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Fr 15. Okt 2021 21:26

Gemeinschaft - Teilhabe - Sendung

(stjosef.at) 

Das Evangelium nach Markus zeigt uns im eben gehörten Abschnitt, dass die Apostel und Jünger Jesu keineswegs perfekt waren. Der Herr hatte sie erwählt, obwohl sie Sünder waren; doch in der Schule seiner Nachfolge sollten sie zur Vollkommenheit der Gottes- und Nächstenliebe heranreifen.

Ausgerechnet über Rangordnungen streiten die Jünger Jesu. Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, geben dies auch offen zu, denn sie bitten den Herrn ausdrücklich, in seiner Herrlichkeit rechts und links von ihm sitzen zu dürfen. Die anderen zehn Apostel sind zwar verärgert und empört über das Ansinnen der beiden; im Grunde aber denken sie genauso. Ja, sie sind alle noch sehr unvollkommen und haben noch nicht begriffen, worin das Reich Gottes wirklich besteht.

Jesus weist sie in klarer und doch liebevoller Weise zurecht. Im Gegensatz zu den irdischen Machtkämpfen im politischen Bereich, wo ein jeder nur herrschen will, soll es bei den Jüngern Jesu anders sein: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein.“ (Mk 10,43). Und Jesus verweist auf sein eigenes Beispiel: Denn er, der Herr und Meister, ist „nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ (Mk 10,45).

Unser Heiliger Vater, Papst Franziskus, hat vor wenigen Tagen in Rom einen synodalen Prozess für die ganze Kirche eröffnet. Synode heißt wörtlich „gemeinsamer Weg“. Die Kirche befindet sich auf einem gemeinsamen Weg, indem sie in ihrer Geschichte Christus dem Herrn entgegen geht, der einst in Herrlichkeit wiederkommen wird, um zu richten die Lebenden und die Toten. Wir aber sollen einander Wegbegleiter sein. In der Kirche Gottes darf es nicht um Machtstreben gehen, sondern jedes Amt und jeder Auftrag ist ein Dienst am Heil der Menschen und zur Verherrlichung Gottes.

Drei wesentliche Programmpunkte gibt uns der Papst vor, sodass auch die einzelnen Diözesen und Pfarren je auf ihre Weise an dieser Synode mitwirken können. Es geht um Gemeinschaft, um Teilhabe und um Sendung.

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