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Sam 22. Juni 2019 10:00

Als Mann und Frau schuf er sie

(stjosef.at / Josef Spindelböck) 

Mit Datum vom 2. Februar 2019 hat die Kongregation für das katholische Bildungswesen am Pfingstmontag, dem 10. Juni 2019 ein Dokument vorgelegt, welches den Titel trägt: „Als Mann und Frau erschuf er sie: Ein Weg des Dialogs zur Frage der Gender-Theorie in der Erziehung“.

Die Zielgruppe dieses pastoralen Dokuments mit lehrmäßigen Implikationen ist nicht die wissenschaftliche Ebene der Forschung und akademischen Lehre, sondern es geht um konkrete Fragen der Erziehung und Bildung vorwiegend junger Menschen, die durch einseitige Theorien und Ideologien der Manipulation ausgesetzt sind. Gerade im kirchlichen Bildungsbereich, also angefangen vom eigenen Elternhaus über katholische Kindergärten und entsprechende Schulen, sollte – wie es die Verfasser des Dokuments kundtun – eine Anthropologie zugrunde liegen sein, die sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet weiß. Denn Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, offenbart das Geheimnis des himmlischen Vaters; er macht aber auch dem Menschen den Menschen selbst kund (vgl. GS 22).

Positiv wird im vatikanischen Dokument der Einsatz für die gleiche Würde von Frauen und Männern anerkannt und das Ziel der Beseitigung ungerechter Diskriminierungen. Dem Mann- und Frau-Sein des Menschen eignet ein je besonderer Reichtum; die beiden Geschlechter bedürfen einander und ergänzen sich.

Diverse Gender-Theorien werden vor allem dann einer Ideologie, wenn sie eine strikte Trennung zwischen dem biologischen Geschlecht („sex“) und der soziokulturellen geschlechtlichen Identität und Rolle („gender“) vornehmen. Dies geht bis zur Einführung eines dritten Geschlechts und der willkürlich erscheinenden subjektiven Definition von Geschlechtsidentitäten im homosexuellen Bereich („queer“). Kinder und junge Menschen, die ihrer eigenen sexuellen Entwicklung noch nicht über eine ausreichende sittliche Reife verfügen, werden so mitunter desorientiert bzw. ideologisch manipuliert.

Die Verantwortung der Eltern und Erzieher für eine Sexualerziehung auf der Basis sittlicher Werte wird hervorgehoben. Schule und andere Institutionen, so auch der Staat, sollen das primäre Rechte der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder respektieren. Kirche und politisch Verantwortliche haben ihren je eigenen Aufgabenbereich, sollen aber zum Wohl des Menschen und in Respekt vor seiner Würde zusammenarbeiten.

Dokument auf Italienisch

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