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Fr 18. März 2022 21:30

Papst und Bischöfe weltweit: Weihe der Ukraine und Russlands an die Gottesmutter

(vaticannews.va) 

Das Gebet zur Übergabe an das Unbefleckte Herz Mariens wird der Papst am Nachmittag des 25. März 2022 im Petersdom sprechen. Der Akt wird in Gemeinschaft mit den Ortskirchen auf allen Kontinenten vollzogen.

„Papst Franziskus hat Bischöfe aus aller Welt und ihre Priester eingeladen, mit ihm für den Frieden zu beten und Russland und die Ukraine dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen und anzuvertrauen“: Das bestätigte der Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, auf Nachfrage von Journalisten.

Am Fest Mariä Verkündigung am 25. März wird Franziskus bei einer Bußfeier im Petersdom um 17 Uhr das Gebet sprechen. Alle Bischöfe weltweit sind eingeladen, den Akt am selben Tag zu vollziehen. Der päpstliche Almosenmeister, Kardinal Konrad Krajewski, wird das Gebet als Gesandter des Papstes in Fatima sprechen.

Bereits beim Angelus am 13. März hatte der Papst die gesamte Kirche zum Gebet aufgerufen: „Ich bitte alle Diözesan- und Ordensgemeinschaften, die Momente des Gebets für den Frieden zu verstärken“. Bei der Generalaudienz am 23. Februar rief er zu einem Gebets- und Fastentag für den Frieden in der Ukraine am Aschermittwoch auf und sagte: „Möge die Königin des Friedens die Welt vor dem Wahnsinn des Krieges bewahren“.

In der Erscheinung vom 13. Juli 1917 in Fatima hatte die Gottesmutter um die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz gebeten und erklärt, dass Russland, wenn diese Bitte nicht erfüllt würde, „seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche fördern“ würde. „Die Guten“, so fügte sie hinzu, „werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden zerstört werden“.

Nach den Erscheinungen von Fatima gab es verschiedene Akte der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens: Pius XII. weihte am 31. Oktober 1942 die ganze Welt, und am 7. Juli 1952 weihte er angesichts der schwierigen Situation der Christen, die in einem atheistischen Regime leben mussten, mit dem Apostolischen Schreiben Sacro vergente anno speziell Russland dem Unbefleckten Herzen Mariens.

Paul VI. im Jahr 1964 und Johannes Paul II. in den Jahren 1981, 1982 und 1984 erneuerten diese Weihe für die gesamte Menschheit. Der polnische Papst hatte am 25. März 1984 auf dem Petersplatz in geistlicher Verbundenheit mit allen Bischöfen der Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens alle Völker und in besonderer Weise jene Menschen und Nationen anvertraut, „die dieser Anvertrauung und Weihe besonders bedürfen“, wobei er sich auf die Bitte der Gottesmutter in Fatima bezog.

Johannes Paul II. 1982 mit Schwester Lucia, einer der Seherinnen von Fatima

Im Juni 2000, als der Heilige Stuhl den dritten Teil des Geheimnisses von Fatima enthüllte, wies der damalige Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Tarcisio Bertone, darauf hin, dass Schwester Lucia persönlich bestätigt habe, dass der Weiheakt, den Johannes Paul II. 1984 vollzog, dem entsprach, was die Gottesmutter verlangt hatte.

Jetzt, am 25. März, wird Papst Franziskus in Gemeinschaft mit Bischöfen aus aller Welt Russland zusammen mit der Ukraine dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen.

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