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Sam 22. Sep 2018 17:17

Vatikan-Abkommen mit China

(Josef Spindelböck) Das neue vatikanische Abkommen mit der Volksrepublik China, welches provisorischer Natur ist, wurde bereits vor seinem Zustandekommen heftig kritisiert. Nun aber ist als Folge dieses Abkommens erstmals seit langem ein Zustand erreicht, dass sich alle Diözesanbischöfe in China wieder in Einheit mit Rom befinden. Denn Papst Franziskus hat infolge dieses Abkommens jene Bischöfe anerkannt, welche unerlaubt, d.h. ohne päpstliches Mandat geweiht worden waren. Eine solche Anerkennung setzt umgekehrt voraus, dass vonseiten dieser Bischöfe eine Abbitte an den Papst für ihr Fehlverhalten erfolgt ist und sie jetzt in Treue zum Nachfolger Petri wirken wollen.
Meines Erachtens ist es viel zu früh, um das Abkommen als solches zu beurteilen (dessen Details nicht bekannt sind). Die Geschichte lehrt: Vatikanische Abkommen mit anderen Staaten sind einerseits hilfreich und anzustreben, da sie eine Sicherheit für das Wirken der Kirche in einem bestimmten Land bieten; andererseits können solche Abkommen und Konkordate auch einseitig ausgenützt bzw. formal aufrecht erhalten und doch der Sache nach immer wieder verletzt werden. Es ist jedenfalls ein beachtlicher Vertrauensvorschuss, den hier der Vatikan gegenüber dem kommunistischen Regime in China leistet. Beten wir für die Kirche in China!

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