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Hirtenbrief von Bischof Schwarz zum ersten Fastensonntag 2026
(dsp.at) Lachende Gesichter, fröhliche, ausgelassene Stimmung, Tanz und üppiges Essen, Feiern und die Lebensfreude bis ins Innerste spüren und auskosten, das erlebten viele von uns in den letzten Wochen. Und nun? Vorbei soll sie sein, die Feierlaune und das glückliche Leben? Die Kirche als Spaßverderberin? Im oberflächlichen Betrachten könnte uns dieser Gedanke durch den Sinn kommen, aber es gilt vielmehr darauf zu blicken, was sich hinter der vierzigtägigen Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch eingeläutet wird, verbirgt. Jetzt geht es wieder ums Verzichten, um sich nichts mehr gönnen dürfen, um leben zu müssen, wie es eben keinen Spaß mehr macht, kurz: ein Leben aus dem Mangel zu führen, damit man sich zu Ostern wieder richtig freuen kann. Das mag selbstverständlich ein Zugang sein. Es ist aber ein sehr einfach gedachter Weg, der mit dem Sinn des Verzichtens nichts zu tun hat.
Verzichten im christlichen Sinne versteht sich als ein Lösen von irdischen Abhängigkeiten (wie z.B. Essen und / oder Trinken), an deren Stelle jedoch kein Vakuum oder gar eine Leere treten soll, sondern die geistlich-spirituelle Verbindung mit Gott in einer großen inneren Weite vertieft wird.
Die Intensität der Fastenzeit spiegelt sich in der Qualität der Beziehung zu Gott. Wenn wir Menschen unserem Gott begegnen wollen, dann gelingt das vor allem dort, wo wir nicht durch äußeren Lärm und Geplapper abgelenkt werden, wo wir mit ihm im tiefsten Inneren unserer Seele ins Gespräch kommen. ...
Lesen Sie den Hirtenbrief für die Fastenzeit von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz (St. Pölten) in vollem Wortlaut!
