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10.05.2012 21:42:21
Ganz im Vertrauen auf Gott
(radiovatikan.de) „Maria, dich lieben / ist allzeit mein Sinn“: An dieses alte Marienlied hat Papst Benedikt an diesem Mittwoch erinnert. Vor Tausenden von Teilnehmern seiner Generalaudienz zitierte er eine Strophe aus dem Lied: „O Mutter der Gnaden, o reich uns die Hand, auf all unsern Wegen, durchs irdische Land.“ Grund für das Zitat war, dass der Monat Mai in besonderer Weise der Muttergottes gewidmet ist: „Gott hat Marias Liebe angenommen, um seinen geliebten Sohn der Welt zu schenken. Vertrauen auch wir uns ihrer mütterlichen Fürsprache an!“
In der Hauptkatechese des Papstes ging es aber auch diesmal wieder um das Thema Gebet: „Heute möchte ich über das Gebet der antiken Gemeinde von Jerusalem sprechen, die für den Apostel Petrus inständig betete, als dieser auf Anordnung des Königs Herodes im Gefängnis war.“ Diese Begebenheit sei „ein Beispiel dafür, wie die Gemeinschaft der ersten Christen den Schwierigkeiten, die ihre Existenz bedrohten, begegneten“: „den äußeren Verfolgungen, aber auch den inneren Auseinandersetzungen, wie Neid oder Streit, von denen zum Beispiel der Apostel Jakobus berichtet (3,14-16)“. Die Urgemeinde finde sich angesichts dieser Bedrängnisse „zum gemeinsamen und inständigen Gebet“ zusammen. „Der Bericht des heiligen Lukas zeigt uns aber auch, wie nah, ja gegenwärtig Gott dem Beten seiner Kirche ist. Der Herr sendet dem gefangenen Petrus seinen Engel in den Kerker, um ihn zu befreien.“ Die Ketten fielen von den Händen des Petrus, und das eiserne Tor sprang von alleine auf. „Und der Engel erneuert den Ruf, den Christus einst an Petrus richtete: „Folge mir nach!“ (Joh 21,19.22).“
Der Papst ging auch noch auf ein interessantes psychologisches Detail der Szene ein: Nach Auskunft des Lukas schläft Petrus im Gefängnis – und das, obwohl für den nächsten Tag seine Hinrichtung anberaumt ist. „Er will uns damit sagen: Petrus ruht ganz im Vertrauen auf Gott, zumal er sich vom beständigen Gebet der Kirche getragen weiß. Er ist ganz und gar von der Zuversicht erfüllt, daß Gott alles gut machen wird.“
Auch er selbst wisse sich, so fügte der Papst an, wie einst Petrus vom Gebet der ganzen Kirche getragen, und dafür bedanke er sich sehr herzlich.
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10.05.2012 21:40:55
Hildegard von Bingen - eine Heilige der ganzen Kirche!
(dbk.de) Papst Benedikt XVI. hat heute Hildegard von Bingen (1098-1179) offiziell in den Heiligenkalender der Gesamtkirche aufgenommen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, begrüßte diesen Rechtsakt: „Das ist ein wichtiger Schritt für die Weltkirche. Ich freue mich, dass die bedeutende Persönlichkeit der heiligen Hildegard von Bingen damit nochmals besondere Würdigung erfährt. Hildegard von Bingen wird in unserem Land große Wertschätzung entgegen gebracht. Gerade die Abtei Eibingen ist zu einem wichtigen Wallfahrtsort und Hildegard-Zentrum in Deutschland geworden“, so Zollitsch. Die neue Heilige spiele für das Glaubensleben in Deutschland eine bedeutende Rolle. „Ich bin dankbar, dass die Verehrung des Benediktinerinnenordens und der Abtei Eibingen sowie der Bistümer Mainz, Trier und Limburg so reiche Frucht trägt.“
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04.05.2012 22:13:25
Zipser Altbischof Tondra verstorben
(kathpress.at) Der emeritierte Diözesanbischof von Spis (Zips) und frühere Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, Frantisek Tondra, ist am 3. Mai in Kosice (Kaschau) im 76. Lebensjahr verstorben. Tondra war Anfang April wegen eines Herzleidens in das Ostslowakische Institut für Herz- und Gefäßkrankheiten eingeliefert worden, wo er sich einer Herzoperation unterziehen musste und am 12. April in einen künstlichen Tiefschlaf versetzte wurde.
Frantisek Tondra wurde am 4. Juni 1936 in Spisske Vlachy geboren. Nach einer pädagogischen Ausbildung absolvierte er von 1957 bis 1962 das Theologiestudium an der Theologischen Fakultät in Bratislava und wurde 1962 zum Priester geweiht. In verschiedenen Pfarren als Seelsorger eingesetzt, erwarb er 1978 das Doktorat der Theologie und wurde Assistent an der Pressburger Fakultät. 1983 wurde er Pfarrer in Tvrdosin und 1987 im Wallfahrtsort Levoca (Leutschau), 1988 auch Prodekan im Dekanat Spisska Nova Ves (Zips Neudorf).
Nach langwierigen Verhandlungen mit der kommunistischen Staatsmacht wurde Tondra am 26. Juli 1989 von Papst Johannes Paul II. zum Diözesanbischof von Spis ernannt und wenige Wochen vor dem Zusammenbruch des Regimes am 9. September 1989 im Zipser Dom vom slowakischen Kurienkardinal Jozef Tomko zum Bischof geweiht; Mitkonsekratoren waren der Apostolische Nuntius in Polen, Erzbischof Francesco Colasuonno und der im Jahr zuvor zum Bischof geweihte Jan Sokol, der tags darauf in sein Amt als Erzbischof von Trnava eingeführt wurde.
Die Diözese Spis war seit der Festnahme von Bischof Jan Vojtassak im Jahre 1950 und nach dessen Tod 1965 verwaist gewesen. Eine der ersten Bemühungen Bischof Tondras galt der Wiedereröffnung des Zipser Priesterseminars, das er nach seinem Vorgänger benannte und in dem auch die Kleriker der Nachbardiözesen Kosice und Roznava ausgebildet wurden. Im Jahre 1996 eröffnete Tondra den Seligsprechungsprozess für Bischof Vojtassak auf diözesaner Ebene. Sein weiterer Einsatz galt der Erneuerung des kirchlichen Schulwesens und der Caritas. Im Jahre 2006 berief Tondra eine diözesane Pastoralsynode ein, die erste seit 1925, als Jan Vojtassak Bischof von Spis war.
Von 1991 bis 1994 sowie von 2000 bis 2006 übte der Zipser Diözesanbischof auch die Funktion des Vorsitzenden der Slowakischen Bischofskonferenz aus. 1993 habilitierte er sich neben seiner bischöflichen Tätigkeit im Fach der Moraltheologie und wurde 1997 vom Präsidenten der Slowakischen Republik zum Professor der Theologie ernannt. Von 1994 bis 1999 war Tondra auch Konsultor der römischen Kongregation für das katholische Bildungswesen. Ein Höhepunkt von Tondras Wirken war der Besuch Papst Johannes Pauls II. in der Diözese Zips am 2. und 3. Juli 1995 und dabei vor allem im bedeutenden Marienwallfahrtsort Levoca.
Nachfolger Tondras in Spis wurde im August 2011 Stefan Secka, vordem Weihbischof in der Diözese. Der 59-Jährige war Vize-Rektor des Seminars in Spis und promovierte an der Theologischen Fakultät der Comenius-Universität in Pressburg.
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04.05.2012 22:11:03
Das Beispiel des heiligen Florian
(stjosef.at/predigten; JSp) Der heilige Florian ist der Schutzpatron aller Feuerwehrleute. Wir wissen ja, was gute Feuerwehrleute auszeichnet: Fachliche Kompetenz, Einsatzbereitschaft und vor allem das Einstehen füreinander, die Hilfe für in Not geratene Menschen angesichts von Katastrophen und Bedrohungen durch Feuer, Wasser und andere Naturgewalten, aber auch bei Unfällen im Straßenverkehr und anderswo.
Die Tugend der Solidarität will gelebt und praktiziert sein: einer ist für den anderen da; alle halten zusammen. Ein jeder braucht den anderen. Nur gemeinsam sind die Feuerwehrleute stark, und doch zählt jeder Einzelne. Denn Verantwortung lässt sich nicht abschieben auf andere; sie will wahrgenommen und gelebt werden, wo immer es um Entscheidungen und Bewährungen geht, sei es im Alltag, sei es unmittelbar in Gefahren und bei Katastrophen.
Florian zeigte sich in der Bedrängnis der damaligen Zeit als Mensch, der zum Helfen bereit war. Der ehemalige Kanzleivorstand des Statthalters der römischen Provinz Ufernoricum sagte nicht: „Die Verfolgung meiner Mitchristen durch die römischen Behörden geht mich nichts an. Hauptsache, ich bin gut versorgt und mir geschieht nichts!“ Nein, er setzte sich freiwillig und aus christlicher Liebe und Solidarität der Gefahr aus und bekannte sich offen zum christlichen Glauben. Florian beugte sich nicht der ungerechten Gewalt, sondern stand ein für die Ehre Gottes. In innerer Freiheit gab er sein Leben dahin, als er zum Tode verurteilt und an einem großen Stein um den Hals von der Brücke in die Enns gestürzt wurde.
Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag der Osterzeit B in vollem Wortlaut!
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01.05.2012 21:20:09
Für geistliche Berufe beten
(presse.kirche.at) „Am ‚Weltgebetstag für geistliche Berufungen‘ beten wir um Menschen mit Tiefgang, mit Gottverbundenheit, die Jesus nachfolgen. Solche Menschen brauchen wir so dringend“, betonte St. Pöltens Weihbischof Anton Leichtfried am Sonntag in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl, die von ORF und ZDF live übertragen wurde. Das österreichische Motto des „Weltgebetstages für geistliche Berufe“ lautet in diesem Jahr: „Gut, dass es Dich gibt!“
Der Weihbischof und Regens des St. Pöltner Priesterseminars rief dazu auf, Mitmenschen dies auch öfters mitzuteilen – und gerade in dieser Woche auch Priestern, Ordensleuten, Pastoralassistenten oder Religionspädagogen. Leichtfried weiter: „Als Christen sind wir überzeugt, dass wir unser Leben nicht nur unseren biologischen Eltern verdanken. Gott will, dass ich lebe. Deswegen gibt es mich. Und Gott sagt zu mir: ‚Es ist gut, dass es Dich gibt!‘“ Biblisch gesprochen bedeute das: „Wir heißen Kinder Gottes und sind es. Ich bin geliebte Tochter, geliebter Sohn Gottes.“ Einen höheren Status könne es auf Erden und auch im Himmel nicht geben, so Weihbischof Leichtfried.
Kurz vor dem Gottesdienst zogen zahlreiche Wallfahrer unter Führung von Bischofsvikar Dr. Gerhard Reitzinger, der für die Berufungspastoral der Diözese St. Pölten zuständig ist, in die Basilika ein. Diese Wallfahrt am „Welttag für geistliche Berufungen“ nach Maria Taferl hat seit Jahren Tradition. Weihbischof Leichtfried begrüßte sie und verwies auf den wichtigen Gemeinschaftsgedanken: „Eine Wallfahrt macht man nie für sich allein und hat immer ein Anliegen.“ Johann Simon Kreuzpointner vom Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten war für die musikalische Umrahmung der Heiligen Messe verantwortlich.
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01.05.2012 21:17:44
Der hl. Josef, der Arbeiter
(news.stjosef.at) Am „Tag der Arbeit“, dem 1. Mai, feiert die Kirche den Gedenktag des hl. Josef, des Arbeiters.
Das Hauptfest des hl. Josef, des Bräutigams der seligen Jungfrau Maria und des väterlichen Beschützers des Jesuskindes, ist am 19. März.
Am 1. Mai wird uns der heilige Josef als Vorbild aller arbeitenden Menschen vor Augen gestellt. Josef von Nazareth war kein Zimmermann in unserem Sinn, der es fast ausschließlich mit Holz zu tun gehabt hätte. In Palästina waren mit dem Beruf des „τέκτων“ alle möglichen Arbeiten des Hausbaus insgesamt verbunden, und auch Jesus selbst wird im Markusevangelium als „Zimmermann“ bezeichnet (Mk 6,3). Er hat dieses Handwerk vom heiligen Josef gelernt (vgl. Mt 13,55), der sein väterlicher Beschützer war.
Die Kirche will mit der Feier des hl. Josef, des Arbeiters, am 1. Mai zum Ausdruck bringen, dass die Arbeit insgesamt und speziell auch die körperliche Arbeit in ihren vielen Formen der Würde des Menschen nicht abträglich ist. Wer arbeitet, ist ein Mitarbeiter am Schöpfungswerk Gottes, der den Menschen eingesetzt hat, damit er den Garten dieser Erde bebaue und behüte (vgl. Gen 1,28; 2,8). Indem der Mensch arbeitet, entfaltet er die Kräfte seines Leibes und Geistes und nimmt die Kräfte und Schätze der Natur in seinen Dienst, damit er für sich und andere den Lebensunterhalt sichert und beiträgt zur humanen Gestaltung der Lebenswelt.
Gewiss – wir kennen auch die inhumanen Seiten der Arbeitswelt: fehlende Lohngerechtigkeit, ungesunde und unhygienische Arbeitsverhältnisse, das Fehlen familiengerechter Arbeitsplätze und so manches mehr. Durch die Sozialgesetzgebung der letzten hundert und mehr Jahre wurde bereits vieles Positive erreicht und an Negativem überwunden, was in anderen Ländern noch immer ein Problem darstellt, wie zum Beispiel die Kinderarbeit.
Der heilige Josef zeigt uns durch sein Vorbild, dass wir unsere Arbeit auf die Verherrlichung Gottes und den Dienst an unseren Mitmenschen ausrichten sollen. Dann ist keine Arbeit umsonst getan, und auch die niedrigsten Arbeiten erhalten einen Adel, wie er nur dem Menschen gemäß ist. Freilich wünschen wir uns und wollen wir uns dafür einsetzen, dass möglichst alle Menschen eine Arbeit haben, die ihren Fähigkeiten und Talenten entspricht und wirklich Freude macht.
Wer sich der Erziehung von Kindern widmet oder im Bildungsbereich tätig ist, hat eine besondere Aufgabe und Verantwortung. Und nicht zuletzt wollen wir an die „Arbeiter im Weinberg des Herrn“ denken, die mit Sorge tragen für das ewige Heil der Menschen.
Gott segne alles Mühen, wo immer es geschieht; er vergelte es im Himmelreich und soweit es uns zuträglich ist schon hier auf Erden.
(Josef Spindelböck)
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28.04.2012 11:02:40
Dogmatiker Jan Heiner Tück erläutert den Papstbrief zum Kelchwort "für viele"
(presse.kirche.at) Zur Diskussion um die Übersetzung des Kelchwortes Jesu „pro multis“ erläuterte der Dogmatiker Jan-Heiner Tück im Rahmen eines Vortrages an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten den Brief von Papst Benedikt XVI. an die deutschsprachigen Bischöfe. „Im Unterschied zu den Kritikern argumentiert der Papst sehr differenziert“, betonte der Professor für Dogmatik an der Universität Wien. „Er spricht kein Machtwort, sondern wirbt für seine Entscheidung mit Argumenten.“ Um möglichen Missverständnissen über eine Akzentverschiebung in der Erlösungslehre vorzubeugen, habe der Papst eine Katechese, eine Glaubensunterweisung vorgesehen, die erklären solle, „was es eigentlich heißt, das Christus für uns gestorben ist“.
Es gelte, den universellen Heilswillen Gottes von der individuellen Heilsannahme zu unterscheiden, wie Tück ausführte. Auch sei das Verhältnis von „vielen“ zu „allen“ zu beachten, wobei es um das für den christlichen Glauben wichtige Prinzip der Stellvertretung gehe: „Die Vielen, die Christus und seine Erlösung annehmen, haben eine Verantwortung für alle.“ Die Gläubigen dürften sich nicht als „inneres Bollwerk“ gegenüber der restlichen Welt abschließen, so Tück. Dies sei auch als Impuls des Papstes „gegen die Versuchung der Resignation, hin zur Vision einer eucharistischen Universalkirche“ zu verstehen.
Laut Dogmatiker Tück führt Papst Benedikt drei Hauptargumente für die wörtliche Übersetzung des Kelchwortes an. Als „philologische Argument“ führe er an, dass „für alle“ keine Übersetzung, sondern bereits eine Auslegung sei. Hier plädiere der Papst für eine wörtliche und nicht interpretative Übersetzung – jedoch ohne diese gerechtfertigte Auslegung abzusprechen.
Als zweites Argument nannte Tück die „Einheitlichkeit“: Gerade im Innersten der Liturgie gebe es in den verschiedenen Sprachen Differenzen, was die „Gefahr einer Spaltung“ in sich trage. Es sei „vordringlich, dass die Kirche mit einer Zunge spricht“.
Schließlich komme als „pastorales Argument“ hinzu, dass die Teilnahme an der Kommunion „keinen Heilsautomatismus“ bewirke, wie Tück betonte. Der Papst gebe hier auch den Impuls, die derzeitige „Kommunionskultur“ zu überdenken.
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28.04.2012 11:00:56
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe
(stjosef.at/predigten; JSp) Mit dem Bild des guten Hirten macht Jesus die liebende Sorge Gottes um uns Menschen anschaulich. Ja, er selber als der menschgewordene Sohn Gottes kann sagen: „Ich bin der gute Hirt.“
Die Beziehung eines guten Hirten zu der ihm anvertrauten Herde ist eine besondere: Er verhält sich nicht wie ein bezahlter Knecht, dem es nur um den Lohn geht und nicht um die Schafe. Der gute Hirt teilt das Leben mit den Schafen seiner Herde; er setzt dieses Leben ein für sie und gibt es hin, um die ihm anvertraute Herde gegen Gefahren aller Art zu verteidigen. So sagt auch Jesus: „Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.“
Ist nicht eben dies wahr geworden im Tod Jesu am Kreuz? Der Sohn Gottes hat das Leben für uns hingegeben aus unendlicher Liebe. Jesus Christus ist ganz eins mit seinem himmlischen Vater; in Freiheit gibt er sein Leben hin, um es wieder zu nehmen, wie er sagt. Damit verweist er auf seine Auferstehung. In der Auferstehung erhält Jesus das Leben zurück, das er hingegeben hat.
Lesen Sie die Predigt zum Sonntag des Guten Hirten im vollen Wortlaut!
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26.04.2012 22:51:57
Lebensschutz-Termine
(youthforlife.net) Hier eine Ankündigung von "Lebensschutz-Terminen" in Österreich:
AlleTermine findet man auf der Homepage: http://www.jugendfuerdasleben.at/termine.php
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Hl. Messe und Vortrag zum Tag des Lebens
Hl. Messe in der KHG-Kapelle, anschließend Vortrag von Dr. med Karin Kroboth-Svoboda Die Antibabypille - Wirkungsweise, Nebenwirkungen - und natürliche Alternativen in der Cafeteria der KHG
Wann: Mi., 30. Mai 2012, 19 Uhr Hl. Messe, 20 Uhr Vortrag
Wo: KHG-Kapelle, Ebendorferstr. 8, 1010 Wien
Veranstalter: Jugend für das Leben
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Lebensschutz Vortrag und Hl. Messe
Hl. Messe in der KHG Kapelle, anschließend Multimedia-Vortrag Lebensschutz anlässlich zum Tag des Lebens
Wann: Fr., 1. Juni 2012, 19 Uhr Hl. Messe, 20 Uhr Vortrag
Wo: KHG-Kapelle, Ebendorferstr. 8, 1010 Wien
Veranstalter: Jugend für das Leben
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Benefizkonzert für die Ungeborenen
von Geigenvirtuose Thomas Zbiral
Wann: Sa., 2. Juni 2012, 20.30 Uhr
Wo: Franziskanerkirche Salzburg
Veranstalter: Jugend für das Leben
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Wallfahrt für das Leben
Kreuzweg vom Petrinum ausgehend, anschließend Hl. Messe in der Pöstlingbergbasilika
Wann: So., 10 Juni 2012, 15 Uhr Kreuzweg, 16.30 Uhr Hl. Messe
Wo: Pöstlingberg Linz
Veranstalter: Initiative Recht auf Leben
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26.04.2012 22:48:50
25jähriges Weihejubiläum für Altbischof Kurt Krenn
(hippolytus.net) Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng erinnert daran, dass Bischof Dr. Kurt Krenn am 26. April 1987, also heute vor 25 Jahren, im Stephansdom in Wien die Bischofsweihe empfangen hat. Bischof Küng bittet alle Gläubigen um ein inniges Memento. Da auf Grund von Bischof Krenns Krankheit keine öffentliche Feier stattfinden kann und darum gebeten wurde, von Besuchen Abstand zu nehmen, wird Bischof Küng ihm im Namen der ganzen Diözese herzliche Segenswünsche überbringen. Zugleich brachte Küng die Bitte zum Ausdruck, dass die Gläubigen der Diözese nicht aufhören sollen, für Bischof Krenn, der mit großer Geduld seine Krankheit trägt, Tag für Tag zu beten. - www.hippolytus.net
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24.04.2012 21:23:13
Kelchworte bei der Wandlung künftig "für viele"
(kathpress.at) Papst Benedikt tritt für eine größere Treue zu den biblisch überlieferten Worten Jesu Christi bei der Messfeier ein. Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Dienstag in einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress" zu der vom Papst veranlassten Übersetzungspräzisierung im Hochgebet der Messe festgehalten. Demnach soll künftig das Kelchwort Jesu bei der Messe lauten: "Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird". Die Änderung steht im Zusammenhang mit dem geplanten gemeinsamen Gebet- und Gesangbuch "Gotteslob" und der Neuübersetzung der deutschsprachigen Ausgabe des Messbuches.
Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz weist darauf hin, dass die Übersetzungen der Messtexte in den verschiedenen Landessprachen in vielen Ländern aktualisiert werden. Dabei wolle die Kirche in den liturgischen Texten wieder "eine größere Nähe zu den in der Bibel überlieferten Worten Jesu Christi" erreichen.
Im Brief an die Bischöfe der deutschsprachigen Diözesen bekräftige der Papst "die Treue zum Wort Jesu", so Kardinal Schönborn. Er lege erneut fest, "dass künftig die Kelchworte Jesu aus dem griechischen Originaltext 'hyper pollon' (im Lateinischen 'pro multis') auf Deutsch mit 'für viele' (bisher: 'für alle')" zu übersetzen seien.
Kardinal Schönborn wörtlich: "Weiters sagt der Papst, dass dieses Wort Jesu unmittelbar für die vielen gilt, die gerade die heilige Messe feiern. Diese 'viele' trifft eine besondere Verantwortung für alle, denn Jesus Christus ist für alle gestorben und hat damit die Erlösung der gesamten Menschheit erwirkt. Diese frohe Botschaft in der rechten Weise zu feiern und auszulegen bleibt eine wichtige Aufgabe für die Bischöfe und für alle, die den Glauben verkündigen. Mit Katechesen zu diesem Glaubensschatz soll möglichen Irritationen durch die bibelgetreuere Übersetzung begegnet werden. Mich hat der Brief des Heiligen Vaters in seiner Klarheit und argumentativen Tiefe sehr beeindruckt."
Link: Der Brief des Papstes in vollem Wortlaut.
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20.04.2012 22:35:50
All dies musste so in Erfüllung gehen
(stjosef.at/predigten; JSp) Das jüdische Volk erwartete einen Heilsbringer, einen Erlöser, wie er in den Büchern des alttestamentlichen Gesetzes, der Psalmen und der Propheten vorhergesagt war. Allerdings: Diese Hoffnung auf einen Messias war zur Zeit Jesu in eine Richtung gelenkt, die in ihm vielfach einen politischen Befreier, eben einen irdischen „König der Juden“ erwartete.
Dass der von Gott gesandte Messias leiden und am Kreuz sterben müsse, war eine ungeheuerliche Zumutung. Damit rechnete kaum jemand, obwohl es bei den Propheten so vorausgesagt war. Es wurde aber nicht richtig wahrgenommen bzw. verdrängt.
Erst nach dem Tod und der Auferstehung Jesu wird es den Aposteln und Jüngern klar, dass eben dies der Weg des von Gott gesandten Messias war: „dass sein Messias leiden werde“ (Apg 3,18b). Jesus selbst ist es, der den Emmaus-Jüngern und dann all den übrigen an einem Ort versammelten Aposteln und Jüngern aus der Schrift nachweist, dass all dies in Erfüllung gehen musste, „was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen“ über ihn gesagt worden war (vgl. Lk 24,44).
Lesen Sie die Predigt zum 3. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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19.04.2012 23:12:26
Kritik an Ausweitung künstlicher Befruchtung
(katholisch.at) Kirchliche Einrichtungen üben Kritik an der jüngsten Stellungnahme der Bioethikkommission hinsichtlich einer Lockerung des Verbots künstlicher Befruchtung für alleinstehende Frauen und gleichgeschlechtliche Paare stimmen. Man teile die Bedenken jener sechs Kommissionsmitglieder, die sich in einem Minderheitsvotum gegen eine Ausweitung des Gesetzes aussprachen, heißt es in einer Aussendung des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ) am Mittwoch. So verständlich der Kinderwunsch bei Alleinstehenden oder homosexuellen Paaren sei, so sehr gelte zu bedenken, dass "Kinder nicht verzweckt" werden dürfen, betonte Familienverbandspräsident Alfred Trendl. Im Mittelpunkt müsse das Kindeswohl stehen und nicht der eigene Fortpflanzungswunsch.
Weiters mahnte Trendl, den individuellen Kinderwunsch nicht über das in der UN-Kinderrechtskonvention verankerte Recht jedes Kindes auf seine Eltern zu stellen. Die Konvention gibt dem Kind das Recht, "soweit möglich seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden", wie es in Artikel 7 heißt. Dies sei bei einer Ausweitung der In-vitro-Fertilisation nicht mehr gegeben. Studien würden außerdem zeigen, welche wichtige Rolle gerade den Vätern bei der Entwicklung des Kindes zukomme, so Trendl: "Väter unterstützen ihre Kinder sowohl bei der körperlichen, als auch bei der psychischen Entwicklung". Väter seien wichtig zur Ausbildung eines "reichhaltigen Menschenbildes", so der KFÖ-Präsident. Daher sei es für jeden Menschen zentral, seine biologischen Eltern zu kennen.
Der Katholische Familienverband schloss sich damit der Kritik von "Familienbischof" Klaus Küng an. Dieser hatte in einer unmittelbaren Reaktion auf die am Dienstag veröffentliche Stellungnahme der Bioethikkommission daran erinnert, dass jedes Kind ein Recht auf Mutter und Vater habe - und es die "Geschlechterspannung der beiden zur Entwicklung" brauche. Dieses Recht dürfe einem Kind nicht "geplant und bewusst" verwehrt werden.
In der Stellungnahme befürwortet die Bioethikkommission mehrheitlich eine Zulassung von alleinstehenden Personen und gleichgeschlechtlichen Paaren zu fortpflanzungsmedizinischen Maßnahmen. Sechs der 25 Mitglieder der Kommission sprachen sich in einem Minderheitsvotum allerdings dagegen aus. Die Bioethikkommission war im Februar vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) zu einer Stellungnahme eingeladen worden. Beim VfGH stehen Gesetzesprüfungsverfahren zum Fortpflanzungsmedizingesetz an.
Die künstliche Befruchtung in der Petrischale (In-vitro-Fertilisation) ist in Österreich gegenwärtig nur innerhalb ehelicher bzw. stabiler Gemeinschaften erlaubt, wenn Samen- und Eizellen der jeweiligen Partner verwendet werden.
Die Beschränkung der medizinisch unterstützten Fortpflanzung auf heterosexuelle Paare in Österreich sei "gerechtfertigt", weil sie grundlegende Rechte anderer Menschen schütze, übte auch die "Aktion Leben" Kritik am Mehrheitsvotum der Bioethikkomission. In der Beurteilung des Verbots müssten das Wohl und die Rechte von Kindern "mehr als bisher maßgeblich" sein, betonte "Aktion Leben"-Präsidentin Gertraude Steindl. Das Freiheitsrecht, sich fortzupflanzen, beinhalte nicht, dass der Staat ein Recht auf Fortpflanzung um jeden Preis garantieren könne.
Durch eine Lockerung der entsprechenden Gesetze würde etwa auch das in Österreich geltende Verbot der Leihmutterschaft gefährdet, argumentierte Steindl. "Wenn der Zugang zu In-vitro-Fertilisation für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden soll, weil ein Verbot als diskriminierend betrachtet wird, dann ist die logische Folge die Aufhebung des Verbots der Leihmutterschaft." Eine Erlaubnis der IVF für diese Paare mache sonst keine Sinn, so die "Aktion Leben"-Präsidentin: "Wie sonst, wenn nicht durch Leihmutterschaft, soll ein homosexuelles männliches Paar zu einem genetisch verwandten Kind kommen?" Für das Verwirklichen des Kinderwunsches gleichgeschlechtlicher Paare würden daher andere Menschen "in ihrer psychischen und physischen Integrität verletzt", warnte Steindl. Genau dies passiere nämlich bei der Leihmutterschaft.
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19.04.2012 23:09:21
Nuntius Zurbriggen: Auf Ungehorsam liegt kein Segen
(kathpress.at) Der Papst ist Garant und "sichtbares Zeichen der Einheit der Kirche". Das betonte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, in seiner Predigt beim Festgottesdienst zum siebten Jahrestag des Pontifikats von Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Wiener Stephansdom. Gleichzeitig erteilte er eine Absage an "ortskirchliche Sonderwege" angesichts pastoraler Herausforderungen. Klare Worte fand Nuntius Zurbriggen zur aktuellen kirchlichen Situation, indem er sagte: "Auf dem Ungehorsam, der von der Gemeinschaft der Kirche wegführt, liegt kein Segen."
Anlass für den Festgottesdienst mit zahlreichen Bischöfen und Vertretern des öffentlichen und diplomatischen Lebens war die Wahl des Papstes vor genau sieben Jahren. Erzbischof Zurbriggen erinnerte, dass sich Benedikt XVI. nach der Wahl als "ein demütiger Mitarbeiter im Weinberg des Herrn" vorgestellt habe. "An dieser Selbstdefinition hat sich in all diesen sieben Jahren nichts geändert", hielt der Nuntius fest. Der Papst werde nicht müde, "in Treue, Demut und Gehorsam dem Herrn gegenüber den wahren Glauben zu verkünden". Dafür könne man dem Papst nur dankbar sein, sagte Erzbischof Zurbriggen.
Gleichzeitig erinnerte der Nuntius an das "Band der Treue und des Gehorsams gegenüber dem Papst", durch das die Bischöfe und die Gläubigen zu einer Glaubensgemeinschaft werden. Die kirchliche "Einheit in der Wahrheit und in der Liebe" könne es nicht ohne Autorität geben. Es brauche den "Mut zu einem neuen, dreifachen Miteinander - mit Christus, mit der Kirche, mit dem Papst", so Erzbischof Zurbriggen.
Es sei das große Anliegen des Papstes im anstehenden "Jahr des Glaubens" die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils "mit Hilfe der richtigen Hermeneutik" zu lesen und zu rezipieren. Dabei gehe es um eine "Hermeneutik der Reform", hielt Erzbischof Zurbriggen mit Bezug auf den Papst fest. "Sicher abwegig" sei es daher "zwischen einer vorkonziliaren und nachkonziliaren Kirche oder zwischen einem vorkonziliaren oder nachkonziliaren Glauben zu unterscheiden", so der Nuntius.
Im "Jahr des Glaubens" solle dieser durch das Studium des Katechismus der Kirche sowie des diesbezüglichen Kompendiums vertieft werden. Eine "großartige Hilfe für diese Glaubenserneuerung und -vertiefung" sei dabei der von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegebene Jugendkatechismus "YouCat", hielt der Apostolische Nuntius fest.
An dem von Kardinal Christoph Schönborn geleiteten Festgottesdienst nahmen u.a. die Diözesanbischöfe Egon Kapellari (Graz), Klaus Küng (St. Pölten) und Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt), Militärbischof Christian Werner, die Weihbischöfe Anton Leichtfried, Franz Scharl und Stephan Turnovszky sowie der Feldkircher Diözesanadministrator Benno Elbs und mehrere Äbte österreichischer Stifte teil. Unter den Vertretern aus dem Diplmatischen Corps befanden sich u.a. der deutsche Botschafter Hans Henning Blomeyer-Bartenstein und der israelische Botschafter Aviv Shir-On.Die musikalische Gestaltung der Messe stand im Zeichen der Erinnerung an den Österreich-Besuch von Benedikt XVI. im Jahr 2007. Zu hören waren u.a. Joseph Haydns "Mariazeller-Messe", die vor fünf Jahren beim Papsthochamt im Stephansdom gesungen wurde. Auch die mittlerweile als "Singende Mönche" weltbekannte Choralschola des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz wirkte mit. Benedikt XVI. hatte die Wienerwald-Abtei im Zuge seiner Pilgerreise nach Österreich ebenfalls besucht.
Link: Wortlaut der Predigt.
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19.04.2012 12:29:14
Hoffnung auf baldige Einigung der Piusbruderschaft mit Rom
(zenit.org) Heute Vormittag gab die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ der Glaubenskongregation bekannt, dass am 17. April als Antwort auf das Treffen vom 16. März diesen Jahres mit der Glaubenskongregation seitens der Priesterbruderschaft des hl. Pius X ein Antwortschreiben des Generaloberen Bernard Fellay eingegangen sei. Die Antwort werde „vom Dikasterium untersucht, um dann dem Urteil des Heiligen Vater vorgelegt zu werden.“
Der italienische Vatikanist Andrea Tornielli äußerte dazu, die Antwort des Oberen Bernard Fellay sei positiv, d.h. die Unterzeichnung der lehramtlichen Präambel, die Voraussetzung der Wiedereingliederung in die katholische Kirche sei, sei geleistet worden. Der Text sei von Fellay mit nur unwesentlichen Änderungen unterzeichnet den vatikanischen Autoritäten zurückgeschickt worden.
Das Dokument wurde von der Kommission „Ecclesia Dei“ nie zur Veröffentlichung freigegeben, es handelt sich vermutlich um ein zweiseitiges Dokument vielschichtiger Inhalte. Die Präambel enthalte eine „professio fidei“, deren Akzeptanz von jedem erwartet werde, der ein kirchliches Amt übernehmen möchte, so Tornielli.
Die Unterzeichnung der Präambel bedeute kein „Ende der legitimen Diskussionen, des theologischen Studiums der einzelnen Auslegungen der Texte des Zweiten Vatikanums“; vielmehr ebne es den Weg für weitere Klärungen. In den nächsten Wochen werde eine Analyse der Glaubenskongregation erwartet, dann eine Antwort des Papstes.
Spezialisten vermuten, dass die kanonische Lösung des Status der Piusbruderschaft in der Kirche durch „Personalprälaturen“ gelöst werden könnte, nach Modell des Opus Dei und in Anlehnung an die Eingliederung der Anglikaner durch „Anglicanorum coetibus“.
Personalprälaturen existieren seit 1983. Der Prälat der FSSPX würde damit direkt dem Heiligen Stuhl unterstehen, die Priesterbruderschaft würde weiterhin in der außerordentlichen Form zelebrieren und seine Seminaristen ausbilden können.
Die vier Punkte, die im Zentrum der Diskussion mit dem Vatikan stehen werden, sind nach eigenen Angaben der Piusbruderschaft: die Religionsfreiheit, beschrieben in „Dignitatis Humanae“, die Lehre über die Kirche, „Ekklesiologie“ der Konstitution „Lumen Gentium“, Nr. 8; die Lehre über den Ökumenismus in „Lumen Gentium“ und im Dekret „Unitatis redintegratio“ und die Doktrin der Kollegialität der Bischöfe, Nr. 22 aus „Lumen Gentium“, die angeblich in Konflikt mit der obersten Regierungsmacht der Kirche durch den Papst steht.
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16.04.2012 22:09:09
Papst Benedikt XVI. feierte 85. Geburtstag
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat am Montagmorgen mit engen Mitarbeitern und Besuchern aus Deutschland die Messfeier gehalten. Der Papst deutete in seiner Predigt, die er auf deutsch hielt, seinen Geburtstag von der Liturgie des Tages her: „Die Liturgie der Kirche hat am 16. April, meinem Geburts- und Tauftag, drei Wegweiser aufgestellt, die mir zeigen, wohin der Weg führt, und die mir helfen ihn zu finden. Da ist zuerst das Gedächtnis der heiligen Bernadette Soubirous, der Seherin von Lourdes, da ist einer der seltsamsten Heiligen der Kirchengeschichte, Benedikt Joseph Labre, und da ist vor allen Dingen die Tatsache, dass dieser Tag immer eingetaucht ist in das Ostergeheimnis, das Geheimnis von Kreuz und Auferstehung, das sich in meinem (Geburts-)Jahr in besonderer Weise ausdrückte: der Karsamstag, der Tag des Schweigens Gottes, der scheinbaren Abwesenheit, des Todes Gottes - und doch der Tag, an dem die Auferstehung sich ankündigte.“
Die Menschheit möge sich in all ihrer Aufgeklärtheit ein Beispiel nehmen an der kleinen heiligen Bernadette, die mit nichts als dem rudimentären, im Katechimusunterricht erworbenen Schulwissen und ihrem reinen Herzen in der Lage war, der Mutter Gottes zu begegnen und ihre Botschaft in die Welt zu tragen. Maria weise Bernadette den Weg zu einer reinen Quelle, deren Bedeutung für uns nicht hoch genug eingeschätzt werden könne: „Ich denke, wir dürfen dieses Wasser als Bild ansehen für die Wahrheit, die unserem Glauben zukommt, die unverstellte und unverschmutzte Wahrheit, deren wir bedürfen, um leben zu können und rein zu werden. Das ist in uns die Sehnsucht nach dem reinen Leben, nach der unverfälschten Wahrheit, nach dem unverschmutzten und von Korruption nicht befleckten Menschsein.“
Die Quelle sei in dieser Hinsicht ein Vorbild für uns alle: „Das Wasser, das uns reinigt und Leben gibt, ist ein Zeichen dafür, wie wir sein müssen: dass wir bei allem Wissen und Können, das notwendig ist, das einfache Herz, den einfachen Blick des Herzens nicht verlieren dürfen, der das Wesentliche zu sehen vermag, und den Herren immer bitten müssen, dass wir die Demut behalten - damit das Herz hellsichtig beibt, das Einfache und Wesentliche sehen kann, die Schönheit und die Güte Gottes.“
Der europäische Gedanke kommt hingegen im Leben des heiligen Benedikt Labre zum Ausdruck, dessen selbstgenügsames Leben bereits im 18. Jahrhundert eine radikale Absage an den Konsumgedanken, wie er heute immer mehr überhand nimmt, darstellte. Benedikt XVI. erinnerte folgendermaßen an ihn: „Der fromme Bettlerpilger des 18. Jahrhunderts, der nach verschiedenen Anläufen, die vergeblich waren, als seine Berufung findet, als Bettler mit nichts und auf nichts gestellt und auch nichts behaltend von dem, was er bekam und nicht direkt brauchte, durch ganz Europa zu pilgern, zu allen Heiligtümern Europas von Spanien bis Polen und von Deutschland bis Sizilien – ein wahrhaft europäischer Heiliger. Man kann auch ruhig sagen, ein sonderbarer Heiliger, der nur bettelnd herumzieht von Heiligtum zu Heiligtum, nichts tun will als beten und damit Zeugnis geben, worauf es ankommt in diesem Leben: auf Gott.“
Der Papst machte deutlich, dass er sich selbst bemüht, sein Leben in Gott zu verankern. „Das biologische Leben allein ist eine Gabe, aber von einer großen Frage umgeben. Zu einer wirklichen Gabe wird es erst dann, wenn mit ihm eine Verheißung mitgegeben werden kann, die stärker ist als alles Unheil, das drohen mag. Wenn es eingetaucht wird in eine Kraft, die gewährleistet, dass es gut ist, ein Mensch zu sein, dass für diesen Mensch gut ist, was immer die Zukunft bringen mag.“
Das Leben ohne Gott, ohne die ständige Erneurerung des Taufversprechens, reduziert sich - so der Papst - auf eine biologische Gabe ohne tieferen Sinn. „Dies ist der Sinn der Wiedergeburt aus Wasser und Geist, eingetaucht zu werden in die Verheißung, die nur Gott selbst geben kann: Es ist gut, dass du bist, du darfst dessen gewiss sein, was immer kommen mag. Aus dieser Gewissheit durfte ich leben, wiedergeboren aus Wasser und Geist... Die Wiedergeburt ist uns in der Taufe geschenkt worden, aber wir müssen immer wieder neu in sie hineinwachsen, uns immer neu von Gott in seine Verheißung eintauchen lassen, damit wir wahrhaft wiedergeboren seien in die große, neue Familie Gottes hinein, die stärker ist als all die Ohnmächte und Unmächte, die uns bedrohen.“
Benedikt XVI. drückte schließlich seine Hoffnung aus, dass das Licht Gottes ihn auch auf seinem letzten Lebensabschnitt immer begleiten wird. „Ich stehe vor der letzten Wegstrecke meines Lebens und weiß nicht, was mir verhängt sein wird, aber ich weiß, dass das Licht Gottes da ist, dass er auferstanden ist und dass sein Licht stärker ist als alles Dunkel, dass Gottes Güte stärker ist als alles Böse dieser Welt. Das läßt mich in Gewissheit weitergehen, das lässt uns alle weitergehen. Allen, die dieses „JA“ Gottes immer wieder durch ihren Glauben auch mir immer wieder gewiss machen, danke ich in dieser Stunde von ganzen Herzen.“
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14.04.2012 13:15:28
Ein Lobpreis des göttlichen Erbarmens
(stjosef.at/predigten; JSp) Der 2. Sonntag der Osterzeit lädt uns ein, die göttliche Barmherzigkeit anbetend zu verehren. Der selige Papst Johannes Paul II. hat diesen Festtag im Jubiläumsjahr 2000 als Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit eingeführt; er selbst ist ja am 2. April 2005 verstorben, am Vorabend des Sonntags der göttlichen Barmherzigkeit. Der Leitgedanke seines Pontifikates war tatsächlich das Erbarmen des himmlischen Vaters, das uns geoffenbart wird durch seinen Sohn Jesus Christus und uns zugewendet wird in der Gnade des Heiligen Geistes.
Braucht die Welt überhaupt Barmherzigkeit, brauchen wir die Barmherzigkeit? Wenn wir ehrlich sind Ja. Denn wie es schon der Apostel und Evangelist Johannes ausgedrückt hat: „Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt liegt im Machtbereich des Bösen“ (1 Joh 5,19). Es gibt das Unrecht, es gibt die Sünde, es gibt den Abfall von Gott, die Verweigerung gegenüber seiner Liebe.
Ebenso wahr ist aber, dass Gott uns Menschen die Gnade der Umkehr anbietet und die Versöhnung mit ihm. Er überlässt die Menschen nicht ihrem Schicksal, sondern hat seinen Sohn in die Welt gesandt, um die Sünder zu retten. Das besondere Sakrament der göttlichen Barmherzigkeit für alle bereits Getauften ist das Sakrament der Buße, die heilige Beichte. Sie gilt es neu zu entdecken. Gott wäscht uns rein von aller Schuld durch das am Kreuz vergossene Blut seines Sohnes Jesus Christus. Der Erlöser tritt aus Liebe freiwillig an die Stelle des Sünders und nimmt die Schuld von uns weg, wenn wir unsere Sünden bereuen und uns vertrauensvoll der göttlichen Barmherzigkeit zuwenden.
Lesen Sie die Predigt zum 2. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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08.04.2012 16:04:28
Osterbotschaft des Papstes
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat mit Zehntausenden Gläubigen an diesem Sonntag in Rom das Fest der Auferstehung des Herrn gefeiert. Nach der Ostermesse auf dem Petersplatz spendete er von der Segnungs-Loggia des Petersdomes aus den feierlichen Segen Urbi et Urbi, verbunden mit seiner Osterbotschaft. „Wenn Jesus auferstanden ist, dann – und nur dann – ist etwas wirklich Neues geschehen, das die Lage des Menschen und der Welt verändert. Dann ist er – Jesus – jemand, dem wir unumschränkt vertrauen können, nicht nur seiner Botschaft, sondern ihm selbst, denn der Auferstandene gehört nicht der Vergangenheit an, sondern er ist gegenwärtig, heute, und lebt.“ Christus sei Hoffnung und Ermutigung besonders für jene Christen, die heute diskriminiert und verfolgt werden, so der Papst. Er benannte mehrere Länder, in denen die christlichen Gemeinden, und nicht nur sie, einen unsicheren Stand haben, allen voran den Mittleren Osten: Alle ethnischen, kulturellen und religiösen Gemeinschaften jener Region sollten „für das Gemeinwohl und für die Achtung der Menschenrechte zusammenarbeiten“, so der Papst.
„Besonders in Syrien sollte das Blutvergießen enden und unverzüglich der Weg der Achtung, des Dialogs und der Versöhnung eingeschlagen werden, was auch dem Wunsch der Internationalen Gemeinschaft entspricht. Mögen die zahlreichen Flüchtlinge, die aus jenem Land kommen und humanitärer Hilfe bedürfen, die Aufnahme und die Solidarität erfahren, die imstande sind, ihre schmerzlichen Leiden zu mindern.“
Auch der Irak war Gegenstand der päpstlichen Botschaft: Die Bevölkerung möge keine Anstrengung scheuen, um auf dem Weg der Stabilität voranzuschreiten. Israelis und Palästinenser ermutigte der Papst dazu, den Friedensprozess wieder aufnehmen. Den christlichen Gemeinschaften Afrikas wünschte er, dass sie mit Gottes Hilfe zu „Friedensstiftern“ werden.
„Der auferstandene Jesus stärke die leidenden Bevölkerungen am Horn von Afrika und begünstige ihre Versöhnung; er helfe der Region der ostafrikanischen Seen, dem Sudan und dem Süd-Sudan, indem er den jeweiligen Einwohnern die Kraft zum Verzeihen schenke. Dem Staat Mali, der einen politisch heiklen Moment erlebt, schenke der glorreiche Christus Frieden und Stabilität. Nigeria war in letzter Zeit Schauplatz blutiger terroristischer Überfälle; möge die österliche Freude ihm die nötigen Energien spenden, um den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft wieder aufzunehmen, die die Religionsfreiheit ihrer Bürger respektiert.“
Im ersten Teil seiner Osterbotschaft an die Welt schilderte der Papst das Ostergeschehen quasi aus der weiblichen Perspektive. Für jeden Christen wiederhole sich die Erfahrung, die Maria Magdalena machte, die – als erste – den Auferstandenen sah.
„Das ist es, warum Maria Magdalena Jesus „meine Hoffnung“ nennt: weil er es war, der sie zu neuem Leben erweckte, ihr eine neue Zukunft schenkte, ein gutes Leben, frei vom Bösen. „Christus, meine Hoffnung“ bedeutet, dass all meine Sehnsucht nach dem Guten in ihm eine reale Möglichkeit findet: Mit ihm kann ich hoffen, dass mein Leben gut sei, dass es erfüllt und ewig sei.“
Maria Magdalena habe, so der Papst wörtlich, „wie die anderen Jünger mit ansehen müssen, wie Jesus von den führenden Männern des Volkes abgelehnt wurde, gefangengenommen, gegeißelt, zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde“. Mit dem Tod Jesu schien die Hoffnung aller, die auf ihn vertrauten, zu scheitern. Bis heute müsse die Hoffnung „in dieser Welt unweigerlich mit der Härte des Bösen rechnen“ und mit den „spitzen Stichen von Neid, Hochmut, Lüge und Gewalt“. Jesus habe dieses „tödliche Flechtwerk durchquert“, um uns den Weg in das Reich des Lebens zu bahnen. Gott schien besiegt, schweigend, Finsternis lag über der Welt.
„Aber siehe da, im Morgengrauen des Tages nach dem Sabbat ist das Grab leer. Und dann zeigt sich Jesus der Maria Magdalena, den anderen Frauen und den Jüngern. Da flammt der Glaube wieder auf, lebendiger und stärker denn je, jetzt unbezwingbar.“
Lesen Sie die Osterbotschaft des Heiligen Vaters in vollem Wortlaut!
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07.04.2012 12:00:49
Der Herr ist wahrhaft auferstanden!
(stjosef.at/predigten; JSp) Das Evangelium des Ostersonntags erzählt uns von der Erscheinung des auferstandenen Herrn vor Maria von Magdala. Sie war von Sehnsucht und Liebe erfüllt und ging deshalb zum Grab Christi. Dabei machte sie zwei Entdeckungen, die aber noch nicht ausreichten, dass sie zum Osterglauben fand: Zum einen sah sie, dass der schwere Stein vor dem Grab weggewälzt war und dass das Grab leer war. Sie meinte, man habe den Leichnam des Herrn aus dem Grab weggenommen. Und dann begegnete sie zwei Engeln in weißen Gewändern, die in der Grabkammer saßen. Aber auch das reichte noch nicht aus, um den Osterglauben zu begründen.
Maria von Magdala war immer noch untröstlich darüber, dass sie den Leichnam Jesu nicht auffinden konnte. Ihre Trauer versperrte ihr zunächst den Weg zur Wahrheit von der Auferstehung. Sogar als ihr Jesus persönlich erschien, erkannte sie ihn nicht; sie meinte, es sei der Gärtner. Als er sie aber mit ihrem Namen rief („Maria“), da erkannte sie den Herrn und Meister und wollte ihn nun am liebsten hier auf der Erde festhalten.
Dafür war aber die Zeit noch nicht gekommen. „Halte mich nicht fest: denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen“, sagte Jesus. Was folgen sollte, war der Auftrag zur Verkündigung der Auferstehung. Maria von Magdala sollte als erste zu den Aposteln eilen und ihnen die Kunde von der Auferstehung Christi kundtun.
Lesen Sie die Predigt für die Messe am Ostersonntag in vollem Wortlaut!
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07.04.2012 11:59:05
Christus, das Licht der Welt
(stjosef.at/predigten; JSp) n der Osternacht erstrahlt das Licht Christi, des Auferstandenen. Eben dies wird durch die Lichtfeier bei dieser Liturgie auf feierliche Weise zum Ausdruck gebracht. Die Osterkerze symbolisiert den auferstandenen Christus. Er erleuchtet das Dunkel der Welt; sein Licht gibt uns Kraft und Hoffnung.
Ostern ist der Einbruch des ganz Neuen in diese Welt. Wenn wir die Auferstehung Christi nicht nur als Mythos nehmen, den irgendwelche Menschen erfunden und ausgestaltet haben, sondern als Wirklichkeit, dann steht das ganze Leben unter einem neuen Vorzeichen:
Nicht mehr der Tod hat das letzte Wort, nicht mehr das Unrecht triumphiert – sondern Gott, der ein Freund des Lebens ist! Der Vater hat seinen menschgewordenen Sohn auferweckt; so können wir es sagen, wenn wir auf die Menschheit Christi blicken. Der Sohn Gottes ist aus eigener Kraft von den Toten auferstanden: Diese Aussage bezieht sich auf seine Gottheit und sein allmächtiges Wirken.
Im Evangelium nach Markus wird uns von drei Frauen berichtet, die zum Grab Jesu gingen, weil sie seinen toten Leichnam nach jüdischer Sitte mit wohlriechenden Ölen salben wollten. Wie würden sie bloß den schweren Stein am Grabeingang entfernen können? Doch als sie zum Grab kamen, in das man hineingehen konnte, sahen sie, dass der Stein bereits weggewälzt war. Ein Mann mit einem weißen Gewand – es muss ein Engel gewesen sein – verkündete ihnen das Unglaubliche: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier.“
Lesen Sie die Homilie für Messe in der Osternacht in vollem Wortlaut!
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05.04.2012 17:28:40
Lob und Kritik für Kardinal Schönborn
(kath.net) Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn bekommt nach der Zulassung des homosexuellen Pfarrgemeinderates Florian Stangl Lob von Homogruppen. So meinte der Obmann der Homosexuellen Initiative Wien (HOSI). Christian Högl, im "Standard": "So homo hat man keinen österreichischen Bischof je erlebt". Wenn er sich streng an die Regeln Roms gehalten hätte, wäre dies schließlich nicht erlaubt gewesen, so Högl im "Standard". Grundsätzlich verbitte man sich aber, dass sich die Kirche in Privatangelegenheiten einmische, weshalb man sich auch nicht in die Angelegenheiten der Kirche einmischen wolle.
Kritik an der Schönborn-Entscheidung gibt es von nicht wenigen Gläubigen und auch aus dem Bereich der Moraltheologie. Der St. Pöltner Moraltheologe Josef Spindelböck erklärte im "Standard", er hätte an Schönborns Stelle "vermutlich nicht so entschieden". Er könne die Absicht des Kardinals verstehen, dass er nach dem Motto "Hasst die Sünde, liebet den Sünder" den homosexuellen Pfarrgemeinderat zugelassen habe. Auf der anderen Seite sieht Spindelböck die "Problematik des Missverständnisses": Aus Schönborns Entscheidung könnten "falsche Schlussfolgerungen" gezogen werde. Denn die "Lehre der Kirche" sei daraus nicht klar ersichtlich. "Homosexuell zu empfinden ist noch keine Sünde. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Diese Leute sollen sich beherrschen und enthaltsam leben, ich weiß, das ist anspruchsvoll", sagt Spindelböck. Weiters verwies Spindelböck auf Schönborns "Predigt zur Chrisammesse" vom 2. April, in der der Kardinal deutlich gemacht habe, dass ausgelebte Homosexualität weiterhin als Sünde anzusehen sei.
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05.04.2012 17:25:56
Die Unheilsgeschichte wird zur Heilsgeschichte
(stjosef.at/predigten; JSp) Leiden und Liebe – wie geht das zusammen? Der Blick auf das Kreuz Christi stellt uns diese Frage, und vom Kreuz Christi erhalten wir auch die richtige Antwort.
Fürs erste scheint uns, als wäre die Liebe nicht mit dem Leiden vereinbar. Wer jemanden wirklich liebt, möchte ihm doch soweit als möglich jedes nur denkbare Leid ersparen! Liebende nehmen Rücksicht aufeinander, sie achten auf die Bedürfnisse des anderen, sie suchen den geliebten Menschen glücklich zu machen und wollen einander kein Leid zufügen.
Das ist richtig. Aber gerade wenn jemand dem anderen Leid ersparen will, weil er diesen Menschen liebt, ist er selber eben aufgrund dieser Liebe bereit, so manches Leid und Ungemach auf sich zu nehmen – um dieser Person willen, die er liebt. Die Liebe geht sogar so weit, dass sie das eigene Leben einsetzt und hingibt für die geliebte Person. Und dies kann mit einem Höchstmaß an physischen Leiden und auch an seelischer Bedrängnis verbunden sein!
Genau so hat der Sohn Gottes an uns gehandelt: Aus übergroßer Liebe gab Jesus sein Leben für uns hin am Kreuz!
Lesen Sie die Homilie vom Karfreitag (Feier des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus)!
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04.04.2012 12:14:31
Das Vermächtnis seiner Liebe
(stjosef.at/predigten; JSp) In der heiligen Eucharistie begegnet uns Gott auf einzigartige Weise: Wir werden eins mit Jesus Christus, unserem Erlöser. Er kommt zu uns als wahrer Gott und Mensch, als der Gekreuzigte und Auferstandene, als der Herr der Herrlichkeit!
Jesus hat dieses Sakrament seinen Aposteln vor seinem Leiden und Sterben anvertraut. Beim Letzten Abendmahl gab er sich selbst den Seinen hin – unter den Gestalten von Brot und Wein! Wenn er die Worte spricht: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, und „Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird“, dann hinterlässt er uns gleichsam sein Vermächtnis, sein Testament.
Gott schenkt sich uns ganz, er will unsere Speise sein für das ewige Leben. Kommunion heißt Vereinigung, Gemeinschaft: Gemeinschaft mit Gott, aber auch Gemeinschaft all jener, die zu Christus gehören. Gott kehrt ein in unserem Herzen, er verwandelt unser Innerstes und schafft uns neu, damit wir in Christus das Leben haben und es in Fülle haben. Aber auch wir treten gleichsam ein ins innerste Geheimnis Gottes, das Liebe ist; wir werden durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Mensch unser Bruder ist, hineingezogen in das Leben Gottes, in die Gemeinschaft seiner Liebe.
Lesen Sie die Homilie zur Messe vom Letzten Abendmahl (Gründonnerstag) im Wortlaut!
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04.04.2012 10:54:03
Niederländische Bischöfe erinnern an Richtlinien für Österliches Triduum
(kathnews.de) Die Niederländische Bischofskonferenz hat sich vor Palmsonntag in einem offiziellen Schreiben an alle in der Seelsorge Verantwortlichen gewendet. In dem Schreiben geben die Bischöfe konkrete Richtlinien für die Feier der Kar- und Osterliturgie. Sie erklären, dass sie alle Gläubigen anspornen wollen, den liturgischen Höhepunkt des Kirchenjahres in seinem vollen Reichtum sowohl in bezug auf seinen Inhalt als auch in bezug auf seine liturgische Gestalt so würdig wie möglich zu feiern.
Die Bischöfe sahen sich zu den konkreten Regeln für die liturgischen Feiern der Kar- und Osterliturgie u.a. veranlaßt wegen der geringeren Teilnahme von Gläubigen an den liturgischen Feiern der Karwoche in den letzten Jahren. Das habe hier und da zu der Praxis geführt, in den Pfarrgemeinden die Liturgie der Kar- und Ostertage zu vereinfachen und zu verkürzen. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass die Kürzung der Feiern nicht zu einer Teilnahme von mehr Gläubigen führe. Zudem erinnern die Bischöfe an Ihren Brief zum Fronleichnamsfest 2008. Darin hatten sie darauf hingewiesen, dass eine Eucharistiefeier am Sonntag nicht durch einen Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung ersetzt werden könne, da solche Feiern dazu führten, dass die Gläubigen von der Eucharistie entfremden. Auf dem Hintergrund der zentralen Bedeutung des Ostertriduum als Höhepunkt des Kirchenjahres sei es von höchster Wichtigkeit, dass die Gläubigen die Gelegenheit haben, an den liturgischen Feiern der Kar- und Ostertage in ihrem ganzen Reichtum teilzunehmen.
Die Bischöfe erinnern in ihrem jüngsten Schreiben an die Regeln für die Feier vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, die Leidensfeier am Karfreitag und die Ostervigil in der Osternacht. Sie beziehen sich dabei vor allem auf das Schreiben der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentendiziplin “Paschalis Sollemnitatis” vom 16. Januar 1988. Danach sollen die liturgischen Feiern des österlichen Triduum in Kathedral- und Pfarrkirchen gefeiert werden, wo eine große Teilnahme von Gläubigen möglich ist. Darum sei es angemessen, wenn kleine Geimeinschaften, Vereine und besondere Gruppen in diesen Kirchen zusammenkommen, um die heilige Liturgie der Kar- und Ostertage in der bestmöglichen Form zu feiern.
Die niederländischen Bischöfe weisen ferner mehrmals und ausdrücklich darauf hin, dass ausnahmslos alle Feiern des Ostertriduum nur unter der Leitung eines Priesters stattfinden können. Die Kar- und Osterliturgie sehe nicht vor, dass ein Diakon oder ein Laie ihr vorsteht. An keinem der Kar- und Ostertage darf ein Wortgottesdienst mit Kommunionspendung abgehalten werden, auch nicht bei Abwesenheit eines Priesters.
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02.04.2012 23:17:25
Kardinal Schönborn:Der gute Seelsorger kennt die Norm und begleitet die Menschen
(kathpress.at) Ein guter Seelsorger kennt und steht zu den christlichen Normen und begleitet die Menschen in die "Freundschaft mit Jesus". Diese "Hilfestellung" gab Kardinal Schönborn den Priestern für den Umgang mit "pastoralen Nöten" und "irregulären Situationen". Dieser Weg sei "weder rigoros noch lax", sagte der Wiener Erzbischof bei der traditionellen Chrisammesse am Montagabend.
In seiner Predigt im Stephansdom ging der Kardinal auf Situationen ein, mit denen die Seelsorger häufig konfrontiert sind, wenn Menschen unverheiratet zusammenleben, geschieden und wiederverheiratet sind oder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben. Beim Umgang damit gelte es, den Weg gemeinsam zu gehen, "mit und in der Kirche und treu zu ihrer Lehre". Gleichzeitig brauche es das "Bewusstsein der Heilsbedürftigkeit", das heute oft zu fehlen scheine.
In allen drei exemplarisch genannten Lebenssituationen gehe es nicht zuerst um "Kirchenrecht" und seine angebliche Enge, "sondern um die Schöpfungsordnung und ihre verbindliche Auslegung durch Jesus selbst", sagte der Kardinal und führte aus: "Wir verteidigen mit der kirchlichen Lehre nicht 'konfessionelles Sondergut' der Katholiken, sondern den 'Masterplan' des Schöpfers: dass Gott selber den Menschen als Mann und Frau, nach seinem Bild, geschaffen hat; dass also die Geschlechterdifferenz und ihr Zueinander von Gott gewollt ist; dass er beiden das Gebot gegeben hat 'Wachset und vermehrt euch'; dass deshalb der Mann Vater und Mutter verlassen wird und die beiden ein Fleisch werden".
Dies habe "Jesus mit Vollmacht gültig ausgelegt", wenn er sagt: "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen", betonte der Kardinal. Dies sei die Grundlage der ganzen christlichen Auffassung von Ehe und Fruchtbarkeit und auch der Überzeugung, dass "geschlechtliche Vereinigung nur eingebettet in der Ehe zwischen Mann und Frau der Schöpfungsordnung entspricht".
Für eine glaubwürdige Verkündigung und Seelsorge sei es daher notwendig, dass dies auch von den Priestern selbst so gesehen und geglaubt wird, mahnte der Wiener Erzbischof an und sagte: "Es ist eine Freude und ein Segen zu erleben, dass ein Leben nach der Weisung Gottes für Mann und Frau im Leben 'stimmt' und dem Leben große Strahlkraft gibt." Es sei keine "altmodische Engstirnigkeit, wenn die Kirche lehrt, dass die Sexualität ihren echten Platz im geborgenen und verbindlichen Raum der unauflöslichen Ehe hat".
Zum Einwand, dass ein derartiger "Masterplan" heute nicht mehr lebbar sei, hielt der Kardinal entgegen, dass es dennoch solche "anschaulichen Vorbilder" gäbe. Auch mache es im seelsorglichen Umgang damit einen Unterschied, "ob man im Versuch, nach Gottes Ordnung zu leben, scheitert - oder ob man daran scheitert, ohne es je versucht zu haben".
Um den "Masterplan" des Schöpfers zu verstehen und leben zu können, sei es daher wichtig, "immer wieder die Norm in Erinnerung zu rufen". Dabei dürfe es aber nicht bleiben. In einem echten christlichen Leben sei es notwendig, "Jesus selber besser kennen zu lernen, in seine Freundschaft hineinzuwachsen." Die Seelsorger sollten diesen Weg eines Menschen mit Geduld und Ermutigung fördern. "Der gute Hirte hält an beidem fest: Der Überzeugung, dass Gottes Masterplan richtig, für den Menschen gut und beglückend ist, und am liebevollen, geduldigen Weg, auf dem Jesus uns in seine Freundschaft führt", so Kardinal Schönborn in seiner Predigt an die Priester der Erzdiözese Wien.
Link: Predigt im Wortlaut.
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01.04.2012 22:02:44
Papst eröffnete die Karwoche mit der Messe am Palmsonntag
(radiovatikan.de) Mit der Weihe der Palmzweige und einer Palmprozession auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. am Sonntagvormittag die Feierlichkeiten zur Kar- und Osterwoche eingeläutet. Der Palmsonntag, so eröffnete das Kirchenoberhaupt seine Predigt, „ist das große Portal, das uns in die Karwoche eintreten läßt, in die Woche, in der Jesus, der Herr, dem Höhepunkt seines Erdenlebens entgegengeht. Er geht nach Jerusalem hinauf, um die Schrift zu erfüllen und ans Kreuz gehängt zu werden; es ist der Thron, von dem aus er auf ewig herrschen, die Menschheit aller Zeiten an sich ziehen und allen das Geschenk der Erlösung anbieten wird.“
Vor Beginn der Messe hatte der Papst neben dem ägyptischen Obelisken in der Mitte des Petersplatzes die Palmenzweige für die Prozession gesegnet. In der Predigt meditierte er über den Jubelruf des Volkes beim Einzug Jesu in Jerusalem. Alle vier Evangelisten hätten das Hosanna überliefert, erinnerte der Papst. Der „tiefste Widerhall“ des Jubelrufes sei die Verheißung Gottes an die Glaubenden, „Ich werde dich zu einem großen Volk machen und dich segnen... Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen“.
„Darum ist derjenige, der von der Menge als der Gesegnete bejubelt wird, zugleich der, durch den die gesamte Menschheit Segen erlangen wird. So erkennt sich im Licht Christi die Menschheit zutiefst geeint und gleichsam in den Mantel des göttlichen Segens eingehüllt, eines Segens, der alles durchdringt, alles trägt, alles erlöst, alles heiligt.“
Das sei eine der großen Botschaften, die der Palmsonntag uns übermittelt, fuhr der Papst fort:
„Die Aufforderung, die gesamte Menschheit in der rechten Weise in den Blick zu nehmen, die Völker, aus denen sich die Welt zusammensetzt, ihre verschiedenen Kulturen und Zivilisationen. Der Blick, den der Glaubende von Christus empfängt, ist der Blick des Segens: ein weiser und liebevoller Blick, der fähig ist, die Schönheit der Welt zu erfassen und mit ihrer Gebrechlichkeit mitzuleiden.“
So wie die Jesus zujubelnde Menge, die ihn fünf Tage später aus Enttäuschung am Kreuz sehen will, müsse sich heute jeder glaubende Christ fragen, was seine Erwartungen an den Messias sind, so Papst Benedikt. In jenen Tagen fünf Tagen bis zum Karfreitag seien selbst die Jünger verstummt.
„Die meisten waren nämlich enttäuscht von der Art, die Jesus gewählt hatte, sich als Messias und König Israels zu zeigen. Genau hier liegt der Kern des heutigen Festes, auch für uns. Wer ist Jesus von Nazareth für uns? Welche Vorstellung haben wir vom Messias, welche Vorstellung haben wir von Gott? Das ist eine entscheidende Frage, die wir nicht umgehen können, um so weniger, als wir gerade in dieser Woche aufgefordert sind, unserem König zu folgen, der als Thron das Kreuz wählt; einem Messias zu folgen, der uns nicht ein einfaches irdisches Glück zusichert, sondern das Glück des Himmels, die Seligkeit Gottes.“
“Möge Palmsonntag für euch der Tag der Entscheidung für Gott sein“, sagte der Papst an die Jugendlichen gerichtet, die an diesem Sonntag den Weltjugendtag auf diözesaner Ebene begehen. Er bezog sich dabei auf die Heilige Klara von Assisi. Diese hatte am Palmsonntag vor genau 800 Jahren als 18-Jährige das Haus ihrer Eltern verlassen, um sich ganz dem Herrn zu weihen.
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29.03.2012 21:34:48
Papst nahm Abschied von Kuba
(radiovatikan.de) „¡Hasta siempre! Kuba, Gott segne deine Zukunft!“ Mit diesen Worten ging die 23. Auslandsreise Papst Benedikt XVI. zu Ende. Am Internationalen Flughafen José Martí wurde er um 17 Uhr Ortszeit von Kubas Präsident Raúl Castro verabschiedet. Die Zeremonie wurde wegen Regens in die Abflughalle des Terminals verlegt, schon die Fahrt des Papstes im Papamobil durch die Straßen Havannas fand im Regen statt: Ein Segenszeichen, wie die Kubaner augenzwinkernd glauben.
In seiner Ansprache gedachte der Papst noch einmal der Reise seines Vorgängers, der als „Bote der Wahrheit und der Hoffnung“ gekommen war. Er selber habe sich als Pilger auf den Weg gemacht: „Ich bin als Zeuge Jesu Christi hierher gekommen in der festen Überzeugung, dass, wo auch immer er hinkommt, die Verzagtheit der Hoffnung weicht, die Güte die Unsicherheiten beseitigt und eine starke Kraft den Horizont für ungewöhnliche und wohltuende Perspektiven öffnet.“ Damit öffnete er das Thema seiner Ansprache: die Zukunft Kubas.
Das Erinnern an die Botschaft Christi und der Impuls zu einer erneuerten Evangelisierung solle zu einem lebendigen und wachsenden Glauben werden, aber auch seinen „Beitrag zum Wohl und zu einem umfassenden Fortschritt“ leisten. Der Weg mit Christus führe in eine wahre Entwicklung, so der Papst. Auch nach dem Ende seiner Reise bete er dafür, dass Kuba „das Haus aller und für alle Kubaner“ sei, ein Hinweis auf vielen angereisten Exilkubaner.
Das Thema seiner Predigt vom Morgen aufgreifend wies er noch einmal auf die notwendige Gestaltung der Zukunft hin: Die „Achtung und Förderung der Freiheit“ seien unerlässlich, um darauf zu antworten, was die Würde des Menschen verlange. Nur so sei eine „Gesellschaft aufzubauen, in der jeder sich als unentbehrlicher Gestalter der Zukunft seines Lebens, seiner Familie und seiner Heimat fühlt.“
Der Papst wandte sich gegen Einschränkungen der Freiheit, im Inneren des Landes wie auch von Außen, wie etwa durch das Wirtschaftsembargo des Landes durch die USA; am Aufbau der Gesellschaft sollten sich alle beteiligen: „Niemand sollte durch die Einschränkung seiner Grundfreiheiten daran gehindert werden, an dieser spannenden Aufgabe teilzunehmen, und keiner fühle sich ausgeschlossen durch Nachlässigkeit oder Mangel an materiellen Ressourcen – eine Situation, die sich verschärft, wenn von außen auferlegte restriktive wirtschaftliche Maßnahmen schwer auf der Bevölkerung lasten.“
Die Situation erfordere dringend, so der Papst weiter, dass „unbewegliche Positionen und einseitige Sichtweisen“ aufgegeben würden. Zusammenarbeit müsse wirkungsvoll sein, gegen die Widerstände müsse man „unermüdlich suchen, was alle verbindet, und zwar in einem geduldigen und aufrichtigen Dialog, in gegenseitigem Verständnis und mit einem aufrichtigen Willen des Zuhörens, der Ziele annimmt, die neue Hoffnungen mit sich bringen.“
Der Papst wünschte dem Land, aus dem Glauben die Kraft für den Aufbau einer besseren Zukunft und eine echte Erneuerung des persönlichen und des gesellschaftlichen Lebens schöpfen zu können.
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29.03.2012 21:32:01
Liberale Muslime fordern Bau von Kirchen in Saudi Arabien
(news.stjosef.at) Die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ hat am 29.03.2012 folgende Presseerklärung veröffentlicht, die wir hier im Wortlaut wiedergeben:
Die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ will eine Kirche in Saudi Arabien für alle Christen bauen, um ein Zeichen zu setzen, dass die Religionsfreiheit auch für Saudi Arabien gelten muss.
Es ist nicht einzusehen, dass Saudi Arabien den Bau von mehreren hundert Moscheen und Gebetshäusern in ganz Europa seit mehreren Jahrzehnten finanziert, den Bau von Kirchen in Saudi Arabien jedoch verbietet.
Es gibt viele orientalische und ausländische christliche Gastarbeiter in Saudi Arabien, die ihre Religiosität nicht ausüben dürfen, sodass ein großer Bedarf von Kirchen in Saudi Arabien besteht.
Die Glaubensfreiheit muss für alle Religionen gelten.
Der Islam verbietet den Bau von Gebetshäusern und Kirchen nicht.
Die Initiative Liberaler Muslime Österreich - ILMÖ verurteilt daher auf das schärfeste den Ruf des Groß Mufti von Saudi-Arabien Sheikh Abdul Aziz al-Sheikh zur Zerstörung aller Kirchen in den Golfstaaten.
Dieser Groß Mufti ist auch der Befürworter und der geistige Führer des Wahabitischen Sekten-Zentrums „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien, ohne dessen Unterstützung und Erlaubnis es dieses nicht geben könnte, da Saudi Arabien dieses finanziert.
Zahlreiche Politiker und Journalisten unterstützen dieses Sektenzentrum, obwohl die religiösen Führer in Saudi Arabien gemeinsam mit den radikalen islamistischen Führern in Europa immer wieder gegen Christen, Juden und Andersdenkende Hass schüren und dadurch die Integration der Muslime in Österreich und Europa gefährden.
Erlaubt Saudi Arabien den Bau einer Kirche nicht, zeigt dies, dass diese Sekte inkompatibel mit den Menschenrechten und der europäischen Rechtsordnung ist.
Sollte dies der Fall sein, fordert die Initiative Liberaler Muslime – ILMÖ in einem solchen Fall die sofortige Auflösung des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien.
Spendenkonto: "Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ)", Kennwort: "Kirche in Saudi Arabien", Raiffeisen Bank-Konto Nr.: 122.952,
Bankleitzahl: 32367
http://www.initiativeliberalermuslime.org
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29.03.2012 21:26:54
Johannes Messner "live"
(kathpress.at) Der Seligsprechungsprozess für den Priester und Wiener Sozialethiker Johannes Messner ist wieder aufgenommen worden. Das bestätigte der seit November 2011 neu ernannte Postulator des Verfahrens, Militärsuperior Harald Tripp, am Mittwochabend gegenüber "Kathpress" am Rande einer Veranstaltung mit dem Titel "Johannes Messner 'live'". In den Räumen der Wiener Dompfarre präsentierte der Neffe von Johannes Messner, der an der Universität Kassel dozierende Erziehungswissenschafter Prof. Rudolf Messner, Texte, Bilder und Tondokumente aus Leben und Werk des bedeutenden Sozialethikers. Nach der zeitweiligen Sistierung sei man derzeit intensiv "mit der Befragung von Zeitzeugen zum Leben von Messner" befasst, erläuterte Tripp. Dabei gehe es vor allem um Belege für den geforderten "heroischen Tugendgrad" von Johannes Messner. Weiters soll geklärt werden, inwiefern Messner "im Ruf der Heiligkeit stand und steht" und ob es Hinweise auf ein erforderliches Wunder gebe. Zu den befragten Zeitzeugen zählt auch sein Neffe Rudolf Messner, der derzeit an einer Johannes-Messner-Biografie arbeitet. Tripp zeigte sich zuversichtlich, dass zusammen mit dem neuen Vizepostulator Christian Machek das Seligsprechungsverfahren auf Ebene der Erzdiözese "zügig weiterkommt". Das Verfahren wurde 2002 von Kardinal Christoph Schönborn eröffnet.
Im Zentrum des Vortrags über Johannes Messner standen dessen Lebensstationen, vor allem sein schneller Aufstieg zu einem der bedeutendsten katholischen Sozialethiker im Deutschsprachigen Raum in der Zwischenkriegszeit. 1938 erfolgte mit der Flucht und Emigration nach England die "Lebenskrise" Messners, die zur beinahe wundersamen Wende wurde: Im englischen Exil im Oratorium in Birmingham verfasste er sein Hauptwerk "Das Naturrecht", das zuerst 1949 auf Englisch unter dem Titel "Social Ethiks" erschien und Messner international bekannt machte. Rudolf Messner verwies darauf, dass "Die Soziale Frage" - der gleichnamige Titel erschien bis 1938 in 5 Auflagen - schon durch die Herkunft Johannes Messners mitbestimmt war: Der Vater war Bergarbeiter und auch die Mutter musste als Fabriksarbeiterin für das Auskommen der fünfköpfigen Familie sorgen. Johannes Messners Expertise in sozialen Fragen habe dazu geführt, dass er maßgeblich am 1925 erschienen Sozialhirtenbrief der österreichischen Bischöfe mitgearbeitet habe. Kritische Distanz zum Ständestaat Detailliert ging der in Kassel lehrende Neffe des Sozialethikers auf die Zeit von 1934 bis 1938 ein. Johannes Messner habe zeitweise auch Engelbert Dollfuss als Berater in sozialpolitischen Fragen gedient. Auch habe Messner viel Respekt vor der christlich geprägten Gesinnung des Politikers gehabt, und sei von dessen "märtyrerhaftem Tod fasziniert gewesen". Ausdruck dessen sei auch das 1935 erschienene Buch Messners mit dem schlichten Titel "Dollfuss". Gleichzeitig habe sich Johannes Messner aber gegen das Projekt "Ständestaat" ausgesprochen, dafür aber immer für eine "berufsständische Ordnung in Freiheit und Subsidiarität" plädiert. Seine Kritik beruhte darauf, dass es dem Staat nicht zustehe, derart massiv Wirtschaft und Gesellschaft steuern zu wollen. Messner sah seine Kritik durch die Prinzipien der Katholischen Soziallehre gedeckt. Diese kritische Distanz zum Ständestaat habe es Messner im Nachhinein ermöglicht, nach dem Exil in England 1949 wieder seine Professur in Wien anzutreten. Dem vorausgegangen war Messners Flucht am 25. Juli 1938 in die Schweiz und sein darauf folgendes Exil in England.
"Johannes Messner war durch und durch ein priesterlicher Mensch", dieses Urteil von Prof. Anton Rauscher sei eine treffende Beschreibung seines Onkels, so Rudolf Messner. Bis zum 89. Lebensjahr Habe Johannes Messner wissenschaftlich gewirkt, "bestimmt und begleitet vom persönlichen Gebet". Sein gesamtes Leben sei geprägt gewesen "von großem Gottvertrauen" und dem geheimen Leitwort seines Lebens "Die Liebe wird's erreichen" aus Beethovens Oper "Fidelio". Johannes Messner wurde am 16. Februar 1891 in Schwaz in Tirol geboren. Er verstarb am 12. Februar 1984 in Wien. Die nach seinem Tod in Wien gegründete "Johannes-Messner-Gesellschaft" widmet sich dem Werk und Andenken des bedeutenden katholischen Sozialethikers.
Link: Johannes-Messner-Gesellschaft.
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26.03.2012 22:37:14
Papst Benedikt sagt Mexiko "Adios" und reist weiter nach Kuba
(radiovatikan.de) Am Ende seines kurzen, aber intensiven Besuches in Mexiko hat sich Papst Benedikt XVI. mit einer herzlichen Ansprache vom mexikanischen Volk und den kirchlichen sowie staatlichen Autoritäten verabschiedet. Er brachte dabei seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der mit großem Aufwand betriebene Besuch auch in Zukunft seine Früchte tragen wird. Besonders beeindruckt zeigte der Papst sich dabei von der genuinen und liebevollen Verehrung der Jungfrau Maria durch das mexikanische Volk, die ihn dazu bewog, seinen leidenschaftlichen Aufruf aus der gestrigen Vesper zu wiederholen:
„Angesichts dieses Glaubenszeugnisses möchte ich nachdrücklich und deutlich einen Aufruf an das mexikanische Volk wiederholen, sich selbst treu zu sein und sich nicht von den Kräften des Bösen einschüchtern zu lassen, mutig zu sein und daran zu arbeiten, dass die Lebenskraft seiner christlichen Wurzeln seine Gegenwart und seine Zukunft blühen lasse.“
Dabei ließ Benedikt XVI. durchaus anklingen, dass er sich der schwierigen Lebensumstände in Mexiko bewusst ist: „Auch wurde ich Zeuge von Zeichen der Sorge um verschiedene Aspekte des Lebens in diesem geliebten Land. Einige davon wurden kürzlich festgestellt, andere stammen aus der Vergangenheit und verursachen weiter viele Wunden.“
Er ermutigte schließlich eindringlich alle Katholiken und Menschen guten Willens in Mexiko, dem Nützlichkeitsdenken, das die Ärmsten und Schwächsten zu Opfern macht, abzuschwören und lud sie zu solidarischem Einsatz ein, der auch zu den Grundforderungen der Evangelien gehört.
„Liebe mexikanische Freunde, ich sage euch „Adiós!“ – „Lebt wohl!“ im echten Sinn dieses schönen traditionellen hispanischen Ausdrucks: „Bleibt in Gott!“ Ja, lebt wohl; immerzu in der Liebe Christi, in dem wir uns alle begegnen und begegnen werden. Der Herr segne euch, und die heilige Jungfrau Maria schütze euch.“
Benedikt XVI. war am vergangenen Freitagnachmittag Ortszeit nach einem 14-stündigen Flug in der zentralmexikanischen Stadt León eingetroffen, wo er mit ausgesuchter Herzlichkeit empfangen wurde. Sehr fröhlich ging es auch bei der Ansprache an die Kinder zu, die ihn am Samstag Abend nach seiner Unterredung mit dem Präsidenten im Zentrum Leóns erwarteten, bei der monumentalen Messfeier im Parco Bicentenario in León am Sonntag Abend, die die rund 600.000 Teilnehmer durchgehend gerührt und betroffen hinterließ, oder bei der darauffolgenden Vesperfeier in der Kathedrale, nach deren Ende ihn mexikanische Musiker vor seiner Residenz Miraflores mit einem Ehrenständchen überraschten. Die Musiker haben mit ihren fröhlichen Weisen die „Mexikanisierung“ des Papstes, der sich der wartenden Menge schließlich mit einem schwarzen Sombrero auf dem schlohweißen Kopf zeigte, besiegelt: Aus dem „Benedicto, hermano“, so fühlen es die Mexikaner, ist während seiner dreitägigen Reise durch Mexiko ein “Papa mexicano” geworden.
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