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26.01.2013 00:04:25
Zuverlässige Kunde von allem, was Gott für uns getan hat
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am Anfang seines Evangeliums begründet Lukas gegenüber einem gewissen Theophilus, warum er denn seinen Bericht über das Leben Jesu verfasst hat. Es geht ihm um eine zuverlässige Darstellung all dessen, was um unseres Heiles willen an und durch Jesus Christus geschehen ist. Eben deshalb hat Lukas gründlich recherchiert und verschiedene Augen- und Ohrenzeugen der Geschehnisse befragt.
Dieses Selbstzeugnis des Evangelisten ist auch für uns hilfreich: Denn 2000 Jahre nach Christi Geburt sind wir auf Quellen und Zeugnisse angewiesen, denen wir vertrauen können. Im Lukasevangelium, aber auch in den anderen Evangelien wird uns die Heilsgeschichte näher gebracht, damit wir uns im Glauben für Gott und sein Wort öffnen.
Das Zweite Vatikanische Konzil hat in „Dei Verbum“, Nr. 19, erklärt: „Unsere heilige Mutter, die Kirche, hat entschieden und unentwegt daran festgehalten und hält daran fest, dass die vier genannten Evangelien, deren Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht, zuverlässig überliefern, was Jesus, der Sohn Gottes, in seinem Leben unter den Menschen zu deren ewigem Heil wirklich getan und gelehrt hat bis zu dem Tag, da er aufgenommen wurde (vgl. Apg 1,1-2). Die Apostel haben nach der Auffahrt des Herrn das, was er selbst gesagt und getan hatte, ihren Hörern mit jenem volleren Verständnis überliefert, das ihnen aus der Erfahrung der Verherrlichung Christi und aus dem Licht des Geistes der Wahrheit zufloss. Die biblischen Verfasser aber haben die vier Evangelien redigiert, indem sie einiges aus dem vielen auswählten, das mündlich oder auch schon schriftlich überliefert war, indem sie anderes zu Überblicken zusammenzogen oder im Hinblick auf die Lage in den Kirchen verdeutlichten, indem sie schließlich die Form der Verkündigung beibehielten, doch immer so, dass ihre Mitteilungen über Jesus wahr und ehrlich waren. Denn ob sie nun aus eigenem Gedächtnis und Erinnern schrieben oder auf Grund des Zeugnisses jener, ‚die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren’, es ging ihnen immer darum, dass wir die Wahrheit der Worte erkennen sollten, von denen wir Kunde erhalten haben (vgl. Lk 1,2-4).“
Lesen Sie die Predigt für den 3. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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24.01.2013 22:29:41
Stellungnahme zu Abtreibung nach Vergewaltigung
(news.stjosef.at) Der St. Pöltner Moraltheologe Josef Spindelböck hat auf Anfrage von kath.net folgende grundsätzliche Stellungnahme zur Situation von Frauen nach einer Vergewaltigung abgegeben:
Eine Vergewaltigung stellt für eine Frau ein schlimmes und oft auch traumatisches Ereignis dar. Betroffenen Frauen darf der nötige menschliche und fachliche Beistand nicht verweigert werden. Zugleich gilt es, der Frau zu helfen, im Falle einer Schwangerschaft Ja zu sagen zum Kind, dessen Leben von der Empfängnis an heilig und unverletzlich ist. Eine Abtreibung ist keine wirkliche Hilfe für eine betroffene Frau. Die Abtreibung würde dem Unrecht, das die Frau durch eine Vergewaltigung erleiden musste, ein neues Unrecht gegenüber dem Kind durch dessen Tötung hinzufügen, was in diesem Fall freilich nicht die situativ überforderte Frau zu verantworten hätte, sondern zuerst der Vergewaltiger, welcher die Frau in diese ausweglose Lage gebracht hat, aber auch jene, die ihr zu einer Abtreibung raten oder bei der Durchführung einer solchen mitwirken.
Da bei einer „Pille danach“ (Levonorgestrel) die Verhinderung der Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle in die Gebärmutter der Frau bewirkt werden kann (sog. „Frühabtreibung“), ist deren Einnahme nicht zu befürworten.
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Lesen Sie auch: Hintergründe zum Kölner Vergewaltigungsfall.
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24.01.2013 22:25:05
Das Fischernetz Petri und das Netz der Medien
(radiovatikan.de) Soziale Netzwerke: Portale der Wahrheit und des Glaubens; neue Räume der Evangelisierung“: So lautet der Titel der Papstbotschaft zum Medientag der Kirche. Wie alle Formen der Kommunikation finde auch in den sozialen Netzwerken im Internet Gemeinschaftsbildung statt, so die Botschaft. Es gehe nicht nur um den Austausch von Information, sondern letztlich um Selbstmitteilung. Damit dies gelingen könne, nennt der Papst vier Kriterien: Respekt, Rücksicht auf die Privatsphäre, Verantwortlichkeit und das Bemühen um die Wahrheit. Kritisch äußert sich der Papst darüber, dass in sozialen Netzwerken Klickzahlen mehr zählten als die Inhalte und Beliebtheit die Bedeutung verdränge. Soziale Netzwerke sind keine rein virtuellen Welten oder Parallelgesellschaften, sondern sind Teil der täglichen Lebenswelt vieler Menschen, hebt Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Welttag der Medien hervor.
Lesen Sie die Papstbotschaft in voller Länge!
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22.01.2013 22:36:57
Der gute Weg: eine Broschüre über Ehe, Familie und Sexualität
(presse.kirche.at) Warum besteht die Kirche eigentlich auf ihren Positionen zur Sexualität? Warum sind Katholiken gegen Pille und Kondome und leben die Natürliche Empfängnisregelung? Ist das nicht unzeitgemäß? Oder stimmt es sogar, dass immer mehr Paare diesen Weg gehen? Dass es gerade heute sinnvoll ist? Dass man damit... glücklich wird?
Diesen und anderen Fragen geht Klaus Küng als Referatsbischof für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz in einer neuen Broschüre nach. Sie ist klein, handlich, passt in die hintere Hosentasche und behandelt viele brisante Fragen. Zudem enthält sie die aktuellsten Links, um sich auch praktisch über das Thema zu informieren, und Literaturhinweise. Bischof Küng in seinem Vorwort: „Angesichts einer zunehmenden Orientierungslosigkeit sind es die bewährten Lebensweisen, die langfristig wirklich erfüllende Antworten geben. Sie lassen Paare tiefer in der Liebe wachsen und bestehen auch vor moderner Forschung und Wissenschaft. Der 'Gute Weg' ist eine Einladung an viele, sich auf den 'katholischen Weg' einzulassen.“
Die Broschüre sieht man sich am Besten auf der Webseite www.derguteweg.at an, wo man alle Links findet und den Text als pdf-Dokument herunterladen kann. Wer es gerne gedruckt hat, kann die Broschüre auch über bischof.sekretariat@kirche.at bestellen.
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19.01.2013 12:34:52
Alle sollen eins sein
(stjosef.at/predigten) (JSp) Vom 18. bis zum 25. Jänner begehen wir die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. Das besondere Anliegen der Kirche ist es, für die Einheit all jener Menschen zu beten, die sich zwar zu Jesus Christus bekennen, aber infolge des Erbes unglücklicher Entscheidungen und Entwicklungen von der katholischen Kirche getrennt sind. Gerade das Papstamt, welches nach dem Willen Christi ja das sichtbare Fundament der Einheit in der Kirche ist (vgl. Lumen gentium 18 und 23), ist für manche von der Kirche getrennte Gemeinschaften zum Stein des Anstoßes geworden.
Das 2. Vatikanische Konzil fasst in seinem Dekret über den Ökumenismus diesen Sachverhalt folgendermaßen zusammen: „Die Einheit aller Christen wiederherstellen zu helfen ist eine der Hauptaufgaben des Heiligen Ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzils. Denn Christus der Herr hat eine einige und einzige Kirche gegründet, und doch erheben mehrere christliche Gemeinschaften vor den Menschen den Anspruch, das wahre Erbe Jesu Christi darzustellen; sie alle bekennen sich als Jünger des Herrn, aber sie weichen in ihrem Denken voneinander ab und gehen verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt wäre (vgl. 1 Kor 1,13). Eine solche Spaltung widerspricht aber ganz offenbar dem Willen Christi, sie ist ein Ärgernis für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen“ (UR 1).
Gott selber ist ja ein Geheimnis heiliger Einheit des Wesens in drei göttlichen Personen. Und so bittet Jesus den himmlischen Vater im hohepriesterlichen Gebet, dass alle an ihn Glaubenden eins sind: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21).
Lesen Sie die Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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14.01.2013 23:20:13
Maria als mütterliche Gefährtin des Erlösers
(presse.kirche.at/kathpress.at) Bei einem mariologischen Kongress am Wochenende in Wien standen Präzisierungen des Terminus "Miterlöserin" in Bezug auf Maria im Mittelpunkt von theologischen Vorträgen und Diskussionen. Diese Präzisierungen sind deshalb notwendig, weil der Ausdruck "Miterlöserin" unter Theologen als missverständlich gilt.
Das Konzil etwa hatte es vermieden, von Maria als "Miterlöserin" zu sprechen, auch die anderen Titel - "Mittlerin" und "Fürsprecherin" - wurden nur in einer sehr nüchternen Weise gebraucht. Schon Pius XII. hatte, wie alle Päpste nach ihm, bewusst den Titel "Miterlöserin" nicht gebraucht.
Maria sei eine "Gefährtin der Erlösung" und habe durch ihr "Ja" zum Plan Gottes "Anteil am Erlösungswerk", sagte der Abt von Stift Heiligenkreuz und Träger des "Theologie-Oscars" Maximilian Heim bei der Tagung. Heim war im Vorjahr mit dem Preis der Stiftung Papst Benedikt XVI./Joseph Ratzinger ausgezeichnet worden.
Der Abt stellte klar, dass Marias "menschliches Ja" als Folge jener Gnade gesehen werden müsse, die sie von Gott empfangen habe. Einziger Mittler zur göttlichen Erlösung sei aber Jesus Christus.
Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng sagte, Maria sei durch ihre große Nähe zu Christus in besonderem Maße Vorbild. Eine nähere Auseinandersetzung mit Maria führe letztlich immer zu Christus.
Maria sei auch Vorbild der Kirche, gelte es doch "Christus unter dem Herzen zu tragen und ihn in unsere Welt zu bringen", so Küng über die besondere Rolle der Mutter Gottes, die für alle Christen beispielgebend sei.
Küng setzte sich auch mit der aktuellen Debatte zum Priestertum auseinander. Das Weihepriestertun sei vom Wesen her verschieden vom Allgemeinen Priestertum. Angelehnt an das biblische Bild des Hirten erklärte der Bischof, dass neben einer besonderen Sorge um die Herde eine notwendige, geliehene Autorität sowie eine besondere Verantwortung vor Gott das Weihepriestertum charakterisiere.
Auch wenn die Bedeutung des Amtspriestertums außer Frage gestellt sei, sei es Aufgabe jedes Christen, so wie Maria "Christus zu sein und für andere Christus zu werden". Küng hob hervor, dass die Familie und der Arbeitsplatz als die vorrangige Betätigungsfelder des Laienapostolates gesehen werden sollten.
Auch der Grazer Dogmatikprofessor Bernhard Körner bekräftigte die absolute Notwendigkeit der Weihe, sei doch nach katholischem Verständnis ohne geweihte Priester "keine Kirche möglich". Im Blick auf den Terminus "Miterlöserin" betonte er, dass das "Erlösungswerk Christi nicht ergänzungsbedürftig" sei, Maria jedoch auf "einzigartige Weise" Christus Raum gegeben habe. Diese "Gabe unserer selbst" sieht Körner als die grundlegende Form der Teilhabe an.
Zudem verwies auch Körner auf die Bedeutungskraft des Begriffes "Stellvertretung" sowohl für Amtsträger als auch für Laien. Der stellvertretende Dienst eines Priesters dürfe dabei jedoch nicht als "Vertretung eines Abwesenden" gesehen werden, sondern bedeute vielmehr, "dass sich der Herr durch den Dienst des Priesters zeichenhaft vergegenwärtigen lässt". Die Stellvertretung Christi komme aber selbstverständlich allen Christen zu, und konkret könne man sie "durch das Gebet für andere" ausüben.
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12.01.2013 12:40:27
Deutsche Bischöfe wollen neues Forschungsprojekt zur Aufarbeitung von Missbrauch
(kirchensite.de) Nachdem die Deutsche Bischofskonferenz die Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer bei der Erforschung von Fällen sexuellen Missbrauchs beendet hat, greifen sich beide Seiten scharf an. Pfeiffer warf den Bischöfen "Zensur" vor, diese verwahrten sich dagegen. Beobachter mahnten, die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle fortzusetzen.
In Radio-Interviews sagte Pfeiffer am Mittwoch (09.01.2013), es sei vereinbart gewesen, dass das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in Hannover die Ergebnisse seiner Studie der Kirche vor der Veröffentlichung vorlege. Dies sei "ganz üblich". Dann aber hätten zum Beispiel das Erzbistum München und das Bistum Regensburg gefordert, die Texte nur nach schriftlicher Genehmigung der Kirche zu veröffentlichen: "Das war Zensur, dem haben wir uns nicht gebeugt."
Pfeiffer sagte, ihm sei "zugetragen" worden, dass in den Diözesen teilweise Akten vernichtet worden seien. Eine Nachfrage des Instituts bei allen Bischöfen sei komplett unbeantwortet geblieben. Der KFN-Direktor führte die Kündigung des Vertrags auf Ängste vor dem Ergebnis der Ermittlungen zurück.
Der Leiter einer geplanten neuen Studie müsse im Blick haben, sagte Pfeiffer, dass die Unterschrift der Bischofskonferenz unter den Vertrag noch nicht die Sicherheit gebe, "dass die einzelnen Diözesen mitmachen". Die Kirche wolle aufklären, "wenn sie die Kontrolle über die Ergebnisse hat".
Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, wies den Vorwurf zu weit gehender Kontrolle und jeden Zensurverdacht zurück. Da es bei der Erforschung von Personalakten von Geistlichen um sehr sensible Fragen von Datenschutz und um Persönlichkeitsrechte gehe, habe sich der Bischofskonferenz die Frage gestellt, wie sich die wissenschaftliche Freiheit mit dem Schutz von Personen vereinen lasse, sagte Ackermann im "Deutschlandradio Kultur". In dieser Frage sei eine Einigung mit Pfeiffer leider gescheitert. Die Bischöfe "wollen ein ähnliches Projekt", sagte Ackermann. Von einem Rückzieher in der Aufarbeitung könne keine Rede sein.
Lesen Sie den Kommentar des Jesuiten P. Eckhard Bieger!
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12.01.2013 12:35:10
Jesus tauft mit Heiligem Geist und mit Feuer
(stjosef.at/predigten) (JSp) Mit dem Fest der Taufe des Herrn endet die liturgische Weihnachtszeit gemäß der ordentlichen Form des römischen Ritus. Die Taufe Jesu durch Johannes am Jordan ist ein Offenbarungsgeschehen: Der himmlische Vater macht im Zeichen der Taube den Sohn kund, an dem er Gefallen gefunden hat. Die Taube aber steht für den Heiligen Geist.
Nach dieser öffentlichen Vorstellung Jesu durch den himmlischen Vater beginnt Jesus seine Lehr- und Predigttätigkeit. Johannes der Täufer hat ihn angekündigt und die Menschen auf ihn vorbereitet. Er tritt jetzt in die zweite Reihe und lässt Jesus wirken. Denn dieser ist es, der mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen wird.
Was soll das heißen: Jesus tauft mit Heiligem Geist und mit Feuer? Der Heilige Geist ist die dritte göttliche Person. Jesus ist der mit dem Heiligen Geist Gesalbte, der Messias, der Christus. Die Taufe, welche Jesus verkündet, ist eine Taufe im Heiligen Geist. Hier werden die Menschen nicht mehr bloß auf die Vergebung der Sünden vorbereitet wie bei der Bußtaufe des Johannes, sondern die christliche Taufe bewirkt als solche das Geschehen der Rechtfertigung des Sünders vor Gott. Gott nimmt Wohnung im Herzen des getauften Menschen; der Mensch wird zu einem Tempel des Heiligen Geistes.
Wenn Johannes dann vom Feuer spricht, mit dem die Taufe Jesu verbunden ist, so kann damit nur das göttliche Feuer der Liebe gemeint sein.
Lesen Sie die Predigt zum Fest der Taufe des Herrn (13.01.2013) in vollem Wortlaut!
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05.01.2013 12:44:58
Dem Stern von Bethlehem folgen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Eine geheimnisvolle Himmelserscheinung – es war ein hell strahlendes Licht, ein wunderbarer Stern – wies den Weisen aus dem Morgenland den Weg zum neugeborenen König der Juden. Sie fanden dieses Königskind allerdings nicht im Palast des Königs Herodes in Jerusalem, sondern in der Armut des Hauses von Bethlehem, betreut von seiner Mutter Maria und beschützt vom heiligen Josef.
Weil diese Sterndeuter aber mit ihrem Herzen tiefer sahen, wurde ihnen im Glauben klar: Das ist der von Gott gesandte Messias, der Retter und Heiland. Er ist gekommen nicht nur für das Volk Israel, sondern für die ganze Welt!
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn im Wortlaut!
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31.12.2012 13:35:25
Todesstrafe für den Papst? Ein Musikprofessor disqualifiziert sich selbst
(kathpress.at) Die Empfehlung der Todesstrafe für Papst Benedikt XVI. durch einen Grazer Musikwissenschaftler "überschreitet jede zulässige Form von Kirchenkritik, ist geschmacklos und zeigt Unkenntnis der Sachlage": So hat der Presse- und Medienverantwortliche der Österreichischen Bischofskonferenz, Paul Wuthe, die jüngsten Aussagen von Richard Parncutt über Papst Benedikt XVI. verurteilt. Das über die Medien verbreitete Pamphlet lasse "sowohl intellektuelle Redlichkeit als auch den grundlegenden Respekt, der jedem Menschen gebührt, völlig vermissen", so Wuthe wörtlich in einer Stellungnahme.
Parncutt, ein aus Australien stammender Professor für Systematische Musikwissenschaften an der Universität Graz, hatte sich jüngst in seinem Blog auf dem Webspace der Universität mit einem Pamphlet über die kirchlich verbotene Empfängnisverhütung geärgert und den Papst und andere kirchliche Amtsträger dabei für Millionen Aids-Tote verantwortlich gemacht. Dem Papst und seinen Beratern empfahl Parncutt dafür die Todesstrafe, genauso wie jenen, die maßgeblich für die Erderwärmung verantwortlich sind.
Wie Wuthe unterstreicht, enthält Parncutts Text "einseitige und falsche Behauptungen". Übersehen werde, dass gerade die katholische Kirche jene Institution sei, die sich weltweit am stärksten im Kampf gegen HIV/Aids engagiert. "Rund ein Viertel aller Aktivitäten in diesem Bereich wird von katholischen Organisationen getragen. Auch sind die von der Kirche empfohlene sexuelle Enthaltsamkeit und eheliche Treue sichere und wirksame Wege, um HIV/Aids nachhaltig zu bekämpfen, was unabhängige Studien belegen", so der Sprecher der Bischofskonferenz.
Als "erfreulich" bezeichnete es Wuthe, dass die Leitung der Universität Graz sich klar von den Aussagen eines Mitglieds ihres Professorenkollegiums distanziert habe und das Pamphlet von der Internetseite der Universität entfernt hat.
Wie ein Sprecher der Universität bekanntgab, habe man erst infolge zahlreicher Beschwerdebriefe Kenntnis von der Veröffenlichtung erhalten. "Entsetzt und bestützt" habe man umgehend klargestellt, dass die Meinung Parncutts nicht jener der Universität entspreche. Der problematische Text wurde durch eine Entschuldigung des Autors ersetzt, der wiederum vom Rektorat zu einem Gespräch eingeladen wurde.
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31.12.2012 13:32:33
Die Mutter unseres Herrn und Gottes Jesus Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Beginn des bürgerlichen Jahres fällt zusammen mit dem Oktavtag von Weihnachten. Gemäß der Erzählung des Lukasevangeliums wurde das Jesuskind am achten Tag nach seiner Geburt dem jüdischen Gesetz entsprechend beschnitten. Es erhielt den Namen Jesus, was so viel heißt wie „Gott rettet“, „Gott erlöst“.
In der Liturgie der Kirche beginnt das neue Jahr mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria. Eine Frau stand am Anfang der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Gott wollte nicht bloß irgendwie eintreten in unsere Welt, sondern er wurde „geboren von einer Frau“, wie es in der Lesung aus dem Galaterbrief heißt. Gott wollte als Kind zu uns kommen, und ein Kind braucht eine Mutter, die für es da ist, ihm Liebe schenkt und für es sorgt.
Es war eine besondere Berufung für Maria, die Jungfrau, dass sie die Mutter des Sohnes Gottes werden sollte. Im Namen der ganzen Menschheit hat sie ihr frauliches Ja-Wort gegeben, als ihr der Engel Gabriel die frohe Botschaft verkündete. Sie glaubte der Botschaft und vertraute sich ganz dem Wirken des Heiligen Geistes an, der in ihr das Wunder der jungfräulichen Empfängnis bewirken sollte.
Lesen Sie die ganze Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria (01.01.2013) im Wortlaut!
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29.12.2012 13:35:03
Fest der Heiligen Familie: sich gemeinsam auf Gott hin ausrichten
(stjosef.at/predigten) (JSp) Am Sonntag innerhalb der Weihnachtsoktav steht die Heilige Familie als ganze vor unseren Augen. Sie gehören ja zusammen, wie wir sie auch in den Weihnachtskrippen aufgestellt sehen: das Jesuskind, seine Mutter Maria sowie der heilige Josef als väterlicher Beschützer des Jesuskindes und als jungfräulicher Gemahl Marias.
Wie kann uns die Heilige Familie als Vorbild für unsere Familien vermittelt und nahegebracht werden? Es könnte jemand sagen: Die Heilige Familie ist mir zu ideal; unsere eigenen Familien hier in dieser Welt sind von Problemen verschiedenster Art betroffen. Wo finden wir da einen Vergleichspunkt, ja ein wirkliches Vorbild, das uns auch für das eigene Leben weiterhilft?
Erstens aber können wir feststellen: Auch in unseren eigenen Familien findet sich beides – nämlich Ideale, die immer wieder ein Stück weit verwirklicht werden und insofern gelingen, aber auch Herausforderungen und Schwierigkeiten, die uns dennoch nicht entmutigen sollen. Und zweitens gilt ja: Die Heilige Familie war zwar insofern perfekt und ideal, als es in ihr die Sünde nicht gab. Es wurde aber den einzelnen Mitgliedern dieser Familie von Gott her dennoch vieles zugemutet, was mit Schwierigkeiten und so manchen leidvollen Erfahrungen verbunden war.
Eine solche Situation wird uns im Evangelium dieses Sonntags geschildert: der 12-jährige Jesus nimmt erstmals an der Tempelwallfahrt teil.
Lesen Sie die Predigt am Fest der Heiligen Familie in vollem Wortlaut!
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25.12.2012 19:53:51
Papstworte zu Weihnachten
(radiovatikan.de) Beten wir in dieser Stunde für die Menschen, die heute (in Bethlehem) leben und leiden. Beten wir darum, dass dort Friede sei. Beten wir darum, dass Israelis und Palästinenser im Frieden des einen Gottes und in Freiheit ihr Leben entfalten können. Beten wir auch für die umliegenden Länder, für den Libanon, für Syrien, den Irak und so fort: dass dort Friede werde.“
Bethlehem war das Zentrum der Christmette, die Papst Benedikt XVI. an diesem Montag im Petersdom feierte, und zwar das biblische wie das reale. Bereits am Nachmittag hatte der Papst sein Friedenslicht am Licht von Bethlehem angezündet, seitdem brennt es im Fenster seines Arbeitszimmers. In seiner Predigt nahm der Papst immer wieder Bezug auf den Ort der Menschwerdung, und das auch metaphorisch: Wir sollten aus einem selbstbezogenen Denken hinaus und hinübergehen nach Bethlehem zum menschgewordenen Gott. Angesichts der überfüllten Herbergen, die Josef und Maria auf ihrem Weg nach Bethlehem nicht aufnehmen konnten, müssten wir uns auch selber fragen, ob wir denn für Gott bereit wären (Link).
Frieden für Syrien und den Nahen Osten – dazu hat Papst Benedikt XVI. am ersten Weihnachtsfeiertag aufgerufen. Auch auf Umbrüche und Spannungen in Afrika und auf die Situation der Religionen in der Volksrepublik China ging der Papst in seiner Weihnachtsansprache auf dem Petersplatz ein. Von der Mittelloggia der Vatikanbasilika aus spendete Benedikt XVI. danach den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ an Rom und den Erdkreis. Zuvor richtete er Weihnachtsgrüße in 65 Sprachen an alle Welt. Mehrere zehntausend Menschen, darunter zahlreiche internationale Pilger und Besucher, wohnten in diesem Jahr in Rom den Festtagszeremonien bei. - Lesen Sie mehr!
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25.12.2012 19:52:13
Stephanus - ein Blutzeuge des Glaubens an Christus
(stjosef.at/predigten) (JSp) Womit hat sich der heilige Stephanus, den wir heute feiern, so viele Schwierigkeiten eingehandelt, sodass er sogar sterben musste? Es war sein klares und furchtloses und daher auch öffentliches Bekenntnis zu Jesus Christus als dem von Gott gesandten Erlöser der Menschen!
Wenn Menschen von heute den Bericht vom Martyrium des hl. Stephanus hören, fragen sie vielleicht: Musste das alles sein? Hätte sich Stephanus das nicht ersparen können? Er hätte ja nur ein wenig leiser treten müssen. Wenn er weniger aufdringlich gepredigt hätte, wenn er mehr Rücksicht genommen hätte auf die Befindlichkeiten seiner jüdischen Zuhörer, dann hätte er sein Leben bestimmt retten können. So und ähnlich kann man argumentieren.
Darin aber liegt ein Missverständnis: Nicht Stephanus war intolerant, sondern seine Gegner zeigten ihm offen ihre Feindseligkeit und konnten es nicht ertragen, dass er mit der Kraft seiner Worte die Botschaft vom Heil verkündete. Stephanus selber hat gerade auf jede Art von Gewalt verzichtet; er war bereit lieber selber Unrecht zu erleiden als Unrecht zu tun. Im Sterben hat er für seine Feinde gebetet!
Stephanus zeigt uns aber auch: Die Glaubensüberzeugung eines Menschen ist kein Randthema; sie betrifft den Kernbereich der persönlichen Existenz.
Lesen Sie die Predigt zum Fest des hl. Stephanus im Wortlaut!
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24.12.2012 13:45:39
Staunend glauben und Freude erfahren
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Hirten auf dem Felde, denen die Engel die frohe Botschaft verkündeten, besaßen die Fähigkeit des Staunens über all das Wunderbare, was Gott denen schenkt, die ihn suchen und lieben.
Es gibt Momente im Leben, da werden wir besonders ergriffen: sei es durch ein faszinierend-schönes Naturerlebnis, sei es durch ein Ereignis mitmenschlicher Begegnung und Nähe, sei es auch durch die Erfahrung der göttlichen Zuwendung und seines Erbarmens. Glücklich der Mensch, welcher es versteht, in solchen Augenblicken innezuhalten und das Herz weit zu öffnen für all das Wahre, Gute und Schöne, das uns geschenkt wird!
Den Hirten auf dem Felde stand für eine kurze Zeit der Himmel offen: Die Engel priesen Gott, und sie verkündeten eine große Freude, die allen zuteilwerden sollte, die auf das Kommen des Erlösers warteten. Für diese einfachen und doch so tief aufgeschlossenen Menschen auf dem Felde brauchte es keine weiteren Beweise; sie machten sich auf und fanden das Kind in der Krippe. In ihm erkannten sie die Liebe Gottes, und das genügte ihnen!
Lesen Sie die Predigt am Hochfest der Geburt des Herrn (Christtag) im Wortlaut!
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24.12.2012 13:43:44
Ein Kind ist uns geboren
(stjosef.at/predigten)(JSp) Weihnachten ist für uns Christen das Fest der Geburt des Erlösers Jesus Christus im Stall von Bethlehem. Mit seinem Kommen, das sich so unscheinbar vollzogen hat, wurde dennoch eine Wende in der Menschheitsgeschichte eingeleitet, sodass wir im Kalender die Jahre vor und nach der Geburt Christi zählen.
Welchen Stellenwert geben wir dem Weihnachtsfest? Was bedeutet Weihnachten für uns? Für viele Menschen zählt Weihnachten als Fest der Familie, wo man sich trifft und beisammen ist und verschiedene Geschenke austauscht. Der im Vorfeld auftretende Trubel, ja auch die mitunter aufdringliche Werbung sowie der damit verbundene Kommerz lassen allerdings das Eigentliche von Weihnachten in den Hintergrund treten. Dies gilt es neu zu entdecken!
Denn warum ist Weihnachten ein Fest familiärer Gemeinschaft, ein Fest auch des Schenkens? Die feierliche Liturgie dieser „Heiligen Nacht“ gibt uns die Antwort: Wir feiern Weihnachten, weil Gott Mensch geworden ist und uns liebt.
Lesen Sie die Predigt zur Christmette 2012 in vollem Wortlaut!
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22.12.2012 00:18:40
Schwerpunktthema Familie
(radiovatikan.de) Vom Glauben gehalten können Christen „offen und angstfrei in jeden Dialog eintreten.“ So lässt sich der Grundton der Weihnachtsansprache des Papstes für die vatikanische Kurie zusammenfassen. Der Papst gab einen Überblick über die Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres und damit über die großen Themen: Die Familie, wie sie beim Familientreffen in Mailand aber auch bei der Bischofssynode immer wieder Thema war, der Dienst zum Frieden in der Welt und der Dialog der Religionen, und drittens die Frage der erneuerten Verkündigung.
Ein Schwerpunktthema des Papstes war die Familie, die er als stark und lebendig, aber auch „bis auf den Grund bedroht“ charakterisierte. In all den Diskussionen um die Familie werde vor allem eines deutlich:
„Dass es bei der Frage nach der Familie nicht nur um eine bestimmte Sozialform geht, sondern um die Frage nach dem Menschen selbst – um die Frage, was der Mensch ist und wie man es macht, auf rechte Weise ein Mensch zu sein.“
Als erstes Problem benannte der Papst die Frage der Bindungsfähigkeit des Menschen: Lebenslanges sich Binden werde als der Freiheit und dem menschlichen Wesen widersprechend wahrgenommen, so als verhindere es Selbstverwirklichung.
„Die Absage an die menschliche Bindung, die sich von einem falschen Verständnis der Freiheit und der Selbstverwirklichung her wie in der Flucht vor der Geduld des Leidens immer mehr ausbreitet, bedeutet, dass der Mensch in sich bleibt und sein Ich letztlich für sich selbst behält, es nicht wirklich überschreitet. Aber nur im Geben seiner Selbst kommt der Mensch zu sich selbst, und nur indem er sich dem anderen, den anderen, den Kindern, der Familie öffnet, nur indem er im Leiden sich selbst verändern lässt, entdeckt er die Weite des Menschseins. Mit der Absage an diese Bindung verschwinden auch die Grundfiguren menschlicher Existenz: Vater, Mutter, Kind; es fallen wesentliche Weisen der Erfahrung des Menschseins weg.“
Als zweite Dimension dieses Themas neben der Bindungslosigkeit entwickelte der Papst seine Gedanken zur Gender-Theorie. Diese besage, dass sich das Geschlecht in der Gesellschaft ergebe, zu Mann und Frau werde man erst gemacht.
„Das Geschlecht ist nach dieser Philosophie nicht mehr eine Vorgabe der Natur, die der Mensch annehmen und persönlich mit Sinn erfüllen muss, sondern es ist eine soziale Rolle, über die man selbst entscheidet, während bisher die Gesellschaft darüber entschieden habe. Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, dass er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist.“
Das sei schlicht ein Leugnen der Natur, so der Papst. Diese Vorstellung des Menschen leugne, dass ihm etwas vorgegeben sei, dass es die menschliche Natur sei, die von Gott gewollt sei.
„Es gilt nicht mehr, was im Schöpfungsbericht steht: „Als Mann und Frau schuf ER sie“ (Gen 1, 27). Nein, nun gilt, nicht ER schuf sie als Mann und Frau; die Gesellschaft hat es bisher getan, und nun entscheiden wir selbst darüber. Mann und Frau als Schöpfungswirklichkeiten, als Natur des Menschen gibt es nicht mehr. Der Mensch bestreitet seine Natur. Er ist nur noch Geist und Wille. Die Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber. Es gibt nur noch den abstrakten Menschen, der sich dann so etwas wie seine Natur selber wählt.“
Gott habe den Menschen aber als sich ergänzend, als Mann und Frau, geschaffen. Wer diese Dualität bestreite, bestreite auch die Wirklichkeit von Familie, auch das Kind verliere damit „seinen Ort und seine Würde.“
„Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt. Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, dass dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.“
Lesen Sie die ganze Ansprache des Papstes im Wortlaut!
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22.12.2012 00:13:18
Maria und Elisabeth - Begegnung im Heiligen Geiste
(stjosef.at/predigten) (JSp) it dem 4. Adventsonntag gehen wir fast unmittelbar auf das Weihnachtsfest zu: nur zwei Tage trennen uns noch vom Hochfest der Geburt Christi (25.12.)!
Im Evangelium nach Lukas besucht Maria ihre Verwandte Elisabeth. Es begegnen einander zwei Frauen, die jeweils ein Kind unter ihrem Herzen tragen. Die Jungfrau Maria hat ihren Sohn Jesus vom Heiligen Geist empfangen. Elisabeth ist schon hohen Alters und galt als unfruchtbar. Dennoch hat es Gott auf wunderbare Weise bewirkt, dass sie von ihrem Mann Zacharias schwanger geworden ist. Ihr Kind wird Johannes heißen und dem Herrn vorangehen.
Es sind zwei Frauen in freudiger Erwartung, die sich zu freundschaftlicher Begegnung treffen. Eine jede weiß um das Geheimnis und die Hoffnung der anderen: Maria war vom Engel darüber unterrichtet worden, dass ihre Verwandte Elisabeth nun schon im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft sei. Dies war eine Bestätigung des Wirkens Gottes; denn: „Bei Gott ist nichts unmöglich“ (Lk 1,37). Und umgekehrt wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erleuchtet, sodass sie beim Besuch ihrer jungen Verwandten Maria voll Freude und Ergriffenheit ausrief: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,43).
Lesen Sie die Predigt zum 4. Adventsonntag 2012 in vollem Wortlaut!
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16.12.2012 22:28:53
Imago hominis 4/2012 zum Thema Pränataldiagnostik
(imabe.org) Die Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik sind in den vergangenen 20 Jahren rasant gestiegen – und damit der Druck, das Angebot auch in Anspruch zu nehmen. 80 Prozent der Schwangeren lassen mittlerweile eine über die vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen hinausgehende pränatale Diagnostik vornehmen. Aufgrund zunehmend eugenischer Tendenzen werden vorgeburtliche Untersuchungen aber inzwischen auch zwiespältig beurteilt. Worin bestehen heute Logik, Praxis und Folgen vorgeburtlicher Diagnostik? Dieser Frage gehen Experten verschiedenster Fachrichtung in der kommenden Ausgabe von Imago Hominis mit dem Schwerpunktthema „Pränatale Diagnostik“ nach.
Jeanne Nicklas-Faust (Ärztin und Bundesgeschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe) stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Studie vor, die sowohl das Schwangerschaftserleben von Frauen in Deutschland untersuchte als auch Aussagen zur Inanspruchnahme der Pränataldiagnostik (PND) ermöglicht. Erschreckend ist festzustellen, wie stark die Tests in Anspruch genommen werden – und wie wenig die Betroffenen über die Tests und deren Aussagekraft eigentlich wissen.
Der Sozialethiker Manfred Spieker (Universität Osnabrück) zeigt, wie sich schleichend der Bedeutungshorizont des Begriffs Verantwortung wandelt. Angesichts eines „vermeidbaren“ kranken Kindes schlägt Verantwortung um in die Pflicht, nur noch „qualitätsgesicherte“, gesunde Kinder zur Welt zu bringen.
Die medizinischen Aspekte der Pränataldiagnostik in ihren Möglichkeiten und Grenzen werden von Karl Radner (Facharzt für Frauenheilkunde und Gynäkologie, Wien) und dem Mediziner Walter Rella umfassend erörtert. Sie stellen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor und beleuchten die selten gestellte Frage, inwieweit pränatale Untersuchungen wie etwa zu häufiger Ultraschall selbst schon schädigende Nebenwirkungen auf das ungeborene Kind haben können.
Der Moraltheologe Josef Spindelböck (Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten) erörtert das ethische Dilemma, in das Ärzte geraten können, wenn sie vermuten müssen, dass die Information über eine etwaige Risikoschwangerschaft eine Abtreibung zur Folge haben wird. Welche Mittel stehen zur Verfügung, um einerseits umfassend über die Fakten zu informieren und andererseits die Frau in ihrer jeweiligen Situation zu unterstützen?
Ist nicht im Grunde jedes Leben eine „Zumutung“? In einem religionsphilosophischen Nachdenken geht Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (EUPHRat - Europäisches Institut für Philosophie und Religion, Heiligenkreuz) der Frage nach der Zumutbarkeit des Lebens nach. Dieses als Gabe anzunehmen widerspreche dem modernen Denken, zu dem die Planbarkeit des Lebens und die kontrollierte Fortpflanzung gehören, wodurch sich ethische Konflikte ergeben.
Anhand des jüngst auf den Markt gekommenen Bluttest zur Erkennung von Trisomie 21-Kindern (PraenaTest) zeigt Erika Feyerabend (BioSkop: Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien) die Hintergründe auf, wie es in der Schwangerenvorsorge – und im gesamten Gesundheitswesen – auch um Marktpotentiale, Forschungsinteressen, Patente und sehr viel Geld geht.
Eine Vorschau der Imago-Hominis-Ausgabe 4/2012 mit dem Schwerpunkt „Pränatale Diagnostik“ findet sich auf http://www.imabe.org/index.php?id=1522, das Einzelheft kann um 10 Euro bezogen werden.
Weitere Infos: http://www.imabe.org
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16.12.2012 22:27:10
St. Josef-Zeitschrift für 2012/13 erschienen
(verlag.stjosef.at) Das 17. Heft der Informationszeitschrift St. Josef der „Gemeinschaft vom heiligen Josef“ in Kleinhain bei St. Pölten ist für das „Jahr des Glaubens“ (2012/13) erschienen. In dieser Ausgabe finden sich Überlegungen zum Glaubensbekenntnis (Credo), zum 2. Vatikanischen Konzil, das vor 50 Jahren eröffnet wurde, und speziell auch zum hl. Josef. Es wird diesmal der hl. Ordensbruder André Bessette vorgestellt, der ein einzigartiges Heiligtum des hl. Josef in Montreal (Kanada) errichten ließ. Vorgestellt werden auch die Heiligen Scharbel Machluf (Libanon) und Teresa de Los Andes (Chile) sowie die neue Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen. Enthalten ist auch eine besondere Würdigung von Pfr. Otto Bayer aus See im Paznaun zu dessen 80. Geburtstag. Das „Josefsheft“ ist kostenlos erhältlich und kann online bestellt werden: http://verlag.stjosef.at
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15.12.2012 12:28:01
Bischof Küng über die hl. Eucharistie im 2. Vatikanum
(presse.kirche.at) „Eine erneuerte, am Glauben der Kirche orientierte Katechese über die Eucharistie ist unerlässlich“, betonte Bischof Klaus Küng bei einem Vortrag über die Bedeutung der Eucharistie im 2. Vatikanischen Konzil an der Philosophisch Theologischen Hochschule St. Pölten. Das Konzil habe in der Liturgiekonstitution „Sacrosactum Concilium“ und in der Konstitution über die Kirche „Lumen Gentium“ diesen Glauben dargelegt, die Mitwirkung der Gläubigen verdeutlicht und die Eucharistiefeier als Höhepunkt und Quelle allen kirchlichen Tuns und Lebens neu bewusst gemacht. Diese Erneuerung der Katechese über die Eucharistie müsse vor allem in der Ausbildung der Priester, Religionslehrer und aller, die einen Verkündigungsauftrag wahrnehmen, ansetzen.
Besondere Aufmerksamkeit gelte dabei dem, was das Konzil mit „voller, tätiger Teilnahme am liturgischen Leben“ gemeint hat, so Bischof Küng. Es zähle dabei in erster Linie die innere Teilnahme „im meditativen Nachvollzug und im Gebet“. Das Konzil habe den Wunsch gehabt, „dass die Texte verbessert und die Zeichen vereinfacht und für das heutige Empfinden leichter verständlich werden“, damit das Volk Gottes sie möglichst leicht erfassen und in voller, tätiger und gemeinschaftlicher Teilnahme mitfeiern könne, wie Küng ausführte. Dieser innere Mitvollzug gebe allem äußeren Mitwirken überhaupt erst den wahren Sinn. Papst Benedikt XVI. habe deshalb die notwendige gemeinsame Verinnerlichung als „Überlebensfrage der Liturgie als Liturgie“ bezeichnet.
Küng wies auf zwei „Fehlhaltungen“ in der Folge der Liturgiereform hin: Die eine sehe im 2. Vatikanischen Konzil „das Übel aller Übel“ und meine, darin die Ursache aller Fehlentwicklungen in den letzten Jahrzehnten zu erkennen. In Wirklichkeit sei das Konzil jedoch „ein prophetisches Wort am Ende des 20. Jahrhunderts und an der Schwelle einer neuen Epoche“, wie Küng betonte.
Die andere Fehlhaltung, die laut Küng überwunden werden müsse, bezeichne bereits die Wiederzulassung der alten Form des römischen Ritus als „nicht verzeihbare Todsünde“ und betrachte die bis jetzt vollzogene Liturgiereform als „non plus ultra“ ohne Möglichkeit zur Weiterentwicklung und Vertiefung. „Das stimmt so auch nicht.“
Küng wies auf eine öfter wiederholte Aussage von Papst Benedikt XVI. hin, nach der „die dringende Reform der Kirche in der Liturgie beginnt“. Das hänge damit zusammen, dass sie der Höhepunkt sei, dem alles kirchliche Tun zustrebe, und die Quelle, aus der das kirchliche Tun entspringe.
Als zentral für das Verständnis der Eucharistie bezeichnete Küng den Glauben an die „reale Gegenwart des Auferstandenen“ in der Liturgie. „Mit diesem Glauben steht und fällt die Liturgie und vor allem die Feier der Eucharistie.“ Wie Kardinal Koch siehe auch er, Küng, einen engen Zusammenhang zwischen der Krise der Liturgie und der Kirche mit einer Krise des Christusglaubens. Heutige Tendenzen zur „Entchristologisierung“ der liturgischen Gebetssprache würden auch eine „Entsakramentalisierung“ der Liturgie nach sich ziehen.
Notwendig sei als Ansatz „das gläubige Erkennen und das anbetende Tun in Liturgie und Alltag“, wie Küng abschließend sagte. In der Wiederentdeckung der mancherorts neu auflebenden eucharistischen Anbetung außerhalb der Eucharistie – sofern sie die Beziehung zur Eucharistiefeier wahre – sieht Küng eine positive Entwicklung. Die Haltung der Anbetung ist aber bei der Eucharistiefeier selber von größter Bedeutung, denn das Hochgebet sei „Anbetung schlechthin“.
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15.12.2012 12:08:02
Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Nur mehr eine Woche und zwei Tage trennen uns vom 25. Dezember, dem Weihnachtstag. Der heutige dritte Adventssonntag wird auch „Gaudete“ genannt: „Freuet euch!“
In der Lesung aus dem Propheten Zefanja kommt der Jubel darüber zum Ausdruck, dass Gott sich seinem Volk wieder zuwendet und alles Unheil von ihm fernhält. Die Botschaft lautet: „Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte“, und es klingt wie ein Hochzeitslied, denn Gott ist der Bräutigam seines Volkes, das er in Liebe erwählt hat. Gott selber „freut sich und jubelt über dich; er erneuert seine Liebe zu dir.“
Die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper zeigt uns auf, wie eine christliche Lebenshaltung aussehen soll. Alles steht unter dem Vorzeichen: „Der Herr ist nahe.“ Eben deshalb ermuntert Paulus seine Adressaten: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!“ Der Auftrag lautet, allen Menschen wohlwollend gegenüberzutreten und ihnen Gutes zu tun: „Eure Güte werde allen Menschen bekannt.“ Keine kleinliche Sorge soll das Herz erfüllen, sondern der Christ bringt in jeder Lage betend und flehend seine Bitten mit Dank vor Gott. Dann wird uns eine einzigartige Erfahrung zuteil: in unserem Herz herrscht der Friede Christi, der alles Verstehen übersteigt.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Adventsonntag C in vollem Wortlaut!
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08.12.2012 19:49:54
Papst Benedikt XVI. über das Geheimnis Marias
(radiovatikan.de) In Maria, der Muttergottes, öffnet sich die Menschheit Gott. Das betonte der Papst beim Angelus an diesem Samstag zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Weiter ging er auf die Bedeutung Mariens für den Glauben ein.
„Zum aktuellen ‚Jahr des Glaubens′ möchte ich betonen, dass Maria aufgrund der Gnade Gottes ohne Erbsünde empfangen wurde – aber auch, weil Gott in ihr und ihrem Glauben absolute Bereitschaft und Unterstützung gefunden hat“, so Papst Benedikt XVI. wörtlich in seiner italienischen Ansprache auf dem Petersplatz. Das strahlende Licht der Jungfrau Maria helfe auch, den wahren Sinn der Erbsünde zu begreifen: „Maria zeigt uns die vollkommene Gemeinschaft von Gott und Mensch. Zwischen ihr und Gott herrscht die absolute Einheit. Durch die Sünde wird der Mensch von dieser Einheit mit Gott getrennt. Maria aber ist frei von jeder Sünde, sie ist erfüllt von Gottes Gnade und seiner Liebe“, so Benedikt wörtlich.
Darin zeige sich, dass man auf den Glauben bauen könne, das Bündnis mit Gott reiße nicht. In Maria habe Gott einen heiligen Ursprung geschaffen, aus dem Jesus Christus, der Retter hervorgehen konnte. So zeige die ohne Erbsünde empfangene Jungfrau Maria, dass die Treue Gottes den wahren und guten Glauben schaffe.
Am Nachmittag hat der Papst dann an der Mariensäule in Rom eine Andacht mit Ansprache gehalten.
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08.12.2012 19:46:43
Gott erfüllt seine Verheißungen
(stjosef.at/predigten) (JSp) m Advent sind wir in besonderer Erwartung des Kommenden. Gott verheißt uns Zukunft, auch über den Tod hinaus. Er möchte uns Leben in Fülle schenken durch seinen Sohn Jesus Christus, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern.
Die alttestamentliche Lesung aus dem Buch des Propheten Baruch ist ein Lobpreis auf den rettenden und vollendenden Gott des Bundes. Er lässt es nicht zu, dass die Heilige Stadt Jerusalem für immer dem Untergang preisgegeben wird. Aus allen Himmelsrichtungen werden die Menschen in dieser Stadt Gottes versammelt; dort finden sie das Heil und „freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat.“ Alle Schmach wird hinweggenommen; jede Erniedrigung findet ein Ende. Gott schenkt ewigen Jubel; „Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.“
In anderer Weise wird die Erfüllung dieser Hoffnung im Evangelium nach Lukas angekündigt. Dort tritt zu einer bestimmten historischen Zeit (Pontius Pilatus ist gerade Statthalter von Judäa) ein Prophet namens Johannes auf. Er bereitet die Menschen vor auf den Kommenden, auf den Erlöser der Menschen, Jesus Christus. Dann wird sich die Verheißung erfüllen: „Alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.“
Lesen Sie diePredigt zum 2. Adventsonntag in vollem Wortlaut!
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07.12.2012 15:39:21
Prof. Dr. Rudolf Voderholzer als neuer Bischof von Regensburg ernannt
(dbk.de) Papst Benedikt XVI. hat Professor Dr. Rudolf Voderholzer zum neuen Bischof von Regensburg ernannt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, gratulierte dem zukünftigen Bischof.
In dem Schreiben von Erzbischof Zollitsch an Professor Voderholzer heißt es: „Als Gründungsdirektor des ‚Instituts Papst Benedikt XVI.′ mit Sitz in Regensburg sind Sie mit dem Bistum und seinen Gläubigen bereits seit vier Jahren verbunden und mit den Werken des Heiligen Vaters bestens vertraut.“
Erzbischof Zollitsch verweist auf einen (zum 80. Geburtstag von Joseph Kardinal Höffner von Josef Ratzinger unter dem Titel „Wie sollte heute ein Bischof sein?“ verfassten) Beitrag:
„Auf vielfältige Weise hat sich unser Heiliger Vater, Papst Benedikt, auch zur Frage nach dem zeitlosen ‚charisma episcopale′ geäußert und den Bischof anhand der biblischen Bilder vom Hirten und Fischer charakterisiert. Der Hirte muss den Blick haben fürs Ganze und für den Einzelnen. Die Fischer arbeiten als Kooperative.“ Das Arbeiten im „Wir des Aufeinanderangewiesenseins und des Füreinanderdaseins“ sei eine wesentliche Dimension des Dienstes.
„Wenn Sie nun nach Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, in der Sie sich vor allem auch als Fachmann auf dem Gebiet von Henri de Lubac hohe Anerkennung erworben haben, Verantwortung für eines der ältesten Bistümer in Deutschland und das flächenmäßig größte in Bayern übernehmen, dann wünsche ich Ihnen dafür diesen Blick des guten Hirten fürs Ganze und für den Einzelnen sowie die Gabe des Menschenfischers, um die Menschen zur Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zusammenzuführen“, so Erzbischof Zollitsch. Der 99. Deutsche Katholikentag in Regensburg im Jahr 2014 biete hierfür zahlreiche Gelegenheiten. Erzbischof Zollitsch lädt den ernannten Bischof ein, seine profunden wissenschaftlichen Kenntnisse und seine reiche theologische Erfahrung in die Beratungen der Deutschen Bischofskonferenz einzubringen.
Professor Dr. Rudolf Voderholzer wurde 1959 in München geboren. Nach seiner Priesterweihe 1987 war er Kaplan in Traunreut, Haar und Zorneding und Assistent am Lehrstuhl für Dogmatik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Anschluss an seine Promotion über Henri de Lubac und seine Habilitation wurde er Präsident des „Departements für Glaubens- und Religionswissenschaft, Philosophie“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Fribourg. Zuletzt war Professor Voderholzer als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät Trier und seelsorglich in Kasel an der Ruwer tätig.
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07.12.2012 15:36:10
Maria - die Empfänglichkeit für Gott
(stjosef.at/predigten) (JSp) Gott hat die Jungfrau Maria mit einer einzigartigen Gnadenfülle ausgestattet, und dies schon am Anfang ihres Daseins. Sie wurde von ihren Eltern zwar auf natürliche Weise gezeugt, jedoch ohne Makel der Erbsünde empfangen, und sie ist Zeit ihres Lebens ohne Sünde geblieben. Gott hat sie um der Verdienste ihres Sohnes Jesus Christus willen, den sie empfangen und gebären sollte, schon im Voraus geheiligt, sodass sie dem Sohne Gottes eine würdige Mutter sein konnte.
An diesem hohen Fest freuen wir uns und danken Gott, dass er Maria so wunderbar beschenkt hat, dass sie mit vollem Recht vom Engel Gabriel als die Gnadenvolle („gratia plena“) begrüßt werden konnte. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria in vollem Wortlaut!
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01.12.2012 11:49:02
St. Kassian Kalender 2013
(news.stjosef.at) Die „Kalendermänner“ Paul Berger und Andreas Raffeiner haben den ältesten Kalender Tirols neu herausgegeben und damit nach mehrjähriger Unterbrechung „wiederauferstehen“ lassen: Der St. Kassian Kalender 2013 erscheint damit im 302. Jahrgang. Mitgewirkt haben zahlreiche Autoren, darunter auch die Bischöfe Karl Golser, Manfred Scheuer, Egon Kapellari und Ludwig Schwarz. In der Einleitung „An Seine Leser“ heißt es: „Seine“, das sind die Leser des St. Kassian-Kalenders 2013. Er ist also wieder da und freut sich, zu Seinesgleichen in die Runde treten zu dürfen, um den Radius der gewesenen Diözese Brixen abzuschreiten nach Innsbruck, Lienz und Feldkirch ins Ländle bis Bregenz hinüber, ihn auch zu überschreiten in den ehemaligen deutschen Anteil der Erzdiözese Trient hinein, das Vigilius-Land, von Villnöß und Feldthurns bis Salurn, seit 1964 die Diözese Bozen-Brixen, Deckungsleich mit Südtirol, 7400 km², ohne Buchenstein und Cortina. Man vergesse nie, ein Kalender ist keine Zeitung. Die Zeitung liest man heute, legt sie morgen weg, übermorgen ab in den Korb. Der Kassian-Kalender liegt 365 Tage auf dem Stubentisch bzw. Wohnzimmertisch. Der Kassian-Kalender bietet Volkstümliches im besten Wortsinn, Heiteres, Ernstes, Begebenheiten, Vorgänge, Religiöses, Kirchliches, Politisches, Strömungen, Kunst, Bilder, Photographien……………………
Bibliografische Angaben: St. Kassian Kalender 2013, 302. Jahrgang, Verlag A. Weger, Brixen 2012, ISBN 978-88-6563-065-5 – Kt.. –24,00 x16,9 cm - Seiten 232 mit zahlr. Bildern – s/w-färbig, Euro 10,00 (I)
Bestellungen entweder über den Buchhandel oder direkt bei: A.Weger – Universitätsbuchhandlung – Weißenturmgasse Nr. 5, 39042 Brixen – Südtirol – Italien - Email: info@weger.net – Fax: (0039)0472 – 801189, http://www.weger.net
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01.12.2012 11:37:08
In Freude den Herrn erwarten
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der Advent ist eine besondere Zeit! Das Grün des Adventkranzes, die Kerzen, die adventlichen Lieder und die besonderen Texte der Liturgie helfen uns in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.
„Advent“ heißt „Ankunft“, und wir erwarten die Ankunft des Jesuskindes, dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern. Wir kennen das ja alle, wenn wir uns auf etwas ganz besonders freuen! Da vergehen die Tage und Stunden viel zu langsam; wir möchten am liebsten, dass unsere Wünsche und Erwartungen gleich erfüllt sind.
In dieser Zeit vor Weihnachten kann uns ein Adventkalender helfen, die Tage zu überbrücken. In den Familien können wir miteinander beten und singen; es gibt adventliche Geschichten, die wir lesen können, Lieder, die gemeinsam gesungen werden, und noch vieles andere, das nicht fehlen darf, z.B. etwas basteln oder jemandem täglich eine kleine Freude machen …!
Ganz wichtig ist es, dass wir nicht beim Äußeren stehen bleiben, sondern hinfinden zum Wesentlichen. Die Geschäfte mit ihrer bunten Reklame, der Trubel in den Einkaufsstraßen, die Hektik so mancher Vorbereitungen – all dies soll uns nicht völlig beanspruchen oder absorbieren. Wir brauchen ja Zeit für uns selber, eine Zeit der Stille, wo wir wieder zu Atem kommen und einander begegnen in guter Gemeinschaft.
Gott will ankommen in unserem Herzen: das ist der Sinn der Advent- und Weihnachtszeit.
Lesen Sie die Predigt zum 1. Adventsonntag, Lesejahr C, in vollem Wortlaut!
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30.11.2012 00:51:31
Joseph Ratzinger und das Konzil
(radiovatikan.de) Joseph Ratzinger ist Papst, davor war er Kardinal und Präfekt der Glaubenskongregation. Seine ersten Spuren in Theologie und Kirche hat er aber bereits während des Zweiten Vatikanischen Konzils hinterlassen. Als Berater von Kardinal Joseph Frings und später als eigenständiges Mitglied der Theologiekommission hat er Vorlagen geschrieben, beraten, Anträge formuliert und seinen Teil zum Konzil beigetragen. Wie genau dieser Anteil aussieht, das kann man nun nachlesen, im siebten Band der gesammelten Werke Joseph Ratzingers. Vorgestellt hat den Band an diesem Mittwoch der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller.
„Dieser Band steht unter dem Titel ‚Zur Lehre des Konzils′ – Es geht um Vorbereitung, Vermittlung und die Deutung des Konzils in wichtigen Kommentaren Joseph Ratzingers. Es ist uns allen bekannt, dass der Theologieprofessor Joseph Ratzinger das Konzil in allen seinen Phasen wesentlich mitgestaltet und begleitet hat.“
Der erst 35 Jahre alte Theologe war sehr früh in die Vorbereitungen des Konzils einbezogen, berichtet Müller: „Kardinal Frings hat ihn um den Entwurf eines Vortrags gebeten, den dieser vor dem Konzil in Genua halten sollte. Ratzinger lieferte in kurzer Zeit ein Manuskript, das Frings für so gelungen hält, dass er es mit nur einer kleinen Änderung völlig unverändert übernahm. Papst Johannes XXIII. erfuhr vom Referat des Kölner Erzbischofs, er ließ Frings zu sich kommen, „Lieber Kardinal, sie haben es alles so gesagt, wie ich es gedacht habe und sagen wollte, aber selbst nicht sagen konnte.“ Es kam zu Gutachten für Konzilsentwürfen, zu Redeentwürfen für Frings, zu Stellungnahmen und Korrekturvorschlägen für einzelne Dokumente des Konzils, wie auch zu konkreten Textentwürfen, die alle hier dokumentiert sind.“
Die Mitarbeit am Konzil geht aber über die vier Jahre hinaus, während derer es in Rom getagt hat. Joseph Ratzinger, und auch das kann man in dem vorgestellten Doppelband studieren, hat auch nachher das Nachdenken über das Konzil und dessen Rezeption geprägt, erinnert Erzbischof Müller, und das bis heute: „Papst Benedikt hat in dem Vorwort zu dem vorliegenden Band die Aufgabe des Konzils wie folgt beschrieben: ‚Das Empfinden für diesen Gegenwartsverlust des Christentums und für die Aufgabe, die daraus folgte, war sehr genau zusammen gefasst in dem Wort Aggiornamento: Das Christentum muss im Heute stehen um Zukunft formen zu können.“
Hier sieht Müller die Grundkonstante im Denken des Theologen Ratzinger, aber auch des Papstes Benedikt XVI., wenn es um das Konzil geht. Er liest im Denken Ratzingers eine Linie, die im Wirken und Sprechen des Papstes in der Formulierung der „Hermeneutik der Reform“ angekommen sei. Er wendete sich in deutlichen Formen gegen die Bruch-Theorie, und zwar in ihren beiden Ausprägungen: Sowohl diejenigen, die das Zweite Vatikanum nicht anerkennen, als auch diejenigen, die nur dieses Konzil anerkennen wollten, lägen falsch. Ratzinger wende sich gegen beide. „In der Phase der Rezeption erinnert er immer wieder daran, das Konzil an seiner eigenen Intention zu messen und zu verstehen. In der vielbeachteten Ansprache an die römische Kurie vom 22. Dezember 2005 betont Papst Benedikt XVI. diese Hermeneutik der Reform und der Wahrung der Kontinuität gegenüber einer Hermeneutik der Diskontinuität und des Bruches. Das betrifft sowohl diejenigen, die hinter das Konzil zurück wollen, wie auch diejenigen, die es hinter sich lassen wollen. Das kommt auf das gleiche raus. Es sind zwei Ideologien, die eine sagt, dass die Tradition irgendwann aufgehört hat und davon bedeutet das Konzil eine Abweichung, während die andere Seite sagt, dass das Konzil eigentlich nur ein Schritt auf dem Weg zur einer anderen Kirche ist, in dem der ganze Bauplan und das ganze Fundament verändert wird, an dessen Ende eben nicht mehr die katholische Kirche in ihrer geschichtlichen und ihrer Offenbarungsidentität gehört.“
Beide Extreme seien nicht haltbar, weder wissenschaftlich noch von der Lehre der Kirche her. Und das sei nicht nur Meinung eines einzelnen Theologen – Joseph Ratzingers – sondern authentische Auslegung des Konzils; man könne es in den Dokumenten selbst, etwa in „Dei Verbum,“ genau so nachlesen: Dieses Konzil sei nur in der Linie mit allen anderen, vorhergehenden Konzilien zu sehen und zu verstehen. „Ich zitiere Joseph Ratzinger: ‚Es ist unmöglich, sich für das Vatikanum Zwei und gegen Trient und Vatikanum Eins zu entscheiden, es ist ebenso unmöglich, sich für Trient und Vatikanum Eins, aber gegen das Vatikanum Zwei zu entscheiden.′ Hier ist alles gesagt.“
Die Vorstellung durch Erzbischof Müller fand statt in der Bibliothek des Kollegs Santa Maria dell′Anima, der deutschsprachigen Pilgerkirche in Rom, genau dort, wo während der Konzils Kardinal Frings untergebracht war, wo beraten wurde und wo Joseph Ratzinger mitgearbeitet und diskutiert hatte. Zu Gast war neben viel vatikanischer und deutschsprachiger Prominenz unter anderem auch der heutige Sekretär des Papstes, Prälat Georg Gänswein.
Buchtitel: Ratzinger, Joseph (Benedikt XVI.), Zur Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils. Formulierung - Vermittlung - Deutung, Freiburg 2012
Link zur Bestellung.
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24.11.2012 15:55:38
Romero-Preis an den Missionar Martin Römer verliehen
(presse.kirche.at) Der Priester und Missionar Martin Römer aus der Diözese St. Pölten bekam den angesehenen „Romero-Preis“ von Diözesanbischof Klaus Küng und dem Obmann der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) Leopold Wimmer im Rahmen eines Festaktes im Stadtsaal St. Pölten überreicht. In Anwesenheit des mexikanischen Botschafters Alejandro Diaz wurde der aus Groß Siegharts gebürtige Waldviertler für seinen jahrzehntelange Einsatz für die Ärmsten im Süden von Mexiko City geehrt. Römer betonte, er wolle den Preis „nicht nur für mich annehmen, sondern für alle die mich unterstützen und mir Rückhalt geben.“
„Wir haben zwar einen Mangel an Priestern“, sagte Bischof Küng, „es freut mich jedoch immer, wenn ein Priester den Entschluss fasst, als Missionar zu wirken.“ Als Martin Römer das letzte Mal seinen Einsatz in Mexiko verlängern wollte, habe er „sofort und gerne eingewilligt“. Der Priestermangel sei auch „sehr relativ“, wie Küng sagte: Römer betreue eine Pfarre mit etwa 20.000 Gläubigen, die größte Pfarre der Diözese St. Pölten zähle knapp 6.000 Katholiken. Es sei auch „von Anfang an“ eine christliche Tugend zu teilen, „nicht nur Geld, sondern auch Menschen“, wie Küng betonte: „Teilen ist nicht mehr als recht.“
„Wir sind stolz auf einen Niederösterreicher, der in die Welt hinausgeht, um sie zu verbessern“, sagte der NÖ Landtagsabgeordnete Franz Grandl in Vertretung von Landeshauptmann Pröll. Ein Einzelner könne zwar die Welt nicht retten, aber dazu beitragen, dass sie gerechter werde. „Er tut, was nottut“, wie Diakon Peter Zidar, ein enger Freund und Unterstützer Martin Römers sagte.
Lesen Sie noch mehr über die pastorale Arbeit von Martin Römer!
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