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03.08.2009 18:09:55
Sommerfest der Priester in Wien
(stephanscom.at) Mit der feierlichen Vesper zum Herz Jesu-Hochfest am 19. Juni hat Papst Benedikt XVI. weltweit das "Jahr des Priesters" eröffnet. Der Anlass dafür ist der sich am 4. August zum 150. Mal jährende Todestag des heiligen Jean Marie Vianney, des Pfarrers von Ars. In der Erzdiözese Wien lädt daher am Dienstag, 4. August 2009, Weihbischof Stephan Turnovszky zu einem "Sommerfest der Priester" in und um den Stephansdom. "Um 18.15 Uhr beginnen wir im Stephansdom mit dem Rosenkranzgebet um geistliche Berufungen, speziell um Priesterberufungen, mit Weihbischof Turnovszky und den teilnehmenden Priestern", stellt Dommusikus Thomas Dolezal das Programm vor. Um 19.00 Uhr gibt es einen Festgottesdienst mit der Kleinen Orgelsolomesse von Joseph Haydn. "Um 20.15 Uhr folgt der fröhliche Teil im Arkadenhof des Erzbischöflichen Palais. Schließlich kommen um zirka 22.15 Uhr noch einmal alle im Stephansdom zusammen, um gemeinsam das Nachtgebet der Kirche, die Komplet, zu singen. Ich hoffe, dass das für alle Beteiligten ein schöner Abend wird", so Thomas Dolezal.
Für die musikalische Gestaltung des Festes Musik von Joseph Haydn zu wählen sei naheliegend gewesen, erklärt der Dommusikus, werde doch heuer sein 200. Todestag gefeiert. "Dass wir Joseph Haydn spielen wollen ist klar, da er mit dem Stephansdom sehr verbunden ist. Die Kleine Orgelsolomesse ist zudem etwa zu der Zeit komponiert worden, in der der heilige Johannes Maria Vianney, der Pfarrer von Ars, geboren wurde." Sehe man sich außerdem die Biographie von Joseph Haydn an, dann würde klar, dass der Komponist im Lauf seines Wirkens auch beruflich viele Begegnungen mit Priestern hatte, sagt Dommusikus Thomas Dolezal. Zum Rosenkranz im Stephansdom und zur Mitfeier der Heiligen Messe sind neben den Welt- und Ordenspriestern auch alle anderen Gläubigen herzlich eingeladen.
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01.08.2009 17:53:28
"Marsch für das Leben"
(jugendfuerdasleben.at) In aller Frühe startete die "Jugend für das Leben" heute in Innsbruck ihren diesjährigen "Pro Life Marsch", der sie in den nächsten beiden Wochen durchs Tiroler Oberland und Vorarlberg führen wird. Bereits um 7.15 Uhr feierte der Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun in der Servitenkirche eine Heilige Messe für die jugendlichen Wanderer und gab ihnen ermutigende Worte mit auf den Weg: "Ihr bringt mit Euren vielen Schritten den Menschen das Licht der Welt."
"Jugend für das Leben" macht sich auf den Weg, um die Bevölkerung Tirols und Vorarlbergs auf das Unrecht aufmerksam zu machen, das in unserem Land den Ungeborenen geschieht. Tobias Beier, Vorsitzender von "Jugend für das Leben", appelliert an das Gewissen der Tiroler Bevölkerung, selber für das Leben aktiv zu werden: "Wir dürfen nicht gleichgültig bleiben, angesichts unserer ungeborenen Mitbürger, die nie das Licht der Welt erblickten, weil sie abgetrieben wurden. Wir laden jeden einzelnen herzlich ein, mit uns ein öffentliches Zeichen der Zivilcourage auf dem "Pro Life Marsch" zu setzen."
Gestern, Freitag, war "Jugend für das Leben" ganztägig in der Innsbrucker Innenstadt mit einem Infotisch präsent und informierte über den "Pro-Life-Marsch" und das Anliegen des Lebensschutzes. Am Abend kam es während der Heiligen Messe in der Spitalskirche, die die "Jugend für das Leben" privat besuchte, zu Belästigungen durch die Jungen Sozialisten, die mit Plakaten und Flugblättern aufwarteten, auf denen unwahre Behauptungen und Verleumdungen über "Jugend für das Leben" und den Lebensschutz verbreitet wurden. Weihbischof Andreas Laun lud die Jungen Sozialisten ins unweit entfernte Restaurant
Wienerwald zum friedlichen Gespräch ein. Nachdem die Jugendlichen anfänglich für das Gespräch zusagten, warteten Weihbischof Laun und einige Mitarbeiter von Jugend für das Leben jedoch vergeblich auf die Jungen Sozialisten. Tobias Beier zeigt sich enttäuscht über die Dialogverweigerung der Jusos: "Es kommt nicht zum ersten Mal vor, dass die Einladung zum privaten und friedlichen Austausch von einer sozialistischen Jugendgemeinschaft ausgeschlagen wird. Diese offensichtliche Feindseligkeit enttäuscht uns sehr."
Aktuelle Fotos vom Auftakt in Innsbruck finden Sie im Pressebereich zum Pro Life Marsch 2009: http://plm09.youthforlife.net/?page_id=13.
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31.07.2009 20:24:56
Dienst und Würde des Priesters
(news.stjosef.at) Im „Jahr der Priester“, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat, feiern wir am 4. August den 150. Todestag des heiligen „Pfarrers von Ars“, Jean-Baptiste Marie Vianney. Bischof Klaus Küng hat angeordnet, dass an diesem Sonntag in der Diözese St. Pölten in feierlicher Weise des großen Heiligen gedacht werden soll, der auch für unsere Zeit ein großes Vorbild und ein mächtiger Fürbitter bei Gott ist. In welcher Beziehung ist der heilige Pfarrer von Ars gerade auch als „Patron der Priester“ insgesamt anzusehen? Jean-Baptiste Marie Vianney war durchdrungen und ergriffen vom Geheimnis des Priestertums Jesu Christi, an welchem der geweihte Priester in einzigartiger Weise durch das „Priestertum des Dienstes“ teilhat und an welchem auch die getauften Laien durch ihr „gemeinsames Priestertum“ teilhaben. Von Gott zum Priester berufen zu sein, bedeutet eine einzigartige Gnade. Es ist ein unverdientes Geschenk der Liebe Gottes und keine Auszeichnung für eine persönliche Leistung. Jeder, der in besonderer Weise von Gott erwählt ist, muss sich sagen, dass er als armer und schwacher Mensch zurückschreckt vor einer so großen Würde und Aufgabe. Wörtlich sagte der heilige Pfarrer von Ars: „Oh, wie groß ist der Priester! ... Wenn er sich selbst verstünde, würde er sterben ... Gott gehorcht ihm: Er spricht zwei Sätze aus, und auf sein Wort hin steigt der Herr vom Himmel herab und schließt sich in eine kleine Hostie ein ...“ Das sakramentale Weihepriestertum ist ein „Priestertum des Dienstes“, da der Priester zur Ehre Gottes und zum Heil der Gläubigen das Wort Gottes verkündet, das Opfer Christi in der heiligen Messe feiert und die übrigen Sakramente spendet. - Lesen Sie die Predigt zum 18. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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31.07.2009 12:13:02
Spendefreudige Österreicher
(stephanscom.at) Rund 300 Millionen Euro haben die Österreicherinnen und Österreicher im vergangenen Jahr gespendet. Das ergibt der aktuelle Zwischenbericht der Spendenstudie 2008, die am NPO-Institut an der Wiener Wirtschaftsuniversität in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Spendenwesen (ÖIS) durchgeführt wurde. Damit ist das Spendenvolumen im Vergleich zu Erhebungen aus früheren Jahren leicht gestiegen, obwohl der Anteil der Spender an der Gesamtbevölkerung rückläufig ist. Spendeten im Jahr 2000 noch drei Viertel der österreichischen Bevölkerung, so waren es 2008 nur noch rund zwei Drittel. Aus der Studie geht auch hervor, dass die am 11. März im Nationalrat beschlossene Spendenabsetzbarkeit voraussichtlich 30 bis 40 Millionen Euro an zusätzlichen Spenden bringen wird. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen hat das Finanzministerium erstmals am Freitag, 31. August 2009, veröffentlicht.
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31.07.2009 12:10:50
Licht in den Bergen: Das Herz-Jesu-Kloster in Hall
(gloria.tv/news.stjosef.at) Zehn Kilometer vor Innsbruck liegt nördlich des Inn auf einer Geländestufe die Stadt Hall in Tirol. Der 25-minütige, in diesen Tagen mehrmals auf K-TV ausgestrahlte Film von P. Werner Schmid (Gemeinschaft vom heiligen Josef, www.stjosef.at) zeigt Impressionen aus der an historischer Architektur reichen Stadt. Besonders das ehemalige Haller Damenstift, das Erzherzogin Magdalena in den Jahren 1567 bis 1569 erbauen ließ, ist ein Juwel. 1783 wurde das Stift aufgehoben und ein Großteil des umfangreichen Kunstbesitzes vernichtet. Erst 1914 wurde das Gotteshaus wieder eröffnet. Im selben Jahr erhielt die Kirche von Papst Pius X. den Titel Basilica minor. Heute ist die Basilika ein Zentrum der Herz-Jesu-Verehrung in Tirol. Über dem Hochaltar thront eine große Herz-Jesu-Statue, und die Schwestern vom Orden der Töchter des Herzen Jesu halten 'ewige' Anbetung in der Kirche. - Sehen Sie den Beitrag in der Originalfassung auf gloria.tv !
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29.07.2009 19:29:40
Papst nahm Abschied vom Aostatal
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. hat Abschied genommen vom Aostatal. Gegen 17:00 Uhr an diesem Mittwochnachmittag hat der Papst sein norditalienisches Urlaubsdomizil Les Combes in Richtung Castel Gandolfo verlassen. Am Mittag würdigte Benedikt bei einer kleinen Abschiedszeremonie vor seinem Urlaubs-Chalet den Einsatz der Bewohner von Les Combes sowie der örtlichen Behörden und Kirchenvertreter, die ihm eine erholsame Ferienzeit ermöglicht hätten. Der Papst wörtlich: „Liebe Freunde, ich danke Euch von ganzem Herzen für Euren kompetenten und diskreten Einsatz. Ihr wart wie Engel, unsichtbar und effizient. Ich muss sagen, dass ich hier wirklich einen ,himmlischen’ Frieden genießen konnte. Nichts Schlechtes hat mich dabei gestört. Stattdessen habt ihr nur Gutes zu mir durchkommen lassen, Materielles wie Immaterielles, zum Beispiel Torten, Käse, Wein und so weiter. Ich war von einer unwahrscheinlichen Stille umgeben, nur der Gesang der Vögel, die Musik des Schöpfers, war zu hören.“ Nicht ohne Selbstironie kommentierte der Papst auch die einzige Urlaubspanne, seinen kleinen Unfall. Benedikt war am Ende der ersten Urlaubswoche gestürzt und hatte sich dabei das rechte Handgelenk gebrochen. „Leider hat mein Schutzengel dieses Missgeschick nicht verhindert – dabei hat er aber sicherlich in ,höherem Auftrag’ gehandelt. Vielleicht wollte mich der Herr so mehr Geduld und Demut lehren und mir mehr Zeit zum Gebet und zur Meditation geben.“
Abschließend wünschte der Papst auch allen seinen Urlaubshelfern schöne Ferien und spendete ihnen seinen Apostolischen Segen. „Ich danke Euch erneut auf das Herzlichste für Eure Unterstützung. Seid sicher, dass ich Euch und Eure Lieben im Gebet begleite. Seid gesegnet im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
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29.07.2009 19:14:50
Die Haltung der Kirche zu den Erscheinungen in Medjugorje
(news.stjosef.at) Der Vatikan hat Medjugorje zwar faktisch als Gebetsstätte anerkannt, allerdings zur Frage der Echtheit der Erscheinungen noch kein positives Urteil abgegeben. Hier eine maßgebliche Stellungnahme der Kongregation für die Glaubenslehre, die weiterhin von Bedeutung ist. Es handelt sich um eine Antwort auf eine briefliche Anfrage.
GLAUBENSKONGREGATION, VATIKAN, PALAST DES HL. OFFIZIUMS
Pr. Nr. 154/81-06419 (Abschrift des Originals), 26. Mai 1998
An Seine Exzellenz Mgr. Gilbert Aubry, Bischof von Saint-Denis auf der Insel Réunion!
Exzellenz, In ihrem Brief vom 1. Januar 1998 stellten Sie dem Dikasterium verschiedene Fragen, die die Stellung des Heiligen Stuhls und des Bischofs von Mostar hinsichtlich der sog. "Erscheinungen" von Medjugorje wie auch die privaten Pilgerfahrten und die pastorale Fürsorge der Gläubigen, die sich nach Medjugorje begeben, betreffen. In dieser Hinsicht - unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich es nicht für möglich halte, auf jede ihrer Fragen zu antworten - möchte ich vor allem betonen, dass der Heilige Stuhl nicht die Gewohnheit hat, auf der ersten Instanz, eine eigene Stellung zu den angeblichen übernatürlichen Erscheinungen einzunehmen. Deshalb hält sich das Dikasterium hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der bewussten "Erscheinungen" einfach an das, was die Bischöfe von Ex-Jugoslawien in Zadar am 10. April 1991 erklärten: "...Aufgrund der bisherigen Untersuchungen kann man noch nicht bestätigen, dass es sich hier um übernatürliche Erscheinungen, Offenbarungen handelt." Nach der Aufteilung Jugoslawiens in verschiedene unabhängige Staaten, fiele es nun auf die Mitglieder der Bischofskonferenz von Bosnien und Herzegowina, eventuell die Untersuchung dieser Angelegenheit erneut aufzunehmen und, gegebenenfalls, neue Erklärungen zu geben. Was die Äußerung Seiner Exzellenz Mgr. Peric in einem Brief an den Generalsekretär der "Christlichen Familie" betrifft, in der es heißt: "Meine Überzeugung und meine Stellung ist nicht nur 'Non constat de supernaturalitate' sondern ebenfalls auch 'constat de non supernaturalitate' der Erscheinungen und Offenbarungen von Medjugorje", sollte man diese als eine persönliche Überzeugung des Bischofs von Mostar betrachten, der als Ortsbischof immer das Recht hat, das auszudrücken, was seine eigene Meinung ist und bleibt. Um schließlich auf die Pilgerfahrten nach Medjugorje zu sprechen zu kommen, die privater Natur sind, bleibt die Kongregation bei ihrer Meinung, dass sie erlaubt sind, solange sie nicht als eine Anerkennung der gegenwärtigen Ereignisse betrachtet werden, die die Kirche noch prüfen muss.
In der Hoffnung, Ihnen eine zufriedenstellende Antwort zumindest auf die wichtigsten Fragen, die Sie dem Dikasterium gestellt haben, gegeben zu haben, verbleibe ich hochachtungsvoll
Mgr. Tarcisio Bertone (Sekretär der "Kongregation", zu dieser Zeit geleitet von Kardinal Ratzinger)

Außerdem ist folgende Beurteilung zu beachten:
Am 2. und 3. Juli 1996 wurde in Sarajewo die VI. Regelmäßige Sitzung der Bischofskonferenz von Bosnien und Herzegowina (BK BiH) abgehalten. Anwesend waren alle ihre Mitglieder: der Vorsitzende Kardinal Vinko Puljic, der Bischof von Mostar Ratko Peric und der Hilfsbischof von Vrhbosna Pero Sudar. Wir heben aus dieser Sitzung nur den Text hervor, der sich auf die Erscheinungen der Muttergottes in der Pfarrei von Medjugorje bezieht: "Der Bischof von Mostar unterrichtet die Konferenz über die offiziellen Briefe der Glaubenskongregation, die an zwei französische Bischöfe hinsichtlich der Pilgerfahrt nach Medjugorje gerichtet sind. In den Briefen steht, unter anderem, dass 'offizielle Pilgerfahrten nach Medjugorje, verstanden als Ort glaubenswürdiger marianischer Erscheinungen, weder von Pfarreien noch von Diözesen organisiert werden dürfen, da dies in Widerspruch zu dem stände, was die Bischöfe des Ex-Jugoslawiens in ihrer Erklärung vom 10. April 1991 (siehe Glas Koncila, 30.06.1996) festlegten.' Die Bischöfe haben diese kirchliche Haltung zur Kenntnis genommen und werden sich dementsprechend auf dem Gebiet ihrer Diözesen verhalten."
Quelle: http://www.medjugorje.hr / Sprachliche Fehler der Übersetzung wurden verbessert.
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29.07.2009 09:04:45
Medjugorje - P. Tomislav Vlasic als Priester suspendiert
(kathweb.at) Ein prominenter Verfechter der Marienerscheinungen von Medjugorje, Tomislav Vlasic, hat den Franziskanerorden verlassen und ist als Priester suspendiert worden. Das Generalat des Franziskanerordens in Rom bestätigte am Montag entsprechende Informationen. Vlasic habe den Auflagen der vatikanischen Glaubenskongregation nicht Folge leisten wollen und habe schließlich seine Entlassung aus dem Klerikerstand wie auch aus dem Orden erbeten. Der Schritt sei bereits im März erfolgt, sagte der Generalprokurator der Franziskaner, P. Francesco Bravi, auf Kathpress-Nachfrage.
Zu den Vorwürfen gegen Vlasic wollte sich P. Bravi nicht äußern. Grundsätzlich stehe Vlasic der Rückweg in den Orden wie auch in den Klerikerstand offen. "Das hängt von ihm ab", sagte P. Bravi. Augenblicklich unterhalte der Orden keine Kontakte zu Vlasic; dieser habe sich zuletzt in einem Franziskanerkonvent in Norditalien aufgehalten. P. Bravi unterstrich zudem, man müsse zwischen der Auseinandersetzung um die Person von Vlasic und einer Klärung des Status von Medjugorje unterscheiden. Vlasic war im Mai 2008 von der Glaubenskongregation mit schweren Sanktionen belegt worden. Nach Angaben des für den hercegovinischen Wallfahrtsort zuständigen Diözesanbischofs Ratko Peric reagierte der Vatikan damit auf Vorwürfe schwerer sexueller Verfehlungen, schweren Ungehorsams, der Verbreitung von Irrlehren und der Manipulation. Vlasic soll Vater eines Kindes sein, als dessen Mutter eine Ordensfrau bezeichnet wird.
Die Glaubenskongregation hatte angeordnet, der Gründer einer neuen marianischen Gemeinschaft müsse seinen Wohnsitz bis auf Widerruf in ein Franziskanerkloster in Norditalien verlegen. Jeder Kontakt mit seiner Gemeinschaft, Predigten, seelsorgliche Tätigkeiten sowie jegliche öffentliche Auftritte wurden ihm untersagt. Vor sieben Jahren hatte es bereits Aufregungen um den - neben P. Vlasic - "zweiten Mann" der "Medjugorje-Szene", P. Jozo Zovko, gegeben. Zovko war damals untersagt worden, im Washingtoner "National Shrine of the Immaculate Conception", dem katholischen Nationalheiligtum der USA, eine Messe zu feiern.
Medjugorje gehört zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten der Welt. Die Marienerscheinungen sind vom Vatikan nicht anerkannt. Vor einem Jahr hatte der Vatikan erstmals eine Untersuchungskommission zur Prüfung der mutmaßlichen Erscheinungen seit 1981 eingesetzt. Sie sollte sich sowohl mit den Erscheinungen wie auch mit der seelsorglichen Arbeit der Franziskaner in Medjugorje befassen. Die Diözese Mostar sowie die damalige Jugoslawische Bischofskonferenz hatten bereits in früheren Jahren negative Beurteilungen über die Vorgänge abgegeben. Auch der frühere Nuntius in Belgrad (und spätere Nuntius in Wien), Erzbischof Michele Cecchini, stand den Erscheinungen skeptisch gegenüber. Der seit 1981 andauernde Konflikt hat tiefe historische Wurzeln. Sie reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. 1449 hatte einer der bosnischen Kronprätendenten - Stefan Vuksic aus dem Haus Kosaca - den Titel eines "Herzogs vom Heiligen Sava" angenommen. Seither wird die Landschaft im Südosten Bosniens "Hercegovina" (Herzogsland) genannt. Der jüngste Sohn des Herzogs nahm den Islam an und sollte als Ahmed Hercekoglu einer der wichtigsten Großwesire in der Geschichte des Osmanischen Reiches werden.
Als die Hercegovina osmanisches Territorium geworden war, zerschlugen die Behörden des Sultans die kirchliche Struktur, weil ständig die Befürchtung herrschte, die benachbarte Republik Venedig könnte mit Hilfe der Kirche Aufstände entfachen. Als katholische Seelsorger wurden von den Osmanen ausschließlich die Franziskaner zugelassen, denen keine politischen Kontakte nach Venedig unterstellt wurden. So blieb es bis zum Jahr 1878. Die neue österreichische Verwaltung ab 1878 stellte die kirchliche Struktur wieder her. Schon damals zeigte sich aber die Schwierigkeit, die Franziskaner in die wiederhergestellte kirchliche Struktur mit Diözese und Pfarrgemeinden zu integrieren. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
(Nachtrag 28.07.2009, news.stjosef.at) In der Kathpress-Meldung zur Suspendierung von P. Vlasic aus Medjugorje (oben) heißt es:
"Die Marienerscheinungen sind vom Vatikan nicht anerkannt".
Präzisierend sollte formuliert werden:
"Der Vatikan hat Medjugorje zwar faktisch als Gebetsstätte anerkannt, allerdings zur Frage der Echtheit der Erscheinungen noch kein positives Urteil abgegeben." -
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28.07.2009 21:18:09
Arbeitshilfe "Internetpräsenz" veröffentlicht
(dbk.de) Die Deutsche Bischofskonferenz hat in ihrer Reihe "Arbeitshilfen" als Nr. 234 ein Heft mit dem Titel "Internetpräsenz" veröffentlicht. Die Arbeitshilfe geht auf Rechtsprobleme ein, die im Zusammenhang mit der Gestaltung einer Website und deren Freischaltung im Internet auftreten können. Anfragen von Kirchengemeinden und kirchlichen Verbänden haben in der Vergangenheit
deutlich werden lassen, dass auf diesem Gebiet oft Informationslücken bestehen. Die Arbeitshilfe wurde von der Ständigen Arbeitsgruppe Datenschutz-, Meldewesen-, IT-Recht des Verbandes der Diözesen
Deutschlands erstellt und von der Rechtskommission des Verbandes der Diözesen Deutschlands zur Veröffentlichung empfohlen. - Link zum Download.
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28.07.2009 21:13:56
Eva Herman gerichtlich rehabilitiert
(idea.de) Der Axel-Springer-Verlag hat die Fernsehmoderatorin und Publizistin Eva Herman (Hamburg) zu Unrecht in die Nähe einer Sympathisantin der Familienpolitik der Nationalsozialisten gerückt. Das hat das Oberlandesgericht Köln am 28. Juli in einem Urteil festgestellt. Es sprach Frau Herman wegen schwerwiegender Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte 25.000 Euro Schmerzensgeld zu. Der Verlag darf Herman nicht weiter falsch zitieren, dass sie den Nationalsozialismus bezüglich der Wertschätzung der Mutter gutgeheißen habe. Der Verlag muss zudem öffentlich Hermans Äußerungen bei einer Pressekonferenz im September 2007 klarstellen. Die Auseinandersetzung geht auf die Berichterstattung des Hamburger Abendblatts, das zum Springer-Verlag gehört, über die Präsentation von Eva Hermans Buch „Das Prinzip Arche Noah“ am 7. September 2007 zurück. Das Blatt hatte Herman im Blick auf die Politik des Dritten Reiches zitiert: „Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.“ Nach Ansicht der Richter ist das Zitat falsch. Da es das öffentliche Ansehen Hermans massiv beschädigen könne, hätten die verantwortlichen Redakteure sich durch Nachfrage vergewissern müssen, ob die Aussage richtig sei. Gegen das Urteil wurde keine Revision zugelassen. Die Formulierung des Hamburger Abendblatts hatte für einen öffentlichen Skandal gesorgt und dazu geführt, dass Herman vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gekündigt wurde. Mit einer Klage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber war Herman vor wenigen Monaten gescheitert. Nach einem früheren Urteil des Kölner Landgerichts durfte auch die zum Springer-Verlag gehörende Boulevardzeitung „Bild“ sowie entsprechende Internetpublikationen Herman nicht als „dumme Kuh“ bezeichnen. Diese Formulierung hatte Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner nach dem Rausschmiss der TV-Moderatorin aus einer Fernsehsendung in seiner Kolumne „Post von Wagner“ verwendet. - Link: www.eva-herman.de
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27.07.2009 19:00:38
Aramäischer Satz auf Turiner Grabtuch
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. reist nächstes Frühjahr nach Turin, um das Turiner Grabtuch zu sehen. Die Reliquie wird dort zur Verehrung durch die Gläubigen ausgestellt sein. Der Turiner Kardinal Severino Poletto hat an diesem Sonntag mit dem Papst in Aosta zu Mittag gegessen und bei der Gelegenheit die Einladung erneuert; Benedikt plane fix zu kommen, ein genauer Termin stehe aber noch nicht fest, sagte Vatikansprecher P. Federico Lombardi.
Vor kurzem hat ein französischer Forscher, Thierry Castex, auf dem Turiner Grabtuch aramäische Schriftzeichen entdeckt, die auf die Zeit Christi zurückgehen sollen. Dies würde die These erhärten, dass die Reliquie echt ist. Dazu die Historikerin Barbara Frale vom Vatikanischen Geheimarchiv, deren zweites Buch über das Turiner Grabtuch im Herbst erscheint:
„Die Entdeckung des Schriftzugs auf dem Grabtuch in hebräischen Lettern hat großes Aufsehen erregt. Wahrscheinlich handelt es sich um aramäische Sprache. Ich muss aber sagen, es ist nicht das erste Mal, dass jemand aramäische Schrift auf dem Tuch entdeckt. Der erste war ein Mailänder Lateinprofessor 1978, der zweite ein Hebräisch-Forscher aus Messina 1989. Er kam zu dem Schluss, da stehe ,Der König der Juden’ – das wäre genau die Anklage, mit der Jesus an Pilatus ausgeliefert wurde. Die Schrift, die Castex nun entdeckt hat, besagt wörtlich: ,gefunden’. Daneben steht ein anderes Wort, das noch bestimmt werden muss; insgesamt könnte die Schrift dann aussagen: ,Warum gefunden’ oder ,wir haben gefunden’. Das Interessante ist nun, dass dieser Satz in Verbindung gebracht werden kann mit einem Passus aus dem Lukasevangelium. Dort heißt es: ,Wir haben diesen Mann gefunden, der unser Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuern zu zahlen, und behauptet, er sei der Messias und König’.“ Die Forschung müsse noch Licht in die Frage bringen, auf welche Weise genau die Schrift auf das Grabtuch gelangt ist, so Frale. „Da es sich aber um einen prozessierten und zum Tod verurteilten Mann handelt, besteht kein Zweifel daran, dass irgendeine Zuweisung auf dem Leichnam angebracht werden musste. Der hebräischen Tradition der Zeit zufolge, war der gesamte Körper mit dem Tuch umhüllt, war also unkenntlich – wenn nicht durch eine Aufschrift auf dem Tuch.“
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26.07.2009 19:23:32
Tabernakel im Zentrum
(summorum-pontificum.de) Mit Wirkung vom 4. August setzt Bischof John M. D'Arcy in der amerikanischen Diözese von Fort Wayne-West Bend eine Regelung in Kraft, die für den Tabernakel im Normalfall die Platzierung an zentraler Stelle im Allerheiligsten der Kirche vorschreibt. In seinem Erlass trifft der Bischof nicht nur rechtliche Regelungen, sondern begründet sie auch in einer eindrucksvollen Katechese zur Bedeutung der Realpräsenz. Ein Kernsatz: Die Kirche ist der „hervorgehobene Ort für die Anbetung“ Jesu Christi in der Heiligen Eucharistie und die Gestaltung des Ortes ist „für das rechte Gebet keinesfalls gleichgültig“. Daher sind die Vorgaben für die zentrale Aufstellung des Tabernakels in einer spirituellen Wirklichkeit begründet. Die Kirche ist sowohl „das Haus Gottes auf Erden“ (domus Dei) und das Haus für das Gebet der Heiligen (domus ecclesiae), sie besitzt selbst eine sakramentale Dimension. Aus diesem Grunde definierte Papst Paul VI. die Gegenwart des Herrn im Tabernakel als „das lebendige Herz jeder unserer Kirchen“. - Lesen Sie noch mehr!
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26.07.2009 19:21:17
Hll. Joachim und Anna: Papst betont Rolle der Großeltern
(radiovatikan.de/kath.net) Angelusgebet in den Bergen: An diesem Sonntag war es das letzte Mal, dass Benedikt dazu Gelegenheit hatte in seiner Urlaubsresidenz im Aostatal. Benedikt XVI. bedankte sich für die Gastfreundschaft und für die Genesungswünsche für seinen kleinen Unfall. In seiner Ansprache lenkte der Papst den Blick auf die Heiligen Joachim und Anna, die Großeltern Jesu, deren Gedenktag die Kirche an diesem Sonntag feiert; sie zeigten die Bedeutung der Großeltern für die Weitergabe des Glaubens: „Besonders lade ich euch ein, für die Großeltern zu beten, die in den Familien oft die Hüter und Zeugen der fundamentalen Werte des Lebens sind. Die erzieherische Rolle der Großeltern ist sehr wichtig, und sie wird es immer mehr, wenn aus verschiedenen Gründen die Eltern nicht mehr in der Lage sind, ihren Kindern in der Zeit des Wachstums an der Seite zu stehen. Ich vertraue alle Großeltern der Welt dem Schutz der Heiligen Anna und Joachim an. Außerdem erinnerte der Papst – ausgehend vom Tagesevangelium – an die Bedeutung der Eucharistie, gerade für die Priester. Hier der Gruß in seiner Muttersprache. „Einen herzlichen Gruß richte ich an die Gläubigen deutscher Sprache. Vielen Dank für das Gebet und die Genesungswünsche der vergangenen Tage. Jeder Sonntag lädt uns ein, bei der heiligen Messe in die Gegenwart Gottes zu treten: Dort hören wir sein lebendiges Wort und empfangen seinen Leib als geistliche Nahrung. Euch allen wünsche ich gesegnete Ferien!“
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25.07.2009 09:00:15
Chinas Kirche: Stärkung der Einheit mit Rom
(katholisches.info, Sandro Magister/Jens Falk) Nach „irrigen“ Interpretationen des Papst-Schreibens an die chinesischen Katholiken vom Jahr 2007 legte der Heilige Stuhl einige Klarstellungen vor, die erste Erfolge zeigen. Zwei Jahre nach dem aufsehenerregenden Schreiben Papst Benedikts XVI. an die chinesischen Katholiken zog Kardinal Joseph Zen Ze Kiung, Erzbischof von Hong Kong, eine erste Zwischenbilanz, die er auf der Internetseite seiner Diözese in chinesischer und englischer Sprache veröffentlichte, wie der italienische Vatikanist Sandro Magister berichtet.Die Bilanz fällt widersprüchlich aus. Neben einer Reihe wichtiger und positiver Fortschritte, nennt der Kardinal auch negative Aspekte. Als wichtigsten Punkt der Negativbilanz führt er die „Fehlinterpretation“ einiger zentraler Schlüsselstellen des päpstlichen Schreibens an, die „verheerende Folgen für das innere der Kirche in China“ hatte.
Chinas Kirche ist in zwei Teile zerrissen. Eine Teilung, die durch die Politik der kommunistischen Regierung verursacht wurde. Es gibt katholische Gemeinschaften, in der „Patriotischen Vereinigung“ organisiert, die als „dishang“ bezeichnet werden, was wörtlich „über der Erde“ bedeutet. Dabei handelt es sich um jene, die die Anerkennung durch das kommunistische Regime genießen und von diesem abhängig sind. Auf der anderen Seite gibt es die romtreue katholische Kirche, die als „dixia“ bezeichnet wird, die „unterirdische“ Kirche, die sich nie dem kommunistischen Regime unterworfen hat. Auch das Episkopat ist entlang dieser Linie gespalten. Ein Teil gehört der Kirche „über der Erde“, der andere jener „unter der Erde“ an. Die Dishang-Bischöfe untergliedern sich wiederum in drei Gruppen. Da sind einmal die Bischöfe, die von der Regierung in Peking, aber nicht vom Heiligen Stuhl anerkannt sind. Sie wurde unrechtmäßig geweiht und üben ihr Hirtenamt ohne jede Rechtsgültigkeit aus. Derzeit gibt es nur noch sehr wenige dieser Art. Weiters gibt es von der Regierung ausgewählte, unrechtmäßig geweihte Bischöfe, die aber später über geheime Kanäle vom Heiligen Stuhl anerkannt wurden. Dieser Gruppe gehört der größte Teil der derzeitigen chinesischen Bischöfe an. Und schließlich gibt es eine neue Gruppe von jungen Bischöfen, die zwar von der Regierung ernannt wurden, aber noch vor ihrer Weihe in Rom um die Anerkennung angesucht und diese auch erhalten haben.
Die Dixai-Bischöfe, die Untergrund-Bischöfe, die von Rom anerkannt sind und geheim geweiht, aber von den kommunistischen Behörden nie anerkannt wurden, haben das schwerste Los zu tragen. Sie leben und wirken unter ständiger Gefahr im Untergrund. Die meisten haben teils Jahrzehnte in kommunistischen Konzentrationslagern, Gefängnissen oder im Hausarrest verbracht. Genauso ergeht es dem romtreuen Untergrundklerus. Allerdings haben auch von der Regierung in Peking anerkannte Bischöfe keineswegs immer ein leichtes Leben. In den vergangenen Monaten erhöhten die Behörden die Überwachung und den Druck auf sie. Seit dem päpstlichen Schreiben an die chinesischen Katholiken hat ein umfassender Annäherungsprozeß zwischen den beiden Teilen der katholischen Kirche eingesetzt, der den Behörden nicht verborgen geblieben ist. Sie versuchen diese Annäherung, die das Hauptziel von Papst Benedikt XVI. ist, mit allen Mitteln zu behindern und zu unterbinden.
Beleg für die fortschreitende Annäherung und Aussöhnung war vor einigen Monate die Bereitschaft des von der Regierung anerkannten Bischofs von Shijiazhuang, Msgr. Jang Taoran, den Untergrundbischof jenes Gebiets, Msgr. Jia Zhiguo, als Diözesanbischof anzuerkennen und selbst zu dessen Weihbischof zu werden, um damit sichtbar die Einheit der Gläubigen und die Einheit mit Rom zu demonstrieren. Die kommunistischen Behörden verhinderten jedoch die Initiative, untersagten den beiden Bischöfen jeden Kontakt zueinander und verhafteten am 30. März den Untergrundbischof, der sich seither irgendwo in Haft befindet. Kardinal Zen prangert die „falsche Auslegung“ des päpstlichen Schreibens durch die kommunistischen Behörden und regimetreue Kirchenkreise an. Die Fehlinterpretation sei vor allem auch deshalb möglich geworden, weil die Verbreitung und Bekanntmachung des Schreibens von den Behörden behindert wurde. Die regimetreue Patriotische Vereinigung verbot sogar dessen Verbreitung. Eine Reihe von Priestern beider Kirchenteile wurden verhaftet, weil sie das Schreiben weitergaben und verteilten. Alle chinesischen Internetseiten, die das päpstliche Schreiben veröffentlicht hatten, mußten es löschen. Die nun auch in Mandarin übersetzte Internetseite des Heiligen Stuhls, ist in der Volksrepublik China nach wie vor unzugänglich. Die staatlichen Behörden haben jeden Zugang von China aus gesperrt. Auch ein weiteres Schreiben von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone an alle chinesischen Bischöfe habe teils viele Monate gebraucht, um alle Empfänger zu erreichen. Aber auch dieses habe nicht die nötige Klarheit gebracht, wie Kardinal Zen bemängelt. Eine schwerwiegende Fehlinterpretation betreffe, so der Erzbischof von Hong Kong, die Frage der Anerkennung durch die kommunistischen Behörden. Viele hätten das Papstschreiben als Befehl an die Untergrundgemeinschaften und deren Bischöfe verstanden, den Untergrund zu verlassen und offiziell um die Anerkennung durch die Regierung anzusuchen.
Kardinal Zen hingegen bekräftigt, daß „diese Interpretation keineswegs die Meinung des Heiligen Vaters vertrete, sondern vielmehr der brutalen Realität der Fakten widerspricht“. Tatsache sei, daß „die Politik der unverändert ist, eine Politik, die darauf abzielt, die ganze Kirche zu versklaven“, so Kardinal Zen. Deshalb sind wir nun Zeugen eines schmerzhaften Spektakels: Bischöfe und Priester, in der festen Meinung, dem Papst zu gehorchen, unternehmen enorme Anstrengungen, um zu einer Einigung mit dem Staat zu kommen. Viele von ihnen, ziehen sich dann wegen der inakzeptablen Bedingungen der Regierung wieder zurück, doch der Klerus ist nicht mehr so geeint wie zuvor. Andere, in der irrigen Meinung, ein Rückzug widerspreche dem Willen des Papstes, versuchen unter größten Opfern in einem Kompromißstatus auszuharren, der jedoch dermaßen widersprüchlich ist, daß die Einheit der Gläubigen oft daran zerbricht, ebenso jene zwischen dem Klerus und ihrem Bischof. Die Regierung präsentierte sich nach einem anfänglichen Zögern bald nach der Veröffentlichung des Papstschreibens als enthusiastischer Vertreter des angeblichen Papstwillens. Das kommunistische Regime fand eine Auslegungsformel des Schreibens, das seinen eigenen Interessen in die Hand spielte. Sie begann systematisch diese Auslegung in Umlauf zu bringen und sich selbst als Verfechter der kirchlichen Einheit darzustellen. Allerdings einer Kirche, die unter der absoluten Kontrolle des Regimes zu stehen habe. Einer sogenannten von Rom „unabhängigen“ Kirche in einem kommunistischen Käfig, so Kardinal Zen.
Aufgrund dieser schwerwiegenden Ereignisse, die eine neue Phase des Leidens für die katholische Kirche in China eingeleitet haben, drängte Kardinal Zen monatelang in Rom auf eine eindeutige Interpretation des Schreibens in einem „Kompendium“ und war damit erfolgreich. Am 23. Mai veröffentlichte der Heilige Stuhl das Kompendium und publizierte es auch auf seiner Internetseite in englischer Sprache sowie der klassischen und der vereinfachten Variante der chinesischen Sprache. Nach dem Frage-Antwort-Schema wurden alle zentralen Aspekte des Papstschreibens behandelt und mit klaren Antworten versehen.
Kardinal Zen kommentiert das Kompendium positiv in seiner Zwischenbilanz und fordert alle katholischen Chinesen auf, es aufmerksam zu lesen, vor allem die Antwort Nr. 7 und die Fußnoten 2 und 5. In der Antwort 7 versichert der Heilige Vater die Untergrundkatholiken seiner völligen Unterstützung und „ermutigt“ sie, in Treue und ohne Kompromisse auszuharren“. In der Fußnote 2 wird zwischen der „geistlichen Wiedervereinigung“ und der „strukturellen Vereinigung“ unterschieden. Der Papst „ermutigt“ die „Wiedervereinigung“ mit dem „größten Einsatz und Nachdruck“ zu suchen, aber jede Vereinnahmung durch das Regime zu vermeiden. In der Fußnote 5 heißt es, daß Papst Benedikt XVI. weder die Möglichkeit ausschließe, die Anerkennung durch die Regierung zu suchen, eine solche aber auch nicht ermuntere“. Es sei völlig richtig, in Freiheit und offen handeln zu können, „doch leider“, schreibt Kardinal Zen die Worte des Papstes wiederholend, „ist es fast immer unmöglich, so zu handeln, da die Bedingungen, die man uns aufzuzwingen versucht, nicht mit unserem katholischen Gewissen vereinbar sind.“ Die Anstrengungen der katholischen Kirche, die Einheit unter Chinas Katholiken wieder herzustellen und zu stärken sowie die Evangelisierung des ostasiatischen Landes gingen unverändert weiter, heißt es in römischen Stellen.
Link: Kompendium für die Kirche Chinas (engl.).
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25.07.2009 08:55:58
Die grenzenlosen Möglichkeiten Gottes
(news.stjosef.at) „Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!“ Diese Worte des Apostels Andreas aus dem Evangelium des 17. Sonntags i.Jkr. B drücken die Not aus, der sich Jesus und seine Jünger gegenübersehen: Viele Menschen – 5000 Männer heißt es, dazu auch Frauen und Kinder – haben sich um Jesus versammelt, um auf seine Worte zu hören. Nun sind sie müde und hungrig; wer soll ihnen zu Essen geben? Nicht einmal Brot für 200 Denare würde ausreichen, wenn jeder nur ein wenig satt werden soll, wie Philippus feststellt. Es klingt fast wie eine Verlegenheitsbemerkung, dass Andreas dann die wenigen Brote und Fische des kleinen Jungen erwähnt, der in der Nähe steht. Fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat er – doch was ist das für so viele! Jesus aber lässt sich durch diese allzu menschliche Überlegung nicht beirren und entmutigen; er ordnet an, die Leute sollen Platz nehmen. Dann sprach er das Dankgebet über die Brote und „teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.“ Die lapidare Feststellung und Erzählung spricht für sich; es fehlen einfach die Worte, um das Wunder angemessen zu beschreiben und darzustellen, das sich hier vor den Augen der Jünger und der übrigen Menschen ereignet. Jesus dankt Gott, seinem Vater, und er teilt aus; und alle werden satt … - Lesen Sie die Predigt zum 17. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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24.07.2009 08:14:34
Radio.Kathtube on air
(kath.net/news.stjosef.at) Die katholische Internetzeitung Kath.Net und die Wilheringer Bildungsserviceeinrichtung DIP3 haben in Kooperation mit Gerth-Medien vor wenigen Tagen ein neues Internetprojekt gestartet: Radio kathTube. Unter der Adresse Radio.kathTube.com gibt es seit einigen Tagen 24 Stunden durchgehend christliche (Lobpreis)musik. Ergänzt wird das Programm durch verschiedene Gebetszeiten (Angelus, Rosenkranz, Barmherzigkeitssrosenkranz). Außerdem gibt es täglich um 18.00 Uhr eine Kinderstunde mit Musik und mehreren Themenabenden. Geplant ist auch ein regelmäßiger Klassikabend und Liveübertragungen von christlichen Veranstaltungen. Radio kathTube sucht derzeit noch ehrenamtliche Programmgestalter. Gesucht sind Menschen, die sich ein wenig bei christlicher Musik in den Genres Rock und Pop, Gospel auskennen und aus einem Musikpool von tausenden christlichen Liedern einen Abend (bis zu 2 Stunden) gestalten möchten. Der zeitliche Aufwand dazu ist minimal. Interessenten können sich bei radio[@]kathtube.com melden. Eine weitere Besonderheit von Radio kathTube ist, dass online Musikbeiträge sofort bewertet werden können. So können die Programmgestalter sehen, welche Musik Gefallen findet. Finanziert wird das Projekt durch Spenden.
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24.07.2009 08:12:47
Wegweiser zum Glück - eine Beichthilfe
(news.stjosef.at) P. Richard Pühringer CPPS hat eine sehr ansprechende „Beichthilfe“ mit dem Titel „Wegweiser zum Glück“ verfasst. Es handelt sich um einen Folder mit 14 Faltseiten. Darin wird ein positives Bild des christlichen Lebens als Antwort auf Gottes zuvorkommende Liebe in Jesus Christus gegeben. Das Sakrament der Buße ist ein besonderes Angebot der Liebe Gottes, um den sündig gewordenen Menschen wieder mit Gott zu versöhnen und Versöhnung und Frieden unter den Menschen zu stiften. Ganz im Sinne des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., gibt P. Richard Impulse zur Gewissenserforschung entsprechend den 10 Geboten, wobei stets die von Gott eröffneten Lebenschancen in den Blick treten, die der Mensch in der Sünde zurückweist. Auch auf die Hauptsünden wird eingegangen. Doch nicht die Anklage, sondern die durch das reuevolle Bekenntnis und die sakramentale Lossprechung ermöglichte innere Heilung steht im Mittelpunkt dieser Hinführung zum Bußsakrament. Daher gibt es auch ganz praktische Hinweise, wie man sich auf den Empfang dieses Sakraments vorbereitet. Bestellung der „Beichthilfe“ bei P. Richard Pühringer CPPS, Postfach 201633, D-80016 München, Email: p.richard.cpps@gmail.com . Kosten: je 1 EUR pro Stück + Porto. Bei größerer Stückzahl um Ermäßigung anfragen.
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22.07.2009 14:38:48
P. Joseph Fessio SJ nicht mehr Kaplan der "Ave Maria University"
(kath.net) P. Josef Fessio, einer der prominentesten Jesuiten der USA und Gründer der weltbekannten "Ignatius Press", ist von seinem Posten als Theologieprofessor und Kaplan am Ave Maria Institut suspendiert worden. Der Rauswurf wurde vorgenommen, nachdem P. Fessio privat seine Sorgen rund um einige administrative Entscheidungen des Campus geäußert hatte. Dies ist bereits der zweite Bruch von P. Fessio mit der von "Pizza-Millionär" Tom Managhan gegründeten Universität. Bereits 2007 wurde P. Fessio von seinem Posten enthoben, nach Protesten von Studenten, die ihn sehr schätzen, aber wieder eingesetzt. Father Fessio hatte bereits vor einigen Jahren auch Schwierigkeiten mit der eigenen Ordensleitung. Damals wurde der Mitbegründer von "Ignatius Press" und Mitbegründer des "Campion College" in San Franzisko plötzlich von seinem einflussreichen Posten abgesetzt und wurde als Kaplan in ein 40-Betten-Spital in Los Angeles "strafversetzt". Gleichzeitig wurde es ihm von seinem Orden verboten, sich im "Campion College" zu engagieren. Das Institut, das auch die Unterstützung des Wiener Kardinals Christoph Schönborn genießt, wurde gegründet, weil es Streitigkeiten am von Fessio mitbegründeten "Ignatius Institute" an der Universität von San Franzisko gegegeben hatte. Dieses Institut wurde bei einer Neuorganisation von zahlreichen katholischen Elementen "bereinigt", was auch der Anlass für die Gründung des "Campion College" war. In einem Brief der katholischen Persönlichkeiten, der an den Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, sowie drei weitere Kardinäle und den Jesuiten-Oberen gerichtet war, wurde festgehalten, dass einerseits Menschen wie P. Fessio mundtot gemacht würden, andererseits aber gleichzeitig Mitglieder des Jesuitenordens, die in Glaubensfragen mit der Lehre der Kirche im Widerspruch stünden, von der Ordensleitung toleriert würden. "Der Umgang mit P. Fessio bringt Schande auf die Gesellschaft Jesu", so die Unterzeichner damals. - Lesen Sie noch mehr!
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22.07.2009 14:34:32
Österliches Requiem für Abt Clemens Lashofer
(presse.kirche.at) Es war der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen, dass die Feier österlichen Charakter hat“, erklärte der Göttweiger Prior P. Columban Luser zu Beginn des Requiems für den verstorbenen Abt Clemens Lashofer am Dienstag in der Stiftskirche von Göttweig. An der Trauerfeier die der Linzer Altbischof Maximilian Aichern leitete, nahmen mehr als 60 Bischöfe, Äbte und Ordensobere teil. Unter den Konzelebranten waren Abt Richard Yeo als persönlicher Vertreter von Aptpräses Notger Wolf, Weihbischof Anton Leichtfried sowie Diözesanbischof Klaus Küng, der die Einsegnung vornahm. Küng unterbrach dafür seien Urlaub in Vorarlberg: „Das ist ein sehr wichtiges Zeichen für uns“, betonte P. Columban.
Als „edlen und aufrichtigen Charakter“, der in seinem bewegten Leben und in seiner 36 Jahre währenden Amtszeit "mit Umsicht und Weitblick Gutes gewirkt" hat, würdigte Altbischof Aichern, Vorgänger von Abt Clemens als Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, den Verstorbenen. In einer sehr persönlich gehaltenen Predigt beim Requiem betonte Aichern am Dienstag in der Stiftskirche Göttweig, Lashofer habe „wie der gute Hirte“ gehandelt: „ausgerichtet auf Wahrheit und Barmherzigkeit“. Aichern: „Er war eine lebendige Verkörperung der Richtlinie des Heiligen Benedikt, der Liebe zu Christus nichts vorzuziehen“.
Aichern erinnerte in seiner Predigt an die zahlreichen Höhepunkte des Wirkens Lashofers, wie etwa die Festigung der klösterlichen Gemeinschaft, die monastische Formung des Konvents, vor allem der vielen Neueintritte, die würdige Feier der Liturgie im Sinn des Zweiten Vaticanums, die Öffnung des Stiftes als Ort der Begegnung sowie die Renovierung und Neugestaltung der Klosteranlage. In Lashofers Amtszeit fielen außerdem das 900-Jahr-Jubiläum des Stiftes im Jahr 1983, die Errichtung des Exerzitienhauses St. Altmann sowie die Eröffnung des bis heute stark frequentierten Jugendhauses. In all seinem Tun sei Lashofer stets „vom benediktinischen Geist und von gesunder Menschlichkeit getragen“ gewesen, so Aichern. Gewiss sei auch in Lashofers Dienst „nicht alles glatt gegangen“. So erinnerte Aichern etwa an die vom verstorbenen Abt im Zug der „Causa Groer“ selbst gewünschte Apostolische Visitation. Diese Visitation habe jedoch „sein Handeln in Geradlinigkeit und Barmherzigkeit gut geheißen und das Vertrauen der Mitbrüder bestätigt“. Den letzten Teil seines Lebensweges habe Abt Lashofer als Zeit der Vollendung begriffen, so Aichern. Er selbst habe noch am Tage des Todes von Abt Lashofer mit diesem beten dürfen, erinnerte der Linzer Altbischof. Die letzten Worte des Abtes seien schließlich gewesen: „Es wird alles gut“.
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20.07.2009 20:43:59
Fataler Strategiewechsel im Weißen Haus?
(die-tagespost.de) In der Zeitung "Die Tagespost" hat Regina Einig folgenden Kommentar zur Haltung der US-Regierung in der Lebensschutzfrage veröffentlicht:
Die katholische Lebensschutzbewegung in den Vereinigten Staaten wirkt missionarisch und identitätsstiftend zugleich. Ursprünglich als Reaktion auf den radikalen Feminismus und die Liberalisierung der Abtreibungsgesetze in den siebziger Jahre geboren, hat sie im Lauf der Jahre den Zentrifugalkräften in der Kirche entgegengewirkt. Das Zeugnis für das Recht auf Leben gilt unter romtreuer Katholiken als ein wesentliches Erkennungsmerkmal. In puncto Lebensschutz existiert im Bewusstsein vieler engagierter amerikanischer Christen kein „Weg der Mitte“, der es zuließe, sich neutral aus diesem Konfliktfeld herauszuhalten und gesellschaftliche anerkanntere Formen der Nächstenliebe vorzuziehen: Ein guter Christ bezieht „pro life“ Position oder er ist eben kein guter Christ.
Die Bush-Administration nutzte diese Mentalität, indem sie den Obersten Gerichtshof durch wertkonservative Katholiken verjüngte. Deren kompromisslose Haltung kam Präsident und Senat bei der Verbesserung des gesetzlichen Schutzes für Ungeborene zugute. Und auch die Debatte über das Recht auf Leben erhielt damit oft schon vom Tag der Ernennung an ein politisches Forum. Diesen Mechanismus versucht Präsident Obama nun durch Personalien auszuhebeln. Die Nominierung zweier Katholikinnen – Sonia Sotomayor als Richterin am Obersten Gerichtshof und Regina Benjamin als Generalstabsärztin der Vereinigten Staaten – entlastet Obama zum einen in der säkularen Öffentlichkeit vom Vorwurf eines Konfrontationskurses gegen die Kirche.
Andererseits wird nun deutlich, wie der Präsident Gewichte im Diskurs mit der Kirche verschieben will und dafür Katholiken einspannt, die vielen unangreifbar erscheinen. Als Farbige verkörpert Benjamin ebenso wie die Lateinamerikanerin Sotomayor den amerikanischen Traum vom sozialen Aufstieg. Während Sotomayor in Lebensschutzfragen als unzuverlässig gilt, ist Benjamin schwieriger einzuschätzen. Das Weiße Haus sieht die Ärztin auf Obamas Linie. Das wäre fatal, denn als Leiterin des Beratungsausschusses für Gesundheitsleistungen hat die für ihr caritatives Wirken von der Kirche Ausgezeichnete ein gewichtiges Wort bei der Entscheidung über den Umfang der geplanten Basiskrankenversicherung mitzureden. Sollte diese, wie diskutiert wird, die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche abdecken, ist ein Dammbruch in der Abtreibungspraxis vorprogrammiert, ohne dass Gesetze direkt angetastet würden. Die Mitwirkung katholischer Laien in einem solchen System bedeutete allerdings einen bitteren Glaubwürdigkeitsverlust für die Kirche.
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20.07.2009 20:34:55
MIVA-Spendenaktion zum Christophorus-Sonntag
(stephanscom.at) Autofahrerinnen und Autofahrern sind aufgerufen eine Spende für Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika am "Christophorus-Sonntag", 26. Juli 2009, zu geben. Zum 50. Mal jährt sich die "ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer" Aktion der "Missions- Verkehrsarbeitsgemeinschaft" (MIVA) in Österreich. Das Geld verwendet die MIVA zur Anschaffung von Autos, Motorrädern, Fahrrädern und sonstigen Fahrzeugen, die bei Missions- und Entwicklungsprojekten in den "Ländern des Südens" den Menschen ein Stück Mobilität schenken. Etwa 20.000 Fahrzeuge hat die MIVA in ihrem 60-jährigen Bestehen in den Diözesen in Afrika, Asien und Lateinamerika gesponsert. In vielen österreichischen Pfarren ist es Tradition, dass am Christophorus-Sonntag - der Heilige Christophorus ist der Schutzpatron aller Verkehrsteilnehmer - auch Fahrzeugsegnungen stattfinden. Dabei geht es nicht um die Segnung der "heiligen Kuh Auto". Vielmehr werden jene Menschen gesegnet, die mit Autos, Motorrädern oder anderen motorisierten Fortbewegungsmitteln unterwegs sind.
Die MIVA feiert heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Sie wurde im Jahr 1949 im Stift Lambach auf Beschluss der Österreichischen Bischofskonferenz gegründet. Treibende Kraft war Karl Kumpfmüller aus Stadl Paura, der auch erster MIVA-Geschäftsführer wurde. Haupteinnahmequelle war zunächst die - von MIVA-Gründer Kumpfmüller angeregte - Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar. Als die Dreikönigsaktion zu einem eigenständigen Hilfswerk ausgebaut wurde, erfand Kumpfmüller zehn Jahre nach der MIVA-Gründung die "Christophorus-Aktion" als neue Spendenquelle. Die Idee, Autofahrer um einen Beitrag zu bitten, soll bei der Überstellungsfahrt eines MIVA-Fahrzeuges nach Hamburg entstanden sein. Kumpfmüller malte sich aus, wie viele Projekte die MIVA unterstützen könnte, würde das Hilfswerk pro entgegenkommendem Fahrzeug auch nur einen Groschen erhalten. Das doppelte Jubiläum - 60 Jahre MIVA, 50 Jahre "Christophorus-Aktion" - wird von 24. bis 26. Juli mit einem dreitägigen "Weltfest" am MIVA-Sitz in Stadl Paura gefeiert. Für die Christophorus-Aktion wird in den Kirchen gesammelt. Spenden werden auch direkt über das MIVA Spendenkonto (Kontonummer.: 1140000; BLZ: 60000) entgegengenommen. – Homepage: www.miva.at
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18.07.2009 08:14:33
Papst Benedikt mit Gips an der Hand
(kath.net/news.stjosef.at) Papst Benedikt XVI. konnte am späteren Nachmittag des Freitags das Krankenhaus verlassen und in sein Urlaubsdomizil zurückkehren, wie die ANSA mitteilt. An der rechten Hand trug er einen Gips, mit der Linken winkte er den Journalisten zu und wirkte dabei heiter und in gutem Zustand, wie die Agentur mitteilt. Rund 30 Tage lang wird der Papst seinen Gips - in diesem Fall aus Glasharz – tragen müssen. Dann werde die Funktionalität des Handgelenks wieder hergestellt sein. „Mit der richtigen Physiotherapie wird er sogar bald wieder Klavier spielen können“, zitieren Agenturen den Chefchirurgen der Klinik, Manuel Mancini. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag war der Papst in seinem Zimmer in Les Combes ausgeglitten und gestürzt. Dabei zog er sich einen umkomplizierten Bruch am rechten Handgelenk zu, wie aus einem medizinischen Bulletin des Vatikans hervorgeht. In der Klinik hätten die Ärzte neben den Röntgenaufnahmen für das Handgelenk auch eine allgemeine Untersuchung gemacht und bei der Gelegenheit festgestellt, dass der Papst bei bester Gesundheit ist, hieß es in Agenturberichten. Benedikt XVI. verbringt derzeit zwei Urlaubswochen in Les Combes im Aostatal. Eigentlich wollte er dabei auch am zweiten Teil seines Jesusbuches arbeiten – da der Papst mit der Hand schreibt und Rechtshänder ist, wird er sich nun ganz aufs Diktieren verlegen müssen.
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18.07.2009 08:12:48
Kommt mit und ruht ein wenig aus!
(stjosef.at/predigten) Am letzten Sonntag haben wir im Evangelium gehört, wie Jesus seine Apostel je zu zweit ausgesandt hat, um den Menschen das Reich Gottes zu verkünden. Im heutigen Evangelium kehren sie von ihrer missionarischen Praxis zurück und berichten Jesus von allem, was sie getan und gelehrt haben. Es müssen viele Eindrücke gewesen sein, die die Apostel zu verarbeiten hatten. Sicher hat es sowohl schöne und ermutigende, aber auch leidvoll-bedrückende Erfahrungen gegeben, wie das eben so ist, wenn ein vom Herrn Ausgesandter (ein „Apostel“) das Wort Gottes verkündet und bei manchen Gehör findet und bei anderen wiederum nicht. In echter Menschlichkeit sieht Jesus, dass die Apostel nun erschöpft sind und etwas Ruhe brauchen. Sie können nicht immer nur arbeiten und unterwegs sein; sie müssen auch wieder Kraft sammeln, zu sich selber finden und Zeit haben für das Gebet. Eben deshalb sagt Jesus zu ihnen: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ Und es heißt weiter im Evangelium: „Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.“ Daraufhin fuhren Jesus und die Apostel „mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.“ - Lesen Sie die Predigt zum 16. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut!
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17.07.2009 08:36:37
Italien schlägt Moratorium für Abtreibung vor
(kath.net) Die Mitte-rechts-Koalition der italienischen Regierung hat einen Antrag in der Abgeordnetenkammer verabschiedet, dass sich Italien bei der UNO für ein weltweites Moratorium bei der Abtreibung einsetzen wird. Ein "Moratorium" ist eine Übereinkunft, eine bestimmte Sache aufzuschieben oder vorläufig zu unterlassen (aus dem lateinischen "mora": "Verzug"). Das meldet die Wiener Zeitung. Vorbild dafür sei Italiens Einsatz für ein weltweites Moratorium bei der Todesstrafe, sagte Rocco Buttiglione (Foto). Der Präsident der UDC (Christdemokratische Union), die gemeinsam mit der Koalition für den Antrag gestimmt hatte, erklärte weiters: "Die UNO soll den Schwangerschaftsabbruch als Mittel zur demografischen Kontrolle verurteilen und das Recht jeder Frau anerkennen, nicht zur Abtreibung gezwungen zu werden. Sie muss Maßnahmen ergreifen, wirtschaftliche und soziale Ursachen des Schwangerschaftsabbruchs zu bekämpfen." Auch dem EU-Parlament soll ein Antrag für ein Abtreibungs-Moratorium vorgelegt werden.
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17.07.2009 06:55:12
"Aperite portas Redemptori" erstmals auf Deutsch online
(news.stjosef.at) Dank der Mitarbeit von Markus Finke konnte das Apostolische Rundschreiben zur Einberufung des Jubiläumsjahres der Erlösung von Johannes Paul II. "Aperite portas Redemptori" vom 6. Januar 1983 erstmals auf Deutsch unter www.stjosef.at im Internet verfügbar gemacht werden. Dieses Schreiben des Hl. Vaters ist entnommen der Dokumentation: Der Apostolische Stuhl 1983, Vatikan-Köln 1984, S. 692 ff. Ein entsprechender Sonderdruck der Reihe "Verlautbarungen des Apostolischen Stuhles" (Nr. 44) ist seit längerem vergriffen. Weder auf der Website des Vatikan noch anderswo fand sich bisher eine deutsche Fassung dieses wichtigen Schreibens. - Hier die Links zum Dokument: HTML / PDF (A5) / PDF (A4).
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16.07.2009 20:04:39
450 Jahre Laurentius von Brindisi
(stephanscom.at) Laurentius von Brindisi brachte vor über 400 Jahren die ersten Kapuzinermönche nach Österreich. Er wird dementsprechend als Patron der österreichischen Kapuzinerprovinz verehrt. Anlässlich seines 450 Geburtstages feiert der Kapuzinerorden den Heiligen in einem Dreitagesfest, im Laurentius-Triduum. Laurentius wurde am 22. Juli 1559 in Brindisi (Apulien) geboren und trat bereits als 16-jähriger dem Kapuzinerorden bei, 1582 empfing er die Priesterweihe. Schon als Student fiel er durch seine außergewöhnliche Gelehrtheit auf, er beherrschte viele Sprachen, angeblich konnte er die Bibel in Griechisch wie Hebräisch auswendig. Schließlich holte ihn der Papst nach Rom, damit er dort seine Predigten hielt.
Im Kapuzinerorden hatte er mehrere hohe Funktionen inne, unter anderem war er Generaloberer des Ordens. Er entsandte die ersten Kapuzinermönche in den deutschsprachigen Raum und gründete Klöster in Wien, in Tirol, Bayern und in Böhmen. Laurentius verstarb genau an seinem 60. Geburtstag, dem 22. Juli 1619, auf einer Reise in Lissabon. Er hinterließ ein reiches Schriftwerk, das zum Teil aber erst im 20. Jahrhundert veröffentlicht wurde. Vor 50 Jahren wurde Laurentius von Brindisi am 19. März 1959, von Papst Johannes XXIII. zum Kirchenlehrer ernannt.
In der Wiener Kapuzinerkirche findet vom 17. bis zum 19. Juli 2009, ein dreittägiges Fest zu Ehren des Heiligen Laurentius, ein Laurentius-Triduum statt. Es besteht aus einem täglichen Rosenkranz um 15.15 Uhr und einer Heiligen Messe um 16.00 Uhr. Der Freitag, 17. Juli, steht unter dem Motto "Um lebendigen Glauben in unserer Heimat", am Samstag, 18. Juli, wird "Um ein Zeugnis der Liebe für ein beispielhaftes christliches Leben" gebetet und am Sonntag, 19. Juli, steht die Bitte "Um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" im Mittelpunkt. Die Gottesdienste werden an allen drei Tagen musikalisch gestaltet, das Hochamt am Sonntag musiziert das Ensemble ARS MUSICA die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart.
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16.07.2009 19:57:41
Bischof Schwarz nimmt Stellung zur Entpflichtung Mag. Kaineders
(dioezese-linz.at) Auf der Internetseite der Diözese Linz findet sich eine Erklärung des Linzer Diözesanbischofs Dr. Ludwig Schwarz zur "Entpflichtung von Ferdinand Kaineder" als Leiter des Kommunikationsreferats der Diözese:
"Ich habe schon längere Zeit einen Funktionswechsel hinsichtlich meines Pressesprechers überlegt. Gerade weil Ferdinand Kaineder als ein sehr engagierter Mitarbeiter gearbeitet hat, wurde er selber auch immer wieder zum Thema von kontroversen Stellungnahmen, die ihn in Spannung brachten zu seiner Aufgabe als Sprecher des Bischofs. Deshalb habe ich einen Funktionswechsel nach mehreren Gesprächen vorgenommen.
Bei diesen Gesprächen wurden ihm aber auch ganz konkrete Einsatzmöglichkeiten in der Diözese angeboten. Es wird von ihm ernsthaft in Erwägung gezogen und soll in absehbarer Zeit mit ihm zusammen entschieden werden. Um verschiedenen Vermutungen entgegenzutreten, möchte ich betonen, dass es sich hier um den Funktionswechsel in einem einzelnen Bereich handelt."
(news.stjosef.at) Auf der offiziellen Web-Site der Diözese Linz finden sich ausführliche Stellungnahmen der kirchlichen Kritiker der Entscheidung des Bischofs; außerdem scheint Mag. Kaineder im Impressum weiterhin als für den Inhalt der Web-Site verantwortliche Person auf (Stand vom 16.07.2009).
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14.07.2009 20:29:29
Prof. Schambeck zum 75. Geburtstag
(kathpress.at) "Christlich" und "sozial" gehören für den international angesehenen katholischen Staatsrechtler und langjährigen Präsidenten des Österreichischen Bundesrates, em. Prof. Herbert Schambeck, wie selbstverständlich zusammen. Das wurde auch aus Anlass seines 75. Geburtstags spürbar. Die vielfältige wissenschaftliche Tätigkeit des 1934 in Baden geborenen Juristen und Philosophen - der hunderte Vorlesungen und Vorträge in aller Welt gehalten hat - wurde u.a. durch Ehrendoktorate der Katholischen Universität von Chile (Santiago de Chile), der Catholic University of America (Washington), der Internationalen Akademie für Philosophie (Liechtenstein) sowie der juridischen und der theologischen Fakultäten der Universität Wroclaw(Breslau) gewürdigt. Ebenso ist er Träger zahlreicher Kulturpreise und hoher Auszeichnungen vieler Länder. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen "Grundrechte und Sozialordnung", "Ethik und Staat", "Kirche, Staat und Demokratie", "Europäische Integration und Österreichischer Föderalismus", "Der Staat und seine Ordnung". Als Herausgeber veröffentlichte Schambeck u.a. die entscheidenden Reden und Aufsätze von Kardinal Agostino Casaroli, der als Architekt der vatikanischen "Ostpolitik" die "Wende" von 1989 wesentlich vorbereitet hat. Mit Casaroli war Prof. Schambeck freundschaftlich verbunden.
Seine wissenschaftliche Laufbahn begann Schambeck als Assistent 1959, von 1967 bis zur Emeritierung 2002 war er ordentlicher Universitätsprofessor für öffentliches Recht, politische Wissenschaften und Rechtsphilosophie an der Universität Linz. Ab 1969 bis 1997 war er als VP-Mandatar Mitglied des Bundesrates; ab 1975 war er Vizepräsident der Länderkammer, später deren Präsident. In seiner Partei engagierte sich Schambeck für eine vom Gedankengut der katholischen Soziallehre getragene christlich-soziale Ausrichtung, die sich an Personenwürde, Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit und Gemeinwohl orientiert. Prof. Schambeck ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften Madrid und der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften im Vatikan, zu deren Gründungsmitgliedern er zählt. Von Johannes Paul II. wurde er zum "Gentiluomo di Sua Santita'" und zum Konsultor des Päpstlichen Familien-Rates ernannt.
Die Verbindung mit Rom, mit dem Zentrum der katholischen Weltkirche, war und ist Prof. Schambeck seit jeher ein Herzensanliegen. Ein Herzensanliegen ist ihm auch die Klarstellung der Rolle von Pius XII. in den düsteren Jahren des Zweiten Weltkriegs; Prof. Schambeck war es, der Sr. Pascalina, die große Zeugin der Tätigkeit des Pacelli-Papstes, nach Wien einlud. Er war es aber auch, der den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, aus Anlass einer Wallfahrt der Notare Mitteleuropas im Herbst 2004 mit Mariazell bekanntmachte. Wesentlich war und ist für Prof. Schambeck auch seine Tätigkeit als Präsident der Österreichisch-Deutschen Kulturgesellschaft, für die er immer wieder Spitzenpersönlichkeiten aus aller Welt nach Wien holt.
(news.stjosef.at) Auch die Redaktion des Sankt-Josef-Newsletters gratuliert Prof. Schambeck herzlich zum 75. Geburtstag, der über sein Sekretariat ein Abonnent dieses elektronischen Dienstes ist! Gottes Segen "ad multos annos"!
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13.07.2009 08:17:51
Die Kirche lehnt die direkte Abtreibung immer ab
(radiovatikan.de) Die Glaubenskongregation stellt klar, dass die katholische Kirche in jedem Fall gegen Abtreibung ist. Das gab die vatikanische Behörde an diesem Samstag in einer Mitteilung bekannt. Dabei bezog sie sich auf den Fall eines neunjährigen Mädchen in Brasilien, die abgetrieben hatte. Damals sagte der zuständige Bischof der entsprechenden Diözese, Jose Cardoso Sobrinho, dass die Kirche trotz der Natur des Falls an ihrer Ablehnung der Abtreibungen festhalten müsse. Als Folge dessen war die Mutter der Neunjährigen und das Ärzteteam latae sententiae exkommuniziert worden. Daraus entstand eine Debatte, ob die Exkommunikation angebracht sei. Der Heilige Stuhl habe infolgedessen viele Briefe – vor allem aus Lateinamerika – erhalten. Das schreibt die Note der Glaubenskongregation. Viele Politiker und Gläubige seien verunsichert gewesen. Auch wurde ein Artikel des Präsidenten der Akademie für das Leben, Erzbischof Rino Fisichella, missverstanden. Am 15. März 2009 hatte er in der Vatikan-Zeitung „L´Osservatore Romano“ geschrieben, dass man den Fall der Neunjährigen mit „großer Sorgfalt“ behandeln sollte. Viele interpretierten daraus, dass der Bischof falsch reagiert habe und die Kirche nicht prinzipiell gegen Abtreibungen sei. Daher habe die vatikanische Kongregation die Mitteilung an diesem Samstag herausgegeben. - Update: Mit Link zum Dokument auf Deutsch!
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13.07.2009 08:16:49
Bischöfliche Feier mit Goldenen Priesterjubilaren in Maria Dreieichen
(presse.kirche.at) „Das Großartige am Priestertum ist, dass wir Anteil haben dürfen am Hirtenamt Christi für die Menschen“, sagte Weihbischof Anton Leichtfried bei einem Festgottesdienst mit den „goldenen“ Priesterjubilaren der Diözese St. Pölten in der Wallfahrtsbasilika Maria Dreieichen. Unter den sechs Priestern des Weihejahrgangs 1959, die vor 50 Jahren ihre Priesterweihe empfangen hatten, war auch der Gastgeber, P. Robert Bösner vom Stift Altenburg als Pfarrer und Wallfahrtsdirektor von Maria Dreieichen. Ihr Weihejubiläum feierten weiters Josef Luger, Pfarrer von St. Andrä vor dem Hagental, P. Johannes Pfeffel, Kaplan der Franziskanerpfarre in St. Pölten, Othmar Schindl, Missar in Böhlerwerk, Konrad Streimelweger, Pfarrer i. R. von Hafnerbach und Haunoldstein, sowie P. Bernhard Weinbub vom Stift Melk, Pfarrer in Untersiebenbrunn und Groißenbrunn. Konzelebrant war neben den Jubilaren Abt Christian Haidinger vom Stift Altenburg, der selbst sein 40-jähriges Weihejubiläum feierte.
Weihbischof Leichtfried drückte seinen „Respekt und Dank“ aus, da er selbst „nicht einmal auf so viele Lebensjahre (42) blicken kann, wie die Jubilare auf Jahre im Dienst als Priester“. Wenn alle Menschen anwesend wären, die ihnen zu Dank verpflichtet seien, „würde die Kirche überquellen“, so Leichtfried. Viel Gutes werde im Stillen bewirkt und entfalte sich erst im Laufe der Jahre, oft auch anders als erwartet. Die beiden Benediktiner, P. Robert und P. Bernhard, empfingen am Tag genau vor 50 Jahren die Priesterweihe, am 11. Juli, dem Festtag des hl .Benedikt von Nursia. Der Lebensweg des Patrons des Mönchstums und Europas sei „sehr verschlungen“ gewesen, und Benedikt habe auch im Alter immer noch dazugelernt, erinnerte der Weihbischof. Ebenso sei es bei den Jubilaren gewesen, die auf ganz unterschiedlichen Wegen ihre Erfahrungen machten, die sie zu dem reifen ließen, was sie heute sind.
Bei allen Veränderungen in den letzten fünfzig Jahren – vom Zweiten Vatikanischen Konzil über das Jahr 1968 bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989 – habe es immer eine Konstante gegeben, so Leichtfried: „Jesus Christus ist der selbe gestern, heute und in Ewigkeit.“ So sei auch eine lebendige Verbindung mit Christus der Schlüssel zu einem „erfolgreichen“ Priesterleben, betonte der Weihbischof. Wie Jesus sich um die Menschen sorge, sei „entscheidend“ für die Haltung der Priester. In einer schriftlichen Grußbotschaft übermittelte der Bischof von Brünn, Prälat Vojtech Cikrle, seine Glückwünsche an P. Robert Bösner und dankte diesem für seine „Bemühungen zu Belebung der alten Wallfahrtstradition zwischen unseren Ländern“. In die bisher 24-jährige Amtszeit P. Roberts als Pfarrer von Maria Dreieichen fielen das 350-jährige Wallfahrtsjubiläum, das 50-Jahrjubiläum der Erhebung der Wallfahrtskirche zur päpstlichen Basilika sowie deren vollständige Renovierung. - Link: www.maria-dreieichen.at
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