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Sam 1. Feb 2020 09:15

Darstellung des Herrn: das Heil in Christus ist uns geschenkt

(stjosef.at) Wir begehen an diesem 4. Sonntag im Jahreskreis das Fest Mariä Lichtmess. Es heißt liturgisch korrekt „ Darstellung des Herrn “. Jesus wurde am 40. Tag nach seiner Geburt im Tempel zu Jerusalem Gott dargestellt, also geweiht. Er wurde vom Propheten Simeon als „ Licht, das die Heiden erleuchtet “ und als „Herrlichkeit“ für das „Volk Israel“ gepriesen (vgl. Lk 2,32). Um dies zu verdeutlichen, werden an diesem Tag Kerzen geweiht und nach Möglichkeit auch eine Prozession mit Lichtern durchgeführt.

Wer aber bringt das Jesuskind in den Tempel, um damit den Vorschriften des jüdischen Gesetzes zu entsprechen? Es sind Maria und Josef, die Eltern Jesu. Einerseits läuft dabei alles so ab, wie es vorgesehen ist: Der erstgeborene Sohn sollte Gott geweiht werden; zugleich war eine Ablöse in Form von zwei Turteltauben oder zwei jungen Tauben zu leisten. Denn dieses Opfer war symbolischer Art; die Eltern durften das Kind nachher ja wieder nach Hause mitnehmen. Andererseits geschieht im Zusammenhang der Darstellung Jesu Einzigartiges: Denn die beiden alten Menschen Simeon und Hanna, die auf das Heil Israels warten, erkennen in diesem Kind den Messias. Sie sind hocherfreut, dass Gott ihnen das Licht der Völker zeigt und sie den Erlöser persönlich empfangen dürfen. So begegnet die Erwartung des Alten Bundes dem Heil in Christus, das sich im Neuen Bund verwirklicht.

Homilie von Prof. Josef Spindelböck / von Pfarrer Christian Poschenrieder

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