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13.04.2013 10:33:51
Auf die Liebe zu Christus kommt es an
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die entscheidenden Worte Jesu an Petrus, bevor er ihm die Aufgabe übertrug, die Kirche zu leiten, war die dreimalige Frage: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Und beim ersten Mal fragte Jesus sogar: „Liebst du mich mehr als diese?“
Ausgerechnet dem charakterlich schwankenden Petrus, der den Herrn vor dessen Tod dreimal verleugnet hat, vertraut Jesus nach seiner Auferstehung das universale Hirtenamt in der Kirche an. In kirchenpolitischen Kategorien könnte man fragen, ob das eine gute personelle Entscheidung war. Denn wir Menschen tun immer so, als ob es zuerst von der persönlichen Qualität unserer Päpste und Bischöfe abhängt, ob es mit der Kirche gut weitergeht oder nicht. Und so gab und gibt es immer wieder verschiedenste Erwartungen an einen neuen Papst oder an einen neuen Bischof, natürlich auch an einen Pfarrer oder an andere Personen, die in der Kirche Verantwortung tragen.
Das Entscheidende für das Hirtenamt des Petrus ist nach Auffassung Jesu die Liebe.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Sonntag der Osterzeit in vollem Wortlaut!
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10.04.2013 21:32:26
Das Leben in Christus - Generalaudienz von Papst Franziskus
(radiovatikan.de) Gott ist so barmherzig, dass er uns sogar dann liebt, wenn wir Fehler machen. Das betonte Papst Franziskus in seiner Mittwochskatechese bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Vor tausenden Pilgern und Besuchern ging er auf die Bedeutung des Ostergeschehens ein. Christ sein bedeute nicht bloß Gebote befolgen, sondern in Christus sein – denken, handeln, lieben wie Christus – und zulassen, dass der Herr von unserem Leben Besitz ergreife, es verwandele und so frei mache vom Dunkel des Bösen und der Sünde, so der Papst. Zum Ostergeschehen sagte der Papst, dass der Tod und die Auferstehung Christi das Fundament des christlichen Glaubens und des Heils seien.
„Im Ostergeschehen befreit Christus uns von der Knechtschaft der Sünde und macht uns zu Kindern Gottes. Aber wie wird uns dies persönlich zuteil? – Durch das Sakrament der Taufe. Wir sind getauft auf den Tod und die Auferstehung Christi und wurden so zu neuem Leben geboren. Der Heilige Geist wirkt in uns dieses neue Sein als Kinder Gottes. So ist die Gotteskindschaft das größte Geschenk des Ostergeheimnisses.“
Die Beziehung zu Gott sei nicht einfach „ein Schatz, der im Leben nur zu hüten wäre“; sie müsse vielmehr wachsen und Tag für Tag genährt werden, so der Papst.
„Das geschieht durch das Hören des Wortes Gottes, durch das Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten, insbesondere der Beichte und der Eucharistie. Wir können als Kinder Gottes leben, und darin besteht unsere Würde! Die Versuchung, Gott beiseite zu schieben, und die Erfahrung der Sünde verletzen unser Leben als Kinder Gottes. Wir müssen den Mut des Glaubens haben.“
Durch die Verkündigung der Botschaft Christi und mehr noch durch ein christliches Leben, ein Leben als Auferstandene, müssten die Gläubigen für alle ein Vorbild sein.
„Christus ist gestorben und auferstanden, um uns zu Kindern Gottes zu machen. Wir wollen den Menschen um uns die Freude, Gottes Kinder zu sein, weiterschenken. Wenn wir in Christus leben, dann sind wir wirklich frei und erhalten Kraft für die Mühen des Alltags. Der Herr segne euch alle.“
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10.04.2013 21:30:56
Europäische Bürgerinitiative "One of us"
(zenit.org) „One of Us“ ist eine der ersten europäischen Bürgerinitiativen überhaupt. Ihr Ziel für Europa ist der Schutz des menschlichen Lebens und der menschlichen Würde von der Zeugung an – soweit dieser Schutz in der Kompetenz der EU liegt. In einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofes (im Fall Brüstle gegen Greenpeace) definiert das Gericht den menschlichen Embryo als die erste Entwicklungsstufe des menschlichen Lebens. Daran orientiert „One of Us“ die Forderung, jegliche EU- Finanzierung von Aktivitäten, mit denen die Zerstörung menschlicher Embryonen einhergeht, einzustellen. Dies betrifft besonders die Bereiche Forschung, Entwicklungshilfe und öffentliche Gesundheit.
Eine Veränderung der EU Haushaltsordnung, in der die Ausgaben der Europäischen Union geregelt sind, ist der geeignete Weg, um die neue Regelung gesetzlich zu verankern. Das Verbot der finanziellen Förderung solcher Aktivitäten wäre ein entscheidender Beitrag zur Einheitlichkeit der Politik der verschiedenen europäischen Institutionen.
„One of Us“ hat größeres politisches Potenzial als jede andere Intitiative, die jemals unternommen worden ist, um europaweit den Schutz der Würde des Menschen von der Zeugung an zu fördern. Wenn eine Million oder mehr EU Bürger und Bürgerinnen die Initiative unterstützen, könnte ein ethischer Standard für ganz Europa entstehen, der den Schutz jedes Mitglieds der menschlichen Familie, egal wie jung er ist, sichert. Das Wunschziel der Initiative ist ein konkretes Verbot lebensvernichtender Politik im EU Finanzplan und ein gesteigertes Bewusstsein der verantwortlichen EU Politiker, dass so viele europäische Bürger dieses Anliegen teilen. Zudem könnte die Initiative ein positives Signal sein für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, wo aktuell viele Entscheidungen bioethischer Fragen ausstehen.
„One of Us“ kann auf eine große Gruppe von Unterstützern zählen: Kirchen, Politiker wie Abgeordnete des Europäischen Parlaments und zivilgesellschaftliche Akteure unterstützen die Intitiative auf verschiedenen Wegen. Neben dem verantwortlichen Gremium, das aus sieben Bürgern und Bürgerinnen unterschiedlicher EU Mitgliedsstaaten besteht, leitet eine zentrale Koordinationsstelle in Brüssel die Kampagne.
Die Europäische Bürgerinitiative „One of Us“ ist jetzt online erreichbar: http://www.1-von-uns.de/content/start.html
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06.04.2013 20:11:19
Gott hört unseren Schrei nach Erbarmen
(stjosef.at/predigten) (JSp) m Tod und in der Auferstehung Jesu Christi wirkt Gott das Heil der Menschen. Das Geheimnis der Erlösung ist vor allem ein Erweis der göttlichen Barmherzigkeit. So ist es angebracht, dass wir den 2. Sonntag der Osterzeit als Sonntag der Barmherzigkeit Gottes begehen.
Wenn wir die Weltgeschehnisse beobachten, aber auch wenn wir mit verschiedenen Erfahrungen unseres Alltags konfrontiert sind, dann scheint uns mitunter: Die Welt ist kälter geworden. Egoismus und Rücksichtslosigkeit geben den Ton an; die Werte des Mitleids und des Erbarmens zählen wenig in einer Gesellschaft, die vor allem den Kult des Schönen und Gesunden sowie der Leistung aus eigener Kraft pflegt.
Der auferstandene Herr macht seinen Jüngern und damit der Kirche insgesamt das einzigartige Geschenk seiner Barmherzigkeit: Er ermächtigt die Apostel, in seinem Namen den Menschen die Sünden zu vergeben. Im Bußsakrament wird uns die Überfülle des göttlichen Erbarmens zuteil. Der Mensch klagt sich selber an, doch er wird vom Priester in der Person Christi nicht verurteilt, sondern losgesprochen!
Lesen Sie die Predigt zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit!
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31.03.2013 15:52:55
Ostergrüße und Segen urbi et orbi
(radiovatikan.de) Etwa 250.000 Pilger waren auf dem festlich geschmückten Petersplatz und der angrenzenden Via della Conciliazione versammelt, um an der großen Ostermesse teilzunehmen und anschließend den Ostersegen zu erhalten. Es sei ihm ein Anliegen, so Papst Franziskus, die Frohe Botschaft, die die Auferstehung Jesu bedeute, allen zu verkünden. Sie solle in jedes Haus, in jede Familie gelangen, insbesondere aber dorthin, wo mehr Leid herrscht, in die Krankenhäuser, in die Gefängnisse…
„Vor allem möchte ich, dass sie in alle Herzen gelange, denn dort will Gott diese Frohe Botschaft hineinsäen: Jesus ist auferstanden; es gibt Hoffnung für dich, du bist nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde, des Bösen! Gesiegt hat die Liebe, gesiegt hat die Barmherzigkeit! Stets siegt die Barmherzigkeit Gottes!“
Was bedeute nun, fragte Franziskus in seiner Ansprache, das Ereignis der Auferstehung? Es bedeute, dass die Liebe Gottes stärker sei als das Böse und als der Tod selbst; es bedeute, dass die Liebe Gottes unser Leben umwandeln, die Wüste, die sich in unserem Herzen befindet, zum Erblühen bringen könne. Christus habe durch seinen Tod und seine Auferstehung der Menschheit eine Zukunft der Hoffnung aufgetan:
„Liebe Brüder und Schwestern, Christus ist ein für allemal und für alle gestorben und auferstanden, aber die Kraft der Auferstehung, dieser Übergang von der Knechtschaft des Bösen zur Freiheit des Guten muss sich in jeder Zeit vollziehen, in den konkreten Räumen unseres Lebens, in unserem täglichen Leben. Wie viele Wüsten muss der Mensch auch heute durchqueren. Vor allem die Wüste in ihm selbst, wenn das Bewusstsein fehlt, Hüter all dessen zu sein, was der Schöpfer uns geschenkt hat und schenkt. Aber die Barmherzigkeit Gottes kann auch das trockenste Land erblühen lassen, kann selbst ausgetrocknete Gebeine wieder lebendig machen (vgl. Ez 37,1-14).“ Im Anschluss an seine Ansprache erteilte der Papst den anwesenden Pilgern, aber auch allen Gläubigen, die das Ereignis vor dem Fernseher, Radio, oder im Internet mitverfolgten, seinen Ostersegen.
Link: Papstansprache im Wortlaut.
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30.03.2013 12:18:11
Christus ist wahrhaft vom Tode erstanden!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Menschlich gesehen war es das Ende: Da stirbt dieser Jesus, auf den seine Apostel und Jünger alle ihre Hoffnung gesetzt hatten, am Kreuz! Das Kreuz galt als Zeichen der Schande; ja es war die Todesart eines Verbrechers, die Jesus auf sich genommen hatte! Er, der Unschuldige und Heilige, war wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt worden. In der Hingabe seiner Liebe nahm er die Sünde der Welt auf sich und versöhnte die Menschen mit Gott.
Doch all diese Zusammenhänge waren den Jüngern Jesu unmittelbar nach seinem Tod nicht bewusst. Für sie war eine Welt voller Hoffnungen zusammengebrochen. Wie sollte und konnte es für sie ohne Jesus weitergehen?
Mitten in diese namenlose und lähmende Trauer hinein erstrahlt plötzlich das helle Licht von Ostern: Zuerst sind es äußere Zeichen, wie das leere Grab und die zusammengefalteten Leinenbinden sowie das Schweißtuch, womit man den Leichnam Jesu eingehüllt hatte. Dann aber sind es Engel, die zuerst den Frauen begegnen, die den Leichnam Jesu mit wohlriechendem Öl salben wollen, wie dies zur jüdischen Begräbnissitte gehört. Und dann erscheint Jesus selber seinen Jüngern: wiederum zuerst den Frauen, dann den Aposteln, vor allem dem Petrus, sowie den übrigen Jüngern. Die Gewissheit verdichtet sich, ja sie ist handgreiflich geworden, als die Jünger Jesus sehen und ihn sogar anfassen dürfen: Er lebt! Er ist von den Toten erstanden!
Lesen Sie die Predigt zum Ostersonntag 2013 im ganzen Wortlaut!
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30.03.2013 12:16:51
Von der Erneuerung des Taufbekenntnisses
(stjosef.at/predigten) (JSp) In diesem „Jahr des Glaubens“ geht es vor allem um eine Erneuerung unseres Taufbekenntnisses. Weil die meisten von uns schon als Kinder getauft wurden, haben damals die Eltern und Paten an unserer Stelle das Glaubensbekenntnis abgelegt und dem Bösen widersagt. Später, in der Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion und das Sakrament der Firmung, wurde diese Absage an das Böse und dieses Bekenntnis zu Gott von uns schon bewusst mitvollzogen und erneuert. Jedes Jahr in der Osternacht sind wir aufgerufen, im Rahmen der Taufwasserweihe diese Erneuerung unseres Taufversprechens vorzunehmen.
Zuerst geht es um die Absage an das Böse: Wir widersagen „dem Bösen, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu können“, außerdem widersagen wir allen „Verlockungen des Bösen“, damit es nicht Macht über uns gewinnt, und schließlich „dem Satan, dem Urheber des Bösen“. So steht es in den liturgisch vorgegebenen Fragen, auf die wir mit „Ich widersage“ antworten. Übersetzt in unsere Sprache könnten wir auch sagen: Ich distanziere mich von allem Bösen; ich will damit nichts (mehr) zu tun haben! Denn das Böse macht uns unfrei; es beeinträchtigt, ja zerstört unser Leben und nimmt uns auch die Freude. Hingegen ist es Gott, der uns Leben schenkt und der uns wahrhaft befreit. Dies wird im Ereignis der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus offenbar!
Eben deshalb bekennen wir uns zu Gott dem Vater, zu seinem Sohn und zum Heiligen Geist.
Lesen Sie die Predigt in der Osternacht 2013 im vollen Wortlaut!
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29.03.2013 10:15:22
Fußwaschung als Geste liebender Zuwendung zu den Ärmsten
(kathpress.at) Der Abendmahlsgottesdienst, den Papst Franziskus gemeinsam mit jugendlichen Strafgefangenen in der römischen Jugendhaftanstalt Casal del Marmo gefeiert hat, war emotional sehr bewegend. Das berichtete Vatikan-Sprecher Federico Lombardi im Anschluss an den Gottesdienst und die darauffolgende Begegnung des Papstes mit den Jugendlichen. Ein besonders bewegendes Zeichen sei die Fußwaschung gewesen, die der Papst an den Jugendlichen vollzog, so Lombardi.
Bei der Fußwaschung habe sich Papst Franziskus vor den Jugendlichen niedergekniet, ihnen die Fuße gewaschen und diese anschließend geküsst, berichtete Vatikansprecher Federico Lombardi anschließend gegenüber Journalisten. Franziskus sei sechsmal niedergekniet, und habe jeweils an zwei jungen Gefangenen, die in der ersten Reise saßen, die Fußwaschung vollzogen.
Mit diesem zwölf Jugendlichen habe er später während der Messe auch den Friedenskuss getauscht. Anschließend habe Franziskus allen Jugendlichen die Kommunion ausgeteilt, die zu ihm vorgetreten seien. Als Geschenk überreichten die Jugendlichen dem Papst nach der Messe ein Holzkreuz sowie eine in ihrer Werkstätte gefertigte hölzerne Kniebank überreichen. Franziskus revanchierte sich mit Ostereiern sowie eine Colomba, einem Ostergebäck in Taubenform.
Knapp eine Stunde dauerte die Messe mit den 49 jugendlichen Gefangenen sowie 40 freiwilligen Betreuern. Vor seiner Rückkehr in den Vatikan traf der Papst zu einer persönlichen Begegnung mit den Jugendlichen zusammen. "Lasst euch nicht die Hoffnung rauben", rief Franziskus in einem kurzen Grußwort den Jugendlichen zu. Er sei froh über diese Begegnung danke allen, vor allem den Jugendlichen.
An der Messe nahm auch Italiens Justizministerin Paola Severino teil, die anschließend den Papst kurz begrüßte. Sie unterstrich die hohe pädagogische Bedeutung, die eine Anstalt wie Casal del Marmo für Jugendliche habe. Sie versuche die teilweise weit entfernt von ihrer Heimat und ihren Familien lebenden jungen Menschen zu "behüten" und sie auf ihre Rückkehr in die Gesellschaft vorzu bereiten.
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29.03.2013 10:13:16
Der Sieg der Liebe am Kreuz
(stjosef.at/predigten) (JSp) Die Passionsgeschichte nach dem Evangelisten Johannes zeigt uns in eindrücklicher Weise, was unser Herr Jesus Christus um unserer Sünden willen alles erduldet hat und wie er seinen Tod angenommen hat als Erweis seiner Liebe zu uns. Denn es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde (vgl. Joh 15,13)!
Vergessen wir nicht, dass unser Herr Jesus Christus zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Als Gott konnte er nicht leiden; als Mensch aber nahm er die Not und das Elend unseres Erdendaseins auf sich, und stellvertretend ließ er sich die Schuld aller Menschen aufladen, um sie in seinem Blut zu sühnen. Indem die Sünde ihre scheinbare Macht zeigen konnte, die den Erlöser der Welt dem Tod am Kreuz überführte, wurde sie in ihrem Wesen entmachtet: denn dort, wo die Liebe ist, kann der größte Hass und die größte Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit nichts ausrichten. Gerade durch seinen Tod am Kreuz hat unser Herr die Sünde und den Tod besiegt!
Lesen Sie die Homilie am Karfreitag 2013 in vollem Wortlaut!
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28.03.2013 11:03:41
Erste Generalaudienz von Papst Franziskus
(radiovatikan.de) Die Karwoche zu leben – das bedeutet vor allem, aus sich selbst heraus- und auf den anderen zuzugehen. Dies hat Papst Franziskus bei seiner ersten öffentlichen Generalaudienz an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz betont. Die Pilger begrüßte er zuvor wieder mit einem entspannten „Buongiorno“. Zudem kündigte der Papst an, dass er nach Ostern die Katechesereihe zum Jahr des Glaubens, die sein Vorgänger Benedikt XVI. begonnen hatte, fortsetzen werde.
Was es bedeutet, Jesus bei seinem Leiden, seinem Weg zum Kreuz und zur Auferstehung zu begleiten, machte Papst Franziskus an diesem Kar-Mittwoch noch einmal deutlich:
„Die Karwoche zu leben bedeutet nicht nur, Christus mit einem bewegten Herzen zu folgen, die Karwoche zu leben und Jesus zu folgen heißt: lernen, aus uns selbst herauszugehen. So, wie ich es vergangenen Sonntag gesagt habe, aus uns herausgehen, um den anderen entgegen zu gehen, um zu den Randgebieten des Daseins zu gehen. Lasst uns als erste zu unseren Brüdern und Schwestern gehen, besonders zu denen, die am weitesten weg sind, zu denen, die in Vergessenheit geraten sind, zu denen, die Verständnis, Trost und Hilfe brauchen. Es gibt ein sehr großes Bedürfnis, das lebendige Zeugnis des barmherzigen Jesus, der reich an Liebe ist, zu den Menschen zu bringen!“ - Lesen Sie noch mehr!
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28.03.2013 10:54:49
Wahrhaft gute Hirten sein!
(presse.kirche.at) „Habt keine Angst, eure Hirtenaufgabe mit Gottes Hilfe wahrzunehmen“, appellierte Bischof Klaus Küng bei der Chrisammesse im Dom von St. Pölten an die Priester der Diözese. „Führt Eure Gemeinden mit einer gewissen Entschlossenheit auf Wege, die zur Vertiefung des Glaubens führen und wirkt der Verflachung entgegen.“ Mit den heiligen Ölen werde uns von Christus „ein Schatz anvertraut“, mit dem sich ein wichtiger Auftrag verbinde: „Je mehr wir mit Christus eins sind, desto mehr werden wir vom Heiligen Geist erfüllt.“ Das bedeute jedoch, dass vieles auch von den Bemühungen des Einzelnen abhänge.
Christus habe die Priester durch das Weihesakrament für einen besonderen Dienst „an sich gezogen“, sagte Küng. An seine Stelle tretend sollen sie Zeugen für die Wahrheit sein und die Heilsgeheimnisse verwalten. „Wir sollen Gute Hirten sein, Priester nach seinem Herzen“, so der Bischof wörtlich. Es sei „ein großes Geheimnis“, dass Jesus sich gewissermaßen von jenen, die dazu bestellt sind, abhängig mache. Die damit verbundene Verantwortung sei dadurch groß.
Das Wissen um Gegenwart Christi „unter uns“ und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes sei die beste Ermutigung für die Arbeit der Priester, der beste Trost in allen Schwierigkeiten und der stärkste Ansporn. Daher sei es von größter Bedeutung, dass die Priester „allem anderen voran das geistliche Leben pflegen, es verteidigen und wiederherstellen, wenn wir nachgelassen haben“.
Küng betonte, dass es ihm „ein sehr großes Anliegen“ sei, dass die Priester das Evangelium „liebevoll, aber ohne Abstriche“ verkünden und dies auch von ihren Mitarbeitern verlangen sollten. Der in der Gesellschaft vorherrschende Relativismus müsse dort, wo er Glaubenswahrheiten und Gebote Gottes betreffe, „nach und nach überwunden“ werden. Küng: „Andernfalls dreht sich in der Entwicklung des Glaubenslebens die Schraube nach unten, Glaube und Glaubenspraxis verflachen immer mehr.“
Auch für die Sakramentenspendung brauche es „Hirten, die mit der Liebe Christi am Werk sind, die auf die Menschen zugehen, sie einladen und ermutigen“. Es gelte dabei dem Vorbild Jesu Christi nachzufolgen: „Er war bereit, von jeder Krankheit zu heilen; vor niemandem ist er zurückgeschreckt, nicht einmal vor Aussätzigen“, erinnerte Küng. Jesus habe aber auch „unmissverständlich zur Umkehr aufgefordert“ und für die Wirksamkeit seiner Wundertaten den Glauben vorausgesetzt.
Link: Bischofspredigt im Wortlaut.
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28.03.2013 10:52:03
Die Hingabe der Liebe
(stjosef.at/predigten) (JSp) Bevor Jesus sein Leiden und Sterben am Kreuz auf sich nahm, versammelte er sich mit den Aposteln zur Feier des Paschamahls. Darin gedachten die gläubigen Juden des Auszugs aus Ägypten. Es ging um die vergegenwärtigende Erinnerung an das Ereignis der Befreiung, das Gott der Retter an seinem auserwählten Volk gewirkt hatte.
In den Zusammenhang dieser kultischen Vollzüge stellt Jesus seine Zeichenhandlung der Fußwaschung und dann auch die Einsetzung der heiligen Eucharistie und des Priestertums. Wenn Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht, so verdeutlicht er ihnen das Maß dienender Liebe. Er, der Herr, ist bereit, ihnen diesen Sklavendienst zu leisten; er sieht sie nicht als Knechte an, sondern als Freunde. Er ist bereit, für sie sein Leben hinzugeben als Dienst der Liebe. Und nach dem Maß, wie er ihnen seine Liebe erweist, sollen auch sie einander lieben. Denn so lautet das neue Gebot: „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 13,34).
Und dann geschieht das Unfassbare: Jesus schenkt sich den Seinen im Sakrament der Eucharistie. Unter den Gestalten von Brot und Wein teilt er sich mit: als wahrer Gott und wahrer Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut. Es ist ein Geheimnis unsagbarer Nähe, tiefster Vereinigung der Liebe. Das Opfer seiner Hingabe am Kreuz wird bereits im Voraus auf sakramentale Weise vergegenwärtigt. Dies soll nun bei jeder Feier der heiligen Eucharistie geschehen. - Lesen Sie die Homilie zum Gründonnerstag 2013 in vollem Wortlaut!
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24.03.2013 21:54:06
Franziskus besucht Benedikt
(radiovatikan.de) Es war ein Treffen „tiefster Eintracht“ – so beschreibt Vatikansprecher Federico Lombardi die Begegnung der beiden Päpste, des amtierenden und des emeritierten, an diesem Samstag in Castelgandolfo. Es war das erste Mal seit dem Mittelalter, dass ein amtierender Papst seinen lebenden Vorgänger traf.
Franziskus reiste mit dem Helikopter aus dem Vatikan an. Benedikt XVI., in einen einfachen weißen Talar gekleidet, empfing ihn um 12.15 Uhr persönlich am Hubschrauber-Landeplatz in Castelgandolfo. Vatikansprecher Federico Lombardi sagt über den Moment der Begegnung:
„Der Heilige Vater stieg aus, begleitet von Erzbischof Becciù, dem Substitut des vatikanischen Staatssekretariates, Monsignor Sapienza und Alfred Xuereb. Sobald Franziskus ausstieg, näherte sich der emeritierte Papst und es gab eine wunderschöne Umarmung zwischen den beiden. Nach kurzen Begrüßungen der anderen Personen – des Bischofs von Albano und des Direktors der Päpstlichen Villen außerhalb von Rom, Saverio Petrillo – sind sie in das Auto gestiegen, Franziskus nahm rechts auf dem klassischen Papstsitz Platz, der emeritierte Papst links. Auch Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses, stieg ein.“
Danach hätten sich Franziskus und Benedikt für ein gemeinsames Gebet direkt in die Kapelle des Apostolischen Palastes in Castelgandolfo begeben, so Lombardi weiter.
„In der Kapelle hat der emeritierte Papst Benedik dem Papst Franziskus den Ehrenplatz angeboten, doch dieser sagte: ,Wir sind Brüder’ und wollte, dass sich beide in derselben Bank niederknieen. Nach einem kurzen Moment des Gebetes sind sie in die Privatbibliothek gegangen, wo gegen 12.30 Uhr das persönliche Treffen begann.“
Lesen Sie noch mehr! Sehen Sie auch das interessante Videodokument der Begegnung!
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24.03.2013 21:50:44
Freude, Kreuz, Jugend - die Predigt von Papst Franziskus am Palmsonntag
(radiovatikan.de) Mit der Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus im Vatikan die liturgischen Feiern der Kar- und Ostertage eröffnet. Zugleich beging er auch den diözesanen Weltjugendtag mit den Gläubigen, denn seit 28 Jahren ist der Palmsonntag auch Tag der Jugend. Papst Franziskus nutzte diesen Anlass, um sich am Ende seiner Predigt mit jungen Gläubigen aus aller Welt zur Feier des Weltjugendtages in Rio de Janeiro im Juli dieses Jahres zu verabreden.
Zu Beginn der Zeremonie zog Franziskus in einer feierlichen Palmprozession von der Mitte des Petersplatzes zum Papstaltar vor der Vatikan-Basilika. Jugendliche führten die Prozession, es folgten Prälaten, Bischöfe und Kardinäle. Franziskus, mit einem großen Palmzweig in der Hand, folgte der Prozession zu Fuß. In einer kurzen Zeremonie am Obelisken in der Mitte des Platzes segnete der Papst die mitgebrachten Palm- und Ölzweige.
In seiner Predigt betonte der Papst, dass die Menschen sich die Hoffnung, die Jesus ihnen gibt, nicht nehmen lassen sollten. Am Kreuz und mit der Liebe Gottes überwinde Jesus alles Böse. Insgesamt setzte Franziskus drei thematische Schwerpunkte an diesem Palmsonntag: Die Freude, Christ zu sein, das Kreuz als Mittel zur Überwindung des Bösen und die Bedeutung der Jugendlichen.
Lesen Sie die Predigt des Papstes im Wortlaut!
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23.03.2013 12:16:17
Der königliche Weg des Kreuzes
(stjosef.at/predigten) (JSp) Als Jesus auf einem Esel sitzend ganz schlicht und demütig und doch so erhaben in Jerusalem einzog, da war dies nicht der Auftakt einer prunkvollen irdischen Machtergreifung, sondern seiner Ganzhingabe für das Heil der Menschen, die in seinem Leiden und Sterben, seinem Tod am Kreuz und in seiner Auferstehung und Himmelfahrt gipfeln sollte. Wie aber sollten die Menschen jetzt schon begreifen, dass ausgerechnet dies der Weg der Erlösung sein würde? Denn das Böse wurde nicht besiegt und überwunden durch Macht und Gewalt, sondern durch die Hingabe dienender Liebe, die das Leiden miteinschloss. Wahrlich ein anspruchsvoller Weg, eben der Königsweg des Kreuzes!
Lesen Sie die Predigt zum Palmsonntag 24.03.2013 in vollem Wortlaut!
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22.03.2013 11:20:25
Die neuen Akzente des Papstes Franziskus
(presse.kirche.at) „Die Wahl von Papst Franziskus und seine ersten Auftritte haben viel Freude ausgelöst und Hoffnungen geweckt“, sagte Bischof Klaus Küng bei Dankgottesdienst anlässlich der Amtseinführung von Papst Franziskus im Dom von St. Pölten. Mit der Erwählung von Jorge Manuel Bergoglio zum Papst seien auch „Herausforderungen verknüpft, die uns alle angehen“.
Die Aussage von Papst Franziskus, dass die Kirche arm sein und die Armen lieben müsse, bezeichnete Küng als „Schlüssel für das Verständnis seines Lebens und wie er sein Amt sieht“. Armut bedeute – gerade auch im Verständnis des hl. Franz von Assisi – sich nicht zu eigen zu machen, um ganz frei zu sein für Gott und die anderen. Dazu passe auch die Definition von „Macht“, die Franziskus in seiner Antrittspredigt gegeben hat: Die Macht des Petrus bedeute, ganz für den Dienst an der Kirche da zu sein. Dies setze voraus, ganz für Christus da zu sein, so Küng, und habe „die uneingeschränkte Liebe zu den anderen als unmittelbare Folge“.
Es falle auf, dass Papst Franziskus keine Gelegenheit versäume, um für sich und die Kirche um Gebet zu bitten, stellte Küng fest. Sich ganz auf Gott zu verlassen und uns im Wissen um unsere Verantwortung den anderen zuzuwenden, „ganz besonders jenen, die in Not sind“, sei „eine weitere Devise“, die uns der neue Papst mit auf den Weg gebe.
Auch im Zeitpunkt des Amtsantritts in der Passionswoche sieht Küng einen „wesentlichen Hinweis“: Der heilige Franziskus sei in seiner gesamten Spiritualität „radikal von Christus her geprägt“ gewesen. Die daraus hervor gehende „große Leidenschaft, die Herzen zu entzünden“ betrachte er, Küng, auch als „ein Kennzeichen für die Haltung des neuen Papstes.“
Jedem Papst sei eine ganz bestimmte Aufgabe zugekommen, wie Küng ausführte: Johannes XXIII. habe die Fenster und Türen der Kirche geöffnet und das Konzil einberufen, dessen Beendigung die Aufgabe Pauls VI. war. Dieser habe auch die Umsetzung des Konzils eingeleitet und dabei „nicht wenig gelitten“. Johannes Paul I. sei mit seiner „Liebenswürdigkeit und katechetischen Einstellung“ der Übergang zu Johannes Paul II. gewesen, der „weltweit eine neue Entwicklung in Gang gebracht“ habe. Mit seinen Apostolischen Schreiben „Novo Millenio ineunte“ habe er auch „die Grundlinien einer neuen Pastoral“ aufgezeigt. Benedikt XVI. sei der „Papst der Vertiefung“ gewesen, der die Zusammenhänge der aktuellen Entwicklungen von Kirche und Gesellschaft „sehr klar dargestellt“ und „die Erkenntnisse über die Ursachen und mögliche Heilmittel“ verfeinert habe. Papst Franziskus wisse sich mit Benedikt XVI. „eng verbunden“ und bringe von einem anderen Kontinent und einer vitalen Diözese „eine neue Sicht“.
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19.03.2013 22:59:11
Papst Franziskus offiziell ins Amt eingeführt
(radiovatikan.de) „Seid Hüter der Gaben Gottes“ – mit diesem Appell hat sich Franziskus in seiner Predigt zum offiziellen Amtsantritt an diesem Dienstag an die Gläubigen gewandt. Am Josefstag ging der Papst besonders auf die Rolle Josefs ein – und er versäumte es auch nicht, seinem Vorgänger, dem emeritierten Papst Benedikt XVI., an dessen Namenstag noch einmal seinen Dank und seine Nähe auszusprechen.
Josef, ein Hüter – ausgehend vom Evangelium (Mt 1, 24) legt Franziskus dar, dass Josef, der Hüter von Jesus und Maria, für eine Obhut steht, die sich auf die ganze Kirche ausweitet. Das habe der selige Johannes Paul II. betont, so Franziskus, der die Berufung des Josef genau beschreibt:
„Wie führt Josef diese Hüter-Tätigkeit aus? Rücksichtsvoll, demütig, im Stillen, aber beständig gegenwärtig und in absoluter Treue, auch dann, wenn er nicht versteht. Von der Heimholung Marias bis zur Episode des zwölfjährigen Jesus im Tempel von Jerusalem begleitet er fürsorglich und liebevoll jeden Moment.“
Josef als Hüter von Maria, Jesus und der Kirche sei ständig aufmerksam gegenüber Gott, er sei offen für dessen Zeichen und verfügbar für den Plan Gottes, dem er seine eigenen Pläne unterordne, führt der Papst weiter aus. Gerade weil Josef auf Gott zu hören verstehe, sei er noch einfühlsamer für die ihm anvertrauten Menschen und aufmerksam für seine Umgebung. Er verstehe es, Ereignisse klug und mit Realismus zu deuten.
„An ihm sehen wir, liebe Freunde, wie man auf den Ruf Gottes antwortet: verfügbar und unverzüglich; aber wir sehen auch, welches die Mitte der christlichen Berufung ist: Christus! Hüten wir Christus in unserem Leben, um die anderen zu behüten, um die Schöpfung zu bewahren!“
Link: Papstpredigt in vollem Wortlaut
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18.03.2013 16:19:36
Gott ruft uns zur Umkehr und schenkt uns sein Erbarmen
(kath.net) usammen mit Hunderttausenden auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Besuchern betete Papst Franziskus den ersten Angelus seines Pontifikats. „Fratelli e sorelle, buongiorno“ – „Brüder und Schwestern, guten Tag!“ begrüßte der Papst die ihm zujubelnde Menge, wohl in Erinnerung an sein „Buona sera“ am 13. März, als er am Abend auf die Loggia des Petersdoms getreten war, um das auf ihn wartende Volk zum ersten Mal zu grüßen.
Wie bereits in seiner Predigt zu Messe am heutigen Sonntag in der vatikanischen Pfarrkirche Sant′Anna betonte Franziskus, ausgehend vom Evangelium des fünften Fastensonntags (Joh 8, 1-11), die Bedeutung der göttlichen Barmherzigkeit und rief dazu auf, nie müde zu werden, Gott um Vergebung zu bitten. Zunächst erinnerte der Papst an die Wichtigkeit des sonntäglichen Treffens, das durch die Medien zu einem Treffen mit der Welt werde.
Jesus spreche keine Worte der Verachtung oder Verurteilung gegenüber der vor ihn gebrachten Sünderin, sondern nur Worte der Liebe und der Barmherzigkeit, die zur Umkehr aufforderten. Das Antlitz Gottes „ist das eines barmherzigen Vaters“, so Franziskus, „der immer geduldig ist“. Der Papst betonte dabei die Geduld Gottes, die er mit einem jeden Menschen habe. Gott werde es nicht müde, dem Menschen zu vergeben.
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18.03.2013 16:08:48
Das Wappen des neuen Papstes
(radiovatikan.de) Der Vatikan hat heute das neue Wappen von Papst Franziskus veröffentlicht. Es erinnert stark an sein Bischofswappen. Auch sein Motto hat er mit nach Rom genommen: „miserando atque eligendo – aus Barmherzigkeit gewählt“.
Man kann sein sehr einfach gestaltetes Wappen in drei Teile aufteilen. Das blau gehaltene Schild wird von den päpstlichen Symbolen, wie auch schon bei Benedikt XVI., eingerahmt. Im oberen Teil des Schildes steht eine gelbe Sonne, in der das Christusmonogramm „IHS“ in roter Schrift geschrieben steht. Das Monogramm wird von einem ebenfalls roten Kreuz mit schwarzen Nägeln überragt.
Die untere Hälfte von Franziskus′ Wappen teilen sich ein Stern und ein Ast der indischen Narde. Nach der heraldischen Tradition symbolisiert der Stern die Jungfrau Maria. Dem gegenüber steht der Zweig der Narde, der den Schutzpatron der Weltkirche, St. Joseph, symbolisieren soll.
Sein Motto, das er bereits als Bischofsspruch hatte, entstammt aus den Predigten des Heiligen Beda Venerabilis. In diesen geht es um die Berufungserzählung von Matthäus, sie erinnern an die Barmherzigkeit Gottes. Für Franziskus hat das Matthäusfest eine ganz besondere Bedeutung. Im Alter von 17 Jahren hat er an diesem Tag die Gegenwart und Liebe Gottes ganz besonders gespürt. Er fühlte sich zum Ordensleben der Jesuiten berufen und erinnert mit seinem Bischofsspruch an dieses Berufungserlebnis.
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15.03.2013 22:08:16
Christus will ich erkennen
(news.stjosef.at) Vor wenigen Tagen, am 13. März 2013, wurde uns ein neuer Papst vorgestellt: er nennt sich Franziskus, ist 76 Jahre alt und heißt ursprünglich Jorge Mario Bergoglio. Er war zuletzt Kardinal-Erzbischof von Buenos Aires in Argentinien. Schon die ersten Gesten und Worte des neuen Papstes zeugen von großer Einfachheit und Demut; so hat er sich bereits die Herzen vieler Menschen erobert. Zuerst hat er schon mehrmals seinem großen und verdienten Vorgänger-Papst Benedikt XVI. gedankt, der aus Altersgründen sein Amt niedergelegt hat.
In den ersten Predigten und Ansprachen, die Papst Franziskus gehalten hat, ist bereits klar sein Hauptanliegen hervorgetreten: es geht um die Verkündigung des Evangeliums an alle Menschen. So sagte er am 15.03. wörtlich zu den Kardinälen: „Die Wahrheit des Christentums ist anziehend und überzeugend, weil die auf das tiefe Bedürfnis der menschlichen Existenz antwortet und auf überzeugende Weise verkündet, dass Christus der einzige Erlöser des ganzen Menschen und aller Menschen ist. Diese Botschaft bleibt heute wie zu Beginn des Christentums gültig, als die große missionarische Expansion des Evangeliums stattfand.“
Und einen Tag zuvor predigte er bei der hl. Messe in der Sixtinischen Kapelle über die wahre Auferbauung und Erneuerung der Kirche Christi: Es braucht „den Mut in Anwesenheit des Herrn zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf das Blut des Herrn zu bauen, das am Kreuz vergossen wurde; und sich zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. So wird die Kirche voranschreiten.“ Denn wie er formulierte: „Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz bauen, und wenn wir uns zu einem Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir keine Jünger des Herrn: wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, aber keine Jünger des Herrn.“
Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 5. Fastensonntag 2013, Lesejahr C, in vollem Wortlaut!
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15.03.2013 10:53:06
Missa pro Ecclesia - und eine programmatische Predigt
(radiovatikan.de) Papst Franziskus kehrt an den Ort der Papstwahl zurück – bei der ersten Messe des neuen Papstes in der Sixtinischen Kapelle wendet sich Benedikts Nachfolger in freier Rede auf Italienisch an diejenigen, die ihn wählten. Anlässlich des besonderen Anlasses sind die 114 Kardinäle – trotz der Fastenzeit – in weiße Paramente und Mitren gekleidet. Franziskus selbst trägt noch keine päpstlichen Insignien wie den Fischerring oder das Pallium, die wird er erst am kommenden Dienstag erhalten. Er zieht als nun ranghöchster Kirchenvertreter als letzter in die Kapelle ein.
Traditionell hält ein neuer Papst bei seiner ersten Messe nach dem Konklave, der „Missa Pro Ecclesia“, eine programmatische Ansprache über die Grundlinien seines bevorstehenden Pontifikats. Unter Michelangelos jüngstem Gericht in der Sixtinischen Kapelle wählt Franziskus drei Leitworte, die er seiner Kirche mit auf den Weg gibt: „Camminare – edificare – confessare“, „schreiten, aufbauen, sich bekennen”. Ungewöhnlich: er predigt im Stehen.
„Schreiten: unser Leben ist ein Weg und wenn wir stehenbleiben, geht das nicht. Immer weitergehen, mit dem Herrn, im Licht des Herrn, und versuchen, mit dieser Tadellosigkeit zu leben, die Gott von Abraham verlangt, in seinem Versprechen.“
Nächstes Leitwort: die Kirche aufbauen, sie ewig gründen auf den Petrusfels. Franziskus verwendet das italienische Worte „pietra“ im Plural, wenn er vom Petrusfels spricht und sagt „pietre“ – „Steine“ , was wie „petre“ klingt.
„Aufbauen. Die Kirche aufbauen. Da geht es um Steine: Steine haben Bestand; aber lebender Fels, gesalbter Fels für den Heiligen Geist. Die Kirche aufbauen, die Braut Christi, auf diesen Eckstein, welcher der Herr selbst ist und, mit einer anderen Bewegung unseres Lebens, aufbauen.“
Dritter Punkt der Rede, die sprachlich in Einfachheit und Sprechmelodie besticht: sich bekennen. Ohne ein Bekenntnis zu Christus und dem Zeugnis seiner Liebe im Tod am Kreuz ist alles vergänglich, so Franziskus, ja es ist „des Teufels“:
„Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt, bekennt man sich zur Weltlichkeit des Teufels, zur Weltlichkeit des Dämons. […] Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz bauen, und wenn wir uns zu einem Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir keine Jünger des Herrn: wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, aber keine Jünger des Herrn.“
Diese Botschaft will der Nachfolger auf dem Stuhl Petri mit „Mut“ verwirklicht wissen. Zwei Mal verwendet er diesen Begriff:
„Ich wünsche mir, dass alle nach diesen Tagen der Gnade den Mut haben – wirklich den Mut – in Anwesenheit des Herrn zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf das Blut des Herrn zu bauen, das am Kreuz vergossen wurde; und sich zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. So wird die Kirche voranschreiten. (…) Schreiten, bauen, sich bekennen zum gekreuzigten Jesus Christus. So soll es sein.“
Die Stille nach der Predigt ist kurz, ein weiteres kleines Anzeichen dafür, dass hier irgendwie ein neuer Ton angeschlagen wird - wie auch das gesprochene, nicht gesungene Hochgebet.
Link: Predigt im Wortlaut.
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14.03.2013 08:35:21
Die ersten Worte des neuen Papstes
(radiovatikan.de) Mit einer großen Geste der Demut hat sich Papst Franziskus den 1,2 Milliarden Katholiken weltweit vorgestellt. In einer schlichten weißen Soutane trat er am Mittwochabend auf die Mittelloggia des Petersdoms, bat um einen guten gemeinsamen Weg und um Gebet für sich selbst. Hier seine Worte in einer Arbeitsübersetzung:
„Brüder und Schwestern, guten Abend.
Ihr wisst, dass das Konklave die Pflicht hatte, Rom einen Bischof zu geben. Es scheint so, als ob meine Kardinalsbrüder fast bis zum Ende der Welt gehen mussten, aber wir sind nun hier. Ich danke euch für den Empfang. Die diözesane Gemeinschaft von Rom mit seinem Bischof. Danke.
Zuerst möchte ich für unseren emeritieren Bischof Benedikt XVI. beten. Beten wir alle gemeinsam für ihn, damit der Herr ihn segne und die Muttergottes ihn behüte.
Vater unser…
Gegrüßt seist du Maria…
Ehre sei dem Vater…
Und nun beginnen wir diesen Weg, Bischof und Volk, dieser Weg der Kirche Roms, der jener ist, der in der Barmherzigkeit allen Kirchen vorsteht, ein Weg der Brüderlichkeit der Liebe, des Vertrauens zwischen uns, beten wir immer für uns, für uns gegenseitig. Beten wir für die gesamte Welt, damit es eine große Brüderlichkeit geben wird. Ich wünsche euch, dass dieser Weg der Kirche, den wir heute beginnen und mir durch die Hilfe meines Kardinalvikars, der neben mir steht, fruchtbar sein wird für die Evangelisierung dieser so schönen Stadt. Und nun möchte ich den Segen erteilen, doch zuerst bitte ich euch um einen Gefallen. Bevor der Bischof das Volk segnet, bitte ich darum, dass ihr den Herrn bittet, damit ich gesegnet werde. Das Gebet des Volkes, das den Segen für seinen Bischof erbittet. Führen wir dieses euer Gebet für mich Stille durch. …
Und nun werde ich euch und der ganzen Welt den Segen erteilen, das gilt auch allen Männern und Frauen guten Willens. …
Brüder und Schwestern,
ich verlasse euch. Danke für den Empfang. Betet für mich und bis bald.
Wir werden uns bald wiedersehen.
Morgen möchte ich bei der Muttergottes beten gehen, damit sie ganz Rom behüte.
Gute Nach und gute Erholung.“
(news.stjosef.at) Heute Donnerstag, 14.03.2013, um 17 Uhr feiert der neugewählte Papst die erste hl. Messe zum Abschluss des Konklaves in der Sixtinischen Kapelle. Für Samstag 11 Uhr ist eine Begegnung mit den Vertretern der Medien geplant. Am Sonntag betet er den Angelus; am Hochfest des hl. Josef, des Patrons der Kirche, erfolgt die feierliche Amtseinführung! Gott segne den neuen Papst Franziskus und auch den emeritierten Papst Benedikt!
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13.03.2013 21:23:16
Habemus Papam! - Franciscus I.
(radiovatikan.de) Ein neuer Papst ist gewählt - die Kardinäle haben sich im fünften Wahlgang auf den Namen Jorge Mario Bergoglio geeingt! Weißer Rauch ist um 19.06 Uhr aufgestiegen. Mit Spannung wird nun das Erscheinen des neuen Papstes auf dem Balkon erwartet. Bereits 150.000 Menschen haben sich versammelt, um den neuen Papst bei seinem ersten Auftritt zu begrüßen, doch der Menschenstrom auf der Via della Conciliazione, die auf den Petersplatz zuführt, will nicht abnehmen.
Alles Weitere auf www.radiovatikan.de !
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12.03.2013 17:27:23
Ein persönlicher Dank an den "Papa emeritus"
(kirchberg.org) Kathrin Schweiger, die PGR-Obfrau von Kirchberg in Tirol, hatte die Gelegenheit einer persönlichen Begegnung mit Papst Benedikt XVI., als dieser noch im Amt war. Hier ihre Würdigung im Nachhinein, die unter dem Titel "Leb wohl und eine gute Zeit" eben in der Ausgabe April / Mai 2013 der Pfarrnachrichten erschienen ist:
Auch wenn die Medien bereits sehr breit über den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. berichtet haben, möchte ich in meinen heutigen Gedankensplittern nochmals meinen Besuch bei ihm in Rom im Jänner 2012 Revue passieren lassen. Er hat bei mir, wie wahrscheinlich bei jedem, der den Papst persönlich sprechen konnte, einen tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Ich gehörte zur Auswahl von 60 Österreichern, die im vergangenen Jahr zum Papst nach Rom fahren durften. Wir haben ihm in einer Audienz die selbstgeschriebenen Geschichten der einzelnen Pfarren Österreichs, teils handschriftlich, in Form von wunderschönen Büchern übergeben, und ich konnte ihm die besten Grüße und Wünsche unserer Kirchberger Gemeinde übermitteln. Die Reise insgesamt und die Audienz beim Papst haben mir sehr viele Fragen beantwortet und ich denke, dass sie mein Innerstes sehr stark beeinflusst hat. Die Weltkirche nicht verändern zu können, aber in kleinen Schritten mit dem Feuer der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe anzustecken, das können wir, und Papst Benedikt XVI. forderte uns ausdrücklich dazu auf! Er forderte uns auf, die Glaubensgeschichte weiterzuführen, die frohe Botschaft zu verkünden, Liebe zu geben, zu vergeben, Einsicht zu haben, Buße zu tun, einfach zu versuchen, als Apostel Christi zu wirken.
Für mich sehe ich diesen Auftrag so: Mutig zu sein, bedingungslos zu lieben und zu glauben, an Gott, an unsere Religion, aber auch an unsere Mitmenschen, zu hoffen auf das Gute und den Frieden, zu stärken wo Schwäche ist, vorauszuschauen wo Hinterhalt ist, zu klären wo geschwiegen wird, zu vergeben wo schon langer Unfrieden ist, zu helfen wo Not herrscht.
Es wäre so einfach, Apostel Jesu zu sein, wir bräuchten nur mit dem Herz denken, sprechen und fühlen. Papst Benedikt XVI. hat mir bei unserer Begegnung, ohne viele Worte das Herz geöffnet, für mich ist so klar, dass es Gott Vater im Himmel gibt. Mir ist so klar, dass ich meine Oma wieder sehen werde, die ich zwar immer noch schmerzlich vermisse aber trotzdem weiß, dass wir, ihre Familie, sie bei der wunderbaren festlichen Trauerfeier nur verabschiedet haben, aber nur auf unbestimmte Zeit. Dieser kindliche Glaube ist mir in Rom wieder in mein Herz geschlüpft und ich danke dieser Erkenntnis von ganzem Herzen. Die Begegnung mit Papst Benedikt XVI. hat mir für die Zukunft Sicherheit und Stärke gegeben.
Ich bin dankbar dafür und stolz darauf, dass ich diesem mutigen Mann, Papst Benedikt XVI., begegnen, ihm die Hand halten und ihm in seine warmen Augen blicken durfte. Für mich ist er einer der mutigsten, demütigsten und charismatischsten Menschen.
Möge Gott Vater, der Sohn und der Heilige Geist immer bei ihm sein.
Katrin Schweiger, PGR-Obfrau Kirchberg
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12.03.2013 17:24:02
Noch kein neuer Papst gewählt
(radiovatikan.de) Um 19.41 Uhr an diesem Dienstagabend wurde die Geduld der zahlreichen Neugierigen, die sich seit Beginn des Konklaves an diesem Nachmittag auf dem Petersplatz versammelt haben, belohnt - der erste Wahlgang fand sein sichtbares Ende, schwarzer Rauch entströmte dem Schornstein, der seit vergangenem Samstag auf dem Dach der Sixtinischen Kapelle thront. Der Petersplatz war mit bunten Regenschirmen übersät, viele Zuschauer hatten dem Regen getrotzt und die Ungewissheit darüber in Kauf genommen, ob der Wahlgang tatsächlich stattfinden würde. Zwar hat es sich eingebürgert, dass bereits am ersten Tag des Konklaves zumindest eine Wahl stattfindet, zwingend vorgeschrieben ist dies aber nicht. Mit dem nächsten Rauch kann also planmäßig am Mittwoch gegen 12 Uhr gerechnet werden.
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09.03.2013 10:52:04
Das Konklave beginnt am Dienstag, 12.03.2013
(radiovatikan.de) In ihrer Nachmittagssitzung haben die Kardinäle an diesem Freitag entschieden, dass das Konklave am kommenden Dienstag beginnen wird. Das gab der Vatikan noch während der laufenden Sitzung bekannt. Das heißt, die 115 wahlberechtigten und anwesenden Kardinäle werden am Dienstagvormittag die Messe pro eligendo Pontifice feiern und am Nachmittag ins Konklave in der Sixtinischen Kapelle einziehen. Nach jeweils zwei Kongregationen am Montag und Donnerstag und jeweils einer am Dienstag und Mittwoch trafen sich die Kardinäle an diesem Freitagnachmittag zum achten Mal.
In seinem täglichen Briefing für die Presse im Anschluss an die Vormittagssitzung der Generalkongregation gab Pater Federico Lombardi bekannt, dass die Kardinäle - wie in der Verfahrensordnung vorgesehen - über die Abwesenheit von zwei Wählern beraten haben. Der emeritierte Erzbischof von Jakarta wird aus Gesundheitsgründen nicht anwesend sein, während Kardinal Keith O′Brien, der Erzbischof von Edinburgh, aus persönlichen Gründen nicht gekommen war. Ihm war sexuelles Fehlverhalten während seiner Zeit als Ausbilder im Priesterseminar vorgeworfen worden, Kardinal O′Brien hatte die Verantwortung dafür übernommen. Die Briefe der beiden Abwesenden wurden der Versammlung vorgelegt, und die Kardinäle haben durch Abstimmung die Motive akzeptiert, die beiden fehlenden Kardinäle sind also entschuldigt. Grundsätzlich haben wahlberechtigte Kardinäle Anwesenheitspflicht.
Benedikt XVI. hatte in seinen Modifikationen der Verfahrensordnung während der letzten Tage seines Pontifikates festgelegt, dass die Kardinäle eine Vorverlegung des Konklavebeginns beschließen dürfen, sobald festgestellt ist, dass alle Wählenden anwesend sind. Mit der Ankunft des letzten Wahlkardinals an diesem Donnerstagabend und der Akzeptanz der Abwesenheitsgründe der zwei Entschuldigten ist dieser Fall nun eingetreten.
Insgesamt hätten sich bisher über einhundert Kardinäle zu Wort gemeldet, der Inhalt der Interventionen sei aber weiterhin vertraulich, so Lombardi. Der Vatikansprecher gab aber bekannt, dass es um interreligiösen Dialog, Gerechtigkeit und Fragen der Bioethik gegangen sei. Außerdem sei betont worden, dass die Verkündigung der Botschaft eine Frohe Botschaft sein müsse, eine Verkündigung der Barmherzigkeit Gottes. Weitere Themen seien die Kollegialität unter den Bischöfen und die Rolle der Frau in der Kirche gewesen.
Am Samstag werden die Kardinäle wieder tagen, am Sonntag werden die Kardinäle in ihren jeweiligen Titelkirchen die Messe feiern.
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09.03.2013 10:49:49
Versöhnung mit Gott - ein echter Neubeginn!
(stjosef.at/predigten) (JSp) Wenn ein Mensch so manches falsch gemacht hat in seinem Leben, dann denkt er sich vielleicht: „Ach, könnte ich doch ganz neu beginnen!“ Leider ist das – wie uns scheint – nicht möglich, denn wir bringen ja in alle unsere späteren Taten auch die früheren Entscheidungen und Handlungen mit ein. Oder gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit des radikalen Neubeginns, mit der wir zwar aus unserer rein menschlichen Perspektive nicht rechnen können, die uns aber Gott in seiner Gnade ermöglicht? Die Antwort lautet: Ja – diese Möglichkeit gibt es wirklich! Durch Jesus Christus ist es möglich, dass wir – wie es in der 2. Lesung heißt – „in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.“
Wenn uns Gott die Sünden vergibt, dann ist dies ein einzigartiges Geschehen: Gott macht uns zu einer neuen Schöpfung; von ihm her werden wir heilig und gerecht; in Jesus Christus sind wir mit Gott versöhnt. Dies bringt der Apostel Paulus in der Lesung aus dem 2. Brief an die Korinther zum Ausdruck: „Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.“ Uns wird wirklich von Gott das Geschenk eines neuen Anfangs gemacht!
Eben dies wird auch in der Erzählung Jesu vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater veranschaulicht.
Lesen Sie die Predigt zum 4. Fastensonntag 2013 in vollem Wortlaut!
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01.03.2013 22:48:36
Gott steht seinem Volke bei
(stjosef.at/predigten) Immer wieder fragen sich die Menschen: Wo ist Gott? Wie begegnet er mir in meinem Leben? Wo zeigt er seine Kraft und Stärke? Angesichts dieser Fragen tut es gut, sich auf die Heilsgeschichte Gottes mit uns Menschen zu besinnen, von der uns die Lesungen und das Evangelium Auskunft geben.
Im brennenden Dornbusch offenbart sich Gott dem Mose als der „Ich-bin-da“. Dieser Name, welcher die Fülle des Seins und Lebens ausdrückt, bleibt zugleich ein Geheimnis: Gott wendet sich uns Menschen zu und zeigt uns seine Nähe, ohne dass wir sein Wesen erschöpfend erkennen und ausloten können. Die Zusage lautet jedoch: Gott geht den Weg mit uns; er leitet und begleitet sein Volk, das er in Liebe erwählt hat.
Dies gilt in hervorragendem Maß für das Volk des neuen Bundes, die Kirche.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Fastensonntag C im Wortlaut!
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28.02.2013 23:37:51
Die letzten Worte des Papstes an die Kardinäle
(kath.net) Papst Benedikt XVI. sagt in seiner Ansprache an die versammelten Kardinäle am 28.02.2013, kurz vor dem Wirksamwerden seines angekündigten freiwilligen Rücktritts:
"Bevor ich mich von euch persönlich verabschiede, möchte ich euch sagen, dass ich euch besonders in den kommenden Tagen im Gebet nahe sein werde, damit ihr dem Wirken des Heiligen Geistes bei der Wahl des neuen Papstes fügsam seid. Der Herr zeige euch, was sein Wille ist. Und unter euch, unter dem Kardinalskollegium, ist auch ein künftiger Papst, dem ich bereits heute meine unbedingte Ehrerbietung und meinen unbedingten Gehorsam verspreche. Hierzu erteile ich euch mit Zuneigung und Dankbarkeit den Apostolischen Segen."
Link: Ansprache im Wortlaut.
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28.02.2013 23:34:20
In Castel Gandolfo angekommen
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. ist in Castel Gandolfo angekommen. Knapp drei Stunden vor dem Ende seines Pontifikats verließ er wie geplant den Vatikan und flog mit dem Hubschrauber nach Castelgandolfo. Benedikt startete gemeinsam mit Privatsekretär Georg Gänswein um 17 Uhr 06 und landete um 17 Uhr 23 in der päpstlichen Sommerresidenz vor den Toren Roms, wo er die kommenden Monate verbringen wird. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone verabschiedete ihn im Vatikan persönlich. Auch die Schweizer Garde und viele Mitarbeiter der Kurie nahmen unter starkem Applaus bewegt Abschied von dem scheidenden Oberhaupt der katholischen Kirche. Nicht nur Sekretär Gänswein bekam dabei feuchte Augen. Auf dem Petersplatz hatte sich eine kleine Menschenmenge versammelt.
In Castelgandolfo erwarteten viele Gläubige den 85-Jährigen. Sein letzter öffentlicher Akt als Papst war am Abend ein Gruß an die Gläubigen von der Loggia des Palastes, zudem spendete er zum letzten Mal den Apostolischen Segen. Um 20 Uhr wurde als symbolisches Zeichen für das Ende seines Pontifikats das Portal der Residenz geschlossen. Die Schweizer Garde stellte dann ihren Dienst ein, für die Sicherheit des ehemaligen Kirchenoberhauptes ist nun die Gendarmerie des Vatikans zuständig. Benedikts Wohnung im Apostolischen Palast im Vatikan wurde versiegelt.
Hier die Worte Benedikts:
"Danke, von Herzen Danke!
Liebe Freunde, ich freue mich, dass ich bei euch bin, umgeben von der Schönheit der Schöpfung und eurer Sympathie, die mir so viel Gutes getan hat. Danke für eure Freundschaft, eure Zuneigung.
Ihr wisst, mein heutiger Aufenthalt hier unterscheidet sich von den bisherigen, ich bin nicht mehr Papst der Katholischen Kirche, ab acht Uhr heute Abend bin ich es nicht mehr. Ich bin nur noch ein einfacher Pilger, der die letzte Etappe seiner Pilgerreise auf dieser Erde beginnt. Aber ich möchte noch einmal mit meinem Herzen, mit meiner Liebe, meinem Gebet, meiner Meditation und allen meinen inneren Kräften für das Wohl aller und der Kirche, ja für die Menschheit arbeiten. Und dabei fühle ich mich getragen von eurer Sympathie. Gehen wir gemeinsam weiter, mit dem Herrn, für das Wohl der Kirche und der Welt.
Danke.
Von Herzen spende ich euch nun meinen Segen.
Gepriesen sei der allmächtige Gott.
Es segne uns der allmächtige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Danke und Gute Nacht, Danke euch allen!"
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