammenfassen. Der Papst gab einen Überblick über die Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres und damit über die großen Themen: Die Familie, wie sie beim Familientreffen in Mailand aber auch bei der Bischofssynode immer wieder Thema war, der Dienst zum Frieden in der Welt und der Dialog der Religionen, und drittens die Frage der erneuerten Verkündigung.
Ein Schwerpunktthema des Papstes war die Familie, die er als stark und lebendig, aber auch „bis auf den Grund bedroht“ charakterisierte. In all den Diskussionen um die Familie werde vor allem eines deutlich:
„Dass es bei der Frage nach der Familie nicht nur um eine bestimmte Sozialform geht, sondern um die Frage nach dem Menschen selbst – um die Frage, was der Mensch ist und wie man es macht, auf rechte Weise ein Mensch zu sein.“
Als erstes Problem benannte der Papst die Frage der Bindungsfähigkeit des Menschen: Lebenslanges sich Binden werde als der Freiheit und dem menschlichen Wesen widersprechend wahrgenommen, so als verhindere es Selbstverwirklichung.
„Die Absage an die menschliche Bindung, die sich von einem falschen Verständnis der Freiheit und der Selbstverwirklichung her wie in der Flucht vor der Geduld des Leidens immer mehr ausbreitet, bedeutet, dass der Mensch in sich bleibt und sein Ich letztlich für sich selbst behält, es nicht wirklich überschreitet. Aber nur im Geben seiner Selbst kommt der Mensch zu sich selbst, und nur indem er sich dem anderen, den anderen, den Kindern, der Familie öffnet, nur indem er im Leiden sich selbst verändern lässt, entdeckt er die Weite des Menschseins. Mit der Absage an diese Bindung verschwinden auch die Grundfiguren menschlicher Existenz: Vater, Mutter, Kind; es fallen wesentliche Weisen der Erfahrung des Menschseins weg.“
Als zweite Dimension dieses Themas neben der Bindungslosigkeit entwickelte der Papst seine Gedanken zur Gender-Theorie. Diese besage, dass sich das Geschlecht in der Gesellschaft ergebe, zu Mann und Frau werde man erst gemacht.
„Das Geschlecht ist nach dieser Philosophie nicht mehr eine Vorgabe der Natur, die der Mensch annehmen und persönlich mit Sinn erfüllen muss, sondern es ist eine soziale Rolle, über die man selbst entscheidet, während bisher die Gesellschaft darüber entschieden habe. Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, dass er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist.“
Das sei schlicht ein Leugnen der Natur, so der Papst. Diese Vorstellung des Menschen leugne, dass ihm etwas vorgegeben sei, dass es die menschliche Natur sei, die von Gott gewollt sei.
„Es gilt nicht mehr, was im Schöpfungsbericht steht: „Als Mann und Frau schuf ER sie“ (Gen 1, 27). Nein, nun gilt, nicht ER schuf sie als Mann und Frau; die Gesellschaft hat es bisher getan, und nun entscheiden wir selbst darüber. Mann und Frau als Schöpfungswirklichkeiten, als Natur des Menschen gibt es nicht mehr. Der Mensch bestreitet seine Natur. Er ist nur noch Geist und Wille. Die Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber. Es gibt nur noch den abstrakten Menschen, der sich dann so etwas wie seine Natur selber wählt.“
Gott habe den Menschen aber als sich ergänzend, als Mann und Frau, geschaffen. Wer diese Dualität bestreite, bestreite auch die Wirklichkeit von Familie, auch das Kind verliere damit „seinen Ort und seine Würde.“
„Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt. Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, dass dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.“
Lesen Sie die ganze Ansprache des Papstes im Wortlaut!
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21.12.2012 23:13:18
Maria und Elisabeth - Begegnung im Heiligen Geiste
(stjosef.at/predigten) (JSp) it dem 4. Adventsonntag gehen wir fast unmittelbar auf das Weihnachtsfest zu: nur zwei Tage trennen uns noch vom Hochfest der Geburt Christi (25.12.)!
Im Evangelium nach Lukas besucht Maria ihre Verwandte Elisabeth. Es begegnen einander zwei Frauen, die jeweils ein Kind unter ihrem Herzen tragen. Die Jungfrau Maria hat ihren Sohn Jesus vom Heiligen Geist empfangen. Elisabeth ist schon hohen Alters und galt als unfruchtbar. Dennoch hat es Gott auf wunderbare Weise bewirkt, dass sie von ihrem Mann Zacharias schwanger geworden ist. Ihr Kind wird Johannes heißen und dem Herrn vorangehen.
Es sind zwei Frauen in freudiger Erwartung, die sich zu freundschaftlicher Begegnung treffen. Eine jede weiß um das Geheimnis und die Hoffnung der anderen: Maria war vom Engel darüber unterrichtet worden, dass ihre Verwandte Elisabeth nun schon im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft sei. Dies war eine Bestätigung des Wirkens Gottes; denn: „Bei Gott ist nichts unmöglich“ (Lk 1,37). Und umgekehrt wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erleuchtet, sodass sie beim Besuch ihrer jungen Verwandten Maria voll Freude und Ergriffenheit ausrief: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,43).
Lesen Sie die Predigt zum 4. Adventsonntag 2012 in vollem Wortlaut!
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