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11.08.2012 11:34:45
Die Speise, die uns das ewige Leben schenkt
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium dieses Sonntags spricht Jesus in seiner Eucharistischen Rede sehr klar vom Brot des Himmels, das er selber ist. Dennoch nehmen seine Zuhörer Anstoß an dem, was Jesus sagt. Sie denken bloß irdisch; die heilige Eucharistie aber ist ein Geheimnis des Glaubens. Derjenige erhält einen Zugang zum rechten Verständnis, den der himmlische Vater im Heiligen Geist dazu führt.
Nur im Glauben können wir den unter der Brotsgestalt verborgenen Herrn anbetend verehren. Vor einem Stück Brot kniet man sich nicht nieder; dies wäre tatsächlich, wie manche Kritiker des katholischen Eucharistieglaubens gemeint haben, Götzendienst. Allerdings: Wir bekennen ja im Glauben, dass durch die Wandlungsworte des Priesters bei der heiligen Messe das Brot zum Leib Christi und der Wein zum Blut Christi wird.
In der Geschichte des Christentums haben viele Menschen diesen Glauben an den unter uns in der heiligen Eucharistie gegenwärtigen Herrn bekannt und aus diesem Glauben gelebt. Die innerlich vollzogene Mitfeier der heiligen Messe, die Anbetung des Herrn in der heiligen Hostie und der würdige Empfang der heiligen Kommunion haben ihnen Kraft gegeben für den Alltag und alle Aufgaben und Prüfungen des Lebens. Sie haben die Worte Jesu im Evangelium begriffen und zutiefst verinnerlicht: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.“
Lesen Sie die Predigt zum 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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08.08.2012 22:00:29
Das Bußsakrament neu entdecken
(kathpress.at) Tomas Halik (64), tschechischer Theologe und Psychologe, bemängelt, dass in der öffentlichen Sprache die Kategorie der Sünde, etwa beim Umgang mit Korruptionsskandalen, fehle. "Sünde ist etwas Lächerliches geworden", sagte Halik der am Donnerstag erscheinenden Beilage "Christ & Welt" der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit". "Viele sagen: 'Ich habe Fehler gemacht, aber das ist nicht strafbar'. Sie haben kein Bewusstsein dafür, dass nicht alles, was nicht strafbar ist, moralisch gut ist."
Vor diesem Hintergrund wünscht sich Halik eine Renaissance der Beichte. Das Bußsakrament sei ein guter Weg, um sich mit Sünde und Schuld auseinanderzusetzen. Dabei gehe es nicht nur um das Gespräch selbst, sondern auch um den dazugehörenden Reflexionsprozess, betonte der katholische Priester, der auch an der Prager Karlsuniversität Soziologie lehrt. "Man muss die Dinge beim Namen nennen."
Halik zählt zu den bekanntesten katholischen Intellektuellen in Mittel- und Osteuropa. Er war ein enger Vertrauter des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel sowie des langjährigen Prager Erzbischofs Frantisek Tomasek. Sein neuestes Buch "Nachtgedanken eines Beichtvaters. Glaube in Zeiten der Ungewissheit" ist im Freiburger Herder Verlag erschienen.
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08.08.2012 21:55:32
DBK gegen rechtliche Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit Ehe
(kathpress.at) In der Debatte und die steuerliche Gleichbehandlung homosexueller Lebenspartnerschaften hält die katholische Deutsche Bischofskonferenz am geltenden Ehegattensplitting fest. "Aufgrund der besonderen Bedeutung der Ehe ist es sinnvoll und der staatlichen Gemeinschaft selbst förderlich, wenn der Staat Ehe und Familie besonders schützt und fördert", sagte der Vorsitzende der Familien-Kommission der Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, am Mittwoch der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA. "Dies stellt deshalb auch keine ungerechte Benachteiligung anderer Lebensentwürfe dar."
Nach katholischem Verständnis sei die Ehe ein "Bund zwischen Mann und Frau in gegenseitiger Verantwortung, der für die Weitergabe des Lebens offen ist", so der Bischof. Das Grundgesetz stelle die Ehe deshalb unter besonderen Schutz. Daraus ergäben sich Rechtsnormen, zu denen auch die Regelung des so genannten Ehegattensplitting gehöre.
Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, erklärte, die katholische Kirche könne die Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe von Mann und Frau grundsätzlich nicht gutheißen und spreche sich deshalb gegen eine rechtliche Gleichbehandlung aus. Die Lebensform der Ehe bedürfe des besonderen Schutzes des Staates wie der Kirche.
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03.08.2012 23:17:29
Das Gebet als Weg des Heiles
(radiovatikan.de) An diesem Mittwoch nahm Papst Benedikt XVI. die wöchentlichen Generalaudienzen wieder auf, in seinem Urlaubsort Castelgandolfo empfing er tausende Pilger. In seiner Katechese kam er auf den Tagesheilgen zu sprechen.
„Ganz herzlich heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Wir feiern heute den Gedenktag des Heiligen Alfons von Liguori. Er ist der Gründer der Redemptoristen und der Patron der Beichtväter. In seinen Schriften erinnert uns der Heilige daran, vor allem eine lebendige Beziehung zu Gott zu verwirklichen. Er hat ein kleines, schönes Buch über das Gebet geschrieben, in dem er uns sagt: „Der Mensch braucht die Beziehung zu Gott und wie soll er sie haben, wenn nicht anders als dadurch, dass er mit ihm spricht.
Das tägliche Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten lassen dann Nähe Gottes in uns und gegenüber Gottes in uns wachsen, die uns hilft, den wahren Lebensweg zu finden. Es gibt ein Wort des Heiligen Alfons, das ist sehr elementar ist: „Wer betet, wird sicher gerettet, wer nicht betet, geht sicher verloren.““
Er sei einer der populärsten Heiligen des 18. Jahrhunderts gewesen. In einer Zeit eher rigider Frömmigkeit habe er den Beichvätern ins Stammbuch geschrieben, in diesem Sakrament die freudig geöffneten Arme des Vaters zum Ausdruck zu bringen. In seiner unendlichen Güte werde er nicht müde, jedes seiner Kinder wieder aufzunehmen, das zu ihm zurückkehren wolle.
„Der Heilige Geist helfe uns, dass wir Lust am Beten finden, gerade in den Ferien, und so die innere Beziehung zu Gott herstellen, und unser Leben weiter, reicher und größer wird.“
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03.08.2012 23:15:26
Jesus Christus - das wahre Brot vom Himmel
(stjosef.at/predigten) (JSp)
Mehr oder weniger regelmäßig, mehr oder weniger treu dem Sonntagsgebot besuchen Millionen katholischer Christen immer wieder den Sonntagsgottesdienst. Viele von ihnen empfangen dabei den Leib Christi in der heiligen Kommunion.
Das eben gehörte Evangelium nach Johannes spricht vom Brot des Himmels, das Gott uns durch Jesus Christus geben will. Damals haben viele Menschen mit Unverständnis auf die Worte Jesu reagiert. Sie waren zu sehr gefangen im Irdischen, als dass sie über das rein körperliche Sattwerden hinaus an Weiteres und Höheres denken konnten. Jesus bemühte sich, diesen Menschen, die schwer von Begriff waren, die frohe Botschaft beizubringen.
Wir sind in einer anderen Gefahr: Uns ist die heilige Kommunion vielleicht zu sehr vertraut. Wir empfangen sie – leider! – manchmal nur gewohnheitsmäßig; und doch sollte gerade hier der heiligste Moment unserer persönlichen Begegnung mit Jesus Christus sein, der sich uns zur Speise gibt unter der Gestalt des eucharistischen Brotes.
Lesen Sie die Predigt zum 18. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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28.07.2012 10:44:25
Caritas-Augustsammlung für Zukunft ohne Hunger
(presse.kirche.at) „Eine Milliarde Menschen leidet weltweit Hunger, 18 Millionen sind es allein in der Sahel-Zone in Westafrika“, rief Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck bei einer Pressekonferenz zum Start der Caritas-Augustsammlung 2012 erschreckende Zahlen in Erinnerung. Schwerpunktland der Kampagne ist daher heuer Senegal, mit dem Land arbeitet die Caritas St. Pölten schon lange zusammen. Jene Lebensmittel, die es noch zu kaufen gibt, seien extrem teuer und für die Bevölkerung nicht erschwinglich. Ohne Hilfe würden nicht alle Menschen bis zur nächsten Ernte im Oktober überleben.
Das Pressegespräch fand bei einem eigens eingerichteten Caritas-Marktstand am St. Pöltner Wochenmarkt statt, um zu veranschaulichen, wie unverhältnismäßig teuer Lebensmittel für Menschen im Senegal sind. Viele Hungernde würden schlafen gehen in der Hoffnung, nicht mehr aufzuwachen. Schuhböck zeigte in dramatischer Weise auf, was Hunger bedeutet: „Wer hungert isst sein Saatgut und riskiert damit seine Zukunft; Eltern hungern, um ihren Kindern das Überleben zu ermöglichen; Eltern werfen Gras in heißes Wasser und müssen es dann den Kindern als 'Suppe' verkaufen.“ Den Menschen hierzulande gehe es gut, das sei aber auch eine Verpflichtung Hungernden zu helfen. - Lesen Sie noch mehr!
Online-Spende: http://www.caritas-stpoelten.at
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28.07.2012 10:42:08
Brot und Spiele! - Oder braucht der Mensch doch mehr?
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wovon lebt der Mensch? Was braucht er wirklich? Was gibt seinem Leben Sinn und Erfüllung?
Wenn wir die Frage so stellen, dann haben wir bereits eine gewisse Richtung aufgezeigt, in der die Antwort gefunden werden kann.
Denn eine platte und primitive Antwort nach der Art: „Wir brauchen nur genug zu essen und zu trinken, und dann haben wir alles!“ ist von vornherein zu wenig für einen denkenden und nach der Wahrheit suchenden Menschen.
Der Mensch ist letztlich so groß in seinem Herzen, in der Ausrichtung seiner unsterblichen Seele auf das Wahre, Gute und Schöne, dass wirklich gilt: „Gott allein genügt“ (hl. Theresa von Avila). Gott allein kann das Sehnen des Menschen erfüllen. „Denn unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir“ – so hat es schon der hl. Augustinus formuliert.
Lesen Sie die Predigt zum 17. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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21.07.2012 09:53:41
Piusbruderschaft noch immer nicht in voller Einheit mit Rom
(kathpress.at) Eine Einigung zwischen der lefebvrianischen Piusbruderschaft und dem Vatikan scheint nicht in Sicht zu sein: Die Priesterbruderschaft veröffentlichte am Donnerstag eine Erklärung in Folge ihres am Wochenende im schweizerischen Econe zu Ende gegangenen Generalkapitels, die das indirekt zum Ausdruck bringt. In dem Schreiben wird festgestellt, dass die Bruderschaft dem Augenblick entgegensehe, "da eine ernste, offene Disputation möglich sein wird, die auf eine Rückkehr der kirchlichen Autoritäten zur Tradition abzielt". Die vom Vatikan vorgelegte und bei dem Kapitel diskutierte "Lehrmäßige Erklärung", die die Voraussetzung für eine mögliche Aussöhnung mit Rom darstellt, wird in dem mit 14. Juli datierten Dokument nicht erwähnt. Es seien bei dem Kapitel vielmehr "notwendige Bedingungen für eine eventuelle kanonische Normalisierung definiert und angenommen" worden, heißt es weiter, etwa, dass "in diesem Fall vorher ein außerordentliches, beschließendes Kapitel einberufen" werden müsse. Ausdrücklich unterstreicht die Bruderschaft ihr Bekenntnis zur Lehre der Kirche, zum "Papst als Stellvertreter Christi auf Erden" und zur Lehrtradition der Kirche. Zugleich jedoch erneuerte sie ihre Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965), indem sie auf "mit Irrtümern behaftete Neuerungen" des Konzils und der dem Konzil folgenden Reformen verwies. In einer offiziellen Stellungnahme nahm der Vatikan am Donnerstagnachmittag die Erklärung der Piusbrüder zur Kenntnis. Man betrachte sie jedoch vor allem als "internes Dokument" für die Diskussion unter den Mitgliedern, hielt Vatikansprecher P. Federico Lombardi in einer Mitteilung fest. Der Vatikan warte weiterhin auf die angekündigte offizielle Erklärung der Priesterbruderschaft St. Pius X. "für die Fortsetzung des Dialogs zwischen der Bruderschaft und der Kommission 'Ecclesia Dei'", heißt es darin weiter.
Link: Grundsatzerklärung im Wortlaut.
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21.07.2012 09:49:08
Erholung muss sein, aber ...!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Apostel kehren von ihrer ersten Aussendung durch Jesus zurück und berichten ihm, was sie getan und die Menschen gelehrt haben. Nun sind sie erschöpft, und sie bedürfen der Erholung, um wieder Kräfte zu sammeln für neue Aufgaben. Jesus hat Verständnis dafür, und er will sie mitnehmen an einen einsamen Ort! Dort sollen sie etwas ausruhen.
Auch für viele von uns gibt es im Sommer eine Zeit der Erholung, des Urlaubs, der Ferien, wo wir uns regenerieren können, um bereit zu sein für das, was das Leben von uns verlangt.
Aber was geschah damals mit jener Gruppe erholungssuchender Apostel, die mit Jesus im Schiff zu einem ruhigeren Orte fahren wollten? Die Menschen erfuhren dies, und sie kamen in Scharen. Ja, sie waren zu Fuß noch eher dort als Jesus und die Apostel! Was sollte Jesus nun tun? Sollte er sagen: „Geht wieder weg, wir brauchen Ruhe“? Nein, das konnte er nicht tun! Wörtlich heißt es im Evangelium, dass er Mitleid mit den Menschen hatte; „denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.“
Jesus Christus stellt also sein eigenes Ruhebedürfnis und das seiner Apostel zurück, weil er sieht, dass ihn die Menschen brauchen. Er ist da für die Menschen und verkündet ihnen die Botschaft des Heils: die Worte des Lebens, nach denen sie sich im tiefsten Herzen sehnen.
Lesen Sie die Predigt zum 16. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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17.07.2012 10:31:25
Das ganze Konzil annehmen
(habichtsburg.blogspot.co.at) Unter dem Titel "Das ganze Konzil annehmen" hat Dr. Eduard Habsburg, Pressesprecher des St. Pöltner Diözesanbischofs, eine Glosse veröffentlicht, die in der Zeitung "Die Tagespost" am 10. Juli 2012 erschienen ist. Hier der Text im Wortlaut:
Zunächst ein peinliches Geständnis: Ich habe die Konzilstexte noch nie gelesen. Ich bin seit 45 Jahren katholisch und habe das geschafft, ohne je das Kleine Konzilskompendium, jenen 776-Seiten-Ziegel von Rahner/Vorgrimler in die Hand zu nehmen und die sechzehn Texte durchzustudieren. Als jedoch die strengen medialen Stimmen immer lauter wurden, die von der Piusbruderschaft die bedingungslose Annahme des gesamten Konzils ohne Abstriche forderten, bevor sie überhaupt die Schwelle der katholischen Kirche überschreiten dürfe, da wurde mir etwas mulmig. Ich selber wusste gar nicht, ob ich das ganze Konzil bedingungslos annahm. War ich jetzt 45 Jahre lang nicht katholisch gewesen, ohne es zu wissen? Musste ich selber in einen Dialog mit Rom eintreten?
Zudem kam der fünfzigste Jahrestag der Eröffnung des Konzils näher. Also holte ich den etwas verstaubten dicken Band aus dem Regal und begann zu lesen. Das erste, was mir auffiel, war, dass offenbar bereits die Herausgeber des Kompendiums das Konzil nicht bedingungslos annahmen. Rahner und Vorgrimler nehmen sich in Einleitungen und vor allem dem Nachwort über nach-konziliare Entwicklungen gerne das pontifikale Recht heraus, hier Konzilsdokumente in den Himmel zu heben und dort abzuwatschen. Letzteres zwar in höflich-wissenschaftlicher Form, aber oft nur mit mühsam unterdrückter Wut. Und da fiel mir auf einmal die interessante Formulierung einer ORF-Journalistin ein, die jüngst in einem Gespräch sinngemäß sagte, es gebe Teile der Konzilstexte, die seien eben „reingeschrieben worden, damit der Tradition Genüge getan sei"; diese dürfe man getrost überlesen und sich auf die Teile beschränken, die einen „Geist der Öffnung" atmeten. Wieder eine, die das Konzil nicht ganz annahm.
Dann, die Erleichterung: Die meisten Texte klangen ganz normal, eigentlich wie das, was. ich auch glaubte. Es würde mir wohl nicht allzu schwer fallen, das ganze Konzil anzunehmen. Da gab es etwa klare Bekenntnisse zum Priesterzölibat oder gegen die Verhütung... Moment, dachte ich. Hieß das jetzt, dass alle, die den Zölibat hinterfragten oder für die Pille waren, das Konzil nicht in seiner ganzen Fülle annahmen? Und - war ihnen das überhaupt bewusst?
Was mich beim Lesen stellenweise ein wenig störte, aber das mag an der kurzen Aufmerksamkeitsspanne eines Twitter- und SMS-Benutzers liegen: Texte wie „Gaudium et spes" mit ihrer freudigen Umarmung der Welt und der Moderne enthalten sehr viel, Verzeihung, Geschwurbele. Schönreden. One-World-Romantik der sechziger Jahre. Wenn ich ganze Kapitel überspringen kann, ohne irgendetwas wirklich Wesentliches zu verpassen, dann macht mich das nervös. Ich bin absolut nicht sicher, ob ich ganz hinter allen Teilen zum Beispiel dieses Dokumentes stehe. Heißt das jetzt, dass ich das Konzil nicht ganz annehme?
Ich bin noch mitten im Lesen, schon jetzt stellen sich viele Fragen. Das ist gut so. Und was ist mit Ihnen? Wann haben Sie die Konzilstexte das letzte Mal ganz gelesen? Wenn dieser Kommentar Sie verunsichert hat, wäre das jetzt vermutlich ein guter Moment, das Kompendium mal wieder aus dem Regal zu nehmen. Es lohnt sich.
Linktip: http://stjosef.at/konzil
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17.07.2012 10:28:04
Papstschreiben zum Karmeljubiläum
(kathpress.co.at) Papst Benedikt XVI. hat die Reform des Karmeliterordens vor 450 Jahren durch Teresa von Avila (1515-1582) gewürdigt. Diese sei eine radikale Rückkehr zu den ursprünglichen strengen Regeln des Ordens in einer zunehmend verweltlichten Umgebung gewesen, heißt es in einer päpstlichen Botschaft zur Gründung des spanischen Klosters San Jose di Avila vor 450 Jahren, die am Montag vom Vatikan veröffentlicht wurde.
Theresa von Avila habe mit ihrer Initiative die Bildung neuer Klöster fördern wollen, schreibt der Papst in dem Brief an den Bischof von Avila, Jesus Garcia Burillo. Mit ihrer Abkehr von der damals geltenden milderen Ordensregel habe sie für die persönliche Begegnung mit Gott Raum schaffen wollen. Sie habe Einsamkeit vorgeschrieben, um eine innere Sammlung zu ermöglichen. Dies sei auch in der heutigen schnelllebigen Welt vonnöten, so Benedikt XVI.
In dem von der heiligen Teresa 1562 gegründeten Frauenkloster von Avila in Zentralspanien nahm die Reform des Karmeliterordens ihren Anfang. In ihrem Mittelpunkt standen eine strenge Klausur und die Kontemplation. Die Reform mündete im Jahr 1593 in der vollständigen Abtrennung der "Unbeschuhten Karmeliten" von ihrem Stammorden.
Dessen Ursprünge reichen bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurück. Damals gründeten Eremiten auf dem Berg Karmel im heutigen Israel eine Gemeinschaft. Heute zählen der weibliche und der männliche Zweig der "Unbeschuhten Karmeliten" insgesamt rund 4.000 Mitglieder. Der Generalsuperior residiert in Rom.
Link: Papstschreiben im Wortlaut (spanisch).
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14.07.2012 10:52:18
Die Ferien des Papstes
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. schreibt derzeit an seinem dritten Jesus-Buch. Das bestätigte Vatikansprecher Federico Lombardi an diesem Donnerstag. Seit der Papst am 3. Juli in Castel Gandolfo angekommen sei, habe er angefangen, an dem Werk zu arbeiten, sagte der Jesuitenpater vor Journalisten. Der Papst rechne damit, dass er das Buch während der Sommerzeit fertigstellen werde, fügte Lombardi an. Der dritte Band ist der Kindheit Jesu gewidmet. Auch werde der Papst während der Sommerpause am postsynodalen Schreiben zum Nahen Osten arbeiten und die Reden für die Libanon-Reise vorbereiten, so der Vatikansprecher weiter. Darüber hinaus werde Benedikt XVI. auch an den Texten zum „Jahr des Glaubens“ arbeiten.
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14.07.2012 10:50:45
Zu den Menschen gesandt, um das Heil zu verkünden
(stjosef.at/predigten) (JSp) So wie Jesus Christus von seinem himmlischen Vater in die Welt gesandt ist, sendet auch er seine Apostel und Jünger aus, um den Menschen die frohe Botschaft vom nahegekommenen Himmelreich zu verkünden.
Das Markusevangelium berichtet uns von einer ersten Aussendung der Apostel, die zu den Angehörigen des Volkes Israel gehen und die Menschen zur Umkehr aufrufen sollten. Damit stehen die Aposteln in der Nachfolge der alttestamentlichen Propheten. Einer von ihnen war der Prophet Amos, von dem die erste Lesung berichtet. Es ist charakteristisch, dass diese Boten Gottes nicht überall eine freundliche Aufnahme erfahren. Mancherorts weisen die Menschen ihr Wort zurück; es kann sogar sein, dass es zu Gewalttätigkeiten gegen die Boten Gottes kommt und sie getötet werden.
Auch Jesus rechnet damit, dass seine Apostel und Jünger nicht bei allen Gehör finden. Werden sie abgewiesen, so sollen sie nicht streiten, sondern einfach weiterziehen und die Botschaft vom Reich Gottes woanders verkünden. Gott allein kennt die Herzen der Menschen und wird über sie richten in Wahrheit und Gerechtigkeit. Er will jedenfalls, dass alle Menschen die Wahrheit hören und sich bekehren, um so das Heil zu erlangen.
Das Schicksal dieser Boten Gottes – sie finden einerseits Glauben, andererseits werden sie abgelehnt – zeigt uns auf, dass diese Welt vielfach im Argen liegt. Es gibt die Sünde und das Unrecht; und nicht alle wollen auf das Evangelium hören, weil dieses aufdeckt, was nicht in Ordnung ist und zur Umkehr aufruft. Wer entschlossen ist, den Weg des Unrechts weiterzugehen, der wird in den Verkündern des Wortes Gottes lästige Mahner sehen, die es entweder totzuschweigen oder gar zu behindern, schlimmstenfalls zu beseitigen gilt.
Die von Jesus ausgesandten Apostel sollen die Kranken heilen und die Dämonen austreiben. Das heißt, sie bringen das Heil für den Leib und die Seele. Gottes Kraft wirkt Wunderbares: die Menschen werden befreit von ihren Leiden; die Macht des Bösen wird gebrochen.
Nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt hat Jesus Christus die Apostel noch einmal ausgesandt: und zwar jetzt in die ganze Welt, um allen Völkern das Evangelium zu verkünden. Die Botschaft der Nähe und Ankunft des Himmelreiches bleibt dieselbe; durch Glaube und Umkehr sollen die Menschen die Liebe Gottes erfahren und an seinem Heil Anteil erhalten.
Lesen Sie die Predigt zum 15. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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10.07.2012 14:23:34
Neues Mutterhaus der Dienerinnen der Immaculata gesegnet
(gerersdorf.at) Im Rahmen einer Andacht segnete am 28. Juni Diözesanbischof DDr. Klaus Küng das neue Mutterhaus der Dienerinnen der Immaculata in Gerersdorf. Am Pfingstdienstag des Vorjahres wurde mit den Aushubarbeiten begonnen, am 26. Juni 2011 erfolgte die Grundsteinlegung und am 2. Juli 2012 zogen die ersten Schwestern der insgesamt aus neun Ordensfrauen bestehenden Gemeinschaft in das neue Kloster ein.
„Ich freue mich mit den Schwestern, dass dieser Traum Wirklichkeit geworden ist“, sagte Bischof Klaus Küng bei der Eröffnung. Den Altar mit Tabernakel, über dem sich eine Immaculata-Statue als Dauerleihgabe des Diözesanmuseums befindet, bezeichnete er als eigentlichen Grundstein für das Haus in dem jetzt Leben einzieht.
Pfarrer Mag. Christof Heibler dankte dem Bischof, dass er die Erlaubnis für den Standort Gerersdorf gegeben hat.
Bürgermeister Herbert Wandl versprach, sich mich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die künftigen Bewohner dieses Mutterhauses von den Gerersdorfern auch entsprechend aufgenommen werden. „Ich bin sicher, dass wir zwischen der Gemeinschaft, der Pfarrgemeinde und der Gemeinde Gerersdorf zu einem sehr guten, wertschätzenden Miteinander finden werden.“
Generaloberin Schwester Helga Peintner dankte bei der Feier allen, die am Entstehen des Klosters beteiligt waren, vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung. Der Bevölkerung versicherte sie das Gebet der Schwestern. „Bei speziellen Gebetsanliegen genügt ein SMS, eine Mail oder ein Zettel im Briefkasten.“
Gottesdienste in der neuen Klosterkapelle können von Interessierten nach Absprache mit den Schwestern gerne mitgefeiert werden, so die Generaloberin. Sie lädt die Bevölkerung auch zum Tag der offenen Tür ein: am 8. September von 13 bis 17 Uhr.
Die Adresse Reschstraße 11 in Gerersdorf gilt ab Juli auch für den St. Pöltner Altbischof Kurt Krenn. Er wird ja seit Jahren von den Schwestern dieses Ordens gepflegt und wird künftig auch im neuen Kloster wohnen.
Die Kongregation der Schwestern wurde am 14. August 2003 in St. Pölten von Bischof Dr. Kurt Krenn als Institut bischöflichen Rechts errichtet.
Link: Webcam Mutterhaus Gerersdorf.
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09.07.2012 21:29:30
Ausstellung über Kardinal Mindszenty in Wien
(erzdioezese-wien.at) Die Schau "Fidelissimus Pastor" (Der treueste Hirte) im Palais Porcia ist bis 10. August zu sehen. Die bleibende Aktualität des Lebenszeugnisses von Kardinal Jozsef Mindszenty (1892-1975) stand im Mittelpunkt der Eröffnung der Ausstellung "Fidelissimus Pastor" (Der treueste Hirte) über den ungarischen Kirchenmann. "Sein Kampf ist unvergesslich geblieben", so Ferenc Cserhati, Weihbischof der Erzdiözese Esztergom-Budapest. Der Kardinal "spricht noch immer zu uns, auch wenn er schon lange tot ist." Leben und Werk Mindszentys seien eine Absage an Hass, Rassismus und Nationalismus, so Cserhati.
Die zweisprachige Ausstellung im Palais Porcia (1010 Wien, Herrengasse 23) widmet sich bis zum 10. August dem ungarischen Kardinal. Der Präsident der Mindszenty-Stiftung, Michael von Habsburg-Lothringen, sagt über Kardinal Mindszenty, er sei der "treue und furchtlose Hirte gewesen, der die Massen durch sein Wort bewegen konnte." Insgesamt 23 Jahre habe der Kardinal in "Kerker, Gefängnis und Isolation" verbracht, die Seligsprechung des Kardinals sei in Vorbereitung. Man bete dafür, dass "wir schon in den nächsten Jahren die Seligsprechung von Kardinal Mindszenty erleben dürfen". Nach dem 10. August zieht die Ausstellung um ins ungarische Veszprem.
Kardinal Mindszenty wurde 1892 im Dorf Csehimindszent in Ungarn geboren. Er wurde am 1915 zum Priester geweiht und war zunächst Kaplan in Felsöpaty und trat auch als Publizist in Erscheinung. Bereits 1919 geriet er mit der kommunistischen Kurzzeit-Räteregierung in Konflikt. 1941 legte er aus Protest gegen die NS-Gräuel seinen ursprünglichen Familiennamen Pehm ab und nannte sich fortan - nach seinem Geburtsort - Mindszenty. Im März 1944 ernannte Pius XII. Mindszenty zum Bischof von Veszprem. Wenige Monate später, am 31. Oktober 1944, protestierte Mindszenty zusammen mit anderen westungarischen Bischöfen gegen den sinnlosen Krieg. Daraufhin wurde er zusammen mit 26 Priestern und Theologiestudenten von den ungarischen Faschisten verhaftet und in Sopron eingekerkert.
Die Befreiung aus dem Gefängnis erfolgte im März 1945. Am 15. September 1945 berief Pius XII. Mindszenty zum Erzbischof von Esztergom und damit zum Primas von Ungarn, als Nachfolger des verstorbenen Kardinal-Primas Jusztinian Seredi.
Bereits am 1. November 1945 wurde ein Hirtenbrief des neuen Primas verlesen, worin er das "Wohlwollen der Kirche gegenüber der sich konstituierenden Demokratie in Ungarn" unterstrich und zugleich die Rechte der Kirche verteidigte. Sein Eintreten für diese Rechte brachte Mindszenty, der 1946 zum Kardinal ernannt wurde, in immer stärkeren Gegensatz zu den Kommunisten. Vor allem das neue Schul-und Erziehungsprogramm, das Mindszenty im Frühjahr 1948 in vier Hirtenbriefen scharf verurteilte, wurde zum Konfliktpunkt. Dem Primas wurde "Konspiration gegen den Staat" vorgeworfen.
Mindszenty wurde am 26. Dezember 1948 verhaftet, am 3. Februar 1949 vor Gericht gestellt und - untermauert von einem durch Folterungen und Drogen erzwungenen "umfassenden Geständnis" - am 8. Februar zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt. Die Verurteilung und Einkerkerung des ungarischen Primas löste in aller Welt Proteste aus, an der Lage des Kardinals, dessen Aufenthaltsort lange geheim gehalten wurde, änderte sich jedoch nichts.
Während der ungarischen Volkserhebung im Jahre 1956 wurde Mindszenty auf Veranlassung der Regierung Nagy aus der Haft befreit. Die Niederschlagung des Volksaufstandes durch die Sowjets veranlasste Kardinal Mindszenty, in die US-amerikanische Gesandtschaft in Budapest zu fliehen, wo ihm politisches Asyl gewährt wurde.
Am 28. September 1971 verließ Mindszenty Ungarn schweren Herzens und ließ sich nach einem kurzen Rom-Aufenthalt in Wien nieder, um - wie er erklärte - seiner Heimat nahe zu sein. Sein Wohnort wurde jetzt das Pazmaneum, das im Eigentum der Ungarischen Bischofskonferenz befindliche Haus in der Wiener Boltzmanngasse.
Mindszenty starb am 6. Mai 1975, mit 83 Jahren im österreichischen Exil. Noch vor seinem Tod hatte er festgelegt, dass er in der Basilika von Mariazell beigesetzt werden wolle, aber dann, "wenn der Stern der Moskauer Gottlosigkeit vom Himmel fällt", in seine Heimat überführt werden solle. Die feierliche Beisetzung in der Kathedrale von Esztergom fand nach der Überführung aus Mariazell am 4. Mai 1991 statt. Ein Jahr später wurde das Seligsprechungsverfahren für Mindszenty eingeleitet.
Erst im März 2012 wurde der Kardinal juristisch voll rehabilitiert. Damals wurde das Urteil gegen ihn auf Gesetzesweg für null und nichtig erklärt.
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08.07.2012 18:24:38
Das Herz für Gott öffnen
(radiovatikan.de) In der Menschlichkeit Christi offenbart sich Gott. Daran hat Papst Benedikt XVI. bei seinem ersten Angelus-Gebet in diesem Sommer in Castel Gandolfo erinnert; der Papst war Mitte dieser Woche in seiner Sommerresidenz eingetroffen. Ausgehend vom Sonntagsevangelium nach Markus, das von der Ablehnung Jesu durch die Menschen in seiner Heimat berichtet, ging der Papst auf Jesu Göttlichkeit ein. Jesus habe sich mit der ihm entgegen gebrachten Skepsis mitnichten abgefunden, erinnerte Benedikt XVI.. Sein Staunen verweise auf die Reinheit, die Göttlichkeit Jesu, die durch sein Menschsein hindurchscheine.
„Obwohl er weiß, dass kein Prophet in der Heimat gut akzeptiert wird, bleibt die Verschlossenheit der Herzen seiner Leute für ihn unverständlich und unergründlich: Wie ist es möglich, dass sie nicht das Licht des Evangeliums erkennen? Warum öffnen sie sich nicht der Güte Gottes, der unsere Menschlichkeit teilen wollte? In der Tat ist der Mensch Jesus von Nazareth die Durchsichtigkeit Gottes, in Ihm wohnt voll und ganz Gott. Und während wir - auch wir - immer andere Zeichen suchen, andere Wunder, begreifen wir nicht, dass Er das wahre Zeichen ist, der zu Fleisch gewordene Gott, das größte Wunder des Universums, die ganze Liebe Gottes, eingeschlossen in einem Menschenherz, in einem menschlichen Gesicht.“
In Castel Gandolfo wurde Benedikt XVI. mit begeisterten „Benedetto“-Rufen willkommen geheißen. In dem überschaubaren Innenhof der päpstlichen Sommerresidenz wurden – bei fast familiärerer Atmosphäre – Lieder gesungen, Fähnchen und Hüte geschwenkt. Der Papst begrüßte alle mit strahlendem Lächeln und nahm sich Zeit, den Gesängen zuzuhören.
In seinen deutschen Grußworten rief Benedikt XVI. nach dem Mittagsgebet dazu auf, die Ferienzeit nicht nur zur Entspannung, sondern auch zur Besinnung auf Gott zu nutzen – es gelte die „Trägheit im Glauben“ zu überwinden, so der Papst:
„Im heutigen Evangelium hören wir von der Ablehnung Jesu in seiner Heimat. Die Menschen waren nicht bereit, Christus anzuerkennen – sie sagen, das ist doch einer von uns, was will er denn? Und so ist ihr Herz verschlossen, er kann nicht in sie eindringen, sie nehmen es nicht an. Bei uns ist auch die Gefahr, dass wir sagen: Wir sind Christen, wir wissen schon alles und interessieren uns nicht mehr dafür. Wir wollen den Herrn bitten, dass er diese Trägheit und Verschlossenheit des Herzens von uns nimmt und wollen diese Ferienzeit nutzen, mehr inwendig bei Christus zu verweilen, um von ihm Wegweisung für unser Leben zu empfangen und seine göttliche Macht zu bezeugen. Der Herr schenke euch eine gute Zeit und Erholung an Leib und Seele.“
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07.07.2012 11:51:22
Erzbischof Müller: Die Güte Gottes verkünden
(radiovatikan.de) Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat zu Beginn der Woche sein neues Amt als Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre angetreten. Im Gespräch mit Mario Galgano geht er auf seine künftige Tätigkeit und die damit verbundenen Herausforderungen ein.
Wie fühlen Sie sich und erwarten Sie sich von Ihrer neuen Tätigkeit hier im Vatikan?
„Ich fühle mich wie ein Schüler in der ersten Klasse. Sehr vieles ist neu für mich. Die inhaltliche Arbeit kannte ich bereits, weil ich seit fünf Jahren Mitglied bei der monatlichen Versammlung der Glaubenskongregation bin, die bestimmte Themen bearbeitet. Trotzdem ist all das eine große Umstellung - von einem Ortsbischof zu einem Bischof an der römischen Kurie.“
Welche Akzente möchten Sie gerne setzen? Was würden Sie gerne in Ihre Arbeit einbringen?
„Unsere Kongregation und die römische Kurie sind da, um den Heiligen Vater in seinem Lehr- und Hirtenamt zu helfen. Das wichtigste in der Kirche ist der Glaube, der uns geschenkt worden ist durch die Offenbarung Gottes in Jesus Christus zum Heil aller Menschen. Darum ist es unsere Aufgabe, die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zu verkünden, die uns im Glauben geschenkt worden ist. Deshalb ist es sicher auch wichtig, dass jene, die ihre Vorurteile und Klischees oder Stereotypen haben, dies überwinden, wenn sie auf die römische Kurie schauen. Es sind alle Mitbrüder und Mitschwestern, die hier arbeiten und im Dienste der Universalkirche sich bemühen, um etwas zu erbringen, um Gutes für die ganze Kirche zu tun. Das ist insbesondere in unserer Zeit sehr wichtig. Wir leben einerseits in einer Welt, in der der Mensch aus säkularer Sicht betrachtet wird. Das müssen wir in einer positiven Sicht überwinden. Der Mensch ist da, um Gott zu erkennen und Gott zu lieben. Aus dieser Gottesliebe heraus soll etwas Positives kommen für die Gesellschaft und für sich selber, indem sich der Mensch als Ebenbild Gottes erkennt und seine Würde erfasst. Es geht darum, dass man da ist für die Familie oder im Kreis der Arbeitskollegen, aber auch in den großen Bereichen, in denen wir uns bewegen. Das wären Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Kultur. Das sind große Lebensbereiche der Menschen. Hier wäre es sehr wichtig, dass wir das Positive und Aufbauende sowie Konstruktive des Christentums in den Mittelpunkt stellen.“
Das können wir – und das ist der zweite Punkt – nur wenn wir die Suche des Menschen nach Gott und der Wahrheit wieder voll und ganz aufnehmen. Gott kann niemals ein Randthema sein. Wenn wir uns auf Gott, auf Jesus Christus besinnen, dann können wir auch in der Kirche manche Spannungen abbauen. Das gilt auch für die Missverständnisse. Es darf nicht sein, dass die Einheit der Kirche Gottes gestört wird durch Ideologien, sektenhafte Art – am linken oder rechten Rand –, die auf sonderbare Weise kollaborieren und so der Kirche schaden. Diese Gruppierungen haben leider in manchen Medien mehr Resonanz als die vielen Millionen Gläubigen, die den Weg der Nachfolge Jesu Christi gehen und Vieles und Gutes leisten für den Aufbau der Kirche.“
Lesen Sie das Interview in vollem Wortlaut!
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07.07.2012 11:47:05
Wahrer Gott - und doch als Mensch unter den Menschen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Der christliche Glaube bekennt einen menschenfreundlichen Gott: Gott hat die Menschen nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen, und er möchte uns Menschen Anteil geben an seinem göttlichen Leben.
Die Nähe Gottes zu uns Menschen hat sich vollendet und bleibt schlechthin unüberbietbar, seit Gott selber einer von uns geworden ist: Er wird Mensch in Jesus Christus und lebt ein ganz gewöhnliches Leben unter uns Menschen. Bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr deutet fast nichts darauf hin, dass er anders ist als seine Verwandten und Bekannten. Sie kennen ihn als den Zimmermann, den Sohn der Maria (vgl. Mk 6,3). Weil aber Jesus ganz und gar Mensch ist, wird dies für manche zum Problem, als er seine Verkündigungstätigkeit beginnt. Gerade in seiner Heimatstadt Nazareth, wo ihn alle kennen, regt sich Widerspruch: Was will der uns schon sagen? Den kennen wir ja, das ist der und der! Hier bewahrheiten sich die Worte des Herrn: „Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.“
Von daher begreifen wir, wie wichtig der Glaube ist, um Jesu Person und Sendung annehmen zu können. Im Glauben erkennen wir ihn als den von Gott gesandten Erlöser und Heiland, als den Messias, auf den die Hoffnung des Alten Bundes ausgerichtet war. Im Glauben bejahen wir seine wahre Menschheit und seine wahre Gottheit.
Lesen Sie die Predigt zum 14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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02.07.2012 15:01:11
Regensburger Bischof Gerhard L. Müller neuer Präfekt der Glaubenskongregation
(kathpress.co.at) Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller (64) ist von Papst Benedikt XVI. zum neuen Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation berufen worden. Das teilte der Vatikan am Montag mit.
Müller wird Nachfolger des US-amerikanischen Kardinals William Joseph Levada (76), dessen Rücktrittsgesuch aus Altersgründen der Papst zugleich annahm. Levada leitete die Glaubenskongregation seit 2005. Müller erhält zudem den Rang eines Erzbischofs.
Ferner wird der bisherige Regensburger Bischof Präsident der Kommission "Ecclesia Dei", die für die Gespräche mit Traditionalisten zuständig ist, sowie Präsident der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologenkommission. Diese Ämter sind traditionsgemäß mit der Leitung der Glaubenskongregation verbunden.
Über einen Wechsel Müllers nach Rom war seit mehreren Monaten spekuliert worden. Der Regensburger Bischof ist in Rom als Theologe und Ökumene-Experte hoch angesehen. Neben dem kanadischen Präfekt der Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, galt er stets als Favorit auf die Nachfolge Levadas, der vor zehn Tagen 76 Jahre alt geworden ist.
Müller ist ein international angesehener Theologe, der in München lehrte. Er schrieb seine Dissertation und Habilitation beim heutigen Mainzer Kardinal Karl Lehmann und war ab 1978 Mainzer Diözesanpriester. 1998 wurde er in die Internationale Theologenkommission im Vatikan berufen. Bereits seit 1990 gehört er der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz an.
Gastprofessuren führten Müller nach Italien, Spanien, Peru, Brasilien, in die USA und nach Indien. Der seinerzeitige Hochschullehrer richtete seine Dogmatik strikt an den Vorgaben des päpstlichen Lehramts aus und sieht etwa die Unmöglichkeit einer Weihe von Frauen zu Priesterinnen oder Diakoninnen als endgültig entschieden an. Seine "Katholische Dogmatik" gilt als Standardwerk, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Das Spektrum seiner Kontakte reicht von Opus Dei-nahen Hochschulen bis zu führenden lateinamerikanischen Befreiungstheologen wie dem Peruaner Gustavo Gutierrez, mit dem Müller befreundet ist.
Papst Benedikt XVI. berief Müller zuletzt in die Päpstlichen Räte für Kultur sowie zur Förderung der Einheit der Christen. Außerdem gehört er der Kongregation für das Katholische Bildungswesen an.
http://www.bischofgerhardludwigmueller.de
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30.06.2012 00:14:14
Das Reich Gottes bricht sich die Bahn
(stjosef.at/predigten) (JSp) esus Christus wendet sich voll Liebe und Erbarmen den Menschen zu, die in Not sind. Das Evangelium dieses Sonntags konfrontiert uns mit dem Leid des Synagogenvorstehers Jairus, dessen Tochter im Sterben liegt. Jesus verspricht zu helfen, doch während er unterwegs ist zum Haus des Vorstehers, da erreicht ihn die Nachricht, das Mädchen sei bereits gestorben.
Jesus aber lässt sich dadurch nicht beirren. Seine geheimnisvollen Worte „Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur“ werden zwar von den Umstehenden nicht verstanden und ins Lächerliche gezogen. Doch als Jesus tatsächlich das Kind von den Toten erweckt, indem er es an der Hand fasst und sagt „Talita kum“ – „Mädchen, steh auf!“, da begreifen alle, dass ein großes Wunder durch die Macht Gottes geschehen ist.
Weniger spektakulär verläuft da aufs erste die Heilung jener Frau, die an langjährigen Blutungen litt. Sie berührt im Gedränge sein Gewand, weil sie voll Glauben und Vertrauen ist. Und auf der Stelle hört die Blutung auf; sie ist geheilt.
Lesen Sie die Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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25.06.2012 22:13:04
Vatikan: neue Leitlinien zu Priesterberufungen
(kathpress.co.at) Der Vatikan hat angesichts des Priestermangels in Teilen der Weltkirche verstärkte Anstrengungen zur Gewinnung neuer Geistlicher gefordert. Trotz "kreativer" Strukturen verzeichneten die Kirchen in Europa und den USA einen "besorgniserregenden Rückgang" der Priesterberufungen, heißt es in am Montag von der vatikanischen Bildungskongregation veröffentlichten Leitlinien. Gerade daher müsse man vorhandene "Wachstumssignale" erkennen und nutzen, heißt es in dem 30-seitigen Dokument.
Hohe Bedeutung komme dabei dem Vorbild von überzeugenden Priestergestalten sowie der katholischen Familien zu, so die "Pastoralen Leitlinien zur Förderungen der Berufungen zum Priesteramt". Aber auch die Erfahrung in karitativen Freiwilligendiensten, der Einsatz als Ministrant oder der Besuch eines "kleinen Seminars" könnten Jugendlichen bei einer Entscheidung für das geistliche Amt helfen.
Grundlage für die "Leitlinien" der Bildungskongregation bildete eine im Jahr 2008 eingeleitete Umfrage bei allen Bischofskonferenzen der Weltkirche. Das Ergebnis habe Licht und Schattenseiten gezeigt, heißt es in dem Text. Die verbreitete "säkularisierte Mentalität" und die stufenweise Ausgrenzung des Priesters aus dem gesellschaftlichen Leben hielten Jugendliche von der Entscheidung für den geistlichen Beruf ab. Auch werde "von vielen Seiten die zölibatäre Lebensform an sich" in Frage gestellt. Zudem sorgten Pflichtverletzungen von Priestern und insbesondere die Missbrauchsskandale für Verwirrung. Und die Überlastung der immer weniger vorhandenen Geistlichen und mancher überzogener Aktivismus könne die "Leuchtkraft" des Priesterbildes trüben.
Dabei sei der Priester für das Leben der Kirche unverzichtbar, stellt das Dokument klar. Das Amtspriestertum, das vom "allgemeinen Priestertum" unterschieden werde müsse, bilde den "neuralgischen und vitalen Punkt für das Bestehen der Kirche". Denn der Priester, eingebunden in die Gemeinschaft mit dem Bischof und die Gemeinschaft der Priester, sei für die Verkündigung des Glaubens, für die Leitung der Gemeinde und die Spendung der Sakramente zuständig.
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23.06.2012 13:30:02
Geburt des hl. Johannes des Täufers
(stjosef.at/predigten) (JSp) Es ist jedesmal etwas Großes und Staunenswertes, wenn ein Kind empfangen und geboren wird. Durch die strahlend reinen Augen eines Kindes macht sich Gott uns kund. In jedem Kind, das ins Leben tritt – und das geschieht nicht erst bei der Geburt, sondern schon bei der Empfängnis – sagt Gott aufs Neue Ja zu uns Menschen und schenkt der Menschheit gleichsam einen neuen Anfang.
Dies gilt in besonderer Weise von jenem Kind, dessen Geburt wir heute feiern: Es ist der kleine Johannes, der später den Beinamen der Täufer erhalten wird, weil er machtvoll auftritt und als Zeichen der Umkehr zu Gott die Taufe der Buße spendet.
Die Eltern des Johannes – der Priester Zacharias und seine Frau Elisabeth – konnten aus natürlichen Gründen keine Kinder bekommen. Diese Unfruchtbarkeit wurde im Alten Testament generell als Unglück empfunden, ja von manchen sogar als Strafe Gottes aufgefasst. Inzwischen war das Paar schon ins hohe Alter gekommen, und sie hatten sich mit dem Schicksal der Kinderlosigkeit abgefunden. Da aber erscheint dem Priester Zacharias ein Engel und offenbart ihm, dass seine Frau Elisabeth demnächst ein Kind bekommen wird. Dessen Name soll sein: Johannes.
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers im Wortlaut!
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21.06.2012 14:38:13
ÖBK-Erklärung zur Reproduktionsmedizin
(bischofskonferenz.at) Im folgenden wird der Wortlaut der Erklärung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Reproduktionsmedizin und Ethik des Lebens, nach ihrer Generalversammlung in Mariazell, dokumentiert, veröffentlicht am 21.06.2012:
Kinder sind ein Segen und es ist ein großes Glück für Eltern, wenn sich deren Wunsch nach eigenen Kindern erfüllt. Umso verständlicher und schwerer ist das Leid, wenn der erhoffte Kindersegen ausbleibt. Besorgniserregend sind daher die Anzeichen für eine generell gestiegene Unfruchtbarkeit. Immer mehr Paare haben inzwischen große Schwierigkeiten, auf natürlichem Weg Kinder zu bekommen. Ihnen sprechen die Bischöfe ihre tiefe Verbundenheit aus und appellieren zugleich an Wissenschaft und Politik, vor dieser Entwicklung nicht die Augen zu verschließen, sondern ernsthaft nach den Ursachen dafür zu forschen.
So verständlich und wertvoll der Wunsch nach eigenen Kindern ist, er darf jedoch nicht dazu führen, dass jedes Mittel verwendet wird, um dieses Ziel zu erreichen. Gerade wenn es um das Leben von Menschen geht, sind die höchsten rechtlichen und ethischen Maßstäbe gefordert, die sich aus der Einzigartigkeit der Person und der Würde des Menschen ergeben.
Von daher hat sich die Kirche eingehend mit der Frage der künstlichen Befruchtung auseinandergesetzt und die In-Vitro-Fertilisation als ethisch unzulässige Methode abgelehnt. Jedes Kind, egal wie es gezeugt wurde, ist ein Ebenbild Gottes und unendlich geliebt. Um der Würde des Menschen voll gerecht zu werden, legt die Kirche solch großen Wert darauf, schon bei seiner Zeugung Liebe und Achtung vor dem Leben zu wahren.
Unabhängig von einer moralischen Bewertung der In-Vitro-Fertilisation als solche müssen auch deren gesundheitliche und psychische Gefahren für die Betroffenen aufgezeigt werden: Die hohe Zahl "überzähliger Embryonen", die extreme Häufigkeit von Mehrlingsschwangerschaften und Frühgeburten, die "Reduktion von Mehrlingen" im Mutterleib durch gezielte Tötung eines der empfangenen Kinder, die Belastungen der hormonellen Behandlung für die Frau und immer wieder die Belastung der Paarbeziehung durch Enttäuschungen und Reglementierungen während des Verfahrens der künstlichen Befruchtung sind gravierende Probleme. Sie werden weithin verschwiegen und sind Quelle großen Leids.
Verschärft wird die Situation dadurch, dass laufend neue technische Möglichkeiten diskutiert und gefordert werden, deren Anwendung die Achtung vor dem Leben aushöhlt. Das trifft besonders die Präimplantationsdiagnostik, bei der der Embryo vor seinem Transfer in den Mutterleib untersucht wird. Diese Methode wird derzeit nie zur Therapie des Embryos, sondern immer nur zu seiner Selektion durchgeführt. Jeder Mensch aber will angenommen werden, wie er ist. Dasselbe schulden wir Ungeborenen und Eltern.
Hoffnungen, durch eine beschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik einen vertretbaren Kompromiss zu finden, sind Illusion. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Beschränkungen nicht von Dauer sind. Die Möglichkeit der Selektion bei der künstlichen Befruchtung hat gravierende Folgen: Statt Eltern grundsätzlich den sehnlichen Wunsch nach einem Kind zu erfüllen, werden sie dazu gebracht, nur mehr jene Kinder anzunehmen, die bestimmte Eigenschaften haben. Durch die Verlagerung dieser eugenischen Maßnahmen auf den Einzelnen entledigt sich der Staat nur scheinbar seiner Verantwortung und bürdet sie den Eltern auf. Gleichzeitig steigt damit der individuelle, aber auch der gesellschaftliche Erwartungsdruck nach "perfekten" Kindern. Die Präimplantationsdiagnostik ist daher als Mittel zur Selektion absolut abzulehnen.
Immer öfter wird hinsichtlich der künstlichen Befruchtung die Möglichkeit eingefordert, Kinder durch fremde Ei- bzw Samenzellen zu zeugen. Technisch sind hier viele Varianten möglich. Die Verwendung von fremden Ei- bzw. Samenzellen führt in jedem Fall bewusst zu einer Aufspaltung der Elternschaft. Unterschieden werden die genetische, die biologische und die soziale/rechtliche Mutter, der genetische und der soziale/rechtliche Vater. Um homosexuellen Paaren gerecht zu werden, spricht man zudem nicht mehr von Vater und Mutter, sondern nur noch von Elternteil 1 und Elternteil 2.
Bei dieser gezielten Zeugung eines Menschen wird von vornherein und mit Absicht in Kauf genommen, dass dieser nicht bei einem Vater und einer Mutter vereint aufwachsen darf. Darin liegt auch der maßgebliche Unterschied zu jenen Situationen, in denen eine derartige Konstellation durch widrige Umstände im Nachhinein entsteht. Viele Menschen müssen hier alleine große Verantwortung tragen und schwierige Situationen meistern. Ihnen gilt größter Respekt und bestmögliche Unterstützung. Aber selbst sie sehen diese Lebensform zumeist nicht als Ideal an. Daher sind derartige Lebenssituationen zu vermeiden, wo es im Vorhinein möglich ist.
Ein Kind hat ein Recht auf Vater und Mutter, das so gut wie möglich gewahrt werden soll. Bei Vater und Mutter aufzuwachsen gibt den Kindern wesentliche Orientierung und ist maßgeblich für die eigene Identität. Dem entspricht die heute zu Recht geforderte Einbindung des Vaters in die Erziehung und Betreuung der Kinder. Das Vorbild der Eltern als Mann und Frau ist zudem wichtig für das Verständnis des Kindes über das Zusammenleben der Geschlechter.
Die Bischöfe fordern daher einen breiten öffentlichen Diskurs über die ernsten ethischen und rechtlichen Fragen, die durch die Reproduktionsmedizin aufgeworfen werden. Dabei muss es immer um die Würde des Menschen, ganz besonders aber um das Wohl des Kindes gehen.
www.bischofskonferenz.at
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16.06.2012 12:01:45
Missio wirbt für Lebendigen Rosenkranz
(presse.kirche.at) Zum 150. Mal jährte sich heuer der Todestag von Pauline Marie Jaricot. Die am 9. Jänner 1862 verstorbene Französin gründete das "Werk der Glaubensverbreitung" und organisierte im "Lebendigen Rosenkranz" eine "alle Kontinente umspannende Gebetsliga". Diese Idee haben die Päpstlichen Missionswerke "Missio" anlässlich des Jubiläums ihrer Gründerin aufgegriffen und die Gebetsaktion "Eine Rose für die Welt" gestartet. Tausend Österreicher machen bereits mit.
Im Rahmen der Gebetsinitiative "Eine Rose für die Welt" bilden jeweils 20 Beter eine sogenannte "Rose". "Jeder bekommt ein Geheimnis der vier Rosenkränze und einen Kontinent zugeteilt", erklärt Margot Karner, St. Pöltens "Missio"-Diözesansekretärin. Täglich werde ein Gesätzchen gebetet, gemeinsam ergibt das einen Psalter pro Tag. Zu Zeiten Jaricots war diese Idee ein Erfolg: Im Jahr ihres Todes vor 150 Jahren beteten zwei Millionen Franzosen täglich den "Lebendigen Rosenkranz".
Karner sagt, Jaricot sei zwar hierzulande kaum bekannt, "ihre Werke dafür umso mehr". So erfreue sich das "Werk der Glaubensverbreitung" als eines der vier Päpstlichen Missionswerke einer starken Unterstützung der Österreicher. Für die "soziale Vorkämpferin und Mutter der Mission" läuft ein Seligsprechungsverfahren. Pauline war auch Vorkämpferin für die Rechte der Arbeiter. „Die Not der Arbeiter zu Beginn des Industriezeitalters in Frankreich ließ Pauline nicht kalt. Sie trat für gerechte Entlohnung und eine geregelte Arbeitszeit ein“, betont die St. Pöltner „Missio“-Diözesansekretärin.
Pauline Marie Jaricot wurde 1799 in Lyon geboren. Sie gründete bereits in jungen Jahren einen Missionsverein, der 1822 offiziell zum "Werk der Glaubensverbreitung" wurde - einem der ersten Missionsvereine der Welt. Grundidee war, täglich ein kurzes Gebet für die Mission zu sprechen und wöchentlich einen "Sou" (fünf Centimes) für die Mission zu spenden. Der Grundstein der späteren internationalen Päpstlichen Missionswerke war damit gelegt.
Mit ihrer Gründung leitete Jaricot eine neue Epoche der Missionsgeschichte ein: Mission wurde zur Sache des "einfachen Volkes". Ihr ging es darum, das weltweite Missionsanliegen zu unterstützen. Sie starb 1862 völlig verarmt. Jaricot wird heute als eine der großen und zu Unrecht vergessenen Figuren der Kirchengeschichte des vergangenen Jahrhunderts eingeschätzt.
www.missio.at
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16.06.2012 11:56:15
Verschiedenheit in der Einheit des Sakraments der Priesterweihe
(erzdioezese-wien.at) Die sechs neuen Priester, die aus sechs verschiedenen Nationen stammen, seien ein "Geschenk der Vielfalt Gottes an unsere Diözese", so Kardinal Christoph Schönborn.
Kardinal Christoph Schönborn begrüßte am Freitag, 15. Juni 2012, die sechs Priesterweihekandidaten im vollen Stephansdom. Der Wiener Erzbischof bat alle Anwesenden um das innständige Gebet um den Heiligen Geist für die Weihekandidaten, denn "ohne sein Wirken können wir unseren Dienst nicht tun, so vertrauen wir uns ihm an", erklärte Kardinal Schönborn.
Danach wurden die sechs Kandidaten: Joseph Bolin, Helmut Klauninger, Tomasz Iwandowski und Thomas Wisotzki aus dem Wiener Priesterseminar; Daniel Sancho Mengod aus dem Missionskolleg "Redemptoris Mater" sowie den Salvatorianer Istvan Barazsuly, vorgestellt.
Es sei eine Stunde der Gnade betonte Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt: "Am heutigen Herz-Jesu-Fest liebe Weihekandidaten darf ich euch durch die Handauflegung die Gabe des Heiligen Geistes, die Gleichgestaltung mit Christus durch das Sakrament der Weihe spenden."
Er sei zutiefst bewegt, so der Wiener Erzbischof, wenn er einen Blick auf die sechs so verschiedenen Biographien der Kandidaten werfe. "Es ist eindrucksvoll, was über euch berichtet wurde und euch jetzt hier zusammen zu sehen, als künftige Mitglieder des Wiener Presbyteriums. Welche Vielfalt! Mein Herz ist darüber voller Freude, Freude am Herrn, der euch gerufen hat, der euch in seiner unendlichen Barmherzigkeit zu diesem Tag geführt hat." - Lesen Sie noch mehr! - Siehe auch www.priesterweihe.at
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16.06.2012 11:53:42
Vom Wachsen des Reiches Gottes in den Herzen
(stjosef.at/predigten) (JSp) Viele Menschen leben heute in einer Mentalität des Alles-Selber-Machens. Gewiss: Es ist begrüßenswert, dass wir unsere Kräfte und Talente einsetzen und zur Entfaltung bringen. Doch die rasante Entwicklung von Wissenschaft und Technik verleitet zu der Annahme, der Mensch hätte aus eigener Einsicht und Kraft für alles im Leben eine Lösung. Dass dem nicht so ist, zeigt sich dann immer wieder an selbstverschuldeten Unglücksfällen und Katastrophen, bis hin zu Kriegen. Dort, wo sich der Mensch überschätzt und an die Stelle Gottes setzt, muss er notwendig scheitern. Statt Heil und Segen erwartet ihn dann Unheil und Fluch.
Das heutige Evangelium zeigt uns, dass es auch anders geht! Der Mensch ist aufgerufen, das zu tun, was ihm zukommt. In allem übrigen aber – und vor allem auch, was den Ertrag und Segen für seine Arbeit und Mühe betrifft – soll er auf Gott vertrauen und auf ihn bauen. Denn das Reich Gottes ist keine irdische Größe, die man auf dem Reißbrett oder im Computer planen und dann auf dem Wege der Technik umsetzen kann, als ob der Erfolg gewiss und machbar wäre.
Da hat es der mit der Natur verbundene Landwirt oder Obst- und Weinbauer schon leichter: Ihm sind die Gesetze des Wachstums nicht unbekannt. Dass es wieder eine reichliche Ernte gibt – oder auch nicht –, hängt ab von vielen Faktoren, die der Mensch nicht beeinflussen kann. Der Sämann sät aus; das Wachstum der Frucht schenkt Gott als Herr der Natur. Und ähnlich, sagt Jesus, ist es mit dem Reiche Gottes: Nicht wir selber produzieren es und bringen es hervor, sondern Gott schenkt das Wachstum für sein Reich in den Herzen der Menschen.
Lesen Sie die Predigt zum 11. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B, in vollem Wortlaut!
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08.06.2012 23:26:43
Das Heilige zur Vollendung geführt
(radiovatikan.de) Die eucharistische Verehrung und ihre Sakralität: das sind die beiden Aspekte, die Papst Benedikt bei seiner Predigt am Fronleichnamsdonnerstag hervorgehoben hat. Im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils seien diese, so der Papst, teilweise einseitig und unvollständig interpretiert worden. Nicht mehr die Verehrung, sondern der Vollzug der Feier der Eucharistie seien in den Mittelpunkt der Messfeier gerückt, was zu einem Ungleichgewicht geführt habe. Um einen Aspekt zu betonen werde oft ein anderer aufgegeben, so der Papst. Dies habe negative Auswirkungen auf die Spiritualität insgesamt, denn Christus sei nicht nur im Moment der Eucharistie präsent, sondern müsse dies in jedem Augenblick unseres Lebens sein. Das Gleichgewicht müsse durch die Rückbesinnung auf die Eucharistie als Akt des Glaubens und des Gebetes zu Christus wiederhergestellt werden, denn, so reflektierte der Papst weiter, indem die ganze Beziehung mit dem eucharistischen Jesus allein auf den Augenblick der Heiligen Messe konzentriert wurde, riskierte man die restliche Zeit und die existenziellen Räume seiner Gegenwart zu entleeren:
„Und so nimmt man weniger die ständige Gegenwart Jesu mitten unter uns und mit uns wahr, eine konkrete, nahe Präsenz, in unsern Häusern, als „pulsierendes Herz“ der Stadt, des Landes, der Region mit ihren verschiedenen Vollzügen und Aktivitäten. Das Sakrament der Liebe Christi muss unser ganzes Leben durchdringen.“
Dabei seien die Feier und die Anbetung mitnichten als Gegensätze anzusehen, sondern im Gegenteil, die Verehrung schaffe gleichsam das „Ambiente“ für eine gemeinsame Eucharistiefeier:
„Die Begegnung mit Jesus in der Heiligen Messe vollzieht sich wahrhaftig und in vollständiger Weise, wenn die Gemeinschaft erkennt, dass Er im Sakrament gegenwärtig ist in seinem Haus, dass er uns erwartet, dass er uns an seinen Tisch einlädt und – wenn die Versammlung sich aufgelöst hat – dass er bei uns bleibt mit seiner diskreten und stillen Präsenz und uns begleitet durch seine Fürsprache.“
Die Anbetung nivelliere die Unterschiede zwischen den Gläubigen und schaffe neuen Raum für das gemeinsame Erleben.
Auch beim Verständnis der Sakralität der Eucharistie, so der Papst weiter, sei in jüngster Vergangenheit eine gewisse Fehldeutung der authentischen Botschaft der Heiligen Schrift erfolgt. Zwar seien die Mitte des Kultes nicht mehr die Riten und die Opfer der Vorzeit, sondern Christus selbst, dennoch dürfe man daher nicht schließen, dass es das Heilige nicht mehr gebe, sondern dass es seine Erfüllung in Christus gefunden habe. „Er hat den das Heilige nicht abgeschafft, sondern er hat es zur Vollendung geführt und einen neuen Kult errichtet, der vollends geistlich ist, der sich aber dennoch der Zeichen und Riten bedient, solange wir noch unterwegs sind in der Zeit, und der erst an eine Ende kommen wird im himmlischen Jerusalem, wo es keinen Tempel mehr geben wird“ (vgl. Offb 21,22)
Link: Papstpredigt im Wortlaut.
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08.06.2012 23:22:37
Erfüllt von der Hoffnung auf Herrlichkeit
(stjosef.at/predigten) (JSp) Im Evangelium zeigt Jesus klar und unmissverständlich, dass er ganz eins ist mit dem Willen des himmlischen Vaters. In ihm gibt es keinen Kompromiss mit dem Bösen; er hat damit überhaupt nichts zu tun. Dennoch behaupten seine Gegner wider besseres Wissen, Jesus stehe vielleicht mit dem Teufel im Bunde und treibe auf diese Weise die Dämonen aus. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: Jesus Christus ist ganz erfüllt vom Heiligen Geist und sammelt alle jene, die den Willen Gottes tun, in der Gemeinschaft der Kinder Gottes. So sagt er: „Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“
Freuen wir uns, dass wir teilhaben dürfen am Reiche Gottes! Möge Gott einst alles Gute, was wir hier auf Erden erfahren und wirken dürfen, in seiner ewigen Herrlichkeit vollenden!
Lesen Sie die Predigt zum 10. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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06.06.2012 19:50:10
Papstrückblick auf das Weltfamilientreffen
(kath.net/as) In seiner Katechese bei der traditionellen Mittwochsaudienz ließ Papst Benedikt XVI. vor rund 25.000 Pilgern und Besuchern seine apostolische Reise nach Mailand anlässlich des VII. Weltfamilientreffens (1. – 3. Juni) Revue passieren.
Der Papst erinnerte daran, dass die Familie, die Arbeit und das Fest das Motto des Weltfamilientreffens der vergangenen Tage gebildet habe. Benedikt XVI. bekundete, dass er immer noch ganz erfüllt sei von den "unvergesslichen und wunderbaren Begegnungen" mit den Familien aus Italien und der ganzen Welt. Es habe sich auch um seinen ersten Besuch bei den Gläubigen des Erzbistums Mailand als Nachfolger Petri gehandelt. Diese hätten ihn wirklich auf Herzlichste empfangen. Es sei seine Absicht gewesen, im Rahmen des Besuchs auch die Gelegenheit wahrzunehmen, den Menschen aus der Emilia Romagna, die so schwer unter den Folgen des Erdbebens litten, seine Nähe deutlich zu machen.
Der Papst erinnerte an seine Begegnung mit Tausenden von Priestern, Seminaristen und Ordensleuten am zweiten Tag seiner Reise zum Gebet der „Hora media“ im ambrosianischen Ritus im Mailänder Dom. Zu diesem Anlass habe er die dem heiligen Ambrosius so teuren Werte des Zölibats und der geweihten Jungfräulichkeit betonen wollen: „Zölibat und Jungfräulichkeit in der Kirche sind ein leuchtendes Zeichen der Liebe zu Gott und zu den Brüdern, die von einer immer innigeren Beziehung mit Christus im Gebet ausgeht und in der immer volleren Selbsthingabe zum Ausdruck kommt“. - Lesen Sie noch mehr!
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06.06.2012 19:48:32
Der Alte und der Neue Bund
(stjosef.at/predigten; JSp) Wenn wir am Hochfest Fronleichnam in der Prozession mit dem Allerheiligsten durch die Straßen unseres Ortes ziehen, dann wirken viele Menschen mit und machen dieses Fest zu einem beeindruckenden Zeugnis des Glaubens.
Nicht bloß einem frommen Brauch folgen wir und auch nicht einem Wunsch nach katholischer Selbstdarstellung, sondern es geht um das Geheimnis des Glaubens, das wir feiern: Jesus Christus gibt sich uns selbst unter den Zeichen von Brot und Wein zur Speise. Weil er sein Leben am Kreuz für uns hingegeben und sein Blut vergossen hat, empfangen wir von ihm das ewige, göttliche Leben. Stellvertretend für die vielen nimmt er den Tod auf sich, um uns das Heil zu schenken.
Die Lesungen der Messe knüpfen an beim Alten Testament: Hier hat Gott bereits einen Bund mit seinem auserwählten Volk geschlossen. Der Bundesvertrag wurde besiegelt, indem ein Opfer aus dem Blut junger Stiere dargebracht wurde. Damit wurde der Altar besprengt, aber auch das Volk. Und die Menschen antworteten: „Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun; wir wollen gehorchen.“
Diese alten Opfer, wie sie damals dargebracht wurden, sind im neuen und ewigen Bund freilich überholt, den Gott mit uns in seinem Sohn Jesus Christus geschlossen hat. Wir Menschen können uns nicht selbst erlösen; Gott hat uns eine ewige Erlösung bereitet in seinem Sohn. Der Erlöser ist selbst an die Stelle der Opfergabe getreten, die dargebracht wurde. Der Hebräerbrief weist hin auf das Blut Christi, das „unser Gewissen von toten Werken“ reinigt, „damit wir dem lebendigen Gott dienen.“
Lesen Sie die Predigt zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi (Fronleichnam) im vollen Wortlaut!
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