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Do 7. Dez 2017 17:06

Der wunderbare Plan Gottes mit uns Menschen

(predigtdienst.net) Weihnachten des Jahres 1908 geschah eine schreckliche Tragödie in Messina auf Sizilien. 80.000 Menschen wurden durch ein Erdbeben lebendig begraben und von der gleichzeitig hereinbrechenden Sturzflut, einem Tsunami, ertränkt. Es war die nach Opfern schwerste Naturkatastrophe Europas im 20. Jahrhundert. Messina war ein einziges ungeheures Trümmerfeld. In einem Buch habe ich dazu aber etwas Interessantes gelesen: Dass nämlich mitten unter den Trümmern und Ruinen ein hohes Standbild unversehrt geblieben war, das Bild der Unbefleckten Empfängnis. Könnte man da nicht auf folgendes schließen? Ist diese unversehrte Mariensäule auf dem Trümmerfeld Messinas nicht ein anschauliches Sinnbild der Glaubenswahrheit, das wir heute feiern? Überall ist bei den Menschen die Verwüstung der Sünde zu sehen, ein ungeheures Trümmerfeld. Aber mitten in dieser Sündenwüste ragt eine Frau unversehrt empor: die Unbefleckte Empfängnis.

Ein Atheist sagte einmal: „Wenn ich glauben könnte, würde ich katholisch werden. Und wissen Sie warum? Um des Dogmas der Immaculata willen.“ Und er begründete es folgendermaßen: „Wenn die Kirche mit ihren Dogmen überhaupt Wahrheit verkündet, dann erfahren wir von ihr durch dieses Dogma, dass es also doch in der Menschheit einmal wenigstes eine Seele gegeben hat und noch gibt, die – ohne zugleich Gott zu sein wie Christus – als reiner Mensch von der Sünde niemals berührt worden ist. Ich kann ihnen sagen: Ich habe ein großes Stück Welt gesehen, ich habe die Schmutzflut der Sünde in der Menschheit kennengelernt. Was wir brauchen, ist gerade diese Seele, diese eine Seele wenigstens, die auch nicht vom leisesten Tropfen dieser Flut je bespritzt und befleckt wurde, die Seele der Unbefleckten, der ganz Makellosen, zu der wir aufschauen können als zu dem Ideal der Menschenseele in ihrer unberührten Reinheit und Heiligkeit.“

Maria ist wirklich diese Frau, die sich Gott auserwählt hat, sodass sein Sohn aus einem ganz reinen Geschöpf geboren werden konnte. Der Engel grüßte sie deshalb mit den Worten: „voll der Gnade“, d.h. ganz rein, total heilig und unversehrt, sofort von der Erbsünde verschont im Augenblick ihrer Empfängnis. Das ist deswegen geschehen, um uns zu zeigen, wie Gott den Menschen ursprünglich gedacht hat. Nicht der Mensch mit der Sünde war Gottes Plan. Nicht der sündenbefleckte Mensch ist der normale Mensch, sondern der, der den Willen Gottes tut. Und Gott sagt damit: Es ist möglich, sich auf diesen Weg zu machen und immer besser den Weg der Heiligkeit zu gehen. Wenn wir auf Maria blicken, sehen wir ganz klar so einen Menschen vor uns, der immer auf den Ruf Gottes richtig geantwortet hat, der dem Teufel und seinen Versuchungen zu jeder Zeit widerstanden hat. ...

Lesen Sie die aktuelle Predigt zu "Mariä Empfängnis" von Pfarrer Christian Poschenrieder in vollem Wortlaut!

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